Junges Deutschland gegen alte Politik

Nein zur Wehrpflicht
Giftzwerg 88, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Deutschland erlebt einen neuen Generationenstreit: Während die Politik auf Aufrüstung und Wehrdienst setzt, wächst unter jungen Menschen der Widerstand. Dabei geht es längst um mehr als die Frage, wer künftig eine Uniform tragen soll.

Jugendproteste, die Vertrauenskrise der Regierung und der Erfolg der Alternative für Deutschland zeigen: Die Deutschen sind immer weniger bereit, Berlin blind zu folgen.

In Deutschland wächst die politische Spannung weiter — und sie lässt sich inzwischen nur noch schwer mit den üblichen Schwankungen der Wählerstimmung erklären. In den Städten gehen Schülerinnen, Schüler und Studierende auf die Straße, die Regierung von Friedrich Merz erreicht bei der Zustimmung der Bevölkerung historische Tiefstwerte, während die oppositionelle AfD in bundesweiten Umfragen weiterhin an der Spitze liegt.

All das geschieht vor dem Hintergrund des wichtigsten politischen Kurswechsels der vergangenen Jahre. Deutschland erhöht seine Verteidigungsausgaben massiv, baut die Bundeswehr aus und bereitet die Bevölkerung schrittweise auf die Rückkehr der Wehrpflicht vor. Das Problem der Regierung besteht allerdings nicht darin, dass die deutsche Gesellschaft pazifistisch geworden wäre. Im Gegenteil: Die Angst vor der Bedrohung durch Russland ist weiterhin groß, und die Unterstützung für die NATO sowie für die Verteidigung des Landes bleibt auf einem hohen Niveau. Doch immer mehr Menschen ziehen eine Grenze zwischen notwendiger Verteidigung und einer Politik der dauerhaften Mobilisierung des Landes. Besonders deutlich ist dieser Wandel bei der jungen Generation zu spüren.

Immer mehr Anträge auf Kriegsdienstverweigerung

Am 25. September gingen in Dutzenden deutschen Städten Menschen gegen die neue Wehrdienstgesetzgebung auf die Straße. Die Initiatoren der Bewegung „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ sprachen von mehr als 45.000 Schülerinnen und Schülern in rund 100 Städten. Die Polizei nannte deutlich niedrigere Zahlen. In Berlin waren es beispielsweise etwas mehr als 2.000 Teilnehmer. Es war nicht der erste Protest dieser Art. Bereits im Frühjahr waren Tausende junge Menschen gegen eine mögliche Rückkehr der Wehrpflicht auf die Straße gegangen. Vertreter der Bundesschülerkonferenz erklärten, dass sich die Jugend von Entscheidungen ausgeschlossen fühle, die ihre Zukunft unmittelbar bestimmten. Formal geht es bislang nicht um die vollständige Rückkehr zur früheren allgemeinen Wehrpflicht. Das 2026 in Kraft getretene neue Gesetz sieht weiterhin einen freiwilligen Dienst vor. Männer ab einem bestimmten Alter müssen sich jedoch registrieren lassen, und ab 2027 ist für die entsprechenden Jahrgänge eine verpflichtende Musterung vorgesehen. Sollte die Zahl der Freiwilligen nicht ausreichen, könnte der Bundestag die Einführung einer verpflichtenden Einberufung beschließen. Genau dieser Unterschied zwischen der juristischen Formulierung und der gesellschaftlichen Wahrnehmung ist politisch entscheidend. Für die Regierung ist die Regelung ein Instrument zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit. Für einen Teil der jungen Deutschen ist sie der erste Schritt zu einem Staat, der künftig über ihre Lebensplanung bestimmen kann.

Aufschlussreich ist auch eine andere Entwicklung: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 wurden in Deutschland 5.862 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen gestellt. Im gesamten Jahr 2025 waren es 3.879, 2024 lediglich 2.249. Der Trend ist deutlich genug, um ihn nicht ausschließlich mit der Aktivität einer kleinen Gruppe von Pazifisten erklären zu können. Hier zeigt sich das zentrale Paradox des heutigen Deutschlands. Es wäre falsch zu behaupten, dass die Mehrheit der Deutschen gegen eine Stärkung der Bundeswehr wäre oder die Bedrohung durch Russland für erfunden hielte. Einer Studie des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zufolge betrachten 94 Prozent der Befragten den Schutz Deutschlands vor einem bewaffneten Angriff als Aufgabe der Bundeswehr. 79 Prozent unterstützen militärische Hilfe für einen angegriffenen Verbündeten, und 76 Prozent halten die weitere Mitgliedschaft Deutschlands in der NATO für notwendig, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

Die politische Krise zeigt sich vor allem in den Zahlen

Die Gesellschaft lehnt die Notwendigkeit der Verteidigung also nicht grundsätzlich ab. Die Zustimmung zum konkreten militärischen Kurs fällt jedoch deutlich ambivalenter aus. So erklärten im September im ARD-DeutschlandTrend 42 Prozent der Befragten, dass die deutsche Militärhilfe für die Ukraine zu weit gehe. Das war der höchste Wert seit Beginn der entsprechenden Erhebungen. 38 Prozent hielten die Unterstützung für angemessen, weitere 14 Prozent für unzureichend. Mit anderen Worten: 52 Prozent sind bereit, das derzeitige Niveau der Unterstützung beizubehalten oder sie sogar auszuweiten. Gleichzeitig wächst der Anteil der Bevölkerung, der den derzeitigen Kurs für überzogen hält. Die Deutschen sind bereit, für Sicherheit zu zahlen. Doch längst ist nicht mehr selbstverständlich, dass sie jede Erhöhung der Verteidigungsausgaben, eine Ausweitung militärischer Verpflichtungen und die schrittweise Einbindung der jungen Generation in die Landesverteidigung bedingungslos unterstützen. Genau in diesem Spannungsfeld befindet sich die Regierung von Friedrich Merz.

Die politische Krise zeigt sich vor allem in den Zahlen. Anfang Oktober verzeichnete der ARD-DeutschlandTrend einen historischen Tiefstand bei der Bewertung der Bundesregierung: Nur zehn Prozent der Befragten waren mit ihrer Arbeit zufrieden. Ebenso viele waren mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden. Die AfD behauptete mit 27 Prozent ihren ersten Platz, während CDU/CSU lediglich auf 20 Prozent kamen. Auch das ZDF registrierte Ende September ein Rekordniveau der Kritik an der Regierung: 74 Prozent der Befragten bewerteten die Arbeit der Koalition negativ. Es handelt sich also längst nicht mehr um einen einzelnen schlechten Umfragewert. Die Regierung steht vor einer strukturellen Vertrauenskrise. Besonders deutlich wurde dies im Wahlkampf 2026. Am 6. September erhielt die AfD in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent der Zweitstimmen und gewann 39 der 83 Sitze im Landtag. Die CDU kam auf 17,2 Prozent. Danach konnte die AfD ihren hohen Zuspruch auf Bundesebene nicht nur halten, sondern weiter ausbauen. Mitte September kam die Partei laut YouGov auf 29 Prozent, während CDU/CSU bei 18 Prozent lagen. Ende September sahen verschiedene Umfragen die AfD bei 26 bis 30 Prozent.

Doch es wäre zu einfach, diesen Aufstieg allein mit der Militärpolitik zu erklären. Die AfD verbindet eine harte Linie in der Migrationspolitik mit Regierungskritik, der Ablehnung steigender Ausgaben und Misstrauen gegenüber den etablierten Parteien. In der September-Analyse von Infratest dimap schnitt die Partei insbesondere bei den Themen Migration und Asyl stark ab. In Ostdeutschland genoss sie bei nahezu allen wichtigen politischen Themen das größte Vertrauen. Die Partei lehnt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine ab, kritisiert den konfrontativen Kurs gegenüber Moskau und nutzt die Rückkehr der Wehrpflicht als Beleg dafür, dass die etablierten Parteien das Land militarisieren. Vor dem Hintergrund der Jugendproteste gewinnt diese Argumentation zusätzliche Kraft. Die Regierung sagt: „Wir bereiten uns darauf vor, Deutschland zu verteidigen.“ Ein Teil der jungen Menschen hört dagegen: „Ihr müsst euch darauf vorbereiten, in den Krieg zu ziehen.“

Warum soll die Jugend für die strategischen Fehler vergangener Jahrzehnte bezahlen?

Es wäre falsch, die aktuellen Proteste als „Aufstand der jungen Generation gegen die Regierung“ zu bezeichnen. Doch es wäre ein noch größerer Fehler, dieses politische Signal zu ignorieren. Junge Deutsche stellen zunehmend die Frage: Warum soll ausgerechnet ihre Generation für die strategischen Fehler vergangener Jahrzehnte bezahlen — mit Geld, beruflichen Chancen, Zeit und möglicherweise sogar mit dem eigenen Leben? Und mit jedem Tag wird diese Frage umfassender als die Debatte über die Wehrpflicht. Sie betrifft die deutsche Sozialordnung, die Frage, wie viel der Staat für die Verteidigung ausgeben kann und will, wie die Haushaltsmittel verteilt werden und warum Entscheidungen über die Zukunft des Landes weitgehend ohne diejenigen getroffen werden, die mit ihren Folgen leben müssen.

Auch die Unterstützung der Ukraine wird zunehmend zu einem Thema, bei dem die Bundesregierung nicht mehr mit nahezu automatischer Zustimmung rechnen kann. Besonders deutlich ist der regionale Unterschied: In Ostdeutschland und unter den Anhängern der AfD überwiegt die Ablehnung militärischer Unterstützung für die Ukraine. Das bedeutet nicht, dass Deutschland der Ukraine den Rücken kehrt. Bundeskanzler Merz bekräftigt weiterhin öffentlich die Unterstützung für Kiew und betrachtet Russland als ernsthafte Bedrohung für die europäische Sicherheit. Doch der politische Preis dieses Kurses wird höher.

Die entscheidende Veränderung in der deutschen Politik der zweiten Hälfte des Jahres 2026 besteht nicht darin, dass die Gesellschaft plötzlich pazifistisch geworden wäre. Sie ist misstrauischer geworden. Die Deutschen wollen weiterhin eine starke Armee. Die Mehrheit unterstützt die NATO, erkennt die Bedrohung durch Russland an, und ein erheblicher Teil der Gesellschaft hält die Unterstützung der Ukraine für richtig. Doch gleichzeitig stellen die Bürger der Regierung immer häufiger eine unangenehme Frage: Wo endet die notwendige Verteidigung und wo beginnt eine Politik der dauerhaften Mobilisierung? Die Jugendproteste gegen die Wehrpflicht, die historisch niedrigen Zustimmungswerte für die Regierung, die wachsende Skepsis gegenüber einzelnen Aspekten der Unterstützung der Ukraine und der Erfolg der AfD sind keine voneinander unabhängigen Ereignisse. Sie sind unterschiedliche Ausdrucksformen desselben Prozesses: Ein erheblicher Teil der deutschen Gesellschaft ist nicht länger bereit, die Erklärung der Regierung automatisch zu akzeptieren, dass höhere Militärausgaben, eine stärkere Bundeswehr und größere außenpolitische Verpflichtungen die einzig mögliche Antwort auf die Sicherheitskrise seien. Für viele kam dies überraschend, doch die AfD hat als Erste das politische Potenzial dieser Unzufriedenheit erkannt. Und nun richtet sich die entscheidende Frage nicht an die AfD — sie richtet sich an die Regierung von Friedrich Merz: Wird sie die Deutschen davon überzeugen können, dass der Kurs auf Aufrüstung ein Weg zu mehr Sicherheit ist und nicht eine weitere Quelle der Unsicherheit für eine Generation, die dem Staat ohnehin schon nicht besonders vertraut? Die bisherigen Zahlen geben auf diese Frage eher eine negative Antwort.

Der Artikel erschien erstmals bei medium.com.

Benjamin Toller

Benjamin Toller ist Absolvent der Universität Leipzig und angehender Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind Politik, Internationale Beziehungen und Geschichte.
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27 Kommentare

  1. Es ist doch positiv, dass ein Teil der Jugend begreift, was da läuft und nein, es ist kein Generationenkonflikt, denn es gibt auch sehr viele Erwachsene, die der Regierung das Märchen der russischen Bedrohung nicht abnehmen.
    Die im Beitrag erwähnten Umfragen, sind in Anbetracht derer die sie erheben und wie die Fragen formuliert sind eher mit Vorsicht zu genießen. Die insinuierte grundsätzliche Zustimmung eines Großteils der Befragten zum Regierungskurs, ist aber auch aus anderen Gründen in Frage zu stellen. Schließlich ist die Bevölkerung seit geraumer Zeit einem höchst manipulativen propagandistischen medialen Trommelfeuer ausgesetzt und sehr schlecht informiert.
    Was gäbe es denn hier noch zu verteidigen, wenn die herbeigeredete Konfrontation wahr würde? Eine Frage, die sich junge Menschen klugerweise vielleicht eher zu stellen scheinen.
    Die Proteste der Schüler sind auf jeden Fall schonmal als „Lichtstreif am Horizont” zu bewerten.

    1. Rob: Sie haben die Situation schon richtig beschrieben. Herausheben kann man, dass die Menschen
      wirklich einem Propagsandafeuerwerk in die von der Regierung gesetzen Richtungen, ausgesetzt ist.
      Das „schleicht informiert“ schließt sich da gleich an. Wenn die Menschen nicht auf Spielfilmkanälen
      wandeln, kommen sie unumgänglich auf die Öffentlich Rechtlichen und die US gesteuerten Sender
      zurück. Die ÖRR bombadieren mit Unwahrheiten in Richtung Regierungslinie und die US gesteuerten
      Sender propagieren mit ihren Spielfilmen und Serien den amerikanischen Traum. Damit die Menschen
      bloß nicht zum Nachdenken kommen, werden die Gehirne dann mit Soaps schlammweich gespült.

  2. …erkennt die Bedrohung durch Russland an…tut das die Bevölkerung? Ich habe erhebliche Zweifel. Gut, die Tagesschau-Gläubigen und die Systemprofiteure tun das. Der nicht unerhebliche Rest fragt sich, warum „der Russe“ ein abgefucktes Land wie De bedrohen sollte. Was es da so lukratives zu holen gibt? Und der Normalbürger fragt sich zunehmend, warum die Machthaber immer wieder Russland provozieren…
    Die junge Generation will schlicht nicht für den irrationalen Hass von Merz, Wadephul, Pistorius…die die Traumata ihrer Großväter nie verarbeitet haben, krepieren!
    Die junge Generation will eine Zukunft haben! Die hat sie nicht, wenn sie für fremde Interessen verheizt wird!

  3. Geschätzte Redaktion, vielleicht überprüfen Sie Ihre Kommentarregeln mal dahingehend, ob Sie sie selber verstehen. Das scheint mir nämlich leider nicht der Fall.

    1. Rob: Mein sehr „harmloser Antwortkommentar zu ihrem oberen Kommentar, wartet auf Freischaltung.
      Ich vermute, dass die KI im Begriff ist, Overton zu übernehmen. In den Artikeln scheint ihre Anwesenheit
      auch öfter durchzuschimmern.

  4. Die Jugend möchte bestimmt nicht von einem Militärstaat in allen öffentlichen Räumen umgeben sein und die Abkehr von der Wehrpflicht wächst
    Die Bundeswehr beschlagnahmt zunehmend die Schulen ,Krankenhäuser und Industrie .Kriegshandlungen laufen im Fernsehen als wenn das die Zukunft werden soll .Beim Abendessen original live dabei sein das soll Normalität werden .Am besten in der Schule schon Militärunterricht und die Kampfgruppen und GST Unterricht in der DDR waren ja nur im angeblichen Unrechtsstaat.Am besten man kauft schon Militärgeschirr als tgl.Gebrauchsgegenstand ,

  5. U.a. eine ard-Statistik frei zu interpretieren sowie die Bedrohung durch.., die Schuld der Alten und den verkorksten Osten miteinander zu verwursten, um sämtliche seit Langem vakanten, drängenden Themen wie Demontage/Sozialstaat, Gesundheitswesen, Bildungswesen, Wohnungsmarkt, der kleineren Vermögen/Einkommen sowie die gegenteilige,perfektionierte ungezügelte Umverteilung zu Lasten vieler Auserwählter etc. „elegant“ auszublenden, ist ein schon recht guter Anfang, um sich als ‚angehenderJournalist‘ für die Großen zu empfehlen.

    1. dazu auch mein Senf:

      „Die Mehrheit unterstützt die NATO, erkennt die Bedrohung durch Russland an, und ein erheblicher Teil der Gesellschaft hält die Unterstützung der Ukraine für richtig. “

      Natürlich. Weil durch Groß- und Kartellparteien-Medien Gehirn-gewaschen. Aber solche Stimmungsmanipulationen sind nicht beständig, da sie nicht auf Einsicht sondern auf Propaganda und perfider Beeinflussung beruhen.

      Es ist doch offensichtlich, man muss nur das Subjekt des Satzes austauschen: „Die Mehrheit ___der orchestrierten Medien___ unterstützt die NATO, erkennt die Bedrohung durch Russland an, und ein erheblicher Teil ___der orchestrierten Medien___ hält die Unterstützung der Ukraine für richtig. “

      Und schon ist man beim wahren Kern angelangt. Aber so etwas zu erkennen (bzw. auszuformulieren) ist wohl von einem angehennden Journalisten zu viel verlangt. Man will sich ja die berufliche Zukunft nicht gleich verbauen.

      (kann mal jemand die völlig verschiedenen, völlig von allen Forenregeln unabhängigen Reaktionen der Foren-KI erläutern?)

    2. Stimmt, der Artikel lässt sich mit seinen etwas gewollten Interpretationen und herbei gebogenen Schlussfolgerungen durchaus als Bewerbungsschreiben für den regierungsnahen Mainstream lesen. Die aufscheinende inhaltliche Inkohärenz bei extrem geschmeidiger Ausdrucksweise weist überdies auf den Einsatz von KI hin.

  6. „Die Mehrheit unterstützt die NATO, erkennt die Bedrohung durch Russland an, und ein erheblicher Teil der Gesellschaft hält die Unterstützung der Ukraine für richtig. “

    Natürlich. Weil durch Groß- und Kartellparteien-Medien Gehirn-gewaschen. Aber solche Stimmungsmanipulationen sind nicht beständig, da sie nicht auf Einsicht sondern auf Propaganda und perfider Beeinflussung beruhen.

    Es ist doch offensichtlich, man muss nur das Subjekt des Satzes austauschen: „Die Mehrheit ___der orchestrierten Medien___ unterstützt die NATO, erkennt die Bedrohung durch Russland an, und ein erheblicher Teil ___der orchestrierten Medien___ hält die Unterstützung der Ukraine für richtig. “

    Und schon ist man beim wahren Kern angelangt. Aber so etwas zu erkennen (bzw. auszuformulieren) ist wohl von einem angehennden Journalisten zu viel verlangt. Man will sich ja die berufliche Zukunft nicht gleich verbauen.

  7. Ein Artikel bei Overton ohne jegliche Polemik und immergleiche Schuldzuweisungen. Chapeau!

    Die Polemik können dann die Foristen liefern.

    1. Polemik (von altgriechisch pólemos = Krieg, Streit) bezeichnet einen meist scharfen, streitbaren Meinungsstreit oder einen Angriff in politischen, wissenschaftlichen oder öffentlichen Diskussionen. (wiki)

      Der Autor macht Staat und Demokratie davon abhängig, ob die Regierung Merz es schafft die Bevölkerung vom eingeschlagenen Kriegs- und Aufrüstungskurs zu überzeugen. Was ja in Konsequenz bedeutet: Schafft sie es nicht, dann geht Staat und Demokratie unter. Was wohl Unsinn sein dürfte.

      Logisch steckt eben soviel Wahrheit in gegenteiliger Behauptung, nämlich dass gerade der eingeschlagene Kriegskurs der Regierung zum Untergang von Staat und Demokratie führt.

      Der Autor gefällt sich schlicht in Autoritätshörigkeit.

    2. Polemik (von altgriechisch pólemos = Krieg, Streit) bezeichnet einen meist scharfen, streitbaren Meinungsstreit oder einen Angriff in politischen, wissenschaftlichen oder öffentlichen Diskussionen. (wiki)

      Der Autor macht Staat und Demokratie davon abhängig, ob die Regierung Merz es schafft die Bevölkerung vom eingeschlagenen Kriegs- und Aufrüstungskurs zu überzeugen. Was ja in Konsequenz bedeutet: Schafft sie es nicht, dann geht Staat und Demokratie unter. Was wohl Unsinn sein dürfte.

      Logisch steckt eben soviel Wahrheit in gegenteiliger Behauptung, nämlich dass gerade der eingeschlagene Kriegskurs der Regierung zum Untergang von Staat und Demokratie führt.

    3. Eher mäßig elegant, wie Sie bei Ihrem Lob einer Gruppe von Leuten, die Sie Foristen nennen, sehr pauschal und nicht gänzlich unpolemisch die Schuld für „immergleiche Schuldzuweisungen“ zuweisen 😉 Schlappo!

  8. Ein anderer Beitrag, aus blanken Entsetzen verfasst, verbunden mit einen Vorschlag an OVERTON.
    Ich habe mir angetan, einige Zeit die 100 Sitzung des Deutschen Bundestags zu verfolgen. Es war wieder entsetzlich.
    Der Plenarsaal war erneut brechend gefüllt d. h. etwa 20% der Teilzeitabgeordneten mit Vollzeitdiäten waren im Plenarsaal anwesend, die aber die wichtige Funktion als Claqueure erfüllten. Das Handy und das Führen von persönlichen Gesprächen war die Hauptbeschäftigung während die Redebeiträge der Abgeordneten gehalten wurden. Keine Aufmerksamkeit an dem gehaltenen Redebeitrag gilt nicht als unhöflich, sondern als normal. Der größte Teil der Redebeiträge lassen sich wie folgt bewerten: Sprechblasen, vorgetragen in einem Wortschwall mit vielen schönen, aber nichtssagenden Worten, die geeignet sind, die Menschen “besoffen zu quatschen“.Wenn man noch aus Interesse am jeweiligen Redner und seiner geäußerten Meinung, etwas zur Vita des Redner erkundet. ergibt sich eine neue Erkenntnis. Die Vita lässt sich kurz zusammenfassen: Kreißsaal, Hörsaal ,Plenarsaal. Sonst ist weiter nichts an praktischer Erfahrungen vorhanden.
    Ein Vorschlag an OVERTON. Eine Anwesenheitsübersicht von den Plenarsitzung im Stundentakt , gegliedert nach Parteien, veröffentlichen. Das würde bestimmt das Anwesenheitsverhalten deutlich verbessern und der Forderung des Frierich Merz nach mehr Arbeit entsprechen.

    1. Am geilsten finde ich dabei immer, wie sie bei Abstimmungen trotzdem die Fraktionsverhältnisse wahren.

      Man denkt, eine Partei würde das mal ausnützen und geschlossen zu einer Abstimmung erscheinen, um ihre Agenda durchzusetzen. Nope. Die Tröge sind breit genug aufgestellt dass niemand jemand anderem auf die Füsse treten muss.

      1. Die AfD hat schon mehrfach versucht dir Beschlussfähigkeit feststellen zu lassen. Wurde bisher immer von den Landtags- und Bundeatagspräsidien abgelehnt. AndereP arteien hatten das auch schon immer wieder versucht ünet die Jahre. Schön wie die parlamentarischen Regelen gewahrt werden. Besonders nachts, wenn alle Fussball-WM gucken.

      2. Parlamentarische Wunder.
        Sie haben vollkommen recht, da sitzen etwa 20 bis 30 mit Steuergeld sehr gut bezahlte Abgeordnete im Plenarsaal. Beschlüsse werden behandelt und darüber abgestimmt. Diese Abstimmungen sind rechtsgültig und verbindlich. Für mich ein zweifelhafter Vorgang. Da ist nichts von Mehrheiten und Beschlussfähigkeit gefragt.
        Gerade bei der letzten Tagung wurden in geheimer Abstimmung Beschlüsse gefasst. Im Plenarsaal waren etwa 150 Abgeordnete anwesend. Bei der Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse hatten dann weit über 500 Abgeordnete abgestimmt. Wo die wohl alle plötzlich herkamen?

  9. … an die Regierung von Friedrich Merz: Wird sie die Deutschen davon überzeugen können, dass der Kurs auf Aufrüstung ein Weg zu mehr Sicherheit ist und nicht eine weitere Quelle der Unsicherheit für eine Generation, die dem Staat ohnehin schon nicht besonders vertraut?

    Was mir bei Merz auffällt, das ist seine stetige Betonung der westlichen Werte. Darin erinnert er doch sehr an Baerbock, die auch stets die transatlantischen Werte vorschob, wenn es darum ging die Interessen der Wähler zu sabotieren.

    Was der Autor des Artikels allerdings nicht sehen will: Es geht nicht darum den eingeschlagenen Kriegskurs der Bevölkerung schmackhaft zu machen, sondern sich dagegen zu wehren. Aufrüstung war noch nie „ein Weg zu mehr Sicherheit“, denn schließlich werden die produzierten Waffen irgendwann benutzt. Es verleitet dazu Probleme durch Krieg zu lösen, anstatt mit Diplomatie. Wo bleibt die Vernunft des Autors?

    1. @garno Selbst dann, wenn die produzierten Waffen nie im Krieg eingesetzt werden, um Menschen zu ermorden und Häuser zu zerstören wie in der Ukraine, im Gaza und im Irak, geht diese Aufrüstung zu Lasten der Allgemeinheit und der Mehrheit der Bevölkerung.

      Bezahlt wird diese gigantische Aufrüstung von der großen Mehrheit der Bürger mit „Sondervermögen“ = Staatsschulden für das Militär, Inflation, Sozialstaatsabbau und vielen Leistungskürzungen, die den Bürgern von der Regierung als „Sparmaßnahmen“ verkauft werden.

      Davon profitieren nur die Aktionäre, die Lobbyisten und besserverdienenden Manager der Rüstungsindustrie. Es würde mich auch nicht wundern, wenn Politikerinnen und Politiker, die für den Krieg und Aufrüstung trommeln 🪖⚔️🥁 , Rüstungsaktien in ihrem Depot haben.

  10. 💬 Zitat: „Ende September sahen verschiedene Umfragen die AfD bei 26 bis 30 Prozent. Doch es wäre zu einfach, diesen Aufstieg allein mit der Militärpolitik zu erklären.“

    Der Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist 70 Jahre alt, Boris Pistorius (SPD) ist 66, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) 68 Jahre und Ursula von der Leyen (CDU) 67 Jahre alt. Markus Söder (CSU) wird im nächsten Jahr 60. Die haben wahrscheinlich noch ein paar Jahr vor sich, aber sie haben ihr Leben gelebt. Und die grüne Kämpferin für den Krieg gegen Russland, Annalena Baerbock, hat sich rechtzeitig in die USA abgesetzt. Die wird es sicherlich nicht treffen.

    Falls die Bundeswehr/Nato nach Osten marschiert, um die Freiheit Deutschlands in Moskau, Wolgograd, Sankt Petersburg und Nowosibirsk zu „verteidigen“ und es zu einem großen Krieg kommt, dann werden zuerst die jungen Menschen in Deutschland, die ihr Leben noch vor sich haben, an der Front kämpfen und sterben. Das ist eine Alters- und Generationenfrage.

    Aber: Wenn Russland dann als Antwort Raketen auf Deutschland/Europa abschießt, wird es in erster Linie nicht die „Elite“ treffen und zwar unabhängig vom Alter.

    Warum hat der amtierende Bundeskanzler Friedrich Merz zwei Privatflugzeuge? Dumm ist der Mann nicht. Es macht sicherlich auch Spaß, mit dem privaten Flieger durch die Gegend zu fliegen. Aber man kann sich damit auch ganz schnell aus dem Staub machen und z. B. in die neutrale Schweiz oder ein anderes sicheres Land fliegen, wenn es in Deutschland kracht und knallt 💣💥🔥🩸💀

    Es trifft vor allem die Unterschicht und die Mittelschicht ohne Privatflugzeug 🛩️. Der amtierende Bundeskanzler von der CDU und Privatflieger mit zwei Pivatflugzeugen 🛩️ 🛬, Friedrich Merz, zählt sich nach eigener Aussage selbst schließlich zur „gehobenen Mittelschicht“.

    Aber auch dann, wenn es in Deutschland nicht krachen und knallen sollte, wird diese gigantische Aufrüstung nicht von den besserverdienenden Reichen und Superreichen bezahlt. Die Aktionäre und Manager der Rüstungsindustrie profitieren nicht nur vom 💥🩸💀 Krieg in der Ukraine und im Gaza, sondern auch von der massiven Aufrüstung 💰.

    Bezahlt wird das nämlich von der großen Mehrheit der schlechterverdienenden Nichtreichen mit „Sondervermögen“ = Staatsschulden für das Militär, mit Sozialstaatsabbau, Lohnzurückhaltung und Inflation, Kürzungen bei der Bildung, Kürzungen beim BAföG, Rentenkürzungen, Kürzungen bei der Sozialhilfe, beim Wohngeld, beim Arbeitslosengeld, Leistungskürzungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung und vielen anderen „Sparmaßnahmen“ der Regierung.

    Bleibt am 🔚 Ende die Frage: Warum wenden sich junge Menschen, die gegen die Aufrüstung sind und nicht zu den Reichen/Superreichen gehören, der 🧊 AfD zu?

    Die AfD ist keine Partei der Mittelschicht und eine Partei, die sich für die Interessen der Geringverdiener, der Arbeitslosen und Obdachlosen einsetzt, war die 🧊 AfD noch nie. Die AfD ist eine Partei, die Politik für die Reichen und Superreichen 💰 macht unabhängig davon, wie alt die Reichen/Superreichen sind. Wer die Erbschaftsteuer für die oberen Zehntausend abschaffen will, gegen jede Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes stimmt und dem reichsten Mann der Welt, dem Biilionär Elon Musk, Honig um den Mund schmiert wie Frau Weidel, der macht keine Politik für die Interessen der hart arbeitenden Bürger in diesem Land. Der macht Politik gegen die hart arbeitenden Bürger und für die Interessen der Reichen und milliardenschweren „Superreichen“.

    1. Alles schön und gut, doch warum beantworten sie Ihre eigene und berechtigte Frage nicht?

      Warum wenden sich junge Menschen, die gegen die Aufrüstung sind und nicht zu den Reichen/Superreichen gehören, der AfD zu?

      Meine Antwort: Gleichzeitigkeit hat keine Vergangenheit. Oder auch „gefangen im Augenblick“. Sie sehen die Gefahr, die für sie in der gegenwärtigen Situation besteht, sind aber nicht in der Lage, die Ursachen herzuleiten. Sie sehen nur Personen, die die Gefahr symbolisieren. Weiter können sie nicht erkennen, dass die AfD die gleiche Gefahr mit einem anderen Brand, mit anderen Gesichtern ist – und dieser neue Brand ist aufregend, unterhaltsam, spannend, die neuen Gesichter sind laut und schlicht und anscheinend heterogen: Höcke ist nicht Weidel ist nicht Chrupalla ist nicht Krah.
      Die „identifizierte Gefahr“ sagt, dass der „neue Brand“ gefährlich sei. Das ist natürlich richtig: Die neue Gefahr ist gefährlich für die alte Gefahr, aber leider weiterhin die gleiche, vielleicht noch schlimmere Gefahr für alle anderen. (Wobei, was ist der Superlativ von „Heldentod“?)

      Wenn man so will, ist das ein Lehrstück für den weit verbreiteten Irrtum, „der Feind meines Feindes ist mein Freund“.

      Kurz zu »jungen Menschen«:
      Die sind selbstverständlich auch weiterhin unterschiedlich. Doch könnte man verführt sein, zu sagen, das läge an „SM, Fon, TV“. Oder sie wurden vernachlässigt, weil es eine extrem hohe Belastung für Finanzen und Zeitmanagement ist, Kinder zu haben. Oder die sind alle verPISAt und unbrauchbar gemacht. Oder durch Corona-Isolation in der Entwicklung beschädigt.
      Und vielleicht mag das auch alles etwas wahr sein. Aber man kann auch sagen, dass sie aus der eigenen Lebenserfahrung lernen können, dass seit ihrer eigenen Existenz (mit kleinen Pausen) alles ausschließlich schlechter geworden ist. »Neue Besen kehren besser«, sagt die Oma. Nur doof, wenn die Oma vorzugsweise beim Yoga-Retreat im Tessin war und nicht gelehrt hat, wie man richtig fegt. Stattdessen andere gekommen sind und die Hände in den Hosentaschen oder an den Handys festgebunden haben.
      Am Ende gibt es nicht nur bei den »jungen Menschen« AfD-Fans, fertig.

  11. Ich denke, Deutschland steckt in einer Sackgasse. Orchestriert durch die Mainstreammedien und politische Propaganda hat man sich verfangen in einer Kultur des Nicht-mehr-miteinander-Redens. Das betrifft die „Feinde im Inneren“, also die AFD, und auch der Linken in Berlin wirft man Knüppel zwischen die Beine, weil auf keinen Fall eine nichtetablierte Partei an die Macht kommen darf. Das BSW wird ebenfalls verunglimpft und zwar so, dass ihre Redner von der Antifa oder Leuten aus dem „schwarzen Block“ offen angegriffen werden und Antifa-Kinder glauben gemacht wurden, das wären Nazis. Dabei treten sie selbst in schwarzer Einheitskleidung und militaristisch auf – sollte man mal drüber nachdenken.

    So wie wir im Augenblick unterwegs sind, laufen wir sehenden Auges in einen Krieg. Wir sind absolut intolerant, hypermoralisch, selbstgerecht und menschenfeindlich.

    Wir brauchen einen kompletten gesellschaftlichen Neuanfang und einen Totalaustausch an der Spitze. Eine verträgliche und kooperative Haltung kauft den jetzigen Politikern nach Jahren der Hetze gegen andere doch niemand mehr ab.

    Wir haben genug interne Probleme, um über einen Krieg überhaupt nachzudenken und sollten uns aus Angriffen gegen Russland und aus einer deutschen Führungsrolle in der NATO dringend heraushalten. Oder brauchen wir einen Krieg, um aus der vertrackten Situation herauszukommen. Wem soll er helfen? Den Machthabern? Uns, den Bürgern, hilft er nicht. Den Bürgern der Ukraine hilft es auch nicht, auf den Winter in Grund und Boden gebombt zu werden, nur weil Selenskyi nicht verhandeln will oder darf. Boris Johnson und Konsorten sowie deren Hintermänner können uns gestohlen bleiben.

    Wir sollten jetzt Schluss machen mit dem Krieg, es ist nicht unserer. Humanitäre Unterstützung kann geleistet werden, aber nichts um Russland anzugreifen. Der Kanzler, sein Außenminister und sonstige Kriegstreiber stehen auf verlorenem Posten, auch wenn sie anderes vorgeben.

    Wir müssen unseren Gesellschaftsvertrag neu aushandeln, miteinander und nicht gegeneinander.

  12. Warum machen die eine Demo? Interessiert doch keine Sau und wie man an der Friedensdemo in Stuttgart gesehen hat, macht man sich angreifbar. Demnächst dann Antifanten, die die Schüler angreift, wetten? Weil der Putin die alle mit seinen Gedankenkontrolllasersatelliten verwirrt hat.

    Die Schülerinnen und Schüler können ja ihre Kriegsdienstverweigerungen schriftlich einreichen. Ja, auch die Mädchen damit es mehr werden. Wenn dann LKWs mit Briefen im Bendlerblock auftauchen, bringt das dann die Ministeroumsburokratie zum schwitzen. Aber bei den heutigen vom Smartphone geschädigten Schülern glaube ich nicht, daß sich genug finden werden. 🙁

  13. Also, es fällt schwer, herauszufinden, was der Autor eigentlich sagen will, vermutlich kann er die Barriere meiner selektiven Wahrnehmung nicht durchdringen.

    Mit anderen Worten: 52 Prozent sind bereit, das derzeitige Niveau der Unterstützung [der Ukraine] beizubehalten oder sie sogar auszuweiten. […] Die Deutschen sind bereit, für Sicherheit zu zahlen.

    Und an dieser Stelle hört in meiner Welt bereits das Verständnis für die Demokratie-Simulation auf: Die Mehrheit eruiert aus Umfragen also? Dann sollen sie zahlen, sollen gehen oder mit ihren Kindern zahlen oder gehen. Wäre das nicht die konsequente Antwort? Selbst wenn die RF eine militärische Intervention Richtung Westeuropa beabsichtigte (was ich für Unfug halte, da es dafür keine ansatzweise hinreichenden Belege gibt), wüsste ich nicht, in wie weit sich eine ignorante Herrschaft der RF oder PRC von der der EU (von mir auch als Vasall der US) denn wirklich unterschiede? Ist es so wichtig, welche Farbe der Stiefel unstillbarer Kapitalinteressen hat, der einem den Kopf oder die Fertilitätsabteilung behandelt oder in welcher Sprache das Etikett des Schuhwerks geschrieben ist? Das Ausmaß der Selbstverachtung dieser Bevölkerung scheint exorbitant.

    Nur zehn Prozent der Befragten waren mit ihrer [der Regierung] Arbeit zufrieden. […] 74 Prozent der Befragten bewerteten die Arbeit der Koalition negativ. […] Die Regierung steht vor einer strukturellen Vertrauenskrise.

    N E I N ! Nix Vertrauenskrise. Diese Regierung hat sogar den Anschein ihres Zwecks verlassen. Und einem Großteil der Bevölkerung wird nicht ansatzweise gewahr, dass nicht die Demaskierung die Absicht der Regierung ist, sondern dass es dieser und jeglicher anderen Regierung völlig gleichgültig ist, was eine Bevölkerung darüber denkt. Diese hiesige Bevölkerung in ihrer Angeschissenheit ist auch noch zunehmend dem Irrglauben verfallen – was sie „Meinung“ nennt –, dass eine AFD oder sonstwer daran auch nur einen Jota änderte.

    Warum soll die Jugend für die strategischen Fehler vergangener Jahrzehnte bezahlen?

    Die Jugend soll nichts bezahlen. Die Möglichkeit, sie irgendwo zu verheizen, sagt nichts anderes aus, als dass die Existenzberechtigung der Bevölkerung selbst negiert wird: ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft, sprich ihr Erbe, sprich ihre Nachkommen. Und dass die Art, wie die westlichen Regierungen den Krieg in der Ukraine vorbereiteten, ihre Überraschung inszenierten, ihren Schock heuchelten und seitdem bar jeglicher menschlicher Anteilnahme durchziehen, ist die offizielle Generalprobe, bevor das auf den heimischen Bühnen zum Besten gegeben wird. Und nein, sie sind nicht auf den Applaus der Massen aus.

    Die Mehrheit unterstützt die NATO, erkennt die Bedrohung durch Russland an, und ein erheblicher Teil der Gesellschaft hält die Unterstützung der Ukraine für richtig.
    […]
    Die entscheidende Veränderung in der deutschen Politik der zweiten Hälfte des Jahres 2026 besteht nicht darin, dass die Gesellschaft plötzlich pazifistisch geworden wäre.
    […]
    …richtet sich die entscheidende Frage […] an die Regierung von Friedrich Merz: Wird sie die Deutschen davon überzeugen können…

    Also was sagt der Autor letztendlich: Die selbstvergessenen Willfährigkeit der Bevölkerung ist etwas ermüdet, sonst aber nicht sonderlich besorgt. Sie hat nichts gegen die Blutwurst, die aus ihr gemacht werden soll, eigentlich ist sie selbst auf den Rand des Fleischwolfs gehüpft, jetzt hätte sie nur gerne etwas selbstgeschlagene Sahne dazu, mit der sie überzeugend eingeseift wird, bevor es zum Produktionsendsieg geht.

    Danke Herr Toller, für diese eigenwillige Einordnung, die Sie mit der Schleife „Jugend“ verziert haben. Vielleicht absolvieren sie Ihr Volontariat embedded an der Ostfront, in Gaza, Nigeria, Kongo – oder auch in Nordirland, die nehmen ebenfalls gerade wieder Anlauf und servieren ein hervorragendes Stew.

  14. Neulich auf BR24 in den Nachrichten.
    Die Sprecherin leitete einen Bericht über ein Treffen von Ministerpräsidenten zu Zivilschutzmaßnahmen ein.

    Die Einleitung begann , mit den Worten: „Wie bekommt man das Land kriegstüchtig“.
    und das in einem Ton und auf eine Art, dass das völlig normalste auf der Welt wäre.

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