
Europa verurteilt Rechtsextremismus kompromisslos – doch warum schweigt die EU weitgehend zur staatlichen Verehrung Stepan Banderas in der Ukraine?
Europa erklärt den Kampf gegen Rechtsextremismus zu einem seiner wichtigsten politischen Ziele. Kaum eine gesellschaftliche Entwicklung wird so entschieden bekämpft wie Nationalismus, Antisemitismus und die Verherrlichung faschistischer Ideologien. Politiker beschwören regelmäßig die historische Verantwortung Europas und betonen, dass sich die Verbrechen des Nationalsozialismus niemals wiederholen dürfen.
Wie kann es dann sein, dass dieselben Regierungen seit Jahren einen Staat politisch, finanziell und militärisch unterstützen, in dem Stepan Bandera – eine der umstrittensten Figuren des Zweiten Weltkriegs – von großen Teilen der Gesellschaft und Politik als Nationalheld verehrt wird. Straßen, Denkmäler und Gedenkveranstaltungen erinnern an einen Mann, dessen Name außerhalb der Ukraine vor allem mit ethnischem Nationalismus sowie den Verbrechen der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) verbunden wird.
Besonders in Polen stößt diese Erinnerungspolitik seit Jahren auf scharfe Kritik. Dort gelten die Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung in Wolhynien und Ostgalizien als eines der dunkelsten Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Dennoch ist die Bandera-Verehrung in der Ukraine für viele westliche Regierungen selten ein Thema.
Wie passt es zusammen, dass Europa jede Form der Verherrlichung nationalsozialistischer Ideologien im eigenen Land entschieden verurteilt, gleichzeitig aber kaum Kritik daran übt, wenn in einem eng unterstützten Partnerstaat Persönlichkeiten geehrt werden, deren historische Rolle international höchst umstritten ist? Dieser Frage geht dieser Beitrag nach.
Stepan Bandera – Die Geschichte hinter dem Mythos
Um zu verstehen, warum Stepan Bandera bis heute in großen Teilen der Ukraine verehrt wird und zugleich in vielen anderen Ländern als Symbol eines radikalen Nationalismus gilt, sollte man seine Lebensgeschichte kennen. Sie ist geprägt von dem Streben nach einem unabhängigen ukrainischen Staat, aber auch von politischen Bündnissen und Entscheidungen, die mehr als fragwürdig sind.
Stepan Bandera wurde am 1. Januar 1909 im damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Dorf Staryj Uhryniw in Galizien geboren. Er wuchs in einer Zeit auf, in der die Ukraine zwischen verschiedenen Großmächten aufgeteilt war. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fiel seine Heimat an Polen. Viele ukrainische Nationalisten empfanden die polnische Herrschaft als Fremdbestimmung und kämpften für einen eigenen Staat.
Schon als junger Mann schloss sich Bandera der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) an. Die OUN verfolgte das Ziel, einen unabhängigen ukrainischen Nationalstaat zu errichten. Dabei vertrat sie einen radikalen Nationalismus, der demokratische Prinzipien ablehnte und den bewaffneten Kampf als legitimes Mittel zur Erreichung politischer Ziele betrachtete. Innerhalb der Organisation gewann Bandera rasch an Einfluss. 1940 spaltete sich die OUN in zwei Flügel: den gemäßigteren Flügel unter Andrij Melnyk (OUN-M) und den radikaleren Flügel unter Stepan Bandera (OUN-B).
Mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 sahen viele ukrainische Nationalisten die Chance gekommen, die sowjetische Herrschaft abzuschütteln und einen eigenen Staat zu errichten. Teile der OUN arbeiteten zunächst mit dem Deutschen Reich zusammen und hofften, Deutschland werde die Gründung eines unabhängigen ukrainischen Staates unterstützen. Am 30. Juni 1941 riefen Anhänger Banderas in Lemberg ein unabhängiges ukrainisches Staatswesen aus.
Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Die nationalsozialistische Führung verfolgte eigene Pläne für die besetzten Gebiete und lehnte einen souveränen ukrainischen Staat ab. Bandera weigerte sich, die Unabhängigkeitserklärung zurückzunehmen. Daraufhin wurde er im Juli 1941 von den deutschen Behörden verhaftet und später im Konzentrationslager Sachsenhausen in einem Sonderbereich für prominente Häftlinge interniert. Dort blieb er bis zum Herbst 1944, als er im Zuge der sich verschlechternden Kriegslage freigelassen wurde.
Während Bandera interniert war, entwickelten sich die von seinem Flügel der OUN geprägten Strukturen weiter. Aus diesem Umfeld ging die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) hervor, die sowohl gegen die deutsche Besatzung als auch gegen sowjetische Truppen kämpfte, deren Schwerpunkt sich jedoch zunehmend auf den Kampf gegen die Sowjetunion verlagerte.
Zu den dunkelsten Kapiteln dieser Zeit gehören die Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung in Wolhynien und Ostgalizien in den Jahren 1943 und 1944. Historiker schreiben Einheiten der UPA und Angehörigen der OUN eine zentrale Rolle bei diesen Verbrechen zu. Die Schätzungen der Opferzahlen reichen – je nach Quelle – von mehreren Zehntausend bis zu über 100.000 überwiegend polnischen Zivilisten. Polen bewertet die Ereignisse heute offiziell als Völkermord. Über die genaue persönliche Verantwortung Stepan Banderas bestehen in der historischen Forschung unterschiedliche Auffassungen. Unstrittig ist jedoch, dass die Verbrechen im Umfeld der von seinem Flügel geprägten nationalistischen Bewegung stattfanden und bis heute das Verhältnis zwischen Polen und der Ukraine belasten.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebte Bandera im Exil in München. Der beginnende Kalte Krieg verlieh dem ukrainischen Nationalismus eine neue geopolitische Bedeutung. Westliche Geheimdienste, insbesondere britische und amerikanische Dienste, unterhielten Kontakte zu verschiedenen ukrainischen Exilgruppen und unterstützten einzelne antikommunistische Netzwerke im Kampf gegen die Sowjetunion. Auch das Umfeld Banderas spielte in diesen Zusammenhängen eine Rolle.
Am 15. Oktober 1959 wurde Stepan Bandera vor seinem Wohnhaus in München vom KGB-Agenten Bohdan Staschynskyj mit einer speziell konstruierten Giftwaffe ermordet. Sein Tod machte ihn für viele ukrainische Nationalisten endgültig zu einer Märtyrerfigur. Bis heute wird Bandera von Teilen der ukrainischen Gesellschaft als Symbol des Unabhängigkeitskampfes verehrt, während andere in ihm einen Vertreter eines radikalen Nationalismus sehen, dessen politische Bewegung mit schweren Kriegsverbrechen verbunden war. Diese gegensätzlichen Deutungen bilden den Hintergrund für die bis heute andauernden Kontroversen um seine Person.
Vom Nationalisten zur Ikone – Der Bandera-Kult in der heutigen Ukraine
Mit dem Tod Stepan Banderas im Jahr 1959 endete sein Leben, nicht jedoch seine politische Wirkung. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und insbesondere seit der Unabhängigkeit der Ukraine entwickelte sich Bandera für Teile der ukrainischen Gesellschaft zunehmend zu einer Symbolfigur des nationalen Unabhängigkeitskampfes. Gleichzeitig wuchs außerhalb der Ukraine die Kritik daran, dass bei seiner Verehrung häufig jene Kapitel ausgeblendet werden, die seine politische Bewegung mit schweren Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs verbinden.
Besonders in der Westukraine begann eine systematische Aufwertung Banderas und anderer führender Vertreter der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) sowie der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA). Zahlreiche Straßen, Plätze und öffentliche Einrichtungen wurden nach Bandera benannt. In mehreren Städten entstanden Denkmäler und Büsten, während bereits vorhandene Erinnerungsstätten restauriert oder erweitert wurden. Wer durch Städte wie Lwiw (Lemberg) oder Iwano-Frankiwsk reist, begegnet dem Namen Bandera an vielen Stellen des öffentlichen Lebens.
Jedes Jahr am 1. Januar, dem Geburtstag Stepan Banderas, finden in verschiedenen ukrainischen Städten Gedenkveranstaltungen statt. Am Bandera-Denkmal in Lwiw versammeln sich regelmäßig Politiker, Vertreter regionaler Behörden, Veteranenverbände und Unterstützer nationalistischer Organisationen. Kränze werden niedergelegt, Reden gehalten und Bandera als Symbol des ukrainischen Unabhängigkeitskampfes gewürdigt. Auch zum 117. Geburtstag am 1. Januar 2026 fanden erneut offizielle Gedenkveranstaltungen statt. Der Bandera-Kult beschränkt sich dabei längst nicht auf einen symbolischen Feiertag. Symbolträchtig war auch der Besuch des damaligen ukrainischen Botschafters in Deutschland, Andrij Melnyk, am Grab Stepan Banderas auf dem Münchner Waldfriedhof im Jahr 2015. Dort legte er Blumen nieder und bezeichnete Bandera anschließend öffentlich als „unseren Helden“. Während des Ukraine-Kriegs 2022 wurde Melnyk jedoch erneut zum Gegenstand einer breiten Debatte – allerdings nicht wegen eines weiteren Grabbesuchs, sondern weil er in Interviews, insbesondere bei Jung & Naiv, Bandera als Freiheitskämpfer verteidigte und historische Vorwürfe gegen ihn bestritt oder relativierte.
Nach meiner Auffassung handelt es sich um die Verherrlichung einer historischen Persönlichkeit, deren politisches Umfeld mit ethnischem Nationalismus und schweren Kriegsverbrechen verbunden war.
Hinzu kommen zahlreiche Straßen, Plätze und öffentliche Einrichtungen, die seinen Namen tragen. Im Zuge der sogenannten Dekommunisierung nach 2014 wurden tausende Straßen und Plätze umbenannt, sowjetische Denkmäler entfernt und zahlreiche Persönlichkeiten des ukrainischen Nationalismus stärker in das öffentliche Geschichtsbild integriert. Befürworter sehen darin eine Loslösung von der sowjetischen Vergangenheit und die Stärkung einer eigenständigen nationalen Identität. Ich werfe den Verantwortlichen dagegen vor, die dunklen Seiten einzelner historischer Persönlichkeiten zu relativieren oder bewusst auszublenden.
Diese Erinnerungspolitik richtet sich nicht allein an Erwachsene. Sie prägt auch das öffentliche Geschichtsverständnis jüngerer Generationen. Öffentliche Gedenkveranstaltungen, schulische Aktivitäten und Jugendorganisationen vermitteln vielerorts ein Bild Banderas als Nationalheld und Freiheitskämpfer. Die kritische Auseinandersetzung mit den Verbrechen, die Historiker Angehörigen der OUN und der UPA zuschreiben, tritt dabei nach meiner Einschätzung in den Hintergrund.
Auch Angehörige der ukrainischen Streitkräfte haben sich in der Vergangenheit öffentlich mit Bandera identifiziert. Fotos und Beiträge in sozialen Medien, auf denen hochrangige Militärangehörige oder militärische Einheiten vor Bandera-Porträts oder entsprechenden Symbolen auftreten, sorgten wiederholt für internationale Kritik. Solche Darstellungen verstärken den Eindruck, dass Bandera nicht nur als historische Persönlichkeit betrachtet wird, sondern bis heute eine identitätsstiftende Symbolfigur für Teile des ukrainischen Staats- und Sicherheitsapparates geblieben ist.
Nicht nur Bandera wird auf diese Weise geehrt. Auch Roman Schuchewytsch, einer der führenden Kommandeure der UPA, ist Namensgeber zahlreicher Straßen, Denkmäler und öffentlicher Einrichtungen. Für viele Ukrainer verkörpern Bandera und Schuchewytsch den jahrzehntelangen Kampf gegen die sowjetische Herrschaft. Für Polen und zahlreiche Historiker stehen ihre Namen dagegen untrennbar mit den Massakern an der polnischen Zivilbevölkerung in Wolhynien und Ostgalizien in Verbindung – einem der schwersten Verbrechen des Zweiten Weltkriegs in Osteuropa.
Diese gegensätzliche Erinnerungskultur macht deutlich, warum der Bandera-Kult bis heute weit über die Grenzen der Ukraine hinaus kontrovers diskutiert wird. Während seine Anhänger ihn als Freiheitskämpfer verehren, sehen seine Kritiker in der staatlichen Ehrung Banderas und weiterer OUN- beziehungsweise UPA-Führer eine problematische Verklärung historischer Persönlichkeiten, deren politisches Umfeld mit schweren Verbrechen verbunden war.
Besonders scharf fällt die Kritik aus Polen aus. Dort gelten die Verbrechen der UPA an der polnischen Bevölkerung als historisch gesichert und werden offiziell als Völkermord bewertet. Polnische Regierungen – unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung – haben die fortdauernde Verehrung Banderas und anderer OUN- beziehungsweise UPA-Führer wiederholt kritisiert. Warschau fordert seit Jahren eine umfassende historische Aufarbeitung sowie die uneingeschränkte Möglichkeit, die Opfer der Massaker zu exhumieren und würdig zu bestatten. Immer wieder führen neue Ehrungen oder Straßenbenennungen in der Ukraine zu diplomatischen Spannungen zwischen beiden Ländern.
Es ist bezeichnend, dass diese Kritik nicht von vom „Wertewesten“ dämonisierten Russland ausgeht, sondern von einem der engsten Verbündeten der Ukraine in Europa. Polen gehört seit Beginn des russischen Angriffskrieges zu den entschiedensten Unterstützern Kiews – militärisch, finanziell und politisch. Umso größer ist dort das Unverständnis darüber, dass Persönlichkeiten geehrt werden, die in Polen als Mitverantwortliche für eines der schwersten Verbrechen an der eigenen Zivilbevölkerung gelten.
An diesem Punkt beginnt die eigentliche politische Frage. Wenn europäische Regierungen jede Form der Verherrlichung nationalsozialistischer oder faschistischer Ideologien im eigenen Land zurecht entschieden ablehnen, warum wird die anhaltende Verehrung Stepan Banderas in der Ukraine nur selten zum Gegenstand öffentlicher Kritik? Diese Frage führt unmittelbar zum nächsten Abschnitt.
Europas Schweigen – Wenn Werte plötzlich relativ werden
Die Verehrung Stepan Banderas und anderer führender Vertreter der OUN und UPA ist längst keine ausschließlich ukrainische Angelegenheit mehr. Spätestens seit die Europäische Union die Ukraine politisch, finanziell und militärisch in beispielloser Weise unterstützt und ihr zugleich eine Beitrittsperspektive eröffnet hat, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie Europa mit diesem Teil der ukrainischen Erinnerungspolitik umgeht.
Die jüngste Auseinandersetzung zwischen Polen und der Ukraine zeigt, dass es sich keineswegs um eine historische Randnotiz handelt. Nachdem Präsident Selenskyj Ende Mai 2026 eine Eliteeinheit nach den „Helden der UPA“ benennen ließ, reagierte die polnische Regierung berechtigterweise mit scharfer Kritik. Warschau sprach von einer Provokation gegenüber einem Land, dessen Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs zehntausende Opfer der UPA zu beklagen hatte. Auch das Europäische Parlament äußerte Bedauern und bezeichnete die Entscheidung als eine „unnötige und unprovozierte Eskalation“. Doch bei diesem Bedauern blieb es. Weder hatte die Entscheidung erkennbare politische Folgen für den EU-Beitrittsprozess der Ukraine, noch führte sie zu einer grundsätzlichen Debatte über die ukrainische Erinnerungspolitik.
Diese Reaktion befremdet mich doch sehr. Die Europäische Union versteht sich als Wertegemeinschaft – dieses Verständnis verabschiedet sich bei mir als bedingungslosen Pazifisten aufgrund der bellizistischen Ausrichtung der Protagonisten der EU zunehmend. Die EU fordert von Beitrittskandidaten die Achtung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten und tritt entschieden gegen jede Form der Verherrlichung nationalsozialistischer Ideologien auf. Umso scheinheiliger ist es, dass die anhaltende Verehrung historischer Persönlichkeiten wie Stepan Bandera und Roman Schuchewytsch zwar gelegentlich kritisiert wird, daraus jedoch bislang kaum politische Konsequenzen erwachsen.
Hier stellt sich eine grundsätzliche Frage: Würde die Europäische Union ebenso reagieren, wenn ein Mitgliedstaat der EU eine militärische Einheit nach einer Organisation benennen würde, die mit schweren Kriegsverbrechen in Verbindung gebracht wird? Würde ein bloßes Bedauern genügen, oder wären massive politische Reaktionen die Folge?
Die Europäische Union hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass die Verherrlichung totalitärer Regime und ihrer Repräsentanten mit den europäischen Grundwerten unvereinbar ist. So wurden etwa Ehrungen von Persönlichkeiten des Ustascha-Regimes auf dem westlichen Balkan wiederholt zum Gegenstand politischer Debatten und parlamentarischer Anfragen auf europäischer Ebene. Deshalb stellt sich die Frage, warum die Ehrung von OUN- und UPA-Führern in der Ukraine bislang weitgehend ohne vergleichbare politische Konsequenzen geblieben ist.
In meinen Augen misst die Europäische Union hier mit zweierlei Maß. Dieselben Handlungen, die andernorts scharfe Verurteilungen nach sich ziehen, werden im Fall der Ukraine nachsichtig behandelt. Für mich ist das Doppelmoral. Historische Maßstäbe werden in diesem Fall nicht unabhängig von aktuellen politischen Interessen angewendet. Unübersehbar ist, dass die Debatte über den Bandera-Kult weit über eine historische Auseinandersetzung hinausreicht. Sie berührt die Glaubwürdigkeit jener Werte, auf die sich die Europäische Union immer wieder beruft.
Diese Zurückhaltung zeigt sich nicht nur in den Institutionen der Europäischen Union, sondern auch im Verhalten zahlreicher europäischer Regierungschefs. Während in den eigenen Ländern jede Nähe zu rechtsextremen Symbolen oder historischen Persönlichkeiten des Nationalsozialismus regelmäßig zu heftigen politischen Debatten führt, spielt der Bandera-Kult in der Ukraine im Umgang westlicher Spitzenpolitiker praktisch keine Rolle.
Bundeskanzler Friedrich Merz zählt ebenso wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der damalige britische Premierminister Keir Starmer zu den entschiedensten politischen Unterstützern der Ukraine. Milliardenhilfen, umfangreiche steuer- und kreditfinanzierte Waffenlieferungen, demonstrative Solidaritätsbesuche und die klare Unterstützung eines künftigen EU-Beitritts prägen seit Jahren die europäische kriegsverlängernde Ukraine-Politik. Die fortdauernde Verehrung Stepan Banderas oder anderer führender Vertreter der OUN und UPA wird dabei allenfalls am Rande thematisiert.
Dieser Kontrast schreit zum Himmel. Würde eine vergleichbare Form der staatlichen Erinnerungspolitik in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union ebenso zurückhaltend behandelt? Oder würden politische Konsequenzen folgen? Der unterschiedliche Umgang mit vergleichbaren historischen Symbolen zeigt, dass moralische Maßstäbe nicht unabhängig von aktuellen geopolitischen Interessen angewendet werden.
Besonders deutlich wurde dies am 14.Juli 2026, dem französischen Nationalfeiertag, als Präsident Selenskyj als Ehrengast in Paris empfangen wurde. Solche Gesten unterstreichen die enge politische Partnerschaft zwischen der Ukraine und ihren europäischen Unterstützern. Ich frage mich ernsthaft, warum die ukrainische Erinnerungspolitik gegenüber Stepan Bandera und der UPA im politischen Dialog kaum eine erkennbare Rolle spielt. Würde sie eine Rolle spielen, dürfte ein Regierungschef eines faschistisch unterminierten Regimes wie Wolodymyr Selenskyj zu Feierlichkeiten wie dem französischen Bastille-Tag nicht eingeladen werden.
In Deutschland genügt häufig bereits das Auftauchen einzelner rechtsextremer Symbole oder Fahnen bei einer Demonstration, um die öffentliche Debatte maßgeblich zu prägen. Medien berichten ausführlich darüber, Politiker verurteilen solche Erscheinungen scharf, und meist gerät dadurch die eigentliche Botschaft einer Veranstaltung bei den Medien und damit bei großen Teilen der Bevölkerung in den Hintergrund.
So wurde beispielsweise auch bei Kundgebungen der Friedensbewegung oder bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen intensiv über das Auftreten einzelner Personen mit rechtsextremen Symbolen berichtet. Unabhängig davon, wie repräsentativ diese für die jeweiligen Demonstrationen waren, bestand in Politik und Medien weitgehend Einigkeit darüber, dass jede Form der Verherrlichung oder Verharmlosung rechtsextremer Symbolik entschieden zurückgewiesen werden müsse.
Deshalb ist in meinen Augen der Umgang mit der ukrainischen Erinnerungspolitik widersprüchlich. Während in Deutschland bereits einzelne rechtsextreme Symbole zu scharfer öffentlicher Kritik führen, wird die staatliche Ehrung historischer Persönlichkeiten wie Stepan Bandera oder Roman Schuchewytsch im politischen Dialog mit der Ukraine nur selten zum zentralen Thema gemacht.
Für mich drängt sich deshalb die Frage auf, ob hier mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird. Wenn historische Symbolik im eigenen Land zu Recht sensibel bewertet wird, sollte dieselbe Sensibilität auch gegenüber einem engen politischen Partner gelten.
Wie glaubwürdig sind Europas Werte?
Der Kern dieses Beitrags ist nicht die historische Bewertung Stepan Banderas. Ebenso wenig geht es darum, die komplexe Geschichte der Ukraine auf eine einzige Persönlichkeit zu reduzieren. Die eigentliche Frage lautet vielmehr: Gilt der Wertekanon der Europäischen Union ausnahmslos – oder hängt seine Anwendung davon ab, ob es sich um einen politischen Verbündeten oder einen politischen Gegner handelt?
Wer Antisemitismus, Nationalsozialismus und die Verherrlichung faschistischer Ideologien zu Recht verurteilt, muss dies ohne Ausnahme tun. Dieselben moralischen Maßstäbe müssen für Freunde ebenso gelten wie für Gegner. Andernfalls verlieren sie ihren universellen Charakter und werden zu politischen Instrumenten.
Deshalb muss die ukrainische Erinnerungspolitik offen und ehrlich diskutiert werden. Polen – eines der Länder, das die Ukraine seit Beginn des Krieges am stärksten unterstützt – weist seit Jahren auf die Verbrechen in Wolhynien und Ostgalizien hin und kritisiert die anhaltende Verehrung Stepan Banderas und anderer OUN- beziehungsweise UPA-Führer scharf. Dennoch bleibt dieses Thema im politischen Dialog zwischen der Europäischen Union und der Ukraine randständig.
Geschichte lässt sich nicht ändern. Der Umgang mit ihr jedoch schon. Wer historische Verbrechen verschweigt, relativiert oder je nach politischer Interessenlage unterschiedlich bewertet, untergräbt die Glaubwürdigkeit der Werte, auf die er sich selbst beruft.
Hier entscheidet sich die Glaubwürdigkeit einer Wertegemeinschaft. Der wahre Prüfstein von Werten ist nicht der Umgang mit politischen Gegnern – dort fällt moralische Empörung leicht. Er zeigt sich vielmehr im Umgang mit den eigenen Verbündeten. Entweder gelten dieselben Maßstäbe für Freunde und Gegner – oder es sind keine universellen Werte.
Wer bei Freunden großzügig über historische Verherrlichung hinwegsieht, dieselben Vorgänge bei politischen Gegnern jedoch scharf verurteilt, misst mit zweierlei Maß. Dann geht es nicht mehr um Werte, sondern um politische Zweckmäßigkeit.
Eine Wertegemeinschaft kann nur dann glaubwürdig sein, wenn ihre Maßstäbe unabhängig von politischen Interessen gelten. Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch wohlklingende Erklärungen, sondern durch konsequentes Handeln – insbesondere dann, wenn es gegenüber den eigenen Verbündeten unbequem wird.
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Was sonst noch in Palästina am 10.08.2025 passiert ist (Todestag von Anas Al-Sharif):
In der West-Bank wird vom Militär, in Haris, Hamza Marwan Buziyeh schwer geschlagen und auf der Strasse ausgesetzt. Er wird später in das Krankenhaus nach Salfit zur Behandlung gebracht.
Und in Gaza: Es werden in der Woche bis zum 10.08. von den Hilfslieferungen 724 Lastwagen von den Hungrigen gestürmt. Es handelt sich um Lieferungen von 8.759 Tonnen die zu 97.6% aus Nahrungsmittel bestehen. Ankommen an den Verteilungszentren tun 121 Lastwagenlieferungen (1.314 Tonnen die zu 55,7% aus Nahrungsmittel bestehen). Es sterben fünf Menschen am Hunger, darunter zwei Kinder. Zu dem Zeitpunkt sind 217 Menschen am Hunger gestorben, darunter 100 Kinder. Es herrscht eine Hungersnot und ein fünfzehnjähriger stirbt am Samstag weil eine Palette mit Hilfsgütern, vom Flugzeug abgeworfen, auf ihn fällt. Es werden vom Militär in den vergangenen 24 Stunden mehr als sechzig Menschen umgebracht.
Es sind im Video die zwei Gefangenen zu sehen die am 19.01.2025 übergeben wurden. Eine der Reportagen die uns allen im Gedächtnis bleiben wird. An die drei Minuten die das Umfeld und die Stimmung wiedergeben:
https://media.cm/u/N4GP
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Über den Völkermord sprechen.
Dieser Link funktioniert. Wegen der einhundert Zeichen schreibe ich noch etwas mehr.
https://media.cm/u/N4P5
Die EU misst hier offensichtlich mit zweierlei Maß. Rechtsextremismus wird zu Recht verurteilt – bei der problematischen Verehrung Stepan Banderas und anderer ultranationalistischer Traditionen in der Ukraine schaut man jedoch auffällig oft weg oder relativiert. Der politische Grund liegt nahe: Die Ukraine ist Verbündeter im Konflikt mit Russland, und Kritik am eigenen Verbündeten ist offenbar weniger erwünscht. Das klassische Prinzip „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Meines ist es nicht. Rechtsextremismus sollte nach denselben Maßstäben beurteilt werden – egal, gegen wen er sich richtet.
Welche Rolle würden Nazis in der Ukraine spielen wenn die Ukraine ganz normal in die EU eingetreten wäre?
@Urmel von der Murmel
„Welche Rolle würden Nazis in der Ukraine spielen wenn die Ukraine ganz normal in die EU eingetreten wäre?“
Als Geldeintreiber, falls Brüssel mal in Rückstand gerät. Also letztendlich genauso, wie es spätestens kommen wird, wenn Deutschland mal die Zahlungen aussetzt. Dann fliegen uns nicht nur die Drohnen um die Ohren…
Na warum wohl?
Weil die gebraucht werden um Russland zu plündern, so wie AH gebraucht wurde um den Kommunismus zu zerstören.
Hat sich seit über 150 nichts geändert, ach was sage ich seit über 500 Jahren nicht.
Überall nur Untermenschen, Wilde und Barbaren, dagegen muss doch was getan werden.
Schlimmer noch: Es machen alle mit!!!!
https://www.change.org/p/michael-martens-faz-sollte-entlassen-werden
Das ist Parteinahme in ihrer menschenverachtendsten Form.
Ich hab mir die Petitionsseite mal angeschaut.
Es sollte dann doch das ganze Zitat angegeben werden, also auch das von Martens hinten angefuegte ‚Russian soldiers, of course‘.
Wirds dann weniger menschenverach tend ? weniger rassistisch ? weniger erbärmlich ? weniger Hetze ? ?
Nein. Für mich jedenfalls bestimmt nicht. Dass er ‚Russian soldiers, of course‘ erst anhängen musste, macht es für mich noch poignanter.
Nur kann man keinen Vorwurf konstruieren, dass man unvollständig zitiert hätte. Denn im Konstruieren sind ‚Journalisten‘ wie der ja spitze.
Man stelle sich vor ein Deutscher Journalist hätte so etwas über israelische Soldaten gesagt. Na dann wäre aber die Hölle los.
Oder man stelle sich vor ein russischer Journalist hätte die Frage aufgestellt wie man mehr Deutsche Soldaten töten könne…
Change.org hat die Onlinepetition schon blockiert! Vergesst change.org, Sitz in San Francisco, USA. Yankees halt, alles klar!?
Die scharfe Kritik aus Israel – von Yad Vashem – hat der Autor wohl noch nicht gehört? Oder gar vergessen? Gut ist ja auch schon einige Zeit her seit Mai 2026.
Hier der Hinweis:
„[…]Ukraine würdigt NS-Kollaborateur – Selenskyj spricht von einem „Helden“ 29.05.2026[…]“
die entsprechende Stelle:
„[…] Doch die Ehrung sorgt international für Empörung. Denn Melnyk und die OUN kollaborierten im Zweiten Weltkrieg mit NS-Deutschland. Sie verübten Pogrome, bewachten Ghettos und Teile der OUN waren am Massaker von Babyn Jar beteiligt – einem der größten Massenmorde des Holocausts, bei dem 1941 über 33.000 Juden erschossen wurden.
Kritik aus Israel und den eigenen Reihen
Besonders scharfe Kritik kommt deshalb aus Israel. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem erklärte, die Ehrung untergrabe die moralische Integrität des Holocaust-Gedenkens. Auch das israelische Außenministerium äußerte sich kritisch. Die ukrainisch-jüdische Holocaust-Forscherin Marta Havryshko sprach auf X von einer „Demütigung für alle, die einst glaubten, dass ‚Nie Wieder‘ in der heutigen Ukraine noch eine Bedeutung habe.“
Zusätzliche Empörung löste die Teilnahme des rechtsradikalen Asow-Bataillons an der Zeremonie aus. Die Einheit verherrlicht offen Teile der OUN sowie die Waffen-SS-Division „Galizien“. Besonders brisant: Selenskyj selbst ist Jude, Teile seiner Familie wurden im Holocaust ermordet.
Kritik kommt auch aus den eigenen Reihen. Selenskyjs früherer Berater Oleksij Arestowytsch warnte, das von Selenskyj geplante Pantheon drohe zur „ideologischen Presse“ zu werden. Ein Abgeordneter aus Selenskyjs eigener Partei bemängelte die Prioritätensetzung: Während Millionen Ukrainer ihre Familien seit Jahren nicht sehen könnten, kümmere sich die Regierung um Gräber. […]“
Quelle und kompletter Text:
https://www.europesays.com/de/1053450/
Ich finde seinen Text ansonsten sehr aufschlußreich denn endlich spricht jemand etwas über die Doppel- oder sogar Dreifachmoral unserer europäischen „Eliten“ aus – was ich schon lange denke.
Wenn schon gegen Faschismus, Rechtsextremismus und Radikalismus dann überall auf diesem Planeten, und ganz egal in welcher Form diese uralte Ideologie, deren Schoß noch fruchtbar ist aus der dies kroch, der Faschisten/Rechtsextremen sowie -radikalen auftritt. Mir fallen da noch andere (vorwiegend lateinamerikanische) Länder auf, die besprochen gehören, aber das gehört in einen anderen Artikel, ich bin schon sehr froh, dass hier jemand das ausspricht was ich schon lange über diese eklige Doppelmoral unserer „Eliten“ in Brüssel, und in Berlin denke.
Zustimmender Gruß
Bernie
PS: In einem Buch – lange vor den aktuellen Ereignissen, in den 1990er Jahren – las ich mal von einem Holocaust-Überlebenden, dass die brutalsten Wachen in den NS-Todeslagern Ukrainer (Kollaborateure der OUN?) waren – brutaler noch als die SS….tja, und mit den Enkeln solcher menschlichen Bestien sind wir heute verbündet, die ihre Großväter und Urgroßväter – allesamt Menschheitsverbrecher meines Erachtens als „Helden der Ukraine“ ehren – das wäre so als würden wir Denkmale für die Betreiber, und Erbauer, von Auschwitz in .de aufstellen würden – einfach nur abartig so was, dass Selenskij und Konsorten da betreiben. *kotz*würg*
Ergänzung:
„[….]SS-Ausbildungs- und Arbeitslager Trawniki[…]“
„[…]Ab Herbst 1942, als sich das deutsche Militär auf dem Rückzug befand und geeignete sowjetische Kriegsgefangene nicht mehr verfügbar waren, verpflichtete Streibel auch Zivilisten zum Dienst. Diese Zivilisten waren vorwiegend junge Ukrainer, die aus Galizien, Wolhynien, Podolien und aus dem Distrikt Lublin stammten.[3]
Insgesamt wird die Zahl der Ausgebildeten auf 4.000 bis 5.000 geschätzt.[5] Globocnik berichtete nach seiner Ablösung und seinem Weggang aus Lublin im September 1943, dass 3.700 Wachmänner im System der Trawnikis dienten. Tatsächlich waren zu diesem Zeitpunkt mehr als 4.750 Mitgliedsnummern vergeben worden. Zwischen 1941 und 1944 wurden etwa 5.082 Rekruten ausgebildet.[3][…]“
Quelle und kompletter, interessanter Text:
https://de.wikipedia.org/wiki/SS-Ausbildungs-_und_Arbeitslager_Trawniki
Den Rest kann sich jeder selber denken, der dies liest 😉
Gruß
Bernie
Das wollte ich auch gerade anmerken. Es ist eben nicht „nur“ Polen, dessen Protest die „Qualitätsmedien“ regelmäßig relativieren bzw. verschweigen. Vor allem Israel protestiert regelmäßig. Etwa jedes Jahr am 1. Januar, dem Geburtstag Banderas, der im Parlament (!!!) der Ukraine jedes Jahr zu einer Feier für den Faschisten benutzt wird.
Da sieht man auch sehr klar, wie lächerlich die „westlichen Werte“ sind. Denn normalerweise stehen vor allem deutsche Politiker stramm, wenn in Israel nur ein Hinterbänkler „Antisemitismus“ reklamiert, erst recht, wenn Offizielle des Staates dies tun.. Und zwar nicht, weil der Vorwurf immer gerechtfertigt wäre, sondern weil es aus Israel kommt. Im Falle des Banderakultes in der Ukraine herrscht da offenkundig Nachrichtensperre, und niemand in Deutschland bekommt mit, daß Israel protestiert.
Israel unterstützt die Ukraine mit Geld und Waffen , oder etwa nicht ?
Wie passt das zusammen? Angeblich ist Selensky ein Jude, trotzdem ehrt er die Verstorbenen Nazis der Ukraine.
Hier stecken offensichtlich höhere Interessen dahinter, da schaut man gerne mal weg, verschweigt oder relativiert.
Mal von vorn: diese Bewegung gab es lange nicht. Erst im Jahr 2006 taucht eine Partei namens Swoboda auf, die 0,21 Prozent der Stimmen bekam. Um 2012 herum in Ternopil aber schon 44 Prozent. Das ging ja schnell. War da ausländische Hilfe dabei? Hilfe erwarten diese Faschisten natürlich nicht von den USA. Die wollen mit den Deutschen zusammenarbeiten.
Der Bandera-Kult ist inzwischen staatlich organisiert, aber krass erfolglos. Mehr als zwei Prozent bekommen die Faschisten nicht. Sehr gut. All diese umbenannten Straßen und die geschmacklosen Museen mit Wachsfiguren stoßen die Ukrainer nur ab.
Tilo Jung hat Botschafter Melnyk ein Flugblatt vorgelesen, das Bandera beim Einmarsch der Deutschen verteilen ließ: „Volk, Du musst wissen: Moskowiter, Polen, Ungarn und Juden sind Deine Feinde. Vernichte sie“. Ein erschrockener Melnyk sgte dann das habe er nicht gemeint. Das andere hingegen. Bei Bandera aber gibt es nichts anderes als diesen mörderischen Rassismus. Der sich zu allererst gegen „Moskowiter“, also ethnische Russen, richten soll. Was meint ihr, was Azow und andere da in der OIstukraine machen? Die Westpresse hat darüber nie berichtet. Aus russischen Quellen kommen üble Berichte. Wem ist unter diesen Umständen zu glauben?
Massive Menschenrechtsverletzungen also, die aber verschwiegen werden. Wenn dann Russland militärisch eingreift, als Aggressor markieren und sanktionieren und bekämpfen. Anders als mit Nazis wäre das nicht gegangen. Dann muss man sie eben Nazis sein lassen. Das ist die Erklärung für die ach so geringe Aufmerksamkeit für diese Nazis, speziell in Deutschland.
@Artur_C
Und dann gibt es in .de noch solche Spezialisten und „Punk-Historiker“ :
„[…]Faschismus ist keine Meinung. Stabil bleiben in autoritären Zeiten[…]“
Links:
https://www.perlentaucher.de/buch/ilko-sascha-kowalczuk/faschismus-ist-keine-meinung.html
Ich – als jemand der auch mal gerne was liest was nicht meiner Meinung entspricht – war doch etwas mehr als angeödet als dieser Herr „Putin als Faschisten“, „Gorbatschow als Diktato“r, und „Linkspartei als SED-Nachfolgepartei“ sowie AFD und BSW als „Faschistenfreunde“ und „Putinknechte“ diffamiert hat, insbesonders Frau Wagenknecht und Lafontaine mag er gar verdammen…. – immer dieselbe Leier eines „Punk-Historikers“ – schon im „Freiheitsschock“ hat er sich über ostdeutsche Autorenfreunde, Ostalgie und alles was ihm so nicht in dem Kram passt ausgekotzt…..Mein Fazit: So wird das nichts mit „Dem Kampf gegen den Faschismus“…..
Übrigens kein Wunder, dass der besagte Autor gerne bei Grünen-Veranstaltungen auftritt.
Irgendwoher müssen die ja ihre kriegstreiberische, und doppelmoralische, Meinung haben die Oliv-Grünen in West- und Ostdeutschland 😉
[…]https://www.perlentaucher.de/buch/ilko-sascha-kowalczuk/faschismus-ist-keine-meinung.html
@ Bernie 15 Uhr 08 : diesen uns unbekannten Ilko Sascha- Kowalczuk haben sie gar im Karl Renner Institut, sozialdemokratisch (!) in Wien zu einem Vortrag eingeladen. Die Sozialdemokratie ist so daneben, das wird nix mehr .
Nicht nur die! In den ÖR wurde genau dieses Buch kürzlich über zwei Wochen lang wie Sauerbier angepriesen….
@Artur_C
Eine bewährte Taktik rechter Politiker, alle russischen (vorher sowjetischen) Einwände als Propaganda abzutun, ohne dazu Stellung zu nehmen und es funktioniert, weil es auch im Sinne unserer Mainstream-Medien geschieht.
@Artur_C
Eine bewährte Taktik rechter Politiker, alle russischen (vorher sowjetischen) Einwände als Propaganda abzutun, ohne dazu Stellung zu nehmen und es funktioniert, weil es auch im Sinne unserer Mainstream-Medien geschieht.
Diese ganze ukainische OUN, Bandera und Azov DNA stinkt zum Himmel und das schon seit langem.
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/ukraine-mit-nazis-gegen-putin/
https://www.nzz.ch/international/kanada-eklat-wegen-ehrung-fuer-ss-veteranen-im-parlament-ld.1757811
Aber in der EU und den Qualitätsmedien hält man Augen Ohren und Nasen fest verschlossen.
Dass der Hass auf Russland noch so tief steckt!?
Ich gehe jedoch davon, dass die Geschichte es (wieder einmal) richten wird: Die Palästinenser lernen in den letzten Jahren auf die ganz harte Tour, dass man nicht ungestraft hunderte Juden an einem Tag massakriert.
Und für EUropa ist es das gleiche: Ganz bittere ökonomische und finanzielle Ent-Nazifizierungsmedizin bis hin zum globalen Quai-Bedeutungsverlust!
Aber über Jahrzehnte hunderttausende Palästinenser massakrieren und deren Land okkupieren war knorke?
Bzgl. der Palästinenser: Meine Aussage war keine moralisch/ethische Bewertung des israelischen Vorgehens, sondern eine nüchterne, nicht-wertende Beobachtung.
Der Autor schätzt die notorische Selbstbeweihräucherung der EU/NATO als einer Wertegemeinschaft sehr. Eine hegemoniale Position in der Welt ist in diesem Selbstbild nicht mehr, wie bei anderen Imperien, das Kalkül schnöder Interessenpolitik, sondern entspringt einer höheren Berufung der (von Gottes Gnaden?) Rechtschaffenen. In einem penetrante Moralisieren wird EU/NATO zum Gralshüter alles Guten, Wahren und Schönen. Idealistische Bürger lieben das inniglich, weil die Gewalt des Staatenbündnisses in diesem Lichte als etwas anderes, als ein einziges Ringen für das GUTE erscheint. Da will man auch als linkslibertärer Untertan gerne mittun (und als ganz kleiner Nutznießer am Ende der Nahrungskette auch noch etwas davon haben, aber das nur unter uns). Klar ist: ‚Wir‘ sind zu Weltherrschaft des Guten berufen, zumindest bis an den Ural.
Jetzt heißt es aber auch augepasst und kritisch-konstruktiv mitgedacht: dass ja nicht irgendwelche bornierten Nationalismen und Traditionspflegen dieses wunderbare Bild unseres Bündnisses schmälern. Sonst fällt glatt noch jemandem auf, dass Moral bei ‚uns‘ schlicht zum hegemonialen Instrument gemacht wird; sonst fällt glatt noch auf, dass im Bündnis der Guten auch die absolute Definitionshoheit, wer warum bei welcher Gelegenheit abgestraft wird, selbstverständlich dazugehört; sonst fällt glatt noch auf, dass das widerwärtigste historische Personal nicht weiter kümmert, wenn die europäischen Eliten es so wollen.
Mit der Causa ‚Bandera‘ könnte man hingegen im Nebenbei die verbündete, aber auch ein wenig sperrige und eigenwillige Ukraine schon mal ein bisschen gängeln und einnorden. Hauptsache wäre aber, den Wunsch nach Perfektionierung und Erfolg der eigenen Herrschaft als kritische Forderung zu platzieren: EU/NATO sollten gefälligst auf eine optimale und widerspruchsarme Durchführung ihrer moralisierenden Hegemonie achten.
Also Herr Froschauer, wenn man die Geschichte des Ukraine-Konflikts von Anfang an erzählt, stellen sich ganz andere Fragen.
Die Ukraine wurde von den USA für ihren Stellvertreterkrieg gegen Russland ausgesucht.
Das sah zunächst relativ ungünstig aus: Der von allen Ukrainern gewählte Präsident Janukowitsch hätte sich niemals dafür zur Verfügung gestellt. Daher musste er weg.
Dies geschah durch den rechtsnationalistischen Maidan-Putsch 2014 in Kiew, der mit Hilfe ukrainischer rechter Milizen durchgeführt wurde. Die USA haben ihre Regime Change immer von den gewaltbereitesten lokalen Milizen durchführen lassen. Im Fall von Afghanistan und Syrien waren es AlKaida Terrormilizen, im Falle der Ukraine waren es die ultrarechten Milizen „Asow“ und andere, mit ihrer ausgeprägten Bandera-Ideologie.
Diese Ideologie hatte der Westen schon einmal benutzt, als er Bandera nach dem 2. WK unterstützte, damit der und seine Miliz in der Sowjet-Ukraine Terroranschläge, noch bis zu 9 Jahre nach dem Ende des 2. WK durchführen konnte.
Der Westen hatte für den Maidan-Putsch also die geistigen Nachfahren alter ukrainischer Nazi- Kämpfer reaktiviert, die er schon einmal gegen die Sowjetunion eingesetzt hatte. Alte Kameraden und Kampfgefährten im Geiste.
Es ist also nicht so, dass die EU nur zuschaut, wie in der Ukraine ein alter Nazi-Kult wieder auflebt, sondern sie hat diesen auch aktiv gefördert, um den Umsturz 2014 in Kiew zu erreichen
Die EU und ihr angeblicher Kampf gegen Rechtsextremismus, das ist auch so ein „Narrativ“.
Die EU selbst ist ein rechtes und demokratiefeindliches Projekt.
Die gewählten Parlamente und Regierungen der europäischen Nationalstaaten sollen entmachtet werden. Der EU Apparat soll die zentrale Machstruktur (auch militärisch) in der EU werden. Die Bevölkerung wurde dabei nie befragt. Es gibt keine demokratisch legitimierte EU-Verfassung, über welche die EU-Bevölkerung abgestimmt hätte.
Regierungen von EU Ländern, welche ihre Souveränität nicht einfach so abgeben wollen, werden als nationalistisch und „rechtsextrem“ gebrandmarkt, weil sie scich dem Machtanspruch Brüssels widersetzen.
Die Neonazis in der Ukraine sind für die EU hingegen die „guten“ nationalistischen Rechtsextremen, weil sie im Krieg Russen töten.
So erklärt sich der „Widerspruch“.
Die EU hat nichts gegen Rechtsextreme und Neonazis – sie sollen nur gegen Russen kämpfen.
»Europa verurteilt Rechtsextremismus kompromisslos – doch warum schweigt die EU weitgehend zur staatlichen Verehrung Stepan Banderas in der Ukraine?«
Europas kompromisslose Verurteilung von Rechtsextremismus, beschränkt sich in der Bekämpfung von Parteien die der AfD, und das nur, weil diese den etablierten Parteien die Wähler wegnehmen, deshalb passt das Schweigen Europas zur staatlichen Verehrung Stepan Banderas in der Ukraine.
Und Stepan Bandera ist nicht eine der umstrittensten Figuren des Zweiten Weltkriegs, er ist unumstritten für die brutalsten Morde an ukrainischen Juden verantwortlich, darüber existieren zahlreiche, vom CIA freigegebene Archiv-Dokumente.
Bin ich der einzige, den die Gleichsetzung von Europa und der EU befremdet? UNd welches Europa genau wäre gemeint, wenn der saubere Herr Starmer als glühender Unterstützer der Ukraine genannt wird?
Ist es das geographische Europa, dann wäre aber ein großes Land, dessen europäischer Teil bis an den Ural reicht, mitgemeint? oder soll es die EU sein die, gelenkt von nur unzureichend legitimierten US-Marionetten, die Gegnerschaft zu Russland (und China, den sog. „Systemgegnern“, ggf auch weiteren unbotmäßigen Ländern wie dem unter dem sog. „Mullahregime“) zum Ziel erkoren hat? Was wäre mit der Schweiz, deren Neutralität unter dem Wirken solcher Enflussagenten wie Viola Amherd oder Ignazio Cassis beginnt zu bröckeln?
Dann: kein Wort zu weiteren extrem rechten Regierungen, die allesamt von der EU-Schickeria hofiert werden, wie Milei in Argentinien, der Marionette Guaidó in Venezuela (der gottlob Geschichte ist, wohl ebenso wie die unsägliche María Corina Machado), nicht zuletzt dem offensichtlichen Rassisten und Völkermörder Netanjahu?
Ich sehe da nirgends irgendeine generelle Linie gegen extreme rechte Tendenzen, das sind nur wohlfeile Lippenbekenntnisse
.
Ebenso ist es ja schick, die eigene Bevölkerung auzuhungern und stattdessen mit nie tilgbaren Schulden mittels Rüstung den Kapitalseignern die Dukaten nur so in den Rachen zu schmeißen.
Links blinken und rechts abbiegen, ehemals eine Domäne der SPD, ist mittlerweile ein altägliches Werkzueg um dem eigenen Volk, und möglichst auch dem Rest der Welt (was leider nicht so hinhaut), das Fell über die Ohren zu ziehen.
@Hedwig
All‘ die von dir angesprochenen Punkte sind doch angesprochen worden. Nur eben nicht in einem einzigen, speziell für dich zugeschnittenen Artikel. Da musst du dir schon ein paar Artikel mehr zu Gemüte ziehen…
Motzen, weil nicht die gesamte Geschichte in einem Artikel berücksichtigt wurde ist motzen um des motzens willen. Was sollte einem von dir gewünschtem Artikel noch folgen, wenn bereits alles gesagt wäre? Übrigens gibt es noch immer Bücher mit mehr Infos als du verarbeiten kannst. Da musst halt mal ein paar Taler springen lassen und nicht die von dir präferierte Clickbait-Lösung bemotzen.
Korrektur:
@Hedwig
All‘ die von dir bemängelten Punkte sind doch längst angesprochen worden. Nur eben nicht in einem einzigen, speziell für dich zugeschnittenen Artikel. Da musst du dir schon ein paar Artikel mehr zu Gemüte ziehen…
Motzen, weil nicht die gesamte Geschichte in einem Artikel berücksichtigt wurde ist motzen um des motzens willen. Was sollte einem von dir gewünschtem Artikel noch folgen, wenn bereits alles gesagt wäre? Übrigens gibt es noch immer Bücher mit mehr Infos als du verarbeiten kannst. Da musst halt mal ein paar Taler springen lassen und nicht die von dir präferierte Clickbait-Lösung bemotzen.
Warum ? Weil Leyen = Rechts, weil Kallas = Rechts , weil Costas = Rechts, weil der ganze Verein Rechts !
@lichtenberg
Von Extremisten mal abgesehen, treffen die Bezeichnungen rechts oder links heute gar nicht mehr; es sind nur noch Schlagworte, um nicht Folgsame zu diskreditieren.
Für die angesprochenen „Leader“ trifft mMn eher die Bezeichnung dummdreist zu.
hallo lieber Theo: Lesen Sie mal den Mausfeld, oder hören Sie sich seinen Vortrag zum Thema an, dann reden wir weiter, okay ?
@lichtenberg
„hallo lieber Theo: Lesen Sie mal den Mausfeld, oder hören Sie sich seinen Vortrag zum Thema an, dann reden wir weiter, okay?“
Nun…, weder war/bin ich lieb oder gar nett (ersatzweise blöd), noch werde ich mich erneut mit Mausfeld befassen, um tiefere Ursachen für den aktuellen Stand der Dinge zu ergründen.
Seine Gedankengänge sind zwar grundsätzlich richtig, aber heuer in der Praxis in etwa so relevant wie die Institution der UNO. Beides schert die Machthaber nämlich nicht und ich als ’64 Geborener habe andere Prioritäten, nämlich jene, welche auf mein engstes Umfeld und meine mutmasslich verbleibenden 15 Jahre fokussieren.
Die Realität behalte ich zwar im Blickfeld, um nötigenfalls schnell reagieren zu können, aber ansonsten betrachte ich diesen Albtraum eher als eine Netflix-Folge, die ich zu- oder abschalten kann; solange ich es kann! Es gibt ja durchaus schönere Themen und Hobbys, die meiner Seele guttun. Bislang hatte ich eine recht gute Zeit und werde sie möglichst nicht der ‚Schönen Neuen Welt‘ opfern.
Das wäre die Aufgabe der aktuellen überwiegend indoktrinierten Generation, wenn sie denn wollte. Bevorstehende Aufgaben, wie die Erhaltung unseres Lebensraums im Allgemeinen und die Abschaffung von extremer Gier & folglich Normalisierung von Kriegstreiberei im Besonderen wird radikale Lösungen einfordern, mit denen ich mich ehrlich gesagt nicht befassen möchte…
Mausfelds tiefere Ursachenforschung ist mMn heuer nicht zielführend und wird daher für die Praxis im Gegensatz zur Theorie vorerst irrelevant sein. Soviel zur Vorbedingung deines Angebots… LG
Europäische Werte liegen auf Bankkonten und in Aktiendepots. Alles weitere ist Propaganda zur Durchsetzung handfester Interessen. Es geht um so Sachen wie die „Sicherung“ – den Raub – von Rohstoffen. Oder/Und den Umsatz einflussreicher Konzerne in Pharma, Waffen etc., Demokratie und Menschenrechte stören da nur.
Das ist aber nicht nur im europäischen Garten der Sumpfhexe so.
Es sind EU und die ukrainischen Bandera- Faschisten Brüder/ Schwestern im Geiste.
Nicht nur die deutsche Wehrmacht und SS sind zur Vernichtung der „russischen Untermenschen“ angetreten. Finnland, Spanien, Kroatien, Slovakei, Ungarn, Rumänien, Italien, Freiwillige aus Frankreich, Belgien,Niederlande, Norwegen, Schweden, den baltischen Staaten, Westukraine, Boniaken, Albaner…Ganz Europa war dabei. Wie schon bei Napoleons Marsch auf Moskau 1812. Das war nicht nur die französische Armee. Auch die Armeen aus 25 weiteren europäischen Staaten sind marschiert( und krepiert) … https://m.youtube.com/watch?v=lO9dCBl6YjE&pp=ygUQZGVyIHdlacOfZSB0aWdlcg%3D%3D
Die Idee von der „Europäischen Union“ wurde 1942 in Berlin geschaffen.
Nach 1945 wurde nur etwas „Demokratische Tünche“ aufgetragen.
https://escapekey.substack.com/p/the-second-volta-congress
Es sind EU und die ukrainischen Bandera- Faschisten Brüder/ Schwestern im Geiste.
Nicht nur die deutsche Wehrmacht und SS sind zur Vernichtung der „russischen Untermenschen“ angetreten. Finnland, Spanien, Kroatien, Slovakei, Ungarn, Rumänien, Italien, Freiwillige aus Frankreich, Belgien,Niederlande, Norwegen, Schweden, den baltischen Staaten, Westukraine, Boniaken, Albaner…Ganz Europa war dabei. Wie schon bei Napoleons Marsch auf Moskau 1812. Das war nicht nur die französische Armee. Auch die Armeen aus 25 weiteren europäischen Staaten sind marschiert( und krepiert) … https://m.youtube.com/watch?v=lO9dCBl6YjE&pp=ygUQZGVyIHdlacOfZSB0aWdlcg%3D%3D
Die Idee von der „Europäischen Union“ wurde 1942 in Berlin geschaffen.
Nach 1945 wurde nur etwas „Demokratische Tünche“ aufgetragen.
https://escapekey.substack.com/p/the-second-volta-congress
„Hier stellt sich eine grundsätzliche Frage: Würde die Europäische Union ebenso reagieren, wenn ein Mitgliedstaat der EU eine militärische Einheit nach einer Organisation benennen würde, die mit schweren Kriegsverbrechen in Verbindung gebracht wird? Würde ein bloßes Bedauern genügen, oder wären massive politische Reaktionen die Folge?“
Man könnte sich auch fragen, warum ausgerechnet diese Nationalisten eigenständige Kampfverbände ausserhalb des ukrainischen Herres bilden? Die dürfen ja selbst entscheiden, ob sie Befehle befolgen oder nicht. Auch sitzen die obersten Vaterlandsverteidiger gerne in zweiter Reihe und passen auf, dass die vorne nicht abhauen.
Man könnte sich auch fragen, warum der amtierende Präsident Arsenjuk von V.Nuland gehalten war, seine Entscheidungen mit den Nationalisten abzusprechen. (Oder war das Fake?)
Wer die Fragen beantwortet, dem wird schnell klar, dass die historischen Unannehmlichkeiten unter den Tisch fallen, weil man die Nationalisten brauchte, um den Krieg in Gang zu bringen. Wer sollte denn sonst Selenskij, der mit einem Friedensprogramm gewählt wurde, für den Krieg begeistern?
In so einer Situation kehrt man gerne ihre widerlichen Vorstellungen unter den Teppich. Das passiert auch bei einem gewissen Jolanni in Syrien, der nimmt heute sogar offiziell an NATO-Treffen teil.
Offenbar hat man gedacht, wenn der Krieg vorbei ist, haben die nichts mehr zu sagen – oder vielleicht auch nicht. Wir können uns schon mal darauf gefasst machen, dass uns viele dieser wunderbaren Freiheitskämpfer erhalten bleiben – samt Waffen.
Ich habe heute mal recherchiert wie die Aufnahmebedingungen für die EU sind – da wird es dann doch interessant.
Die Ukraine wird, wenn es nach Frau Von der Leyen geht, in die EU kommen, aber die EU-Aufnahmekritierien stehen ihr im Weg. Soll heißen eventuell scheitert es doch.
Die EU darf keine Diktatur, keiner Art, in die EU-Aufnehmen. Außerdem soll sichergestellt werden, dass die Aufnahmestaaten demokratisch, und nicht faschistisch – oder rechtsextrem/-radikal sind. Das andere Extrem fällt ja flach, da es keine sozialistischen Staaten in Europa mehr gibt 😉
Ich frage die KI ganz konkret nach Spanien, Portugal und Griechenland – allesamt einst faschistische Diktaturen, wie ich als älteres Semester noch weis, aber die wurden eben erst in die EU aufgenommen als die sich demokratisierten, und dem einstigen Faschismus ihrer verstorbenen Diktatoren abgeschworen hatten. Ja, lange her.
Ob das heute noch gilt? Rein gesetzmäßig ja, aber in der Von-Der-Leyen-EU lassen sich Gesetze ja mal schnell ändern damit die den EU-Rechten um Frau Von der Leyen und Konsorten in den Kram passen.
Auch die Staaten Ex-Jugoslawiens – insofern die in die EU aufgenommen wurden – mußten erst obige Kritierien erfüllen, aber das war Jahrzehnte vor Frau Von der Leyen – Mit Sonneborn (DIE PARTEI) gesagt „Wir sollten Europa nicht den La(ey)en überlassen.
Sarkastische Grüße
Bernie
die Nato/USA hat das alles nicht gejuckt, Griechenland wurde unter der Militaerdiktatur ab 1967 genauso respektiert wie „Demokratien“!
Spanien, wurde erst nach der Franco-Diktatur Nato Mitglied, die Franquisten stehen heute in den Startloechern!
Portugal war Gruendungsmitglied unter Diktator Salazar, não há problema nenhum!
Auch die Ukraine waere kein Problem, ganz im Gegenteil, Faschisten sind mit Nato/USA kompatibel!
@Rubis
Ich teile Ihre Ansicht was die NATO angeht.
Die EU ist aber (noch) eine andere Institution als die NATO.
Darauf verlasse ich mich.
Optimistische Grüße
Bernie
Wo denn ist eine europäische Glaubwürdigkeit festzustellen? Außer in der Selbstwahrnehmung.
Es kann sich nichts verändern, was nicht vorhanden ist.
Schon mein Vater hatte mir davon erzählt, weil er 42 noch bei Lemberg stationiert war.
Ist also alles nichts Neues.
Wir driften ganz in Richtung totalitäres System und genau das ist eben auch so gewollt.
In welcher Welt lebt Froschauer eigentlich?
Nicht nur, dass in zahlreichen Staaten Europas erklärte Nationalisten die Regierung stellen (oder stellten), das Vorankommen der Nation war das Anliegen noch jeder Regierung.
Und wenn Politiker eine – wie auch immer geartete – Verantwortung beschwören, dann ist das die Sprachregelung für den Anspruch auf Ausweitung der eigenen Macht mit dem Übergang in andere Staaten hinzuregieren.
Es ist eigentlich auch nicht zu übersehen, dass „Europa“ noch jedes Verbrechen gutgeheißen hat, wenn es von den richtigen Regierungen begangen wurde.
schreiben Sie doch bitte „EUropa“, das passt besser! Das „geografische Europa“ ist was anderes und sollte nie von
von Laien regiert werden!
Froschauers Thema ist die Glaubwürdigkeit der „Wertegemeinschaft“, die er beschädigt sieht und wohl gerne würde. Obwohl er durchaus Kenntnis davon hat, dass diese Wertegemeinschaft sehr unterschiedliche Maßstäbe anlegt, also keineswegs von Werten ausgehend Politik betreibt, möchte Froschauer daraus keinen Schluss ziehen. Das ist nicht ungewöhnlich für Menschen, die viel von den Werten halten und sich nie fragen, wofür die eigentlich stehen, wenn sie keine praktischen Folgen haben.
„Demokratie und Freiheit“ war ein Kampfprogramm gegen den Ostblock. Staaten, die noch Kolonien ihr eigen nannten, haben einen Kampf im Namen der Freiheit geführt. Das sollte einem eigentlich zu denken geben.
Abbildung in Radianska Ukraina 15. März 1945
Ukrainischer Nationalismus in Gestalt einer Schlange, welche aus dem Sarg des geschlagenen Faschismus emporkriecht.
Nun, das Merz/Klingbeil-„Regime“ spiegelt das Ukro-Regime immer stärker:
Hierzu der ukr. Botschafter Oleksii Makeiev:
„Die Veränderung der Sichtweise auf die historische Verantwortung ist ein komplexer und konsequenter Prozess. Deutschland hat den Holodomor bereits als Völkermord anerkannt und seine Rhetorik hinsichtlich des Gedenkens an den Sieg über den Nationalsozialismus geändert. Wir hören immer mehr positive Signale von der deutschen Regierung bezüglich der Verantwortung Deutschlands gegenüber der Ukraine.“
https://germany.mfa.gov.ua/de/news/intervyu-posla-oleksii-makeiv-ukrinformu-nimechchina-postupovo-zminyuye-svoye-strategichne-mislennya
Und außerdem, das Merz-Regime hält „seinen“ Nazis doch teilweise immer noch die Ehre:
„Herbert Quandt Medien-Preis“
https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Quandt_Medien-Preis
„Zusammen mit seinem Vater Günther Quandt zwang Herbert Quandt bis zu 57.500 Menschen in Batteriefabriken zur Sklavenarbeit. Das Vermögen der Familie Quandt wurde auf diesen Verbrechen aufgebaut. Günther Quandt erwarb nach den nationalsozialistischen Enteignungen (sogenannten „Arisierungen“) Unternehmen, die zuvor im Besitz von Juden waren. Herbert Quandt trug persönlich dazu bei, einige dieser Geschäfte abzuschließen, und beaufsichtigte die Planung eines Außenlagers eines Konzentrationslagers im von den Nazis besetzten Polen. Nach dem Krieg arbeitete er weiterhin mit radikalen ehemaligen Nazis aus Joseph Goebbels’ Propagandaministerium zusammen. (…)“
https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/may/24/germany-nazi-past-gaza-media-prize-state
„Die EU fordert von Beitrittskandidaten die Achtung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten und tritt entschieden gegen jede Form der Verherrlichung nationalsozialistischer Ideologien auf. “
Was ist mit den baltischen Staaten, in denen Russen Diskriminiert werden? Ich jedenfalls ob schon interessiert habe nirgends was gelesen das die Sanktioniert werden.
Es ist also nicht nur die Ukraine. Jetzt kann man natürlich sagen das es im Artikel nur um die Ukraine geht, aber zur Wahrheit gehört eben auch das es nicht nur die Beitrittskandidaten sind sondern auch die Mitglieder der EU.
Die baltischen Staaten hätten wegen des ungeklärten Staatsbürgerschaft-Status der russischen Minderheiten dort wohl nie in die EU aufgenommen werden können, wäre es rechtens zugegangen.
In diesem Zusammenhang ist einmal mehr daran zu erinnern, dass Ukrainer im 2. WK eine komplette Waffen-SS-Division (14. Waffen-Grenadier-Division) gestellt haben.
Ebenfalls ist zu erinnern, dass sich auch aus den heute baltischen Staaten – insbesondere Lettland („Lettische Legion“) und Estland – SS-Verbände im Kampf gegen Russland rekrutiert haben und dass deren Veteranen bis heute hohe staatliche und gesellschaftliche Wertschätzung erfahren.
Das wird man dann wohl unter „Kontinuität“ in Fragen der politischen und militärischen Tradition verbuchen müssen.
Ich seh das so mit der Svoboda -Partei. die dient als Alibi für den Westen.
Es heißt dann: ist doch kein Rechtsradikalismus in der ukraine. Denn Svoboda hat nur ein paar Prozent.
die wirkliche rechtsradikale Politik wird von den Hauptparteien ,insbesondere Selensky betrieben.
Und Asow zieht die Fäden im Hintergrund und die Marionette Sel. führt es aus.
Es ist ganz bestimmt nicht die Svoboda, die die Bandera-Statuen aufstellen lässt.
.Wie frühzeitig die Ukraine gegen Russland (UdSSR) in Stellung gebracht wurde, indem alte ehemalige Nazikollaborateure der Ukraine wieder aktiviert wurden, sollte sich mit der CIA-Operation Aerodynamic befassen.
Die etablierten Parteien machen inzwischen die Politik, die AfD vor ein paar Jahren gefordert hatte. Inhaltlich unterscheiden sich vor allem C-Parteien in vielen Bereichen überhaupt nicht groß von der AfD, weswegen sich viele Politiker auch eine Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene vorstellen können.
Da fragt man sich doch, warum die AfD nicht wohl gelitten ist.
Der Grund dafür liegt in der Ablehnung von Euro, EU und überhaupt der Aufgabe von Souveränitätsrechten. Als stramme Nationalisten betonen sie die andere Seite des Widerspruches, den das Projekt EU hat. Dort, wo pro-europäische Parteien zwar auch den Verlust von Souveränität beklagen, aber an dem Projekt den Zuwachs von Macht entdecken, wollen Parteien wie die AfD die Integration ihrer Nation in die EU stoppen. „Take back control“ sollte z.B. in GB dem Staat wieder mehr Gestaltungsmöglichkeiten geben. Der schlichte Gedanke: wenn der Staat ganz in seinem Sinne regieren kann, also keine Kompromisse machen muss, dann kommt das der Nation zugute. Aufgegangen ist das nicht, weil GB nicht das Schwergewicht ist, dass die Bedingungen setzt. Als voll souveräner Staat muss er dann eine Ebene später Kompromisse eingehen.
Die AfD will insofern wirklich eine andere Republik, sie ist wirklich eine „Alternative“, in dem Sinne, dass der Staat einen anderen Erfolgsweg beschreiten wollen würde. Ob das aufgeht ist eine andere Frage.
Nationalismus geht eben auf verschiedene Art und Weisen. Abgeschworen hat dem nie eine Nation.
Ich sehe alle Bundestagsparteien als rechtsextreme Kriegstreiber. Der Kern der rechtsradikalen Ideologie liegt auch nicht mehr im „Nationalismus“. Der Kern des neuen Anglo-Faschismus ist die Zerstörung der bisherigen Nationalstaaten und deren Überführung in Kapitalgesellschaften.
„Europa verurteilt Rechtsextremismus kompromisslos…“
Ist das so, Herr Froschauer? Allein schon die jährlich stattfindenden UN-Resolutionen gegen die Verherrlichung und Verbreitung des Nazismus, Rassismus usw. sprechen da ein völlig konträres Bild, was das Abstimmungsverhalten der westlichen Staaten – allen voran der BRD – angeht. Dort wird der Welt hemmungslos gezeigt, dass dieser Abstimmungskreis nichts gegen Nazismus hat!