
Frieden ist das Gegenteil von Hysterie, blindem Aktivismus, Eskalationsrhetorik und Aufrüstungswahn. Er verlangt Klarheit über Risiken, politische Stärke, das Überwinden ideologischer Narrative und den Mut zum Dialog.
In ihrem neuen Buch »Frieden – wie geht das?« suchen Klaus von Dohnanyi und Erich Vad nach Wegen aus der Gefahr hin zum Frieden. Sie plädieren für rationalen Gefahrensinn und politische Klugheit – auf der Grundlage eines nüchternen Verständnisses von Geopolitik und Macht. Denn Frieden entsteht durch Augenmaß und Vernunft. Das Buch ist die transkribierte Fassung eines Gespräches, das sie im Februar 2026 in Hamburg geführt haben. Wegen der Entwicklung der weltpolitischen Lage haben sie diesen Dialog durch weiteren, teilweise täglich, auch fernmündlich geführten persönlichen Austausch im März und im April 2026 erweitert; insbesondere wurde entsprechend der politischen und militärischen Entwicklungen gegebenenfalls aktualisiert und ergänzt.
Klaus von Dohnanyi: Lieber Herr Vad, willkommen zu unserem zweiten Gespräch. Die Lage hat sich seit unserem ersten Treffen [von Dohnanyi/Vad: Krieg oder Frieden, Westend Verlag, 2025] natürlich fortentwickelt, oder, wie »Ihr« Clausewitz wohl sagen würde: Eines ist sicher beim Thema Krieg, es lässt sich nichts vorhersagen. Wir hatten deshalb und wir mussten deshalb bisher ein entscheidendes Thema aussparen: Wie macht man Frieden in Europa? Was braucht es dazu? Und, da ist gar kein Zweifel, man muss ihn machen unter Einbeziehung der Russischen Föderation. Wenn Sie die Russische Föderation, wenn Sie Russland als Nation ausschließen von diesem Prozess, wird es nie Frieden in Europa geben.
Erich Vad: Richtig. Frieden, wie geht das? – Die entscheidende Frage. Zur Suche nach einer Antwort haben wir auch historische Vorläufer: Denken Sie zum Beispiel an Ronald Reagan. Er hat die Sowjetunion mal als das »Reich des Bösen« bezeichnet und eine sehr starke, antisowjetische Außenpolitik gefahren, Stichwort SDI und alles das andere. Aber er hat sich später auch mit Gorbatschow zu Friedensgesprächen 1985 in Genf und dann, 1988, auf Governors Island getroffen, und diese beiden Männer – starke politische Führer, die man für den Frieden braucht – haben den Kalten Krieg beendet. Über das »Wie« müssen wir uns unterhalten, Stichwort Geopolitik, Interessenspolitik, Kriegswirtschaft, Informationskrieg und einiges mehr.
»Die Ukraine hat bis heute nirgendwo ein Interesse gezeigt, das Ziel NATO Beitritt öffentlich zu streichen«

Klaus von Dohnanyi: Ja, trotzdem die Frage vorweg, lieber Herr Vad, wir teilen die Sorge um den Frieden, und wir wissen, dass diese Sorge auch begründet ist. Und dennoch: Tragen wir nicht selbst zu dieser Sorge auch durch unsere Debatten bei? Vor einigen Wochen berichtete eine große deutsche Zeitung, dass etwa jeder fünfte junge Deutsche sich mit Auswanderungsplänen beschäftige. Der Grund: Kriegsangst. Gelingt es uns eigentlich, durch unsere Gespräche ein Vertrauen in den Frieden zu stärken?
Erich Vad: Ich denke schon, Herr von Dohnanyi. Viele Menschen beschäftigt das Thema »Krieg«, auch deshalb, weil die tägliche undifferenzierte Kriegsrhetorik und Kriegstreiberei kaum zu überhören ist. Wir hatten in unserem ersten Gespräch die Frage »Krieg oder Frieden«. Aus meiner Sicht haben sich Deutschland und auch Europa politisch für den Kurs der Eskalation mit Blick auf Russland entschieden. Der deutlichste Ausdruck für mich ist die Bereitschaft, die Ukraine in die EU aufzunehmen. Wie sehen Sie das, Herr von Dohnanyi?
Klaus von Dohnanyi: Das sehe ich genauso, Herr Vad. Wir sind meiner Meinung nach in einer typischen Situation, in der wir in die Interessenlage der Ukraine, in ihre Auseinandersetzung mit Russland hineingezogen werden sollen. Die Ukraine konnte das nicht erreichen über den Weg der NATO-Mitgliedschaft. Dieses Ziel war ja die Entscheidung, die die Ukraine schon im Jahr 2019 getroffen hatte, nach dem Motto: Ja, wir wollen in die NATO, damit wir sozusagen die NATO einbeziehen können in unsere Auseinandersetzung mit Russland. Das hat nicht geklappt. Jetzt ist klar, dass die Ukraine nicht in die NATO kommt, und nun möchte sie so schnell wie möglich in die EU eintreten, um auf dem Weg über den Artikel 42 des EU-Vertrages ganz Europa in eine mögliche militärische Unterstützung der Ukraine hineinzuziehen. Die Ukraine hat bis heute nirgendwo ein Interesse gezeigt, das Ziel NATO Beitritt öffentlich zu streichen.
Erich Vad: Das Gefährliche für die europäische Sicherheit ist tatsächlich die Beistandsverpflichtung, die mit dem EU-Beitritt verbunden ist, so ist der von Ihnen erwähnte Artikel 42 in seiner Bindungswirkung viel stärker als die entsprechende Verpflichtung im NATO-Vertrag. Das Problematische ist, dass wir ab einer Aufnahme der EU, dass wir zu diesem Zeitpunkt zu einer Art »Geisel« der Ukraine werden – wir als Europäer, denn jeder kleine Grenzzwischenfall dort mit Russland kann eskalieren und zum Bündnisfall werden. Wir holen uns damit das russische Problem in das Bündnis, also in die EU als Bündnis der Europäer. Das ist die große Gefahr, die viele nicht sehen, manche nicht sehen wollen. Außerdem können weder in die NATO noch in die EU Krieg führende Parteien aufgenommen werden.
Klaus von Dohnanyi: Ja, der Versuch der Ukraine, Europa einzubinden in den Konflikt der Ukraine mit der Russischen Föderation, dieser Versuch soll jetzt laufen über eine Mitgliedschaft der Ukraine in der EU. Dabei geht es um mehr als eine Kriegsgefahr: Eine Ukraine in der EU würde jede Aussöhnung mit Russland in der Zukunft blockieren. Und diese Aussöhnung wäre doch entscheidend für die Zukunft Europas.
»Die EU hat es vier Jahre lang selbst verpasst, den Prozess durch Gespräche mit Russland und den USA so zu befördern«
Erich Vad: Es ist natürlich aus der ukrainischen Interessenlage heraus so, dass man das durchaus nachvollziehen kann: eine Sicherheitsgarantie, um perspektivisch nicht wieder in die Situation zu kommen wie im Februar 2022. Die große Frage ist nur, ob das der richtige Weg ist. Die Amerikaner würden das, denke ich mal, den Europäern überlassen oder uns vielleicht sogar aufbürden, weil es aus der amerikanischen Perspektive auch die Möglichkeit gibt, in Europa, nach dem Motto »divide et impera«, weiterhin politische Gestaltungsfreiheit zu haben. Also, für sie ist es sehr vorteilhaft. Für Europa ist es hochgradig gefährlich, ein Krieg in Europa würde vor allen Dingen Deutschland, das Zentrum Europas, massiv tangieren.
Klaus von Dohnanyi: Wir haben den Krieg ja schon in Europa, wenn sie es geografisch betrachten. Aber wir haben ihn noch nicht in der EU. Das ist natürlich der Punkt, auf den es jetzt hinausläuft: Die Ukraine möchte uns gerne, wie sie es mehrfach versucht hat – zum Beispiel über die NATO und über Waffenlieferungen – in eine Situation bringen, in der Europa ein Teil des Krieges mit Russland wird. Das ist nicht nur für Europa hochgefährlich, sondern es blockiert auch für alle Zukunft friedliche Beziehungen zu Russland.
Erich Vad: Das Gefährliche ist jetzt auch bei den Verhandlungen zum Waffenstillstand, den trilateralen Gesprächen, die in Genf liefen, dass die ukrainische Seite es versucht, die EU-Mitgliedschaft in dieses jetzt in Arbeit befindliche Friedensabkommen zu integrieren.
Klaus von Dohnanyi: Ja. Weil man auf diese Weise eine neue Form von zusätzlicher Sicherheit erzwingen will.
Erich Vad: Ja, richtig, und da ist die Frage, ob man nicht Wege einer privilegierten Partnerschaft oder andere Wege findet, eine Art Sicherheitsgarantie auszusprechen; ob das zum Beispiel am Ende die Amerikaner nicht auch übernehmen könnten, aber das sehe ich nicht unter Trump, er wird sagen, das ist eure Sache. Die Europäer scheinen politisch, bis auf einige Abweichler wie ehemals Viktor Orbán und Fico aus der Slowakei, auch dazu bereit zu sein. Wobei, es gibt Mitgliedsländer wie die Niederlande und Dänemark, die diesen Prozess der EU-Mitgliedschaft bremsen. Wenn ich mich so umhöre, unter Experten, geht man nicht davon aus, dass Selenskyjs Wunsch, 2027 schon Vollmitglied zu werden, realistisch ist, aber es gibt sehr viel politischen Druck in diese Richtung vonseiten der EU-Kommission. Übrigens, die EU hat es vier Jahre lang selbst verpasst, den Prozess durch Gespräche mit Russland und den USA so zu befördern, dass sie in Genf mit am Verhandlungstisch zu sitzen gekommen wäre.




Das Dohnanyi fordert das Deutschland und Russland alleine über ein osteuropäisches Land entscheiden sollen wurde dezent in dem Artikel weggelassen:
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Das letzte Mal als Russland (damals SU) und Deutschland alleine über ein osteuropäisches Land entschieden haben war im Jahr 1939, und das ging nicht gut aus.
Vorsicht mit Kommentaren so früh vor 10 Uhr: die angebliche Forderung Herrn von Dohnanyis findet sich in obigem Artikel nicht.
Den Link kann man sich dahin stecken, wo es dunkel, aber nicht windstill ist: er führt ins Leere.
Flutscht bei mir: (Evtl. ist dein Computer kaputt)
$ curl https://video.twimg.com/amplify_video/2064373973740060672/vid/avc1/1180×636/8fzQe8UVgXEL_S0F.mp4 > /tmp/bar.mp4
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/tmp/bar.mp4: ISO Media, MP4 Base Media v1 [ISO 14496-12:2003]
$
Wer hat denn Entscheidungen für „die Ukraine“ zu treffen? Der drogenabhängige „Agent Selenskyj“, der bis zum Ablauf seiner Amtszeit vor zwei Jahren der Präsident des Landes war? Geheimdienstkreise in London? Generäle in Wiesbaden-Erbenheim?
@Vende
Warum verkürzen Sie die Geschichte? Der Zweite Weltkrieg begann nicht am 1. September 1939 mit dem Überfall auf Polen.
Der Zweite Weltkrieg hat seine Ursachen im ökonomischen, sozialen, politischen und demokratischen Niedergang der sogenannten Weimarer Republik. Das war bekanntlich die deutsche Demokratie von 1918 (= Ende des Ersten Weltkrieges) bis zum Ermächtigungsgesetz im Jahr 1933, das den kleinen braunen Adolf Hitler aus Braunau am Inn mit seiner sozialdarwinistischen „Arbeiterpartei“ NSDAP zum bislang größten Diktator der Geschichte machte.
Oder welche Relativierung kommt jetzt: Stalin war mindestens so schlimm wie Hitler, wenn nicht noch schlimmer? Dabei gibt es allerdings einen ganz gewaltigen Unterschied: Stalin wurde nie gewählt, Adolf Hitler schon.
1933 haben 43,9 Prozent der deutschen Wähler(:+INNEN + DIVERS) ihren eigenen Diktator gewählt. Zwölf Jahre später (1945) konnte oder treffender formuliert: wollte sich dann niemand mehr daran erinnern. Da sind dann alle nur „mitgelaufen“ und haben nur „Befehle ausgeführt“ wie das halt so macht, wenn man Millionen „Bolschewisten“, Juden, Polen, Franzosen, Russen, Griechen, Italiener, Pazifisten, Sozialisten, Homosexuelle, Liberale, kritische Schriftsteller, kritische Künstler, Querdenker, Kommunisten, Sozialdemokraten, Sinti/Roma und Schwerbehinderte (aka „lebensunwertes Leben“) ermordet.
Ob auch Lesben im KZ von den ordentlichen, pflichtbewußten, aufrechten, sauberen, anständigen, redlichen, fleißigen, tüchtigen und mehrheitlich „christlichen“ Deutschen ermordet wurden, darüber habe ich bislang keine Quellen gefunden. Schließlich sind Lesben auch homosexuell. Aber damit hatten die ordentlichen, pflichtbewußten, aufrechten, sauberen, anständigen, redlichen, fleißigen, tüchtigen und mehrheitlich „christlichen“ Deutschen offenkundig noch nie ein Problem.
Falls umgekehrt aber ein osteuropäisches Land alleine über die Zukunft Russlands und der EU entscheiden möchte, geht das für dich in Ordnung.
Von F.D.Roosevelt stammt der Ausspruch: „Es gibt keine Zufälle in der Politik. Alles, was geschieht, hat vorher jemand geplant.“
Und der Krieg gegen Russland war geplant. Laut G.Verheugen/ P.Erler „ Der lange Weg zum Krieg“ war es schon in Ansätzen 1993 beschlossen worden, das „ Gemeinsame Haus Europa“ ohne Russland zu bauen. Der deutsche NATO- Generalsekretär M. Wörner und der BRD- Kriegsminister V. Rühl sowie der ehem. BND- Chef und spätere Außenminister K.Kinkel beschlossen damals, die NATO bis an Russlands Grenze auszuweiten und Russland systematisch zu erdrosseln. Schon damals war die Zerschlagung Russlands in Dutzende Vasallenstaaten des Westens das Ziel. Bei den Neocons in den USA und später der Regierung Clinton fanden sie offene Ohren und Unterstützer.
Als Merkel im April 2008 in Bukarest der Aufnahme der Ukraine und Georgiens in die NATO zustimmte, war ihr klar, das das Krieg mit Russland bedeutet. Trotzdem hat sie zugestimmt! Die führende Rolle De( Steinmeier, Fücks, Beck…) beim faschistischen Putsch 2014 in der Ukraine und danach ist bekannt, Auch der von Merkel stolz verkündete Betrug Russland durch Minsk2 ist Teil der Entwicklung….
Die BRD- Eliten haben diesen Krieg aktiv befördert und zählen zu den Einpeitschern schlechthin.
Solange das ausgeblendet wird, ist eine vernünftige Analyse nicht möglich.
Und die herrschende Gangsterbande in Kiew macht das, was ihre Herren in Berlin, Brüssel, London und Langley wollen. Da ist kein eigenständiges Handeln zu sehen. Ein Versuch, die Motive der „Ukraine“ zu enträtseln, ist vergeblich. Einfach mal im Kanzleramt in Berlin die entsprechenden Papiere sichten…Herr Vad sollte das doch wissen!
„Die Ukraine möchte uns gerne, wie sie es mehrfach versucht hat – zum Beispiel über die NATO und über Waffenlieferungen – in eine Situation bringen, in der Europa ein Teil des Krieges mit Russland wird.“
Ich würde den Satz umbauen:
Der MI6 und die CIA wollen Deutschland in einem Krieg mit Russland sehen. die BRD war schon immer das geplante Schlachtfeld für den 3. Weltkrieg.
Tun Sie doch bitte nicht so, als hätte Deutschland irgendein Mitspracherecht.
Europa, EU, Russland und Ukraine und der Krieg werden beliebig durcheinander gebracht.
Entfernung Berlin – Ukraine Frontlinie = 1.700 km, das ist keine Entfernung für diese Art der „modernen“ Kriege
(Tel Aviv – Teheran = 1.600 km)
Die UNO zählt 44 europäische Lander (incl Russland)
Die Europäische Union (EU) hat aktuell 27 Mitgliedstaaten.
UK bestimmt als nicht-EU-Mitglied die EU-Außenpolitik.
Merz & Co. können/wollen keinen Frieden.
Wir sollten uns am System und den Verursachern dieser Zustände abarbeiten, anstatt auf unserem gemeinsamen Nenner (Frieden) immer wieder rumzureiten.
Die Einen (USA) initiieren, befeuern und unterstützen bis heute ohne Unterlass diesen Konflikt, der andere (Zbigniew Brezezinski) hat die „theoretischen Grundlagen“, den Masterplan dafür entworfen. Von Wiesbaden aus wird der Ukraine Krieg geführt, Trump hat ALLE Sanktionen der Biden-Administration bestehen lassen. Die USA haben sich NICHT (NULL) aus dem Konflikt zurückgezogen.
Der grundsätzliche Ursprung und die strategischen Grundlagen dieses Konfliktes, den man auch auf keinen Fall als isoliertes Ereignis betrachten darf, sondern mit Irak, Lybien, Syrien, Venezuela und Iran im Zusammenhang sehen muss , kommt hier nicht vor.
BRD Sozialisierung und US-Softpower Einfluss über Jahrzehnte lassen auch hier nicht zu den richtigen Schlussfolgerungen kommen.
Es ist kein Friede gewünscht. Es hätte längst Frieden erreicht werden können.
Ich befürchte es wird seitens des Westens keine Umkehr zum Frieden geben und wir gehen auf Gedeih und Verderb in den
WK 3.
Gerade erst wurde dee ukrainische Machthaber in London ermutigt die Eskalation mit Russland voranzutreiben.
Macron, Starmer und Merz sind bei den Bevölkerungen, die keinen Krieg wollen, höchst unbeliebt und was bleibt ihnen um an der Macht zu bleiben als Ausweg? KRIEG!
Alle drei sind sie Dampfplauderer besonderer Güte. Zwar werden sie viel politischen Flurschaden und sinkenden Wohlstand bewirken, aber sehr wahrscheinlich keinen Krieg.
Die Projektionen zielen bisher ins Jahr 2030. So wie die Aufrüstung bisher läuft, werden die Armeen bis dahin ebenso wenig kriegstüchtig sein, wie sie es heute sind.
Ohne die USA fehlen den Nato-Länder wesentliche Bausteine moderner Streitmächte.
Unsere Dampfplauderer denken sich, dass wenn die Ukraine schon etliche Jahre durchhalten kann, dann schmettern aufgerüstete Nato-Kleinpartner Russland zu Boden. Aber die Ukraine hat natürlich nur mit der gesammelten Kriegsleistungsmacht der Geberländer und besonders der Aufklärungstechnik der USA durchgehalten.
Und Russland versagt sich bisher der von über Nato-Ländern ausgehenden Luft- und Weltraumaufklärung auf die Zehen zu treten. Wenn Nato-Länder tatsächlich in den Krieg eintreten würden, wäre dieses Tabu natürlich vom Tisch und wir würden sehr schnell erfahren, wie sehr unsere gefühlte Stärke von Elektrizität und tadellos funktionierender digitaler Welt abhängig ist. Man erinnere sich an die über Wochen stromlosen Teile Berlins.
Alles was die Nato-Helferlein effektiv beisteuern würden, wären weitere Körper. Fraglich, ob der Russenhass so weit vertieft wurde, dass sich da viele Ressourcen auftreiben lassen werden.
Der Ukrainekrieg steht und fällt weiterhin mit der US-Unterstützung. Wenn Nato-Staaten in den Krieg eintreten, wird ihnen noch schneller das Geld für Waffenkäufe aus den USA ausgehen, als es bisher schon der Fall ist. Der Trick, das russische in Europa eingefrorene Vermögen zu verscherbeln, funktioniert nicht ewig. Wenn die USA zum Schluss kommen, dass sie mit Russland bessere Rohstoffgeschäfte machen können, als mit den Nato-Partnern Waffengeschäfte, gibt’s keine Aufklärungsdaten mehr und der Krieg ist in wenigen Wochen vorbei.
@Prilblume
„Alle drei sind sie Dampfplauderer besonderer Güte.“
Das mag stimmen, macht sie aber nicht ungefährlicher um uns trotzdem in den Abgrund zu reissen.
Wenn ich mir die Kriege der NATO in der Ukraine und gegen den Iran anschaue, habe ich den Eindruck, dass so eine Art „Dauerkrieg auf niedrigem Niveau“ etabliert werden soll.
Also kein Frieden und auch kein „totaler Krieg“, sondern ein Dauerkonflikt, bei dem man aus militärischer Überlegenheit immer mal wieder zuschlägt und Schaden anrichtet. Hier mal eine Raffinerie abfackeln, dort mal einen General in die Luft sprengen.
Was meint ihr?
Der Westen, also der Kapitalismus, braucht den Krieg. Deshalb sind solche Gespräche wie hier zwar nett und lobenswert, aber ergebnislos.
Bei der Geschichte des Zweiten Weltkrieges wird, wie der Kommentar von Frau/Herrn „Vende“ zeigt, immer etwas ganz Wichtiges unter den Teppich gekehrt und zwar die VOR-Geschichte. Der Zweite Weltkrieg ist nämlich am 1. September 1939 ebenso wie der Erste Weltkrieg und der Krieg in der Ukraine nicht vom Himmel gefallen.
Warum haben 1933 bei den letzten „freien“ Reichstagswahlen nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler 43,9 Prozent der anständigen, aufrechten, sauberen, ordentlichen, pünktlichen, redlichen, tüchtigen, fleißigen und mehrheitlich „christlichen“ deutschen Wähler(:+Innen) die NSDAP und ihren eigenen Diktator gewählt, obwohl es kritische und warnende Stimmen gab: Wer Hitler wählt, der wählt den Krieg.
Nach der Wahl im März 1933 waren die sozialdarwinistischen schwarz-braunen Socken enttäuscht darüber, dass sie keine Mehrheit bekommen hatten. Deshalb brachten die schwarz-braunen Socken einen Gesetzentwurf in den deutschen Reichstag ein, der Adolf Hitler zum Diktator ermächtigen sollte. Alle Parteien mit Ausnahme der SPD haben diesem „Ermächtigungsgesetz“ zugestimmt. Nur wenige Tage später wurde die Presse gleichgeschaltet und in der Nähe von München wurde das erste Konzentrationslager errichtet. Dann wurde bis 1939 auf Teufel komm raus aufgerüstet um am 1. September 1939 Polen anzugreifen und am 22. Juni 1941 Richtung Osten zu marschieren und Russland zu überfallen. Bekanntlich kamen die Deutschen nur bis Stalingrad. Danach mussten die anständigen, aufrechten, sauberen, ordentlichen, pünktlichen, redlichen, tüchtigen, fleißigen und mehrheitlich „christlichen“ deutschen Soldaten den Rückwärtsgang einlegen.
Der Unterschied der SPD von damals und der SPD von heute ist: Heute stehen die Anführer der SPD auf der Seite der Kriegstreiber.
Auch die sogenannten „Krankenmorde“ sind 1933 nicht vom Himmel gefallen. (Im Dritten Reich wurden nicht nur Juden, Sinti und Roma, Pazifisten, Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten, kritische Pfarrer und andere Querdenker und Widerstandskämpfer ermordet, sondern auch rund eine viertel Million Schwerbehinderte und Schwerkranke). Auch diese Krankenmorde haben eine VOR-Geschichte und eine ideologische Basis. Dieses ideologische Fundament wurde in der demokratischen Weimarer Republik gelegt und zwar zu einer Zeit als es die NSDAP nicht gar nicht gab.
Der Hitler-Attentäter Georg Elser, der den Krieg verhindern wollte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg über vier Jahrzehnte lang im „wertewestlichen“ Deutschland tot geschwiegen.
Noch Fragen zu Politik, Ökonomie, Soziologie, Euthanasie, Psychologie, Theologie, Rechtswissenschaften, Linguistik und Geschichte? Fragen zu Fußball kann ich nicht beantworten, dieses langweilige Spiel hat mich noch nie interessiert.
„Warum haben 1933 bei den letzten „freien“ Reichstagswahlen nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler 43,9 Prozent der anständigen, aufrechten, sauberen, ordentlichen, pünktlichen, redlichen, tüchtigen, fleißigen und mehrheitlich „christlichen“ deutschen Wähler(:+Innen) die NSDAP und ihren eigenen Diktator gewählt, obwohl es kritische und warnende Stimmen gab: Wer Hitler wählt, der wählt den Krieg.“
Putin wurde trotz oder wegen diverser Kriege immer wieder neu gewählt.
Und bereits vor seiner Präsidentschaft kann man folgendes von Putin zitieren:
„Wenn es einen Satz gibt, der Wladimir Putin noch vor seiner Präsidentschaft berühmt machte, war es dieser: «Wir werden die Terroristen überall verfolgen», sagte der damalige Regierungschef im Oktober 1999, kurz nachdem er den zweiten Tschetschenienkrieg begonnen hatte. «Das heisst auch, dass wir sie im Scheisshaus abmurksen.»“
https://www.nzz.ch/international/terror-in-russland-seit-1999-anschlaege-als-wendepunkte-in-putins-regime-ld.1823482
> Putin wurde trotz oder wegen diverser Kriege immer wieder neu gewählt.
Er wurde wiedergewählt weil er das Land aus der tiefen Armut geholt hat, die in den 1990ern dank Jelzins westlich inspirierter Politik vorherrschte.
> Terroristen … Das heisst auch, dass wir sie im Scheisshaus abmurksen.»“
Wofür ist das jetzt genau ein Beweis, außer Propaganda?
Das Vorgehen und auch die Sprechweise bei Terrorismus findet sich bei den USA ständig, wie zb bei der Ermordung Bin Laden (Obama), Bush Junior redete von Kreuzzug.
@DIRTY OPERATING SYSTEM
Die Fußball-WM müsste abgesagt werden.Fans aus 39 Ländern dürfen nicht in die USA einreisen, ein Schiedsrichter aus Somalia ebenfalls nicht, ein iranischer Trainer darf auch nicht einreisen. Das gab es nichtmal bei der Olympiade 1936.
Infantino ist nur an Kohle interessiert und man darf gespannt sein welche Fans auch aus DE trotz Flug, Hotelbuchung und Ticket für teuer Geld an der Einreise gehindert werden wenn man ihre Handys durchforstet hat.
Ausser Spesen nichts gewesen 🙂
Ich habe in diesem Artikel viele schöne Worte erwartet, aber so schön sind die Worte gar nicht.
Die Autoren sind der Meinung, dass die Ukraine über die EU-Mitgliedschaft versucht, die Europäer in den Ukrainekrieg hineinzuziehen. Vad sieht folgenden Ausweg. „da ist die Frage, ob man nicht Wege einer privilegierten Partnerschaft oder andere Wege findet, eine Art Sicherheitsgarantie auszusprechen“ und „Die Europäer scheinen politisch, bis auf einige Abweichler wie ehemals Viktor Orbán und Fico aus der Slowakei, auch dazu bereit zu sein.“
Um eine Sicherheitsgarantie auszusprechen benötigt man natürlich eine kriegstüchtige Armee. Vad sagte in einem Interview: „Eine Armee, die nicht kriegstüchtig ist, die kann man sich sparen. Nur Kriegstüchtigkeit gewährleistet Abschreckung.“ (Saarbrücker Zeitung „Wir brauchen militärische Stärke und den Dialog mit Russland“ Artikel von Peter Stefan Herbst • 8Mon).
Der Weg zum Frieden geht bestimmt nicht über Sicherheitsgarantien und Abschreckung. Die NATO und alle ihr Mitglieder müssen einsehen, dass dieser Krieg sie gar nichts angeht, und dass sie sich nicht in jeden Krieg einmischen dürfen, den Irgendwelche für völkerrechtswidrig halten. Trump hat das bereits eingesehen.
In die ganzen Kriege, die diese Staaten als Krieg gegen den Terror wahllos gegen ihnen missliebige Länder führten, haben sich China und Russland nicht eingemischt. Das wäre der Weltkrieg gewesen und hätte das Ende der Welt bedeutet.
Die Ukraine hat diese Krieg provoziert. Sie wollte den separatistischen Donbass zurückerobern und die russischsprachige Bevölkerung daraus vertreiben, weil diese durch ihr Abstimmungsverhalten bei Wahlen den EU und NATO Beitritt blockierte. Und nun hat sie den Krieg verloren und muss in Bälde kapitulieren und die Bedingungen annehmen, die ihr Russland diktiert. So geht Krieg eben. Anders gibt es niemals Frieden.