»Jede Mieterhöhung ist eine faktische Lohnkürzung«

Caren Lay, Pressefoto Foto: Anja Müller

Endlich hat die Bundesregierung ein Maßnahmepaket für günstigeres Wohnen beschlossen. Wird nun alles besser? Nein, denn für Menschen in Miete wird sich nichts verbessern.

Roberto De Lapuente hat mit Caren Lay, der Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion DIE LINKE im Bundestag gesprochen.

 

De Lapuente: Liebe Frau Lay, ist das Maßnahmenpaket nach dem sogenannten Wohnungsgipfel ein Doppelwumms? Oder sind Sie enttäuscht?

Lay: Für die Mieterinnen und Mieter war es eine einzige Enttäuschung, denn für sie hat der Wohngipfel nichts gebracht. Mieterschutz stand noch nicht einmal auf der Tagesordnung und überhaupt hat die Ampel noch nichts gegen die extremen Mieterhöhungen getan, die große und kleine Städte in der Bundesrepublik erleben. Auch die versprochene Neue Wohngemeinnützigkeit, mit der nach Wiener Vorbild gemeinnützige Wohnungsunternehmen entlastet und gefördert werden sollen, statt, wie bisher großspurigste Wohnungskonzerne, lässt auf sich warten. Beim sozialen Wohnungsbau gab es auch nichts Neues.

»Die 45 Milliarden sind ein Rechentrick der Bundesregierung«

Wer sich in der Wohnungspolitik nicht vormachen lassen will, liest Caren Lays Buch.

De Lapuente: 45 Milliarden Euro sollen bis 2027 lockergemacht werden, um Wohnungen zu bauen. Klingt stattlich. Reicht das aus, um die Wohnungsnot und den Mietenwahnsinn einzudämmen?

Lay: Leider ist das ein Rechentrick. Die Bundesregierung rechnet einfach die nächsten fünf Jahre zusammen, also die geplanten Ausgaben bis 2027. So klingt es gleich viel größer, ohne dass sie in diesem Jahr nur einen Euro mehr in die Hand nehmen muss. Sie schmückt sich mit den fiktiven Ausgaben zukünftiger Regierungen – absurd. Zweitens werde auch die Ausgaben der Länder mit reingerechnet: und schon kommt diese Zahl zu Stande. Dabei müsste allein der Bund jährlich 20 Milliarden in den sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbau investieren.

De Lapuente: In Frankfurt – wie in anderen großen Städten auch – entstehen neue Quartiere, in denen sich normale Arbeitnehmer die Miete nie und nimmer leisten können. Besteht nicht die Gefahr, dass die dann investierten Milliarden Wohnraum schaffen, der wieder nur als Wertobjektiv gehandelt und im Leerstand gehalten wird?

Lay: Ja genau. Was es nicht braucht, sind teure neue Wohnungen, die sich Normalverdiener*innen nicht leisten können. Doch genau das fördert die Bundesregierung jetzt auch noch mit einer neuen steuerlichen Sonderabschreibung für den Bau von Wohnungen – ohne soziale Standards. Statt den Bau irgendwelcher Wohnungen zu subventionieren – den Bau von Luxuswohnungen für Reiche – sollte bezahlbarer Wohnungsbau gefördert werden. Dazu braucht es die Neue Wohngemeinnützigkeit: dauerhaft bezahlbare Wohnungen, also Wohnungen für das Gemeinwohl.

»Ein sofortiger Mietenstopp verschafft eine Atempause«

De Lapuente: Damit mehr Menschen in den Genuss zinsgünstiger Darlehen kommen, will die Bundesregierung die Jahreseinkommensgrenze von 60.000 auf 90.000 Euro pro Familie erhöhen. Man verstehe mich nicht falsch, 60.000 Euro im Jahr sind kein Reichtum – aber sind Familien mit so einem mittleren Einkommen diejenigen, die die drastischsten Probleme am Wohnungsmarkt haben? Sind nicht eher Singles kaum vermittelbar?

Lay: Die Beschränkung der Förderung auf Familien und auf den Neubau von Eigenheimen ist meines Erachtens falsch, folgt aber dem Versprechen, jede Familie könne sich den Traum vom Eigenheim erfüllen. Sowohl Singles, als auch größere Gruppen, die zusammenwohnen wollen, fallen hier raus. Wir müssen vor allem auf die Sanierung von Wohnraum setzten. Im Hauptfokus sollten die normal und gering verdienenden Bevölkerungsgruppen stehen.

De Lapuente: Bei dieser Steigerung der Einkommensgrenze geht es ja um Wohneigentum. Hat das Priorität? Sollte nicht mal erst der Mietwohnungsmarkt reguliert werden?

Lay: Absolut. Die Probleme auf dem Mietwohnungsmarkt in den Städten lösen wir nicht durch mehr Eigenheim auf dem Land. Hinzu kommt: Es wird nicht funktionieren, die Mietpreise durch mehr Neubau zu regulieren, schon alleine, weil Neubau derzeit nur für 20 Euro pro Quadratmeter zu haben ist. Teurer Neubau treibt die Mieten über die Erhöhung der Mietspiegel auch im Bestand nach oben. Besser wäre ein sofortiger Mietenstopp, wie es auch der Mieterbund und die Gewerkschaften fordern. Das verschafft eine Atempause. Die Koalition hat nur sehr wenige Verbesserungen im Mietrecht vereinbart und diese noch nicht einmal angefasst.

De Lapuente: Gibt es ohne einen solchen Mietenstopp überhaupt noch die Hoffnung, den Wohnungsmarkt so zu regulieren, dass Wohnen wieder als Grundrecht erachtet werden kann?

Lay: Solange sich große Teile der Bevölkerung keine Wohnung in den Städten leisten kann und Menschen wohnungslos werden, weil sie keine Wohnung finden, ist das Grundrecht auf eine Wohnung nicht umgesetzt. Lösen kann das nicht der Markt, sondern ein bundesweiter Mietendeckel in Verbindung mit staatlicher Förderung der Wohngemeinnützigkeit und ein öffentliches Wohnungsbauprogramm nach Wiener Vorbild. Private Immobilienunternehmen stornieren Neubaupläne. Jetzt muss der Staat die Krise nutzen, und eine Trendwende hin zur gemeinnützigen Wohnungspolitik einzuleiten. Das heißt: Entweder selbst bezahlbare Wohnungen schaffen – oder Kommunen und Genossenschaften unterstützten.

»Reiche mehr besteuern, Löhne rauf, Mieten runter«

De Lapuente: Die Armut und Lande wächst, Obdachlosigkeit scheint zuzunehmen. Ist nicht elementarer Bestandteil einer Wohnungsmarktregulierung, auch eine progressive Lohnpolitik zu machen?

Lay: Jede Mieterhöhung ist eine faktische Lohnkürzung. Schlimmer noch: Zurzeit steigen alle Preise in allen Bereichen stark an. Wenn die Löhne nicht in dem Maße steigen, wie die Inflation und die Mietsteigerungen zusammen, dann verlieren die Erwerbstätigen an Lebensstandard. In vielen Branchen gibt es aber nicht einmal einen vollständigen Inflationsausgleich. Und so können sich immer weniger Menschen das Wohnen leisten. Gleichzeitig wächst das Vermögen vieler Unternehmenschefs ins Unermessliche und wird kaum besteuert. Deswegen ja: Reiche mehr besteuern, Löhne rauf, Mieten runter.

De Lapuente: Eine letzte Frage, Frau Lay: In amerikanischen Großstädten kennen wir Zeltstädte von Menschen, die sich keine Bleibe mehr leisten können. Ist es Panikmache, wenn man heute sagt, dass wir uns auf dem Weg zu einer solchen Gesellschaft entwickeln?

Lay: In jedem Fall spaltet die Immobilienspekulation das Land. Zeltstädte sehe ich noch nicht, aber angesichts der derzeitigen Preissteigerungen steht uns die nächste Verdrängungswelle und eine deutliche Zunahme von Zwangsräumungen bevor. Gleichzeitig hat der Immobilienboom die oberen 10 Prozent der Bevölkerung sehr viel reicher gemacht. 3 Billionen Euro wurden allein in 10 Jahren durch die Mietpreisexplosion von unten nach oben umverteilt – zu Gunsten vor allen der oberen 10 Prozent der Bevölkerung. Ich werde dafür kämpfen, dass es nicht zu weiterer Verarmung und Wohnungslosigkeit kommt. Kündigungen in die Wohnungslosigkeit gehören verboten. Ich kämpfe für bezahlbares Wohnen für alle.

 

Caren Lay geboren 1972, ist Diplom-Soziologin und studierte Politik und Frauenforschung in Marburg, Frankfurt am Main, Pennsylvania (USA) und Berlin. Seit Anfang der 2000er Jahre ist sie in der Politik aktiv. Schon lange setzt sie sich für Mietenstopp und soziales Wohnen ein. Seit 2009 ist Lay Mitglied des Deutschen Bundestags und seit 2016 Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion DIE LINKE. 2022 erschien ihr Buch „Wohnopoly“ im Westend Verlag.

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54 Kommentare

  1. Der primäre Grund für das Wohnraumproblem ist, daß mehr Menschen eine Wohnung benötigen — und das ist ein Fehler von Merkel von „2015“ der seitdem nur noch verschlimmert wurde.

    Der sekundäre Grund ist, daß die Politik zudem das Bauen in einem ideologischem Ökowahnsinn unbezahlbar gemacht hat. Das begann schon vor 20 Jahren und ist inzwischen auf einem Niveau angekommen, an dem sich das Vermieten schlichtweg nicht mehr lohnt. Und selbst ein Eigenheim (bei dem man immer draufzahlt) lohnt sich angesichts der Unwägbarkeiten der Zukunft — denn man ist ja immobil — nicht mehr.

    Lösung: Rückführung der „Wohnungsuchenden“ in ihre Heimatländer — Rückbau des Regelwerks, so daß Bauen wieder bezahlbar wird.

    Keine Lösung: Sozialer Wohnungsbau oder Finanzierung der Mieten der „Wohnungssuchenden“ aus Steuermitteln — denn Steuererhöhungen treffen immer alle.

    Und auch eine Lösung: Linke-Marxisitische-Grüne Spökenkieker (unsere B-Arche) dürfen sich irgendwo in Feuerland-Mitte eine DDR 2.0 gründen.

    1. Und wer baut denen die Häuser,wer erzeugt die Lebensmittel,von denen die leben wollen?
      Mir ist noch keiner der Links-grünen Ideologen untergekommen,der von seiner Arbeit leben könnte…Ohne Steuerzahlervieh wären die schon längst verhungert…

    2. Sie reden dem Spekulantenparadies das Wort: so wie es in London, New York, München und Paris bereits besteht: Wer arbeitet, muss 50 oder mehr Kilometer täglich pendeln.

  2. Wozu auch Wohnungen für eine Bevölkerungsschicht bauen auf die man keinen WERT mehr legt?

    Für die reichen auch Wohnungen wie um 1900, ein Zimmer im dunklen Hinterhof oder im feuchten Keller für 5 bis 10 Personen.

    Zusätzlich bestraft durch hohe Energiekosten und diffamiert als Umweltverschmutzer.

    Wenn man schon fordert, die Alten sollen ihre angeblich übergroßen Wohnungen oder ihr mühsam erarbeitetes Einfamilienhäuschen abgeben, dann sollte doch jedem klar werden wohin der Wertschätzungszug hinfährt.

    Eine weitere Enteignung der kleinen Leute wird durch die verpflichtende energetische Sanierung erfolgen.
    Die Spekulanten warten schon darauf diese günstig zu ergaunern, das sollte auch jeder wissen.

    Die Alten müssen dann ihren geringen Verkaufserlös den Altenheim-Konzernen überlassen sofern sie vorab nicht schon erfroren oder verhungert sind.

    Alle Macht den Reichen!

    Aufstände, Massendemonstrationen hat man in Deutschland nicht zu befürchten und wenn doch kleinere Protestchen stattfinden dann sind das halt NAZIS oder LINKSEXTREMISTEN, die den Staat der Reichen infrage stellen.

    Da sich keiner wehren will, das hat doch keinen Sinn, da macht doch keiner mit, ja wenn das ALLE machen würden, ja dann…

    Aber es gibt ja Gott sei Dank sehr viele Foren wo man mal Dampf ablassen kann, von Thema zu Thema hoppelt und das war es denn auch schon um sich danach widerstandslos seinem Schicksal zu ergeben.

    In diesem Sinne, jammern und picheln statt hammern und sicheln 🙂

    Guru Guru sang es schon vor Jahrzehnten:
    Alles mit der Hand sprach der Praktikant, Kind und Kegel kennt die Regel….

    1. Die Rechten wie die AFD sind auch nur für die Reichen und deshalb sollte man sie auch nicht wählen denn das „Blaue Wunder“ kommt dann wenn die tatsächlich eine Regierung bilden sollten.

      So wie ich deren Programm verstehe könnten die als Wirtschaftspartei durchaus mit fast allen Parteien eine Koalition bilden. Da kommt einem das nackte Grausen!

  3. Aussprechen will, wie die Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion DIE LINKE sich im parlamentarischen Geschäft professionell aufstellt.
    Mit ihren Parolen:
    »Jede Mieterhöhung ist eine faktische Lohnkürzung«
    und
    „Kündigungen in die Wohnungslosigkeit gehören verboten.“
    bewirbt sie sich („Ich kämpfe für bezahlbares Wohnen für alle.“) für die Rolle einer Sozialbeauftragten in einem
    System der Staatssklaverei – das es noch nicht gibt, weil es erst in unfertigen Bestandteilen für etwa ein Fünftel der Bevölkerung realisiert ist.

    Das ist nicht böswillig – überhaupt nicht! Sie tut ihren Job – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    1. Franz Josef Degenhardt
      Verteidigung eines alten Sozialdemokraten
      gegen ein Flugblatt der APO vor dem Fabriktor.

      „Ich sag dir, so geht das nicht!“,
      sagt der alte Sozialdemokrat und spricht:

      „Natürlich kann ich auf eine Drehbank steigen
      und loslegen:
      „Von wegen, ’sicherer Arbeitsplatz‘!
      Und was übrig bleibt, wenn die Raten bezahlt sind.
      Oder, zum Beispiel: Akkord.
      Aber angenommen sogar, ich bin Fritz Beckenbauer.
      Die hören doch gar nicht hin.
      Die schreien doch:
      ‚Halt den Hals!'“

      „Ich sag‘ dir, so geht das nicht!“,
      sagt der alte Sozialdemokrat und spricht:

      „Bei euch im Theater,
      na, meinetwegen.
      Aber, stell dir mal vor:
      Bundesliga Endspiel,
      Borussia vs. Eintracht.
      So fünf Minuten vor Schluss
      kommen paar von euch auf den Platz,
      rote Fahnen und so
      und brüllen: „Schluss mit dem Quatsch!
      Jetzt wird diskutiert!“

      Was meinst du, was da passiert?
      Hier euer Flugblatt,
      wischen die sich den Arsch mit ab.

      „Ich sag‘ dir, so geht das nicht!“,
      sagt der alte Sozialdemokrat und spricht:

      „Pass mal auf,
      das musst du auch mal vergleichen:
      Was hat er früher gehabt,
      was hat er heute?
      Sieh mal,
      wir waren Sieben zu Hause.
      Zwei Zimmer, immer Kohldampf geschoben.
      Aber heute?
      Guck dir das doch mal an:
      Wohnzimmer, Teppich,
      Couch, Sessel –
      alles was du willst.
      Auto sogar.
      Die Kinder arbeiten, verdienen.
      Und dann kommt ihr und sagt: „Arbeiter, du wirst ausgebeutet!“
      „DDR !“
      Hau mir doch ab!
      Ist doch viel schlimmer!

      Ich sag‘ dir, so geht das nicht!“,
      sagt der alte Sozialdemokrat und spricht:

      „Ja,
      fünfundvierzig,
      da hätten wir zuschlagen müssen!
      Zack!
      Dann wären wir am Drücker gewesen!
      So!
      Dann hätten die andern mal kommen sollen!
      Dann hätten wir diesen Staat gemacht!
      Aber heute, heute geht das nicht mehr.
      Heute muss man zäh:
      Schritt für Schritt, für Schritt, für Schritt, für Schritt, für Schritt, für Schritt.“,
      sagt der alte ewige Sozialdemokrat und spricht und spricht und spricht.
      Bloß ändern, das will er nicht

      1. Beide Kommentatoren haben nicht bemerken wollen, daß meine Sätze auf die Parolen gemünzt waren, vermittels der Parolen auf den Job der zu tun ist, und mittels des Jobs, der zu tun ist, auf das, was er über den historischen Stand der Armutsbewirtschaftung am Standort „Deutschland“ verrät.
        „Linkssein“ und „Linke Politik“ war nicht das Thema.

        Das nächste Mal benutze ich wieder mehr Fettdruck, vielleicht hilfts ja ….

  4. Jede Erhöhung egal welcher Lebenshaltungskosten ist eine faktische Lohnkürzung. Ob Energiepreise direkt oder über die Verteuerung JEDES Teilaspekts egal welcher Produkte.
    Ob das nun mit der Renaissance der mittelalterlichen Mechanismen Ablassbrief(=CO2 Zertifikat) oder Kirchenzehnt („Umwelt“ oder sonstige Abgaben wie der EEG Diebstahl oder die GEZ Schutzgeldmafia) ist, der politisch gewollte Griff in die Tasche der noch so grade eben wertschöpfend arbeitenden Menschen ist schon lange unzumutbar hoch. Die Verschleuderung der gestohlenen Mittel an alle möglichen und unmöglichen Zielgruppen ist ebenfalls unangemessen. Mit digitalem Pseudogeld, das nur dann funktioniert wenn die Infrastruktur des Bezahlsystems funktioniert und das jederzeit per Fernbedienung ganz oder für politisch verbotene Waren gesperrt/abgeschaltet werden kann wirds umso leichter, den eventuell noch vorhandenen Lohnrest in politisch gewollte Taschen zu lenken.

  5. Neu sind diese Konzepte nicht. So hat man nach dem Krieg erfolgreich den Wohnungsmangel beseitigt. Man begibt sich mit solchen Gedanken heute auf ideologisches Sperrgebiet. Neoliberalismus ist Staatsdoktrin.

    Zurecht fragt Roberto nach dem zu erwartenden Leerstand. Ja, der wird kommen. Um den zu verhindern, wurden bislang Hausbesetzungen toleriert. Insbesondere die Räumungen in Berlin haben klar gemacht, dass Schluss ist mit der Toleranz. Rechtsruck und uneingeschränkte Rechte für das Privateigentum, dahin geht die Reise. Freie Fahrt für spekulativen Leerstand.

    Auch gesagt werden müsste, dass es gerade die steigenden Zinsen sind, die dem Wohnungsbau das Genick gebrochen haben. Sollten die nicht die Inflation dämpfen? Hier zumindest heizen sie diese an. Haben sich die anderen, nicht Preise außerhalb der Bauwirtschaft denn von den Zinsen erschrecken lassen? Nicht im Geringsten, diese steigen ausschließlich wegen den verteuerten Fossiltreibstoffen. In der Schweiz, die 78 Prozent des Stroms erneuerbar produziert, war die Inflation bei höchstens fünf Prozent. Hingegen im Kohleland Polen waren es 17 Prozent. Wobei ich bislang das ärgste Klimaferkel noch vergessen hatte: Orban in Ungarn hatte 19 Prozent. Was soll da eine Zinserhöhung? Das ist reines Voodoo. Zwar außerhalb der politischen Zuständigkeit, aber kritisieren darf man es schon. Da höre ich leider nichts von der Linkspartei.

    Nebenthema. Summa summarum haben riesige Bevölkerungsteile Grund, die Linkspartei zu wählen, denn diese ist als einzige bereit, tatsächlich Maßnahmen für eine deutliche Besserung durchzusetzen. Aber gerade heute werden sie wieder die Gelegenheit nutzen, der Linkspartei eine Abfuhr zu erteilen.

    Dann will ich aber auch das Gejammer nicht mehr hören. Denkt halt ein wenig.

    1. Wenn diese Selbstzersplitterungspartei noch ansatzweise links handeln statt nur sabbeln würde könnte ich zustimmen. Allerdings hat sich die PseudoLINKE bereits an das Verhalten aller anderen selbsternannten „demokratischen“ Parteien angeglichen. Vor der Wahl grosse Versprechen, nach der Wahl nicht nur nichts halten sondern sogar das Gegenteil veranlassen. Die verbliebene Zeit vertreibt man sich dann mit Genderneusprech und einem stetigen Strom an geheuchelter Moral und nicht umsetzbaren Ideologiegesabbel, im Falle LINKE dann noch mit permanenten innerparteilichen Sezessionskriegen weil die persönliche Eitelkeit wichtiger ist als ein gemeinsames Ziel, das über „ich will an den Futtertrog egal wie“ hinausgeht.

      1. Das Kalenderblatt vom PI-Kalender?

        Auch wenn die Linke tatsächlich so schlecht wäre, wie Du sagst, wäre es doch richtig, sie heute zu wählen. Sie wird dann zwar umfallen, aber sie ist es noch nicht.

        Das hätte Signalwirkung.

        1. Sehr abwegige Logik. Eine Partei wählen, die wie in Berlin ihre Versprechen beerdigt hat, weil sie aktuell „noch“ nicht umgefallen ist ? Man soll also Deiner Ansicht nach nicht nur das bisherige Versagen und den bisherigen Wortbruch ausblenden, sondern einer bereits mehrfach so auffällig gewordenen Partei nochmals die Gelegenheit geben, die Wähler wieder zu betrügen ? Wie bereits mehrfach beschrieben halte ich nichts davon, Parteien zu wählen die die Bürger jemals erkennbar absichtlich betrogen oder geschädigt haben. Wenn das Deiner Definition nach „rechts“ ist nehme ich das einfach zur Kenntnis.

  6. Leerstand von Wohnungen in DE im Jahr 2022 grob überschlagen 1,4 Mio. (lt. Regierungsangaben).
    Nur liegen die leider in der Fläche.
    Wo es dank unterlassener strukturpolitischer Maßnahmen der Regierung keine Arbeitsplätze mehr gibt.
    Deshalb sind die Jungen, Leistungsfähigen in die Städte abgewandert, weshalb die Infrastruktur abgebaut werden konnte, weshalb dort auch nur noch die Alten ausharren.
    „Softwarefehler. Kann man nichts machen.“ (Bonmot fefe).
    Und nun muss leider leider die Miete erhöht werden. „Damit sich der Zustrom reguliert. Der Markt regelt das von alleine.“
    Und leider leider muss auch in allen anderen Bereichen die Inflation ordentlich zulegen.
    Denn: „Irgendwer muss unseren schönen Krieg und die Aufrüstung der NAhTOd ja bezahlen. Und da bleibt nur eine Möglichkeit!
    Denn um Himmelswillen doch nicht die Reichen das bezahlen lassen… sondern die sollen daran verdienen!“
    So kann es nicht weitergehen.
    https://mieterinnenforfuture.org/2023/09/08/wir-sind-mieterinnen4future/

  7. Ein durchaus interessantes Gespräch, allerdings finde ich es doch sehr erstaunlich, dass über den Hintergrund und die tieferen Ursachen der Wohnungsnot so gut wie überhaupt nicht geredet wurde. Leider hat Herr De Lapuente es auch vermieden, ein wenig nachzuhaken.

    Nicht zur Sprache kamen nämlich …

    a) die Bevölkerungszunahme durch politisch gewollte und starke Einwanderung,

    b) die bewusst hingenommene erhebliche Erhöhung der Baukosten allein durch politische Maßnahmen (v.a. Baustoffe und Lohnkosten, aber auch zusätzliche Anforderungen etwa im Bereich der Wärmedämmung),

    c) die ökologischen Grenzen der Ausweisbarkeit von Bauland in einem bereits jetzt schon sehr dicht, ja zu dicht besiedelten Land,

    d) die Gefährdung von durchaus noch brauchbarem und gutem Wohnungsaltbestand durch neuartige energetische Anforderungen bzw. Zumutungen.

    Insbesondere an der Bevölkerungszunahme ist die Linkspartei, zu der Frau Lay ja gehört, nun aber mitschuldig.
    Man kann doch nicht zu Hunderttausenden immer wieder völlig planlos Leute ins Land lassen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass das natürlich auch im Hinblick auf den Wohnraum negative Auswirkungen hat! Genau dieses kurzsichtige und letztlich ideologisch motivierte Handeln ist aber die Realität!

    Außerdem müsste einer klugen Linken bewusst sein, dass diese entstehende Wohnungsnot zulasten der (ehemaligen) eigenen Klientel geht!!! Doch diese ehemalige Klientel ist der Bundestags-Linken heute nicht mehr so wichtig, wie es die erhoffte neue Klientel ist, die ja beispielsweise von dieser Frau Rackete (Heißt die wirklich so??) übers Mittelmeer eingeschleust wird.

    Deswegen nenne ich das Jammern der Linkspartei scheinheilig.

    Da nun heute angesichts ohnehin ausufernder Staatsausgaben (z.B. für Waffen-lieferungen, Energiesubventionierung) der Spielraum für eine staatliche Wohnungs-bauförderung nicht sehr groß ist – man mag das beklagen, aber es ist wohl so – dürfte eine vernünftig und klug handelnde Politik es eben nicht zulassen, dass die Nachfrage nach Wohnraum weiter steigt. Kurz gesagt: Grenzen zu!
    Genau das wird von der Bundestagslinken aber verweigert.
    Scheinheilig!

    Sie machen sich also mitschuldig an einem Problem und rufen dann nach einer Hilfe, von der sie im Grunde wissen müssten, dass die nicht kommen wird.
    Scheinheilig!

    1. @ Wolfgang Wirth:

      Ich finde den Artikel bezeichnend. Immerhin ist der Zustand dieses Landes, nicht nur beim Wohnraum geprägt von dem was Friedhelm Farthmann „Tittensozialismus“ genannt hat.

      Wenn man mal den anderen großen Verlierer des zweiten Weltkrieges betrachtet, dessen Wirtschaft, dessen Umgang mit demographischen Problemen, dessen Energieversorgung dann fällt auf, was Japan und Deutschland trennt ist vor allem der Feminismus. Deswegen muß man korrekt formulieren:

      „Deutschland, die kranke Frau Europas“

      Ist nicht von mir, sondern von Nicole Höchst.

      1. Ja, Farthmann … Habe übrigens gerade beim digitalen Nachschlagen gesehen, dass er noch lebt und im kommenden Monat 93 Jahre alt wird. Das war noch ein Sozialdemokrat der alten Art, der Achtung einflößte, auch wenn man ihm vielleicht nicht überall zustimmte.

        Das nette und kritische Wort vom „Tittensozialismus“ kannte ich aber noch nicht. Durch diese blöde Quotierung kommen natürlich überall Leute in Ämter, denen die echte Qualifikation fehlt. In diesem Zusammenhang hat die Formulierung „Deutschland, die kranke Frau“ natürlich noch einen zusätzlichen Witz … !

        Dass Japan es geschafft hat, einen anderen Weg zu gehen, ist in der Tat ein sehr interessantes Thema. Sie, die Japaner, haben zwar den Vorteil, dass sie etwas im geopolitischen Windschatten lagen (ob heute auch noch, das ist eine andere Frage), aber sie besaßen und besitzen zweifellos auch mehr Rückgrat und Wertschätzung für eigenes als die Deutschen.
        Und ja, der Feminismus spielt in Japan keine große Rolle. Das Nachdenken hierüber sollte man sich nicht verbieten lassen.

        So jetzt wende ich mich mal dem Fernseher zu, in der Hoffnung, dass schon die ersten Hochrechnungen einen Absturz der Grünen auf unter 5% anzeigen.

  8. Leider fehlt es dieser Politikfrau an den notwendigen Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge. Ja auch einfache mathematische Bildung, wie der Mengenlehre. Ein großer oder besser ein immer größerer Kreis passt nun eimal nicht in einen kleinen Kreis. Hier ist der kleine Kreis der vorhandene Wohnraum, der größer werdende Kreis Unterschlupf suchende aus einer unkontrollierten Zuwanderung.
    Auch nach längeren Studienaufenthalte ist hier der einfache Zusammenhang von Ursache und Wirkung nicht in den oberen Zellen angekommen.

    1. Mit der Mathematik im Allgemeinen scheint es bei dir auch nicht so weit her zu sein, sonst würde dir auffallen, dass das Bevölkerungswachstum in vielen Ländern Westeuropas in den letzten Jahren viel stärker war als die mickrigen 3% in Deutschland während der letzten 20 Jahre.

  9. Liegt hier der Schwerpunkt dieses Artikels bei der weiblichen Logik oder der sozialistischen?

    Sich über Mieten echauffieren, den Einkommensraub durch Steuerlast aber außer Acht lassen, das schaffen wirklich nur Linke. Davon, daß der große weiße Elefant der Wohnungsnot mit keinem Wort angedeutet wird fange ich gar nicht erst an, hat bei Linken eh keinen Zweck.

    Es ist aber schön derart ausformuliert planwirtschaftliche Pläne für den Wohnungsbau präsentiert zu bekommen. Klingt ziemlich nach DDR. Ach, ich vergaß die Dame ist ja auch Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik sowie für Clubpolitik.der SED, pardon, der Partei „Die Linke“. Diese Partei hat ja bereits vor 1990 eine unglaubliche Kompetenz bezüglich Wirtschaftsförderung und Gestaltung der Infrastruktur bewiesen.

    So und wenn ich mir mal den Lebenslauf von Caren Lay anschaue, dann lese ich sowas wie „Sozialisiert in der Friedens-, Frauen- und Umweltbewegung“ ich lese von einem Studium der Soziologie, Politik und Frauenforschung und daß die Dame nach Abschluß ihres Studiums unmittelbar in die Politik gegangen ist.

    Von einer Beschäftigung in der Privatwirtschaft lese ich nichts. Böswillig könnte man sagen, die Dame hat nicht einen Tag in Ihrem Leben produktiv gearbeitet, aber so böswillig wollen wir nicht sein, immerhin wissen wir seit Ricarda und Lousie, wie hart so ein engagiertes politisches Engagement sein kann.

    Jedenfalls kann ich nichts erkennen, was Frau Lay wirklich für Baupolitik qualifiziert. Für Clubpolitik vielleicht, kann ich nicht beurteilen, ich war seit fast 20 Jahren in keiner Dikcothek. Ich wußte aber auch nicht, daß es jetzt schon Kneipenpolitik braucht. Habe ich aber Verständnis für, bei all dem feministischen und sozialistischen Unsinn heutzutage kann man nur versuchen sich die politische Landschaft schön zu saufen.

    Na, dann Prost!

    1. Du scheinst wohl nicht viel Ahnung zu haben was bringen den solche dummköpfe wie die Bärbock in der Politik.Und mal abgesehen von den Migranten denkste die kommen hierher um zu arbeiten.Man oh man wie blöd seid ihr Wessis

      1. Ich habe in meinem Leben bestimmt mehr gearbeitet als einer heutzutage es sind immerhin 40 Jahre.Also brauchst du mir nichts von Arbeit erzählen.Und um eine Wohnung brauche ich mir keine sorgen machen ich besitze eine und zwar von meinem eigenen Geld erarbeitet.

        1. @ NoRights:

          Egal wo und wie, Frau Buchali hat gearbeitet, Sie NoRights oder aquadraht oder wer auch immer gerade hinter diesem Avatar steckt, vielleicht sogar Wolf Wetzel persönlich, nie im Leben. Ein von uns Steuerzahlern gesponsertes Einkommen vielleicht, real gearbeitet nicht einen einzigen Tag. Und Sie haben sich noch nicht einmal ansatzweise in der Nähe von Arbeit aufgehalten, sonst wüßten Sie, daß alles was Sie so von sich geben nicht nur bösartig, sondern blanker Unsinn ist.

          Und nein, ich wünsche kein Gespräch mit jemanden wie Ihnen. Ich schreibe in den Raum hinein für die Mitleser, immerhin befinden Sie sich im Faden unter meinem Kommentar.

          1. @ NoRights:

            „Aber anderseits habe ich es endlich geschafft zu beweisen, das die AfD aus Neuen Rechten besteht und diese sich eher für gut betuchte einsetzen. “

            Wo ist denn der omonöse Beweis außer in Ihrer Phantasiewelt?

            Zuviel Drogen konsumiert oder ist das eine krankheitsbedinte Wahnehmungsstörung?

      2. @ NoRights

        Sie scheinen anzunehmen – so klingt es zumindest – dass die Gastarbeiter irgendetwas mit dem Wiederaufbau nach dem Krieg zu tun hätten:

        „Es wird immer gesagt die Trümmerfrauen haben Deutschland aufgebaut, wie war es danach? Da mußten Einwanderer herhalten.“

        Das ist FALSCH.
        Es wird neuerdings von den üblichen Verdächtigen gerne als Behauptung in die Welt gesetzt, aber jeder, der auch nur etwas älter ist, weiß, dass das nicht stimmt.

        Es ist sogar doppelt falsch, weil die Gastarbeiter der 1960er Jahre gar keine Einwanderer waren. In Wikipedia kann man nachlesen, dass von den italienischen Gastarbeitern, die über eine Reihe von Jahren in Deutschland tätig waren, 89% in die Heimat zurückkehrten.

        In die Bundesrepublik kamen die ersten Gastarbeiter in nennenswerter Zahl überhaupt erst seit Anfang der 1960er Jahre, als der Wiederaufbau in weiten Teilen aber bereits abgeschlossen war und man vom „Deutschen Wirtschaftswunder“ sprach. Die Wirtschaft des wieder aufgebauten Landes brummte derart gut, dass angesichts der damals noch geringen Automatisierung die heimischen Arbeitskräfte nicht ganz ausreichten. Anfangs kamen zumeist Italiener.
        Glauben Sie es mir! Ich weiß es. Und wenn Sie es mir nicht glauben, dann sehen Sie sich mal einige alte Filme an oder fragen Leute, die in den 1960ern schon erwachsen waren.

        Die DDR wurde nach 1945 allein durch die harte Arbeit der Ostdeutschen aufgebaut, was angesichts der erheblichen Demontagen und sonstigen Leistungen zugunsten der Sowjetunion noch schwerer war als im Westen. Der Einsatz von sog. „Vertragsarbeitern“ aus anderen sozialistischen Staaten begann in der DDR überhaupt erst 1965 und hatte kein sonderlich großes Ausmaß.

        Ich möchte Ihnen aber gar keine böse Absicht unterstellen, sondern nehme an, dass Sie es als junger Mensch nicht besser gewusst haben.

    2. Lieber Majestyk
      bester und treffendster Kommentar zur Linken im Allgemeinen, den Frauen und ihrem beruflichen Werdegang und dieser verbildeten Dame im Speziellen!

      1. @ oHenri:

        Gern geschehen, wobei die Linkspartei im Grunde ein unbedeutendes Problem darstellt, außerhalb von ein paar östlichen Habitaten dürfte die bald ins politische Nirwana entschwinden.
        Den „Tittensozialismus“ wird man vermutlich erst beerdigen, wenn echte Verteilungskämpfe stattfinden. Beim Niedergang ist noch viel Luft nach unten.

    1. An den Blagen hast du nur gezogen bis sie groß waren.
      Gelernt haben die von dir nichts in Vollzeit.
      Warum hast du nicht gelernt eine Beziehung zu führen,
      in der sich der Vater beteiligt statt vor dir abzuhauen ?

      Verlangst du das Mutterkreuz für so ein beschissenes Leben ?

      1. @NoRights & Asrael
        Ich frag jetzt nicht, was Ihr graucht oder geschluckt habt, aber nehmt deutlich weniger davon – vielleicht regeneriert sich dann der Matsch in in Eurem Kopf ja wieder zu einem halbwegs brauchbaren Hirn, wenn gleich ich daran zweifle, angesichts des Quarks, den Ihr da so absondert.
        Aber dennoch: gute Besserung!

  10. Welch ein Armutsland Deutschland doch ist, die Mehrheit muss sich was mieten.
    Manchmal frage ich mich, warum wollen die Leute nichts besitzen?
    Miete ist verschenktes Geld, Eigentum ist Besitz!
    Weshalb kann Deutschland nicht einen vernünftigen Grundbesitz fördern?
    Ob Haus, Appartment oder ein Stückchen Land?
    Jedes dieser Immobilien besitzt eine allgemeine gesellschaftliche Eigenverantwortung und zugleich eine Garantie zum Leben, man besitzt etwas. Nur D als reiches Land, lässt seine Bewohner im ständigen Stressmodus.
    Sollte wie Herr Scholz mal äusserte, diese Regierung sei ein Sozialstaat sein, dann müßte dieser Kanzler alles dafür tun, um die Armut zu bekämpfen. Stattdessen betreibt diese Ampel eine umgekehrte Politik. Das ist m.M.n. verarsche. Entweder wir sollen ‚freie unabhängige Wesen‘ sein, oder per psychologischer Einwirkung, nur noch Statisten in einem System werden.
    Der ganze moralistische Aberglaube seitens der Meinungsmacher, ist nur noch obszön!
    Denn ‚IHRE‘ Taten widersprechen ihre Ideologien.

    1. Warum soll man für die Gewinne von Banken,
      Kredite für Wohneigentum aufnehmen und sein ganzes Leben lang abstottern ?
      Soll der postmoderne Mensch im Neoliberalismus nicht jederzeit zum
      Ortswechsel sprungbereit sein, seinen Freundeskreis und seine Familie
      aufgeben, nur um seine Arbeitskraft möglichst billig dem Kapital nachzuwerfen ?

      Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein Menschenrecht. Immobilien sind keine
      Spielwiese für Zocker zur Kapitalvermehrung !

      Das Baurecht und Banken zwingen dich über deine Verhältnisse zu leben und
      das Land bis in den letzten Winkel zu zersiedeln. Es ist sinnvoller Wohnraum
      übereinander zu stapeln als Häuser in der Fläche zu verteilen, es sei denn
      man darf klein und bescheiden naturverbunden in Onkel Toms Hütte leben,
      was die Zukunft wäre. Aber davon sind wir weit entfernt.
      Es zählt der Größenwahn für Hunderttausende Euro. Die Banker lachen sich
      ein Loch ins Knie und enteignen dich, wenn du finanziell am Ende bist.

      One Mans Alaska – Hausbau mit einem Rucksack voll Werkzeug
      https://www.youtube.com/watch?v=hy-4NxJRxNQ&list=PLmzQnnJU3BXmnohrwI3BYtYU9xF4VulU1

  11. Wenn die Zuwanderung der Hauptgrund für den Wohnraumangel in D sein soll, wie von einigen Kommentatoren hier gemutmaßt, dann kann ich nur sagen: armes Deutschland, wenn es einen Bevölkerungszuwachs von rund 3% in 20 Jahren nicht adäquat bewältigen kann. In Österreich waren es im gleichen Zeitraum 12%, in Frankreich 10% und in den NL, wo es wahrlich nicht viel Platz gibt, fast 30%.

  12. Caren Lay verkörpert das Problem der Linken.
    Diese Tante hat mitgekoffert gegen Sahra Wagenknecht, die populärste Linke.
    Frau Lay ist auch für eine Militarisierung des linken Parteiprogramms („Update der Außenpolitik“). Genau diese Aufrüstung verschlingt dann Gelder – die dann im Wohnungsbau fehlen.
    Gut, dass Frau Lays Partei heute in Hessen rausgeflogen ist.
    Sahra Wagenknecht und Andere werden nun die Nachfolge organisieren.

  13. Gutes Programm: »Reiche mehr besteuern, Löhne rauf, Mieten runter«

    Auch das Wohnungsprogramm ist sehr vernünftig. Einige Foristen hier wissen vielleicht nicht, wie die Wohnungen entstanden sind, in denen viele bis heute wohnen. Oder sie gehören selber zu den reichen Eigenheimern?

    Wäre die Linkspartei so wie Caren Lays‘ Wohnungsprogramm, so hätte Sahra Wagenknecht Vorsitzende der Linkspartei werden können. Aber leider ist Caren Lay als Fachpolitikerin allein auf weiter Flur, umzingelt von den Lederers, Ramelows, Schuberts, Wisslers, Kippings und wie sie alle heißen.

  14. Warum nur finde ich, wenn ich für meinen Stadtteil bei Immoscout suche, keine bezahlbare Wohnung (3 Tauschwohnungen), aber mehr als 100 Büros?

    Die Antwort lautet: Immobilienmafia!
    Sie vertreibt uns aus unseren Stadtteilen.

  15. „Endlich hat die Bundesregierung ein Maßnahmepaket für günstigeres Wohnen beschlossen.“
    Meine Güte, dieses Magazin nähert sich ja immer mehr einem linken Kampf- und Agitationsblatt.
    Günstiger Wohnen, mehr Menschen wollen wohnen, das Bauen wird durch die Regierung, welche von den Wohnenden gewählt wurde, massivst verteuert – und die Mieten sollen sinken.
    Zirkelschluss oder Kurzschluss – so oder so sind da einige Hirne durchgebrannt.

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