
Trumps „profitable business“ zu Hormuz ist keine Floskel. Es ist eine Doktrin.
Was China bei den Seltenen Erden hatte, bauen die USA derzeit bei der Energie auf. Hormuz ist primär ein Geschäftsmodell, kein Krisenherd. Insbesondere die folgenden Entwicklungen machen das deutlich.
Am 24. April 2026 setzte das US-Finanzministerium die Hengli Petrochemical-Raffinerie im chinesischen Dalian auf die Sanktionsliste. Hengli ist mit 400.000 Barrel Tageskapazität die zweitgrößte unabhängige Raffinerie Chinas. Treasury bezeichnete das Unternehmen als „einen der wertvollsten Kunden Teherans“. So habe Hengli seit 2023 mehr als fünf Millionen Barrel iranisches Rohöl von Schiffen der Schattenflotte erhalten und damit hunderte Millionen Dollar für das iranische Militär generiert. Sanktioniert wurden zugleich rund 40 Reedereien und Tanker.
Vier andere chinesische Teapot-Raffinerien hatte die Trump-Administration schon 2025 unter „Operation Economic Fury“ getroffen.
Vier Tage später wandte sich OFAC mit einem Compliance-Memorandum direkt an alle Banken weltweit. Wer Geschäfte mit chinesischen Teapot-Raffinerien abwickle, riskiere Sekundärsanktionen – gemeint sind nicht nur die fünf bisher gelisteten Häuser, sondern „andere Teapots, die iranisches Öl importieren könnten“. Pekings Antwort kam am 2. Mai.
Erstmals seit Verabschiedung der „Blocking Rules“ vor fünf Jahren aktivierte Chinas Handelsministerium das Instrument: Die US-Sanktionen gegen Hengli und vier weitere Teapots dürfen in China „nicht anerkannt, vollzogen oder befolgt werden“.
Der Vorgang markiert eine Verschiebung in der Logik des Rohstoffkonflikts zwischen Washington und Peking. Bislang ging es um die Frage, ob China genug Rohöl aus dem Nahen Osten beziehen kann, nachdem die USA und Israel am 28. Februar Iran angegriffen und die Straße von Hormuz zur Konfliktzone gemacht haben. Inzwischen geht es um etwas Größeres: ob die Wege, auf denen China Rohstoffe ersetzt, selbst zur Hebelfläche werden. Damit baut sich eine Asymmetrie auf, die in dieser Form noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Sie ist der eigentliche Befund dieser Krise – und sie reicht weit über den Iran-Konflikt hinaus.
Der Mengenrahmen
Der Nahe Osten war für China 2025 keine beliebige Importregion. China importierte im vergangenen Jahr rund 642 Millionen Tonnen Rohöl, Raffinerieprodukte, LNG und LPG. Davon kamen 317 Millionen Tonnen aus dem Nahen Osten – fast die Hälfte. Beim Rohöl summierten sich die offiziellen Lieferungen aus Saudi-Arabien, Irak, VAE, Oman, Kuwait und Qatar auf 42 Prozent der chinesischen Importe; iranisches Öl kam mit weiteren rund 12 Prozent hinzu – gewöhnlich umetikettiert als „malaysisch“.
Insgesamt transitierten 2025 rund 5,4 Millionen Barrel pro Tag chinesisches Rohöl durch die Straße von Hormuz, etwa die Hälfte aller Auslandsbezüge. Goldman Sachs schätzt zum 1. Mai, die Hormuz-Exporte seien insgesamt auf rund vier Prozent ihres Normalniveaus gefallen.
Die Hormuz-Verwerfung ergänzt, was sich seit Januar 2026 an zwei anderen Schauplätzen ereignet hat. Anfang Januar setzten US-Spezialkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ab. Im Dezember 2025 hatte Venezuela noch rund 600.000 Barrel pro Tag nach China geliefert – günstig, weil als Tilgung früherer Kredite verbucht. Das Columbia Center on Global Energy Policy dokumentiert seitdem einen China-Flow-Einbruch um etwa 400.000 Barrel pro Tag.
Im April folgte die dritte Linie: Ukrainische Drohnenangriffe gegen russische Energieinfrastruktur trafen Tuapse mehrfach – bis Anfang Mai viermal binnen 16 Tagen, Novokuibyshevsk wurde gestoppt, Primorsk durch Tankbrände gestört. Die ESPO-Pipeline und die Pazifik-Route funktionieren weiter, aber Russlands Schwarzmeer- und Baltik-Hubs fallen als Kompensationskanal aus. Was Caracas und Hormuz an Verlust bedeuten, kann Russland nicht ausgleichen – weil Russland selbst gerade unter Druck gerät.
Damit stehen die drei wichtigsten rabattierten Versorgungskanäle von China innerhalb von vier Monaten gleichzeitig unter Druck. Niemand spricht offiziell von einer Strategie. Aber der konvergente Effekt ist messbar.
Die Spiegellogik
Über Jahre war die geoökonomische Dominanzfrage auf einen einzigen Befund kondensiert: China kontrolliert die kritischen Mineralien. Mit dem Tit-for-Tat-Handelskrieg 2025 hatte Peking dies eindrucksvoll demonstriert. Bei Seltenen Erden produziert China rund 70 Prozent der weltweiten Förderung und kontrolliert über 90 Prozent der Raffinerie.
Bei den breiteren Batterie- und Industrierohstoffen wie Lithium, Kobalt oder Nickel produziert China nur etwa zehn Prozent, hält aber 40 bis 90 Prozent der globalen Verarbeitungskapazität. Das war Pekings strukturelle Machtposition: nicht nur über Förderung, sondern über die Bedingungen, unter denen Rohstoffe das globale System erreichen. Genau diese Position baut sich Washington jetzt im Energiebereich auf.

Sara Vakhshouri vom Think-Tank SVB Energy schreibt: „Wenn die Sicherheit von Hormuz von einer dauerhaften US-Marinepräsenz abhängt, gewinnt Washington Einfluss über die Bedingungen, unter denen Energie globale Märkte erreicht. Dieser Hebel käme nicht aus Förderquoten, sondern aus Transportsicherheit, Versicherungskosten und maritimem Zugang. In der Wirkung würde diese Einflussstruktur dem Hebel ähneln, den China in den kritischen Mineralmärkten hält.“ So könne Washington den Preisdruck Chinas in den Mineralmärkten konterkarieren – nicht durch eigene Produktion, sondern durch Steuerung der Versorgungsbedingungen.
Die Asymmetrie hat ein klares Strukturmerkmal. Die USA sind weltgrößter LNG-Exporteur, einer der wenigen wassergebundenen Ethan-Exporteure, der Hauptanbieter, an den Asien sich zwingend wenden muss, wenn die Golf-Lieferanten ausfallen. Sie produzieren Öl, Gas, LNG, LPG, Ethan und Naphtha im Eigenbedarf oder Überschuss. Resources for the Future weist darauf hin, dass die USA mit ihrer integrierten Energiearchitektur die einzige große Volkswirtschaft sind, die unter der globalen Energie-Verteuerung netto profitieren könnte. Sie sind in einer Krise, in der Asien Ersatz sucht, gleichzeitig Lieferant und zugleich Regelsetzer über Sanktionslisten, Lizenzpflichten und Bankaufsicht.
Wo China ohne Amerika nicht weiterkommt
Die Tiefe der Asymmetrie wird erst sichtbar, wenn man den Blick weg von der Förderquote hin zur Versorgungsarchitektur richtet. China importiert etwa 73 Prozent seines Rohöls und über 40 Prozent seines Erdgases – Tendenz steigend. Bei LNG ist Peking weltgrößter Importeur und auf einen Markt angewiesen, dessen Spot-Kapazität faktisch von drei Akteuren dominiert wird: Katar, Australien, USA. Katar fällt auf ungewisse Zeit aus. Mit Sicherheit sind zwei von 14 LNG-Zügen in Ras Laffan für mindestens drei Jahre offline, Australien ist technisch ausgelastet. Daher verbleiben als Ersatzlieferant nur die Vereinigten Staaten. Bei Ethan, dem unverzichtbaren Feedstock der petrochemischen Industrie, ist die Abhängigkeit noch direkter: China bezieht rund die Hälfte seines Bedarfs an importiertem Ethan aus den USA, ohne realistische Alternative. Ein einziger Exportlizenz-Eingriff – wie ihn Washington im April 2025 für mehrere Wochen praktizierte – legt chinesische Cracker still. Bei Helium, dem stillen Hochwertgas hinter der Halbleiter- und KI-Lieferkette, zeigt sich die gleiche Konzentration in der laufenden Förderung: Die USA stellen etwa 45 Prozent der Weltproduktion, Katar etwa 36 Prozent; auf den gesamten Rest der Welt entfallen knapp 20 Prozent. Fällt Katar aus oder wird seine Produktion politisch beziehungsweise technisch priorisiert, bleiben kurzfristig vor allem die Vereinigten Staaten als Ausgleichsquelle. Für China bedeutet das: Bei einem Gas, das sich nur schwer lagern und transportieren lässt und für Halbleiter, Raumfahrt, Präzisionsfertigung und Kühlung kaum ersetzbar ist, entscheidet nicht nur Verfügbarkeit, sondern Zuteilung.
Die Hebelflächen werden konkret
Hinter der Lieferantenrolle steht eine zweite, oft unterschätzte Schicht: die Sanktions- und Finanzarchitektur. Die Hengli-Sanktion und das OFAC-Memorandum vom 28. April zeigen, dass nun die chinesische Abwicklung iranischer Lieferungen unter Druck gerät. Die chinesischen Teapots können den Wegfall iranischen Rohöls nicht durch Käufe aus anderen Quellen kompensieren, denn die US-Sanktionen reichen über die Lieferung hinaus in die Zahlungs- und Transportkette hinein. Sobald sich weltweit jedes Unternehmen fürchten muss, durch eine Transaktion mit Hengli selbst ins US-Sanktionsregime zu geraten, verkürzt sich die Liste williger Geschäftspartner. Zahlungen werden blockiert, Banken steigen aus, Versicherer und Reedereien verweigern ihre Leistung, US-Geschäfte werden unmöglich. China kann seine Schattenflotte umflaggen, Banken und Versicherer umstrukturieren, Zahlungswege diversifizieren – aber nicht in der Geschwindigkeit, die der Hormuz-Schock erzwingt. Eine vollständig parallele Energie-Transaktionskette lässt sich nicht in Monaten errichten.
Eine kürzliche CSIS-Analyse zeigt: Tarif-Erleichterungen für Indien wurden direkt an Energie-Sourcing-Entscheidungen geknüpft. Japan und Südkorea drohen Tarif-Eskalationen, wenn Investitionszusagen nicht eingehalten werden. Die US-Taiwan-Halbleiter-Vereinbarung verlangt nicht nur 500 Milliarden Dollar Investment in das US-Halbleiter-Ökosystem, sondern auch die Befolgung von US-Exportkontrollen und das Fernhalten chinesischer Technologie aus Unterseekabeln. CSIS spricht von einer Verschiebung von „statischen Handelsregeln zu Verhaltenserzwingung“ – der Marktzugang wird konditional, abhängig von der demonstrierbaren Ausrichtung an US-Technologie- und Sicherheitszielen.
Was hier passiert, ist nicht klassische Handelspolitik. Es ist die systematische Übertragung des Spielbuchs der Seltenen Erden auf das Energie- und Sanktionsfeld – mit dem entscheidenden Unterschied, dass die USA über ihre Doppelrolle als Produzent und Regelsetzer beide Hebelseiten gleichzeitig bedienen können.
Nicht der Stillstand, sondern die Verengung
China wird durch diese Rohstofflage nicht in die 1990er Jahre zurückgeworfen. Dafür ist das Land zu groß, zu diversifiziert, zu administrativ handlungsfähig. Peking hat vor Kriegsbeginn Reserven aufgebaut. Es nutzt die Blocking Rules, um die Hengli-Sanktion intern zu blockieren. Es lässt seine Teapots in Renminbi abrechnen. Es kauft brasilianisches und russisches Öl. Es setzt seine Kohleflotte ein. Aber genau das ist die neue Qualität der Krise. Sie zeigt sich nicht zuerst als plötzlicher Zusammenbruch, sondern als Verengung in unterschiedlichen Tempi und Tiefen.
Das ist kein Kollaps. Es ist eine Verschiebung der Machtverhältnisse im Maschinenraum der Weltwirtschaft. Sie fällt zusammen mit einem Trump-Brief an den Kongress vom 1. Mai, in dem die Iran-Feindseligkeiten formal als „terminated“ erklärt werden, während die Doppelblockade gegen Iran unverändert weiterläuft. Wer sich fragt, warum die Krise nicht endet: Sie endet nicht, weil sie produktiv ist. Nicht für China – aber sehr wohl für jene Akteure, die jetzt erstmals seit Jahrzehnten zusehen können, wie sich der ökonomische Hebelarm von Peking zurück nach Washington verschiebt.





Die USA sind also der Türsteher vor dem Türsteher. Das geht so lange gut, bis es nicht mehr gut geht. Selbst Napoleons Kontinentalsperre dauerte nicht endlos. Irgendwann kommt es zu einem Befreiungsschlag…
Ja sehr guter Artikel, es wird Zeit für Deutschland und Europa mit den USA zu brechen und nach Lösungen für das Problem der US Dominanz zu suchen.
Danke! Der erste Artikel der diesen Zusammenhang aufgreift.
Beim Angriff auf den Iran, ging es demnach nur vordergründig um regime change oder angereichertes Uran. Das hintergründige Ziel war es, einen Anlass zu schaffen der es den USA erlaubt, den Öl und Gashandel aus der gesamten Golfregion zu kontrollieren und China von der Versorgung abzuschneiden. Der Coup in Venezuela und die Anschläge auf Russlands Raffinerien tun ein Übriges.
Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was hinter dem Irankrieg steckt. Angst vor der iranischen Atombombe, Schutz Israels und Regime Change waren einfach zu fadenscheinig. Jetzt verstehe ich auch, was zwischen Xi und Trump verhandelt wurde, und weshalb Xi grinsend sagte, „Es gibt genug Raum, damit sowohl China als auch die USA groß werden“
Man hat sich anscheinend geeinigt, und Trump für den Iran freie Hand gegeben.
Aber gewisse Kommentatoren glauben dennoch, dass Trump im Kopf schlecht ausgestattet ist.
Bald pfeifen es die Spatzen von den Dächern.
https://consortiumnews.com/2026/05/11/an-armed-robbery-of-the-worlds-energy-supply/
So kommt die US.Strategie – unabhängig von jeweils aktuellen Präsidentendarsteller – in Linie, vom Maidan bis Hormuz, Das Piraten-Imperium in Action.
Danke für den Link.
Ein hervorragender Artikel, der die US-Strategie um Zusammenhänge komplett erfasst.
Das ist alles ziemlicher Unsinn. Die usa kann das nicht lange durchhalten, erstens benötigt sie selbst gewisse Ölsorten – sie ist übrigens Öl-Nettoimporteur -, zweitens steigen die Preise in den usa selbst unablässig. Das führt schon jetzt real zu Zinssteigerungen. Sollte der neue Fed-Chef den Leitzins senken, wird das primär den Dollar schwächen, ohne die realen Zinsen gross zu beeinflussen. Der Grund für die noch anhaltende Pause im Krieg gegen den Iran ist ein ganz simpler, man weiss nicht, was militärisch getan werden könnte, um den Krieg für sich zu entscheiden, ohne die gesamte Golfregion in Flammen aufgehen zu lassen, nicht zu reden von empfindlichen Verlusten im Fall eines Bodenangriffs. Tronald steckt fest. Jede weitere Bewegung lässt ihn tiefer im iranischen Treibsand versinken.
Und es sieht auch so aus, als ob China keineswegs ohne Erdölversorgung ist: https://www.spiegel.de/ausland/strasse-von-hormus-iran-macht-ausnahme-fuer-chinesischen-schiffe-a-ca145700-caa3-46ab-ab2e-281b4095a154
@Zack15
Hier scheint der Artikel gründlich missverstanden zu sein. Es geht nicht darum ob „Tronald feststeckt“. Der Artikel beschreibt die Wirkung der US-Politik über Jahre und Jahrzehnte hinweg auf die Weltwirtschaft und deren Energie-Versorgung. Nutznießer dieser Politik scheinen transnationale, aber vor allem US-Energie-Multis zu sein. Zudem wird deutlich wie sich die USA damit ein Monopol auf die Energie-Versorgung der Welt-Wirtschaft und deren nationalen Regierungen sichern wollen. Es geht schlicht und ergreifend um den Erhalt und den Ausbau der imperialistischen Weltmacht USA. Es ist ein Kampf gegen den Niedergang das US-Imperiums.
Ich kenne die Aussagen von Richard Medhurst und Brian Berletic. Medhurst ist der Sohn eines britischen Diplomaten und halb Libanese. Brian Berletic ist ehemaliger US-Militär, der u.a. in Okinawa stationiert war, heute in Thailand lebt und einen Hahn hat. 😉 Berletic habe ich schon zu Zeiten des Syrienkrieges gelesen auf tomdispatch und landdestroyer . com Beide kritisieren das US-Imperium. Dafür kann man sie schätzen. Beide haben nie Wirtschaftswissenschaften studiert, also wäre ich bei Aussagen von ihnen über Wirtschaft doch vorsichtig.
Berletic hat Recht, dass Journalisten und Aktivsten die Papers von bedeutenden US Thinktanks genauer und vor allem kritischer lesen sollten. Kriege fallen nicht vom Himmel, sondern die Militärbasen für die Logistik werden über viele Jahre und Jahrzehnte gebaut, sowie der MIC, der die Waffen herstellt. Es sind staatlich hoch subventionierte Unternehmen, die aber für das Führungspersonal, durch Korruption und vor allem für die Großaktionäre exorbitante Profite abwerfen. Die Kriegsgewinnler profitieren auf Kosten einer weit größeren Anzahl von Opfern.
Hier einige Aspekte, warum deren Thesen eher nicht stimmen könnten, denn was irgendwelche Hofschreiberling in Denkfabriken der Herrschenden, die sie bezahlen, schreiben und was wirklich passiert, sind zweierlei Seiten:
– hohe Rohstoffpreise schaden auch der US-Wirtschaft
– die haben die Angriffe auf Iran angefangen, während ihre strategische Ölreserve schon von Biden ziemlich geleert waren
– Alan Dershowitz hätte angeblich die Blockade der Blockade erfunden
– Netanyahu und sein Geheimdienstchef hätten Trump überredet den Krieg anzufangen
– die Golfdiktaturen, die Ölscheichs verlieren sehr viele Milliarden, sind vielleicht sogar wie im Falle der UAE schon in finanziellen Schwierigkeiten und könnten sogar, wenn der Krieg wieder aufflammt und bei ihnen wichtige Infrastruktur wie Entsalzungsanlagen vom Iran zerstört würden, ihre Macht verlieren.
Netanyahu will Großisrael und will nicht wegen Korruption (u.a. wegen dem Import der deutschen U-Boote von Ferrostal) im Knast landen. Deshalb will er weiterhin permanenten Krieg und Genozid.
Ich würde Geopolitik so beschreiben, dass es verschiedene Fraktionen gibt, bzw. sich verschiedene US-Lobbygruppen die Welt aufteilen. Es gibt die Lateinamerika-, Ukraine, Israel-, China-Lobby usw. Sie konkurrieren um Medienaufmerksamkeit, aber letztlich vor allem um Geld und Macht im Imperium.
Eine andere These, nämlich die vom untergehenden oder überdehnten Empire halte ich auch für mehr Wunschdenken als Realität. Überall, wo man hinschaut, bauen die USA massiv ihre Militärstützpunkte auf der Welt aus. Es gab auch in den letzten Jahren so einige Regime Changes. Die USA und ihre Vasallen greifen sogar große Militärmächte wie Iran und Russland an. Ich sehe bisher nirgendwo die verheerende Schlacht oder den Krieg, wo sie ihre Niederlagen nicht mehr leugnen können. Intern geht es natürlich für viele Amerikaner abwärts. Das könnte man Triffin-Dilemma oder Gesetz der fallenden Profitrate nennen.
Es gibt eine unglaubliche Korruption in der Trump-Regierung, die die Korruption der Biden-Regierung (Burisma, Hunter Biden Laptop) weit übertrifft. Für solche Insidertrader am Finanzmärkten ist nur wichtig, dass sie von einem Ereignis im Voraus wissen und dass es viel Volatilität gibt, die sie dann mit Finanz-Derivaten hebeln können. Was der Basiswert ist, kann ihnen egal sein. Oder sie begehen Betrug mit Pseudo-Assets und kommen damit davon. Letztlich kann auch Beides wahr sein: Es gibt Ebenen, wo kurzfristig gedacht wird (Betrug) und wiederum Ebenen wie eben den Ausbau der Militärbasen auf der Welt und die Umleitung von Finanzströmen (Plünderungen, feindliche Übernahme von Märkten wie Nordstream sprengen) in die USA auf langfristiger Ebene, sowie den Griff nach der Weltherrschaft.
Meine Eindrücke nach Lesen des Artikels:
– liest sich wie eine Zusammenfassung von US-Strategie-Papieren
– die wurden auch von den „adversaries“ gelesen, die sich darauf vorbereitet haben werden
– könnte also mehr US-Wunschdenkan als Beschreibung der Realität sein
– ein vermutlicher Übersetzungsfehler: „tariffs“ steht für „Zölle“, nicht für „Tarife“
– stilistisch auffällig: Extreme Aneinanderreihung von Hauptsätzen, keine Schachtelsätze
– Boris Bayer liest sich daher sehr ähnlich wie Michael Hollister. Zufall?
Diese ganze Welt ist ein einzigartiges Geschäftsmodell, Postmodern instrumentalisiert alias St. Korona.
Herr Rötzer schrieb vor Jahren einen Beitrag über Saudi Arabien, „warum investiert dieser Staat“ in ein Touristen Zentrum?
Weil, wahrscheinlich, vor Jahren schon klar war, wo diese Politik sich hinentwickelt.
Denn das ‚Friedenstreffen‘ in Alaska zwischen trompete und Herr Putin, hat diesen Ort für das amerikanische überleben manifestiert. Da die logistische Nordroute für kürzere Transportzeiten sorgt und Alaska als Investmentplattform agieren wird.
Das bedeutet für die westliche Allianz, einen rigorosen Vertrauensverlust gegenüber ihrer Vasallen.
Die sieben grossen Geschwister von Peter Scholl Latour, hat diese Macht vor Jahrzehnten beschrieben…
Willkommen in der Matrix, wo grüne Ideologien einfach blass aussehen werden.
Die Matrix schläft nicht, sondern agiert massiv.