Fehlentscheidung: Die NATO als Friedensausgezeichnete

Gerard ter Borch, Public domain, via Wikimedia Commons

Die geplante Verleihung des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens an die NATO ist eine falsche Entscheidung.

Die „Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe“ (WWL) hat am 5. November 2025 bekanntgegeben, dass der Friedenspreis 2026 an die NATO verliehen werden soll.

Der WWL-Vorsitzende Reinhard Zinkann sagt dazu der Redaktion der Westfälischen Nachrichten, wohl als Begründung: “Ohne dieses Bündnis würden wir das heutige Europa vermutlich nicht mehr so vorfinden – und in Zukunft ein sehr verändertes Europa erleben.“

Ob Zinkann mit seiner Einschätzung Recht hat oder nicht, ist nicht Gegenstand der nachstehenden Betrachtung.

Es geht vielmehr um die Frage, ob die NATO als Bündnis ausschließlich für Frieden steht und ob das, falls überhaupt, für alle Mitgliedsstaaten gleichermaßen gilt. Nur das würde nämlich einen solchen Preis rechtfertigen.

Die NATO – eine Organisation für Demokratie und Frieden?

Um diese Frage überzeugend zu beantworten, solle man vor allem die Präambel des Vertrages und den Artikel 1 kennen. Darin wird der Maßstab gesetzt, an dem sich das Bündnis in seiner Gesamtheit und auch jedes Mitgliedsland messen lassen muss.

Vertragsgrundlagen

Die Präambel des NATO-Vertrages

„Die Parteien dieses Vertrags bekräftigen erneut ihren Glauben an die Ziele und Grundsätze der Satzung der Vereinten Nationen und ihren Wunsch, mit allen Völkern und Regierungen in Frieden zu leben. Sie sind entschlossen, die Freiheit, das gemeinsame Erbe und die Zivilisation ihrer Völker, die auf den Grundsätzen der Demokratie, der Freiheit der Person und der Herrschaft des Rechts beruhen, zu gewährleisten. Sie sind bestrebt, die innere Festigkeit und das Wohlergehen im nordatlantischen Gebiet zu fördern. Sie sind entschlossen, ihre Bemühungen für die gemeinsame Verteidigung und für die Erhaltung des Friedens und der Sicherheit zu vereinigen. Sie vereinbaren daher diesen Nordatlantikvertrag.“

Artikel 1

„Die Parteien verpflichten sich, in Übereinstimmung mit der Satzung der Vereinten Nationen, jeden internationalen Streitfall, an dem sie beteiligt sind, auf friedlichem Wege so zu regeln, dass der internationale Friede, die Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden, und sich in ihren internationalen Beziehungen jeder Gewaltandrohung oder Gewaltanwendung zu enthalten, die mit den Zielen der Vereinten Nationen nicht vereinbar sind.“

Das Bündnis in seiner Gesamtheit

Per Definition ist die NATO ein Verteidigungsbündnis zum Schutz seiner Mitgliedsländer, und das war grundsätzlich auch korrekt bis zum s.g. „Kosovo-Krieg“ 1999.

Für diese Militäroperation im ehemaligen Jugoslawien gab es kein UN-Mandat. Deshalb geht die Mehrzahl der Fachleute mittlerweile davon aus, dass die NATO mit ihren Angriffen das Völkerrecht verletzt hat.

Unabhängig davon steht fest, dass diese Militäroperation mit dem Artikel 1 des NATO-Vertrages nicht zu vereinbaren war und ist.

Bereits mit der Bezeichnung „North Atlantic Treaty Organization“ ist definiert, für welchen geographischen Bereich die NATO zuständig und für dessen Sicherheit sie sich in der Verantwortung sieht. Damit sind alle Einsätze außerhalb dieser geographischen Zone als „Out of Area“ einzuordnen und dadurch letztlich grundsätzlich zu hinterfragen. Dazu gehören z.B. der Kampfeinsatz als „International Security Assistance Force“ in Afghanistan oder auch die maritime Sicherheitsoperation „Sea Guardian“ im Mittelmeer. Während es für die ISAF-Operation ein UN-Mandat gab, fehlt dieses z.B. für „Sea Guardian“.

Hinsichtlich des ISAF-Einsatzes gab es zwar hinsichtlich seiner Rechtmäßigkeit keine Zweifel, wohl aber im Hinblick auf seine Begründung. Basis war der Terroranschlag vom 11. September 2001 auf die Gebäude des World Trade Center in New York, den die USA zum Anlass nahmen, den Bündnisfall nach Artikel 4 des NATO-Vertrages festzustellen. Es wurde allerdings sehr bald klar, dass an dem Anschlag überhaupt keine Afghanen beteiligt waren, sondern die Mehrzahl der ermittelten Attentäter aus Saudi-Arabien stammten. So entstand der Verdacht, dass die USA gegen Afghanistan aus innenpolitischen Überlegungen eine Militäroperation gestartet hatten, für die das Land am Hindukusch nicht verantwortlich war.

Im Laufe der Mission gab es durch US-Truppen völkerrechtswidrige Operationen, und auf dem US-Stützpunkt in Bagram betrieb die CIA ein Gefängnis, in dem nachweislich gefoltert wurde.

Als im Sommer 2021 die letzten US-Truppen aus Afghanistan abgezogen wurden, weil das Engagement der NATO gescheitert war und sich eine erneute Machtübernahme durch die Taliban abzeichnete, stand unwiderruflich fest, dass die Einsatzziele verfehlt wurden und kein Frieden erreicht worden war.

Einzelne Mitgliedsstaaten der NATO

Militäroperationen

Die NATO besteht mittlerweile aus 32 Mitgliedsstaaten, die auch außerhalb des Bündnisses agieren und dabei vor allem nationale Interessen wahrnehmen.

Dabei gilt für sie neben dem allgemeinen Völkerrecht vor allem das Gewaltmonopol der UNO, wovon das Recht auf Selbstverteidigung die einzige Ausnahme darstellt.

Die USA sind die Führungsmacht der NATO und verletzten diese Grundsätze immer dann, wenn es im nationalen Interesse geboten scheint. Beispiele dafür sind der völkerrechtswidrige Krieg im Irak im Jahr 2003, an dem u.a. auch Großbritannien beteiligt war, der völkerrechtswidrige Krieg gegen Libyen 2011, an dem u.a. erneut Großbritannien, aber auch Frankreich beteiligt war, der völkerrechtswidrige US-Luftangriff auf die Atomanlagen im Iran und die von Präsident Trump aktuell angeordneten völkerrechtswidrigen Angriffe auf Boote aus Kolumbien und Venezuela in internationalen Gewässern und seine Genehmigung verdeckter CIA-Operationen in Venezuela.

Grundsätzlich fehlen für die meisten amerikanischen Drohnenangriffe, mit denen „Regimegegner“ oder „Terroristen“ liquidiert wurden und werden, die rechtlichen Grundlagen. Das bekannteste Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit ist die Liquidierung des iranischen Generals Suleimani im Januar 2020 durch eine amerikanische Drohne in unmittelbarer Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad.

Auch die Türkei hat Militäroperationen in Syrien durchgeführt, bzw. eigene Truppen dort stationiert, wofür es überhaupt keine rechtlichen Grundlagen gibt.

Lieferung von Waffen, die international geächtet sind

Im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg liefern die USA und vor allem auch Großbritannien Waffen, die international geächtet sind, bzw. deren Einsatz verboten ist. Dazu gehören Streumunition/Clusterbombs, uranhaltige Munition und Anti-Personen Minen.

Verstöße gegen die in der Präambel festgelegten Grundsätze der Demokratie, der Freiheit der Person und der Herrschaft des Rechts

Die bekanntesten Verstöße gegen die in der Präambel des NATO-Vertrages festgelegten Grundsätze finden in der Türkei, in Ungarn und mittlerweile auch in den USA statt. Im Einzelnen soll darauf nicht eingegangen, sondern nur auf einige Beispiele hingewiesen werden. In der Türkei werden Oppositionelle verhaftet und ohne Gerichtsverfahren festgehalten. Dasselbe gilt für „unliebsame“ Journalisten. Nach „westlichem“ Demokratie Verständnis ist das NATO-Mitglied Türkei kein Rechtsstaat. Die Entwicklungen in Ungarn, vor allem, was die freie Presse angeht, geht tendenziell in eine ähnliche Richtung. Ob die Art und Weise, wie der US-Präsident das Land mit Hilfe von „Executive Orders“ in seinem Sinne zu verändern sucht, noch mit den Grundsätzen des Artikel 1 des NATO-Vertrages zu vereinbaren ist, darf durchaus bezweifelt werden.

Zusammenfassende Bewertung

Die Entscheidung, der NATO den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens zu verleihen, ist falsch.

Grundsätzlich ist die NATO ein Verteidigungsbündnis, dessen Ziel nicht Krieg, sondern Frieden ist und das sich dem Schutz der Bevölkerung ihrer Mitgliedsländer verpflichtet fühlt. Deshalb ist es gut und wichtig, dass es sie gibt, solange es nicht gelingt, endlich eine europäische Friedensordnung zu realisieren. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Bündnis in seiner Gesamtheit in der Vergangenheit auch für Operationen verantwortlich war, die rechtlich fragwürdig waren und dem Frieden nicht gedient haben.

Wenn einem Bündnis ein solcher Preis verleihen werden soll, darf man aber nicht nur das Bündnis als Ganzes betrachten, sondern muss auch die Politik der einzelnen Mitglieder einer Prüfung unterziehen. Wenn das konsequent geschieht, ist schon allein das Verhalten der USA, die ja schließlich die Führungsmacht der NATO darstellen, ein Ausschließungsgrund für die Verleihung des Friedenspreises. Wer wie die USA völkerrechtswidrig in ein souveränes Land einmarschiert, ist ein Kriegsverbrecher und Staaten, die sich dabei als Alliierte beteiligen, machen sich ebenfalls schuldig. Auch die Mitgliedsstaaten des Bündnisses, die sich zwar nicht an völkerrechtswidrigen Operationen wie dem Luftangriff gegen den Iran beteiligt haben, diesen aber lediglich als „Drecksarbeit“ bezeichnen, anstatt sich davon zu distanzieren, disqualifizieren sich für einen Friedenspreis.

NATO-Staaten, die innenpolitisch die Grundsätze der Demokratie verletzen, verdienen keinen Friedenspreis, und auch solche Mitglieder, die das nicht kritisieren, sind einer solchen Auszeichnung nicht würdig.

Es ist davon auszugehen, dass die Entscheidung der WWL, der NATO den Friedenspreis zu verleihen in Abstimmung mit den wichtigsten Politikern Deutschlands, vielleicht sogar auf deren Initiative erfolgt ist. Das passt in die aktuelle Atmosphäre in unserem Land, in der von Politikern und Medien systematisch eine Russenphobie aufgebaut und die Welt in Gut und Böse eingeteilt wird, wobei „der Westen“ und damit auch die NATO selbstverständlich zu den Guten gehören. Natürlich ist es gut, um im Bild zu bleiben, dass die NATO Deutschland und das Bündnisgebiet schützt, und sie wird – wie bereits festgestellt – auch gebraucht bis endlich eine europäische Friedensordnung geschaffen wird, zu der – nicht nur geographisch – auch Russland gehört.

Das sollte aber nicht dazu führen, die NATO zu einem Friedensengel zu glorifizieren, vor allem, weil wesentliche Mitgliedsstaaten einem solchen Anspruch nicht gerecht werden.

Solange es NATO-Länder gibt, allen voran die USA, die mit Militäroperationen das Völkerrecht verletzen, geächtete Waffen an Kriegsparteien liefern oder durch 2000-kg-Bomben massive Luftangriffe gegen eine Zivilbevölkerung ermöglichen oder im eigenen Land die Menschenrechte verletzen, hat die NATO keinen Friedenspreis verdient.

Und ein Letztes: US-Präsident Trump, de facto der Führer der NATO, der mit seiner Politik ein Hauptgrund dafür ist, dass die NATO sich für diese Auszeichnung selbst diskreditiert, wird, falls es tatsächlich zur Verleihung des Friedenspreises kommen sollte, behaupten, dass er allein das durch seine Führungsqualitäten ermöglicht hat.

Fazit: Die NATO sollte die Entscheidung, ihr den Friedenspreis zu verleihen, zum Anlass einer inneren Revision nehmen und von sich aus auf diese Ehrung verzichten.

Jürgen Hübschen

Jürgen Hübschen, Jahrgang 1945, Westfale und Europäer. Ehemaliger Luftwaffenoberst im Generalstabsdienst. Zehn Jahre Einsatz als Raketenspezialist mit amerikanischen Kameraden in NATO-Verbänden. Drei Jahre Verteidigungsattaché bei der deutschen Botschaft in Bagdad während des Irak-Iran Krieges. Weiß dadurch, was Krieg für eine Scheiße ist, wie wichtig unabhängige Medien sind und wie wenig Möglichkeiten die Menschen in einer Diktatur haben, das herrschende System zu kritisieren oder gar zu ändern. 5 Jahre Leiter einer erfolgreichen OSZE-Mission in Lettland zur Überwachung eines Vertrags zwischen Russland und Lettland. Weiß dadurch, wie man mit Russen zusammenarbeitet. Letzte militärische Verwendung Referatsleiter im Verteidigungsministerium, zuständig u.a. für die Landesverteidigung, die zivil-militärische Zusammenarbeit und die Unterstützung der alliierten Streitkräfte in Deutschland.
Nach der Pensionierung 14 Jahre Unterstützer von NGOs in Sicherheitsfragen. Durchführung praktischer Trainings und Einsätze in Afghanistan und Afrika
Verfasser sicherheitspolitischer Bücher und Artikel, mit dem Ziel die Berichterstattung unserer stark stromlinienförmigen Medien aufzubrechen.
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42 Kommentare

  1. „Die geplante Verleihung des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens an die NATO ist eine falsche Entscheidung.“
    Das ist nicht eine falsche Entscheidung, es ist ein Schlag ins Gesicht jedes denkfähigen Wesens mit einem IQ oberhalb einer Zimmerpflanze. Ich denke diese „Eliten“™ sind sich der MSM absolut sicher und es wurde außerdem ein Repressionsapparat aufgebaut mit dem man jeden Abweichler ökonomisch vernichten kann. Deshalb können diese Bellizisten schamlos ihr korruptes zerstörerisches Werk vollziehen. Aber das allerschlimmste ist, das 84 Mio. Schafe nur zuschauen.
    Es ist zum verzweifeln.

  2. Grundsätzlich ist die NATO ein Verteidigungsbündnis …

    Genau, die Nato ist ein Verteidigungsbündnis, die CSU christlich sozial, die BRD demokratisch, Red Bull verleiht Flügel und der Führer will den Krieg nicht!
    Papier ist geduldig … schon mal gehört, Herr Hübschen?

    1. Der erzählt ja auch, dass die Bundeswehr eigentlich eine Verteidigungsarmee wäre und Aufrüstung gar nicht so schlecht. Er ist halt ungefähr so hilfreich wie Heiner Geisler es war mit seiner Moderation bei S21. Wer darauf reinfällt, ist selbst schuld.

      Manchmal hat er allerdings gute Infos über die Bundeswehr, z.B. seine Links zu den Listen, was die Regierung alles in die Ukraine lieferte – offiziell – oder auch manchmal über die US Army.

      1. Die Bundeswehr ist eine Verteidigungsarmee, zumindest nach dem Grundgesetz, also auf dem Papier. Was sich aber in den letzten Jahren so entwickelt hat, ist eine andere Frage. Und mit Pfeil und Bogen wird sie keine Chance haben, den „papiermäßigen“ Auftrag zu erfüllen.
        Allerdings geht es in dem Artikel um die Übereinstimmung von ursprünglichen Zielen, also Anspruch, zu den Realitäten. Und diese sind reichlich voneinander abweichend.
        Aber wir verteidigen Deutschland auch am Hindukusch und in der Ukraine und stationieren ein Himmelfahrtskommando in Form einer Panzerbrigade in Litauen. Wahrscheinlich ist das unser 17. Bundesland und Litauen weiß nur noch nichts davon.
        Aber vielleicht sollte unsere Regierung mal darüber nachdenken, anstatt ständig die polnischen Reparationsforderungen abzulehnen, Polen dafür vorzuschlagen, die Bundeswehr entlang der Linie Gdansk-Poznan-Wroclaw-Opole zu stationieren. Ein Schelm, wer jetzt Böses dabei denkt.

    2. Irgendjemanden verteidigt die NATO schon…. nur nicht die Menschen und die nicht vorhandenen „Demokratien“ in den Mitgliedsstaaten….
      – vielleicht das Geld und den Machtanspruch der Billionäre und Milliardäre im Westen?
      – vielleicht den Traum von der Weltherrschaft?
      – vielleicht die gepflegte Tradition der letzten 500 Jahre, vom Reichtum anderer (nicht-NATO) Länder zu leben?
      – vielleicht das Bedürfnis, der Welt den eigenen Willen aufzuzwingen?

  3. NATO-nalismus, fck yeah !

    die fortführung dessen, was vor 100 jahren begann: .de wirtschaftlich gg die wand geklatscht, polen als kläffer und willig nützliches bauernopfer manipuliert, .de zur zielscheibe und schuldigen auserkoren.

    „100 Jahre später dieselben Schauspieler, dieselben Verräter.

    Genau wie gestern sind dieselben Akteure auch weiterhin nicht in der Lage, eine Realität abzulehnen, die sich wie vor über einem Jahrhundert ebenfalls mit Hyperschallgeschwindigkeit in Richtung einer Art Faschismus oder Diktatur bewegt. All dies konnte in der deutschen Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts so identifiziert werden, wie sie heute ist. Auch heute werden progressive Bewegungen unterdrückt, eingedämmt und aufgehoben, was an die Zeit erinnert, als die SPD beschloss, die revolutionäre Bewegung zu bekämpfen .. entscheidet sich die SPD 100 Jahre später erneut für eine Vereinigung mit dem, was sie das “Zentrum nennt” a “Mitte” zunehmend außermittig und näher an der reaktionärsten Rechten. Zu sagen, dass man die Demokratie verteidigt, wenn man dazu beiträgt, sie zu töten, reicht nicht mehr aus.“

    https://strategic-culture.su/news/2025/11/08/the-danger-of-historical-amnesia-and-the-rearmament-of-germany/

    (angelsaechsische) heil kunde !

  4. „US Präsident Trump, de facto der Führer der NATO, der mit seiner Politik ein Hauptgrund dafür ist, dass die NATO sich für diese Auszeichnung selbst diskreditiert“

    Ok, ein Engel ist er natürlich nicht, aber „Hauptgrund“? Nach nicht einmal einem Jahr seiner zweiten Amtszeit? Hätte also die NATO ohne Trump die Auszeichnung verdient gehabt? Obwohl er im Gegensatz zu seinen Vorgängern in diesem Jahrhundert (einschließlich seiner selbst) tatsächlich wenigstens von Frieden redet?

    Mir schiene eher umgekehrt eine NATO, die Trumps Friedensrhetorik in die Tat umsetzen würde, zum ersten Mal in ihrer Existenz eines kleinen Schulterklopfens würdig, eines ganz ganz kleinen, aber immerhin, … ach ja, und nur wenn sie China, Venezuela und den Iran in Ruhe ließen und all die anderen … ich lass es

  5. „…bis endlich eine europäische Friedensordnung geschaffen wird, zu der – nicht nur geographisch – auch Russland gehört.“

    Es wäre interessant zu erfahren, warum es diese europäische Friedensordnung noch nicht gibt.
    Vor wenigen Tagen hat der russische Außenminister Lawrow den EU-NATO-Ländern vorgeschlagen einen Nichtangriffsvertrag mit Russland zu vereinbaren. Keines dieser Länder ist positiv davon überrascht, weil sie behaupten, Russland wolle die EU angreifen – und damit ihre massive Kriegsvorbereitung begründen.
    Mit der Russischen Föderation verhandeln? Diese wird es bald nicht mehr geben, nur noch Bruchteile davon, sobald diese omnipotenten Damen und Herren die Kriegstüchtigkeit erlangt haben – Russland möge solange geduldig warten und die lohnabhängigen Steuerzahler nicht aufmucken!

    1. „Mit der Russischen Föderation verhandeln? Diese wird es bald nicht mehr geben, nur noch Bruchteile davon, sobald diese omnipotenten Damen und Herren die Kriegstüchtigkeit erlangt haben – Russland möge solange geduldig warten und die lohnabhängigen Steuerzahler nicht aufmucken!“ – treffend und knapp die Denke unserer „Eliten“ zusammengefasst.

  6. Bedenklich, was unter der Flagge „Kritisch“ da alles durchzusegeln versucht.

    Die Entscheidung, der NATO den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens zu verleihen, ist falsch.

    Die Entscheidung ist volle Absicht („Krieg ist Frieden“). Sie als falsch zu bezeichnen ignoriert diese Absicht.

    Grundsätzlich ist die NATO ein Verteidigungsbündnis, dessen Ziel nicht Krieg, sondern Frieden ist und das sich dem Schutz der Bevölkerung ihrer Mitgliedsländer verpflichtet fühlt. Deshalb ist es gut und wichtig, dass es sie gibt

    Absurd. Wer so redet, trinkt auch Verdünner, wenn nur ein Cola-Etikett auf der Flasche klebt.

    US Präsident Trump, de facto der Führer der NATO, der mit seiner Politik ein Hauptgrund dafür ist

    Eine haarsträubende Reinwaschung aller Führer von NATO-Ländern, die nicht Donald heißen.

    1. Was du da als „haarsträubende Reinwaschung“ empfindest, ist die Rationale aller aktiven europäischen NATO-Militärs und -Funktionäre gewesen. Namentlich von Volker Rühe weiß ich das – zufällig. Hübschen lebt halt im 20. Jhd.

      1. Ich verstehe dich nicht. Was ist die Rationale aller aktiven europäischen NATO-Militärs und -Funktionäre gewesen – dass der US-Präsi der pöse Churke ist, wegen dem die NATO keinen schönen Friedenspreis am Bändli verdient?
        Und das wäre dann warum genau keine Reinwaschung gewesen? Weil sie Recht hatten und selber zum Aufschluchzen edelmütig waren?

    2. Die Entscheidung ist volle Absicht („Krieg ist Frieden“). Sie als falsch zu bezeichnen ignoriert diese Absicht.

      Das ist die Technik, die Bürger anwenden, wenn sie sich ihre gute Meinung von all den Institutionen der bürgerlichen Gesellschaft erhalten wollen. Überall nur „Fehler!´“, „Versagen“, „Unfähigkeit“, „Versäumnisse“, „Verräter“ usw..

      Der Autor hält viel von der NATO. Davon will und wird er auch nicht lassen.

      1. …und als ehemaligem NATO-Generalstäbler ist es ihm wichtig, das millionste Mal die zentrale Lebenslüge (nicht nur) seiner Bundesgenossen zu wiederholen: „dem Schutz der Bevölkerung ihrer Mitgliedsländer verpflichtet fühlt.“ Schade nur, dass man allen staatlichen Maßnahmen ansehen kann, dass die Bevölkerung als Manövriermasse verbucht ist, bei anstehenden Beitrittskandidaten wie der Ukraine sogar als insgesamt disponible Verbrauchsgröße…
        Pointe: Als Luftwaffen-Generalstäbler und Raketenspezialist kennt der Herr Oberst auf jeden Fall auch ältere Luftabwehr-Konzepte der NATO, die in den 60er und 70er Jahren den massenhaften Gebrauch von Atomwaffen über dem Gebiet der Bundesrepublik als feste Größe eingeplant hatten (Nike-Hercules-Raketen MIM-14 mit dem Nuklearsprengkopf W31, Raketenstation Hombroich z.B.). Da wäre die deutsche Bevölkerung durch einen tödlichen Fallout vor den bösen Soffjets geschützt worden…
        Aber mit Herrn Hübschen skandieren wir jetzt noch einmal: „dem Schutz der Bevölkerung ihrer Mitgliedsländer verpflichtet“!

        1. Pointe: Als Luftwaffen-Generalstäbler und Raketenspezialist kennt der Herr Oberst auf jeden Fall auch ältere Luftabwehr-Konzepte der NATO, die in den 60er und 70er Jahren den massenhaften Gebrauch von Atomwaffen über dem Gebiet der Bundesrepublik als feste Größe eingeplant hatten (Nike-Hercules-Raketen MIM-14 mit dem Nuklearsprengkopf W31, Raketenstation Hombroich z.B.). Da wäre die deutsche Bevölkerung durch einen tödlichen Fallout vor den bösen Soffjets geschützt worden…

          Das ist ja das Schöne am Glauben – mit dem kann einem die Realität scheißegal sein. Und damits nicht so religiös klingt (das wär ja i-bäh), nennt man den Glauben einfach Meinung, schon ist er so edel und dem Staat so lieb und teuer, dass er ins Grundgesetz gehört. Wissensfreiheit? Meinungsfreiheit! „Nukleare Teilhabe war als ‚euer Anteil: Ihr verdampft und verreckt‘ gemeint? Irrelevanter Pipifax, die NATO war gut, ist gut, bleibt gut – MEINE Meinung!!!“

          Aber mit Herrn Hübschen skandieren wir jetzt noch einmal: „dem Schutz der Bevölkerung ihrer Mitgliedsländer verpflichtet“!

          Gern. Wenn ich zwischendurch „das fliegende Spaghettimonster ist dem Schutz des Weihnachtsmanns verpflichtet“ rufe, wird das nicht weiter auffallen, die Tonlage ist ganz ähnlich.

      2. Das ist die Technik, die Bürger anwenden, wenn sie sich ihre gute Meinung von all den Institutionen der bürgerlichen Gesellschaft erhalten wollen. Überall nur „Fehler!´“, „Versagen“, „Unfähigkeit“, „Versäumnisse“, „Verräter“ usw..

        „Und wenns schiefgeht, rufen die Leute ‚Missmanagement!!1‘. Es wäre so viel gewonnen, wenn sie endlich mal ‚Management!!‘ riefen.“
        Was sagt es über die Realität, dass keiner sie erträgt?

        Der Autor hält viel von der NATO. Davon will und wird er auch nicht lassen.

        Wär halt konsequent, wenn er statt seiner Artikel einfach nur den Satz schriebe „Mit der blöden Realität wollt ihr bitteschön ohne mich fertig werden, ich schreibe hier lieber vom Wolkenkuckucksheim, das ist viel schöner“.

  7. Die NATO ein „Verteidigungsbündnis“…hab ich da was verpasst? Wissen das auch die Millionen Opfer dieser Verteidigung? Gegen wen verteidigen sich die Westeuropäer eigentlich vor der Küste Chinas?
    Wer ist der Feind, gegen den sich die NATO „verteidigt“?
    Erst wenn die NATO verschwunden ist, dann ist echte Sicherheit in Eurasien möglich. Alle NATO- Mitglieder haben gegen dringenden Rat von auch westlichen Diplomaten die Osterweiterung der NATO beschlossen. Und auf dem Gipfel in Bukarest 2008 einstimmig die Mitgliedschaft der Ukraine und Georgiens beschlossen. Obwohl in deren Verfassung die Blockfreiheit und militärische Neutralität festgeschrieben stand. Um das zu ändern, wurde ja der Putsch 2014 in der Ukraine durchgeführt…
    Anschließend dann wurde die Armee der Ukraine von der NATO für den Krieg gegen Russland vorbereitet!
    Russland wird seine Sicherheit selbst gewährleisten. Auf die Gnade einer NATO wird man sich dort nicht verlassen. Denn deren Hinterhältigkeit und Verlogenheit ist in Russland bestens bekannt. Noch einmal wird man der NATO nicht vertrauen. Seit tausend Jahren hat Westeuropa versucht, Russland als Staat zu vernichten, seine Reichtümer zu stehlen und die Bevölkerung zu versklaven. Alle diplomatischen und politischen Maßnahmen Russlands, ein friedliches Mit- oder wenigstens Nebeneinander mit dem „Westen“ zu erreichen, wurden von dort ignoriert bzw. abgelehnt.
    Und den gegenwärtigen Stellvertreterkrieg der NATO gegen Russland wird die NATO verlieren. Da helfen auch keine „Friedenspreise“ …

  8. Was nützt die schönste Präambel, wenn niemand über deren Einhaltung wacht? Ohne die USA geht nichts in der NATO was selbige nur zu einer Erweiterung der eigenen Streitkräfte macht.
    Ein umherlaufender Gogel macht dabei den politischen Sekretär, dar am Ende nichts zu melden hat. Gleiche Einrichtung gab es früher im Ostblock. Da das Geld knapp war hat man sich den Gogel und eine sinnlose Verwaltung gespart. Ansonsten mussten alle Beispringen wenn es die Herren so wollten.

  9. Ich bin überrascht, vor allem über die Lesermeinungen, denen ich zustimmen kann, da diese jeder einzeln gesehen die Wahrheit aufzeigen, sogar jener, der den Warschauer Pakt kritisiert.
    Und doch ist die Nato ein Verteidigungsbündnis, denn sie verteidigt für die US-Imperialisten zu Tun und zu Lassen, was die Wollen.
    Und ja, ein wenig bin ich auch über Herrn Hübschen überrascht, dass er die Völkerrechtswidrigkeit der Nato erst nach der vermaledeiten Wende einreiht, als man Jugoslawien zerstörte.
    Herr Hübschen 1945 geboren. Nun gut 1951/52 sechs bzw. sieben Jahre alt. Da war er noch nicht in der Lage zu begreifen, was die deutsche Friedensbewegung gegen die Wieder Militarisierung getan hat. Hut ab vor den Menschen, die damals in den drei Westbesatzungszonen ihren Arsch riskiert haben, um den Schwur unserer Ahnen „NIE WIEDER KRIEG!“ zu schützen.
    Schauen sie doch einmal hinein in die Ausarbeitung von Herrn Arno Neuber (https://www.imi-online.de/2015/11/09/der-kampf-gegen-die-remilitarisierung-der-brd/

    Vielleicht erkennen sie dann, dass sogar vor dem Ende des WK2 daran gefeilt wurde, des deutschen Michels Heimatland wieder gen Osten zu jagen.
    Und nein Herr Hübschen. Mit dem Sieg im Kalten Krieg war das nicht beendet und mit dem Beginn der Präsidentschaft von Putin in der Russischen Föderation im Jahr 2000 war dieser Sieg verloren. Der Raubzug auf russische Bodenschätze und anderes war beendet. Nun geht es darum das Verlorene wiederzuholen und wieder sind die Deutschen so befreit zumindest von der Vernunft, um sich wieder missbrauchen zu lassen. Da soll man nicht verzweifeln an Menschen, die einen sehr hohen Verstand haben, aber nicht in der Lage sind aus der Geschichte zu lernen.
    Olaf Thomas Opelt
    Plauen, 10.11.25

    1. Und doch ist die Nato ein Verteidigungsbündnis, denn sie verteidigt für die US-Imperialisten [und die Möchtegern-Imperialisten in ihrem Windschatten – Bagatell-Ergänzung von foehre] zu Tun und zu Lassen, was die Wollen.

      Der Punkt geht an dich, auch wenn Hübschen und sonstige NATO-Fans das bestimmt nicht so verstanden wissen wollen.

    1. Man verleiht sich selbst Preise, wenn man schon von anderen – objektiveren – Institutionen keinen bekommt, und das vielleicht auch versteht…. (aber nur vielleicht).

  10. Ich sag mal die Regeln der regelbasierten Ordnung der NATO auf:
    Wer nicht macht was US Amerika anweist, kriegt den Schädel eingeschlagen. Welcher Staatschef „weg“ muss (Regimechange) entscheidet die US amerikanisch geführte NATO.
    Wenn Länder von der NATO in Schutt und Asche gelegt werden, dann aus humanitären Gründen und um Demokratie und Menschenrechte reinzubomben. Niemals geht es um Rohstoffe oder imperialistische Anwandlungen. Oder um den Opium Markt (Afghanistan). Alle Länder die nicht mitmachen sind hinterwäldlerische
    Absteigen, mit den Leibhaftigen als Staatschefs.

    1. welche wurst schmeckt besser ? die aus einer ordentlich geregelten produktion, oder die aus regelbasierter schlachtung ? – verteidigungsbündnis meint: verteidigung der eigenen willkürherrschaft und dominanz,

  11. Was Jürgen Hübschen hier darbietet ist die Aufarbeitung seiner eigenen Lebenslüge.

    Die NATO wurde geschaffen, um eine „Friedensordnung in Europa“ zu verhindern, Deutschland dauerhaft zu teilen und einen eisernen Vorhang durch ganz Europa zu ziehen. Schon die Präambel des NATO-Vertrages ist maximal geheuchelt und widerspricht sich selbst. Auch schon vor 1999 war die NATO keineswegs in Ordnung und der US-Präsident kein Friedensfürst. Das einzige was sich dann 1999 ändert ist die offizielle Beteiligung der BRD an den verübten Kriegsverbrechen des Hegemons und die Rückkehr Europas als Kriegsschauplatz.

    Hübschen hat es verstanden von dem Schlamassel gut zu leben. Seine persönliche Entwicklung geht dabei vom Spielen mit Raketen über zum Zählen der Einschläge und dem Schreiben pseudokritischer Artikel.

    Erzählen sie uns bitte keinen Scheißdreck Herr Hübschen. Denn die NATO war von Anfang an nichts anderes als ein Militärbündnis.

    1. Wenn Hübschen energisch für die NATO plädiert : „Deshalb ist es gut und wichtig, dass es sie gibt, solange es nicht gelingt, endlich eine europäische Friedensordnung zu realisieren“, entsteht einige Verwirrung nur deshalb, weil man sich den Begriff oder Inhalt des Terminus ‚Friedensordnung‘ im allein maßgeblichen, weil machtbewehrten Verständnis der nordatlantischen Vertragsstaaten nicht klar macht. Die einzige friedliche Ordnung, die für diese irgendwie vorstellbar ist, buchstabiert sich als Hegemonie, und zwar umfassend und unangefochten und bis hinter den Ural reichend. So wird der Satz mit NATO und Friedensordnung völlig schlüssig. ‚ Hegemonie‘ klingt aber ein bisschen harsch. Ein Feingeist wie Herr Hübschen formuliert da höflicher und sagt ‚Friedensordnung‘.
      Die gute alte klassische Bildung würde einem ein paar Anstöße geben, das Wort vom Frieden nicht allzu idealistisch zu betrachten. Wenn in den antiken Texten der Herrscher xy „das Land befriedete“, hieß das ganz schlicht und konkret: Er hat alle Konkurrenten um den Thron erfolgreich umgebracht…

  12. Zitat: „Fazit: Die NATO sollte die Entscheidung, ihr den Friedenspreis zu verleihen, zum Anlass einer inneren Revision nehmen und von sich aus auf diese Ehrung verzichten.“

    Und von was träumen sie sonst, Herr Hübschen?

    Diese Preisverleihung ist ein Symptom eines niedergehenden Systems:
    in völliger Realitätsnegation und mit dem Versuch, mittels immer stärkerer Propaganda eine Scheinwelt als Realität auszugeben, greift man zu JEDEM Mittel, um die Scheinwelt aufrechtzuerhalten…. wie damals beim Chef des tausendjährigen Reiches: die Scheinwelt muss mit Gewalt aufrechterhalten werden, denn dahinter liegt die Realität des ausgeträumten Traumes, der man sich nicht stellen will.

  13. Herr Hübschen kann etwas Positives in der NATO sehen.

    Mir scheint, um Verteidigung ging es der NATO noch überhaupt nie, auch nicht bei der Gründung.
    Sie war in den Zeiten des Kalten Krieges wohl eher dazu da, die Sowjetunion zu bedrohen, als uns vor der Sowjetunion zu bewahren.

    Und seit es die Sowjetunion nicht mehr gibt, hat sie schon mehrfach offen gezeigt, was das Gefasel von „Frieden“ und „Verteidigung“ wirklich bedeutet: „Vorwärtsverteidigung“, „Schützen“ von Ressourcen, also Rohstoffen, in anderen – nicht-NATO – Ländern, die wir gerne hätten, oder kurz: Imperialismus, vor allem US-Imperialismus.

    Der westliche Imperialismus / US-Imperialismus bezeichnet sein eigenes Instrument zur Durchsetzung des eigenen Imperialismus als Subjekt der Friedenssicherung, und verleiht ihm dafür einen Preis: orwellscher Neusprech eben, wie wir es vom Westen gewohnt sind.

  14. Dem mündigen Bürger wird wahrlich jegliche Organisation so dargestellt, wie diese geführt werden, weit ab von ihren selbst definierten Statuten. Eine wunderbare weltliche Selbstdarstellung. Ob der mündige Bürger hier etwas unternimmt, sei dahin gestellt, aber hier schaut auch der Rest der Welt zu.
    Das ist was wesentlich gravierender ist, ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.

  15. So lange es die NATO , die herrschende Klasse und natürlich den Kapitalismus gibt, ™1974 wird es auch keinen Frieden geben!
    Die werden uns töten…. ihr werdet sehen….

  16. Als das „Verteidigungsbündnis“ NATO gegründet wurde, gab es noch nicht mal einen „Feind“, gegen den man sich hätte „verteidigen“ müssen! Zwischen deren Gründung im Jahr 1949 und der Gründung des Warschauer Paktes lagen noch ganze 6 Jahre!
    Analog dazu bestand die NATO auch nach 1990 weiter, obwohl dieser „Feind“ sich in Luft aufgelöst hatte.

    Die NATO wurde geschaffen, um die Armeen in jenem Teil Europas, der sich „demokratisch“ (später „EU“) nannte, unter die Kontrolle der USA zu bringen. Der militärische Kommandeur der NATO, der „SACEUR“, ist immer ein US-General oder -Admiral, und untersteht damit nicht nur defacto, sondern auch auch formell dem Befehl des US-Präsidenten. Der „Generalsekretär“ ist dagegen ein unbedeutender Posten, eine Art Pressechef der US-Vasallen-Organisation.

    Ps. Und zu „Fehler“ fällt mir immer wieder die geniale Aussage von Georg Schramm ein (gekürzt aus dem Kopf zitiert):

    „Das, was Sie für Fehler der Politiker halten, das sind vielleicht gar keine! Die sind vielleicht immer gut für irgendjemanden, nur Sie sind nicht dabei! So müssen Sie das mal sehen, dann lösen sich auch die ganzen Widersprüche auf! Die Wut wird noch größer, aber die intellektuelle Verwirrung läßt nach!“

    https://youtu.be/RkNddCXSLvM

  17. Die NATO soll uns vor irgendwas beschützen?
    War das überhaupt jemals der Fall? Waren es nicht die westlichen Siegermächte, die die Spaltung Deutschlands initiierten und somit den Bau der Mauer? War es nicht die Sowjetunion, die die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglichte und vorantrieb?
    Und für was die NATO gut ist, sagte ja schon Lord Ismay und das hat sie ja auch bisher umgesetzt – keep the americans in, the russians out and the germans down ….
    Die Verleihung des Preises ist nicht nur nicht angebracht, was ja im Artikel durch mehr als ausreichende Beispiele bestätigt wurde, es ist ein lächerliches Kasperletheater, was da unsere geistig seichten „Eliten“ aufführen.

  18. Ich stimme den Forenten, die vor mir ihre Beiträge geschrieben haben, mit vollen Herzen zu!
    Für meine Zynismus war die Preisverleihung Futter, ich habe mich nicht aufgeregt, sondern gelacht!
    Aber gefragt habe ich mich dann doch, als ich las, wer da in der Jury sitzt, was verdammt der Hohenzoller da zu suchen hat, der präsumtive Thronerbe noch dazu!
    Selbst Seeckt musste 1925 als Chef der Heeresleitung zurück treten, als er den ehemaligen Kronprinzen zum Manöver einlud! Gehst noch?

  19. Bis vor einer Stunde hätte oder habe ich mich sogar in dem Échauffement zur bzw gegen besagte Preisverleihung total wiedergefunden. War doch bis dahin für mich der ‚Westfälische Friede‘ sowas wie „der“ glorreiche löbliche Funke der Existenz von Vernunft in Europa, nach drei Jahrzehnten des angesagten gegenseitigen Schädeleinschlagens. Zwar hatte ich schon des Längeren gegenläufige Informationen, aber die erfahrene stete brutalstmögliche Gehirnwäsche – von der im Gymnasium bis zu Guido Knopp oder anderen Kekspeeerten erfahrenen war dann doch ziemlich nachhaltig.

    Jetzt nach diverser Schlaumacherei – ausgerechnet auch noch bei Wiki – muß ich dann doch konstatieren, dass der Preis schon an die ‚Richtigen‘ ging bzw. gehen soll, gehen wird. Was damals vor nicht einmal ganzen vierhundert Jahren so abzugehen hatte – in Osnabrück und zu Münster – war alles andere als das, was dem plebs, dem Pöbel oder den ‚proles‘ über Jahrhunderte weiß gemacht worden war. Ein einziger Friede? Mitnichten! Allein schon die Tatsache, dass sich damals die wohlbekannte ‚Mischpoke‘ so wie wir sie auch heute immer noch und immer wieder zu ertragen haben – schon mehrere Jahre vor Ende des ‚Krieges gegen das niedere Volk‘ zusammengefunden hatten. Nach einem Vierteljahrhundert des Ringelpietz mit Anfassen, des Hauens und Stechens (auf andere, versteht sich) dann also das Geschachere um auch noch das kleinste Herzogs- wie auch Bistums, wie auch das ein oder andere Säckchen von Silberlingen von wahrscheinlich feuchtfröhlichsten Festivitäten begleiten zu lassen.

    Nein, nein! Das war keine Qual der Wahl, allein die Juroren geben schließlich ausreichend Hinweise darauf: die NATO ist schon der richtige Empfänger. Bei den anstehenden Ein- und Aussichten!

  20. ++ Grundsätzlich ist die NATO ein Verteidigungsbündnis, dessen Ziel nicht Krieg, sondern Frieden ist und das sich dem Schutz der Bevölkerung ihrer Mitgliedsländer verpflichtet fühlt. Deshalb ist es gut und wichtig, dass es sie gibt, solange es nicht gelingt, endlich eine europäische Friedensordnung zu realisieren. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Bündnis in seiner Gesamtheit in der Vergangenheit auch für Operationen verantwortlich war, die rechtlich fragwürdig waren und dem Frieden nicht gedient haben. ++

    Ich bin nicht bei Overton, um solch einfältigen Quark zu lesen.
    Verstehen Sie das?
    Fein!

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