
Eine mögliche Antwort auf Trumps globale Erpressungspolitik.
Zweiter Teil. Den ersten Teil finden Sie hier.
Im ersten Teil wurde auf die Erpressungspolitik der USA, zugespitzt durch Donald Trump, das geopolitisch anachronistische Werteverständnis der EU sowie auf China und Russland als wichtige Partner in einem möglichen eurasischen Bündnis eingegangen. Im zweiten Teil geht es insbesondere um Fragen der Umsetzbarkeit und der Voraussetzungen von MEG.
Eine Umsetzung von MEG würde mit strategischer Autonomie beginnen, militärisch und institutionell. Darauf folgte wirtschaftliche Entkopplung von amerikanischer Hegemonie durch Rohstoffabkommen, alternative Zahlungssysteme und eigenständige Handelsverträge. Ein Sicherheitsdialog mit Russland müsste folgen, ergänzt durch Rüstungskontrolle und Neutralisierung von Konfliktzonen. Am Ende stünde eine institutionalisierte eurasische Kooperation.
Europa vermeidet es, seine Abhängigkeit von der USA einzugestehen. Es spricht von Partnerschaft und meint Gefolgschaft, von Werten und meint Blockzugehörigkeit, von Sicherheit und meint Delegation. MEG bricht dieses Tabu. Europa ist kein Juniorpartner, kein moralischer Lehrer, sondern ein politischer Akteur.
Trumps Politik zwingt Europa zur Entscheidung zwischen moralischer Reaktion und strategischem Handeln. Ein eurasischer Machtblock ist kein Idealbild, aber eine reale Option. Er ist realistischer als die Hoffnung auf amerikanische Fairness.
Der geopolitische Moment
Die Weltordnung befindet sich in einem Übergangsstadium. Die amerikanische Hegemonie ist noch wirksam, aber nicht mehr stabil. China ist wirtschaftlich stark, aber politisch fragmentiert. Russland ist militärisch präsent, aber ökonomisch begrenzt. Europa wiederum ist reich, aber strategisch schwach. Diese Konstellation ist historisch ungewöhnlich. Sie eröffnet Spielräume, die in Zeiten klarer Blockdominanz nicht existieren.
Gerade in solchen Übergangsphasen entscheidet sich, ob politische Akteure Gestalter oder Objekte der Geschichte werden. Europa hat sich in den letzten Jahrzehnten systematisch für die Rolle des Objekts entschieden. Es hat sich in eine Ordnung eingefügt, die von anderen definiert wurde, und diese Anpassung als moralische Tugend verklärt. Doch Hegemonien enden nicht durch Einsicht, sondern durch strukturelle Verschiebung. Wer diese Verschiebung nicht aktiv gestaltet, wird von ihr gestaltet.
MEG ist Ausdruck dieser historischen Situation. Es ist keine Vision einer harmonischen Welt, sondern eine Reaktion auf das Machtvakuum, das entsteht, wenn alte Ordnungen erodieren und neue noch nicht stabil sind.
Der europäische Kontinent verfügt über wirtschaftliche Substanz, technologische Kompetenz und kulturelle Kohärenz. Was ihm fehlt, ist politischer Wille. Der Verlust an strategischer Eigenständigkeit wurde durch Wohlstand kompensiert, durch amerikanischen Schutz abgesichert und durch moralische Rhetorik legitimiert. Dieses Arrangement funktionierte, solange die USA bereit waren, Kosten zu tragen und Europa als Partner zu behandeln.
Trumps Politik beendet diese Komfortzone. Sie macht sichtbar, dass Abhängigkeit nicht mit Loyalität verwechselt werden darf. Europa steht vor der Wahl, seine politische Bedeutung zurückzugewinnen oder sich dauerhaft in sicherheitspolitische Protektion zu fügen. Die erste Option ist riskanter, aber selbstbestimmt. Die zweite ist stabiler, aber entmündigend.
Ein eurasischer Ausgleich würde Europa zwingen, Verantwortung zu übernehmen. Er würde es aus der Rolle des moralischen Kommentators in die Rolle des strategischen Akteurs führen. Genau deshalb ist er politisch so schwer durchsetzbar. Er erfordert Mut zur Ambivalenz und den Abschied von einfachen Freund-Feind-Erzählungen, wie sie vom momentanen europäischen „Spitzenpersonal“ kommuniziert werden.
Die Vorstellung, Außenpolitik könne primär moralisch gestaltet werden, ist ein Luxus stabiler Ordnungen. In instabilen Systemen wird Moral zum Instrument der Selbsttäuschung. Sie dient dazu, Entscheidungen nicht treffen zu müssen, weil sie bereits als richtig etikettiert sind. Europa hat diese Haltung perfektioniert. Es verurteilt, statt zu verhandeln, sanktioniert, statt zu integrieren, und eskaliert, statt auszugleichen.
Dabei ist Moral kein Ersatz für Strategie. Sie kann Orientierung geben, aber keine Ordnung schaffen. Eine Politik, die ihre eigenen Folgen nicht kalkuliert, ist nicht ethisch, sondern verantwortungslos. MEG bedeutet daher nicht, Werte aufzugeben, sondern sie ihrer politischen Funktion zu entkleiden. Nicht jedes moralisch empfundene Ziel ist geopolitisch tragfähig.
Ein Ausgleich mit Russland oder eine Kooperation mit China wären keine Anerkennung fremder Systeme, sondern Ausdruck eigener Interessen. Außenpolitik ist kein Bekenntnisunterricht.
Sicherheit als kontinentale Aufgabe
Der europäische Kontinent ist sicherheitspolitisch unteilbar. Jede Eskalation im Osten wirkt auf den Westen zurück, jede Blockbildung erhöht das Risiko militärischer Konfrontation. Eine dauerhafte Stabilisierung kann nicht durch Abschreckung allein erreicht werden, sondern nur durch gegenseitige Einbindung.
Ein eurasischer Sicherheitsrahmen würde dieses Prinzip anerkennen. Er würde Sicherheitsinteressen nicht moralisieren, sondern verhandeln. Nicht Ideologie, sondern Geografie wäre sein Ausgangspunkt. Europa und Russland teilen einen Kontinent, nicht nur Grenzen. Ihre Sicherheitsprobleme sind strukturell miteinander verbunden.
Die Alternative ist eine dauerhafte Militarisierung Osteuropas, ein permanenter Ausnahmezustand und die politische Externalisierung von Konflikten. Sicherheit wird dann nicht erzeugt, sondern ausgelagert.
Wirtschaft als geopolitische Grundlage
Politische Autonomie ohne wirtschaftliche Basis ist Illusion. Europa hat diese Illusion gepflegt, indem es seine industrielle Grundlage schwächte und sich auf Finanz- und Dienstleistungsökonomie verlegte. Der Verlust günstiger Energie und stabiler Rohstoffversorgung hat diesen Fehler sichtbar gemacht.
Ein eurasischer Wirtschaftsraum würde nicht nur Versorgung sichern, sondern auch industrielle Erneuerung ermöglichen. Er würde Europa wieder in eine produktive Rolle bringen, statt es auf Regulierung und Konsum zu reduzieren. Politische Unabhängigkeit beginnt mit ökonomischer Resilienz.
Der Dollar als Weltleitwährung ist nicht nur Zahlungsmittel, sondern Machtinstrument. Wer sich ihm vollständig unterwirft, unterwirft sich auch dem politischen Zugriff seiner Emittenten. Alternative Zahlungsmechanismen wären kein Angriff auf die USA, sondern ein Schutz vor einseitiger Sanktionsmacht.
Der größte Widerstand gegen MEG kommt nicht aus Washington, sondern aus europäischen Eliten. Sie haben ihre Legitimität an transatlantische Loyalität geknüpft und ihre politische Identität aus der Zugehörigkeit zum Westen abgeleitet. Ein Kurswechsel würde nicht nur politische Entscheidungen, sondern persönliche Weltbilder infrage stellen.
Deshalb ist die Frage der Führung keine technische, sondern eine kulturelle. Eine neue Außenpolitik erfordert neue Begriffe, neue Prioritäten und neue Akteure. Solange europäische Politik sich als moralischer Arm amerikanischer Ordnung versteht, bleibt strategische Eigenständigkeit undenkbar.
MEG setzt einen Bruch mit diesem Selbstverständnis voraus. Nicht als Feindschaft, sondern als Emanzipation.
Prognose: Drei mögliche Wege
Europa kann den Status quo verlängern, indem es seine Abhängigkeit weiter institutionalisiert. Es kann versuchen, zwischen den Blöcken zu lavieren, ohne sich festzulegen. Oder es kann aktiv an einer multipolaren Ordnung mitwirken. Der erste Weg führt in dauerhafte Bedeutungslosigkeit, der zweite in politische Inkonsistenz, der dritte in Konflikt, aber auch in Gestaltungsmacht.
Ein eurasischer Ansatz wäre der riskanteste, aber auch der konsequenteste. Er würde Europa zwingen, seine Interessen zu definieren, statt sie zu moralisch zu verpacken. Er würde Partnerschaften neu ordnen und Loyalitäten relativieren. Er würde nicht Stabilität versprechen, sondern Handlungsspielraum.
Gesamtfazit dieses zweiteiligen Artikels
Make Eurasia Greater ist keine Kampfansage an Amerika und kein ideologisches Projekt. Es ist der Versuch, eine geopolitische Realität anzuerkennen, die Europa bisher verdrängt hat: Dass seine Sicherheit, sein Wohlstand und seine politische Relevanz nicht durch moralische Rhetorik gesichert werden können, sondern nur durch strategische Autonomie.
Trump hat diese Realität nicht geschaffen, aber er hat sie sichtbar gemacht. Seine Politik zwingt Europa, zwischen Abhängigkeit und Eigenständigkeit zu wählen. Der eurasische Ansatz ist dabei nicht die einzige, aber die klarste Alternative zur transatlantischen Selbstbindung.
Europa steht damit vor einer existenziellen Frage: Will es Objekt fremder Macht bleiben oder selbst Macht ausüben? Will es belehren oder verhandeln? Will es reagieren oder gestalten?
MEG beantwortet diese Frage nicht mit Pathos, sondern mit Nüchternheit. Es fordert keinen Bruch um des Bruchs willen, sondern eine Neujustierung europäischer Politik entlang ihrer eigenen Interessen. Nicht gegen den Westen, sondern jenseits der Illusion, er sei eine moralische Gemeinschaft.
Der Abschied vom Vasallentum wäre kein Verrat, sondern verspätete Normalisierung. Europa würde damit nicht schlechter, sondern ehrlicher, nicht aggressiver, sondern verantwortlicher, nicht zynischer, sondern realistischer.
In einer Welt schwindender Gewissheiten ist Realismus keine Option mehr, sondern Voraussetzung für Souveränität.
Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts
https://www.amazon.de/Die-Friedensunt%C3%BCchtigen-Kriegstreiber-Deutschland-Europa/dp/B0F3XG6Q8Z/ref=sr_1_1?__mk_de_
Rezension zu diesem Buch:
https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/
Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.
https://www.amazon.de/Gef%C3%A4hrliche-Nullen-Kriegstreiber-Elitenvertreter-Deutschlands/dp/B0DJ374G6K/ref=sr_1_2?__mk_de_
Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln





„Der europäische Kontinent ist sicherheitspolitisch unteilbar. Jede Eskalation im Osten wirkt auf den Westen zurück, jede Blockbildung erhöht das Risiko militärischer Konfrontation. Eine dauerhafte Stabilisierung kann nicht durch Abschreckung allein erreicht werden, sondern nur durch gegenseitige Einbindung“ 👍
muss man das dem „Spitzenpersonal“ in EUropa in deren „Spatzengehirne“ einhämmern?
@ Rubis: nein, das muss man „unseren“
Politikspitzen nicht erklären, das haben die doch selber (!) in Paris in der Pariser Charta festgelegt und unterschrieben !
„…….in Paris in der Pariser Charta festgelegt und unterschrieben !“
und schnell wieder vergessen!
@ Rubis: Vergessen? Weil dement ? Oder echt vergesslich ? Weil sie
sooooo viel im Kopf ? Was ist mit ihrem Stab ? Auch vergesslich ?
Wie das Archiv ? Oder haben die das nie ernst gemeint ? Sonntags-predigt für die willigen Presse? Dann: Personal austauschen !
Es ist vieles richtig, nur auch hier sei noch einmal, wie beim ersten Teil, der Hinweis erlaubt, dass ich in der derzeitigen Politik keinerlei Moral erkennen kann. Der Autor rät zu Pragmatismus statt Moral, ich würde behaupten, Pragmatismus ist Moral, zumindest in der derzeitigen geopolitischen Situation. Wenn wir statt Russland die Ukraine sanktionieren würden, würden wir damit auch offenen Rassismus und Korruption sanktionieren. Zumindest ersteres ist in Russland als Vielvölkerstaat so nicht erkennbar. Und wenn wir Israel sanktionieren würden, würden wir offenen Rassismus und offenen Faschismus, neben den ohnehin noch bestehenden weltherrschaftlichen Auswüchsen, sanktionieren, und das wäre Moral. Was derzeit abgeht, ist keine Moral. Aber das ist auch egal, es sind definitiv keinerlei Aktionen oder Personen in Sicht, die zu Praktmatismus wechseln möchten oder könnten. Dazu geht es den Europäern noch zu gut und die Bildeberger-Denkfabriken haben alle Fäden in der Hand.
Der Streit um Begriffe ist nicht zielführend. Der Autor meint mit „Moral“ die Werte, die die Grundprinzipien der jeweiligen Gesellschaft bilden (wie der aktuelle Zustand ist). Sie meinen mit Moral nur positive normative Werte, die Wunschvorstellung einer Gesellschaft.
Die (West)europäischen „Eliten“ wollen keine gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Russland. Schon 1812, dann (mit Abstrichen) 1853 und dann 1918-1923 sowie zuletzt 1941 war deren einziges Ziel, Russland/ die UdSSR zu zerschlagen und dessen Reichtümer zu stehlen!
Als Putin 2007 auf der Münchner Sicherheitskonferenz Gespräche über die Sicherheitsarchitektur Europas vorschlug, war die Reaktion Häme, Verachtung und offener Hass. Die „europäischen Eliten“ wollten und wollen keine gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Russland. Für die kann es nur eine bedingungslose Unterwerfung Risslands geben. Und Russland hat „njet“ gesagt und wehrt sich. Als alle NATO- Staaten 2008 in Bukarest die Aufnahme der Ukraine und Georgiens beschlossen, war ihnen klar, das das die Kriegserklärung an Russland ist.
Wenn man es historisch sieht, so ist das seit 1054 der Krieg „Westroms“ zur Unterwerfung „ Ostroms“. Und die diversen Netzwerke werden eine gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Russland niemals zulassen!
Das „ Gemeinsame Haus Europa“ und der „Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok“ ist von den westeuropäischen „Eliten“ abgelehnt worden. Diese sind lieber Vasallen als souveräne Nationen.
So sehr der Ansatz des Autors auch von ökonomischer Seite Sinn macht, er kann erst verwirklicht werden, wenn die Strippenzieher im Hintergrund weg sind. Vatikan, schwarze Adelsclans, Finanzoligarchien… und das kann nur mit der restlosen Zerstörung Europas ( Bürgerkrieg) gelingen…. Alternativ eben jahrzehntelanger Niedergang…
Also mir ist beides recht 😇
Hallo Ronald
meines Wissens haben 2008 Deutschland (Merkel) und Frankreich (Sarkozy) gegen eine Aufnahme von Ukraine/Georgien in die Nato gestimmt.
Sie haben gegen die SOFORTIGE Aufnahme der Ukraine gestimmt. Der standen die Verfassung und die Stimmung der ukr. Bevölkerung entgegen. Deshalb der Putsch 2014 unter aktiver Mitwirkung Steinmeiers..
@ Ronald: Die westeuropäischen Polit spitzen haben doch 1999 in Paris ihre Un
terschrift unter die Charta von Paris gesetzt = Zustimmung zum gemeinsa men Haus Europa.
Die Charta von Paris stammt von 1990…
https://m.youtube.com/watch?v=zDTAFojQX7w&pp=ygUabmV1dHJhbGl0eSBzdHVkaWVzIGRldXRzY2g%3D
Petra Erler geht davon aus, das 1993 in Brüssel beschlossen wurde, Krieg gegen Russland zu führen….
Dazu passt, das schon 1993 der NATO- Generalsekretär Manfred Wörner und der Bundesverdeitigungsminister Volker Rühe für die Osterweiterung der NATO Propaganda machten. Mit der Begründung, das die Schwäche Russlands ausgenutzt werde soll, da eine Osterweiterung explizit gegen die Sicherheitsinteressen Russlands verstoße. Sie wussten, was sie getan haben..
Sie brauchen einen äußeren Feind, um Europa zusammenzuhalten und die USA drinnen zu halten. Sie haben Europa ruiniert – wir sind jetzt beim 20. Sanktionspaket gegen Russland. Mehr vom gleichen, es hat ja so viel geholfen und diesmal wird es das ganz bestimmt. Wenn der Krieg wirklich enden sollte, fällt die EU auseinander, vielleicht sogar die NATO. Deshalb darf er nicht enden, egal welche Opfer – der Ukrainer- er noch kostet. Das spricht für moralische Werte. Hauptsache, die bisherigen Mächtigen bleiben im Amt, ihr Strippenzieher gegen sich nicht zu erkennen. Und die Regierten machen mit. Der jahrzehntelange Niedergang hat bereits begonnen.
mmh, wieso sollte das MEGA-Projekt etwas anderes als eine europäische Vorbereitung für eine neuen Weltkrieg zur Neuaufteilung der Interessensphären darstellen? Die eigene Hochrüstung, die der Autor ignoriert, erleben wir ja bereits.
Auch wenn der Autor anderes zu wünschen scheint. Allerdings folgt die Welt nicht irgendwelchen Schreibtischgedanken und die Staaten verfolgen nichts anderem als ihren Interessen. Diese auszugleichen, weltweit und nicht nur in Europa, ist die Kunst. Das europäische Machtzentrum auch militärisch wieder zu erwecken bedeutet Krieg. Wie Westafrika gerade wieder zeigt, versuchen die afrikanischen Staaten versuchen immer noch, das im 19Jhh. angelegte europäische Joch abzuschütteln.
Was man von den europäischen Staaten aktuell leider nicht behaupten kann, da es abhängige Vasallen des US-Imperialismus sind. Aber das scheint Sie ja nicht zu stören, denn bei Souveränität wäre ein deutscher Imperialismus ja gefährlicher als das US-Imperium. Ihnen scheinen die Dimensionen der handelnden Akteure nicht klar zu sein.
Natürlich verfolgen die europäischen Staaten, wie auch die Bundesrepublik, ihre eigenen Interessen. Das, war so und wird immer so bleiben. Allerdings werden die Interessen derzeit in Abstimmung und nachrangig mit den USA bei höchstens sehr begrenzter geopolitischer Konfrontation ( Zoll-u. Handelsstreite, Grönland) mit dieser verfolgt.
Die Bundesrepublik dominiert die EU mit von der Leyen als deren Arm an der Spitze. Die letzten beiden Versuche im vergangen Jhh. deutsche Interessen auf eigene Rechnung zu verfolgen, gingen bekantermaßen mächtig schief und ein neuer Versuch mit der EU im Schlepptau wird höchstens in ein noch größeres Desaster führen. Aber der heimische, deutsche Größenwahnsinn scheint nicht auszusterben, wie der Autor mit MEGA beweist.
Der einzige Weg für Interessenausgleiche auf nichtkriegerischer Basis wäre eine Rückkehr zum Völkerrecht, wovon der Autor offenbar genausowenig hält, wie die USA und die EU inkl. BRD mit allen im Bundestag vertretenen Parteien (und so mancher, angeblich so Friedensbewegter).
@Klau-Die
Dass Deutschland von den USA in die Feindschaft zu Russland und damit auch mittelbar in die De-Industrialisierung gedrängt wurde, das scheinen Sie nicht mitbekommen zu haben, zumindest ignorieren Sie diese Tatsache.
Dass die USA mit dem Transatlantikern bei uns folgsame Lakaien haben, die die Interessen der USA bedienen, das macht diesen Umstand lange noch nicht zu einem „Interesse“ Deutschlands.
Interessen-Ausgleich auf Grundlage des Völkerrechts ist richtig und wichtig, das schließt der Text Autors aber auch nicht aus.
Als Ossi ist mir durchaus bewusst, dass Kohl die Deindustrialisierung eines Viertels von Deutschland zu verantworten hat.
Ebenso hat er, wie auch seine Nachfolger vor keinem (Bürger)Krieg zurückgeschreckt um den deutschen Einfluss in Ost- und Südosteuropa auszubauen. Nicht umsonst ist der damalige Auslandsgeheimdienstchef 1992 deutscher Aussenminister geworden.
Die deutsche Deindustrialisierung ist vor allem auch auf eine kurzsichtige Wissenschafts- und Technologiepolitik zurückzuführen, die um 2000 herum die Grundlagenforschung die eigentlich eine Vorlaufforschung ist, als Kostenfaktor zugunsten kurzsichtiger Verwertungsstrategien an den Rand gedrängt hat. Die Deindustrialisierung Deutschlands hat sehr viel auch mit dem Abwürgen der Solarindustrie (und später Windkraft) vor 19 Jahren zu tun. Man hat so freiwillig auf Zukunftsindustrien verzichtet. Das Leid der heimischen Autoindustrie ist ebenso auf verfehlter deutscher Industriepolitik gewachsen. Die faktische Aufgabe der Klimaziele hat wenig mit industrieller Innovation zu tun, ebenso wie das veraltete deutsche Energienetz (Strom). Welches Handy wird in Deutschland gebaut, was ist aus Quimonda, Infineon in Deutschland geworden?
Natürlich war die Verteuerung der fossilen Energien für die chemische Industrie ebenso verheerend. Wie hätte allerdings der offene Konflikt mit der USA
der deutsche Wirtschaft getroffen?
Aber der einzige Grund für den industriellen Abstieg, der fehlenden Innovationstiefe deutscher Industrie ist der Boykott gegenüber Russland nicht. (Den ich übrigens ablehne)
Da haben Sie nun viele kleine Puzzle fehlerhafter deutscher Industriepolitik zusammengetragen, aber die De-Industrialisierung haben die nicht angeschoben, das hat erst die „Zeitenwende“ von Scholz vollbracht – und zwar ganz offensichtlich auf Anweisung der USA.
@ garno
„De-Industrialisierung haben die nicht angeschoben, das hat erst die „Zeitenwende“ von Scholz vollbracht – …“
Ich denke das war schon die Schröder-Fischer-Koalition.
„… und zwar ganz offensichtlich auf Anweisung der USA.“
Und das hat dann sehr willig Merkel vollstreckt. Scholz schaute nur noch teilnahmslos zu wie seine Koalitionspartner hirn- und hemmungslos die Abrissbirne schwangen. Seine atlantischen und ukrainischen Bündnispartner sprengten derweil die Nordstream weg, die Schröder eingetütet hat, um des Josefs Tagträumern die Energiewende zu ermöglichen. Und die war Ziel und Tor zur De-Industrialisierung.
@ Klau-Die
„Nicht umsonst ist der damalige Auslandsgeheimdienstchef 1992 deutscher Aussenminister geworden.“
So ein Unsinn! Der damalige Auslandsgeheimdienstchef war Konrad Porzner (1990-1996) und der war nie deutscher Außenminister. 1992 wurde Klaus Kinkel Außenminister und der war nie Auslandsgeheimdienstchef.
Müssen Sie immer Ihre Beiträge, die nicht in toto fragwürdig sind, mit solchem Unsinn anreichern? Ihre Verschwörungstheorie vom „Abwürgen der Solarindustrie (und später Windkraft)“ lass ich mal unkommentiert
Die europäischen Staaten, wenn man einmal von den Bewohnern ausgeht, möchten schon
ihre eigenen Interessen verfolgen. Die Ammis haben aber uns Regierungen vor die Nasen
gesetzt, die das strickt verhindern und nur die Interessen ihrer Auftraggeber verfolgen.
Glaubt jemand wirklich ein Merz, Starmer, Markon ec. wurden zufällig von deren Völkern
gewählt? Merz wäre nie Kanzler geworden, wenn die Stimmen der Wahl tatsächlich „richtig“
gezählt worden wären. Oder die Stimmen wurden richtig gezählt und als herauskam, dass
das BSW zu viele Stimmen bekommen hatte, wurde der Weg zur zentralen Stelle manipuliert.
Warum streubt sich das Parlament derAltparteien so gegen eine wirkliche Prüfung?
Auch Starmer und Markon, wahrscheinlich auch noch einige weitere Führungsfiguren, bis
auf Orban, hatten nicht unbedingt das Volk hinter sich.
Die Interessen der Staaten sind identisch mit den Interessen der in ihnen Herrschenden. Wenn Du wirklich willst, dass eine Bundesregierung die Interessen der Menschen vertritt, dann richte Dich an diese. Allerdings sind Wahlen, bei denen lediglich die Herrschenden ihre Einflussdphärrn neu gewichten der falsche Weg. Auch ein BSW würde daran nichts ändern.
Abenteuerlich finde ich allerdings, die eigenen Interessen an Trump abarbeiten zu wollen und ein eigenes, grössenwahnsinniges Projekt für die Interessen der deutschen wie europäischen Herrschaftseliten anzustreben.
Es ist doch schon jetzt klar, das die Bevölkerung dafür die Zeche bezahlen wird, wie schon jetzt bei der Hochrüstung. Allerdings wird die Rechnung für Mega um einiges höher ausfallen
Zitat: „Die Interessen der Staaten sind identisch mit den Interessen der in ihnen Herrschenden“.
Falsch, die Interessen der herrschenden, respektive die der herrschenden Klasse differiert ganz erheblich zu denen der sogenannten gewählten Adlaten.
Zu mal gerade in Europa, sowie auch in der BRD sowieso kein Plan existiert, wo es eigentlich hingehen soll.
Die Transhumanisten der herrschenden Klasse, wollen die Nationalstaaten eh abschaffen.
Die möchten sozusagen den Nationalstaat nur noch als Konstrukt aufrecht erhalten, damit die Form erhalten bleibt und für das Volk eine scheinbare legitime Regierung am Ruder ist, während die Oligarchen und die Hochfinanz schon längst bestimmt was getan wird.
Quatsch,
die EU z. B. ist ein Projekt des Kapitalbesitzes zur Profitmaximierung auf europäischer Ebene und Marginalisierung sozialstaatlicher Standards.
Im Kern inhaltsleere Begriffe wie Transhumanismus sind dafür geeignete Wolkengebilde ideologischer Herrschaft mit denen Kapitalinteressen vernebelt werden sollen. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als der radikalisierte Neoliberalismus abgehalfterter Wirtschaftslibertärer. Also Kapitalismus pur
Ja, das war mal so intendiert und geformt in den 80ern.
Nur möchte, mittlerweile die Mehrheit der herrschenden Klasse Europa aber lieber abwirtschaften, wie man ja nun wirklich deutlich vernehmen kann was durch Merz gerade umgesetzt wird in der alle wichtigen Güter an Blackrock und Konsorten verkauft..
Die Spielregeln wurden nicht zuletzt durch Trump nachhaltig verändert.
so bitte das ist, das unterschreibe ich sofort. starker post! 👍
@motonomer
Der Unsinn (Staatenkonkurrenz ist das Übel unserer Zeit usw.) von @Klau-Die kommt offensichtlich aus der Ideologie-Werkstatt von Gegenstandpunkt.com. Krim und ivg beteiligen sich auch an der Verbreitung des Unsinns.
Jepp, die einzelnen Staaten haben doch schon lange ihre Souveränität an die multinational, also global operierenden Konstrukte der herrschenden Klasse wie die EU, WHO/UN abgegeben. 👍
Ich denke, es ist bereits so weit, wir sehen die Zusammenhänge nur noch nicht. VdL arbeitet jedenfalls darauf hin, sie nimmt sich Dinge heraus, die über ihre Legitimation hinausgehen. Ob es die Transhumanisten sein werden oder das alte Finanzkapital, das sich durchsetzt, wird sich zeigen. Epstein ist der Anfang. Das geht wohl vom Finanzkapital aus. Man muss jetzt aufpassen, dass man sich nicht anderen Seite an den Hals wirft und den Teufel mit dem Beelzebub austreibt.
Es gibt keine „guten“ Seiten mehr.
Es gibt nur noch die Ausgebeuteten, die, entweder die herrschende Klasse beseitigen oder in ewigem Siechtum ihr Dasein fristen wird-…wenn überhaupt.
Mit welchen Politikern soll ein MEGA entstehen ? , und wer führt MEGA ? Die derzeitigen Kalfaktoren der USA ? Oder der Alt – NAZI – PUFF CDU ?
Wiki ….. Nazis in der Nachkriegsregierug !!! googeln
@Juppes
„… Mit welchen Politikern soll ein MEGA entstehen ? …“
—-
Eine sehr gute Anmerkung.
Deswegen klingt der ganze Artikel von Herrn Froschauer wie eine
Gute Nacht Geschichte.
Froschauer in Bezug auf Europa: „…
Was ihm fehlt, ist politischer Wille…“
Konkreter wäre z.B.: „Europa fehlt es an den fähigen Politikern, oder noch besser, an den fähigen Staatsmännern, die den politischen Willen besitzen…usw.“
Derartige Formulierungen unterschlägt er bewusst (unterstelle ich ihm jetzt mal einfach). Er nennt das Kind nicht beim Namen und macht es dadurch unangreifbarer. Stattdessen spricht er ganz allgemein von Europa. Wen meint er denn damit konkret.
Nur Trump nennt er beim Namen. Hier wird er konkret. Warum wohl?
Warum nennt er nicht Von der Leyen, Kallas, Merz, Starmer, Macron, Rutte, Pistorius beim Namen?
bitte niemals vergessen:
https://www.youtube.com/watch?v=NxSNj0fULLw
Treffender hätte man es nicht sagen können. Anerkennung.
Was ihn mir trotzdem nicht sympathischer macht.
Meine letzte Bemerkung möge man mir verzeihen oder verübeln oder beides. Sie gehört nicht dahin.
Europa erpresst doch genauso, sogar seine eigenen Mitgliedsländer. Aber auch regelmäßig afrikanische und andere Länder. Man hört davon nur nicht so viel. Deshalb ist es einigen nicht bewußt. Trump haut die Sachen immer direkt raus. Deshalb stürzen sich alle auf ihn.
Wir sollten zusehen das aus Europa keine autoritäre Festung wird,
anstatt für irgendein MEGA Projekt zu werben.
sehr gute Forderung im letzten Satz. Wie kann das Gelingen? gibt es da irgendwelche nachhaltige lösungsansätze?
Mein Ansatz ist die EU braucht mehr direkte Demokratie.
Wir haben ein EU Parlament das von Herrn Weber und eine EU Kommission die von vdL bestimmt wird. Das ist zuviel Macht in zuwenigen Händen.
Also, diesen Punkt hätt ich doch gern näher erläutert bekommen. Wo ist bloß @Naomi, wenn man sie mal braucht…
Ab und zu müssen ja auch einmal die sozialen Kontakte außerhalb von Overton gepflegt
werden. Und etwas essen und buh buh machen muß ja auch sein. Es ist aber schon interessenant
dass man hier jemanden vermisst.
Ersteres ist dank Smartphone gefälligst parallel möglich, und Schlafen wird ohnehin überbewertet. 😉
Auch wenn Naomis Tonfall selten meine Zustimmung findet, so verfügt sie in Sachen China doch zweifellos über eine gewisse Expertise, die ich hier gern nachgefragt hätte; zumal der Autor sich da ja nicht näher äußert.
Was die Prognose des Autors angeht:
Die Weichen sind gestellt, der Zug längst abgefahren.
Längerfristig dürfte Europa doch zum Lavieren gedrängt werden. Opfer des eigenen Hochmuts, unfähig zu realistischer Politik.
Ja, vermutlich.
Das entspräche dann der türkischen und der indischen Perspektive. In meinen Augen fahren beide durchaus nicht schlecht damit.
(Was übrigens nicht bedeutet, dass ich damit türkische Außenpolitik für „gut“ befinden würde! Aber Erdogan selbst dürfte sich wohl als in seinem Sinne erfolgreich betrachten.)
Alex_R: In Deutschland klemmen die Weichen, der Zug ist defekt aber der Bahnsteig ist abgefahren.
Auch wieder wahr.
Angesichts des Wirkens der Deutschen Bahn AG hätte ich mein Bild wohl anpassen müssen. Streiten können wir aber noch darüber, ob der Bahnhof abgefahren oder eher eingestürzt ist.
Stimme für eingestürzt! (Grüße an Carola und ihre Brücke.)
Wie gestern schon nach dem ersten Teil geschrieben:
Froschauers Eurasien-Vivion ignoriert auf gefährliche Weise die durchaus noch vorhandenen militärischen, wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten der angelsächsischen Mächte und deren geopolitische Dogmen und roten Linien.
Komisch auch, dass bei ihm Großbritannien, aber auch Polen als politische Akteure gar nicht vorkommen! Glaubt er wirklich, dass Polen sich einfach so mit „Eurasien“ verbinden ließe??
Froschauers Irrtum besteht zudem darin, dass er die Spaltlinien innerhalb der EU unterschätzt, den bei seinem Konzept absolut erwartbaren Zerfall der EU nicht im Blick hat und auf eine seltsame Weise immer nur von „Europa“ spricht, so als ob dieser Teil der Erde politisch und kulturell homogen sei und einig handeln würde. Dem ist aber nicht so.
Ganz abgesehen davon würde es mir auch gar nicht gefallen, wenn es eine so geschlossene und einige EU gäbe, wie sie in seiner Vision (unausgesprochen) der Fall zu sein scheint. Das wäre dann nämlich genau dieser EU-Superstaat, den weder die europäischen Völker wollen noch die Regierungen so einiger Mitgliedsländer!
—
„Ein eurasischer Machtblock ist kein Idealbild, aber eine reale Option.“
Nun ja, dann wäre auch ein massiver Konflikt, ein harter Wirtschaftskrieg, auch aggressive Regimechange-Anstrengungen der CIA sowie selbst militärischen Optionen der USA sowie(!) Westeuropa (d.h. Großbritannien, Frankreich, Norwegen sowie vielleicht Polen) gegen „Eurasien“ andererseits ebenfalls eine reale Option.
Um mich zu wiederholen: Derartige Eurasienpläne wären überhaupt nur dann eine realistische Option, wenn die USA oder womöglich sogar die USA und(!) Großbritannien zusammen aus irgendwelchen Gründen politisch auf längere Sicht(!) ausfallen würden. Die Ursachen dieses Ausfalls könnten von einem Bürgerkrieg, einem regelrechten dauerhaften Zerfall der USA bis hin zu einer epochalen Naturkatastrophe (z.B. großer Ausbruch des Yellowstone-Vulkans) reichen.
Gewiss kann und sollte man in Europa die aktuelle Frontstellung zu Russland und China überwinden und wieder in eine Kooperation eintreten, doch wäre es gefährlich und wirklich völlig unkalkulierbar, hier voreilig und zum falschen Zeitpunkt mehr anzustreben als eine gewisse Handelskoop und Rüstungsbegrenzungsverträge.
Man könnte es auch so sagen:
Die Option „Tauroggen“ (-> 1812) existiert, aber sie setzt den richtigen Zeitpunkt voraus und unbedingt auch die sichere Fähigkeit, diesen richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Wollen und Wünschen reicht da nicht, sondern kann leicht zu einer Art Himmelfahrtskommando führen …
—
Froschauer denkt so wenig geopolitisch, dass ich mich wirklich wundere, dass er dann trotzdem den Artikel überhaupt zur Veröffentlichung gebracht hat. Nichts gegen Betriebswirtschaft, Wirtschaftspsychologie und Naturliebe, aber bei diesem Thema bedarf es geopolitischer und historischer Kenntnisse.
@Wolfgang Wirth
Die Polen lauern schon auf ein Stück von der Ukraine denn die Massaker der Ukrainer an den Polen und Juden sind noch lange nicht vergessen. Wenn die Ukraine zusammenbricht werden sich die umliegenden Länder wie Polen, Ungarn usw., ein Stück von der Spckschwarte abschneiden. Deutschland darf natürlich weiter für die Reparationen aufkommen und zahlen.
Das wäre die gerechte Strafe für den deutschen Militarismus.
@ Otto0815
„Deutschland darf natürlich weiter für die Reparationen aufkommen und zahlen.“
Welche wären das? Die letzten Raten für die Schulden aus dem Ersten Weltkrieg wurden am 3. Oktober 2010 beglichen. Reparationsforderungen (z. B. von Polen) werden von Deutschland unter Verweis auf den Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 und das Londoner Schuldenabkommen von 1953 als erledigt angesehen.
Oder meinen Sie künftige Reparationen an Russland, wenn das Ukraine-Abenteuer schiefgeht? Würde die Verbissenheit der Bundesregierug erklären, solche zu vermeiden.
Das mit der Geschichte und Historie ist schwierig, sehr schwierig sogar. Ich würde hierfür „Die Kulturgeschichte der Menschheit“ Band 1 die Einleitung von Egon Friedell empfehlen, er beschreibt hier sehr gut die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Geschichtsschreibung.
Zu finden auf Projekt-Gutenberg.org.
„Kulturgeschichte der Neuzeit“ wäre richtig !
@ Karl
Danke für den Tipp und die Erinnerung an Friedell !
Gerne, bin zufällig auf ihn gestoßen wegen seiner Geschichte mit der Zeitmaschine. Semantisch eine Klasse für sich.
„In meiner äusserst turbulenten Jugend hatte ich sehr viel Sinn für Unsinn – was sich bis heute nicht geändert hat.“ (U. Froschauer)
@ Cromwell
😂😂😂😂😂😂😂
😅 witzig aber gemein!
Ja die Frau Grimm mal wieder, das Geld im Bundeshaushalt reiche gerade für Rüstung, vermutlich auch für die Ukraine; und die Kreditzinsen, da ist kein Cent für Soziales mehr über.
Prost!
Um es in Anlehnung an Karl Valentin zu sagen: Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von Froschauer.
Der ganze Artikel von Herrn Froschauer klingt wie eine
Gute Nacht Geschichte.
Froschauge verschleiert und setzt sich als Prophet in Szene.
Froschauer in Bezug auf Europa: „…
Was ihm fehlt, ist politischer Wille…“
Konkreter wäre z.B.: „Europa fehlt es an den fähigen Politikern, oder noch besser, an den fähigen Staatsmännern, die den politischen Willen besitzen…usw.“
Derartige Formulierungen unterschlägt er bewusst (unterstelle ich ihm jetzt mal einfach). Denn er nennt das Kind nicht beim Namen und macht es dadurch unangreifbarer. Stattdessen spricht er ganz allgemein von Europa. Wen meint er denn konkret damit?
Nur Trump nennt er beim Namen. Hier wird er konkret. Warum wohl?
Warum nennt er nicht Von der Leyen, Kallas, Merz, Starmer, Macron, Rutte, Pistorius beim Namen?
All diese Gestalten fasst er zusammen unter dem Decknamen Europa.
Ich denke mal, dass Herr Froschauer in seinem Artikel von den
„Vereinigten Staaten von Europa“ ausgeht und nicht von der
„Bruesseler Beamten-Entsorgungs-Union“ die den Binnenmarkt kontrolliert, diese Union wird nur mit dem Treibmittel Geld zusammengehalten.
Mario Draghi: „Von all jenen, die derzeit zwischen den Fronten der USA und Chinas stehen, haben nur die Europäer die Chance, selbst zu einer wahren Macht zu werden “, betonte er und plädierte für eine europäische Föderation in den Bereichen Verteidigung, Außenpolitik und Steuern.“ (die „Unfaehigste“ in Bruessel bastelt ja schon kraeftig dran)
https://www.lefigaro.fr/international/mario-draghi-ancien-patron-de-la-bce-appelle-l-europe-a-surmonter-ses-vieilles-divisions-pour-devenir-une-veritable-puissance-20260202
Das Ergebnis waeren dann die „Vereinigten Staaten von Europa“ und das Ende der
Souveraenitaet der Nationalstaaten!
Es sind alles Pyramidensysteme.
Die Vereinigten Staaten von Europa
sind das wahre Ziel der Eliten. Es gibt ja bereits Forderungen nach einem Präsidentenamt.
Das geht natürlich in die vollkommen falsche Richtung wenn wir die Interesse der europäischen Bürger miteinbeziehen. Das sollte unser Maßstab sein: Der Mensch ist das Maß aller Dinge und der Mensch ist klein. all seine Konstruktionen müssen sich deshalb den Menschen unterordnen.
Riesige Pyramidensysteme können niemals dem Menschen dienen .
Daraus folgt eine Forderung nach kleinteiligen autonomen Einheiten: Die EEG!
Die europäische Eidgenossenschaft!
Die Sache ist schon unter Dach und Fach und es wird wie bei der Euroeinführung wenige Gewinner und viele Verlierer geben.
Die Idee ist für ein DANACH 😎
das jetzige ist nicht reformierbar. Es wird aber weiterhin Menschen geben nach einem danach, dafür ist die Idee!
Zitat: „Der größte Widerstand gegen MEG kommt nicht aus Washington, sondern aus europäischen Eliten. Sie haben ihre Legitimität an transatlantische Loyalität geknüpft und ihre politische Identität aus der Zugehörigkeit zum Westen abgeleitet. Ein Kurswechsel würde nicht nur politische Entscheidungen, sondern persönliche Weltbilder infrage stellen.“
…und der Kurswechsel würde auch das persönliche Fortkommen und Wohlergehen der europäischen Eliten infrage stellen, möchte man ergänzen. Es ist doof, einen Krieg zu verlieren, und der dem das passiert muss mit einem erheblichen Karriereknick inklusive Senkung des Lebensstandards rechnen, siehe zB 1. Weltkrieg (Kaiser) und 2. Weltkrieg (Nazis).
Ein Blick auf die Landkarte reicht, um zu erkennen, dass gute Beziehungen zu Russland in deutschem Interesse liegen, völlig egal, wie Russland gerade drauf ist. In deutschem Interesse heisst: im Interesse von 90% der deutschen Bevölkerung. Die restlichen 10% sind solche, die geschäftliche, verwandtschaftliche, kulturelle oder was auch immer für Bindungen mit den USA haben und wollen, dass das so bleibt. Die Medienbranche scheint zu dieser 10%-Gruppe zu gehören, und sie nutzt ihre Deutungs- (Manipulations-)Hoheit schamlos aus.
@Woody Box: Es stimmt, gute Beziehungen zu Russland würden im deutschen Interesse liegen.
Genau das ist den Superreichen in den USA seit über 130 Jahren ein Pfahl im Auge! Sie würden
schnell den großen Einfluß den sie haben verlieren. Der erste und zweite Weltkrieg wurden
nicht durch ein Thronfolgerattentat oder durch uns Adolf initiiert. Sie wurden von bestimmten
Leuten in den USA genau so geplant, um Deutschland und Russland klein zu halten. Die USA
selbst hat sich erst einmal zurück gehalten und dann abgesahnt. Unsere Medien sind heute
fast alle in den Händen von US Investoren. Ebenso unsere Politiker. Die Kulturellen Bindungen
zur USA gaukelt man uns seit dem WK II vor. Wir wurden schnell zuerst von deutschen Schmalzetten
und dann mit US Propaganda in Form von Lassi, Flipper, Bonanza und den unzähligen Krimiserien
„einkultiviert“. Dazu auch noch Musik in englisch. Wenn etwas zu deutsch wurde, wie die „Neue Deutsche
Welle“ wurde es schnell abgewürgt, in dem das Fernsehen und Radio instruiert wurden, wieder
englische Titel zu spielen. Das hat mir einmal ein bekannter Moderator zugeflüstert. Als Schröder
zu sehr an Russland rückte und die deutsche Wirtschaft einen Höhenflug begann, mußte er weg.
Es wurde die WEF und CIA geschulte Merkel und alles was ihr folgte, eingesetzt.
Was der Autor Uwe Froschauer schreibt ist zwar im Wesentlichen richtig, er wird damit aber wenig bewegen, denn er übersieht erstens, dass die meisten EU-Bürger seine Argumente nicht kapieren und zweitens, dass die westlichen Hauptmedien kein Interesse daran haben ihren Nutzern die Situation verständlich zu erklären.
Stattdessen werden sie seit vielen Jahrzehnten systematisch damit indoktriniert, dass der Westen auf allen Gebieten seinen Gegnern militärisch, ökonomisch und moralisch überlegen ist, und dass vor allem Russland an allem schuld ist.
Von solchen EU-Bürgern ist keine Änderung zu erwarten.
Passt.
Hinzufügen könnte man vielleicht noch:
– Du kannst niemanden retten, der nicht gerettet werden will.
– Offen bleibt, ob man jemanden retten kann, der gerettet werden will.
– Das womöglich einzige, das man tun kann: sich selbst so gut wie möglich aus dem Spiel herauszunehmen.
Also sucht euch einen sicheren Platz, besorgt euch Popcorn und ab die Post.
Wie schon der erste Teil, so läßt auch dieser zweite Teil die gute Absicht erkennen, in der Ausführung jedoch werden wieder Fragwürdigkeiten aufgeworfen:
-Sollen West- und Ost-europa nicht nur politisch sondern gar auch geographisch als unabhängiger Kontinent positioniert werden, losgelöst von Eurasien, dem eurasischen Kontinent in seiner Gesamtheit?
-Soll MEG etwa ein Gegenpol der Macht zu BRICS+ (3/4 Eurasiens) werden statt Interdependenzen anzuerkennen und Integration und Kooperation zu suchen?
-Soll MEG die vollkommen gescheiterte sog. „Aufklärung“ erneuern und als Machtbasis wiederauferstehen lassen?
-Sind diverse Kulturen, Ethik und Moral nicht nur universelle Regeln und Werte, und damit auch ordnende Elemente einer jeden Gesellschaft?
-Etc..
Sollte der Author weiterhin zu kurz treten, wird er nie auf der richtigen Seite der Geschichte ankommen, und es ist eben nur ein Schritt von der Wahrheit zur Wirklichkeit!
Das ist definitiv eine Bezeichnung, die gar nicht, nie und überhaupt „NEIEN!“ geht.
MEGADEATH, Megatonnen (TNT bei H-Bombe), Megan Fox (nunja…), „Mega“ bei Werbeflachpfeife Dieter Bohlen, und so weiter…
Alleine schon das „Great“ verursacht Gänsehaut, da es übermäßige Ambitionen oder Gier konnotiert. Zudem sollte sich des Englischen entledigt werden, da die Briten eh besser draußen bleiben (ihre Class werden die nie los), sind auch hier sicher traditionell unzuverlässig und vermutlich gefallen sie sich so auch besser; zudem wäre es eine charmante Begrüßungsgeste historischer Art an die Chinesen (DE kann man ja schlecht rausnehmen, irgendwie)…
Alternative Vorschläge:
»CelSin Raum«: „Cel“ von Celtic (Keltisch, also ganz westlich Irland) und „Sin“ von sinologisch (chinesisch).
Meinethalben auch SinCel Raum (wobei das phonetisch nicht so schön ist).
Und für „Raum“ gibt es ggf. auch einen aparten chinesischen Begriff.
Oder „Areal“, was ebenfalls nett wäre, weil es ein Teilgebiet bezeichnet.
Hoffentlich fühlen sich die Ruderer („Rus“) dabei nicht unterrepräsentiert.
Prinzipiell finde ich es als Utopie bzw. Fernziel wünschenswert, wobei es da noch sehr viel berechtigten und notwendigen Gesprächsbedarf gibt, wie aus vielen Kommentaren schlüssig hervorgeht. Aber eine neue Perspektive? Warum nicht, hatten „wir“ lange nicht mehr und die Gegenwart ist schon eine ganze Weile besch…eiden…
Ich lese immer „Europa“. Tatsächlich ist dieses Europa aber eine von oben nach unten gebaute, extrem hierarchische, demokratiefeindliche, den Eliten dienende Struktur. Dieses Europa ist ein Sammelsurium alter Kolonial- und Hegemonialmächte. Es ist wirtschaftlich zunehmend irrelevanter, kulturell und in der Wissenschaft kaum noch von Bedeutung und politisch alles andere als homogen. Europa versteht sich nur als rein autoritäre oder totalitäre Struktur. Aber das zusammen mit dem sich beschleunigenden kulturellen und wirtschaftlichen Absturz wird auch zur Zerstörung des Elitenprojekts führen. Wir werden eine Renaissance der Nationalstaaten, der Vielfalt der europäischen Kulturen sehen, Diese kleinen Einheiten können schnell und im Eigeninteresse zwischen den großen Mächten navigieren, miteinander kooperieren oder auch gegeneinander intrigieren. Und exakt so handeln die europäischen Staaten schon jetzt.
Dieses MEG-Zeug ist ein Hirngespinst.
Eine neue Selbstständigkeit Deutschlands werden wir nicht mehr erleben, Deutschland geht als erniedrigter Vasall und Schlachtfeld des dritten Wk unter.
Eine Generation weniger Überlebender wird dafür sorgen dieses Land zu alten Tugenden und neuer Autorität zurückzuführen.
Brüssel und Washington arbeiten vom einen und vom anderen Ende her an unserer Zerstörung, mit freundlicher Hilfe einer perfekt konditionierten Politik im Land.
Ihr Erfolg ist bereits überall sichtbar und das i-Tüpfelchen, der dritte Krieg gegen den bösen Osten, wir gerade medial, finanziell und politisch vorbereitet.
Schlimme Zeiten – selbst hier im hintersten Österreich gibt es einen Run auf Gold.
Die Leute wissen, warum.