Russland als möglicher Urheber: Was wäre die politische Konsequenz eines Nachweises?

Drohne über Flughafen
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Eine Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle sorgt für Aufsehen. Sollte Russland dahinterstecken, hätte der Vorfall eine völlig neue Dimension.

Der Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle könnte über die Frage hinausgehen, wer die Drohne gesteuert hat. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass Russland hinter dem Einsatz einer mit Sprengstoff ausgestatteten Drohne steckt, würde sich die Beurteilung des Vorfalls radikal verändern. Aus einem schweren Sicherheitsvorfall würde ein staatlich gesteuerter Angriff auf deutsche Infrastruktur.

In der Nacht zum 5. August wurde im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle eine Drohne entdeckt, die mit Sprengstoff und einem Zünder ausgestattet war. Die Drohne wurde von einem Mitarbeiter des Flughafens bemerkt und von Spezialisten der Bundespolizei unschädlich gemacht. In der näheren Umgebung befanden sich ukrainische Transportflugzeuge. Zudem kollidierte ein Frachtflugzeug mit einem mutmaßlich weiteren Flugobjekt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Ein neuer Charakter der Bedrohung

Ein belastbarer Nachweis einer russischen Urheberschaft hätte vor allem eine drastische sicherheitspolitische Dimension. Deutschland müsste davon ausgehen, dass die Spannungen zwischen Russland und dem Westen nicht mehr ausschließlich auf ukrainischem Gebiet ausgetragen werden. Der Einsatz einer Sprengstoffdrohne gegen einen Flughafen wäre ein Beispiel für hybride Kriegsführung: eine Operation unterhalb der Schwelle eines klassischen militärischen Angriffs, die dennoch Schäden verursachen und Angst sowie Unsicherheit erzeugen kann.

Der Flughafen Leipzig/Halle ist ohnehin vulnerabel. Er ist nicht nur ein ziviler Verkehrsflughafen, sondern spielt eine wichtige Rolle beim Gütertransport und bei der Unterstützung der Ukraine. Die Nähe zu ukrainischen Transportmaschinen könnte bei einer nachgewiesenen russischen Täterschaft ein Hinweis auf ein mögliches Motiv sein.

Berlin müsste reagieren

Ein offizieller Nachweis würde die Bundesregierung unter Handlungsdruck setzen. Die erste Reaktion dürfte im Bereich der inneren Sicherheit liegen. Immerhin wird schon über einen deutlichen Ausbau der Drohnenabwehr diskutiert. Nach dem Vorfall soll die entsprechende Bundespolizei-Einheit von ursprünglich bis zu 130 auf 300 Spezialkräfte anwachsen; außerdem ist eine Ausweitung der Standorte geplant. Bei einem belegten russischen Angriff würde dies eine exorbitante Dringlichkeit bekommen. Flughäfen, Energieanlagen, Bahnstrecken, Kommunikationsnetze sowie andere kritische Infrastrukturen müssten resoluter gegen Drohnen und Sabotage geschützt werden. Ebenso würde die Frage nach den Zuständigkeiten zwischen Bundespolizei, Landespolizei und Bundeswehr erneut aufkommen.

Sanktionen wären wahrscheinlich aber keine militärischen Konsequenzen

Eine russische Urheberschaft würde voraussichtlich außenpolitische Konsequenzen nach sich ziehen. Deutschland und generell die EU könnten zusätzliche Sanktionen gegen russische Personen, Nachrichtendienste oder Organisationen verhängen, die mit der Operation in Verbindung gebracht werden. Denkbar wären etwa diplomatische Maßnahmen, etwa die Ausweisung russischer Diplomaten.

Ausschlagend wäre aber, wie klar die Beweislage ist. Ein staatlicher Angriff muss nicht zwingend militärisch beantwortet werden. Bei hybriden Operationen ist das Ziel nämlich oft, die Grenze zwischen Spionage, Sabotage und militärischer Aggression bewusst unscharf zu halten. Ein sofortiger deutscher Kriegseintritt wäre aus einem solchen Vorfall keineswegs automatisch abzuleiten. Dennoch könnte eine nachgewiesene staatliche Operation sehr wohl eine härtere diplomatische Antwort rechtfertigen.

Die Unterstützung der Ukraine könnte zunehmen

Paradoxerweise könnte ein Nachweis russischer Verantwortung die Unterstützung der Ukraine verstärken. Wenn Russland tatsächlich versuchen sollte, einen Standort anzugreifen, weil dieser mit der Unterstützung der Ukraine verbunden ist, würde dies in Berlin als Versuch verstanden werden, die Außen- und Sicherheitspolitik durch Einschüchterung zu beeinflussen. Also könnte die Schlussfolgerung lauten: Deutschland lässt sich durch hybride Kriegsführung nicht von seiner Unterstützung für die Ukraine abbringen.

Trotzdem müsste die Bundesregierung unbedingt verhindern, nicht einen Eskalationskreislauf zu starten. Jede Reaktion müsste so gewählt werden, dass sie keinen direkten Krieg zwischen NATO und Russland provoziert. Dadurch würde die Drohne in Leipzig/Halle der Prüfstein der gesamten europäischen Sicherheitsarchitektur.

Entscheidend bleibt die Beweislage

Solange die Ermittlungen keinen handfesten Ballast liefern, sollte Russland nicht als erwiesener Schuldiger bezeichnet werden. Denn eine falsche Beschuldigung könnte zum Bestandteil einer wagemutigen rhetorischen und/oder militärischen Eskalationsspirale werden.

Sollten die Untersuchungen allerdings belastbar nachweisen können, dass russische staatliche Stellen den Drohneneinsatz geplant, finanziert oder gesteuert haben, wäre die politische Tragweite immens. Dann wäre Leipzig/Halle mehr als ein Fall für Polizei und Staatsanwaltschaft. Anstelle dessen wäre es nun eine außen- und sicherheitspolitische Krise zwischen Deutschland und Russland.

Der Wendepunkt wäre dann nicht die Drohne selbst, sondern der Nachweis ihrer Steuerung. Aus einem ungeklärten Anschlagsszenario würde eine konkrete Attacke auf die kritische Infrastruktur und Berlin müsste entscheiden, wie weit es geht, um eine derartige Grenzüberschreitung nicht folgenlos zu lassen.

Julia Engels

Julia Engels ist Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Sicherheits- und Abrüstungspolitik und promoviert an der RWTH Aachen zur nuklearen Abschreckung in der Internationalen Politik. Sie veröffentlicht regelmäßig Beiträge u. a. in Telepolis, Frankfurter Rundschau und der taz.
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82 Kommentare

  1. Genauso weit wie bei der Reaktion auf die ‚Grenzüberschreitung‘ der Sprengung der North Stream Pipelines? Was ist das für ein Propagandamist?

  2. „Die Unterstützung der Ukraine könnte zunehmen“, bwahaha. Wie soll das genau gehen, noch mehr? Nimmt DE nochmals 600 Mia an Schulden auf? Springen all die Kriegsgurgeln jetzt im Tetrahedon steht bloss im Dreieck („wie können wir helfen möglichst viele Russen zu töten?“).

    Die Gegenüber von mir im Zug schaut mich grad äusserst komisch an, herzlichen Dank!

    Ich hab den Fehler gemacht weiterzulesen..

    [..] eine außen- und sicherheitspolitische Krise zwischen Deutschland und Russland.

    Newsflash für die Gleichgeschalteten: Das ist bereits der Fall.

  3. Ein etwas eigenartiger Artikel mit einer seltsamen Wortwahl.

    Solange die Ermittlungen keinen handfesten Ballast liefern, sollte Russland nicht als erwiesener Schuldiger bezeichnet werden. Denn eine falsche Beschuldigung könnte zum Bestandteil einer wagemutigen rhetorischen und/oder militärischen Eskalationsspirale werden.

    Aber eine „richtige“ Beschuldigung würde dann keine “ wagemutigen rhetorischen und/oder militärischen Eskalationsspirale“ zur Folge haben?

    Sollten die Untersuchungen allerdings belastbar nachweisen können, dass russische staatliche Stellen den Drohneneinsatz geplant, finanziert oder gesteuert haben, wäre die politische Tragweite immens. Dann wäre Leipzig/Halle mehr als ein Fall für Polizei und Staatsanwaltschaft. Anstelle dessen wäre es nun eine außen- und sicherheitspolitische Krise zwischen Deutschland und Russland.

    OMG!

    Mal im Ernst, hier laufen Vorbereitung für einen Krieg. Man rüstet sich in Europa für den Krieg. Verhindern will den offenbar keine Seite, man will ihn gewinnen. „sicherheitspolitische Krise“ ist ein Euphemismus für einen Gegensatz, der anders als mit Krieg nicht aus der Welt zu schaffen ist.

    Der Westen besteht darauf, dass er es ist, der die europäische Sicherheits- und Friedensordnung definiert, also die Unterordnung Russlands einfordert. Die manchmal vorgebrachte Kritik, dass Frieden und Sicherheit nur mit Russland möglich sei, geht an dem politischen Zweck vorbei. Frieden ist kein Zweck, Frieden ist der Zustand, wo sich die eine Seite durchgesetzt hat. Entweder per Drohung, oder per Krieg.
    Man braucht nicht unbedingt den Ben Gvir zitieren, der bringt den Standpunkt aber auf den Punkt: Frieden herrscht dann, wenn der Feind vernichtet ist. Kaum moderater ausgedrückt liest sich das so „Wir werden dafür sorgen, dass Russland nie wieder in der Lage sein wird, ein Land zu überfallen“ (Baerbock?). Einen Staat seiner Machtmittel zu berauben ist ein Kriegsprogramm, selbst wenn man meint, das mittels Sanktionen erreichen zu können. Biden sagte am 1. März 2022 sinngemäß, die Sanktionen seien eine „neue Art wirtschaftlicher Staatskunst“, die die Fähigkeit habe, „Schaden anzurichten, der mit militärischer Macht vergleichbar ist“.

    Hybride Kriegsführung findet doch schon längst statt. Deutschland rechnet sowieso damit. M.E. ist es nur die Frage, wann es zum direkten militärischen Schlagabtausch kommt. Ich erwarte weder, dass Russland vorher aufgibt, noch dass der Westen sich davon beeindrucken lassen würde, wenn erste Anschläge in Europa „gelingen“. Egal, was Russland macht, es wird mit Sicherheit Politiker geben, die dann „entschiedene Reaktion“ fordern.

    1. „Frieden herrscht dann, wenn der Feind vernichtet ist. “ Ist das auch Ihr Standpunkt?
      Im Atomzeitalter würde ich den Frieden, die die KI vorschlägt bevorzugen:
      „Frieden entsteht erst, wenn Menschen und Regierungen ihre Streitigkeiten beenden, Vertrauen aufbauen und Probleme durch Gespräche statt durch Gewalt lösen.“

      Was wir hier im Westen brauchen sind
      Regime Change und zwar dringend.

      1. „Frieden herrscht dann, wenn der Feind vernichtet ist. “ Ist das auch Ihr Standpunkt?

        Es ist der Standpunkt von Staaten, manchmal auch moderater als „wenn der Feind besiegt ist“#

        Im Atomzeitalter würde ich den Frieden, die die KI vorschlägt bevorzugen:
        „Frieden entsteht erst, wenn Menschen und Regierungen ihre Streitigkeiten beenden, Vertrauen aufbauen und Probleme durch Gespräche statt durch Gewalt lösen.“

        Das klingt zwar gut und edel, verkennt aber die Gegensätze (die hier als „Streitigkeiten“ und „Probleme“ verharmlost werden).
        Wenn die USA eine Energiedominanz anstreben, dann ist das der Weg, wie sie ihren Erfolg gegenüber anderen Staaten sichern und ausbauen wollen. Wie will man darüber „reden“? Letztlich ist das immer eine Frage der Gewalt.

        Es ist ziemlich egal, was man als Bürger bevorzugt, denn die Entscheidung wird ja nicht von den Bürgern getroffen, sondern von den jeweiligen Amtsinhabern. Und da kann man feststellen, dass so ziemlich überall der Standpunkt vertreten wird, dass die nationalen Interessen unbedingt zu schützen sind.
        Kriege finden nicht statt, weil Politiker „verrückt“, oder „verantwortungslos“ sind. Ganz im Gegenteil, die sind äußerst verantwortungsvoll, aber eben der Nation und deren Interessen gegenüber. Die Territoriale Integrität zu verteidigen, dass befindet man über alle Staaten und alle Parteien hinweg für richtig. Und dafür nötigen Opfer werden zwar beklagt, aber eben auch in Kauf genommen.

        Staaten sind Gewaltsubjekte, die regeln ihre Gegensätze mit Gewalt – und manchmal auch mit militärischer Gewalt oder deren Androhung. Ein Regime Change hilft da nichts. Der bringt nur anderes Personal an die Schaltstellen der Macht, und die werden dann genauso versuchen die Nation voranzubringen.

        1. @im-vertrauen-gesagt;
          Wenn man Frieden nur noch als Sieg einer Seite definieren kann, hat man gedanklich bereits die Logik des Krieges übernommen. Ein wirklicher Frieden wäre eben einer, bei dem weder Russland den Westen noch der Westen Russland „besiegen“ muss, sondern beide irgendwann feststellen: Wir werden den anderen nicht los – also brauchen wir Regeln für das Zusammenleben.

          1. Wenn man Frieden nur noch als Sieg einer Seite definieren kann, hat man gedanklich bereits die Logik des Krieges übernommen.

            Wer ist „man“? Wer ist „wir“?

            Nimm doch mal zur Kenntnis, worin die Gegensätze zwischen Staaten bestehen. Die lassen sich nicht einfach werden. Es ist weder meine noch die Logik des Krieges.

            Wir werden den anderen nicht los – also brauchen wir Regeln für das Zusammenleben.

            Es gibt Regeln, die geben die Verlaufsform der Gegensätze vor. Es bleiben aber Gegensätze, und die drängen irgendwann zur Auflösung. Wenn man sich nicht mit den Gegensätzen befasst, klärt worin die bestehen und warum die nicht anders als per Gewalt zu „lösen“ sind, dann kommt man immer nur auf hilflose Appelle, die „erstaunlicherweise“ nichts fruchten.

            Frag dich doch mal, warum nicht nur die deutsche Politik, sondern ganz Europa keinesfalls zurückstecken will (Russland natürlich genauso), wo doch Frieden angeblich so ein edler Zweck ist, dem sich alle verschrieben haben.
            2022 hat der Westen einen Frieden abgelehnt, der wäre ein „Diktatfrieden“. Also eigentlich genau das, was man selber erreichen möchte – dann wird der aber sicher „gerechter Frieden“ genannt.

            „Frieden“ ist für Staaten nicht einfach das Schweigen der Waffen. Frieden ist ein Kriegsergebnis. Frieden schließt man, wenn man erreicht hat, was man erreichen wollte, oder einem die Machtmittel ausgehen, weiter Krieg zu führen. So ist es faktisch, so sieht es die Politik. Also ist es naiv, wenn man ausgerechnet an diejenigen, die bereit sind Hunderttausende (oder gar Millionen) Menschenleben für ihre Zwecke zu opfern das Anliegen heranträgt, man möge sich bitte einigen.
            Russland ist bereit sein Volk zu opfern, die Ukraine ist bereit das zu tun, und Deutschland wird auch bereit, wenn es denn soweit ist. Noch nie hat ein Staat von Krieg Abstand genommen, weil dabei Menschen zu Schaden gekommen wären.
            Wenn deutsche Journalisten nach Russland schauen, dann erkennen sie hellsichtig, dass Putin bereit ist sein Volk zu opfern. Um im nächsten Gedanken auszuführen, warum „wir“ die Freiheit verteidigen müssen. Die Politik kennt höchste Werte (Vaterland, Nation, Freiheit, Demokratie, …) für die es sich zu sterben lohnt. Da gibt es kein „wir“, sondern ein Mittel/Zweck Verhältnis. Das Volk wird für die politischen Zwecke haftbar gemacht. Russland verteidigt seinen Anspruch eine Großmacht auf Augenhöhe zu sein, die Ukraine verteidigt ihre territoriale Integrität, die Europäer kämpfen für ihre Weltmachtansprüche. Bislang nur in der Ukraine, irgendwann womöglich aber auch in Europa.

          2. n.b.: Russland hat es schon vor Jahren angeboten mit dem westen friedlich
            zusammen zu leben. Der Westen mit mit Aufrüstung und mit andauernder
            Aggression geantwortet. Der Angiff auf die Ukraine war ja eher eine Verzeiflungstat.
            Es ging schon min. acht Jahre vorher mit dem Maidan los, dass die Bedrohung durch
            das Aufrüsten der Ukraine durch die Nato, das Umzingeln Russlands fast abgeschlossen
            hatte. Die weiteren Natobeitritte seit dem, haben die schlimmsten Befürchtungen der
            Russen bewahrheitet.

        2. Schlaumeierei hilft da aber auch nicht weiter.
          „Es ist ziemlich egal, was man als Bürger bevorzugt, denn die Entscheidung wird ja nicht von den Bürgern getroffen, sondern von den jeweiligen Amtsinhaber…..“ ach ja?
          na super dann kann ich mir zukünftig mein Kreuz bei Wahlen schenken….
          und der Eid kann dann auch weg …..
          „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben. (so wahr mir Gott helfe ist freiwillig, FM hatte keine Skrubel das auszusprechen), Meineid ist strafbar!
          „Ein Regime Change hilft da nichts. Der bringt nur anderes Personal an die Schaltstellen der Macht, und die werden dann genauso versuchen die Nation voranzubringen.“
          Aha, die Nation, welche Nation denn
          die Nation der Eliten oder die aus den Bürgern, die den Reichtum der Elite mehren und deshalb für sie einen Krieg führen sollen?
          Nach dem Krieg zählt die Elite das Geld und das Volk dann die Leichen, so in etwa soll die Nation vorangebracht werden?
          Deutschland meint also im Verbund mit Nato/EU können sie Russland besiegen und die Russen lassen das zu? Naiv oder Grössenwahnsinnig?
          Vernunftbegabte Menschen in Deutschland und in der EU wollen keinen Krieg mit Russland, haben Sie dazu gar keine Idee wie man das den Kriegstreibern in EUropa näher bringen könnte, als immer nur die Interessen der Eliten aufzuzählen?

          1. Qana und ivg propagieren hier wieder einmal ihr Dogma von der Staaten- oder Nationen-Konkurrenz. In Staaten und Nationen meinen sie die Grundübel unserer Welt gefunden zu haben.

          2. na super dann kann ich mir zukünftig mein Kreuz bei Wahlen schenken….

            Das wäre sicher keine verkehrte Entscheidung.

            und der Eid kann dann auch weg …..

            Was habt ihr nur immer mit dem Amtseid? Es ist doch albern bei jeder festgestellten Abweichung immer wieder auf den Amtseid zu verweisen, der die Amtsinhaber angeblich verpflichtet sind. Ganz offensichtlich bindet der Eid nicht, er ist auch keine Leitlinie der Politik.

            Wie sollte auch eine Standortpolitik im Interesse des Volkes gehen? Immerhin gibt es ja handfeste Gegensätze politisch zu verwalten. Irgendwann sollte man mal zur Kenntnis nehmen, dass das einfache Volk immer die A*karte zieht. Im Kapitalismus gibt es systembedingt immer Armut, tendenziell steigend. Und es kommt zwingend periodisch zu Kriegen.

            Meineid ist strafbar!

            Na wunderbar! Dann brauchst du ja bloß zu klagen. Oder nimm halt einfach mal zur Kenntnis, dass der Eid nicht bindend ist. Das, was du hier machst ist das Festhalten an einem Idealismus, „eigentlich“ würde die Politik dem Volk dienen. So rette man sich seine gute Meinung über den Staat, wenn der mal wieder alles den Bach runter gehen lässt.

            Aha, die Nation, welche Nation denn

            Du bekommst ja selber mit, dass die einen den Reichtum erarbeiten, den dann die anderen besitzen. Das ist die Nation! Ein Gebilde, dass auf antagonistischen Gegensätzen beruht, darüber jede Menge Reichtum produziert, der recht einseitig verteilt ist, und aus dem der Staat seine Macht bezieht.

            Vernunftbegabte Menschen in Deutschland und in der EU wollen keinen Krieg mit Russland, haben Sie dazu gar keine Idee wie man das den Kriegstreibern in EUropa näher bringen könnte, als immer nur die Interessen der Eliten aufzuzählen?

            Vernunftbegabte Menschen erkennen (irgendwann), dass die „Eliten“ keine Ansprechpartner sind. Denen kann man das nicht näher bringen, dass das Volk keinen Krieg will. Das wissen die bereits. Deswegen beschäftigen die ja extra Menschen, die sich lauter „gute“ Gründe für den Krieg ausdenken, das Volk agitieren, aufhetzen und so die Bereitschaft erzeugen, von der letztlich überhaupt nichts abhängt. Am Ende wird man dienstverpflichtet und evtl. gar mit Gewalt an die Front gezwungen.
            Demokratie ist kein Dialog zwischen Volk und Regierung. Demokratie ist eine Herrschaftsform. Deswegen braucht man sich auch nicht wundern, dass Wahlen nichts ändern. Sie dienen der Ermächtigung der Politiker, die dann frei nach ihrem Gewissen genau die Politik machen, die sie für richtig halten. In diesem Falle ist das die Eskalationspolitik gegenüber Russland (und umgekehrt).

            1. gut, wenn das so ist wie Sie es beschreiben, für wen ist dann die Propaganda bestimmt, die das glauben sollen was die Parteiflüsterer
              auf den Marktplätzen in die Megaphone schreien?
              Für wen sind dann die Gesetze
              gemacht, ok, ok nicht für die Politiker im Westen, nur für die anderen Kollegen im Osten und Süden, die landen dann in Den Haag.
              Im übrigen, das hier
              „Verfassungshochverrat:
              Der Versuch, mit Gewalt die Grundregeln der Demokratie, den Rechtsstaat oder die freiheitliche Ordnung im Staat zu beseitigen.“ (KI)
              Welches sind oder waren noch mal die Grundregeln der Demokratie? Doch nicht etwa diese hier
              „Die Grundregeln der Demokratie basieren darauf, dass die Macht vom Volk ausgeht, alle Bürger vor dem Gesetz gleich sind und die Grundrechte jedes Einzelnen geschützt werden.“ (KI)

            2. „Du bekommst ja selber mit, dass die einen den Reichtum erarbeiten, den dann die anderen besitzen. Das ist die Nation! “

              Um eine Nation zu sein, braucht man ein zusammenhängendes Kollektiv, welches sich durch seine eigene Sprache, Geschichte, Kultur, Moral, Ideale etc -kurz durch seine sog. „Nationale Identität“- definiert, in der Regel innerhalb der Grenzen des eigenen Nationalstaates. Erstens: es gibt keine deutsche Identität, denn das „moderne“ Deutschland von heute ist ein multi-ethnischer Staat im Zentrum Europas mit einem Ausländeranteil (ohne Pass +“Passdeutsche“) von 31%. Zweitens: das „moderne“ Deutschland von heute ist ein Staat ohne Aussengrenzen. Es stellt sich also die Frage, wie eigentlich der Begriff „Staat“ definiert wird…(?) Von A im Westen bis nach B im Osten und von C im Süden bis nach D im Norden wird eine bestimmte Form des Rechts angewandt. Die Durchsetzung dieses Rechts innerhalb dieses Gebildes ohne feste Aussengrenze definiert den „Staat“ und es gibt „Bewohner“, „Bevölkerung“ -aus staatskundlicher Sicht auch sog. „Bürger“- aber keine Nation.

      2. „„Frieden entsteht erst, wenn Menschen und Regierungen ihre Streitigkeiten beenden, Vertrauen aufbauen und Probleme durch Gespräche statt durch Gewalt lösen.“

        „Regime-Change“ innerhalb des vorherrschenden wahlaristokratischen Systems reicht nicht.
        „System-Change“ ist angesagt, damit wir alle Politik machen können z.B. durch die Sozial/Friedenstechnik einer Losdemokratie.

    2. IVG geht mir mit Kommentaren, die zum Teil gut sind, Hand und Fuß haben, dann aber durch GS-radikalinskischen Schwichsann entwertet werden, echt auf den Zeijer.

      Frieden ist kein Zweck, Frieden ist der Zustand, wo sich die eine Seite durchgesetzt hat. Entweder per Drohung, oder per Krieg.

      Der Satz frisst sich doch offenkundig selbst auf! Und läßt dabei für Zeitgenossen, die mit Imperialismustheorie nicht vertraut sind, kein Schlupfloch für einen richtigen Gedanken.

      „Frieden“ ist im Imperialismus der idealisierte Begriff für die politökonomische Konkurrenz der Nationen auf dem Weltmarkt. Krieg kündigt diese Konkurrenz auf, indem die Beteiligten einander Hoheit und Mittel bestreiten, an dieser Konkurrenz teilzunehmen und sie auszutragen. Die NATO hat den Russlandkrieg in der Ukraine 2014 begonnen, indem sie eine ukrainische Staatsraison militärisch aufgefüttert und gestützt hat, die alles „russische“ auf ukrainischem Boden, von ökonomischen und militärische Beziehungen, über den gesamten Bevölkerungsteil, welcher der RF historisch bis familiär verbunden gewesen ist, bis zur russischen Sprache und russischem Klerus zur „Feindkraft“ erklärt hat.

      Und das ist ein Beispiel für die bleibende Wahrheit der klassischen Lehrer Clausewitzens über die Gründe solcher Kündigungen: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“. Die ukrainischen Putschsten wollten den künftigen Stand der Teilnahmevoraussetzungen der Ukraine an der Weltmarktkonkurrenz nicht länger an die EU-Affilierung binden, die unter der Voraussetzung des bestehenden politökonomischen Gefüges des Landes – im Wesentlichen die bleibende Spaltung zwischen Südost- und Westukraine – ein langwieriger Prozess geworden wäre. Deshalb setzten sie mit dem Angriff auf den russischen Bevölkerungsteil voll und ganz auf einen Status als angelsächsischer NATO-Frontstaat gegen Russland, dessen Motiv die Unterbindung europäischen Machtzuwachses durch anwachsende Beziehungen zur Eurasischen Union gewesen ist.
      Russland wiederum hat den NATO-Krieg 2022 kinetisch angenommen, mit dem Ziel, die NATO-Gouverneursherrschaft in der Ukraine zu beenden – exemplarisch mit Blick auf Belarus und andere kaukasische und zentralasiatische Besitzstände der Föderation, die von der NATO seit 1990 angegriffen worden sind.

      So, das als Beispiel zum Artikelthema.
      Das zeigen soll: „Frieden“ ist im Imperialismus der Begriff für eine ökonomisch motivierte Suspendierung der unversöhnlichen Feindschaft aller Souveräne auf dem nationalisierten Weltmarkt! Deshalb gibt es die Modernisierung des Clauswitzschen Spruches: Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln. Im diplomatischen Verkehr der Nationalstaaten wird diese abstrakte Feindschaft, der perennierende (immerwährende) Krieg der Nationen auf dem Weltmarkt, der ökonomisch die Form der Konkurrenz hat, in eine Form überführt, in welcher die unversöhnlichen Momente der imperialistischen Konkurrenz nicht etwa „versöhnt“ wird, sondern an eine bedingte Suspendierung kriegerischer Austragung der Gegensätze zwischen den Souveränen gebunden bleibt. Und das schließt, wie jeder weiß, den Einsatz jeder Menge kriegerischer Mittel ein, die summarisch unter „Handels- und Wirtschaftskriege“ zu fassen sind.

      Natürlich ist IVG’s ideologische Darstellung der Sache nicht vollends falsch – wie Ideologie (im Unterschied zu Fiktion) das nunmal an sich hat.
      Die Wahrheit daran: Dieser Imperialismus ist Kriegsresultat. Vergleicht dazu, was ich zum Hegemonialanspruch der USA geschrieben habe:
      https://overton-magazin.de/kolumnen/dagdelen-direkt/mit-eliminatorischem-russenhass-in-den-nato-krieg/#comment-405058
      Dieses Kriegsresultat steht in der Nationenkonkurrenz im oben vorgestellten Sinne beständig zur Disposition. Alle Momente der Nationenkonkurrenz sind Dispositive des Angriffes auf das übergreifende Kriegsresultat, das sie in der bestehenden Gestalt auf den Weg gebracht hat, und die maßgeblichen Angriffspunkte solcher Dispositive sind diejenigen Weltgegenden, in denen der Weltmarkt noch nicht imperialistisch vollendet ist. Das gilt für den afrikanischen Kontinent, mit Ausnahme Südafrikas, das gilt für Persien und die gesamte arabische Halbinsel, für China, und für Russland gilt es deshalb, weil Russland im Zuge der Konkurrenz zwischen EU und USA nur sektoral zum Weltmarkt zugelassen worden ist. (Dazu ein Vorgängerkommentar zum oben Verlinkten.)

      1. Frieden ist kein Zweck, Frieden ist der Zustand, wo sich die eine Seite durchgesetzt hat. Entweder per Drohung, oder per Krieg.

        Der Satz frisst sich doch offenkundig selbst auf! Und läßt dabei für Zeitgenossen, die mit Imperialismustheorie nicht vertraut sind, kein Schlupfloch für einen richtigen Gedanken.

        Der Satz von ivg ist sicher schwierig, vermutlich zu schwierig für den normalen Bürger. Er kennzeichnet das Allgemeine am Frieden. Dass Frieden das Resultat von Krieg ist, ist faktisch so. Das „Frieden“ nicht besonders friedlich ist, ist auch kein Geheimnis. Andauernd erfährt man davon, welcher Staat „Grund zur Besorgnis“ ist, wie welcher Staat „Druck ausübt“ usw.. Aber auf Frieden sind sie alle scharf, Bürger wie Politik. Nur haben die eine sehr unterschiedliche Vorstellung davon, was Frieden ist. Der normale Bürger begreift Frieden als Abwesenheit von Krieg oder als Freundschaft zwischen den Völkern. Der Politiker sieht im Krieg das Mittel den ihm genehmen Friedensvertrag zu erzwingen.

        „Frieden“ ist im Imperialismus der idealisierte Begriff für die politökonomische Konkurrenz der Nationen auf dem Weltmarkt. Krieg kündigt diese Konkurrenz auf, indem die Beteiligten einander Hoheit und Mittel bestreiten, an dieser Konkurrenz teilzunehmen und sie auszutragen.

        Deine Aussage bezieht sich auf den modernen Imperialismus. Und ist spätestens mit der 2. Amtszeit von Trump so auch nicht mehr richtig.
        Wenn man die Zeit zwischen 1945 und vielleicht 2020 betrachtet, dann ist der Frieden – wie du schreibst – ein Resultat des vorangegangen Krieges und überführt die zuvor militärisch ausgetragene Konkurrenz in eine ökonomische. Anmerkung: der kalte Krieg hat übrigens diese Konkurrenz nicht aufgekündigt, sondern wollte sie für den Ostblock erzwingen.

        Und hier wird es falsch, so allgemein wie du es fasst:

        Das zeigen soll: „Frieden“ ist im Imperialismus der Begriff für eine ökonomisch motivierte Suspendierung der unversöhnlichen Feindschaft aller Souveräne auf dem nationalisierten Weltmarkt!

        Richtig ist, dass Souveräne einen im Prinzip unversöhnlichen Gegensatz haben, den aber nicht immer als Feindschaft betreiben. Den Gegensatz gibt es, weil sich Souveräne prinzipiell wechselseitig beschränken, zur Feindschaft kommt es, wenn die Beschränkung erstens praktisch wirksam wird, und zweitens als unaushaltbar empfunden wird.
        Russland beschränkt die Souveränität des Westens, weil es als Atommacht über die Macht verfügt ein Veto einzulegen, also die Reichweite der Macht des Westens begrenzt. Das ist der Grund für die prinzipielle Feindschaft des Westens gegenüber Russland, die jetzt seit ein paar Jahren akut geworden ist: sie wird als Feindschaft ausgetragen. Das ist der Übergang von der abstrakten Feindschaft (wie du es nennst) zur praktischen Feindschaft.

        Wer Frieden fordert, sich aber nicht mit dem Grund für die Feindschaft befasst, versteht auch nicht, warum die Politik die Friedensappelle immer nur als Aufforderung versteht, den anstehenden Konflikt zu gewinnen.

        @garno gehört z.B. zu diesen Leuten

        Dass sich eine Seite immer durchsetzen muss, das ist die Weltsicht des liberalen Westens, der ja gerade mit seinem missionarischen Anspruch die vielen Konflikten in der Welt hervorruft.

        Als wäre Anwendung militärischer Gewalt eine Erfindung des Westens und „missionarischen“ Ansprüchen geschuldet .

        1. Als ob der Westfälische Frieden von 1648 nicht zu einer über Jahrhunderte währende europäische Friedensordnung geführt hätte. Etwas, das heute für die Welt notwendig wäre. Man sollte fragen, wer das fortwährend verhindert.

          Und mit eurem Dogma von der Staaten-Konkurrenz nehmt ihr das Kapital aus der Schusslinie. Es ist nämlich das Kapital, das die Staaten in den liberalen Demokratien zur Konkurrenz zwingt. Der westfälische Frieden zeigt sehr wohl, dass Staaten grundsätzlich auch zum Frieden fähig sind.
          Es müssen dafür nur die Bedürfnisse und Interessen der anderen Staaten anerkannt werden, etwas, was die kapitalistischen Demokratien offenbar nicht können.

        2. Deine Aussage zu Trump wollte ich bestreiten, aber das ist ein gänzlich neues Thema. Gewißlich schraubt er am Gefüge – dabei möchte ich es belassen.

          Deine Korrektur meiner „Feindschaft“ durch „Gegnerschaft“ ist angebracht – danke dafür.

          Der kürzlich verstorbene Sesselkrieger, der gern für seinen Vergleich Russlands mit einer „nuklear bewaffneten Tankstelle“ zitiert wird, ist gewiß ein Beispiel für den Mindset der NATO-Krieger, aber Russland ist nicht Nordkorea oder Iran. Dein Argument:

          … weil es als Atommacht über die Macht verfügt ein Veto einzulegen, also die Reichweite der Macht des Westens begrenzt.

          frisst sich ebenfalls auf. Gibt es diese Vetomacht nun, oder gibt es sie nicht?! Na also!
          Daneben hat es bis 2022 nix getaugt, weil der Kreml mit der singulären Ausnahme des Erhaltes seiner Nuklearmacht der „Macht des Westens“ gar keine Grenzen gezogen hat – lediglich der rein militärischen Macht der NATO an seiner Peripherie. Das ist ein Unterschied. Um Deine Sicht zu plausibilisieren wird gern behauptet, die RF hätte die EU-Mitgliedschaft der Ukraine (oder Georgiens) verhindern wollen, das ist eine schlichte Lüge. Der Kreml hätte sich umgekehrt gern selbst mitsamt der Eurasischen Union der EU affiliert – daß die EU-Führungen militante Einsprüche gegen solche Vorhaben (auch in den eigenen Reihen) hatten, hat mit Russlands Nuklearmacht rein gar nix zu tun. Auch das ein eigenes Thema.
          Und auf amerikanischer Seite wird der Gegenpol wird doch bittschön von Leuten vertreten, die Russland gern als Verbündeten gegen China hätten – mit seiner nuklearen Bewaffnung. Trump inclusive!
          So simpel ist das alles nicht.

      2. „IVG geht mir mit Kommentaren, die zum Teil gut sind, Hand und Fuß haben… “

        Was genau ist gut an Statements von Leuten aus der „GegenStandpunkt“ -Truppe? Diese Leute beschreiben nicht die Welt so wie sie ist, sie analysieren nicht einen Gegenstand, um zu irgendeinem synthetischen Punkt als über das vorgefundene Wissen hinausgehende Erkenntnis zu gelangen -das wäre Marxismus- sie agieren genau umgekehrt: sie projizieren einen -jeden Gegenstand- auf die eigene Weltanschauung, sie machen der Gegenstand „passend“ zur eigenen Weltsicht. Die Welt ist kein Gegenstand einer Analyse, sondern ein Objekt, das an die eigene Interpretation der Welt angepasst wird. Zwar grundverkehrt, dafür aber stets bitterernst, etatistisch staatstragend, hochmoralisch und als naturgesetzliche „Wissenschaft“ verkauft -also stalinistisch. Für diese besondere Form der eigenen Deutung und Auslegung gibt es wie für alles Sonstige einen kaufbereiten und zahlungsfähigen Nachfragemarkt im System, da eine bürgerliche Gesellschaft an Erkenntnis gar nicht interessiert ist -sie verlangt nach unterschiedlichen Erscheinungen der Welt, um sich eine zur eigenen bürgerlichen „Individualität“ passende auszusuchen, um mit dem System im Reinen zu sein,

        1. Was du da unter dem totschlägerisch anmaßenden Oberbegriff „Weltanschauung“ zusammen schreibst ist nicht „stalinistisch“ – stalinistische Dogmen bedurften fortwährender Aufweichung und Revision – sondern das Verfahren der Stalwarts von „Eigentum und Recht und Freiheit“, institutionalisiert im „Pluralismus der Wissenschaft“. DER nämlich beruht tatsächlich auf einer Weltanschauung.

    3. @ivg

      Frieden ist kein Zweck, Frieden ist der Zustand, wo sich die eine Seite durchgesetzt hat. Entweder per Drohung, oder per Krieg

      So, welche Seite hat sich denn im Westfälischen Frieden, der den 30-jährigen Krieg beendete, durchgesetzt?

      Dass sich eine Seite immer durchsetzen muss, das ist die Weltsicht des liberalen Westens, der ja gerade mit seinem missionarischen Anspruch die vielen Konflikten in der Welt hervorruft.

  4. Es genügt also, wenn Politiker und Medien darüber spekulieren, dass Russland hinter der Drohne in Leipzig stecken könnte, um daraus einen »staatlich gesteuerten Angriff auf deutsche Infrastruktur« in Erwägung zu ziehen.

    Das ist nur damit zu erklären, dass für viele deutsche Politiker wie Johann Wadephul feststeht, dass »Russland immer ein Feind Deutschlands« bleiben wird, dass also Diplomatie sinnlos ist und dass man nur einen günstigen Moment abwarten muss um Russland militärisch in die Knie zu zwingen.

    Wenn das aber feststeht, worauf warten dann die Russen noch?

    1. „Wenn das aber feststeht, worauf warten dann die Russen noch?“

      Gute Frage. Womöglich auf den besten Zeitpunkt?
      Wahrscheinlich hat Russland die sogen. Eskalationsdominanz, kann selbst bestimmen, wann und womit die nächste Stufe eingeläutet wird.
      Wenn die Russen ihr eigenes Militär erst mal von der Sinnigkeit der iranischen Militärdoktrin überzeugt haben, dann gute Nacht…
      Und wer historische Kenntnisse hat, der wird sich erinnern, daß die Russen lieber selbst ihre eigene Hauptstadt quasi komplett abgebrannt haben, um Napoleon eine Überwinterung zu verweigern – was dessen Feldzug zum Scheitern brachte. Das lässt sich sicher nicht 1:1 auf heute übertragen, aber ist ein Blitzlicht auf die russische Psyche.

      Konnte gerade Ausführlicheres dazu lesen, hoffentlich nicht Bezahlschranke:
      https://www.berliner-zeitung.de/article/aus-der-geschichte-lernen-pustekuchen-die-gefahr-im-ukraine-krieg-10267650

  5. Wenn man sich fragt: „Wem nutzt es?“, dann erscheint es deutlich wahrscheinlichet, dass wir in Leipzig Zeugen einer False Flag-Aktion westlicher Geheimdienste geworden sind, um die Bevölkerung weiter auf Kriegskurs zu halten und weitere Mittel für die Aufrüstung zu rechtfertigen. Meine Assoziation zum Geschehen ist das berüchtigte „Celler Loch“, dass der Verfasungsschutz seinerzeit in eine Gefängnismauer sprengte, um eine Befreiungsaktion der RAF vorzutäuschen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch

    1. „Wem nutzt es?“ Gute Frage!
      Ergänzung: Warum macht man das? Wer will was damit erreichen?

      ● Möglichkeit A: Die Russen waren es.

      Warum?
      ► Einschüchterung und Verunsicherung,
      ► Reaktion der NATO testen,
      ► vielleicht auch nur eine Warnung: wir könnten euch treffen, wenn wir wollen.

      Zweck, Was soll damit bewirkt werden?
      ► Angst verbreiten?
      ► Empörung erzeugen?

      Welche absehbaren Folgen hätte das?
      ► Mehr Sanktionen?
      ► Spiegelgleiche deutsche Aktionen in Russland?
      ► Unterstützung der Ukraine einstellen?
      ► Unterstützung der Ukraine verstärken?
      ► Kosten für stärkeren Schutz und Aufrüstung erhöhen?

      Ein echter Nutzen oder Vorteil für Russland lässt sich kaum erkennen.
      Eher ergeben sich Nachteile, denn es ist absehbar, dass Empörung und Trotz zu mehr Widerstand führen und keinesfalls einen Nachteil für die Ukraine mit sich bringen. Der einzige Grund wäre ein Signal, eine Warnung an Deutschland zu senden und selbst die ist kontraproduktiv.

      Überhaupt wirft die Sache Fragen auf. Für die Aktion waren wie man hört Spezialkenntnisse nötig. Es waren also Spezialisten am Werk. Die basteln zwei Drohnen, aber nur eine ist mit Sprengstoff bestückt. Die eine trifft ein Flugzeug ohne großen Schaden anzurichten. die andere trifft erst gar nicht, sondern schwebt neben einer ukrainischen Transportmaschine herum und kann wegen eines nicht funktionierenden Zünders ebenfalls keinen Schaden anrichten.
      Dilettanten oder Spezialisten? Warum sind nicht beide Drohnen mit Sprengstoff bestückt und haben das selbe Ziel? Sollte die erste Drohne nur Aufmerksamkeit erzeugen? Wollte man bewußt keinen Schaden anrichten?
      Ebensogut hätte man von einer Drohne russische Fähnchen herabrieseln lassen können. Das hätte als Warnung genügt und weit weniger Aufwand erfordert aber den gleichen Effekt erzeugt.

      ● Möglichkeit B: Die Ukrainer waren es.

      Warum?
      ► Angst und Aufmerksamkeit erzeugen
      ► Empörung verursachen
      ► Meinung beeinflussen und Feindbild verstärken

      Zweck, Was soll damit bewirkt werden?
      ► Der Russe greift auch euch an – ihr müsst euch verteidigen
      ► Soche russischen Übergriffe darf man sich nicht tatenlos gefallen lassen
      ► Nur mit Hilfe der Ukraine seid ihr sicher – wir verteidigen ganz Europa
      Na ja, die Parolen kennt man doch bereits bestens und genau diese gilt es zu verstärken.

      Welche absehbaren Folgen hätte das?
      ► Verstärkte Unterstützung der Ukraine
      ► Freigabe von Taurus?
      ► Beeinflussung des Meinungsbildes zugunsten der Ukraine
      ► Bereitschaft in den Krieg einzutreten erhöhen
      ► Unterstüzungsgegner mundtot machen

      Die Aktion scheint eher nur Vorteile für die Ukraine hervorzurufen.

      ● Möglichkeit C: Geheimdienstaktion ukraineunterstüzender Drittstaaten
      Es gelten schon die erwähnten und vergleichbare Punkte.
      Die Profiteure der Ukraineunterstützung sind bekannt.

      Bei aller Erwägung gilt natürlich: Alles ist möglich!
      Selbst die Dummheit der Russen kann man nicht ausschließen.

      Interessant ist dabei, wie denn mit der Nord-Stream Spengung umgegangen wurde und wie die Resonanz darauf ein völlig irres Verhalten hervorbrachte. Umso mehr gilt : Bei deutscher Politik ist alles möglich.

  6. Wenn das eine russische Drohne gewesen WÄRE, wüssten wir das längst… Schon mal soweit gedacht? Sogar aus den Resten abgeschossener Drohnen lassen sich noch Rückschlüsse erwa auf die Herkunft der Bauteile ziehen. Und das Teil ist unbeschädigt geblieben.

    Das lange Schweigen läßt nur den Schluss zu, daß das Teil westlicher Herkunft ist, etwa für die Ukraine gefertigt, und dass die Aktion nicht mit den deutschen Behörden abgesprochen war.

    Wiso werden hier False Flags derart „analysiert“?

    1. Richtig, und das die Drohne nicht explodiert ist, ist bereits ein Indiz das es eher eine False Flag Aktion war. Ob diese Drohne überhaut explodieren sollte wird ja nicht verraten, obwohl ich mit Sicherheit davon ausgehen das die Bundesanwaltschaft das weis. Diese Information wird aber nicht veröffentlicht. Und durch dieses nicht veröffentlichen lässt man viel Raum für Spekulationen, die natürlich bei der Stimmungslage gen Russland gehen. Das ist dann wohl politisch so gewollt. Strafverfolgungsbehörden haben aber nicht nur die Aufgabe Verbrechen aufzuklären und belastenden Beweise zu finden, sondern auch entlastende Beweise zu finden UND zu veröffentlichen. Und das tun se nicht.

      1. Ich sehe das ähnlich. Wenn es eine russischen Drohne gewesen wäre, dann würden die
        Aufräumarbeiten auf dem Leipziger Flughafen immer noch andauern. Von den drei
        Antonnows die ja recht dicht zusammenstanden, wäre nichts mehr übrig, als qualmende
        Trümmer. Aber warum sollten die Russen überhaupt so umständlich, mit einer tortengroßen
        Drohne, weit ab vom eigentlichen Kampfgebiet versuchen diese Maschienen zu zerstören.
        Die Gefahr, dass man den Drohnenpiloten schon bei den Vorbereitungen erwischt hätte
        ist zudem auch recht groß. Ergo: Alles Fake und Provokation und das möglicherweise sogar
        von deutscher Hand durchgeführt. Rheinmetall will ja noch bessere Geschäfte machen.

  7. Das ist aber ein sehr kurzer, schwammiger Artikel.

    Sie hätte sich wenigstens die Mühe machen können aufzuzählen, was man schon weiß. Die Drohne war z.B. selbst gebaut, aber wohl SEMTEX-Sprengstoff dran.

    Mein Verdacht ist, dass es eine ukrainische False Flag war oder vom BND.

    Bei einem ukrainischen Transportflugzeug, das Waffen transportiert, habe ich übrigens ein Slogan wie „brave Kherson“ gelesen. Das ist ein gutes Beispiel für den Geschichtsrevisionismus, der mittlerweile ganz normal ist: Kherson hatte sich zur „offenen Stadt“ erklärt und kampflos ergeben, weil die Stadt griechische und russische Wurzeln hatte. Das war gut für die Einwohner, denn es gab keine Zerstörung oder Gewalt. Dann wurde die Stadt, wie auch das Donbass von der Ukraine bombardiert, also auch die Zivilisten dort. Es wurden die Brücken über den Dnipr zerstört, sodass sich die russische Armee entschied sich zurückzuziehen und mit ihnen die meisten Einwohner von Kherson. Die Ukrainer sind dann eimarschiert und haben natürlich erst einmal Kollaborateure gesäubert, wie das Banderisten so machen. Das kann auch der derzeitige Oberkommandeur der UAF sehr gut. Der lässt auch mal gerne einen Panzer über Protestierende rollen. Seither wird Kherson von den Russen bombardiert und die Einwohner hoffen, dass Russland die Stadt eines Tages zurückerobert und sie wieder zurück können.

    Die ukrainische Propaganda schreibt also was von heldenhaften Befreiungskampf in Kherson auf eine ehemals sowjetische (russische) Antonow in ihren Nationalfarben, viele staatliche Logos oft übernommen von Banderisten, während diese Flugzeuge NATO-Waffen in Richtung Ukraine transportieren, um die Krieg dort zu verlängern, in einem Stellvertreterkrieg der NATO, bezahlt mit Krediten der EU, der deutschen Regierung, manchmal so was wie Generatoren auch von deutschen Kommunen.

    Von einer Kriegsbeteiligung will man aber nichts wissen in Deutschland. Die Frage, ob das ein Angriffskrieg war oder nicht, ist irrelevant, wenn man auf Waffenlieferungen Deutschlands nach Israel schaut oder wie sie bei dem US-Angriffskrieg in Iran kuschen. Auch das ist nur Propaganda.

    Schaut man sich den Vorfall also einmal genauer an, hat Russland davon überhaupt nichts. Die Ukraine profitiert aber und natürlich, großer Zufall, der deutsche Innenminister weiht einige Tage später ein Drohnenabwehrzentrum ein. Aber in Einem haben sie Recht: Es funktioniert ja. Es gibt Millionen Schlandis, die wirklich so dumm sind und glauben, dass es der Putler persönlich war. Er hat ja sonst nichts zu tun. Die Schlandis zahlen das alles auch gerne weiterhin.

  8. Es lebe der Konjunktiv,
    ein Artikel der auf nicht einer belastbaren Aussage beruht, ich frage mich wie es so was durch die redaktionelle Qualitätskontrolle schafft.
    Und die Spannungen, Russland Westen werden schon seit Jahren nicht nur in der Ukraine ausgetragen, falls der Autorin das entgangen ist. Sanktionen, Ausschluss von Sportveranstaltungen, Waffenlieferungen erhöhen die Spannungen doch wohl auch.

  9. Schön NATO -basierte Betrachtungsweise. Wie soll ein Politikwissenschaftler denn sonst sich Gehör verschaffen?
    Politikwissenschaft ist ähnlich der Religionswissenschaft, eigentlich keine.
    Also bleibt, immer im Gleichschritt mit der Hauptlinie, also Verdächtigung Russlands, bleiben. Nur etwas zivilisierter.
    Wo aber ist die bisherige, angenommene außenpolitische Nichtkrise zwischen der BRD und Russland? Kann sie nicht sehen. Wie kann man etwas, was nicht vorhanden ist, in Gefahr sehen?
    Klar, Russland ist der ausgemachte Eskalierer. Es ist dann schuld, wenn es kracht und der Westen das unschuldige Opfer.
    Bis zum nächsten „patriotischen“ westlichen Bekenntnis!
    Und keine Angst, an dem Nachweis Rußlands Schuld wird von Beginn an zügig gearbeitet und wird bald präsentiert. Dann müssten Sie ja beruhigt sein. Ihre Hauptsorge entfällt damit.

    1. Man kann als „Politikwissenschaftler“ natürlich auch eine Betrachtungsweise vorbringen, die der staatlichen Marschlinie fundamental widerspricht.
      Leider bedeutet das in der Konsequenz: kein Job. kein Geld. im Extremfall vollständige Vernichtung der bürgerlichen Existenz wie bei Baud u.a.

      Also plappern viele lieber entlang der Linie der Obrigkeit. Genauso, wie man ab ’33 „schon immer im tiefsten Herzen Volksgenossen“ und ab ’45 „ja eigentlich schon immer dagegen gewesen“ ist.
      Der Rest hält einfach die Fresse.

      PS: ihr werdet den nächsten Akt dieses Schauspiels dann erleben, wenn die AfD an die Macht kommt.
      PPS: das der Artikel inhaltlich falsch ist und im Duktus wie üblich mit westlicher Überlegenheitsattitude vorgetragen wird, wurde ja bereits von anderen Foristen thematisiert

  10. Guter Artikel, der die juristische und diplomatische Sicht beleuchtet. Es wird wahrscheinlich wieder so kommen, falls der russische Staat dahintersteckt, dass Doppelstandards gelten: Guten Anschlag: Nordstream. Schrelcher Anschlag: Flughafen Leipzig/Halle.

  11. Es war Selbstbau, aber spannenderweise war der Sprengstoff militärischen Ursprungs.

    Man kann das auch anders angehen: Cui Bono?

    A)Die Ukrainer wollen mehr Geld.
    B) Der deutsche Innenminister verkündete danach eine Drohnenabwehrzentrale.
    C) Die Russen wollen einen offenen Krieg mit der ganzen NATO.

    Aber so zu denken, das ist nun mal verboten. Wir müssen ja kriegstüchtig werden für den 3. Weltkrieg.

    1. Wenn C realistisch wäre, würden in Leipzig Haselnuss -Sträucher wachsen und nicht offensichtlich (wollte der Verursacher es so darstellen?) stümperhaft einen Anschlag vortäuschen. Kommt natürlich auch noch ganz hinten in Frage. Aber einen solchen Querschläger traue ich dem russischen Geheimdienst nicht zu.

  12. Die Autorin hat Recht mit der Annahme, wenn dahinter Russland steckte…
    Doch dann hört es auf, lesenswert zu sein, denn all das, was sie beschreibt, ist logisch, doch es fehlt alles, was den Fall beschreibt. Das wäre so, als würde die Polizei ein Tötungsdelikt an einer Frau so behandeln, dass es nur der Ehemann gewesen sein könnte, der zufällig kein Alibi hat. Dann würde nach einem Serientäter nicht gesucht und der Mann unschuldig im Gefängnis landen, und nach Monaten eine weitere Frau Opfer des Serientäters werden.
    Die Polizei ermittelt, wenn sie gut arbeitet, grundsätzlich in alle Richtungen, ansonsten käme sie nie zum richtigen Ergebnis. Und dann würde sie alle Aspekte des Falls beleuchten, alle Beweise sichern und vor allem, nie vorher bekanntgeben, wer es war, bis der Fall wasserdicht ist. Mit Vorverurteilungen arbeiten grundsätzlich nur Medien und Laien. Und wenn die Ermittlungsbehörde richtig arbeitet, dann wird sie eine Liste der Verdächtigen erstellen und sich daran abarbeiten, und selbst in diesem Fall sind es viele:
    Neben Russland sind das:
    – die Ukraine
    – die Geheimdienste
    – verblendeten Einzeltäter ohne staatliche Aufträge
    – interessierte Kräfte im Westen an einer möglichst großen Aufrüstung

    Es gibt sicher noch ein paar mehr. Allerdings im Gegensatz zur Mordaufklärung arbeiten die ermittelnden Behörden nicht im luftleeren Raum, sondern sind von der derzeitigen Russophobie angesteckt. Das wäre so, als würde man in Sizilien der Mafia einen Mafiamord zur Aufklärung anvertrauen, bzw. deren bezahlten Handlangern.

    1. P.S. ich empfehle den Startrekfilm: Das unentdeckte Land.
      Da wird eine Verschwörung von Kriegstreibern in allen Lagern beschrieben. Wer weiß…

  13. Zitat:
    „Deutschland müsste davon ausgehen, dass die Spannungen zwischen Russland und dem Westen nicht mehr ausschließlich auf ukrainischem Gebiet ausgetragen werden. “

    Eine promovierte Forscherin sollte doch wenigstens in der Lage sein, Tageszeitungen zu überfliegen? Dort sind doch praktisch täglich Siegesmeldungen über erfolgreiche ukrainische Drohnenangriffe auf Wildberry-Lager, Ölraffinerien tief im Osten Russlands, sogar auf Flugplätze und Fabriken der russischen nuklearen Triade zu finden. Wie geht das zusammen? Die sollen also ausschliesslich auf ukrainischem Territorium stehen? OmG…
    Was, wenn Russland in den dort gefundenen Überresten westliche Bauteile findet? Oder komplett britische Drohnen abschiesst? Mal abgesehen von der stolz verkündeten Fähigkeit der Ukraine, quasi in Echtzeit auf Satellitenaufklärung des russischen Territoriums zurückgreifen zu können. Mit wessen Satelliten bitte? Ukrainischen???

    Vielleicht sollte sich die Forscherin eigentlich damit befassen, ab wann die letzte rote Linie Russlands überschritten ist, und der deutschen Regierung Vorhersagedaten liefern, was dann passieren könnte.

    Habe lange nicht so eine unterkomplexe Lagebeschreibung gelesen. „Fake News“ wäre jedoch ein unzutreffender Terminus dafür. Aber so lange es dafür keine etablierte Steigerungsform gibt….

  14. Wo die ukrainischen Antonow-Leute wohnen, die am Flugplatz waren, ist bekannt. Warum dort nicht mal als Journalistin nachfragen, was sie gesehen haben?

  15. Die bundesdeutschen Politiker und ihre medialen Gefolgschaft sind doch längst im Krieg gegen Russland! Zum einen muss der EU- Pöbel zusammengehalten werden. Nicht das noch jemand von denen auf die Idee kommt, eigene Interessen zu entwickeln. Und dann muss der deutsche Michel in Angst gehalten werden. Sonst könnte der die Frage stellen, warum er immer mehr schuften muss, während für ihn immer weniger übrig bleibt, die Reichen immer reicher werden und die Zahl der von seiner Arbeit Lebenden auch immer größer wird.
    Die bundesdeutschen Eliten sind dabei, das „4.Reich“ zu schaffen. Und da muss die Weltmacht Russland eliminiert werden. Denn es kann nur einen Herrscher über Europa geben. Und das soll der deutsche „Herrenmensch“ sein. Der Typ, den man nicht Pinocchio nennen darf, hat ja ultimativ gefordert, das die Ukraine Mitglied der NATaO sein soll. Wissend, das Russland dieses niemals hinnehmen wird. Also wird der Krieg bis zum letzten Ukrainer weitergehen. Aber da das ja „nur“ Slawen sind, geht das schon in Ordnung. Für die deutsche Größe müssen halt Opfer gebracht werden.
    Der Krieg geht erst zu Ende, wenn eine Seite restlos vernichtet ist. Industrie, Landwirtschaft, Menschen… Und da das bei der Ukraine absehbar bald sein wird, https://simplicius76.substack.com/p/ukraines-economy-braces-for-disaster
    kommen dann andere an die Reihe, Opfer zu bringen….
    Bezüglich der Drohnen- Vorfalls von Leipzig sollte man sich mal mit der von der NATO seit Jahrzehnten erprobten „Strategie der Spannung“ beschäftigen. Und evtl. sich mal fragen, wer oder was die heutigen „Stay- behind“ Armeen sind.

    1. Moin,

      interessant.
      Auf die „Strategie der Spannung“ hatte ich an anderer Stelle auch hingewiesen.
      Da ging es aber um den Anschlag auf den CSD in Berlin…….

  16. Die bundesdeutschen Politiker und ihre medialen Gefolgschaft sind doch längst im Krieg gegen Russland! Zum einen muss der EU- Pöbel zusammengehalten werden. Nicht das noch jemand von denen auf die Idee kommt, eigene Interessen zu entwickeln. Und dann muss der deutsche Michel in Angst gehalten werden. Sonst könnte der die Frage stellen, warum er immer mehr schuften muss, während für ihn immer weniger übrig bleibt, die Reichen immer reicher werden und die Zahl der von seiner Arbeit Lebenden auch immer größer wird.
    Die bundesdeutschen Eliten sind dabei, das „4.Reich“ zu schaffen. Und da muss die Weltmacht Russland eliminiert werden. Denn es kann nur einen Herrscher über Europa geben. Und das soll der deutsche „Herrenmensch“ sein. Der Typ, den man nicht Pinocchio nennen darf, hat ja ultimativ gefordert, das die Ukraine Mitglied der NATaO sein soll. Wissend, das Russland dieses niemals hinnehmen wird. Also wird der Krieg bis zum letzten Ukrainer weitergehen. Aber da das ja „nur“ Slawen sind, geht das schon in Ordnung. Für die deutsche Größe müssen halt Opfer gebracht werden.
    Der Krieg geht erst zu Ende, wenn eine Seite restlos vernichtet ist. Industrie, Landwirtschaft, Menschen… Und da das bei der Ukraine absehbar bald sein wird, https://simplicius76.substack.com/p/ukraines-economy-braces-for-disaster
    kommen dann andere an die Reihe, Opfer zu bringen….
    Bezüglich der Drohnen- Vorfalls von Leipzig sollte man sich mal mit der von der NATO seit Jahrzehnten erprobten „Strategie der Spannung“ beschäftigen. Und evtl. sich mal fragen, wer oder was die heutigen „Stay- behind“ Armeen sind.

  17. Gibt es in diesem Land noch Menschen, die logisch denken können?

    Unterstellen wir, es wäre Russland gewesen und gehen wir weiter davon aus, das Teil wäre explodiert, welchen Zweck will man mit einer einzigen explodierten Kampfdrohne erreichen. Kann mir das jemand erklären? Und bitte nicht, das wäre ein „Test“ gewesen.

    Das macht so viel Sinn wie die Prophezeiungen deutscher Politik-Schwurbler und Schwurbel-Journalisten, Russland würde 2029 Deutschland und Europa angreifen nachdem die russische Armee es in inzwischen in mehr als 4 Jahren nicht geschafft hat, die Ukraine zu besiegen. Wenn ich Präsident eines Lande wäre und ich plane ein anderes Land zu überfallen, dann würde ich manches sagen, aber sicherlich nicht: Passt mal auf liebe Leute, am 22 Juni 2029 um 05:45 werde ich euch überfallen. Also bereitet euch ordentlich darauf vor, genügend Zeit habt ihr. Kauft viele Waffen von den USA und rüstet die Armee zu Lasten des Sozialstaates auf.

  18. an @alle, die hier die Frage wälzen, ob Russland hinter dem Vorfall steckt.
    Es ist egal

    Erstens kann man davon ausgehen, dass es früher oder später zu solche hybriden Aktionen durch Russland kommt, oder auch schon gekommen ist. Verdeckte Operationen sind ein Standard Mittel von Staaten um unterhalb der direkten Konfrontation Schäden anzurichten und „Signale“ zu senden.
    Zweitens weiß Deutschland um die Feindschaft, D betreibt sie. Was auch immer an „Schlüssen“ aus dem Vorfall gezogen werden, D will die dann ziehen. Denkbar ist sowohl eine Eskalation. als auch das herunterspielen des Vorfalls, weil man (jetzt) keine direkte Konfrontation will. Darüber braucht man nicht spekulieren, man wird es erfahren.

    Ziemlich daneben finde ich es, dass sich Bürger als Ermittler aufführen, und nachweisen wollen, dass die Drohne nicht (oder doch) aus Russland stammt. Das könnt ihr Polizei und Staatsanwaltschaft überlassen. Letztere wird – weil weisungsgebunden – ohnehin die Direktiven der Politik ausführen. Und wenn die der Ansicht ist, dass es Zeit ist den Konflikt mit Russland zu eskalieren, wird dafür ein passender Anlass gefunden werden.

    Ihr tut so, als hinge es davon ab, ob und wer für die Drohne verantwortlich ist.

    1. Wenn man zu einem Thema von einigermaßen Interesse nichts mehr sagen und schreiben darf, weil das egal ist, dann ist das noch weitgehendere Zensur als es jede staatliche Zensurbehörde aussprechen kann. Mehr sage ich dazu nicht mehr.

    2. Richtig.

      Ergänzend: Schwachsinnige Untertanen erklären ihre Obrigkeit in rechtsidealistischem Furor für schwachsinnig. Technisch besteht diese Obrigkeit aus Beamten, die im Blick halten, „was der Fall ist“. Im Kanzleramt, beim BND und im Kriegsministerium sitzen durchaus Leute, die ihr Kriegshandwerk verstehen, und das hindert sie, die Kreml-Mannschaft für schwachsinnig zu erklären. Die hütet sich selbstredend, der NATO-Kriegspropaganda Munition zu liefern, wenn für sie nix dabei rumkommt. NATO-Waffenlieferungen sind in der Ukraine ohne zuschüssige politische und militärische Unkosten anzugreifen.

      Der Artikel ist auch insofern outdated, als die Regierung hat „durchsickern“ lassen, sie verfolge „auch ukrainische Spuren“. Überdies hat sie von Anfang an klar gestellt, daß sie allenfalls den GRU zu belasten gedenkt, nicht die russische Militärführung.

    3. Es ist egal, weil selbst Denken in die Irre führt und unsere Experten, die für das wissenschaftliche Denken prädestiniert sind, stets genau wissen wie wir mit welchen Befindlichkeiten umzugehen haben:

      Zitat:
      1. „dass hoch kompetente Akteure unabhängig voneinander zur gleichen Auffassung kommen, ist ein klarer Indikator für deren Wahrheit.“

      Wie steht es:
      2. „mit der eigentlich ja positiv wahrgenommenen Eigenschaft des Menschen zum selbst Denken (oder zumindest zum Mitdenken). Diese Eigenschaft kann dann an Grenzen stoßen, wenn wir als Laien nicht in der Lage sind, eine komplexe (Pandemie) lage angemessen zu beurteilen.“

      Quelle: Universität Köln 29.06.2021 | Research, Forschung: Kompass für die Krise

      Leider ist jeder Kommentar eine Meinungsäußerung, die keinen Wahrheitsanspruch verkörpert und stets auf der anmaßnden Frechheit eigenen Denkens oder Glaubens beruht. Sie sind insofern gefährlich und sollten unterlassen werden, um nicht andere zu beeinflussen und in die Irre zu führen.

  19. Interessante Gedankenspiele, die Frau Engels da in ihrem Artikel verfasst hat.
    Müsste die Bundesregierung reagieren, falls sich herausstellen sollte, dass staatliche Akteure (Russland) ihre Finger im Spiel hatten und es zu einer Beschädigung einer militärischen Infrastruktur gekommen wäre, die als Kriegspartei gilt, als Kriegsgegner Russlands?
    Was aber eine noch weitaus wichtigere Frage ist: muss die Bundesregierung auch endlich einmal reagieren, da sich herausgestellt hat, dass der Terroranschlag auf die Nordstream-Pipelines mit Milliardenschaden für das Land Deutschland von ukrainischer staatlicher Seite gesteuert wurde? Zumindest wurde das hochoffiziell so verkündet (auch wenn davon ausszugehen ist, dass der Terroranschlag durch NATO-„Partner“ durchgeführt wurde).
    Also MUSS die Bundesregierung entsprechend reagieren, denn es handelte sich um einen Terrorakt gegen zivile, lebenswichtige Infrastruktur dieses Landes.
    Militärische Reaktion muss nicht sein, aber Sanktionen wären das mindeste und Abbruch jeglicher diplomatischer Beziehungen zum Terrorregime in Kiew.
    Somit muss dieser Fall zunächst abgearbeitet werden, bevor man sich „Peanuts“, wie einer Hobby-Drohne widmet, die einen fingierten Angriff ausführte und von einem Busfahrer unschädlich gemacht wurde (was sie bereits vorher war).
    LOL

  20. Wären es die Russen gewesen, hätte es
    geknallt.

    Nun zu den Nachrichten des Tages

    Krankenkassen-Reform

    Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigungen verzockten rund 400 Millionen Euro mit Veriusfonds.
    Auch die Kirche war dabei.
    https://www.tagesschau.de/investigativ/fehlinvestments-kirchen-sterbekassen-100.html

    Öl und Gas werden teurer

    Sicherheitschef des Iran:
    US-Versagen bei Hormus signalisiert „postamerikanische Ordnung“ im Persischen Golf
    https://www.presstv.co.uk/Detail/2026/08/18/774632/US-failure-Hormuz-signals-post-American-order-in-Persian-Gulf-Rezaei

    Sabotage wahrscheinlich – Gasexport-Pipeline in Syrien explodiert
    https://www.arabnews.com/node/2655143/middle-east
    Eine saudische Exportpipline zum roten Meer wurde bereits an beiden Enden zerstört.

    Ansar Alah ( “ Huthies“ ) gaben in einer Erklärung an, ein saudisches Militärfrachtschiff und Begleitboote im
    Roten Meer ( Bab-el-Mandeb ) zerstört zu haben.
    https://english.masirahtv.net/post/57534/Armed-Forces-Announced-Strike-on-Saudi-Military-Landing-Ship%2C-Escort-Boats-in-Red-Sea

    Wenn der Westen jetzt noch immer zu kriegslüstern wird und mit Russland herumstresst, hebt China zusätzlich seine Ölimporte wieder an.

    Gaza und Westbank

    Israel unterbricht Wasserversorgung
    von Palästinensern im Westjordanland
    https://www.trtworld.com/article/e838b10af7b7

    Israelische Soldaten markieren palästinensische Häftlinge mit Zahlen
    auf der Stirn
    https://www.middleeasteye.net/news/israeli-soldiers-number-palestinian-detainees-their-foreheads

  21. Was für ein Artikel. „Könnte, könnte, eventuell, vielleicht, aber genau wissen wir es nicht…
    Wie wäre es mit Fakten? Egal was, wann, wo passiert, der Russe wars. Oder vielleicht doch nicht?
    Overton, folgt bitte nicht dem Spiegel.

  22. Wenn das Würtchen „wenn“ nicht wär, …….
    Für diese Art Fiction Story rufe ich nicht die Seiten von Overton auf, Fictionen dieser und ähnlicher Machart verfolgen mich schon mehr als erträglich in den Mainstream Medien, auch wenn in denen weniger Grammatik Übungen mit Sätzen im Konjunktiv erfolgen.

  23. Deutschland muss überhaupt nicht reagieren, haben sie bei Nordstream auch nicht.
    Im dilatorischen Hinausziehen sind wir schließlich Weltmeister.
    Und ob das Teil überhaupt aus Russland ist, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
    Wenn Russland meinen sollte, die westlichen Kriegsteilnehmer diese Teilnahme
    militärisch spüren zu lassen, werden sie wohl kaum nur eine oder zwei Drohnen schicken.
    Ist doch Quatsch!
    Die ganzen Jahre über hat Russland nichts gegen die ukrainische logistische Basis unternommen,
    die sich bei uns und unseren Nachbarländern befindet.
    Warum sollten sie jetzt plötzlich damit anfangen?
    Die Sanktionen greifen nicht und nach allem, was man über die Lage an der Front so hört, läuft es für die Ukraine nicht gerade glänzend!
    Nein, das entbehrt jeder Logik!
    Das heißt aber nicht, das der Westen nicht versuchen würde, aus der Geschichte Russland einen Blumenstrauß zu drehen.
    Kommt der Angstmacherei durch die Oligarchie doch entgegen, daher ist eine False-flagg-Geschichte ausgesprochen wahrscheinlich!
    Ein Flughafenmitarbeiter soll die Drohne trotz Sprengstoff zu Boden getreten haben, deren Sprengsatz gar nicht zündfähig war. Wer soll das denn glauben?
    Außerdem sollte doch hinreichend bekannt sein, das ÖRR und MSM das Blaue vom Himmel herunterlügen und „Puttin“ für alles verantwortlich gemacht wird, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, den „Zwang“ zur Hochrüstung, die Energieproblem, eigentlich Alles!
    Das stinkt doch zum Himmel!

    1. Richtig.
      Das Spielchen der westlichen NATO-Propaganda kennen wir bereits aus unzähligen Kriegen, zuletzt noch in Syrien, als immer, wenn die reguläre syrische Armee auf dem Vormarsch war, plötzlich „Fassbomben“ vom Himmel auf die „Zivilisten“ regneten und Sarin/Senf/Tabun/Chlor – alles mögliche an Giftgas in den Medien auftauchte, das Assad angeblich eingesetzt hätte. Die False-Flag-Aktion flog ja damals umgehend auf („The red line and the rat line“ Seymour Hersh). Später verlagerte man sich auf Agenten des britischen Geheimdienstes, genannt „White Helmets“, die abgelegte Chlorgas-Flaschen in Doppelbetten fotografierten und immer wieder das gleiche Kind in Armen hielten, das nur knapp mit tränenden Augen Assads Giftgas-Schergen entkommen war.
      Nun rückt die russische Armee unaufhaltsam vorwärts, immer schön unnötige Verluste an eigenen Truppen und Zivilisten vermeidend und das Territorium der Kiewer Truppe wird tagtäglich kleiner und in Kiew versucht man schon von Anfang des russischen Einmarschs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, die NATO in den Krieg zu ziehen – ob es Angriffe auf KKWs sind, die bereits von Russland gehalten werden, ob es „verirrte“ Drohnen und Flugabwehrraketen sind, die in NATO-Ländern landen, ob es Angriffe Russlands auf „zivile“ Ziele sind, ob es Massaker sind, die grade rechtzeitig „entdeckt“ werden, um eine Friedensverhandlung, die kurz vor dem erfolgreichen Abschluss stand, zu verhindern….
      Man kennt seine Pappenheimer und weiß, wie verlogen das alles ist und was die Ziele sind, die dahinter stecken.

  24. Muss ich jetzt hier in Overton noch einmal lesen, was Julia Engels schon in Telepolis heute veröffentlichen durfte?
    Ohne die entscheidenden Fragen zu stellen! Nämlich nach dem Wahrheitsgehalt dessen, was uns Politik und Medien zu dem vorgeblichen Vorfall aufgetischt haben. Harte Beweise zum vorgeblichen Vorfall werden nämlich gar nicht geliefert, Angeblich aus ermittlungstaktischen Gründen. Die Erzählung klingt mal wieder zu fantastisch, um wahr zu sein. Und hier müssten echte Journalisten hartnäckig nachfragen. Anstatt über vermeintliche Urheber und Konsequenzen zu spekulieren.

    Es darf spekuliert werden. Wie beim Berliner CSD-Attentat.

    PS: öfters habe ich hier den Eindruck, es fehlt an kompetenten Autoren, die auch mal etwas Neues bringen, anstatt Wohlbekanntes einfach neu zu verpacken.

  25. Ein Propagandaartikel zur Propagandadrohne.
    Der Sender Gleiwitz kann jetzt fliegen. So wird das Volk auf Kriegsstimmung gebracht. „Heute Nacht haben Russische Drohnen Deutschland überfallen“ Bravo Frau Engels sie haben es weit gebracht, Kanzler Merz kann stolz auf sie sein.

    Auch so, sie haben nur spekuliert „Wenn das vielleicht eine Russische Drohne gewesen sein sollte, was könnten die Konsequenzen sein“
    Tatsache ist, das Deutschland schon Jahre lang auf Russen schießen lässt. Und sollte die Russen sich jemals dazu entschließen zurückzuschießen, dann merken wir es, weil dann gibt es ein paar grelle Blitze und danach wird es Deutschland nicht mehr geben. Und Leute wie sie tragen daran eine Mitschuld, sollte dies geschehen.

  26. blockquote>Paradoxerweise könnte ein Nachweis russischer Verantwortung die Unterstützung der Ukraine verstärken.
    „Paradox“ ist das wohl eher für naive Gemüter, denn Täuschungsmanöver sind gängige Praxis im Krieg um eine gewünschte Wirkung zu erreichen. Man muss also fragen, wer sich eine noch stärkere Unterstützung der Ukraine wünscht. Das wären bei uns die bekannten Kriegstreiber aber auch die ukrainische Kriegspartei selbst.

    Entscheidend bleibt die Beweislage

    Auch das ist Unsinn, denn die Beweisführung liegt bei staatlichen Stellen, von denen leider angenommen werden muss, dass sie parteiisch ist, also selbst zu den Kriegstreibern gehört.

  27. Wenige Tage bevor es zur Entscheidung im Kabinett kommt, die Geheimdienste mit mehr Befugnissen und somit mehr Macht auszustatten, war es notwendig bei der Entscheidungsfindung nochmal nachzuhelfen.
    Ich befürchte, BND und VS haben selbst Hand angelegt. Schauen wir mal, was passiert, bevor es zur Parlamentsentscheidung kommt. Und es ist dann auch vollkommen klar, wie die Aufklärung erfolgt.

  28. Unnützer Kommentar. Gerschwätzle, daß nicht weiter aufklärt. Es wird nicht mal auf eine Reine Fakten hingewiesen, die in den bisherigen Bertichterstattungen nicht zusammenpassen bzw. für Verwirrungen gesorgt haben. Der Mediale Aufschrei war zwar groß. Aber wie so oft, Still ruht der See.

  29. Wie sieht die Lage denn umgekehrt aus, wenn westliche Staaten, die Bundesrepublik eingeschlossen, der Ukraine weitreichende Drohnen nebst Ziellogistik für Angriffe ins russische Hinterland zur Verfügung stellen? Müsste das in einem solchen Beitrag nicht ebenfalls Thema sein?

  30. Werden alle Kommentare jetzt erst überprüft hier ? Gut dass ich mein Abo gekündigt habe, weil 240 Euro für betreutes Schreiben von Kommentaren wären dann doch unangemessen. Schade Jungs, das war mal ’ne tolle Seite hier.

    1. Den Eindruck hatte ich jetzt auch schon ein paar mal. Vielleicht würde eine Liste der Herausgeber mit unerwünschten Worten heelfen, denn manchmal werden Kommentar auch fast in Echtzeit veröffentlicht.
      Ich verstehe, dass die Herausgeber unter dem zunehmenden Kontrolldruck auf vom Mainstream abweichende Medien nicht alles durchlassen dürfen, aber mehr Transparenz über Ablehngründe wäre wünschenswert.
      Wobei ich eigentlcih sicher bin, das meine Beiträge hier sehr gemäßigt formuliert sind und wohl kaum gegen irgendwelche Einschränkungen der Meinungsfreiheit verstoßen können.

    2. Den Eindruck hatte ich jetzt auch schon ein paar mal. Vielleicht würde eine Liste der Herausgeber mit unerwünschten Worten heelfen, denn manchmal werden Kommentar auch fast in Echtzeit veröffentlicht.
      Ich verstehe, dass die Herausgeber unter dem zunehmenden Kontrolldruck auf vom Mainstream abweichende Medien nicht alles durchlassen dürfen, aber mehr Transparenz über Ablehngründe wäre wünschenswert.
      Wobei ich eigentlcih sicher bin, das meine Beiträge hier sehr gemäßigt formuliert sind und wohl kaum gegen irgendwelche Einschränkungen der Meinungsfreiheit verstoßen können.

  31. False Flag. Es verwundert sowieso, wieso an der Drohne kein russischer Pass befestigt war. Ach so, in der akademischen Ausbildung kommt das nicht vor. Und die gleichgeschaltet-freie Propagandapresse mag die Realität auch nicht.

  32. Ich vermute, sie gieren förmlich nach so einem Vorfall um endlich zuschlagen zu können.
    Die Pläne für den „Veteidigungsschlag“ ??? wurden jetzt in der Blödzeitung veröffentlicht:

    „Pläne für Gegenangriff der NATO: Nicht Russland ist hier der Adressat, sondern die deutsche Bevölkerung“
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=155110

    Ach mein Michel, was willst du denn mehr? (Zupfgeidenhansel)
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=155110
    Du hast Battaillone, Schwadronen
    Batterien, Maschinengewehr
    Du hast auch die grössten Kanonen
    Mein Michel, was willst du noch mehr?

    Du hast zwei Dutzend Monarchen
    Lakaien und Pfaffen, ein Heer
    Beseligt kannst du da schnarchen
    Mein Michel, was willst du noch mehr?

    Du hast ungezählt′ Paragrafen
    Die Gefängnisse werden nicht leer
    Du kannst auch in Schutzhaft drin schlafen
    Mein Michel, was willst du noch mehr?

    Du hast die beträchtlichsten Steuern
    Deine Junker plagen sich sehr
    Um dir das Brot zu verteuern
    Mein Michel, was willst du noch mehr?

    Du hast Kohlrüben und Eicheln
    Und frägst du nach and’rem Begehr
    So darfst du am Bauche dich streicheln
    Mein Michel, was willst du noch mehr?

    Du darfst exerzieren, marschieren
    Am Kasernenhof, die Kreuz und die Quer
    Und dann für den Kaiser krepieren
    Mein Michel, was willst du noch mehr?

  33. Wieder mal so eine Fake Story wie die Sprengung von Nordstream 2 mit der Andromeda,das Ukrainer gemacht haben sollen.Langweilig und dumm.

  34. Naja, außenpolitisch wird zunächst wohl nicht viel passieren. Interessanter ist, was innenpolitisch so alles in Gang gesetzt wird. Es gibt gewisse Sicherstellungs- und Vorsorgegesetze. Ein Notstand muss dazu nicht ausgerufen werden, um sie aktivieren zu können. Auch ein Spannungsfall muss dazu nicht vorliegen. Eine „ernsthafte Störung“ oder ein Mangel reicht. Ebenso reicht eine einfache Mehrheit im Bundestag, um sie zu aktivieren. Geregelt sind sie unter anderem in:

    – Energiesicherungsgesetz (EnSiG)
    – Sicherstellungsgesetz für die Wasserwirtschaft
    – Ernährungssicherstellungsgesetz
    – Infektionsschutzgesetz
    – Verkehrssicherstellungsgesetz
    – Telekommunikationsgesetz

    Die Hürden sind bemerkenswert niedrig, die Möglichkeiten recht umfangreich, das Missbrauchspotenzial dadurch recht hoch, die Kontrolle oft nachgelagert. Und Ideen, darauf zurückzugreifen, gibt es angesichts des Drohnenvorfalls in Leipzig offenbar auch schon.

  35. Wir stehen vor einer dramatischen Aufrüstung, die viel Geld fordert, das sich viele kleine Leute vom Munde absparen müssen. Die muss man natürlich extrem gut motivieren, sonst machen sie nicht mit und darum macht, wer auch immer, ihnen Angst. Man schafft ein Bedrohungsszenarium, überall wähnt man „hybride“ Angriffe, Drohnen, Spionage, Agenten und geplante Attentate.

    Der Drohnenvorfall in Leipzig, sein Ablauf und seine Resultate passen gut zu dieser Angstmacherei. Wir haben übrigens zwei Vorfälle, die ganz ähnlich verliefen. In beiden Fällen war eine mutmassliche russische Drohne im Spiel, die in beiden Fällen keinen Schaden anrichtete, obwohl eine sogar explodierte. Der erste Vorfall spielte sich auf einem leeren Markt in der Ukraine ab, wo ein einsamer Knoblauchhändler von einer Drohne gejagt und getroffen(?) wurde – aber nicht zu wirklichen Schaden kam.
    Genau wie in Leipzig gab es kein echtes Opfer und in beiden Fällen verhielt sich die Drohne sehr auffällig, sodass sie entdeckt werden konnte und nachher wurden beide Vorfälle medial wunderschön plattgewalzt wie eine Pizza.

    Ich vermute, dass derartige Vorgänge sich in Zukunft wiederholen werden.

  36. Hätte, könnte, würde …

    Worin liegt der Informationswert dieses Beitrags?

    Wenn eine (Mainstream-)Spekulation zutrifft, dann aber …

    Ist das alles?

    Kognitive Kriegsführung (Jonas Tögel) at it’s best:

    Allein die spekulative Headline!

    Overton auf den Spuren von Telepolis?

    Ich für meinen Teil jedenfalls bin doch überrascht und negativ berührt.

  37. Seit der Forumspause häufen sich hier bei Overton die Gefälligkeitsartikel für Mainstream, ÖR & ggf. etwaigige Kontrollinstanzen; quasi als Nachweis, sich innerhalb eines gerade noch zugestandenen Meinungskorridors zu bewegen.

    Die wenigen noch interessanten weil ehrlichen Artikel, beispielsweise jene von Herrn Streck, oder andererseits jene von Herrn Rötzer, welche jedoch zunehmend Wiederholungen ohne echte Neuigkeiten anbieten, können diese immer deutlichere Tendenz kaum noch ausgleichen bzw. überspielen oder gar verbergen. Schade und traurig zugleich!

  38. Seit dem gefühlten Lebensalter, in dem ich mich befinde, frage ich mich:
    Was Justiz, Recht Demokratie oder sonstige Obzonitäten für eine aufrechte Aufarbeitung getan hat?
    Mein gefühltes Leben ist voll mit monströsen Kriege, Verwüstung, Ungerechtigkeit etcppff…, es hatte aber niemals eine ernsthafte neutrale Organisation diese Gräueltaten gerichtlich verurteilt.
    Die deutsche Justiz verfolgt Phantome lieber, aber niemals die Verursacher. Jeder Akt der Aggression, kostet dem Schaf sein fressen.
    Ein Phänomen unserer heutigen Zeit ist, das bis vor kurzem, nur noch ein Erdteil übrig bleibt, der vom Kapitalismus verschont wurde, die Antartika. Der Rest der Welt heute, unterliegt einem System der Verrohung zwischen Technik und Mensch.
    Deshalb ist die Frage nach der Drohne äusserst irrelevant, ein blendwerk, typisch für diese Welt.
    Morgen kommt der Wetterbericht, wir werden alle sterben…

  39. Ein staatlich gesteuerter Angriff auf die
    [deutsche] Infrastruktur ? Gehören die geparkten Antonows jetzt Deutschland ?

    War da nicht was mit Angriff auf Infra -struktur vor einigen Jahren? 2022 ? Da
    gab es doch spektakuläre Fotos. Seitdem
    wird untersucht . Seit 4 Jahren ?

    1. „Gehören die geparkten Antonows jetzt Deutschland?“

      Nein, dann wäre es ja kaum eine Erwähnung wert. Priorität hat die Ukraine. 😉

  40. Fassen wir doch mal zusammen:
    Beweise sind Verlautbarungen „aus Geheimdienstkreisen“, von „Experten“ oder von „mit der Materie vertrauten Personen“.

    Im Krieg mit Russland befinden wir uns, seitdem wir „Russland ruinieren“ wollen und die Notwendigkeit sehen, „tief ins Hinterland“ Russlands vorzustossen. Was wir mit Sanktionen und Raub russischen Eigentums sowie der Lieferung von Waffen an unsere ukrainische Exekutive, Schulungen an diesen und dem Versenden von Beratern sowie dem Zurverfügungstellen von topologischen Zieldaten auch praktisch realisieren.

  41. Wie im Beitrag selbst auch geschrieben wird, wurde ein UKRAINISCHES Flugzeug (als Waffentransport ein militärisches Ziel als) angegriffen, nicht der Flughafen selbst. Wenn ein Autofahrer auf der Autobahn in ein anderes Fahrzeug fährt, schreibt auch niemand von einem Angriff auf eine Autobahn.

    So sehr solche Angriffe abzulehnen sind, wer Waffentransporte durchführt muss auch mit Angriffen auf diese Transporte rechnen. Also kann einzig sinnvolle Lösung nur sein, die Beteiligung am Krieg um die Ukraine durch Waffenlieferungen, dank denen bereits zehntausende Ukrainer durch Kriegsverlängerung gestorben sind, zu beenden und endlich eine AKTIVE Friedenspolitik zur raschen Beendigung des Krieges und zur Lösung der dahinter stehenden Konflikte zu machen.

    Mit der aktiven Sabotage der Friedensverhandlungen im Aril 2022 durch Suche nach Waffenliefermöglickkeiten haben sich EU, USA, Deutschland usw. mitschuldig gemacht, dass aus dem irrsinnigen als kurze Militärintervention geplanten Einmarsch Russlands ein langer und blutiger Abnutzungskrieg wurde, der auf BEIDEN Seiten enorm viele Menschen getötet oder verstümmelt hat, sowie weite Teile der Ukraine verwüstet hat.

    An den Händen all jener, die für die EU-Kriegskredite zur Fortführung des gegenseitigen Mordens und Verwüstens gestimmt haben, klebt eine Menge Blut, die von Tag zu Tag immer mehr wird.

    Eskalationsspirale stoppen statt an dieser weiter drehen!

    Die toten Ukrainer, die vielen Witwen und Waisen, haben nichts davon, „Recht zu haben“ angesichts dessen, was sie durch den Krieg verloren haben!

  42. Während weite Teile der Bevölkerung sich an den sommerlichen Temperaturen erfreuen (oder sich darüber entsetzen) und viele noch immer vom ersten Einzug unserer Nationalmannschaft in die K.o.-Phase einer Fußballweltmeisterschaft seit rund einer Generation berauscht sind, machen das Merz-Regime und seine Nato-Partner ernst:

    – Am 1. Juli 2026 wurden die „Sicherstellungsgesetze“ (Notstandsgesetze) so verändert, dass sie künftig scharf geschaltet werden können (oder bereits scharf geschaltet worden sind?), ohne dafür den Notstand ausrufen zu müssen.

    – Ebenfalls im Juli 2026 wurde vom Innenministerium die „Bedrohungslage“ auf „hoch“ hinaufgestuft.

    – Ein Verbotsverfahren gegen die Opposition ist vorbereitet, aber noch nicht formal eingeleitet.

    – Im „Verteidigungsfall“ werden laut Gesetz alle Wahlperioden in Bund und Ländern bis sechs Monate nach Ende des „Verteidigungsfalles“ „verlängert“. Das bedeutet, bis dahin (bis zum „Endsieg gegen Russland“) fänden dann bei uns so wie in der Restukraine keine Wahlen auf Bundes- und Länderebene mehr statt.

    Sollte uns der Endsieg allerdings auch dieses Mal verwehrt bleiben, dann wird wohl die künftige russische Militärverwaltung in Berlin bei Gelegenheit das weitere Verfahren bekannt geben. Oder unser Land wird so verwüstet sein, dass an den Wiederaufbau eines Staatswesens nicht mehr zu denken ist.

    Der „Verteidigungsfall“ muss vom Bundestag mit Zweidrittel-Mehrheit beschlossen werden, es sei denn, die Nato ruft nach Artikel 5 den „Bündnisfall“ aus. In diesem Fall kann die Bundesregierung dann selbst den „Verteidigungsfall“ ausrufen.

    Wenn das der Plan auf Ebene der Nato und/oder des Merz-Regimes ist, muss im Grunde nur noch eine „tiny litte false flag“ wie kürzlich in Leipzig organisiert werden, um die ganze Prozedur ungehindert abspulen zu können.

    Wo wir / unser Land mittlerweile stehen und wie die einzelnen Komponenten eines solchen Planes ineinandergreifen, ohne dass es für den Großteil der Bevölkerung sichtbar ist, hat Alexander Schreiner gestern auf https://www.youtube.com/watch?v=2r9er_LivZg in fünfzehn Minuten ebenso verständlich wie unaufgeregt dargelegt.

    Es muss nicht so kommen, doch denke ich, dass mittlerweile leider mehr dafür als dagegen spricht.

    Dazu kommt noch, dass wir im kommenden Winterhalbjahr auch noch auf einen Energie- (und wer weiß was sonst noch) Notstand zusteuern.

    Was den Krieg gegen Russland betrifft, hat die europäische Nato nach Einschätzung von Militärexperten die nicht für die Nato arbeiten über das Anrichten von Schäden in Russland hinaus keine Chancen. Und wo sich die tatsächlichen russischen „roten Linien“ befinden, kann man anschaulich in der aktualisierten Fassung der russischen Doktrin zum Einsatz von Atomwaffen nachlesen.

  43. So ein schöner Vorfall auf einem deutschen Flughafen erspart natürlich eine ausführlichere Berichterstattung über die Vorfälle mit Drohnen westlicher (nichtukrainischer) Herkunft in russischen Wildberry-Lagern, russischen Ölraffinerien, russischen HiTech-Fabriken usw. und die russische Reaktion darauf.
    Willkommene Ablenkung – äh Abwechslung wollte ich natürlich sagen….

  44. „Solange die Ermittlungen keinen handfesten Ballast liefern“ – Ballast. Hihi, ich geb‘ meiner Autokorrektur immer vom trockenen Roten ab, damit sowas nicht passiert.
    „Berlin müsste entscheiden, wie weit es geht“ – jawoll, Berlin würde selbstverständlich wählen können zwischen Zirkon durch die Glaskuppel des Reichstags oder sechsunddreißig Impaktoren auf – naa, jemand ’ne Idee?

    Politikwissenschaften in Aachen. Weeßte Bescheid.

  45. Ich greife auf diesen Artikel von Julia Engels zurück, noch etwas zu diesem Strang in Julias „update“ zu sagen. Doch zunächst ein Nachwort zu diesem Artikel. Frau Engels schreibt:

    Entscheidend bleibt die Beweislage.
    Solange die Ermittlungen keinen handfesten Ballast liefern, sollte Russland nicht als erwiesener Schuldiger bezeichnet werden. Denn eine falsche Beschuldigung könnte zum Bestandteil einer wagemutigen rhetorischen und/oder militärischen Eskalationsspirale werden.
    Sollten die Untersuchungen allerdings belastbar nachweisen können, dass … (usw.usf) … wäre die politische Tragweite immens.

    Nun gibt es keinen „belastbaren Nachweis“, explizit nicht in der Gestalt, die Julia politmoralisch einverlangt hat:

    Der Wendepunkt wäre … der Nachweis [der] Steuerung [der Drohne].

    Ist Julia eine naive Gläubige rechtschaffener (Geo-, Militär-) Politik?
    Die Unterstellung könnt ihr nach dem Folgeartikel haken! Wenn sie das gewesen wäre, hätte sie an dem Punkt neu angesetzt. Stattdessen hat sie den Ausfall eines Nachweises kommentarlos mit Erwägungen zu Folgen und Vorgehensweisen indossiert. Das ist ein professionelles Verfahren von Politologen, die keinen Ausflug ins philosophische oder (quasi-)theologische Fach unternehmen: Sie nehmen die Dinge, wie sie sind und kommen, das ist ihr Job.

    Das ist Teil 1 der Antwort auf El-Gs rhetorische Fragen, sinngemäß, „ist das Julia, die das schreibt oder meint? Oder referenziert sie nur …“. Was Julia sich privat so denkt, geht nichtmal ihre Bettgefährten m/w was an!

    Eine andere Angelegenheit ist freilich, was der Politologe m/w dann mit den „tel quel“ genommenen politischen, administrativen und militärischen Vorgängen, erklärten Absichten und Zwecken, anfangen. Und dazu zitiere ich nur der Deutlichkeit halber mal aus einem Artikel, den Julia im April für IPG geschrieben hat, „Zurück zur Kontrolle:
    Nicht Irans nukleare Fähigkeiten sind das größte Risiko, sondern das schwindende Wissen darüber.“
    Dort rät sie dringend zu einer (nicht zwingend öffentlichen) diplomatischen Initiative der EU inmitten des israelisch-amerikanischen Irankrieges und schließt ihre Erwägungen wie folgt:

    All diese Ansätze setzen keine grundlegende geopolitische Annäherung voraus. Ihr Ziel ist bescheidener, aber fundamental: ein Mindestmaß an Transparenz wiederherzustellen und so die gefährlichste Dynamik der jetzigen Entwicklung einzudämmen. Ohne Kontrolle wächst die Unsicherheit. Und mit ihr die Wahrscheinlichkeit, dass politische Beschlüsse auf lückenhaften oder falschen Annahmen beruhen. Die größte Gefahr besteht gar nicht darin, dass der Iran stärker wird. Sondern darin, dass wir immer weniger wissen, wie stark er wirklich ist.

    Klarer Fall, oder etwa nicht?
    Muß ein rechtschaffener, obendrein vielleicht „humanistisch“, oder gar „iwie links“ gestricktes Modell solche Profis verurteilen, anklagen gar?
    Nö, natürlich nicht. Sie tun ja nix, echt nicht, selbst in Fällen, da sie sich aufführen, wie scharf dressierte Deutsche Schäferhunde.
    Aus demselben Grund muß sie auch keiner vor ihrem Job, bzw. dessen Ausführung, in Schutz nehmen – sie tun, was sie tun, für Lohn und eine „Existenz“. Und den Gegenstand ihres Tuns habe ich soeben andernorts im Forum crashkursmäßig so dargestellt:

    Politische Konkurrenz besteht auf allen Ebenen – auch der internationalen – aus dem Gegen- und Miteinander persönlicher Heuristiken zur Ermittlung und Gestaltung privater Erfolgswege der Angehörigen der herrschenden Stände. In einer Gesellschaft, deren Mitglieder zur Mobilisierung einer doppelten Moral genötigt werden, der Privatmoral des Erwerbsbürgers und der öffentlichen Moral des Staatsbürgers, ist das verbindende Moment beider Seiten die Selbstdarstellung der Subjekte – sowohl nach innen, wie nach außen und beides wiederum gepaart.

    Natürlich macht sich ein Politologe an diesem Gegenstandsbereich früher oder später mental (geistig, intellektuell, seelisch) schmutzig, aber Julia ist bei weitem zu jung – statistisch zumindest – als daß irgend was davon schon dauerhaft an ihr kleben oder gar infiltrieren müßte.
    Bis dahin ist ihre Arbeit für jeden, der wissen will, was die Heuristiken sind und wie sie arbeiten, nützlich. Aber die Lehren, die diese Arbeit anbietet, muß er sich schon selbst erteilen, in ihr selbst haben sie keinen Platz.

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