Wie bei Gambinos unterm Sofa

Marionettenhand, Logo, Der Pate
Autor/-in unbekanntUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons

Merz lässt andere unsere Drecksarbeit machen und Trump lässt das iranische Staatsoberhaupt vorerst nicht füsilieren: Der Westen hat jetzt Capones und Gambinos als Staatschefs.

Wer noch Zweifel hat, welchen gemeinsamen Nenner Friedrich Merz und Donald Trump haben, der hat in der letzten Woche nicht gut genug auf die Rhetorik dieser beiden Herren geachtet. Sprachlich haben sie ihre Gemeinsamkeiten dargelegt: Während der deutsche Bundeskanzler über »Drecksarbeit« sprach, die die Israelis im Iran »für uns« verrichten, ließ sich der amerikanische Präsident als großzügiger Weltenlenker zitieren, als er sagte, dass »wir« heute Ali Khamenei, den obersten Führer und damit das Staatsoberhaupt des Iran, noch am Leben lassen würden – am heutigen Tag müsse er noch nicht sterben.

Anders gesagt: Es brauchte im Falle, da Trump zu der Entscheidung kommt, »wir« – wer auch immer damit gemeint sein soll – müssten Khamenei jetzt aus der Welt verschwinden lassen, dringend Leute, die genau das übernehmen, wovon Merz sprach. Denn dann benötigt es Drecksarbeiter. Oder Button Men, wie man solche »Exekutivkräfte« unter Ehrenmännern nennt – Leute also, die den Knopf drücken. Die Rhetorik hat letzte Woche verraten, wo diese beiden westlichen Staatsmänner zusammenkommen – zwar nicht auf der Ebene des Staatsmännischen, aber wenigstens noch auf einer – wie soll man sagen? – halbseidenen Schwelle, auf der man spricht, wie sonst nur bei der Cosa Nostra.

Caporegimes und Underbosses

Und genau darum geht es ihnen ja: Um die Cosa Nostra, um »unsere Sache«, um es übersetzt zu sagen – wobei das Possessivpronomen freilich aus deren Sicht gemeint ist. Weil es um ihre Sache geht, die Sache ihrer Auftraggeber, laufen sie rhetorisch Amok. Was genau deren Sache ist, dazu kommen wir gleich noch. Vorweg einige Takte zum rhetorischen Abstieg in die Unterwelt. Den spüren aufmerksame Zuhörer mittlerweile fast überall – nehmen wir nur diese Aussage, die exemplarisch für den Ton bei X ist: »Beim Tod des Diktators Ceauşescu haben wir damals eine Flasche Champagner getrunken. Die nächste sollte eigentlich bei Putins Ableben fällig sein. Sollte es den Todesfürsten Khamenei vorher treffen, wird die nächste Flasche zur Feier dieses Ereignisses geköpft.« Sie stammt von einem gewissen Christian Eymery, Sprecher der Geschäftsführung der Deutschen Factoring Bank, die der Deutschen Leasing Gruppe untergeordnet ist. Eine Nachfrage bei der Deutschen Leasing blieb bis dato übrigens unbeantwortet.

Es sind also nicht nur die Paten dieser globalen Politik, die sich mehr und mehr anhören wie jene Ehrenmänner, die im Schatten der Unterwelt ihre Geschäfte tätigen. Die Hemmungen fallen überall, der Duktus der Caporegimes und Underbosses färbt ab. Wer dem deutschen Regierungschef und dem US-Präsidenten lauscht, meint unwillkürlich, er sitze am Tisch mit einem der Köpfe der New Yorker Familien. Fünf gibt es bekanntlich an der Zahl – seit Ergreifung des Mafia-Bosses John Gotti im Jahr 1992 geben die sich allerdings ziemlich bedeckt und zeigen sich nicht mehr sonderlich gerne in der Öffentlichkeit. Die Mafia hat dort keinen Chic mehr – in der Politik scheint mafiöses Auftreten aber immer stärker in Mode zu kommen. Man kann sich zudem rege vorstellen, dass manches Geschäftsgespräch in der Unterwelt genau so läuft, wie es jenes Geschwafel von Merz und Trump nahelegt.

Bei Tisch wird entschieden, wer noch leben darf, noch nicht sterben muss – oder mit wem es besser zu Ende gehen sollte. Dann wird jemand gebraucht, der die Drecksarbeit übernimmt. Ein Exekutor, einer, der den Knopf drückt. Und der begeht einen Mord, ohne dass er genau weiß, warum und wer ihn beauftragt hat. Die Button Men, die sich die westlichen Staaten leisten – meist Militärangehörige –, sind ihren Kollegen aus der Unterwelt nicht so unähnlich. Auch sie wissen nicht so ganz sicher, weswegen sie diesen oder jenen Feind eliminieren sollen. Dazu befragt, würden sie vermutlich vom Befehlsnotstand sprechen – oder darüber, dass sie für die Freiheit kämpfen. Jeder braccio armato, jeder »bewaffnete Arm«, wie Auftragskiller im Land der Väter der fünf Familien genannt werden, könnte ähnlich argumentieren: Er habe diesen Mann schließlich nur ermorden müssen, weil er dem eigenen Geschäft der Familie im Wege stehe und deren Freiheit bedrohe.

Staaten als Räuberbanden

Warum es nun sinnvoll sein sollte, dem Iran eine neue Führung zu geben, darüber debattiert man im Wertewesten längst. Schließlich sei der Iran eine autoritäre Gesellschaft, Frauen würden unterdrückt, Liberalisierungen verhindert. Das mag alles zutreffen, ist aber kein Grund, ein Land anzugreifen – es sind Ausflüchte, die die wahren Gründe verschleiern sollen: Den Völkerrechtsbruch – und das auf Basis von Mutmaßungen. Kein Land, kein Bündnis dieser Erde führt Krieg, um die inneren Verhältnisse des Gegners in eine bessere Zukunft zu führen. Der amerikanische Bürgerkrieg wurde nicht zur Befreiung der Sklaven ausgetragen, Abraham Lincoln schrieb anfangs sogar, er würde die Sklaverei in Kauf nehmen, wenn die Union nur bestehen bleibe. Die US-Army zog nicht in Europa in den Zweiten Weltkrieg, um dort den Faschismus zu beenden – das war bestenfalls ein Nebenprodukt. Dass der Afghanistan-Krieg ein Befreiungskampf für die dortigen Frauen gewesen sein soll: Darf man da laut lachen? Die Russen schieben heute indes den Kampf gegen ukrainische Nazis auch bloß vor: So ein moralisches Motiv lässt sich nun mal gut verkaufen, ist aber kein Kriegsziel und schon gar keine Begründung, sich an einem Krieg zu beteiligen.

Solche Motive stellen die eigene Gerechtigkeit her, die notwendig wird, um den Gang zur Hölle, der jeder Krieg letztlich ist, vor den eigenen Bürgern und außenstehenden Dritten zu rechtfertigen. Sie sind Gerechtigkeitsbooster, die die eigene Motivation in ein wohlwollendes Licht rücken sollen. Notwendig sind solche Kniffe, weil es genau an dieser Gerechtigkeit mangelt, wenn man zu den Waffen greift – das hehre Motiv ist also eigentlich das Surrogat für ein ungerechtes Vorgehen. Der »gerechte Krieg« wird konstruiert, ersonnen und narrativ ausgestaltet – in der Realität gibt es ihn nicht, nur in Form einer Erzählung hat er seinen Platz in der Welt.

Was sind Staaten anderes als Räuberbanden? Dieser Satz wird dem heiligen Augustinus zugeschrieben, jenem Kirchenvater des ausgehenden 4. und eintretenden 5. Jahrhunderts, der von Nordafrika aus die Theologie seiner noch recht jungen Kirche prägte. Genau lautet dieser berühmte Satz folgendermaßen: »Wenn die Gerechtigkeit fehlt, was sind dann Reiche anderes als große Räuberbanden?« Er stammt aus seinem Werk »De civitate Dei«. Nun könnte man dieses Zitat auch auf den heutigen Iran münzen – gar kein Zweifel. Es trifft aber auch auf den Westen zu, wie er sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten in der Welt präsentiert hat. Mit Wegfall des Kommunismus als Konkurrenz hat er sich immer deutlicher als Cosa Nostra etabliert – als Interessensgemeinschaft, die ihrer Sache nachgeht, koste es, was es wolle. Dass das früher oder später Paten an die Spitze spült, die die Sprache dieser räuberischen Hegemonie nicht mehr verbergen, sondern auch noch selbstbewusst parlieren, darf nicht verwundern. Wer dauerhaft Gangstermethoden anwendet, spricht früher oder später wie einer.

Das Imperium im letzten Gefecht

Die Rhetorik des Halbseidenen, die die Menschenverachtung nicht verbirgt, sondern zum Gegenstand des Handelns und des Geschäfts erhebt, als seien Menschenleben nicht mehr als eine Transaktion oder ein Passus in einem Vertragsgebilde, kommt freilich nicht aus dem Nichts. Sie ist Produkt des Niederganges eines Imperiums. Die westliche Welt verliert den Anschluss im globalen Wettbewerb, ihre Deutungshoheit geht zunehmend verloren. Moralisch hat sie dem Planeten nichts mehr zu empfehlen, zu oft waren die »gerechten Kriege«, die die westliche Welt unter dem amerikanischen Weltpolizisten und Demokratie-Mullah führte, nichts weiter als Bereicherungsorgien für deren Eliten. Wirtschaftlich laufen andere Weltregionen den Technologiestandorten USA und Europa den Rang ab – dazu hat sich Europa auch noch ohne Not von der Möglichkeit einer eurasischen Zusammenarbeit abschneiden lassen.

Das antike Rom wurde stets von Familien geführt, die ein – sagen wir mal – sehr laxes Verhältnis zur Gerechtigkeit hatten. Es waren in der Mehrzahl räuberische Dynastien, die die Geschicke und Missgeschicke des Imperiums leiteten. In der Endzeit allerdings, als das Reich kurz vor der Spaltung stand und im Westen fast ganz verschwinden sollte, rissen nur noch räuberische Banden die Herrschaft an sich und verstanden Politik lediglich noch als eine Form, möglichst gute Geschäfte für sich selbst herauszuschlagen. Die alten Gangster wussten noch, dass der Plebs befriedigt sein musste, sonst flöge ihnen erst die Urbs – also die Stadt Rom – und dann das ganze Imperium um die Ohren. In der Endzeit spielte all das keine Rolle mehr, Rom war zur Beute geworden, zum Selbstbedienungsladen für Gangsterregenten.

Der Wertewesten formiert mehr und mehr regelrechte Gangsterregierungen, die ohne Schamgefühl klarmachen, worum es geht: Um den Kampf über die globale Macht – um die Sicherstellung der unipolaren Weltordnung. Dass das der Beginn einer Serie von letzten Kriegen sein könnte, spricht in diesem Westen kaum einer aus. Denn Schwarzmalerei ist unbeliebt in diesen Tagen. Und der Iran vermittelt jetzt ein gar prickelndes Gefühl, das wir fast schon vergessen haben in den letzten Wochen und Monaten: Wir sind die Guten! Und die Guten gewinnen immer – und wenn sie die Bösen heute noch leben lassen und morgen erst töten, dann ahnt man vielleicht unbewusst, dass Lucky Luciano und Carlo Gambino eigentlich ganz gute Seelen gewesen sein könnten.

Dieser Artikel erschien erstmals unter anderem Titel bei Manova.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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33 Kommentare

    1. @ Patient 0 : Kontrollieren? Ach was, Ersäufen in einem Malstrom an Bullshit, vom nächsten Rülpser überholt und aus den Meldungen verdrängt.

  1. Es gibt einen Unterschied zur Antike:
    die damaligen Eliten verschwanden auf Nimmerwiedersehen, als das römische Imperium implodierte.
    Die heutige Elite wird eher die ganze Welt in die Luft sprengen und die Menschheit gleich mit,
    als ihre Macht abzugeben – oder auch nur zu teilen.
    (mit Ausnahme ihrer selbst, für die ein Überleben auf Mond/Mars ermöglicht werden soll).

  2. die lügen der rechten („friedenspartei afd“) fliegen langsam auseinander:

    https://www.jungewelt.de/artikel/503660.afd-und-der-ukraine-krieg-offen-auf-kriegskurs.html

    da habt ihr die ganz offenen drecksfaschos, die man unter verschluss gehalten hat, um die afd für verzweifelte bürgerliche attraktiv zu machen. ich denke jetzt ist dann mal gut mit dieser art von „lektion“ für die regierung durch die stimmbürger. oder was auch immer die einbildung von den idioten war, die diese partei aus protest gewählt hatten. ich wiederhole mich: AfD = Deutsche Faschisten.

    1. Also sind einige AfDler und Nazis auf dem Niveau der Grünen (und Kiesewetter, Strack-Zimmerflak etc.) angelangt. Wait, what ..

      Wer die AfD je für eine Alternative gehalten hat, nunja ..

    2. Bei den Linken gibt es auch einen Herrn Gysi, Bartsch, van Aken, Ramelow, Gallert, Nagel, König-Preuss und viele andere. Es wurden Demos gegen Putin und zur Unterstützung der Ukraine von Linken Abgeordneten organisiert und sich auch solchen Demos anderer Parteien (Grüne/SPD) angeschlossen.
      Und diese Putinhasser und Ukraineunterstützer sind bei den Linken sogar oft die Anführer im Kampf gegen rechts. Fazit: wer Putin hasst und die Ukraine unterstützt ist links. Sind diese Linken auch Dreckfaschos, obwohl die sich als Antifaschisten bezeichnen? Die AfD wird auseinanderfallen, wenn Russlandhass und Ukraineunterstützung so wie bei den Linken dort überhand nimmt.

    3. Dukus Nukus: Noch einmal wieder die Frage: Was hat die AFD jetzt mit demArtikel zu tun?
      Lesen Sie sich doch erst einmal den verlinkten Artikel richtig durch! Zwei
      AFD Abgeordnete haben sich geräuspert und vom Influenzer will die AFD gar nichts
      wissen. Die AFDĺer Kraft und Schramm stehen vor einem Parteiausschlußverfahren,
      wegen ihrer, der AFD Linie widersprechenden Äußerungen.
      Das schreibt ein Grüner Troll wie Sie natürlich nicht.

      1. du hast schon recht, aber mal schauen was die grünen zu den „neuzugängen in spe“ sagen werden. allerdings sind das 2 nasen, die für viele andere nasen sprechen, sonst wäre das alles kein aufhebens wert. wenn sich nun der rechte teil der afd wieder verpisst weil z.b. auch keine remigration mehr und so zeug ODER der linke teil merkt wo er da eigentlich mitmacht bei all den kriegen ausser der ukraine, dann bin ich jedenfalls der lachende dritte, weil mir ist jede schwächung der AFD recht, den deutschen faschisten, die für jede art von ausbeutung für deutschland stimmen.

        1. Was dem einen eine AfD ist dem anderen eine Hamas! Einbahnstraßen als Sackgasse, toll! À propos, wo bleibt eigentlich unser aller Arthur vom hohen C? Traut er sich nicht, bei diesem Thema?

          Übrigens …
          schon mal aufgefallen, in AIPAC sind genau die gleichen Vokale enthalten wie in MAFIA. Zufall?

          1. und in maina aia. was ist denn einbahnstrasse an sich über afd-zerfall freuen? klar, die faschos sind nicht weg, aber immerhin eine organisation von denen. gibt ja sonst nix worüber man sich freuen könnte.

  3. Und die Paten behängen sich gegenseitig mit Ehrentiteln, um die Ehrenhafte Gesellschaft zu dokumentieren. Bei allem taucht dann die Fragevauf, wie schaffen wir es, diese ganze „ehrenwerte Gesellschaft“ hinwegzufegen, ohne dass alles den Bach abgeht.

    1. Sehr beliebt ist auch der Friedensnobelpreis für Massenmörder.

      Hat nicht Mileikowski den schon für das orange Ding vorgeschlagen?

  4. Das ganze großeuropäische Aufrüstungsprojekt ist ja auch nur ein besonders fetter „bust-out“, wie ich hier an anderer Stelle schon mal schrieb. Bust-out ist Mafiaslang für die kriminelle Übernahme der Kontrolle über ein Unternehmen durch Mitglieder mit Mafia, mit dem Ziel das Unternehmen auszuplündern und in den Ruin zu treiben. Wenn dann alles Vermögen der Firma extrahiert wurde, wird gerne als Schlussakkord auch noch das Gebäude abgefackelt, um die Versicherungssumme einzustreichen.
    Wie ein solcher „Schlussakkord“ im Kontext einer finalen Plünderung der Ressourcen der europäischem Volkswirtschaften aussehen könnte, bleibt momentan noch der Fantasie des Betrachters überlassen.
    Ich würde allerdings Merz und Trump nicht zu hoch ansiedeln in der Befehlskette der mafiösen Strukturen, für die sie arbeiten, höchstens auf der Ebene von Hauptmännern.

  5. „Wer noch Zweifel hat, welchen gemeinsamen Nenner Friedrich Merz und Donald Trump haben, der hat in der letzten Woche nicht gut genug auf die Rhetorik dieser beiden Herren geachtet. Sprachlich haben sie ihre Gemeinsamkeiten dargelegt: Während der deutsche Bundeskanzler über »Drecksarbeit« sprach, die die Israelis im Iran »für uns« verrichten, ließ sich der amerikanische Präsident als großzügiger Weltenlenker zitieren, als er sagte, dass »wir« heute Ali Khamenei, den obersten Führer und damit das Staatsoberhaupt des Iran, noch am Leben lassen würden – am heutigen Tag müsse er noch nicht sterben.“

    Den Leuten ist anscheinend nicht mal klar dass das alles letztendlich in den Geschichtsbüchern landen wird.

    Herr Lapuente

    ++++

    Und die vier Kreuze sind jetzt keine sizilianische Warnung (so wie Luca wird bald bei den Fischen liegen), sondern Ausdruck meines Allerhöchsten Respekts!

  6. Nicht nur die US Cosa Nostra gehört schon seit es sie gibt zur US Politik, das Organisierte Verbrechen insgesamt gehörte von Anfang an dazu. Ob Josef Kennedy, der Millionen mit der Lieferung von Alkohol an all die anderen Gangster zur Zeit der Prohibition, oder die Clintons als Assoziierte der Gambino Crime Family. Der einzige Unterschied, jetzt führen die Paten die Regimes der Staaten gleich selbst an. Ob Starmer. Micron, Merz oder Trump, sauber sind die Anführer der Regimes in NATOstan alle nicht, geschweige denn Seriös.
    Und natürlich ist an allem nur Putin schuld, wenn dem Starmer seine Streichboys sein Eigentum Abfackeln – Putin wars. Wenn sich Micron Starmer und Merz beim Koksen Erwischen lassen – Putin wars. Wenn in Deutschland die Industrie Abkackt – Putin wars. Wenn es Mißtrauen gegen die EU Korruptionskönigin gibt – Putin wars.
    So einfach sind unsere Despoten gestrickt, selbst die schlechteste KI wäre für deren Jobs besser geeignet.
    Von einem Herrn Hitler unterscheiden diese Leute sich nicht sonderlich, auch sie gehen über Leichen um ihre Ziele zu erreichen und auch einen Weltkrieg wollen sie führen.
    Leider sind solche Verbrecher immer erst hinterher ein Fall für den Strick, nie rechtzeitig.

  7. „Die westliche Welt verliert den Anschluss im globalen Wettbewerb, ihre Deutungshoheit geht zunehmend verloren.“

    versus

    „Wirtschaftlich laufen andere Weltregionen den Technologiestandorten USA und Europa den Rang ab.“

    Ich sehe hier folgenden Widerspruch: Nicht-westliche Staaten müssten, um ihrer neuen geistigen Vorreiterrolle gerecht zu werden, der Welt einen dritten Weg aufzeigen, angesiedelt irgendwo zwischen innerer und äußerer Sicherheit und Gerechtigkeit, traditionelle Werten und der Abkehr von Konsumismus und überbordender Technologie. Im Kontrast dazu eifern sie jedoch nur dem westlichen Modell hinterher.

    Ansonsten, schöner Text, die Mafia-Sprache fällt mir auch schon länger auf.

  8. Zumindest ist zu erkennen, dass der Herr Autor, ähnlich wie die Herren Merz und Trump, den prägenden medialen Einflüssen aus der Film- und Belletristikindustrie ausgesetzt war. Merz und Trump haben in ihrem frühen Erwachsenendasein garantiert die epochalen Filme des Paten, geschaffen von Mario Puzo und Francis Ford Coppola, genossen. Die Gestalt des Don Trump, Verzeihung, Corleone, als skrupelloser, knallharter, autokratischer, patriarchalischer Feudalfürst in seiner gelobten, neuen Welt der grenzenlosen Chancen, aka New York, fordert wohl manchen Schaumschläger geradezu zur Nachahmung heraus. Macht sich auch medial besser als ein schmieriger, hinterhältiger, ehrloser, verlogener Rechtsverdreher, Krämer, Mietwucherer, Erbsenzähler und Griffelspitzer zu sein. Es scheint, dass cinemaskopische Phantastereien in Wirklichkeit gelebt werden sollen und wollen. Werden in Folge zukünftig evtl. abgetrennte Pferde-, Menschen-, Hammel- oder Hundeköpfe als verschärfte, diplomatische Willensbekundungen dienen?

  9. Ist sich Roberto d.L. eigentlich darüber im Klaren, welche Buchstabensuppe er da so anrührt? Oder ist er sich darob sicher, dass die, die „ihrer Sache“ so sicher sind und wohl auch längst sein können, dass sie sich über ihn sogar schenkelklopfenderweise lustig machen können? Oder sollte es womöglich sein, dass jemand gar mal ein „der Sache“ nicht ganz so nahestehendes Medium wie beispielsweise deepseek. zu bemühen müssen glaubte? Indem er sein Projekt „Patenwirtschaft’ startete und mal alles in den passenden Thermomix stopfte, wessen ‚man“ allein an offenem Zugänglichem habhaft werden konnte. Alles per Verschwörungstheorievorwurf fürsorglich ins Lächerlich gezogene, als – Überraschung – verrucht antisemitisch Verdammtes, reichlich verharmlosende bis verdümmlichte Hollywoodstreifen, meist auf Basis von derben Langleylegenden und ‚declassified’ FBI-Archiven, tonnenweise präsenter, investigativer Literatur oder gleich ganzer TV-Serien zu allerlei ungeklärten ‚Cold Cases‘ à la Dallas, LA gleich mehrfach (Marilyn, RFK), die Kennedys mit ihren schier endlos sich fortsetzenden Dramen? Sollte es möglich sein, dass …

    Selbst der unbedarfte Laie – so wie meine Wenigkeit – kann, grabscht er sein weniges Wissen und Erinnerung zusammen, könnte sehr nachdenklich werden. Bedient er sich dann noch Digitalem wird auch gleich allerlei Erhellendes wenn nicht Erschreckendes daraus. Ein Einstieg via den Kennedys verbietet sich, da käme viel zu viel Schmutz an die Oberfläche. Man nehme nur mal stattdessen – und auch nur wahllos herausgegriffen – einen weniger bekannten Namen wie Meyer-Lansky. Nein, bitte noch nicht, nicht allein nach diesem Namen googeln, auch da wäre der Rest des Tages geliefert. Besser so wie hier einsteigen, danach kann man immer noch den Herrn direkt ausforschen, falls noch Interesse vorhanden, hehe.

    Google-Suchanfrage: Meyer Lansky Jabotinsky

    Ergebnis

    Übersicht mit KI

    Meyer Lansky, the American organized crime figure, had a complex relationship with Zionism and Israel, which included a connection to Ze’ev Jabotinsky. Lansky, often referred to as the „Mob’s Accountant,“ was a devout Zionist and even sought Israeli citizenship, though it was ultimately denied. Jabotinsky, a key figure in Zionist revisionism, had a strong influence on the movement, and his nationalist ideals resonated with some in the Jewish community, including Lansky. Lansky’s Zionism was a significant aspect of his life, even as he continued his criminal activities, and he is described as being as Zionist as Jabotinsky in his most fervent moments. 

    Here’s a more detailed breakdown:
    Meyer Lansky and Zionism: 
Lansky was a strong supporter of Zionism and Israel, and he actively pursued Israeli citizenship. He even sought refuge in Israel, though his attempts were ultimately unsuccessful. 

Jabotinsky’s Influence: 
Ze’ev Jabotinsky, the founder of Revisionist Zionism, advocated for a more nationalistic and assertive approach to establishing a Jewish state. His ideas resonated with some, including Lansky, who were attracted to the idea of a strong and independent Jewish homeland. 

The Connection: 
While not directly involved in Jabotinsky’s political movement, Lansky was clearly influenced by his Zionist vision and the ideals of a Jewish state. Lansky’s Zionism was a personal conviction that he carried throughout his life, even as he was involved in organized crime. 

Lansky’s Legacy: 
Despite his criminal activities, Lansky’s Zionism is a significant part of his story. His attempts to gain Israeli citizenship and his support for the country highlight the complex and multifaceted nature of his identity. 

    Hier sollte ich wohl besser den Abbruch der hochinteressanten Google-Abfrage vornehmen. Es reicht wohl!

    So, so, also, Donnerwetter aber auch! Und wer war nochmal der Adlatus alias Sekretär vom ‚Founder of Revisionist Zionism Wladimir Zeev Jabotinsky ‘ über Jahre? Genau, der Sohnemann von Rabbi Mileikowsky. Und wo ist der, der Benzion denn abgeblieben? Überhaupt nicht, der oder der Papa hat nur sich und seinen Nachkommen einen neuen Namen verpasst, bescheiden wie er war „der von Gott gegebene“ übersetzt ‚Netanjahu‘. Das sagt uns doch was, oder? Für weitere Nachforschungen empfehle ich dann doch noch mal die beiden Herren – M.-L. Und Wladimir Zeev Jabotinsky – separat unter die Lupe zu nehmen, es dürfte sich lohnen. Zu letzterem – so Google – verlautbart der Spiegel immerhin „umstrittener Vordenker und Vorbild von Benjamin Netanyahu“. Mach Sachen!

    Andere Baustelle, gefällig? Schon mal darüber gehirnt, warum unser ,Großer Bruder’, das Imperium, der Weltenretter , Herrscher nicht nur aller Reußen sondern auch sämtlicher Vasallen auch nach über 65 Jahren immer noch so einen Rochus auf die lütte Insel Kuba schiebt? Wegen dem Oberschurken Fidel vielleicht? Könnte es nicht eher so sein, dass man immer noch in ‚eigener Sache‘ mehr als nachtragend ist? Wo der eine (s.o.) bibelfest auch nach 2000 Jahren alles daran setzt, wieder einst heimatliche Scholle zurückzuerhalten, werden doch auch die Nachkommen ansonsten erfolgreicher „Investoren“ nicht nur davon träumen wollen, einst verlorene reiche Pfründe wieder zu reacquirieren? Papperlapapp? Auch hierzu mal ‚Meyer-Lansky‘ mit ‚Havanna‘ kombiniert auf Google filtern, Staunen ist angesagt. Es gibt zur causa – oder muss ich ‚cosa‘ sagen – sogar einen Film (Havanna) und einen separaten Wiki-Eintrag (Havanna-Konferenz). Und, was war – früher einmal – das Kerngeschäft dieses ehrgeizigen Investorenclubs? Genau: Casinos – Start unstrittig in Las Vegas, später dann eben u.a. insbesondere auf der Zuckerinsel. Es soll ja auch mal geradezu eine Kette davon auch in Atlantik-City und New York gegeben haben. Die haben aber wohl kaum etwas mit dem hier behandelten Thema zu tun, ganz gewiß nicht. Schließlich sind die Meisten davon längst bankrott oder vom Töchterchen oder anderen freundlichen Menschen übernommen. Der ehemalige Besitzer, der hat jetzt anderes zu tun. Zusammen mit einem langjährigen Freund – Kosenamen Bibi – ein Serviceunternehmen für allerlei Drecksarbeiten zu leiten, was sonst?

    Zwei Dinge noch, zum Abschluss! Zwar war es kein beabsichtigter Promotion-Film „pro Mafia“, das Filmchen mit Marilyn nebst Freundin. ‚Blondinen bevorzugt’, ein roter Hering vielleicht? Wenn man es genau nimmt anscheinend schon. Zur umfassenden Entlastung vielleicht? Bei soviel übergebretzeltem unwahren Schmutz wie hier von Roberto und Mischa verabreicht. Die ‚cosa nostra‘ und wie sie alle heißen, sind doch alle sooo nette Leute und lustig, human sowieso, die wollen doch alle nur spielen. Ihr richtiger Name? So wie im Film – „Freunde der italienischen Oper“. Denen kann man doch gar nicht böse sein, auch wenn Bigboss „Kleiner Napoleon“ alles andere als lieb ist und gelegentlich ausrastet.

    Die zweite ‚Angelegenheit‘ allerdings stimmt mich nach wie vor mehr als nachdenklich, wo doch selbst intensive Recherchen einfach nur mißlungen sind. Ist so zwei Dekaden her, könnte – zugegeben – auch ein ‚hoax‘ gewesen sein. Aber damals gab es ja noch keine AI. Ein veritables Mitglied des Oberhauses im UK, dem House of Lords, hielt – wie ich mich noch gut zu erinnern vermag, den Namen allerdings vergessen – eine Rede im besten J’accuse-Stil zum Thema Mafia. Die Mafia plane – so verlautbarte er, ziemlich glaubhaft – einen pekuniären Anschlag auf das international Finanzsystem, es ginge um Milliarden – so hieß es – alles könne zum Erliegen kommen. Da stand er – der Lord oder war es ein Earl? – allein zwischen den Bänken, wie ein hochinfektiöses Bakterium im Agar. Nein, das Video auf YouTube konnte ich – obwohl ab und an immer wieder danach gesucht – nie wieder auffinden. Auch nie wieder was von besagtem Lord vernommen, seltsam.

    



    1. Vor ’89 musste man im Westen noch so tun, als ob, damit die dummen Schäfchen nicht dem roten Wolf zum Opfer fallen oder selbst auf unkeusche Gedanken kommen. Es gab auch noch kein Netz und Souschelmidia mit einer gigantischen (Des-)Informationsflut rund um den Globus. Vieles blieb im „Dunkel der Zeit“. Seither wurde es aber immer freimütiger. Jetzt glauben sie, auch noch die letzten Masken fallen lassen zu können. Es gibt ja keine echte Opposition mehr, zumindest keine, die annähernd in der Lage wäre, Handtuch und Liege zu kriegen, um selbst darauf Platz zu nehmen.

        1. Das mit dem Handtuch und der Liege habe ich auf das herrschende neoliberale Parteienkartell transferiert. Das will auch seinen Platz an der Sonne behalten.😉

  10. Ganz so brutal würde ich das nicht ausdrücken aber Merz ist als Transatlantiker den US gegenüber auch dann weisungsgebunden, wenn sein US-Chief mal wieder frei zu drehen scheint, obwohl davon absolut nicht die Rede sein kann, weil Merz in dieser Hinsicht nichts weiter ist, als ein winziger Teil einer unbesiegbaren Befehlskette.

    Wenn Merz nicht spurt, werden das Verhältnis zu unserem transatlantischen Nachbarn vielleicht Chrupalla oder Weidel richten müssen und dabei sollte klar sein, dass sie Merz zunächst so lange politisch kannibalisieren werden, bis sich dieser selbst sein politisches Leben nimmt und sein Ruhestandsgehalt als Bundespolitiker in Anspruch nehmen darf, obwohl seine Lebensleistung eher überdurchschnittlich war oder wenigstens nicht so unterirdisch, dass ihm deswegen seine gewaltige Pension aberkannt werden könnte. Ich kenne euch kleine Ratten aber. Sobald sich mal ein Westpolitiker erste Sporen verdient hat, fallt ihr auch schon wieder über ihn her. Lasst ihn doch erst mal einfach sein Transatlantikding nach Hause bringen. Unsere Ostfront hält das auf jeden Fall aus.

  11. Leider haben die genannten Herren Merz und Trump zusätzlich noch keinen Stil sondern wirken trottelig.
    Ein Capo weiß wenigstens wie man sich anzieht und wann man besser schweigt. Es wäre sowieso traumhaft wenn mal wieder mehr geschwiegen würde. Mehr Stille täte allen Bewohnern des Planeten gut.

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