Fünf Schritte, um den Krieg im Nahen Osten zu beenden

Brennende US-Fahne
Tasnim News Agency, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Wenn dieser Krieg nicht bald gestoppt wird, könnte er leicht zu einem globalen Flächenbrand, praktisch zu einem Dritten Weltkrieg, eskalieren.

Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran erfasst den gesamten Nahen Osten und könnte zu einem globalen Krieg eskalieren. Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits schwerwiegend und könnten katastrophale Ausmaße annehmen. Durch die Straße von Hormus wird etwa ein Fünftel des gesamten weltweit gehandelten Öls und 30 Prozent des weltweiten LNG transportiert. Eine anhaltende Sperrung der Straße würde einen Energieschock auslösen, der in der Neuzeit beispiellos wäre.

Der Konflikt dürfte außer Kontrolle geraten, da die USA und Israel fest entschlossen sind, eine Hegemonie in der arabischen Welt und in Westasien zu errichten – eine Hegemonie, die israelische territoriale Expansion mit einer von den USA unterstützten Kontrolle der Regierungen in der gesamten Region verbindet. Das ultimative Ziel ist ein Groß-Israel, das das gesamte historische Palästina einverleibt, kombiniert mit gefügigen arabischen und islamischen Regierungen, denen echte Souveränität entzogen wurde, einschließlich der Entscheidung, wie und wohin sie ihr Öl und Gas exportieren.

Fünf Maßnahmen sind notwendig

Das ist eine Wahnvorstellung. Kein Land in der Region will, dass Israel so weiter wütet wie bisher, Zivilisten in der gesamten Region ermordet, Gaza und das Westjordanland zerstört, in den Libanon einmarschiert, den Irak und den Jemen angreift und Teheran flächendeckend bombardiert. Kein Land will, dass seine Kohlenwasserstoffexporte unter effektiver US-Kontrolle stehen. Der Krieg wird nur dann enden, wenn die weltweite Empörung über die Aggression der USA und Israels diese Länder zum Stopp zwingt. Andernfalls werden wir wahrscheinlich den Nahen Osten in Flammen und die Welt in einer Energie- und Wirtschaftskrise erleben, wie sie in der modernen Geschichte beispiellos ist. Der Krieg könnte leicht zu einem globalen Flächenbrand werden, praktisch zu einem Dritten Weltkrieg.

Doch es gibt eine Alternative. Der Krieg könnte aus rationalen Gründen beendet werden, wenn Israel und die USA vom Rest der Welt entschlossen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Beendigung des Krieges erfordert eine Reihe miteinander verknüpfter Schritte, um allen Parteien und letztlich der ganzen Welt grundlegende Sicherheit zu bieten. Der Iran braucht ein dauerhaftes Ende der Aggression durch die USA und Israel. Die Golfstaaten brauchen ein Ende der Vergeltungsschläge des Irans. Die Palästinenser brauchen einen unabhängigen Staat. Israel braucht dauerhafte Sicherheit und die Entwaffnung der Hamas und der Hisbollah. Die ganze Welt braucht die Öffnung der Straße von Hormus und eine internationale Überwachung des iranischen Atomprogramms, um sicherzustellen, dass es sich an den Atomwaffensperrvertrag hält, wie der Iran es nach eigenen Angaben beabsichtigt. Und alle Länder wollen – oder sollten wollen – echte Souveränität für sich selbst und ihre Region.

Kollektive Sicherheit könnte durch fünf miteinander verbundene Maßnahmen erreicht werden. Erstens würden die USA und Israel ihre bewaffneten Angriffe in der gesamten Region unverzüglich beenden und ihre Truppen abziehen. Zweitens würde der Iran seine Vergeltungsschläge im gesamten Golf-Kooperationsrat (GCC) einstellen und sich erneut der Überwachung durch die Internationale Atomenergie-Organisation im Rahmen eines überarbeiteten Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans (JCPOA) unterwerfen, den Präsident Trump 2018 rücksichtslos aufgekündigt hat. Drittens würde die Straße von Hormus im gegenseitigen Einvernehmen zwischen dem Iran und dem GCC wieder geöffnet werden. Viertens würde die Zwei-Staaten-Lösung unverzüglich umgesetzt, indem Palästina als Vollmitglied der UNO aufgenommen würde. Israel wäre verpflichtet, seine Besetzung des Westjordanlands und Ostjerusalems zu beenden und seine Truppen aus dem Libanon und Syrien abzuziehen. Fünftens würde die Anerkennung des Staates Palästina durch die UNO die Grundlage für eine umfassende regionale Entwaffnung aller nichtstaatlichen Akteure bilden, die unter internationaler Aufsicht überprüft würde. Das Endergebnis wäre eine Rückkehr zum Völkerrecht und zur UN-Charta.

Wer würde bei diesem Plan gewinnen? Die Menschen in der Region, in Israel, Palästina, dem Libanon, Syrien, dem Irak, dem Iran und dem Rest der Welt. Wer würde verlieren? Nur die Befürworter von Groß-Israel, angeführt von Benjamin Netanjahu, Itamar Ben-Gvir, Bezalel Smotrich und Mike Huckabee, die die Welt an den Rand der Zerstörung gebracht haben.

Hier sind die fünf Schritte im Detail.

Erstens: Beendigung der bewaffneten Aggression der USA und Israels.

Israel und die USA würden ihre Aggression beenden und ihre Truppen abziehen. Im Gegenzug würde der Iran seine Vergeltungsschläge einstellen. Dies wäre kein bloßer Waffenstillstand. Vielmehr wäre es der erste Schritt zu einem umfassenden Friedensabkommen und einer kollektiven Sicherheitsvereinbarung.

Zweitens: Rückkehr zum JCPOA.

Die Atomfrage würde durch strenge Überwachung durch die Internationale Atomenergie-Organisation gelöst werden, nicht durch Bombardements, die lediglich dazu führen, dass das angereicherte Uran des Iran der internationalen Überwachung entzogen wird. Der UN-Sicherheitsrat würde unverzüglich den grundlegenden Rahmen des Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans (JCPOA) von 2015 wiederherstellen, wonach der Iran sich strikt an die IAEO-Überwachung und die vereinbarten Beschränkungen seines Atomprogramms halten muss, während die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben würden.

Drittens: Wiedereröffnung der Straße von Hormus im Rahmen einer Vereinbarung zwischen dem Iran und dem Golf-Kooperationsrat (GCC).

Die Straße von Hormus würde rasch wieder geöffnet werden, wobei der sichere Durchgang gemeinsam vom Iran und dem GCC garantiert würde. Die GCC-Staaten würden ihre Souveränität über die Militärstützpunkte in ihren Ländern geltend machen, um sicherzustellen, dass diese nicht als Abschussrampen für erneute Offensivschläge gegen den Iran genutzt werden.

Viertens: Die Zwei-Staaten-Lösung.

Die Zwei-Staaten-Lösung würde umgesetzt, indem Palästina als 194. ständiges Mitglied in die UNO aufgenommen wird. Dies erfordert nichts weiter als die Aufhebung des Vetos durch die USA. Die palästinensische Staatlichkeit steht im Einklang mit dem Völkerrecht und der Arabischen Friedensinitiative, die seit 2002 auf dem Tisch liegt. Im Gegenzug würden die Länder der Region diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen, und der UN-Sicherheitsrat würde Friedenstruppen entsenden, um die Sicherheit sowohl Palästinas als auch Israels zu gewährleisten.

Fünftens: Ein Ende der bewaffneten Feindseligkeiten.

In Verbindung mit der Zwei-Staaten-Lösung würden alle bewaffneten Feindseligkeiten in der Region unverzüglich beendet, einschließlich der Entwaffnung der Hamas, der Hisbollah und anderer bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Im Falle Palästinas würde die Entwaffnung der Hamas die Autorität des palästinensischen Staates untermauern. Im Falle des Libanon würde die Entwaffnung der Hisbollah die volle Souveränität des Libanon wiederherstellen, wobei die libanesischen Streitkräfte die einzige militärische Autorität im Land wären.

Die Entwaffnung würde von internationalen Beobachtern überprüft und vom UN-Sicherheitsrat garantiert werden.

Der entscheidende Punkt ist, dass der Krieg Israels und der USA gegen den Iran nicht in einem Vakuum stattgefunden hat. Die Clean Break-Strategie, die 1996 von Netanjahu und seinen amerikanischen neokonservativen Unterstützern entwickelt und seitdem umgesetzt wurde, sieht vor, dass Israel durch Kriege zum Regimewechsel eine Hegemonie in der Region etabliert, wobei die USA als Umsetzungspartner fungieren. Wie der Oberbefehlshaber der NATO, Wesley Clark, nach dem 11. September enthüllte, entwarfen die USA vor einem Vierteljahrhundert Pläne, um Regierungen in sieben Ländern zu stürzen: „angefangen mit dem Irak, dann Syrien, dem Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und zum Schluss der Iran.“ Wir erleben daher den Höhepunkt eines langjährigen Plans Israels und der USA, die arabische Welt und Westasien zu beherrschen, ein Groß-Israel zu schaffen und die palästinensische Staatlichkeit dauerhaft zu blockieren.

Wir sind nicht optimistisch, was die Chancen unseres Plans angeht. Die israelische Regierung ist mörderisch, und Trump hat Wahnvorstellungen von der Macht der USA. Wir befinden uns vielleicht bereits in den Anfängen des Dritten Weltkriegs. Doch da so viel auf dem Spiel steht, lohnt es sich, echte Lösungen aufzuzeigen, auch wenn sie nur eine geringe Chance haben. Wir glauben jedoch, dass die nicht-westliche Welt – der Teil, der keine Vasallenstaaten der US-Macht ist – die Dringlichkeit von Frieden und Sicherheit versteht.

Wer könnte dann einen Friedensplan vorantreiben, gegen den sich die USA und Israel mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren werden, bis das Gewicht der weltweiten Opposition und der wirtschaftlichen Katastrophe ihnen keine andere Wahl lässt, als ihn zu akzeptieren?

Es gibt eine Hauptgruppe, und das sind die BRICS-Staaten.

Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika und die erweiterte Mitgliedschaft des Blocks, zu der nun auch die Vereinigten Arabischen Emirate, der Iran, Ägypten, Äthiopien und Indonesien gehören, repräsentieren etwa die Hälfte der Weltbevölkerung und mehr als 40 Prozent des globalen BIP (im Vergleich zu 28 Prozent bei den viel gepriesenen, aber überbewerteten G7-Ländern). Die BRICS-Staaten verfügen über die Glaubwürdigkeit, das wirtschaftliche Gewicht und die Tatsache, dass sie historisch nicht am Imperialismus im Nahen Osten mitschuldig sind, um die Welt zur Vernunft zu bringen. Die BRICS-Staaten sollten einen Sondergipfel einberufen und einen einheitlichen Rahmen vorlegen, der die Bedingungen für Frieden und Sicherheit enthält, der wiederum im UN-Sicherheitsrat durchgesetzt werden müsste. Dort würde die Weltöffentlichkeit die USA und Israel auffordern, aufzuhören, die Welt in die Katastrophe zu treiben, und alle Länder daran erinnern, sich an die UN-Charta zu halten.

Dieser Artikel erschien erstmals im englischen Original bei Common Dreams.

Jeffrey Sachs und Sybil Fares

Jeffrey Sachs und Sybil Fares
Jeffrey Sachs, geboren 1954 in Detroit, Michigan, USA; ist ein renommierter Entwicklungsökonom und Leiter des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University. Der breiten Öffentlichkeit wurde er als Direktor des UN-Millenium-Projekts zur globalen Armutsbekämpfung bekannt. Er hat weltweit Regierungen beraten, unter anderem in Lateinamerika oder im postkommunistischen Polen und Russland, wo er half, marktwirtschaftliche Reformen durchzuführen. Sachs ist Präsident des UN Sustainable Development Solutions Network, Co-Vorsitzender des Council of Engineers for the Energy Transition, Akademiemitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften im Vatikan und Kommissar der UN Broadband Commission for Development.

Sybil Fares ist Expertin und Beraterin für Nahostpolitik und nachhaltige Entwicklung bei Sustainable Development Solutions Network. Sie ist außerdem Mitarbeiterin von Jeffrey Sachs und Sonia Sachs.
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136 Kommentare

    1. War selber beim BUND! 8.11 Fürstenau. Hab meinen Vorgesetzten, als sie mir ein G3 in die Hand drücken wollten gesagt dasss sie mich mal können. Was habt ihr gemacht?

      1. @Rorschach: Ich habe dem scheiß G3 erst einmal zwischen zwei Pfosten den Lauf
        gerade gebogen. Als 20 jähriger Sportschütze fand ich das Ballern noch gut.

            1. @Rohrschach: Es gibt millionen Sportschützen auf der Welt, die mit dem
              töten von Lebewesen nix am Hut haben. Um Menschen zu killen sind heute
              Drohnen viel effektiver. Und wir werden es bald erleben, das ein Volk Atombomben
              einsetzt. Ein Volk, was sich seit zig Jahren jeglicher Kontrollen seiner Atomwaffen
              entzieht, aber seit 40 Jahren dem Iran vorwirft, angeblich gerade vor der Fertig-
              stellung einer Atombombe sein soll und gerade dieses Land wieder angegriffen
              hat. Da sich dieses Land aber jetzt sehr effektiv wehrt, ist der Einsatz von Atom-
              bomben auf dieses Land höchst wahrscheinlich.

    2. Echt jetzt? Es ist EURE Entscheidung! Eure! Klar jetzt? Ich bin zu alt…und lebe schon lange nicht mehr in Schland…aber IHR KÖNNT DAS!

    1. Alex Krainer , auf den dieser Artikel zurückgeht, ist Esoteriker und lenkt von den Ursachen des Konfliktes um Israel ab, wenn er das alles auf den religiösen Aspekt (der sowieso nur von einer Minderheit der Juden priorisiert wird) zurückführen will.
      Der religiöse Aspekt ist nur Opium fürs Volk, wer zu den Ursachen vordringen will, muss der Spur des Geldes folgen. Also: Wer hat warum in Israel investiert, auch in Waffen?
      Jeffrey Sachs ist leider auch auf dem einseitigen Ablenkungstrip, habe früher mal mehr von ihm gehalten:
      https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/fuenf-schritte-um-den-krieg-im-nahen-osten-zu-beenden/#comment-371105

  1. Und welche Armee soll die Unabhängigkeit eines Palästinensische Staates gegen den menschenverachtenden israelischen Terrorstaat schützen? Ein freies Palästina braucht eine starke Selbstverteitidungsarmee, sonst ist es eine Kolonie Israels, sowas wie die Westbank mit ein klein wenig erweiterten Rechten. Träumt Jeffrey Sachs von solch einer Lösung?

    Es muß klar gesagt werden, Israel muß entwaffnet werden, muß vor allen seine Atomwaffen vernichten. Die Israelis müssen Reparationen leisten für das Elend, das sie in Middle East gebracht haben. Auch eine UMERZIEHUNG der Isrselis zu friedfertigen Menschen ist notwendig. Wie selbst Moshe Zuckermann hier immer wieder sagt, die Mehrheit der Israelis hält die Palästinenser für Tiere und befürwortet die Abschlachtung palästinensischer Kinder!

    Ist das nicht zu tiefst unmenschlich, barbarisch, einfach krank? Darf solch ein Volk überhaupt noch eine Armee besitzen?

    Auf die Unterschiede zwischen Hamas und Hisbollah will ich nicht näher eingehen, ist ein Thema für sich. Aber habt ihr nicht bemerkt, die Hisbollah ist schiitisch, die Hamas sunnitisch. Wie jede KI sagt, die allermeisten Selbstmordattentate wurden von sunnitischen Islamisten verursacht, nicht von Schiiten . Und der Reichtum der Golfdiktaturen ist auf Sand gebaut, durch die Sklavenarbeit von Sklavenarbeitern aus Ostasien, Indien etc.

    1. @Naomie
      Im zweiten Abschnitt bist Du nicht weniger ein Träumer wie die Autoren des Artikels.
      „… Wie jede KI sagt, die allermeisten Selbstmordattentate wurden von sunnitischen Islamisten verursacht, nicht von Schiiten…“
      —-
      Was will uns die KI denn damit sagen? Nieder mit den Sunniten. Roter-Kreuz-Orden für alle Schiiten?

      1. Ich will damit sagen, das der schiitische Iran weniger schlimm ist als die sunnitischen Golfdiktaturen!
        Osam bin Laden war ein Sprößling des saudischen Herrscherhauses!
        Während alle hier über den Iran als angebliches Terroregime herfallen wird die Sklavenarbeit in den Golfdiktaturen völlig ausgeblendet. Ich hoffe, die Sklavenarbeiter erheben sich.
        Außerdem will ich sagen, die Fakten zeigen, der sunnitische Islam ist viel gewalttätiger als der schiitische Islam!

        1. Mit Sicherheit warst du noch nie in den Emiraten. Du pflegst die üblichen Vorurteile wie „Sklavenarbeiter“ oder fürchterliche Dikaturen. Ja, das Heer der Billiglöhner aus Südasien und Südostasien hat (und tut es immer noch) diese supermodernen Städte auf Basis der klugen Politik der Scheichs geschaffen und hält sie als Dienstkräfte in einem bewundernswert funktionierendem Zustand. Diese Menschenmassen aus Asien sind indes sehr froh daran, mit ihren Jobs ihre Familien zuhause versorgen zu können. Zuhause gibt es schlicht kaum Einkommenschancen.

          Wer Dubai und die Emirate kennt, der weiß, dass bei aller Kritik an den herrschenden Clans dort sehr weitsichtig gedacht und gehandelt wird. Wenn man die gut funktionierende öffentliche Infrastruktur, die Sauberkeit, die Sicherheit, das friedliche Zusammenleben der multiplen Ethnien dort sieht (die annähernd 90% in Dubai ausmachen) und mit unseren westlichen Zuständen vergleicht, dann kann man eigentlich nur feststellen: dort agiert ein blühender globaler Kapitalismus, der die Region („auf Sand“!) als ein neues Zentrum der Welt mächtig voran gebracht hat!

          Aus diesem Grunde sind die Golfstaaten jetzt ja so extrem sauer auf Israel und die USA und versuchen sich, möglichst aus dem Krieg heraus zu halten: ihr komplettes Entwicklungs- und Geschäftsmodell kann ins Wanken geraten. Sie sind allerdings gefangen durch die US-Militärbasen, die ihnen einst als „Protektion“ angedient wurden – jetzt haben diese sich als Falle erwiesen.

          1. Zustimmung, das ist auch der Eindruck den ich habe und der bei allen möglichen Auswanderern durchscheint.

            Intelligenter als Trump sind sie jedenfalls:

            „Wahre Führung misst sich nicht an Kriegsentscheidungen, sondern an Weisheit, Respekt vor anderen und dem Streben nach Frieden.“

            Khalaf Ahmad Al Habtoor
            https://www.unser-mitteleuropa.com/192245

    2. Und welche Armee soll die Unabhängigkeit eines Palästinensische Staates gegen den menschenverachtenden israelischen Terrorstaat schützen?

      Nur eine Hürde von vielen, er müsste auch wirtschaftlich tragfähig sein und nach innen ausreichend polizeiliche Kontrolle haben, um islamische Marodeure von Angriffen auf Israel abzuhalten.

      Auch eine UMERZIEHUNG der Isrselis zu friedfertigen Menschen ist notwendig. Wie selbst Moshe Zuckermann hier immer wieder sagt, die Mehrheit der Israelis hält die Palästinenser für Tiere und befürwortet die Abschlachtung palästinensischer Kinder!

      Und umgedreht? Müssen die ganzen Araber und Perser auch „umerzogen“ werden? Meines Wissens denken die über Juden auch alles andere als schmeichelhaft, ein Konflikt hat naturgemäß zwei Seiten und deine Einseitigkeit finde ich immer ein bisschen verwirrend. Abgesehen davon, kannst du Leute nicht einfach so umerziehen, du kannst sie mit Propaganda überfluten, wie die Deutschen bei der „Reeducation“, aber ich wette die Zionisten würden einfach mit Trotz reagieren.

      Und der Reichtum der Golfdiktaturen ist auf Sand gebaut, durch die Sklavenarbeit von Sklavenarbeitern aus Ostasien, Indien etc.

      Quatsch, er basiert auf unserem Rohstoffhunger und mittlerweile auch auf Kapitalflucht (Dubai), keine Ahnung, wie verbreitet das mit der „Sklavenarbeit“ ist, aber ich vermute, da ist vieles übertrieben bzw. Propaganda.

      1. Seit der Besetzung Palästinas durch europäische, jüdisch-zionistische Siedler und der Vertreibung der palästinensischen Ureinwohner haben diese wenig Grund positives über „die Juden“ zu denken – ganz egal ob Araber oder Perser. Freilich war der Iran unter der Herrschaft des Schah mit Israel verbandelt, womit die islamische Revolution Schluß gemacht hat.
        Überigens Khomeini wurde vom Westen in den revolutionären Iran eingeflogen um eine linke Regierung dort zu verhindern.

        1. Seit der Besetzung Palästinas durch europäische, jüdisch-zionistische Siedler und der Vertreibung der palästinensischen Ureinwohner haben diese wenig Grund positives über „die Juden“ zu denken – ganz egal ob Araber oder Perser.

          Das ist schon richtig, so lange sie das aber tun, wirst du keinen nachhaltigen Frieden bekommen, davon abgesehen, dass die auch nicht die Lämmer sind, als die du sie gerne sehen möchtest. Der Konflikt ist auch ein Stammeskonflikt, mit Rassismus und Gruppendenken, deshalb wirkt er auch so irrational für uns (mittlerweile) weitgehend egalitären Europäer.

          Überigens Khomeini wurde vom Westen in den revolutionären Iran eingeflogen um eine linke Regierung dort zu verhindern.

          Ich würde das „schlechtes Karma“ nennen 🙂

          Hatten wir ja auch, Lenin wurde ja auch von Deutschland aus dem Exil geholt, um das zaristische Russland zu destabilisieren. Oder der Klassiker: die Destabilisierung Afghanistans durch die Förderung des islamischen Widerstandes, um der SU zu schaden. Lernen die Staatsführer, Geheimdienstverbrecher und Geostrategen daraus? Offensichtlich nicht.

      2. @ Scheinregen: Würden sie über ein Volk „schmeichelhaft“ denken, welches seit 70
        Jahren seine Nachbarn massakriert? Was andere nur als abzuschlachtende Tiere sieht?

    3. Menschen werden in hohem Maße durch Gefühle erzogen und geprägt. Emotionen sind zentrale Treiber in der kindlichen Entwicklung, bei der Vermittlung von Werten und im sozialen Miteinander. Sie steuern Verhalten, Lernprozesse und die Beziehungsfähigkeit. Eine Umerziehung ist daher sehr schwer zu realisieren.

    4. „Und welche Armee soll die Unabhängigkeit eines Palästinensische Staates gegen den menschenverachtenden israelischen Terrorstaat schützen?“
      Neutrale UNO- Streitkräfte müssen die Grenzsicherung und Polizeiaufgaben übernehmen. Mit neutral bezeichne ich solche Streitkräfte aus Staaten, die mit keiner der beiden Konfliktparteien politisch verbündet sind. Ist bestimmt ein heikler Job, aber muss gemacht werden.
      Aber wir diskutieren hier um des Teufels Barthaare, rein esoterisch, weil diese Lösung so weit entfernt ist wie der Mond und die UNO bzw. der Sicherheitsrat so machtlos sind wie Sandlaufkäfer. Warum und wie es zu dieser Machtlosigkeit kam, wäre ein weiteres großes Thema.

      1. Man muß den Palästinenser natürlich eine eigene Armee zur Selbstverteidigung zugestehen. Dazu müßte man offiziell Streitkräfte gründen, die vom neuen palästinensischen Staat bezahlt werden auf auf dessen Verteidigung diese neue Armee vereidigt wird. Dazu könnte man die Hamas-Kämpfer eingliedern, sie haben Kampferfahru g und dann einen neuen Job.die neue Armee müßte sich dann auch um den Wiederaufbau Palästinas kümmern, dazu Firmen gründen, die dann chinesische Gelder akquirieren könnten

        1. Nein, keiner der beiden Staaten sollte eine Armee besitzen. Diese Schutz- und Garantiefunktion von
          Armeen muss von der internationalen Gemeinschaft übernommen werden.
          Auch aus wirtschaftlichen Gründen: der Wiederaufbau braucht produktive Investments, keine Verschwendung für Militärausgaben.

    5. @Naomi

      In deinem ersten Satz stimmte ich dir zu, aber schon im zweiten Satz war es mit meiner Zustimmung vorbei.

      Weder ein Palästina noch Israel braucht eine starke Selbstverteidigungs-Armee, was beide Staaten bräuchten wäre ein Friedensabkommen gleichberechtigter Partner, die sich darauf verlassen, dass sie einander vertrauen können.

    6. richtig. Israel müsste entwaffnet werden. Das funktioniert vielleicht, wenn Israel auf das Niveau von Libanon heruntergebombt würde. Selbst dann, fürchte ich, geben die und ihre Unterstützer aus dem Großkapital und die Israel-Lobby immer noch keine Ruhe. Und Netanjahu müsste es so gehen wie seinen Opfern, deshalb sieht man ihn kaum noch.

    7. Es handelt sich um 5 Schritte den Iran und die Palestinenser wehrlos zu machen um die Herrschaft des Westens weiterhin zu sichern. So wird kein gerechter Frieden entstehen. Was Sachs hier fordert ist nichts weiter als die Kapitulation vor den Angreifern.
      Ich habe jetzt zwar auch keine Lösung aber die von Sachs vorgestellte würde den Angreifern nur dazu verhelfen sich neu aufzurüsten um zum nächsten Schlag auszuholen

  2. Ja, schön wär’s. Aber es ist anders. Die religiösen Fanatiker um Netanjahu herum nehmen eigene Zerstörungen bewusst in Kauf, um am Ende nach Totalzerstörung aller nicht-zionistischen Kräfte nicht nur die Herrschaft im Nahen Osten, sondern in der ganzen Welt zu erlangen, Bei den USA ist das ja schon weit fortgeschritten und auch in Europa wird das Handeln durch Zionisten bestimmt, andere werden ausgetrickst, übergangen oder mundtot gemacht. Das Regelwerk UN ist endgültig Geschichte, Kriege hat es eh nie verhindert oder beendet. Und um das der Welt klar zu machen, hat man u.a. eine mittelmäßige Büttenrednerin zur Vorsitzenden der Vollversammlung gemacht. Die einzige Hoffnung könnten die BRICS sein, aber auch die sind zerstritten, insbesondere Indien schert aus und ist für keine Seite kalkulierbar.
    So traurig das auch ist, die kommende Welt wird militärisch entschieden, unter hohen Verlusten für alle. Mehrere westliche Gelehrte wünschen und hoffen mit öffentlichen Statements, und sogar Ratschlägen an den Iran, dass Israel in seiner zionistischen Ausprägung verschwindet. Irgendwelche Verhandlungen und Abkommen werden keine Befriedung bringen, dafür ist es zu spät, und es ist definitiv kein Vertrauen mehr vorhanden, rette sich wer kann.

    1. Leider nur zu wahr! Sachs sagt selbst, dass er nicht optimistisch ist, was seinen Plan angeht. Ich würde eher sagen, er ist völlig unrealistisch. Das Einzige, was helfen könnte, wäre eine entschiedene (und praktische – s. Spanien) Ablehnung jeglicher diplomatischer und militärischer Unterstützung der Politik Israels und Amerikas seitens der anderen Länder des ‚Westens‘. Aber das Gegenteil geschieht, und ‚von unten‘ kommt – hier jedenfalls – auch nix bzw. nur das Nachbeten der Hetze gegen ‚die Mullahs‘ und ein bisschen Gegreine über die Spritpreise…

    2. „Verhandlungen und Abkommen werden keine Befriedung bringen, dafür ist es zu spät…“
      So ist es, aber der POTUS hat sich, nachdem er „400 %“ der iranischen Streitkräfte „vernichtet“ hatte, an die Volksrepublik China gewandt, damit sie bei der Öffnung der Meeresenge vermittelt.
      Für die Freundstaaten Irans gibt es kein Transportproblem dort. Nur die Feinde Irans befürchten, dort nicht unbeschadet durchzukommen. Diese Feindschaft haben sich fast alle NATO-Staaten mit Jahrzehntelange Sanktionen gegen den fleißig verdient. Das Volk hat schwer leiden müssen.
      Warum also vermitteln und verhandeln? Sollen doch all diese Schurkenregime doch erst selbst zu spüren bekommen, was sie anderen Ländern antun!
      Das sieht nur oberflächlich nach Rache aus: Die Sanktionsregime müssen weg, auch gegen China. Sind diese selbstgerechten Kriegsherren der Welt dazu bereit? Es herrscht zu diesem Thema völliges Schweigen. In Ramstein darf offenbar weiterhin an der Vernichtung Irans und Russlands geplant und gewerkelt werden. Solange müssen die Kräfte des Widerstands aktiv bleiben.

  3. Berlin. Der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili, hat von der Bundesregierung eine »Klarstellung« zur Nutzung der US-Luftwaffenbasis Ramstein durch die USA für die Angriffe auf sein Land gefordert. Die Rolle des Militärstützpunkts in Rheinland-Pfalz sei für Teheran bislang »offiziell nicht klar«, sagte Nili am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. »Bislang haben wir keine Antwort«, so der Botschafter. »Wir haben sie zu einer Klarstellung oder Erklärung bezüglich der Rolle von Ramstein aufgefordert«, sagte Nili. Der Botschafter verwies in dem Zusammenhang auf eine UN-Resolution zur Nutzung des Staatsgebiets oder Luftraums durch einen anderen Staat. Demnach würde sich dieses Land »zum Komplizen bei dem Angriff oder der Aggression machen«, sagte der Botschafter. »Wir wissen noch nicht, ob das auf Ramstein zutrifft oder nicht«, so Nili. (AFP/jW)

  4. Wie Wunderlich auch gesagt hat, der Weltfrieden ist nur möglich, wenn das weltweite zionistische-Mossad-Netzwerk zerstört wird. Nennt dieses Netzwerk wie ihr wollt, die internationale Israel-Lobby oder die Epstein-Mossad-Connection. Diese internationale mafiöse Terrororganisation hat z. B. Überwachungskameras im Iran gehackt, wahrscheinlich auch viele in Russland. Dagegen scheint Putin jetzt vorzugehen. Das erklärt die teilweise Abschaltung des russischen Mobilfunknetzes und die Abschaltung des Internet im Iran. Auch die Säuberungen der chinesischen Volksarmee dürften teilweise damit zu erklären sein. Ziel ist es, Russland, Iran komplett ins chinesische Internetsystem, Baidu etc. zu integrieren. Die Welt ist dann geteilt in 2 Internetsysteme, bald auch zwei Zahlungssysteme. China hat die schwere und verantwortungsvolle Aufgabe dieses neue Netz frei von Mossad-Einfluß zu halten, damit diese Terrororganisation keine weiteren Ziellisten für Staatsmänner und Kinder mehr aufstellen kann. Dazu muß das gesamte israelische Drohnensystem elektronisch lahmgelegt werden.

    Übrigens, auch Jeffrey Sachs ist Jude. Er zeigt sich aber antizionistisch. Aber eine gewisse kritische Distanz sollte angesagt sein! Der Mossad versucht es überall!

    1. @Internetspezialistin

      China hat vor allem die „schwere und verantwortungsvolle“ Aufgabe, das Internet durch Vorabkontrolle, Realnamen-Pflicht, sowie Melde- und Lösch-Pflichten der Plattformbetreiber zu zensieren, die Bevölkerung lückenlos zu überwachen und vom freien Informationsfluss abzuschneiden.
      Wo haben sie eigentlich ihr „Wissen“ über das Internet her? Vielleicht sollten sie da noch einige Kurse bei ihrer KI belegen..

      1. Man muß das Internet nicht nur von Pornographie und Kindsmißbrauch freihalten, sondern auch die Beeinflussung durch den Mossad verhindern.

        1. Man muß das Internet nicht nur von Pornographie […] freihalten

          Also bitte, das ist seine größte Errungenschaft 🙂
          Man bekommt ein unmöglich weites Spektrum und das auch noch kostenlos, ich weiß noch, wie das früher war…

          sondern auch die Beeinflussung durch den Mossad verhindern

          Klar 😉
          Das wird bestimmt auch das einzige sein, das sie wegzensieren. Da der Mossad, als Geheimdienst, so gut wie nie offen auftritt, könnte man unter diesem Vorwand schlichtweg alles wegzensieren, etwa Kritik am Corona-Regime, Kritik an fehlender Demokratie, Leaks die die Verlogenheit der Eliten bloßstellen (Macht korrumpiert immer, auch Chinesen sind davor nicht gefeit).

          1. Zitat: „Man bekommt ein unmöglich weites Spektrum“

            Also die heutige Pornografie, da bekommt man in der Tat ein „weites Spektrum“ von Körperöffnungen geboten.

            – Nasenloch (2x)
            – Ohrloch (2x)
            – Mundloch
            – Schlundloch
            – Vorderloch (Natur)
            – Hinterloch (Natur)
            – Vorderloch (Neo)
            – Pipiloch

            Also die exakte Weite in Millimeter nebst Link spare ich mir mal aus Jugendschutz gründen.

            Ich halte die Idee der Australier, die Kids sollen sich lieber im realen Leben bilden, für sinnvoll.

            Und nein, 30 cm Länge unten und 99 cm Umfang oben sind nicht europäischer Durchschnitt.

        2. Wie ist das mit anderen bezahlten Einflussagenten? Sollte man auch deren Beeinflussung unterbinden? Und sollte man sie für ihre Rolle bei Erstellung des global vorherrschenden Desasters, nach Zusammenbruch des Schweinesystems, zur Verantwortung ziehen?

    2. Mossad- Netzwerke in Deutschland aufzuklären bedeutet das Handeln des Staates zu zerstören. Sie benennen Mossad-Netzwerke deshalb auch anders. Und kaum einer bekommt dies mit.

    3. @Naomi

      Ich bin gegen die Politik der gegenwärtigen israelischen Regierung, wenn du aber mit der Zerstörung des weltweiten zionistische-Mossad-Netzwerks die Zerstörung Israels meinst, dann bin ich entschieden dagegen.

      Und wenn du glaubst, dass man nur den Staat Israel zu liquidieren bräuchte, dann wäre alles in bester Ordnung, dann muss ich dir auch widersprechen, denn solange die westlichen Imperialisten an der Macht sind, werden sie weiter die Ressourcen von Staaten als ihr persönliches Eigentum betrachten und versuchen sie den Besitzern zu rauben.

  5. Was Fares uns Sachs als jüdische Mitbürger wohl nicht verstanden haben ist, das der Staat Israel nie vorhatte und auch nicht gegründet wurde, um mit seinen Nachbarn friedlich zusammenzuleben.
    Und solange die Zionisten in der Israel und vor allem auch in der USA das sagen haben wird allein schon aus den mittlerweile bekannten religiösen Irrationalität dieser Leute nie Frieden herrschen, da die herrschende Klasse mehrheitlich von diesen Leuten dominiert wird.
    Außerdem, gehe ich persönlich davon aus, das Netanjahu nicht mehr unter den Lebenden weilt, was der Angriffslust der Zionisten natürlich keinen Abbruch tut.

      1. Das lernen die christlichen und jüdischen Zionisten nie, weil für sie mit ihrem religiösen Überbau die Apokalypse eine Erlösung darstellt.
        Leute wie Hegseth sehnen sich gerade danach, weil für diese Leute die Apokalypse gebraucht wird damit ihr Heiland wieder aufersteht.
        Wie oft muss ich das noch hier betonen.

        1. Sehe ich ganz ähnlich. Zumindest muss man sich dieses Problems bewusst sein. Und erst wenn man das Problem erkannt hat (in Deinem Eröffnungs-Post hast Du das gut beschrieben), kann man auch eine Lösung finden.

          Die Lösung kann meiner Meinung nach nur lauten, dass es zu einer harten Entmachtung kommt. Das bedeutet ua die Entwaffnung Israels. Desweiteren bin ich gegen die Zweistaatenlösung. Weiter unten hab ich einen eigenen Kommentar dazu verfasst. Kurz: es müsste ein Zustand geschaffen werden, der ihnen gar keine andere Möglichkeit mehr offen lässt, als sich mit den Menschen zu arrangieren. Und wenn sie das aufgrund ihres Rassismus nicht können, dann müssen sie das Land, die Region eben verlassen.

  6. Klingt wie ein Tagtraum.

    Israel und die USA würden ihre Aggression beenden und ihre Truppen abziehen. Im Gegenzug würde der Iran seine Vergeltungsschläge einstellen. Dies wäre kein bloßer Waffenstillstand. Vielmehr wäre es der erste Schritt zu einem umfassenden Friedensabkommen und einer kollektiven Sicherheitsvereinbarung.

    Es gibt ein Problem in der ganzen Betrachtung: weder die USA noch Israel sind noch verhandlungswürdig. Beide haben nachdrücklich und immer wieder bewiesen, dass sie nicht bereit sind, sich an Regeln, Vereinbarungen oder auch nur bodenständige Moral und Gepflogenheiten zu halten. Der Frieden würde so lange andauern, bis die sich entsprechend aufgerüstet haben und dann würden die Übergriffigkeiten einfach wieder von vorne losgehen.

    Der Iran wird alles tun, um die Amerikaner komplett aus dem nahen Osten zu fegen, was sie mit Israel vorhaben, werden wir sehen, befürchte ich…

  7. Details hin oder her, bestürzend ist, wie die meisten derzeit führenden Politiker völlig unfähig sind, die Lehren aus den bisherigen Weltkriegen, insbesondere des Ersten zu ziehen. Besonders die europäischen Politiker, die, wenn sie genau hinschauen sehen könnten, wie die beiden Reiche Deutschland und Österreich-Ungarn durch den völlig sinnlos entfesselten Krieg untergegangen sind. Indem sich Deutschland ohne Not dem aberwitzigen Krieg der Österreicher gegen Serbien und Rußland angeschlossen hat, hat es seinen Untergang selbst verursacht. Heute geschieht in Europa und noch schlimmer in der Welt im Grunde stets das Gleiche. Es werden ohne Rücksicht auf eigene Interessen Kriege geführt oder unterstützt, die die Interessen der eigenen Länder resp. Völker massiv schädigen, auf unabsehbare Zeit. Es ist, als ob die noch nie in ein Geschichtsbuch geschaut haben, immer derselbe Ablauf. Warum sind unsere Politiker nicht gewillt (oder in der Lage?), die Folgen ihres Handelns mal weiter als bis zum Ende der eigenen Nasenspitze zu bedenken? Einzelne Schritte hin oder her, es würde reichen, wenn die handelnden Figuren sich befleißigen würden, diese Folgen zuende! zu denken. Denn es endet nicht mit mit Energieknappheit, Hungersnot oder Ähnlichem, es endet mit Vernichtung wichtiger gesellschaftlicher Strukturen heutzutage weltweit, die nicht nur die Herrschaft Einzelner beenden, sondern vor allem die Lebensumstände der Menschen massiv negativ beeinflussen bzw. vernichten. Anscheinend ist aber die übergroße Mehrzahl der heutigen Politiker mangels ordentlicher Bildung nicht in der Lage, das zu überblicken.

    1. Hätten die Politiker diese Bildung, wären sie keine Politiker.
      Man muss das Prinzip der Klassengesellschaft verstanden haben, um die aktuellen Entwicklungen verstehen zu können. Das hat aber leider auch Herr Sachs nicht.

    2. @ Otto Bismark

      „Anscheinend ist aber die übergroße Mehrzahl der heutigen Politiker mangels ordentlicher Bildung nicht in der Lage, das zu überblicken.“

      Es ist völlig irrelevant ob Politiker gebildet sind, sie müssen nur die richtige Haltung zeigen. Und dabei die Lehren der Geschichte berücksichtigen. Und das tun sie. Es ist mitnichten so, dass diese Lehren nicht gezogen werden. Man schaue sich nur an, wie geschickt die Verhandler 1919 den zweiten Weltkrieg vorbereiteten. Ähnliches vollzog sich auch in Teheran 1943 und nach Potsdam 1945. Jene die die Politik bestimmen, sind nicht dumm. Es sind aber nicht die Politiker.
      Nur dem Volk wird das Lamento von den nicht gezogenen Lehren vorgespielt und dann werden sie zuhauf auf die Straßen getrieben wo sie dann dümmliche Parolen skandieren dürfen.

    3. Weshalb die „führenden Politiker so „unverständig““ sind, erklärt ein Blick in den Federal Reserve Act von 1914 sehr deutlich.
      Wem das nicht die Augen öffnet, dem sei das Buch „The secrets of the temple“ von William Greider angeraten.

  8. Es kann keine Zweistaatenlösung sondern nur eine Einstaatenlösung geben! Die Zweistaatenlösung ist ein ideologisches Konstrukt des sog. Westens und dient einzig und allein dem Ziel den Bestand der illegitimen zionistischen Kolonie Israel in Palästina nachträglich zu legitimieren! Die Geschichte aber lehrt dass Kolonien befreit werden und als Staat unabhängig sein müssen!

    1. der illegitimen zionistischen Kolonie Israel in Palästina nachträglich zu legitimieren! Die Geschichte aber lehrt dass Kolonien befreit werden und als Staat unabhängig sein müssen

      Um in Israel eine Kolonie zu sehen, muss man auch einen ganz schönen Tunnelblick haben.

      Gegen Israel habe ich eigentlich nichts einzuwenden, warum sollten die Juden nicht ihren eigenen Staat haben? Das Problem ergibt sich aus Besatzung, Dominanzgebahren und das ungelöste Schicksal der Palästinenser und beide Seiten sind sehr bemüht, die Probleme mit ordentlicher Fruchtbarkeit noch zu vergrößern.

      Egal wie man es dreht und wendet, es trifft am Ende immer auch massiv Zivilisten, entweder Juden oder halt Araber/Palis und Perser… und so alt wie der Konflikt ist (und so jugendlich die Gesellschaften), trifft es fast ausschließlich Menschen, die zu jung sind, um irgendeine Schuld zu tragen (auf beiden Seiten).

      1. … und vor lauter „Tunnelblick“ sehen Sie z. B. auch den Widerspruch zwischen Balfour Declaration und dem zionistischen Slogan „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land.“ nicht, geschweige denn dass Sie ihn auflösen könnten! Lesen Sie‘s nach bei Herzl für den Israel nur ein zionistischer Euphemismus von Kolonie, Kolonialismus, Kolonisieren, etc. Ist!

        1. Als Kolonie (von lateinisch colere ‚bebauen, Land bestellen‘) bezeichnet man in der Neuzeit ein auswärtiges abhängiges Gebiet eines Staates ohne eigene politische und wirtschaftliche Macht

          https://de.wikipedia.org/wiki/Kolonie

          Israel ist keine Kolonie, von wem auch? Den Amerikanern? Offensichtlich sind die Abhängigkeiten eher umgedreht, Israel hat definitiv seine eigene Politik und Ethnie. Eine „Kolonie“ darin zu sehen, ist einfach schräg, die Einwohner Israels können eben nicht einfach „zurück in die Heimat“, sie wären Flüchtlinge.

          „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land.“

          Damals stimmte das m.W. auch noch einigermaßen, Palästina stand mehr oder weniger unter osmanischer Herrschaft (später dann britisches Mandatsgebiet) die Gegend war recht dünn besiedelt (400k Menschen, heute mehrere Millionen). Man hätte damals noch vergleichsweise leicht eine Lösung finden können, mit der alle leben können. Ist aber leider nicht gelungen, seitdem schwelt das dort.

          Das Problem ist, dass dadurch Fakten geschaffen wurden, die sich nicht ohne Weiteres aus der Welt schaffen lassen und immer Unschuldige treffen. Selbst wenn man alle Juden da wegholt und irgendwo anders unterbringt, wird das Hauen und Stechen nicht vorbei sein. Denn wie willst du das Land von ursprünglich 400k Menschen (die mittlerweile fast alle unter der Erde sein dürften) auf die jetzt x Millionen Erben aufteilen? Diese statische Denkweise, ist eines der Probleme in dem Konflikt.

          Es wird in Sachen Israel keine „Gerechtigkeit“ geben, kann es gar nicht, weil das in historischen Zusammenhängen nichts als eine Illusion ist. Die meisten aktuell lebenden Palis wurden weder vertrieben, noch haben die meisten aktuell lebenden Juden sie vertrieben. Wenn man den Konflikt lösen will, ist es ein guter Ansatz, vom Status Quo auszugehen und zu sehen, dass beide Seiten eine lebenswerte Perspektive bekommen.

          Wir kämpfen ja auch nicht mehr um die Ostgebiete, die uns zu Unrecht weggenommen wurden, meine Generation hat keinen Bezug mehr dazu, meine Großeltern sind tot… und bei Licht betrachtet, hat uns der Frieden viel mehr gebracht, als wir verloren haben.

          1. Pardon, aber Ihnen scheint jegliches Geschichtsbewusstsein abhanden gekommen zu sein!
            „Dünn besiedelt …. ca. nur 400000 Palästinenser… .“!? Und woher kamen dann allein die ca. 800000 Palästinenser die während der Nakba vertrieben wurden!?
            Die zionistische Kolonie Israel in Palästina gäbe es heute nicht ohne die zionistische Diaspora in den USA!
            Warum lesen sie nicht Herzl : Der Judenstaat“ (1886) wo er expressis verbis von einem „kolonialen Unternehmen“ etc., etc. spricht!?
            Warum beschäftigen Sie sich nicht mit dem orthodoxen Judentum der einen „Staat Israel“ ablehnt!?
            Und apropos Ostgebiete: Deutschland wurde glücklicherweise im WWII vernichtend geschlagen, bis zur bedingungslosen Kapitulation!

            1. Ja. Die UN-Kommission hatte natürlich vor dem Teilungsbeschluss 1947 allerlei statistische Angaben zum Mandatsgebiet Palästina eingeholt:
              -> 1,94 Mio Einwohner, davon 1,35 Mio. Araber und 0,59 Mio Juden.
              (genauer auf Regionen aufgeschlüsselt bei Abu-Sitta, Atlas of Palestine)

            2. „Dünn besiedelt …. ca. nur 400000 Palästinenser… .“!? Und woher kamen dann allein die ca. 800000 Palästinenser die während der Nakba vertrieben wurden!?

              Verglichen mit heutzutage, war es dünn besiedelt, die Zahl stammt aus einem Wikipedia-Artikel und bezog sich auf achtzehnhundertirgendwas, der Zeit, als der Zionismus sich bildete (ich finde gerade die Quelle nicht wieder).

              Die Nakba war erst 1947, bei diesen Verhältnissen:
              https://de.statista.com/statistik/daten/studie/370098/umfrage/gesamtbevoelkerung-von-palaestina/
              also alles andere als verwunderlich, dass da mehr Leute lebten.

              Die zionistische Kolonie Israel in Palästina gäbe es heute nicht ohne die zionistische Diaspora in den USA!

              Keine Ahnung, weshalb du so an dem Wort „Kolonie“ hängst (ach doch, ihn ahne es, wenn ich dein Ausgangsposting lese), ugs. meint der Begriff etwas anderes. Natürlich gibt es Israel nur Dank amerikanischen Protektorat und Unterstützung, aber deshalb ist es trotzdem keine klassische Kolonie, schon deshalb, weil da Juden aus allen möglichen Ländern einwanderten und die sich selbst verwalten, statt ihrem Herkunftsstaat tributpflichtig zu sein (was Herzl dazu geschrieben hat, ist ziemlich unerheblich, der hat die Gründung und deren Umstände nicht mehr mitbekommen, der starb 1904).

              Warum beschäftigen Sie sich nicht mit dem orthodoxen Judentum der einen „Staat Israel“ ablehnt!?

              Warum sollte ich? Was für eine Rolle spielt das im aktuellen Konflikt? Man kann sich jahrelang mit den Details der Nahostgeschichte beschäftigen, es ändert nichts, außer dass man irgendwann versteht, wie verfahren die Situation dort ist (und zu diesem Schluß bin ich schon vor Jahren gekommen).

              Und apropos Ostgebiete: Deutschland wurde glücklicherweise im WWII vernichtend geschlagen, bis zur bedingungslosen Kapitulation!

              Und? Rechtfertigt das die brutale Vertreibung und Landnahme durch Polen?

  9. Warum wird eigentlich immer wieder dieser eitle Knochen J.Sachs hervorgezogen, wenn es um das Thema Krieg und Frieden geht? Wie kommt man auf den schmalen Pfad, dass dieser Mann irgendwie kompetent in der Sache sei? Was von seinen Ansätzen, und das bezieht sich ausdrücklich auch auf die Ökonomie, konnte erfolgreich angewendet werden? Ist „nichts“ die korrekt wiedergegebene Größenordnung?

    Was er in diesem Artikel so von sich gibt ist 8-Klässler-Niveau. Schön klingende Phrasen, die irgendwie Kompetenz vortäuschen sollen. Aber dieses Geschwätz vernachlässigt die Realität. Das ist eine Spezialität von Sachs.

    Ziel des Krieges ist die Ölpipelines an die Küste Israels zu bringen und den Iran wie die arabischen Staaten einzuhegen für die usraelische Lobby. Ist das erreicht, ist der Krieg vorbei. Alles andere führt maximal zu Pausen im Krieg. Die Zweistaatenlösung ist tot, falls sie jemals lebendig war. Dafür gibt es in Israel keine Mehrheit. Möchte jemand diese Mehrheit herbeibomben?

    1. Ja, wir sollten alle mehr auf die Pflanze hören und vornehmlich deren Artikel lesen. Wo werden die nochmal veröffentlicht? Die autotherapeutischen Sofa-Analysten der Kommentarspalten im Netz sind so entbehrlich wie Nagelpilz.

      1. Hören soll keiner auf mich. Das fällt mir selbst mir gegenüber schon schwer.
        Ich erlaube mir nur meine Meinung zu äußern. Und ein ganz klitzeklein wenig habe ich mich mit dem Nahen Osten auch befasst. Sie müssen meine autotherapeutischen Ergüsse ja nicht lesen. Mit einem so klarem Welt- und vor allem Feindbild, wie Sie es an den Tag legen, brauchen Sie das sicher nicht.
        Und was das Sofa angeht, so bin ich doch eher der Freund eines Stuhls.

        Haben Sie auch inhaltlich etwas beizusteuern? Also zum Beispiel durch Benennung von Sachs‘ erfolgreichen Friedens-Vermittlungsbemühungen oder auch tollen Praxisergebnissen seiner Tätigkeiten als Wirtschaftsberater?

    2. Zwei Randbemerkungen:
      1. In Sachen Tschubais‘s Schocktherapie, als die Wirtschaft Russlands in 500 Tagen von „Zentral“ auf kapitalistisch „Liberal“ umgestellt werden sollte haben Jeffrey Sachs und Konsorten mit Sicherheit vollkommen versagt!
      2. Meine Vermutung ist dass Sachs sich überall zu profilieren versucht weil er ein Interesse haben könnte – als Nachfolger von Guterres nächstes Jahr – UN Generalsekretär zu werden. Natürlich wären die USA samt europäischer Vasallen dagegen! Allerdings liegt die Mehrheit bei den BRICS+ und im Globalen Süden, und dort genießt Sachs ziemliches Ansehen!

  10. Meine Vorstellung ist so, dass sich die USA aus dem Krieg zurückziehen, wie angekündigt. Zweitens der Iran wird die Weisheit besitzen, die Araber in Ruhe zu lassen und sich auf Israel konzentrieren. Drittens Israel und Iran werden den Krieg fortsetzen, bis ihre Vorräte an Bomben und Raketen erschöpft sind. Viertens, die Araber und Amerikaner werden Israel zwingen, die besetzten Gebiete aufzugeben. Man wird sehen.

    1. Mir fällt auf, dass du den Namen deines Idols in deinem letzten Posts in der letzten Woche nicht mehr erwähnt hast. Das Wort „Trump“ kommt bei dir nicht mehr vor. Was ist denn das los? 😉

      Statt dessen formulierst du hier eine quasi letzte Hoffnung wie die USA und somit ihr Präsident noch mal aus der üblen Lage herauskommen könnten, in die sie sich hineinmanövriert haben.
      Aber ich fürchte mehr als eine letzte Hoffnung ist das nicht.

  11. Was die Rekutierung von Mossad-Agenten mit Menschen, die sich zum Judentum bekennen zu tun hat, da hat mir der Roman „Operation Shylock“ von Philip Roth die Augen geöffnet.

    https://www.lovelybooks.de/autor/Philip-Roth/Operation-Shylock-143688800-w/

    Meine Erkenntnis daraus, wenn die Jude bist, dich zur jüdischen Religion oder zur jüdischen Ethnie bekennst, dann bist du immer eine Zielperson für den Mossad. Diese nutzen die jüdische Identität um dich in geheimdienstliche Tätigkeiten zu verwickeln. Dadurch wirst du erpressbar und deren Agent. Roth ist selbst Jude und weiß wovon er spricht!

    Palästinenser werden oft mit Folter und roher Gewalt zu Mossad-Agenten rekrutiert. Man droht ihre Familien zu ermorden, bietet ihnen Geld und Vorteile, um für den Mossad zu arbeiten. Einmal, möglicherweise durch Folter, in dieses System involviert, wirst du zum Verräter an deinen früheren Idealen.

    Wie auch die Pager-Angriffe zeigen, der Mossad ist der gefährlichste Geheimdinenst der Welt. Er hat fleißig mitgeholfen Trump in diesen Krieg zu verwickeln, aus dem er nicht mehr schadlos herauskommt.

    Bei Jeffrey Sachs fällt mir unangenehm auf, von einen Selbstverteidigungsrecht der Palästinenser spricht er nicht. Das will er nicht? Er will eine Palästinensische Staat als israelische Kolonie. Das wird niemals funktionieren!

  12. Dieser Ansatz könnte funktionieren, wenn man ihn z.B. noch um eine Provision erweitert, der Iran Durchfahrtsgebühren durch die Straße von Hormuz zugesteht, mit dem die Schäden des Krieges ausgeglichen werden. Ich denke die von Iran geforderten Reparationen sind ohne vollständige Kapitulation der Aggressoren nicht durchsetzbar, und bevor das passiert (und ich zweifle, dass der Iran zumindest bei den USA so stark ist, die dort hin zu bringen – beim kleinen Israel evtl. schon) werden mit ziemlicher Sicherheit Atomwaffen durch Israel oder vielleicht auch die USA eingesetzt.

    Solche Durchfahrtsgebühren könnten Teil einer Vereinbarung zur Öffnung der Straße sein und wären eine Methode, wie Israel und USA beim Thema Reparationen das Gesicht wahren könnten und der Iran dennoch entschädigt wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich der Iran auf einen solchen Deal einlassen würde. Ich denke, dass denen schon bewusst ist, dass die Forderung des kompletten Rückzugs der USA aus der Region utopisch ist, daher denke ich, dass sie in diesem Punkt eventuell nachgeben würden, solange Einstellung der Feindseligkeiten, Aufhebung der Sanktionen, Garantien gegen zukünftige Aggression und diese „Pseudo-Reparationen“ Teil der Vereinbarung sind.

    Das größere Problem dürften allerdings Israel und die USA sein. Ein solcher Deal würde sie unmissverständlich vor der ganzen Welt als Kriegsverlierer dastehen lassen, daher halte ich den Ansatz für nicht umsetzbar. Man darf die Macht der Blamage nicht unterschätzen. Wie z.B. auch mit Europa im Ukraine-Konflikt scheint mir die Aussicht der Politiker, am Ende wie die Idioten dazustehen, die sie sind, auch hier der primäre Kriegstreiber zu sein.

    1. Wie z.B. auch mit Europa im Ukraine-Konflikt scheint mir die Aussicht der Politiker, am Ende wie die Idioten dazustehen, die sie sind, auch hier der primäre Kriegstreiber zu sein.

      Ja, sehe ich ähnlich, ist das nicht deprimierend, wie primitiv Menschen ticken?

    2. „Das größere Problem dürften allerdings Israel und die USA sein. Ein solcher Deal würde sie unmissverständlich vor der ganzen Welt als Kriegsverlierer dastehen lassen…“

      Die USA haben sich doch schon als Kriegsverlierer geoutet, indem sie erst die übrigen NATO-Staaten zur Hilfsdiensten verpflichten wollten. Als all die Lügner sagten, das sei nicht ihr Krieg, wandte sich Trump mit der Bitte um Vermittlung an die VR China, obwohl er wissen konnte, die BRICS-Staaten haben kein Problem beim Passieren dieser Meeresenge – eher einen großen Vorteil in der Konkurrenz. Den geplanten Besuch in Peking hat er abgesagt, wohl ahnend, das wird der Zahltag für ihn.

  13. Das IST längst der 3.Weltkrieg.

    Und der Schlaumeier Jeffrey Sachs hat kräftig mitgeholfen das alles zu organisieren. Er ist durch seine „Wirtschaftsberatung“ einer der Hauptverantwortlichen für die schrecklichen 90er in Russland. Er hat jetzt die Rolle des guten Cops in der Manipulation der Öffentlichkleit übernommen, aber niemals die Seiten gewechselt.

    1. Disen Lüders hat nun mal Hans-Paeter Büttner etwas genauer unter die Lupe genommen.
      https://www.kritiknetz.de/images/stories/texte/Buettner_Elemente_des_Antizionismus.pdf

      KI-Zusammenfassung von Grok:

      Ja, klar – hier eine knappe, neutrale Zusammenfassung des Textes von Hans-Peter Büttner: Titel: Elemente des Antizionismus. Über Michael Lüders‘ Streitschrift „Krieg ohne Ende?“ und dessen anti-israelische Geschichtsmythen Autor: Hans-Peter Büttner (erschienen 2025 auf kritiknetz.de) Zentrale These:
      Büttner wirft Michael Lüders in seinem Buch „Krieg ohne Ende?“ (2024) vor, eine stark einseitige, faktenverzerrende und manipulative antizionistische Darstellung des israelisch-palästinensischen Konflikts zu liefern. Lüders stelle Israel als Apartheidstaat, ethnische Säuberer und Völkermordbetreiber dar, während er arabischen/palästinensischen Antisemitismus, Vernichtungsdrohungen und Verantwortung für Kriege weitgehend ausblende oder verharmlose. Das Ergebnis sei ein Narrativ, das den Zionismus als reines Kolonialprojekt dämonisiere und den 7. Oktober 2023 als quasi legitimen „Hilferuf“ relativiere.Hauptargumente / Struktur des Textes (verkürzt):Politische Programmatik
      Lüders bedient sich selektiv revisionistischer Autoren (Pappe, Finkelstein, Chomsky), ignoriert neuere Forschung (z. B. Benny Morris) und arbeitet mit Auslassungen, verzerrten Zitaten und falschen Attributionen.
      Früher Zionismus & Staatsgründung 1948
      Büttner widerlegt Lüders’ These vom reinen „Landraub“: Er betont arabischen Antisemitismus vor 1948 (Großmufti al-Husseini & NS-Kollaboration, Pogrome wie Farhud, „Juden ins Meer treiben“-Rhetorik), den Lüders verharmlost oder leugnet.
      Vertreibung arabischer Juden (ca. 1948–1970er)
      Lüders schiebt sie vor allem zionistischen Anschlägen zu (z. B. Bagdad-Bomben 1950/51); Büttner zeigt Diskriminierung, Pogrome, Entrechtung und Terror in arabischen Ländern als Hauptursachen (auch mit Verweis auf Avi Shlaim).
      Arabisch-israelische Kriege
      Lüders übertreibe israelische Aggression und militärische Überlegenheit, ignoriere ägyptische/jordanische/syrische Drohungen, Blockaden, Terror (Fedayin) und palästinensische Charta-Ziele (Austilgung des Zionismus). Oslo-Prozess und Friedensangebote (Camp David 2000, Olmert 2008) werden als israelische Unnachgiebigkeit dargestellt, obwohl Kompromisse angeboten wurden.
      7. Oktober 2023
      Scharfe Kritik an Lüders’ Apologie: Der Hamas-Angriff werde als Reaktion auf jahrzehntelange Unterdrückung verharmlost, sexuelle Gewalt, Folter, Massaker minimiert oder geleugnet – trotz UN-Berichten, Zeugenaussagen und forensischer Beweise.

      Schluss & Definitionselemente
      Büttner sieht in Lüders’ Ansatz typische Merkmale eliminatorischen Antizionismus: Leugnung jüdischen Selbstbestimmungsrechts, doppelte Standards, NS-Vergleiche, Umkehrung von Täter-Opfer-Rollen. Er argumentiert, dass diese Form teilweise IHRA-Antisemitismus-Kriterien erfülle, ohne jeden Antizionismus pauschal antisemitisch zu nennen. Der Text endet mit der Einschätzung, Lüders’ Werk sei faktenwidrig, hetzerisch und fördere letztlich „Krieg ohne Ende“.Kurz gesagt: Es handelt sich um eine sehr scharfe, quellenreiche Kritik an Lüders’ Buch aus pro-israelischer, antizionismus-kritischer Perspektive – kein neutraler Überblick über „Antizionismus“ allgemein, sondern eine punktgenaue Abrechnung mit einem konkreten Werk.

      1. @Artur_C: Und was widerlegt jetzt Ihr Overkill an Quellen, die Lüders ohnehin nur mit aller Macht ans Bein pinkeln wollen, an seiner Analyse im Video?

      2. Die Analyse taugt nicht:

        Lüders übertreibe israelische Aggression

        Ach, die allumfassende und im Wortsinne vollkommen irre gewordene Aggression kann man „übertreiben“?

        So nach dem Motto: die haben den Kindern ja nur das rechte Knie weggeschossen, das linke blieb dabei doch unversehrt?

        Vollkommen irre.

  14. Frieden und Sicherheit und BRICS, schon klar. Hab mal irgendwo gehört, wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren:

    BRICS-Gipfel – der letzte Nagel im Sarg der Multipolarität
    Yourie Roshka26. August 2023
    (…)
    Man sollte nicht vergessen, dass die Idee zur Gründung dieses Staatenverbundes mit dem Akronym BRICS nicht von einem der Staaten selbst stammt, sondern das Werk des transnationalen Megakonzerns Goldman Sachs ist, einem der Hauptakteure im globalen Finanzsektor[4]. Goldman Sachs ist zudem einer der Hauptanteilseigner der US-Notenbank Fed, die irgendwann erkannte, dass diese Ländergruppe ein enormes Investitionspotenzial birgt.

    https://telegra.ph/BRICS-Summit—the-last-nail-in-the-multipolaritys-coffin-08-26

    Nebenbei erwähnt, eine der aktuelleren Meldungen, hier vom B der BRICS. Daß dieser Frieden ewig also todsicher ist erfährt man seit 2020 permanent. Wie ist es unter diesem Gesichtspkt. mit „Frieden“ und „Sicherheit“ bei den sog. BRICS:

    Das Ende des Internets: Brasilien und Österreich (fast) im Gleichschritt
    18. März 2026 von Thomas Oysmüller

    Weltweit wird das Ende des alten Internets eingeläutet: In Brasilien tritt die Ausweispflicht in Kraft. Bald wird es Internetzugang nur noch mit digitaler ID geben – in Österreich wie auch in Brasilien.

    https://tkp.at/2026/03/18/das-ende-des-internets-brasilien-und-oesterreich-fast-im-gleichschritt/

    Na, für einen großen Privatier und Abwickler des Ostblocks ist das vermutlich zuviel erwartete Aufmerksamkeit. Am Ende geht es doch nur um die eigenen Gartenzwerge und den Platz im Garten. Schon ziemlich welk, oder?

  15. Ich begrüße das Ansinnen von Jeffrey Sachs. Es ist vermutlich die diplomatischste Lösung.

    Zwei Anmerkungen meinerseits:

    „Wer würde verlieren? Nur die Befürworter von Groß-Israel, angeführt von Benjamin Netanjahu, Itamar Ben-Gvir, Bezalel Smotrich und Mike Huckabee, die die Welt an den Rand der Zerstörung gebracht haben.“

    Da hat er einen wichtigen Akteur vergessen. Die EU will ihren Kriegshaushalt bis 2030 auf über 800 Mrd. Euro steigern. Wenn die USA bis dahin nicht pleite gegangen sind, würden wahrscheinlich die EU und die USA gemeinsam auf über 2 Billionen von Dollar / Euro kommen. Kurz gesagt: Er hat den militärisch industriellen Komplex vergessen (Banken, Rohstofffirmen, Rüstungsunternehmen, Geheimdienste, Militär etc. pp). DAS wären wohl die größten Verlierer, weil der Krieg ihr Lebenselixier, ihre Existenzberechtigung ist. Ich finde das von daher wichtig, weil man das vielleicht in seine Überlegungen mit einbeziehen sollte, wer z.B. addressiert werden müsste, um dem Problem Krieg Herr zu werden.

    Meine zweite Anmerkung: ich persönlich lehne die Zweistaatenlösung inzwischen ab. Für mich ist das wie die Angel mit der Möhre, die man aus einer Kutsche heraus dem Pferd vor die Nase hält, die dieses aber niemals bekommt. Bzw. anders formuliert: es ist ein mieser Trick, der keinen anderen Zweck erfüllt hat, als die Palästinenser hinzuhalten…so wie die Amerikaner den Indianern immer wieder erzählt haben „ok. Das Territorium dürft ihr haben. Weiter gehen wir dieses mal wirklich nicht. Ehrenwort“. Wie die Geschichte ausgegangen ist, wissen wir. Das Beste wäre vll. ein Konstrukt unter internationaler Kontrolle, wobei meine grundsätzliche Haltung ist, dass es sich um palästinensisches Territorium handelt. Und weder irgendwelche „heiligen“ Schriften können daran etwas ändern, noch die Verbrechen der NS-Diktatur, der Holocaust. Es ist eine Fortsetzung der Verbrechen des Holocausts (keine Aufarbeitung, wie man in Deutschland sich gerne aus Bequemlichkeit zusammenphantasiert), wenn wir die Palästinenser dafür bezahlen lassen.
    Dennoch erkenne ich die Umstände an. Und man muss eine pragmatische Lösung finden. Was ich mit meiner Haltung jedoch sagen will, ist, dass ich tendenziell den Palästinensern mehr Rechte einräume als den Israelis. Theoretisch bin ich sogar der Meinung, dass das Land komplett an die Palästinenser zurück gegeben werden muss. Ich bin aber auch der Meinung, dass verhindert werden muss, dass es zu Racheakten kommt (ohne dies den Palästinensern unterstellen zu wollen). Auch übertriebene Vertreibungen lehne ich ab. Es müssen jedoch einige Siedlungen abgerissen werden und es müssen Verfahren entwickelt werden, die den Palästinensern ihr Land zurückgeben. Es muss irgendeine Form von Interessensausgleich gefunden werden. Sinnvoll wäre auch die Verursacher des Israel-Problems zur Kasse zu bitten: den Westen. Hat Deutschland Zahlungen an Israel geleistet, um einen Ausgleich für die Verbrechen des Holocaust zu schaffen, könnten sie an dieser Stelle gleich weitermachen, um gegenüber den Palästinensern einen Ausgleich zu schaffen. Insgesamt muss der Westen für die Schäden aufkommen, die sie den Palästinensern zugefügt haben.

    Die Frage ist freilich wie realistisch so etwas ist. Ich denke aber, dass auf einmal Dinge möglich sein könnten, wenn der Westen grundsätzlich in seiner Macht eingeschränkt würde, die heute noch undenkbar erscheinen.

    Abschließend: ich finde einfach unglaublich WIEVIEL LEID vom Westen ausgeht. Und dieser hochkrimminelle Westen stellt sich heute noch arrogant hin und behauptet von sich er sei das Gute. Geht gar nicht. Man kann gar nicht so falsch liegen, wie er das tut.

    1. Zu meiner Forderung gehört im Grunde auch, dass Israel entwaffnet werden muss, inklusive Atomwaffen. Wenn das nicht geschieht – also zumindest Israels Atomwaffen nicht unter internationale Kontrolle gestellt werden – macht man sich meiner Meinung nach unglaubwürdig, wenn man vom Iran etwas Anderes fordert. Kurz nochmal: den Israelis müssen die Atomwaffen früher oder später weggenommen werden, damit man den gleichen Zustand hat, wie bei den Iranern.

    2. Das neue Palästina darf natürlich Gelder von allen Seiten annehmen. Das ist die souveräne Entscheidung einer neuen palästinensischen Regierung. Sicher ist China bereit den Wiederaufbau von Middle East mit zu finanzieren, wenn erstmal die Amis angezogen sind. Die EU aber ist ein Papiertiger, große Worte, nichts dahinter!

      1. @Naomi
        Deine ostentative Chinafreundlichkeit geht mir auf die Nerven, die Du bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit an den Tag legst.
        Selbst, wenn es so überhaupt nicht zum Thema passt.
        Ich möchte gar nicht bestreiten, das China viel für seine Mitbürger getan hat und auch immer noch tut, nur sehe ich nicht, dass dieses Modell sich bei uns adaptieren lässt und ob es überhaupt das gelbe vom Ei seien könnte.

        1. Oh ja, Wahnsinn, die haben viel getan. Also das Land, der Boden davon, alle Chinesen vom Arbeiter bis zum Kaiser oder wer? Egal, sind vermutlich nur Spitzfindigkeiten:

          Dass sich »ausgerechnet« wichtige Mitglieder der Kommunistischen Partei oder ihrer Söhne und Töchter, die »Prinzlinge«, in den Reihen der neuen Reichen wiederfinden, ist also einerseits Konsequenz der von der Staatsspitze ausgehenden Einführung des Kapitalismus in einem vorher sozialistischen Land: Wer anders als Teile der vorher herrschenden politischen Elite sollten die ökonomischen Nutznießer der neuen Wirtschaftsweise sein? Und es ist zweitens so etwas wie eine notwendige Unkost dieser Umstellung: notwendig vom Standpunkt der Reformer und ihres Kampfs um die Macht innerhalb der KP. Die Eigentümlichkeit einer derartigen ursprünglichen Akkumulation hat allerdings unerwünschte Konsequenzen:

          • Die Personalunion des neuen ökonomischen Interesses an privater Bereicherung und politischer Herrschaftsfunktion mag zunächst durchaus funktionell und komfortabel für die Geschäftsinteressen sein, die über kurze Drähte dahin verfügen, wo über die wichtigen Ressourcen entschieden wird; an der Qualität dieser Verbindungen entscheidet sich die Zukunft vieler Unternehmensgründungen dieser Zeit. Die Herrschaftsfunktionen leiden allerdings unter ihrer Instrumentalisierung für private Bereicherung: Die Volksbefreiungsarmee beschäftigt sich mehr mit dem Betrieb ihrer Fabriken und Bordelle als mit der Vaterlandsverteidigung, die Zollbehörden lassen sich selbst in Schmuggelgeschäfte hineinziehen, Gelder und Anweisungen des Zentralstaats werden zweckentfremdet.

          • Auf Dauer beeinträchtigt flächendeckende Korruption auch das Geschäftsleben insgesamt: Inzwischen auf allen Ebenen anfallende Schmiergelder verteuern das China-Geschäft. Die Abhängigkeit von Lizenzen und Entscheidungen von der Willkür einzelner Beamter macht es unberechenbar und unzuverlässig. Vom Standpunkt des staatlichen Gesamtkapitalisten aus beeinträchtigt die Bestechlichkeit seiner Beamten und Funktionäre die freie Konkurrenz und verursacht damit gesamtgesellschaftlich horrende Kosten.

          • Die ökonomischen Aktivitäten ihrer Funktionäre und Regierungsbeamten und wie weithin sichtbare Existenz der neuen sozialen Ungleichheit bringen die Kommunistische Partei landesweit in Misskredit. Chinas neue Reiche genießen ihren Luxus nämlich nicht in diskreter Abgeschiedenheit vom armen Rest der Gesellschaft, wie es in den Metropolen des Kapitalismus Usus geworden ist, sondern stellen ihn selbstgerecht und lustvoll zur Schau.

          Von Anfang an werden die Reformen deshalb begleitet von einem »Kampf gegen die Korruption«. Der ist durchaus ernst gemeint und keineswegs eine bloße Show, mit der die KP ihr aufgebrachtes Volk besänftigen will. Die KP-interne »Disziplinkontrollkommission« kämpft dabei von vornherein auf verlorenem Posten.
          Der Grund ist systembedingt. Je mehr Chinas Kommunisten auf Kapitalismus setzen – und das tun sie in dem Maße, wie Sonderwirtschaftszonen und die außerhalb des Plans produzierenden Unternehmen erfolgreich sind -, desto mehr erzeugen sie selbst das entsprechende private Bereicherungsinteresse in ihrer gesamten Gesellschaft, also auch und sogar vorzugsweise bei ihren Funktionären und Beamten.
          (…)
          Randbemerkung zum Lebensstandard und seinen Kosten

          Das gesellschftliche Sein der Reichen animiert diese zu einem durchaus ekelhaften Bewusstsein. Diese Leute leben in der Vorstellung, dass ihre persönlche Cleverness und Leistung ihnen zu Recht Vermögen und ein Leben im Luxus einspielt – im Unterschied zu den Millionen Habenichtsen. Der Materialismus, den sie entsprechend ungeniert ausleben, besteht zu einem Großteil denn auch darin, sich von der armseligen Masse, die man gerade hinter sich gelassen hat, abzusetzen. Marmorne Paläste, schnelle Autos, Yachten, teure Weine und die Diamanten der Gattin befriedigen eigentümliche Bedürfnisse: Mehr als dass da wirklich spaßig gelebt wird, geht es darum, zu zeigen, wer zur Elite des Landes gehört, sich all das leisten kann und über einen exklusiven Geschmack verfügt, der ihn meilenweit über die normalen Kleingeister und ihre spießigen Bedürfnisse erhebt.
          Zwischen ganz oben und ganz unten tummelt sich dann auch noch Chinas »neue Mitte«. Das sind an die 200 Millionen Menschen, die in Städten mit gut bezahlten Arbeitsplätzen leben. Für sie ist die Mangelwirtschaft der Mao-Zeit Vergangenheit; mit dem Geld das sie verdienen, haben sie Zugriff auf eine überbordende Welt von Waren und Dienstleistungen, die es ohne die massenhafte Armut der Bauern und Wanderarbeiter um sie herum nicht geben würde. Was sie – kein bisschen anders als hierzulande! – geben müssen für diesen Zugriff, ist meist nicht wenig. Sie müssen lange arbeiten und etwas aushalten, was »Stress« heißt und all das meint, was ein moderner Arbeitsplatz von seinen glücklichen Besitzern verlangt. Ein riesiges Arbeitspensum ist in möglichst kurzer Zeit zu erledigen, Arbeit also systematisch als Arbeitshetze durchzustehen. Die Konkurrenz zu den anderen Beschäftigten beschert ihnen die Notwendigkeit ständiger Mehranstrengung, Neid, Mobbing und andere Schönheiten der »modernen« Arbeitswelt. Einzubringen haben sie also nicht weniger als ihre Lebenszeit, ihre Nerven und den Verzicht auf jedes sinnvolle und friedliche Zusammenarbeiten – kein geringer Preis für den kapitalistischen Fortschritt!
          (Renate Dillmann, China – Ein Lehrstück über alten und neuen Imperialismus, einen sozialistischen Gegenentwurf und seine Fehler, die Geburt einer kapitalistischen Gesellschaft und den Aufstieg einer neuen Großmacht, Die Buchmacherei, 267-269, 272)

          Und nebenbei bemerkt:

          Bevölkerungsanteil mit COVID-19-Impfung nach ausgewählten Ländern weltweit (Stand: 20. Dezember 2022)
          https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1203308/umfrage/impfstoffabdeckung-der-bevoelkerung-gegen-das-coronavirus-nach-laendern/

          Das is ne Quote.

    3. Ach, hat er einen Akteur vergessen, auch noch einen wichtigen? Der werte Herr Sachs „vergisst“ eine ganze Menge. Vor allem seine Mitwirkung über mehrere Jahrzehnte am Istzustand. Das ist eine lange Reihe, inklusive der Totalisierung unter Mitwirkung einer Militarisierung der Gesellschaft ab 2020.

      Wenn die bürgerlichen Sandstreuer von anderen Rechenschaft verlangen. Wohlgemerkt, um bewußt dabei die tatsächlichen Machtverhältnisse verschleiern.

      1. Das denke ich nicht, dass dem so ist. Ich hab mal einen kennengelernt (in einem Imbiss, also rein privat, nicht auf irgendeiner Veranstaltung, wo sich die Menschen selbst beweihräuchern), der für „Hilfsprogramme“ der UNO gearbeitet hat. Er hat für sie aus Idealismus gearbeitet. Das hab ich ihm abgenommen. Warum? Das erkläre ich jetzt: Eines Tages hat man ihm aus höheren Etagen gesagt, dass er seinen Job bitte nicht so ernst nehmen möge, da das eh – ich übersetze – eh nur Täuschung der Massen sei und der Sicherung der Interessen westlicher Eliten diene. Daraufhin hat er den Job gekündigt.

        Das heißt man muss immer auch davon ausgehen, dass die Propaganda erst einmal wirkt. So ziehen manche Organisationen, Unternehmen etc. erst einmal Leute an, die wirklich ernst meinen, was die Propaganda verspricht und das dann auch leben wollen.

        Das Erwachen kommt dann erst später. Und je nachdem spielt man das Spiel dann – vll. aus Sachzwängen (Familie, abzubezahlendes Haus etc.) – noch eine Weile mit oder steigt direkt aus.

        1. Schade, der Viewer wusste eine ganze Menge über die UNO zu berichten
          Ich habe überhaupt nur mal eine Frau kennengelernt, die nach eigenen Angaben selbst nicht wusste, warum sie 7500 Ocken dort verdient.

        2. Wenn einer anscheinend so gescheit, so berührt und so interessiert daherschwatzt wie der Herr Sachs und sich dann als Blindgänger in belastbarer Erkenntnis, Ursachenforschung und persönlicher Mitwirkung entpuppt, dann kommt mir das spanisch vor:

          The Origins of COVID-19 and the Urgent Case for U.S.-Sino Cooperation

          Jeffrey D. Sachs is University Professor and Director of the Center for Sustainable Development at Columbia University, President of the UN Sustainable Development Solutions Network, and Chair of the Lancet COVID-19 Commission. Sachs has been advisor to three UN Secretaries-General, and currently serves as an SDG Advocate under Secretary-General António Guterres. You may follow him on Twitter @JeffDSachs.

          https://cirsd.org/horizon-article/the-origins-of-covid-19-and-the-urgent-case-for-us-sino-cooperation/

          Es spielt auch eigentlich keine Rolle ob es sich um Korruption, eine Beschränkung oder eine Mischung von beidem handelt. Sein Wirken war und ist stets zerstörerisch. Außer Vorschlägen wie man das Dreckssystem netter gestalten sollte (das nette Gesicht des Kapitalismus) kommt dabei nix rum.

  16. Einfach mal überlegen, was passiert wäre, wenn Stalin die Rote Armee an der polnischen Grenze hätte anhalten lassen.
    Der Iran und mit ihm der Rest der nichtwestlichen Welt haben keine andere Chance als genau so zu handeln wie Stalin damals.

  17. Schau mal an, Jeffrey hat sich bewegt. Hisbollah und Hamas sind zu entwaffnen. Hört hört. Aber das fordert inzwischen auch die UN. Dahinter kann er nicht zurück.
    Überhaupt: wenn der Angriff auf den Iran völkerrechtswidrig war, dann kann die UNO-Vollversammlung das feststellen. Genau wie sie das nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine tat. Aber das macht sie halt nicht. Sie will den Mullahs keine Legitimation erteilen. Stattdessen ist mit großer Mehrheit der Iran verurteilt worden. Kein einziger Artikel darüber in der deutschen Mullahpresse. Merkt ihr was? Dann halt Mena-Watch:
    https://www.mena-watch.com/un-sicherheitsrat-resolution-verurteilt-iran/

    Natürlich werden alle dem obigen Text zustimmen, das klingt vernünftig. Aber man kann das nur schreiben, wenn man 47 Jahre lang Scheuklappen aufhatte. Die Vernichtung des Staates Israel ist seit 47 Jahren oberstes Staatsziel der Iraner. Da sind keine Verhandlungen möglich, davon werden die niemals abrücken. DAS SIND NAZIS, Jeffrey.

    Ich weiß nicht, ob die Jüngeren noch den Roman Biedermann und die Brandstifter gelesen hat. Biedermann ist Vermieter und weiß, dass sich Brandstifter in der Gegend einmieten. Da melden sich zwei Männer, die von Anfang an nicht unverdächtig sind. Der Verdacht erhärtet sich immer mehr und am Ende trägt Biedermann ihnen gar das Benzin auf den Dachboden. Der Leser denkt, das darf doch nicht wahr sein, dass die tatsächlich…, Aber es ist so. Biedermann kapiert es, als der Dachstuhl in Flammen steht.
    Natürlich waren damit die Nazis gemeint. Aber die Biedermänner gibt es auch bezüglich der Mullahs. DAS wäre mal Lektüre für Sybil unf Jeffrey.

    1. Das ist ja auch richtig so.
      Die Biedermänner haben in den Sechzigern dem Bubis den Keller aufgeschlossen, damit seine Schergen die Installationen zerschlagen konnten.
      Die Iraner sind ein kluges Völkchen.
      der Viewer sagt das schon seit über 50 Jahren und hatte natürlich auch hier recht.

      1. Ja was denn sonst? Warum musste Omid Nouripour „Tod Israel“ vor dem Unterricht brüllen?

        Eine Zusammenfassung von Grok:

        Ja, Ayatollah Ali Khamenei hat mehrfach in sehr klarer und direkter Form die Zerstörung oder Auslöschung Israels (meist als „zionistisches Regime“ bezeichnet) gefordert oder als unvermeidbar dargestellt.Er hat das nicht als direkte militärische Drohung mit sofortigem Angriff formuliert, sondern meist ideologisch-religiös begründet und als langfristiges Ziel der Islamischen Republik Iran präsentiert. Hier die wichtigsten dokumentierten Beispiele:Er nannte Israel wiederholt einen „krebsartigen Tumor“ (cancerous tumor), der „unzweifelhaft entwurzelt und zerstört werden wird“. Das sagte er u. a. in einer Rede am Al-Quds-Tag 2020 sehr explizit.
        2014 veröffentlichte sein offizieller Twitter-Account einen 9-Punkte-Plan zur „Eliminierung Israels“ (elimination of Israel), inklusive der Aussage, das Regime habe „keine Heilung außer der Vernichtung“.
        In einem 2015 erschienenen Buch mit dem Titel „Palestine“ legte er dar, warum und wie Israel ausgelöscht werden müsse, und beschrieb einen „praktischen und logischen Mechanismus“ zur Beseitigung des israelischen Regimes.
        Schon früher (2000/2001) erklärte er: „Der Krebsgeschwür genannte Israel muss aus der Region entwurzelt werden“ und sprach von der „Eliminierung Israels aus der Region“ als Mission der Islamischen Republik.

        Khamenei unterscheidet dabei oft zwischen dem „zionistischen Regime“ (das er vernichtet sehen will) und den Juden als Volk – er betonte z. B. 2020, er wolle nicht alle Juden vernichten, sondern das „aufgezwungene Regime“ abschaffen.Die Formulierungen wie „uprooted and destroyed“, „eliminated“, „annihilated“ oder auf Deutsch „vernichtet“, „zerstört“, „aus der Region entfernt“ kommen in offiziellen Übersetzungen seiner Reden, Tweets und seiner Website (khamenei.ir) immer wieder vor.Zusammengefasst:
        Ja – Khamenei hat die Auslöschung/Zerstörung Israels (des Staates als zionistisches Regime) wiederholt und öffentlich als Ziel propagiert. Das ist keine Erfindung westlicher Medien, sondern findet sich in seinen eigenen Verlautbarungen über Jahrzehnte hinweg.Hinweis zu 2026: Khamenei ist nach aktuellen Berichten (Stand März 2026) durch US-israelische Militärschläge getötet worden, weshalb seine früheren Aussagen nun rückblickend diskutiert werden.

        1. Aber das ist doch das Ziel, die Beseitigung Israels muss vorangetrieben werden als oberste Prämisse.
          Haben sie das immer noch nicht geschnallt.
          Der Viewer weiß das seit 1974, vielleicht ja auch schon etwas früher, aber sie merken wohl gar nichts.
          Israel hat uns den 3.Weltkrieg beschert!
          Die Iraner kann ich zwar auch nicht besonders leiden, aber die gefährden nicht ihre Nachbarn und lassen alle in Ruhe machen.
          Bin gespannt, wenn Israel die erste Atombombe geworfen hat, was sie dann hier für einen Schmonzes noch schreiben werden…
          Sie sind jetzt mein erklärter Feind in diesem Forum!
          Ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass wer mit KI arbeitet sowieso raus ist.

        2. Artur_C
          heute 13:21 Uhr

          Ja was denn sonst? Warum musste Omid Nouripour „Tod Israel“ vor dem Unterricht brüllen?

          Gibts dafür eine Quelle?
          Ich finde genau zwei Belege von einem gewissen Artur_C bei Overton aus dem Jahre 2024.
          Google KI stuft das als Desinformation und üble Nachrede ein…

        3. @Artur 13:21 Vielzuviele Worte!
          Es geht dem Iran, der Iranischen Regierung nicht um die Vernich -tung Israels, sondern um die Vernichtung der zionistischen Regierung(en)!

      2. Du stiehlst wem Anderes das Land. Dann weißt Du, dass das ein Verbrechen ist, also heißt es Vorwärtsverteidigung. Ergo stilisierst Du Dich zum Opfer. „Die Widersacher wollen Dich vernichten“ erzählst Du allen. Und schon ist vom Eigentlichen abgelenkt. Nicht Du der Dieb stehst im Fokus, sondern der Widersacher. Du bist nur das Opfer und „verteidigst“ Dich nur. Manipulation at its best. Der Westen war schon immer Meister darin sich als Gewalttäter als Opfer zu präsentieren.

    2. Vor allem sollte mal der größte Unruhestifter in der Region – Israel – entwaffnet werden. Wer einen Völkermord verübt, hat wohl kaum verantwortungsbewussten Umgang mit Waffen.

  18. Herr Sachcs hat viele Ratschläge zu regionalen Konflikten. Sein Fokus liegt nun auf dem Iran, und er hat einen Fünf-Schritte-Plan entwickelt.

    Ich bin sicher, er hat seinen Fünf-Schritte-Plan für die Ukraine bereits verkündet, und der erste Punkt lautet: „Beendigung der bewaffneten Aggression“. Ich habe versucht, diesen Plan von Herrn Sachcs zu finden, leider ohne Erfolg.

  19. Gut gebrüllt, Löwe, aber…

    1. Entwaffnung von Hamas hat bisher nicht funktioniert. Von Gaza aus kam der 7. Oktober. Dann hat Israel tabula Rasa gemacht. Es geht wegen der Entwaffnung der Hamas nicht weiter. Gast wird weitgehend besetzt bleiben und die Bevölkerung am Existenz Minimum gehalten werden.

    2. Entwaffnung von Hisbollah hat bisher nicht funktioniert. Von Libanon kam nun Beschuss. Drohungen, Beirut werde bald eie Gaza aussehen, wurden ignoriert. Weiteres siehe 1.

    3. Begrenzung der Nuklearanreicherung hat nicht funktioniert. Niemand reichert für zivile Zwecke auf 60% an. Der Iran hat die Zerstörung Israels als Staatsziel.

    4. Begrenzung Raketen hat nicht funktioniert. In Katar, Emiraten und Saudi-Arabien ist man fassungslos, zumal es sich um Muslime und den Ramadan handelt. Die Israelis kennen es schon, siehe 1 und 2.

    5. Der Iran steht nach der Weltherrschaft. Der alte saudische König: „Der Schlange den Kopf abschlagen“. Nicht nur Israel ist betroffen, auch die nicht schiitischen Muslime. Die Abweichler würden notfalls auch nuklear niedergemacht.

    China hält sich zurück. Russland unklar.

    Die Eskalation dürfte vorerst wirtschaftlich sein, mit Gas und Ölpreis extrem steigend. China verbietet zur Sicherung der Nahrungsmittel Düngemittelexporte. Thailand und Philippinen 4 Tage Woche, Homeoffice, und anderes. IEA fordert Einschränkungen des privaten Kraftfahrzeugverkehrs.

    Die deutschen haben im Winter bei 25 €/Mwh die Gasspeicher leergemacht bis 21%, nun dürfen sie bei 65 €/Mwh füllen. Demnächst bis 200 €/Mwh. Da müssen dann Entwicklungsländer aufhören, für Gas zum Kochen mitzubieten.

    Keiner soll frieren, ohne auch zu hungern !

    Ansonsten: Der Iran hat eine Anfrage zu Rammstein gestellt. Ist eine der angekündigten „Überraschungen“ eine Rakete auf Rammstein ? Die NZZ schätzt die Reichweite bis 3000 km. Demnächst grosses Feuerwerk in Deutschland ?

    1. Alles substanzlos und eigentlich nur gelogen.
      Die Iraner können Ramstein nicht beschießen, weil ihre Raketen nicht diese Reichweite haben.
      Du bist auch so ein elender Israeljünger wie Artur_C.
      Israel wird fallen und der Viewer und ich freuen uns schon darauf.

      1. Siehe hier:

        https://en.wikipedia.org/wiki/Qased_(rocket)

        Angeblich wurde November 2025 von der Iranischen Nachrichtenagentur Tasnim Reichweite von 10.000 km behauptet.

        Für die Mittelstreckenraketen wird auch eher 3000 als 2000 km angenommen, das reicht für Ramstein.

        https://en.wikipedia.org/wiki/Shahab-3
        https://en.wikipedia.org/wiki/Shahab-4
        https://en.wikipedia.org/wiki/Khorramshahr_(missile)

        TV Bericht

        https://www.n-tv.de/politik/Irans-Botschafter-konfrontiert-Berlin-mit-Nutzung-von-Ramstein-durch-USA-id30490524.html

    1. Genau. Wunschvorstellungen kann jeder formulieren; ein realisierbarer Plan ist etwas ganz anderes. Die Frage ist immer, welche Kräfte in der Lage sind oder wären, Pläne auch durch- und umzusetzen. BRICS ist in diesem Kontext eher eine Schimäre, weil alles andere als eine einheitliche Kraft mit durchgehend eigenen Interessen. Und leider ist die Umsetzung einer Zweistaaten-Lösung heute auch nicht mehr als sehr naives Wunschbild. Vor 30 Jahren noch machbar, aber was hat sich seitdem alles ereignet.

  20. Interessante Meinungsäußerung von J Sachs.
    Ich sage interessant, aber nicht unbedingt stimmig oder gar neutral.
    Warum?
    J Sachs betont, daß allgemeine weltweite Empörung die Konflikte beenden müsste. Das glaube ich nicht. Nur entweder ungeheurer ökonomischer Druck oder aber direkter militärischer Zwang können Israel und die USA zum Rückzug zwingen, Fahnen schwenken wird genau gar nichts bewirken. Da der Iran die militärische Gewalt nicht aufbringen kann, hat er den asymmetrischen Widerstand gewählt, nämlich die Erzeugung hoher ökonomischer Verluste weltweit. ALLE werden bluten müssen, damit ALLE diesen Krieg beenden wollen.
    Was ich für noch wichtiger halte: J Sachs fordert die Entwaffnung der Palästinenser, des Irans, der Hisbollah usw. – aber KEINE Entwaffnung Israels und KEINE internationale Kontrolle des israelischen Waffenarsenals? Dann würde die ständige militärische und vor allem atomare Bedrohung des Irans also NICHT beseitigt? Das ist für mich nicht einfache Blauäugigkeit. Damit fällt dieses gesamte Konzept für mich unter U-Boot-Strategie.

    J Sachs ist für mich gestorben. Hat in vielen Artikeln bei mir zuerst Verständnis und auch Anerkennung erworben. Aber jetzt sowas.,,

  21. Das Problem sind meist sogenannte „Bündnisverpflichtungen“ und „moralische Verpflichtungen“, die angeführt werden und Konflikte eskalieren lassen. War schon im 1. und 2. WK so und ohne diese wären beide keine Weltkriege geworden. So auch im Fall Irael – Iran, der nur ein Krieg zwischen Israel und Iran ist.
    Lösung: wer ohne Not einen Krieg anfängt – in dem Fall Israel – der soll ihn auch selbstständig und ohne Rückendeckung und Involvierung Dritter austragen. Wenn er schief geht, dann sollte das eine Lehre sein.
    Somit wäre der Krieg sehr schnell beendet, wie auch der in der Ukraine schon längst beendet wäre und erst gar nicht losgegangen wäre ohne den US-geführten Maidan-Putsch.

  22. Der Iran ist schon dabei Punkt 3. umzusetzen.
    Wer in Yen bezahlt darf die Meerenge passieren.
    Insofern ist der Iran auf dem besten Weg für Frieden zu sorgen.

    Auch der Punkt 1. Abzug aller Amerikanischen Truppen wird vom Iran proaktiv umgesetzt.

    Der Rest vom Sachs Vorschlag sollte man kritisch betrachten:

    Punkt 2 ist Blödsinn. Israel sollte seine Atomwaffen zuerst abgeben müssen. Man gewinnt keinen dauerhaften Frieden durch einseitige Abrüstung. Das sollte Herr Sachs eigentlich wissen.

    Das gleiche gilt für Punkt 5:
    Wer eine Entwaffnung von Hamas und Hisbolla fordert, sollte auch eine Entwaffnung der Israelischen Siedler und der israelischen Armee fordern.

    Punkt 4 die zwei Staatenlösung:
    Ein militaristisch, fanatisch religiös organisierter rassistischer Apartheidsstaat wie Israel wird niemals Frieden geben. Eine friedliche 2. Staatenlösung mit Israel ist nicht zu machen.

    Man kann aber auch Staaten auflösen und kann neue gründen. Ein Beispiel dafür ist Deutschland nach 1945.

    Ich schlage vor:
    Jeder Israeli der ein palästinensische Familie aus Gaza in sein Haus aufnimmt erhält Bleiberecht. Der Rest eignet sich nicht für die friedliche Koexistenz und darf ins Reich des freien Raubrittertums, den USA auswandern.

  23. Nur zur Erinnerung: Israel hat sich schon mal aus dem Sinai und aus Gaza zurückgezogen.
    Und wer dort was ernsthaftes mit Frieden hinbekommt wird umgenietet, s. Sadat und Rabin.

    Derart verballerte Konfliktparteien werden einen Scheiß auf das Geschreibsel geben.

  24. Die 5 Punkte klingen ja alle logisch und schön und gut. Doch wenn man sich jeden einzelnen davon vornimmt und betrachtet, wie realistisch eine Umsetzung bei den beteiligten Aggressoren ist, wird einem schnell klar, dass das eine äußerst schwierige Prozedur werden dürfte.
    Da wäre ja die diplomatische Beilegung des Ukraine-Konflikts ein Ponyhof im Vergleich, denn hier wäre die Logik maximal 2 Punkte und schon wären sich die Konfliktparteien einig. Aber selbst da wird ja nach Kräften vom Westen, allen voran der EU Störfeuer verbreitet….

    1. “ Wer noch nicht von den Reichen in Berlin verdrängt wurde…“ Wer in Berlin schon jetzt von afrikanischen und orientalischen Drogendealern, von aggressiven Bettlern, durchgeknallten Messerstechern, vollgekotzten, vollgeschissenen und vollgepissten U- Bahnhöfen, Taschendieben, Trickbetrügern, Clankriminaltät, sowie einer korrupten, komplett unfähigen links- grünen Politikerbande verdrängt wurde, wird diese Demo gegen den Irankrieg vollständig am Arsch vorbeigehen.

  25. Der 0. Schritt sollte sein, Israel und die USA an die Kette zu nehmen oder besser gleich wegzusperren. Ein Waffenstillstand ist ein Witz (siehe als Beispiel auch Ukraine).

    Irgendwie fehlt mir auch in dem Artikel auch nur der Ansatz von Widergutmachung (wenn das überhaupt möglich ist) seitens USA und Israel. Der Iran hat einen enormen Schaden erlitten, und fast alle Anrainer haben gelogen (Nutzung des eigenen Luftraums durch USA und Israel) bzw. die Angreifer unterstützt durch Duldung derer Akrivitäten

    1. Der Westen hetzt die „Blut und Boden bis zum letzten Mann“ Banderisten gen Osten….
      Der Osten hetzt die „Jihad bis zum letzten Mann“ Mullahs und Konsorten gen Westen…

      Warum Moskau von Washington beschiessen wenn es auch aus Kiev geht ?
      Warum Ramstein aus Moskau beschiessen, wenn es auch von Teheran geht ?

      Die Stellvertreterkriege haben das Potential zur Eskalation.

  26. Jeffrey Sachs hat vollkommen Recht. Am Ende dieses Krieges wird nicht die regionale Hegemonie Israels stehen, und auch keine erweiterte Hegemonie der USA über ganz Westasien, sondern der weitgehende Rückzug der USA aus der Region.
    Wir reden in Europa ständig davon, dass gewaltsame Grenzverschiebungen ein Tabu sein müssen, und es wäre zu schön, wenn das den Tatsachen entspräche, Stichwort Ukraine. Nur gibt es dort einen erheblichen Unterschied, der den Verweis auf das Völkerrecht nicht falsch macht, der aber doch zentral ist: Russland ist eine tatsächliche Großmacht, schon allein geografisch, aber auch demografisch. Israel erfüllt keine der beiden Voraussetzungen, um Großmacht zu sein, benimmt sich aber so. Die notwendige Folge ist eine aggresive, offensive, präventive Politik inkl. der militärischer und geheimdienstlicher Mittel, weil Israel, so groß wie Hessen, von potentiellen und tatsächlichen Feinden und Gegnern umgeben und mit einer Bevölkerung von nur 9 Millionen Menschen, keine massiven Schläge seiner Gegner verkraften kann, weder demografisch noch geografisch. Wäre Russland in der Ukraine in einer ähnlichen Lage, bei einer möglichen Wendung des Kriegsgeschehens einer drohenden vollständigen Eroberung und seines Endes gegenüberzustehen, würde es auch sehr viel aggressiver und schneller die Dinge zu den eigenen Gunsten entscheiden zu suchen, und zwar mit allen Mitteln. Geo- und demografische Großmächte können eine Menge Schmerzen absorbieren, notfalls Gebietsverluste, Hunderttausende Verluste und erhebliche Zerstörung. Deshalb kann Russland auf den Faktor Zeit setzen, Israel kann das nicht. Es muss bei allem was es tut, besonders den Kriegen, die es führt, mit allen Mitteln die schnelle Entscheidung suchen. Die Politik eines Landes wird schon immer durch seine Geografie und Demografie bestimmt. Das macht es so gefährlich, wenn ein kleines Land wie Israel hegemoniale Großmacht sein will. Vor allem wird das am Ende nicht funktionieren, ganz gleich was kommt. Israel kauft sich mit kriegerischer und hegemonialer Politik nur Zeit, ohne aus dem Dilemma herauszufinden, dass Gewalt nur noch mehr Gewalt und Feindschaft nur ewige Feindschaft nach sich zieht. Im Interesse des israelischen Volkes kann nur eine auf friedlichen Ausgleich mit den Nachbarn gerichtete Politik sein, die Aufgabe hegemonialer Ansprüche und gewaltsamer territorialer Ausdehnung. Es steht jetzt schon einer mehr als 20fachen demografischen Übermacht in der Region gegenüber, und dieses Problem wächst absehbar weiter. Ob das wohl auch Netanjahu weiß? Die USA werden Israel nicht mehr in der Weise unterstützen, dass sie die hegemonialen Kriege Israels in der Region vorbehaltlos unterstützen. Die traditionell immer schon stark pro-israelische Stimmung in der US-Bevölkerung hat sich bereits drastisch gewandelt. Wahrscheinlich deshalb jetzt dieser Angriff, es war für Netanjahu der „jetzt-oder-nie mehr“- Moment. Biden hatte ihn ja noch öffentlichkeitswirksam aus dem Weißen Haus verbannt, auf den hatte er erheblichen Druck ausgeübt, endlich diesen Krieg zu führen. Mich überrascht nur, wie mies der vorbereitet worden ist angesichts der Tatsache, dass Netanjahu diesen Krieg seit über 25 Jahren will.

  27. Ist ja alles ganz richtig und zielführend – es gibt nur niemanden in USraels Regierung, der diesen Krieg beenden möchte, sie wollen ihn nur „gewinnen“!
    Und das ironische „nur“ bedeutet, dass es alles noch viel schlimmer werden wird. Nicht für den Iran, da kann es schlimmer kaum werden… sondern für den Rest der Teilnehmer, nebst der Welt die wir „unsere“ nennen.

    Sollte sich allerdings auf irgendeiner West-Demo (für oder gegen diesen Krieg – spielt keine Geige) jemand selbst in die Luft sprengen, DANN wird es tagelange Schlagzeilenfluten und Friedens-TV-Features geben als gäb´s kein Morgen – versprochen.
    Der Iran ist ja sooo weit weg, dass es hier kaum wen tangiert, außer wenn er gerade Tanken muss.

  28. Leider ist aktuell sehr viel wahrscheinlicher, dass unsere Epstein-Freunde und Blackrock-Kanzler es noch eher israelische Mini-Atombomben regnen lassen würden, als im Mindesten Zweifel an ihrer gottgewollten Integrität und ihren mafiösen Geschäftspraktiken aufkommen zu lassen, weil dies auch unserer eigenen Rüstungsindustrie schaden würde und davon ab hängen ja auch die einzigen, noch verbliebenen Arbeitsplätze. Es wird also höchste Zeit, dass wir selbst wieder Mini-Atomreaktoren zur Massenproduktionsreife verhelfen.

  29. Neuestes: Iran schiesst zwei Raketen auf US Basis Diego Garcia, 4000 km.

    Ramstein sind nur 3000 km. Gestern wurde mein Hinweis auf Ramstein oben 11:42 noch mit „alles gelogen“ und „Israeljünger“ kommentiert. Die NZZ hatte bereits vor einiger Zeit 3000 km vermutet.

    Das dürfte natürlich amerikanische Vorwürfe, der Iran könnte in Kürze Amerika bedrohen, erheblich bestärken.

  30. “ Kein Land in der Region will, dass Israel so weiter wütet wie bisher,“

    doch. Ganz offensichtlich Israel. Oder tun die, was sie gar nicht wollen?

    Und neben Israel ist es auch GB und US (bzw. dere Finanzeliten). Und das macht die Sache leider so heiß.

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