Sind schon Autonome Kampfdrohnen im Ukraine-Krieg im Einsatz?

Molniya-2-Drohne. Bild: oboronka.mezha.ua

Russland und die Ukraine sollen bereits autonome KI-gestützte Kampfdrohnen einsetzen. Wie die NYT berichtet, starben am 6. Juli drei ukrainische Zivilisten bei einem missglückten Angriff einer autonomen Molniya-Drohne, die in einem Schwarm mit einigen anderen Drohnen flog, auf eine Tankstelle. Beim Anflug auf die Tankstelle prallte die Drohne auf eine Mauer, explodierte und tötete so die drei Menschen, die zum Kollateralschaden wurden.

Dass es sich um eine autonome Drohne handelte, was hier erstmals dokumentiert worden sein soll, soll sich daran zeigen, dass sie weder eine Antenne noch ein Glasfaserkabel besaß, aber mit einem seit 2023 auf dem Markt erhältlichen Jetson Orin-Chip des amerikanischen Konzerns Nvidia ausgestattet war. Den würde man nicht benötigen, wenn der Flug der Drohne vorprogrammiert ist, sondern wenn sie gelernte Ziele autonom suchen und angreifen soll.

Die Minicomputer kann man überall für ein paar Hundert Euro kaufen, sie unterliegen keinem Exportverbot und ermöglichen eine lokale KI-Nutzung, da keine Anbindung an die Cloud notwendig ist und der Energiebedarf niedrig ist. Nvidia beteuert, das Modul nicht nach Russland direkt zu verkaufen, aber die Russen können über Reseller die Chips ohne Probleme einkaufen. Mit dem relativ kleinen Jetson-Orin können Bildverarbeitung, Steuerung von Robotern und maschinelles Lernen realisiert werden.

Vor kurzem berichtete der ukrainische Militärgeheimdienst, dass auch ein russischer Marschflugkörper S-71 “Monochrome“ einen Jetson Orin-Rechner enthielt, mit dem er wahrscheinlich autonom sein Ziel suchte.  S-71M „Monochrome“ kann von einer Su-57 oder von einer S-70 Okhotnik-Drohne abgeschossen werden, hat eine Reichweite von bis zu 300 km und führt eine 250kg-Bombe mit sich.

Die Molniya-Drohne, von der die NYT berichtet, soll „vollständig von KI gesteuert“ gewesen sein. Die russischen Truppen setzen die billigen Molniya-FPV-Drohnen, die nur ein paar hundert Euro kosten, mit einer Reichweite um die 30 km und einer Geschwindigkeit bis zu 90 km/h massenhaft und in Schwärmen an der Front ein. Sie dienen als Kamikaze-Drohnen oder können auch kleinere Quadcopter-Drohnen näher an die Angriffsziele bringen. Angeblich werden von den Russen im Monat bis zu 50.000 Molniya-Drohnen eingesetzt. Ebenso wie die Ukraine wird die Drohnenabwehr durch die schiere Zahl überwältigt. Auch wenn 90 Prozent abgewehrt oder abgeschossen werden können, können noch 10 Prozent an ihr Ziel gelangen. Schon länger wird gesagt, dass einige der Drohnen mit KI ausgerüstet sind und autonom fliegen würden.

Wenn die Informationen zutreffen, dann hat der Krieg mit autonomen Waffensystemen bereits begonnen. Vermutlich wird damit noch experimentiert, aber es gibt von beiden Seiten keine Hemmungen, autonome Kampfdrohnen oder -roboter zu verwenden, um die eigenen Leute zu schonen und die Gegner zu töten. Das kann schiefgehen wie beim missglückten Angriff auf die Tankstelle, wobei die getöteten Zivilisten nicht das Ziel waren. Aber der  Vorfall macht darauf aufmerksam, dass auch KI-gesteuerte Drohnen Ziele nicht gut erkennen oder verwechseln können. Es kommt natürlich darauf an, wie gut die KI zur Mustererkennung trainiert worden ist und wie bzw. ob diese durch Tarnung getäuscht werden kann. Im Krieg wird man da nicht so genau sein. Genaueres erfährt man nicht, abgesehen davon, dass der Chip nicht verschlüsselt war, weswegen die Ukrainer sehen konnten, welche Bilder hoch geladen wurden und auf die Erkennung welcher Ziele die Drohne trainiert wurde. Genannt werden Benzintanks an Tankstellen.

Ein ukrainischer Leutnant wird zitiert, der sagte, die Russen trainieren die KI. Sie schauen nach Fehlern und korrigieren diese. Das in einem Krieg im wirklichen Einsatz und unter Realbedingungen zu machen, ist natürlich im Sinne der Optimierung der Waffen von Vorteil.

Von Gegnern autonomer Waffensysteme wird gefordert, dass diese nicht die letzte Entscheidung treffen dürfen oder sollen, Menschen anzugreifen. Es müsse immer ein Mensch die letzte Verantwortung haben. Wird das Töten deswegen humaner werden? Wir kennen die Videos von Drohnenkameras, auf denen zu sehen ist, wie die Drohnenpiloten mitleidslos auch wehrlose Soldaten und mitunter Zivilisten jagen und töten. Menschen irren natürlich auch, sind ängstlich oder aggressiv, halten im Ausnahmezustand eines Krieges Gegner für vernichtenswert, begehen Massaker und töten Zivilisten. Befürworter von autonomen Waffensystemen sagen daher, dass diese emotionslos genauer entscheiden könnten.

Für ein Verbot von autonomen Waffensystemen dürfte es sowieso schon zu spät sein. Und sie werden nicht nur andere autonome Roboter angreifen, sondern immer auch Menschen, schließlich führen (noch?) die Menschen Krieg, die autonomen Kampfroboter sind bei aller Autonomie bislang nur Befehlsempfänger. Aber sie könnten sich natürlich auch gegen die vermeintlichen „Herren“ und überhaupt gegen Menschen erheben und gegen diese alleine oder in Schwärmen einen Krieg beginnen.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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25 Kommentare

    1. Man will die FPV-Dohnenvideos ja auch nicht sehen und dann werden sie bei den Mappern eingeblendet.

      Ukrainischer Witz am Rande: Im Zentrum des Fadenkreuzes haben Drohnen mit ukrainischer Software ein Herz.
      Realisiert wird das über Mods der Opensource-Software von und für Hobby-Piloten.

      Von daher muss ich sagen, dass ich fast erleichtert bin, wenn der Faktor Mensch im Drohnenkrieg schwindet.

  1. Das sind doch gute Nachrichten. Wenn die Drohnen autonom fliegen, können die Drohnenpiloten in den Schützengraben. Muss man nicht soviel Busifizieren.

  2. Solche Drohnen werden in ein paar Jahren auch uns überwachen.
    Die werden uns alles nehmen, das Fleisch, das gute Essen die Behausungen, das Geld und selbst das Wasser.

  3. Just in diesem Augenblick findet eine massive Medien- und Geheimdienst-Gleichschaltungskampagne statt. Das Ergebnis werden wir möglicherweise schon vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bewundern können. Denn wie selbst die BILD inzwischen schreibt, plant die Merzregierung den Falseflag-Vorfall auf dem Leipziger Flughafen auf (nun ja fast) beispiellose Weise zu nutzen. Ziel wird sein, unterstützt von der üblichen Medienkolonne, eine totale und radikale Eskalation des ohnehin schon enormen Spannungen mit Russland zu erwirken. Ob es zu einer Artikel 5 Dimension reicht, erscheint zwar fraglich, doch die nächsten Tage werden höchst interessant zu beobachten sein.

    1. Ohne die BamS gelesen zu haben, soll
      es dem Merz dabei mehr um einen
      Dämpfer für die AfD vor den Wahlen
      am 20.09. in Berlin gehen, als um eine
      Eskalation, wenn er den Russen die
      leipziger Geschichte in die Schuhe schieben, Diplomaten ausweisen und das russische Haus schließen möchte. In der Luft hängt auch eine 2/3 Mehrheit im Bundestag zur Bestätigung des „Spannungsfalles“. AfD und Linke haben eine knappe Sperrminorität. Zum Spannungsfall fehlen ein paar Abtrünnige.
      Die Grünen sind gefechtsbereit.
      Dann wäre da noch der langwierige Bundeszwang nach Art. 37 GG, falls sich
      die AfD mit absoluter Mehrheit in Sachsen-Anhalt über die Bundesgesetze
      hinwegsetzen sollte; wenn sie beispielsweise wie angekündigt, den
      „Königsteiner Schlüssel“ ignorieren würde.
      Im „Spannungsfall“ geht es mehr um
      Innenpolitik als um Außenpolitik. Der Spannungsfall ist schneller als Art. 37 GG ( wenn das die AfD im Bundestag wüsste ). Die Russen wären vorläufig nur Projektionsfläche. Eine miese Nummer,
      die aber aufgeflogen zu sein scheint.

    2. @xblob
      „Das Ergebnis werden wir möglicherweise schon vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bewundern können. Denn wie selbst die BILD inzwischen schreibt, plant die Merzregierung den Falseflag-Vorfall auf dem Leipziger Flughafen auf (nun ja fast) beispiellose Weise zu nutzen. Ziel wird sein, unterstützt von der üblichen Medienkolonne, eine totale und radikale Eskalation des ohnehin schon enormen Spannungen mit Russland zu erwirken. Ob es zu einer Artikel 5 Dimension reicht, erscheint zwar fraglich, doch die nächsten Tage werden höchst interessant zu beobachten sein.“

      Es reicht ja schon den Spannungsfall auszurufen um die Wahlen zu blockieren.
      Zudem werden im ÖRR begleitend zur antsehenden Wahl wieder vermehrt Berichte über den Mauerbau, Flucht und Mauerfall samt Befreiung aus der DDR-Diktatur gezeigt.

      Was die Drohne betrifft so erhofft sich Merz vermutlich nach zahlreichen Fehlversuchen der letzten False Flag Aktionen jetzt den Durchbruch um den starken Maxe zu machen.

    3. Zumal die in der Drohne (in Leipzig) verwendeten Bauteile und die Bauart eine russische Herkunft klar belegt hätten. Da wir darüber aber immer noch nichts gehört haben, ist zu 100% von einer False Flag auszugehen, Entweder Kiews oder eines westlichen Geheimdienstes. Relativ sicher ist auch, daß deutsche Stellen im Vorhinein nicht involviert waren, sonst wäre das mit der Schuldzuweisung nach dem Vorfall schneller gegangen, da vorbereitet.

      Witzig fand ich den „neuerlichen Drohnenfund“ nahe des Flughafens. Das war eine von einem deutschen Dienstleistungsunternehmen eingesetzte Kontrolldrohne zur Gebäudebegutachtung. Hat man aber auch erst Tage später erfahren… 😉

  4. Wenn die Informationen zutreffen, dann hat der Krieg mit autonomen Waffensystemen bereits begonnen.

    Ich denke das ist schon känger ,offiziell‘. Auch der Oberst Reisner hat das vor Wochen bereits thematisiert:
    Mit KI erleben wir einen Evolutionsschritt im Krieg„:
    https://www.n-tv.de/politik/Mit-KI-erleben-wir-einen-Evolutionsschritt-im-Krieg-id30943035.html

    Auf seiten der Waffen-KI ,des Westens‘ ist wohl Palantir als zentraler Software Lieferant zu nennen.

    1. @ Otto0815:

      Menschliche Perversion

      Der Begriff »Perversion« wird in diesem Zusammenhang viel zu selten verwendet, auch von den Kriegsgegnern. Das Video habe ich keine 10 Sek. ertragen: „… kann die Guten von den Bösen unterscheiden, und darauf sind wir stolz…“ Und das Publikum applaudiert 🤦🏼

  5. Beendet endlich diesen Krieg und schickt vorher noch alle Kriegstreiber in egal welchem Land an die Front, damit sie sehen, was ihre Produkte oder ihre Politik oder Meinungsmachr anrichtet. Dann werden Friedensverhandlungen geführt, die in Abrüstungsverhandlungen übergehen. Wer sich dagegen stellt, kann sich dann für die nächste Marsmission anmelden und kann dann dort auf dem Mars die Früchte seiner „Arbeit“ genießen. Irgendwann wird dann mal Schluss mit dieser unsinnigen Aufrüsterei sein. Dann könnten wir genügend Ressourcen zur Verfügung haben, um die wesentlichen Probleme der Menschheit zu lösen.

  6. Dieser Rüstungs-Irrsinn muß beendet werden!

    Der Angriff auf das Munitionslager nahe Kiew zeigt was passiert wenn Militär und Rüstungsbetriebe zur Tarnung in einem Wohnbezirk platziert werden..

    Rheinmetall im Berliner Wedding
    https://www.jungewelt.de/artikel/525986.waffenproduktion-rheinmetalls-munitionsfabrik-im-wedding-was-sagen-die-menschen-im-kiez.html

    Dokumentation
    Zwangsarbeit bei Rheinmetall z.B. KZ Tannenberg, Unterlüß
    https://weg-der-erinnerung.solikom.de/de/weg_der_erinnerung/ausstellung/begleitheft-web.pdf

    Dokumentation
    Zwangsarbeit im Faschismus
    https://weg-der-erinnerung.solikom.de/de/weg_der_erinnerung/zwangsarbeit-im-faschismus/Zwangsarbeit_bei_Rheinmetall-Borsig.pdf

    Nicht vergessen: Morgen ist Antikriegstag!

  7. Die Kriegsfront Ukraine/Russland wird inzwischen auch von offiziellen Seiten als „Testlabor für moderne Kriegsführung“ bezeichnet, von daher wäre es überraschend, wenn »Autonome Kampfdrohnen« noch nicht im Einsatz wären.

    im Monat bis zu 50.000 Molniya-Drohnen

    Das ist eine verwirrend hohe Anzahl, alleine das dazu benötigte Material ist enorm. Im verlinkten Artikel finden sich auch keine Belege zu den dort genannten Zahlen, sondern nur Schätzungen und Hörensagen von Soldaten. Würde ich jetzt nicht sofort als „dubios“ bezeichnen, doch als „valide“ auch nicht.

    1. Verwirrend ist in diesem Krieg so einiges. Gestern gab es einen Artikel auf Telepolis (lese ich manchmal wieder 😉) der die hohe Anzahl vielleicht erklären könnte. Natürlich auch mehr Fragen als Informationen.

      „Der riesige Komplex müsste weit mehr Geran-Drohnen herstellen als bekannt. Arbeitet Russland ineffizient – oder sind die Schätzungen viel zu niedrig?“

      https://www.telepolis.de/article/Russlands-Drohnenfabrik-Alabuga-gibt-Raetsel-auf-11434533.html

      1. @ Jinpa:

        Sie Unhold lesen noch Telepolis, verlinken das und machen mir den ungeheuerlichen Vorschlag, das zur Kenntnis zu nehmen?! Ich möchte mir die Zähne putzen!

        Danke für den Artikel, ja, der kommt einem auch irgendwie käsig vor: Ukrainischer Geheimdienst, Flächenzuwachs und Wohnungsbau [sic!], Produktionsvergleich (aber »keine Produktivitätsmessung«: „ich wollte es nicht sagen, habe es aber trotzdem“ – *Facepalm*) über das Gewicht der Produkte, Vergleich eines russischen Standortes mit dem gesamten US-Flugzeug-Output 1944…

        Aber im Schützenfest dieses Geraunes schießt der Schluss dann den Aasgeier der Kriegsgefahr für „uns“ in den Horizont: »…könnte als Frühindikator für die Vorbereitung auf einen möglichen Krieg gegen Nato-Territorium gelesen werden.« („Habs wieder nicht sagen wollen…“)

        Nochmals Danke, ich dachte, ich sei verwirrt, aber so desorientiert wie andere bin ich wohl doch noch nicht 🙂


        (@ Red: Sorry, für diese sehr oberflächliche Textanalyse eines gewissen anderen, sagen wir, Onlinemagazins.)

  8. Man bedenke, westlich des AFS – des Antifaschistischen Schutzwalles – bis ca. ElevenNine und danach bis zur Polengrenze waren von den 72 Jahren Kanzler-Präsenz geschätzt ca. 72 % den Christen-Unionisten vorbehalten, der Rest – na ja, seien wir ehrlich – Pseudo-Sozen. Bei ersteren, ob ‚Konrad der Große‘ oder König „Kurt“ Silberzunge – so als unbedingt antifa angehaucht auch nicht unbedingt zu identifizieren., unter Zuhilfenahme von Wiki schon gar nicht. Bei letzteren – den despektierlichen Roten, ebenfalls na ja, der Willy könnte ja schon sowas wie für bzw. gegen was auch immer gewesen sein – ’sein‘ Radikalenerlass spricht allerdings nicht gerade dafür. Sein direkter Nachfolger – na ja, das 3. zumal – sein Werdegang schon lange vor Blondis und Dolf’s junger Frau allzu frühem Tode schon a bisserl fragwürdig. Und Hinterher? Nun, seine Grussadressen an die HIAG angelegentlich hätten ja wirklich nicht sein müssen. Erst viel später, so ab seinem Klavierspielen konnte ihm ab&an zugehört werden. Sein schöpferischer Höhepunkt? „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!“

    Von den restlichen Schadenswendern&Nutzenmehrern – quasi Eintagsfliegen – will ich gar nicht reden. Da hat sich ja wahrlich keiner allzu sehr mit Ruhm bekleckert. Und dass heuer in Vor-Polen die Blauen so ‚en vogue‘ sind, ja ist das ein Wunder? Da dürfte wohl von den Parteiknappen des Einheitskanzlers schon lange erkannt haben, dass dessen „Ruhm&Ehre“ so langsam dem ’sunset‘ entgegen geht und für die Abhanden-zu-Gehenden‘ tunlichst alsbald ein Auffangnetz gespannt werden sollte … äh … muß! Was ja dann auch zügig bewerkstelligt werden konnte.

    Dass dann noch – nach bald achtzig Jahren – brutalstmöglichen Artilleriebeschusses contra Rot&Pink so gut wie alles, das sich nicht schwarz, gelb und heuer auch grün gab (das erste Schmetterlingsnetz für eigentlich Unbrauchbares), die SBZ zu fallen hatte (als es gar keine Soffjeds mehr gab) und dann auch die 150 Jahre plus alte Partei – per in Regierungsbeteiligung von Helmut II, Angie und Fritz runtergedimmt zu werden hatte? Isjagut, fällt ja auch keinem auf. Der Feind steht liMks, und der Feind hat sich sogar ohne Murren den Kaugumme von „Woke&GenderInnen“ auf den Hosenboden kleben lassen. Als Ersatz für Soziales oder so etwas.

    Jetzt also ist „blau“ angesagt, schließlich hat unser Heino schon früh Werbung gemacht dafür. Sowas bleibt hängen. Jeetzt heißt es „blau zu wählen“. Warum nur fällt niemand auf, weder im Ooost- noch im West-Protektorat vom demnächst zu Großdeutschland aufgeblasenen Landstrich, dass so gut wie 150% des gesamten Systemapparates derzeit (selbstredend und vor allem peer Ö- und PPR) derzeit hohlzudrehen hat mit angeblichem Madigmachen von diesem Provokations-Konstrukts. Dem ‚Volkskörper‘ per Hass&Hetze bzw. der Nutzung derselben untergejubelt wird, dass sie ‚Contra‘ aufzubieten hat. À propos ‚Hetze‘ – und dieser Vorwurf ausgerechnet noch an die Bürger draußen im Lande, die doch … Kenne das Wort eigentlich noch aus der Zeit, als es hieß „Bin nicht auf der Flucht, lasse mich nicht hetzen!“. Heutzutage bedeutet es ganz was anderes, ein schlimmer Vorwurf. Wo sie doch genau jene Geisteshaltung spiegeln, wenn sie – genau – in den Spiegeln schauen und dann den ‚Morgenstern‘ – die WMD des Mittelalters – auspacken und weit ausholen.

  9. Die Drohnen sind das kleinere Problem.
    Ein strategisches Szenario der 80er lebt wieder auf.

    Russland wirft den USA vor, Europa als potenzielles, nukleares Schlachtfeld zu betrachten.
    https://www.aa.com.tr/en/world/russia-accuses-us-of-viewing-europe-as-potential-nuclear-battlefield/4041590

    siehe auch ( von Anfang August 26 )

    Pentagon prüft neue Atomstrategie gegen Russland und China
    https://www.merkur.de/politik/usa-planen-neue-atomstrategie-fuer-konflikt-mit-russland-und-china-zr-94434408.html

    Deutschland plant 12 Mrd. Raketenprogramm um Russland abzuschrecken
    https://www.politico.eu/article/germany-missile-program-deter-russia-vladimirputin/

    Wer den Braten jetzt noch immer nicht riecht ……..

  10. Im Luftkrieg ist das längst gang und gäbe. Zwar ist im Kampfjet noch ein Pilot am Knüppel, aber die Kampfhandlungen macht eine KI, gegen die auch die besten Piloten machtlos sind.
    Wenn nun Menschen der Technik durchweg unterlgen sind, werden sie wahrscheinlich durch diese ersetzt. Es sind reine Roboterkriege denkbar, was ja ein ganz klein wenig Hoffnung aufkommen lässt. Die Roboter kämpfen gegeneinander in einer evakuierten Arena.
    Zur Finanzierung lässt man Pressedrohnen zu, die das Geschehen filmen. Wettbüros nehmen Gebote auf den wahrscheinlichen Sieger an. Wir sind im Kapitalismus, falls das vergessen wurde.
    Und der Verfassungsschutz hört mit, wer denn da so jubelt, wenn ein ukrainischer Drohnenschwarm abgeschossen wird. Ah, die Russlanddeutschen. Und Teile der AfD.
    Alle sind zufrieden und leben am Ende leben noch. Vorsichtiger Optimismus.

    1. „Es sind reine Roboterkriege denkbar, was ja ein ganz klein wenig Hoffnung aufkommen lässt. Die Roboter kämpfen gegeneinander in einer evakuierten Arena.“

      Wer sitzt in der Arena, auf welchen Rängen ?

      Für “ die KI “ sind Menschen die Abweichung vom Standard. Maschinen müssen nicht essen, trinken, schlafen, zum Arzt, im Alter gepflegt werden. Sie wird die Bedürfnisse von Menschen als Abweichung vom Standard herausrechnen und unberücksichtigt lassen. Wenn es irgendwann um reine Roboterkämpfe gehen sollte, steht längst
      ein Minuszeichen vor der Menschheit.
      Ich würde mich nicht darauf freuen, eines Tages Kriege, Maschinen überlassen zu können. Bis dahin wird der Schuss längst nach hinten losgegangen sein.

    2. Ich fand ja die Philip K. Dick Geschichte am Besten, in der die Maschinen (KIs) den mittlerweile nach einem Atomkrieg im Untergrund lebenden Menschen vorgaukeln, noch gegeneinander zu kaempfen, waehrend sich die Oberflaeche schon wieder erholt hat.

  11. Diese Gerüchte nehme ich gerne zur Kenntnis, vervollständige sie aber durch die Behauptung, die Ukrainer setzten KI-Drohnen von Palantir ein, die gesteuert durch ihr Energiemanagement in der Endphase ihres Angriffs, so sie kein militärisches Ziel gefunden haben, ersatzweise Jagd auf Zivilisten machen.

    Dann möchte ich zur Einordnung der Güte der NYT darauf hinweisen, was diese zum kürzlich erfolgten Besuch des CIA-Hauptmanns Ratcliffe zu erzählen wusste. Ratcliffe, so die NYT, habe den in- und ausländischen russischen Geheimdienstchefs mitgeteilt, sie sollten ihren Präsidenten schnellstmöglich über die verzweifelte Lage des russischen Militärs und der russischen Ökonomie unterrichten. Die Amerikaner machten sich ernsthaft Sorgen um den Fortbestand der russischen Wirtschaft und seines Militärs. Nur ein sofortiger Stopp des Krieges in der Ukraine könne Russland und Putin retten.

    1. Ich habe ersteres bei Krapivnik gehoert.
      Was NYT und Konsorten wie Bloomberg und Politico angeht: glaubt da wirklich noch jemand, die berichten was ist?

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