
Deutschland bereitet seine Krankenhäuser auf bis zu 1.000 verwundete Soldaten am Tag vor. Die deutsche und amerikanische Rüstungsindustrie soll enger verzahnt werden. Milliarden fließen in Raketen und Drohnen für die Ukraine. NATO-Kampfjets schießen Drohnen über Litauen ab. Bundeskanzler Friedrich Merz spricht davon, Russland führe Krieg gegen „die Ukraine und den Westen“.
Was ist eigentlich los in Europa?
Wenn man die politischen Verlautbarungen der vergangenen Wochen verfolgt, gewinnt man den Eindruck, ein Krieg zwischen Russland und der NATO stehe unmittelbar vor der Tür. Aufrüstung, Abschreckung, Drohnenabwehr, Sanktionen, Kriegstüchtigkeit, Schutz kritischer Infrastruktur – das Vokabular hat sich verändert. Der Krieg wird nicht mehr nur als Möglichkeit beschrieben. Europa bereitet sich zunehmend konkret darauf vor.
Ich frage mich: Sind die denn alle wahnsinnig geworden?
Wo sind die großen diplomatischen Initiativen? Wo sind die europäischen Politiker, die nach Moskau fahren, reden, zuhören, verhandeln und nach einem Ausweg suchen? Wo sind die Milliardenprogramme für Frieden und Verständigung?
Ich sehe sie nicht.
Stattdessen läuft die Kriegsmaschinerie auf Hochtouren.
Krankenhäuser für 1.000 Verwundete am Tag
Wie weit diese Entwicklung inzwischen reicht, zeigt ein Bericht über die Vorbereitung des deutschen Gesundheitswesens auf einen möglichen Krieg. Dabei handelt es sich keineswegs um ein Gerücht. Die Bundeswehr selbst berichtete bereits im Mai 2026 über Beratungen zur „Gesundheitsversorgung im Krisen- und Verteidigungsfall“. Auf der Tagesordnung standen unter anderem „die Versorgung von 1.000 Verwundeten pro Tag“, sichere Arzneimittellieferketten und zivil-militärische Strukturen. [1]
Bloomberg griff diese Planungen Mitte September erneut auf. Die fünf Bundeswehrkrankenhäuser könnten ein solches Szenario nicht allein bewältigen. Zivile Krankenhäuser müssten einspringen.
1.000 Kriegsverwundete. Jeden Tag.
Natürlich gehört es zu den Aufgaben eines Staates, für Katastrophen und militärische Ernstfälle Vorsorge zu treffen. Dagegen ist zunächst nichts einzuwenden. Die Frage lautet vielmehr: In welchem politischen Umfeld geschieht das?
Und da sieht das Bild anders aus. Der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung beschäftigte sich am 14. September erneut mit militärischer und ziviler Verteidigung und beschloss weitere Maßnahmen gegen Spionage und Sabotage sowie zum Schutz kritischer Infrastruktur. Als Ausgangspunkt nennt die Bundesregierung den mutmaßlich von Russland gesteuerten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle. [2] Was für eine Farce! Eine schwache Indizienkette wird der Bevölkerung als Beweis für und Gewissheit über eine russische Aggression verkauft.
Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete wiederum einen russischen Drohnenangriff auf einen Zug nahe der polnisch-ukrainischen Grenze als „kalkulierte Eskalation“ Putins. [3] Insbesondere die Achse der Kriegswilligen – Großbritannien, Frankreich und Deutschland – eskaliert, nicht Russland, Herr Pistorius!
Am 14. September schoss ein italienischer NATO-Kampfjet über Litauen eine Drohne ab, die aus Belarus in den litauischen Luftraum eingedrungen war und nach Angaben der litauischen Behörden Sprengstoff trug. Sie wurde als mutmaßlich russische Geran-2-Drohne identifiziert. Eine abschließende Klärung der Herkunft und der Umstände ist damit jedoch nicht automatisch gegeben. [4]
Jeder dieser Vorfälle ist vorerst einmal ernst zu nehmen. Aber noch ernster sollte die Frage genommen werden, welche politischen Konsequenzen daraus gezogen werden. Fast reflexartig lautet die Antwort: mehr Abschreckung, mehr Waffen, mehr Sanktionen, mehr Militär.
Am 15. September erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz sogar, Russland führe Krieg gegen „die Ukraine und den Westen“. Einen Tag später fragte ein Journalist in der Bundespressekonferenz folgerichtig, ob Deutschland sich damit im Kriegszustand mit Russland befinde. Regierungssprecher Stefan Kornelius antwortete ausweichend. Merz‘ Aussage sei eine „Analyse der russischen Position“. [5]
Moment mal. Ein deutscher Bundeskanzler erklärt öffentlich, Russland führe Krieg gegen den Westen – und auf die Frage, ob Deutschland damit im Krieg mit Russland sei, möchte die Bundesregierung diese Konsequenz dann doch nicht ziehen?
Worte haben Folgen. Gerade die Worte eines Bundeskanzlers.
Man sollte sich an dieser Stelle auch fragen, warum Friedrich Merz den außenpolitischen Konflikt derart zuspitzt. Innenpolitisch steht seine Regierung mit dem Rücken zur Wand. Gerade einmal 13 Prozent der Befragten waren im September 2026 mit der Arbeit von Friedrich Merz zufrieden, 83 Prozent unzufrieden – der niedrigste jemals im ARD-DeutschlandTrend gemessene Zufriedenheitswert eines amtierenden Bundeskanzlers. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil kommt lediglich auf 22 Prozent Zustimmung. [6]
Aus meiner Sicht drängt sich deshalb ein begründeter Verdacht auf: Je größer die innenpolitischen Probleme werden, desto stärker richtet sich der Blick zur Ablenkung nach außen. In der Politikwissenschaft ist ein verwandter Mechanismus als „Rally ’round the flag effect“ bekannt: Äußere Bedrohungen und internationale Krisen können dazu führen, dass sich die Bevölkerung zumindest vorübergehend stärker hinter der politischen Führung versammelt. Russland eignet sich dafür hervorragend als Bedrohungsszenario. Wer über Putin, Drohnen, Abschreckung und Kriegstüchtigkeit redet, muss für einen Moment weniger über wirtschaftliche Probleme, marode Infrastruktur, hohe Energiepreise oder die Unzufriedenheit mit der eigenen Regierung reden.
Ich halte dieses Spiel für brandgefährlich. Deutschland bezahlt diese Politik heute mit Milliarden. Im schlimmsten Fall könnte es sie morgen mit Menschenleben bezahlen. Wer die Konfrontation rhetorisch immer weiter verschärft, trägt deshalb eine gewaltige politische Verantwortung. Und ich mache insbesondere Sie, Herr Merz, Sie Herr Macron, Sie Herr Burnham und Sie Frau von der Leyen persönlich dafür verantwortlich!
Merz behauptet, Russland führe Krieg gegen den Westen. Ich sehe die Entwicklung anders: Europa befindet sich zumindest rhetorisch längst auf einem Konfrontationskurs gegenüber Russland. Immer mehr Waffen, immer mehr Abschreckung, immer mehr Sanktionen, immer mehr Kriegsvorbereitung – und keine Diplomatie. Das ist für mich keine verantwortungsvolle Friedenspolitik. Es ist ein Spiel mit dem Feuer.
Milliarden für Raketen – aber wer investiert in Diplomatie?
Auch Brüssel kennt derzeit nur eine Richtung. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am 17. September weitere 3,3 Milliarden Euro für die Ukraine an – ausdrücklich zur Beschaffung von Raketen und Drohnen. [7]
Bereits einen Tag zuvor hatte von der Leyen vor dem Europäischen Parlament noch weiter ausgeholt. Sie schlug einen eigenen europäischen Sicherheitsmechanismus analog zu Artikel 4 des NATO-Vertrags vor. Dieser soll bereits unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs greifen – etwa bei Drohnenvorfällen, Sabotage oder Cyberangriffen. Sieht sich ein EU-Mitgliedstaat bedroht und löst den Mechanismus aus, sollen alle Mitgliedstaaten zusammenkommen, um eine gemeinsame europäische Reaktion zu koordinieren und abzuschrecken. Darüber hinaus brachte von der Leyen erneut die Schaffung eines Europäischen Sicherheitsrats ins Spiel. [8]
Und damit nicht genug. Gemeinsam mit der Ukraine soll Europa ein eigenes modulares Raketenabwehrsystem entwickeln. Der Name des Projekts: „Freya“. Freya beziehungsweise Freyja ist ausgerechnet eine Göttin der nordisch-germanischen Mythologie, die neben Liebe und Fruchtbarkeit auch mit Krieg und gefallenen Kriegern verbunden wird. Man muss Symbolik nicht überbewerten. Aber auf einen solchen Namen für ein europäisches Raketenabwehrprojekt muss man auch erst einmal kommen. Von der Leyen bezeichnete Freya zudem ausdrücklich nur als Anfang: „But Freya is only the beginning. More is needed.“ – Freya sei nur der Anfang, mehr sei nötig. [9]
Nötig, Frau von der Leyen, ist insbesondere, dass Sie endlich Ihren Platz räumen. Bellizisten wie Sie haben aus meiner Sicht an der Spitze einer Europäischen Union nichts zu suchen, die einst aus der Erfahrung zweier verheerender Weltkriege heraus auch als Friedensprojekt entstand. 2012 erhielt die EU sogar den Friedensnobelpreis – ausdrücklich für ihren jahrzehntelangen Beitrag zu Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa.
Was ist davon geblieben? „Nie wieder Krieg“ war eine der Lehren aus der europäischen Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Heute wird unter Ihrer Führung über Raketen, Drohnen, Aufrüstung, Abschreckung und neue militärische Strukturen gesprochen, als müsse Europa seine Zukunft vor allem militärisch organisieren. Ich halte diesen Kurs für einen Verrat an der europäischen Friedensidee und an den Europäern, die in Frieden leben wollen.
Europa braucht keine Politiker, die immer neue Bedrohungsszenarien beschwören und die Militarisierung des Kontinents vorantreiben. Europa braucht Politiker, die alles daransetzen, einen großen Krieg zu verhindern. Frau von der Leyen, Sie stehen für mich inzwischen wie kaum eine andere politische Figur für den entgegengesetzten Weg. Gehen Sie endlich, tun Sie der Menschheit diesen Gefallen! Sie sind ethisch nicht tragbar!
Ich frage mich bei solchen Meldungen inzwischen immer häufiger: Wo ist eigentlich das europäische Milliardenprogramm für Diplomatie? Wo sind die Sondergipfel für Verhandlungen? Wo sind die europäischen Unterhändler, die permanent zwischen Moskau und Kiew pendeln? Wo ist der politische Ehrgeiz, diesen Krieg endlich zu beenden? Ich denke, er soll aus europäischer Sicht nicht beendet werden – ganz im Gegenteil!
Selbstverständlich behaupten die europäischen Regierungen, ihre militärische Unterstützung diene letztlich dem Frieden. Ihre Argumentation lautet: Nur eine starke Ukraine könne Russland an den Verhandlungstisch zwingen, und nur glaubwürdige Abschreckung verhindere weitere russische Angriffe.
Das ist eine Position. Meine ist eine diametral andere. Wer einen Krieg beenden möchte, muss irgendwann mit dem hochstilisierten „Gegner“ reden. Nicht mit seinen Freunden. Mit seinem Gegner. Aber der wird nur dämonisiert. Der Dämon in diesem bereits im April 2022 in Istanbul beendbaren Konflikt sitzt meines Erachtens in Europa. Der Westen war nicht bereit den Konflikt zu beenden, nicht Russland! Kriegstreiber sind in meinen Augen von Dämonen besetzt. Kein normaler Mensch möchte Krieg oder nimmt ihn billigend in Kauf.
Deutschland setzt weiterhin auf weitere militärische Unterstützung. Merz versicherte Selenskyj Anfang September die „entschlossene Fortsetzung der zivilen und militärischen Unterstützung Deutschlands“. [10] Gehen Sie endlich, Herr Merz! Sie haben innenpolitisch sowie außenpolitisch total versagt. Und da wundern Sie sich, dass die Wähler immer mehr zur AFD abdriften? Das sind keine Protestwähler mehr, die meisten von ihnen wählen die AFD aus Notwehr!
Pistorius ging wenige Tage später noch einen Schritt weiter. Deutschland und die USA vereinbarten am 15. September eine engere Verzahnung ihrer Rüstungsindustrien. Gemeinsame Entwicklung und Produktion moderner Waffensysteme, Komponenten und Munition sollen ausgebaut werden. Deutschland plant außerdem den Erwerb amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper. [11]
Das muss man sich vor Augen führen. Die politische Sprache wird militärischer. Krankenhäuser planen für Kriegsverwundete. Rüstungsproduktion wird hochgefahren. Militärische Infrastruktur wird ausgebaut. Milliarden fließen in Raketen und Drohnen. Und gleichzeitig soll der Bürger glauben, all dies sei lediglich Friedenspolitik. Frieden durch immer mehr Waffen? Das mag glauben, wer möchte. Ich nicht.
Das Märchen von Russlands Angriff auf Europa
Die zentrale Begründung für diese Entwicklung lautet: Russland bedroht Europa. Aber stimmt diese Darstellung? Dass Russland im Februar 2022 mit großen Streitkräften in die Ukraine einmarschierte, ist eine Tatsache. Ich halte es jedoch für falsch, die Geschichte dieses Konflikts am 24. Februar 2022 beginnen zu lassen und alles davor auszublenden. Selbst der damalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg stellte im Februar 2023 unmissverständlich fest: „Der Krieg begann nicht im Februar letzten Jahres. Der Krieg begann 2014.“ [12]
Seit dem Ende des Kalten Krieges ist die NATO weit nach Osten gewachsen. Polen, Tschechien und Ungarn traten 1999 bei. 2004 folgten unter anderem Estland, Lettland und Litauen. Weitere Staaten kamen hinzu. Die NATO zählt inzwischen 32 Mitglieder. Beim Bukarester Gipfel 2008 erklärte sie zudem, dass auch Georgien und die Ukraine (!) künftig Mitglieder werden sollten. [13]
Die NATO argumentiert, ihre Erweiterung bedrohe niemanden und jedes souveräne Land dürfe selbst über seine Bündnisse entscheiden. An dieser Stelle darf gelacht werden. Russland wiederum betrachtet die militärische Annäherung der NATO an seine Grenzen seit Jahrzehnten völlig zurecht als Bedrohung seiner Sicherheitsinteressen. Stellen Sie sich vor, Kanada oder Mexiko würden Raketen in Richtung USA aufstellen. Was glauben Sie, wie die USA reagieren würden?
Aus meiner Sicht wurde Russland über Jahrzehnte sicherheitspolitisch immer weiter in die Enge getrieben. Die Vorstellung, der Westen habe mit dieser Entwicklung überhaupt nichts zu tun und Moskau sei eines Morgens einfach mit imperialen Eroberungsfantasien aufgewacht, halte ich für eine groteske Verkürzung – auf bayrisch gesagt: für einen rechten Schmarrn verantwortungsloser Kriegstreiber!
Und noch etwas passt nicht in das gegenwärtige Bedrohungsbild. Putin hat mehrfach ausdrücklich erklärt, Russland wolle NATO-Staaten nicht angreifen. Bereits im März 2024 bezeichnete er entsprechende Befürchtungen bezüglich Polens, der baltischen Staaten oder Tschechiens als „Unsinn“. Russland habe keine entsprechenden Pläne. [14]
Im November 2025 sagte Putin erneut: „Wir haben nie geplant“, Europa anzugreifen. Russland sei sogar bereit, eine entsprechende Erklärung schriftlich festzuhalten und über eine gesamteuropäische Sicherheitsordnung zu sprechen. [15]
Natürlich kann man Putin misstrauen. Natürlich kann man sagen: Worte sind keine Garantie. Aber dann sollte wenigstens die Frage erlaubt sein, weshalb solche Aussagen in der europäischen Debatte kaum eine Rolle spielen, während jedes Bedrohungsszenario bereitwillig aufgegriffen wird.
Ich sehe Russland nicht als ein Land, das morgen in Berlin, Paris oder Brüssel einmarschieren möchte. Ich sehe einen seit Jahrzehnten eskalierenden Sicherheitskonflikt zwischen Russland und dem Westen, zu dessen Vorgeschichte auch die NATO-Osterweiterung gehört. Daraus folgt für mich eben nicht, noch mehr Militär an Russlands Grenzen zu stellen. Es folgt daraus, endlich wieder über eine europäische Sicherheitsarchitektur zu reden, in der nicht nur die Sicherheitsinteressen der NATO-Staaten, sondern auch diejenigen Russlands berücksichtigt werden.
Und noch etwas: Nicht wer den ersten Schritt macht ist der wahre Aggressor, sondern der, der zu diesem Schritt zwingt. Und das ist für mich zweifelsfrei die NATO. Hinzu kommt eine westliche Hybris gegenüber Russland, die mich seit Jahren befremdet: der Eindruck, mit Moskau müsse nicht auf Augenhöhe gesprochen werden, russische Sicherheitsinteressen seien weniger wert als die eigenen und Verhandlungen geradezu ein Zeichen von Schwäche. Was ist das für eine Arroganz? Frieden beginnt damit, auch den Gegner als gleichwertiges Gegenüber anzuerkennen.
Haben die Deutschen ihre eigene Geschichte vergessen?
Gerade Deutschland sollte in dieser Frage vorsichtiger auftreten. Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Mehr als drei Millionen deutsche Soldaten überschritten im Rahmen des Unternehmens Barbarossa die sowjetische Grenze. Es begann ein Vernichtungskrieg von kaum vorstellbarer Brutalität. Rund 27 Millionen sowjetische Bürger verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben, darunter etwa 14 Millionen Zivilisten. [16]
27 Millionen. Diese Zahl sollte jeder deutsche Politiker kennen, bevor er leichtfertig über Krieg mit Russland redet. Nicht Russland marschierte 1941 Richtung Deutschland. Deutschland marschierte Richtung Russland und in andere Teile der Sowjetunion.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass heutige russische Politik wegen der Geschichte von Kritik ausgenommen werden müsste. Geschichte erteilt niemandem einen Freibrief. Sie sollte aber Demut erzeugen.
Wenn deutsche Politiker heute wieder darüber sprechen, Deutschland müsse kriegstüchtig werden, wenn deutsche Soldaten dauerhaft an der NATO-Ostflanke in Litauen stationiert werden und wenn ein deutscher Bundeskanzler erklärt, Russland führe Krieg gegen den Westen, dann sollte zumindest einen Moment lang die historische Dimension dieser Worte bedacht werden.
Mir fehlt diese Sensibilität. Vielleicht wären etwas weniger martialische Rhetorik und etwas mehr Diplomatie gerade aus deutscher Verantwortung heraus angebracht, oder Herr Merz?
Vom Autoland zum Rüstungsstandort
Parallel zur politischen Militarisierung findet eine wirtschaftliche Verschiebung statt, die meines Erachtens viel zu wenig diskutiert wird.
Deutschlands traditionelle Industrie steckt in Schwierigkeiten. Die Automobilindustrie kämpft mit Absatzproblemen, hohen Kosten und wachsender Konkurrenz aus China. Bosch will in seiner Autosparte bis Ende des Jahrzehnts Tausende Arbeitsplätze abbauen. Volkswagen befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Auch der deutsche Maschinenbau dürfte 2026 das vierte Jahr in Folge schrumpfen. [17]
Währenddessen boomt ein anderer Bereich: Rüstung. Wie symbolträchtig diese Entwicklung inzwischen ist, zeigt ausgerechnet „Volks“wagen. Für das VW-Werk Osnabrück wurde Anfang September eine vorläufige Vereinbarung bekanntgegeben, nach der der Standort künftig für Rüstungsproduktion genutzt werden soll. Unter anderem könnten dort Komponenten für Luftverteidigungssysteme entstehen. Rund 1.400 der derzeit etwa 1.800 Arbeitsplätze könnten dadurch erhalten bleiben. [18]
Ein ehemaliges Autowerk wird zum Rüstungsstandort. Man kann sagen: Wunderbar, Arbeitsplätze gerettet. Ich stelle eine andere Frage:
Wovon wollen Deutsche künftig leben?
Deutschland war einmal stolz auf Autos, Maschinen, Chemieprodukte, Anlagenbau, Medizintechnik und zahlreiche andere zivile Spitzenerzeugnisse. Soll die Lösung für die industrielle Krise nun darin bestehen, mehr Panzer, Drohnen, Raketen, Munition und militärische Systeme herzustellen?
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth formulierte Mitte September ziemlich unverblümt, worum es geht: Deutschlands industrielle Kapazitäten sollen stärker für die NATO-Verteidigung genutzt werden. Pistorius und Hegseth unterzeichneten dazu eine entsprechende Vereinbarung. [19]
Damit entsteht ein wirtschaftlicher Mechanismus. Rüstungsunternehmen benötigen Aufträge. Aufträge entstehen durch Aufrüstung. Aufrüstung wird politisch leichter durchsetzbar, wenn Bedrohungen groß erscheinen. Und dauerhafte geopolitische Spannungen sichern dauerhafte Nachfrage.
Aber was bedeutet das eigentlich zu Ende gedacht? Sollen Deutsche künftig darauf hoffen, dass es auf dieser Welt genügend Spannungen, Feindbilder und Kriege gibt, damit die Auftragsbücher der Rüstungsindustrie gefüllt und Arbeitsplätze gesichert bleiben? Soll wirtschaftlicher Wohlstand davon abhängen, dass anderswo Menschen Angst voreinander haben, aufeinander schießen und sterben?
Allein dass solche Fragen gestellt werden müssen, sollte aufrütteln. Was wäre das für eine Vorstellung von Fortschritt, wenn zivile Industriearbeitsplätze verschwinden und ihr Ersatz zunehmend dort entsteht, wo Waffen, Munition und Raketen produziert werden? Ist es ethisch vertretbar, eine Wirtschaftsstruktur aufzubauen, deren Wachstum von einer Welt profitiert, die unsicherer, gespaltener und gefährlicher wird?
Für mich wäre das kein Fortschritt. Es wäre ein zivilisatorischer Rückschritt.
Schande über die Kriegstreiber dieser Welt!
Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Rüstungskonzern Kriege anzettelt. Eine solche Behauptung wäre unseriös. Aber die Interessenlage muss benannt werden.
Ein Unternehmen, das Autos produziert, profitiert davon, wenn Menschen Autos kaufen. Ein Unternehmen, das Waschmaschinen produziert, profitiert davon, wenn Menschen Waschmaschinen kaufen. Und wovon profitiert ein Unternehmen, das Raketen, Panzer und Munition produziert?
Die Antwort kann sich jeder selbst geben.
Eine Verteidigungsindustrie wird benötigt. Kein vernünftiger Mensch kann verlangen, dass ein Staat vollkommen wehrlos ist. Aber zwischen Verteidigungsfähigkeit und einer immer stärkeren wirtschaftlichen Abhängigkeit von Rüstung liegt ein gewaltiger Unterschied.
Die Vereinigten Staaten haben vorgemacht, wie mächtig ein militärisch-industrieller Komplex werden kann. Schon US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte 1961 in seiner Abschiedsrede vor dessen wachsendem Einfluss. Will Europa diesen Weg tatsächlich kopieren?
Wer bereitet Europa auf den Frieden vor?
Ich höre schon den oft verwendeten Einwand Kriegstüchtiger wie Roderich Kiesewetter und Konsorten: Naiv! Mit Putin könne man nicht reden. Russland verstehe nur Stärke. Vielleicht ist es aber noch naiver zu glauben, ein Krieg zwischen Atommächten ließe sich immer weiter eskalieren und gleichzeitig jederzeit kontrollieren. Irgendwann genügt eine Fehlinterpretation, eine Drohne, eine Rakete, ein technischer Defekt, eine falsche Zuordnung, ein überforderter Kommandeur. Und plötzlich geschieht etwas, das niemand mehr aufhalten kann.
Mir macht die gegenwärtige Entwicklung große Sorgen. Nicht weil Europa sich verteidigen möchte. Das soll es. Aber es gibt momentan nicht den geringsten Anlass, das zu müssen. Noch nicht! Der Besonnenheit Russlands haben wir es zu verdanken, dass es noch keinen übergreifenden Konflikt gegeben hat, und nicht dem Geschwätz undiplomatischer, verantwortungsloser und unfähiger europäischer Kriegstreiber.
Die Verhältnisse und die Sprache haben sich verschoben. Über Waffen wird konkret gesprochen. Über Diplomatie abstrakt. Für Rüstung stehen Milliarden bereit. Friedensinitiativen bleiben überschaubar.
Krankenhäuser rechnen mit 1.000 Verwundeten täglich. Fabriken werden auf militärische Produktion umgestellt. Raketen und Drohnen werden bestellt. Soldaten werden an die Ostflanke verlegt. Und der Bundeskanzler erklärt, Russland führe Krieg gegen den Westen.
Vielleicht sollte Europa endlich eine andere Frage stellen.
Nicht: Wie wird Europa kriegstüchtiger?
Sondern: Wie verhindert Europa, dass dieser Krieg jemals stattfindet?
Deutschland und Russland verbindet eine Geschichte, die eigentlich jeden deutschen Politiker zur Vorsicht verpflichten müsste. Rund 27 Millionen sowjetische Tote sollten keine historische Fußnote sein.
Europa braucht Verteidigungsfähigkeit. Aber Europa braucht noch dringender Politiker, die den Mut besitzen, mit ihren Gegnern zu reden. Denn am Ende bleibt eine einfache Frage:
Wenn Deutschland inzwischen seine Krankenhäuser darauf vorbereitet, täglich bis zu 1.000 verwundete Soldaten zu versorgen – wer bereitet Deutschland eigentlich mit derselben Entschlossenheit auf den Frieden vor?
Quellen
[1] Bundeswehr: „Gesundheitsversorgung im Krisen- und Verteidigungsfall gemeinsam sichern“, 13. Mai 2026. Zur Planungsgröße von bis zu 1.000 Verwundeten, Verletzten und Erkrankten pro Tag sowie zur Einbindung des zivilen Gesundheitswesens.
[2] Bundesregierung: „Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates im September 2026“, 14. September 2026. Zu den von der Bundesregierung Russland zugeschriebenen hybriden Angriffen, insbesondere Leipzig/Halle, sowie zu Maßnahmen gegen Spionage und Sabotage und zum Schutz kritischer Infrastruktur.
[3] Reuters: „Drone strike on train is calculated escalation by Putin, German minister says“, 14. September 2026. Zu Boris Pistorius’ Bewertung eines Drohnenangriffs nahe der polnisch-ukrainischen Grenze als „kalkulierte Eskalation“.
[4] Reuters: „Italian NATO jet downs suspected Russian drone over Lithuania“, 14. September 2026. Zum Abschuss einer aus Belarus in den litauischen Luftraum eingedrungenen, mutmaßlich russischen Geran-2-Drohne durch einen italienischen NATO-Kampfjet.
[5] Bundesregierung: „Regierungspressekonferenz vom 16. September 2026“. Zur Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz über Russlands Krieg gegen „die Ukraine und den Westen“ und zur anschließenden Nachfrage nach einem möglichen Kriegszustand; Regierungssprecher Stefan Kornelius bezeichnete Merz’ Äußerung als „Analyse der russischen Position“.
[6] Infratest dimap: „ARD-DeutschlandTREND September 2026“. Repräsentative Befragung im Auftrag der ARD, Erhebungszeitraum 31. August bis 2. September 2026. Zufriedenheit mit Friedrich Merz: 13 Prozent; Lars Klingbeil: 22 Prozent.
https://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/ard-deutschlandtrend/2026/september/
[7] Reuters: „EU to disburse €3.3 billion to Ukraine to procure missiles and drones, von der Leyen says“, 17. September 2026. Zur Ankündigung Ursula von der Leyens, weitere 3,3 Milliarden Euro für die Beschaffung von Raketen und Drohnen durch die Ukraine bereitzustellen.
[8] Europäische Kommission: Ursula von der Leyen, „Rede zur Lage der Union 2026“, Europäisches Parlament, Straßburg, 16. September 2026. Zum vorgeschlagenen europäischen Mechanismus analog zu Artikel 4 des NATO-Vertrags beziehungsweise einem „Notfall-Sicherheitsprotokoll“ sowie zur geplanten Schaffung eines Europäischen Sicherheitsrats.
[9] Europäische Kommission: Ursula von der Leyen, „Rede zur Lage der Union 2026“, Europäisches Parlament, Straßburg, 16. September 2026. Zum gemeinsam mit der Ukraine geplanten modularen Raketenabwehrsystem „Freyja“ und von der Leyens Aussage: „Und Freyja ist nur der Anfang. Es braucht mehr.“
[10] Bundesregierung: „Bundeskanzler Merz telefoniert mit dem Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj“, 2. September 2026. Merz sicherte der Ukraine die „entschlossene Fortsetzung der zivilen und militärischen Unterstützung Deutschlands“ zu.
[11] Reuters: „Germany, US sign agreement to deepen defense cooperation between industries“, 15. September 2026. Zur Vereinbarung zwischen Boris Pistorius und Pete Hegseth über eine engere deutsch-amerikanische rüstungsindustrielle Zusammenarbeit sowie zum geplanten deutschen Erwerb von Tomahawk-Marschflugkörpern.
[12] NATO: Jens Stoltenberg, „Doorstep statement“, 14. Februar 2023. Stoltenberg: „The war didn’t start in February last year. The war started in 2014.“
https://www.nato.int/en/news-and-events/events/transcripts/2023/02/14/doorstep-statement
[13] NATO: „Bucharest Summit Declaration“, 3. April 2008, sowie NATO-Dokumentation zur Erweiterung. Zur Erweiterung der NATO und zur Erklärung des Bukarester Gipfels, dass Georgien und die Ukraine künftig Mitglieder des Bündnisses werden sollten.
[14] Reuters: „Putin says Russia will not attack NATO, but F-16s will be shot down in Ukraine“, 27. März 2024. Putin erklärte, Russland habe keine Absicht, Polen, die baltischen Staaten oder Tschechien anzugreifen, und bezeichnete entsprechende Befürchtungen als „complete nonsense“.
[15] Reuters: „Putin says Russia is ready to discuss European security, has no plans to attack EU“, 27. November 2025. Putin erklärte, Russland habe nie geplant, Europa anzugreifen, und sei bereit, dies schriftlich festzuhalten sowie über eine gesamteuropäische Sicherheitsordnung zu sprechen.
[16] Museum Berlin-Karlshorst: „Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion“. Zum deutschen Überfall vom 22. Juni 1941 und zu den etwa 27 Millionen sowjetischen Toten des Zweiten Weltkriegs, darunter rund 14 Millionen Zivilisten.
[17] Reuters: „Workers at German auto supplier Bosch call for EU action to stem job losses“, 16. September 2026; ergänzend Angaben des VDMA zur Entwicklung des deutschen Maschinenbaus. Zu Stellenabbau in der deutschen Automobilzulieferindustrie und zur schwierigen Entwicklung im Maschinenbau.
[18] Reuters: „Volkswagen finds defence future for German plant amid major overhaul“, 7. September 2026. Zum geplanten Übergang des VW-Werks Osnabrück zur Rüstungsproduktion und zum möglichen Erhalt von rund 1.400 der etwa 1.800 Arbeitsplätze.
[19] Deutschland.de: „Hegseth: Deutsche Industrie für NATO-Verteidigung nutzen“, 16. September 2026. Zur Absichtserklärung von Boris Pistorius und Pete Hegseth über eine engere Verzahnung der deutschen und amerikanischen Rüstungsindustrie.
https://www.deutschland.de/de/news/hegseth-deutsche-industrie-fur-nato-verteidigung-nutzen





Alles richtig erkannt, gefordert, prognostiziert .
Es ist für den politischen Mainstream wohl irgendwie nötig, dass die Bevölkerung erneut in Angst und Schrecken versetzt wird. Diesmal werden sie sich allerdings richtig in die Nsseln setzen, denn Russland ist nicht COVID.
Schade, dass in Kriegen nicht als erstes die feindlichen Regierungen erledigt werden, dann hätten wir das Problem gerade überhaupt nicht. Oder glaubt irgendwer, dass auch nur ein Politiker im Krieg sterben würde?
***
Warum kann man in diesem Kommentarsystem die eigenen Aktivitäten nicht verfolgen? Schrott.
Sondern: Wie verhindert Europa, dass dieser Krieg jemals stattfindet?
Die Frage hat sich Europa schon längst und immer wieder gestellt.
Die Antwort lautet in der Eindämmung des russischen Ultranationalismus Marke Putin durch einen gemeinsames defensives Bündnis, das darauf abzielt jeden aggressiven Schritt des Zaren sofort konsequent zu beantworten.
Ein Jammer, dass es Menschen gibt, die das Offensichtliche nicht sehen wollen, weil es nicht in ihr, nicht mehr zu ändernde, Narrativ hineinpasst.
Bist du der Kurier des Zaren? Ist dieser wie auch immer geartete „Zar“ mit dir gemeinsam im Raum? Jetzt gerade?
Sondern: Wie verhindert Europa, dass dieser Krieg jemals stattfindet?
Die Frage hat sich Europa schon längst und immer wieder gestellt.
Die Antwort lautet in der Eindämmung des russischen Ultranationalismus Marke Putin durch einen gemeinsames defensives Bündnis, das darauf abzielt jeden aggressiven Schritt des Zaren sofort konsequent zu beantworten.
Ein Jammer, dass es Menschen gibt, die das Offensichtliche nicht sehen wollen, weil es nicht in ihr, nicht mehr zu ändernde, Narrativ hineinpasst.
was für eine jämmerliche Kommentarplattform – ich bin dann mal raus hier
Meine Einlassung gelöscht, ein Idiotenkommentar doppelt.
Und tschüss
Ne quittez pas! Jetzt hast du dich doch schon darauf eingelassen. Es wird dir gut gefallen. Nur Mut.
Der erste Satz ist schon mal falsch. Deutschland gibt vor, seine Krankenhäuser auf 1000 verwundete Soldaten am Tag vorzubereiten. Dahinter verbirgt sich aber nichts. Alles Fassade. Alles Fake. Das deutsche Gesundheitssystem wird immer ineffizienter gemacht.
So sehe ich das auch. Diese ganze Militarisierung scheint mir ein gigantisches Ablenkungsmanöver, um die letzten Reste von allgemein verteiltem Wohlstand – und für viele Menschen IST unser Sozialsystem der Wohlstand! – an sich zu reißen. Netter Nebeneffekt: mit dem derart aufgerüsteten Gewaltmonopol kann man später auch Versuche unterdrücken, das ganze wieder in weniger feudale Bahnen zu lenken. Alles natürlich ganz demokratisch, versteht sich.
Europa rüstet sich für den Krieg – und wer rüstet sich für den Frieden?
https://www.boerse-express.com/news/articles/rheinmetall-aktie-friedensangst-schockt-anleger-842841
alles Aktionäre
„Deutschland bereitet seine Krankenhäuser auf bis zu 1.000 verwundete Soldaten am Tag vor.“
Crash – Boom – Bang!
Diese „Vorbereitung macht sich aktuell noch nicht in der Haushaltsplanung bemerkbar. Eher im Gegenteil.
Haushaltsplan Gesundheit 2026: 21.773.945 = 4,15% des Bundeshaushalts
Haushaltsplan Gesundheit 2027: 14.336.658. = 2,58% des Bundeshaushalts
Haushaltsplan Bundsschuld 2026: 33.649.367 = 6,42% des Bundeshaushalts
Haushaltsplan Bundsschuld 2027: 43.610.595 = 7,85% des Bundeshaushalts
Haushaltsplan Verteidigung 2026: 82.687.312 = 15,78% des Bundeshaushalts
Haushaltsplan Verteidigung 2027: 109.749.619 = 19,78% des Bundeshaushalts
https://www.bundeshaushalt.de/DE/Bundeshaushalt-digital/bundeshaushalt-digital.html
Man kann auf dieser website das Jahr einstellen und sich dann die Planungshaushalte der Vergangenheit ansehen. Obwohl die Planung bis 2030 geht und hier z.B. für den Verteidigungshaushalt 179 Mrd im Umlauf sind, enden die Pläne 2027. Offenbar ist es ungeschickt die Pläne 2028, 2029 und 2030 sichtbar zu machen.
Vergleicht man die Haushalte Gesundheit und Verteidigung, stellt man fest, dass die Differenz innerhalb eines Jahres von 11,63% und auf 17,2% stieg. Gesundheit ist nicht so wichtig. Für die Verwundeten sehe ich schwarz.
Zwar fasst der Artikel nur bekannte Dinge zusammen und kommt zu keinen neuen Einsichten, doch ist er auf seine Weise trotzdem gut und eindrucksvoll.
Die Einschätzung von @Ottono versucht einerseits, offizielle Narrative zu stützen und ignoriert andererseits gegebene Fakten. Wie sollte Russland den Westen angreifen wollen, wo es noch nicht mal die Ukraine überrollen kann???
Abwegig!
—
Zurück zu ernsthaften Gedanken:
Das bitterböse Kernproblem dürfte sein, dass der Westen inzwischen bereits so viel Geld und Waffen in diesen Stellvertreterkrieg mit dem Ziel der Schwächung Russlands investiert hat, dass man meint, nicht zurück zu können.
Da haben sich gewisse Leute und ihre hiesigen Vertreter total verrannt.
Deshalb geht es weiter und weiter und weiter … Ohne echtes Nachdenken! Beinahe maschinenhaft.
Unwillkürlich muss ich hier an jenen Automatismus vom Sommer 1914 denken. Nein, die Situation selbst ist natürlich nicht direkt vergleichbar. Vergleichbar ist aber der geringe Handlungsspielraum, den die beteiligten Politiker damals wie heute zu haben glaubten bzw. zu haben glauben. Und eben das verlieh und verleiht dem Geschehen etwas fürchterlich Maschinenhaftes.
Wer partout nicht bereit ist, einen eigenen Misserfolg hinzunehmen und zu akzeptieren, dass er sich verzockt hat, der riskiert dann eben wie ein Hasardspieler das Äußerste.
Und da heute eine Generation in Amt und Würden gewachsen ist (der Kanzler stellt hier eine verblüffende Ausnahme dar), die Krieg zunehmend nur noch als technisch-politische Option denken kann – gewissermaßen wieder als „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ (i.S. von Clausewitz) – nicht aber in der Lage ist, das Grauen und insbesondere die praktisch immer eintretenden Eskalationen zu berücksichtigen – nun deshalb sind diese Leute heute als moderne „Schlafwandler“ (i.S. von Clark) unterwegs.
Niemand sagt, dass er den großen Krieg will, aber viele halten ihn mittlerweile für führbar, für beherrschbar und kontrollierbar, und nur wenige sind bereit, etwas zu seiner Verhinderung zu tun.
Eben dieses Denken, dass ein Krieg für die eigene Seite führbar und beherrschbar sei, ist das elementar Gefährliche, Leichtfertige und Dumme. Und eben diese üble Überzeugung steht geschichtlich gesehen am Beginn so manchen großen Krieges …
Zum Desaster wurde der Erste Weltkrieg dann übrigens auch für die Sieger, denn sie hatten 1914 ebenfalls die tatsächliche Eskalation nicht mal ansatzweise vorausgesehen.
Beinahe nie lief ein großer Krieg so ab, wie er geplant war … !
Im Gegensatz zu 1914 aber auch 1939 wissen wir mehrheitlich, wohin die Überzeugung der eigenen Unbesiegbarkeit führen kann. Die größten Kriege fanden aus europäischen Staaten als auch in Europa statt, die höchste Opferzahl sind Europäer. Nach WK II hätte dieser Kontinent sich einer politischen als auch gesellschaftlichen Katharsis unterziehen müssen, stattdessen reihten sich die europäischen Nachkriegsregierungen im Westen in die Kalte-Kriegs-Strategie ein, manipulierten ihre Bevölkerung & beteiligten sich zunehmends an der Schürung von Konflikten & Kriegen weltweit. Momentan erleben wir eine Zuspitzung, die brandgefährlich ist und wenig Raum für Hoffnung lässt, dass ein grosser Krieg in Europa vemieden werden kann.
Eigentlich hat der 2. Weltkrieg den seit 1919 tobenden heißen und kalten Krieg gegen die UdSSR nur für ein paar Jahre unterbrochen, da sich der Führer erdreistete, zuerst alle potentiellen Feinde an der Westfront auszuschalten, um einen 2-Frontenkrieg zu vermeiden.
Deswegen hat man nach ’45 direkt weitergemacht, wo man ’33 aufgehört hatte.
@Lana
„Im Gegensatz zu 1914 aber auch 1939 wissen wir mehrheitlich, wohin die Überzeugung der eigenen Unbesiegbarkeit führen kann.“
Ja, wir beide wissen das.
Leider lernt man aus der Geschichte aber nur, dass die Menschen und ihre Regierungen im Allgeminen nichts aus der Geschichte lernen.
Seit der „geistig-moralischen Wende“ 1982 wurden Menschen gezielt gefördert und an die Schaltzentralen gehievt, die ich als psychisch krank bezeichnen würde – narzisstische Psychokrüppel, die um sich selbst kreisen und keine wirklich konstruktiven Gespräche oder gar Diskussionen führen können und wollen. Ausdruck dessen ist z.B. die Verweigerung von Diplomatie und das Ausblenden jeglicher Realität. Wenn kein Wunder passiert, wird das in die Katastrophe führen.
Ist doch eh nur ein vorgegaukeltes Problem. In der Realität ist ein Fangschuß die günstigste Lösung.
„Die NATO argumentiert, ihre Erweiterung bedrohe niemanden und jedes souveräne Land dürfe selbst über seine Bündnisse entscheiden. An dieser Stelle darf gelacht werden. Russland wiederum betrachtet die militärische Annäherung der NATO an seine Grenzen seit Jahrzehnten völlig zurecht als Bedrohung seiner Sicherheitsinteressen.“
Der russische Präsident Putin gratulierte noch 2004 den baltischen Staaten zum Beitritt. So sagte er am 2. April 2004: „Hinsichtlich der Nato-Erweiterung haben wir keine Sorgen mit Blick auf die Sicherheit der Russischen Föderation.“
In einem am 2. Januar 2005 veröffentlichten Interview mit dem Handelsblatt räumte der russische Außenminister Sergei Lawrow der Ukraine und Georgien das Recht auf einen möglichen NATO-Beitritt ein. Er erklärte: „Das ist deren Wahl. Wir achten das Recht jedes Staates, – unsere Nachbarn eingeschlossen –, sich seine Partner selbst zu wählen, selbst zu entscheiden, welcher Organisation sie beitreten wollen.“
„Stellen Sie sich vor, Kanada oder Mexiko würden Raketen in Richtung USA aufstellen. Was glauben Sie, wie die USA reagieren würden?“
Wurden denn in den Baltischen Staaten Raketen in Richtung Russland aufgestellt? Würden die USA wegen angeblicher Raketen Teile Kanadas oder Mexikos annektieren? Warum sollten Kanada oder Mexiko irgendwelche Raketen Richtung USA aufstellen?
Putin & Lawrow wurden seinerzeit eingeseift, Dank Schröder. Es gab wohl das Einvernehmen, dass es besser wäre die Pisser im Zelt zu haben, die nach draussen pissen, als sie vor dem Zelt zu haben, damit sie hineinpissen _ nach dem Motto „It’s probably better to have them inside the tent pissing out, than outside pissing in.“ Die Einschätzung mag Schröder wahrgenommen haben, aber dann pissten die Pisser in als auch auf das Zelt, was Angie tw. zu Gute kam, bzw. sie meinte zumindest, dass es zu irgendetwas gut wäre. Na ja, dann geriet das ganze außer Kontrolle & was machen Pisser die in das Zelt & auf das Zelt pissen? Sie gehen auf totale Konfrontation & schlagen den Kamikaze-Kurs ein.
Lawrow und putin als Pisser zu bezeichnen ist schon ein starkes Stück!
Und was ist denn unter Angie ausser Kontrolle geraten? Haben Deutschland und Europa etwa zu viele Milliarden nach Russland geschickt die der russischen Führung dann zu Kopf gestiegen sind?
Lawrow und Putin sind nicht damit gemeint, Schröder auch nicht. Überlegen Sie mal, wer im Kontext in Frage kommt.
@Werner 1️⃣ „Warum sollten Kanada oder Mexiko irgendwelche Raketen Richtung USA aufstellen?“ – Dabei geht es nicht um die Frage, warum sie das machen sollten, sondern um die Frage, was passieren würde, wenn sie es machen würden. Würden die USA das einfachen hinnehmen. Wem wollen Sie das erzählen?
2️⃣ „Wurden denn in den Baltischen Staaten Raketen in Richtung Russland aufgestellt?“ – Spielt es eine Rolle, in welche Richtung diese Raketen aufgestellt werden? Die Richtung man doch innerhalb einer Sekunde ändern. Die Frage ist, warum überhaupt Raketen an der russischen Grenze aufgestellt werden? Das ist die entscheidende Frage. Und erzählen Sie bitte nicht die Story, dass Russland und Putin demnächst Berlin, Paris und London angreifen werden.
3️⃣ 2004/2005 sind Putin noch Lawrow vermutlich noch davon ausgegangen, das in der Ukraine demokratische und neutrale Wahlen stattfinden. Warum werden die Ereignisse, die 2014 in der Ukraine geschehen sind, von den Mainstream-Propaganda-Medien seit Kriegsbeginn 2022 immer unter den Teppich gekehrt? Warum? Und die Antwort lautet: Die Entwicklung in der Ukraine seit 2014 legitimiert den Krieg nicht, aber es liefert eine Begründung für die „militärische Spezialoperation“, wie die Kriege der USA von den deutschen Mainstream-Propaganda-Medien immer gerne bezeichnet werden.
Wer ein Ende des Krieges und Frieden in der Ukraine will, der muss mit Putin/Russland verhandeln. Das will der „Wertewesten“ aber nicht. Der „Wertewesten“ rüstet stattdessen massiv auf und behauptet, mit Putin könne man nicht verhandeln. Der „Wertewesten“ will, dass der kleine „Napoleon“ Wolodymyr Selenskyj in der Ukraine alle Russen vertreibt und die Ukraine inklusive Krim an die „wertewestlichen“ Oligarchen verschenkt. Oder wollen Sie das bestreiten? Wollen Sie das bestreiten ⁉️
„Ich frage mich: Sind die denn alle wahnsinnig geworden?“
Uwe Froschauer
Wie immer weiß man in Deutschland ganz genau, was geplant ist und auch, was mit Sicherheit kommen wird.
Wir sind ja nicht auf den Kopf gefallen.
Dementsprechend aufgeregt sind die Diskussionen. Dabei bleibt es dann aber leider auch.
Wie schon zwei Mal in der jüngeren Geschichte fehlt der Mut und die Tatkraft konsequent und notwendigerweise robust gegen die ganz offen vorangebrachten Kriegsvorbereitungen einer unverantwortlichen Politik vorzugehen.
Dass die Zeit des Redens auch einmal vorbei ist, will in Deutschland unglücklicherweise niemand begreifen. Andere Völker sind da nicht so Untergangsfroh, woran liegt das?
Am pathologischen Rudeltrieb der Deutschen, der jeden verbeißt der nicht mit den Wölfen heult?
Auf jeden Fall haben wir diesmal endgültig durch kriminelle Unterlassung den Untergang Deutschlands verdient, den das auch mit Sicherheit nach sich ziehen wird.
Wie weit wir eigentlich schon wieder sind zeigt, als unfassbares Symbol, dass „Freya“ ein Luftabwehrsystem Nazideutschlands war.
Mir scheint, wir sind mit ukrainischer Hilfe einmal im Kreis gewandert. Unter förderndem Schubsen und dem Beifall der aktuellen Politik.
Katastrophal.
„An dieser Stelle darf gelacht werden. Russland betrachtet die militärische Annäherung der NATO an seine Grenzen seit Jahrzehnten völlig zurecht als Bedrohung seiner Sicherheitsinteressen.“
Die NATO als Verteidigungsbündnis ist keine Bedrohung für Russland, es ist aber ein Hindernis für Russlands aggressive Expansionspolitik mit dem Ziel, Grenzen in Europa zu verschieben, die Russland als legitimes Ziel betrachtet und nach aussen als „Sicherheitsinteresse“ ausweist.
„Die NATO als Verteidigungsbündnis ist keine Bedrohung für Russland.“
1. Die Aussage ist nichts wert, wenn das Russland anders sieht. Die Völkermörder der IDF und die Siedlerkolonialisten sind auch nur am Verteidigen und sogar die moralischste Armee der Welt. Frag mal Artur_C!
2. Spricht jede reale Metrik dagegen, dass die NATO, das größte Militärbündnis der Welt, dessen Gegenpart es schon lange nicht mehr gibt, keine imperiale Organisation wäre und damit keine Bedrohung für Russland. All das haben wir schon oft in vielen Details niedergeschrieben, aber das hindert einen NAFO-Troll nicht dran, die alten Talking-Points zu wiederholen. Russland soll balkanisiert werden und die Rohstoffe ausgeplündert. Andersrum funktioniert das nicht. Russland braucht keinen deutschen Boden, weil ihnen Rohstoffe oder Lebensraum fehlen würden. Das US-Imperium führt an der Grenze zu Russland Krieg, vollführt Regime Changes in Nachbarstaaten oder versucht es. Es hat mehrmals in den letzten 2 Jahren den Iran überfallen und will am Liebsten auch noch gegen China Krieg führen und sie nicht aus dem südchinesischen Meer rauslassen mit all ihren Militärbasen in der First island chain.
https://en.wikipedia.org/wiki/First_island_chain
Mit anderen Worten: Du trägst hier wie auch Ottono nichts bei. Von dir lernt man nie etwas, sondern liest immer nur die gleichen langweiligen, wirklich blöden NATO Talking points in kurzen Postings in einfacher Sprache, die in den MSM endlos wiederholt werden. Allerdings frage ich mich immer warum es nicht viel mehr NAFO-Trolle hier gibt oder mehr Bundeswehr Buddies, wenn man bedenkt, wer alles von dem aus Kontrolle geratenen Militarismus und dem Wunsch nach mehr Krieg profitiert. Warum wurde das Forum nicht schon ganz übernommen wie das von TP, wo das Computer und IT-Forum in „Defense Tech“ umgewidmet wurde? So schwer kann das doch nicht sein? Das muss sicher an dem hybriden Krieg der Russen liegen… was Anderes kann es ja nicht sein!
„Die Aussage ist nichts wert, wenn das Russland anders sieht.“
Herr @Lustig, Russland sieht das nicht „anders“ als in meinem Beitrag formuliert. SIE und der süddeutsche Frosch sehen das anders und das ist ein Unterschied. Russland sieht nicht die NATO als Bedrohung für Russland -sonst hätte es die NATO-Russland-Grundakte von 1997 gar nicht unterzeichnet- sondern die Existenz von NATO in den Balten, in Polen, in Rumänien etc, weil die NATO dort eine Schranke für die imperiale Ausdehnungspolitik Russlands darstellt. Die es übrigens erst seit 2007 als Staatsdoktrin in Russland gibt. Vor 2007 hiess die offizielle russische Staastdoktrin: „Ende des Kalten Krieges, Kooperatiion mit dem Westen zum Vorteil beider Seiten.“ In dieser Zeit hat der Kreml auch die Ukraine sogar in die NATO eingeladen. Lawrow bekräftigte die offizielle Position des Kreml in Bezug auf die Ukraine mehrmals:: die Zeit der Konfrontation in Europa ist vorbei, wir leben jetzt im Zeitalter von souveränen Staaten, jeder dürfe seine Sicherheitspolitik souveräne gestalten, auch die Ukraine könne in die NATO, wenn sie es will, Russland habe nicht dagegen usw. In 2007 änderte Russland -NICHT Europa- fundamental seine eigene aussen- und innenpolitische Staatsdoktrin von „Kooperation und Frieden“ auf „Konfrontation und Krieg“ .
„Allerdings frage ich mich immer warum es nicht viel mehr NAFO-Trolle hier gibt…“ und bla, bla. bla….
Weil ihr einfach zu unbedeutend seid. Lohnt den Aufwand nicht. Da muss man noch nicht mal sanktionieren.
Das sehen Serben, Libyer, Syrer Afghanen, Iraker… Aber ganz anders. Die NATO ist eine kriminell-terroristische Organisation, die 1949 gegründet wurde, „die Amerikaner drin, die Russen draußen und die Deutschen unten zu halten“. Seit seiner Gründung 1949 hat die NATO das offizielle Feindbild UdSSR bzw. nach Auflösung der UdSSR eben Russland.
Der ehem. Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium ,Willy Wimmer(CDU), hat von einer NATO- Tagung in Bratislava im Jahr 2000 berichtet. Dort wurde die NATO Strategie für das kommende Jahrzehnt festgelegt. Alles Territorium westlich der Linie Riga-Odessa sei NATO- Territorium. Das Gebiet östlich davon solle „verbrannte Erde“ werden. Russland solle dauerhaft als ein politischer Akteur vernichtet werden.
Das „RAND“- Konzept „Overextenting und unbalancing Russia“ von 2019 ist offizielles Strategiepapier der NATO. Und jetzt erzählen sie doch noch einmal ihr Märschen vom „Verteidigungsbündnis“…
Die NATO hat sich als Agressionsbündnis & nicht als Verteidungsbündnis ausgezeichnet. Sie wurde nie angegriffen, hat aber einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg begangen. Schluss mit den törichten Märchen!
@cromwell ‼️ Tatsache ist, Russland hat sich nach dem Fall der innerdeutschen Mauer 1989 militärisch zurückgezogen, der Warschauer Pakt hat sich 1991 aufgelöst. Das ist eine historische Tatsache.
Tatsache ist auch: Die NATO, das angebliche „Verteidigungsbündnis“ des „Wertewestens“ existiert noch immer, die NATO hat sich seit 1989 vergrößert und nach Osten ausgebreitet. Auch das ist eine historische Tatsache.
GIBT ES MITBÜRGER, DIE DIESE TATSACHEN ABSTREITEN UND LEUGNEN WOLLEN? 🤐 🚫 🙈?
Apropos Grenzen: Wer im Gaza Grenzen verschieben will und das mit der Verteidigung gegen „Terroristen“ begründet, das sind sicherlich nicht die Palästinenser, das sind auch nicht die Russen und es sind auch nicht die Iraner und die Grönländer. Oder gibt es Mitbürger, die auch das abstreiten❓🤔
Wenn eine einzelne Person 👤 dieses widersprüchliche Verhalten 👥 an den Tage legen würde, dann würde man sagen, dass der Typ nicht alle Latten am Zaun bzw. alle Tassen im Küchenschrank hat. Auf der gesellschaftlichen Ebene 👨👩👧👦👨👨👦 👭 🧑🤝🧑👫🧑🤝🧑 funktioniert das offenkundig „hervorragend“, denn nur wenige Bürger finden das merkwürdig.
Da wird die Bundeswehr auf Kosten der Allgemeinheit mit Milliarden hochgerüstet und von den Mainstream-Medien und Lobbyisten der Rüstungsindustrie rund um die Uhr gegen Putin und Russland gehetzt. Gleichzeitig wird auf dem Oktoberfest in München gefeiert, geschunkelt, geklatscht, gelacht und das bis in die tiefe Nacht. Im Fernseher (Programmauswahl vom 25. September 2026) läuft die
„Wahl der Deutschen Weinmajestät“ (MDR),
„The Voice of Germany“ (SAT1),
„Johann König findet: Scheitern ist was Wunderbares“ (WDR)
„Schlager-Express“ (Gute Laune TV)
„Deutschland, ich küss dein Herz“ (one)
„Verpfuscht – Ein Fall für die Beauty Docs“ (Sixx)
„Naked Survival: Global Showdown“ (DMAX)
„Euromillionen“ (ORF 2)
„Mörwald kocht“ (oe24.TV)
„Filthy Rich“ (SAT. 1 Emotions) und
„Golf : Presidents Cup“ (Canal+ Sport)
Auf arte gibt es eine Neuverfilmung von „Der Schimmelreiter“, dieser alten Novelle von Theodor Storm aus dem Jahr 1888. Aber wer schaut sich denn so etwas an?
Aus der Sicht der herrschenden Nomenklatura macht das aber durchaus Sinn. Aufrüstung und Bellizismus auf der einen Seite und Volksbelustigung bzw. Entertainment auf der anderen Seite.
Welche Regierung sagt schon: Liebe Normal-Bürger, ihr müsst sparen und den Gürtel enger schnellen, denn der Krieg in der Ukraine ist nur ein Stellvertreterkrieg. Wir wollen Krieg als Dauerzustand, denn die Aktionäre der Rüstungsindustrie in Deutschland, Europa und vor allem den USA verdienen hervorragend daran. Wir rüsten für einen ganz großen Krieg gegen Russland und wenn Putin/Russland uns nicht angreifen will, dann finden wir einen Anlass, um zurückschießen zu können.
“ Wie verhindert Europa, dass dieser Krieg jemals stattfindet?“
Das kann nicht das abstrakte Konstrukt Europa verhindern sondern deren Bürger. Aber leiden wählen eben diese Bürger seit Jahren regelmäßig Parteien, die sich nicht für Frieden positionieren sondern für eine Stärke, die in den Krieg führen wird. Ja, als Entschuldigung kann die Beeinflussung durch Erziehung als auch Medien herangezogen werden, aber dann muss im Endeffekt die Tatsache benannt werden, dass die Bevölkerung seit Jahrzehnten manipuliert wird. Im Westen nichts Neues. Und nun?
Ihr hier im Overton-Magazin könntet zumindest dazu beitragen, aufzuklären & immer wieder dagegen zu schreiben. Stattdessen schreibt ihr regelmäßig die einzige Partei in D nieder, die sich eindeutig für Frieden und gegen Krieg positioniert. Damit ist nicht die AfD gemeint und auch nicht die Linke.
Ich rechne nicht mit einem „großen Krieg“ nach Schema der vergangenen großen Kriege, allein weil RU weder in der Lage noch willens ist sich auf einen solchen erneut einzulassen.
Wozu sie jedoch in der Lage sind, ist, ein Land wie DE oder UK innerhalb von weniger als 48h auszuschalten.
Auschalten beudeutet, EMP Schlag kombiniert mit massiven Raketenschlägen auf Militärstützpunkte, Logistikknoten und esentielle Infrastruktur.
Innerhalb weniger Stunden gibt es dann: landesweit dauerhaft keinen Strom, keine Energieversorgung via Ausland, keine Kraftstoffe, keine politische oder militärische Führung, keine Häfen, keinen digitalen Zahlungsverkehr, kein Bankwesen, keine nennenswerte Wehrfähigkeit.
Ein solches Land kann man dann sich selbst überlassen und die Bevölkerung sich selbst den Rest geben lassen.
So ein Vorgehen wäre natürlich monströs und hätte Jahrhundert lange Folgen und der EMP Schlag würde etliche Länder betreffen, und Gegenreaktionen Dritter oder von nicht neutralisierten Resten schlecht abwägbar. Deswegen wurde das bisher nicht gemacht, es ist die ultima ratio, zu der RU dann allerdings alternativlos gezwungen werden sein kann.
An den weniger grünen Tischen ausserhalb von Dumpfbackenland ist das längst als Szenario abgeklärt.
Deswegen braucht Trump Grönland, weil Startrampe Europa demnächst nicht mehr zur Verfügung stehen könnte.
Das Haupthindernis bzw Risiko dabei ist König Karls Sproß Battenbergs Privatatombewaffnung.
Aber Russland ist groß und wird auch ohne Petersburg und Moskau weiterbestehen.
UK ist ohne die City nach so einem Schlagabtausch aber nur noch eine keltische Kannibaleninsel.
Und das andere Hindernis ist Putins paradoxe Sentimentalität.
So stellt sich das für mich jedenfalls dar.
Zu diesem Artikel und zu Putins Rede im Bundestag:
Putins Angriff auf die Ukraine war ohne Wenn und Aber eine verbrecherische Aggression.
Und der Ukraine-Krieg war nicht sein erster Krieg: Als er seine Rede im Bundestag hielt, führte er gerade seinen zweiten Tschetschenienkrieg. Dem Baltikum sind derartige Kriege erspart geblieben, weil es eine bessere internationale Lobby hatte als Tschetschenien; in den Hauptstädten Skandinaviens (und in Deutschland) saßen Exilbalten in wichtigen Positionen. Putins Angriff auf die Ukraine hätte vielleicht verhindert werden können, wenn die Weltgemeinschaft seine propagandistischen Vorbereitungen durchkreuzt hätte: Ein internationaler Kongress mit russischer und ukrainischer Beteiligung über faschistische Tendenzen in Russland und der Ukraine hätte aufzeigen können, dass die Ukraine ziemlich demokratisch und Putin der große Faschist ist. Ein Indiz am Rande für Putins Faschismus ist das Logo der Gruppe Wagner, die er die für die erste Schmutzarbeit in der Ukraine ins Leben gerufen hatte. Das Logo ist ein lateinisches W mit einem zusätzlichen rechteckigen Haken. Da Richard Wagner der Lieblingskomponist der Nazis war, ist dieses Logo ein Hakenkreuz-Zitat.
Und die Weltgemeinschaft hätte ein paar tausend Beobachter in der Ukraine verteilen sollen: „Lieber W. Putin, du kannst die Ukraine militärisch besetzen, aber beherrschen darfst du sie trotzdem nicht.“* Leider haben sich leitende Personen der Ukraine für militärischen Widerstand entschlossen und teilweise sogar geglaubt, Russland besiegen zu können. Nachdem schon Napoleon und Hitler feststellen durften, dass (das Moskauer) Russland aus strukturellen Gründen unbesiegbar ist, hätten die Ukrainer, als selber Russen, das erst recht wissen sollen.
Mit seinem Überfall auf die Ukraine hat Putin die Option auf eine Wiedervereinigung Russlands zerstört, die ansonsten möglich wäre, sobald Putin endgültig abgetreten ist und unter der Bedingung, dass (das Moskauer) Russland Schutzmechanismen gegen das Aufkommen neuer Autokraten entwickelt.
Putin hat seinen Aufstieg nicht zuletzt der Situation Russlands als beleidigte Weltmacht zu verdanken, wie Hitler in der Weimarer Republik. Unter Breschnew hatte Russland fast den halben Globus beherrscht, jetzt geht die Grenze Russlands mitten durch Russland. Ohne Putins Autokratie könnte es den Menschen in einem wiedervereinigten besser gehen als in der Teilung in Großrussland, Belarus und Ukraine. Bestrebungen, die Ukraine aus Russland heraus zu lösen und Europa anzuschließen, haben eine unschöne Vorgeschichte: Nachdem Kiew wiederholt von asiatischen Reiternomaden verwüstet worden war, hat der Großfürst von Wladimir-Susdal den russischen Patriarchen (der dem Patriarchen von Konstantinopel unterstand) aus Kiew in sein (Teil-) Reich geholt. Das minderte die Bedeutung des Großfürstentums Halitsch-Wolodimir. Daraufhin witterte der Papst (Patriarch von Rom) eine Gelegenheit, seinem Konstantinopler Kollegen und Konkurrenten einen Teil seines Reviers abspenstig zu machen. Durch einen päpstlichen Legaten wurde der Großfürsten von Halitsch-Wolodimir zum Rex Rusiae, also König von Russland gekrönt. Dieses Regium Rusiae war der erste Vorläufer der Ukraine. Konflikte zwischen dem dort nun privilegierten katholischen Klerus und dem eingesessenen orthodoxen Klerus zerrütteten dieses Reich aber so sehr, dass es schließlich zwischen Nachbarn, also Litauen, Polen und zeitweise auch Ungarn aufgeteilt wurde.
* Auch wenn die Rahmenbedingungen derzeit dafür nicht gut sind, sei darauf hingewiesen, dass die Vorstellung grundsätzlich abwegig ist, Krieg BESIEGEN zu können. Gegenmodell: Ab einem gewissen Stichtag, beispielsweise 1.1.2000 (ja, das Datum liegt schon wieder mehr als ein Vierteljahrhundert zurück), hat jede Macht, die eine militärische Aktion durchführt, die Kosten für die Behebung der durch diese Aktion entstandenen Schäden zu bezahlen. Gegebenenfalls können die Schäden beider Seiten gegen einander aufgerechnet werden, beispielsweise zwischen Israel und den Palästinensern. Wie der Wiederaufbau erfolgt, regelt die geschädigte Seite (also nicht der zahlungspflichtige Zerstörer).
Ab demselben Stichtag ist jeder militärisch herbeigeführte Zustand unrechtmäßig. Wie es in einem Territorium weitergeht, haben diejenigen Menschen zu entscheiden, die dort leben, und die, die vor dem militärischen Konflikt dort gelebt haben.
Wer hat wen angegriffen?
Das obliegt einer persönlichen Objektivität.
Aber Politik obliegt keiner objektiven Sichtweise, sondern von Interessen der wirtschaftlich politischen Interessen..
Der russische Staat unter Putin, hatte vor der SMO, dem Westen ein diplomatisches Angebot verabreicht und das wurde vom Westen negiert.
Politisch rechtlich. betrachtet, hat Russland alle internationale Mandate erfüllt.
Witzigerweise, hatte Russland dieses Konflikt, als einen langen Konflikt deklariert, warum?
Weil der Westen innerhalb ihrer Strukturen, ungewöhnliche Strukturen besitzen, die in Russland möglicher Weise befinden, aber seit Jahren nicht sichtbar sind.
Wir sprechen und agieren in ein einer Welt, von Nattionalstaaten, aber dieser ‚Nationalstaat’existiert,real genommen, schon seit langem nicht mehr.
Weil alle Staaten auf dieser Welt nicht mehr souverän sind.
Alles hängt davon ab, wo die4 oder 5 großen IT’ler ihre eigenen Einflüsse ausüben werden.
Diese heutige Welt wird in 4 oder 5 Grössen IT Mächte aufgeteilt….
Ach Ja wir leben. in einer de, hach, wie wunderbar ist das?
„Die europäische Propaganda rüstet sich zu einem Krieg“, aber die Realitäten lassen diesen propagandadistische Krieg nicht zu.
Die verteilte Angst an die eigene Bevölkerung, lässt nur einen Schluss zu, daß diese europäischen Eliten mehr Angst vor ihrer desaströsen Politik haben. Diese ‚NATO‘ hat bis heute nichts erreicht, ausser, daß diese mehr Scheinwirtschaft herstellt, damit diese erscheinte Wirtschaft von ihren Bevölkerungen an ihre ‚Unternehmen’verteilt.
Ja, diese Welt leidet unter den westlichen Bedürfnisse, aber die westliche Bevölkerungen erleiden proportinial, wesentlich mehr. Da heute heute ist und morgen die Schulden für die zukünftigen Generationen, durch die heutige westliche Politik in Haft genommen wird.
Das Investitionvolumen innerhalb des Westens ist enorm, aber die Kosten dazu müssen ja von der eigenen Bevölkerung getragen werden. Dann besteht im Westen selbst das Problem der politischen nationalen supranational und eventuell übersupranationalen Kaste, wer wird im Westen ‚regieren‘?
Die Propaganda war und ist ein ‚freudscher Fehler‘, da die Propaganda die Moral und Ethik der Menschheit in ein absurdum geführt hat. Die KI lässt grüßen, wer schlechtes Saatgut in den Boden gibt, erhält eben schlechte Früchte…
Ich weiss nicht warum das wahrscheinlichste Szenario immer zensiert wird hier,
viellechtbklappt es ja wenn ich es AI schreiben lasse:
An Electromagnetic Pulse (EMP) strike over Central Europe would instantly devastate the region’s modern infrastructure by using an intense burst of electromagnetic energy to overload and destroy electronic components, microchips, and electrical grids.
Because Central Europe is one of the most densely populated and technologically interconnected regions in the world, the immediate and long-term aftermath would be catastrophic.
## 1. The Immediate Aftermath (Seconds to Hours)
*
* Complete Blackout: The electrical grid would instantly fail across Germany, France, Poland, and neighboring countries. Power plants would trip offline, and transformers would burn out.
* Transportation Freeze: Modern cars, trucks, and trains relying on electronic control units (ECUs) would die instantly, causing massive accidents on major highways like the German Autobahn. Airplanes in flight would lose navigation and fly-by-wire systems, leading to crashes.
* Total Communications Collapse: Smartphones, cell towers, routers, and data centers would be permanently fried. The internet, television, and radio broadcasts would go completely dark.
* Water and Sewage Failure: Water treatment facilities and pumping stations would lose power, cutting off running water to cities within hours.
*
## 2. The Short-Term Crisis (Days to Weeks)
*
* Supply Chain Collapse: Food distribution would grind to a halt. Supermarkets would be emptied within 24 to 48 hours, and without functional trucks or fuel pumps, they could not be restocked.
* Healthcare Emergencies: Hospitals would be thrown into chaos. While some have backup diesel generators, the EMP could damage the generators‘ digital starters. Vital medical equipment, from ventilators to dialysis machines, would stop working.
* Societal Breakdown: Without banking, electronic payment systems, or cash machines (ATMs), the economy would stop. As food, clean water, and medication supplies dwindle, widespread civil unrest and looting would likely begin.
*
## 3. The Long-Term Recovery (Months to Years)
*
* The Transformer Bottleneck: Replacing destroyed infrastructure would take years. High-voltage grid transformers cannot be mass-produced quickly; they are custom-built, weigh hundreds of tons, and require functioning factories and transport networks to be delivered.
* Massive Casualties: Experts estimate that a long-term, continental EMP blackout could lead to a massive loss of life, driven not by the blast itself, but by starvation, lack of clean water, hypothermia (especially in winter), and the total collapse of medical care.
* Geopolitical Realignment: Central Europe would shift from a global economic powerhouse to a humanitarian disaster zone, completely reliant on external, unaffected nations for aid and basic reconstruction materials.
*
If you are researching this for a specific project, let me know:
*
* Are you writing a fictional scenario or looking into real-world military defense plans?
* Do you want to know about specific country responses (like Germany’s civil defense)?
*
I can provide more targeted details based on your focus.
warum sollte das zensiert werden: https://overton-magazin.de/krass-konkret/nuklearer-emp-angriff-atomkrieg-light/ oder https://overton-magazin.de/top-story/besitzt-china-eine-mikrowellenwaffe-zur-zerstoerung-von-erdnahen-satelliten/
Warum, weiss ich nicht, aber Tatsache ist dass Kommentare ähnlichen Inhalts bisher stets zuverlässig ausfiltert wurden.
Mit der Miktowellenwaffe hat es wenig zu tun, sondern damit dass Deutschland nicht in der Lage ist gegen Russland Krieg zu führen. Vielleicht spricht deswegen Wadephul jetzt doch mit Lavrov?