Trumps Schwierigkeiten: Wirtschaft

Donald Trump
Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von seinen großen Ankündigungen hat Trump bisher wenig umsetzen können. Die wirtschaftliche Situation der meisten Menschen in den USA hat sich kaum verbessert. Kraftmeierei in der Außenpolitik und der Migration können die Misserfolge an der Preisfront nicht wettmachen.

Es sieht so aus, als hätte Trump außenpolitisch mehr Erfolge vorzuweisen als innenpolitisch. Dort kann er Tatkraft und Entschlossenheit zeigen. Er bringt den Friedensprozess zwischen Russland und der Ukraine voran. Doch der Erfolg seiner Mission stützt sich nicht auf amerikanische Stärke, sondern vielmehr auf die Schwäche der Ukraine. Diese ist abhängig von den Waffen, dem Geld und sonstigen Hilfen der USA und dadurch erpressbar. Vor allem aber stützt sich der Erfolg von Trumps Friedensbemühungen auf den guten Willen Russlands. Denn auch Putin hat ein Interesse an der Beendigung des Krieges, das verbindet beide.

Außenpolitik als Pluspunkt

Der amerikanische Präsident weiß, dass zum Tango zwei gehören, aber sie müssen auch im selben Takt tanzen. Das bedeutet, wo Russland hart bleibt, lenkt Trump ein. Er zwingt die Ukraine zum Nachgeben oder beruft gar seinen Unterhändler Keith Kellog ab, weil dieser den Russen nicht neutral genug ist. Was aussieht wie ein Erfolg Trumps, ist in Wirklichkeit ein Zugeständnis Putins. Wenn Russland nicht mitspielt, erreichen vollmundige Ankündigungen Trumps wenig, noch weniger reißerische Drohungen aus Washington, die Russen „windelweich“ zu sanktionieren.  Die russische Führung ist sich in ihrer sehr rationalen Art über die eigenen Interessen im Klaren, auch über die eigenen Stärken und Schwächen.

Sie kennt auch die Schwächen der Amerikaner, wird aber trotzdem nicht übermütig. Nicht zuletzt das Afghanistan-Debakel hat gezeigt: Amerika kann keine Kriege gewinnen. Siege gab es nur gegen weit schwächere Gegner oder im Verbund mit kampferprobten Ländern wie der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Weder in Korea noch in Südostasien, nicht im Irak, nicht einmal gegen den Islamischen Staat haben die USA – auf sich allein gestellt – einen Krieg gewinnen können. Immer waren sie angewiesen auf die Unterstützung und Opferbereitschaft anderer Völker. Das wissen die Russen, trotzdem unterschätzen sie die Amerikaner nicht.

Trumps vollmundige Drohungen gegen den Iran, gegen Kanada, Panama und Grönland haben bisher wenig bewirkt, erwecken aber den Eindruck von Stärke. Hier kann er seinen Anhängern im Land unter Beweis stellen, dass Amerika wieder groß ist. Aber all das sind nur Scheingefechte. Selbst die neuerlichen Angriffe auf die Huthi im Jemen erfolgen aus sicherer Entfernung. Den Einsatz amerikanischer Bodentruppen wagt Trump nicht, auch wenn es leicht ist, gegen einen so schwachen Gegner Stärke zu zeigen. Aber eigentlich geht es darum, dem viel stärkeren Iran zu drohen, dass als nächstes die Reihe an ihm sein könnte.

Trump punktet mit außenpolitischer Kraftmeierei. Das ist allemal leichter, weil er sich dabei nicht gegen Teile der eigenen Bevölkerung stellen muss. Im Inland Erfolge zu erzielen, ist da schon um einiges schwieriger. Seine Maßnahmen zur Senkung der Defizite wie die Entlassungen im öffentlichen Dienst gehen immer wieder auch zulasten der eigenen Bürger oder gar Wähler. Die vollmundig angekündigten Zölle erweisen sich als Bumerang. Die betroffenen Staaten schlagen mit Gegenzöllen zurück hauptsächlich gegen Wirtschaftsbereiche, in denen man Trumps Unterstützer vermutet. Schon zweimal hatte er die Zölle verschoben.

All das aber löst nicht das Kernproblem der Amerikaner: die Inflation, die einfach nicht runtergehen will. An diesen Bedürfnissen und Nöten werden die Ergebnisse von Trumps Politik gemessen. Wenn die außenpolitische Kraftmeierei auch den Eindruck von Stärke hinterlässt, so wird sie auf Dauer nicht jene Amerikaner ruhigstellen, denen die Preise wichtiger sind als das Zittern im Ausland vor Amerikas scheinbar neu erlangter Stärke.

Hartnäckige Inflation

Trump hatte die Preissteigerungen zum Wahlkampfthema und Versprechungen auf sinkende Preise gemacht. Darauf kommt es vielen Amerikanern an.  Und da sieht es alles andere als rosig aus, auch wenn Unmut noch von der Hoffnung im Zaum gehalten wird. Dennoch scheint sich die Stimmung im Land allmählich zu drehen. Zwar ist die Lage am Arbeitsmarkt immer noch recht stabil, auch wenn die Arbeitslosenquote im Februar leicht auf 4,1 Prozent gestiegen ist.

Trotzdem stellen Untersuchungen der Universität Michigan fest: „Amerikas Verbraucher sind deutlich besorgter als vor einem Monat“(1). Auch die Inflationserwartungen in der Bevölkerung sind weiter gestiegen. Lagen sie im Januar 2025 noch bei 3,3 Prozent, so stiegen sie im Februar bereits auf 4,3 Prozent. Im März erreichten sie schon einen Wert von 4,9 Prozent(2). Höher lag die Inflationserwartung zuletzt im Sommer 2022 nach dem Beginn der westlichen Sanktionen gegen Russland, die besonders zur Verteuerung von Energieträgern führten.

Im November, als Trump mit dem Thema Inflation Wahlkampf geführt hatte, hatten die Erwartungen mit 2,6 Prozent ihren tiefsten Stand seit Sommer 2020 erreicht. Danach waren die Werte von Monat zu Monat angestiegen. Das bedeutet, dass Trump die Erwartungen, die im Wahlkampf geschürt hatte  und die in ihn bezüglich des Rückgangs der Inflation gesetzt wurden,  als Präsident immer weniger erfüllen kann. Die Zahl der Bürger, die die aktuellen Preise als günstig für den Kauf langlebiger Güter ansehen, sinkt. Allein im vergangenen Monat ging deren Anteil um 20 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück.

Die Folge ist, dass Konsumenten ihre Kaufentscheidung hinauszögern und Käufe aufschieben. Aber auch Trumps Hin und Her in der Zollpolitik verunsichert Investoren und Unternehmen. Sein Kurs ändert sich fast täglich. Allein die Ankündigungen gegen über den direkten Nachbarn Kanada und Mexiko waren inzwischen zweimal verschoben worden. Ähnlich wankelmütig ist er bei China und der Europäischen Union. Seine Zollpolitik scheint mehr von Launen und Rachegelüsten getrieben zu sein als von Vernunft und Kenntnis um wirtschaftliche Zusammenhänge.

In Erwartung von Zöllen haben viele Unternehmen Bestellungen vorgezogen und Vorprodukte auf Vorrat gekauft. Das treibt die Kosten für Lagerhaltung. Aber auch die Preise der Logistik sind gestiegen, weil Transportkapazitäten nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen und bei wachsender Nachfrage deren Preis steigt. All das wird umgelegt auf den Verbraucher. In einem Interview mit dem Sender Fox erklärt Trump, dass er „eine Rezession nicht ausschließen wollte“(3).

Aber er betrachtet diese wirtschaftlichen Vorgänge als „Entgiftungsphase [… weil] die Regierung von robusten Staatsausgaben zu mehr Ausgaben im Privatsektor übergehe“(4). Trump scheint also zu glauben, dass eine Senkung der Staatsausgaben den gewünschten Erfolg in Bezug auf die Preise bringen wird und dass verstärkte private Investitionen die Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen. Der Staat soll dann aus Steuern und Zöllen finanziert werden.

Ausländische Unternehmen sollen in den USA produzieren, wenn sie Zölle vermeiden wollen. Das schafft Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, und wer aus dem Ausland seine Waren auf dem amerikanischen Markt anbieten will, muss halt eben Zölle zahlen, so die einfache Rechnung. Es geht ihm darum, „unsere Zölle, Abgaben und alle Einnahmen aus ausländischen Quellen einzutreiben“(5). Damit will er den amerikanischen Bürger helfen, denen er im Wahlkampf fest versprochen hat, „Trinkgeld, staatliche Renten und Überstunden steuerlich zu entlasten“(6).

Teurer Irrglauben

Wenn seine Versprechen und Ideen auch vielleicht gut gemeint waren, so ruhen diese Gedankengebäude auf dem schwachen Fundament von Trumps Wunschträumen und wirtschaftlicher Unkenntnis. Weil Trump ein erfolgreicher Unternehmer ist, halten viele seiner Anhänger ihn deshalb auch für einen Fachmann in wirtschaftlichen Belangen. Er scheint zu glauben, dass alles ganz einfach ist, wenn man nur will. In dieser Vorstellung von Allmacht genügt ein Federstrich unter einer Verordnung. Aber die Wirklichkeit ist anders, als Trump und seine Anhänger sich vorstellen.

Einfuhrzölle trugen im Jahr 2023 nur 80 Milliarden Dollar zu den Staatseinnahmen der USA bei, was einem Anteil von etwa 2 Prozent entsprach. Dagegen werden mehr als 75 Prozent der Staatseinnahmen aus Einkommen gehoben. Wollte Trump seine Ankündigungen wahrmachen und diese Mittel aus anderen Quellen erwirtschaften, „müssten Importzölle auf 70 Prozent steigen“(7). Aber selbst dann bliebe noch das Defizit von fast zwei Billionen Dollar (2000 Mrd) im amerikanischen Staatshaushalt.

Auch in Bezug auf die Stimmung und Wünsche der Wirtschaft sitzt er seinen eigenen Irrungen und Wirrungen auf. Dass er „auf Drängen der amerikanischen Autobauer die Zollerhöhung abermals um einen Monat auf den 2. April verschoben“ hat(8), zeigt, dass es nicht nur Unternehmen aus dem Ausland sind, die die Zölle ablehnen. Ganz erheblicher Widerstand gegenüber seiner Politik kommt aus der heimischen Wirtschaft selbst, die er zu schützen glaubt.

Amerikanische Unternehmen sind angewiesen auf billige Vorprodukte aus anderen Teilen der Welt. Die amerikanische Autoindustrie kann allein durch die „Arbeitsteilung mit Mexiko und Kanada erschwingliche Autos produzieren“(9). Diese Arbeitsschritte nun in die USA zurückzuholen, löst nicht das Problem der mangelnden Konkurrenzfähigkeit. Diese liegt nicht nur im Preis, sondern letztlich auch darin, dass „Ausländer Produkte geliefert haben, die Amerikaner gerne kaufen wollten“(10). Das kann man durch Zölle nicht lösen.

Trump hofft, dass er durch Zölle ausländische Unternehmen zur Ansiedlung in den USA bewegen kann. Die Zusage des Chipherstellers TSMC sieht er als Beweis für die Richtigkeit seiner Theorien und der darauf fußenden Politik. Aber das ist nur einer, ein weithin sichtbarer Leuchtturm. Die meisten großen Unternehmen haben schon Produktionsstätten in den USA, allein schon aus Gründen des Marktvolumens und der Vermeidung der bisherigen Zölle. Doch die Ansiedlung neuer Unternehmen genügt alleine nicht, man muss auch über die entsprechend qualifizierten Arbeitskräfte verfügen. Ohne diese kann keine Industrie aus dem Boden gestampft werden beziehungsweise die Produktion aufnehmen. Aber Arbeitskräftemangel bedeutet steigende Löhne als weitere Belastung.

Trump scheint zu glauben, dass der gute Wille und große Ankündigungen genügen, damit die amerikanische Wirtschaft wieder auf die Beine kommt. Er scheint nicht zu erkennen oder wahr haben zu wollen, dass die USA in weiten Teilen der Industrieproduktion sind nicht mehr konkurrenzfähig sind. Das jedoch ist der Grund für die Handelsbilanzdefizite mit fast allen Ländern der Welt. Doch auch in den Bereichen, wo die USA bisher eine Vormachtstellung innehatten, der IT-Technologie, dem e-Commerce und der Rüstungsindustrie, kommen sie immer mehr unter Druck.

In den ersten beiden holt China immer mehr auf wie Huawei, Deep-Seek sowie Temu und Shein zeigen. Im Bereich der Rüstung dürften die Umsätze der US-Waffenschmieden sinken, wenn die Europäer sich von amerikanischen Rüstungsgütern unabhängiger machen wollen und einer eigenen Produktion den Vorzug geben. Vor allem aber ist damit zu rechnen, dass die russischen Erzeugnisse nach dem Kriegsende den amerikanischen erhebliche Konkurrenz machen werden. Denn diese sind kampferprobt und den Anforderungen moderner Kriegsführung angepasst. Einzig die Vorherrschaft des Dollars und die Größe seines Marktes schützen die USA noch vor wirtschaftlichem Bedeutungsverlust. Aber Geld verdienen dort immer weniger die Amerikaner selbst.

 

Quellen

(1)  FAZ 12.3.2025: Die Trump-Wirtschaft schwächelt

(2) https://de.tradingeconomics.com/united-states/michigan-inflation-expectations

(3) FAZ 12.3.2025: Die Trump-Wirtschaft schwächelt

(4) ebenda

(5) FAZ 21.2.2025 Trump will den Fiskus dichtmachen

(6) FAZ 14.2.2025: Der Erwachsene in Trumps Kabinett

(7) FAZ 21.2.2025 Trump will den Fiskus dichtmachen

(8) FAZ 17.3.2025: Bedrohte Milliarden in Mexiko

(9) FAZ 21.3.2025: Befreiung à la Trump

(10) ebenda

 

Rüdiger Rauls ist Reprofotograf und Buchautor. Er betreibt den Blog Politische Analyse.

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42 Kommentare

  1. Wie viele Artikel von Herrn Rauls soll es denn noch geben, in denen er stets auf die gleiche Weise Trumps Politik schlecht redet und Referenzen immer nur aus der FAZ.

    Warum wird nicht gleich die FAZ verlinkt, dann kann man sich Rauls sparen.

    Ich würde mir auch mal andere Themen wünschen.
    ZB die geplante Aussperrung russischer Teilnehmer an den 80 J Feiern zum Sieg über den Faschismus in Deutschland. Siehe die „Handreichungen“ des AA dazu.
    Ausgerechnet der Rechtsnachfolger der Siegermacht Sowjetunion, die die meisten Opfer für den Sieg über den Hitler-Faschismus erbracht hat, soll ausgesperrt werden.
    Und das von den deutschen Enkeln jener Nazi-Generation, die damals besiegt wurde.
    Unglaublich!

    1. Wenn Sie anderen Themen wünschen, schreiben SIE doch was. Wir Autoren sind doch nicht die Weihnachtsmänner, an die man Wunschzettel schreiben kann. Statt Ansprüche zu stellen, sollten Sie mal lieber versuchen, den Hintern hoch zu bekommen. Dann noch maulen, wenn man in einem Beitrag nicht die Quellen präsentiert bekommt, die man sich wünscht.
      Bei einigen geht schon die Klappe runter, wenn sie die FAZ als Quelle sehen, ohne mal genau hinzuschauen, WIE diese Quelle benutzt wird, darauf schauen solche Mauler wie SIE schon gar nicht mehr. Sie merken nicht einmal, dass diese Quellen GEGEN die herrschenden Sichtweisen eingesetzt werden.
      Wenn Sie empört sind darüber, dass die Nachfolger der SU ausgesperrt werden, so stehe ich voll und ganz auf Ihrer SEite. Nur: Was hat das mit meinem Thema zu tun? Ich unterstütze Ihr Anliegen, aber ich bin nicht der, der es zu erfüllen hat, nur weil SIE es nicht selbst anpacken.

      1. Kicher:
        „ Wir Autoren sind doch nicht die Weihnachtsmänner, an die man Wunschzettel schreiben kann“

        Ich stimme mit dem TO nicht überein. Etwas mehr Kritik und weniger Gefolge wäre vielleicht aber lesenswerter.
        Aber ich will ja nicht meckern. Nicht die Leser bestimmen…

      2. @Rüdiger Rauls.

        Sie haben da was missverstanden.
        Mein Wunsch nach einem anderen Thema, zB 80 J Sieg über den Hitler-Faschismus und Aussperrung von Vertretern Russlands, richtete sich nicht am Sie, sondern an die OT Redaktion.
        Ich denke, es gibt zu diesem Thema qualifiziertere Autoren.

        Wenn Sie Kritiker an ihren Artikeln über Trump als „Mauler“ bezeichnen, so ist mir das zu konfrontativ. Ich werde ihnen nicht den Gefallen tun, darauf einzugehen.

        Nur soviel: Artikel, welche Trumps Politik generell niedermachen gibt es zuhauf in den Mainstreammedien (egal ob inhaltlich zutreffend oder nicht), sowas brauche ich nicht noch auf Overtone zu lesen.

        Overtone ist vor allem desshalb interessant, weil es Themen publiziert, die in der Mainstream Presse verschwiegen werden.

      3. Trump, Trump und nochmal Trump.
        Warum zB Innenpolitisches berichten, wo gerade eh nix spannendes passiert, gelle?
        OT weiß darüber fast nichts dergleichen zu berichten.
        Passt offenbar nicht zur Agenda von Overtone.
        Dann – wie open – zum wiederholten Male doch lieber den geneigten und kritischen (igitt!) Leser anpöbeln, der solches völlig zu Recht einfordert.

        Da lese ich doch lieber das goldene Blatt, Blitz Illu und Bild der Frau beim Friseur….intellektuell gehaltvoller ist es dort allemal….und informativer.

      4. Zum Vorteil von Herrn Rauls spielt beim Overton-Maganzin bei der Wahl der Autoren deren Kritikfähigkeit ganz offensichtlich keine Rolle.

      5. Rüdiger, einfache Logik, Coroner schreibt doch was, in das relativ zensurfreie Forum von Overton. Irgendwie scheint das seltsamerweise die Logik eines Forums zu sein. Jemand schreibt Artikel, meist Meinungsartikel, um die eben in irgendeine Richtung zu befördern. Wie z.B. hier:

        Corona und die Linke | Von Rüdiger Rauls
        Ein Standpunkt von Rüdiger Rauls.

        Nach der Sommerpause trifft die zweite Welle der Pandemie die westlichen Gesellschaften weitgehend unvorbereitet. Im Streit der Zuständigkeiten und Interessen war wertvolle Zeit verplempert worden. Dennoch sind die Zustimmungswerte der Regierenden nicht gefährdet. Linke Kritik, wenn überhaupt vorhanden, bleibt weitgehend wirkungslos.
        (…)
        Die politische Ratlosigkeit und Widersprüchlichkeit der Linken wird besonders deutlich an der Kritik gegenüber den deutschen Corona-Maßnahmen, denen alles Mögliche unterstellt wird, nur nicht das ernsthafte Interesse an der Gesundheit der Bevölkerung. So bezweifelt beispielsweise der sich links gebende Wirtschaftsjournalist Ernst Wolf, dass „den Politikern die Gesundheit von uns allen plötzlich so wichtig, dass sie ihr alles andere unterordnen.“(2) Daraus spricht eine Menschenfeindlichkeit, die nicht als eigene wahrgenommen, sondern anderen angelastet wird.

        Solche sich antikapitalistisch gebende Kritik ist besonders unter Linken weit verbreitet. Sie ignoriert aber weitgehend die Pandemie als eine weltweite Erscheinung, gegen die nicht nur die deutsche Regierung vorgeht. Diese national beschränkte Sicht übersieht, dass weltweit die Regierungen bemüht sind, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Sie ignoriert, dass die Zahlen dort dramatischer sind, wo Regierungen wie die amerikanische und brasilianische das Infektionsgeschehen verharmlosen wie sie selbst.

        https://web.archive.org/web/20210730004707/https://kenfm.de/corona-und-die-linke-von-ruediger-rauls/

        Und wenn es ein Forum dazu gibt, schreibt jemand was dazu, wie hier:

        Burghard Lehmann sagt:
        23. November 2020 um 18:37 Uhr

        Dieser Beitrag ist unerträglich, besonders so kurz nach dem wunderbaren Interview mit Wolfgang Wodarg. Aber bitte Leute, nicht auf Ken schimpfen! Der hat mehrmals gesagt, dass er auf seiner Platform auch andere Meinungen zu Wort kommen lassen will. Recht hat er!
        Zum Antworten anmelden

        Uli_68 sagt:
        23. November 2020 um 18:49 Uhr

        Is aber schon ein bisserl arger Tobak! Will Ken damit seine grenzenlose Toleranz beweisen?
        Mit dem hier verzapften Quatsch wäre das etwas infantil!

        https://web.archive.org/web/20210730004707/https://kenfm.de/corona-und-die-linke-von-ruediger-rauls/#comment-210342

        Wegen Hintern hoch bekommen, in wessen Interesse?

      6. Herr Rauls, lassen sie sich nicht beirren. Rational heißt immer realitätsbasiert. Und viele Zeitgenossen haben das aus dem Auge verloren. Ich nenne das „Ideologieverseucht“. Und wie immer, man kann es nicht allen Recht machen.

    2. Das geschieht Ihnen recht!
      „Meckern“ UND Widerworte geben – ja wo sind wir denn hier?😬

      Dankbarkeit für’s Schreiben über xy (wurde im Übrigen schon vom Herrn der Feder eingefordert) ist das Gebot der Stunde, äh.. Zeit, ..äh Zeiten!🫡🤫😂

    3. @Coroner:
      Trumps Politik muss man nicht schlecht reden. Trumps Politik ist schlecht. Er ist Präsident des größten imperialistischen Landes, wer also von einem US-Präsidenten – egal von welchem, die nehmen sich alle nix – eine Friedenpolitik, eine Politik für die arbeitende Bevölkerung erwartet, der sollte sich aus politischen Diskussionen heraushalten und nicht R.R. unterstellen, er schreibe zu einseitig.

      1. Zitt:
        „…wer also von einem US-Präsidenten – egal von welchem, die nehmen sich alle nix – eine Friedenpolitik, eine Politik für die arbeitende Bevölkerung erwartet, der sollte sich aus politischen Diskussionen heraushalten und nicht R.R. unterstellen, er schreibe zu einseitig.“

        Meinen Kommentar nicht gelesen?

        An keiner Stelle schreibe ich, dass ich von Trump Friedenspolitik oder etwas für die arbeitende Bevölkerung erwarte.
        Selbst wenn ich oder ein anderer es täte, wäre dies lange kein Grund, dass sich so jemand aus der Diskussion heraushalten sollte.

        Ich schrieb auch nicht, dass RR zu einseitig schreibe.

        Ich schrieb vielmehr, dass man das, was RR schrieb in jedem x-beliebigen Main Stream Blatt lesen kann und dass ich das nicht auch noch auf OT zu lesen brauche.

        Also bitte genauer lesen!

        1. @ Coroner:
          Dieses X-beliebige Mainstream-Blättchen würde ich gern käuflich erwerben.
          „….er stets auf die gleiche Weise Trumps Politik schlecht redet und Referenzen immer nur aus der FAZ.“ Zitatende.
          Auf welche Weise soll denn die Politik dieses Herrn beschrieben werden, dass Sie zufrieden wären? Welches MSM soll Rauls zu Rate ziehen? Gar keines? „BILD“ „BUNTE“?
          In der FAZ – immerhin das Medium der BOSSE – steht täglich dass, was das Kapital von der ihm hörigen Politik erwartet. Ob Innen – oder Außenpolitik.

  2. „Die wirtschaftliche Situation der meisten Menschen in den USA hat sich kaum verbessert.“

    Wie soll das denn von jetzt auf gleich funktionieren ohne abzuwarten wie es sich entwickelt???

    Wollen wir doch erstmal abwarten was unser aller,Gröfritz und im Huckepack vdL ausser Sozialraub und Kriegslust so bewerkstelligen.

  3. „Die wirtschaftliche Situation der meisten Menschen in den USA hat sich kaum verbessert.“

    Wie soll das denn von jetzt auf gleich funktionieren ohne abzuwarten wie es sich entwickelt???

    Wollen wir doch erstmal abwarten was unser aller,Gröfritz und im Huckepack vdL ausser Sozialraub und Kriegslust so bewerkstelligen.

    Immer erst vor der eigenen Türe kehren!

  4. „Doch der Erfolg seiner Mission stützt sich nicht auf amerikanische Stärke, sondern vielmehr auf die Schwäche der Ukraine. Diese ist abhängig von den Waffen, dem Geld und sonstigen Hilfen der USA und dadurch erpressbar“.
    Die Ukraine tut alles, um die Friedensbemühungen zu torpedieren, allein in der letzten Nacht hat sie 14 Energieversorgungsanlagen angegriffen.
    Herr Rauls schreibt Blödsinn. Propagandistischen Blödsinn. Gut, dass er damit gleich vorn anfängt, so brauche ich den Rest nicht zu lesen.

    1. Was daran ist Blödsinn, was propagandistisch?
      Ansonsten sehr gute Entscheidung, aufzuhören, wenn der erste Satz schon nicht ins Weltbild passt.

      Das scheint um sich zu greifen: Ich lese nur, was meine Sichtweise bestätigt. Andere Ansichten meiden. Kann man machen, darf man sich nur nicht wundern, wenn am irgendwann die Welt nicht mehr versteht.

      1. „Doch der Erfolg seiner Mission stützt sich nicht auf amerikanische Stärke, sondern vielmehr auf die Schwäche der Ukraine. Diese ist abhängig von den Waffen, dem Geld und sonstigen Hilfen der USA und dadurch erpressbar“.
        Die Ukraine tut alles, um die Friedensbemühungen zu torpedieren, allein in der letzten Nacht hat sie 14 Energieversorgungsanlagen angegriffen.
        Herr Rauls schreibt Blödsinn. Propagandistischen Blödsinn. Gut, dass er damit gleich vorn anfängt, so brauche ich den Rest nicht zu lesen.
        xxxxxxxxxxx
        Der Satz entspricht nun mal nicht dem, was wir beobachten.
        Beobachten kann man, dass die Ukraine sich von Trump nicht erpressen lässt und das Gegenteil von dem tut, was Trump versucht zu erreichen, einen Waffenstillstand in Bezug auf Energieanlagen.
        Ich halte es für Blödsinn, das Gegenteil zu behaupten. Da ich nicht glaube, dass sie blöd sind, ist es Propaganda.
        Sollten sie tatsächlich glauben, was sie schreiben, nehme ich die Propaganda gerne zurück.
        Dass ich nicht weitergelesen habe, hat nichts mit meinem Weltbild zu tun. Wenn schon in ersten Sätzen Worte verbreitet werden, die den beobachtbaren Tatsachen widersprechen, lohnt es sich nicht weiterzulesen.
        Da ich gerne lese, fällt es mir grundsätzlich schwer, einen angefangenen Artikel nicht zu Ende zu lesen.
        Zum Weltbild kann ich nur bemerken, ich kenne keine Zeitung die mein Weltbild wiedergibt.

        1. @bonnie schreibt:
          …..dass die Ukraine sich von Trump nicht erpressen lässt….
          Wenn ich so einen Schei… lese, wird mir klar, hier schreibt ein F(l)achmann. da lese ich doch lieber R.R.
          Mann, oh, mann ………hier laufen Leute rum. Kein Wunder, das es in Deutschland so aussieht wie es aussieht.

  5. Doch der Erfolg seiner Mission stützt sich nicht auf amerikanische Stärke, sondern vielmehr auf die Schwäche der Ukraine.

    Eher darauf, dass er den Angriff der USA auf Russland wegen Erfolglosigkeit abgeblasen hat, also sogar auf ein (stillschweigendes) Eingeständnis der eigenen Schwäche. Auf die Schwäche der Ukraine dagegen stützte sich das ganze Unternehmen von Anfang an.

    Er scheint nicht zu erkennen oder wahr haben zu wollen, dass die USA in weiten Teilen der Industrieproduktion nicht mehr konkurrenzfähig sind.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Vielleicht zielt seine Strategie gar nicht so sehr auf einen Ausgleich der Handelsbeziehungen als auf eine gewisse Autarkie der amerikanischen Wirtschaft, eine weitgehende Selbstgenügsamkeit durchaus nach russischem Vorbild. Die Globalisierung scheint jedenfalls auch abgeblasen zu sein.

    Die Erwartung, dass eine solche Rosskur innerhalb von Wochen oder Monaten sichtbar positive Ergebnisse zeigt, scheint aber so oder so etwas arg überzogen.

    1. @renard:
      „Die Globalisierung scheint jedenfalls auch abgeblasen zu sein.“ Aha. Trump der Teufelskerl. Der Milliardär Trump legt sich mit seiner Klasse an. Er macht jetzt Politik für die „kleinen Leute“. Senkt den Rüstungsetat um jährlich 10% und tritt aus der NATO aus. Lässt auf den Jemen nur Wattebäuschchen regnen. Macht aus dem Gaza ein Paradies für Urlauber und seine Sanktionspolitik/Zollpolitik sorgt dafür, dass in allen betroffenen Nationen – und es sind fast alle betroffen – Freudentänze aufgeführt werden.
      Aber mal im Ernst: wer glaubt ein US-Präsident würde keine imperialistische Politik machen – er muss es!! – der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

  6. „Die Erwartung, dass eine solche Rosskur innerhalb von Wochen oder Monaten sichtbar positive Ergebnisse zeigt, scheint aber so oder so etwas arg überzogen.“
    Schön und gut. Erzählen Sie das mal Trump. ER ist doch derjenige, der mit seinen vollmundigen Ankündigungen diese Erwartungen geweckt hat. ER stellte doch in Aussicht, den Ukrainekrieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden, die Defizite der USA im Handumdrehen aus der Welt zu schaffen. Er ist doch derjenige, der nur in Superlativen daherredet. Und dann gibt es in den USA, aber hierzulande solche Gesundbeter, die den ganzen Unsinn von Trump noch schönreden und nicht wahrhaben wollen, dass er ein Maulheld ist, der von den meisten Dingen, die er vorgibt regeln zu können, nicht viel versteht.
    Das einzige, was Trump gut kann, ist anderen zu drohen und Schwächere einzuschüchtern. DArauf beruhte sein Geschäftsmodell als Unternehmer. Er ist bekannt dafür, dass er Rechnungen nicht bezahlte oder Gläubiger so lange prozessieren ließ, bis denen die Luft ausging. Das versucht er nun auch in der Politik. Aber die Russen und Chinesen sind keine Handwerker, die von ihm abhängig sind. Der Großteil der Welt erkennt das, nur Trump und einige seiner Fans nicht.
    Für viele ist er der Hoffnungsträger. Aber welche Hoffnungen sind das, die sie und SIE sich machen. Glauben SIE, dass Trump eines unserer oder Ihrer Probleme löst, dass Sie ihm so die Stange halten. Vllt gelingt es ihm, die Ukarine zum Frieden zu drängen. Das wäre wirklich ein Erfolg für die Welt. Aber auch das geht nur, wenn Russland mitspielt.

    1. Schade, nur wieder eine Schmähkritik mit haltlosen Unterstellungen. Wenn ich sage, dass seine Strategie vielleicht eine andere ist, sage ich noch lange nicht, dass ich sie für erfolgversprechend hielte oder gar, dass Trump sie mit den Mitteln, die er einsetzt auch erreichen könnte. Und daraus dann auch noch schließen zu wollen, dass ich ein ‚Fan‘ wäre oder ihm gar ‚die Stange hielte‘, damit er meine Probleme löse – meine Güte. Es ist wirklich schade, dass man mit Ihnen offenbar so überhaupt nicht sinnvoll diskutieren kann.

  7. „Die russische Führung ist sich in ihrer sehr rationalen Art über die eigenen Interessen im Klaren, auch über die eigenen Stärken und Schwächen.“

    #

    Vor allem ist man sich in Russland sehr bewußt darüber, was Versprechen des Westens und erst recht Zusagen Kiews wert sind. Man hat es offenkundig mal wieder ausgetestet, und den USA gegenüber die Zusage gemacht, Energieinfrastrukturen zunächst nicht mehr zu beschießen, um dann weitere Schritte zu einem kompletten Waffenstillstand in den nächsten Gesprächen zu erörtern. Dieser „Minimalkompromiß“ war übrigens eine „Idee“ Kiews und der „Koalition der Willigen“ von deren Treffen in London, das Trump dann Putin übermittelte. Putin sagte Trump dies als erste Maßnahme zu und beendete umgehend den Beschuß dieser Ziele. Und noch in derselben Nacht griff die Ukraine demonstrativ eine Gasverdichterstation und ein Öllager in Russland an! Wobei wir seit den kürzlichen Veröffentlichungen der NYT auch offiziell wissen, was zuvor als „russische Propaganda“ geframet wurde, nämlich daß nahezu alle diese Angriffe in Russland mindestens die Mitarbeit der USA als Lieferant von Satellitenaufklärungsdaten erfordern, wenn sie nicht sogar komplett selbst ausgeführt werden, weil die Ukraine die entsprechenden Waffensysteme (Himars etc.) gar nicht selbst programmiert.

    Klar, daß Moskau dann im nächsten Gespräch unnachgiebiger war. Da nützt es auch nichts, wenn Trump angeblich von Putin „pissed“ war, wie frohlockend die Tagesschau meldete, und das als „wieder mal typisch der Russe“ verkaufte – weil man die Angriffe der Ukraine gegen die selbst als Ziele untersagten Energieinfrastrukturen zuvor natürlich mal wieder unterschlagen hatte. Nicht unterschlagen hatte man dagegen den Scheiß, den Selenski von sich gab, als er laut klagte, „daß Russland mal wieder bewiesen hätte, nicht an einem dauerhaften (!!!!) Waffenstillstand interessiert zu sein“. Der war noch gar nicht Thema, sondern nur Kiews Unsinn mit den Energieinfrastrukturen! Aber das wurde natürlich von der Tagesschau nicht „eingeordnet“.

    Wie wirksam diese Dummpropaganda leider immer noch ist, zeigt eine Umfrage der ARD zur „Sonntagsfrage“, nach der 65% aller Befragten „Sorge hätten, daß Russland nach der Ukraine weitere europäische Staaten angreife“….

    Es gibt noch viel zu tun.

    1. Letzteres kann man unter „garbage in garbage out“ abhaken.
      Die Einen verblöden die Leute, die Anderen beklagen sich darüber, wie blöd die Leute seien. Propaganda wirkt – leider. Ich kann nur dazu raten, geduldig dran zu bleiben beim Versuch der Aufklärung ohne Besserwisserei. Das ist anstrengend, oft deprimierend und manchmal zum Verzweifeln – aber was ist die Alternative?

  8. Trump, Trump und nochmal Trump.
    Warum zB Innenpolitisches berichten, wo gerade eh nix spannendes passiert, gelle?
    OT weiß darüber fast nichts dergleichen zu berichten.
    Passt offenbar nicht zur Agenda von Overtone.
    Dann – wie open – zum wiederholten Male doch lieber den geneigten und kritischen (igitt!) Leser anpöbeln, der solches völlig zu Recht einfordert.

    Da lese ich doch lieber das goldene Blatt, Blitz Illu und Bild der Frau beim Friseur….intellektuell gehaltvoller ist es dort allemal….und informativer.

    (Ist als Kommentar aus Versehen oben unter dem von @ Coroner reingekommen…..)

  9. Die Mannschaft um Trump ist angetreten, alle politischen und wirtschaftlichen Bindungen der USA zu kappen. Das Ziel ist eine souveräne USA, ohne imperiale Bindungen. Eine USA, die gemeinsam mit den anderen Grossmächten Russland, China, Indien die Welt neu ordnen wird. Dazu sind die Vasallen des ehemaligen transatlantischen Imperiums nur Ballast.
    Was Trump mit den Zöllen macht, ist die Zerstörung der neoliberalen, angelsächsischen Globalisierung. Es werden mehrere souveräne Wirtschaftsblöcke entstehen.
    Die Artikel in der FAZ sind nur das depressive Geheule einer verlassenen Frau, die es nie gelernt hat, auf eigenen Füssen zu stehen. Und die aus Angst vor der Selbständigkeit mit Hass, Hetze und Gewaltphantasien agiert.
    Das deutsche Wirtschaftsmodell, das mit innerer Abwertung einen Vorteil auf Exportmärkten erzielte und die Reichen noch reicher machte, ist vorbei. Da unsere “ Ökonomen“ nie gelermt haben, etwas anderes als die Chikagoer Schule des Neoliberalismus zu predigen, ist die Ratlosigkeit gross. Das Ergebnis sind solche Artikel oder die verbalen Gewaltphantasien eines Robert Habeck bzw. Antonia Hofreiter …
    Die bundesdeutschen “ Eliten“ haben willig den Krieg gegen Russland mitgemacht. Und das Konzept des „grünen Kapitalismus“ ( Energiewende…) verfolgt. Beide Konzepte sind gescheitert. Jetzt ist die Ratlosigkeit gross…

  10. Niemand muss meine Artikel lesen! Lasst lieber gleich die Finger davon, denn ich werde weiterhin die FAZ zitieren. Mich wundert, dass sich immer wieder dieselben darüber aufregen, nie aber jemand von denen nach den Gründen fragte, warum ich das mache. Ich verstehe, Ihr wollt nicht mit dem Mainstream in Kontakt kommen. Ihr wollt saubere Informationen, alterative, solche wo IHR sicher sein könnt, dass IHr Euch keine Gedanken machen müsst. Solche Informationen, mit denen Ihr auf der richtigen Seite steht. Man muss den Text dann nicht verstanden haben, es reicht, wenn man weiß, dass er auf einem alternativen Forum stand. Dann ist man auf der richtigen Seite, auf der guten. Dann ist man auch kein Schlafschaf und kann sich überlegen fühlen, weil man sich ja alternativ informiert.
    Ob das Ganze, was man da liest, Sinn macht, interessiert nicht. Es steht ja auf einem alternativen Medium. Aber wehe, dort steht ein Text, in dem der Mainstream als Quelle zitiert wird. Zu Hilfe! Dann weiß man nicht mehr, was richtig ist. Dann sucht man Haare in der Suppe. Man achtet nicht mehr darauf, ob die Suppe nahrhaft ist. Nein, da ist ein Haar und das heißt FAZ. Meine Güte, seid IHR borniert! DAs Problem ist, dass da Artikel sind mit Mainstream-Quelle, die einen Inhalt vermitteln, der NICHT im Interesse des Mainstream ist, aber mit den Quellen aus dem Mainstream. Aber IHR merkt es noch nicht einmal, dass hier mit den Quellen des Mainstream gegen den Mainstream und seine Absichten argumentiert wird. Das heißt aber, man kann auch aus solchen Quellen schöpfen und Beiträge schreiben, die Zusammenhänge herstellen. Nur man muss es auch können. Man muss wissen, worauf es bei den Quellen ankommt. Das gitl für den Mainstream genau so wie für die alternativen Medien. Man muss wissen, was an den Inhalten wichtig ist und worauf es ankommt. Das aber können die meisten der Meckerer NICHT.
    Immer wieder erlebe ich bei den Lesern der Alternativen, dass sie nicht verstehen, was sie lesen. Wenn man dann nachfragt und um Erklärung bittet, bekommt man keine Erklärung sondern einen Link, den man aufrufen soll. Dort soll dann stehen, was man lesen soll und was aber der Empfehlende nicht erklären konnte. Er hat einfach nicht verstanden, was er gelesen hat. wusste aber dass es richtig ist, weil es ja bei den alternativne stand.
    Und dann kommt einer und zitiert die FAZ und bringt dieses Weltbild durcheinander. Das wollen Sie nicht lesen. Sie wollen nur lesen, was das eigene Weltbild bestätigt. Darauf glauben Sie Anspruch zu haben. WEnn nicht gibts Autorenschelte.
    Ihr könnt mich ruhig kritisieren, aber mit Respekt vor meiner Arbeit und der der anderen Autoren. Mich ärgert nicht, dass Ihr anderer Meinung seid. Mich ärgert, dass IHR meine Meinung nicht ertragen könnt. IHR seid die Beleidigten, nicht ich. Ihr könnt es nicht haben, wenn Euer Weltbild in Frage gestellt wird. Ja ich bin mitunter sehr ruppig zu dem einen oder andern. Aber nicht, weil man anderer Meinung ist als ich, sondern weil Ihr keinen Respekt habt vor der Arbeit, die sich Autoren wie ich hier machen. Ich glaubt Ansrpüche stellen zu können, habt aber nicht den Anspruch an Euch, die Arbeit anderer zu würdigen. Ich hoffe, dass Ihr wenigstens so viel Respekt vor Overton habt, dass IHr deren Arbeit fianziell unterstützt. Aber meistens sind ja die größten Meckerer auch die geizigsten.

    1. Hallo lieber Herr Rauls, ich lese Ihre Meinung hier immer wieder gerne, auch wenn ich nicht immer Ihre Meinung teile.

      Zum Artikel: Die USA haben ein (selbstgemachtes) Problem, das sich ‚Fertigungstiefe‘ nennt. Durch die Jahrzehnte lange Verlagerung der Produktion ins Ausland, fehlt der US Industrie schlicht das Know How um alle Bereiche der Produktion abzubilden. Das wird weder Trump, noch jeder andere Präsident in kurzer Zeit lösen können.

      Was die Zölle angeht, darf ich auf einen Artikel von Flassbeck verweisen, der es in gewohnter Weise ganz gut auf den Punkt bringt: https://www.relevante-oekonomik.com/2025/04/03/us-zoelle-trump-hat-recht-sein-faktenblatt-zerstoert-den-deutschen-merkantilismus/
      Ich weiß dass Sie Flassbeck nicht mögen, bzw seinen Einlassungen nicht folgen mögen. Habe aber von Ihnen noch keine ernsthaft stichhaltige Erwiderung gefunden. Haben Sie eine? Würde gerne Ihre Meinung dazu lesen.
      Herzliche Grüße!
      ..btw, ich unterstütze Overton quasi seit Gründung mit dem Höchstbetrag der hier über den Dienstleister angeboten wird 😉

    2. Ein paar Gedanken zu ihrem Artikel:

      1. „als hätte Trump außenpolitisch mehr Erfolge vorzuweisen als innenpolitisch:“ Das ist so von Amerikanern gewünscht. Ein amerikanischer Präsident hat innenpolitisch nur sehr wenig zu sagen. Der Präsident ist in erster Linie ein ranghoher Verwaltungsbeamter der Bundesbehörden leitet hat aber innenpolitisch ansonsten nichts zu sagen. Innenpolitisch ist ein örtlicher Sheriff (der in den USA gewählt wird und technisch mit einem deutschen Landrat vergleichbar ist) mächtiger als der Präsident. Ein Deutscher der sowas nicht weiß und sich über Trump wundert, sollte vielleicht keine Artikel über die USA/Trump schreiben.

      2. „Was aussieht wie ein Erfolg Trumps, ist in Wirklichkeit ein Zugeständnis Putins“: Der Fachbegriff dafür ist Diplomatie. Und mal ehrlich, jenseits der Propagandablase, was hat denn der Westen zu bieten? Der Westen ist politisch, moralisch, energetisch, bildungstechnisch und neuerdings auch militärisch bankrott und steht mit runtergelassenen Hosen vor der Weltöffentlichkeit. Trump agiert so wie er agiert, weil die USA keine anderen Möglichkeiten mehr haben. Menschen außerhalb gewisser Filterblasen wissen auch darum. OT hat ein freies Forum, in dem sich Leser gegen seltsame Artikel wehren können. Die FAZ erlaubt aus gutem Grund kein freies Forum.

      3. „Weil Trump ein erfolgreicher Unternehmer ist, halten viele seiner Anhänger ihn deshalb auch für einen Fachmann in wirtschaftlichen Belangen.“ Bezüglich Einfuhrsteuern: Auch hier springen Sie zu kurz, ihr Wirtschaftsverständnis ist vergleichbar dem vom Herrn Habek. Die Realität ist, dass die wirtschaftlichen Probleme der USA immens sind. Im Rahmen eines Postings kann ich die Komplexität nicht näherungsweise darstellen. Stichwort etwa die stattgefundene Deindustrialisierung der USA, der Besitz der Weltleitwährung (zwei sich gegenseitig ausschließende Konzepte), die Auflösung des amerikanischen Imperialismus bzw. die Auflösung des Westens als einen Machtblock zugunsten einer Multipolaren Welt oder die Überdominanz linker Ideen in der Politik. Die Zölle sind ein Versuch der USA in der kommenden, neuen Weltordnung einen guten Start zu geben, in dem man kurzfristige Schmerzen in Kauf nimmt.

      4. „Das jedoch ist der Grund für die Handelsbilanzdefizite mit fast allen Ländern der Welt.“ Nein, es ist andersherum. Das Handelsbilanzdefizit entstand, unter anderem, durch die amerikanische Dominanz an den internationalen Rohstoffmärkten. Wenn Drittstaaten Dollar benötigen, um Rohstoffe zu handeln, müssen sie die Dollars aus den USA holen und das geht nur durch Verkauf von Produkten in die USA. Die Leitwährung hat kurzfristig (ok, einige Jahrzehnte) bewirkt, dass es den USA wirtschaftlich besser geht, als es die eigene Industrieleistung ermöglichte und hat langfristig zur Deindustrialisierung geführt.

      Das sind vier substanzielle Fehler in einem recht überschaubaren Artikel. Und deshalb wird Ihr Artikel abgelehnt.

    3. Ich glaube ganz fest daran, das Sie hier die beleidigte Leberwurst spielen und Kritik nicht ertragen können.
      Ein Teil der Leserschaft mag sich ja unangemessen ausgedrückt haben. Doch wenn man Kritik überhaupt nicht ertragen kann, empfehle ich eine weisse Weste, mit Schnüren hinten und gepolsterte Wände.

      Ich schätze ihren Artikel, nicht ihr Verhalten

  11. Seit einiger Zeit habe ich immer öfter das Gefühl, daß es für manche Leute am einfachsten und am besten wäre, wenn sie sich die Nachrichten, die sie gerne lesen möchten gleich selber schreiben. Spart eine Menge Tipperei und Gemecker. Allerdings beantwortet das noch nicht die Frage, woher diese Leute ihr genaues Wissen beziehen. Irgendwo muss doch diese Nachrichtenquelle sein, wo nur die Wahrheit, die reine Wahrheit berichtet wird….. 🤔

    Oder hat jeder nur seine Meinung – und was davon abweicht ist sowieso falsch? Wie passt das zusammen?

  12. Was man Trump vor allem vorwirft, sind seine Radikalität und seine Eile. Trump hat genau bis zu den midterm elections Zeit, um einen Erfolg zu erzielen, sonst ist es mit seiner Politik aus. Er kann nur durch einen Blitzkrieg siegen.

  13. Das habe ich eben gelesen. „Die Abkehr war zunächst wirtschaftlicher Natur und bestand in der Verfälschung der freien Marktwirtschaft zu einer Herrschaft privilegierter Konzerne. An der Benachteiligung der fairen kleineren Marktteilnehmer, unter anderem durch bürokratische Hürden und selektive Steuern, wirkt der Staat bis heute mit. Diese schleichende Untergrabung des freiheitlich-demokratischen Systems konnte jedoch nur im Ambiente einer unkritischen Medienlandschaft geschehen.“ (Ansage Christian Hamann 05. 4. 2025) Das ist gut formuliert.
    Das Problem ist allerdings, dass viele Menschen diesen Vorgang nicht wahrnehmen und verstehen können, weil in ihren Augen alle Reichen gleich schlechte Kapitalisten sind. Sie haben vielleicht Worte wie Frühkapitalismus, soziale Marktwirtschaft, Monopolkapitalismus und Spätkapitalismus aufgeschnappt, aber sie können damit nichts anfangen, denn Kapitalismus ist für sie, wenn Reiche die Armen ausplündern und ihnen Geld vorenthalten und wegnehmen. Sauprimitiv kann ich nur sagen. So entstehen aber Artikel wie dieser.

  14. Obiger Beitrag von Rüdiger Rauls beschäftigt sich zu einseitig mit Zöllen und eigentlich gar nicht mit dem Umstand, dass wir weltweit ein völlig falsches Geld- und Bankensystem haben.

    Warum steigen (nicht nur) in den USA die Preise?

    Google sagt:
    Inflation entsteht, wenn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das Angebot übersteigt.

    Anders als wie Google dies behauptet, entsteht Inflation jedoch durch den immer weiter ansteigenden Schuldendruck des Geldes.

    In den USA ist folgendes der Fall:
    Die US-Staatsverschuldung steigt seit Jahren ungebremst an und belastet die Wirtschaft mit hohen Zinskosten.

    Donald Trump fordert diesbezüglich die Abschaffung der Schuldenobergrenze.

    Darüber hinaus hat der US-Senat jetzt mit knapper Mehrheit für eine Haushaltsresolution gestimmt, die die von Trump gewollten Billionen schweren Steuerkürzungen ermöglichen soll.

    Bei Donald Trump ist es ein Problem, dass er seine privaten Geschäftsinteressen mit seinem Präsidentenamt verquickt.

    Die Themenarbeit von Donald Trump ist deshalb falsch, weil Geld auch ein völlig falsches Bezahlmittel ist.

    Der Wettbewerb um Geld ist in Wirklichkeit ein Wettbewerb um unsere vielen Schulden, weil Geld als Schuld entsteht.

    Wenn der Konjunkturmotor schwächelt, dann gibt es immer öfter die Forderung nach der sog. „Lockerung der Schuldenbremse“.

    Die Strafzölle von Donald Trump gehen dann doch eher in die richtige Richtung, weil sie einen überhitzten Wirtschaftskrieg zwischen den Staaten abmildern.
    Wir sollten es auch komisch finden, dass wir den „internationalen Handel“ mit unserem Kredit- bzw. mit unserem Schuldgeld abwickeln, weil es bei diesem doch keine Schnittstelle zwischen Real- und Finanzwirtschaft gibt.

    Wenn Trump aber ausgerechnet Russland und Belarus von US-Zöllen verschont?
    Trump behauptet, dass diese US-Zölle jeden sinnvollen Handel mit Russland verhindern würden.

    Insofern scheint Trump es nicht zu wissen, dass es eigentlich keinen Handel gibt, weil Geld auch kein Tauschmittel, sondern ein Schuldendeckungsmittel ist.

    Woher kommt aber die besondere Russland-Nähe von Donald Trump?

    Etwa der frühere KGB-Offizier Alnur Mussajew behauptet, Donald Trump sei 1987 vom sowjetischen Geheimdienst rekrutiert worden.

    Catherine Belton schreibt zudem in ihrem Buch „Putins Netz“:
    Schwarzgeld sei auf westliche Konten verschoben, an der Londoner Börse investiert oder in Spielcasinos reingewaschen worden.
    Daher sei Trump in den 1990er Jahren wohl auch durch russische Gelder vor der Pleite bewahrt worden.

    Trump vertritt ähnliche Positionen wie die AfD.
    Die AfD will eben auch Gas von Russland „kaufen“, obwohl Geld doch gar kein Tauschmittel ist.

    Die AfD hat ganz sicher nicht deshalb so gute Umfragewerte, weil sie eine funktionierende Politik kennt.
    Vielmehr bekommt sie Rückenwind durch die Sozialen Medien.

    Internes Kreml-Papier deckt auf
    „Wir unterstützen die AfD mit allen Mitteln“

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