Geht Donald Trump der Arsch auf Grundeis?

Donald Trump gestresst
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Es gibt politische Situationen, die kippen nicht plötzlich – sie kippen langsam, fast unmerklich. Bis zu dem Punkt, an dem selbst die lautesten Drohungen nicht mehr wie Stärke wirken, sondern wie ein Echo der eigenen Unsicherheit. Genau an diesem Punkt steht Donald Trump.

Was als kalkulierte Machtdemonstration im Konflikt mit dem Iran begann, entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Eigentor historischen Ausmaßes. Der Mann, der einst versprach, Amerikas „endlose Kriege“ zu beenden, ist heute tief in einen neuen Konflikt verstrickt – einen, den die USA faktisch als Stellvertreter an der Seite Israels führen.

Und nun versucht Trump, sich aus einer Lage zu befreien, in die er sich selbst sehenden Auges manövriert hat.

Gleichzeitigen Drohen und Betteln

Wenn man die aktuellen Entwicklungen betrachtet, entsteht ein widersprüchliches Bild. Auf der einen Seite stehen harte Töne: Ultimaten, Drohungen, militärische Optionen. Berichte über mögliche „entscheidende Schläge“, Planungen im Pentagon, rote Linien, die angeblich nicht überschritten werden dürfen.

Auf der anderen Seite: Gesprächsangebote, diplomatische Initiativen, Signale eines möglichen Rückzugs. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Washington durchaus daran interessiert ist, einen Ausweg aus der Eskalation zu finden.

Oder anders gesagt: Trump spielt „Good cop – bad cop“. Nur leider alleine. Hier liegt das Problem. Dieses Prinzip funktioniert nur, wenn zwei unterschiedliche Akteure glaubwürdig unterschiedliche Rollen verkörpern. Wenn jedoch ein und dieselbe Person gleichzeitig droht und beschwichtigt, entsteht kein strategischer Druck – sondern Verwirrung.

Für Teheran ist dieses Verhalten längst entschlüsselt. Was in Washington als flexible Verhandlungsstrategie verkauft wird, wirkt aus iranischer Perspektive wie ein Mangel an Entschlossenheit. Denn die Gleichzeitigkeit von Ultimaten und Gesprächsangeboten sendet eine klare Botschaft: Die USA wollen den weiteren Konflikt eigentlich vermeiden. Darin liegt der Hebel, den der Iran zunehmend zu nutzen versteht.

Während Donald Trump öffentlich mit Härte auftritt, zeigen die begleitenden Signale – diplomatische Öffnungen, Überlegungen zu Rückzugsszenarien, indirekte Gesprächskanäle –, dass Washington die Kosten einer weiteren Eskalation fürchtet. Diese Diskrepanz bleibt in Teheran nicht unbemerkt.

Der Iran kann sich deshalb eine Haltung leisten, die auf Zeit spielt: Gesprächsangebote ablehnen, Forderungen ignorieren, gleichzeitig aber selbst keine endgültige Eskalation provozieren. Denn je länger der Konflikt andauert, desto größer wird der Druck auf die USA – wirtschaftlich, politisch und militärisch.

Hinzu kommt ein struktureller Vorteil: Der Iran agiert in seinem geopolitischen Umfeld, mit eingespielten regionalen Netzwerken und asymmetrischen, dezentralisierten Fähigkeiten. Die USA hingegen operieren aus der Distanz, sind auf Allianzen angewiesen und tragen die globalen Konsequenzen jeder Entscheidung.

Das bedeutet konkret: Der Iran muss nicht gewinnen – es reicht, nicht zu verlieren. Dadurch verschiebt sich das Kräfteverhältnis. Denn während Trump versucht, durch Drohungen Verhandlungsmasse aufzubauen, interpretiert Teheran diese Drohungen zunehmend als Zeichen dafür, dass Washington unter Zugzwang steht. Jede neue Warnung, jedes neue Ultimatum, das nicht unmittelbar umgesetzt wird, verliert an Glaubwürdigkeit. So entsteht ein paradoxer Effekt:

Je stärker Trump rhetorisch eskaliert, desto deutlicher wird für den Iran, dass diese Eskalation politisch kaum durchhaltbar ist. Das Ergebnis ist eine strategische Umkehrung:

Nicht Washington setzt Teheran unter Druck – sondern Teheran testet, wie weit es Washington treiben kann. Der vermeintliche „Deal-Maker“ wird so selbst zum Getriebenen eines Spiels, das er eigentlich kontrollieren wollte.

Das Ultimatum, das keines sein darf

Besonders deutlich wird dieses Dilemma bei den immer wieder kolportierten Ultimaten an Teheran. Trump schließt Verzögerungen aus, setzt Fristen, erhöht rhetorisch den Druck. Gleichzeitig aber berichten verschiedene Quellen, dass der Iran Gesprächsangebote ablehnt – oder sie als nicht ernst gemeint betrachtet.

Warum? Weil Drohungen und Diplomatie sich gegenseitig neutralisieren, wenn sie gleichzeitig ausgespielt werden. Ein Ultimatum verliert seinen Charakter, wenn es von der gleichen Stimme kommt, die kurz darauf Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Es wird zu einer Drohung mit eingebautem Rückzieher.
Und genau das scheint derzeit zu passieren.

Netanjahu als Dirigent – Trump als Instrument

Eine zentrale Figur in diesem geopolitischen Theater ist Benjamin Netanjahu.
Seit Jahren verfolgt Netanjahu eine kompromisslose Linie gegenüber dem Iran. Für Israel ist der Iran nicht nur ein Gegner – sondern Israel sieht ihn als eine existenzielle Bedrohung.

Trump hat diese Perspektive nicht nur übernommen, sondern sich ihr weitgehend untergeordnet. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist ebenso drastisch wie treffend: Trump wirkt wie ein Stier am Nasenring, durch die Arena geführt – nicht von seinen eigenen strategischen Interessen, sondern von denen eines Verbündeten, personifiziert durch Bejamin Netanjahu. Das Problem dabei ist offensichtlich:

Israel sichert sich ab und möchte ein „Großisrael“ errichten, in dem Völker wie die Palästinenser keinen Platz und Länder wie Iran und Libanon störend sind.
Die USA tragen die globalen Konsequenzen. Das, was Trump mit Europa veranstaltet hat, macht jetzt Israel mit den USA.

Vom regionalen Konflikt zum globalen Risiko

Was ursprünglich als regionaler Machtkonflikt erschien, entwickelt sich zunehmend zu einem geopolitischen Brennpunkt mit globalen Auswirkungen.

  • Airlines streichen Flüge in die Region – ein klassisches Frühwarnsignal wirtschaftlicher und militärischer Unsicherheit. Wenn selbst große Luftfahrtkonzerne beginnen, Verbindungen auszusetzen, geschieht das nicht aus Vorsicht allein, sondern auf Basis konkreter Risikoanalysen. Der zivile Luftverkehr reagiert oft früher als die Politik – und signalisiert damit, wie ernst die Lage bereits eingeschätzt wird.
  • Märkte reagieren sensibel auf jede neue Eskalation. Ölpreise schwanken, Investoren ziehen Kapital ab, Lieferketten geraten unter Druck. Die Region ist ein neuralgischer Punkt der globalen Energieversorgung – jede militärische Zuspitzung hat unmittelbare Auswirkungen weit über den Nahen Osten hinaus.
  • Internationale Spannungen nehmen zu. Verbündete werden nervös, Gegner wachsam, neutrale Staaten vorsichtiger. Die diplomatische Temperatur steigt – nicht explosionsartig, sondern stetig.

Und im Hintergrund verschiebt sich das Kräfteverhältnis.

Denn während die USA versuchen, ihre Position durch militärischen Druck zu sichern, beobachten andere Akteure – insbesondere China und Russland – sehr genau, wie sich Washington verhält. Für sie ist dieser Konflikt mehr als ein regionales Ereignis: Er ist ein Testfall für die strategische Belastbarkeit der Vereinigten Staaten.

Wie weit geht Washington wirklich? Wie konsequent ist seine Abschreckung? Und vor allem: Wie hoch ist die innenpolitische Schmerzgrenze?

Ein weiterer Krieg im Nahen Osten ist deshalb nicht nur ein militärisches Risiko. Er ist ein strategisches Geschenk an Amerikas Rivalen. Denn jeder Schritt in Richtung Eskalation bindet amerikanische Ressourcen, schwächt die wirtschaftliche Stabilität und untergräbt die außenpolitische Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig eröffnet er anderen Mächten Spielräume: diplomatisch, wirtschaftlich und militärisch.

Während die USA versuchen, ihre Dominanz zu behaupten, nutzen andere die Gelegenheit, alternative Machtstrukturen zu festigen – leise, aber konsequent. So wird aus einem regionalen Konflikt ein globaler Hebel. Darin liegt die eigentliche Tragweite dieser Entwicklung.

Der Mythos der kontrollierten Eskalation

Ein zentrales Element von Trumps Strategie scheint die Annahme zu sein, dass Eskalation kontrollierbar ist. Dass man Druck aufbauen kann, ohne die Situation tatsächlich außer Kontrolle geraten zu lassen. Dass militärische Drohungen als Werkzeug funktionieren – präzise dosiert, jederzeit reversibel. Diese Annahme hat sich historisch immer wieder als gefährlich erwiesen. Konflikte dieser Größenordnung entwickeln eine eigene Dynamik. Sie folgen nicht mehr ausschließlich politischen Entscheidungen, sondern einer Logik der Eskalationsspirale. Missverständnisse, Fehlkalkulationen, unbeabsichtigte Zwischenfälle – ein falsch interpretierter Militärschlag, ein technischer Fehler, eine überreagierende lokale Einheit – all das kann eine Kettenreaktion auslösen, die sich der Kontrolle der politischen Führung entzieht.

Gerade im Nahen Osten, wo zahlreiche Akteure mit eigenen Interessen, Milizen und Einflusszonen agieren, ist diese Gefahr besonders hoch. Hier reicht oft ein einzelnes Ereignis, um eine regionale Eskalation in Brand zu setzen. Trumps Dilemma ist:

Er versucht, maximale Abschreckung zu erzeugen, ohne den Punkt zu überschreiten, an dem Abschreckung in offene Konfrontation umschlägt. Doch dieser Grat ist schmal – und wird mit jeder neuen Drohung schmaler. Denn jede Eskalation erzeugt Erwartungsdruck. Wer droht, muss irgendwann liefern – oder verliert an Glaubwürdigkeit. Und genau deshalb wirken die aktuellen Entwicklungen so widersprüchlich: Trump scheint gleichzeitig zu eskalieren – und Angst vor den Konsequenzen dieser Eskalation zu haben. Er erhöht den Einsatz – und sucht gleichzeitig nach dem Notausgang. Das Ergebnis ist keine kontrollierte Eskalation, sondern eine unkontrollierbare Spannungslage, in der jeder nächste Schritt riskanter wird als der vorherige.

Innenpolitisch: Ein Spiel mit dem Feuer

Mit Blick auf die Midterm-Wahlen im November wird diese außenpolitische Unsicherheit zu einem innenpolitischen Risiko. Donald Trump hat seine politische Identität lange auf zwei zentrale Säulen aufgebaut:

  1. Stärke nach außen
  2. Fokus auf innenpolitische Interessen

Beide Narrative waren entscheidend für seinen politischen Erfolg. Sie vermittelten das Bild eines Präsidenten, der Amerika schützt, ohne sich in kostspielige und langwierige Auslandskonflikte zu verstricken.

Ein neuer, unklar geführter Konflikt untergräbt genau diese Erzählung. Denn:

  • Ein Krieg, der nicht klar gewonnen wird, wirkt schwach. Gerade Trump hat sich stets als kompromissloser „Deal-Maker“ inszeniert. Ein Konflikt, der sich hinzieht, widersprüchlich geführt wird oder in Verhandlungen endet, ohne klare Ergebnisse zu liefern, passt nicht zu diesem Image.
  • Ein Konflikt, der Ressourcen bindet, widerspricht der „America First“-Rhetorik. Militärische Einsätze kosten Geld, Aufmerksamkeit und politische Energie – alles Ressourcen, die im Inland fehlen. Für viele Wähler stellt sich dann die Frage: Warum engagiert sich die Regierung im Nahen Osten, während im eigenen Land Probleme ungelöst bleiben?

Die Wähler reagieren sensibel auf solche Widersprüche – besonders dann, wenn sie sich direkt auf wirtschaftliche Stabilität, Energiepreise oder die allgemeine Sicherheitslage auswirken. Steigende Kosten, Unsicherheit und das Gefühl, in einen weiteren unklaren Konflikt hineingezogen zu werden, können schnell zu politischer Unzufriedenheit führen.

Hier liegt die eigentliche Gefahr für Trump:

Nicht die Eskalation selbst – sondern die Wahrnehmung von Kontrollverlust. Denn politische Führung basiert nicht nur auf Entscheidungen, sondern auf dem Eindruck, die Lage im Griff zu haben. Sobald dieser Eindruck bröckelt, verändert sich die Dynamik. Ein Präsident, der als unberechenbar oder getrieben wahrgenommen wird, verliert das Vertrauen der Mitte – und genau diese Wähler entscheiden oft über Mehrheiten. So wird aus einem außenpolitischen Konflikt ein innenpolitischer Belastungstest. Und dieser Test kommt für Trump zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Good cop, bad cop – oder: politische Schizophrenie

Man könnte fast Mitleid haben, wäre die Lage nicht so ernst. Trump droht. Trump verhandelt. Trump eskaliert. Trump deeskaliert. Alles gleichzeitig. Das wirkt weniger wie eine ausgeklügelte Strategie – und mehr wie politische Schizophrenie im Echtzeitmodus.

Für Verbündete ist das schwer einzuordnen.
Für Gegner ist es eine Einladung, Zeit zu gewinnen.
Für die eigene Bevölkerung ist es ein Zeichen von Unsicherheit.

Die multipolare Realität klopft an

Ein besonders brisanter Aspekt ist die langfristige geopolitische Dimension.

Die Welt bewegt sich seit Jahren in Richtung Multipolarität. Die Zeit einer unangefochtenen amerikanischen Dominanz ist längst ins Wanken geraten – ökonomisch, politisch und militärisch. Neue Machtzentren entstehen nicht über Nacht, sondern schrittweise. Und genau solche Konflikte beschleunigen diesen Prozess. Der Iran-Konflikt könnte dabei zu einem Katalysator werden.

Denn:

  • Jeder weitere militärische Konflikt schwächt die USA ökonomisch und politisch. Kriege kosten nicht nur Geld – sie kosten Aufmerksamkeit, strategische Flexibilität und internationale Glaubwürdigkeit. Ressourcen, die in einen Konflikt fließen, fehlen an anderer Stelle: im Wettbewerb mit aufstrebenden Mächten, in der technologischen Entwicklung, in der Stabilisierung des eigenen Systems.
  • Gleichzeitig stärkt er gegenspielende Machtzentren. Staaten wie China und Russland profitieren von jeder Situation, in der die USA gebunden, beschäftigt oder international isoliert sind. Sie müssen nicht einmal direkt eingreifen – es reicht, abzuwarten, zu beobachten und gezielt Einflussräume auszubauen.

Was hier entsteht, ist nicht nur ein regionaler Krieg. Es ist ein Testfall für die globale Ordnung des 21. Jahrhunderts. Denn wenn die USA ihre Macht nicht mehr effektiv und widerspruchsfrei einsetzen können, wenn ihre Drohungen an Glaubwürdigkeit verlieren und ihre Konflikte keine klaren Ergebnisse mehr bringen, dann entsteht Raum für Alternativen. Neue Allianzen, neue Handelsstrukturen, neue Machtachsen. Oder zugespitzt formuliert:

Donald Trump könnte gerade dabei sein, unfreiwillig das Ende der amerikanischen Hegemonie einzuleiten – nicht durch eine große Niederlage, sondern durch eine Serie strategischer Überdehnungen.

Das eigentliche Eigentor

Und damit sind wir beim Kern des Problems.
Trump wollte Stärke demonstrieren. Er wollte abschrecken, dominieren, kontrollieren. Er wollte zeigen, dass die USA unter seiner Führung wieder handlungsfähig, entschlossen und unberechenbar stark sind.

Stattdessen hat er:

  • einen Konflikt eskaliert, den er nicht mehr vollständig steuern kann. Die Dynamik hat sich verselbstständigt, die Zahl der Akteure ist gewachsen, die Risiken sind kaum noch kalkulierbar. Was als Druckmittel gedacht war, ist zu einem offenen Prozess geworden, dessen Ausgang ungewiss ist.
  • sich in die strategische Logik eines anderen Staates hineinziehen lassen. Statt eine eigenständige amerikanische Linie zu verfolgen, folgt die Politik zunehmend einer Eskalationsstrategie, die vor allem den sicherheitspolitischen und hegemonialen Interessen Israels entspricht. Das reduziert den Handlungsspielraum Washingtons und erhöht gleichzeitig die Abhängigkeit von Entscheidungen, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen.
  • widersprüchliche Signale gesendet, die seine eigene Position schwächen. Drohungen, die nicht umgesetzt werden, verlieren an Wirkung. Verhandlungsangebote, die gleichzeitig mit Ultimaten ausgesprochen werden, wirken unglaubwürdig. Das Ergebnis ist ein Verlust an strategischer Klarheit – und damit an Einfluss.

Hinzu kommt ein weiterer, oft unterschätzter Faktor: Erwartungsmanagement. Wer maximalen Druck ankündigt, setzt sich selbst unter Zugzwang. Bleibt die angekündigte Konsequenz aus, wird aus Stärke schnell Schwäche. Das ist kein taktischer Fehler mehr. Das ist ein klassisches Eigentor. Denn Trump hat nicht nur seinen Gegner unterschätzt – er hat die Dynamik des Spiels selbst falsch eingeschätzt. Diese Fehleinschätzung könnte ihn am Ende mehr kosten als jede einzelne außenpolitische Entscheidung für sich genommen.

Fazit: Panik hinter der Fassade

Am Ende bleibt ein Bild, das sich immer klarer abzeichnet:

Ein Präsident, der versucht, Kontrolle zu demonstrieren – während ihm die Situation entgleitet. Ein Machtpolitiker, der gleichzeitig droht und verhandelt – und damit beides entwertet. Ein Stratege, der sich in einem Spiel wiederfindet, dessen Regeln nicht mehr von ihm bestimmt werden. Deshalb wirkt das, was wir derzeit beobachten, nicht wie Stärke, sondern wie etwas ganz anderes:

Donald Trump geht der Arsch auf Grundeis.

Uwe Froschauer

Uwe Froschauer hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Betriebswirtschaft studiert und abgeschlossen. Sein besonderes Interesse galt der Wirtschaftspsychologie. Er arbeitete als Unternehmensberater, gibt Seminare bei Berufsbildungsträgern, ist Autor mehrerer Bücher und betreibt den Blog wassersaege.com. Seine Leidenschaft für weltweite Reisen machte ihn sensibel für Kulturen und Probleme anderer Völker. Er ist naturverbunden und liebt Tiere und Pflanzen.
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15 Kommentare

  1. Ich glaube, der Verfasser des Artikels ist ein Mullah. Nur so einer kann Trumps Verhalten so missverstehen. Ja, Trump will Frieden und die Mullahs wollen nicht. Jetzt können sie wählen, Ausstieg der USA auf friedliche Weise, oder Ausstieg nach einem vernichtenden Militärschlag, der Israel befähigt, den Krieg alleine fortzusetzen. Vielleicht greifen dann auch die Europäer ein, weil sie das Öl dringend brauchen, und auf keinen Fall den Russen nachgeben wollen. Wahrscheinlich passiert mit dem Iran dasselbe wie mit einem toten Wal auf einer Sandbank. Gase bilden sich im Inneren. Der Kadaver bläht sich stark auf. Es besteht Explosionsgefahr, wenn der Druck zu groß wird. Die Aasfresser kommen.

    1. „Vielleicht greifen dann auch die Europäer ein, weil sie das Öl dringend brauchen, und auf keinen Fall den Russen nachgeben wollen.“
      Trump hat das in Richtung EU so ausgedrückt,
      „holt euch euer eigenes Öl“
      GB steht schon Gewehr bei Fuss.
      Merz lässt die Amis und Israelis noch die Reste der Drecksarbeit erledigen, dann wird auch er sich holen was er meint sich holen zu müssen.

      1. @Rubis
        „Merz lässt die Amis und Israelis noch die Reste der Drecksarbeit erledigen, dann wird auch er sich holen was er meint sich holen zu müssen.“

        Vorab läßt er aber seinen Kumpel Selenskij noch die restlichen Pipelines für Öl und Gas wegbomben und Tanker versenken. Es muss sich doch lohnen DE noch schneller in den Abgrund zu wirtschaften.

    2. „Trump will Frieden“ „Ausstieg der USA auf friedliche Weise“

      Du solltest aufhören soviel Copium zu nehmen Drogen sind schlecht für die Gesundheit.

    3. @Torwächter

      „Trump will Frieden und die Mullahs wollen nicht.“
      Trumps „Frieden“ heißt Unterwerfung, das wollen weder die Mullahs noch das iranische Volk, auch wenn das in westlichen Medien anders kolportiert wird.

      Trumps Drohung mit der „Vernichtung Irans“ kann wohl nur mit Atomschlägen erreicht werden, die man leider den USA als auch Israel zutrauen kann. Darin besteht die eigentliche Gefahr für die gesamte Welt.

      Das Szenario, welches Sie für den Iran voraussehen, das traue ich im Übrigen eher dem US-Imperium zu:
      „Wahrscheinlich passiert mit dem Iran dasselbe wie mit einem toten Wal auf einer Sandbank. Gase bilden sich im Inneren. Der Kadaver bläht sich stark auf. Es besteht Explosionsgefahr, wenn der Druck zu groß wird.“

  2. War der Uwe Froschauer immer schon ein Adept des Führerkultes? Oder ist er gar keiner, sondern tut nur so, als ob?

    Die Antwort lautet, denke ich: Schematische 95% der Proponenten von Führerkulten tun nur so, als ob – das ist der Witz am Phänomen des Führerkultes.

  3. „Donald Trump geht der Arsch auf Grundeis.“
    wird er eskalieren oder nicht?
    Jedes Verhandlungsergebnis wird DT morgen wieder in die Tonne treten. Der Iran kann in einigen Punkten nicht nachgeben und er wird es auch nicht, sobald die Amis eine Bodenoffensive starten beginnt das eigentliche Grauen….die Iraner sind darauf vorbereitet.

  4. Netanjahus orangen Clown als Strategen zu bezeichnen, geht aber schon etwas zu weit.. 😉

    Obendrauf auf die im Artikel gut herausgearbeiteten Gründe kommt noch, dass Iran gar keinen Anreiz hat diesen Krieg zu beenden: Alles was sie damit erreichen würden, wäre dass Usrael Munition aufstocken kann um dann erneut zuzuschlagen, bevorzugt während sie Verhandlungen vortäuschen.

    Versprechungen oder auch Verträge mit Usrael sind nichts wert weil diese sowieso gebrochen werden. Israel hat praktisch jede UN-Resolution gebrochen und die bevorzugte Verhandlungsstrategie der Amis ist, Gespräche zu führen, um dem Gegenüber dann ein Messer in den Rücken zu rammen wenn dieser sich in Sicherheit fühlt. Den Iranern bleibt also nichts anderes übrig als Tatsachen zu schaffen, damit ein Frieden eben nicht bloss eine Verschnaufpause für die Aggressoren ist.

    Die Chance dazu war nie besser, das zeigt insbesondere der freidrehende Trump mit seiner debilen Rhetorik und ständigen Lügen.

  5. Noch nie zu meinen Lebzeiten war der Einsatz von Kernwaffen so nah wie in diesem Konflikt, es gibt mehrere plausible Eskalationswege, die dazu führen könnten, z.B. Zerstörung von iranischer Energieversorgung->Vergeltung gegen israelischen Kernreaktor->nukleare Antwort Israels.

    Ich glaube immer weniger daran, dass sich das Feuer, das mit diesem Krieg entfacht wurde, noch eindämmen lässt.

    1. Die Verrückten sind die Führer der westlichen Welt (Trump und Netanjahu), die den Finger am atomaren Abzugshebel haben. Und die Verräter deutscher und europäischer Lebens- und Überlebensinteressen sind unsere Transatlantiker.

  6. Der Artikel hätte gespart werden können. Trump ist einfach irre. Mehr is da nich.

    Aber um mal etwas ernsthafter an dem Thema zu arbeiten: die USA kämpfen gegen den Iran mit allen Mitteln. Sie schlachten dort Zivilisten ab – ohne dass eigene, US-Zivilisten, auch nur einer Spur von Gefährdung erliegen. Das zeigt schon mal die brutale Asymetrie diese Terrorkrieges der USA gegen den Iran. Israel ist näher am Iran. Das Verhalten Israels zeigt wiederum, dass Israel weder eigenes Menschenleben, also Juden, noch anderes Leben irgend etwas bedeutet. Mit Religiösem Wahn geht es sich ganz leicht und ohne jeden Skrupel über Leichen. Denn es geht ja um angeblich höhere Ziele. Es geht ja um die Erfüllug des Wort Gottes laut dem über jedem Zweifel erhabenen Buch der Bücher, das ganz gewiss nicht von interessengeleiteten Menschen sondern höchstens von göttlich inspirierten, heiligen Menschen geschrieben worden sei. So glaubt man.

    Zum Vergleich ein anderer Krieg dieser Zeit: Russland gegen die Ukraine. Während Israel gegen seine Gegner und gerade vor allem gegen den Iran völlig hemmungslos, skrupellos und ohne jede emphatische Begrenzung handelt, spielt dort die Ukraine genau diese Rolle des völlig Enthemmten.
    Aber man kann sich fragen: warum macht Russland nicht das Selbe wie die USA im Iran? Warum versucht Russland nicht die Ukraine in die Steinzeit zurückzubomben, greift nicht massiv deren Energieinfrastruktur und wichtigste Wirtschaftszweige an?

    Liegt es vielleicht daran, dass bei Russlands Handlungen Menschen, Menschenleben, Gesundheit, Zukuft für diese mit im Kalkül ist? Während für USA und Israel bzw. USGBIL es keinerlei Menschlichkeit mehr gibt und diese deshalb nicht nur über fremde sondern auch über eigene Leichen, über die Gefahr des Weltbrandes, über die schlimmsten denkbaren Entwicklungen für die Menschheit insgesamt einfach hinweggehen?

    Es ist diese moderne Form des digitalen, entfernten, entkörperlichten Krieges die es leicht macht, Soldaten und Angestellte zu gewissenlosen Massenmördern zu machen. Denn dieser Krieg wird von USGBIL fast wie vom Sofa aus geführt – während das konkrete Leiden für die in blutlosen Zahlen, Statistiken, Einheiten von „Megadeath“ einhergehen.

    Auch hier: das Digitale ist der Tod jeder Menschlichkeit, der Tod jeder Empathiefähigkeit, der Tod jedes Mitleids und Mitgefühls.

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