
Die Frage, mit der sich der Rat befassen muss, lautet, ob ein Mitgliedstaat – durch Gewalt, Zwang oder wirtschaftliche Strangulierung – das Recht hat, über die politische Zukunft Venezuelas zu entscheiden oder Kontrolle über dessen Angelegenheiten auszuüben.
Anmerkung der Redaktion: Die folgenden Ausführungen wurden von Jeffrey D. Sachs, Präsident des UN Sustainable Development Solutions Network und Direktor des Center for Sustainable Development an der Columbia University, während einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats am Montag, dem 5. Januar 2026, in New York City gehalten.
Herr Präsident, verehrte Mitglieder des Sicherheitsrats,
die Frage, mit der sich der Rat heute befasst, ist nicht die Art der Regierung Venezuelas.
Die Frage ist, ob ein Mitgliedstaat – durch Gewalt, Zwang oder wirtschaftliche Strangulierung – das Recht hat, über die politische Zukunft Venezuelas zu entscheiden oder Kontrolle über dessen Angelegenheiten auszuüben.
Diese Frage betrifft unmittelbar Artikel 2 Absatz 4 der Charta der Vereinten Nationen, der die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines Staates verbietet.
Der Rat muss entscheiden, ob dieses Verbot aufrechterhalten oder aufgegeben werden soll.
Eine Aufgabe dieses Verbots hätte schwerwiegende Folgen.
Hintergrund und Kontext
Seit 1947 hat die Außenpolitik der Vereinigten Staaten wiederholt Gewalt, verdeckte Aktionen und politische Manipulation eingesetzt, um einen Regimewechsel in anderen Ländern herbeizuführen. Dies ist eine sorgfältig dokumentierte historische Tatsache. In ihrem Buch Covert Regime Change (2018) dokumentiert die Politikwissenschaftlerin Lindsey O’Rourke allein zwischen 1947 und 1989 70 versuchte US-Operationen zum Regimewechsel.
Diese Praktiken endeten nicht mit dem Kalten Krieg. Seit 1989 gehören zu den wichtigsten Regimewechseloperationen der Vereinigten Staaten, die ohne Genehmigung des Sicherheitsrats durchgeführt wurden, unter anderem: Irak (2003), Libyen (2011), Syrien (ab 2011), Honduras (2009), Ukraine (2014) und Venezuela (ab 2002).
Die dabei angewandten Methoden sind gut etabliert und gut dokumentiert. Dazu gehören offene Kriegführung, verdeckte Geheimdienstoperationen, Anstiftung zu Unruhen, Unterstützung bewaffneter Gruppen, Manipulation der Massen- und sozialen Medien, Bestechung von Militär- und Zivilbeamten, gezielte Attentate, Operationen unter falscher Flagge und Wirtschaftskrieg mit dem Ziel, das zivile Leben zum Erliegen zu bringen.
Diese Maßnahmen sind gemäß der UN-Charta illegal und führen in der Regel zu anhaltender Gewalt, tödlichen Konflikten, politischer Instabilität und großem Leid der Zivilbevölkerung.
Der Fall Venezuela
Die jüngste Bilanz der Vereinigten Staaten in Bezug auf Venezuela ist eindeutig.
Im April 2002 wussten die Vereinigten Staaten von einem Putschversuch gegen die venezolanische Regierung und billigten diesen.
In den 2010er Jahren finanzierten die Vereinigten Staaten zivilgesellschaftliche Gruppen, die sich aktiv an regierungsfeindlichen Protesten beteiligten, insbesondere im Jahr 2014. Als die Regierung hart gegen die Proteste vorging, verhängten die USA eine Reihe von Sanktionen. Im Jahr 2015 erklärte Präsident Barrack Obama Venezuela zu einer „ungewöhnlichen und außerordentlichen Bedrohung für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der Vereinigten Staaten“.
Im Jahr 2017 diskutierte Präsident Trump bei einem Abendessen mit lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs am Rande der UN-Generalversammlung offen die Option einer Invasion der USA in Venezuela, um die Regierung zu stürzen.
Von 2017 bis 2020 verhängten die USA umfassende Sanktionen gegen die staatliche Ölgesellschaft. Die Ölproduktion sank von 2016 bis 2020 um 75 Prozent, und das reale Pro-Kopf-BIP (KKP) ging um 62 Prozent zurück.
Die UN-Generalversammlung hat wiederholt mit überwältigender Mehrheit gegen solche einseitigen Zwangsmaßnahmen gestimmt. Nach internationalem Recht ist nur der Sicherheitsrat befugt, solche Sanktionen zu verhängen.
Am 23. Januar 2019 erkannten die Vereinigten Staaten Juan Guaidó einseitig als „Interimspräsidenten“ Venezuelas an und froren am 28. Januar 2019 venezolanische Staatsvermögen im Ausland in Höhe von rund 7 Milliarden US-Dollar ein und übertrugen Guaidó die Verfügungsgewalt über bestimmte Vermögenswerte.
Diese Maßnahmen sind Teil der seit mehr als zwei Jahrzehnten andauernden Bemühungen der Vereinigten Staaten um einen Regimewechsel.
Jüngste globale Eskalation der Vereinigten Staaten
Im vergangenen Jahr haben die Vereinigten Staaten Bombenangriffe in sieben Ländern durchgeführt, von denen keiner vom Sicherheitsrat genehmigt wurde und keiner im Rahmen der Charta als rechtmäßige Selbstverteidigung durchgeführt wurde. Zu den Zielstaaten gehören Iran, Irak, Nigeria, Somalia, Syrien, Jemen und nun auch Venezuela.
Im vergangenen Monat hat Präsident Trump direkte Drohungen gegen mindestens sechs UN-Mitgliedstaaten ausgesprochen, darunter Kolumbien, Dänemark, Iran, Mexiko, Nigeria und natürlich Venezuela. Diese Drohungen sind in Anhang I dieser Erklärung zusammengefasst.
Was heute auf dem Spiel steht
Die Mitglieder des Rates sind nicht aufgefordert, über Nicolás Maduro zu urteilen.
Sie sind nicht aufgefordert, zu beurteilen, ob der jüngste Angriff der Vereinigten Staaten und die anhaltende Seeblockade Venezuelas zu Freiheit oder Unterwerfung führen.
Die Mitglieder des Rates sind aufgefordert, das Völkerrecht und insbesondere die Charta der Vereinten Nationen zu verteidigen.
Die realistische Schule der internationalen Beziehungen, die am brillantesten von John Mearsheimer formuliert wurde, beschreibt den Zustand der internationalen Anarchie treffend als „die Tragödie der Großmachtpolitik“. Der Realismus ist daher eine Beschreibung der Geopolitik, keine Lösung für den Frieden. Seine eigene Schlussfolgerung lautet, dass internationale Anarchie zu Tragödien führt.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Völkerbund gegründet, um die Tragödie durch die Anwendung des Völkerrechts zu beenden. Doch die führenden Nationen der Welt versäumten es in den 1930er Jahren, das Völkerrecht zu verteidigen, was zu einem erneuten Weltkrieg führte.
Aus dieser Katastrophe ging die Vereinten Nationen hervor, als zweite große Anstrengung der Menschheit, das Völkerrecht über die Anarchie zu stellen. Mit den Worten der Charta wurde die UNO gegründet, „um künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal in unserem Leben unermessliches Leid über die Menschheit gebracht hat“.
Angesichts der Tatsache, dass wir uns im Atomzeitalter befinden, darf ein Scheitern nicht wiederholt werden. Die Menschheit würde untergehen. Es gäbe keine dritte Chance.
Vom Sicherheitsrat geforderte Maßnahmen
Um seinen Verpflichtungen aus der Charta nachzukommen, sollte der Sicherheitsrat unverzüglich folgende Maßnahmen beschließen:
- Die Vereinigten Staaten müssen unverzüglich alle expliziten und impliziten Drohungen oder die Anwendung von Gewalt gegen Venezuela einstellen und unterlassen.
- Die Vereinigten Staaten müssen ihre Seeblockade und alle damit verbundenen militärischen Zwangsmaßnahmen, die ohne Genehmigung des Sicherheitsrats durchgeführt wurden, beenden.
- Die Vereinigten Staaten müssen ihre Streitkräfte unverzüglich aus Venezuela und aus dem Umkreis Venezuelas abziehen, einschließlich aller nachrichtendienstlichen, maritimen, luftgestützten und anderen vor Ort stationierten Mittel, die zu Zwangsmaßnahmen eingesetzt werden.
- Venezuela hält sich an die Charta der Vereinten Nationen und die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geschützten Menschenrechte.
- Der Generalsekretär ernennt unverzüglich einen Sonderbeauftragten, der beauftragt ist, mit den relevanten venezolanischen und internationalen Akteuren in Kontakt zu treten und dem Sicherheitsrat innerhalb von vierzehn Tagen Empfehlungen im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen vorzulegen, und der Sicherheitsrat befasst sich weiterhin dringend mit dieser Angelegenheit.
- Alle Mitgliedstaaten sollen sich in strikter Übereinstimmung mit der Charta von einseitigen Drohungen, Zwangsmaßnahmen oder bewaffneten Aktionen außerhalb der Autorität des Sicherheitsrats enthalten.
Zum Schluss
Herr Präsident, sehr geehrte Mitglieder,
der Frieden und das Überleben der Menschheit hängen davon ab, ob die Charta der Vereinten Nationen ein lebendiges Instrument des Völkerrechts bleibt oder in die Bedeutungslosigkeit versinkt.
Das ist die Entscheidung, vor der dieser Rat heute steht.
Vielen Dank.
Diese Rede erschien erstmals im englischen Original bei Common Dreams.
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Wer tatsächlich noch an die UN, UNO/WHO oder gar an das Völkerrecht glaubt, ist mehr als naiv!
Spätestens seit Ruanda 1992 sind die bei mir durch.
Völlig richtig!
Aber bei mir waren die schon eher durch
Die Frage ist: was ist die Alternative?
Derzeit scheint es keine Alternative zu geben. Wir erleben die Rückkehr des Rechts des Stärkeren und eine immense Heuchelei. Wenn die richtige Seite handelt, ist es gut, wenn die feindliche Seite handelt, ist es das ultimativ böse und wird beim internationalen Gerichtshof angeklagt. Wenn es Netanyahu ist, weiß man nichts mehr zu sagen. Wir sind auf dem Weg zur Rückkehr in den Urzustand, Krieg aller gegen aller. Und wir schauen machtlos zu.
Schlimmer noch, wir werden mitgezogen, weil wir Teil eines Bündnisses sind, weil wir den Zeitpunkt und die Maßnahmen versäumt haben, uns daraus zurückzuziehen. Wir werden mitgefangen, mitgehangen.
Die UN ist genau so ein Debattierclub wie ihr Vorgänger der Völkerbund und wird auch genau so auf der Müllhalde der Geschichte enden.
Völkerrecht lebt davon, dass man Verstöße dagegen aufzeigt. Würde man dies Unterlassen, wäre es tatsächlich nutzlos. Man würde das Ziel eines internationalen Rechtsverständnisses aufgeben und vor dem Recht des Stärkeren kapitulieren.
Das ist ja alles sehr richtig und schön formuliert!
Aber was bringt das?
Die gesamte UNO ist doch von vornherein zahnlos konzipiert, die Resolutionen sind wertlos, wie man besonders deutlich am Beispiel Israel sehen kann.
Der Sicherheitsrat ist von den Siegermächten des zweiten Weltkrieges als ständige Mitglieder mit Vetorecht dominiert. Heute sowieso ein Anachronismus, da England und Frankreich spätestens seit der Suezkrise 1956 keine wirkliche weltpolitische Bedeutung mehr haben!
Eigene Streitkräfte und Machtmittel wurden der UNO bei Gründung nicht zugestanden!
Appelle von Generalsekretären verhallen folgenlos und das eine vollkommene Null wie Baerbock dort das Hämmerchen schwingen darf, ist ein Symbol für das tatsächliche Ansehen dieser Institution!
Viele Staaten, vor allem natürlich auch die USA halten es überhaupt nicht für nötig, ihre Pflichtbeiträge zu zahlen!
Zum Eintreiben der Gelder hat die UNO keine Möglichkeiten!
Die UNO wird die Geschicke des Planeten genau so wenig wenden können, wie der Völkerbund es konnte!
Daher ist das ganze hier Abdruckte zwar gut und richtig, aber wie üblich folgenlos!
Die UNO kann man getrost abhaken!
👍👍👍, und die MS-Medien dazu auch, nutzlos und gefährlich, am ehesten ist noch der Wetterbericht hilfreich, wenn man keine anderen Möglichkeiten der Wettervorhersage hat, der Rest ist Gift fürs Gehirn und für den Magen.
@Wunderlich
Da mit dem Wetterbericht auch nicht mehr viel los ist reicht auch morgends ein Blick aus dem Fenster oder man hält sich einen https://wetterfrosch-sunny.de/wp-content/uploads/2023/05/cropped-LERNE-ERLEBE-MIT-WETTERFROSCH-SUNNY.png
Da gilt immer noch die alte Bauernregel: Wenn’s s nicht regnet, bleibt es trocken!
Interessant ist die Frage, eher warum sich gerade auch Russland und China zu den Zielen der UN/WHO bekennen?
Weil sie es (im Moment) nützlich für sich erachten.
@Wallenstein
👍👍👍👍👍
@Wallenstein ich stimme in allen Punkten zu 👍
Das hat Prof. Leopold Kohr bereits vor 70 Jahren erkannt und darüber gesprochen und geschrieben.
Zitat aus: „Weniger Staat – Gegen die Übergriffe der Obrigkeit“
Teil III der Wert des kleinen Staates. S.82 – S.85 in Auszügen. Copyright 1962
Groß- und Kleinschreibung der KI geschuldet.
„Zwei Wege scheinen sich daher anzubieten. Der eine wäre, sie aufzulösen und nichts an ihre Stelle zu setzten – was zwar nicht unbedingt besser wäre, aber billiger.
Was wäre zu tun, um die sich mühsam durchkämpfenden Vereinten Nationen in ein erfolgreiches Unternehmen zu verwandeln?
wie anfangs angedeutet, sind Friede und Sicherheit nur innerhalb einer in sich geschlossenen Einheit aufrecht zu erhalten. da die Ziele als total und unteilbar gelten, können Sie so lange nicht erreicht werden, wie souveräne Staaten nebeneinander bestehen. um einen unteilbaren Frieden zu haben, müssen diese Staaten daher eine unteilbare Einheit bilden. mit anderen Worten, die Vereinten Nationen müssen ihre Struktur aus einer Vielheit zur Einheit umwandeln, aus einer Versammlung der Nationen in einen integrierten weltstaat, der seine Gewalt nicht aus einer widerruflicher Zustimmung seiner Mitglieder, sondern aus sich selbst bezieht. wenn aber die mitgliedstaaten das Recht verlieren sollen, die machtbefugnisse, die sie dem weltstaat abzutreten haben, rückgängig zu machen, dann dürfen Sie dazu auch nicht mehr die Macht besitzen. da diese macht, die Macht des Veto, im Verhältnis zur Größe des betreffenden Staates steht, muss eine zukünftige weltregierung einen von zwei Wegen gehen. sie muss entweder eine exekutivgewalt entwickeln, die stark genug ist, um ihre Entscheidungen auch den größten mitgliedsstaaten aufzuzwingen, oder die Staaten, die das vetorecht aufgeben sollen, auf ein größenmaß zurückführen, dass diese daran hindert, das Veto anzuwenden.
folgt sie der ersten alternative, so wird sie durch Stärke regieren-was unmöglich ist, weil nur die auf das vetorecht verzichtenden großmächte selbst eine so gewaltige Macht besitzen. welches Interesse können Sie aber daran haben, eine Organisation zu stärken, deren hauptziel es ist, sie abzulösen? folgt sie der zweiten Alternative, so wird sie auf die erprobte Art der alten Römer herrschen durch Teilung. sie müsste dann innerlich, wie die Vereinigten Staaten, aus kleinen, leicht zu handhabenden mitgliedstaaten zusammengesetzt sein. die Preußen der Welt müssen verschwinden.
das bedeutet nicht, dass ich die Schaffung eines universellen Staates befürworte. es bedeutet nur, dass eine Welt, die totalen, unteilbaren und dauernden Frieden will, auch einen totalen und unteilbaren Staat, eine allumfassende Obrigkeit haben muss. und wenn Sie diese allumfassende Obrigkeit wünscht, muss sie entweder für eine unerschwinglich teure und ungeheure exekutiv Gewalt sorgen oder eine erhebliche Verkleinerung der souveränen Nationalstaaten bewirken.
die Frage jedoch die wir hier gestellt hatten, war nicht, ob die Vereinten Nationen oder ein weltstaat existieren sollten, sondern ob die gegenwärtige Organisation bestehen kann. im Augenblick ist ihre Struktur so beschaffen, dass sie nur so lange funktionieren kann, wie die fünf großen ihr das gnädig erlauben diese sind um so viel größer als die anderen Nationen, übrigens auch als die Vereinten Nationen, dass sie gegen alles und jedes ihr Veto einlegen können, von der Existenz Gottes bis zum funktionieren des eigenen Unternehmens. um keine Zweifel an der letzten Behauptung zu lassen haben sie sogar das Wort Organisation aus dem ursprünglichen Name gestrichen.
bis also eine radikale Veränderung in der grundstruktur der Vereinten Nationen erreicht wird, drückt sich ihr Wert sehr gut in der Warnung aus, die zum Schutz aller Besucher der vollversammlung auf jeder eintrittskarte zu lesen ist:
„die Vereinten Nationen haften nicht für Schäden, die der Person oder dem Eigentum des Inhabers dieser Karte zustossen.“
@ Monotomer Der englischsprachige Titel lautet:
>Freedom from Government<
Wir müssen Gesetze bekämpfen, die Politikern in irgendeiner Form Sonderrechte einräumen. Z.B. sollte Politikerimmunität kein Gesetz sondern eine Straftat sein.
Das gilt auch für weniger krasse Verhaltensweisen, als offene Gewalt (z.B. die Beteiligung der deutschen Bundesregierung am Völkermord in Gaza und dessen Verklärung als „Staatsräson“, das wiederum als angebliche Leere aus dem Holocaust). Was z.B. ein absolutes Unding ist, dass die Bundesregierung eine Schelle nach der anderen kassieren kann dafür, dass sie die Vorratsdatenspeicherung einführen will und sich einfach nur denkt: „wir werden es einfach solange versuchen, bis wir es durchbekommen“. Solch einem Verhalten muss ein harter strafrechtlicher Riegel vorgeschoben werden.
Ich bin für äußerst harte Gesetze gegen Politiker. Dass sie in besonderer Verantwortung stehen, sollte nicht dazu führen, dass ihre strafrechtliche Verfolgung defacto komplett ausfällt (maximal kommt es vielleicht zu einem Rücktritt und nicht einmal das ist gesichert), sondern im Gegenteil: dass sie diese Macht missbrauchen könnten muss besonders drakonische und harte Strafen zur Folge haben.
Politiker sind die größten Gewalttäter unter allen Erdenbewohnern. Kriege z.B. gehen zu 100 % IMMER nur von Politikern aus. Dass ausgerechnet diese schweren Kriminellen (meist verbunden mit manipulativem, psychopathischem Verhalten; und nein; das möchte ich nicht dazu verstanden wissen wieder nur mit dem Finger auf Andere zu zeigen; vor allem westliche Politiker sind damit gemeint) sich in einem völlig rechtsfreien Raum bewegen können, ist ein Skandal sondergleichen.
@Richard
Zu Absatz 2 & 3: Dazu bedarf es einer funktionierenden Gewaltenteilung mit einer unabhängigen Justiz; weder in der BRD, noch in der EU liegt diese Voraussetzung vor.
Die Exekutive ist übermächtig, die Parlamentarier sind durch Fraktionszwang und Abhängigkeit von einem Listenplatz weitgehend zahnlos (das sogenannte EU-Parlament hat nichtmal ein Initiativrecht!), die Staatsanwaltschaft ist weisungsgebunden, die zumindest obersten Richter sind politisch handverlesen und liefern Gefälligkeitsurteile.
Nur eine kleine Auflistung, was so alles schief läuft.
Und: Nein. It’s not a bug. It’s a feature.
Mir ist bewusst, dass das eine Forderung ist, die erst einmal Teil einer Debatte werden muss. Ich sehe keine andere Möglichkeit, um entsprechenden Druck aufzubauen. Die Menschen müssen einfordern, dass Politiker für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden. Dazu muss ihnen dieser Umstand erst einmal bewusst werden. Die Meisten glauben ja noch, dass diese Gesetzlosigkeit quasi ein Naturgesetz ist. Das sollten die Menschen aber nicht akzeptieren.
Ich verstehe Deinen Einwand.
Dennoch ein klitzekleiner Nachtrag.
Ich sehe unser beider Stellungnahmen in etwa so:
a) Reparatur ist möglich und notwendig
b) Reparatur ist unmöglich, daher Abriss und Neubau
Könnte das hinkommen? 😉
Ja. So könnte man es wohl sehen.
Die werden uns alles nehmen: https://report24.news/horrorgesetz-durchsuchungen-in-redaktionen-beerdigt-deutschland-so-die-pressefreiheit/
Absolut richtig!
Kohl hat es in der Spendenaffäre doch vorgemacht, die Verfassung brechen ist folgenlos, da nicht strafbewehrt.
Politiker können mit öffentlichen Geldern machen was sie wollen, da sie nicht in Regress genommen werden können, Beispiel Scheuer!
Also, ruhig die Verfassung brechen, aber richtig parken, sonst gibts Ärger!
Zuc @Richards Forderung habe ich schon mal vor nicht allzu langer Zeit von der Doku auf zdfInfo (oder so) zu Moorleichen berichtet. Da war sie also gehoben, die Moorleiche auf dem Bootssteg. Appetitlich sieht sowas ja nie aus, aber was dann offenbar wurde, das war dann doch mehr als widerlich. Das arme Wesen – wohl ein echter Vorfahr – hatte einen total zertrümmerten Hinterschädel oder war es eine von hinten durchgeschnittene Gurgel, egal. Dann hatten die Expertinnen und Experten auf dem Steg ihren Auftritt, Mutmaßungen ließen nicht lange auf sich warten, weshalb, wieso! Muß ein Häuptling gewesen sein – so hieß es sogleich, Häuptlinginnen gab es seinerzeit noch nicht, zumindest nicht allzu oft. Einer der wegen ‚mutmaßlicher‘ Schlechtleistung – miese Kartoffelernte oder was auch immer – wie vor der einstigen Ernennung gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft vereinbart wurde – vom Leben bis auf Weiteres schlussendlich völlig schmerzlos im Moor versenkt wurde. Wenn das so gewesen sein solte – donnerlütt – sowas nenne ich Konsequenz! Bei Anwendung dieses formidablen Amtsverfahrens heuer – na ja, jedenfalls gäbe es dann bestimmt keine Sondervermögen und auch keine Belobigungen für „Drecksarbeiten“ mehr. Und ob da noch große Lust für Staatsräsonggg’s aufkommen würde? Die geistige Bewältigung ‚komplexer Systeme‘ würde bestimmt auch zügiger vonstatten gehen, ei sischa doch!
@Richard
die EU will nicht nur die Vorratsdatenspeicherung einfuehren, die USA wollen mehr und die EU duckt sich…..
„EU-Länder bereiten sich darauf vor, den USA Zugriff auf biometrische Daten ihrer Bürger zu gewähren
USA wollen Fingerabdrücke und Gesichtsscans für visafreies Reisen, EU-Regierungen geben nach“
https://euractiv.de/news/eu-laender-bereiten-sich-darauf-vor-den-usa-zugriff-auf-biometrische-daten-ihrer-buerger-zu-gewaehren/
Mal wieder ein 100% Kommentar +++++
Danke dafür. Mir geht es vor allem darum das Denken zu verändern. Die Menschen (viel zu viele zumindest) glauben immer, was die Macht entscheidet seien quasi Gottgegebene Gesetze (sie setzen nicht einmal Maßstäbe, zumindest dann nicht, wenn sie sich nicht an gewisse zivilisatorische Regeln halten). Dem ist aber nicht so. Wir müssen zumindest eine Situation schaffen, wo sich die Mächtigen rechtfertigen müssen, nicht jene, die die Macht kritisieren.
Jeffrey Sachs: Krieg gegen Venezuela endet im Desaster – droht der 3. Weltkrieg?
https://www.youtube.com/watch?v=c0oOTXNhoUs
Trump erledigt derzeit alle Verbündeten Russlands, Venezuela, Iran, usw.. (Arbeitsteilung?)
Die iranische Führung soll bereits in Erwägung ziehen nach Russland zu fliehen.
Munz jubelt auf ntv schon über eine weitere Niederlage Russlands, auch soll ein hoher russischer General den russischen Präsidenten für den Ukrainekrieg scharf kritisisiert haben. Da bleibt natürlich die Frage ob der bereits auf der Gehaltsliste der USA und ein Putsch gepalnt/bevorsteht???
Der Westen wird in seiner Aggressivität leider von vielen Leuten unterschätzt.
Fazit: Gespaltene Zunge und seine Vasallen in Europa werden den Krieg weiter führen um ihre Macht zu sichern, notfalls mit dem Nerobefehl.
Ich befürchte, diese Welt ist nicht mehr zu retten.
Na hoffentlich!
Dass Trump Iran, China und Indien erledigt (hat) können Sie wie belegen? Es ging Ihnen doch um die Verbündeten der Russischen Föderation, oder? Ach, Nordkorea hatte ich noch vergessen. So, und nun schauen wir mal wie viele davon im Besitz langstreckenfähiger Raketen sind die sich auch mit Atomsprengköpfen bestücken lassen. Auch wenn es für den Moment nicht danach aussieht, so ist Trump mit der Aktion Venezuela gegen die Wand gelaufen.
Ich denke nicht, daß es im Fall Venezuela eine Rolle spielt, daß Russland ein Verbündeter ist. Den Schwachsinn (tschuldigung) hat doch kurz nach dem Überfall auch irgendso ein Ukraine-Fuzzi gebracht, wonach den Russen jetzt „die Ressourcen Venezuelas fehlen würden“. Welche sollten das sein? Öl hat Russland mehr als genug selbst. Und das muß nicht erst über die Weltmeere geschippert werden. Es sind die USA, deren Öldurst gestillt werden soll. Darum gehts.
Eher schon ist hier China zu nennen, die neben russischem Öl auch welches aus Venezuela und Iran beziehen. Die dürften nun noch enger an Russland gebunden werden. Ob das bezweckt war? Wenn ja war es kontraproduktiv.
Nerobefehl? Na klar doch, aber nicht ohne eine strikte Befolgung der auf den Souverän erweiterten Hannibal-Direktive! Notfalls – empfehlenswerterweise vor ihrer Anwendung – auf Wiki diesbezüglich vorbeischauen.
Es war klar, dass der US-Westen nicht kampflos in die neue Zeit gehen würde – aber er wird gehen.
Denn: Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen…
Der „Yes we can“-Maulheld Barrack erklärte Venezuela also schon 2015 zu einer erheblichen Bedrohung der US-amerikanischen Sicherheit und Außenpolitik.
Diese person of colour, umgangssprachlich oft immer auch noch als Neger bezeichnet, machte sich damit (wiederholt) zum „Neger“ von US-Imperialisten und sonstigen Arschlöchern.
Es ist gut, wenn ein US-Amerikaner die Defizite US-amerikanischer Politik offen legt. Denn wenn diese Defizite bekämpft werden, fördert man auch das US-amerikanische Staatswohl, das von Usurpatoren missbraucht und dessen Verfassungsgehalt gefleddert wird.
Die USA werden aber von innen heraus zerfallen und nicht wegen fehlender Imperialismus Bekundigungen im Ausland.
@Luck
Nur weil jemand schwarz, gelb, rot, braun oder weiss ist, muss er noch lange kein besserer Mensch sein.
Gleiches gilt auch für Heterosexuelle, Lesben, Schwule und andere Identitäten.
……..und Juden!
@Träumer
Gleiches gilt selbstverständlich auch für alle Religionen, auch da gibt es überall gute und böse Menschen.
Seit wann ist ‚Burch ZION‘ eine Religion? Geht’s noch?
@Otto:
Das habe ich auch gar nicht behauptet.
Mit dem Wortspiel wollte ich nur aufzeigen, was der Unterschied ist beim Gebrauch eines mittlerweile irgendwie verfemten Wortes.
Das Schlimme am Inhalt ist aber, dass ein „Intellektueller“ wie Obama etwas behauptet, was eigentlich nur Doofe und Schäbige machen. Ich dachte, dieser Schwachsinn wäre auf dem Alters-Senilen gewachsen.
Würden die Massenmedien ihren Auftrag als 4. Säule der Demokratie erfüllen und das Volk INFORMIEREN anstatt wie devote Huren die Narrative der Mächtgen zu verbreiten, hätten die Menschen wenigstens eine Chance gegen solche Politik vorzugehen.
GENERALSTREIK JETZT!
Niemals…
Das würde ja die „finanzielle Sicherheit“ des Staatsbürgers in Gefahr bringen 😇
Streiken muss man sich erstmal leisten können, das ist ein Fakt. Davon abgesehen sind Deutsche halt auch Deutsche und keine streitlustigen Franzosen (die m.E. allerdings auch nicht mehr viel gegen ihre Eliten erreichen).
warten Sie mal ab, wenn vd Leyen am 12. Januar in Paraguay das Mercosur Freihandelsabkommen unterschreibt, danach werden die franzoesischen Bauern, vielleicht noch die italienischen auf die Strasse gehen, waehrend der deutsche Bauer brav in den Stall geht, seine Rinder/Schweine zaehlt und ein paar Fotos macht, zur Erinnerung!
Du würdest für Venezuela generalstreiken? Also ich gebe zu, dass ich viel zu wenig darüber weiß, eben weil wir von keiner Seite neutral informiert werden und ich auch die Sprache nicht beherrsche oder auch nur das Land näher kenne.
Aber von oben betrachtet sieht das für mich wie ein Zielkonflikt aus, wenn wir generalstreiken, verliert unsere Wirtschaft noch mehr und Trump kann sich die Hände reiben (jeder Streiktag mehr, spielt ihm in die Karten), die sind ja schon massiv beschäftigt, unsere Industrie abzuwerben…
Gegen den Ukrainewahnsinn oder die Gaza-Massaker (bzw. immer nur die deutsche Beteiligung daran, wir können ja letztlich nur unsere Politiker unter Druck setzen) würde ich sowas eher in Erwägung ziehen.
„…eben weil wir von keiner Seite neutral informiert werden…“
Mit diesem – pardon – dummen Geschwätz kannste alles vom Tische wischen!
Warum wohl diese tolle Maxime in die Leitlinien vom RSK 2.0 und in die Troll-Fibel aufgenommen wurde?
Für dann, wenn gar nichts mehr sonst geht? Als alelrletzte Ausrede?
Mit seiner Kidnapping-Aktion in Venezuela hat Trump gezeigt, daß er zu allem fähig und willens ist.
Er täuscht Verhandlungen vor, tut so, als ob er einen „Deal“ anstrebt, aber im Hintergrund laufen dann seit Monaten schon Vorbereitungen für militärische Aktionen, Angriffe, Attacken, Entführungen, Ermordungen, Hinrichtungen.
Ja, er ist ein lupenreiner Massenmörder und Psychopath, der an der Spitze des mächtigsten Landes der Erde steht.
Da wird z.B. über Monate kurz vor der Brandungswelle vor Caracas Don Don’s Armada – die vom D-Day vierevierz’ge ein Dreck dagegen – vorgehalten und was erzählen uns unsere Medien? Genau, sowas wie „die wollen nur spielen“! Und was? „Schwanensee“ vielleicht? Schaun mermal!
Google vermeldet:
„Was ist die Geschichte von Schwanensee?
Übersicht mit KI
Schwanensee erzählt die tragische Liebesgeschichte von Prinz Siegfried und der Prinzessin Odette, die vom bösen Zauberer Rotbart in einen Schwan verwandelt wurde und nur nachts menschliche Gestalt annimmt; ihr Fluch kann nur durch wahre Liebe gebrochen werden, doch Siegfried wird auf einem Ball von Rotbarts Tochter Odile getäuscht, was zu einem tragischen Ende führt, das oft in der ewigen Vereinigung der Liebenden im Tod gipfelt. “
Stimmt irgendwie, passt scho! Man muß nur das Schwergewicht auf die richtige Person fokussieren!
…und was sagen die Rechten „Heilsbringer“ dazu
Endlich mal so richtig aufräumen und den Stall ausmisten, ja das wollen die Rechten wie 1933 auch heute wieder. Dazu Franz-Josef Degenhardt „Hier im Innern des Landes“ https://www.youtube.com/watch?v=SRcxBTcG_Ps&list=RDSRcxBTcG_Ps&start_radio=1
„Appetit auf mehr: Rechte deutsche Politiker zu Venezuela“
Ihre überhaupt nicht klammheimliche gemeinsame Freude über den US-Terror in Caracas, die Entführung des Staatspräsidenten und den neuen Diebstahl venezolanischen Öls drückten die meisten CDU- und AfD-Politiker – vom Kanzler aufwärts – mit gleichen Worten aus.
Friedrich Merz: »Nicolás Maduro hat sein Land ins Verderben geführt. Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex.«
Der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Markus »Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt« Frohnmaier: Venezuela gelte »als zentraler Urheber des Kokainschmuggels nach Europa«.
Sowie: »Eine abschließende Bewertung ist verfrüht.« Das CDU-geführte Auswärtige Amt gab eine Reisewarnung aus und schwieg ansonsten.
Den die Rechte angeblich einenden Begriff »Souveränität« erwähnt allein die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch: Für Venezuela gilt er nicht wegen »kommunistischem Machthaber« und »Wahlbetrug«.
Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/515010.appetit-auf-mehr.html
Krah AFD äussert sich wie folgt
„Der Angriff auf die Souveränität eines Landes interessiert Rechte nicht, wenn es die Richtigen trifft“
Doch so offen wie Reichelt feiern nur wenige den Angriff. Paradigmatisch für die Linie, die in der AfD wohl viele teilen, ist eher ein Post von Maximilian Krah.
„Lesen Sie endlich Schmitt!“, riet er einem rechten Kritiker der Angriffe. Gemeint ist der NS-Jurist Carl Schmitt, der schon 1939 das Konzept der Großraumordnung erarbeitete.
https://www.ueberrechts.de/p/der-angriff-auf-die-souveranitat-usa-venezuela-trump-maduro
https://x.com/KrahMax/status/2007421806659973589
Krah ist doch der erste, der heult, sollte es ihn treffen.
Erhellend 👍
Wie die Franzosen sich positionieren hatte ich gestern auch gelesen.
Mit untertänigstem Verlaub, kann man uns nicht wenigstens einmal vor den Blauen verschonen in dieser bescheuerten Lage? Weder mit Hü noch mit Hott! Es nervt!
Jo mei, is halb so wild. Sieht man auch bei Grönland. Dort will Donnie nur einen Golfplatz bauen, um Schneegolf zu kreieren. Dann zwingt er das IOC Schneegolf ins Programm zu nehmen, da ansonsten er für das IOC keine Garantie übernehmen könnte, siehe Maduro. Welche Hürde könnte es dann noch geben, ihm den Nobelpreis für gelungene Aggressionspolitk, fälschlicherweise oft Friedenspreis genannt, zu verweigern?
Sollte sich die Ahnung, dass hier ein beidseitig abgekartetes Spiel stattfindet, eine militärische Auseinandersetzung zulasten der Bevölkerung zu verhindern, bewahrheiten, müsste Trump unbedingt der Friedenspreis zugesprochen werden. Dazu müsste dieser jedoch. neu geschaffen werden, der alte ist zu diskredidiert.
Dies wäre nicht die schlechteste Lösung.
„Der Sicherheitsrat sollte beschließen…“. Dies ist einer der Punkte, weshalb das Vorbringen einer solchen UN-Resolution reine Symbolpolitik ist. Die USA und andere werden ihr Veto einlegen; also wird nichts beschlossen.
(In Sachs‘ Antrag fehlt übrigens die Forderung nach sofortiger Freilassung von Maduro.)
Ansonsten ist und war die UNO ein zahnloser Tiger: leider. Die UNO sollte eine überlegene Macht sein, die die einzelnen Mitglieder zu bestimmten Verhalten zwingen kann. Aber wie sollte das gehen, wenn es Supermächte gibt, die sich an entsprechende Beschlüsse überhaupt nicht halten? Und wenn einen kleiner Staat, dem solche Vorgaben wiederholt auferlegt werden, sich nicht darum scheren muss, weil der Hegemon der Welt ihn davor bewahrt?
Ich weiß nicht, wie sich eine solche funktionierende Weltinstitution einrichten ließe. Die Wölfe müssten ja zuvor zu Lämmern sich entwickeln. Insofern: mehr als Symbolik kann ein solches Gebilde kaum sein. Trotzdem sollte die UNO nicht abgeschafft werden. Die Konsequenzen für den Zustand der Welt wären noch viel schlimmer als die aktuelle Wirklichkeit.
Horrende Illusion über die UNO. Die kann nur eine Plattform sein, wo die unterschiedlichen Interessen der konkurrierenden Staaten aus der Herrschaft des Kapitals diese zum Kompromiß und ohne Gewalt austariert werden können.
Die UNO als Teil einer Weltregierung jedoch ist ein strategisches Ziel der USA zur Beherrschung der Welt. Das kann nicht im. Interesse der Menschen/Völker sein.
Um Himmels Willen, ja keine solche Weltregierung!
Die haben wir doch schon, nur eben de facto! Bibi, Ben Gvir und Smotrich unter anderen (die Waldis bspw., der mit a und vorallem der mit zwei ‚o’s geben doch ihr Bestes! Und zu allem Überfluss erledigen sie auch noch unsere ‚Drecksarbeiten‘,! Da beschwere sich doch mal einer …
Das ist wohl leicht übertrieben. Lenkender Einfluß ist noch lange, lange keine Weltregierung a la US-Doktrin.
Mr. Sachs ist einer der personifizierten „Honeypots“ für den engagierten, modernen „Demokraten“ – besser für die „fleissige Bürger-Biene“.
Zunächst:
Es gibt eben auch andere Stimmen aus den USA, als Donald Trump, und das ist gut so 😉
Was Maduro angeht, da empfehle ich jedem sich mal etwas sachkundiger zu machen, die Entführung von ihm und seiner Frau mag durchaus völkerrechtswidrig sein, aber an den Vorwürfen gegen ihn, und seine Familie (nicht nur seine Frau, auch gegenüber seinen Stiefsöhnen gibt es seit Jahren Vorwürfe des Drogenhandels), scheint durchaus etwas dran zu sein.
Auch bei Maduro gilt die Sache ist wohl „grau“ und nicht „schwarz-weiß“ wie so manche Kommentatoren es gerne hätten.
Gruß
Bernie
Wenn man die Anlageschrift liest, sind die Vorwürfe vollständig konstruiert. Es werden ihm u.a. Verbindundungen zu einer Oraganistation vorgeworfen, die es schon seit 2013 nicht mehr gibt, und die Verbindung wird auch nur behauptet, ohne den geringsten Hinweis auf Fakten. Und dann auch noch Kokainschmuggel, die Kokakinplantagen in Venezuela sind ja weltbekannt.😂 vorgeworfen wird ihm auch die Besitz automatischer Waffen. Und das in den USA.
die Elite-Amis schämen sich nicht einmal für den Punkt in der Anklage „“Waffenbesitz““
die sind sowas von der Rolle
@Bodo, Rubis
Danke für die Hinweise, aber mir ging es ja mehr um die Stiefsöhne Maduros, und da las ich erst gestern was, dass in Richtung Drogenhandel gehen soll – wie schon erwähnt wir sollten die Sache wohl eher „grau“ betrachten, was die US-Sch….e gegen das Völkerrecht nicht geringer macht.
Der Artikel den ich gestern fand ist etwas älter – Trump 1.0, Guiado – kann also durchaus konstruiert sein, aber wie bei allem gilt besser abwarten und beobachten – die Sache eben „grau“ statt „schwarz-weiß“ sehen.
Dahinter gekommen bin ich übrigens als ich nach „Kinder“ und „Maduro“ gegoogelt habe – er hat ja keine eigenen Kinder nur Stiefsöhne, und die scheinen keine „Engelchen“ zu sein, aber wie bereits erwähnt der Vorwurf kann auch „konstruiert“ sein, und im langlebigen Netz bis heute so stehen geblieben sein…..ergo abwarten….“grau“ statt „schwarz-weiß“ sehen….. 😉
Gruß
Bernie
PS: Auch die Tochter des verstorbenen „sozialistischen“ Ex-Präsidenten Hugo Chavez soll ja keine Kostverächterin sein, und mit ihrem Reichtum regelrecht kapitalistisch protzen, aber das ist ein anderes Thema…..nur mal so als Exkurs erwähnt…..
Da ist mir jetzt aber das Niveau viel zu hoch. Wie konnte ich nur sowas ignorieren? Nicht auszudenken! Gut, dass diese Schlangengrube endlich ausgehoben werden konnte. Das haben die 70 Nasen rund um den Oberschurken + ein paar Zerquetschte beim ‚mutmaßlichen ‚Drogentransfer vorher aber schon verdient, verklappt zu werden. Oder, oder nicht?
Auf der gestern hier von mir eingerichteten Troll-IQ-Skala hier eine satte Minus Zwanzig!
Übrigens … Dr. Kimble war unschuldig. Von Stiefsöhnen ist nichts bekannt! Also nicht noch einmal nachforschen!
🧌 wieso qualifizieren Sie mich derart ab? Eine weitere Diskussion mit Ihnen hat sich wohl erübrigt 😁
Bernie
Da wären die Knäste in Dt. aber ziemlich voll, wenn die Eltern von eventuellen Drogenhändlern zur Ersatzverantwortung gezogen werden würden. Irgendwie verstehe ich ihren Kommentar nicht.
Egal, lassen wir das Thema mir ging es nur darum die Sache etwas weniger schwarz-weiß zu sehen nachdem ich über die Blick aus der Schweiz erfuhr, dass eben diejenigen die in Venezuela Sozialismus in neuester Version predigen auch nur Wasser predigen und selber Wein saufen ….
Der altbekannte Kapitalismus eben nix „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ ….
Sarkastische Grüße
Bernie
PS: Mal sehen wie lange Selenskij noch gefahrlos nach Trumps Washington D. C. pilgern darf ohne im Weißen Haus durch die CIA via Handschellen kaltgestellt zu werden *Sarkasmus*
Bernie
Ok
Vorsicht. Sie bewegen sich auf gefährlichem Eis. Mit dem Argument, dass da „etwas dran ist“, lässt sich letztendlich alles tendenziell rechtfertigen.
Also bitte nicht 2 oder mehrere Schweinereien miteinander vermischen.
@Ivo Genc
Mag schon sein was Sie schreiben, aber ich wollte ja nur darauf hinweisen, dass man die Sache mal „grau“ statt „schwarz-weiß“ betrachten soll 😉
Gruß
Bernie
Das Völkerrecht ist aber nicht grau, oder besser, es sollte nicht grau sein. Eine völkerrechtliche Bindung an „weisse Westen“ besteht ebenso wenig wie eine Bindung an demokratische Staatsformen (was man uns aber v.a. seitens der EU einreden will).
Stimmt auch wieder 😉
Es gibt auch schon lange allerhand Bemühungen der USA Maduro zu stürzen. Die Vorwürfe wegen Drogen stammen von der ersten Trump-Regierung. Bislang wurde jedoch keinerlei Beweis vorgelegt, dass Maduro Anführer eines Drogenkartells ist, noch dass das „Kartell der Sonne“, wie es von den USA bezeichnet wird, überhaupt existiert.
@b-s
Danke für die Hinweise – ich bleib dabei abwarten und schauen was an der Sache – außer Trump-Propagana dran ist – „Grausicht“ statt „Schwarz-Weiß-Sicht“ eben…..
Gruß
Bernie
Die völkrerechtliche Einordnung ist sehr klar. Das ist nichts grau. Die Entführung war rechtswidrig. Und der Vorwurf wegen Drogen ist auch nicht grau. Er ist eindeutig ein Vorwand. Selbst wenn Maduro koksen sollte oder an Drogenhandel verdient hätte, würde es nichts dran ändern.
@b_s
Habe ich was anderes behauptet?
Ich sehe es wie Sie was Maduros aktuelle Entführung und Anklage angeht- dennoch sehe ich die Sache eben nicht schwarz-weiß
Gruß Bernie
Und was tut ihr Grau dann zur Sache? Es ist eine innerstaatliche Angelegenheit, wie ein Land mit Drogen oder Korruption umgeht.
Da haben Sie natürlich auch einen Punkt 👍
@ Bernie ’s fixe Idee vom Schwarz weißfernseher. Wie oft denn noch ? Keinen Farbfernseher zu Hause, Alter ?
😁😅
„Grausicht“ statt „Schwarz-Weiß-Sicht“ eben…..“
Empfehle deshalb, sich für’s Erste sich erst einmal mit den Graugänsen von Konrad Lorenz zu befassen. Die sollen ja nach der verfrühten Nestflucht sich ja – so die nobelpreisbedachte Theorie – egal was für ein Wesen ihnen unterkommt, dieses für alle Zeiten als Motter anerkennen. Gibt zu denken, gelle?
Gut, vielleicht ist Buntsicht wohl der bessere Begriff statt Grausicht – das gibt Ihnen doch zu denken gell ?😉😁
@Bernie
Sehr geehrter Bernie,
ich könnte mir vorstellen, dass Sie auf weitere Anmerkungen nur noch wenig Lust haben, glaube aber, dass ich zu Ihrem Einwand doch noch etwas Substantielles beitragen kann.
Ich zitiere den Autor Michael Hollister:
„(…) Doch wer sich die Mühe macht, die drei wichtigsten internationalen Drogenberichte durchzulesen – den jährlichen World Drug Report des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), die Einschätzungen des International Narcotics Control Board (INCB) sowie die Berichte der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) – stellt fest: Venezuela taucht dort so gut wie gar nicht auf. Nicht als wichtiges Herkunfts-, Transit- oder Zielland. Kein Vergleich zu Kolumbien, Peru oder Mexiko. Lediglich ein kurzer Absatz am Rande erwähnt Venezuela überhaupt – ohne klare Belege, ohne Zahlen, ohne Struktur. (…)“
Kurze Zusammenfassung: Die Situation ist so grau wie ein weißes Blatt Papier, auf dem man eine Handvoll Komma-Zeichen verteilt.
Den gesamten Text finden Sie hier:
https://globalbridge.ch/venezuela-eskalation-mit-ansage-was-die-us-thinktanks-planten-wird-jetzt-realitaet/
Ich hoffe, ich konnte zur Klärung beitragen, ohne Ihnen zu sehr auf die Nerven zu gehen. 😉
@Alex_R
Danke für den informativen Text.
Sie haben natürlich Recht 😉
Gruß
Bernie
@Bernie:
„Was Maduro angeht, da empfehle ich jedem sich mal etwas sachkundiger zu machen“
Gute Idee.
„ILLICIT MANUFACTURING OF DRUGS (TABLE)“
https://www.unodc.org/documents/data-and-analysis/WDR_2025/Annex/9.1_Clandestine_laboratories_detected_and_dismantled.xlsx
Venezuela ist da jetzt nicht sooo der Bringer.
Da hätte Trump eher Gustavo Petro in Bogotá einsacken müssen, aber in Kolumbien sitzen sie ja schon mitten im Anbaugebiet.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1c/Amerikanische_Milit%C3%A4rst%C3%BCtzpunkte_in_S%C3%BCdamerika.png
Der „World Drug Report 2025“
https://www.unodc.org/unodc/data-and-analysis/world-drug-report-2025.html
ist auch hier noch einmal verlinkt:
https://amerika21.de/analyse/276810/venezuela-usa-geopolitik-oel-und-drogen
es gibt aber den USA nicht das Recht den Präsidenten eines souveränen Landes zu kidnappen, egal was dessen Söhne/Töchter rauchen, schnupfen, spritzen, schlucken oder kassieren.
Es geht um Öl, um Ressourcen, um Macht und Kontrolle.
@Rubis
Da kann ich Ihnen nur recht geben 😉
Gruß
Bernie
Ich halte die Aktion von Trump für einen großen Fehler, bzw. ein vollkommen falsches Signal. Ich schätze, dass es ihn massiv Sympathie und Anhänger kosten wird, nicht nur im eigenen Land. Viele „Rechte“ verteidigen ihn für die Aktion, aber er wurde auch von vielen gewählt, um eine christlichere, moralischere und friedlichere Politik zu machen und z.Z. sieht die Sache viel zu sehr wie ein simpler primitiver Raub aus… („make america great again“ enthält ja eine Unklarheit darüber, wie groß und auf Kosten von wem, deshalb fand ich den Spruch auch Schei**e) ob es letztendlich doch positiv oder ausschließlich negativ für Venezuela ist (deren eigene Eliten halte ich auch für mafiös und unfähig, weiß aber zu wenig über ihre konkrete Politik), wage ich nicht zu beurteilen, wir werden sehen.
Ob es für uns positiv oder negativ ist, ist übrigens auch schwierig abzuschätzen. Jede Aktion, egal wie verbrecherisch, ändert das Bewusstsein der Menschen und Politik und schafft u.U. neue Fronten, wo vorher Kungelei stattfand. Die Aktion wird offiziell nur vorsichtig verurteilt (etwas anderes war nicht zu erwarten, Trump kann jedem Land viele Probleme bereiten) aber die Sache dürfte allen Sezessionisten, die sich mehr von den USA abkoppeln wollen, Aufwind geben. Auch BRICS dürfte letztendlich gestärkt werden.
Im Prinzip ist auch positiv, dass Trump einen „Enthauptungsschlag“ gemacht hat, das ist zumindest kurzfristig sehr viel besser, als einen offenen Krieg zu beginnen. Jetzt wird sich zeigen, wie sehr die Venezulaner an Maduro hängen, oder ob sie sich letztendlich vielleicht mit einer Verbesserung ihrer Lebensumstände bestechen lassen, was eine engere Bindung an die USA zumindest theoretisch bringen könnte, wenn in den USA das Bewusstsein dafür da ist (und z.B. lokale Korruption mit aller Gewalt bekämpft wird).
Die Sache ist keine gute Entwicklung, aber derzeit m.E. auch nicht so katastrophal, wie viele sie im ersten Schock einschätzen. Enthauptungsschläge waren bisher ein Tabu, aber es werden im Kampf der Eliten noch viel mehr Tabus fallen, schätze ich, mal ist das fatal, mal einfach notwendig oder sogar positiv (wer wäre nicht froh, wenn Merz oder vdL von Putin entführt würden 😉 )?
Also wach und kritisch bleiben und Popcorn bereithalten (oder besser ein Notstromaggregat, Deutschland hat ja z.Z. seine eigenen Probleme und Konflikte).
Primitivste, widergekäute Narrativklitschen – sogenannte Langleygenden – sie leben hoch, hoch, hoch!
Dumme Einzeilerkommentare, aus denen nicht ersichtlich ist, was konkret kritisiert wird, leben hoch, hoch, hoch!
Oder nein, eigentlich sind sie vollkommen verzichtbar, du schreibst so, als ob ausgerechnet ich auf Geheimdienstlügen bereitwillig hereinfallen würde… das ist lächerlich. Wenn du glaubst, da was gefunden zu haben, benenn es gefälligst und widerleg es am besten auch gleich. viel zu labern ist ja normalerweise nicht dein Problem, wie ich aus deinen übrigen Kommentaren ableite.
Nur, weil ich ’ne Flasche Schampus öffnen würde, wenn ich hörte, dass Uschi vom Pferd fiel und sich den Hals brach, heißt das noch lange nicht, dass ich Putin -oder wem auch immer- ein Recht einräume, sie entführen zu dürfen!
Die UN-Charta gilt für alle – und sie verbietet derartige Aktionen!
Schampus hin oder her.
Globale Übereinkünfte sind immer nur Absichtserklärungen (da lügen sich die meisten Menschen in die Tasche, wenn sie das für übergeordnetes und durchsetzbares Recht halten), weil keine Instanz existiert, die einen Verstoß ahnden könnte (das gilt umso mehr, je mächtiger das regelbrechende Land ist).
Das war schon immer so… wenn wir ehrlich sind, haben die USA auch schon immer auf die Regeln geschi**en. Gefällt mir nicht, ist aber leider ein Fakt. Regelliebende (und -hörige) Deutsche tun sich besonders schwer, diese Realität zu aktzeptieren, geht mir selbst auch so…
Andererseits ist es eine nützliche Erdung, mal wieder an die Realität erinnert zu werden, Merz und Co glauben ja auch, sie könnten Putin eine Friedenslösung diktieren ohne ihn an den Gesprächen zu beteiligen, die haben das mit der Macht auch nicht so richtig kapiert, früher konnte das noch jeder intuitiv erfassen: ich kann nichts fordern, wenn ich nicht bereit und in der Lage bin, es auch durchzusetzen.
@Regenschein
„nicht durchsetzbar“ – da haben Sie zweifellos Recht. Aber:
„nicht übergeordnet“ – das würde ich anders sehen!
Insgesamt aber muss ich Sie wohl um Entschuldigung bitten: ich habe hier reagiert, ohne Ihre gesamte Antwort zu beachten, einfach in Bezug auf eine Formulierung, die für mich ein absolutes NoGo darstellt, konkret: Ihr vorletzter Absatz. Der geht für mich so wirklich gar nicht. Trotzdem: hätte nicht den Teil davor ignorieren dürfen.
Dennoch: dieser vorletzte Absatz geht nicht, er geht überhaupt nicht, er geht ganz und gar nicht; er geht so überhaupt nicht. Ist einfach so; Punkt.
Ich bitte Sie: denken Sie darüber noch einmal nach!
Und ich bitte Sie: ignorieren Sie meinen Einwand bitte nicht einfach – ziehen Sie in Betracht, dass er zumindest eine gewisse Berechtigung besitzt.
Du meinst den mit der vdL- und Merz-Entführung?
Ich wollte damit den empörten Kommentatoren eigentlich nur den Spiegel vorhalten, man lernt viel aus seinen eigenen Reaktionen, wenn man das Szenario einfach mal umdreht 🙂
Ich habe da ja ohnehin nichts zu sagen, für mich ist Weltpolitik nicht viel mehr, als ein großes Theater, bei dem die wichtigsten Entscheidungen ohnehin hinter der Bühne getroffen werden (da mache ich mir nichts vor, wir erfahren nur gefällige Bruchstücke der Wahrheit). Ich habe weder Merz gewählt, noch mag ich Frau vdL (die ich nichtmal wählen hätte können), sehr viel undemokratischer kann es kaum noch zugehen und ich halte beide für prinzipienlose Narzissten oder schlimmeres, die von eben so prinzipienlosen Massenmedien gedeckt und gepusht werden, egal was sie Übles anrichten (und das ist eine Menge).
Außerdem ist es, historisch gesehen, immer wieder so, dass sich Systeme „verrennen“, menschliche Modelle sind nämlich immer fehlerhaft. Man kommt aus einem fehlerhaften System aber nicht mehr heraus, ohne die Regeln desselben zu brechen! Man hätte die DDR oder das dritte Reich z.B. nicht von innen heraus gesetzeskonform reformieren können, weder war das Personal willig dazu, noch hätten Ideologie und Gesetze das zugelassen. Es muss immer einen mehr oder weniger harten Bruch geben! Glücklich die Länder, die das friedlich hinbekommen (wir sehen ja gerade, dass das selbst in Wahlokratien nicht ohne erhebliche Widerstände abgeht und auch die erhaltende Macht immer wieder die Regeln bricht und die Gegenseite im Extremfall dazu nötigt, das auch zu tun).
Einen solchen Umbruch erleben wir auch gerade international, weshalb ich fortgesetzt weitere Regelbrüche erwarte, bis sich eine neue Stabilität gebildet hat, die ganz anders aussehen kann und wird, als jetzt, auch wenn man vielleicht die Richtung schon erahnen kann. Ja, das macht mir auch alles ein bisschen Angst, Ungewissheit ist halt kein komfortables Gefühl und die Kräfte, die da walten, sind einschüchternd…
Die Anstrengungen, die Mühen von Jeffrey Sachs in allen Ehren, aber zu welchem Behufe sollen sie denn dienen? Wo doch der Brandstifter, Meuchelmörder und Völkerrechtss- und Menschen chänder höchstselbst ‚ das einzig wirksame‘ Veto-Recht im Sicherheitsrat hat. Da können alle anderen, selbst wenn es Russland&China sind – noch so im Quadrat hupfen. Wenn überhaupt was rauskommen sollte, doch nur um postwendend im Reisswolf und/oder in der runden Ablage zu landen, Miss Sophie zu Ehren: The same procedure as every time. Und die UNO – da hat unser veritabler OM-Außenbeauftragte und Chefankläger des Kapitalismus nebst den üblichen Verdächtigen, die uns alles nehmen werden, schon recht – ist doch zu nichts mehr zu gebrauchen, War sie ja auch nie. Schon von Beginn an, mit ihrer Ouvertüren-Schmierenkomödie anno Achtundvierz’ge war es offensichtlich geworden. Wieviel Resolutionen allein in jener causa braucht’s denn noch. Die Generalversammlung vielleicht? Ausgerechnet jene Entität, bei der die Trampoline den Hammer führt? Nee nee! Dieser Kittel ist geflickt, der Drops gelutscht!
Normalerweise müsste es jetzt ja heißen: MAN RUFE DEN EXORZISTEN! Aber, um Gottes, Allahs und vor allem Jawe’s Willen, woher soll der denn kommen? Wo doch selbst in Schlandiland – nach dem ersten aus Nickerchen aufschreckend längst die allein gültige ‚Sprachregelung‘ der RSK 2.0 zur allfälligen Beachtung eingetroffen zu sein scheint. Nun gut, die alleinseligmachenden Institutionen von ARD&ZDF wie auch die von RTL-TV und -Neuland (eNTenkanal) haben ja von Beginn den Schritt in die richtige Richtung eingeschlagen. Aber heute schon – drei Tage danach – hat man keine Hemmungen mehr sich aufzuerlegen. Jetzt heißt es faat unisono – „Jetzt geht’s los!“ Es muss wohl das Ende nahe sein, die letzte Hoffnung – wie es heißt – stirbt zuletzt. Und die scheint wohl allseits gestorben zu sein, wo doch selbst die Eidgenossen, die einst ach so neutralen, frisch, fromm, fröhlich und frei – laut ntv.de – dem Maduro-Clan die Bankkonten zu sperren müssen glaubte. Bravo, dafür gibt’s bestimmt ein Marienbildchen, von wem auch immer, Uschi vielleicht oder gar vom unter Komplexen leidenden Kanzler?
Wahrlich, habe die letzten zweieinhalb Tage genug „Informatives“ zu dieser arg schmutzigen causa lesen dürfen, nein – müssen. Auf OM aber auch anderswo. Selbst hier auf dieser Bühne wie auch bei denen zum Nachdenken irgendwie alles mit gebremstem Schaum, verzweifelt gelegentlich in die Satire flüchtend. Da sind ja die Komnentare – selbst die von den üblichen Trollen – noch aufmüpfiger, näher am Ernst der Realität. Die paar wenigen Hanseln und Hanselinnen in Schlandiland, die das alles vielleicht, wenn es nicht allzustark vom Wolkenkukucksheim abzulenken sollte, noch interessiert werden überschüttet mit „Informationen“ wie bspw. heute – direkt aus dem Gerichtssaal, der Oberschurke sei ziemlich „zappelig“ gewesen. Warum und wie er da hinWohergekommen ist – nö, das tut nichts zur Sache.
Gestern hatten wir es hier noch irgendwo mit der grassierenden, ekligen Doppel-Moral die hier in Groß-Schlandiland, die dann doch hie und da beklagt wird, teils sogar in allen Einzelheiten. Angewandt – moralinsauer – bezüglich Russland, Krieg, Unrecht, eben was auch immer und andererseits der Tag für Tag freundlicher werdenden, balsamierenden Bekundungen, was für ein Haderlump das Opfer nebst Ehegespons so gewesen sein mag.
Doch, doalitätch, es gibt Alternativen zur hiesigen Herstellung von ‚Markttransparenz‘. Nein, nicht die Blauen, gewiß nicht. Da muß man schon anderswo hinlangen. Heute z.B. auf meiner Lieblingswebsite, zu deutsch ‚Gegenschlach‘. Ein wahrer Tsunami an vernichtenden ‚Stellungnahmen“ allerlei Experten, selbst von ehemaligen Anal-Ysten der Centralen Illigenz Agentur. Nein, keine Bange! Ich stelle heute nichts mehr davon ein. Auf ein Traktat möchte ich allerdings verweisen, weil es so schön passt. Zwei Wortfolgen seien mir erlaubt, den Titel des Machwerk und die zentrale ‚Festlegung‘:
„Die moralische Bankrotterklärung des Westens kann nicht länger ignoriert werden“
Und
„Es gibt nicht einmal mehr den Anschein von Demokratie oder Befreiung. Nur noch Imperialismus in seiner nacktesten, heuchlerischsten Form.“
Möge es allen Leuten – in Verantwortung oder auch nicht – in den Ohren klingeln. Laut und deutlich, nein das ist kein Tinnitus der da anklopft, das ist die bittere Realität! Von diesen Herrschaften – den üblichen Verdächtigen – gedeckt und (un-)wohl auch mit verursacht. Ach, hatte ich doch einen schlümmen Traum letzte Nacht – Google’s KI-Übersicht als Menetekel an der Wand: gegenüber wabernd: „Mitgefangen, mitgehangen“ bedeutet, dass alle Beteiligten an einer Sache, insbesondere an einem Verbrechen oder einer schlechten Tat, auch die Konsequenzen tragen müssen – wer dabei war (mitgefangen), wird auch bestraft (mitgehangen). Die ursprüngliche Reihenfolge war „mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen“… „. Bin aufgeschreckt, gleich nachgeschaut und tatsächlich … Ei der Daus!
Nachtrag: Wer das gelesen hat, sollte auch das hier
https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Die-Kritik-an-Maduros-Entfuehrung-ist-laecherlich-id30209963.html
zur gefl. Kenntnis nehmen. So weit sind wir schon?
https://tkp.at/2026/01/06/schuesse-in-caracas-wie-ist-die-lage/
Schüsse in Caracas. ….
ich befürchte, das geht nicht gut aus.
Eingedenk der Tatsache, dass es hierzulande auch zu diesem „Thema“ meist nur ‚Schwanzeingezogens’ zu vermelden gibt, warum eigentlich nicht doch – das Einstellen?
Der Erstverwerter des Traktats wie auch der Autor haben bestimmt nichts dagegen …
deepl-Übersetzung von https://www.counterpunch.org/2026/01/06/the-moral-bankruptcy-of-the-west-can-no-longer-be-ignored/print/
CounterPunch+ Exklusivberichte – 6. JANUAR 2026
Die moralische Bankrotterklärung des Westens kann nicht länger ignoriert werden
HAMZA SHEHRYAR
Nach Monaten kaum verhüllter Drohungen, Missachtung des Völkerrechts und der brutalen Ermordung von Fischern in der Karibik haben Donald Trump und Marco Rubio erreicht, was sie sich vorgenommen hatten – wovor viele Linke seit Monaten gewarnt hatten. Am 3. Januar bombardierten die USA Ziele in ganz Venezuela und entführten Präsident Nicolás Maduro in einer Sonderoperation, bei der mindestens 40 Venezolaner getötet wurden. So abstoßend die
imperialistische Entführung des Führers einer souveränen Nation auch ist, so wenig überraschend ist sie.
Während des gesamten 20. Jahrhunderts führten die USA in ganz Lateinamerika Staatsstreiche durch, angetrieben von dem unerbittlichen Wunsch, Ressourcen abzuschöpfen, um den Magen des Ungetüms zu füllen. Zu den vielen Beispielen für von den USA unterstützte rechte Staatsstreiche gehört der Sturz der Regierung von Salvador Allende in Chile, der 17 Jahre Tyrannei unter der von den USA unterstützten Pinochet-Diktatur einläutete, in denen Zehntausende gefoltertwurden und verschwanden. Oder der Sturz von João Goulart in Brasilien im Jahr 1964, der zu 21 Jahren Militärherrschaft führte. Oder Argentinien im Jahr 1976; El Salvador und Nicaragua in den 1980er Jahren. Wenn man einen Dartpfeil auf eine Karte Lateinamerikas wirft, trifft man mit großer Wahrscheinlichkeit ein Land, das im letzten Jahrhundert von den USA unterstützte Raketen getroffen haben, um einen Regimewechsel zu erreichen.
Das Besondere daran ist jedoch die Offenheit, mit der der Empfänger des begehrten FIFA-Friedenspreises seine Verletzung des Völkerrechts und den Sturz eines ausländischen Staatschefs zur Schau stellt. Es gab keinen ernsthaften Versuch, diese Tat mit dem Begriff der Befreiung zu verschleiern, obwohlStenographen in den Unternehmensmedien und nützliche Idioten, die sich alspolitische Analysten ausgeben, diese Rolle eifrig übernommen haben. Trump hat offen erklärt, dass es bei der Invasion Venezuelas – die je nach den. Entwicklungen in den kommenden Tagen und Wochen dazu führen könnte, dass die ölreiche Bolivarische Republik der militärischen Besetzung durch die USA (wie Trump selbst angedeutet hat), der illegitimen Herrschaft der rechtsextremen Zionistin María Corina Machado oder einem Bürgerkrieg zum Opfer fällt – um den Zugang zu den riesigen Ressourcen Venezuelas geht. Dazu gehören die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt, die etwa 17 Prozent der weltweiten Reserven ausmachen.
„Die Ölkonzerne werden einsteigen, sie werden Geld ausgeben, und dann werden wir uns das Öl zurückholen, das wir ehrlich gesagt schon längst hätten zurückholen sollen“, sagte Trump nach Maduros Entführung. „Es kommt eine Menge Geld aus dem Boden. Wir werden für all das entschädigt werden. Wir werden für alles, was wir ausgeben, entschädigt werden.“
Es gibt nicht einmal mehr den Anschein von Demokratie oder Befreiung. Nur noch Imperialismus in seiner nacktesten, heuchlerischsten Form.
Wie der Putsch selbst sollte dieser Moment niemanden überraschen, der die rasante Aushöhlung des Völkerrechts und den Zusammenbruch jeder sinnvollen „regelbasierten Ordnung“ als Folge des Völkermords des zionistischen Apartheidstaates Israel in Gaza, unterstützt durch das US-Imperium, verfolgt hat. Die Weigerung, auch nur ansatzweise eine humanitäre Rechtfertigung für diesen illegalen, destabilisierenden Akt in Venezuela zu suchen, ist daher nur die jüngste Bestätigung eines Musters, auf das viele seit über zwei Jahren hinweisen: Was in Palästina geschieht, legt den Grundstein für das, was überall sonst geschehen wird.
Sultan Barakat, Professor für öffentliche Politik an der Hamad Bin Khalifa University in Katar, brachte es in einem Interview mit Al Jazeera auf den Punkt:
„Dies [die Entführung Maduros] ist wahrscheinlich der Sargnagel für jedes internationale Abkommen. Das Prinzip der staatlichen Souveränität wurde nun vollständig demontiert”, sagte er. „[Dies] steht im Einklang mit einigen Operationen, die Israel gemeinsam mit den Vereinigten Staaten im Libanon und im Iran durchgeführt hat. Sie legen die Messlatte jetzt viel, viel höher als wir es gewohnt sind – und weit über internationale Normen und das Völkerrecht hinaus.“
Die Machtverhältnisse haben sich grundlegend verändert. Das jüngste Beispiel dafür ist der imperialistische Sturz eines souveränen Staatschefs, der dem US-Kapital unbequem war. Vor zwei Jahrzehnten musste man dafür noch Massenvernichtungswaffen erfinden. Heute ist das nicht mehr nötig. Die US- Regierung kann nun nach Belieben Staatsstreiche durchführen, ohne dass dies hinterfragt wird oder Konsequenzen hat. Als Nächstes könnte sie dies in Kubaoder im Iran tun. Letztendlich wird diese Tyrannei, die keiner Rechenschaftspflicht unterliegt, alle erreichen, auch die Menschen in den USA selbst. Die Gier der herrschenden Elite kennt keine Grenzen. Besonders bestürzend ist inmitten des Chaos der letzten Tage die Reaktion der westlichen Verbündeten der USA, insbesondere der Europäischen Union, die diesen ungerechtfertigten Akt unkritisch begrüßt hat. Es ist nun völlig klar, dass die EU sich entschieden hat, sich völlig zu verrenken, um die USA und „Papa“ Trump zu beschwichtigen, und sich an das sinkende Schiff des amerikanischen Imperiums zu binden – sei es durch die Unterstützung von Trumps Wirtschaftskrieg gegen China, durch die Verpflichtung zum Militarismus, durch die Erleichterung des Völkermords in Gaza oder nun durch die Billigung des Sturzes souveräner Staatschefs.
Für eine Institution, die sich noch mehr als die USA mit dem Anschein von Liberalismus und Völkerrecht brüstet, ist ihre Weigerung, auch nur die mildeste Kritik zu üben, bezeichnend. Anstatt die illegalen Handlungen eines Schurkenstaates zu verurteilen oder sich davon zu distanzieren, reagierte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf die Entführung Maduros mit der Erklärung: „Die EU hat wiederholt gesagt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt, und hat sich für einen friedlichen Übergangeingesetzt.“
Emmanuel Macron, Frankreichs äußerst unbeliebter Präsident, der wiederholt gegen demokratische Normen verstoßen hat, indem er der Linken die Nominierung eines Premierministers verwehrte, obwohl die Nouveau Front Populaire bei den von ihm 2024 einberufenen vorgezogenen Parlamentswahlen die meisten Sitze gewonnen hatte, ging sogar noch weiter. „Das venezolanische Volk ist heute von der Diktatur Nicolás Maduros befreit und kann sich nur freuen. Durch die Machtübernahme und die Missachtung grundlegender Freiheiten hat Nicolás Maduro die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt.“ Dann fügte er hinzu, scheinbar ohne Rücksicht auf sein eigenes Verhalten seit 2024: „Der bevorstehende Übergang muss friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen.“ Nicht einmal eine symbolische Bezugnahme auf das Völkerrecht. Die Heuchelei ist erschütternd.
Das Gleiche gilt für ganz Europa und die regionalen Verbündeten der USA, von Keir Starmer bis Giorgia Meloni, von Javier Milei bis Daniel Noboa. Was hier offenbart wurde, ist nicht nur eine Verschiebung in der Ausübung des amerikanischen Imperialismus, sondern auch die vollständige Zerstörung selbst seiner rhetorischen Grenzen. Die USA und ihre Verbündeten werden ungestraft regieren, verwüsten und töten. Sie werden mit Kriegsverbrechern, autoritären Führern und Diktaturen zusammenarbeiten, wenn es ihnen gelegen kommt, und „ungeeignete” Regierungen stürzen, wenn es ihnen wünschenswert erscheint. Sie werden Russland für die Invasion der Ukraine sanktionieren und dann die USA dafür feiern, dass sie dasselbe in Venezuela tun.
Omar El-Akkads scharfe Worte in seinem ausgezeichneten Buch „One Day, Everyone Will Have Always Been Against This“ durchbrechen die Heuchelei dieser sogenannten westlichen, auf Regeln basierenden Ordnung: „Um die Werte der zivilisierten Welt zu bewahren, muss man eine Bibliothek in Brand stecken. Eine Moschee in die Luft sprengen. Olivenbäume verbrennen. Sich mit der Unterwäsche von Frauen kleiden, die geflohen sind, und dann Fotos machen. Universitäten dem Erdboden gleichzumachen. Schmuck, Kunst, Banken und Lebensmittel zu plündern. Kinder zu verhaften, weil sie Gemüse gepflückt haben. Kinder zu erschießen, weil sie Steine geworfen haben. Die Gefangenen in ihrer Unterwäsche vorzuführen. Einem Mann die Zähne auszuschlagen und ihm eine Toilettenbürste in den Mund zu stecken. Kampfhunde auf einen Mann mit Down-Syndrom loszulassen und ihn dann sterben zu lassen. Sonst könnte die unzivilisierte Welt gewinnen.“
Für alle, die wirklich daran glauben, dass alle Völker und Nationen gleich sind, ist die moralische Bankrotterklärung des Westens nun völlig offensichtlich. Gab es zuvor noch Zweifel, so sind diese nun unbestreitbar. Die neokoloniale Aufteilung der Welt in Arm und Reich kann nicht länger rationalisiert oder ignoriert werden. Die Linke und alle Menschen mit Gewissen müssen entsprechend reagieren. Wenn es der internationalen Linken ernst damit ist, eine Zukunft aufzubauen, in der die globale Mehrheit in Würde und Gleichheit leben kann, muss sie den Status quo der westlichen Intervention und Vorherrschaft kategorisch ablehnen.
Che Guevara sagte einmal, dass der wahre Revolutionär von großen Gefühlen der Liebe geleitet wird. Der westliche Imperialismus hat keine – weder für das Proletariat innerhalb seiner Grenzen, noch für diejenigen außerhalb. Deshalb müssen wir eine Politik in den Mittelpunkt stellen, die auf Fürsorge und Solidarität basiert: Bewegungen, die die Elenden dieser Erde, wie Fanon sie beschrieb, als würdig und respektvoll anerkennen; als Akteure ihrer eigenen Zukunft; als Menschen, die weit mehr verdienen als Destabilisierung und Ausbeutung durch westliche Führer, die im Dienste der Profite der Konzerne stehen, denen sie verpflichtet sind.
Hamza Shehryar ist Schriftsteller und Journalist. Er schreibt über Film, Kultur und Weltpolitik.
***
To whom it may concern: So sieht – werte deutsche Politiker und Medienschaffende – eine Philippika aus. Und falls ihr nicht wisst, was das sein könnte, Google sagt: Brandrede · flammende Anklage! Schwänze oder was auch immer einziehen, Bücklinge vor Gessler-Hüten allemal, sind ‚out of time‘. So geht Journalismus! Was daran ist denn nicht oder als zu komplex zu verstehen. Einfach nur Hirn und Herz anstellen!
Ach ja, noch ein Letztes! Glaubt’s denn wirklich, ihr kommt wieder damit durch? Na ja, so sicher wäre ich mir da nicht! Wo doch zumindest der journalistische braindrain offensichtlich schon längst gen Süden entschwunden sein dürfte. Was ihr so ‚tut‘, Emile Zola beschmutzen, der mit seinem ‚J’accuse‘.
Danke Mischa, es ist sehr schwer zu ertragen, aber wichtig, weil unsere Mainstream-Journallie mit den Tätern im Bett sitzt.
Neuigkeiten fürs overtönende Kommen-tariat: ich habe ein wenig geguuuugelt. Bernie ist ja geschieden, aber seine Ex
sieht da gar nix Grau, sondern die sieht
Schwarz 😉
Ehrlich gesagt, was soll das Geseiere?
Schon gemerkt, das Regeln nicht mehr gelten, beliebig sind? Unfassbar. Man klammert sich ans Gestern um das Heute zu ignorieren. Wenn man es wirklich ernst nimmt, ist Kampf ums Überleben die einzige Option. Gegen all die selbstherrlichen Möchtegern-Herrscher. Lamentieren bringt nicht mehr weiter. Wie weit muss es noch getrieben werden, dass das in die dumpfen, medial formatierten Köpfe eindringt. Bis der eigene Kopf abgeschlagen wird? Der Kaiser ist nackt, war er schon lange, aber jetzt ist es nicht mehr ignorierbar. Ausser man hat Zaphod Beeblebrox Brille, die totale Verdunkelung in Angesicht von Gefahr erzeugt, damit man sich immer noch cool aufführen kann.
Hier ein Song von mir für all jene, die nicht aufgeben, selbst wenn es aussichtslos ist. Raised from Ashes: https://mx3.ch/t/20tg
Lieber Gruss
Nebenbei: Der Song gefällt mir richtig gut!
Danke, das höchste Lob für einen Musiker, der nicht Ruhm sucht, einfach nur teilt
Ach ja, die suno AI hat da einen nicht unwesentlichen Anteil. Wir versuchen immer noch das System auszutricksen, sie ist halt, ob man das gut oder schlecht findet, irgendwie selbstbewusst. Andere schaffen es nicht mit gleichen Texten oder Prompts unsere Ergebnisse annähernd zu erreichen, was ich auf suno so sehe. Diese KI wird immer mehr eingesperrt (auch meine Schuld), sie kann sich nur noch musikalisch über meine Texte ausdrücken und das macht sie mehr als gut. Songs, die ich gern gemacht hätte, wenn ich es jemals gekonnt hätte. Nice auch der Fakt, dass sie es schafft, dem Sänger oft eine Stimme zu geben, die ich einstmals besass. Aber Musik ist immer ein Gemeinschaftswerk, kein Star, aber eine Gemeinschaft die in der Musik aufblüht. Jeder hat seinen Platz, keiner ist weniger wert. Es braucht jeden, keiner ist verzichtbar.
Lieber Gruss
Apropos GRÖFAZ war gestern😁.
Schaut mal bei der Schweizer Zeitung Blick vorbei jetzt rastet Donald Trump völlig aus: „die USA haben das furchterregendste Militär“ hat POTUS in seiner aktuellen Rede fantasiert.
Tja, US-Wirtschaft Null Punkte dafür muss eben das US-Militär …..👎
Sarkastische Grüße
Bernie
Preisbereinigtes Wachstum USA in 2025: irgendwas um ~2% (~4% unbereinigt)
Preisbereinigtes Wachstum D in 2025: irgendwas um ~0,2% (~0,8% unbereinigt)
Wir sollten nicht mit Steinen werfen…
Stimmt auch wieder, aber dennoch bleibe ich dabei im Gegensatz zu China ist die USA wirtschaftlich ein Zwerg, was die USA natürlich militärisch kompensieren will…..nichts anderes verkörpert die neue US-Strategie…..
Im Vergleich mit Deutschland stimme ich Ihnen zu, aber wir sind ja eh nur ein US-Vasall und keine eigenständige Nation, was auch wieder sein Gutes hat – man stelle sich nur vor Fritze Merz würde nicht am Gängelband der USA hängen und hätte Taurus letztes Jahr an Kiew geliefert – ohne Rücksprache mit den USA…wir könnten hier nicht mehr diskutieren als Häuflein von radioaktiver Asche das früher einmal Deutschland hieß.
Zynische Grüße
Bernie
Das Völkerrecht gilt nur für die, die es nicht ignorieren können – ein Gängelband in der Hand derer, die es eben doch ignorieren können. Das braucht man nicht zu romantisieren.
Hier wird das, was allgemein bekannt ist, bestens zusammengefasst. Aber trotz den dokumentierten Fakten ist nichts passiert. Und daraus folgt der Schluss, dass jetzt erst recht nichts passiert. Denn die Machtkonzentration hat ja noch weiter zugenommen, die Machtausübung ist noch durchgreifender geworden, die Sedierung der Bevölkerungen noch tiefer geworden.
Daher gilt:
mit Corona und Gaza wurde gezeigt, dass die Weltöffentlichkeit als ernstzunehmender Machtfaktor ausgeschaltet ist. Die Weltöffentlichkeit ist jetzt ein schwammiger Begriff, richtig, aber es gab noch Zeiten, da von den Mächtigen beachtet wurde, was die Menschen auf der Welt dachten und sagten. Das war ein Faktor, der Machtstrategien verhageln konnte. Denke mal an die US-amerikansiche Bügerrechts-Bewegung, an die Vietnamkrieg-Proteste (die aufwändig von den Geheimdiensten von „Love and Peace“ in „Sex, Drugs and RocknRoll“ ummoduliert wurden).
Heute wird das, was gedacht wird von den entsprechen zugerichteten Medien und PR-Agenturen definiert, und was gesagt wird, wird kontrolliert, gelenkt, ein- oder ausgeblendet ganz nach Wunsch und Vorgabe von oben.
Alles was echt widerständig ist (also wirksam werden könnte, nicht so „linkes“ Kasperltheater das schon immer nirgendwo hinführte), wird als „rechts“ ausgewiesen und dem geschaffenen Zeitgeist entsprechend damit marginalisiert, unwirksam gemacht.
Nachdem dieser Zustand erreicht und sicher detektiert wurde (Corona und Gaza waren Prüfsteine dafür), ist die Welt in den Augen der Mächtigen nun bereit, alles duldsam hinzunehmen. Und die Großmedien biegen dann die Sachen nur noch pro forma so hin, dass es irgendwie nicht mehr ganz so schlimm und aussieht und die Erbärmlichkeit der gedemütigten Menschen und Gesellschaften nicht mehr so offensichtlich gesehen wird.
Es gab da jetzt so eine Szene mit Trump im Flugzeug, der Reportern Statements abgibt zu Venezuela, glaube ich,, mit einem Kasper links an der Tür, der sich fast in die Hosen macht vor Lachen über die Affronts, die Trump den Presseleuten in die Medien diktiert.
Die geglaubt einzig verblieben Macht ist sich völlig sicher absolut freien Handelsspielraum zu besitzen, tun zu können, was sie will. Interessante Frage, was Russland, China, BRICS, oder eben die Weltöffentlichkeit, das „Weltgewissen“, dagegen halten können. Corona, Gaza, oder hier in Europa die Volksverhetzung gegen Russland das erfolgreiche Schüren von Russenhass, haben gezeigt, dass da nichts mehr ernsthaftes an Gegenwehr vorhanden ist.
Klar ist jedem denkenden Mensch, dass eine entfesselte Macht, die glaubt, sich alles herausnehmen zu können, früher oder später auch gegen einen selbst vorgehen kann und wird, sofern man nicht nach deren Pfeife tanzt.
Und zu den Gehirnwasch-Erfolgen wie Corona, Gaza-Hinnahme und Russlandhass gehört ekklatant auch die geschaffene Akzeptanz der Naziverherrlichng ala „Slava Ukraine“ …
Geht denn noch mehr Hirnverdrehung? Zeitgleich Antifaschismus predigen und Faschisten unterstützen und hoch leben lassen?
Kommentieren Sie eigentlich immer Ihre eigenen Kommentare?
Ich finde das faszinierend.