
Amerikas neue Sicherheitsdoktrin.
„NSS 2025 ist keine Strategie, sondern eine Absichtserklärung.“ (Douglas Macgregor, 12. Dezember 2025)
„Vance hat seine Verachtung für Europa bereits in München deutlich gemacht; Trump hat sie nun zur Nationalen Sicherheitsstrategie erhoben. Es handelt sich um eine politische Kriegserklärung an die EU…. Die EU-Staats- und Regierungschefs müssen aufhören, so zu tun, als sei Trump nicht unser Gegner …“ (Josep Borrell, 9. Dezember 2025)
1. Kriegsbegeisterte „Pazifisten“
Am 8. Dezember 2025 postete Trump auf TruthSocial einen Link zu einem Artikel der New York Post mit der Überschrift „Impotent Europeans can only fume as Trump rightly sidelines them from Ukraine deal“ (Impotente Europäer können nur wütend sein, da Trump sie zu Recht vom Ukraine-Deal ausschließt).
Der gepostete Artikel stammt vom britischen Historiker und Kolumnisten, Dominic Green. Darin greift der Autor die Haltung der EU-Europäer zum Friedensplan des US-Präsidenten frontal an und merkt sarkastisch an:
„Die Europäer sind Pazifisten, die den Krieg fortsetzen wollen; Krieger, die keine Schwerter haben; Strategen, die nichts verstehen, und Verbündete, die ihren amerikanischen Gönner verschwörerisch verhöhnen, während er versucht, den Krieg zu beenden, den ihre Eitelkeit mit ausgelöst hat“ (The Euros are pacifists who want to prolong a war, warriors who have no swords, strategists who haven’t a clue — and allies who conspire and sneer at their American patron and protector when it seeks to end a war that their vanity helped to start).
„Wie Kinder wollen die Europäer den Konsequenzen ihrer Unreife entgehen, indem sie mit den Füßen stampfen, weil die Erwachsenen unfair sind, und die Hände nach zusätzlichem Taschengeld ausstrecken“, spottet der Brite weiter. Die Diskrepanz zwischen den europäischen Träumereien und der harten geopolitischen Realität will das EU-Führungspersonal in der Tat ebenso wenig wahrhaben, wie die bevorstehende militärische Niederlage der Ukraine und in deren Schlepptau die Niederlage der sie unterstützenden Nato-Allianz.
Kein geringerer als der britische Ex-Premier, Boris Johnson (2019-2022), hat Europa eindringlich vor den Folgen einer solchen Niederlage in seinem bereits vor gut einem Jahr am 21. September 2024 in The Spectator veröffentlichen Artikel „It’s time to let Ukraine join Nato“ gewarnt:
„Eine Niederlage der Ukraine wäre aber vor allem – um es ganz deutlich zu sagen – eine katastrophale Niederlage für die Nato. Es wäre die Explosion der Aura der Nato-Unbesiegbarkeit, die uns – den Briten – in den letzten 80 Jahren Sicherheit gewährt hat“ (Above all, a defeat for Ukraine would be – let us not mince our words – a catastrophic defeat for Nato, the explosion of the aura of Nato invincibility that has helped keep us – the British – safe for the past 80 years).
Hätte Johnson diese Erkenntnis schon in März/April 2022 gehabt, hätte er sich nicht getraut, die Friedensverhandlungen platzen zu lassen.1 Freilich haben Macron, Merz, Starmer, von der Leyen und Co. das bis heute nicht begriffen und gefährden dadurch, ohne sich dessen bewusst zu sein, die „Aura der Nato-Unbesiegbarkeit“.
Das haben aber Trump und seine Mannschaft verstanden und versuchen schon seit Monaten, dagegen zu steuern. Vergeblich, wie man sieht! Europa macht nicht mit. „Die Europäer würden … lieber einen Krieg zu Putins Bedingungen als Frieden zu Trumps Bedingungen riskieren“ (… the Europeans would rather risk war on Putin’s terms than peace on Trump’s), schreibt Green.
Zutreffend ist auch seine Feststellung, dass „Europas Obstruktion von Trumps Deal ein Geschenk an Putin ist“ (Europe’s obstruction of Trump’s deal is a gift to Putin). Denn es gibt in der Tat auch in Russland und nicht nur in der EU viele Kriegsfalken, die den Krieg fortsetzen und die ganze Ukraine, insbesondere die Hafenstadt Odessa und die zweitgrößte Stadt der Ukraine Charkow, in denen überwiegend die sog. „ethnischen Russen“ leben, erobern wollen.
Trumps Argumentation ist darum nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn er darauf hinweist, dass Russland, sollte eine Friedensregelung nicht so schnell wie möglich getroffen werden, noch mehr Territorium besetzen wird. Aber selbst diese Argumentation beeindruckt die EU-Europäer nicht sonderlich.
Sie befinden sich in ihrem eigenen Paralleluniversum und wünschen sich weiterhin die Fortsetzung des Krieges „bis zum letzten Ukrainer“ (Boris Johnson) nach dem Motto: Lieber Krieg als Putins Diktatfrieden!
Nun ja, es sind nicht die EU-Europäer, die sterben, sondern die anderen – die Slawen -, die sich seit beinahe vier Jahren gegenseitig abschlachten.
Bei einer derartigen Geisteshaltung muss man sich dann nicht wundern, wenn Europa von den Friedensverhandlungen ausgeschlossen wird, Trump auf Distanz zum EU-Establishment geht und die EU sich gedemütigt fühlt und fordert, an der Gestaltung einer gesamteuropäischen Friedens- und Sicherheitsordnung beteiligt zu sein.
„Wer sich wie ein Kind benimmt, wird auch so behandelt“ (But if you act like a child, you get treated like one), schreibt Green verächtlich. Zu Recht!?
2. Gefangen zwischen Nostalgie und Realpolitik
Wie tief das Zerwürfnis zwischen Trumps Amerika und dem EU-Führungspersonal ist, zeigen die immer deutlich werdenden und in der Öffentlichkeit offen zu Tage getretenen Differenzen im Ukrainekonflikt sowie eine verärgerte, ja verbissene Reaktion der EU-europäischen und transatlantisch gesinnten Eliten diesseits und jenseits des Atlantiks auf die neue US-amerikanische Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) 2025.
„Die amerikanische Russlandpolitik ist nicht nur ein Dolchstoß in den Rücken der Ukraine, sie diskreditiert und schwächt zudem Europa, seine Institutionen und seine Weltanschauung“, empört sich der an der Princeton University lehrende britische Wirtschaftshistoriker, Herald James, im Handelsblatt2.
Bereits vor gut einem Jahr, am 28. Oktober 2024, hat James dem Handelsblatt ein Interview gegeben unter dem marktschreierischen Titel „In den USA drohen Weimarer Verhältnisse“, indem er „vor den Gefahren für die US-Demokratie durch Donald Trump“ warnte und „eine Globalisierung der Kriege“ prophezeite.
Im Vorfeld der US-Wahlen zeigte sich James als Anhänger der US-Demokraten, der sich selbst nicht zu schade war, sich deren Wahlkampfrhetorik zu eigen zu machen, um Trump als „Faschisten“ zu denunzieren3.
Und der längst in Vergessenheit geratene Stanford-Politologe, Francis Fukuyama, versteigt sich zu der abenteuerlichen Aussage: Die Tatsache, dass „der US-Präsident russische Positionen übernimmt, schwächt weltweit die Demokraten und stärkt die Autokraten“3.
Der eine Prophet, der bereits mit seiner Prophezeiung vom „Ende der Geschichte“ eine Bauchlandung erlitten hat, traut sich heute eine neue Voraussage zu von einer Schwächung der Demokratien und Stärkung der Autokratien durch Trump, als hätten die „liberalen Internationalisten“ nicht schon längst die westlichen Demokratien mit ihren zahllosen Interventionen und Invasionen im vergangenen Vierteljahrhundert deskreditiert.
Und der andere Prophet, der „eine Globalisierung der Kriege“ durch Trump prophezeite, redet über eine neue „Dolchstoßlegende“.
Neuerlich meldete sich auch Schwedens ehem. Premier und Außenminister, Carl Bildt (1991-1994, 2006-2014) zu Wort und warf Trump eine Sprache vor, „die man sonst nur in den bizarren Köpfen des Kremls findet“4.
Diese alten Männer wie James (geb. 1956), Fukuyama (geb. 1952), Bildt (geb. 1949) trauern der Vergangenheit nach, leben immer noch im 20. Jahrhundert und führen weiterhin ihren „Kalten Krieg“ fort. Sie möchten immer noch nicht wahrhaben, dass das 20. Jahrhundert bereits fünfundzwanzig Jahre hinter uns liegt und dass nicht nur der Ost-West-Konflikt, sondern mittlerweile auch die unipolare Weltordnung mit ihrer gewaltsamen Missionierung von Demokratie und Menschenrechten seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine am 24. Februar 2022 zu Ende gegangen ist.
Diese Männer von gestern, die in Russland nach wie vor einen systemideologischen Feind sehen, der mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt, haben immer noch nicht verstanden, dass sich die Welt in einem dramatischen geopolitischen Wandel befindet, der das Zeug dazu hat, die fünfhundertjährige Weltherrschaft des „Westens“ wegzufegen. Die Folgen dieser dramatischen Entwicklung sind heute mit bloßem Auge auf den ukrainischen Schlachtfeldern zu besichtigen.
Das hat Trump aber längst verstanden und versucht fieberhaft sowohl gegen einen Niedergang der US-Hegemonie als auch gegen eine kaum noch abwendbare Kriegsniederlage der Ukraine zu steuern, um zu retten, was noch zu retten ist.
Allen Unkenrufen zum Trotz und ungeachtet seiner Stigmatisierung als „Faschist“ und Demokratie-Verächter und/oder -Zerstörer nimmt mit Trump in einem US-Ranking zu den mächtigsten Personen in Europa erstmals ein US-Politiker die Spitzenposition ein. „Niemand hat in diesem Jahr mehr Einfluss in oder auf Europa ausgeübt als der US-Präsident“, heißt es in der Rangliste der „28 mächtigsten Personen“ des US-Magazins Politico am 9. Dezember 2025 zur Begründung.
Ob Trump tatsächlich zu der „mächtigsten Person in Europa“ geworden ist, wozu Politico ihn auserkoren hat, bedürfte es noch eines Beweises, ist doch der Widerstand gegen seine Russland- und Ukrainepolitik seitens der europäischen Führungsspitze Merz, Macron, Starmer und von der Leyen ganz gewaltig.
Nachdem sie ihre Schockstarre infolge der Veröffentlichung der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) überwunden haben, rumort es in Europa und das Rumoren wird immer stärker und lauter. Nur eine Stimme statt vieler spricht Bände: „Mit dieser Strategie erklärt man faktisch Europas Politik, Europas politischen Führern und der EU den Krieg“, schreibt Max Bergmann (Direktor des Programms für Europa, Russland und Eurasien am Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington, D.C.) in seinem CSIS-Beitrag am 5. Dezember 2025.
Deswegen überschreibt er auch seinen Beitrag mit den Worten: „The NSS That Could Destroy the NATO Alliance“ (Die Nationale Sicherheitsstrategie, die die Nato-Allianz zerstören könnte). Diesen völlig überzogenen Alarmismus machen sich beinahe alle transatlantisch gesinnten Kommentatoren zu eigen, die immer noch in den Schützengräbern des „Kalten Krieges“ verschanzt sind und in Russland einen „natürlichen“ Feind der „offenen Gesellschaft“ (Karl Popper) sehen.
Diesen Nostalgikern, die den „glorreichen“ Zeiten der längst vergangenen Epoche nachtrauern, kann man nur mit einem Michail Gorbatschow zugeschriebenen Spruch zurufen: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Russland ist heute weder die Sowjetunion noch der systemideologische Feind der „offenen Gesellschaft“. Diese Männer von gestern, die immer noch mächtig sind und in der EU das Sagen haben, sind dessen ungeachtet entsetzt und empört darüber, dass Trump eher in Europa als in Russland Amerikas „Gegner“ (adversary) sieht.
Stimmt aber das überhaupt? Trump sieht nicht so sehr in Europa als vielmehr im EU-Establishment seinen Gegner. Am 9. Dezember 2025 veröffentlichte das Nachrichtenportal Defense One Auszüge aus einer nach eigenen Angaben „ausführlicheren Version“ der NSS 2025.
Während die öffentlich zugängliche NSS das Ende einer „ständig expandierenden Nato“ fordert, geht die „vollständige“, unautorisierte Version detaillierter darauf ein, wie die Trump-Administration Europa wieder groß machen möchte. Laut Defense One wurden in dem Dokument Polen, Österreich, Italien und Ungarn als Länder aufgeführt, mit denen die USA „stärker zusammenarbeiten sollten … mit dem Ziel, sie von der EU abzukoppeln“.
Es geht mit anderen Worten nicht um Trumps Gegnerschaft zu Europa, sondern zu dessen EU-Führungspersonal. Mehr noch: Der unautorisierte Teil der NSS 2025, sollte er authentisch sein, geht noch einen Schritt weiter: Die US-Strategen schlagen einen „Kern-Fünf“ (Core 5) bzw. C5 vor, bestehend aus den USA, China, Russland, Indien und Japan – die Länder mit mehr als 100 Millionen Einwohnern.
Dieser C5 würde sich, ähnlich wie die G7, regelmäßig zu Gipfeltreffen zusammenkommen, um die aktuellen weltpolitischen Fragen zu erörtern. Wie man sieht, Europa spielt in diesem Exklusivclub keine geopolitische Rolle.
Der Ukrainekrieg und Trumps Amerika haben geo- und sicherheitspolitische Entwicklungen in Gang gesetzt, worüber man nun stauen kann. Die „glorreiche“ Vergangenheit hat in diesem weltpolitischen Machtumfeld nichts verloren. Erneut bewahrheitet sich der alte Spruch: Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit!
3. Die USA: Auf einem strategischen Rückzug
Es besteht ein tiefgreifendes und grundlegendes Missverständnis zwischen Trumps Amerika und dem EU-Establishment, da die beiden Seiten sowohl aneinander vorbeireden als auch mit gezinkten Karten spielen. Zwar beteuert die NSS 2025, dass „Europa strategisch und kulturell von entscheidender Bedeutung für die Vereinigten Staaten bleibt“, fügt aber gleichzeitig hinzu: Europa stehe vor der „düsteren Aussicht auf zivilisatorische Auslöschung“ (stark prospect of civilizational erasure).
Schuld daran seien laut der NSS die „Europäische Union und andere transnationale Organisationen, die die politische Freiheit untergraben“ und die „politischen Opposition unterdrücken“. Was hier insinuiert, vorausgesagt und zugleich angekündigt wird, ist nicht etwa „der Untergang des Abendlandes“ à la Oswald Spengler, sondern eine Kampfansage an die transnationalen Eliten mit ihrer Universalideologie von Demokratie und Menschenrechten, die Europa, die USA und den Rest der Welt seit fünfunddreißig Jahren „terrorisieren“ und ungeachtet ihres Versagens bei der Missionierung der „westlichen Werte“ nach wie vor darauf beharren.
Dieses Unbehagen der NSS-Autoren hat Trump selber zuletzt bei seiner ersten Auslandsreise im Nahen Osten (Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate) von 13. bis 16. Mai 2025 zum Ausdruck gebracht, als er am 13. Mai in Riad eine der vielleicht bedeutendsten Reden der US-Präsidenten seit Bushs Rede über die „Neue Weltordnung“ vom 11. September 1990 hielt.
Trump verurteilte darin u. a. nicht nur die neokonservative Praxis des sog. „Nation Building“ in der Region aufs Schärfste, sondern schwor auch, nie wieder den Weg jener Abenteurer zu beschreiten, die in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren zum sinnlosen Vergießen amerikanischen Blutes und zur Verschwendung nationaler Ressourcen geführt haben, um dem Nahen Osten die „westlichen Werte“ und „liberale Demokratie“ zu oktroyieren.
„Letztendlich haben die sogenannten ‚Nation Builder‘ weit mehr Staaten zerstört, als sie je aufgebaut haben. Sie haben sich in komplexe Gesellschaften eingemischt, die sie nicht einmal gekannt haben. Die glitzernden Bauten von Riad und Abu Dhabi wurden nicht von diesen ‚Architekten der Demokratie‘ geschaffen, nicht von den Neocons oder den liberalen NGOs, die Billionen von Dollar ausgaben, aber weder Kabul noch Bagdad Wohlstand brachten,“ sagte Trump dem verblüfften Publikum. Niemand hat vermutlich von ihm eine solche Rede erwartet5.
Am 31. Oktober 2025 bekräftigte Tulsi Gabbard (Director of National Intelligence) diese Neuausrichtung der US-Außenpolitik in ihrer Rede bei einer Veranstaltung des International Institute for Strategic Studies (IISS) in Bahrain:
„Wir hoffen, dass die alte Denkweise Washingtons der Vergangenheit angehört, die uns viel zu lange beschäftigt hat. Jahrzehntelang steckte unsere Außenpolitik in einem kontraproduktiven und endlosen Kreislauf aus Regimewechsel und Nation-Building fest. Es war ein Ansatz, der darauf abzielte, Regime zu stürzen, anderen unser Regierungssystem aufzuzwingen, in kaum verstandene Konflikte einzugreifen und am Ende mehr Feinde als Verbündete zu haben. Die Folge: Billionen ausgegebene Dollar, unzählige Tote und in vielen Fällen die Schaffung größerer Sicherheitsbedrohungen, der Aufstieg islamistischer Terrorgruppen wie des IS.“6
Vor diesem Hintergrund ist die in der NSS formulierte Neuausrichtung auch der US-Europa-Politik nur noch konsequent. Ihre Quintessenz besteht darin, dass sich die Trump-Administration nicht zuletzt mangels ökonomischer und militärischer Ressourcen entschied, auf Distanz zur globalen US-Dominanz zu gehen und sich allein auf die in der westlichen Hemisphäre zu konzentrieren, um die US-Hegemonie zu konsolidieren.
Im Ansatz wurde diese Strategie bereits zurzeit der ersten Trump-Administration vorgedacht, als es darum ging, von der sog. „strategischen Gleichzeitigkeit“ (strategic simultaneity) zur „strategic diplomacy“ überzugehen, um einen Zweifrontenkrieg zu vermeinden.7
Die NSS 2025 unterscheidet sich freilich von der NSS 2017 dadurch, dass die letztere auf die Konfrontation mit den „revisionistischen Mächten“ Russland und China angelegt war, die sich der US-Hegemonie widersetzt haben, wohingegen dieser konfrontative Aspekt in der NSS 2025 fehlt und es vielmehr um eine „strategische Stabilität“ mit Russland geht bzw. ein geoökonomischer Modus Vivendi mit China angestrebt wird.
In diese Entwicklung reiht sich im Übrigen nahtlos auch ein Gesetzentwurf zum Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato ein, der vom republikanischen US-Abgeordneten, Thomas Massie, am 9. Dezember 2025 eingebracht wurde.
„Massie (Republikaner aus Kentucky) hat den Gesetzentwurf H.R. 6508 eingebracht, um die Vereinigten Staaten aus der Nordatlantikpakt-Organisation (Nato) zurückzuziehen“, heißt es in einer Pressemitteilung auf der Seite des Abgeordneten und auf der Website des Repräsentantenhauses.
„Die Nato ist ein Relikt des Kalten Krieges. Wir sollten aus der Nato austreten und das Geld für die Verteidigung unseres eigenen Landes verwenden, nicht für die Verteidigung sozialistischer Länder“ (NATO is a Cold War relic. We should withdraw from NATO and use that money to defend our own country, not socialist countries), schreibt Massie und fährt fort:
„Die Nato wurde gegründet, um der Sowjetunion entgegenzuwirken, die vor über dreißig Jahren zusammenbrach. Seitdem hat die US-Beteiligung die Steuerzahler Billionen von Dollar gekostet und birgt weiterhin das Risiko einer US-Verwicklung in Kriege im Ausland. Unsere Verfassung sieht keine dauerhaften Verwicklungen in Auslandseinsätze vor, wovor uns unsere Gründerväter ausdrücklich gewarnt haben. Amerika sollte nicht die Sicherheitsdecke der Welt sein – insbesondere dann nicht, wenn reiche Länder sich weigern, für ihre eigene Verteidigung zu zahlen“ (NATO was created to counter the Soviet Union, which collapsed over thirty years ago. Since then, U.S. participation has cost taxpayers trillions of dollars and continues to risk U.S. involvement in foreign wars. Our Constitution did not authorize permanent foreign entanglements, something our Founding Fathers explicitly warned us against. America should not be the world’s security blanket—especially when wealthy countries refuse to pay for their own defense).
Besser, wie Massie es getan hat, kann die Quintessenz der NSS 2025 es gar nicht formulieren: Trumps Amerika befindet sich auf einem strategischen Rückzug, um die eigenen ökonomischen und militärischen Kräfte zu konsolidieren, einen unnötigen Ballast abzuschütten und auf die Zukunft gut gewappnet zu sein. „Amerika sollte nicht die Sicherheitsdecke der Welt sein – insbesondere dann nicht, wenn reiche Länder sich weigern, für ihre eigene Verteidigung zu zahlen“, sagt Massie.
Diese Ökonomisierung der Sicherheitspolitik liegt der NSS 2025 zugrunde und ist nichts anderes als eine Neuauflage dessen, was ich 2021 zurzeit der ersten Trump-Administration Geo-Bellizismus als Folge der Geoökonomisierung der Geopolitik nannte.8
Die Zeiten haben sich allerdings seitdem drastisch zu Lasten der US-Hegemonie geändert. Die US-Weltmachtstellung ist heute nicht mehr das, was sie noch vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine war. Aus Sicht von Trumps Amerika ist es darum nur folgerichtig sich auf einen strategischen Rückzug zu begeben, um zu retten, was noch zu retten ist9, bevor es zu spät ist.
Dass diese Strategie zu Lasten der europäischen Nato-Verbündeten geht, versteht sich ganz von selbst. Nichts ist ewig und alles befindet sich im Fluss! πάντα ῥεῖ.
4. Europa: An der strategischen Kreuzung
Und wie reagiert Europa mit seinem erneut vom „kriegerischen Geist“10 ergriffenen Führungspersonal auf Trumps Herausforderung? Zunächst wehleidig und selbstbemitleidend, sodann irritiert, ratlos, empört, entsetzt und anschließend auf Abwehr geschaltet. Das EU-Establishment ist entnervt, die Nerven liegen blank, die Stimmung ist mies und es weiß nicht so genau, wie es mit seinem US-Schutzpatron weitergehen soll.
Da hat Nathalie Tocci (Direktorin des Istituto Affari Internazionali) diese Stimmung aufgegriffen und ihren am 5. Dezember 2025 in Foreign Policy veröffentlichten Beitrag mit einem provokanten Titel versehen: „Does Europe Finally Realize It’s Alone?“ (Begreift Europa endlich, dass es allein ist?).
Nun ja, Europa ist (noch) nicht so weit, um sich einsam und verlassen zu fühlen. Allerdings wird es für die EU-Europäer sicherheitspolitisch langsam ungemütlich! Trumps Amerika geht auf Distanz zu europäischen Nato-Verbündeten und die EU-Europäer haben sich frei- und mutwillig von „Putins Russland“ selbst isoliert.
Trumps Neuausrichtung der US-Sicherheits- und Europa-Politik hat die empörten und entsetzten EU-Europäer überrascht und voll erwischt, weil sie offenbar Trumps außenpolitischen Intentionen entweder die ganze Zeit nicht zugehört oder diese nicht ernstgenommen bzw. ignoriert haben.
Jetzt rächt sich diese Ignoranz und Europa steht wie ein begossener Pudel da und kann immer noch nicht fassen, dass Trumps Amerika den fünfunddreißig Jahre lang propagierten „liberalen Internationalismus“ mit dessen Universalideologie von Demokratie und Menschenrechen und die darauf gegründete Sicherheitspolitik zertrümmert und einfach über Bord wirft.
Die EU-Europäer wurden, wie oben gesehen, längst gewarnt, ignorierten aber diese Warnung beharrlich. Nun werfen sie ihrerseits Trump Verrat an den „westlichen Werten“, denen gegenüber dieser nur Spott und Hohn empfindet, sowie Verrat an der „ukrainischen Sache“, als hätte Trump und nicht Biden, Boris Johnson und ihre Kriegskameraden den Krieg mitzuverantworten.
Trumps Amerika ist es nur schwer zu erklären, warum die Ukraine verteidigt werden muss, die nicht einmal ein Nato-Mitglied ist. Darum betrachtet es die Ukraine als ein rein europäisches Projekt, worum Europa sich auch allein kümmern müsse.
Zu Recht wies Nathalie Tocci von daher im eben erwähnten Beitrag darauf hin, dass die EU-Europäer etwas missverstanden haben:
„Die Europäer wiegten sich in dem Glauben, US-Präsident Donald Trump sei zwar unberechenbar und widersprüchlich, aber letztlich beherrschbar. Das ist zwar beruhigend, aber falsch. Von der Rede des US-Vizepräsidenten, JD Vance, in der er Europa auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar verunglimpfte, bis hin zur neuen US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsstrategie vom 4. Dezember verfolgt die Trump-Administration seit Langem eine klare und konsequente Vision für Europa: eine Vision, die den Beziehungen zwischen den USA und Russland Priorität einräumt und darauf abzielt, den Kontinent zu spalten und zu beherrschen.
Ein Großteil der Drecksarbeit wird dabei von nationalistischen, rechtsextremen europäischen Kräften erledigt, die nun sowohl von Moskau als auch von Washington unterstützt werden. Es ist längst an der Zeit, dass Europa erkennt, dass es im Hinblick auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die Sicherheit des Kontinents bestenfalls allein dasteht. Schlimmstenfalls sieht es sich nun zwei Gegnern gegenüber: Russland im Osten und Trumps Vereinigten Staaten im Westen.“
Nun ja, man muss nicht mit allem, was Tocci geschrieben hat, einverstanden sein. In einem hat sie jedoch recht: Europa geht schweren Zeiten entgegen. Es muss sich geo- und sicherheitspolitisch ganz neu erfinden und sich geoökonomisch in einer Welt zurechtfinden und neu aufstellen, die noch feindseliger und wettbewerbsfähiger geworden und in der nicht eindeutig ist, wer Freund und wer Feind ist.
In einer Welt, in der die Blocklogik des „Kalten Krieges“ nicht mehr zeitgemäß bzw. anachronistisch ist, müssen die EU-Europäer ganz neue sicherheitspolitische Wege gehen und Alternativen entwickeln, wenn sie geo- und sicherheitspolitisch überleben und sich geoökonomisch behaupten wollen.
Mit dem gegenwärtigen EU-Führungspersonal wird es indes schwierig sein, zu sehr ist es im Blockdenken der Konfrontation gefangen und zu wenig ist es in der Lage, die vor seinen Augen stattfindenden geo- und sicherheitspolitischen Umwälzungen unserer Zeit zu begreifen.
Den gegenwärtigen EU-Macht- und Funktionseliten mangelt es am strategischen Weitblick. Zu kleinteilig und zu provinziell ist ihr Denken, das über den europäischen Tellerrand nicht hinausschauen will und kann.
Trumps Amerika befindet sich auf einem strategischen Rückzug und Europa an einer strategischen Kreuzung und weiß nicht, wohin es marschieren soll. Marschiert es in Richtung der Fortsetzung des Ukrainekrieges, muss es ohne Amerika auskommen; marschiert es in Richtung des Friedens, muss es sich Russlands Diktatfrieden gefallen lassen.
Ohne Amerika kann es keinen Krieg führen und ohne Russland gibt es keinen Frieden in Europa. Die EU steckt in der Zwickmühle. Am Ende des Weges kann es passieren, dass Europa allein auf weiter Flur ist und sich, worauf Nathalie Tocci hingewiesen hat, „zwei Gegnern gegenübersieht: Russland im Osten und Trumps Vereinigten Staaten im Westen“ (it now faces two adversaries: Russia in the east and Trump’s United States in the west).
Das EU-Führungspersonal will aus mentalen und ideologischen Gründen einfach nicht wahrhaben, wie weit doch die Machterosion Europas geo-, sicherheits- und wirtschafspolitisch fortgeschritten ist. Um die ganze Dramatik dieser Entwicklung besser nachvollziehen zu können, sollte man einem der klügsten Köpfe Indiens – dem altgedienten, seit 2019 amtierenden indischen Außenminister, Subrahmayam Jaishankar, – zuhören.
Auf einer jährlichen, im Zeitraum vom 2. bis 4. Juni 2022 stattgefundenen Konferenz Globsec Bratislava Forum wurde er gefragt, warum Indien russisches Öl einkauft und damit den Krieg in der Ukraine mitfinanziert, wo doch der Westen alles tut, um gerade die Finanzierung dieses Krieges zu verhindern.
Seine Antwort war aufschlussreich: „Wissen Sie“ – erwiderte er belehrend -, „Europa sollte endlich von der Einstellung Abstand nehmen: Europas Probleme seien Probleme der ganzen Welt, wohingegen die Probleme der ganzen Welt keine Probleme Europas seien. Wenn Dir ein Unglück widerfährt, dann ist es Dein Unglück; wenn aber mir ein Unglück widerfährt, sollte es dann etwa unser (gemeinsames) Unglück sein? Ihre Frage“ – fügte der Inder maßregelnd hinzu – „spiegelt eben diese Geisteshaltung wider.“11
Solange die EU-Europäer diese Geisteshaltung nicht überwinden wollen oder können, haben sie ein Problem mit der Außenwelt, die nicht mehr gewillt ist, Europas Selbstanmaßung zu tolerieren.
Anmerkungen
Näheres dazu Silnizki, M., Wer ist schuld an der Fortsetzung des Krieges? Über die Friedensverhandlungen im März/April 2022. 29. August 2023,
- Zitiert nach Münchrath, J./Specht, F., Der Tiefe Bruch zwischen Europa und den USA, in: Handelsblatt, 8. Dezember 2025, S. 6.
- Näheres dazu Silnizki, M., Propaganda nach britischer Art. Harold James´ Handelsblatt-Interview, 10. November 10, www.ontopraxiologie.de.
- Zitiert nach Münchrath/Specht (wie. Anm. 1).
- Näheres dazu Silnizki, M., Trumps außenpolitische Revolution? Vom „liberalen Interventionismus“ zum „aggressiven Unilateralismus“. 29. Oktober 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Zitiert nach Silnizki, M., Regime Change, Reindustrialisierung oder Nostalgie? Zwischen „America First“ und „America Is Back“. 17. November 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Näheres dazu Silnizki, M., Trumps „Grand Strategy“. Im Kriegsschatten der Großmächte. 25. Oktober 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Silnizki, M., Geo-Bellizismus. Über den geoökonomischen Bellizismus der USA. 25. Oktober 2021, www.ontopraxiologie.de; siehe auch Silnizki, M., Trump und das Dilemma der US-Außenpolitik. Im Lichte der Geoökonomisierung der US-Geopolitik. 21. Januar 2024, www.ontopraxiologie.de.
- Silnizki, M., Rette sich, wer kann? Stimmen und Stimmungen jenseits des Mainstream-Denkens. 28. Januar 2024, www.ontopraxiologie.de.
- Silnizki, M., Der „kriegerische Geist“ der europäischen Kultur. Deutschland und Europa im Kriegsmodus. 31. August 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Zitiert nach Silnizki, M., Zwischen Ideologie und Hypermoral. EU-Außenpolitik im 21. Jahrhundert. 14. Juni 2022, www.ontopraxiologie.de.



Lol, wie Bordell geifert, der schöne Garten …
Trump sollte die Waffenlieferungen an die Ukraine nicht sofort einstellen. Aber er kann sie allmählich verringern. Denn in Russland ereignet sich eine demografische Katastrophe. Auch Europa hat gegenüber Russland einen demografischen Vorteil. Nötig ist eine öko-konservative Politik gemäß Herbert Gruhl.
Bitte klicke auf „Lebensreformer“.
„Bitte klicke auf „Lebensreformer“.“
warum sollte ich das tun? Habe ich dann einen Trojaner auf meinem Rechner, der mich ausspioniert?
Wenn Sie eine Analyse anzubieten haben, dann bitte an die Redaktion des Overton-Magazins schicken, nach gruendlicher Pruefung wird sie dann „vielleicht“ veroeffentlicht!
@ Rubis
Hahaha . . . . .
Sie haben dann keinen Trojaner auf Ihrem Rechner.
Eine Analyse an Overton zu schicken, ist mir zu umständlich.
Noch´n Fisch 🐟
Du lügst, Auf Deinem Webauftritt ist weder eine Analyse über Demographie im Allgemeinen noch über Russland im Besonderen. Da steht bloss Dein esoterischer Stuss, ok ich respektiere Religionen etc., solange man mich damit in Ruhe lässt. Die verschwendete Zeit für das Nachschauen stelle ich Dir nicht in Rechnung, aber lass den Spam.
Die Behauptung, es gebe in Russland eine demographische Katastrophe, ist jedenfalls falsch und aus dem Arsch gezogen. Ausweislich der Daten von Statista hat Russland eine höhere Fertilitätsrate als Westeuropa, obendrein mit leicht steigender Tendenz, in Deutschland, dessen Fertilitätsrate jetzt schon unter der Russlands liegt, geht es dagegen abwärts, kein Wunder bei Sozialabbau, Inflation, Mietenexplosion und Reallohnabbau.
Russland betreibt eine entschiedene pronatalistische Sozialpolitik, die Reallöhne steigen, allerdings gibt es Defizite bei den Sozialleistungen und der Wohnungsversorgung. Der Krieg spielt für die Demographie eine Nebenrolle auf Grund der Einwanderung aus der Ukraine, Moldawien, Zentralasien und zum Teil auch Indien und Afrika. Es gibt mitunter Konflikte mit Einwanderern vor allem aus dem asiatischen postsowjetischen Raum, meist Islamisten, aber einige der russischen Blogger stinken wie Pegida (und der mit Recht zu verstorbene Nawalny). Russland ist kein Ponyhof, aber auch kein Katastrophengebiet, weder demographisch noch sonst.
Jedenfalls solltest Du keinen Schwachfug labern über Dinge, von denen Du nichts verstehst.
Man könnte denken das ist nun ein Europäischer Krieg …
Ist Er nicht, Auslöser und Prophet war primär US Kapital … und Politik .
Und Europas Politiker wurden oft an US Elite Unis ausgebildet …
Und die Sorge Trumps gilt nicht den einfachen Menschen, eher seiner Frau, einer Slawin ..in diesem Fall eine glückliche Fügung, mehr aber auch nicht ..
Vance aber ist schon ein anderes Kaliber, aber Ihm geht es primär auch weniger um die einfachen Menschen, eher seinen Gönnern, die oft eben für die Mittelschicht auch stehen …
Trumps großartige Leistung besteht darin, den Hintergrund dieses Konflikts den einfachen Menschen zugänglich gemacht zu haben, was Vance auch mit seiner Verachtung den Europäischen Eliten gegenüber qittiert ..
> Auslöser und Prophet war primär US Kapital … und Politik .
Den meisten politisch interessierten Amerikanern ist klar, dass nicht Trump sondern Obama (2009-2017) und Biden den Krieg vorbereitet und verloren haben.
> Und Europas Politiker wurden oft an US Elite Unis ausgebildet …
Ich denke, dass viele der Nato-gläubigen Europäer schlicht Angst vor der Zeit mit zurückgehendem US-Interesse für Europa haben und deswegen wild um sich schlagen, wie ein trotziges Kind, das sich gleichzeitig an Muttis Schürze klammert.
Außer ihr „Russland darf nicht gewinnen“ wissen sie nichts mehr und sie wissen auch nicht, wie Russland nicht gewinnen soll. Sie klammern sich an die russischen Milliarden, weil das noch das einzige ist, wo ihre kurzen, schwachen Arme hinreichen.
Aber auch da stellte schon der erste US-russische Friedensplan klar, dass das Geld an die US-Aufbauprojekte geht.
Die Jahrzehnte Neoliberalisierung haben dazu geführt, dass wir in vordere Front nur Politiker haben, die dem Großen Geld dienen. Das sind in letzter Konsequenz international Firmen, die in letzter Konsequenz hauptsächlich US-abhängig Geschäften nachgehen. Die ganzen Sanktionen der letzten Jahre verstärkten diesen Trend.
Die ganzen Wasserstoff-Luftschlösser, die Scholz eifrig ab 2022 in der ganzen Welt zu planen begann, sind nicht mal bis zum Stadium von potentiellen Bauruinen gediehen.
Es gibt keine EU-Perspektiven, außer verzweifelte Verweigerung, die aber schon langsam in Ermüdung und Resignation übergeht. Was dann kommen könnte, wird noch nirgends laut ausgesprochen oder tastend zu Papier gebracht.
Iss ja eine Kakaphonie, der gesamte Artikel:
Ein sterbender Westen macht viel Lärm. War zu Lebzeiten exaltiert, wie könnte er beim Sterben dezenter sein?
Leute, lest Emmanuel Todd, „Der Westen im Niedergang“, da stehen die Antworten.
Todd mag recht haben, aber für den Pöbel (also uns) wird erst mal wichtiger sein, ob der Wertewesten es bei seinem Abstieg noch mal so richtig krachen lässt.
Alte Feindschaften
https://www.nytimes.com/interactive/2025/12/30/world/europe/ukraine-war-us-russia.html
„Hätte Johnson diese Erkenntnis schon in März/April 2022 gehabt, hätte er sich nicht getraut, die Friedensverhandlungen platzen zu lassen“
Mal abgesehen von der persönlichen Intention dieser britischen und mittlerweile außer Dienst befindlichen Kanalratte, das sinkende Schiff zu verlassen: Wo unterscheidet sich denn ihre oben zitierte „Erkenntnis“ von 2024, von ihren Gründen die Friedensverhandlungen von2022 in der Türkei platzen zu lassen?
ich glaube nach wie vor… es geht primär nur um Geld…
wo es so super bei der Zockerei Bankenkrise, dann
die in der Coronakrise
geklappt hat…
man/frau probiert die 9,6 Bilionen € nach oben zu „überweisen“
und Krieg ist immer eine gute sache um die Eigentumsverhältnisse neu zu regeln
Die probieren das nicht, die machen das einfach…
Silnizki käut schlimmste und dümmste NATO-Propaganda wieder:
1) Die US-Steuerzahler würden für die Sicherheit Deutschlands zahlen. Hahaha!
Die US-Steuerzahler werden vielmehr für ihre eigenen Reichen ausgenommen, sodass heute fast nix mehr von den USA und ihren arbeitenden Menschen übrig ist. Auch Trump hat wieder eine Steuererleichterung für seine Reichen durchgesetzt.
Die USA halten Deutschland besetzt – wir sind der größte und bedeutendste Stationierungsort außerhalb der USA – aber nicht, um uns „Sicherheit zu schenken“. Sondern die USA wären keine Weltmacht ohne uns! Durch Deutschland beherrschen sie Eurasien und Afrika.
Vielmehr sind es also die USA, die Geld an uns zahlen müssten! Wenn unsere Doidsch-Michels und Schlandienen denn ein klein bißchen souverän auf eigenen Füßen sich zu stehen trauten…
2) Europa müsse sich weiterhin von diesen Heerscharen der Militär- und Sicherheitsberater abhängig machen, von denen nun auch Silnizki unendliche Mengen zitiert (Briten und diese ganzen gescheiterten Existenzen): Galerien des Grusels!
Das Gegenteil wäre richtig: Europa muss sich zuallererst vom MIK – dem militärisch-industriellen Komplex der USA – unabhängig machen, Handlungsfähigkeit gewinnen und deshalb diese Heerscharen aus seinen Vorgärten verjagen.
3) Das Hauptproblem besteht darin, dass alle Reichen der Welt ihr Geld in den Steueroasen liegen haben und deshalb den USA mit Haut und Haaren verpflichtet sind. Allein in Deutschland sind das 2,8 Millionen Vermögensmillionäre. Sie alle arbeiten gegen uns. – Erst durch eine fürchterliche Finanz- und Wirtschaftskrise würde hier etwas in Bewegung kommen.
Den MPK bitte nicht vergessen, dem Trittbrettfahrer. Diese Halunken sind um kein Jota besser. Und der rückt uns allen noch viel penetranter aud die Pelle,.Der Medizinisch-Pharmazeutische Komplex!
Alle auf der gleichen Welle segelnd, die Ameisen bei den Blattläusen – den Honig absaugend – sind Dreck dagegen.
Der Akzelerationismus zündet jetzt seine nächste Stufe.
Und dabei ist es ihm egal, ob er dabei von „politisch“ links, rechts, oder mittig, von Tech-Oligarchen, Medienmogulen, von den USA, den Russen, den Chinesen oder den Europäer befeuert wird.
Dass die USA Frieden wollen ist eine Mähr , sie verdienen sich dumm und dämlich an Waffenverkäufen und sie schwächen gleichzeitig zwei Rivalen. Sie haben sämtliche europäischen Politiker in der Tasche und könnten morgen schon diesen Krieg beenden.Das Ganze läuft genau so wie sie es wollen und die Meisten in Europa glauben auch noch der Trump sei ein Friedensengel – ich lach mich schlapp.
+++++
Absolut richtig +++++
Tut mir leid, aber bereits in der Länge des Artikels und der vielfachen Verknüpfungen, die logisches Denken erschweren, zeigen sich die Studienrichtungen des Autors. Die Geschichte ist bekannt, herumdeuteln macht sie nicht besser. Es ist nicht so, dass ich während des Abis damals nichts mit Philosophie zu tun hatte, aber wir brauchen Pragmatiker, keine Philosophen.
Es ist nicht so, dass sich diese beiden Ansätze gegenseitig ausschließen. Philosophen könnten sich gelegentlich etwas pragmatischer ausdrücken und Pragmatiker könnten manchmal weiter als auf das direkt vor ihnen liegende schauen, also auf das, was rechts, links, oben, unten und hinter dem Weg so rumliegt.
Das soll den, sagen wir, diskutablen Text nicht retten.
Vom Philosophen Precht hört man wenig zu diesen wichtigen aktuellen Fragen. Das Gelabere mit Lanz sind jedenfalls keine Lichtstunden, sein öffentliches Ansehen hätte Gewicht. Ob er dann allerdings noch der Fernsehstar wäre ist fraglich.
»Philosophen Precht« Der war gut.
Ich denke, das TV ist nicht so die richtige Gegend, um brauchbare Philosophen zu suchen.
Und nur so zur Erinnerung, Philosophie heißt: „Die Liebe zur Weisheit“ und nicht „die Liebe zu sich selbst“. 😉
Mir ging es auch nur um den luftleeren Raum hinter dem „Philosophen“ kenntlich zu machen.
Das ist gelungen.
Btw. taugt Johann Beer was? Soweit ich mich erinnere, habe ich noch nie von ihm gehört…
Beer ist Satiriker, bei der Namensuche lag mir gerade eine Insel-Bücherei in der Nähe
NSS 2025 ? Ist da nicht ein S zu viel?
N ationale S icherheits S trategie
@ Ronald : oaha oaha oaha oaha oaha
@ Bismarck: Er hat es halt nicht verstanden.
Die Analyse hat einen kleinen Fehler. Sie geht davon aus, dass Trump tatsächlich Frieden möchte.
Nun sind die USA groß und mächtig geworden, da sie es verstanden haben, in 2 Weltkriegen die Mächte Europas gegeneinander streiten zu lassen und den Profit daraus zu ziehen.
Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der dritte. Das ist die Regel beim Teile und Herrsche. Die USA haben diesen Krieg herbeigeführt und Trump versteht es meisterhaft sich daraus zurück zu ziehen und den Profit einzuheimsen.
Ein baldiges Ende ist nicht im Interesse der USA.
Und die Regierungen West-Europas verhalten sich wie Kinder, aber diese Kinder sind allesamt transatlantisch groß gepäppet worden und dienen nicht den Interessen Europas sonder ausschließlich den Interessen der USA.
„Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der dritte. Das ist die Regel beim Teile und Herrsche. Die USA haben diesen Krieg herbeigeführt und Trump versteht es meisterhaft sich daraus zurück zu ziehen und den Profit einzuheimsen.“
Und die Europäer setzen alles daran den Kriegsschäden und die Zahlungen an die Amerikaner zu erhöhen?
Beeindruckende Darstellung der Einsichten von Trump & Co und der daraus resultierenden Strategie. Doch Dominik Green irrt, wenn er meint, die Europäer wären wie kleine Kinder. Würden diese sich derart unvernünftig verhalten? Vielmehr ist dieses Verhalten vergleichbar mit dem von Verbrechern und Nazis. Große Verbrecher lieferten sich in den USA stets eine letzte Schlacht mit der Polizei, um dabei ums Leben zu kommen. Es gibt so viele Filme darüber. Auch die Nazis wollten bis zum Schluss lieber kämpfen und ganz Deutschland vernichten, anstatt ihre Niederlage einzugestehen. Das ist die Mentalität der Leute, die Europa ins Verderben führen und die die Bevölkerung nur als Material in ihrem Kampf betrachten, und sie schonmal kriegs- und untergangstüchtig machen wollen, (meine ich).
Der Krieg geht gegen UNS.
Wenn ihr das begriffen habt, versteht ihr auch warum die immer so weitermachen.
Ziel ist es UNS zu dezimieren und UNS UNSERE Güter zu berauben.
Ach ich dachte dir seien materielle gueter egal
Tja Heuchelei
Wer Güter besitzt, ist ohnehin raus 🤡.
Es ist schwer zu begreifen, wie mache das Nibelungenlied noch immer falsch verstehen können. Auch die Euro-Eliten haben sich die bittere Erkenntnis über das Wesen der Nibelungentreue von Wagner wohl weg trällern lassen: Am Ende sind alle tot und das ist kein Happy End und ist es nie gewesen.
„Kein geringerer als der britische Ex-Premier, Boris Johnson (2019-2022), hat Europa eindringlich vor den Folgen einer solchen Niederlage in seinem bereits vor gut einem Jahr am 21. September 2024 in The Spectator veröffentlichen Artikel „It’s time to let Ukraine join Nato“ gewarnt:“
Johnson hat natürlich einen Knall, denn, was käme nach dem NATO-Beitritt der Ukraine? Genau das, was die Amerikaner nicht wollen, ihr Kriegseintritt und ein Atomkrieg. Wenn aber die Amerikaner eine Niederlage der Ukrainer akzeptieren, werden es auch die Europäer tun müssen, da werden ihre Tricksereien nichts nützen.
Und Spass an der Niederlage hat Trump natürlich genauso wenig wie die Europäer – aber er kennt im Gegensatz zu unseren Eliten seine „cards“. Wir dagegen kennen nur die grandiosen Narrative unserer Medien.
Ich werde mal ein wenig Herumphantasieren.
Der Deal könnte mittel und langfristig so aussehen.
Europa wird immer mehr marginalisiert werden und letztendlich zerfallen.
Die EU mitsamt dem Euro sowieso.
Die USA hat vor, sich mehr oder weniger ganz Südamerika einzuverleiben und im Ausgleich das er ihnen quasi die Ukraine überlässt, möchte Trump, das die Russen die Füße stillhalten, während er das durchzieht.
Natürlich nicht, ohne noch vorher so viel wie möglich an den Waffen zu verdienen, die die
Europäer von den Amis kaufen werden zu verdienen.
So, oder ähnliches denke ich, ist gerade am laufen.
Nicht schlecht, aber die Russen werde dem Ammi nie die Ukraine überlassen.
Die ärgern sich heute noch Alaska für´n Appel und ´n Ei an die verkauft zu haben.
Das habe ich ja auch nicht geschrieben.???
Das Ganze muss natürlich irgendwie verpackt werden, ohne das Gesicht völlig zu verlieren.
Ja, ich halte diese Denkrichtung für plausibel. Allerdings meine ich, dass Russland kein besonderes Interesse an Südamerika hat, China mit seinen Investitionen der letzten Jahre dort ist da wohl eher ein Kontrahent.
Und die US müssen auch einen bemerkenswerten Spagat hinlegen: Europa soll weiter Waffen und Energie in den US kaufen, aber bei einem Frieden in der Ukraine würden sich die Europäer sehr bald wieder Russland als Tankstelle zuwenden, die ist irgendwie näher und billiger…
Die absolute Höchststrafe, zu der die USA Europas „Elite“ verurteilt haben, ist das selbstständige Entwickeln einer Strategie also einfach gesagt: denken.
D-E-N-K-E-N, auch noch selber, OMG!
Kein Wunder, das die europaweite Vollversammlung der 2 Hirnzellenbesitzer voller Freude erweiterten Selbstmord begehen möchte.
Sehr viel plausibler als das Wortgeschwalle da oben ist eine mehrteilige Artikelserie von Andreas Mylaeus.
Der hat (wohl im Gegensatz zu den meisten internationalen Kommentatoren) nicht nur die Kapitelüberschriften der NSS 2025 gelesen. Bisherige Artikel:
https://forumgeopolitica.com/de/artikel/national-security-strategy-verbalkosmetik-und-keine-richtungsanderung-teil-i-1
https://forumgeopolitica.com/de/artikel/national-security-strategy-verbalkosmetik-und-keine-richtungsnderung-teil-ii
Danach geht es in der NSS 2025 nicht um strategische Rückzüge, sondern um „mehr desselben“ und „divide et impera“. Die Vasallen in Europa und in Asien sollen verschärft ausgeplündert werden, um die US-Hegemonie zu sichern. Insbesondere Im asiatischen Raum, um China einzukreisen und einzuhegen.
Die Medien-Show ist nur oberflächliche Ablenkung. Die USA schlagen angesichts ihres drohenden Abstiegs noch mal richtig um sich. Spannend bleibt jedoch, ob sie das, was in der NSS 2025 wirklich steht, so durchziehen können oder ob die sich und die Vasallen überdehnen.
Ein guter Artikel, aber in einem Punkt muss ih dem Autor Michael Silnizki widersprechen:
Das ganze Getöse um Krieg oder Frieden in der UA kommt mir so vor wie reinste Kabucki-Theater. Da will doch niemand Frieden der selbsternannten Weszeliten, auch Trump nicht. Das ist eine Show, um Russland hinzuhalten, in der geheimen Hoffnung, dass es doch noch zusammenbricht und anschließend In die gewünschten 40 Einzelteile zu zerlegen.
Die russischen Politiker werden hoffentlich nicht ein weiteres Mal darauf hereinfallen. Was ein westlicher Vertrag wert ist, zeigt schon der Atomdeal mit dem Iran oder Minsk II.
Und über Trump macht sich nur ein völliger Naivling Illusionen, wenn man seine Aktionen hinsichtlich Venezuela oder Gaza betrachtet. Ein echter Friedensengel, hält.
Die werden UNS alles nehmen, weil der Krieg gegen UNS geführt wird.
Deswegen auch dieses Affentheater!
Mit Indien stehen auch die BRICS+ auf der richtigen Seite der Geschichte! Um die Generation Trump, Bild, Merz, etc. wird sich die Biologie dankenswerter Weise kümmern, langsam aber sicher und unaufhaltbar!
Was soll damit denn gemeint sein? Eine Atommacht vom Schlage der USA ist nicht besiegbar, außer der Planet wird verwüstet. Durch eine Niederlage der Ukraine ist diese Unbesiegbarkeit aber nicht in Gefahr. Eine Aura der konventionellen Unbesiegbarkeit gibt es dagegen gar nicht in Bezug auf Nato.
Wieso „Stigmatisierung“? Trump ist ein Faschist und Demokratieverächter.
Und Biden? Und Bush? Und Obama? und Clinton?
Der Artikel geht nicht darauf ein warum die USA weiterhin massiv Waffen und Informationen an die Ukraine liefern, ob nun direkt oder indirekt sei mal dahingestellt.
Es wäre sicher wesentlich sinnvoller und für den Leser interessanter und aufschlussreicher, mal so ausführlich wie man hier Gelaber und Geschreibsel analysiert, das tatsächliche konkrete handeln der Akteure zu analysieren.
Richtig, und danach sollte die eigentliche Arbeit folgen, nämlich zu untersuchen welche Wirkung die offiziellen Verlautbarungen (und Propaganda) im Zusammenwirken mit dem tatsächlichen Handeln erzeugen. Welche Wirkung ergibt sich im wirtschaftlichen, im geopolitischen, im militärischen usw. Und dann kommt es darauf an die Wirkung im Gesamtzusammenhang zu sehen. In den USA gibt es unzählige Thinktanks, NGO’s usw. mit gewaltigen finanziellen Mitteln, die genau das machen, allerdings mit einer speziellen Zielsetzung.
Die EU hat sich ihr Problem selbst geschaffen.
Sie ist zu Beginn des Ukrainekriegs unkritisch den US-Narrativen gefolgt und hat ihre eigene wirtschaftliche Realität ignoriert. Mit selbst verhängten Sanktionen wurde die Grundlage der europäischen Wettbewerbsfähigkeit zerstört: günstige Energie und gesicherter Zugang zu Rohstoffen.
Russland ist einer der wichtigsten Energie- und Rohstofflieferanten. Ohne diese Basis explodierten die Preise, im Maschinenbau teils auf das Dreifache – für viele Unternehmen das Ende ihres Geschäftsmodells.
Gleichzeitig setzte die EU politisch und finanziell alles auf Aufrüstung. Milliarden flossen in die Rüstungsindustrie. Kommt nun Frieden, steht Europa vor der nächsten selbst geschaffenen Baustelle: einer aufgeblähten Kriegsindustrie, die niemand mehr braucht.
Das ist keine Strategie, sondern wirtschaftliche und politische Selbstzerstörung.
Eine Kriegsindustrie ist rein konsumtiv und muss von der Wirtschaft per Steuern finanziert werden. Wie soll das geschehen, wenn wir gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft ruiniert haben?
Die Rezession und die Deindustrialisierung werden ja nicht enden und die Wettbewerbsfähigkeit nicht wieder hergestellt, nur weil Merz dies in seiner Neujahrsansprache verspricht.
Wir ruinieren gerade unsere eigene Wirtschaft: Sanktionen, explodierende Energiepreise, Unternehmen am Abgrund und trotzdem pumpt Deutschland 100 Mrd. Sondervermögen plus 180 Mrd. neue Schulden in Aufrüstung, die niemals zurückgezahlt werden und das wissen die Herren genau. Wenn die Wirtschaft jetzt zusammenbricht, ist es ein Frage der Zeit, wann der Rest auch zusammenbricht.
Da ändern Merz Reden gar nichts.
Ein (mich) faszinierender Artikel, der viele Aspekte der komplizierten gegenwärtigen Lage beleuchtet. Was ich nicht beurteilen kann, ist , ob er mit seiner Annahme recht hat, dass sich die Entwicklung zu einer neuen Konstellation der Kräfte in der Welt bereits vollzogen hat. Mir erscheint das noch immer sehr fragil, noch längst nicht entschieden. Ich meine jetzt nicht den Abstieg Europas, den nur unsere politische Klasse nicht zu verstehen scheint. Der ist längst mit den Händen zu greifen und mit dem politischen Personal des Kontinents auch nicht mehr aufzuhalten. Ich denke aber, dass der Machtkampf in den USA selbst, der vom Autoren nicht behandelt wird, noch nicht entschieden ist. Das könnte, wenn Trump bei den kommenden Wahlen starke Verluste hinnehmen muss, an Dynamik gewinnen. Die Kräfte, auf die „Europa“ hofft und die mit der Demokratischen Partei nur ungenügend beschrieben sind, verschwanden nicht mit Trumps Wahl im Nichts und deren Anspruch auf Weltherrschaft mit allen Mitteln, mit Krieg, Terror, ökonomischer und Kultureller Verwüstung, mit Millionen Toten auf dem Planeten, ist ungebrochen. Wäre ein Thema für einen weiteren Artikel von kundigen Autoren.
Aber noch zu schönen Sätzen aus dem Text: „Ohne Amerika kann es (Europa) keinen Krieg führen und ohne Russland gibt es keinen Frieden in Europa.“ Simpel und zutreffend.
Dann noch diese Maßregelung durch den indischen Außenminister. Wenn ich sowas lese, wird mir eins wieder klar, dass ich mich so gar nicht zu diesem „Europa“ gehörig fühle. Nicht zu diesem „Westen“. Ich weiß nicht, wie das Menschen geht, die den Anschluss der DDR und des Ostblocks um jeden Preis haben wollten. Vermutlich ganz anders und wahrscheinlich sind Leute, die das so wie ich sehen, eine verschwindende Minderheit. Aber wenn ich daran denke, wie ich die Arroganz der neuen Herren erlebte, ihre Verachtung für uns und unser Leben, ahne ich, wie die in anderen Teilen der Welt wahrgenommen werden. Dumm bloß, dass die in ihrer Borniertheit nicht verstehen, wenn man ihnen in diplomatischer Sprache sagt, dass sie sich um ihre eigene Angelegenheiten kümmern sollen und selbst deutlichere Ansagen ihre Aufnahmefähigkeit überfordern.
Entweder hat Selenskyj die Lage nicht im Griff oder er lügt“
Die russischen Geheimdienste führten eine technische Untersuchung der Navigationssysteme eines der ukrainischen Drohnen durch, die in der Nacht zum 29. Dezember im Luftraum der Nowgoroder Region abgeschossen wurden. Aus der Navigationsanlage konnte ein Flugplan-Datei extrahiert werden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
Die Entschlüsselung der Routendaten zeigte, dass das endgültige Ziel des Angriffs einer der Objekte der Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Nowgoroder Region war.
Diese Materialien werden über festgelegte Kanäle an die USA übermittelt, heißt es in der Erklärung des Ministeriums.
Der Kommandeur der Flugabwehrtruppen der russischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Alexander Romanenkow, kommentierte Selenskyjs Versuche, sich von dem Vorfall zu distanzieren:
„Selenskyj, der sich öffentlich von dem am 29. Dezember verübten Terroranschlag auf die Residenz des russischen Präsidenten in der Nowgoroder Region distanziert, hat entweder keine Ahnung von der tatsächlichen Lage oder er lügt einfach wie üblich.“
Das russische Verteidigungsministerium betonte, dass es unbestreitbare Beweise für die Beteiligung Kiews an dem Terroranschlag vorgelegt habe. Die technischen Daten aus dem Navigationssystem der abgeschossenen Drohne schließen jegliche Versuche der ukrainischen Führung aus, ihre Verantwortung zu leugnen.
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, warnt vor einer weiteren Schwächung oder gar „dem Zerfall der Europäischen Union“.
Deutschlands wichtigste Aufgabe sei es, das europäische Projekt „nach innen und außen zu schützen und mit großen Initiativen neu zu beleben“, sagte der frühere Top-Diplomat.
Eine Warnung vor dem Ende der undemokratischen EU hat Herr Ischinger ausgesprochen.
Nun, das ist eigentlich nur eine Perspektivfrage.
Menschen, die von diesem antidemokratischen und autoritären Konstrukt EU (meine Meinung) profitieren, sind naturgemäß für ihren Erhalt.
Ich zähle allerdings nicht zu diesem äußerst überschaubaren Kreis und würde mich sehr über ein baldiges Ende der EU in ihrer jetzigen Form freuen!!
Die AFD hat da meiner Meinung eine sehr gute Idee: Umwandeln der EU in eine reine Wirtschaftsgemeinschaft souveräner Staaten.
Dass es bei einer Zerschlagung des Bürokratiemonsters EU Opfer zu beklagen gibt, lässt sich nicht vermeiden.
So müssen all die Mitarbeitenden, die sich in den vergangenen Jahren über die ständige Erhöhung ihrer Bezüge freuen durften, wohl oder übel zurück auf den Arbeitsmarkt!!
Aber die gute Nachricht ist: Wenn diese autoritäre EU endlich durch etwas Gutes ersetzt wurde, sollten die offenen Stellen auf dem Arbeitsmarkt wieder mehr werden!!
@ Walter Nikolaus Gerhartz
Sehe ich genau so. Wobei die „Zerschlagung des Bürokratiemonsters“ einen entscheidenden Schub auf dem Markt der Fachkräfte zeitigen müsste. Wäre doch eine win-win-Situation, oder nicht?
WARUM HABEN DIE UKRA -NAZIS SEIT 2015 DIE RUSSISCHEN MENSCHEN IM DONBASS ERMORTET UND BESCHIESSEN AUCH HEUTE NOCH GEZIELT ZIVILISTEN !!
An Zelenzky & EU. Nichts ist ist besser als einen erfundenen Feind zu schaffen, um das Volk in Schach zu halten….. Alte Römische KRIEGSLIST
Ja, man hatte mehrmals die Chance mit Russland einen optimalen Wirtschaftspartner zu haben und dazu noch Frieden in Europa, seit Putin an der Macht ist. Jelzin war ja nur eine Marionette Washingtons, da war Hopfen und Malz von Anfang an für Europa verloren, aber Putin hat eine gute wirtschaftliche und sogar militärische Zusammenarbeit mit Europa und sogar den USA mehrmals angeboten, stieß aber bei den US-Vasallen im Bundestag und in Brüssel auf taube Ohren und brüskierte Ignoranz.
Klar ist ja bekanntlich auch – und das gilt mit Sicherheit immer noch, dass eines der primären außenpolitischen Ziele der USA in den vergangenen 100 Jahren die Verhinderung einer guten Wirtschaftsbeziehung zwischen Russland und Deutschland war. Von daher denke ich, würde man mal davon ausgehen, dass das aktuelle, völlig überforderte und inkompetente Führungspersonal in Berlin und Brüssel zum Teufel gejagt und gegen intelligente, vorausschauend denkende kompetente Fachkräfte ersetzt würde, das wieder wirtschaftlich und politisch mit Russland kooperieren würde, um an günstige Energie, sowie seltene Erden und wichtige Metallrohstoffe zu kommen, im Gegenzug natürlich Technologietransfer – würde selbst Trumps USA alles tun, um das zu verhindern, weil sie es ohne Konsequenzen könnten -siehe NS2.
Ein Schritt in die richtige Richtung und meines Erachtens der entscheidende Schritt, weil dieser Grundvoraussetzung für alle weiteren wäre, ist die Autonomie der EU in Bezug auf IT von den USA. Betriebssysteme, Hardware, Apps- alles ist aktuell mit Backdoors für NSA und Konsorten „geimpft“ und somit wird es mit dieser IT- Infrastruktur in der EU keine Souveranität geben können.
Interessante Gedanken des Autors, denen man auch einiges entgegensetzten könnte. Aber in einem Punkt irrt Silnitzki.
B. Johnsons Eingeständnis: „Eine Niederlage der Ukraine wäre aber vor allem – um es ganz deutlich zu sagen – eine katastrophale Niederlage für die Nato. Es wäre die Explosion der Aura der Nato-Unbesiegbarkeit, …“ ist keine Einsicht, sondern seine Warnung, den Krieg nicht zu beenden.