Europa könnte den Krieg stoppen – tut es aber nicht

Ramstein Air Base
U.S. Air Force photo by Senior Airman John Wright, Public domain, via Wikimedia Commons

Kann Europa den Irankrieg beenden? Es gäbe eine Chance!

Der Irankrieg geht in die vierte Woche, und ein Ende ist nicht abzusehen. Die europäischen NATO-Partner der USA haben die Forderung des US Präsidenten, dazu beizutragen, dass die Straße von Hormuz ein offener Seeweg bleibt, zurückgewiesen, aber scheinen ansonsten auf die Eskalationsspirale zu starren, wie das Kaninchen auf die Schlange.

US-Präsident Trump hat kürzlich im Zusammenhang mit den Irankrieg behauptet:

„Wegen dieser militärischen Erfolge „‚brauchen‘ oder wünschen wir uns die Unterstützung der Nato-Länder nicht mehr – DAS HABEN WIR NIE GETAN!“, heißt es weiter. Abschließend schreibt Trump, „als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, dem mit Abstand mächtigsten Land der Welt, BRAUCHEN WIR DIE HILFE VON NIEMANDEM!“

Damit waren auch die Europäer gemeint, denen Donald Trump ganz konkret Feigheit vorgeworfen hat.

Es stellt sich die Frage, ob das wirklich so ist. Bei der Beantwortung hilft die nachstehende Übersicht.

US-Stützpunkte in NATO-Europa

NATO-Europa unterstützt die USA nicht nur durch die permanenten US-Stützpunkte, sondern auch dadurch, dass die US-Streitkräfte militärische Anlagen der NATO Mitgliedsstaaten nutzen/mitbenutzen dürfen. Dazu kommen Überfluggenehmigungen, Unterstützungsleistungen der europäischen NATO-Staaten und unterschiedliche bilaterale Kooperationsverträge mit den US-Streitkräften. Manche US-Stützpunkte sind mit nationalen Verbänden der Gastgeberländer (Host Nations) kolloziert.

Die nachfolgende Liste basiert auf offenen Informationen über die Standorte und Einrichtungen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll ausschließlich verdeutlichen, dass die USA durchaus auf die europäischen NATO-Partner angewiesen sind und dass die Bedeutung der NATO als Sicherheitsgarant für alle Mitgliedsländer auf Gegenseitigkeit beruht.

Die aufgeführten US-Stützpunkte und auch die militärischen Anlagen der europäischen Partner der USA haben für Washington natürlich eine unterschiedliche Bedeutung, die sich aus der geografischen Lage, ihrer Anzahl und Größe, Art, Umfang und Aufgabe der stationierten Kräfte und ihrer Einrichtung ergeben. Diesbezügliche Detailinformationen sind in der Regel in der Liste nicht aufgeführt, aber im Internet jederzeit abrufbar.

Albanien

Die USA unterhalten keine klassischen, großen Militärbasen in Albanien, haben aber seit 2022 eine dauerhafte, strategische Präsenz aufgebaut.

  • Special Operations Command Europe (SOCEUR), um die Balkanregion zu sichern und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
  • Militärflugplatz Kuçova wurde mit Unterstützung der NATO zu einem modernen Stützpunkt umgebaut. Er dient als Drehscheibe für Luftoperationen, Ausbildung und Logistik.

Baltikum

Die Vereinigten Staaten unterhalten keine permanenten, großen Militärbasen (wie etwa in Deutschland) in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, haben ihre Präsenz dort jedoch seit 2014, besonders aber seit 2022, massiv durch

rotierende Truppenverbände verstärkt

Die wichtigsten Stützpunkte und Einsatzorte der US-Truppen im Baltikum:

  • Litauen: Litauen ist der Schwerpunkt der US-Präsenz. Seit 2019 gibt es eine „ständige Rotationspräsenz“ von US-Truppen.
    • Truppenübungsplatz Pabradė (Camp Herkus): Hier sind dauerhaft rund 500 US-Soldaten der 1. Infanteriedivision stationiert, ausgestattet mit M1-Abrams-Panzern und Bradley-Schützenpanzern.
  • Lettland:
    • Militärstützpunkt Lielvārde: US-Truppen sind hier im Rahmen der NATO-Aktivitäten präsent. Im Jahr 2022 waren zeitweise etwa 600 US-Soldaten in Lettland stationiert, wobei die Rotation fortlaufend ist.
  • Estland:
    • Militärstützpunkt Ämari (Ämari Air Base): US-Truppen (z.B. vom 5. Geschwader des 7. Kavallerieregiments) sind dort stationiert. Die Basis dient auch als Einsatzort für US-Luftwaffe-F-22-Kampfflugzeuge, die die NATO-Luftverteidigung unterstützen

Belgien

Die US-Streitkräfte in Belgien konzentrieren sich auf logistische Unterstützung und administrative NATO-Funktionen, primär rund um die

U.S. Army Garrison (USAG) Benelux in Chièvres.

  • USAG Benelux – Chièvres Air Base (Chièvres): Die Basis dient als logistisches Zentrum und Drehkreuz für NATO-Luftfahrzeuge, betrieben von der 424th Air Base Squadron.
  • SHAPE (Supreme Headquarters Allied Powers Europe) – Mons/Casteau: Das militärische Hauptquartier der NATO in Europa beherbergt eine erhebliche Anzahl an US-Militärpersonal.
  • Militärflugplatz Kleine Brogel: Beherbergt belgische Einheiten, wird jedoch im Kontext von US-Luftwaffenaktivitäten und Nuclear Sharing genannt.
  • Zutendaal Complex: Dient als Teil der USAG Benelux als Materiallager.
  • USAG Benelux – Brüssel: Administrative Unterstützung nahe der NATO-Zentrale in Brüssel.

Bulgarien

Dänemark

  • Grönland (Dänemark): Pituffik Space Base (ehemals Thule Air Base) ist ein zentraler US-Stützpunkt für Frühwarnradar und Weltraumüberwachung.

Deutschland

Finnland

Finnland hat ein Verteidigungsabkommen (DCA) mit den USA unterzeichnet, das den Vereinigten Staaten Zugang zu bis zu 15 militärischen Standorten im Land ermöglicht. Dies umfasst wichtige Luftwaffenstützpunkte, Marinestützpunkte und Trainingsgelände, insbesondere im Norden und entlang der russischen Grenze.

  • die Luftwaffenstützpunkte in Rovaniemi, Tampere-Pirkkala und Kuopio-Rissala.
  • Marine & Heer: Zugang zu Häfen und Trainingsgebieten, wie der Insel Russarö zur Kontrolle des Finnischen Meerbusens.
  • Abkommen: Das Abkommen wurde 2024 ratifiziert und erlaubt den USA die Stationierung von Ausrüstung und Truppen.

Frankreich

Keine Stützpunkte und auch keine Nutzungsrechte

Griechenland

  • Souda in der Nähe von Khania auf Kreta , Stützpunkt der US Navy

Großbritannien

In den 1990er Jahren gab es in Großbritannien etwa 100 US-Militärstützpunkte.

  • Heute: Die USA betreiben weiterhin mehrere wichtige Luftwaffenstützpunkte in Großbritannien, hauptsächlich unter dem Kommando der United States Air Forces in Europe (USAFE).
    • RAF Lakenheath,
    • RAF Croughton,
    • RAF Welford,
    • RAF Fairford, RAF Feltwell,
    • RAF Upwood,
    • RAF Barford St John,
    • RAF Blenheim Crescent,
    • RAF Fylingdales,
    • RAF Menwith Hill,
    • RAF Mildenhall,
    • RAF Alconbury
    • RAF Molesworth.

Die Hauptstandorte sind RAF Lakenheath und RAF Mildenhall in Suffolk (East Anglia) sowie RAF Fairford in Gloucestershire, die oft für strategische Bomber, Aufklärer und Sondereinsätze genutzt werden

Zusatz:

Britische Stützpunkte auf Zypern

Akrotiri und Dhekelia, sind zwei souveräne Basisgebiete (Sovereign Base Areas, SBAs), die seit der Unabhängigkeit Zyperns 1960 britisches Überseegebiet sind. Sie dienen als strategische Militärbasen, Luftwaffenstützpunkt und Aufklärungsposten im östlichen Mittelmeer

Britischer Stützpunkt auf Diego Garcia

Formularbeginn

Die Luftwaffeneinrichtung auf Diego Garcia ist ein gemeinsamer Militärstützpunkt, der primär von den USA genutzt und betrieben wird. Die Insel selbst gehört völkerrechtlich zum Chagos-Archipel, das Großbritannien im Oktober 2024 an Mauritius abtrat, jedoch behält Großbritannien die Kontrolle über Diego Garcia für weitere 99 Jahre.

  • Betreiber: Die USA (US Navy/Air Force) nutzen den Stützpunkt seit den 1960er/70er Jahren und bezeichnen ihn oft als „unsinkbaren Flugzeugträger“.
  • Status: Die USA haben den Pachtvertrag im Jahr 2016 um 20 Jahre verlängert.
  • Strategische Bedeutung:
    • Die Basis verfügt über eine rund 3,6 km lange Landebahn. Sie ist für schwere strategische Bomber ausgelegt. Der Hafen kann große Flugzeugträgergruppen und Versorgungsschiffe aufnehmen. Schweres Militärgerät kann im Krisenfall schnell in den Persischen Golf verschifft werden.
    • Auf der Insel gibt es eine Bodenstation für das globale Navigationssatellitensystem GPS sowie Weltraumüberwachungs- und Kommunikationsanlagen.
    • Es sind dort etwa 400 aktive US-Militärangehörige sowie über 2.000 zivile Mitarbeiter und Vertragsbedienstete tätig (Stand 2024)
    • Es sind auch britische Soldaten dauerhaft hier stationiert.
    • Weil der Stützpunkt abgeschieden liegt und dennoch große Reichweiten ermöglicht, gilt er als ein strategischer Schlüsselpunkt der US‑britischen Militärpräsenz im Indischen Ozean.
  • Souveränität: Trotz der Rückgabe des restlichen Chagos-Archipels an Mauritius (bekräftigt 2024/2025) bleibt die Souveränität über die strategisch wichtige Militärinsel bei Großbritannien. Die Insel ist Sperrgebiet, die einzigen Bewohner sind amerikanische Soldaten und britisches Militärpersonal

Island

Die USA haben sich in einem bilateralen Abkommen verpflichtet, Island im Fall eines Angriffs zu verteidigen. Im Gegenzug dürfen US-Streitkräfte und Militäreinrichtungen auf der Insel stationiert werden

Italien

Kroatien

Es gibt keine US-Stützpunkte in Kroatien.

  • Der Flughafen Rijeka auf der Insel Krk fungiert laut Berichten als Logistikbasis für US-Waffentransporte.
  • US-Streitkräfte nutzen kroatische Einrichtungen wie den Truppenübungsplatz „Eugen Kvaternik“ bei Slunj für bilaterale Übungen

Luxemburg

Warehouses Service Agency in Sanem, das als Lager-, Wartungs- und Supportbasis für die US Air Force und die NATO dient

Montenegro

Es gibt keine US Stützpunkte in Montenegro. Gelegentlich nutzen US-Einheiten montenegrinische Infrastruktur für logistische Unterstützung oder Übungen

Niederlande

  • HQ JFC Brunssum (Limburg): Hauptquartier des Alliierten Gemeinsamen Streitkräftekommandos der NATO, an dem US-Personal beteiligt ist.
  • Volkel Air Base (Volkel): Ein niederländischer Luftwaffenstützpunkt, auf dem im Rahmen der NATO-nuklearen Teilhabe US-Atomwaffen gelagert werden.
  • USAG Benelux (Schinnen/Brunssum): Die US-Heeresgarnison Benelux ist für die administrative Unterstützung der US-Truppen in der Region zuständig.

Nordmazedonien

Es gibt keine US-Stützpunkte in Mazedonien. US-Soldaten können Übungsmöglichkeiten auf bestehenden mazedonischen Anlagen wahrnehmen.

Norwegen

Seit 2021/2024 Abkommen, die den USA Zugriff auf mindestens 12 Basen gewähren, darunter die Luftwaffenstützpunkte Sola, Rygge, Evenes und der Marinestützpunkt Ramsund.

Polen

Portugal

Es gibt keine permanenten US-Militärbasen auf dem portugiesischen Festland.

Der wichtigste US-Stützpunkt in Portugal ist das

Lajes Field (Base Aérea das Lajes) auf der Azoreninsel Terceira. Als strategischer Knotenpunkt im Atlantik dient es dem US-Verteidigungsministerium primär für Lufttransporte, Tankstopps und die Unterstützung von Operationen zwischen den USA, Europa und dem Nahen Osten.

Rumänien

Am 6. Dezember 2025 unterzeichneten die US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr rumänischer Amtskollege Mihai Răzvan Ungureanu ein Nutzungsabkommen für vier Militärstützpunkte mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn er nicht ein Jahr vor Laufzeitende von einem der Vertragspartner gekündigt wird.

Schweden

Das 2024 gebilligte Militärabkommen erlaubt den USA den Zugriff auf 17 Militärbasen, um eine strategische Abschreckung im Ostseeraum zu gewährleisten.

Slowakei

Auf Grundlage eines 2022 unterzeichneten Verteidigungsabkommens können US-Streitkräfte die slowakischen Militärflugplätze Sliač und Kuchyňa (Malacky) nutzen. Es handelt sich hierbei nicht um exklusive US-Basen, sondern um eine geteilte Nutzung, wobei die Hoheit bei der Slowakei bleibt. Die Präsenz ist Teil der NATO-Ostflanke, wobei Truppenbesuche rotieren

Slowenien

Es gibt keine permanenten US-Militärstützpunkte in Slowenien. Als NATO-Partner kooperieren die USA und Slowenien jedoch eng, weshalb US-Soldaten regelmäßig an befristeten Übungen im Land teilnehmen, etwa in Postojna. Eine feste Stationierung von US-Truppen existiert nicht

Spanien

Tschechien

Es gibt keine US-Stützpunkte. Tschechien und die USA haben ein Verteidigungsabkommen unterzeichnet, das die Zusammenarbeit und mögliche gemeinsame Nutzung von Infrastruktur regelt.

Ungarn

Keine permanenten US-Stützpunkte, nutzen aber im Rahmen von NATO-Vereinbarungen ausgewählte Luftwaffenstützpunkte.

  • Luftwaffenstützpunkt Kecskemét: Im Juli 2021 unterzeichneten die USA und Ungarn ein Abkommen, das den Stützpunkt als Drehkreuz für US-Streitkräfte festlegt.
  • Luftwaffenstützpunkt Pápa: Dient als NATO-Reservestützpunkt und ist ein wichtiger Standort für schwere Lufttransportkapazitäten (NATO Strategic Airlift Capability)

Ausnahmefall: Kosovo

Kosovo ist kein NATO-Mitgliedsland, aber einer der größten US-Stützpunkte in Europa

  •  Hauptquartier des US-amerikanischen KFOR-Kontingents (MNTF-E), ist etwa halb so groß wie die gesamte Stadt.
  • Die Basis beherbergt bis zu 7.000 Soldaten der US-Armee und verbündeter Truppen.
  • Ist einer der größten US-Stützpunkte in Europa

Die Mitverantwortung der europäischen NATO-Staaten für eine Beendigung des Irankrieges

Die USA können den Krieg gegen den Iran ohne ihre Stützpunkte in NATO Europa und die Nutzung nationaler militärischer Einrichtungen in NATO Europa nicht weiterführen. Daraus erwächst eine politische Mitverantwortung Europas dafür, dass ein Ende des Krieges nicht abzusehen ist. Vielmehr besteht die Gefahr einer nicht mehr zu kontrollierenden Eskalation durch das jüngste Ultimatum des US Präsidenten

Sollte Trump die Drohung in seinem jüngsten Ultimatum wahrmachen, die iranische Energieversorgung zu zerstören, falls Teheran nicht die ungehinderte Nutzung der Straße von Hormus bis spätestens Dienstagmorgen, 24. März 2026, sicherstellt, wird die ganze Region endgültig brennen. Der Iran wird als Reaktion nicht nur die Schiffe im Golf, die Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten angreifen und auch die US-Stützpunkte, sondern im Zweifelsfall auch die Meerwasserentsalzungsanlagen auf der arabischen Halbinsel zerstören.

Dieser Krieg hat seinen Höhepunkt noch lange nicht erreicht. Die Raketen- und Drohnenarsenale und ihre Abschusseinrichtungen sind im Iran nicht vollständig zu zerstören in einem Land, das so groß ist wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland zusammen. Die regierenden Herrscher im Iran werden niemals kapitulieren, weil sie damit von der Bildfläche verschwinden würden, und das gilt für Netanjahu und dessen politischer Zukunft gleichermaßen.

Notwendige Maßnahmen der europäischen NATO-Mitgliedsländer

Was die europäischen NATO-Staaten tun können und auch tun müssen, um diesen Krieg zu beenden, hat das NATO-Land Spanien bereits vorgemacht:

  • Offizielle Feststellung, dass der Krieg gegen den Iran völkerrechtswidrig ist
  • Einbestellen des jeweiligen US-Botschafters und Aufforderung, die Kampfhandlungen einzustellen
  • Rückruf des jeweiligen eigenen Botschafters zur Berichterstattung in die jeweilige Hauptstadt
  • Falls die USA der Aufforderung, die Kampfhandlungen sofort einzustellen, nicht Folge leisten, und zwar vor Ablauf des Ultimatums:
    • Schließung der jeweiligen US-Stützpunkte
    • Verbot der Nutzung nationaler militärischer Einrichtungen durch die US-Streitkräfte
    • Verbot der Nutzung des nationalen Luftraums, einschließlich Überflugverbot
    • Einstellen aller Unterstützungsleistungen im Rahmen von „Host Nation Support“

Fazit

Mir ist klar, dass die dargestellten Forderungen kaum um- bzw. durchzusetzen sind, nicht zuletzt, weil dieser Krieg nicht von den USA, sondern von Israel initiiert worden ist.

Aber es genügt für die europäischen Politiker nicht, immer nur stramme Statement abzugeben, sondern es muss gehandelt werden, auch wenn die Erfolgschancen vermutlich eher gering sind.

Wem für den Versuch, den Krieg zu beenden – wegen der zu erwartenden Drohungen des US-Präsidenten und seinem unzureichenden Durchsetzungsvermögen gegenüber dem israelischen Premierminister Netanjahu – der politische Mut fehlt, trägt eine Mitverantwortung für den weiteren Fortgang dieses Krieges, der nicht nur die Nahmittelost-Region immer mehr in Brand setzen wird.

Jürgen Hübschen

Jürgen Hübschen, Jahrgang 1945, Westfale und Europäer. Ehemaliger Luftwaffenoberst im Generalstabsdienst. Zehn Jahre Einsatz als Raketenspezialist mit amerikanischen Kameraden in NATO-Verbänden. Drei Jahre Verteidigungsattaché bei der deutschen Botschaft in Bagdad während des Irak-Iran Krieges. Weiß dadurch, was Krieg für eine Scheiße ist, wie wichtig unabhängige Medien sind und wie wenig Möglichkeiten die Menschen in einer Diktatur haben, das herrschende System zu kritisieren oder gar zu ändern. 5 Jahre Leiter einer erfolgreichen OSZE-Mission in Lettland zur Überwachung eines Vertrags zwischen Russland und Lettland. Weiß dadurch, wie man mit Russen zusammenarbeitet. Letzte militärische Verwendung Referatsleiter im Verteidigungsministerium, zuständig u.a. für die Landesverteidigung, die zivil-militärische Zusammenarbeit und die Unterstützung der alliierten Streitkräfte in Deutschland.
Nach der Pensionierung 14 Jahre Unterstützer von NGOs in Sicherheitsfragen. Durchführung praktischer Trainings und Einsätze in Afghanistan und Afrika
Verfasser sicherheitspolitischer Bücher und Artikel, mit dem Ziel die Berichterstattung unserer stark stromlinienförmigen Medien aufzubrechen.
Mehr Beiträge von Jürgen Hübschen →

Ähnliche Beiträge:

7 Kommentare

  1. Ich denke nicht, daß Europa diesen Krieg stoppen könnte, Hier geht es nämlich momentan um etwas
    völlig anderes. Stichwort: Heartland-Theorie* und alles was damit zusammenhängt. Wenn das geklärt ist, und die USA samt ihren Satelliten von dort verschwunden ist, kann man sich auch über den Rest Gedanken machen.
    Wobei ich glaube, daß D.T. sowieso aus der NATO raus will.

    Danny Haiphong hat heute wieder eine brilliante Zusammenfassung dazu gemacht,
    die hilft die Geschehnisse richtig einzuordnen.
    https://www.youtube.com/watch?v=N9WkSeO9RB8

    *Die Heartland-Theorie, entwickelt 1904 vom britischen Geografen
    Halford Mackinder, ist ein geopolitisches Konzept, das besagt, dass derjenige, der das eurasische „Herzland“ (etwa Osteuropa/Zentralasien) kontrolliert, die Weltinsel beherrscht, und wer die Weltinsel beherrscht, die Welt regiert.

  2. “ … weil dieser Krieg nicht von den USA, sondern von Israel initiiert worden ist.“

    Hört Hört, der Herr Oberst ist gelegentlich doch lernfähig!
    Dann bitte ich ihn mal für gewisse Invektiven in vergangenen Kommentaren um Verzeihung.

  3. „Europa könnte den Krieg stoppen […]“ – theoretisch, lieber Herr Hübschen, theoretisch.

    Praktisch sieht die Sache anders aus, denn Europa ist nicht selbständig: 81 Jahre haben Spuren der totalen Infiltration Europas durch die USA hinterlassen. Und darauf ist man hinieden auch noch stolz. Stichwort TransatlantikerInnen.

    Sodann ist schmerzlich zu beklagen die völlige Delegitimierung der UNO durch die USA und ihre Vasallen in Europa.

    Sodann sind über 800 US-Militärbasen weltweit zu nennen.

    Und gegenwärtig herrscht dieser Dagobert Duck, vulgo Donald Trump. Und wo sind die demokratischen Kräfte in den USA???

    Usw., usw., usw.

    Abschlussfrage: Wieviele top-einsatzfähige Flugzeugträger nennen die EU-Staaten ihr Eigen?

  4. Wenn am Ende die Rechnungen erstellt werden, wird der überverschuldete Westen sich wohl Gedanken machen, inwieweit man seine Sklaven zur Kasse bitten kann…

  5. Eine weitere sehr gute Analyse zu diesem Thema und wo wir uns momentan befinden,
    gibt es auch von Seyed Marandi.

    Seyed Mohammad Marandi spricht über die gezielte Angriffe auf Atomkraftwerke, Entsalzungsanlagen, kritische Infrastruktur und die Zivilbevölkerung. Trump hat dem Iran 48 Stunden Zeit gegeben, die Straße von Hormus zu öffnen (Kapitulation), andernfalls werden die USA die Energieanlagen des Iran zerstören. Danach wird es keine Grenzen für Irans Reaktion geben, und die Folgen werden global sein. Die Zukunft der globalen Stabilität wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Marandi ist Professor an der Universität Teheran und ehemaliger Berater des iranischen Atomverhandlungsteams.

    https://www.youtube.com/watch?v=Lr1VubDX8SY&t=638s

  6. Nicht Europa könnte den Krieg beenden, sondern Deutschland alleine wäre dazu in der Lage. Das Europa steht unter der wirtschaftlichen Knute durch D. Die alltäglichen Märchen über das deutsche oder Allianzen Diskussionen sind erbärmlich, weil ein Herr Fink und Konsorten diese Simulationen bestimmen. Die staatlichen Führer bestimmen den grad, der verursachten Schäden aufzuteilen…
    Oder einfach ausdrückt, wie hoch die Enteignung stattfinden wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert