
US-Präsident Trump hat seinen venezolanischen Kollegen Maduro durch sein Militär entführen lassen. Was gedacht war als Machtdemonstration, verkehrt sich in sein Gegenteil. Die USA können entgegen allen vollmundigen Vernichtungsdrohungen nur noch begrenzt Macht ausüben.
Donald Trump hatte in seinem Wahlkampf damit geworben, die teuren Kriege der USA zu beenden und keine neuen zu führen. Diese Versprechen erfüllt er bisher nicht. Allmählich scheint sich bei vielen seiner Wähler und Anhänger Ernüchterung breit zu machen. Auch die angekündigten großen finanziellen Erfolge blieben bisher aus. Außer den rund 200 Milliarden zusätzlichen Zolleinnahmen kann er in Bezug auf die amerikanischen Staatsfinanzen wenig Zählbares vorlegen. Aber was sind 200 Milliarden plus X schon im Verhältnis zu den 38.000 Milliarden Staatsschulden der USA?
Nachlassende Leistungskraft
Das Haushaltsdefizit steigt trotz der höheren Zolleinnahmen, denn die Zinsen auf die Schulden galoppieren dem Präsidenten davon. Diese liegen inzwischen bei etwa 1.000 Milliarden Dollar im Jahr, also mehr als dem Vierfachen der zusätzlichen Zolleinnahmen. Doch dürfte bei letzterem nicht sehr viel mehr herauszuholen sein, da die Importe und damit die Zölle nicht in dem Maße steigen, dass inländische Wirtschaftsleistung und Konsum die Zinsen wettmachen könnten.
Die amerikanische Wirtschaft wirft nicht genug ab, um den amerikanischen Staat zu finanzieren. Zudem ist sie international wenig konkurrenzfähig. Deshalb sollen durch hohe Zölle nicht nur die direkten Einnahmen steigen, sondern auch ausländische Unternehmen genötigt werden, in den USA zu produzieren. So könnte man die wirtschaftlichen Maßnahmen von Trump und seinen MAGA-Boys deuten. Neben Energieträgern und Agrarprodukten hat die US-Wirtschaft nur noch wenig, was sie exportieren kann – allem voran Waffen.
Rivale China
Im Gegensatz dazu rollt der große Konkurrent China wirtschaftlich die US-Märkte selbst auf und Amerikas Hinterhof Südamerika. Diesen Bestrebungen scheint nun Trump mit seiner neuen nationalen Sicherheitsstrategie den Kampf angesagt zu haben. Es sieht so aus, als wolle er den Chinesen in der eigenen Hemisphäre das Wasser abgraben und mit einer Art Kontinentalsperre den Zugang zum gesamt-amerikanischen Markt erschweren. China und Russland kommen immer wieder ins Gespräch, wenn es um die nationale Sicherheit geht. Das betrifft auch seine Ansprüche auf Grönland.
Den direkten militärischen Konflikt mit der Volksrepublik scheint Trump fürs erste abgesagt zu haben. Als Japan sich vor einigen Wochen in der Taiwanfrage mit China anlegte, pfiff der US-Präsident die neue japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zurück und forderte sie auf Chinas Wunsch hin zur Mäßigung auf. Selbst die chinesischen Manöver in der Taiwanstraße sah er nicht als beunruhigend an, auch wenn er sie selbst durch seine Waffenverkäufe an Taiwan befeuert hatte. Es wird immer deutlicher, dass Trump zwar Waffen verkaufen, aber nicht in Konflikte hineingezogen werden will, die mit diesen Waffen ausgetragen werden könnten.
Waffen sind der amerikanische Exportschlager schlechthin. Aber sie allein sind neben den schwindenden Agrarexporten nicht in der Lage, die US-Defizite auszugleichen. Die Öl-Exporte der USA leiden unter den sinkenden Weltmarktpreisen. Nicht zuletzt die Preisobergrenze der westlichen Sanktionen auf russisches Öl lassen die Preise sinken. Und die amerikanische Industrie ist im Gegensatz zur chinesischen nicht mehr in der Lage, durch Exporte zusätzliche Erträge zu erwirtschaften und damit zu einem stärkeren Abbau der Handelsdefizite beizutragen.
Selbst wenn China vom südamerikanischen Markt verdrängt werden sollte, ist die amerikanische Industrie nicht in der Lage, die Nachfrage zu bedienen – zumindest nicht zu chinesischen Preisen. Die schafft es ja noch nicht einmal mehr, Kriegsschiffe für die eigene Marine herzustellen. Dazu muss Trump schon südkoreanische Werften über die Köpfe der südkoreanischen Regierung hinweg zu Investitionen in den USA drängen. Den wenigen verbliebenen amerikanischen Cash-cows, den Flaggschiffen des Silicon-Valley, kann Südamerika wenig bieten und umgekehrt auch nicht.
Diebesgut
Einzig die amerikanische Erdöl-Industrie könnte aufgrund ihrer Leistungskraft und ihrer Erfahrung in Südamerika stärkere wirtschaftliche Bedeutung erlangen. Sie ist auch den Chinesen überlegen und verfügt über Abnehmer auf dem Weltmarkt, wo hingegen China selbst Abnehmer ist. Insofern ist Trumps Ansatz nachvollziehbar, sich mit den venezolanischen die größten Ölquellen der Welt unter den Nagel zu reißen. Er bezeichnet sie einfach als Diebesgut, das die Venezolaner den US-Konzernen gestohlen haben. Mit dieser Argumentation kann man offen zugeben, dass man es auf die Ölquellen abgesehen hat. Den unglaubwürdigen Vorwand des Kampfes gegen den Drogenhandel konnte man getrost über Bord werfen.
Ob es sich bei Trumps Vorgehen um eine durchdachte Strategie handelt, ist nicht klar zu erkennen. Denn Trump und seine Leute sind bisher nicht durch analytischen Tiefgang aufgefallen und nur, weil er vollmundige Ansprüche und Drohungen ausstößt, ist das noch lange kein Plan. Vermutlich sieht die amerikanische Administration in den Ölquellen die einfachste Lösung für ihre finanziellen Probleme. Denn hier gibt es gewaltige Defizite und dort liegt das schwarze Gold in der Erde, sozusagen vor der eigenen Haustür, relativ ungeschützt, denn die Venezolaner sind aufgrund der verhängten Sanktionen nicht in der Lage, diesen Schatz zu heben oder zu verteidigen.
Was also liegt näher, als sich das gewaltsam zu holen, was Amerika braucht und worauf man glaubt, einen Anspruch zu haben? Das ist ein Denken, das zu Trump und seinen MAGA-Boys passen würde. Nachdem alle Versuche gescheitert sind, die amerikanischen Schulden und Defizite in den Griff zu bekommen, könnte es sein, dass man den Raub als geeignetes Mittel ansieht, zumal man sich auch einreden konnte, dass man sich nur Diebesgut wieder zurückholt. Da braucht man weder moralische noch rechtliche Bedenken zu haben. Stellt sich nur noch die Frage der Umsetzung dieses Vorhabens.
Für die Weltöffentlichkeit war das Vorgehen gegen Venezuela im Sommer des vergangenen Jahres ziemlich unvermittelt gekommen – besonders der Anti-Drogen-Einsatz als Begründung, war doch gerade Venezuela bisher nicht als Drogenstaat aufgefallen. Aber man hatte sich an Trumps Unberechenbarkeit und Sprunghaftigkeit inzwischen gewöhnt, weshalb auch viele mit einem baldigen Ende der Kampagne rechneten durch die Eröffnung eines neuen Konfliktfeldes an anderer Stelle. Als aber dann immer mehr Kriegsschiffe in der Karibik zusammengezogen wurden, schien sich etwas Ernsthaftes zusammen zu brauen.
Zögerlich
Erst mit der offen vorgetragenen Forderung nach den venezolanischen Ölquellen kam etwas mehr Klarheit. Aber eine tiefer gehende Erklärung der Motive gab es nicht. Warum wollen die USA Krieg wegen Ölquellen führen? Sie haben eigenes Öl und die Ausbeutung des venezolanischen war ihnen zuletzt sogar von Maduro angeboten worden. Es blieb unklar, was die USA von der venezolanischen Regierung erwarteten. Trotzdem nahm der amerikanische Druck zu, die Drohungen wurden massiver, aber der erwartete militärische Großangriff blieb aus.
Vielleicht war man in Washington überzeugt, dass Caracas sich widerspruchslos unterwirft angesichts des gewaltigen Aufgebots vor seiner Küste. Jedenfalls schien man kein Konzept zu haben für den Fall, dass Maduro nicht klein beigibt. So dümpelte die größte Flotte, die nach Trumps Worten Südamerika je gesehen hatte, vor den venezolanischen Küsten, und über Wochen passierte nichts. Noch wenige Tage zuvor hatte die neue amerikanische Sicherheitsstrategie der Politik des regime change eine Absage erteilt. Dem widersprach der Einsatz vor Venezuela, der Millionen verschlang und kein erkennbares Ziel hatte.
So stieg die Unruhe nicht nur in Venezuela, sondern auch in den USA, selbst unter Trumps Anhängern, besonders jenen, die das von Trump verkündete Ende von Kriegseinsätzen für bare Münze genommen hatten. Nicht nur der Druck auf Maduro stieg, auch der auf Trump. Erste militärische Nadelstiche sollten Maduro wohl zeigen, dass man es ernst meint. Aber sie führten nicht zu Ergebnissen. Maduro blieb im Amt und seine Gefolgsleute an seiner Seite.
Die Bevölkerung Venezuelas wurde auf einen Angriff vorbereitet, Waffen wurden ausgegeben. Venezuela stellte sich auf einen Guerillakrieg ein, mit dem die USA bereits in Vietnam, aber auch in Afghanistan schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Gerade davor hatten auch die amerikanischen Militärs und Geheimdienste immer gewarnt. Ein solcher Krieg könnte die USA teuer zu stehen kommen, nicht nur finanziell. All diese Umstände könnten zu der Ansicht geführt haben, dass endlich gehandelt werden müsse: Entweder Angriff oder Rückzug. Aber Aufgeben kommt im Wörterbuch der MAGA-Hardliner nicht vor. So kam es zum Einsatz von Spezialgruppen.
In einer Nacht- und Nebelaktion griffen sie Caracas an und entführten Maduro. Aber anders als im Irak oder Afghanistan trauten sich die USA einen massiven militärischen Einsatz nicht zu. Obwohl das Einsatzgebiet vor der eigenen Haustür lag und damit die Versorgung wesentlich einfacher ist, obwohl die venezolanische Armee nicht so stark wie die irakische einzuschätzen ist, obwohl das Land militärisch und wirtschaftlich durch die Sanktion geschwächt ist. Die USA trauen sich keinen Krieg mehr am Boden zu. Dort liegt die eigentliche amerikanische Schwäche neben der wirtschaftlichen. Das Militär der USA kann die wirtschaftliche Schwäche nicht mehr wettmachen.
Wie weiter?
Trump versicherte in seiner Pressekonferenz, dass der Angriff ein Erfolg war und dass insofern der Grund für weitere militärische Operationen gegen Venezuela entfalle. Damit hatte er eine gesichtswahrende Begründung für einen Rückzug gefunden, oder aber er glaubt wirklich, mit der Gefangennahme Maduros den Sieg errungen zu haben. Doch die Probleme fangen jetzt erst an. Denn er selbst will nun Venezuela regieren, bis eine zuverlässige Regierung gefunden ist. Er scheint sich nicht daran zu erinnern, wie lange es im Irak gedauert hatte, bis das Land halbwegs stabil war. In Afghanistan ist das nie gelungen.
Aber solche Überlegungen scheinen seine Stärke nicht zu sein. Auch scheint man sich keine Gedanken gemacht zu haben, wie man diese US-Regentschaft in Venezuela umsetzen will. Maduro ist gefangen genommen, aber die venezolanische Regierung hat seine sofortige Freilassung gefordert. Sie ist also immer noch an der Macht und übt sie weiterhin aus, nicht Trump. Wie aber will er amerikanische Politik in Venezuela durchsetzen, wenn die dortige Regierung ihn nicht unterstützt? Anders als im Irak oder Afghanistan oder Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hat Trump keine Besatzungstruppen dort, die notfalls seine Anordnungen mit Gewalt durchsetzen.
Selbst wenn er diese noch nachträglich hinschicken sollte, ist das venezolanische Volk auf einen Guerillakrieg eingestellt. Er wird Kräfte im Land brauchen, die mit ihm zusammenarbeiten. Ob Vertreter der venezolanischen Opposition dazu bereit sind ohne militärische Unterstützung und Schutz vonseiten der USA, ist äußerst fraglich. Maduro war bei vielen Venezolaner nicht beliebt, aber die Zahl von Trumps Anhängern ist sicherlich noch geringer, erst recht wenn die Gringos versuchen sollten, den Venezolaner eine amerikafreundliche Regierung vorzusetzen.
Hinzu kommt, dass Trump von sich aus eine Zusammenarbeit mit Führern der Opposition abgelehnt hat, also gerade jenen Kräften, die nach Angaben des Westens doch die Wahlen 2024 gewonnen haben sollen. Nach seiner Meinung verfügt nicht einmal die Nobelpreisträgerin María Corina Machado über Unterstützung oder Ansehen im Lande. Seinerzeit wurde sie als eine machtvolle Bedrohung für Maduro dargestellt. Wer irrt denn nun: Trump heute oder die westlichen Meinungsmacher damals? Was sagt das aus über die hoch gelobte Opposition in Venezuela?
Im Moment jedenfalls drängt sich anscheinend niemand auf, der Trumps Auftrag erfüllen könnte. Nach seinen Aussagen will er es selbst von Washington aus machen. Ob er dafür einen Plan hat, der zu den Verhältnissen vor Ort passt? Oder glaubt er, dass die amerikanische „Exzeptionalität“ im Allgemeinen und seine im Besonderen ausreichen, dass ihm die Massen zulaufen? In den USA jedenfalls laufen sie ihm eher davon. Damit steht das Venezuela-Abenteuer unter einem schlechten Stern.
Ähnliche Beiträge:
- Venezuela: Wer profitiert, wer plant, wer zahlt?
- Libyen 2.0: Die operative Vorbereitung der Venezuela-Intervention
- Die USA überfallen Venezuela und werden es erst einmal regieren (run the country)
- Wahlen in Venezuela: Auch Linke aus Brasilien, Mexiko und Kolumbien fordern Klarheit
- Venezuela als Zankapfel der Großmächte





Putsch in Venezuela – wie geht’s weiter? Trump feiert Gangster-Manieren, Chinas Dilemma
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=LrvUxkF_POQ
0:00 Abkommen zwischen Russland und China
1:55 Was in Venezuela passiert ist
5:06 Maduro wird von seinem eigenen Volk verraten
5:55 Was Trump getan hat, ist verfassungswidrig
8:40 Wie geht es weiter?
12:58 Die beste Option ist, die derzeitige venezolanische Regierung das Land weiterführen zu lassen
16:28 Venezolanisches Öl ist sehr teuer in der Förderung und Verarbeitung
18:35 Maduro war bereit, mit den Amerikanern zusammenzuarbeiten
22:20 China ist der größte Ölkäufer
25:55 China arbeitet an anderen Energiequellen, Trump steckt in der Vergangenheit fest
28:58 Selbst Milei wird nicht alles tun, was Trump sagt
32:08 Artikel von Arnaud Bertrand: Venezuela tötete die USA – Unterschied zwischen Qin- und Han-Dynastie
38:23 Das Mandat des Himmels ist für den chinesischen Huangdi wichtig: zwei Beispiele
42:16 Der Legalismus funktioniert nicht ohne moralischen Kompass – warum Trump außer Kontrolle ist
44:40 Trump hat alle Normen gebrochen, er ist das Opfer derselben Tat, die er jetzt an Maduro begeht
46:46 Trump ist nicht allein, die Europäer sind genauso
48:23 Die USA haben sich lange gewaltsam in Lateinamerika eingemischt
51:34 China kann dasselbe mit Legitimität tun. Russland kann dasselbe tun
52:26 Rückrufaktion in Taiwan, über die kein westliches Mainstream-Medium berichtet
56:14 Chinas Dilemma
59:47 China informierte Maduro einige Stunden vor dem Angriff über den Vorfall
01:04:01 Nichts zu feiern
01:06:32 Wer ist als Nächster dran, was ist mit Grönland? Es sind die USA, nicht Russland, die aggressiv waren
01:12:08 Selenskyj verschwendet seine Zeit, wenn er versucht, der NATO beizutreten
01:13:05 Rory Stewart will, dass die Menschen aufwachen und erkennen, dass die USA eine Bedrohung für Europa sind
01:16:09 Die baltischen Staaten sollten die Entführung Maduros durch die USA verurteilen
01:17:44 Trump ist ein böser Mensch und ein Gangster. Attentatsversuch auf Putin
01:21:17 Trump kann keine ehrliche Diplomatie führen und
Danke. Endlich sagt mal jemand, dass dieses wunderbare, in riesigen Mengen vorhandene Erdöl aus Venezuela teuer ist. Auch Rauls hat es noch nicht mitbekommen.
Es liegt ja immer noch im Erdboden, weil es so teuer ist, teurer als amerikanisches Ölschiefer und kanadische Teersande.
Das haben andere vor Herrn Rauls längst gesagt, auch hier auf Overton – gerne verweise ich dazu auf meinen eigenen Kommentar.
https://overton-magazin.de/top-story/venezuela-es-geht-ums-oel-nicht-um-recht/#comment-336129
Und ich habs ja auch nicht selbst erfunden. Mein Schlussatz:
Die letzten Äusserungen aus Washington waren denn auch plötzlich: „wir brauchen dieses Öl nicht, aber wir wollen auch nicht, dass Andere es bekommen“.
Für den Moment können sie dies wohl erzwingen, allerdings, weder China noch Indien bekommen deswegen irgendwelche Proleme, und Russland wird sich für leicht steigende Ölpreise sogar bedanken.
Was diese Machado anbelangt: ich habe Kommentare gelesen, aber nicht weiterverfolgt, dass es ein versuchter Wahlbetrug durch die CIA war, der vereitelt wurde, genauso wie das mit Guaido – und wer wenn nicht Trump weiss deshalb genau, dass mit Machado nichts, aber auch gar nichts zu holen ist in Venezuela.
Im Gegenteil könnte dadurch der bewaffnete Widerstand der Collectivos aktiviert werden – und danach würde kein US-Bürger mehr den Fuss lebend in Venezuela bewegen können.
Nur so als Hinweis: die FARC umfasste in ihren aktivsten Zeiten gut 15’000 Bewaffnete. Die Collectivos sind 300’000 gut bewafffnete Chavisten.
Für die USA und jegliche US-Aktivitäten in Venezuela (derzeit fördern immerhin zwei Gesellschaften dort Öl) würde dies zum Sicherheits-Alptraum, der jeglichen wie auch immer gearteteten Gewinn vernichten würde.
Leider stellt kaum einer die wirklich interessanten Fragen:
– Warum hat die Luftabwehr in Venezuela nicht reagiert?
– Wie konnte die US-Einheit so leicht Maduro finden?
– Warum sind grösstenteils nur KI-generierte Fakebilder zu sehen?
– Warum hat das Militär in Venezuela nicht reagiert?
– Wie konnte der Einsatz mit so wenig Toten und Gegenwehr gelingen?
– Wer spielt falsch in Venezuela (paktiert mit der USA)?
– Was ist Theater, was Realität?
Es riecht nicht nur, es stinkt förmlich nach einer hollywoodesken Inszenierung.
Schade, irgendwie. Ich schaff’s leider nicht mehr, noch nicht mal auf meiner eigenen Site, bin gesundheitlich schwer angezählt, nur noch kurze Momente des Aufflackerns.
Lieber Gruss
Maduro wurde kurz vorher von China gewarnt. Offensichtlich wurde er von den eigenen Leuten verraten. Vermutlich hat er das sogar geahnt und hatte deshalb Leibwächter aus Kuba von denen wohl 24 bei dem Angriff der USA getötet wurden.
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=LrvUxkF_POQ
Vielen Dank, aber sorry, das Video als Beweis ist aus meiner Sicht kaum brauchbar. Leute die Geschichten austauschen, nett. Zwei Zwangswerbungen bevor man überspringen kann, auch nett. Ihre Spekulationen sind interessant, verharren aber auf dem Bereich Spekulationen und Behauptungen. Keine Auflistung von Quellen gefunden.
Lieber Gruss
1. Was kann man auf die Spekulationen des Analysten Mercouris geben, wenn er noch am 7. Januar von 24 getöteten Kubanern redet, obwohl die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina bereits zwei Tage zuvor 32 getötete kubanische Militärangehörige vermeldete?
https://x.com/PrensaCubCol/status/2007986688984027619
Und AP (Associated Press) gab die kubanische Meldung am 5. Januar weiter.
https://www.defensenews.com/global/the-americas/2026/01/05/cuba-says-32-cuban-officers-were-killed-in-us-operation-in-venezuela/
Kuba hat bereits zwei Tage offizielle Staatstrauer _wegen der 32 Toten_ hinter sich.
Venezuela meldet bisher über 100 Tote (darunter vermutlich Zivilisten) aus ihren Reihen.
2.
Nein, „offensichtlich“ ist ein Tatbestand, der so eindeutig ist, als würde man ihn „offen sehen“. Davon kann hier keine Rede sein.
Womöglich gibt es einfach Analysten, die sich den Vorgang nicht anders als durch Verrat erklären können, vermutlich weil sie keine Vorstellung von der technischen Überlegenheit der us-Dienste und des Militärs gegenüber den Streitkräften eines Staates wie Venezuela haben.
Zur Erinnerung: Die Israelis hatten 8 (?) iranische Generäle bei ihrem Überraschungsangriff getötet. „Eigentlich“ sollte so etwas auch ausgeschlossen sein. Ist es aber eben nicht.
Und dabei ist der Iran militärtechnisch immerhin so fortgeschritten, dass er Hyperschall-Raketen produziert, die nachweislich die israelische/amerikanische Luftabwehr überwinden – quasi mit Ankündigung überwinden.
Und wieviele russische Generäle haben die Ukrainer bisher getötet – wohlgemerkt in Moskau getötet?
Man sollte vor allem im Kopf behalten, dass, wie ein Video zeigt, die Hubschrauber der Delta-Force im Tiefflug in Caracas eintrafen, während ein Ablenkungsbombardement auf die Stadt lief. Die Luftabwehr trifft also eher keine Schuld. Da hätte es Manpads gebraucht.
The Pentagon said seven U.S. troops were injured in the Venezuela operation; five have recovered.
https://www.cnbc.com/2026/01/07/us-venezuela-military-operation-maduro-injuries-casualties.html
Und ich nehme allein schon wegen des krankhaft narzistischen Präsidenten an, dass die Amis nicht ihre kompletten Verluste melden.
@Besdomny
👍👍👍
Auf Sputnik beschäftigen sich auch Leute mit dem Problem, es gibt da auch noch eine interessante Theorie: Sie haben sich zum Abendessen getroffen um die „Probleme“ zu klären, was erklären würde, warum die Luftabwehr nicht reagiert hat. Als sie erstmal drin waren, haben sie die Wachen erschossen, Maduro gekidnappt und dann die Luftangriffe für den Rückzug benutzt. Fand ich eine interessante Sichtweise.
Lieber Gruss
Die (große) Verratshypothese hinkt m.E. aus folgendem Grund:
Also, im Jahre 2003 soll es unter den Generälen der irakischen Republikanischen Garde dem Vernehmen nach Verräter gegeben haben, die gegen Bakschisch die Amerikaner praktisch kampflos in die Hauptstadt einmarschieren ließen. Und ja, tatsächlich kam’s wohl nach dem Kampf um den Bagdader Flughafen zu keinen weiteren Kämpfen. Wer die Verräter waren und ob es überhaupt welche gab wurde aber deshalb nicht publik, WEIL die Amerikaner den Blitzkrieg gewannen und die Macht übernahmen!
In Venezuela ist aber die chavistische Regierung noch immer an der Macht. Verräter, so es welche gibt, sollten deshalb gefasst werden oder enttarnt können.
Andernfalls (!) müsste man annehmen, dass die gesamte oberste Staats- und Armeeführung gemeinsam Verrat an Maduro geübt habe (was zum Teil suggeriert wird, speziell von den Amerikanern). Aber warum hätte diese gesamte oberste Staats- und Armeeführung unter diesen Umständen Maduro zuvor überhaupt im Amt lassen bzw. halten sollen, wenn er ihnen angeblich so lästig war?
Die Geschichte vom „großen Verrat“ macht keinen Sinn, sorgt dafür aber für Mißtrauen und riecht etwas nach psychologischer Kriegsführung
P.S.
General Javier Marcano Tábata, Chef der militärischen Gegenspionage und Präsidialgarde, ist entlassen und evtl. auch verhaftet worden.
In der Tat, solche Operationen gelingen, Staatsterrorismus ist schwer zu bekämpfen. Und natürlich haben speziell die usa viele technische Möglichkeiten, die sie zum Teil auch ihren Spezis zur Verfügung stellen. Allerdings darf man das nicht mit einer erfolgreichen Invasion verwechseln. Man sieht, wie schwer sich die Russen in der Ukraine tun, wie es den Israelis in über 2 Jahren nicht gelungen ist, die Hamas komplett auszuschalten, obwohl das Kampfgebiet ein von ihnen hermitisch abgeschlossense Ghetto ist, wie u.s.-Amerikaner die Taliban 20 Jahre lang nicht überwinden konnten und schliesslich den Schwanz einzogen. Die Maduro-Entführung ist ein reiner Propagandaerfolg, militärisch nicht ernst zu nehmen. Wie auch immer er im Detail zustandegekommen ist. Die usa hat nun nicht mehr Einfluss als zuvor, wahrscheinlich aber mehr Feinde. Durch Heldentaten wie die Zerstörung eines grossen Wissenschaftszentrums, eines auf Nierenleiden spezialisierten Spitals und des Chavez-Mausoleums schafft man sich keine Freunde. Nicht einmal in der eignen Anhängerschaft, die bekanntlich von Regime change-Versuchen die Nase gestrichen voll hat. Das ist alles infam und dumm, ein rogue state, ders zunehmend mit allen verdirbt.
Da der Mensch nicht gut ist, für Geld alles tut, auf den eigenen Vorteil aus ist, findest du in allen Systemen, Überläufer, Verräter etc. Solche zu finden, schaffen geschickte Geheimdienste wie die Dienste der Amis und der Israelis.
Ich hoffe die Volksrepublik China lernt und schafft sich auch einen effizienten Geheimdienst. Da dieser, wie der Name schon sagt, geheim ist, wird man offiziell nicht darüber reden.
Da ich von der Sympathie her auf Seiten der Chavinistas stehe, halte ich mich aus dieser für Verschwörungstheorien offenen Diskussion heraus.
Übrigens predigt China Kuba schon lange es solle wie China marktwirtschaftliche Reformen einführen, wie China eine Sonderwirtschaftszone einrichten, damit er der Bevölkerung besser geht. Dazu aber war das kleine Kuba zu stolz, wahrscheinlich verwöhnt durch die Unterstützung der Sowjetunion. Leute, die in bescheidenen Wohlstand leben verlieren die Lust auf Konterrevolution und Terrorismus.
Naja, wo Hierarchien im Spiel sind vielleicht, der Artikel hier war recht interessant: https://overton-magazin.de/hintergrund/gesellschaft/krieg-ist-eben-kein-naturzustand/
Ich bezweifle wie der Autor dieses Artikels, dass der Mensch nicht gut ist und nur auf den eigenen Vorteil aus ist. Westliche Prägung, Hobbes und so. Ist kein natürliches Verhalten für Herdentiere und das sind wir.
Lieber Gruss
Das „der Mensch“ von Natur aus gut oder böse ist, ist beides Rassismus.
Präsident Maduro wurde erbärmlich verraten.
Wirklich erstaunlich, dass diese – präzedenzfallhafte (!) – Entführung so gut funktioniert hat.
Was ist los in Venezuela?
Ich bin wirklich schockiert, was die US-Terror-Verbrecherbande sich erlaubt.
Einen Staatspräsidenten eines anderen Landes so unwürdig zu behandeln: Dekadenz im fortgeschrittenen Stadium.
Das wird den Niedergang der USA nur beschleunigen: Mr Trump ist genauso dumm, wie seine Vorgänger.
Ich hoffe, daß Präsident Maduro irgendwie befreit wird.
Z.B. durch Diplomatie oder anders….?
Was ist los in Venezuela? Viele historische Chavez-Anhänger haben sich allmählich von Maduro distanziert. Diese Chavez – Freunde waren nicht mehr bereit den uneinsichtigen Maduro zu unterstützen. Maduro war kein „Chavista“.
Maduro saß aber wohl noch fest genug auf seinem Thron, dasß man ihn nicht einfach stürzen oder abwählen konnte. Dazu brauchte es wohl die Hilfe von außen.
Zwischen „nicht mehr unterstützen“ und „verraten“ scheint mir aber doch ein Unterschied zu sein.
Denn das, was geschehen ist, ist nicht nur eine schwere Demütigung Maduros, sondern ganz Venezuelas.
Dazu noch ein Zitat aus einem Artikel in telepolis: „Auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Armin Laschet (CDU), bezichtigte Maduro des “kriminellen Drogenterrorismus gegen die USA” – und begrüßte die US-Aktion gegen ihn. Sie habe die Welt angeblich sicherer gemacht.“
Das reicht. Deutschland 2026.
Das wäre eine Straftat.
Ich bin mir aber sicher, dass die deutsche Justiz alle fünfe gerade sein läßt.
Die wusste schon immer genau, was ihre Herrchen von ihnen erwarten.
Weshalb besteht die deutsche Justiz wohl nur aus Parteisoldaten?
Die verbreiten doch jede Propaganda ihnen ihnen von den Amis oder Selenskij ins Ohr getütert wird.
Die Blindesten sind die, die nicht sehen wollen!!!
Dazu ist anzumerken, dass eine Ulricke Gerot, die sich als alternativ präsentiert, Hern Laschet auf X die Freundschaft erklärt hat.
Man kann heutzutage niemanden mehr trauen, eventuell noch eigenen Familienangehörigen, die man seit Jahrzehnten kennt, und selbst das muss ständig hinterfragt werden, das Gehirngift, welches mit tausenden Medien verbreitet wird, wirkt,
@Wunderlich
Was Familienzusammenhalt betrifft bzw. was Familien wirklich ausmacht, hat weniger mit „Gehirngift“ von „tausenden Medien“ zu tun, als mit einem gewissen Mentalitätsgefälle in Nord-Süd-Richtung. Je südlicher man von Deutschland aus schaut, umso mehr haben Familien noch Bestand. In Italien oder Spanien mehr als in Deutschland; noch ausgeprägter in den Magreb-Staaten, wiederum mit Italien oder Spanien verglichen. Ein 30- oder 40-Jähriger, welcher finanziell oder auch nur privat gescheitert von der Familie aufgefangen werden möchte, dem wird in nördlichen Gefilden tendenziell eher was gehustet; im skandinavischen Raum noch mehr als im deutsprachigen Raum! Soweit in verküzter Form.
Was eine private Freundschaft zwischen einer (von mir geschätzten) Ulricke Gerot und einem Herrn Laschet betrifft, hat diese nichts mit „Verrat“ zu tun. Wem gegenüber denn? Eine Freundschaft muss keinesfalls gleichgeschaltet sein; weder politisch, noch sonst irgendwie! Sie muss Unterschiede aushalten, äusseren Einflüssen standhalten und sich in gegenseitiger Loyalität beweisen.
Und zu einem Herrn Laschet ist anzumerken, das Deutschland viel erspart geblieben wäre, hätte man ihn nicht via Medienkampagnen ein kontextloses Lächeln zu Zeiten der Aartal-Überschwemmung abgesprochen und seine Wahl somit verunmöglicht. Man hätte sich die bunte Koalitition erspart und vor allem den nun aufgrund deren Scheiterns nachfolgenden BlackRock-Heini Merz!
Vorbeugend erkläre ich lieber vorab, das ich mich sicher nicht zur CDU hingezogen fühle, aber einen Herrn Laschet bei weitem einem Herrn Merz oder einem Herrn Scholz vorziehen würde; von einer olivgrünen und hochnotpeinlichen Baerbock ganz zu schweigen! Just a thought…
Nachträgliche Korrekturen:
* in verkürzter Form
** hätte man ihm nicht via Medienkampagnen
Da im Normalfall Deutsche Politiker bis zu den Haarspitzen im Arsch der USA stecken und US Propaganda nachplappern, kein Wunder. Deutschland ist voller Politiker deren NSA Akten durch die CIA zum leben erweckt werden, weshalb eigentlich fast alle Politiker in Deutschland Eigentum der US Dienste sind.
Da soll mal jemand behaupten Erpressung lohnt sich nicht, für die USA jedenfalls lohnt sie sich sehr.
Füße küssen: dazu sind deutsche Systempolitiker da.
Die Welt würde viel sicherer sein, hätten die USA mal einen Präsidenten, der sich der Realität stellen würde.
Aber da müssen wir wohl noch lange warten….
Diese Idioten in Berlin wissen gar nicht, welche Büchse der Pandora damit durch die USA geöffnet wurde. Sie sind schlicht zu dumm das zu erkennen – aber sollte eines Tages eine identische Aktionen ihnen gelten, wird es zu spät sein.
Allerdings, und da sieht man, wie wenig objektiv ich bin: so sehr ich die Aktion der USA ablehne und als ungesetzlich verurteile, sosehr würde ich es begrüssen, wenn irgendeine Macht das gesamte deutsche Regierungs-Gesoxe auf dieselbe Art entfernen würde !
Wäre das ein Spass …. !
Das würde aber nichts nützen, weil das nur die Funktionselite betreffen würde.
Die Strukturen müssen ebenfalls samt und sonders beseitigt werden.
Dankeschön an Herrn Rauls für die klare Benennung der Aktion als Entführung!
Ob es aber in Caracas tatsächlich niemanden gibt, der mit Trump kooperiert, scheint mir weit weniger offensichtlich zu sein; so geschmeidig, wie die Operation ablief, scheint es mir sicher zu sein, dass Maduro von den eigenen Leuten an’s Messer geliefert wurde. Und die kooperieren sehr wohl, aller Rhetorik nach außen zum Trotz.
Jetzt nehmen die Amis den Russen schon Schiffe unter den Augen des Militärs weg.
@Herr Hacker. Soll ich dir ein Paket mit ein paar Packungen Esketamin fertigmachen? Medikamente sind ja nicht sanktioniert. Vitamin K bekommst du allerdings auch easy bei euch auch dem Schwarzmarkt.
Wenn die Indianer auf russischen Öltankern Grönland umzingeln, muss halt die Kavallerie einreiten! General Custer, zu Hülf!
Custer hat sich in seiner Überheblichkeit von den Indianern einkesseln lassen und ist mit seinen untergebenen Soldaten zusammen gestorben. Ich glaube das war nicht worauf Sie hinaus wollten?
Na GBU, mal nicht so siegessicher und überheblich. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Im Gegensatz zu Trump und dem Westen, dem es in erster Linie um Öffentlichkeitswirksamkeit geht, handeln Russen und Chinesen rational. Sie denken materialistisch, was bedeutet, die Umstände zu bewerten und daraus die SChlüsse zu ziehen, die ihren Interessen, ihren Möglichkeiten und den GEfahren entsprechen, die ihnen daraus erwachsen können. Das kann bedeuten, dass die Russen das Kapern der Schiffe hinnehmen, um SChlimmeres zu vermeiden. DAs wird die nächste Zeit zeigen. Mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine hat auch keiner gerechnet von denen, die Russland immer als Tankstelle mit Atomwaffen verspottet haben. Ich weiß nicht, ob nicht auch SIE dazu gehörten. Und wenn es so war, würden Leute wie SIE es sicher nicht zugeben. DEnn das würde doch zu sehr am eigenen Weltbild und der eigenen Überheblichkeit kratzen. ICh weiß auch nicht, ob SIE nicht auch zu jenen zählten, die Russlands Wirtschaft schon in Fetzen sahen. All das waren gewaltige Fehleinschätzungen. Aber Leute wie SIE würden so etwas ja niemals sich selbst eingestehen.
Wie Sie oder IHresgleichen in der Öffentlichkeit zu verdrehen suchen, spielt keine Rolle. WEr sehen will, der sehe, und wer hören will, der höre, bzw sieht und hört, dass IHRE Sichtweisen der Wirklichkeit nicht entsprechen. UND wie sagt schon der Volksmund: Hochmut kommt vor dem Fall.
Mich persönlich hat nur immer sehr gewundert, das die Russen nicht schon viel früher dem Donbass zu Hilfe gekommen sind.
Nach dem letzten „Besuch“ des christlich- katholischen Westeuropas gibt es drei Grundprinzipien in Russland: 1. Nie wieder einen 22.6.41. 2. Diplomatie bis zur letzten Möglichkeit, um einen Krieg zu verhindern 3. Wenn Diplomatie nicht hilft, dann den Krieg möglichst nicht auf russischem Territorium führen.
Und die Erfahrung des russischen Präsidenten: Wenn ein Kampf unvermeidlich ist, dann schlage als erster zu.
Ich hoffe, ihnen erschließt sich daraus das Handeln der russischen Regierung.
Diese Einschätzung scheint mir folgerichtig zu sein.
Das sich Russland diese Piraterie nicht mehr gefallen lassen will, hat das Entsenden des
Atom-Ubootes und weiterer Kriegsschiffe in Richtung des Im Nordatlantik gekaperten
Tankers schon gezeigt. Eigentlich schon, dass die Schiffe unter russischer Flagge fahren
konnten. Wovon wir natürlich nichts mitbekommen, ist die Kommunikation zwischen
Russland und den USA. Da werden die Leitungen geglüht haben. Ich gehe davon aus,
dass die kommenden Fahrten russischer Tanker und Frachter Begleitschutz erhalten
werden. Wenn die Ammis es dann wieder drauf ankommen lassen, wird es krachen.
Ob da schon ein paar Atom-Torpedos der Russen vor den Küsten der USA auf ihren
Einsatz warten? Wenn es plötzlich einen Zunami in Florida gibt, wissen wir es.
Nicht nötig sich so aufzuregen. Ich bewerte hier nur als neutraler Beobachter.
Als du vor 80 Jahren geboren wurdest, diente eine militärischer Geleitschutz auf See dem Zweck, die geleiteten Schiffe zu schützen. Vielleicht verrätst Du mir, welchen anderen Zweck ein solcher heute erfüllt?
> Mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine hat auch keiner gerechnet
🤡🤡🤡
> [Russen] denken materialistisch
Hm, ein kühne Aussage über ein Land, das in der Ukraine das gesamte Erbe der Sowjetunion verballert hat, sämtliche eigene Ressourcen in diesen Ofen schiebt und geschätzte 1,1 Millionen Verluste an Menschenmaterial eingefahren hat
@gbu57
Ich rege mich nur darüber auf, dass Sie mich älter machen als ich bin. Ansonsten kann ich weder in meinem Text noch in meinem Puls Aufregung feststellen. DAs man so nebenbei.
SIE sind KEIN neutraler Beobachter. Vllt glauben Sie das selbst von sich, aber Sie glauben ja auch, dass SChein gleich Sein ist und dass ein Öffentlichkeitserfolg ein endgültiger Sieg ist:
„Jetzt nehmen die Amis den Russen schon Schiffe unter den Augen des Militärs weg.“
Seien Sie lieber froh, dass in Moskau KEIN selbstverliebter und unzurechnungsfähiger Trump regiert. WEr weiß, wie die Welt dann heute aussehen würde. Vllt wäre sie dann nur noch eine Rauchsäule im Universum.
Materialistisch, wenn ich Sie da mal belehren darf, bedeutet nicht die Ausrichtung auf Geld und Material, wie so viele in ihrem beschränkten westlichen Denken glauben. Materialistisch bedeutet, die Grundlagen von Entwicklungen und Zuständen herauszuarbeiten. Aber davon scheinen Sie nichts zu verstehen, wie Aussagen über Russland zeigen:
„ein Land, das in der Ukraine das gesamte Erbe der Sowjetunion verballert hat, sämtliche eigene Ressourcen in diesen Ofen schiebt und geschätzte 1,1 Millionen Verluste an Menschenmaterial eingefahren hat“
Das hört sich ja verdammt wortgewaltig an. Aber welches Erbe meinen Sie denn? Die SU ist seit über 30 Jahren Geschichte. Von ihr selbst ist wenig übrig geblieben. Ist IHNEN das noch nicht aufgefallen? In welcher Welt leben Sie denn, der vor 80 Jahren? Das wenige Erbe der SU, das in der Ukraine verballert wurde, waren die alten Waffenbestände, aber besonders jene der Ukraine. Russland hat inzwischen eine der modernsten Rüstungsindustrien der Welt aufgebaut, falls IHnen das noch nicht aufgefallen sein sollte. Ich sage nur Oreschnik und Burewestnik. Beide sind ohne Entsprechung im WEsten.
Doch was sich weitgehend besonders in Russland aus Sowjetzeiten erhalten hat, ist das materialistische Denken, das sich nicht in Wunschvorstellungen und Überlegenheitsfantasien alla Trump, von der Leyen, Baerbock und ähnlichen ergebt, sondern in Analysen der Gegebenheiten und Abwägung der eigenen Möglichkeiten in Abhängigkeit von den eigenen Interessen. Suchen Sie so etwas mal im Westen. Die meisten westlichen Politiker und Experten wie Sie leben doch mit einem Weltbild, das weniger der Welt gleicht als einem Ponyhof.
Sehr gut argumentiert!
„Ich bewerte hier nur als neutraler Beobachter.“
Buahhhaaahhhaha. Sie sagen in ihren Posts einfach nur:“ Seht her, ich bin ein Lügner und A###hl##h“, nichts weiter. Haben sie psychische Probleme?
Hier ihr 🐟.
In einem vorherigen Artikel hatte ich ihnen den Rat gegeben, den Eigentümer des Schiffes festzustellen. Offenbar sind sie dazu nicht fähig. Der Dampfer gehört einer obskuren türkischen Reederei. Auf der Fahrt nach Venezuela war das Schiff noch unter panamesischer Flagge. Erst bei der Rückfahrt, unbeladen, wurde die russische Flagge gehisst. Laut UN- Seerechtskonvention ist das während des Aufenthaltes auf hoher See nur bei einem Eigentümerwechsel möglich…die Bella1/ Mariner ist KEIN russisches Schiff. Aber als billiger Propagandist für die Schweinefarm kommt es ihnen ja nicht auf Fakten an. Wie ein Ertrinkender greifen sie nach jeden Strohhalm, um ihren kranken Hass abzusondern….
Hier, dein 🐟
Habe mal eben meinen persönlichen Palantir auf 17022026 eingestellt.
Er sagte dazu folgendes:
Der aller Dinge sind drei.
Bis dahin werden sich auf globaler Ebene Krankheit, Krieg und Teuerung zu einer Phalanx verschmolzen haben.
Und noch irgendwas Wirres mit Pferden…
Naja, egal.
Das Ding hab ich mal billig bei aliexpress geschossen.
Was kann man da schon erwarten?
dann ist Neumond, mit Sonnenfinsternis
Vielleicht ist das ja die neue amerikanische Strategie: Regimechange mit dem Geldkoffer und lokalen Unterstützern. Das ist in Kiew 2014 auch so gelaufen. Die Demonstranten auf dem Maidan wurden bezahlt, die rechtsradikalen Maidan-Truppen kämpften freiwillig gegen Janukowitsch. Außer vielen CIA-Beratern keine Boots on the Ground.
So neu ist die Strategie Regimechange mit dem Geldkoffer nicht.
Mussolini, Hitler ect.pp.
Lustig & Naiv:
„Die USA können entgegen allen vollmundigen Vernichtungsdrohungen nur noch begrenzt Macht ausüben.“
Wenn Sie einen Nachbarn haben, der mal kurz Ihr ihn störendes Gartenhäuschen wegbrennt, sagen Sie bestimmt auch: Das ist ein Zeichen seiner Schwäche. Na klar: Er hätte ja auch gleich Ihr Haus mit abbrennen können.
Wie es aussieht konzentrieren sich die USA mit ihrer Macht erst einmal auf ihren amerikanischen „Hinterhof“. Vermutlich um zu konsolidieren und Kraft zu sammeln für neue „Eroberungen“ in der Welt.
Stärke demonstriert jemand, wenn ein Herausforderer nach Ansage klein beigibt, wenn der Starke aber seine Forderungen nur mit Gewalt durchsetzen kann, ist das Schwäche.
Ach so, da war der Faschismus ja extrem schwach, und erst der NS-Staat, musste er die Juden doch mit Gewalt usw. usf.
Mit Ihrer Psychologie kommen Sie noch nicht einmal im Urchristentum unter…
Haben Sie sich die Moral aus den Wildwest-Filmen angeeignet? Logik aus dem Kindergarten: Wenn einer aggressiv wird, dann muss ich noch aggressiver werden. So beendet man das Dominanzgehabe nicht. Auf die Spielregeln des Gegners sollte man sich nicht einlassen, sondern nur nach den Regeln spielen, bei denen man stärker ist.
Darum geht es hier gar nicht, sondern ganz allein darum, ob es es ein Zeichen der Schwäche ist, wenn jemand zur Gewalt greift (was R. Raul zu glauben scheint). Das halte ich für ausgemachten Blödsinn und Küchenpsychologie.
Wie man dem begegnet, steht auf einem ganz anderen Blatt.
„Aber anders als im Irak oder Afghanistan trauten sich die USA einen massiven militärischen Einsatz nicht zu. Obwohl das Einsatzgebiet vor der eigenen Haustür lag und damit die Versorgung wesentlich einfacher ist, obwohl die venezolanische Armee nicht so stark wie die irakische einzuschätzen ist, obwohl das Land militärisch und wirtschaftlich durch die Sanktion geschwächt ist. Die USA trauen sich keinen Krieg mehr am Boden zu. Dort liegt die eigentliche amerikanische Schwäche neben der wirtschaftlichen. Das Militär der USA kann die wirtschaftliche Schwäche nicht mehr wettmachen.
… “
Mit Verlaub, das ist doch nur belangloses Meinungs-Gewäsch.
Zustimmung. Es ist doch geschickter, entweder eine Schweinerei mit Geld zu regeln, als eigene Landsleute in Gefahr zu zu bringen, oder Menschen anderer Nationen zu opfern.
Dies auf Unfähigkeit zurückzuführen, halte ich für sehr gewagt.
Was auffällt, ist, dass sich die USA auf die alte Tradition des British Empires besinnt, nämlich Piraterie, mit dem das Britische Imperium groß geworden ist. Was im Falle der USA allerdings auf Schwäche und Niedergang hinweist.
Aber wird der Niedergang mit Piraterie und der blanken Macht des Stärkeren aufzuhalten sein? Worin besteht die Stärke der USA? Wohl in der Macht ihres Kapitals, ihres Militärs und im Westen auch in der Macht ihrer Propaganda.
Die Macht der USA war bislang der ungebremste Dollarnachschub. Und das viele Länder
Staatsanleihen in Dollar annahmen. Das ändert sich aber gerade. China stößt riesige
Mengen ab und andere Länder folgen. Zudem werden schon immer mehr Zahlungen
in anderen Währungen vorgenommen und nicht mehr in Dollar. Dem schließen sich
immer mehr Länder an. Wahrscheinlich beißen die Ammis deshalb schon so wild um sich.
Rein militärtechnisch sind die USA in jedem Fall in der Lage einen Bodenkrieg zu führen, das Problem ist, das zu erwartende hohe eigene Verluste der eigenen Bevölkerung nicht vermittelbar sind!
Das Leben der „Boys“ ist zu kostbar.
Die Verluste im Bürgerkrieg sind immer noch die höchsten, die diese Nation bislang erlitten hat.
Die Amerikaner kämpften im zweiten Weltkrieg „blutsparend“, das heißt mit hohem Materialeinsatz, also Artillerie und Luftangriffen, bevor eigene Soldaten am Boden ins Gefecht gingen.
Vielleicht kennt jemand den Film „Die Brücke“. Dort kämpfen die Jungs gegen eine Voraustruppe, diese zieht sich zurück, nur einer der Jungs blieb übrig, der Film endet.
Unzählige Male passiert in Deutschland in den letzten Kriegswochen. Was danach immer geschah, zeigt der Film nicht! Die Stadt würde aus der Luft zerstört und unter massiven Artilleriebeschuss gelegen haben, bis wieder eine kleine Truppe vorgefühlt hätte!
Die errechneten Verluste bei einer Invasion Japans wären höher als eine halbe Million Mann gewesen, daher hatte Truman eigentlich keine andere Möglichkeit mehr, als die Atombomben einzusetzen, denn in Bezug auf seine Wiederwahl hätte er der Öffentlichkeit nicht vermitteln können, das er so hohe Verluste in Kauf nimmt obwohl diese Waffen vorhanden waren! Das man nebenbei der Sowjetunion die eigene Macht demonstrieren konnte, war selbstverständlich auch ein Grund, aber nicht der Wichtigste.
Man hat ja auch der Öffentlichkeit die japanischen Kamikaze-Flieger lange verschwiegen, weil man Furcht vor der Reaktion der Öffentlichkeit hatte.
In Vietnam hat man Journalisten noch ziemlich frei berichten lassen, obwohl auch da schon ein vom Militär gesteuertes Zensursystem etabliert wurde, aber aus Sicht der Militärs unvollkommen.
In späteren Kriegen wurde das so nicht mehr zugelassen, die Journalisten bekamen nur noch das zu sehen, was sie sehen sollten, wurden also eher wie Touristengruppen beim Sightseeing betreut.
Es ist die Reaktion der Öffentlichkeit, die man fürchtet.
Jetzt steht Trump, wie im Artikel beschrieben, ratlos da, weil die venezolanische Reaktion nicht wie erwartet ausfiel!
Nun ist die amerikanische Politik ja noch nie durch besondere Weitsicht geprägt worden, „The winner takes it all“ funktioniert in der Realität eben nicht.
Roosevelts „Uncle Joe“-Einschätzung war ebenso illusorisch wie die Einschätzung der inneren Verhältnisse im Irak, in Afghanistan oder Vietnam.
Das liegt meiner Ansicht nach daran, das die USA ihren Lebensentwurf für den allein seelig machenden halten und nicht begreifen können und wollen, das andere Kulturen das vielleicht anders sehen könnten! Die Amerikaner sind völlig unbeleckt, was die Geschichte anderer Kulturkreise angeht und interessieren sich auch nicht dafür. Hinzu kommt der immanente Rassismus, Irakis und Afghanen sind die Hadschis, die Koreaner die Gooks, Schwarzafrikaner die Nigger.
Von einem Japaner habe ich mal die Ansicht gelesen ( leider weiß ich nicht mehr wer), das die Atombomben nur deshalb abgeworfen wurden, weil die Japaner Asiaten sind, über Deutschland wäre das nicht geschehen. Ob das so richtig ist entzieht sich meiner Beurteilung, was ich aber weiß ist, dass das in großen Teilen Asiens genau so gesehen wird.
Tja, nun steht der Donald da!
Venezuela spielt nicht mit, die eigene Klientel zeigt sich ernüchtert und die soziale Schieflage im Land wird immer größer, die Staatsschulden laufen aus dem Ruder, was tun?
Erfolge müssen her!
Wenn die Verluste bei einem Bodenkrieg in Venezuela aus dem Ruder laufen, ist das zu Hause nicht vermittelbar!
Ich gehe davon aus, das Grönland jetzt an
die Reihe kommt, da winkt ein vermeintlich leichter Erfolg. Die Europäer werden vermutlich weiter Waffen kaufen und was die NATO betrifft, ist deren eventuelle Auflösung für viele Amerikaner eher kein Problem, Europa bleibt abhängig von amerikanischen Energielieferungen und der Schaden, der bei einer Annexion Grönlands entstehen könnte, aus amerikanischer Sicht vertretbar!
Trump ist in Zugzwang, die Ereignisse entgleiten ihm und ich persönlich kann mich einer gewissen Schadenfreude nicht enthalten!
Mea culpa!
Ich teile Ihre Ansicht, dass die USA militärtechnisch ohne weiteres in der Lage wären, einen Bodenkrieg gegen Venezuela zu führen, obwohl sowohl die eigenen Militärs als auch Geheimdienste dringend davon abraten. Ich denke, dass den USA immer noch der Vietnamkrieg in den Knochen sitzt, also besonders jenen Kräften, die noch ein realistisches und historisches Bewusstsein haben. Das sind im MOment noch weitgehend die Militärs und Geheimdienste, soweit sie nicht durch Bush und vermutlich bald auch durch Trump auf Linie gebracht wurden.
Ich bin zudem ganz und gar Ihrer Meinung, dass das eigentliche Problem für einen US-Bodenkrieg in der Stimmung der eigenen Bevölkerung besteht. Vor Trumps Husarenritt von Caracas war die Ablehnung eines Eingreifens in der Bevölkerung bei 70%. Mal sehen,, ob sich durch die „erfolgreiche“ Gefangennahmen Maduros daran etwas geändert hat.
Doch die Zustimmung zu diesem „Erfolg“ bedeutet nicht auch Zustimmung zu einem Bodenkrieg mit wesntlich höherem Einsatz an Material, Finanzen udn vor allem amerikanischen Soldaten. Aber das wird die Zukunft zeigen. Darüber zu spekulieren, ist Kristallkugel-Wissenschaft und Kaffeesatz-Leserei.
Noch mal meine Hochachtung für Ihren sehr klugen Kommentar.
Die Stimmung der eigenen Bevölkerung kann Trump egal sein. Im Zweifelsfall produziert man Vorfälle die die öffentliche Meinung kippen. So hat man es schon immer gemacht.
Trumps Methode scheint jedoch zu sein, mit Erpressung zu arbeiten um dauerhaftes militärisches Engagement zu vermeiden. Es wird sich zeigen, wie weit die neue Regierung in Caracas dazu bereit ist, dem Willen es Potus nachzugeben. Trump scheint jedenfalls entschlossen genug zu sein, die Sache mit allen Konsequenzen auch notfalls militärisch durchzuziehen. Schon allein um den Einfluss Chinas und Russlands aus „seinem Hinterhof“ zurück zu drängen. Parallel dazu kapert man russische Schiffe. Eine höchst gefährliche Entwicklung.
na da hoffe ich mal, dass Trump sich auf Grönland und nicht auf den Iran konzentriert.
Das wäre katastrophal.
Cuba wird er wohl mit Sanktionen erdrosseln, bis da die Bevölkerung mürbe ist
und sich „erobern“ lässt.
Ich denke Cuba wird sofort annektiert, damit sich ein zweiter Fidel nicht wiederholt.
@ Wallenstein
„Die Amerikaner sind völlig unbeleckt, was die Geschichte anderer Kulturkreise angeht und interessieren sich auch nicht dafür. […] Von einem Japaner habe ich mal die Ansicht gelesen ( leider weiß ich nicht mehr wer), das die Atombomben nur deshalb abgeworfen wurden, weil die Japaner Asiaten sind, über Deutschland wäre das nicht geschehen. Ob das so richtig ist entzieht sich meiner Beurteilung …“
Ich habe mal (noch zu DDR-Zeiten) gelesen, Dresden wäre bis zum 13. Februar 1945 als einzige deutsche Großstadt von Flächenbombardements verschont geblieben, weil es als Ziel der ersten Atombombe auserkoren war: Einmal seitens der Militärs wegen der geographischen Gegebenheiten (Talkessel von Hügeln umgeben, was einen besonders schönen Vorführeffekt geliefert hätte – aus gleichem Grunde wurde dann Nagasaki gewählt). Der andere Grund steht im ersten oben zitierten Satz. „Leider“ wurde die Bombe nicht rechtzeitig fertig. Da man aber der Sowjetunion keineswegs die abzusehende baldige Einnahme einer funktionierenden Großstadt mit weitgehend intakter, leistungsstarker, vor dem Krieg auf dem Weltmarkt etablierter, aber auch kriegswichtiger Industrie gönnte, zertöpperte man die halt noch schnell auf bewährte Art und Weise …
Das mag sein, danke für die Info!
Aber das in weiten Teilen Asiens geglaubt wird, das dem so ist, wie von mir beschrieben, wirft ein Schlaglicht auf die Sicht Asiens auf die USA!
„Die Amerikaner kämpften im zweiten Weltkrieg „blutsparend“, das heißt mit hohem Materialeinsatz, also Artillerie und Luftangriffen, bevor eigene Soldaten am Boden ins Gefecht gingen.“
Kann ich aus den Erzählungen meiner Altvorderen bestätigen. Die Nichtkampfeinheiten, meist bestehend aus erfahrenen älteren Besatzungssoldaten, sollten nach der Landung in der Normandie auf dem Rückzug den Feind mit einzelnen MG Nestern aufhalten. Es war nicht nur vereinzelt die Ansicht verbreitet, dass das vollkommen sinnlose eigene Opfer fordert. Die Amerikaner haben, wenn auch nur ein Schuss fiel aus den MG Nestern, Bomber geordert. Fiel nach der Bombardierung weiterhin noch ein Schuss auf die vorrückenden US Truppen, dann zogen die sich wieder zurück und die nächste Welle von Kampfflugzeugen griff das Widerstandsnest an. Die verantwortungsvollen deutschen Kommandanten befahlen daher den Aufbau dieser MG Nester mit der inoffiziellen Weisung rechtzeitig den Kampfstand bei dem Herannahen der US Truppen widerstandslos rechtzeitig zu räumen. So war dem Führer offiziell genüge getan und den Soldaten ein sinnloser Tod erspart.
„Jetzt steht Trump, wie im Artikel beschrieben, ratlos da, weil die venezolanische Reaktion nicht wie erwartet ausfiel!“
„Tja, nun steht der Donald da!“
„Trump ist in Zugzwang, die Ereignisse entgleiten ihm und ich persönlich kann mich einer gewissen Schadenfreude nicht enthalten!“
Woher wollen Sie das wissen???
Kennen Sie die Absprachen zwischen der venezolanischen Regierung mit oder ohne Maduro und der Trump-Administration, die den in der Darstellung erfolgreichen An- oder Zugriff der US-Amerikaner ermöglichten?
Und die Ziele der Trump-Administration, kennen Sie die auch?
Ich glaube kaum. Und falls doch, dann wäre es doch schön, wenn Sie uns an Ihrem Wissen teilhaben lassen…
Was soll das?
Da ich nicht über Geheimdienstinformationen verfüge, bleibt das Betrachten und Beurteilen des Bekannten an den Ereignissen!
Natürlich ist Trump in Zugzwang, da die Midterm-Wahlen vor der Tür stehen, das kann sich doch jeder selbst ausrechnen!
@Wallenstein
Ich teile Ihre Ausführung wie meist weitesgehend und mag auch Ihre Art, sich zwar zu positionieren, aber trotzdem zu versuchen, realistisch zu bleiben. Soviel vorweg. Was folgenden Texteil betrifft, sehe ich es ein wenig anders:
„Von einem Japaner habe ich mal die Ansicht gelesen (leider weiß ich nicht mehr wer), das die Atombomben nur deshalb abgeworfen wurden, weil die Japaner Asiaten sind, über Deutschland wäre das nicht geschehen. Ob das so richtig ist entzieht sich meiner Beurteilung, was ich aber weiß ist, dass das in großen Teilen Asiens genau so gesehen wird.“
Ich gehe hier eher davon aus, das Deutschland dem sehr wohl bereits geplanten Nuklear-Test durch seine vorzeitig erreichte Kapitulation entging und Japan eben noch nicht endgültig besiegt und somit eine willkommende Alternative war. Dies ist natürlich ebenso spekulativ, da ich entsprechende Beweise ebensowenig sichten kann, wie es Ihnen möglich ist.
Wahrscheinlich spielt beides eine Rolle, zumal Pearl Habour noch „angemessen“ zu beantworten war. Objektiv betrachtet macht es im Nachgang keinen Unterschied; von unser beider Existenz mal abgesehen!
Ja, insofern haben wir hier schon Glück gehabt, aber mir ging es eher um die Wahrnehmung in Asien!
Ich selbst kann mir schon vorstellen, das die Bombe hier auch hätte abgeworfen werden können, wenn der Krieg in Europa länger gedauert hätte!
Der Rüdiger ist ein lächerlicher Dummschwätzer!
Da fallen die Yankees in ein seit langem mit Russland & China verbündetes Land ein, ermorden Dutzende Menschen, entführen den Präsidenten, verhängen eine Blockade und Russland & China fällt nicht mehr ein, als ein paar hohle Sprüche zu klopfen. Kuba & Nicaragua sind von der Energgieversorgung abgeschnitten, China fehlen Lieferungen – keine Reaktionen.
US-Truppen kapern einen russischen Tanker – kein Widerstand Russlands, wieder nur leeres Geblubber.
Die Unterwürfigkeit Russlands & Chinas gegenüber Trump ermutigt diesen zu immer dreisteren Angriffen, Russland & China verlieren gerade den 3. Weltkrieg, ohne sich überhaupt gewehrt zu haben.
Russland hält immer noch an der lächerlichen „Spezialopersation“ gegen das Nazi-Regime in Kiew fest, statt alles daran zu setzten, dem Regime endlich den Garaus zu machen. China unternimmt absolut nichts zur Befreiuung der Provinz Taiwan.
Putin & Xi sind einfach nur Feiglinge & Vollidioten.
Ich sehe Putin an seinem Schreibtisch im Kreml. Sein Sekretär stürmt herein, ruft: „Wladimir, Wladimowitsch! Ihre Großmutter tanzt grade im Tutu auf der Kuppel der Basilius-Kathedrale!“ Putin springt auf, läuft zum Fenster: „Boah! Das muss sich sehen!“ Ich kenne keine keinen Dreijährigen, der so naiv ist, wie Putin.
Anderes Bild: Der Große Panda Xi sitzt auf einem Hügel an der Küste Chinas. Die neugebaute Flotte paradiert weißglänzend vor seinen Augen. Xi grunzt: „Föhne Fiffe! Föööööhne Fiffe!“ Aber zur Befreiung der Provinz Taiwan setzt er sie nicht ein.
Einen Bully kann man nur stoppen, indem man ihm physisch die Grenzen aufzeigt. Es wird absolut Zeit, das Russland und China endlich beginnen, sich militärisch zu verteidigen. Wenn Putin & Xi zu dumm und zu feige dazu sind, sollten sie Anderen Platz machen.
Da hilft nur eins und Sie selbst müssen ran!
Du willst einen Atomkrieg zwischen USA und Russland/China?
Darauf liefe dein „Vorschlag“ nämlich hinaus. Und daran dürfte niemand ein Interesse haben – auch die USA nicht. In Washington weiß man aber auch, daß Russland und China keinen „großen Krieg“ wollen, und verläßt sich darauf.
Im Übrigen hat nur ein Staat der Welt eine große, einsatzbereite Invasionsstreitmacht mit Flugzeugträgerflotten. Und das ist weder das „aggressive Imperium“ Russland, noch China….
„Darauf liefe dein „Vorschlag“ nämlich hinaus. Und daran dürfte niemand ein Interesse haben – auch die USA nicht. In Washington weiß man aber auch, daß Russland und China keinen „großen Krieg“ wollen, und verläßt sich darauf.“
Das ist immer dieses Schwarz-Weiß Denken, dass dir die TINA Fraktion der Politik erzählt. Tatsächlich gibt es sehr viele Möglichkeiten etwas zu machen wenn man will. Wie wäre es die Huthis in Jemen einfach als legitime Regierung anzuerkennen und entsprechend zu beliefern. Wie wäre es, wenn die Ostukraine, die ja laut westlicher Spielart immer noch zur Ukraine gehört, die Polen beschießt – greift dann die NATO die Ukraine an? Wie wäre es dem Iran schlüsselfertige Kernwaffen zu liefern? Wie wäre es, den Palästinensern moderne Panzerabwehrwaffen zu liefern? Und es gibt noch viele Beispiele aber eventuell muss man sich dabei auch etwas dreckig machen und das wollen China und Russland nicht. Sie wollen sauber bleiben und das geht halt in einem Schweinestall mit einem Schwein darin, dass dich immer wieder angreift nicht. Je schneller das die BRICS verstehen, desto besser ihre Chancen aus dem Schwein einen Braten zu machen anstatt selbst vom Schwein gefressen zu werden.
Immerhin hast du am Ende noch die Brics erwähnt.
Und das ist ja eine der wichtigsten Maßnahmen, die Weltherrschaft der USA zu beenden, indem ein immer größerer Teil des Welthandels nicht mehr in den von Washington dominierten Strukturen und über den Dollar abläuft. Das ist auf lange Sicht viel effektiver als Sanktionen, und bricht andererseits die Wirkung der US/westlichen Sanktionen.
China sitzt da natürlich am längsten Hebel. Die brauchen mittlerweile nur noch mit Lieferstopp zu drohen, und im Westen bricht die pure Panik aus. Zu abhängig sind wir inzwischen von deren Produktion. Bei Russland sieht es anders aus. Da konnte man die Importe russischer Rohstoffe weitgehend substituieren – wenn auch zu ruinösen Preisen. Umgekehrt aber war die Abhängigkeit Russlands von westlichen Importen zu Beginn des 2. Jahrtausends noch existenziell. Inzwischen hat sich das Bild aber gewandelt. Vor allem die strategische Investition seit ca 2014 in die eigene Wirtschaft hat es überhaupt erst möglich gemacht, daß Russland die Sanktionen des Westens seit 2022 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat, während die EU nun im selbstverursachten Schlamassel sitzt. Dazu hat auch die lange Zeit belächelte BRICS beigetragen, denn völlig autark ist Russland ja nach wie vor nicht.
Es läuft! Es geht nicht von heute auf morgen, aber die Zeit spielt gegen Washington.
Im Übrigen war mein Post eine Antwort auf „so und nicht anders“, der sich ja eine „harte Reaktion“ gewünscht hatte. Dem habe ich widersprochen.
Werter Elberadler: das 2. Jahrtausend währte vom Jahr 1001 bis zum Jahr 2000. Mit „Beginn des 2. Jahrtausend“ meinst du dann wahrscheinlich das 11. Jahrhundert. Die Städte des Rus importierten damals durchaus diverse Produkte, aber kaum aus dem Westen, sondern v.a. aus Byzanz und dem arabischen Raum. Von Importen waren sie damals ganz sicher nicht abhängig – diese Aussage ist genauso unsinnig, wie die, dass „die Zeit“, von sich aus, also ohne jeden aktiven Widerstand, „gegen Washington“ spiele.
„Und das ist ja eine der wichtigsten Maßnahmen, die Weltherrschaft der USA zu beenden, indem ein immer größerer Teil des Welthandels nicht mehr in den von Washington dominierten Strukturen und über den Dollar abläuft. Das ist auf lange Sicht viel effektiver als Sanktionen, und bricht andererseits die Wirkung der US/westlichen Sanktionen.“
Mir ist das schon klar, dass dies das Ziel der BRICS ist. Nur wer traut sich nun den Dollar zu verweigern, wenn er dann gleich ein paar Bomben abbekommt. China hat im Moment viel mehr Handel als die USA – nur wird sich das jetzt, z.B. in Südamerika ändern. Würde mich auch nicht wundern, wenn die USA die Staaten Brasilien dazu zwingen mit der BRICS zu brechen – ist dann nur noch RICS.
Das was wir gerade sehen ist wie der Kampf zwischen einen Schläger und einem reichen, intelligenten, vielleicht sogar sportlichen Typen, der aber nicht bereit ist, sich zu prügeln. In diesem Fall gewinnt der Schläger immer. Er muss nicht einmal den Typen angreifen, er zündet ihm sein Schulbuch an, klaut ihm sein Pausenbrot und vergewaltigt seine Freundin. Solange der vernünftige Typ nicht reagiert, solange wird er verlieren bis er dann irgendwann, wenn ihn alle Freunde verlassen haben weil sie Angst um ihr Leben haben und sein Leben ein Alptraum ist, dann selbst angegriffen wird. Und wenn das passiert ist der vernünftige Typ in einer sehr schlechten Position.
@Elberadler
Oh, ich glaube es gibt in de USA genug Irre die an einen Sieg im Atomkrieg glauben und ihn auch führen würden.
Auf MSN war gerade ein Artikel „Wer gewinnt einen Atomkrieg mit Russland und China“ (inhaltlich)
Man sollte diese Irren nicht unterschätzen
„Die Unterwürfigkeit Russlands & Chinas gegenüber Trump ermutigt diesen zu immer dreisteren Angriffen, Russland & China verlieren gerade den 3. Weltkrieg, ohne sich überhaupt gewehrt zu haben.“
Zumindest mit dem Satz haben sie vollkommen recht. Trump benimmt sich wie ein wildgewordener Schulhofschläger, von seiner eigenen Macht berauscht. Nur knallharte Gegenreaktionen könnten ihn wieder zur Räson bringen. Trump versteht in seiner Primitivität nur Stärke. Einen Weltkrieg allerdings, wird auch er nicht riskieren. Umso unverständlicher ist jede appeasement policy.
Eine Ähnlichkeit mit Hitler-Deutschland der 30er Jahre ist tatsächlich zu sehen. Trotzdem ist „appeasement policy“ immer die erste Wahl, zumal es sich hier um die wohl stärkste Militär- und Atom-Macht handelt.
Grundsätzlich haben sie sicher recht, aber bei Trump halte ich das tatsächlich für eine unbrauchbare Strategie. Erinnern sie sich noch an das Geplänkel mit Nordkorea? Der kleine Dicke hat sich nicht beeindrucken lassen.. und so hat Trump schnell das Interesse verloren. Wie gesagt, Trump ist ein in archaischen Mustern steckengebliebener Primitivling.
Mag sein, aber Hitler war auch ein „Primitivling“. Meine Erfahrung ist, man sollte den Menschen grundsätzlich immer mehr zutrauen als auf den ersten Blick möglich erscheint.
@So und nicht anders
Sie scheinen tatsächlich zu glauben, die Welt funktioniere nach Art des Schulhof-Rowdytums.
Bei ihrem Kommentar kann ich nur den Kopf schütteln!
Zunächst einmal sollten Sie sich klar machen, das das Ansammeln von Schiffen keine Seemacht ausmacht, wenn nicht auch gleichzeitig der Zugang zu den Weltmeeren gegeben ist. Ein einfacher Blick auf die Weltkarte reicht aus, um zu sehen das im Falle Russland und China nicht gegeben ist!
Dann verwechseln sie Besonnenheit mit Feigheit! Allein die Verwendung dieses Begriffs spricht Bände!
Ihre Forderungen würden direkt in einen dritten Weltkrieg münden, der das Ende der Menschheit bedeuten würde!
Seien Sie mal lieber froh, das in Russland und China nicht ebenfalls Donaldisten am Ruder sind!
Ihr Kommentar offenbart ein holzschnittartiges Denken und ein vollkommen undifferenziertes Weltbild!
Ich musste hier schon viel Blödsinn lesen, aber Ihr Kommentar schlägt dem Fass den Boden aus, kaum zu fassen!
@So und nicht anders
Was hast du bereits in deinem Leben geleistet, was dich von all‘ den kritisierten Personen positiv abhebt? Du kannst deinen Mut gerne all‘ der „Feigheit“ entgegensetzen und als Vorbild in einen Krieg deiner Wahl ziehen. Handy nicht vergessen, damit uns deine erhellenden „Analysen“ erhalten bleiben!
Die Ölexporte kann man übrigens aus der Überlegung streichen, da die USA trotz des aktuellen Fracking-Booms immer noch Netto-Importeur von Erdöl sind. Sie exportieren zwar auch Öl, müssen das Exportierte dann aber von anderswo wieder zusätzlich importieren, damit die Rechnung aufgeht. Kanada ist einer der größten Lieferanten der USA. Das wurde mal deutlich, als Trump in seiner blinden Sanktionitis Zölle gegen Kanada erhob, und daraufhin die Raffinierien/Tankstellen im Norden der USA trockenzufallen drohten.
Nur kurz
Das Fracking-Öl ist zu leicht und kann von den Raffinerien nicht verarbeitet werden. Deshalb muss es mit schwerem Öl gemischt werden.
Ein Umbau der Raffinerien wäre unbezahlbar, mischen ist die einfachste Lösung.
Schweres Öl kommt ua. aus Kanada, Venezuela, Suadi-Arabien, Iran.
Deshalb der scheinbare Widerspruch Öl-Import/Export/Unabhängigkeit.
Ich denke das Motto dürfte gewesen sein „wer das Öl kontrolliert, kontrolliert die Zukunft unseres Planeten und damit auch ein gutes Stück weit die Entwicklungen der multipolaren Weltordnung inkl. BRICS“. Öl wird noch lange ein wichtiger Rohstoff bleiben, allein schon zur Produktion von Kunststoffen… Und nebenbei können die USA das Geld aus dem Öl gut gebrauchen. Über 303 Mrd Barrel sollen unter venezolanischem Boden liegen, was bei einem Durchschnittspreis von 50 Dollar je Barrel etwa 15 BILLIONEN (kein Übersetzungsfehler oder so) Dollar entsprechen dürfte. Diese Zahl sei nur genannt, um eine Vorstellung davon zu bekommen, um was für Ausmaße es hier geht. Der Ölpreis dürfte eher höher liegen.
Die Vorstellung war vielleicht, dass es so funktioniert, wie es schon in vielen Kolonialgebieten funktioniert hat: man hat eine korrupte US-hörige Elite, die das Volk klein hält und dafür sorgt, dass die Reichtümer des Landes unbehelligt ausgeraubt werden können. Nun scheint es in Venezuela anders auszusehen. Auch in dieser Hinsicht ist es ja von Vorteil, wenn die Bevölkerung unter Waffen steht, weil so ein Vorgehen dann deutlich schwieriger zu realisieren sein dürfte.
Ich bin froh, dass die Dinge nicht so einfach funktionieren (wieder einmal), wie sich die USA das vorstellen. Kurz: ich hoffe, dass die multipolare Weltordnung wirklich kommt und der Westen umfassend entmachtet wird, er zumindest keine Kriege mehr führen, die Welt nicht mehr nach Belieben rumschubsen kann…
„Wenn wir das Öl haben, gleich, ob wir es benötigen oder nicht, dann haben es die Anderen schon mal nicht.“ So könnte die Strategie lauten.
Hass macht blind und dumm. Das Wirtschaftswachstum in den USA betrug zuletzt 3% (die Zeit behauptet natürlich, dass jetzt der Absturz folgt). Und wie sie Maduro holten, war echt der Knüller, auch wenn man es nicht gut findet. Grönland werden sie auch noch bekommen. Ich finde, dass das alles kein Zeichen von Schwäche ist. Daran, dass die Ölkonzerne jetzt in Venezuela aktiv werden, kann man eigentlich kaum zweifeln. Wie man die Schulden los wird, weiß in den USA allerdings keiner.
Völlig richtig, aber jetzt gibt`s erst mal Haue aus dem Forum, soviel Realität verträgt nicht jeder.
ich freue mich darauf.
Ich möcht noch ergänzen, dass die Zinsen für die Staatsanleihen nicht außergewöhnlich hoch sind.
Im historischen Vergleich sind 4% eher normal.
In den 1980ern waren die Zinsen dreimal so hoch.
Ich kann mir auch vorstellen, wie die Amis ihre Schulden loswerden. Wenn der Dollar nicht mehr Leitwährung ist, bezahlen sie sie einfach nicht. Ich glaube nicht, dass sie gepfändet werden.
Gepfändet wird die USA sicher nicht werden können, aber sie können dann nicht
mehr kaufen. Wenn der Dollar nichts mehr wert ist, bekommen die USA kein Öl,
kein Uran, keine seltenen Erden und keinen Stahl mehr. Aber die bauen ja eh alles
aus Holz. Wenn es Achterbahnen aus Holz gibt, kann man sicher auch Flugzeug-
träger samt dazugehörigen Flugzeugen aus Holz bauen. Und Holzpanzer wären
endlich erheblich leichter, als die schweren Klopper, die die Ammis jetzt immer
raushauen.
Das ist Spekulation, dass der Dollar dann nichts mehr wert ist. Im Gegenteil. Die Begründung spare ich mir jetzt.
Wenn etwas der Knüller in den letzten Tagen war, dann ist das der Bankraub von Gelsenkirchen.
Hier wurde wenigstens Geld eingenommen, dort wurden Millionen von US-$ ausgegeben und ein paar zig minderwertige Personen abgeknallt, um einen Busfahrer nebst Ehefrau aus dem Bett zu holen, Sie Nachtwächter.
@Stefan Berk
Busfahrer haben zumindest um 11:00 Uhr Vormittags keine Zeit, hier abschätzig rumzunölen. Was erhebt dich über angesprochene „minderwertige“ Personen?
@ Torwächter:
Trump-Jünger zu sein aber offenbar auch.
Zwei US-Konzerne sind und waren immer aktiv.
Weitere werden da nicht aktiv werden, und in den nächsten 5 Jahren wird kein einziger Barrel mehr Öl gefördert, denn dazu sind die notwendigen Investitionen zu hoch und der Ölpreis zu niedrig.
Der Autor hat wieder einmal eine gute Analyse hingelegt!
Das die USA, und mit der der gesamte Westen, sich im Abstieg befinden, ist allgemein bekannt und wird aus anderen Blickwinkel auch von den Rechten so gesehen. Trump ist der Manager des Abstiegs der USA und will sich auf seine Hemisphäre beschränken. Aber nicht mal da kann er handeln, wie es die USA früher konnten. Das ist auch für mich ein Zeichen der Schwäche.
Gleichzeitig ist es so, die Gegenkräfte China und Russland sind noch nicht zu stark die USA offensiver in die Schranken weisen zu können. China will das ausdrücklich nicht. Es möchte in seiner eigenen Hemisphäre, dem alten Reich der Mitte, friedlich leben und mit den Rest der Welt Handel betreiben. Russland ist militärisch ambitionierter, wird aber nicht mal mit der Ukraine fertig. Mit Trump möchte sich Putin auch nicht anlegen, er braucht ihn für den Frieden in der Ukraine.
Wir leben im Zeitalter der Monster (Gramsci). Die alte Weltordnung liegt im Sterben und die neue, multipolare Weltordnung liegt noch in den Geburtswehen.
Ich würde China und Russland nicht als „Gegenkräfte“ bezeichnen. Richtiger wäre „deviante Komplementärkräfte“ in Bezug auf die USA. Bei Russland mit einem fetten Ausrufezeichen, bei China mit einem sehr blassen und kleinen Fragezeichen.
Sie sehen das zu ideologisch weil sie China und Russland wahrscheinlich nicht mögen. Es geht hier aber um sachliche Analyse und da sind Russland und China, nennen wir sie Gegenspieler. Wer käme sonst als Widersacher zur US-Hegemonie in Frage?
@Naomi
Mögen muss man sie alle Drei nicht, aber sich gegen alle Drei gleichzeitig tagtäglich in entsprechenden Talkshows hochtrabend auszulassen, wird Europa noch teuer bezahlen müssen; allen Mitgliedsstaaten der EU voran wohl Deutschland!
Mit der „Ukraine“ würde Russland in einem echten Krieg schon fertig. Aber es geht nicht nur um die Ukraine. Es geht auch um die Entwaffnung der NATO. Und um die Hoffnung, das die Pappnasen in EU- Brüssel zur Vernunft kommen. Ich befürchte, das sich Russland da irrt. In den faschistischen EU- Apparat ist keine Vernunft zu finden. Deshalb wird die EU zerfallen…
Lesen sie mal die NSS 2025, insbesondere den Abschnitt über Europa…: https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf
„Mit der „Ukraine“ würde Russland in einem echten Krieg schon fertig. Aber es geht nicht nur um die Ukraine. Es geht auch um die Entwaffnung der NATO.“
Das sehe ich auch so. Die Nato ist Russlands Gegner, die Ukraine nur der Stellvertreter. Entsprechend geht es für Russland um die Entwaffnung und Neutralisierung zumindest des europäischen Teils der Nato.
„Und um die Hoffnung, das die Pappnasen in EU- Brüssel zur Vernunft kommen. Ich befürchte, das sich Russland da irrt.“
Die Russen mögen hoffen, was immer sie hoffen wollen. Ihre Kalkulationen dürften sie aber nicht auf Hoffnungen begründen, sondern auf den nackten Fakten so wie sie sie wahrnehmen. Ich denke, ihr Ziel ist es die wichtigsten EU/Nato-europäischen Staaten in den Bankrott zu treiben, beziehungsweise unterstützend danebenzustehen während EU/Nato-Europa den Weg in den Bankrott selbstbestimmt beschreitet.
Meiner Einschätzung nach haben die Russen dieses Ziel mittlerweile zu etwa 80% erreicht. Frankreich und Britannien sind mittlerweile vom Bankrott nicht mehr allzu weit entfernt. Und wenn Deutschland dann „Frankreich retten“ muss, dann ist Bankrott auch das Thema für uns. Aufbauend auf dieser Annahme wäre es zielführend, wenn der Krieg oder die SMO in der Ukraine in etwa einem Jahr mit der totalen Niederlage der Nato zu Ende gehen wird.
OffTopic: Im gefühlt kältesten Winter seit 25 Jahren regieren in Berlin und Brüssel Politiker, die uns prophezeit haben, dass es schon seit 20 Jahren keinen Winter mehr gibt. Die Gasspeicher sind leer, die Industrie schon halb ruiniert und die CBAM-Bürokratie wird die verbleibenden Betriebe in den bürokratischen Wahnsinn treiben. Schon lustige Zeiten irgendwie …
Das läuft vermutlich nach dem Motto: Wir schaffen Trümmer auch ohne Waffen, weshalb wir diese Waffen an unsere Faschistischen Brüder in der Ukraine verschenken können. Die sind nämlich noch nicht so weit mit dem das Land in Trümmer legen ohne Waffen.
Liegt wohl am Gehorsam des deutschen Untertanen das es hier so gut klappt. Der Untertan befolgt bestimmt auch befehlen die von einer Vorgesetzten KI kommen. Anscheinend müssen diese Domestiken erst Entsorgt werden bevor Deutschland ein normales Land werden kann.
Dein „gefühlt kältester Winter seit 25“ ist aber meine kältester Winter seit 25, wenn es mar ein paar Tage so kalt ist wie vor 25 Jahren.
Trump ist ein Globalisierungsgegner und versucht u. a. mit Zöllen durchzusetzen, dass die Konzerne dem Staat dienen und nicht der Staat den Konzernen dient, Dieses Wirtschaftsmodell besteht auch in Russland und China und ist sehr erfolgreich. Es wird auch in Amerika funktionieren. Von den amerikanischen Demokraten und den europäischen Politikern wird es allerdings abgelehnt. Die unterwerfen sich den Multis.
Was macht man, wenn man die Schulden nicht mehr bezahlen kann? Man bezahlt sie nicht. Die USA werden deshalb nicht untergehen.
Man druckt sich einfach neues Geld.
Das ist dann zwar weniger wert in Hinsicht auf die Kaufkraft, aber der Nennwert bleibt ja gleich.
Ein Staat, der in seiner eigenen Währung verschuldet ist, erleidet daher keinen Zahlungsausfall.
Rischtisch..👍
Genau 👍
Oha! Zahlen für 2024
Mineralische Brennstoffe / Energieträger: ca. 320 Mrd. USD
Maschinen, Reaktoren und Geräte: ca. 252 Mrd. USD
Elektrische und elektronische Geräte: ca. 214 Mrd. USD
Fahrzeuge (ohne Schienen): ca. 144 Mrd. USD
Flugzeuge & Raumfahrt: ca. 134 Mrd. USD
Medizin‑/Optik‑Produkte: ca. 106 Mrd. USD
Pharmazeutische Produkte: ca. 94 Mrd. USD
https://de.tradingeconomics.com/united-states/exports-by-category
@Rauls Vielleicht hätten Sie sich lieber vorher schlau gemacht. Mich hat die Recherche jetzt keine 3 Minuten gekostet
Das ist mir auch aufgefallen. Da er aber soviel richtiges geschrieben hat, bin ich diese“Kleinigkeit“, die leicht richtig zu stellen ist, übergangen.
Die USA hat NVIDIA, den größten Chiphersteller, der auch nach China exportiert und jetzt Vorkasse will. Aber die Chinesen bauen jetzt, um von dennUSA unabhängig zu werden, ihre eigene Chipindustrie auf.
Vielleicht hat der Autor das einfach übersehen, gutmütig etrschtet
Das ist erstens keine Kleinigkeit, denn Rauls Argumentation baut darauf auf, dass die USA mit ihrer Wirtschaft nicht in der Lage sind die Staatsschulden abzubauen.
Der Intervention in Venezuela ist bei Rauls Ausdruck der Schwäche der USA, das stellt die Sache auf den Kopf. Die USA beanspruchen die uneingeschränkte Hoheit über die westliche Hemisphäre, und sind Stand jetzt auch offenbar in der Lage entsprechend zu agieren. Sie blockieren die Handelswege Venezuelas, sie beschlagnahmen Tanker, sie führen militärische Aktionen durch. Russland und China protestieren zwar, praktisch passiert aber bislang nicht viel.
„Russland und China protestieren zwar, praktisch passiert aber bislang nicht viel.“
Wie würden Sie reagieren?
Sofortiger Gegenschlag?
Sie wissen doch gar nicht was sich alles hinter den Kulissen tut und was eben nicht an die grosse Glocke gehängt wird.
Schnelle Schüsse sind hier nicht hilfreich, es geht um eine neue
Weltordnung, um Krieg oder Frieden, die USA testen aus, wie weit sie gehen können…..!
Krieg wollen sie auch nicht, denn
dann würden im eigenen Land auch Raketen und Bomben fallen.
Festhalten kann man auf alle Fälle, dass die militärische Intervention in Venezuela nicht verhindert wurde. Festhalten kann man auch, dass die USA es sich zutrauen, die Monroe Doktrin neu aufzulegen, es sich trauen Kanada, Mexiko, Kolumbien, Panama, Kuba und Grönland ins Visier zu nehmen.
Festhalten sollte man auch, dass es für Trump völlig ausreichend ist, wenn er auf das US Interesse verweist.
Anders gesagt, die USA unter Trump strotzen vor Selbstbewusstsein. Was davon dann wie Realität wird, wird man sehen..
Ohne jetzt auf die Details näher einzugehen hat die USA ein Handelsbilanzdefizit, d.h. sie importiert mehr als sie exportiert. So hat das Rauls auch gemeint. Ein Handeslbilanzdefizit unterliegt immer der politisch-ideologischen Interpretation. China exportiert mehr als es importiert, also die zur USA umgekehrte Situation.
Die MAGA-Leute sagen, weil die Chinesen mehr in die USA exportieren als die USA aus China importiert, vernichte China Arbeitsplätze in den USA. In der normalen Bilanz wird neben den Warenstrom auch der Geldstrom gegengerechnet. Nach klassischer Vorstellung sollte diese Bilanz – via Wechselkurs – ausgeglichen sein. Diese „Regel“ gilt unabhängig vom ökonomischen System, also egal ob Kapitalismus oder Sozialismus. Die DDR litt extrem unter dieser „Regel“. Daraus folgt, die etwas ungenaue Formulierung von Rauls ist eine Kleinigkeit, die den Streit nicht lohnt
Die Hauptaussage ist für mich, die USA kann sich nicht mehr so „aufführen“ wie vor 20 Jahren, weil sie den Höhepunkt ihrer Macht überschritten hat und gleichzeitig die Gegenkräfte China und Russland wachsen. Daraus folgt die multipolare Weltordnung, die unter heftigen Geburtswehen entsteht. Gramsci zufolge leben wir in Zeitalter der Monster. Das alles habe ich doch oben auch schon geschrieben
„Waffen sind der amerikanische Exportschlager schlechthin. Aber sie allein sind neben den schwindenden Agrarexporten nicht in der Lage, die US-Defizite auszugleichen. …Und die amerikanische Industrie ist im Gegensatz zur chinesischen nicht mehr in der Lage, durch Exporte zusätzliche Erträge zu erwirtschaften und damit zu einem stärkeren Abbau der Handelsdefizite beizutragen.“
Die USA leben schon seit ich denken, kann mit ihren enormen Haushaltsdefiziten. Und es hat sie nicht gejuckt, weil der Dollar die Weltwährung ist. Das ist eben die besondere Lage und das Privileg des Welthegemons. Also muss man Rauls doch erstmal vorwerfen, dass er einfach mal voraussetzt, dass es den USA darum gehen müsste das Haushaltsdefizit abzubauen, und aus diesem „Versagen“ nach den Maßstäben des Herrn Rauls leitet er dann eine Schwäche ab. Trump ist doch gerade dabei die Dollarabhängigkeit der Welt durch vorteilhafte Deals mit den Vereinigten Staaten wieder herzustellen und so der Abkehr vom Dollar z.B. der BRICS etwas entgegen zu setzen. Da juckt die USA ihr Defizit nicht. Die machen einfach noch mehr Schulden um mit ihrer Gewalt sicherzustellen, dass das Weltgeschäft weiter in Dollar läuft. Ob sich dieses Vorgehen historisch als Schwäche oder Stärke erweist, ist überhaupt nicht sicher.
„Die Hauptaussage ist für mich, die USA kann sich nicht mehr so „aufführen“ wie vor 20 Jahren, weil sie den Höhepunkt ihrer Macht überschritten hat und gleichzeitig die Gegenkräfte China und Russland wachsen.“ – Klar kann sie sich so „aufführen“. Sie tut es doch – das bekommt man doch gerade vorgeführt. Die USA führt sich so auf, um ihre Macht zu sichern und auszuweiten.
Da haben viele Linke einfach eine Macke. Immer wird die Hoffnung genährt, dass der Kapitalismus in diesem Fall der USA bald zusammenbricht. Die verwechseln Parteilichkeit gegen die maßgeblichen Subjekte der Weltordnung mit politischem Engagement. Parteilichkeit macht aber notwendig dumm, weil sie die Welt immer im Verhältnis zum eigenen Interesse bestimmt.
Nicht um zu widersprechen, sondern um zu präzisieren, hier folgendes
Der Petro-Dollar entsprang einer Vereinbarung zwischen Saudi-Arabien und den USA und machte den Dollar zur „Weltwährung“, besser gesagt zur weltweit einzigen Handelswährung nicht nur für Öl, sondern für nahezu jegliche Handelsware.
Diese Vereinbarung zum Petro-Dollar ist letztes Jahr ausgelaufen!
Und die Saudis haben sie nicht verlängert – die gehen nicht mal mehr ans Telefon, wenn Trump anruft.
Ja genau, soeben erst also hat der Petro-Doller eine seiner wichtigsten Basen verloren!
Aber nicht erst seit letztem Jahr handeln Russland, China, Indien, Brasilien weltweit und zunehmend mit anderen Währungen als dem US-Dollar.
Der Anteil des Petro-Dollars am Welthandel sank von 71% auf 58% – die Zahlen variieren je nach Quelle, die Grössenordnung bleibt.
Jeder Prozentpunkt bedeutet 250 – 350 Milliarden Welthandel.
Anders gesagt: der Bedarf an US-Doller zur Abwicklung des Welthandels hat sich bereits um rund 3-4 Billiarden Dollar verringert.
Das sind keine Peanuts, das ist der Grund, warum den USA schon bald der Schuldendienst um die Ohren fliegt.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun – die militärische Stärke der USA ist „altes Holz“, das gerade noch rumliegt, das man durchaus noch zum feuern udn bauen gebrauchen kann – die wirtschaftliche Schwäche der USA hingegen ist die aktuelle Situation.
Und das die USA trotz ihrer Schwäche militärisch auftrumpft, ist darum keine Gegensatz, sondern damit erklärbar – die wirtschaftliche Schwäche wird sich erst in einem längeren Krieg militärisch manifestieren.
Trump hat – genau wegen des Niederganges des Dollars – auch die BRICS+ bedroht.
Die USA ähneln immer mehr einem verwundeten Tiger, und verwundete Tiger sind sehr gefährlich.
Das wissen die Russen, die Chinesen, alle wissen es.
Darum sind alle vorsichtig – Vorsicht ist aber keine Schwäche, und die Absenz von militärischer Kraftmeierei der anderen macht die USA deswegen nicht stärker.
Letztlich müssen alle nur warten.
Die USA selbst sind innerlich längst nicht mehr fähig, ein weltreich zu führen, die USA und das US-Militär krankt an Fettleibigkeit und Bildungsmangel, und eine Kurskorrektur ist nicht einfach, braucht ihrerseits 10-20 Jahre (denn genau wie besonders in Deutschland kann man ein verrottetes Bildungssystem nicht per Dekret verbessern).
„Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun – die militärische Stärke der USA ist „altes Holz“, das gerade noch rumliegt, das man durchaus noch zum feuern und bauen gebrauchen kann – die wirtschaftliche Schwäche der USA hingegen ist die aktuelle Situation….Und das die USA trotz ihrer Schwäche militärisch auftrumpft, ist darum kein Gegensatz, sondern damit erklärbar“
1. Na dann hat das außenpolitische Auftreten doch mit der „wirtschaftlichen Schwäche“ zu tun.
2. Es ist ja eigentlich keine wirtschaftliche Schwäche, sondern andere sind nur stärker geworden, also eine relative Schwäche im Verhältnis dazu, dass die USA die Weltordnung bestimmen wollen. Denn die Kapitale wandern aus Europa ab in die USA. Europa kauft amerikanische Fracking-gas. Die USA nutzt den Ukrainekrieg für sich aus und lässt Europa bluten usw.. Schwäche kann ich darin nicht entdecken.
3. „altes Holz“ offenbar reicht das aber um einen Staatschef zu entführen, vielleicht Grönland sich anzugliedern, anderen Staaten Zölle aufzunötigen usw. und mit den 1,5 Billionen soll aus dem alten Holz neues werden.
Zum Kriegführen braucht man auch keine gebildeten Soldaten, sondern Befehlsempfänger und die Offiziere sind ausgebildet. Richtig ist: Je mehr Staaten sich vom Dollar abwenden, desto stärker geraten die USA unter Druck. Aber die Totenglocken würde ich für die USA nicht frühzeitig und ständig läuten wollen.
Die Kapitale?
Ich habe gerade vor ein paar Tagen gelesen, das China schon ebebürtige Chips zu
denen von NVIDIA produziert und das günstiger. Die Chinesen haben auch den
Vorteil, dass sie die Materialien dafür alle im eigenen Boden haben.
Mich wundert, wie Leute wie SIE, die sich sonst so gerne als Marxisten darstellen wollen, immer wieder die USA zu verteidigen versuchen. Ich weiß nun nicht, ob das aus einer unbewussten Liebe zu Kapitalismus und Imperialismus geschieht oder nur, weil Sie „Leute wie mich nicht leiden mögen“, wenn ich Sie dann mal aus einem Kommentar an anderer Stelle zitieren darf. Ganz und gar unmarxistisch ist daran, dass Sie Ihre persönliche Abneigung gegen mich über ein gemeinsames Interesse stellen. Aber vermutlich habe ich mich da blenden lassen: Für SIE scheint es keine gemeinsamen Interessen zu geben. Da überwiegen Selbstdarstellung, Eitelkeit und Rechthaberei.
Genug des Persönlichen. Nun zum Inhaltlichen bzw IHrer versuchten Manipulation durch scheinbar Inhaltliches:
Sie versuchen mir mangelhafte Recherche nachzuweisen, indem Sie folgende Zahlen vorlegen:
„Mineralische Brennstoffe / Energieträger: ca. 320 Mrd. USD“
Das ist aber weniger Nachweis für mangelnde Recherche meinerseits als vielmehr mangelndes TExtverständnis von IHRER Seite. Denn ich habe doch ausdrücklich in der Passage, die Sie zu widerlegen versuchen, erklärt, dass die USA stark sind im Export von Energieträgern. Hätte man aus der zitierten Passage erkennen können, wenn es denn um Erkenntnis ginge. IHRE Aufstellung belegt vielmehr, dass meine Behauptung richtig ist, dass gerade die Energieträger der größte Exportposten der USA sind. Was wollten Sie denn damit beweisen außer dem, was ich selbst schon sagte?
Die anderen Exporte hören sich von den Zahlen her viel an. Sind aber angesichts des Volumens der US-Wirtschaft keine umwerfenden Größen. Wenn ich diese Werte überschlage, komme ich auf etwa einen Billion (1000 Mrd) Dollar. Das allein machte der EXport-ÜBERSCHUSS Chinas in 2025 aus.
Sie können noch so viele Zahlen aufweisen, die meine Sichtweise widerlegen sollen, um eines kommen SIE nicht herum: Die ERde ist keine SCheibe. Will sagen: Trotz Ihrer Zahlen, weisen die USA mit fast allen ihren Handelspartner Handelsdefizite auf. WEshalb wohl? Weil die US-Exportwirtschaft keine Größe ist, die im Gegensatz zu China und der EU Überschüsse erwirtschaftet. Da können Sie sich noch so viele Zahlen im Internet zusammen kratzen. Die Wirtschaft der USA ist in ihrer Gesamtheit der anderer Nationen unterlegen. DAss sie in einzelnen Bereichen oder bei einzelnen Unternehmen stärker ist, widerspricht nicht meinen Aussagen, zumal Sie gegen Aussagen argumentieren, die ich nicht gemacht habe, sondern SIE dort hineinlesen.
Sie scheinen Ihren eigenen Text nicht zu verstehen. Geschrieben hatten Sie:
Wo ordnen Sie denn die 252M $ Maschinery, Reactors, … ein? Oder die 214M $ Eletrical, Electronic, die 134B Aircraft? Unter Agarprodukten?
Ihr Argument geht darauf, dass die US wirtschaftlich nicht (mehr) konkurrenzfähig sind („nur noch wenig, was sie exportieren kann“), was offensichtlich faktisch falsch ist.
Rechnen können Sie auch nicht? Energieexporte betragen 16%, 12% und 10% für die nächsten beiden großen Posten, also von der Größenordnung ähnlich, zusammenaddiert kommt man auf 22%.
Die USA haben 2024 rund 176 Mrd $ an Agrarprodukten exportiert. Das ist weniger als die 214M $ für Electronical, schindet bei Ihnen aber irgendwie mehr Eindruck.
Wenn man die IT Branche dazu nimmt, dann kommt Amazon mit AWS auf ca. 108M $, Microsoft mit Azure auf 75M $. Da sind noch gar nicht die sonstigen Umsätze wie z.B. aus Lizenzen enthalten, sondern die Cloud Umsätze.
Ihre Aussage, „Neben Energieträgern und Agrarprodukten hat die US-Wirtschaft nur noch wenig, was sie exportieren kann – allem voran Waffen“ ist falsch! Fragen Sie doch einfach mal einen Wirtschaftswissenschaftler, ob der das so stehen lassen würde.
Wenn Sie etwas anderes ausgedrückt haben wollten, warum haben Sie das nicht gemacht? Wie kommt es, dass ihre Texte voller Behauptungen sind, die einer Überprüfung nicht standhalten?
Mein genereller Einwand ist aber ein anderer. den werde ich demnächst getrennt vorbringen.
Rauls Argumentation ähnelt derjenigen, die aus den EU Sanktionen gegen Baud und anderen herauslesen will, dass die EU-Machthaber schreckliche Angst vor den Sanktionierten haben müssten. Es ist eine Art v. Beschwichtigungstaktik, die aus dem Inferno den letzten Funken Hoffnung herausklaubt und ihn zum hellen Licht befördert.
Phönix aus der Asche.
Außerdem würde ich die Behauptung, dass sich die wirtschaftliche Stärke eines Staates danach bemisst, was „er exportieren kann“, bezweifeln.
Dafür braucht man sich nur mal die Rohstoffländer anschauen. Viel Export, wenig Import.
https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/venezuela-offenbart-amerikas-schwaeche/#comment-338119
„Mich wundert, wie Leute wie SIE, die sich sonst so gerne als Marxisten darstellen wollen, immer wieder die USA zu verteidigen versuchen. Ich weiß nun nicht, ob das aus einer unbewussten Liebe zu Kapitalismus und Imperialismus geschieht…“ Es ist genau umgekehrt. Wegen ihrer Parteilichkeit g e g e n den US-Kapitalismus, nehmen Sie Zurückweisungen ihrer Behauptung, alles was die US tut, sei ein Ausdruck von Schwäche und der Niedergang der USA und des Westens insgesamt , als Verteidigung der US-Position. Ihre Wunschbrille, der US-Kapitalismus möge untergehen vernebelt ihnen die Sicht, die eine korrekte Beurteilung der Weltlage n o t w e n d i g verunmöglicht.
Schön, nur sind die USA in den aufgelisteten top-7-Kategorien (außer Raumfahrt und Öl) eigentlich Netto-Importeure
Top-7 Importkategorien für 2024:
Maschinen, Reaktoren und Geräte: ca. 531 Mrd. USD (Export 320)
Elektrische und elektronische Geräte: ca. 485 Mrd. USD (Export 214)
Fahrzeuge (ohne Schienen): ca. 391 Mrd. USD (Export 144)
Mineralische Brennstoffe / Energieträger: ca. 251 Mrd. USD (Export 320)
Pharmazeutische Produkte: ca. 212 Mrd. USD (Export 94)
Medizin‑/Optik‑Produkte: ca. 124 Mrd. USD (Export 106)
Perlen, Edelsteine, Metalle, Münzen 87 Mrd. USD
https://de.tradingeconomics.com/united-states/imports-by-category
Also fragt es sich, welcher Teil der US-Exporte eigentlich Importe sind (meinetwegen auch Importe von 3/4-Fabrikaten), auf die nur noch ein hübsches amerikanisches Schildchen geklebt wird.
Nein, wenn „sich“ etwas fragt – also RR’s Text Fragen aufwirft, wenn man die Formulierung rationell nimmt – dann bitte:
Warum deklariert RR zur Schwäche, was doch im internationalen Schwanzvergleich des Welthandels die buchstäblich konkurrenzlose Stärke der USA ist, sich seit Generationen und weiterhin gegen Kreditzettel vom Rest der Welt beschenken zu lassen?
Die Antwort liegt auf der Hand: Weil die Administration Trump diese Sichtweise zur politischen Leitlinie des WH gemacht hat.
Gewiß, im Zusammenhang von Politischer Ökonomie und Militär-/Geopolitik des Weltmarktes erhält diese Sichtweise ihren rationellen Bezug, aber den spricht RR MORALISCH an, er läßt ihn in seiner moralisierenden Version der nationalen Schwanzvergleiche UNTERGEHEN.
Und? Exportieren denn die USA neben Energie, Agrarprodukten und Waffen denn nichts? Das war doch die Behauptung von Rauls.
Was soll denn „Netto Importeur“ für eine Auskunft sein? Wenn mehr PKWs in die USA importiert als exportiert werden, ist dann die US Automobilindustrie nicht konkurrenzfähig? Sie exportiert doch? Sie verkauft doch auch auf dem heimischen Markt. Wenn US Firmen in Kanada und Mexiko produzieren, sich als den Weltmarkt als Ressource hergerichtet haben, ist das dann ein Zeichen für die Schwäche der US Wirtschaft?
„Und? Exportieren denn die USA neben Energie, Agrarprodukten und Waffen denn nichts? Das war doch die Behauptung von Rauls.“
Das war eben NICHT die Behauptung von Rauls, sondern das ist IHR Versuch, doch noch irgendwie Recht zu haben. Denn Sie haben doch selbst meinen Satz wie folgt zitiert:
„Neben Energieträgern und Agrarprodukten hat die US-Wirtschaft nur noch wenig, was sie exportieren kann – allem voran Waffen“
Können Sie nicht lesen oder lesen Sie nur in Texte hinein, was nicht drin steht, sich aber in IHREN Gedankenwindungen aufbläht? Da steht nicht NICHTS, da steht WENIG. Sie aber machen daraus NICHTS. DAs ist die gewollte und beabsichtigte Manipulation zum Zwecke der Rechthaberei. SO arbeiten Sie. Das ist IHR Muster. Sie fügen zu den Aussagen Anderer IHRE GEdankengänge hinzu und verkaufen diese dann als Wahrheiten. SIE manipulieren oder aber Sie verstehen Texte nicht. Leute wie Sie bauen darauf, dass diese Täuschung nicht auffällt. Aber vllt fällt sie Ihnen selbst nicht mehr auf, weil Sie Ihre Gedankengänge für Wahrheit halten und nicht für das, was sie sind, Annahmen und Vermutungen.
Den Rest rechnete ich mal IHRER zwanghaften Rechthaberei zu, wenn jemand das Handelsdefizit der USA gegenüber dem Rest der Welt damit kontert, indem er behauptet: „Sie exportieren doch“. Klar exportieren sie auch. NUR: Sie exportieren wertmäßig weniger als sie importieren. Aber vllt übersteigt das auch ganz einfach ihren Wirtschaftshorizont. Fragen SIE doch mal den Wirtschaftswissenschaftler, den Sie mir an anderer Stelle empfohlen haben. Vllt kann der Ihnen das erklären. Ich kann ja verstehen, dass Sie von mir angesichts IHRER eingefleischten Ablehnung meiner Person keine Erklärung annehmen wollen, in pubertärer Trotzigkeit.
Grobe Übersicht:
Wert der US-Exporte 2024 (ungefähr): ca. 2,5 Billionen US-Dollar
Militärische Ausrüstungen: ca. 200–250 Mrd. USD (also ~8–10 % der Gesamtexporte)
Technologie- & Industrieprodukte: deutlich über 1 Billion USD
Landwirtschaft: ~150–160 Mrd. USD
Energie ~320Mrd USD
von den 2500 machen also Energie, Waffen und Landwirtschaft ca. 29% aus, oder 71% des Exportvolumens kommt nicht aus den Bereichen Energie, Waffen und Landwirtschaft.
2/3 andere Exporte finden sie „WENIG“?
Und? Wenn Ford in Mexiko produzieren lässt und die USA verkauft, ist das ein Import. Wenn Apple seine IPhones in China, Vietnam oder Indien produzieren lässt und ein Teil davon in die USA importiert werden, dann ist das ein Import. Und was sagt das jetzt über die USA aus? US Kapital hat das Angebot genutzt, und fleißig Kapitalexport betrieben – zum Nutzen der USA.
Es gibt Staaten, die exportieren wertmäßig mehr als sie importieren. Das alleine sagt nichts über die Leistungsfähigkeit der Ökonomie aus.
Von Putin lernen heißt siegen lernen: Einfach bei innenpolitischen Problemen einen Krieg anfangen.
Hier, dein 🐟
Leute kann das sein?
Zitat:
„Hinzu kommt der Umstand, dass die USA Venezuela mehr brauchen als umgekehrt. Denn die US-Erdölverarbeitende Industrie kann überwiegend nur ein schweres venezolanisches Öl verarbeiten; andernfalls muss sie umgebaut werden, was schätzungsweise pro Fabrik 15 bis 22 Mrd. Dollar kosten würde.
Wenn man bedenkt, dass die Erdölverarbeitende Industrie 27 solcher Fabriken besitzt, die auf die venezolanische Ölsorte spezialisiert sind, dann müssten sie, sollte diese Ölsorte entfallen, auf die anderen Ölsorten umstellen, was Investitionen zwischen 405 und 594 Mrd. Dollar kosten durften. Ein gigantisches Investitionsvolumen, das erst bewältigt werden müsste.“
Quelle: https://ontopraxiologie.de/venezuela-als-zankapfel-der-grossmaechte/
Leider belegt der Autor diese Behauptung nicht mit einer Quelle. Da er hier auch schreibt und bestimmt auch mitliest, wäre eine Auflösung hilfreich. ich hab ihn schon mal angeschrieben.
Wen zitieren SIE denn da? Meinen Sie mich damit oder einen anderen Kommentator? Ansonsten bitte im Angabe der Stelle, wo das bei MEINEM Text stehen soll.
Hallo Herr Rauls,
ich zitiere Herrn Silnizki vom Verlag Ontoprax, zwar nicht als Replik auf ihren Beitrag, sondern als Ergänzung mit der Frage nach der Quelle 🙂
Die faktischen Angaben dürften richtig sein, ich kenne das aus einer vielleicht fünf Jahre alten Darlegung, aber daraus das Urteil zu verfertigen, „die USA“ „bräuchten“ „Venezuela“ mehr, als umgekehrt, ist ein lupenreines Irresein, das US-Militär hat just bewiesen, daß dies nicht stimmt, der reale, statt fiktive, Maßstab solch eines Benutzungsverhältnisses ist halt die Verfügungsmacht, dasselbe zu bestimmen und zu gestalten.
Die Frage nach der Gestaltung ist erstmal (noch) offen, aber die Verfügungsmacht ist realisiert.
Man muss das präzisieren.
Das Fracking-Öl der USA ist zu leicht und kann von den US-Raffinerien nicht verarbeitet werden.
Deshalb wird das Fracking-Öl der USA mit schwerem Öl gemischt – danach kann es in den US-Raffinerien verarbeitet werden.
Schweres passendes Öl kommt z.B. von Kanada, Venezuela, Saudi-Arabien, Iran.
Das Zitat „dass die USA Venezuela mehr brauchen als umgekehrt“ ist wohl kaum korrekt, die USA kann und muss nicht zwingend venezolanisches Öl verwenden; zumal zwei US-Konzerne ja die ganze Zeit immer schon venezolanisches Öl in die USA importierten – mit Sondergenehmiging von Biden und jetzt Trump (wegen des Embargo).
Aber: Iran, SA, Russland handeln nicht mehr via Petro-Dollar, die USA müsste also andere Währungen kaufen. Autsch!
(soweit ich aber weiss, kaufen die USA tatsächlich andauernd immer noch russisches Öl – in welcher Währung?)
Und Kanada ? Kanada ist verschnupft wegen des Zollstreits – bückt sich, aber ist verschnupft.
Beim Ganzen geht es der USA wohl auch darum, sich alternative Quellen zu erschliessen, welche in US-Dollar handeln – und da ist momentan Venezuela die einzge Quelle.
Und was die USA sich dabei zusätzlich sichern können, ist das Öl, das eigentlich China „reserviert“ hat – denn mehr zu fördern ist nicht einfach möglich ohne riesige Investitionen, deren Payback beim aktuellen Ölpreis in den Sternen steht.
Ich glaube kaum, dass sich die Trump-Fraktion eingeredet hat sie hätten sich „nur Diebesgut wieder zurückgeholt“. Ich glaube nicht, dass die sooo blöd sind. Solch einen Selbstbetrug brauchen die nicht (dafür sind sie in den Augen mancher ja auch so attracktiv) Die wissen ganz genau, dass sie kein Recht dazu haben und dass es sowieso auch keiner Moral entspricht. Aber das interessiert die doch nicht! Die interessiert nur sich einfach nehmen zu können, was sie wollen, und scheiß drauf ob das rechtens ist oder nicht.
Unter einer Hybris und damit Selbstverarsche leidet die Trump-Fraktion aber trotzdem. Das bezieht sich aber auf andere Bereiche.
Das ist eine sehr gewagte These. Denn zunächst einmal offenbart die Militärintervention die Schwäche der anderen Staaten, die nicht in der Lage waren es zu verhindern. Angekündigt hatte sich das schon lange.
Bislang gibt es außer Protesten auch keinerlei praktische Aktionen, keine Sanktionen, keine verstärkte Militärpräsenz etc..
Über die bevorstehende Annektierung Grönlands wird ja auch schon fleißig diskutiert. Und auch da ist klar, dass die EU das nicht verhindern kann.
@ im-vertrauen-gesagt:
Wenn sie es wollte, könnte sie es.
Ein paar Soldaten nach dort schicken und riskieren dass die Amis die angreifen, was die aber nicht tun würden, weil ein amerikansicher Angriff auf Europäer selbst für die Trump-Fraktion ein Schritt wäre, den sie weder innen- noch außenpolitisch verkraften würden.
„weil ein amerikansicher Angriff auf Europäer selbst für die Trump-Fraktion ein Schritt wäre, den sie weder innen- noch außenpolitisch verkraften würden.“ – Sie täuschen sich – Trump würde das schon deswegen tun, um zu zeigen, dass er auf Europa einen Dreck gibt.
Nein, das glaube ich nicht.
Trump hat genügend andere Druckmittel als einen Militäreinsatz.
Dass er auf die Europäer scheißt, zeigt er jeden Tag bei allen möglichen Gelegenheiten.
Nicht umsonst hat Trump Netanjahu irgendwann bei Gaza zurückgepfiffen, weil ihm die Sache weltpolitisch langsam zu brenzelig wurde.
Innenpolitisch würde es vielleicht noch halbwegs funktionieren, denn. wie ich vor kurzem noch in der Serie „FARGO“ einen Mafiaboss haben reden hören: „Dieses Land liebt Männer, die sich einfach nehmen, was sie möchten.“
Ja, wie? „Andere Druckmittel“ würde Trump Innen- und Außenpolitisch verkraften, einen Militäreinsatz aber nicht?
Naja, das ist doch wohl klar.
Andere Druckmittel kann man auch hinter den Kulissen anbringen.
Eine Militäraktion kaum.
Die US Administration besucht Dich schon mal persönlich zu hause und erklärt Dir wo Deine Kinder zur Schule gehen.
Zumindest wenn Du Chemiewaffenbeauftragter bei der UNO bist und noch gebraucht wirst.
Wenn Du ein kleineres Licht bist, dann haste halt Pech und wirst bei einem „Raubüberfall“ oder einem „Autounfall“ getötet. Oder Du begehst „Selbstmord“. Oder „fällst aus dem Fenster“.
Was lange bevor es in Russland zur Mode wurde ein Klassiker der CIA war.
Wenn gar nix hilft, und die lokale Bevölkerung unruhig und frech wird, blüht halt der „Terrorismus“ wieder auf.
usw.
Mittel gibts genug.
Wir reden aber nicht davon irgendwelche Kritiker zum Schweigen zu bringen, sondern sich ein Land unter den Nagel zu reißen und das funktioniert nicht, indem die US-Administration Hausbesuche macht. Da müsste sie ja schon im Land sein. Will man ein ganzes Volk „zuhause besuchen“?
Es geht nicht um Kritiker sondern um Schlüsselfiguren.
Und, die haben doch eben erst einen spektakulären Hausbesuch gemacht und sich damit ein ganzes Land unter den Nagel gerissen.
Und die CIA ist immer im Land. Egal wo. Die NSA ist sogar in Deiner Hosentasche.
Weitere Dienste agieren hier auch, natürlich.
Terrorismus – Du musst da nur an der Oberfläche kratzen schon kommen US Dienste raus.
Gesprengte Infrastruktur.
Atlantikbrücke.
Psy Op.
Hier ein Hebelchen, dort ein Knebelchen.
Die CIA war sogar im Kulturbetrieb unterwegs. Ob sies noch ist, kA.
Wie haben „die“ sich denn die Schweiz geholt? Mit Kampftruppen ja nun nicht.
War nicht notwendig. Viele Eidgenossen habens nicht mal bemerkt.
Nicht mal, als publik wurde dass der Bundesrat unter US Aufsicht eigene Akten vernichten musste.
Was für ein Elend. RR’s Verteidigung gegen IVG’S Anwürfe ist zwar bedingt korrekt, aber beide zusammen bringen nichts weiter zustande, als das ehrfürchtige Gebaren geborener Nationalisten auszubuchstabieren:
Schwanzvergleich – auf allen Ebenen.
Vielleicht werde ich später noch mehr dazu sagen, vielleicht nicht.
So sieht es aus …. o)
Das ganze aktuelle Geschehen in diesem Kontext deutet doch eher Verzweiflung an als denn Optimismus …
Die Frage die ich mir eher stelle, wie wird Europa darauf reagieren..
Europa? Wie immer. Kotau machen und zu Kreuze kriechen…
Es ist ein Zeichen von Macht Normen setzen zu können nach denen sich alle anderen richten müssen. Nach 1945 gab es die Situation, dass die USA mit der UNO und den Völkerrecht anderen die Regeln vorgeben konnten.
Wenn jetzt die USA ganz offiziell und unverblümt auf gewöhnliche Raubmord und Piraterie umsteigen, dann ist das ein Zeichen verfallender Macht. Es ist ja nicht so, als hätten sich die USA vorher tatsächlich selbst an diese Regeln gehalten. Aber der offizielle Verzicht der USA auf diese Regeln bewirkt, das sich in Zukunft auch niemand anderes mehr an diese Regeln halten wird, wenn er es mit den USA zu tun hat.
Ich wünsche mal lustiges Öltanker Kidnapping auf allen Weltmeeren. Für so manchen failed state wäre das ein gutes Zubrot. Da ergeben sich ungeahnte neue Geschäftsfelder. Ob Trump gelingt die Geister wieder einzufangen die er rief? Ich hab da meine Zweifel.
@Rauls wie angekündigt hier nun die generelle Kritik an Ihrem Artikel.
Sie behandeln die militärische Intervention auf Venezuela als Ausdruck der Schwäche der USA. Das ist ihr generelles Thema: der Niedergang des Westens, insbesondere der Niedergang der USA, das Aufkommen neuer, mächtiger Nationen wie vor allem China.
Aus dieser Perspektive betrachten Sie alles als Ausdruck ihres Vorurteils.
Zölle, die Trump verhängt sind für Sie Schutzzölle. Verhängt, weil die US Industrie Ihrer Ansicht nach nicht konkurrenzfähig ist. Handelsbilanzdefizite sind für Sie ebenfalls der mangelnden Konkurrenzfähigkeit geschuldet, usw..
Sie behandeln die Konkurrenz als wäre die eine getrennt von der Gewalt ablaufende Angelegenheit. Und übersehen, dass die USA die Bedingungen gerade neu definieren. Die USA nutzen ihre Dominanz um Handelsverträge abzuschließen, die die USA einseitig begünstigen.
Da wo die USA sehr frei agieren, und dem Rest der Welt eine Ansage machen, die sich gewaschen hat, entdecken Sie lauter Drangsal.
Das Handelsbilanzdefizit mag ein Problem sein, der Schuldenberg wächst, aber dass die USA irgendwo kürzer treten würden, davon ist weit und breit nichts zu sehen. Trump hat gerade angekündigt, das Budget fürs Militär massiv ausweiten zu wollen. Es gibt Pläne einer Umschuldung, bei der Staaten genötigt werden sollen, Wertpapiere mit kurzer Laufzeit gegen 100 jährige Anleihen ohne Verzinsung zu tauschen. Geht nicht? Wird man sehen!
Die Weltlage ist eine andere als vor einigen Jahren. Die USA nehmen sich, was sie sich nehmen wollen. Regeln gelten nichts mehr, wenn sie dem US Interesse zuwiderlaufen. Wie weit die USA gehen können, entscheidet sich einzig an der Gewalt die sie aufbringen können und der Gegenwehr, die andere Staaten zu leisten imstande und willens sind.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die USA Grönland annektieren, oder den einen oder anderen Staat mit einem Regime-Change beglücken. Ich denke nicht, dass Trump Skrupel hat ein Regierungsviertel zu bombardieren.
Dafür die große Ankündigung? Etwas dürftig, finden Sie nicht?
Wenn Sie meinen VEnezuela-Beitrag vorurteilsfrei gelesen hätten oder zumindest unter dem GEsichtspunkt der tatsächlichen Aussagen, nicht unter dem Gesichtspunkt „Was kann ich dagegen sagen“, dann hätten Sie z.B. zu den Zöllen folgende Aussage finden können:
„Deshalb sollen durch hohe Zölle nicht nur die direkten Einnahmen steigen, sondern auch ausländische Unternehmen genötigt werden, in den USA zu produzieren“. Da wird also meine Sicht der Zölle nicht nur auf den SChutzzoll reduziert. Das ist vielmehr eine Behauptung, an der sie sich verbissen haben wie ein Terrier. Hier kommt doch klar zum Ausdruck, dass ich die Funktion der Zölle über den SChutz der US-Industrie hinaus als eine Einnahmequelle sehe. UND als eine Maßnahme, ausländische Unternehmen zur Produktion in den USA zu „zwingen“. Das widerspricht doch gerade IHRER Behauptung, dass ich die Zölle als SChutzmaßnahmen für US-Unternehmen sehe. Die Ansiedlung ausländischer Unternehmen, die bereits schon unter Biden durch den Inflation-Reaction-Act forciert worden war, bedeutet doch gerade KEINEN SChutz für die US-Unternehmen sondern zusätzliche Konkurrenz. Aber SIE haben sich ja verbissen in der falschen Behauptung, ich betrachtete Trumps Zölle als Schutzzölle. DAs ist Quatsch und dient nur IHrer REchthaberei. Wäre leicht zu vermeiden gewesen, hätte man versucht zu verstehen, was im TExt steht, anstatt eigene Vermutungen hineinzulesen, die dort nicht als bestätigt zu finden sind.
„Handelsbilanzdefizite sind für Sie ebenfalls der mangelnden Konkurrenzfähigkeit geschuldet“
Wofür sollen sie denn sonst stehen? Ich könnte allenfalls noch z.B. die erdölexportierenden Länder als Ausnahme sehen, die Handelsüberschüsse erwirtschaften aus ihrem Überfluss an einem begehrten Rohstoff, siehe Saudi-Arabien und Emirate. Deren Wirtschaft ist zwar wenig entwickelt, nahezu eine Monokultur, trotzdem haben sie einen Handelsüberschuss aufgrund ihres Rohölexportes. Aber das ist wirtschaftlich gesehen eine Ausnahme, wie gesagt. Sonst ist der Handelsüberschuss immer Ausdruck einer wirtschaftlicher höheren Produktivität. Es gibt Ausnahmesituationen wie z.B. nach dem zweiten Weltkrieg, wo Länder wie Afghanistan oder auch Argentinien Handelsbilanzüberschüsse erzielten. Das ist aber wie gesagt Ausnahmesituationen geschuldet, weil diese Länder Lebensmittel exportieren konnten in Länder, deren Wirtschaft kriegsbedingt aufgrund der Zerstörungen von Produkrionskapazitäten, in ihrer Leistungskraft eingeschränkt waren. Dass das Ausnahmesituationen waren, zeigt allein die Tatsache, dass diese Handelsüberschüsse sehr schnell schrumpften, als besonders die europäischen Staaten wieder wirtschaftlich auf die Beine gekommen waren und ihre eigene Lebensmittelproduktion ausreichend für die Versorgung der Bevölkerung war.
Der Rest danach ist mehr oder weniger oberflächlich, um nicht zu sagen wohlfeiles Geschwätz wie:
„Sie behandeln die Konkurrenz als wäre die eine getrennt von der Gewalt ablaufende Angelegenheit“ Das müsste erst einmal belegt und genauer untersucht werden, was SIE darunter verstehen. Aber die Mühe mache ich mir nicht. Da kommt bei Rechthabern wie IHNEN nix bei raus.
Noch billiger ist ja:
„Das Handelsbilanzdefizit mag ein Problem sein, der Schuldenberg wächst, aber dass die USA irgendwo kürzer treten würden, davon ist weit und breit nichts zu sehen.“
Sie sollten mal zu Fielmann gehen. Das schärft den Blick. Oder vllt mal einen meiner Artikel über Trump und die USA lesen, wo über die Entwicklung der Lebenswirklichkeit in den USA dortige Quellen zitiert werden. Aber so weit ich mich erinnern kann, hatten Sie da ja auch eine ganze Menge auszusetzen. Aber das kommt dabei raus, wenn man texte nur unter dem Gesichtspunkt liest: „Was kann ich dagegen sagen“ Sozusagen der Gegenstandpunkt. (War das nicht Ihre Hauspostille, die Sie hier angeboten haben wie Sauerbier?) Das Ding scheint gehörig auf SIE abgefärbt zu haben oder umgekehrt.
Ansonsten ist das, was SIE als großen Gegenentwurf zu meinem Beitrag angekündigt hatten, enttäuschendes, wenig nahrhaftes Dünnbier. Oder aber geben SIE sich nächstes Mal mehr Mühe, wenn Sie schon Ankündigungen machen über weltbewegende Sichtweisen.
Ehrlich gesagt hatte ich wenig Lust viel Zeit darauf zu verwenden, Ihnen zum X-ten Mal ihre Fehler detailliert nachzuweisen.
Ihr Grundgedanke ist, dass die USA auf dem absteigenden Ast sind, die US Industrie abgesehen von Ausnahmen nicht mehr konkurrenzfähig sei, und insofern alles, was die US Administration (machtvoll) in die Wege leitet, nur die eigentliche Schwäche belegt. Dieser Gedanke findet sich in allen Artikeln, die ich von Ihnen gelesen habe. Und in einem davon haben Sie aus den Zöllen geschlossen, dass die USA sich vor ausländischer Konkurrenz schützen müssten. Damals hatte ich die polemische Frage gestellt, welche Industrie denn Trump mit den angedrohten Zöllen auf alle(!) kolumbianische Produkte zu schützen gedenkt. Aber wie eigentlich immer, keine Antwort darauf erhalten.
Offenbar hat meine Kritik doch insofern gefruchtet, als das Sie in diesem Artikel den Zöllen zumindest weitere Funktionen attestieren, den generellen Zweck aber verpassen.
Bevor man sich fragt, wofür ein Handelsbilanzdefizit steht, wovon sie Ausdruck ist, sollte man klären, was Handelsbilanzen überhaupt bilanzieren und wie Überschüsse oder Defizite entstehen.
Die Handelsbilanz summiert unterschiedlichste Waren, die im- oder exportiert werden. Über den Grund für Im- oder Export ist damit nichts gesagt, eben so wenig darüber, wessen Kapital da exportiert.
Wenn ein Kapital Kapitalexport betreibt, dann ist dieses Kapital erfolgreich darin, den Weltmarkt für sich zu nutzen, in dem Fall eben nicht als Absatzmarkt sondern als verlängerte Werkbank.
Wenn ein sog. Rohstoffland exportiert, dann in der Regel nur Rohstoffe, deswegen nennt man solche Staaten abwertend „Rohstoffland“. Solche Staaten haben Handelsüberschüsse, konkurrenzfähig sind sie aber nicht.
Einer der verständigsten Artikel zum Thema (der Autor hat es auch ansonsten ziemlich drauf).
@m-vertrauen
„wie angekündigt hier nun die generelle Kritik an Ihrem Artikel. Sie behandeln die militärische Intervention auf Venezuela als Ausdruck der Schwäche der USA. “
Sie posten hier @im-vertrauen seitenlange Aufsätze, aber den Unterschied zwischen Analyse und Propaganda können Sie offensichtlich nicht erkennen, weil Sie auf Propaganda mit dem Versuch einer Analyse -ob richtig oder daneben, ist nicht der Punkt- reagieren. Nach dem Verlust des RF-Verbündeten Syrien im Dezember2024 ein Jahr später der Verlust von Venezuela als DAS zentrale Asset Russlands in Südamerika. Nicht ohne Grund hat Russland seit ca. 2009 aberwitzige Milliardenkredite und miltärische Ausrüstung im Wert von weiteren Milliarden nach Venezuela geliefert -und nun so ein Husarenstück der Amis. Meint etwa der Autor, dass die russischen „Z-Patriots“ auf ihren Telegram-Channels in den letzten Tagen durchdrehen, weil es sich bei dem Husarenstück um eine Demonstration der Schwäche der US handelt, oder nicht eher um einen weiteren aussenpolitischen Autoritätsverlust Putins in Russland. nachdem es an der Ostfront in UA nicht vorangeht und es im Iran für ihn gerade auch nicht rundläuft …?
https://t.me/nevzorovtv/31077
„…ein Jahr später der Verlust von Venezuela als DAS zentrale Asset Russlands in Südamerika. Nicht ohne Grund hat Russland seit ca. 2009 aberwitzige Milliardenkredite und militärische Ausrüstung im Wert von weiteren Milliarden nach Venezuela geliefert -und nun so ein Husarenstück der Amis.“
Woher wollen Sie das denn wissen? Sie scheinen mir lediglich wie im Rausch die Propaganda der US-Amerikaner in sich aufzusaugen und dann wieder auszuspucken.
„oder nicht eher um einen weiteren aussenpolitischen Autoritätsverlust Putins in Russland. nachdem es an der Ostfront in UA nicht vorangeht“
Sie betreiben hier offensichtlich reine Desinformation. Denn schließlich verläuft der Krieg gegen die Nato oder die SMO in der ehemaligen Ukraine in den letzten Wochen und Monaten für Russland ausgesprochen erfolgreich. Die Nato hat kaum noch militärische Mittel, die sie der russischen Armee entgegensetzen kann und wichtige den Krieg beständig befeuernde Nato-Staaten wie Frankreich und Britannien stehen mittlerweile vor dem Bankrott.
Was ich schon an anderer Stelle geschrieben habe ist, dass der Zirkus, den die Trump-Administration veranstaltet, den Zweck hat ihr tatsächliches Agieren und die tatsächlichen Ziele der US-amerikanischen Eliten soweit wie möglich zu verschleiern. Die Auseinandersetzung mit dem Zirkus ist deshalb müßig. Wenn Herr Trump beispielsweise sagt, er werde Venezuela übergangsweise regieren, dann geht es um Effekte im Informationsraum und nicht darum, dass er das was er sagt auch umsetzen will und wird. Eine gute Erklärung dazu findet sich unter https://forumgeopolitica.com/de/artikel/trumps-prahlerei.
Um einschätzen zu können, wie es in Venezuela weitergehen wird, müssten wir die Absprachen der Putschisten in Caracas mit dem US-amerikanischen Aggressor kennen. Und wenn es gar keinen Putsch gegen Maduro gab, dann müssten wir die Absprachen Maduros und seiner Regierung mit dem US-amerikanischen Aggressor kennen. Tun wir aber nicht.
Mein Eindruck ist, dass es der Trump-Administration in erster Linie darum geht, die venezolanischen Öllieferungen nach China zu unterbinden und möglicherweise eigenen Buddies aus der US-amerikanischen Milliardärskaste finanzielle Vorteile zu verschaffen, wie Larry Johnson hier ausführt: https://sonar21.com/was-there-another-incentive-to-kidnap-maduro.
Meine Vermutung ist, dass das Venezuela-Schauspiel lediglich der informelle und mediale Auftakt zu anderen US-amerikanischen militärischen Aggressionen oder Erpressungen unter militärischem Druck ist, sei es gegen den Iran, gegen Dänemark, gegen Deutschland (Rückgabe von Sylt, der fränkischen Schweiz oder des Autobahnnetzes) oder gegen sonst wen, und sobald es dazu kommt schnell wieder abebben wird.
Wir dürfen gespannt sein, wie China und Russland auf die beständigen Eskalationen der US-Amerikaner im Krieg gegen sie reagieren. Konsequent erscheinen mir die demonstrative Zerstörung von bisher geschonten US-amerikanischen und Nato-Assets und Personal in der Restukraine durch Russland (das geschieht in den letzten Tagen bereits), das Arrangement eines größeren Ausmaßes der Niederlage US-Amerikas und der Nato in der Ukraine durch Russland als bisher geplant (Russland hat aus guten Gründen die Ostukraine als Terrain für die militärische Auseinandersetzung mit der Nato ausgewählt) und ein machtvoller Gegenangriff auf die wirtschaftlichen Grundlagen US-Amerikas und möglicherweise auch EU/Nato-Europas durch China.
Das passt schon. Vor zwei Stunden gab es einen russischen Angriff mit Oreshnik-Raketen. Angeblich auf wichtige Infrastrukturen in der Nähe von Lwiw in der Westukraine, unweit der polnischen Grenze.
Quelle?
RT
https://www.rt.com/russia/630746-suspected-oreshnik-strikes-video/
Sehr interessant ist auch die Einschätzung von Pepe Escobar: https://strategic-culture.su/news/2026/01/05/barbaria-strikes-again.
Nebenbei.
Das Delcy Rodríguez Zitat von der „zionistischen Färbung“ dieser Entführungsaktion, ist auf der Tagesschauseite rasch beseitigt worden. Es wurde in Deutschland fast überall unterschlagen.
Leider auch hier auf Overton fand Delcy Rodríguez Zitat auf wundersame Weise keine Erwähnung.
Und ebenfalls die von Alex Krainer: https://www.youtube.com/watch?v=0bktWLaEbhY.
Ein Wort an die Hobbyvolkswirte hier!
Ein Exportüberschuß, wenn ein Land mehr exportiert als importiert wie China, bedingt auch einen „Dollarüberschuß“. Diesen Dollarüberhang haben die Chinesen überwiegend in US-Bonds angelegt. Sie sind der zweitgrößte Gläubiger der USA hinter Japan. Wenn sie diese Bond verkaufen, sinkt der Preis dieser ihrer Bonds und der Dollar wertet ab. Diese „Waffe“kann China also nur sehr selektiv einsetzen.
Die Stärke einer Volkswirtschaft mißt man an BIP. Danach ist die USA noch immer die größte Volkswirtschaft der Welt, gefolgt von China. Allerdings hat die USA den Höhepunkt ihrer Macht überschritten. Trump will diesen Niedergang stabilisieren, deshalb seine verrückten Aktionen. Stärker abwärts geht es mit der EU/BRD
Wichtig ist, das diese Kampf gegen UNS geführt wird.
Bin gespannt, ob das Jemand noch begreift, bevor hier sowas nicht mehr geschrieben werden kann.
@ Naomi
Die Hobbyvolkswirte sehen aber auch, wie der weltgrößte BIP(roduzent) dazu wurde – Rüstungsausgaben, indirekte Vorteile des Petrodollar-Systems sowie der Forschungs- und Entwicklungsleistungen für die weltweiten Standorte von US-Firmen.
Und da wackelt die Basis. Wäre sie stabil, wäre Trump nicht so außer Rand und Band. Er (pars pro toto) scheint der Einzige zu sein, der das erkannt hat. Die Wunderwaffe „Sanktionen“ hat einen größeren Rückschlag als angenommen.
Als Hobby-Volkswirt und Hobby-Beobachter würde ich dem entschieden entgegenhalten, dass das BIP auch eine Täuschung sein kann, denn das BIP beinhaltet jegliche Art von Leistung, also Maschinenbau, Hausbau, Software-Enwicklung ebenso wie aber auch Bankschulden, Pizzaservice und Beamten-Arbeit.
Gerade darum kann die alleinige Betrachtung des BIP beim Vergleich zweier Länder äusserst irreführend sein – besonders wenn es um Resilienz gegen wirschaftliche oder physische Kriegsführung geht.
Der aktuelle Russo-westliche Krieg offenbart dies ja schonungslos: der Westen mit seinem überaus grossen BIP kann Russland mit dem deutlich niedrigeren BIP nicht besiegen, wird im Gegenteil immer weiter zurückgedrängt. Das grössere BIP des Westens ist, immer offensichtlicher, eine Täuschung. Eine Selbsttäuschung.
Dazu hatte Rauls ja schon geschrieben, dass der Dollarüberschuß nur dort anfällt, wo in Dollar fakturiert wird. Wie die Dollars verwendet werden, ist ebenfalls eine offene Frage. China baut jedenfalls seine Dollar Reserven ab.
Das ist zwar so, sagt aber wenig über die Leistungsfähigkeit und Resilienz der Ökonomie aus. Staaten wie die BRD haben einen enormes BIP und laufen z,B. gerade in eine Deindustrialisierung.
Und gibt es dafür auch irgendein Argument? Das ist eine bloße Behauptung.
Die Chinesen sind ja nicht dumm, oh nein.
Sie verkaufen darum auch keine Bonds, zumindest nicht in merkbarem Umfang.
Aber Bonds haben eine Laufzeit, und enden dann.
Und die Chinesen erneuern sie nur noch in massiv gerigerem Umfang – wodurch der Anteil an US-Bonds im CN-Portfolio dennoch massiv gesunken ist.
Und wodurch, weil die Nachfrage sank, auch die Zinsen der US-Bonds gestiegen sind, wobei die Zinshöhe derart multifaktoriell ist, dass es hier eine klare Kausalität gibt.
So oder so aber sind die Zinsen für US-Bonds das Todesurteil für die USA – und Trump anscheinend als einer der Wenigen hat das erkannt, und versucht verzweifelt, das Unabwendbare abzuwenden.
Ob seine Methoden gut sind und Erfolgschancen haben, darüber kann man trefflich diskutieren – sein kürzliches Gebrummel über die Umwandung bestehender Bonds auf 0% – was eigentlich einen Zahlungsausfall bedeutet – haben die Nachfrage nach US-Bonds wohl kaum befeuert.
Naomi heute 08:19 Uhr
Vielleicht zählen Sie ja auch mich zu den Hobbyvolkswirten. Über einen akademischen Abschluss verfüge ich nicht in diesem Bereich, sodass die Bezeichnung Hobbyvolkswirt formal sicherlich zutreffend ist. Aber angesichts des UnSINNs, den manche sogenannte Fachleute verzapfen, bin ich froh keinen solchen Abschluss zu haben. Diese belegen ja eigentlich nur, dass man die entsprechenden Theorien kennt. Das heißt noch lange nicht, dass man die kapitalistische Wirtschaft in ihrer Funktion und ihren inneren Zwängen bzw Widersprüchen versteht. Man kennt halt nur die Theorien dazu, und da sind mir oftmals die Grundlagen dieser Theorien zweifelhaft bzw unverständlich.
In diesem Zusammenhang erlaube ich mir als Hobbyvolkswirt einigen kritische Anmerkungen zu IHrem Kommentar:
„Ein Exportüberschuß, wenn ein Land mehr exportiert als importiert wie China, bedingt auch einen „Dollarüberschuß“
Ein Dollarüberschuss entsteht aber nur dort, wo auch in Dollar abgerechnet wird. Deshalb die „“?
Diese Zeiten aber haben sich geändert, seit der Dollar immer mehr als Waffe eingesetzt wird. China und Russland waren mit dem Dollar als Abrechnungseinheit sehr zufrieden und hatten ihre Überschüsse in Dollar-Wertpapieren angelegt, wie Sie bereits erwähnten. Nun aber geht die Entwicklung immer mehr zur Verwendung nationaler Währungen, hier ganz besonders des chinesischen Yuan. DAs führt z.B. im Handel zwischen China und Russland nicht mehr zu Dollarüberschüssen. Er hat im Handel zwischen Russland und China kaum noch Bedeutung. Auch andere Staaten wickeln immer öfter ihren Handel mit China in Yuan ab, sogar im Handel mit anderen Staaten. Da entstehen keine Dollarüberschüsse mehr, allerhöchstens noch als vergleichende Umrechnungseinheit, aber immer weniger in Form von Zahlungsmitteln. Der sogenannte Dollarüberschuss ist ein „Zufall“ insofern, als man sich im Abkommen von Bretton Woods auf den Dollar als internationale Zahlungseinheit geeinigt hatte. DAs hatte für die meisten Staaten Vorteile. Selbst die Sowjetunion hatte an diesem Abkommen teilgenommen und es begrüßt. Aber eine Zwangsläufigkeit ist das nicht, wie die neusten Entwicklungen zeigen. Insofern ist Exportüberschuss nicht auch gleichzeitig ein „Dollarüberschuss“.
„Diesen Dollarüberhang haben die Chinesen überwiegend in US-Bonds angelegt. … Wenn sie diese Bond verkaufen, sinkt der Preis dieser ihrer Bonds und der Dollar wertet ab.“
Das ist im Prinzip richtig. Dennoch haben die Chinesen ihre Bestände an Dollarpapieren über die Jahre abgebaut ebenso wie Russland. Sie haben es natürlich in einem für sie verträglichen Rahmen gemacht von etwa 1300 Mrd Dollar, dem Höchststand in 2015 auf nur noch etwa die Hälfte. Das hat nicht zu einem Einbruch der Anleihemärkte geführt. ChatGPT gibt den Gesamtumfang des Marktes von US-Staatsanleihen mit 28.000 Mrd an, was mir angesichts von 38.000 Mrd US-SChulden unwahrscheinlich erscheint. Aber das soll hier nicht vertieft werden. Bei dieser Summe sind 1300 Milliarden zwar keine Peanuts, aber, in homöopatischen Dosen in den Markt gegeben, führen sie nicht gerade zum Zusammenbruch des Bondmarktes. DArafu haben sowohl Russland und auch China im eigenen Interesse geachtet, wie Sie richtig erwähnen. Besonders nach 2014, also den ersten Sanktionsandrohungen im Finanzbereich gegenüber Russland haben sowohl Russland als auch China ihre Bestände abgebaut. Es war klar, in welche Richtung diese US-Drohungen gingen. Die Chinesen haben zudem mit dem Geld ihre wirtschaftliche Expansion finanziert. Sie kauften Unternehmen statt Anleihen. Das hat sich mehr rentiert.
Nö, der Post war nicht gegen Sie gerichtet. Ich wollte nur ein paar grundsätzliche Dinge klarstellen. Davon gibt es aber immer Ausnahmen. Ca. 54% des Welthandels werden noch immer in Dollar abgewickelt, mit leicht sinkender Tendenz. D.h. mit der Entdollarisierung läuft es langsam, langsamer als wir es uns wünschen. Wünsche und Träume sind gut, wenn die den Blick für die Realität nicht verstellen. Das ist alles was ich sagen wollte. Ansonsten machen Sie sich doch selbst ein Bild und befragen DeepSeek, die chinesische Ki und als Vergleich ChatGPT
Na sowas, auf wundersame Weise sind alle verschwundenen Beiträge wieder da.