
Amerikas neue Sicherheitsdoktrin.
„NSS 2025 ist keine Strategie, sondern eine Absichtserklärung.“ (Douglas Macgregor, 12. Dezember 2025)
„Vance hat seine Verachtung für Europa bereits in München deutlich gemacht; Trump hat sie nun zur Nationalen Sicherheitsstrategie erhoben. Es handelt sich um eine politische Kriegserklärung an die EU…. Die EU-Staats- und Regierungschefs müssen aufhören, so zu tun, als sei Trump nicht unser Gegner …“ (Josep Borrell, 9. Dezember 2025)
1. Kriegsbegeisterte „Pazifisten“
Am 8. Dezember 2025 postete Trump auf TruthSocial einen Link zu einem Artikel der New York Post mit der Überschrift „Impotent Europeans can only fume as Trump rightly sidelines them from Ukraine deal“ (Impotente Europäer können nur wütend sein, da Trump sie zu Recht vom Ukraine-Deal ausschließt).
Der gepostete Artikel stammt vom britischen Historiker und Kolumnisten, Dominic Green. Darin greift der Autor die Haltung der EU-Europäer zum Friedensplan des US-Präsidenten frontal an und merkt sarkastisch an:
„Die Europäer sind Pazifisten, die den Krieg fortsetzen wollen; Krieger, die keine Schwerter haben; Strategen, die nichts verstehen, und Verbündete, die ihren amerikanischen Gönner verschwörerisch verhöhnen, während er versucht, den Krieg zu beenden, den ihre Eitelkeit mit ausgelöst hat“ (The Euros are pacifists who want to prolong a war, warriors who have no swords, strategists who haven’t a clue — and allies who conspire and sneer at their American patron and protector when it seeks to end a war that their vanity helped to start).
„Wie Kinder wollen die Europäer den Konsequenzen ihrer Unreife entgehen, indem sie mit den Füßen stampfen, weil die Erwachsenen unfair sind, und die Hände nach zusätzlichem Taschengeld ausstrecken“, spottet der Brite weiter. Die Diskrepanz zwischen den europäischen Träumereien und der harten geopolitischen Realität will das EU-Führungspersonal in der Tat ebenso wenig wahrhaben, wie die bevorstehende militärische Niederlage der Ukraine und in deren Schlepptau die Niederlage der sie unterstützenden Nato-Allianz.
Kein geringerer als der britische Ex-Premier, Boris Johnson (2019-2022), hat Europa eindringlich vor den Folgen einer solchen Niederlage in seinem bereits vor gut einem Jahr am 21. September 2024 in The Spectator veröffentlichen Artikel „It’s time to let Ukraine join Nato“ gewarnt:
„Eine Niederlage der Ukraine wäre aber vor allem – um es ganz deutlich zu sagen – eine katastrophale Niederlage für die Nato. Es wäre die Explosion der Aura der Nato-Unbesiegbarkeit, die uns – den Briten – in den letzten 80 Jahren Sicherheit gewährt hat“ (Above all, a defeat for Ukraine would be – let us not mince our words – a catastrophic defeat for Nato, the explosion of the aura of Nato invincibility that has helped keep us – the British – safe for the past 80 years).
Hätte Johnson diese Erkenntnis schon in März/April 2022 gehabt, hätte er sich nicht getraut, die Friedensverhandlungen platzen zu lassen.1 Freilich haben Macron, Merz, Starmer, von der Leyen und Co. das bis heute nicht begriffen und gefährden dadurch, ohne sich dessen bewusst zu sein, die „Aura der Nato-Unbesiegbarkeit“.
Das haben aber Trump und seine Mannschaft verstanden und versuchen schon seit Monaten, dagegen zu steuern. Vergeblich, wie man sieht! Europa macht nicht mit. „Die Europäer würden … lieber einen Krieg zu Putins Bedingungen als Frieden zu Trumps Bedingungen riskieren“ (… the Europeans would rather risk war on Putin’s terms than peace on Trump’s), schreibt Green.
Zutreffend ist auch seine Feststellung, dass „Europas Obstruktion von Trumps Deal ein Geschenk an Putin ist“ (Europe’s obstruction of Trump’s deal is a gift to Putin). Denn es gibt in der Tat auch in Russland und nicht nur in der EU viele Kriegsfalken, die den Krieg fortsetzen und die ganze Ukraine, insbesondere die Hafenstadt Odessa und die zweitgrößte Stadt der Ukraine Charkow, in denen überwiegend die sog. „ethnischen Russen“ leben, erobern wollen.
Trumps Argumentation ist darum nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn er darauf hinweist, dass Russland, sollte eine Friedensregelung nicht so schnell wie möglich getroffen werden, noch mehr Territorium besetzen wird. Aber selbst diese Argumentation beeindruckt die EU-Europäer nicht sonderlich.
Sie befinden sich in ihrem eigenen Paralleluniversum und wünschen sich weiterhin die Fortsetzung des Krieges „bis zum letzten Ukrainer“ (Boris Johnson) nach dem Motto: Lieber Krieg als Putins Diktatfrieden!
Nun ja, es sind nicht die EU-Europäer, die sterben, sondern die anderen – die Slawen -, die sich seit beinahe vier Jahren gegenseitig abschlachten.
Bei einer derartigen Geisteshaltung muss man sich dann nicht wundern, wenn Europa von den Friedensverhandlungen ausgeschlossen wird, Trump auf Distanz zum EU-Establishment geht und die EU sich gedemütigt fühlt und fordert, an der Gestaltung einer gesamteuropäischen Friedens- und Sicherheitsordnung beteiligt zu sein.
„Wer sich wie ein Kind benimmt, wird auch so behandelt“ (But if you act like a child, you get treated like one), schreibt Green verächtlich. Zu Recht!?
2. Gefangen zwischen Nostalgie und Realpolitik
Wie tief das Zerwürfnis zwischen Trumps Amerika und dem EU-Führungspersonal ist, zeigen die immer deutlich werdenden und in der Öffentlichkeit offen zu Tage getretenen Differenzen im Ukrainekonflikt sowie eine verärgerte, ja verbissene Reaktion der EU-europäischen und transatlantisch gesinnten Eliten diesseits und jenseits des Atlantiks auf die neue US-amerikanische Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) 2025.
„Die amerikanische Russlandpolitik ist nicht nur ein Dolchstoß in den Rücken der Ukraine, sie diskreditiert und schwächt zudem Europa, seine Institutionen und seine Weltanschauung“, empört sich der an der Princeton University lehrende britische Wirtschaftshistoriker, Herald James, im Handelsblatt2.
Bereits vor gut einem Jahr, am 28. Oktober 2024, hat James dem Handelsblatt ein Interview gegeben unter dem marktschreierischen Titel „In den USA drohen Weimarer Verhältnisse“, indem er „vor den Gefahren für die US-Demokratie durch Donald Trump“ warnte und „eine Globalisierung der Kriege“ prophezeite.
Im Vorfeld der US-Wahlen zeigte sich James als Anhänger der US-Demokraten, der sich selbst nicht zu schade war, sich deren Wahlkampfrhetorik zu eigen zu machen, um Trump als „Faschisten“ zu denunzieren3.
Und der längst in Vergessenheit geratene Stanford-Politologe, Francis Fukuyama, versteigt sich zu der abenteuerlichen Aussage: Die Tatsache, dass „der US-Präsident russische Positionen übernimmt, schwächt weltweit die Demokraten und stärkt die Autokraten“3.
Der eine Prophet, der bereits mit seiner Prophezeiung vom „Ende der Geschichte“ eine Bauchlandung erlitten hat, traut sich heute eine neue Voraussage zu von einer Schwächung der Demokratien und Stärkung der Autokratien durch Trump, als hätten die „liberalen Internationalisten“ nicht schon längst die westlichen Demokratien mit ihren zahllosen Interventionen und Invasionen im vergangenen Vierteljahrhundert deskreditiert.
Und der andere Prophet, der „eine Globalisierung der Kriege“ durch Trump prophezeite, redet über eine neue „Dolchstoßlegende“.
Neuerlich meldete sich auch Schwedens ehem. Premier und Außenminister, Carl Bildt (1991-1994, 2006-2014) zu Wort und warf Trump eine Sprache vor, „die man sonst nur in den bizarren Köpfen des Kremls findet“4.
Diese alten Männer wie James (geb. 1956), Fukuyama (geb. 1952), Bildt (geb. 1949) trauern der Vergangenheit nach, leben immer noch im 20. Jahrhundert und führen weiterhin ihren „Kalten Krieg“ fort. Sie möchten immer noch nicht wahrhaben, dass das 20. Jahrhundert bereits fünfundzwanzig Jahre hinter uns liegt und dass nicht nur der Ost-West-Konflikt, sondern mittlerweile auch die unipolare Weltordnung mit ihrer gewaltsamen Missionierung von Demokratie und Menschenrechten seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine am 24. Februar 2022 zu Ende gegangen ist.
Diese Männer von gestern, die in Russland nach wie vor einen systemideologischen Feind sehen, der mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt, haben immer noch nicht verstanden, dass sich die Welt in einem dramatischen geopolitischen Wandel befindet, der das Zeug dazu hat, die fünfhundertjährige Weltherrschaft des „Westens“ wegzufegen. Die Folgen dieser dramatischen Entwicklung sind heute mit bloßem Auge auf den ukrainischen Schlachtfeldern zu besichtigen.
Das hat Trump aber längst verstanden und versucht fieberhaft sowohl gegen einen Niedergang der US-Hegemonie als auch gegen eine kaum noch abwendbare Kriegsniederlage der Ukraine zu steuern, um zu retten, was noch zu retten ist.
Allen Unkenrufen zum Trotz und ungeachtet seiner Stigmatisierung als „Faschist“ und Demokratie-Verächter und/oder -Zerstörer nimmt mit Trump in einem US-Ranking zu den mächtigsten Personen in Europa erstmals ein US-Politiker die Spitzenposition ein. „Niemand hat in diesem Jahr mehr Einfluss in oder auf Europa ausgeübt als der US-Präsident“, heißt es in der Rangliste der „28 mächtigsten Personen“ des US-Magazins Politico am 9. Dezember 2025 zur Begründung.
Ob Trump tatsächlich zu der „mächtigsten Person in Europa“ geworden ist, wozu Politico ihn auserkoren hat, bedürfte es noch eines Beweises, ist doch der Widerstand gegen seine Russland- und Ukrainepolitik seitens der europäischen Führungsspitze Merz, Macron, Starmer und von der Leyen ganz gewaltig.
Nachdem sie ihre Schockstarre infolge der Veröffentlichung der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) überwunden haben, rumort es in Europa und das Rumoren wird immer stärker und lauter. Nur eine Stimme statt vieler spricht Bände: „Mit dieser Strategie erklärt man faktisch Europas Politik, Europas politischen Führern und der EU den Krieg“, schreibt Max Bergmann (Direktor des Programms für Europa, Russland und Eurasien am Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington, D.C.) in seinem CSIS-Beitrag am 5. Dezember 2025.
Deswegen überschreibt er auch seinen Beitrag mit den Worten: „The NSS That Could Destroy the NATO Alliance“ (Die Nationale Sicherheitsstrategie, die die Nato-Allianz zerstören könnte). Diesen völlig überzogenen Alarmismus machen sich beinahe alle transatlantisch gesinnten Kommentatoren zu eigen, die immer noch in den Schützengräbern des „Kalten Krieges“ verschanzt sind und in Russland einen „natürlichen“ Feind der „offenen Gesellschaft“ (Karl Popper) sehen.
Diesen Nostalgikern, die den „glorreichen“ Zeiten der längst vergangenen Epoche nachtrauern, kann man nur mit einem Michail Gorbatschow zugeschriebenen Spruch zurufen: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Russland ist heute weder die Sowjetunion noch der systemideologische Feind der „offenen Gesellschaft“. Diese Männer von gestern, die immer noch mächtig sind und in der EU das Sagen haben, sind dessen ungeachtet entsetzt und empört darüber, dass Trump eher in Europa als in Russland Amerikas „Gegner“ (adversary) sieht.
Stimmt aber das überhaupt? Trump sieht nicht so sehr in Europa als vielmehr im EU-Establishment seinen Gegner. Am 9. Dezember 2025 veröffentlichte das Nachrichtenportal Defense One Auszüge aus einer nach eigenen Angaben „ausführlicheren Version“ der NSS 2025.
Während die öffentlich zugängliche NSS das Ende einer „ständig expandierenden Nato“ fordert, geht die „vollständige“, unautorisierte Version detaillierter darauf ein, wie die Trump-Administration Europa wieder groß machen möchte. Laut Defense One wurden in dem Dokument Polen, Österreich, Italien und Ungarn als Länder aufgeführt, mit denen die USA „stärker zusammenarbeiten sollten … mit dem Ziel, sie von der EU abzukoppeln“.
Es geht mit anderen Worten nicht um Trumps Gegnerschaft zu Europa, sondern zu dessen EU-Führungspersonal. Mehr noch: Der unautorisierte Teil der NSS 2025, sollte er authentisch sein, geht noch einen Schritt weiter: Die US-Strategen schlagen einen „Kern-Fünf“ (Core 5) bzw. C5 vor, bestehend aus den USA, China, Russland, Indien und Japan – die Länder mit mehr als 100 Millionen Einwohnern.
Dieser C5 würde sich, ähnlich wie die G7, regelmäßig zu Gipfeltreffen zusammenkommen, um die aktuellen weltpolitischen Fragen zu erörtern. Wie man sieht, Europa spielt in diesem Exklusivclub keine geopolitische Rolle.
Der Ukrainekrieg und Trumps Amerika haben geo- und sicherheitspolitische Entwicklungen in Gang gesetzt, worüber man nun stauen kann. Die „glorreiche“ Vergangenheit hat in diesem weltpolitischen Machtumfeld nichts verloren. Erneut bewahrheitet sich der alte Spruch: Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit!
3. Die USA: Auf einem strategischen Rückzug
Es besteht ein tiefgreifendes und grundlegendes Missverständnis zwischen Trumps Amerika und dem EU-Establishment, da die beiden Seiten sowohl aneinander vorbeireden als auch mit gezinkten Karten spielen. Zwar beteuert die NSS 2025, dass „Europa strategisch und kulturell von entscheidender Bedeutung für die Vereinigten Staaten bleibt“, fügt aber gleichzeitig hinzu: Europa stehe vor der „düsteren Aussicht auf zivilisatorische Auslöschung“ (stark prospect of civilizational erasure).
Schuld daran seien laut der NSS die „Europäische Union und andere transnationale Organisationen, die die politische Freiheit untergraben“ und die „politischen Opposition unterdrücken“. Was hier insinuiert, vorausgesagt und zugleich angekündigt wird, ist nicht etwa „der Untergang des Abendlandes“ à la Oswald Spengler, sondern eine Kampfansage an die transnationalen Eliten mit ihrer Universalideologie von Demokratie und Menschenrechten, die Europa, die USA und den Rest der Welt seit fünfunddreißig Jahren „terrorisieren“ und ungeachtet ihres Versagens bei der Missionierung der „westlichen Werte“ nach wie vor darauf beharren.
Dieses Unbehagen der NSS-Autoren hat Trump selber zuletzt bei seiner ersten Auslandsreise im Nahen Osten (Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate) von 13. bis 16. Mai 2025 zum Ausdruck gebracht, als er am 13. Mai in Riad eine der vielleicht bedeutendsten Reden der US-Präsidenten seit Bushs Rede über die „Neue Weltordnung“ vom 11. September 1990 hielt.
Trump verurteilte darin u. a. nicht nur die neokonservative Praxis des sog. „Nation Building“ in der Region aufs Schärfste, sondern schwor auch, nie wieder den Weg jener Abenteurer zu beschreiten, die in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren zum sinnlosen Vergießen amerikanischen Blutes und zur Verschwendung nationaler Ressourcen geführt haben, um dem Nahen Osten die „westlichen Werte“ und „liberale Demokratie“ zu oktroyieren.
„Letztendlich haben die sogenannten ‚Nation Builder‘ weit mehr Staaten zerstört, als sie je aufgebaut haben. Sie haben sich in komplexe Gesellschaften eingemischt, die sie nicht einmal gekannt haben. Die glitzernden Bauten von Riad und Abu Dhabi wurden nicht von diesen ‚Architekten der Demokratie‘ geschaffen, nicht von den Neocons oder den liberalen NGOs, die Billionen von Dollar ausgaben, aber weder Kabul noch Bagdad Wohlstand brachten,“ sagte Trump dem verblüfften Publikum. Niemand hat vermutlich von ihm eine solche Rede erwartet5.
Am 31. Oktober 2025 bekräftigte Tulsi Gabbard (Director of National Intelligence) diese Neuausrichtung der US-Außenpolitik in ihrer Rede bei einer Veranstaltung des International Institute for Strategic Studies (IISS) in Bahrain:
„Wir hoffen, dass die alte Denkweise Washingtons der Vergangenheit angehört, die uns viel zu lange beschäftigt hat. Jahrzehntelang steckte unsere Außenpolitik in einem kontraproduktiven und endlosen Kreislauf aus Regimewechsel und Nation-Building fest. Es war ein Ansatz, der darauf abzielte, Regime zu stürzen, anderen unser Regierungssystem aufzuzwingen, in kaum verstandene Konflikte einzugreifen und am Ende mehr Feinde als Verbündete zu haben. Die Folge: Billionen ausgegebene Dollar, unzählige Tote und in vielen Fällen die Schaffung größerer Sicherheitsbedrohungen, der Aufstieg islamistischer Terrorgruppen wie des IS.“6
Vor diesem Hintergrund ist die in der NSS formulierte Neuausrichtung auch der US-Europa-Politik nur noch konsequent. Ihre Quintessenz besteht darin, dass sich die Trump-Administration nicht zuletzt mangels ökonomischer und militärischer Ressourcen entschied, auf Distanz zur globalen US-Dominanz zu gehen und sich allein auf die in der westlichen Hemisphäre zu konzentrieren, um die US-Hegemonie zu konsolidieren.
Im Ansatz wurde diese Strategie bereits zurzeit der ersten Trump-Administration vorgedacht, als es darum ging, von der sog. „strategischen Gleichzeitigkeit“ (strategic simultaneity) zur „strategic diplomacy“ überzugehen, um einen Zweifrontenkrieg zu vermeinden.7
Die NSS 2025 unterscheidet sich freilich von der NSS 2017 dadurch, dass die letztere auf die Konfrontation mit den „revisionistischen Mächten“ Russland und China angelegt war, die sich der US-Hegemonie widersetzt haben, wohingegen dieser konfrontative Aspekt in der NSS 2025 fehlt und es vielmehr um eine „strategische Stabilität“ mit Russland geht bzw. ein geoökonomischer Modus Vivendi mit China angestrebt wird.
In diese Entwicklung reiht sich im Übrigen nahtlos auch ein Gesetzentwurf zum Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato ein, der vom republikanischen US-Abgeordneten, Thomas Massie, am 9. Dezember 2025 eingebracht wurde.
„Massie (Republikaner aus Kentucky) hat den Gesetzentwurf H.R. 6508 eingebracht, um die Vereinigten Staaten aus der Nordatlantikpakt-Organisation (Nato) zurückzuziehen“, heißt es in einer Pressemitteilung auf der Seite des Abgeordneten und auf der Website des Repräsentantenhauses.
„Die Nato ist ein Relikt des Kalten Krieges. Wir sollten aus der Nato austreten und das Geld für die Verteidigung unseres eigenen Landes verwenden, nicht für die Verteidigung sozialistischer Länder“ (NATO is a Cold War relic. We should withdraw from NATO and use that money to defend our own country, not socialist countries), schreibt Massie und fährt fort:
„Die Nato wurde gegründet, um der Sowjetunion entgegenzuwirken, die vor über dreißig Jahren zusammenbrach. Seitdem hat die US-Beteiligung die Steuerzahler Billionen von Dollar gekostet und birgt weiterhin das Risiko einer US-Verwicklung in Kriege im Ausland. Unsere Verfassung sieht keine dauerhaften Verwicklungen in Auslandseinsätze vor, wovor uns unsere Gründerväter ausdrücklich gewarnt haben. Amerika sollte nicht die Sicherheitsdecke der Welt sein – insbesondere dann nicht, wenn reiche Länder sich weigern, für ihre eigene Verteidigung zu zahlen“ (NATO was created to counter the Soviet Union, which collapsed over thirty years ago. Since then, U.S. participation has cost taxpayers trillions of dollars and continues to risk U.S. involvement in foreign wars. Our Constitution did not authorize permanent foreign entanglements, something our Founding Fathers explicitly warned us against. America should not be the world’s security blanket—especially when wealthy countries refuse to pay for their own defense).
Besser, wie Massie es getan hat, kann die Quintessenz der NSS 2025 es gar nicht formulieren: Trumps Amerika befindet sich auf einem strategischen Rückzug, um die eigenen ökonomischen und militärischen Kräfte zu konsolidieren, einen unnötigen Ballast abzuschütten und auf die Zukunft gut gewappnet zu sein. „Amerika sollte nicht die Sicherheitsdecke der Welt sein – insbesondere dann nicht, wenn reiche Länder sich weigern, für ihre eigene Verteidigung zu zahlen“, sagt Massie.
Diese Ökonomisierung der Sicherheitspolitik liegt der NSS 2025 zugrunde und ist nichts anderes als eine Neuauflage dessen, was ich 2021 zurzeit der ersten Trump-Administration Geo-Bellizismus als Folge der Geoökonomisierung der Geopolitik nannte.8
Die Zeiten haben sich allerdings seitdem drastisch zu Lasten der US-Hegemonie geändert. Die US-Weltmachtstellung ist heute nicht mehr das, was sie noch vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine war. Aus Sicht von Trumps Amerika ist es darum nur folgerichtig sich auf einen strategischen Rückzug zu begeben, um zu retten, was noch zu retten ist9, bevor es zu spät ist.
Dass diese Strategie zu Lasten der europäischen Nato-Verbündeten geht, versteht sich ganz von selbst. Nichts ist ewig und alles befindet sich im Fluss! πάντα ῥεῖ.
4. Europa: An der strategischen Kreuzung
Und wie reagiert Europa mit seinem erneut vom „kriegerischen Geist“10 ergriffenen Führungspersonal auf Trumps Herausforderung? Zunächst wehleidig und selbstbemitleidend, sodann irritiert, ratlos, empört, entsetzt und anschließend auf Abwehr geschaltet. Das EU-Establishment ist entnervt, die Nerven liegen blank, die Stimmung ist mies und es weiß nicht so genau, wie es mit seinem US-Schutzpatron weitergehen soll.
Da hat Nathalie Tocci (Direktorin des Istituto Affari Internazionali) diese Stimmung aufgegriffen und ihren am 5. Dezember 2025 in Foreign Policy veröffentlichten Beitrag mit einem provokanten Titel versehen: „Does Europe Finally Realize It’s Alone?“ (Begreift Europa endlich, dass es allein ist?).
Nun ja, Europa ist (noch) nicht so weit, um sich einsam und verlassen zu fühlen. Allerdings wird es für die EU-Europäer sicherheitspolitisch langsam ungemütlich! Trumps Amerika geht auf Distanz zu europäischen Nato-Verbündeten und die EU-Europäer haben sich frei- und mutwillig von „Putins Russland“ selbst isoliert.
Trumps Neuausrichtung der US-Sicherheits- und Europa-Politik hat die empörten und entsetzten EU-Europäer überrascht und voll erwischt, weil sie offenbar Trumps außenpolitischen Intentionen entweder die ganze Zeit nicht zugehört oder diese nicht ernstgenommen bzw. ignoriert haben.
Jetzt rächt sich diese Ignoranz und Europa steht wie ein begossener Pudel da und kann immer noch nicht fassen, dass Trumps Amerika den fünfunddreißig Jahre lang propagierten „liberalen Internationalismus“ mit dessen Universalideologie von Demokratie und Menschenrechen und die darauf gegründete Sicherheitspolitik zertrümmert und einfach über Bord wirft.
Die EU-Europäer wurden, wie oben gesehen, längst gewarnt, ignorierten aber diese Warnung beharrlich. Nun werfen sie ihrerseits Trump Verrat an den „westlichen Werten“, denen gegenüber dieser nur Spott und Hohn empfindet, sowie Verrat an der „ukrainischen Sache“, als hätte Trump und nicht Biden, Boris Johnson und ihre Kriegskameraden den Krieg mitzuverantworten.
Trumps Amerika ist es nur schwer zu erklären, warum die Ukraine verteidigt werden muss, die nicht einmal ein Nato-Mitglied ist. Darum betrachtet es die Ukraine als ein rein europäisches Projekt, worum Europa sich auch allein kümmern müsse.
Zu Recht wies Nathalie Tocci von daher im eben erwähnten Beitrag darauf hin, dass die EU-Europäer etwas missverstanden haben:
„Die Europäer wiegten sich in dem Glauben, US-Präsident Donald Trump sei zwar unberechenbar und widersprüchlich, aber letztlich beherrschbar. Das ist zwar beruhigend, aber falsch. Von der Rede des US-Vizepräsidenten, JD Vance, in der er Europa auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar verunglimpfte, bis hin zur neuen US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsstrategie vom 4. Dezember verfolgt die Trump-Administration seit Langem eine klare und konsequente Vision für Europa: eine Vision, die den Beziehungen zwischen den USA und Russland Priorität einräumt und darauf abzielt, den Kontinent zu spalten und zu beherrschen.
Ein Großteil der Drecksarbeit wird dabei von nationalistischen, rechtsextremen europäischen Kräften erledigt, die nun sowohl von Moskau als auch von Washington unterstützt werden. Es ist längst an der Zeit, dass Europa erkennt, dass es im Hinblick auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die Sicherheit des Kontinents bestenfalls allein dasteht. Schlimmstenfalls sieht es sich nun zwei Gegnern gegenüber: Russland im Osten und Trumps Vereinigten Staaten im Westen.“
Nun ja, man muss nicht mit allem, was Tocci geschrieben hat, einverstanden sein. In einem hat sie jedoch recht: Europa geht schweren Zeiten entgegen. Es muss sich geo- und sicherheitspolitisch ganz neu erfinden und sich geoökonomisch in einer Welt zurechtfinden und neu aufstellen, die noch feindseliger und wettbewerbsfähiger geworden und in der nicht eindeutig ist, wer Freund und wer Feind ist.
In einer Welt, in der die Blocklogik des „Kalten Krieges“ nicht mehr zeitgemäß bzw. anachronistisch ist, müssen die EU-Europäer ganz neue sicherheitspolitische Wege gehen und Alternativen entwickeln, wenn sie geo- und sicherheitspolitisch überleben und sich geoökonomisch behaupten wollen.
Mit dem gegenwärtigen EU-Führungspersonal wird es indes schwierig sein, zu sehr ist es im Blockdenken der Konfrontation gefangen und zu wenig ist es in der Lage, die vor seinen Augen stattfindenden geo- und sicherheitspolitischen Umwälzungen unserer Zeit zu begreifen.
Den gegenwärtigen EU-Macht- und Funktionseliten mangelt es am strategischen Weitblick. Zu kleinteilig und zu provinziell ist ihr Denken, das über den europäischen Tellerrand nicht hinausschauen will und kann.
Trumps Amerika befindet sich auf einem strategischen Rückzug und Europa an einer strategischen Kreuzung und weiß nicht, wohin es marschieren soll. Marschiert es in Richtung der Fortsetzung des Ukrainekrieges, muss es ohne Amerika auskommen; marschiert es in Richtung des Friedens, muss es sich Russlands Diktatfrieden gefallen lassen.
Ohne Amerika kann es keinen Krieg führen und ohne Russland gibt es keinen Frieden in Europa. Die EU steckt in der Zwickmühle. Am Ende des Weges kann es passieren, dass Europa allein auf weiter Flur ist und sich, worauf Nathalie Tocci hingewiesen hat, „zwei Gegnern gegenübersieht: Russland im Osten und Trumps Vereinigten Staaten im Westen“ (it now faces two adversaries: Russia in the east and Trump’s United States in the west).
Das EU-Führungspersonal will aus mentalen und ideologischen Gründen einfach nicht wahrhaben, wie weit doch die Machterosion Europas geo-, sicherheits- und wirtschafspolitisch fortgeschritten ist. Um die ganze Dramatik dieser Entwicklung besser nachvollziehen zu können, sollte man einem der klügsten Köpfe Indiens – dem altgedienten, seit 2019 amtierenden indischen Außenminister, Subrahmayam Jaishankar, – zuhören.
Auf einer jährlichen, im Zeitraum vom 2. bis 4. Juni 2022 stattgefundenen Konferenz Globsec Bratislava Forum wurde er gefragt, warum Indien russisches Öl einkauft und damit den Krieg in der Ukraine mitfinanziert, wo doch der Westen alles tut, um gerade die Finanzierung dieses Krieges zu verhindern.
Seine Antwort war aufschlussreich: „Wissen Sie“ – erwiderte er belehrend -, „Europa sollte endlich von der Einstellung Abstand nehmen: Europas Probleme seien Probleme der ganzen Welt, wohingegen die Probleme der ganzen Welt keine Probleme Europas seien. Wenn Dir ein Unglück widerfährt, dann ist es Dein Unglück; wenn aber mir ein Unglück widerfährt, sollte es dann etwa unser (gemeinsames) Unglück sein? Ihre Frage“ – fügte der Inder maßregelnd hinzu – „spiegelt eben diese Geisteshaltung wider.“11
Solange die EU-Europäer diese Geisteshaltung nicht überwinden wollen oder können, haben sie ein Problem mit der Außenwelt, die nicht mehr gewillt ist, Europas Selbstanmaßung zu tolerieren.
Anmerkungen
Näheres dazu Silnizki, M., Wer ist schuld an der Fortsetzung des Krieges? Über die Friedensverhandlungen im März/April 2022. 29. August 2023,
- Zitiert nach Münchrath, J./Specht, F., Der Tiefe Bruch zwischen Europa und den USA, in: Handelsblatt, 8. Dezember 2025, S. 6.
- Näheres dazu Silnizki, M., Propaganda nach britischer Art. Harold James´ Handelsblatt-Interview, 10. November 10, www.ontopraxiologie.de.
- Zitiert nach Münchrath/Specht (wie. Anm. 1).
- Näheres dazu Silnizki, M., Trumps außenpolitische Revolution? Vom „liberalen Interventionismus“ zum „aggressiven Unilateralismus“. 29. Oktober 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Zitiert nach Silnizki, M., Regime Change, Reindustrialisierung oder Nostalgie? Zwischen „America First“ und „America Is Back“. 17. November 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Näheres dazu Silnizki, M., Trumps „Grand Strategy“. Im Kriegsschatten der Großmächte. 25. Oktober 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Silnizki, M., Geo-Bellizismus. Über den geoökonomischen Bellizismus der USA. 25. Oktober 2021, www.ontopraxiologie.de; siehe auch Silnizki, M., Trump und das Dilemma der US-Außenpolitik. Im Lichte der Geoökonomisierung der US-Geopolitik. 21. Januar 2024, www.ontopraxiologie.de.
- Silnizki, M., Rette sich, wer kann? Stimmen und Stimmungen jenseits des Mainstream-Denkens. 28. Januar 2024, www.ontopraxiologie.de.
- Silnizki, M., Der „kriegerische Geist“ der europäischen Kultur. Deutschland und Europa im Kriegsmodus. 31. August 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Zitiert nach Silnizki, M., Zwischen Ideologie und Hypermoral. EU-Außenpolitik im 21. Jahrhundert. 14. Juni 2022, www.ontopraxiologie.de.



Lol, wie Bordell geifert, der schöne Garten …
Trump sollte die Waffenlieferungen an die Ukraine nicht sofort einstellen. Aber er kann sie allmählich verringern. Denn in Russland ereignet sich eine demografische Katastrophe. Auch Europa hat gegenüber Russland einen demografischen Vorteil. Nötig ist eine öko-konservative Politik gemäß Herbert Gruhl.
Bitte klicke auf „Lebensreformer“.
Man könnte denken das ist nun ein Europäischer Krieg …
Ist Er nicht, Auslöser und Prophet war primär US Kapital … und Politik .
Und Europas Politiker wurden oft an US Elite Unis ausgebildet …
Und die Sorge Trumps gilt nicht den einfachen Menschen, eher seiner Frau, einer Slawin ..in diesem Fall eine glückliche Fügung, mehr aber auch nicht ..
Vance aber ist schon ein anderes Kaliber, aber Ihm geht es primär auch weniger um die einfachen Menschen, eher seinen Gönnern, die oft eben für die Mittelschicht auch stehen …
Trumps großartige Leistung besteht darin, den Hintergrund dieses Konflikts den einfachen Menschen zugänglich gemacht zu haben, was Vance auch mit seiner Verachtung den Europäischen Eliten gegenüber qittiert ..
Iss ja eine Kakaphonie, der gesamte Artikel:
Ein sterbender Westen macht viel Lärm. War zu Lebzeiten exaltiert, wie könnte er beim Sterben dezenter sein?
Leute, lest Emmanuel Todd, „Der Westen im Niedergang“, da stehen die Antworten.
„Hätte Johnson diese Erkenntnis schon in März/April 2022 gehabt, hätte er sich nicht getraut, die Friedensverhandlungen platzen zu lassen“
Mal abgesehen von der persönlichen Intention dieser britischen und mittlerweile außer Dienst befindlichen Kanalratte, das sinkende Schiff zu verlassen: Wo unterscheidet sich denn ihre oben zitierte „Erkenntnis“ von 2024, von ihren Gründen die Friedensverhandlungen von2022 in der Türkei platzen zu lassen?
Silnizki käut schlimmste und dümmste NATO-Propaganda wieder:
1) Die US-Steuerzahler würden für die Sicherheit Deutschlands zahlen. Hahaha!
Die US-Steuerzahler werden vielmehr für ihre eigenen Reichen ausgenommen, sodass heute fast nix mehr von den USA und ihren arbeitenden Menschen übrig ist. Auch Trump hat wieder eine Steuererleichterung für seine Reichen durchgesetzt.
Die USA halten Deutschland besetzt – wir sind der größte und bedeutendste Stationierungsort außerhalb der USA – aber nicht, um uns „Sicherheit zu schenken“. Sondern die USA wären keine Weltmacht ohne uns! Durch Deutschland beherrschen sie Eurasien und Afrika.
Vielmehr sind es also die USA, die Geld an uns zahlen müssten! Wenn unsere Doidsch-Michels und Schlandienen denn ein klein bißchen souverän auf eigenen Füßen sich zu stehen trauten…
2) Europa müsse sich weiterhin von diesen Heerscharen der Militär- und Sicherheitsberater abhängig machen, von denen nun auch Silnizki unendliche Mengen zitiert (Briten und diese ganzen gescheiterten Existenzen): Galerien des Grusels!
Das Gegenteil wäre richtig: Europa muss sich zuallererst vom MIK – dem militärisch-industriellen Komplex der USA – unabhängig machen, Handlungsfähigkeit gewinnen und deshalb diese Heerscharen aus seinen Vorgärten verjagen.
3) Das Hauptproblem besteht darin, dass alle Reichen der Welt ihr Geld in den Steueroasen liegen haben und deshalb den USA mit Haut und Haaren verpflichtet sind. Allein in Deutschland sind das 2,8 Millionen Vermögensmillionäre. Sie alle arbeiten gegen uns. – Erst durch eine fürchterliche Finanz- und Wirtschaftskrise würde hier etwas in Bewegung kommen.
Der Akzelerationismus zündet jetzt seine nächste Stufe.
Und dabei ist es ihm egal, ob er dabei von „politisch“ links, rechts, oder mittig, von Tech-Oligarchen, Medienmogulen, von den USA, den Russen, den Chinesen oder den Europäer befeuert wird.
Dass die USA Frieden wollen ist eine Mähr , sie verdienen sich dumm und dämlich an Waffenverkäufen und sie schwächen gleichzeitig zwei Rivalen. Sie haben sämtliche europäischen Politiker in der Tasche und könnten morgen schon diesen Krieg beenden.Das Ganze läuft genau so wie sie es wollen und die Meisten in Europa glauben auch noch der Trump sei ein Friedensengel – ich lach mich schlapp.
Tut mir leid, aber bereits in der Länge des Artikels und der vielfachen Verknüpfungen, die logisches Denken erschweren, zeigen sich die Studienrichtungen des Autors. Die Geschichte ist bekannt, herumdeuteln macht sie nicht besser. Es ist nicht so, dass ich während des Abis damals nichts mit Philosophie zu tun hatte, aber wir brauchen Pragmatiker, keine Philosophen.