Selbstverwaltung in Shanghai

Gubei Civic Center
Foto: Robert Fitzthum

Hongqiao: eine kommunale Basisdemokratie in China?

Es gibt kaum recherchierte Praxisberichte über die Intentionen der Organisation und Effektivität der chinesischen basisdemokratischen Ansätze und in der westlichen Presse wird China ja nur als monolithische von oben (Beijing) gesteuerte Diktatur verunglimpft.

Um einen näheren Eindruck zu bekommen, besuchte ich das Bürgerzentrum Gubei im Shanghaier Unterbezirk Hongqiao. Warum dieses? Es ist in China bekannt als Vorbild für die Organisation seiner ‘Praxis-Basis der Volksdemokratie des gesamten Prozesses‘ und der ‚Gesetzgebungs-Kontaktstelle auf primärer Ebene’.

Es geht um die Teilhabe der Menschen und um Selbstverwaltung

Die demokratische Praxis-Basis in Hongqiao ist ein Beispiel für eine Selbstverwaltungseinheit auf Basisebene. Auf dieser Ebene werden in organisierter Art und Weise die ‚Mühen der Ebene‘ der täglichen Probleme der Bewohner diskutiert und abgearbeitet. Es sind Themen die das Leben der einfachen Menschen betreffen, wie Ernährung, Kleidung, Wohnen, Umwelt und Transportmöglichkeiten. Wie kommen Ideen und Priorisierung von Wünschen zustande?

Frau Hong Sheng, eine von der lokalen Bevölkerung gewählte Abgeordnete des Nationalen Volkskongresses, Leiterin des Bürgerzentrums und Mitglied der KP Chinas, erklärt: „Wir haben Community-Vorschläge für kleinere Erneuerungsprojekte für mehrere Jahre und gute Aktivitäten, wobei wir auf die Meinungen und Vorschläge der Bewohner hören. Wir bringen wiederum die Vorschläge in die Nachbarschaft und veröffentlichen sie auf Plakaten oder Bildern. Dann kann jeder online und offline wählen, was er am Liebsten hätte, und wobei er sich selbst beteiligen möchte. Darüber hinaus werden nach der Fertigstellung von Vorhaben auch jedes Jahr einige Feedback-Treffen, wie Treffen der Repräsentanten der Bewohner, abgehalten und alle können beurteilen, ob es gut gemacht wurde. In unserem täglichen Arbeitsleben, wenn es um Probleme rund um unsere Bewohner geht, sind Bewohner tatsächlich beteiligt. Wenn sie verstehen, teilnehmen und Meinungen äußern, können sie am gesamten Realisierungsprozess teilnehmen, sodass die Menschen relativ zufrieden sind, weil sie eben teilnehmen.“

Herr Yuanchao You, Mitarbeiter des Gemeinschaftsbüros für Autonomie systematisiert die Arbeiten seines Büros: „Es gibt die vier Hauptaspekte der Grassroot-Praxis, auf die wir uns konzentrieren: Beratung zur Gesetzgebung, Konsultation zu Planungsentscheidungen, Sammlung von Vorschlägen der Bewohner und Konsultationen zu öffentlichen Angelegenheiten der Gemeinschaft.“ Erfahrungen der praktischen Arbeit werden systematisiert und Gesetzmäßigkeiten und bewährte Praktiken analysiert und dann als Leitfaden für die Praxis aufbereitet.

So sind die Prozessschritte zur Realisierung von Projekten systematisch definiert, von der ersten Problemfindung bis zur Umsetzungskontrolle und Feedback-Schleife. Aber immer wichtig: alles wird mit den Bewohnern abgestimmt und letztlich zur gemeinsamen Beschlussfassung eine einheitliche Meinung gebildet.

Erfolge der demokratischen Praxisbasis in Hongqiao

Was sind beispielsweise Erfolge der demokratischen Praxisbasis:

  • sie hat eine Reihe von Mechanismen für die Beteiligung der Menschen an der Entscheidungsfindung eingerichtet, wie öffentliche Anhörungen, Bürgerkonsultationen und Online-Umfragen
  • Einrichtung eines Volksbeteiligungsausschusses, der eine Plattform für die Bewohner ist, um an Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Der Ausschuss setzt sich aus Vertretern verschiedener Sektoren der Gemeinschaft zusammen, darunter Bewohnerkomitees, Unternehmen und soziale Organisationen.
  • Im Jahr 2020 startete das ‚Mikrokonsultations‘-System, das es den Bewohnern ermöglicht, an der Entscheidungsfindung in kleineren Fragen wie der Platzierung von Verkehrsschildern und der Gestaltung öffentlicher Räume teilzunehmen
  • 2021 hat die Basis das ‚Volksinspektor‘-System eingeführt, das es den Bewohnern ermöglicht, Korruption und anderes Fehlverhalten von Regierungsbeamten zu melden
  • Die Praxisbasis hat ein Volksmediationszentrum eingerichtet, um bei der Beilegung von Streitigkeiten zwischen den Bewohnern sowie zwischen den Bewohnern und der lokalen Regierung zu helfen.
  • Problemlösungen für ältere Mitbürger, z.B. Gründung von 12 Kantinen für Senioren, Einbau von Aufzügen in Altbauten
  • 2023 wurde das ‚Freiwilligendienst‘-System gestartet, das es den Bewohnern ermöglicht, ihre Zeit und Fähigkeiten freiwillig für Dienste in der Gemeinde zur Verfügung zu stellen

Umfassende Seniorenbetreuung

Nachdem ich auch nicht mehr der Jüngste bin und bekannt ist, dass es in China immer mehr Senioren gibt, erkundige ich mich bei Frau Junting He, die für die Seniorenbetreuung im Hongqiao-Subdistrikt zuständig ist über ihre Tätigkeiten im Bezirk.

Es gibt im Unterbezirk fast 21.000 registrierte ältere Menschen. Durch die Schaffung eines Seniorenpflege-Betreuungskreises in maximaler Entfernung von 15 Minuten zu allen Wohnungen, der Schaffung eines Zentrums und mehrerer Standorte können ältere Menschen bequeme, professionelle und vielfältige Altenpflegedienste in der Nähe erhalten. „Wir bieten 26 Servicedienstleistungen in vier Kategorien, darunter Bequemlichkeit, Gesundheit, Kultur und geistige Betätigung. Wir gründeten ein Senioren-Sport -und Gesundheitsheim mit ärztlicher Betreuung. Wir sind auch die Drehscheibe für die Seniorenpflege vor Ort, indem wir einige Dienstleistungen in unsere Wohnanlagen bringen, einschließlich des Sammelns und die Lieferung von Hilfsgütern für unsere älteren Menschen, Essenservice sowie für verlorene Gegenstände.“ schildert Frau He.

Spezielle Unterstützung gibt es für demente Personen und deren Familien. Das Essens-Service bietet Lieferung zu Hause an oder die Senioren können in Gemeinschaftskantinen kommen. Sie melden sich mit einer Handy-App zu Mahlzeiten an. In die großzügig eingerichtete Kantine im Gubei-Zentrum kommen täglich 60-70 Personen zu Mittag und/oder abends, es gibt auch Jause für sie. Ich sah die mit Kreide auf eine große Tafel geschriebene Preisliste für die Jause. So kostet eine Kanne Grüntee oder Schwarzer Tee 1 Renminbi (umgerechnet ca. 13 Eurocent), Kaffee ist teurer als Tee, so kostet eine Tasse Cappuccino 8 RMB (umgerechnet 1 Euro), eine Portion Keks zur Jause ist um 5 RMB (0,6 Euro) zu bekommen.

Wie motiviert die Praxisbasis die Menschen sich zu engagieren?

Ich frage Frau Abgeordnete Sheng, wie es gelingt die Menschen zu motivieren, sich aktiv zu beteiligen? Das kostet sie doch viel Zeit, die Leute haben Arbeit, Kinder. Sie antwortet „Wir haben eine Formulierung: ’Zusammen aufbauen, zusammen verwalten, zusammen genießen!’. Das heißt, um die Begeisterung von Bürgern oder Bewohnern zu wecken, müssen sie das Gefühl haben, dass eine Angelegenheit positive Auswirkungen auf sie hat.  Unabhängig davon, ob sie am Ende realisiert werden kann, werden wir antworten. Das ist es, worüber wir reden: wenn ein Bewohner sich um etwas kümmert, werde ich darauf reagieren. Demokratie ist keine Illusion, sondern kann gesehen, berührt und gefühlt werden. Wir haben auch die Formulierung, dass wir die Lebensunterhaltsprobleme der Menschen auf demokratische Weise lösen wollen.“

Die ‚Gesetzgebungs-Kontaktstelle auf primärer Ebene: Brücke vom Gesetzgeber zu den Bürgern

Seit Jahren ist in allen wichtigen Dokumenten der KP Chinas und der diversen Staatsorgane das Ziel der Bildung des Rechtsstaats angesprochen, auch die Bindung der Handlungen aller Staatsorgane an Gesetze. Es gibt intensive Arbeiten am Aufbau eines theoretischen Gebäudes, der Gesetze, der Begutachtungsverfahren, der organisatorischen Struktur. In China selbst herrscht selbstkritische Klarheit, dass für den weiteren Aufbau der Wirtschaft und die Befriedigung der Rechtsbedürfnisse der Bevölkerung die bestehenden Systeme und deren Anwendung in der Praxis noch unzureichend sind.

Einer der Problemkreise ist der Link der gesetzgebenden Einheiten zur Bevölkerung. Seit einigen Jahren gibt es vermehrte Bemühungen des Nationalen Volkskongresses, von dem die nationalen Gesetze und Verordnungen beschlossen werden, die Basiseinheiten in den Gesetzgebungsprozess als Begutachter einzubeziehen. Diese Einheiten auf Grassroot-Ebene heißen ‚Gesetzgebungs-Kontaktstelle auf primärer Ebene’, eine davon ist in Hongqiao beheimatet.  Das Konzept der ‚Volksdemokratie des gesamten Prozesses‘ basiert eben auf der Idee, dass die Menschen von Anfang bis Ende in Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollen, es geht um Partizipation. Das bedeutet, dass die Menschen neben der Mitarbeit in der Lösung ihrer Probleme im Stadtteil auch in den Prozess der Ausarbeitung von Gesetzen, Richtlinien und Vorschriften des Zentralstaates, der Provinz- und Stadtebene einbezogen werden. Sie werden in Folge auch in den Prozess der Umsetzung dieser Gesetze, Richtlinien und Vorschriften integriert, was zur Entwicklung  und Stärkung des Rechtsstaats und des auf allen Ebenen oft mangelhaften Rechtsbewusstseins beiträgt.

Die Kontaktstellen bieten eine Reihe von Dienstleistungen an. Dazu gehören Informationen über neue Gesetzesentwürfe, Organisation von Beratungen von Gesetzesentwürfen für interessierte Bürger unter Einbindung von Sachexperten und Rechtsanwälten oder jeweiligen Stakeholdern. Dazu gehören strukturierte öffentliche Anhörungen, Umfragen und Konsultationen in allen 16 Wohnvierteln unter Koordination von 420 Beratern und 15 Consulting-Organisationen.

Wie arbeiten diese Kontaktstellen? Frau Xinhui WU ist im Hauptberuf Rechtsanwältin und auch Informationsbeauftragte der legislativen Kontaktstelle in Hongqiao. Sie beschreibt die Abläufe: „Unser Verbindungsbüro erhält gesetzgeberische Stellungnahmen des Nationalen Volkskongresses. Durch die Einladung diverser Personen, ihre Meinungen und Vorschläge zu Gesetzesänderungen frei zu äußern, wird unsere Sammlung von Gesetzgebungsmeinungen branchenübergreifend und repräsentativ. Stellungnahmen der  Bürger oder Unternehmen können in gesetzgeberische Stellungnahmen übernommen werden, aber natürlich nicht alle. Nachdem wir einige Stellungnahmen bearbeitet haben, werden die Ergebnisse dem Nationalen Volkskongress mitgeteilt.

Nachdem sich die ersten vier legislativen Kontaktstellen in Xiangyang in Hubei, Jingdezhen in Jiangxi, Lintao in Gansu und eben Hongqiao in Shanghai sehr bewährt haben, wurden diese Institutionen auf ganz China ausgeweitet. Mittlerweile gibt es landesweit mehr als 6.000 gesetzgeberische Basiskontaktstellen auf allen lokalen Ebenen, das heißt nicht nur auf Ebene des Nationalen Volkskongresses, sondern auf allen 5 Ebenen von Gesetze beschließenden Volkskongressen.

Mein Eindruck von dieser Recherche in Hongqiao

Ich nahm von meinem Besuch in Shanghai mit, dass hier höchst engagierte Menschen tätig sind, die großes Fachwissen haben, und es als ihre Aufgabe sehen, der Bevölkerung zu helfen, das Land in Selbstverwaltung zu führen und ihre Probleme und Anliegen befriedigend zu lösen.

Es gibt in China demokratische Strukturen und Vorgangsweisen, die im Westen vollkommen ignoriert werden. Diese Strukturen und Prozesse sind nicht perfekt, werden aber laufend verbessert. Auch Demokratie muss man organisieren, vor allem in einem so großen Land. Entwicklung der sozialistischen Demokratie geht in China Hand in Hand mit den großen Anstrengungen der Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit, Abdeckung der vielfältigen Themen des Lebens und der Wirtschaft durch Gesetze und Verordnungen, Bindung der Regierungstätigkeit und Verwaltung an Gesetze.

Robert Fitzthum

Robert Fitzthum, Jahrgang 1951, studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und arbeitete als IT-Manager in österreichischen Banken sowie als selbstständiger Unternehmensberater. Er lebt seit 2013 als Schriftsteller in China. Er schrieb „China verstehen” (Promedia-Verlag, 2018) und „Erfolgreiches China” (Goldegg- Verlag, 2021). „Chinas ‚Neue Reise‘: Sozialistische Modernisierung und die Bedeutung der Volksdemokratie” erscheint 2025
Mehr Beiträge von Robert Fitzthum →

Ähnliche Beiträge:

56 Kommentare

  1. Zu begrüßen ist die Selbstverwaltungsdemokratie in China.
    Zu begrüßen ist der starke Staatssektor in der Ökonomie.
    Zu begrüßen ist die Vertreibung der kinderschändenden Feudalmönche aus Tibet.
    Zu begrüßen ist das entschiedene rechtsstaatliche Vorgehen gegen Verbrecher wie Jimmy Lai.
    Nicht zu begüßen ist der große Freiraum für kapitalistisches Wirtschaften.

    1. @So und nicht anders

      Was den Kapitalismus in China angeht, da las ich vor kurzem eine interessante Theorie warum der dort Einzug fand – der globale Kapitalismus lässt sich mit jeder Gesellschaft, Ideologie bzw. Regierung dieses Planeten kombinieren

      Gerade diese Flexibilität machte den Kapitalismus unsterblich im Gegensatz zum autoritären Staatskommunismus/-sozialismus längst vergangener Zeiten –

      Der internationale Kapitalismus war, und ist, eben eben ein Chamäleon 🦎 und die Theorie hat was 😉 😀

      Gruß
      Bernie

  2. „[…]Es gibt in China demokratische Strukturen und Vorgangsweisen, die im Westen vollkommen ignoriert werden. Diese Strukturen und Prozesse sind nicht perfekt, werden aber laufend verbessert. Auch Demokratie muss man organisieren, vor allem in einem so großen Land. Entwicklung der sozialistischen Demokratie geht in China Hand in Hand mit den großen Anstrengungen der Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit, Abdeckung der vielfältigen Themen des Lebens und der Wirtschaft durch Gesetze und Verordnungen, Bindung der Regierungstätigkeit und Verwaltung an Gesetze.[…]“

    Wo die angebliche „sozialistische Demokratie“ aufhört hat die chinesische Schriftstellerin Fang Fang ja schon des öfteren erfahren müssen:

    https://hoffmann-und-campe.de/search?q=Fang+Fang&options%5Bprefix%5D=last

    Mensch in China hat schon „Demokratie“, aber bei der Geschichte Chinas durch Autoren gibt es Grenzen, die nicht veröffentlicht werden dürfen.

    Zumal die einst Hauptverantwortliche dieser Verbrechen, die chinesisch-kommunistische Partei, des Menschheitsverbrechers Mao Zedong (https://de.wikipedia.org/wiki/Mao_Zedong) bis heute in China fest im Regierungssattel sitzt.

    Nein, ich habe die Modernisierung Chinas nicht verschlafen.

    Ich will nur darauf hinweisen, dass es auch in China dunkle Schatten in der Geschichte gibt, die Mensch lieber im Dunkeln läßt – ganz besonders wenn dieser Mensch, als Chinesin in Wuhan, in China lebt, wohnt und als Schriftstellerin tätig sein darf.

    Gruß
    Bernie

    1. Der vom Westen gepäppelte Ai Weiwei ist einst aus dem „bösen China“ geflüchtet (oder er ist einfach nur korrupt und vom Westen bezahlt, damit er das System China in den Dreck zieht, wer weiß das schon) und in Berlin gelandet. Das Land hat er dann alsbald aber doch wieder verlassen, weil ihm der autoritäre Geist in Deutschland (und die Obrigkeitshörigkeit in der Bevölkerung) missfiel.

      Das Problem ist: man kann westlichen Erzählungen oft kein einziges Wort mehr glauben – auch wenn sie zur Untermauerung ihrer Behauptungen noch soviele Örtliche aus dem Hut zaubern – weil sie diese Geschichten nur erzählen, weil sie damit eine eigene Agenda verfolgen, nicht weil es ihnen tatsächlich um die Menschen ginge. Das sowieso am Allerallerwenigsten. Die Menschen sind das Letzte, was die westlichen Eliten interessiert.

      Das ist das Eine. Und warum pocht der Westen immer so sehr darauf, dass es aber ja im Ausland so böse schlimm aussieht? Ich finde so etwas immer äußerst zweifelhaft. Wen interessiert, was in anderen Ländern abgeht? Da wird sich mit Dingen beschäftigt, die einen selbst nichts angehen. Ich hab nichts dagegen, wenn jemand Interesse an anderen Kulturen etc. zeigt. Ich lehne nur ab, wenn man andere belehren will, ihnen ein eigenes System aufzuwingen will, wenn man glaubt das eigene System sei das Beste (und unfehlbarste) System auf Erden, man müsse den anderen zeigen, was richtig ist, zur Not (bzw. viel zu leichtfertig und selbstverständlich) auch mit Gewalt. Und am Ende geht es nicht einmal um den Kampf der angeblich besten Systeme – Vielfalt zulassen ist für den überaus radikalrassistischen Westen sowieso ein Fremdwort -, also eine Art Kreuzzüge, sondern um etwas ganz Anderes…. um Macht, um Einflussräume, um Rohstoffe, um Landraub, um alles, nur nicht um das, was immer behauptet wird: „das Wohl der Menschen“.

      Ich kann nur allen raten, die sich von solchen Schmutzkampagnen gegenüber anderen Ländern leiten lassen, selber mal in jeweiliges Land zu reisen und sich selber ein Bild zu machen.

      Außerdem steht es am Allerallerwenigsten dem Westen zu über Andere zu urteilen, wo er doch so tief durch blutgetränkte Böden watet, die er bei seiner kolonialen Gewalt hinterlässt.

      Du demonstrierst übliche westliche Überheblichkeit (Rassismus).

      1. Sie werden sich wundern bis auf den Punkt mir Rassismus unterstellen zu wollen sehe ich es wie Sie , und was chinesische Dissidenten im Ausland angeht sehe ich es ebenfalls wie Sie, aber die Autorin Fang Fang lebt, wohnt und arbeitet im chinesischen Wuhan.

        Mir „westliche Überheblichkeit“ und damit Rassismus zu unterstellen 🙂‍↔️👎👎 ist auch nicht gerade qualifiziert von Ihnen 🙂‍↔️👎👎

        Gibt nur eine Art Menschen auf diesem Planeten den Homo Sapiens Sapiens, der alle heute lebenden Menschen angehören, auch Deutsche und Chinesen 😉👍👍

        Mir Rassismus unterstellen zu wollen🙂‍↔️🙂‍↔️🙂‍↔️👎👎👎

        Übrigens Die letze Menschenrassen waren der längst ausgestorbene Neandertaler sowie der Denisovamensch.

        Soll heißen Rassismus? Wo?🙂‍↔️🙂‍↔️👎👎 Macht der heute noch Sinn 😁🤔🙂‍↔️

        Und seit wann bin ich perdu mit Ihnen?😁🙂‍↔️

        Gruß
        Bernie

        1. Übrigens Sekten gibt es auch im Wertewesten, falls es Sie interessiert finden Sie hier mehr über dieses mainstreammedial ignorierte, aber immer noch überaus wichtige, Thema:

          https://www.watson.ch/sektenblog

          Im empfehle besonders die Artikel des Schweizer Journalisten Hugo Stamm der sich auf Donald Trump & Co. als Sekte beziehen:

          „[…]Sektenblog – Trump und seine Maga-Bewegung zeigen klare Sektenmerkmale

          Ein Fan von Trump und Anhänger der Maga-Bewegung kehrte dem amerikanischen Präsidenten den Rücken und gründete eine Ausstiegsorganisation […]“

          Link:

          https://www.watson.ch/blogs/sektenblog/100700795-trump-und-seine-maga-bewegung-zeigen-klare-sektenmerkmale

          Gruß
          Bernie

  3. Schön das Robert Fitzthum hier sachlich aus China berichten kann. Solche Berichte sind notwendiger denn ja. Typisch, das gleich ein paar „kritische Langnasen“ wieder ein Haar in der Suppe finden müssen. Nachdem die linke Ikone Noam Chomsky lange Zeit freundschaftliche Beziehungen zum Sexualstraftäter und mutmaßlichen Mossad-Agenet Jeffrey Epstein unterhielt wäre es auch für den Westen an der Zeit eine Antikorruptionskampagne zu starten, wie es Xi Jinping schon mehr als 10 Jahre in China tut. Fast Euch gefälligst an Eure eigenen langen Nasen, bevor ihr über China meckert.

    Danke für den Artikel, bitte mehr davon!

    1. @Naomi

      Sie werden sich wundern ich sehe es fast ähnlich wie Sie – die Erfolge des modernen China sprechen ja für sich, aber man darf dabei nicht die gleichzeitige Unterdrückung innerchinesischer, gesellschaftskritischer Autoren unterschlagen.

      Die Autorin Fang Fang übrigens wird nicht eingesperrt, oder gar umgebracht, wie früher unter Mao Ze Dong durchaus in China üblich.

      Nur ihre Bücher dürfen in China nicht mehr veröffentlicht werden, da „schädlich“ so die kommunistische Zensur in China, die ihre Werke zunächst über den Klee lobte, aber diese nun wieder in China zensiert bzw. aus dem Verkehr ziehen ließ, weil die den regierenden Kommunisten auf einmal suspekt geworden sind.

      Nichts für ungut – immer 2 Seiten sehen meine Devise.

      LG Bernie

        1. @Naomi

          Mag sein, aber wir im Westen stehen wenigstens zu den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte und Gesellschaftskritik ist durchaus erwünscht – kein Buchautor wird, nach anderer Überlegung durch Herrschende, zensiert. Noch nicht, und ich persönlich hoffe das bleibt auch so.

          Sie haben dennoch Recht China muss einen eigenen Weg gehen, und wir sollten uns nicht anmaßen denen vorzuschreiben wie der zu gehen ist.

          LG Bernie

          1. In China sieht man die eigene Geschichte durchaus kritisch nur zeigt man das ungern den Langnasen, die China soviel Schaden zugefügt haben. Nazioffiziere waren Beraten der Kuomingtang und ein deutscher Stalinist soll den langen Marsch befohlen haben. Die Deutschen waren Kolonialmacht in Qingdao und Verbündete der Japaner, die sich in China schlimmer aufführten als die Nazis in der Sowjetunion. Deshalb sollten wir Deutsche mit einer gewissen Demut uns mit Kritik an China zurückhalten, wir haben selbst genug Dreck am Stecken.
            Auch heutzutage ist die BRD nicht gerade ein moralischer Riese, die zu Kritik berechtigt wäre. Vielmehr gefällt man sich in typisch deutscher Besserwisserei, ohne selbst Eier in der Hose zu haben…

              1. Alles, was Nicht-Westen ist, ist besser als alles, was Westen ist. Die Mörder kommen aus dem Westen. Im Osten geht die Sonne auf. Das solltest auch du verstehen!

              2. Ich stecke im Unterschied zu ihnen meine lange Nase nicht in innerchinesische Angelegenheiten. Tun Sie das auch, das Regime hierzulande hat genug Dreck am Stecken. Tragen Sie mit dazu bei die deutsche Schuld gegenüber den Chinesen zu sühnen, sowie Deutsche ihre Schuld gegenüber den Juden versucht haben zu sühnen. Seien Sie einfach nur gerecht! Zeigen Sie Demut gegenüber den chinesischen Volk, das auch unter der deutschen Barbarei leiden mußte. Kämpfen Sie gegen das Unrecht hierzulande, dann haben Sie genug zu tun.
                Im Unterschied zu Ihnen mischen sich Chinesen nicht in deutsche Strafrechtsverfahren ein. Nein, Sie haben die Menschenrechte nicht für sich gepachtet. Kommen Sie runter von der eurozentrischen Überlegenheit.

          2. @ Bernie

            „Mag sein, aber wir im Westen stehen wenigstens zu den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte und Gesellschaftskritik ist durchaus erwünscht“
            Satire bitte kennzeichnen.
            Es ist immer wieder erstaunlich wie manche Menschen auf einem Auge total blind sind.Welche Gesellschaftskritik ist denn erwünscht, es reicht schon neutral zu berichten und man ist weg vom Fenster Siehe Röper, Lipp ,Baud,Hüseyin Dogru und wie sie alle heißen. Aktuell am Fall von Dr. Bianca Witzschel zu beobachten. Deutschland ist ein autoritäres Land und rutscht immer weiter Richtung faschistische Diktatur ab.

            1. @“guazu“

              Ihre Ansicht, aber werden bei uns in .de Bücher verboten, oder Buchautoren ihre Arbeit vermiest?

              Vielleicht wissen Sie da mehr als ich?

              Die von Ihnen genannten Fälle kenne ich auch, und kritisiere dasselbe wie Sie auch, aber Herrn Bauds Bücher z.B. sind immer noch frei auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich.

              Oder ist es mittlerweile anders? Ist deren Publikation in ganz Deutschland, und Resteuropa, auch verboten?

              Wissen Sie da mehr darüber als wir hier?

              Dann bitte Erklärung mit stichfestem Quellennachweis des Bücherverbotes 🙂

              Sarkastischer Gruß
              Bernie

      1. In welcher Phantasiewelt lebst Du?

        Hüseyin Dogru wirde defacto mit dem Tode bedroht (Sanktionen), weil er kritische Artikel zum Genozid in Gaza geschrieben hat. Er hat es ua gewagt Palästinenser, also die Opfer der Gewalt, zu Wort kommen zu lassen. Was Du sagst stimmt einfach nicht. Es ist eine blanke Lüge.

        Immer dieses überheblich-rassistische Gerede von „wir hier im Westen, wir sind was Besseres, bei uns hat der Mensch noch Rechte“ etc. pp. Das steht uns im Westen überhaupt gar nicht gut zu Gesicht. Schau Dir z.B. an, wie Israel systematisch auf brutalste Weise Journalisten in Gaza ermordet. Ich finde so ekelhaft, dass der Westen sich auf einen Thron hebt und glaubt er sei der Nabel der Welt.

        1. Provo🧌 🐟?

          Ich Frage nochmals seit wann bin ich mit Ihnen perdu lieber „m…r „🙂‍↔️👎

          Mir Rassismus zu unterstellen ist ebenso sinnvoll wie einem Wal zu unterstellen er wäre ein Hai 😁

          Gibt keine Menschenrassen mehr heute alle ausgestorben bis auf den Homo Sapiens Sapiens, dem wir alle angehören auch Sie. 😁

          Amüsierte Grüße
          Bernie

          1. Es ist in den Foren der internetwelt allgemein üblich sich zu duzen. Das musst du so halten, aber als Vorwurf an andere ist es fehl am Platze.

            1. Wenn man sich angegriffen fühlt zieht man sich gerne auf das Sie zurück und betont das. Das lenkt auch von den Inhalten ab. Ich duze hier selten, meckere aber nicht wenn mich andere duzen, weil das in der Foren-Welt so üblich ist. Ich duze dann auch zurück und die Sache ist erledigt..

              1. @Naomi

                Gut, Ihre Ansicht, dann überlassen Sie mir auch meine Ansicht, und die Frage ging ja auch nicht an Sie sondern an den ominösen „Richard“ oder soll ich sagen „m…r“?

                Egal, da hier alles ein bißchen tr…mäßig durchseucht ist bin ich dann mal weg.

                Hab besseres zu tun im Leben als mich mit Höhlenbewohnern aus Skandinavien rumzustreiten, oder mich über deren unqualifizierte Unterstellungen zu ärgern.

                Danke noch einmal für Ihren Buchtipp 😉

                Gruß
                Bernie

                    1. Siehe meine Antwort weiter unten und im Gegensatz zu den von Ihnen genannten Fabelwesen bin ich ja nicht komplett weg – manchmal lese ich nur mit, und kommentiere nicht jeden Artikel…..ein echter Troll würde sich verabschieden, auf Nimmerwiedersehen…..aber das kennen Sie ja zur Genüge von echten Trollen hier…. 🙂

                      Mein Fehler oben sollte schreiben bin am Mitlesen – das trifft die Sache besser – und behalte mir vor mal weg zu sein 🙂

                      Ihnen noch einen schönen Abend wünschend
                      Bernie

                  1. @So und nicht anders

                    Danke für die Blumen, aber leider liegen SIE komplett falsch mit Ihrer Annahme 🙂

                    Dennoch ist hier alles ein bißchen durchseucht mit Trollen, und ich verstehe warum Sie mich für einen Troll gehalten haben – man kann schon absolut verwirrt sein bei manch gespaltener Persönlichkeit unter diversen wechselnden Pseudonymen (ich nenne mal absichtlich keine Namen 🙂 ) die hier Troll spielen darf…..

                    und manche geilt es ja regelrecht an „gefüttert“ zu werden….bis es einem dämmert….Achtung! T…l 🙂

                    LG
                    Bernie

                    PS: Mir übrigens aufgefallen kommt auf die Artikelthemen an und schon wimmelt es von skandinavischen Höhlenbewohnern – im Volksmund auch Trolle genannt *Sarkasmus* 🙂

          2. @ Bernie
            Du! kannst deine Kommentare mit noch so vielen Smilies „verschönern“ In Anlehnung an Forest Gump, (das ist der welcher die Smilies erfunden hat)
            „Dumm ist der der dummes tut“. Und wer Blödsinn schreibt dem muss man es halt sagen ob es ihm gefällt oder nicht.

            1. Aha „guazu“ alias m…..r alias… „Richard“ usw. usf. 😁

              Kaum ist der 🧌 genannt kommt er angerannt – gut angebissen 🐟🪱 und erwarten Sie keine ernsthafte Antwort auf Ihre unqualifizierten Äußerungen die eher gegen Sie als gegen mich sprechen….🤣🤣🤣

              Nur schön das Ihre Worte sie immer wieder entlarven Sie multiple Persönlichkeit 🤪🤣🤣🤣

              Gruß
              Bernie

  4. Mag. Robert Fitzthum:
    Wie ist die chinesische Zero-COVID Politik mit Fakten zu beurteilen? Während die EU
    und die USA jeweils mehr als 1,1 Mio. Tote einer neoliberalen, wirtschaftsorientierten
    COVID-Ignorieren-Politik zu verdanken haben, gab es in China bis Ende März 2023
    ’nur’ ca. 120.000 an COVID Verstorbene. Wie Hochrechnungen ergeben haben, hat
    sich China 1,6 Mio. Tote erspart! Durch die Zero-COVID-Politik ist es China auch
    gelungen die Lebenserwartung in den letzten drei Jahren im Gegensatz zu den USA
    und diversen EU-Staaten, wo die Lebenserwartung gesunken ist, zu steigern!

    geschrieben in 2022…

    alles klaro 😉
    ach ja Quelle:
    https://www.acba.at/wp-content/uploads/2023/06/ACBA-Jahresbericht-2022.pdf

    1. „Wuhan-Diary“ der chinesischen Buchautorin Fang Fang aus Wuhan lesen bringt ein bisschen Licht ins Corona-Dunkel Chinas.

      Nur mal so als Tipp meinerseits an Sie 😉

      Gruß
      Bernie

      1. In China wurden m.W. staatliche Akteure im Nachgang entlassen oder gar verhaftet, die mit ihren Anti-Corona-Maßnahmen allzusehr über die Stränge geschlagen, die Rechte der Menschen zu deutlich eingeschränkt haben. Das heißt: auch in China ist nicht alles perfekt gelaufen, aber man ist wenigstens bereit daraus Schlüsse zu ziehen. Hier verweigert man ja jegliche substanzielle Aufarbeitung. Im Gegenteil. Der Autoritarismus setzt sich fort, indem nach wie vor Menschen vor Gericht stehen und auch im Gefängnis sitzen, weil sie sich den drakonischen Corona-Maßnahmen entgegen gestellt haben. Nicht einmal dazu ist man in der Lage, in dem Kontext eine Amnestie auszusprechen. Dass man all jene Politiker und Co nicht verfolgt, die sich an Maskendeals und Co bereichert haben, gut… man ist ja nichts Anderes gewohnt. Dass man jedoch so dreist ist, trotz neuerer Erkenntnisse das alte Unrecht während Corona weiter zu verfolgen, das ist schon echt ungeuerlich.

        Da brauchen wir gar nicht mit dem Finger auf Andere zu zeigen (um von den eigenen Missständen abzulenken). Der aufgetürmte Schmutz vor unserer eigenen Haustüre ist schon groß genug, dass wir uns zu allererst einmal darum kümmern sollten.

        1. ich bezog mich auf den Autor, nicht auf China und deren Maßnahmenpolitik…
          Wenn jemand 2022 solches verlautbart, läßt sich eventl. auf dessen Qualität schließen.

        2. „trotz neuerer Erkenntnisse“
          lach
          Diese Erkenntnisse sind schon über 5 Jahre alt.
          Inklusive die Erkenntnis das diese „Pandemie“ keine war, sondern eine, was die Anzahl der Symptomatik und Todesfälle betrifft, nicht außergewöhnlich schwere Epidemie.

      1. Umgedreht gefragt: welche Pandemie??
        Übrigens haben die Herrschenden in Nepal den Lockdown abgeblasen, da zu befürchten war, die Unzufriedenheit würde möglicherweise erfolgreich den Aufstand wieder anfachen… anschl. war die „Pandemie“ nicht mehr existent…

    2. Nur weiß keiner wer alles angeblich an Covid19 gestorben ist, auch wenn der Zettel so am Zeh hing, da Obduktionen, zumindest in der westlichen Welt, ja sogar verhindert worden sind.

  5. Chiina ist eine faschistische Diktatur und wird nie anders sein. .Jimmy Lai hat letzte Woche 20 Jahre Knast reingedrückt bekommen -mit 78 heisst das lebenslänglich.

    1. Mag sein. Kann ich nicht beurteilen, will ich auch nicht. Geht mich im Grunde auch nichts an. Nicht zuletzt weil der Schmutz vor der eigenen Haustüre bereits übergroß ist. Da brauchen wir nicht auch noch mit dem Finger auf Andere zeigen, um von den eigenen Missständen abzulenken und sich ein Gefühl von angeblicher moralischer Überlegenheit anderen Kulturen gegenüber (Rassismus) zusammen zu phantasieren.

      Ich sage nur „Hüseyin Dogru“… den man – durch „Sanktionen“ – defacto zum Tode verurteilt hat und jedem, der ihm ein Stück Brot zukommen lässt ebenfalls mit Haftstrafen etc. bedroht.

      Was kümmert mich da wie schlimm es angeblich in China aussieht, erzählt von Leuten, die praktisch NIEMALS Gutes im Schilde führen, die seit jeher dadurch auffallen mit FakeNews, Desinformtion und Co Hass über andere Kulturen zu schüren, die permanent Lügen verbreiten. Selbst WENN die Geschichten wahr sind, sollte der Westen zu allererst mal bei sich selber anfangen. Dieses überhebliche mit dem Finger auf andere zeigen hab ich sowas von satt. Geht echt gar nicht mehr.

    2. Der Westen glaubt immer er sei was Besseres. Wenn man sich anschaut, wieviele Völkermorde auf sein Konto gehen, finde ich das absolut ekelerregend (zumal er solche Geschichten über andere Länder ja genau dafür hernimmt, um seine eigene Gewalt zu rechtfertigen). Der Westen ist absolut pervers, krank, gewalttätig, rassistisch, rechtsradikal.

      Immerhin überfällt China nicht permanent andere Länder und bringt dabei auch noch Millionen Menschen um. Allein das ist doch schonmal ein Riesenfortschritt.

    3. Die tun auf jeden Fall mehr für ihre Bürger wie hier zulande, wo es schon immer der herrschenden Klasse am Arsch vorbei gegangen ist, wie sich das Volk fühlt.

  6. Toller Artikel. Echt! Wie mir scheint auch frei von typisch westlicher Überheblichkeit. Und das System dort wird ja auch nicht als perfekt gepriesen. Es sind verschiedene Aspekte, die mir gefallen. Z.B. die Gedanken zu rechtstaatlichen Prinzipien und dass sich diese – so wie ich das verstehe – auch auf die Subjekte von Staatsapparat und Politik erstrecken sollen. Das lehnt man hier ja brüsk ab. Dann gefällt mir wie versucht wird pragmatische Lösungen für z.B. ältere Menschen zu finden, indem – so scheint mir – diese direkt in die Prozesse mit einbezogen werden, also in die Frage, was wie verbessert werden könnte.

    Das Beste aber ist vielleicht, dass Demokratie als Prozess gesehen wird, nicht als ein statisches System. Übersetzt: man arbeitet an Verbesserungen und versucht – wie mir scheint – bestmöglich die Menschen in die Prozesse einzubeziehen. Vor allem scheint man ein Interesse an der Zufriedenheit der Menschen (mit dem System) zu haben. Hier verfährt man ja eher nach dem Prinzip „sind die Menschen unzufrieden, wirf ihnen ein Feindbild hin, auf das sie alles schieben können, was falsch läuft, damit die eigentlichen Probleme niemals angegangen werden müssen“.

    Also mir scheint der Westen deutlich autoritärer, statisch von oben herab, als China.

    Wäre vielleicht noch interessant… Es gab in den USA ja mal eine wissenschaftliche Ausarbeitung inwiefern politische Entscheidungen den Bürgerwillen widerspiegeln und man kam auf 95 % oder sogar mehr, die sich GEGEN den Bürgerwillen richten. Um es noch einmal zu betonen: das wurde wohlgemerkt wissenschaftlich ausgearbeitet.

    Ob in China so etwas möglich wäre, dass sie 5 % ihres BIP in die Rüstung stecken, was man schon ganz klar als Diebstahl von Steuergeldern bezeichnen muss, um bestimmte elitäre Kreise zu bereichern… Ich glaube nein.

    Egal. Wir müssen vielleicht nicht darüber debattieren welches das Bessere und welches das Schlechtere System ist. Im Wesentlichen stört mich am Westen, dass nicht einmal auch nur darüber nachgedacht wird, dass die Prozesse verbessert werden müssen. Man versucht überhaupt nicht die Demokratie zu verbessern, sondern man versucht lediglich Pfründe zu verteidigen, Machtverhältnisse zu sichern. Und das geht oft mit Manipulation und Täuschung (Betrug) der Wähler einher, was allein schon die große Verachtung unserer Eliten gegenüber der einfachen Bevölkerung zeigt. Sie sollen die Rechnung bezahlen, aber ansonsten gefälligst ihren Mund halten. Wie würde die FDP formulieren „die Profis die Arbeit machen lassen“, sprich die Klappe halten. Wer das System in Zweifel zieht oder kritisiert, der wird als angeblicher Demokratiefeind tituliert. Selbstreflexion in der Politik? Absolute Fehlanzeige. Diese Leute halten sich für unfehlbar.

    Abschließend: nicht ohne Grund ist die chinesische Kultur viele tausend Jahre älter als die westliche. Und nicht ohne Grund funktioniert das System auch so gut bei einer so großen Bevölkerung. Das geht gar nicht anders als dass man diese Menschen so gut es geht einbezieht.

      1. Die glühendsten Maoisten waren doch die westdeutschen Grünen. Die haben doch sogar den Völkermord der Roten Khmer als Rückkehr zum einfachen grünen Landleben gefeiert

      2. @ Otto Motto
        in EUropa? Doch nicht AH aus Austria?
        Auch bei uns wäre es mal ratsam einige Damen und Herren aus den Teppichetagen auf’s Land zu schicken, als Erntehelfer mit +/- 2€ Stundenlohn …….
        die EU-Bauern werden sich sicher „freuen“ über die „professionelle“ Arbeit.
        Übrigens hat Selenski gerade verkuendet
        „kein Friedensabkommen mit Russland ohne festes Datum für den EU-Beitritt.“
        Der Junge muss auch dringend an die frische Landluft!!

  7. Ja doch, so möchte ich leben. Das gefällt denen aber gar nicht, die China als Autokratie bezeichnen. Denn es ist ein System, in dem solche Einrichtungen möglich sind. Weil die Bürger die Freiheit dazu haben.
    Wäre das bei uns auch möglich? Erstens käme gleich mal der Amtsschimmel und würde dies und das untersagen. Dann stehen die Leute im Kapitalismus in Konkurrenz zueinander. Was die Sache bremst.
    Umfragen zeigen, dass die Chinesen ihr Land durchaus als Demokratie sehen. Der Einzelne ist Werktätiger und kann sich als solcher einbringen. Übrigens auch als Rentner und Behinderter. Sie haben dort offenbar das Gefühl, gehört und beachtet zu werden.
    An was es bei uns erkennbar fehlt.

  8. Gut.
    Kennen wir den Artikel nicht schon?
    Was soll`s.
    Jetzt bitte noch einen kritischen Artikel – oder besser gleich ein Buch – vom Autor über die Menschenrechtslage in China, gerne auch in Bezug auf die Religionsfreiheit. Danach dann irgendwann mal einen Bericht über die persönlichen/beruflichen Ereignisse nach dem Buch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert