
Der Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran trägt das Potenzial für eine globale Eskalation in sich. Politische Fehlentscheidungen, Machtstreben und ignorierte Warnungen könnten eine Kettenreaktion auslösen, deren Folgen weit über den Nahen Osten hinausgehen.
Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran birgt in sich das Potential für einen Weltkrieg. Der erste Weltkrieg war ähnlich aus absurden und banalen Vorstellungen heraus begonnen worden. Der Weltkrieg II wurde durch einen krankhaften Politiker losgetreten worden. Dieser hatte geglaubt, Polen sei binnen dreier Tage von seiner Wehrmacht zu überrennen. Er hatte sich nicht vorstellen können, dass Frankreich und Großbritannien es wagen würden den militärisch unterlegenen Polen zur Hilfe zu kommen. Größenwahn, Hybris, Selbstüberschätzung und Dummheit sind die Elemente, die die Welt an den Rand zum Abgrund bringen. Gestern wie auch heute.
Alle bekannten und anerkannten Militärexperten hatten die amerikanischen Präsidenten, die vor Donald Trump amtierten, davor gewarnt den Iran anzugreifen. Trump dürfte davon gewusst haben, aber er hörte lieber auf den größenwahn- und leichtsinnigen Amtskollegen in Jerusalem.
Trump hatte drei Optionen: den Konflikt zu beenden, ihn eskalieren lassen oder einen Scheinabkommen erzielen. Er wählte die dritte Option. Es scheint, als hätten die USA und Israel den Weg verloren. Im Zwölftagekrieg hieß es, die Atomanlage in Natanz sei zerstört worden. Benjamin Netanjahu und Donald Trump behaupteten, der Iran habe versucht, sein Atomprogramm wiederaufzunehmen. Diese Behauptung widersprach der Aussage des Chefs der amerikanischen Geheimdienste, wonach seit dem Zwölftagekrieg keine Versuche zur Wiederaufnahme des Atomprogramms festgestellt wurden.
Israel war tief beunruhigt über die wachsende Bedrohung
Die bisherigen Ergebnisse des Krieges sind nicht ermutigend: Das Regime ist im Amt, für die 440 Kilogramm angereichertes Uran wurde noch keine Lösung gefunden, und das Raketenprogramm ist zumindest teilweise aktiv. Die Situation wird nur komplizierter, wenn wir eine weitere offene Frage betrachten –– die libanesische Front.
Andererseits ist Israels Ansehen in den Vereinigten Staaten erheblich beschädigt worden, und es wird erwartet, dass Israel beschuldigt wird, Präsident Donald Trump in einen unnötigen Krieg hineingezogen zu haben. Die israelische Heimatfront hat erhebliche Schäden erlitten, und im Norden befindet sich Israel in einem militärischen Chaos mit der Hisbollah, was die Sicherheit der Bewohner des Nordens und den Wiederaufbau Galiläas bedroht.
Der Krieg mit dem Iran war nicht ohne Rechtfertigung. Israel war tief beunruhigt über die wachsende Bedrohung durch ballistische Raketen und UAVs, die die Iraner nach dem zwölftägigen Krieg im Juni 2025 wieder in großen Mengen produzierten. Das Regime selbst stellte eine klare und anhaltende Gefahr für Israel, Irans Nachbarn am Golf und amerikanische Interessen in der Region dar. Trump und Netanjahu hatten offenbar den Eindruck, dass ein externer Vorstoß die Proteste neu entfachen und eine vernünftige Chance auf einen Sturz des Regimes schaffen würde.
Doch hier sind viele der Schwächen, die die derzeitige US-Regierung mit dem israelischen System unter Netanjahu teilt: die Tendenz, auf Grundlage unbegründeter Wünsche, oberflächlicher und unausgereifter Pläne, Experten zu ignorieren oder aggressive Durchsetzungsmaßnahmen einzusetzen, um ihre Positionen an ihren Wünschen anzupassen. Zu einem günstigen Zeitpunkt, wenige Stunden bevor der Waffenstillstand in Kraft trat, veröffentlichte die New York Times eine detaillierte Untersuchung des Entscheidungsprozesses, der dem Krieg vorausging. Die Autoren der Untersuchung stützten sich auf umfangreiche Leaks aus Trumps innerem Kreis bis hin zum genauen Standort des Treffens der Teilnehmer am Tisch. Der Wendepunkt, so sagen sie, erfolgte am 11. Februar, als Netanjahu das Weiße Haus zum letzten Mal besuchte.
Der Premierminister legte dem Präsidenten einen Aktionsplan im Iran vor, während Mossad-Chef David Barnea und hochrangige IDF-Beamte aus der Ferne an einer Diskussion im Situation Room von Trump auf Bildschirmen teilnahmen. Die Israelis sprachen von einem nahezu sicheren Sieg: Das ballistische Raketenprogramm würde innerhalb weniger Tage zerstört werden, das schwache Regime könne die Straße von Hormus nicht schließen, während der Schaden für amerikanische Interessen in den Golfstaaten minimal wäre. Netanjahu spielte sogar mit Nachfolgeszenarien und stellte Trump Reza Pahlavi, den Sohn des Schahs, als möglichen zukünftigen Herrscher Irans vor. Der CIA-Chef bezeichnete israelische Vorschläge für einen Regimewechsel als „lächerlich“, und der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs bemerkte, dass „Israelis immer übertreiben.“
Der Iran ist an dieser Auseinandersetzung gewachsen und gefährlicher geworden
Die Untersuchung der Times ist faszinierend. Dies könnte der härteste Schlag sein, den Israels Ansehen in Washington seit der Jonathan-Pollard-Affäre* vor vier Jahrzehnten erlitten hat. Dennoch nimmt die Beliebtheit des Krieges und des Präsidenten in den Augen der amerikanischen Öffentlichkeit ab. Der radikale Kern der Trump-Anhänger, die MAGA-Mitglieder, hat teilweise einen Misstrauen gegenüber Netanyahus Motiven im Krieg entwickelt.
Es ist möglich, dass Netanjahu sogar Gründe hat, die Fortsetzung seiner Beziehung zu Trump zu fürchten. Bis heute hat der Präsident große Zuneigung zu ihm gezeigt und ihn in fast jeder Kontroverse und jeder Wendung unterstützt. Aber Trump verliert nicht gern, und er gesteht seine Niederlagen ganz sicher nicht gern zu. Wenn die Kampagne im Iran in den Vereinigten Staaten als Fehlschlag dargestellt wird, wird er jemanden suchen, dem er die Schuld geben kann. Auch Netanjahu sucht bereits nach einer Adresse, um die Verantwortung zu verlagern, wie er es nach dem Massaker am 7. Oktober tat. Die häufigen Anschuldigungen in seinen Propagandakanälen gegen den Generalstabschef Eyal Zamir (und die seltenen Andeutungen gegen den Mossad-Chef) bereiten bereits die Grundlage für die Zukunft, falls der Krieg ohne weitere Erfolge beendet wird. Israelische Zeitungen schreiben jetzt, dass Netanjahus Versagen im Iran-Krieg höher abzustufen sei als sein Versagen im Kampf gegen die Hamas in Gaza.
Der Iran ist an dieser Auseinandersetzung gewachsen und gefährlicher geworden. Gefährlicher für den Westen, gefährlicher für Israel und gefährlicher für seine eigene Bevölkerung. Es hat sich vor allem gezeigt, dass iranische Raketen, Bomben und Drohnen Israel erreichen und dort Zerstörung und Tod verursachen können. Selbst Tel Aviv war nicht ausreichend geschützt, trotz des Iron Dom. Israel und die USA waren geblendet und leichtsinnig. Man meinte, das Regime im Iran durch ein anderes austauschen zu können. So gesehen hat sich der Iran gehalten und kann sich als bisheriger Sieger dieses Waffengangs und der ausgehandelten Waffenruhe verstehen. Politisch gilt die Formel: Wenn sich Israel und die USA in ihren Zielen nicht durchgesetzt haben, dann haben sie verloren und wenn der Iran nicht verloren hat, dann hat er eben gesiegt. Außerdem hat der Iran die Meerenge von Hormus im Würgegriff und hat die ganze Welt in Haftung für die USA und Israel genommen. Am Ende der Kampfhandlung stand der Iran ziemlich zerrupft da, aber fester als vor dem Krieg. Die USA könnten in den Verhandlungen, ihr Ziel, die Meerenge freizubekommen noch erreichen, aber vor dem Krieg war die Meerenge kein Thema. Wenn Trump und Netanjahu Geduld gehabt hätten und wenn sie dem Iran keine unerfüllbaren Forderungen gestellt hätten, wären uns dieser absurde und unnötige Konflikt und die zahllosen Opfer erspart geblieben.
Aber selbst, wenn es stimmt, was Trump sagt, auch wenn es mehr Gründe gibt zu glauben, dass seine Statements nicht stimmen, selbst dann hat der Iran heute eine bessere Position als vor dem Krieg. Immerhin haben Trump und Netanjahu den Iran auf die Möglichkeit gebracht, für die Durchfahrt in Hormus Geld zu verlangen. Angeblich sollen es 2 Millionen Dollar für jeden Tanker sein. Täglich passieren dutzende Tanker die Meerenge. Das verspricht unvorstellbare Einnahmen für den Iran, mit denen er seinen Wiederaufbau finanzieren kann. Selenskyj ist vermutlich blass vor Neid, dass er ein solches Instrument nicht hat.
Militärische Stärke reicht offensichtlich nicht immer aus. Auch politische Klugheit und Weitblick ist von Nöten. Im konkreten Fall hätte es genügt, die Landkarte der Region zu studieren. Benjamin Netanjahu hat sie gekannt, aber Donald Trump eher nicht. Offensichtlich hat er auch nicht auf seine Berater hören wollen, die die Landkarte kannten. Er hat sich von Netanjahu in einen Krieg drängen lassen, den er nicht wirklich wollte . Entgegen seinen Versprechen an seine Wähler, keine neuen Kriege zu führen, vertraute er seinem „Freund“ Netanjahu, dass es ein kurzer Krieg mit Hilfe der israelischen Luftwaffe werden würde. Es wurde bis jetzt bereits ein längerer Krieg; und inzwischen drohte eine Wiederholung des Vietnamtraumas oder gar ein vergleichbares Verhängnis, in das Putin in der Ukraine geraten ist.
Ohne die Milliarden aus den USA hätte Israel die Kriege nicht durchführen können
Trumps Drohung, die iranische Zivilisation zu vernichten, die eine der ältesten Zivilisationen unseres Planeten ist – (immerhin 5000 Jahre im Vergleich zur amerikanischen Zivilisation, die nur 250 Jahre alt ist) – ließ die ganze Welt den Atem anhalten. Alle wissen, dass Israel für diesen Bumerang verantwortlich ist. Deshalb kann man auch kaum davon ausgehen, dass die Welt Israel diesen Faux-Pas verzeihen wird. Israel setzt dem Libanon weiter hart zu und bombardiert, zerstört und tötet kaum noch zählbare Menschen. Der Iran weigert sich in Hinblick auf das Geschehen im Libanon durchaus zu Recht, die skizzierte Waffenstillstand-Vereinbarung zu erfüllen.
Unsere ältere Generation kann nur dankbar sein, dass sie seit Ende des Zweiten Weltkrieges am Rande begrenzter Konflikte 80 Jahre Frieden hatte. Ihr war bewusst, dass dieser Frieden und die damit verbundene Sicherheit vorüber sind und vielleicht nicht mehr wiederkommen werden. Man darf aber nicht vergessen, dass dieser Frieden nur unser Kontinent Europa betrifft. Israel und seine Nachbarn haben in diesen 80 Jahren immerhin mehr als 6 Kriege geführt. (1948,1956,1967,1982, 2008, 2023-25). Der letzte Krieg war der längste und grausamste mit der höchsten Zahl von Opfern, und es war am Ende doch nicht der letzte Krieg, von den unzähligen Vergeltungsattentaten ganz zu schweigen. Im April 2026 brach ein neuer Krieg aus, diesmal gegen den Iran. Und dieser Krieg ist, während ich diese Zeilen schreibe, für Israel noch nicht beendet, auch wenn die USA sich schon vorübergehend zurückgezogen hat.
Es ist für die meisten Menschen in Deutschland und Mitteleuropa nicht zu begreifen, wie eine Nation im 21. Jahrhundert noch einen fast 100-jährigen Krieg führen kann. Allerdings wissen wir, dass Israel das nur deshalb kann, weil es von den USA, England, Frankreich und Deutschland unterstützt wurde und wird. Ohne die Milliarden aus den USA, die seit über siebzig Jahren nach Israel fließen, hätte Israel die Kriege nicht durchführen können. Israel führt einen Stellvertreter-Krieg im Auftrag des demokratischen Westens, der schon immer daran interessiert war, den Nahen-Osten aus verschiedenen Gründen zu dominieren. Alle haben sie ihre Gründe. Und Israel spielt den aggressiven dummen Terrier für sie alle. Natürlich hat Israel auch eigene Interessen. Aber es wäre für den Staat Israel besser gewesen, man hätte versucht sich friedlich mit den Nachbarn zu einigen und nicht immer mit Gewalt und Demütigung. Gewalt erzeugt nur wieder Gewalt. Das haben wir doch in der Schule schon gelernt. Jetzt muss man den Eindruck gewinnen, dass Netanjahu die Friedensbemühungen mit dem Iran torpedieren möchte. Manche vermuten, dass er das allein aus persönlichen Gründen macht, weil er Angst hat bei einem nachhaltigen Frieden seine Macht zu verlieren und im Gefängnis zu landen. Man kann aber davon ausgehen, dass auch für den Fall, dass er verliert, Netanjahu schon gesorgt hat.
Israel hat sich seit 1967 enorm entwickelt, hat es aber versäumt, die Palästinenser analog von der Entwicklung profitieren zu lassen, besonders was Menschenrechte und persönliche Freiheit betrifft. Man hätte z.B. eine Autobahn zwischen Gaza und der Westbank anlegen können, was ja ursprünglich auch geplant war und dadurch auch die Menschen in Gaza am Fortschrift teilhaben lassen. Stattdessen hat man sie in einem OpenAir Gefängnis eingesperrt und ist davon ausgegangen, dass es reicht den Konflikt zu verwalten, ohne es zu lösen. Das hat nicht funktioniert und es wird auch in Zukunft nicht funktionieren.
Konflikte kann man aber nicht verwalten, sie müssen gelöst werden
Vermeintliche Nahost Experten wie z.B. Michel Friedmann, der bekannte jüdische Entertainer, meinen, dass der Grund für den Iran-Krieg bei der Hamas liegt und ihrem Ausbruch aus dem größten Freiluftgefängnis der Welt vom 7. Oktober 2023. Das ist auch die Meinung vieler anderer Kommentatoren und großer Teile der Bevölkerung in Deutschland. Es ist aber falsch und zeigt eine peinliche Ignoranz, was den Nahost-Konflikt betrifft. Der Grund für die aggressive Lage im Nahen Osten und ihre Wirkung auf den Mittleren Osten und eigentlich auf die ganze Welt, liegt beinahe 80 Jahre zurück, bei dem gewaltigen Unrecht, dass die Juden und die übrigen Nationen den Palästinensern mit der Gründung des Staates Israel angetan haben. Dieser Grund ist schon seit Jahrzehnten der „weiße Elephant im Raum“. Nicht die Tatsache, dass der Nahost-Konflikt nicht gelöst wird, ist der Grund für die desolate Situation, sondern die Tatsache, dass Israel es nicht lösen will. Netanjahu hat mehrmals behauptet, dass er den Konflikt nur verwalten will und kann. Konflikte kann man aber nicht verwalten, sie müssen gelöst werden.
Der Nahost-Konflikt ist die dunkle Wolke über Israel, Palästina und den Nachbarstaaten. Solange dieser Konflikt nicht fair und gerecht gelöst wird, wird es keinen Frieden in der Region geben. Israel hat im März 2026 mit mehrheitlichem Knesset-Beschluss das Gesetz der Todesstrafe für Palästinenser verabschiedet. Furchtbar genug, und dann haben noch etliche Minister dies abscheulich geschmacklos mit Champagner gefeiert. Solange israelische Minister und Knesset-Abgeordnete mit Champagner die Einführung einer Todesstrafe nur für Palästinenser feiern, wird die arabische Welt, aber nicht nur sie, Israel verachten und ablehnen. Und am Ende auch bestrafen.
Was das israelische Gesetz betrifft: Anstelle der diskriminierenden Vorgabe, dass die Todesstrafe nur dann verhängt würde, wenn die Tat gegen einen israelischen Staatsbürger oder Einwohner gerichtet wäre, enthält die endgültige Fassung nun den Zusatz „die Absicht, die Existenz des Staates Israel zu negieren“. Die Diskriminierung bleibt somit bestehen. Die Formulierung war nicht für Fälle gedacht, in denen ein Jude in Judäa und Samaria aus terroristischen Gründen einen Palästinenser ermordet. Darüber hinaus verschärft die neue Formulierung die Diskriminierung noch mehr, da ihr zufolge selbst ein terroristischer Mord eines Juden an einem israelischen Araber nicht dem hinzugefügten Sonderzweck entspricht. Der „Zweck, die Existenz des Staates Israel zu negieren“, ist vage formuliert, was für das Strafrecht völlig unangebracht ist. Könnte man ihn jedoch anhand rechtlicher Beweisvermutungen jemandem zuschreiben, so läge die Vermutung nahe bei arabischen Terroristen.
Westliche Länder halten die Todesstrafe für barbarisch. Israel führt sie ein. Das Modell der Todesstrafe als „Standardmaßnahme“ ist in der demokratischen Welt nicht anerkannt. Eine Bestrafung aufgrund der Nationalität ist ebenso inakzeptabel. Sie würde ausschließlich Palästinenser betreffen, nicht aber Juden, die vor einem israelischen Gericht angeklagt würden. Darüber hinaus schwächt das neue Gesetz auch die mit der Todesstrafe verbundenen Verfahrensgarantien: Es hebt die Notwendigkeit der einstimmigen Zustimmung von drei Richtern vor Militärgerichten für Verurteilung und Strafmaß auf und sieht stattdessen eine Verurteilung per Mehrheitsbeschluss vor. Das Gesetz schließt die Möglichkeit für den Militärkommandanten aus, das Urteil umzuwandeln, und schreibt die Vollstreckung innerhalb von nur 90 Tagen nach rechtskräftigem Urteil vor (vorbehaltlich einer rätselhaften Ausnahme auf Antrag des Premierministers). Und das, obwohl eines der Hauptargumente gegen die Todesstrafe die Unmöglichkeit der Fehlerkorrektur ist. Fehler passieren nun einmal. Dies ist in den USA in Todesstrafen Verfahren schon oft vorgekommen. Das neue Gesetz verstärkt lediglich die Angst vor Fehlern, während im Hinblick auf die Todesstrafe die Verfahrenssicherungen dringend verbessert werden müssen, um diese Möglichkeit zu minimieren.
Die Palästinenser dürfen zwar in Israel wählen, aber ihre Wahl ist eine Farce
Jetzt kann man nur noch hoffen, dass der Oberste Gerichtshof es wegen Verfassungswidrigkeit für ungültig erklären wird. Das Gesetz ist ein gefährlicher Präzedenzfall, der es ermöglicht, nicht nur bei der Todesstrafe, sondern generell bei Verwaltungsstrafen und Instrumenten der Terrorismusbekämpfung zu diskriminieren. Denn wenn dies bei der härtesten Strafe möglich ist, warum nicht auch bei Strafen im Allgemeinen? Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit im Strafrecht, insbesondere im Zusammenhang mit der Todesstrafe, ist eine klare rote Linie.
Israel hat eines der extremen Todesstrafen Gesetze der Welt verabschiedet, dass die Hinrichtung von Palästinenser, nicht aber von Juden, ermöglicht. Diese schockierende Entscheidung tritt grundlegende Menschenrechte mit Füßen. Es ist der letzte und eindeutigste Beweis, dass Israel ein rassistischer Staat ist, in dem es für Palästinenser, für Nichtjuden, keine gleichen Rechte vor dem Gesetzt gibt.
Man überlege mal, wie die Welt aufschreien würde, wenn Deutschland ein Todesstrafe Gesetz einführen würde, nur für Juden, Sinti und Roma und Kommunisten. Sämtliche demokratischen Staaten der Welt, würden Deutschland verachten und mit Sanktionen bestrafen. Nur die übelsten Diktaturen wie Russland, China und Nordkorea u.a. würden zu Israel stehen. Diese Diktaturen werden heute von der übrigen Welt verachtet und missachtet. Im Fall Israel wird aber nur zögerlich und ängstlich protestiert. Und danach geht man über zu Business as usual.
Eigentlich war das schon immer so, seit Gründung des Staates und der Verkündung der verlogenen Unabhängigkeitserklärung, die den nichtjüdischen Bürger Israels gleiche Rechte versprach. Von Anfang an gab es nicht gleiche Rechte. Von Anfang an wurden Juden von Nichtjuden unterschieden und privilegierter behandelt. Eines der ersten Gesetze des 1948 gegründeten Staates hatte zur Folge, dass in den israelischen Personalausweisen keine israelische Staatsangehörigkeit eingetragen war, sondern die ethnische Zugehörigkeit. Man war also entweder ein Jude oder ein Moslem bzw. Christ. Juden waren vollwertige Staatsbürger und mussten in der Armee dienen, keine Juden durften nur zweitklassige Staatsbürger sein und durften in der Armee nicht dienen. Sie wurden von Anfang an als potentielle Staatsfeinde betrachtet und entsprechend behandelt.
Das konnte man nur mit dem Vorgehen der Nazis vergleichen, die den jüdischen Deutschen in ihrem Pass bzw. Personalausweis den Stempel JUDE aufgezwungen haben. Die Nazis wollten damit ausdrücken, dass die Juden keine Deutsche sind. Die Juden haben dasselbe mit den Nichtjuden in Israel beabsichtigt. Wer in seinem Ausweis nicht als Jude gekennzeichnet wurde, war eben kein Jude und damit auch kein echter Israeli. Das war der Beginn des israelischen Rassismus gegen seine nichtjüdische Bevölkerung, der man in der Unabhängigkeitserklärung, die in Israel den Wert einer Verfassung hat, versprochen hat: Es wird all seinen Bürgern ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht soziale und politische Gleichberechtigung verbürgen. Es wird Glaubens- und Gewissensfreiheit, Freiheit der Sprache, Erziehung und Kultur gewährleisten.
Das alles wird aber der nichtjüdischen Bevölkerung nicht gewährleistet, nicht einmal auf dem Papier, da seitdem mehrere Gesetze erlassen wurden, die die Freiheit der arabischen Sprache, der arabischen Kultur und der arabischen Erziehung einschränken. Die Palästinenser dürfen zwar in Israel wählen, aber ihre Wahl ist eine Farce, denn sie ist nichts wert. Sie haben keine Macht etwas zu bewirken oder etwas zu ändern. Noch niemals in der Geschichte des Staates Israel hat eine jüdisch-israelische Partei eine Koalition mit einer arabischen Partei vereinbart und wenn es einmal 2007 für kurze Zeit einen arabischen Minister im Kabinett gab, Ghalib Mudschadaldann, der zuerst Minister ohne Geschäftsbereich war und später der erste muslimisch-arabische Minister in Israel für Wissenschaft, Kultur und Sport. dann war es nur als Alibi gedacht, um der Welt zu zeigen, wie liberal Israel in Wirklichkeit ist. Es war der Versuch der Welt Sand in die Augen zu streuen und sie blind zu machen gegenüber dem Unrechtregime im Lande.
Die USA und Israel haben das Bild von unbesiegbaren Mächten verloren
Es ist peinlich und schrecklich zuzuschauen wie rechtsradikale Parteien in Deutschland und auch anderswo in Europa, Israels Vorgehen in Gaza und jetzt im Iran rechtfertigen und richtig finden. Es ist für mich und vielen anderen Juden, die Netanjahus Politik ablehnen und sogar bekämpfen, nicht akzeptabel, dass der sogenannte Jüdische Staat sich ausgerechnet mit Neo-Nazis von der AfD, oder Antisemiten wie Orban in Ungarn oder Marie LePen in Frankreich, verbrüdert und auch noch stolz darauf ist, wie Yair Netanjahu, der missratene Sohn von Bejamin und Sarah Netanjahu, der über X eine Empfehlung für die deutschen Wähler verbreitet hat, die AfD zu wählen.
Eine der Lügen, die die israelische „Hasbara“ (Propaganda) und der Zionismus verbreitet haben und die Juden und die meisten Israelis heute noch glauben, ist die Erzählung, dass die Juden und besonders der Staat Israel den Frieden mehr lieben als andere Völker . Angesicht der kriegerischen Historie des Staates Israel fällt es schwer das zu glauben. Man denkt da an die Geschichte, die uns Jehuda HaLevi in seinem Buch „Der Chusari“ erzählt, was der Chasaren Khan dem jüdischen Rabbi erwidert hat, als dieser ihn überzeugen wollte, dass die Juden ein Frieden liebendes Volk seien. Er sagte: Ihr liebt den Frieden, weil ihr keine Macht habt, weil ihr zu schwach seid Kriege zu führen. Warten wir ab wie ihr euch verhalten werdet, wenn ihr Macht bekommt.
Und vor mehr als 200 Jahren hat der deutsch-jüdische Autor Heinrich Heine in seinem unvergessenen Gedicht „An Edom“ geschrieben: „Denn ich selbst begann zu rasen und ich werde fast wie du.“ Mit „ich selbst“ meinte Heine die Juden und mit „Edom“ verglich Heine die kriegerischen Deutschen, denen die Juden nacheifern, um bald so zu sein wie sie. Die Warnung und die Prophezeiung des Chasaren Khans sind inzwischen seit bald mehr als hundert Jahren Wirklichkeit. Die israelischen Juden sind wie „Edom“.
Während die ganze Welt den Atem hält und auf den Erfolg der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA wartet, schreibt HaAretz: „Netanjahu zählt die Minuten bis zu einer erneuten Runde gegen den Iran.“ Und der israelische Publizist Jonathan Ofir bezeichnet die Israelis als „War Junkies“. Im Weißen Haus sitz ein Irrer, der mit Kriegsverbrechen droht und damit eine kurzfristige Waffenruhe in letzter Minute erzwingt und In Jerusalem sitzt ein Intrigant und größenwahnsinniger Betrüger, der ungeduldig wartet, dass die Verhandlungen scheitern.
Trump hat zusammen mit Netanjahu die Büchse der Pandora geöffnet, schreibt der Spiegel. Es ist schwer vorstellbar, dass sich die USA und der Iran auf eine langfristige Waffenruhe einigen können. Der nächste Waffengang ist nur eine Frage der Zeit. Israels Premier Benjamin Netanjahu hätte den Krieg ohnehin am liebsten fortgesetzt.
Für ein endgültiges Urteil ist es noch zu früh. Was man aber schon jetzt sagen kann: Die USA und Israel haben das Bild von unbesiegbaren Mächten verloren. Das Problem ist aber, dass beide derzeitigen Führer, Trump und Netanjahu, es nicht zu Kenntnis nehmen wollen oder können. Trump und Netanjahu brechen permanent das Völkerrecht und handeln nach dem Prinzip, die „Macht des Stärkeren“. Aber auch die Macht des Stärkeren ist nicht unbegrenzt, wie wir im Krieg Israels gegen Gaza oder der USA gegen den Iran gesehen haben.
* Jonathan Pollard ist ein gebürtiger US-Amerikaner, der 1987 wegen Spionage für den israelischen Geheimdienst zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe in den Vereinigten Staaten verurteilt wurde und bis 2015 in Haft saß. Am 29. Dezember 2020 wurde er nach Israel abgeschoben, dessen Staatsbürgerschaft er seit 1996 besitzt.
Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land – Lüge und Verblendung des Zionismus mit einem Vorwort von Moshe Zuckermann, erscheint im Juli bei BoD.





Meines Erachtens wurde Trump von den Israelis reingelegt (es sei denn, der Mossad ist viel schlechter, als ich glaube). Leider hat Trump keinen funktionierenden moralischen Kompass, denn dann wäre ihm das nicht passiert (man greift keine anderen Länder an). Sein narzisstisches Ego und seine jüdische Vernetzung tut ein Übriges. Nethanjahu (falls er noch lebt, ansonsten halt die entsprechenden geopolitisch agierenden Militär- und Geheimdienstkreise) sind ihm intellektuell und strategisch haushoch überlegen und m.E. psychopathisch (sie haben weder Mitleid mit ihren Opfern, noch mit ihrem eigenen Volk).
Das Ziel dieser ganzen Aktion war, den Südlibanon ethnisch zu säubern ohne eine weltweite Protestwelle auszulösen. Wie bekommt ein Psychopath das hin? Na indem er eine Bedrohung vorgibt (Atombombe!), gegen die er dann präventiv losschlägt und eine entsprechende Gegenreaktion provoziert, die dann weitere Eskalationen ermöglicht. Was ich noch nicht so richtig verstehe, ist, ob sie die Kraft des Irans einfach unterschätzt haben oder sich selbst und die USA überschätzt, mit diesem Krieg riskieren sie nicht weniger als die Auslöschung ihres Landes (weshalb die entsprechenden Kreise möglichst den gesamten Westen mit in den Konflikt ziehen wollen).
Die laufende Phase des Irankrieges ist ein israelischer Krieg, das darf man wohl „gesichert“ nennen, doch der Irankrieg hat mit der iranischen Revolution 1978 begonnen, wurde im Ersten Golfkrieg in der Gestalt eines irakischen Proxykrieges kinetisch und schließlich 2006 mit der UNSC-Resolution 1737 von allen führenden Mächten des Weltmarktes, China und Russland eingeschlossen, zu einer Art Systemkrieg des Imperialismus gegen die Islamische Republik Iran.
Key Historical Sanctions Milestones:
November 1979: Initial US sanctions following the hostage crisis.
October 1987: President Reagan issued an embargo on Iranian-origin goods/services due to support for terrorism and actions in the Persian Gulf.
1995-1996: President Clinton issued executive orders prohibiting U.S. involvement in Iranian petroleum development, leading to a near-total trade and investment embargo.
December 2006: The UN Security Council imposed its first sanctions (Resolution 1737) regarding Iran’s nuclear program.
(Chat GpT)
Die Gründe dafür können hier wg. sattsam benannter Umstände nicht diskutiert werden, deshalb verzichte ich darauf, sie zu nennen.
> November 1979: Initial US sanctions following the hostage crisis.
Im Irak haben sie Saddam Hussein so lange gesucht, bis sie ihn hatten und er von einem irakischen Gericht abgeurteilt wurde.
@Artikel: „Der Krieg mit dem Iran war nicht ohne Rechtfertigung. Israel war tief beunruhigt über die wachsende Bedrohung durch ballistische Raketen und UAVs, die die Iraner nach dem zwölftägigen Krieg im Juni 2025 wieder in großen Mengen produzierten.“
Da muss man nichts mehr ergänzen.
Artikel enthält leider einige antiiranisch-wertewestliche Stereotype.
Vader Abraham steht mit seinem Verein „Jüdische Stimme“ aber grundsätzlich auf der richtigen Seite. Danke dafür.
Auch in den Randbereichen folgt Melzer ideologisch leider den teilweise jahrzehntealten Desinformationsnarrativen von Mainstream und deutscher Staatsräson. Z.B.
„Der erste Weltkrieg war ähnlich aus absurden und banalen Vorstellungen heraus begonnen worden.“
Da denkt man sofort an den wertewestlichen Haus- und Hofhistoriker Christopher Clark („Die Schlafwandler“)
Von unauflöslichen Gegensätzen der damaligen imperialistischen Führungsnationen wollte Clark nie etwas wissen. Scheint, dass auch Melzer bisher davon nie etwas gehört hat.
„Der Weltkrieg II wurde durch einen krankhaften Politiker losgetreten worden.“
Wer kennt sie nicht: die Verharmlosung des Gröfaz als Patient für die Geschlossene, die Reduktion des großdeutschen Kapitals und der Ausdehnung seines Lebensraumes auf angebliche Kurzschlüsse in Onkel Alfs Oberstübchen.
Auch hier von Imperialismus keine Spur. Erklären will man sich nichts, nur denunzieren.
„Dieser hatte geglaubt, Polen sei binnen dreier Tage von seiner Wehrmacht zu überrennen. Er hatte sich nicht vorstellen können, dass Frankreich und Großbritannien es wagen würden den militärisch unterlegenen Polen zur Hilfe zu kommen. Größenwahn, Hybris, Selbstüberschätzung“
Zumindest hinsichtlich Polens waren seine „Selbstüberschätzung“ und „Größenwahn“ immerhin weit geringer ausgeprägt, als bei den meisten zeitgenössischen Betriebsführern und deren Gefolgschaft.
Aus den „drei Tagen“ Polen wurden am Ende keine 4 Wochen, Frankreich war in 6 Wochen übern Jordan.
Erst an der Sowjetunion hatte sich die Blitzkriegstrategie die Zähne ausgebissen.
Schade, dass Vader Abraham auf diesem Nebenkriegsschauplatz derart fehlschlägt.
Sie liegen ziemlich gut mit Ihrer Analyse. Es sind nicht nur westliche Stereotype sondern es geht eigentlich schon ziemlich in Richtung bewusster Geschichstfälschung um die eigentlichen Zusammenhänge und Kausalitäten (und damit natürlich auch die eigentlichen Akteure) zu verschleiern.
Ich greife mal einen Punkt auf, den auch Sie erwähnen:
„Der Weltkrieg II wurde durch einen krankhaften Politiker losgetreten worden.“
Wohl nichts ist falscher als dies. Die Wahrheit ist die charakterlichen Schwächen und Wahnvorstellungen solcher psychopathischen Personen wie Hitler oder Trump lassen sich einfach prima instrumentalisieren um diese für eigene Zwecke zu nutzen. Das birgt natürlich Konfliktpotential, da diese Charaktere meist auch ein großes eigenes Ego haben. Aber in den Grundzügen funktioniert es schon, da diese genau wegen dieses Egos auch anfällig sind für Einflüsterungen, wenn sie nur mit genug Schmeichelei und Lobhudelei verbunden sind oder man es gar schafft ihnen einzureden es seien ihre eigenen Ideen.
So ist es. Gerade im Fall des GröFaz und dem 2. WK ist doch schon belegt, dass der Feldzug zur Eroberung des „Lebensraum im Osten“ mit logischerweise einhergehender Vernichtung des Bolschewismus/Kommunismus nicht nur Hitler als treibenden Faktor hatte, sondern der ganze Ostfeldzug nur durch die tatkräftige Hilfe aus angloamerikanischen Finanz/Industriekreisen ermöglicht wurde, die genau das gleiche Ziel hatten und noch einen Hund brauchten, den sie von der Leine lassen konnten, nachdem sie ihn unterstützten, um im Deutschen Reich die Macht zu übernehmen.
Die sogenannte „Appeasement“-Politik war nichts anderes als eine Kriegstreiber-Politik, die das Ziel hatte, Hitler den Weg gegen die Sowjetunion frei zu machen.
Natürlich war man daran interessiert, weder das deutsche Reich, noch die Sowjetunion aus dem Krieg unbeschadet hervorgehen zu lassen, weshalb man beide Seiten so lange unterstützte, bis sich herausstellte, dass Stalin drauf und dran war, die Wehrmacht zu vernichten und Deutschland in ein kommunistisches Besatzungland zu konvertieren, wenn man nicht schnell in der Normandie gelandet wäre, um von der anderen Seite her Stalin zu stoppen.
Das sah man auch an den beiden Atombomben-Abwürfen, die nicht dazu dienten, das am Boden liegende Japan in die Knie zu zwingen, sondern Stalin vor einer Invasion in Japan abzuhalten.
Sofern Sie meinem Beitrag zustimmen, gebe ich Ihnen natürlich recht 😉
Darüber hinaus hätte ich einige Einwände und Ergänzungen anzubieten.
„es geht eigentlich schon ziemlich in Richtung bewusster Geschichstfälschung um die eigentlichen Zusammenhänge und Kausalitäten (und damit natürlich auch die eigentlichen Akteure) zu verschleiern.“
Die Geschichte schreibt bekanntlich der Sieger. Da bundesdeutsche Regierungen und die ihnen zuarbeitende Propaganda (die vom Mainstream als Jubelpersertum und Staatsräson vermarktet wird, von alternativmedialer Seite als Klassenbucheintrag und Mahnung mit erhobenem Zeigefinger) Deutschland ebenfalls mit aller Gewalt zu den Siegermächten zählen wollen – den offiziellen Startschuss lieferte Weizsäcker 1985, seitdem umso fanatischer, je länger das WKII-Kriegsende vergangen ist -, muss die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler, Wilhelm Zwo et al. immer den jeweils anvisierten Zwecken folgen und deren Erreichung auch vorbereiten. Ideologisches Futter bieten hier Haus- und Hof-„Experten“ an, oft Historiker, die dann verschiedene Bereiche abdecken, Schnittmengen aufweisen und auf Namen wie eben z. B. Clark, Münkler oder Neitzel hören.
Das geht dann von der Präsentation von Altbekanntem in neuer, dann jeweils einziger gültiger Lesart über „Entdeckung“ von unerhörten Neuigkeiten, die alles in anderem Licht erscheinen lassen (sollen) bis hin zu plumpen Geschichtsfälschungen, die immer weniger plump werden, je öfter und flächendeckender sie wiederholt werden. Beispiel für letztere Kategorie ist der wiederholte Versuch des Mainstreams, die Amis als Befreier von Auschwitz zu etablieren.
Hierzulande handlungsleitender Zweck der herrschenden Umdeutung vom Verlierer zum Sieger ist, dass Deutschlands imperialistische Großoffensiven nie mehr irgendwo steckenbleiben – weder vor Stalingrad noch an der Marne und auch nicht in Uhlenbusch.
„Die Wahrheit ist die charakterlichen Schwächen und Wahnvorstellungen solcher psychopathischen Personen wie Hitler oder Trump lassen sich einfach prima instrumentalisieren um diese für eigene Zwecke zu nutzen. Das birgt natürlich Konfliktpotential, da diese Charaktere meist auch ein großes eigenes Ego haben.“
Falls das keine rein strategische Konzession an die Zensoren ist (man wird ja auch bei Overton jetzt handstreichartig gelöscht) muss ich Ihnen sagen, dass Sie Wirkmacht und Totalität der herrschende Narrative gnadenlos unterschätzten.
Denn ob jemand an „charakterlicher Schwäche und Wahnvorstellungen“ leidet, eine „psychopathische Person“ ist oder auch nicht, ist selbst bereits zentrales Wirkmittel der herrschenden Propaganda.
Anders: Dass Hitler „irre“ war und Trump „bekloppt“ ist, dass beide an „charakterlichen Schwächen und Wahnvorstellungen“ litten/leiden und vor allem, dass das und nur das die Ursache des Agierens der jeweiligen „psychopathischen Person“ ist, ist Otto Normalverbrauch nur deshalb bekannt und so geläufig, weil der Mainstream solche steilen Thesen immer wieder interessiert per Trommelfeuer in Umlauf bringt. Weil die heutige Mainstreampropaganda damit eine bestimmten Zweck verfolgt. Nur deshalb.
Gegenprobe 1:
Als der Gröfaz noch am Ruder war, galt er dem damaligen Mainstream keinesfalls als irrer Psychopath, sondern vielmehr als weitsichtige, von der Vorsehung geküsste Lichtgestalt.
Gegenprobe 2:
In der Regierungspropaganda des Amilandes (z. B. Fox News) gilt Trump keinesfalls als irrer Psychopath. Und wo die Konkurrenzpartei der Demokraten Trump ab und an als „irre“ diffamiert, ist das auch nicht als reine Heuchelei, weil sie dieselben Ziele verfolgen wie die Republikaner, dabei aber einen ihrer eigenen „Irren“ im Weißen Haus einquartieren wollen.
Gegenprobe 3:
Einer von Trumps Vorgängern, einer der größten Massenmörder und Folterknechte der Gegenwart, wird hierzulande bis heute als Lichtgestalt verehrt. Weil er im Gegensatz zum Trump die BRD eingebunden hatte in das imperialistische Hauen und Stechen der USA und die bundesdeutsche Regierungsbank zum Resteauflecken an der Kriegsbeute zugelassen hat. Diese Vorgänger konnte seine Reißzähne zweifellos telegener blecken als Trump, wobei die Reißzähne aufgrund der dunklere unmittelbare Umgebung auch deutlich weißer strahlten als beim straßenköterblonden Besitzer von Mar-a-Lago.
Obwohl ein Massenmörder und Folterknecht, trübte der hiesige Mainstream mit keinem einzigen Blutfleck die weiße Weste dieses Saubermanns. Erst recht wurden keine „Enthüllungen“ über zirkuläres Irresein oder Charaktermängel wie z. B. Sadismus präsentiert. Dabei wäre das ganz leicht möglich gewesen. Aus Gründen ist es aber unterblieben. Und aus dem Massenmörder wurde ein frenetisch gefeierter Persilschein. (man denke hier etwa auch an den Kopfabschneider al-Jolani, der im Nu zum seriösen Staatsmann mutierte, als danach wertewestlicher Bedarf war).
Nur in manchen bundesdeutschen Alternativmedien kam dieser Saubermann nicht immer gut weg, sondern wurde bisweilen als „irre“ (im Sinne von pervers) präsentiert. Weil er angeblich eine Transfrau namens „Michael“ geheiratet habe.
Gegenprobe 4:
Wie Fotos und Filme vielfach zeigen, biss eine Nachfolgerin des Gröfaz im Kanzleramt ihre Fingernägel immer bis aufs Nagelbett ab. Wie leicht wäre es gewesen, allein daraus eine unendliche Geschichte des Irreseins, der Charaktermängel und psychopathischen Züge zu konstruieren. Doch keine Gedanke. Stattdessen wird diese Gröfaz-Nachfolgerin im Kanzleramt bis heute als mainstreammedial als „Mutti“ verehrt und vermarktet.
Die herrschenden Narrative sind immer die Narrative der Herrschenden.
„Aber in den Grundzügen funktioniert es schon, da diese genau wegen dieses Egos auch anfällig sind für Einflüsterungen“
Kann sein, dass Trump für „Einflüsterungen“ zugänglich ist.
Dem Gröfaz wird so etwas jedenfalls nicht nachgesagt, genau deshalb trägt er ja den Gröfaz-Titel, weil er es besser wissen wollte als seine Generäle, was bis heute manch bundesdeutscher Historiker im „Was-wäre-wenn-„Trauermodus noch beklagt.
Und der laut hiesigen „Experten“ ebenfalls „psychopathische Irre“ Stalin war sogar völlig immun gegen „Einflüsterungen“. Stalin wird im Gegenteil extremes Misstrauen gegen Hofschranzen, Bauchpinsler und Schmierlappen nachgesagt.
Leicht OT: Auf der „Achse des Guten“ erschien gestern ein Artikel praktisch direkt vom israelischen Geheimdienst: „Nordkorea ist der Kopf der Schlange – und der Westen schlägt weiterhin auf den Schwanz ein“ über Raketentechnik.
“ praktisch direkt vom israelischen Geheimdienst“. Warum nicht? Das ist so neu nicht, siehe
lies mehr unter
https://www.infosperber.ch/medien/medienkritik/israels-geheimdienst-schrieb-jahrzehnte-fuer-schweizer-zeitungen/
„Nur die übelsten Diktaturen wie Russland, China und Nordkorea u.a. würden zu Israel stehen. Diese Diktaturen werden heute von der übrigen Welt verachtet und missachtet. “
Alles klar auf der Andrea Doria.
Unbeweisbares einfach zu Fakten erklären ist die übliche Methode westlicher Prpaganda.
Willkommen im Club der aggressiven Staats- und Finanzmächte.
Der ganze Abschnitt ist etwas wirr. Was will der Autor damit sagen. Bitte noch mal so formulieren, dass es auch für nicht- Astrologen deutbar.
Der isr. PM Rabin, der von einem Parteigänger Netanyahus ermordet wurde, hatte eine Kommission aus Psychologen und Soziologen berufen, die die Lust der jüdischen Israelis an Gewalt und Krieg analysieren sollte. Das Resultat war, das es das Erziehungswesen schon im Kindergartenalter ist. Wenn den Kindern die jüdischen Feiertage erklärt werden, dann in „vereinfachter“ Form: „der/die wollten uns( Juden) töten. Aber wir haben sie zuerst getötet…
Die xyz haben auf dem Land gelebt, das( unser) Gott uns geschenkt hat. Wir haben sie komplett vernichtet…“
Dann ist der Zionimus nach Zeev Jabotinsky eine sehr gewaltorientierte Ideologie, die ein friedliches Zusammenleben mit den Arabern von vornheraus ausschließt. Stichwort „Eine eiserne Mauer aus jüdischen Bajonetten“ muss die Araber zu Vasallen/ Sklaven machen…
Jabotinsky und seine Ahänger, in der Mehrzahl polnische und litauische Juden, waren Anhänger
des individuellen Terrorismus. In ihrer Vorstellung genügte die Ermordung von Führungspersonen, um die gesamte Gesellschaft zu „reformieren“ …
Der Vater des heutigen isr. PM Netanyahu war der Privatsekretär des Zeev Jabotinsky…
Es ist immer wieder schön wenn von „den xyz“ oder einzelne handelnden Personen die Rede ist.
Natürlich streben maßgebliche Kräfte in Israel nach Hegemonie in der Region und der Ausweitung des Staatsgebiets. Darunter Nehtanjahu, die radikalen Siedler und so manche Zionisten. Ebenso gibt es in den USA viele, die dies unterstützen.
Der Iran ist als wesentlicher Staat, der nicht in die westlichen Strukturen eingebunden ist, immer ein Malefiz-Stein. Und natürlich wird er damit zur Bedrohung für die westlichen Bestrebungen. Die letzten 3 Worte werden idR geflissentlich weggelassen.
Was macht man dann?
Wirtschaftskrise mit „Sanktionen“ und Wohlverhalren zu erzwingen.
Unternehmen Unruhen schüren. Gerne mit bewaffneten Agents Provocateurs, die inmitten ziviler Proteste agieren und Gewalt gegen diese herausfordern.
Stellvertreterkriege.
Wenn alles nichts nutzt, bombardiert man schlussendlich selbst.
Gewalt und Krieg sind westlich systemimmanent.
Nach Außen wie nach Innen (hier idR sozioökonomische Gewalt).
Es wird immer angewendet, wenn sich jemand nicht dem Diktat fügen will.
Das bedeutet nicht, dass dies anderswo anders ist.
Es bedeutet nur, dass der Westen um keinen Deut besser ist und seine Moralisiererei nur was fürs Schaufenster der Heimatfront ist.
>> Der Weltkrieg II wurde durch einen krankhaften Politiker losgetreten worden. Dieser hatte geglaubt, Polen sei binnen dreier Tage von seiner Wehrmacht zu überrennen. Er hatte sich nicht vorstellen können, dass Frankreich und Großbritannien es wagen würden den militärisch unterlegenen Polen zur Hilfe zu kommen. <<
Dass Hitler angeblich glaubte Polen sei binnen dreier Tage von seiner Wehrmacht zu überrennen, muss erst einmal belegt werden. Viel länger hat es jedoch aber in der Tat gar nicht gedauert. Bereits am 8. September 1939 (nach fünf Tagen) war die Wehrmacht bereits in Warschau. Die Regierung Polens war bis dahin bereits ins Exil geflohen, Polen war führungslos und de facto bereits enthauptet und besiegt gewesen. Großbritannien und Frankreich, wenn sie auch formal Deutschland den Krieg erklärt haben, so taten sie absolut gar nichts um Polen zu Hilfe zu kommen.
Und befreit wurde Warschau von der deutschen Besatzung nicht von Franzosen und Briten sondern von der Roten Armee am 17. Januar 1945 während der Weichsel-Oder-Offensive.
Na ja, „befreit“, andere würden sagen: vom Regen in die Traufe, immerhin hatten Hitler und Stalin sich Polen aufgeteilt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetische_Besetzung_Ostpolens
Auf Russland sind die Polen ja immer noch nicht so besonders gut zu sprechen (nicht anders als auf die Deutschen, was aber m.W. schon vor dem zweiten WK der Fall war).
Bis zum Zerfall der Sowjetunion wurde es in Polen selbst als eine Befreiung bezeichnet.
Heute nennt die polnische Regierung die Befreiung Polens durch die sowjetischen Truppen „neue Besatzung“ und versucht, das Vorgehen von Nazideutschland mit den Handlungen der Sowjetunion auf die gleiche Stufe zu stellen. Aber aus der Geschichte sind fast 580.000 sowjetische Soldaten und Offiziere der Roten Armee nicht wegzudenken, die 1944/45 ihr Leben geopfert hatten, damit die Polen einen eigenen Staat bilden konnten.
Wenn auch Polen nach seiner Befreiung in eine Abhängigkeit von der Sowjetunion geriet, so ist diese Abhängigkeit auf gar keine Weise vergleichbar mit der deutschen Besatzung. Von 1,31 Mio. Einwohnern, die in Warschau in der Vorkriegszeit lebten, blieben bis zur Befreiung der Stadt nur noch 162 Tausend übrig. Nach der unglaublich brutalen Niederschlagung des Warschauer Aufstands im Oktober 1944 zerstörten die Deutschen systematisch alle historischen Gebäude der Stadt. Nach der Befreiung wurde die Staatlichkeit Polens widerhergestellt. Polen war nicht durch Sowjetunion besetzt gewesen. Die Polen regierten sich selbst und das Land blühte auf. Während der Zeit zwischen Befreiung und dem Zerfall der Sowjetunion stieg die Anzahl der Bewohner Warschaus von 162 Tausend auf 1.65 Millionen.
Dass Hitler und Stalin angeblich Polen unter einander aufgeteilt hätten ist eine sehr stark verkürzte, einseitige und daher abwegige Interpretation. Das im Detail zu erläutern würde hier den Rahmen sprengen.
Fakt ist jedenfalls, dass die Gebiete auf welche die Sowjetunion Ansprüche erhob waren sowjetische Gebiete, welche Polen 20 Jahre vorher nach einem Angriffskrieg einverleibte. Fakt ist auch, sowjetische Armee marschierte dort erst dann ein, nachdem Polen bereits von den Deutschen besiegt und besetzt wurde und als ein eigenständiger Staat nicht mehr existierte.
Aber wenn Sie an weiteren Details und Hintergründen interessiert sind empfehle ich
https://germany.mid.ru/de/aktuelles/pressemitteilungen/de_de_2019_09_03_sergey-naryschkin-der-vorsitzende-der-russischen-historischen-gesellschaft-der-udssr-beschluss-ueber-den-nichtangriffspakt-mit-deutschland-gruendete-sich-auf-genaue-nachrichtendienstliche-erkenntnis/
@Scheinregen
(Begin of sarcasm)
Was „Regen in die Traufe“ eigentlich bedeuten soll, hat sich mir nie erschlossen. Im Regen ist noch niemand ertrunken. Doch man nehme die allseits benutzte Bedeutung dieser Floskel: Die Sowjets (!=Russen) haben jedenfalls nicht so ein berühmtes „Warschauer Ghetto“ hinbekommen. Viel haben die Nazis den Sowjets zur Bereinigung auch nicht übrig gelassen und (Ihrem Hinweis folgend) vielleicht hatten die Sowjets sich in Ostpolen ausgepowert. Dann könnte auch weiter gestrunzt werden, „die Polen konnten sich auch selbst nie leiden“, so wäre die Triangel perfekt.
#SomeHateToGive
(End of sarcasm)
PS @Russischer Hacker:
Ihr Repost ist hier gerade erst erschienen, ich lasse das hier trotzdem stehen.
Mal davon abgesehen, dass die deutschen Besatzer allein in Warschau, von dessen Befreiung durch die Rote Armee Ihr Vorredner sprach, innerhalb von 5 Jahren die Hälfte der Bevölkerung umbrachten, nämlich die 450.000 Juden des Ghettos und ca. 200.000 Polen vor und während des Aufstands 1944.
Also, wie gesagt, einmal davon abgesehen. Aber haben Sie sich denn nie gefragt, warum etwa das besetzte Belgien, die Niederlande und Dänemark unter der deutschen Besatzung ihren Namen behielten, Polen dagegen merkwürdigerweise seit Oktober 1939 „Generalgouvernement“ hieß? Ganz einfach, weil’s dem deutschen „Generalplan Ost“ zufolge, den als erster wohl Heydrich in einer Rede am 2. Oktober 1941 skizzierte, in Zukunft _kein_ Polen mehr geben sollte. Die Polen sollten nämlich schrittweise entweder „eingedeutsch“ werden – natürlich nur die „gutrassigen Elemente“ (Heydrich) – oder eben weit nach Osten vertrieben oder umgebracht werden. Die von Wikipedia zitierten Autoren schätzen die Zahl der letzteren beiden Kategorien auf 80% bis 85% der polnischen Bevölkerung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Generalplan_Ost
Insofern würde ich schon sagen, dass man von einer Befreiung Polens durch die Rote Armee ohne Anführungszeichen nicht nur sprechen kann sondern muss. Sie können’s auch gern Neugründung Polens nennen.
Die SU hatte Polen wiederholt angeboten, gemeinsam dem drohenden Überfall entgegenzu treten. Abgelehnt als Täuschungsmanöver, weil bis 14 Tage vor dem Überfall Polen unter Schirmherrschaft von AM Beck mit Göring den gemeinsamen Überfall aif die SU plante, ein Ablenkungsmanöver Görings. Der sog Stalin-Hitler-Pakt war sowohl eine Antwort der SU auf München 1938 als auch der durch Polen und Frankreich/GB entstandene Lage, die Grenzen auf die Cruzon-Linie (durch Polen eroberte russische Gebiete korrigierend) zu verschieben, um der deutschen Gefahr räumlich und zeitlich Hindernisse zu schaffen, wobei Stalin der zu erwartende Überfall völlig klar war.
Das Märchen von einer Aufteilung Polens und damit der sowjetischen Eroberungsambitionen, dass heute wieder bemüht wird, verrottet längst auf dem Müllhaufen det Geschichte. Aber wie zu vermerken ist, findet sich immer wieder ein Schlaukopf, der es bei passender Gelegenheit aufwärmt.
Ich fürchte, wir können das aufgrund der neuen Forenregeln nicht ausdiskutieren.
@Russischer Hacker
Natürlich, in Ostdeutschland war die SU der „große Bruder“:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Bruder_(Metapher)
nennt sich Propaganda, die SU beherrschte bekanntlich den Ostblock…
Guter Witz. Die waren ärmer als die DDR.
Und sie waren wahrscheinlich ungefähr so frei, wie Deutschland heutzutage von den Amis. Die letzten sowjetischen Truppen zogen zumindest erst 1993 ab:
https://www.dw.com/de/der-tag-an-dem-die-sowjets-polen-verlie%C3%9Fen/a-45516569
Davor herrschte der übliche kommunistische Terror:
https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarno%C5%9B%C4%87#Kriegsrecht
So und jetzt hoffe ich erstmal, dass dieser Beitrag noch durchgeht. Bevor ich noch mehr Zeit versenke.
Jeder mit einem Funken Verstand, verlässt bei einem Krieg die Großstadt, das sagt leider nicht viel aus.
Ach ja, da nennen Sie doch mal eine Quelle für die Ausweichbewegungen der polnischen Bevölkerung allgemein und der Warschaus speziell.
Nur mal so, wer Wikipedia besonders bei politischen Themen zitiert, schießt ein Eigentor. Hierbei ist Wikipedia, einen objektiven Eindruck erwecken wollend, selbst Teil der westlichen Propaganda.
Dass die Polen auf die Russen und auch Ukrainer nicht gut zu sprechen waren/sind ist eine ziemlich lange Geschichte, die schon im Zarenreich (nach der dreimaligen Teilung Polens) begann. Andererseits war der wiedergeborene polnische Staat kaum ein paar Tage alt, als er Sowjetrussland überfiel. Tatsache ist aber:
Nu die Meinungsfreiheit wurde auf 3 Kommentare reduziert, damit ist die Meinung max 3 Kommentare wert.
Also eine aktive Meinungsreduktion, die die Kommunikation unterbricht, da diese nicht erwünscht ist!
@ PRO1
Jetzt hören Sie (und alle anderen) doch endlich mal auf mit Ihrem ewig Gestrigem: „Diskurs“, „Diskussion“ und „Dialog“ sind sowas von 20. Jahrhundert, das braucht keiner mehr, hat damals schon nicht funktioniert. Ein Mal etwas „sagen“ oder „meinen“ reicht, und dann geht’s weiter weiter zum nächsten Like, Comment, Mark. Interessiert doch nicht, was jemand zu meinem Content denkt, mich auch nicht, hab’s schon vergessen jetzt… Nach der Show ist vor der Show.
#AttentionJunkies
Der Diskurs ist weiter möglich.
Die Begrenzung ist sinnvoll, um eine Dauerdiskussiin und die Diskursdominanz zu unterbinden.
Kindisch, das als Einschränkung der Meinungsäußerung zu werten.
So manche Schlümpfe scheinen jegliche Regel als fürchterlich zu empfinden.
Aber sehr eingeschränkt, nicht wahr? Oder kann man das ernsthaft bezweifeln?
Das kann ich als ernsthaftes Argument nicht akzeptieren!!
Es hat hier weder Dauerdiskussionen noch Diskursdominanz gegeben.
Es gab Diskussionen, die manchmal über ein paar Tage liefen, das waren aber oft die besten.
Einige Leute haben viele Posts gemacht oder viel geschrieben. Hat das gestört? Nicht wirklich, teilweise sogar im Gegenteil.
3 Posts pro Artikel sind nicht ausreichend. Damit werden echte Diskussionen abgewürgt!
Daran ist gar nichts sinnvoll!
Wenn man schon eine Begrenzung macht, dann müssten es mindestens 7 Posts sein. Damit könnte man halbweg arbeiten.
Nein, kindisch ist es solche Regeln aufzustellen und zu meinen man könnte damit die Leute erziehen.
„Nein, kindisch ist es solche Regeln aufzustellen und zu meinen man könnte damit die Leute erziehen.“
So ist es. Overton hat durch diese Maßnahmen massiv an Qualität verloren, sind es doch vorwiegend die Kommentare, die mich interessieren.
Overton ist angezählt, so wie es Telepolis seinerzeit nach deren Verschärfung der Forenregeln war.
Mal ehrlich. Die langen Postketten waren idR ein Ping Pong der Nein, Doch, aber nicht doch, doch doch, oder oftmals blaues Geschreibsel und Gegengeschreibsel verbunden mit reichlich ad hominem.
Es ist gut, dass das begrenzt wird. Man muss halt die Sache zügig auf den Punkt bringen und stärker inhaltliche Beiträge leisten statt sich auszukotzen.
Und mal wieder die Bestätigung des kindischen Charakters, der in Deutschland seit Corona eingezogen ist, jede Regel als Erziehungsmaßnahme und narzistische Kränkung zu werten. Die Macher hier sind unsere Gastgeber und haben mit der Moderation eh Mühe. Danke an sie für die Möglichkeit, sich hier zu beteiligen.
Das war jetzt mein 3. Post unter diesem Beitrag.
Der zionismus hat ja nicht seinen Ursprung aus einiger heiliger Städten die heute in Israel lokalisiert sind.
Es ist ein Witz der Geschichte, das etliche Nationen die Juden verfolgten und übel diese behandelten. Aber das heute Zionisten ihre jüdische Bevölkerung so in ‚Haft‘ nehmen, ist genauso ein weiterer Holocaust gegen unschuldige Menschen.
Diese heutige Vorstellung durch den Westen, mit all ihren Finanzen, IT Systemen, MIK und zockern der Börsen inklusive der Währungsmanipulationen stehen nackt vor der restlichen Welt da.
Es könnte möglich sein, das der globale Süden mehr Werte bieten kann,…
Nach dieser Argumentation kann man dann ja das Völkerrecht in die Tonne kloppen, bzw ist es da schon gelandet. Netterweise bietet diese Argumentation für Russland eine Steilvorlage um in EUropa diverse Rüstungsfabriken und mehr in die Luft zu jagen. Ist ja alles nur Notwehr, oder wie war das mit dem, durch Israel sogar zweifachen Völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran, der auch in diesem Artikel mehr oder weniger als Notwehr dargestellt wird?
Also sollten die Leute in EUropa schon mal damit anfangen die Löcher zum verkriechen zu graben, ist für die Masse vermutlich das einzige was sie hinbekommen. Und bitte dann nicht vom, auch dank großzügiger Hilfe der EU zu Grabe getragenem Völkerrecht reden, das wäre in dem Fall, klassische Leichenschändung.
Nicht zu unterschätzen und leider nicht Bestandteil des Textes, ist der Anteil an Esoterik im Denken und Handeln der zionistischen Eliten. Der Glaube, nein das Wissen über die eigene Auserwähltheit ist durchaus geeignet perveres und menschenhassendes Handeln als gut, gerecht und notwendig zu beschreiben. Gab esehrfach in der Geschichte und wird mit dem aktuellen aggressiven Zionismus nicht aufhören. Oder sehe ich das falsch?
Auch wenn für die Ursachen des 1. und 2. Weltkriegs die übliche Folklore herhalten muss, so beschreibt der Artikel, was Israel angeht, die Lage korrekt.
Israel ist der Terrier des Westens, der keinen Frieden will, weil das nicht seiner Funktion und Daseinsberechtigung entspricht.
Ähnlich wie Hitler sind Trump und Netanjahu Psychopathen. Aber die Kriege brechen nicht aus, weil Mann an die Macht gekommen ist, der zufällig krank ist. Es ist umgekehrt. Psychopathen werden in die Chefsessel gesetzt, wenn Völkermord und Kriege verlangt werden.
@Trux
Endlich einer der Wenigen, welche auf das eigentliche Thema des Artikels hinweisen.
Zwar bringt die Diskussion über die Psychopathen des 20. + 21. Jahrhundert und deren Eroberungsgelüste etc. auch Erfahrungswerte, kann aber der Hauptsache abträglich sein. 😉
Wenn der schmierige Bibi wirklich unbedingt weitermachen will, frage ich mich, wie. Konventionell ist da wohl nichts kriegsentscheidendes auszurichten, und auch, wenn es der israelischen rechtsextremen Apartheitsregierung vielleicht eine gewisse Freude bereiten würde, Iraner zu töten, würde dies primär Zivilisten treffen.
Abseits der wertewestlichen Propagandablase geht man davon aus, dass der Iran noch reichlich Raketen und Drohnen in den Arsenalen hat und noch lange so weitermachen könnte, zumal er auch munter weiter produziert. Bliebe am Ende für die Amis und Israelis nur die nukleare Eskalation, die u.U. aber auch gegen die teils tief in die Berge eingegrabenen Raketenfabriken nichts ausrichten könnte. Quo vadis?
Ein sehr interessantes Interview zum Thema Zionismus und Israel:
https://m.youtube.com/watch?v=Yk6O2eXg644
Weil es vermutlich nur von Wenigen wahr genommen wird:
Nachdem der Iran im Zuge der israelischen Waffenruhe die Straße von Hormus geöffnet hat, die USA hingegen auf der Fortsetzung des Blockadekrieges bestehen, kommt der Begriff der „Koalition der Willigen“ für einen Schutz dieses Seeweges unvermutet zur Erscheinung: Käme das Bündnis zustande und würde es aktiv, wäre es ein Verteidigungsbündnis gegen die von den USA beanspruchte nationale Hoheit über alle Seewege des Planeten, das durchaus Potential für Seegefechte zwischen den Beteiligten hätte, so gering man es auch schätzen mag.
Deshalb wird es diese Koalition voraussichtlich nicht geben – noch nicht. Diese Bündnisdiplomatie ist eine Testphase.
Das scheint mir grober Unfug zu sein.
Die „Koalition der Willigen“ wurde von Trump zusammengetrommelt und sollte im Falle ihres Zustandenkommens die Hormus-Öffnung gegen Iran und unter US-Kommando durchsetzen bzw. sichern.
Nachdem Iran Hormus geöffnet hat, entfällt damit sofort der komplette Koalitionszweck udn damit natürlich auch ihr Zustandekommen. Denn eine „Koalition der Willigen“ durch US-Initiative und unter US-Anleitung sich würde wohl kaum gegen die (eigene) US-Blockade von Hormus richten.
In Zukunft, wenn das EU-Imperium möglicherweise mächtiger/frecher geworden ist, könnte unter den jetzigen Bedigungen (US-Blockade von Hormus oder anderer wirtschaftlicher relevanter Handelswege) möglicherweise eine andere „Koalition der Willigen“ entstehen, mit anderer Zielsetzung und teilweise anderen „Willigen“.
Aber das ist imperialistische Zukunftsmusik, die eine „Koalition“ hat mit der anderen nichts zu tun und beide sind auch nicht gleichsetzbar, wie von Ihnen gemacht.
ist eine sehr variable Menge. In der jüngeren Vergangenheit kann selbst die westliche Variante nicht mit Vielfalt oder Kontinuität glänzen, da optionale Teilnehmer nicht automatisch mit hinreichender Beute rechnen konnten. Fragt sich, wie groß die Opferbereitschaft vs. langfristiger Bilanz kalkuliert wird, um sich zu einem Initiationsimpuls gegen die USA hinreißen zu lassen. Ist unwahrscheinlich, dass da tatsächlich von Selbstverteidigung ausgegangen würde, obwohl es medial das zentrale Stichwort wäre. Ein beklemmender Gedanke, der einen Ausgang zeigt.
(3von3, nicht mehr dabei)
Sehr ehrlicher Artikel. Ĺeider mit einer m.E. falschen Einordnung der AFD und möglichen Zielen, aber – geschenkt.
Ich hätte noch eine Prise Ironie dazu: Das haben Netanjahu und Trump ja gut hin bekommen, dass der Iran wenigstens seinen Wiederaufbau mit einer schlappen halben Milliarde Dollar monatlich aus den Hormuz-Gebühren finanzieren wird. Niemand kann sinnvoll versuchen, ihn gewaltsam daran zu hindern: Ein erneut mindestens 2stelliger Milliarden-Betrag ist der Preis, ergänzend tausende Tote auf allen Seiten. Ein Sieg bliebe trotzdem weiter außer jeder Reichweite. Nicht einmal Atomwaffen würden daran etwas ändern, denn der Iran ist riesig und bergig – einen besseren Schutz kann man sich als Verteidiger nicht wünschen.
Israel und die USAngreifer wären danach die minderwertigsten Parias des Planeten und hätten obendrein die Bodenschätze radioaktiv verseucht. Angriffe aus dem Iran wären übrigens danach ebenfalls sicher nicht gestoppt, sondern eher noch gefährlicher.
Die Korrektur einer Darstellung im Artikel ist erforderlich:
Kriege brechen nicht aus! Sie werden angezettelt. Aus Gründen. Mehr kann man dazu auch nicht sagen.
Wer schon einmal „Risiko“ gespielt hat, weiß, was Netanjahu und Trump passiert ist. Gegen jeden Ratschlag.
Auch das sagt der Artikel unmissverständlich: Israel hätte alles falsch gemacht, vom ersten Tag seiner Existenz an, bis heute. Offen bleibt allerdings eine Vermutung, wer das möglicherweise genau so gewollt hat, weil er glaubt, davon wie zu profitieren?
Denn fast nichts passiert in unserer Welt zufällig!
„Der Weltkrieg II wurde durch einen krankhaften Politiker losgetreten worden.“
Oh Gott, was habt Ihr für Autoren? Empfehle das Buch „Der Krieg, der viele Väter hatte“.
„Sind die Israelis „War Junkies“?“
Ja, aber in viel größerem Ausmaß gilt dies auch für ihre Warlords – USA, Deutschland und UK. Die Israelis befinden sich mit Netanjahu auf dem Weg zum Eretz Israel und das reicht vom Nil bis zum Euphrat. Syrische Gebiete sind bereits besetzt, jetzt kommt der Libanon dran – ein imperialer Angriffskrieger ist Netanjahu darum keineswegs geworden.
Die Bevölkerung eines Landes, das sich für auserwählt hält, duldet keine echte Mitsprache der Unauserwählten. Diese Machtpolitik haben die Isrealis mit den extremistischen Nationalisten in der Ukraine gemein. Und darum haben sie und machen sie Krieg. Sie sehen die Politik im Licht völkischer Auseinandersetzungen.
Und dass sie dann Beifall von neofaschistischer Seite bekommen ist kein Zufall. Wirft man aber einen Blick auf deutsche Christ- und Sozialdemokraten, müsste man eine abweichen Haltung vermuten. Davon ist nichts zu sehen. Im Gegenteil, unser Kanzler verkündet, er wolle den mit Haftbefehl gesuchten Netanjahu gerne empfangen. Das ist so was von AfD!
Klar würde Selenski auch gerne seine „Straße von Hormus“ zurück haben. Hat er aber nicht mehr, denn es gab eine zeitlang die Nordstream Pipeline I und aktuell gibt es die EU-Sanktionen, die den Griff in die Tasche der Geschäftspartner verhindern. Und mit der Slowakei und Ungarn lässt sich eben nicht so viel Geld verdienen, vor allem, wenn man die letzte verbliebene Pipeline selbst schließt. Die Ukrainer haben gut an den Pipelines „verdient“, seinerzeit.
Und was den aktuellen „alten weißen Mann“ in Washington angeht, der ist krank! Genau wie sein Vorgänger! Wir hier im Westen mit unseren „Demokratien“ sollten uns mal die Frage stellen, warum derartige „Personen“ an die Macht kommen. Wer sorgt dafür? Welche Rolle spielen die Parteien? Welche Rolle spielen die Medien? Welche Rolle spielt der Wähler? Mr. President Trump ist vielleicht fähig eine Currywurst-Bude zu leiten, aber den mächtigsten Staat der Welt in einer Phase des weltpolitischen Umbruchs zu führen, übersteigt seine gesamten Fähigkeiten.
Und genau wie im Fall seines Vorgängers stellt sich die Frage an seine Entourage – warum macht ihr mit?