
US-Präsident Donald Trump bedankt sich immer artig für die Aufmerksamkeit, die man ihm schenkt. Dafür liefern er oder seine Schreiber (vielleicht auch Chatbots?) täglich neue Ideen. Gerade hatte Trump, wahrscheinlich wegen der rasant steigenden Staatsverschuldung durch ich und vielleicht auch angesichts der Information des ukrainischen Präsidentenkollegen Selenskij, dass für das zweite Halbjahr dem Militär mindesten 27 Milliarden US-Dollar fehlen, den Einfall, dass doch die Europäer nicht nur den amerikanischen Rüstungsindustrien die Waffen für die Ukraine abkaufen sollen, sie sollen doch, bitte schön, die viele Milliarden teuren Waffenschenkungen der USA unter Biden zurückerstatten.
Dass die Rüstungskonzerne gut verdienen, lässt sich an den Patriot-Abfangraketen sehen. Selenskij fordert sie dringend und will von der EU-Kommission nun zwei Milliarden Euro aus dem 90-Milliarden-EU-Kredit für den Kauf von Patriot-Abfangraketen. Die Situation hat sich derzeit für die Regierung in Kiew verschlechtert, weil die Russen nun fast unbehindert Raketen abfeuern können, aber auch mit schnell und hoch fliegenden Shahed/Geran-Drohnen mit Düsenantrieb die ukrainische Luftabwehr austricksen. Wie viele Raketen könnte die Ukraine für die zwei Milliarden erhalten?
Das Militärjournal Defense Express hat sich die Kostenfrage mal angeschaut. Nach Quellen zahlt die US Army für eine Patriot-Rakete PAC-3 zwischen vier und fünf Millionen US-Dollar. Nach einer Bestellung Ende 2025, also noch vor dem Iran-Krieg, hat das Pentagon für 1970 PAC-3 MSE-Raketen 9,8 Milliarden Dollar gezahlt, das entspricht fast 5 Millionen pro Rakete.
Deutschland zahlte Ende 2024 bereits 6,6 Millionen Dollar für eine Rakete. Nach einem genehmigten Verkauf von Patriots an Saudi-Arabien im Februar 2026 mussten 12.3 Millionen Dollar pro Stück gezahlt werden, was das Missverhältnis zwischen einer abgefangenen iranischen Drohne und einer Rakete deutlich macht. Für zwei Milliarden Euro würde die Ukraine danach, sofern die allseits begehrten Raketen nicht noch teurer wurden, gerade einmal 190 bis 315 Abfangraketen erhalten. Ob die Ukraine die kriegt, ist auch die Frage, weil derzeit jährlich um die 600 Raketen produziert werden.
Aber da gibt es Donald Trump, der behauptet, dass die USA Munition aller Art im Übermaß hätten. Damit will er die Berichte, dass die USA ihre Vorräte vor allem an Patriot-Raketen und anderen Abwehrsystemen weitgehend ausgeschöpft haben, entgegentreten. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Trump mit seinem Iran-Abenteuer die militärischen Kapazitäten so weit verausgabt habe, dass die USA für einen etwaigen militärischen Konflikt etwa mit China oder Russland nicht mehr gerüstet seien. Nein, behauptet Trump, alles frei erfunden: „Entgegen dem verräterischen Abschaum, der sich weigert, korrekt über unsere Militäroperation im Iran zu berichten, verfügen wir über praktisch unbegrenzte Mengen an Munition mittlerer bis hoher Qualität – weit mehr, als wir jemals dafür oder für irgendeinen anderen Krieg (was höchst unwahrscheinlich ist!), der unwahrscheinlicher Weise stattfindet, verbrauchen könnten. Darüber hinaus produzieren wir Munition in noch nie dagewesenen Mengen. Wir legen Vorräte an und bereiten uns auf jeden möglichen Notfall vor.“ Man beachte, dass die Möglichkeit eines Krieges doppelt verneint wird, was auch suggeriert, dass nur die USA es wagen kann, Kriege zu führen.

Aber Trumps Post auf Truth Social dreht noch weiter auf. Man behalte die produzierten Waffen für sich selbst, sagt der Präsident, will aber dann doch gnädig sein und sagte, bald werde man sie wieder an die Alliierten verkaufen. Klar, wenn man keine weitergeben würde, bedeutet dies, dass es einen Mangel gibt, wo man doch gerade von Überfluss gesprochen hat. Schuld an der Misere hat natürlich eigentlich sein Vorgänger Biden: „Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass die Biden-Regierung der Ukraine weitaus mehr Munition kostenlos zur Verfügung gestellt hat, als wir im Iran verbraucht haben. Hunderte von Milliarden Dollar wurden der Ukraine und der NATO kostenlos zur Verfügung gestellt – Geld, das Europa bezahlt hätte, wenn man es nur gefragt hätte. Aber wir werden dieses Geld einfordern, wenn auch etwas verspätet!“
Biden wollte, nachdem er die Gespräche mit Russland über Sicherheitsfragen abgebrochen hat, die Ukraine aufrüsten und hat mit scheinbar selbstlosen Waffenlieferungen auch die Alliierten unter Druck gesetzt, sich am Krieg gegen Russland zu beteiligen. Das hat auch funktioniert, was vermutlich nicht geschehen wäre, wenn er schon zu Beginn die Europäer zur Kasse gebeten hätte. Trump hingegen geht davon aus – oder will es der Öffentlichkeit glauben machen -, dass er am längeren Hebel sitzt und die Europäer auspressen kann.
Tatsächlich haben sich diese bislang als willig gezeigt, unterwürfig mit Trump mitzuspielen. Kaum denkbar aber, dass die europäischen Regierungen Hunderte von Milliarden nachträglich an die USA überweisen und gleichzeitig viele weitere Milliarden über den 90-Milliarden-Kredit hinaus, den man nur mühsam und unter Desinformation durchsetzen konnte, dass dieser letztlich mit russischen Geldern bezahlt werde, auch wenn man jetzt schon die Zinsen in Milliardenhöhe bedienen muss. Und die 90 Milliarden, mit denen die Ukraine neben einzelstaatlichen Zahlungen am Leben und kampffähig erhalten werden sollte, reichen hinten und vorne nicht. Und jetzt will auch Trump noch Milliarden? Das lässt sich nicht durchhalten. Aber die Bundesregierung hat ebenso wenig wie die EU alternative Pläne entwickelt und verharrt im Weiter-so.
Dass die Deutschen Sorge haben, in einen Krieg mit Russland gezogen zu werden, ist ganz realistisch. Nach dem aktuellen DeutschlandTrend fühlen sich 56 Prozent von Russland bedroht. Das lässt sich auch als Erfolg der Propaganda verstehen. Allerdings wächst die Kritik an Waffenlieferungen an die Ukraine. 42 Prozent finden sie zu hoch. Nur noch 14 Prozent wollen eine Steigerung. Allerdings liegt in der Gunst der Deutschen offenbar Pistorius noch unangefochten weit an der Spitze.
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Zu dem was u.a. in der West-Bank passiert (Mittwoch, 02.09.2026):
Die Siedler zünden in Bazariya nordwestlich von Nablus eine Moschee an und sprühen rassistische Rede. Die Siedler zünden in Beita, südlich von Nablus die Kraftfahrzeuge an. Die Siedler lassen in Sa’ir, nordöstlich von Hebron ihre Schafe auf Land der Palästinenser (meine Schafe auf meinem Land-Strategie). Die Siedler zerstören die Wasser-Rohre der Yirza-Gemeinschaft, im Norden des Jordan-Tals. Das Militär nimmt ein Al-Yamoun, westlich von Jenin einen Palästinenser fest.
Die Siedler greifen in Al-Mughayyir, die Zuhause der Palästinenser an und stehlen die Schafe. Die Palästinenser greifen die Siedler deswegen an und es werden Omar Mohammad Na’ssan, 16 Jahre und Khalil Abu Alia 19 Jahre von vorher positionierten Scharfschützen des Militärs mit Schüssen ins Genick und in den Rücken ermordet.
Zu dem was in Gaza passiert:
Es wird bei einem Luftangriff in Jabalia der Feuerwehrmann Yousef Salem getötet. Es stirbt in Deir Al-Balah Amina Al-Hassi, 51 Jahre an den Schusswunden vom Vortag. Es wird bei einem Angriff auf ein Zelt in Khan Younis Mohammed Al-Qadi getötet und mehrere Palästinenser verletzt. Das Militär erschiesst Talal Ismail Mahmoud Ziyara, 73 Jahre mit Schüssen in den Bauch (am Dienstag). Die Kinder Abdullah Ahmed Hammouda, 13 Jahre und Luma Muhammad Habib, 10 Jahre alt sterben bei Bombardierungen weil das Militär aus Gaza heraus den Leiter des Sicherheitsdienstes festnimmt und angegriffen wird (am Dienstag, die Ehefrau wurde getötet und die Söhne schwer verletzt). Daraufhin wird gesagt dass die getötete Ehefrau (Samah Marei al-Arabid, 47 Jahre) eine grosse Heldin sei. Es wird gesagt das die gezielten Tötungen nicht aufgehört haben. Es werden wegen bei den Angriffe drei Kinder getötet und mindestens fünf verletzt. Dr.Abu Safiya sagt seinem Anwalt dass er im Gefängnis (auf einer schwarzen Liste der Vereinten Nationen) geschlagen und getreten und mit Stöcken geschlagen wird (wurde in ein Gefängnis mit Krankenhaus gebracht). Die Wohngebäude werden zerstört (und wegen der Grösse der Explosionen werden die Zerstörungen wie „Erdbeben“ von den Vertriebenen beschrieben).
Der Ausschuss für die Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes (zu dem es in der Wikipedia in deutscher Sprache keinen Eintrag gibt) hat bei den Vereinten Nationen informiert dass nur 10% der befragten Vertriebenen im vorangegangenen Monat ihre Haushaltsgegenstände oder eine Unterkunft erhalten haben, 65% der Haushalte leben in Zelten oder Behelfsunterkünften, über 50% der Zelte sind defekt, 58% der Bevölkerung leben in unsicheren Umständen und vergleichbar mit einer Hungersnot und 98% leiden unter Umweltgefahren (die Ratten, streunenden Hunde, die Abfälle, Klärgruben und die Abwässer befinden sich in zehn Meter der Umgebung der Zelte) und 70% der Vertriebenen berichten von Überschwemmungen (und die Umweltgefahren sind dann im Wohnbereich). Mehr als 80% der Haushalte leben in kritischen und katastrophalen Zuständen. Mehr als 70% haben Schlafstörungen wegen fehlenden Matratzen und der extremen Überbevölkerung. Es werden seit letzten Oktober über 100.000 Matratzen und 30.000 Zelte nicht reingelassen, die für den Bedarf nicht ausreichend sind.
Es sind über 300.000 Wohneinheiten zerstört und die Familien können nicht in ihre Zuhause zurück. Die Wohncontainer in denen die Siedler in der West-Bank wohnen werden auch nicht reingebracht obwohl es ausgemacht war. Die Küchensets werden nicht reingebracht weil sie Butterschmiermesser enthalten. Es werden Werkzeugsätze nicht reingebracht weil sie Nägel enthalten. Währenddessen werden in der West-Bank mit Bulldozern die Wohngebäude der Palästinenser zerstört.
Von geschätzten 500 Millionen US-Dollar für die Notfallbearbeitung (165 Mio.USD für den akuten Notfall) sind bisher von den Ländern nur 25% gespendet worden. In der West-Bank sind im laufenden Jahr tausende von Palästinenser (3.500 oder 8.000, die Hälfte davon Kinder) von den Siedlern vertrieben worden (aber berichtet wird von den Nachrichtenagenturen nur von einigen Beduinen). Es werden tausende von Quadratkilometer jedes Jahr den Palästinensern weggenommen ohne dass darüber in den Ländern berichtet wird. Die Siedler werden bei ihren Angriffe gegen die Palästinenser vom Militär beschützt und begehen Sachbeschädigungen (am Eigentum und Kraftfahrzeugen sowie Diebstähle). Über achthundert Wohngebäude wurden in der West-Bank zerstört.
Der Ausschuss für die Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes wurde ins Leben gerufen damit die okkupierten Gebiete im Interesse der Palästinenser verwaltet werden. Auch damit die Palästinenser a) ihre unveräusserlichen Rechte auf Selbstbestimmung ohne Einmischung von aussen, auf nationale Unabhängigkeit und Souveränität ausüben
b) und in ihre Häuser und zu ihrem Eigentum zurückkehren von denen sie vertrieben wurden.
Stattdessen wurden die Korruption (und die Hilfsprogramme die gespendet werden sind damit die Palästinenser für ihre Unabhängigkeit nichts machen), die Einmischung von aussen (von mehreren Ländern) und der Völkermord gemacht.
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Über den Völkermord sprechen.
[1] Es gab im August ungefähr 48.000 gemeldete Fälle von Durchfall (27.000 Fälle im März). Ich gehe davon aus dass es an der Verschmutzung, dem unsauberen Wasser liegt und dass viele der Kinder zur Behandlung gebracht werden.
[2] Es wird auch über die Qualität des Journalismus geredet damit die Palästinenser nur die Statisten in ihrem Land und in ihrer eigenen Sache sind.
Seltsamerweise kenne ich keine einzige Person, die Pistorius gut findet, ganz zu schweigen von anderen Regierungsmitgliedern.
Hey, wenn die Europäer nicht zahlen, setzt Donald eben die Zölle wieder hoch, 500 Prozent sollten reichen.
Die Patriots taugen nichts gegen moderne Angriffsraketen, das hat sich im Krieg gegen den Iran gezeigt. Da wurden hunderte verballert mit bescheidenem Erfolg und dem Resultat, dass sie jetzt knapp sind.
Russlands diverse Angriffsraketen sind mindestens so effektiv wie die iranischen. Patriots zu kaufen heisst das Geld zum Fenster hinausschmeissen.
Ich kenne einige Pistorius-Fans, was mich dabei absolut nicht wundert, es sind es AfD-Sympathisanten.