Endlich Zivilschutz!

Atomwolke über Nagasaki
Hiromichi Matsuda (松田 弘道, 1900-1969)[2], Public domain, via Wikimedia Commons
Immer noch faselt Selenskyj davon, Russland „besiegen“ zu wollen. Doch bevor Russland in die Knie geht, dürfte es Atomwaffen einsetzen. Aber niemand hierzulande hat im Hinblick auf einen möglichen Atomkrieg Vorsorge getroffen oder weiß, was dann zu tun wäre. Ein Rückblick zeigt, wo die Probleme liegen.

Drei Möglichkeiten existieren, auf die wachsende Gefahr eines Atomkrieges zu reagieren: Man versucht, die Gefahr abzuwenden, indem man nach einer friedlichen Lösung sucht, man ignoriert sie einfach oder man baut Bunker. Da die politische Klasse und ihre Medien wild entschlossen sind, die Gefahr schlicht nicht zur Kenntnis zu nehmen und weiterhin auf Krieg zu setzen, wäre nun ein neuer Zivilschutz angesagt. Bunker bauen also. Jedenfalls sofern man am Überleben der eigenen Bevölkerung interessiert ist. Ist man das?

Schlachtfeld Bundesrepublik

Diese Frage stellte sich auch im Spätherbst 1961. Damals hatte die deutsche Bundesregierung entdeckt, dass die „Politik der Stärke“, die man gegenüber dem Osten betrieb, die eigene Bevölkerung einem tödlichen Risiko aussetzte. Den Weg in die Neutralität, den etwa Österreich gegangen war, hatte ein Hardliner wie Konrad Adenauer abgelehnt. Adenauer, der Bundeskanzler, kein ehemaliger Nazi zwar, aber ein glühender Antikommunist und ein konservativer Haudegen, hätte die neu etablierte Bundeswehr am liebsten mit Atomwaffen ausgerüstet. Taktische Nuklearwaffen seien nichts anderes als eine harmlose „Weiterentwicklung der Artillerie“, meinte er. Stattdessen kam es zur auch heute noch gültigen „atomaren Teilhabe“. Sie besteht darin, selbst keine Atomwaffen zu besitzen, sie aber im Fall des Falles nach Freigabe durch den amerikanischen Präsidenten so einsetzen zu können, als seien sie die eigenen. Ein formaler Trick also, der jene beschwichtigen sollte, die ein nuklear ausgerüstete Bundeswehr ablehnten.

Jedenfalls wurde Westdeutschland damals das Gebiet mit der höchsten Nuklearwaffendichte in Europa. Wäre es zum Krieg gekommen, hätte man das gesamte Staatsgebiet praktisch abschreiben können. Die Ost-West-Konfrontation hätte sich vor allem zwischen Kiel und München ausgetobt, keine Maus hätte auf diesem Schlachtfeld mehr einen unverseuchten Schlupfwinkel gefunden. 1955 hatte das NATO-Manöver „Carte Blanche“ für den Fall eines Konflikts unter Einsatz taktischer Nuklearwaffen ergeben, dass nach moderater Berechnung allein auf dem Gebiet der Bundesrepublik 1,7 Millionen Tote und 3,7 Millionen Verletzte zu verzeichnen seien.1 Diese Zahlen waren geschönt. Insbesondere die Langzeiteffekte, etwa durch Fallout und radioaktive Strahlung, waren unterschlagen worden.

Obgleich wohl nur wenige solch mörderische Konsequenzen in vollem Umfang realisierten, ergaben Umfragen dennoch, dass sich eine große Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr sicher fühlte und sich vor Atomwaffen fürchtete.2 1957 entstand die Protestbewegung „Kampf dem Atomtod“, die später in die Ostermarsch-Bewegung überging. „Denn uns allen ist die Frage gestellt“, so brachte es 1958 der Erste Bürgermeister der Stadt Hamburg Max Brauer (SPD) vor     150 000 Zuhörern auf den Punkt „ob wir den Untergang aller Kultur und den Selbstmord oder ob wir die Rettung des Friedens, die Rettung unserer Frauen, die Rettung unserer Kinder wollen.“3 Ganz anders als heute war die SPD damals eine echte Oppositionspartei, Brauer war Schirmherr des Hamburger Landesausschusses „Kampf dem Atomtod“, und einschlägige Großkundgebungen zu diesem Thema unter Beteiligung der Sozialdemokraten waren keine Seltenheit. 1958 sprachen sich in Meinungsumfragen mehr als vier Fünftel der Befragten gegen eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr aus.4 Initiativen, zu dieser Frage eine Volksabstimmung durchzuführen, wurden von der Bundesregierung allerdings abgelehnt, weil sie nicht der Verfassung entsprächen.

Propaganda statt Sicherheit

Was also tun, wenn man regierungsamtlich darauf bestand, Sicherheit durch ein „Gleichgewicht des Schreckens“ bewerkstelligen zu wollen, das den kollektiven Selbstmord mit einbezog?

Man wählte – naheliegend gestern wie heute – den Weg der Propaganda. Sind Atomwaffen eigentlich wirklich so gefährlich?

Es kam ganz darauf an, wie man dieses Thema verkaufte. In den USA waren die farbenprächtigen Nuklearexplosionen längst Touristenattraktionen geworden. Am Rand eines Swimmingpools vor einem Hotel in Las Vegas liegend, konnte man bequem die Testexplosionen beobachten, die in nicht allzu großer Entfernung in einer Wüste Nevadas durchgeführt wurden. Heute noch leiden Menschen unter den katastrophalen Verstrahlungen die diesem Leichtsinn folgten. Der Fallout verbreite sich über Tausende Kilometer und war selbst im deutschen Schwarzwald noch zu messen.5

Und auch wo Zivilschutz ernsthaft eine Rolle spielte, lief er letztlich auf eine Verharmlosung hinaus. Duck and Cover nannte sich 1951 ein Aufklärungsfilmchen für die Jüngeren, das immer noch über YouTube abrufbar ist. Jederzeit kann eine Atombombe explodieren! Bemerkst du einen grellen Blitz, dann wirf dich neben eine Mauer oder krieche unter die Schulbank und zieh dir deine Jacke über den Kopf. Kein Problem also.

Im gleichen Stil war eine Zivilschutzbroschüre abgefasst, die 1961 an 18 Millionen westdeutsche Haushalte verteilt wurde. Frohgemut wurde verkündet: „Jeder hat eine Chance“. Wie in Duck and Cover gezeigt, bieten sich Schulbänke oder Tische an, um dem Inferno zu trotzen. Im Freien werfe man sich flach auf den Boden. Eine Illustration demonstrierte, wie eine Aktentasche die Druck- und Hitzewelle abwehren könnte. Dass wirklich jeder eine Chance habe, verdeutlichte ein Hiroshima-Überlebender, der einfach die Hände an den Kopf gerissen, die Augen mit den Fingern bedeckt und die Ohren mit beiden Daumen verstopft hatte.6 Mit den mittel- und langfristigen Folgen einer atomaren Auseinandersetzung befasste sich die Broschüre überhaupt nicht, weder mit den Folgen der flächendeckenden Verstrahlung noch mit dem weltweiten „nuklearen Winter“, von dem man heute weiß, dass er bereits einem kleineren, regional begrenzten Atomkrieg folgen würde. Gerade die Umweltfolgen wären durch keinerlei Schutzmaßnahmen zu verhindern. Es käme zu weltweiten Hungersnöten, und da nützt es nichts, sich die Jacke über den Kopf zu ziehen.

Bunker und Evakuierungen

Immerhin beschränkte man sich damals nicht ausschließlich auf Beruhigungspillen, sondern dachte auch an ernsthafte Schutzmaßnahmen, den Bunkerbau. Als man aber berechnete, was ein solches Vorhaben flächendeckend kosten würde, gab man es wieder auf. Stattdessen rief man dazu auf, Atombunker selbst zu finanzieren, und damit verlief sich diese Maßnahme im Sand. Im Übrigen hatten die Deutschen damals „Luftschutzkeller“ in übler Erinnerung. Noch wenige Jahre zuvor hatten sie dort Grauenhaftes erlebt, während Spreng- und Brandbomben die Innenstädte ausradierten. Nun sollte es schon wieder losgehen.

Fast vollkommen wurde ignoriert, dass Zivilschutz, der seinen Namen verdient, vorwiegend in organisatorischen Leistungen besteht. Bei Evakuierungen zum Beispiel. Kaum auszudenken, welch logistischer Aufwand getrieben werden müsste und das unter Verhältnissen der Zerstörung nicht nur der Städte und Verkehrswege, sondern auch der öffentlichen Einrichtungen einschließlich der Kliniken. Gerade Evakuierungen und der Versuch, nach einem Angriff, irgendwie wieder eine Art Normalität in das Leben zu bringen, müssten eingeübt, geradezu trainiert werden. Und das rechtzeitig. Damals dachten die westdeutschen Zivilschutzplaner an eine „Auflockerung“ städtischer Ballungsräume bereits in Zeiten erhöhter internationaler Spannungen. Würden sie immer noch so denken, wäre der Ukrainekrieg ein Grund zu einer solchen „Auflockerung“. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung sollten im Spannungsfall umquartiert werden, das wären heute rund 25 Millionen.7

Deutlich wurde, dass man Zivilschutz weit im Voraus planen, organisieren und einüben muss. Atomare Abschreckung verlangt, dass sich die Bevölkerung in permanenter Habachtstellung befindet. Nuklearkriege werden nicht erklärt oder angekündigt, sondern beginnen von jetzt auf gleich. Vorwarnzeiten existieren praktisch nicht mehr. Seitdem die Raketentechnik immer größere Perfektion erreichte oder der Abschuss von U- Booten nicht weit entfernt von den Zielen einen Sofortangriff ermöglicht, ist Zivilschutz eigentlich unmöglich. Zwischen dem Start einer Hyperschallrakete und dem Inferno liegen bestenfalls Minuten.

Umlenkung von Emotionen

So ist es im Grunde egal, ob man eine Bevölkerung wirklich schützt oder ihr Placebos verabreicht. Natürlich kann man auch, wie gegenwärtig, über solche Dinge einfach schweigen. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Heutzutage gibt es daher fast niemanden mehr, der überhaupt nur das Sirenensignal kennt, dass einen ABC-Angriff ankündigt. Ertönt es wirklich, werden es die meisten für eine Übung halten. Im Übrigen würde jede Sirenenwarnung unvermittelt in den Donner der Detonationen übergehen.  Auch das ist für machen ein Trost. „Dann sind wir sowieso alle tot“, heißt es.

Das öffentliche Schweigen zur nuklearen Gefahr hat überhaupt etwas von einer Friedhofsstille. Obwohl der mögliche Einsatz von Atomwaffen mehr als realistisch ist, stecken alle Köpfe metertief im Sand. Was an Resten begründeter Befürchtungen bewusst werden könnte, unterliegt einem Emotionsmanagement rein psychologischer Provenienz, das sich bereits früher bewährte. „Adenauers politische Strategie im Kalten Krieg“ – so der Historiker Frank Biess, der diese Thematik untersuchte – „bestand in der Übertragung der Angst von einem Objekt (Atomkrieg) auf ein anderes (Kommunismus).“8 Eine solche Umlenkung von Ängsten scheint der wirksamste „Zivilschutz“ zu sein, deshalb wird er auch heute favorisiert. Je grässlicher Putin und die Bösartigkeit der Russen an die Wand gemalt werden, desto ausschließlicher können dort alle irritierenden Emotionen untergebracht werden. Dann kommt die Frage gar nicht auf, ob es der Stellvertreterkrieg in der Ukraine wert ist, die Zerstörung Deutschlands und Europas in Kauf zu nehmen.

Oder existieren doch geheime Pläne, sich auf einen drohenden Nuklearkrieg ernsthaft vorzubereiten? Als Annalena Baerbock im Januar Finnland besuchte, lobte sie die Bunkersysteme unter Helsinki, die sie sich zeigen ließ.9 Irgendetwas könnte sie sich dabei gedacht haben. Nur was könnte das gewesen sein? Darüber ist nichts bekannt.

 

Fußnoten

1Axel Schildt, Das Böse schlechthin, in: Pötzl, F. Norbert, Rainer Traub (Hg.), Der Kalte Krieg, Wie die Welt den Wahnsinn des Wettrüstens überlebte, München 2009, S. 98 – 107, Beleg: S. 103.
2Frank Biess, Republik der Angst, Eine andere Geschichte der Bundesrepublik, Sonderausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2019, S. 137.
3Axel Schildt, „Atomzeitalter“ – Gründe und Hintergründe der Proteste gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr Ende der fünfziger Jahre, in: „Kampf dem Atomtod“, Die Protestbewegung 1957/58 in zeithistorischer und gegenwärtiger Perspektive, Hamburger Zeitspuren 6, hrsg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik und dem Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung der Universität Hamburg, München, Hamburg 2009, S. 39 – 56, S. 48.
4Ebenda, S. 44
5Ilona Stölken-Fitschen,  Atombombe und Geistesgeschichte, Eine Studie der fünfziger Jahre aus deutscher Sicht, Baden-Baden 1995, S. 117.
6Biess, a. a. O. S. 119f.
7Ebenda, S. 139.
8Ebenda, S. 132.
9Annalena Baerbock: In Finnland spielt sie „Himmel und Hölle“ im Bunker (t-online.de)

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83 Kommentare

  1. Der Artikel von Herrn Waldrich ist einerseits gut und interessant und hinterlässt einen andererseits doch auch wieder beinahe ebenso ratlos wie den Verfasser selbst.

    Im Grunde würde der Ausbau sog. Zivilschutzeinrichtungen für den Fall eines Atomkriegs bei den Mächtigen die Bereitschaft zu atomaren Abenteuern ja sogar noch erhöhen.
    Gleichzeitig wäre klar, dass die Schutzräume nur für eine kleine, vermutlich elitäre, Minderheit nutzbar wären.

    Und wie soll man nun das Interesse der Außenministerin Frau B. an den finnischen Bunkern deuten … ?

    Noch ein weiterer Gedanke:
    Wir haben uns angewöhnt, den Atomkrieg immer nur als radikal eskaliertes Inferno mit einer absoluten und großflächigen Zerstörung zu denken. So im Sinne des Films „The Day After“ (1983).

    Vermutlich sollte man heute – angesichts der Verfügbarkeit kleiner taktischer Nuklearwaffen – auch die Möglichkeit eines teilnuklearen Krieges im Bewusstsein haben, bei dem auf den ganz großen Schlag, also etwa die Zerstörung vieler Metropolen, verzichtet wird – und es davor zu Verhandlungen kommt.

    Dies hätte wiederum auch Auswirkungen auf das Thema „Zivilschutz-Maßnahmen“.

    1. „Und wie soll man nun das Interesse der Außenministerin Frau B. an den finnischen Bunkern deuten … ?“

      Die Nato-Krieger im Geiste sind zwar von ihrer grundsätzlichen moralischen und militärischen Übermacht überzeugt, aber für die eine Atomraketen, die die grundsätzlich überlegene Raketenabwehr vielleicht doch überwinden, weil sie als Ausnahme auch die Regel bestätigen würde, wäre ein properer Bunker mit überlegener Ausstattung nicht schlecht.

      So in die Richtung.

  2. Ich frage mich schon lange, wieso im Westen, wieso gerade in Deutschland, die Gefahr eines Atomkrieges so verharmlost wird? Eine mögliche Erklärung wäre die:

    Die „alte Friedensbewegung“, die in den 60er Jahren gegen die Wiederaufrüstung kämpfte und in den 80er Jahren die Pershings nicht wollte, hatte Respekt vor den ideologischen Gegner UdSSR und kannte zum Teil noch aus eigenen Erleben den Krieg. „Lieber rot als tot“ war eine der Losungen. Man zog in gewisser Weise das Leben unter realsozialistischen Bedingungen den Tod vor. Das war pragmatisch und vernünftig!

    Die heutige Generation kennt den Krieg nicht und die Großeltern, die die Schrecken des Krieges noch nicht vergessen hatten, sind mittlerweile verstorben. Außerdem kennt die derzeitige Generation die Armee, die Wehrpflicht nicht. Wer jemals in einer Armee „dienen mußte“, weiß, daß das Abfeuern einer Handfeuerwaffe, insbesondere das Abfeuern einer Panzerfaust, auch mit Hämatomen für den Schützen verbunden sein kann. Wer den Drill einer Armee selbst erlebt hat, weiß wie Befehl und Gehorsam funktionieren. Die junge Generation ist im Wohlstand aufgewachsen in einen System, in dem der Gemeinsinn abnimmt und ein übersteigerter Individualismus herrscht. Diese Generation kommt erst dann „zur Vernunft“, wenn es schon zu spät ist. Diese Generation wurde in einen eurozentristischen Überlegenheitsdenken erzogen, das an der Realität vorbei geht.

    Geopolitisch wurde Russland nie ernst genommen und seine Sicherheitsinteressen negiert. Das war gegenüber der UdSSR anders. Russland ist aber in einen konservativen, keynesianisch gesteuerten Kapitalismus angekommen, hat sich aus dem Elend der postsowjetischen Zeit befreit und ist nach wie vor eine atomar bewaffnete Großmacht mit starker industrieller Basis, Rohstoffen, etc. Das muß jetzt der Westen schmerzlich erkennen und will nicht wahrhaben, daß er sich geirrt hat.

    Leider lernt der Mensch oft nur durch Schmerzen, weil er ein „emotionales Tier“ ist!

    1. @ Bella

      Gut geschrieben!
      Die Sache wird noch bedrohlich, weil die zwei von Ihnen genannten Aspekte ja zusammenkommen:
      1. Die heutige Generation kennt den Krieg nicht.
      2. Geopolitisch wurde Russland nie ernst genommen.

      Das Nichtmehrkennen von Krieg spielt im Westen gewiss eine sehr große Rolle. Habe schon vor Jahren gesagt, dass es dann gefährlich werden würde, wenn die letzten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs im öffentlichen Diskurs keine Rolle mehr spielen werden. Die Unwissenheit der jungen Generation ist einfach nur erbärmlich.

      Und wenn man im Westen Krieg kennt, dann nur den asymmetrischen und nicht den gegen einen annähernd gleich starken Gegner. Die gesamte westliche Militärstrategie setzt ja im Grunde schon seit 1944(!) die eigene Luftüberlegenheit als selbstverständlich gegeben voraus.

      Dieses Nichternstnehmen von Russland bzw. der Sowjetunion hatten wir zuletzt im Jahre 1941. Das NS-Regime erinnerte sich nur noch an die Niederlage der Russen von 1917 und an die eigenen Erfolge beim Westfeldzug von 1940.

      Zu den oben genannten zwei Aspekten kommt noch ein dritter hinzu:
      3. die sog. Thukydides-Falle,
      also das Erkennen der alten Hegemonialmacht,
      dass die Zeit zugunsten der Konkurrenten läuft …
      vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Thukydides-Falle

      1. Stimmt schon. Nur möchte ich einwenden, dass die Menschen, die in WKII ziehen mussten, WKI sehr wohl kannten. Viele hatten die Höllen in den Gräben persönlich miterlebt. Und wirklich alle hatten Angehörige verloren, waren den Anblick der Verkrüppelten gewohnt und kannten den Hunger nach dem Krieg. Und doch mussten sie in den nächsten Krieg ziehen. Ist wohl immer so

    2. Ein sehr schöner Beitrag, aber eine kleine Berichtigung eines technischen Details. Ausgerechnet die Panzerfaust ist, weil von einem Raketenmotor getrieben, fast rückstoßfrei. Wollte man die Gewalt, die eine Feuerwaffe ausüben kann dem in der Hinsicht ahnungslosen Mitmenschen besser mit einem AK-47 oder einem Karabiner 98 vermittelt werden. Letzterer kann ohne ordentliche Einweisung ernsthafte Verletzungen der Schulter des Schießlehrlings hinterlassen, weil energiereiche Patrone, schweres Geschoss, leichte Büchse und Stahlbeschlag des Schaftes im Originalzustand. Ich durfte leider mal miterleben wie eine Schützenmeisterin ein paar Neulinge mit genau so einer Büchse an den Schießsport heranführen wollte.

      1. Hast du mal ne Panzerfaust abgeschlossen?
        Die ist schon rückstoßfrei, aber hinten geht Feuer raus. Wenn die eine ungeübte ukrainische Frau abfeuert, wie dies der Westen will, ist ihre enge Wohnung kaputt und mögliche Kinder hinter der Panzerfaust haben schwere Verbrennungen. Wird der Panzer nicht gleich schwer getroffen, ermittelt dieser die Abschußstelle und der unglückliche Schütze ist schnell tot!

        1. Ich war mal Soldat auf Zeit, also ja. Wie Du richtig bestätigst stimmt meine Korrektur. Über sonstige Eigenschaften hab ich nichts gesagt. Es gibt einen Kriegsfilm (Handlung WK2), der Name ist mir entfallen, wo genau so ein Fehler bildlich dargestellt wird. In der Realität wird aber niemand sowas aus Gebäuden abfeuern.

    3. Schön geschrieben!

      Habe das als Wehrpflichtiger mitgemacht. Da wurde ein Atomtreffer in 11 Kilometer Entfernung angenommen. Da sollte man dann nasse Handtücher auf die Reifen der Fahrzeuge legen und dahinter Deckung suchen.
      „Und was, wenn die Atombombe in der Nähe explodiert?“ wollte ein Rekrut wissen.
      „Dann ist uns der ganze Tag versaut“.

      Humotr beim Kommiss.

    1. Die Einschätzung ist bezüglich der Kontamination allerdings falsch. In einem Kernkraftwerk sind größenordnungsmäßig 100 Tonnen Brennstoff, der unmittelbar nach Inbetriebnahme hochradioaktiv ist. Im Fall Tschernobyl ist da m.W. gut ein Drittel des Inhalts in die Biosphäre gelangt.

      In einer modernen Kernwaffe sind 4..7 kg Plutonium 239, die durch Spaltung oder Verteilung in der Landschaft für Kontamination sorgen. Der Fusionsteil tut das, zumindest bei Zündung in Atmosphäre, so gut wie gar nicht.
      Selbst besonders kontaminationsfreudige Konstruktionen, etwa solche mit einem Mantel aus Uran 238 zur Leistungssteigerung der Waffe bleiben noch immer 1..2 Größenordnungen unter dem was aus einem kaputtgehenden KKW herauskommen kann, weil niemand 100 Tonnen (Gerätemasse, nicht Sprengkraft in TNT Äquivalenten) Sprengköpfe ins Ziel transportieren kann.

      Zum ungenießbaren Wild: Jeder Jäger muss sich in DE (bei den Nachbarn auch, mit zT abweichenden Grenzwerten) darum kümmern daß sein Schwarzwild u.a. auf Belastung mit Cs-137 untersucht wird. Cs-137 reichert sich (Alkalimetall, wird chemisch in vielen Organismen wie Kalium verstoffwechselt) in Pilzen an, die von Schwarzwild gerne aufgenommen werden. Das ist, Stand heute und seit mind. einem Jahrzeht, ein sehr regionales Problem.

  3. Daß ist genau das gleiche Thema wie bei dem angeblichen Klimawandel! Wieviele Löschflugzeuge besitzt die Bundeswehr? Oder das jetzt überall Spender für Sonnenschutzcreme aufgestellt werden?

    1. @A.F. „Wie hieß es noch in den 80ern: Die Lebenden werden die Toten beneiden“

      Stimmt, die Verniedlichung eines Nuklearkriegs hier im Forum ist schon schlimm. Schlimmer noch sind die Einschätzungen/Spekulationen es würde nur ein paar kleine taktische Einschläge geben, dann würde es zu Verhandlungen kommen, alle müssten nur ein paar Tage in einen Bunker und würden dann fröhlich weiterleben.

      Leute die so etwas hier schreiben übernehmen verantwortungslos die Propaganda der Kriegs-Hardliner.

      Schon der Einsatz von panzerbrechender Uranmunition führt zu erheblichen Umwelt- und Gesundheitsschäden für lange Zeit.
      Taktische Nukkearschläge werden hier aber als noch harmloser dargestellt.

      Was meinen die wohl wie lange die in einem Bunker überleben könnten, 14 Tage, 4 Wochen, und dann?
      Ich bin wirklich fassungslos was manche hier in ihrer Unkenntnis unverantwortlich von sich geben.

  4. Ich schließe mich den Vorrednern an. Übrigens, der Film „The Day After“ ist mir bestens bekannt, aber die heutige jüngere Generation, die weder Kriegsenkel ist noch einen Krieg selber miterleiden mußte, denkt da wohl beim nennen des Namens wohl eher an die Umwelt-Katastrophen-Film „The Day After Tomorrow“ – ob das eine Ablenkung war? Nur mal so als Gedanke in meinem, schon etwas älterem, Hinterkopf 😉

    Was die Naivtität angeht, die zu Anfangszeiten der Atombombe bestand, die gilt auch im zivilen Bereich – bei der zivilen Nutzung der Kernenergie – es gab damals tatsächlich überaus naive, und überaus gefährliche, Vorschläge, die an die heutige Euphorie der Umweltbewegten was „erneuerbare Energien“ angeht, erinnert.

    Man wollte früher nicht nur Atomstrom aus Kernkraftwerken nutzen sondern – und das ist kein Witz – träumte von Dingen, die heute Elektroautos und private Heizkeller umfasst – nur diesmal weitaus weniger gefährlich für die Bürger…..man wollte Atom-Autos und Atom-Heizungen in privaten Haushalten fördern….so las ich es mal in einem Buch über den letzten Kalten Krieg, der nicht nur die militärischen Sachen umfasste, sondern allumfassend alles miteinbezog was heute für uns Geschichte ist, und zum Kopfschütteln anregt, ob der Naivität unserer amerikanischen, und europäischen, Urahnen was das Atom angeht 😉

    Leider habe ich auch einmal einen dystopischen Roman gelesen wo ein Outlaw, oder Überlebender, nach einem globalen Atomkrieg durch die einstige USA reist, und dabei auf ganz andere Gefahren stößt, die diesem Thema bis heute weitgehend ausgeklammert werden, weil man sich allein auf den Atomtod konzentriert. Der Inhalt hat aus mir einen „Lumpenpazifisten“ gemacht. 😉

    Was auch der Autor hier nicht anmerkt ist, dass nicht nur „weltweite Hungersnöte“ eine Folge eines Atomkrieges sind, er klammert andere Folgen damit einfach aus – nur soviel es gibt Bio- und Chemilabore in Europa und den USA…..und was passiert mit den Versuchskeimen wenn die nicht mehr gewartet werden, oder durch atomare Zerstörung des Labors freigesetzt werden? Daran schon gedacht?

    Gegen das was uns dann blüht ist die Coronapandemie wohl nur ein Kindergarten, und auch, oder gerade deswegen, ist die Menschheit x-mal vom totalen Aussterben im Falle eines Atomkrieges bedroht.

    Nichts für ungut, leider habe ich den Titel des us-amerikanischen dystopischen Romans, vergessen, aber der Inhalt hatte es in sich, da er ein durchaus reales Szenario beschreibt, dass die Menschheit auch ohne Atomtod allein zum Untergang – im Falle eines weltweiten Atomkrieges – verurteilt.

    Auch die Tierwelt wird davon betroffen sein, eben Keime aus dem Labor – im Roman waren es „Milzbranderreger“……soweit kann ich mich noch erinnern, ist etliche Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, dachte nie, dass das Thema mal wieder aktuell wird…..tja, 2023 ist leider wieder so…..;-)

    Zynische Grüße
    Bernie

    1. Für den Fall der Fälle, gibt es weder eine regionale/kontinentale Begrenzung, noch ein tatsächliches Danach.
      Im Artikel nur marginal bis nicht beleuchtet, sind die globalen Auswirkungen auf (tatsächlich) Klima, Luft, Flora, Fauna, Meere, Grund-Wasser, Böden usw.
      Der komplett nicht mehr wartbare/zerstörte industrielle (toxische) Bereich wird sein Übriges tun. Da sind Pest und Cholera noch das kleinere Übel😉.

      Und Bunker, wer wollte das schon?! Selbstredend nur für einen elitären Teil + Bediensteter konzipiert, wird es sein wie an Weihnachten zur Familienfeier (oder im Urlaub), die sich in der Regel dadurch auszeichnet, dass man sich keineswegs an die Gurgel geht, sondern seeeeehr mag und nur das Beste wünscht!🤣 Und dies für laaaaange Zeit auf engstem Raum, mit anschließendem Erwachen in einer irdischen Hölle, um exklusiv und langsam dahinzusiechen👍

      Das einzige Motto für diesen Planeten lautet unter diesen Umständen nämlich: zappenduster, aus die Maus, der Drops ist gelutscht, Schicht im Schacht, der Letzte macht das Licht aus…ups, gibt ja dann weder Licht noch einen Letzten. Sorry – kleiner Lapsus 🤫.

      1. @cui bono

        Seh ich ganz genau so, und danke, dass du noch auf andere fehlende Punkte im obigen Artikel hingewiesen hast – uns bleibt dann eben nur uns zu Tode über die zu lachen, die denken einen Atomkrieg – auch nur einen regionalen – heil und unbeschadet zu überleben. Die 💡 stammt übrigens aus einem britischen Zeichentrickfilm, wo ein älteres Ehepaar einen Atomangriff übersteht, aber danach nicht mehr lange überlebt – vor dem Angriff ruft der Vater, oder war es die Mutter 🤔, den Sohn an, um ihm die Zivilschutzmaßnahmen zu empfehlen, der lacht ihn am anderen Ende des Telefons nur aus was der Mann nicht versteht – leider weis ich den Titel auch nicht mehr, aber ich meine kein geringerer als der Popstar David Bowie hat den Titelsong zum dystopischen Film geschrieben, der weniger bekannt ist als der US-Film „The Day After“🤔

        1. Mag sich paradox anhören, aber im Fall der Fälle ist ein Platz in der ersten Reihe die beste Wahl.🤫
          Den hatte ich leider in der Aufzählung vergessen, obwohl er treffender nicht sein könnte: Klappe zu, Affe tot!
          😉

        2. Heutiges Fazit:
          Es gibt offenbar vier Typen Menschen.
          Die
          1. was kümmert es mich, ist ja nicht HIER,
          2. wird schon nichts passieren,
          3. wenn was passiert, wird’s schon nicht so schlimm werden.
          Das sind vermutlich auch jene, die mehr Energie aufbringen, sich über einen verregneten Sonntag zu erregen bzw. existentiell bedroht sind, wenn der Smartphone-Akku nur noch für 15 min ausreicht.

          Die 4., die ihr Hirn noch zum Denken nutzen, beißen letztendlich zwar auch die Hunde, müssen sich aber nicht mehr mit dem lediglich rudimentär vorhanden Intellekt auf zwei Beinen herumschlagen. Zumal dieses „Großereignis“ keine unbeeinflussbare Naturkatastrophe, sondern „lediglich“ Ergebnis anderer Kausalitäten wäre.

          „Gott hat der Intelligenz des Menschen Grenzen gesetzt, der Dummheit nicht.“ Elbert Hubbard ☝️🤯

      2. @ cui bono

        Der Atomkrieg wäre nur für den Menschen ein wirkliches Desaster.
        Der Planet (im geologischen Sinne) würde hierdurch hingegen ebenso wenig gefährdet wie die Tier- und Pflanzenwelt. Man sehe sich doch nur mal Tschernobyl an, wo bloß wenige Jahrzehnte später alles ziemlich idyllisch aussieht. Schön grün und belebt. Fuchs, Hase, Wolf und Reh sagen sich dort gute Nacht.
        Und selbst dort, wo für einige Jahre alles weg wäre, würden innerhalb von Jahren oder Jahrzehnten wieder Tiere und Pflanzen aus nicht zerstörten Regionen einwandern. Anpassung durch Mutation käme bei einigen Arten vermutlich hinzu.

        1. Ich würde Ihnen dort einen 3 monatigen Urlaub empfehlen, natürlich da wo die Strahlung am höchsten ist.

          Menschenverachtlicher was Sie hie von sich geben geht es wohl nicht mehr!

          1. @ Otto0815 (19.56 Uhr)

            Sie haben mich nicht verstanden.
            Ich habe geschrieben, DASS es für den Menschen ein Desaster wäre!! Lesen Sie bitte in Zukunft langsamer, bevor Sie jemandem etwas Falsches unterstellen!

            Der Rest der Natur würde sich hingegen bereits auf mittlere Sicht – also einige Jahrzehnte – mehr erholen als viele glauben.
            Und was sind schon ein paar Jahrzehnte bezogen auf die Erdgeschichte und geologische Zeiträume!

        2. Dass sich der Planet als Ökosystem, allerdings über einen sehr langen Zeitraum wieder erholen würde, wurde nie bestritten. Jedoch würde fast !sämtlich biologisches! Leben (mindestens jedoch oberirdisches) spätestens mittelbar durch Nach- und Nebenwirkungen betroffen und verschwunden sein, so von Sauerstoff, Wasser, Temperaturen etc. abhängig.
          Und das erwähnte Ereignis (in seiner doch „überschaubaren Regionalität“) ist wohl keineswegs mit einem künftigen Showdown vergleichbar!☝️

          1. Schließe mich an – das stimmt wohl eher 😉

            Das Leben wird dann wieder vor einem Neustart stehen wie vor zig Millarden Jahren

            Zunächst Tümpel mit Bakterien, später Zellen…. irgendwann, viele Millionen oder Milliarden Jahre später höhere…..den Rest kennen wir uns nennen es dann Evolution…..

            Sarkastische Grüße
            Bernie

      3. Es gibt keine Bunjer in denen ein Leben für längere Zeit möglich ist. Selbst Regierungsbunker sind dafür nicht ausgelegt. Die dienen nur dazu um nach einem Atomschlag den Gegner ebenfalls vernichten zu können. Also die Perversion fortzusetzen, man kann es auch Rache nennen

        Also max. 14 Tage bis 1 oder 2 Monate. Darüber gab es schon genügend Dokus.

        1. Es gibt Bunker, die für wesentlich längere Aufenthalte als nur für einige Wochen geeignet sind. Selbst einige Privatpersonen – z.B. amerikanische Prepper! – verfügen über ausgebaute, autarke, unterirdisch miteinander verbundene Systeme, die das „Überleben“ (auch bei einer Alieninvasion🤪) sichern.
          Ändert jedoch nichts an den bereits getroffenen Aussagen zum DANACH.
          Darum nochmals rein theoretisch: wer wollte sein Siechtum freiwillig in die Länge ziehen!?
          (dokumentarisch bereits vor Jahren aufbereitet)

    2. Könnte es sein, dass Du dieses Buch von Robert Merle meinst?
      https://de.wikipedia.org/wiki/Malevil
      Auch ich las in der Jugend den Roman, und es war erschreckend,
      und keiner der ebenso dieses Buch gelesen hatte,
      hätte je für einen Atomkrieg plädiert.
      Wir sind rausgegangen, für den Frieden.
      Und wurden ab und an gekascht,
      d.h. es gab sogar Nachteile für die Biografie.
      Jetzt ebenso wieder: derselbe alte Scheiß.

      1. Leider nein

        Schade, dass ich den Titel vergessen habe, aber dieser dystopische Roman, der in einer fiktiven USA spielt prägt meine Erinnerungen bis heute – er war ziemlich realistisch, und der Autor, soviel meine ich mich zu erinnern war aus dem angelsächsischen Sorachraum, wenn nicht sogar aus den USA selber.

        Wie schon gesagt ist lange her, dass ich den gelesen habe

        Gruß Bernie

    3. Sehr schön, mal die „Nebenfolgen“ in den Blick zu nehmen.
      In den USA gibt es ein Giftmülllager, das auf dauerhaftes Abpumpen nachströmenden Grundwassers angewiesen ist.Wenn dort die Pumpen ausfallen ist ob der unterirdischen Lage und Strömungen eine gewaltige Fläche der USA in Sachen Grundwasser vergiftet. Langfristig.
      War mal in einer Geo oder National geographic vor Jahren. Und das war nicht die einzige tickende Zeit ombe dieser Art im Artikel und der Welt.
      Da reicht ein wirklich längerer Stromausfall mit Versagen von Pumpen, Lüftungen oder Kühlungen und es gibt eine Nebenapokalypse nach der anderen….

    4. Aus gegebenen Anlass (Erstausstrahlung von „The Day After“ im Fernsehen vor vierzig Jahren) habe ich mir diesen Film neulich nochmals angesehen. Danach habe ich die Rede des amerikanischen Präsidenten transkribiert, die er nach dem Atomschlag und nach der Wiederherstellung von ersten rudimentären Kommunikationsmöglichkeiten an sein Volk gehalte hat.

      The Day After (1983) – Rede des Präsidenten
      (ab Minute 1:35:45)

      Hier spricht der Präsident der Vereinigten Staaten.

      Meine amerikanischen Mitbürger!

      Während das Ausmaß der Verheerungen in unserem Land noch ungewiss ist und nach aller Wahrscheinlichkeit noch einige Zeit ungewiss bleiben wird, deuten erste Berichte darauf hin, dass in den meisten Gebieten der Vereinigten Staaten in erster Linie militärische und industrielle Anlagen betroffen sind. Gegenwärtig herrscht mit der Sowjetunion, die gleichermaßen katastrophale Verheerungen erlitten hat, Waffenstillstand. Viele von Ihnen, die mir jetzt zuhören, haben Verletzungen am eigenen Leib erlitten, haben sich mit der plötzlichen Trennung von geliebten Menschen abzufinden oder den tragischen Verlust ihrer Familie zu beklagen. Ich teile Ihre Trauer. Denn auch ich habe persönliche Opfer zu erbringen gehabt. In dieser Stunde des Schmerzes und der Leiden darf ich Ihnen versichern, dass Amerika diese schreckliche Prüfung überlebt hat. Wir haben nicht kapituliert, sind nicht abgewichen von den Prinzipien der Freiheit und Demokratie, für deren Bewahrung wir der freien Welt gegenüber einzustehen haben. Wir bleiben weiterhin unerschrocken gegenüber allem außer dem allmächtigen Gott.

      Die Regierung ist gezwungen, unter gewissen Notstandsbedingungen zu arbeiten. Wir sind bereit, alle Anstrengungen auf uns zu nehmen, um ein koordiniertes Wiederaufbauprogramm auf staatlicher wie auf kommunaler Ebene durchzuführen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen werde ich mit Hilfe meines Stabes und des Kabinetts versuchen, das Amt für nationalen Wiederaufbau funktionstüchtig zu organisieren. Für den Augenblick und solange, bis Berichte über den Stand der radioaktiven Strahlung über Notsender oder durch örtliche Behörden bekannt gegeben werden, bitte ich Sie dringend, an solchen Orten zu verbleiben, die Ihnen maximalen Schutz vor radioaktiven Niederschlag bieten, und die jeweilige örtliche Ausgangssperre zu befolgen. Wir zählen auf Sie. Auf Ihre Kraft, Ihre Geduld, Ihren Willen und Ihren Mut, diese unsere große Nation wieder aufbauen zu helfen.

      Gott segne Sie alle.

      Kommt einem irgendwie bekannt vor, nicht wahr? Seit Beginn des Kalten Kriegs in den 1950er Jahren muss sich eine Generation nach der anderen diesen immergleichen Sermon von „Freiheit und Demokratie“ anhören. Dies sind die immergleichen Stereotype, die der Westen benutzt, um weltweit seine Interessen durchzusetzen. Und es hört und hört einfach nicht auf! Wie dumm sind wir eigentlich, dass wie uns das immer noch bieten lassen?

      Im zweiten Teil der Rede kann das Wort „Radioaktivität“ problemlos durch „Corona“ ersetzt werden – dann hat man schon mal eine Blaupause für das, was im atomaren Ernstfall auf uns zukommt.

  5. Atombomben also.
    Was wären denn die Konsequenzen?
    Der Vorteil einer Atomexplosion gegenüber einem nuklearen Unfall ist,
    dass die ganze Energie schlagartig freigesetzt wird, eben auch als Strahlung,
    es dann vielleicht noch Fallout gibt, aber danach diese Strahlungsintensität erstmal runtergeht. Bis zum Gegenschlag.
    Was genau bewirkt diese Strahlung?
    Dazu gibt es eindrucksvolle YT-Beiträge zu Hisashi Ouchi, most radioactive man ever,
    der 1999 bei einem Unfall in Tokaimura\ Japan verstrahlt wurde und qualvolle 83 Tage überlebte, bevor er starb.
    Die Mediziner dokumentierten alles, genau wie zuvor schon bei Louis Slotin, der mit dem Demon Core. Ihm wird der Satz zugerechnet: ‚I am death‘,
    als der Blitz kam.
    Also es geht um ein langes qualvolles Siechtum, wenn man die Dosis abbekommen hat, und nicht gleich tot ist, und in YT bringen sie das alles.
    Ob die Tschernobyl-Methode mit sto gram Wodka was taugt, kann ich nicht einschätzen.
    Vermutlich aber ist es nicht allzu blöd, für den Fall der Fälle einiges von dem Zeug zu bunkern, wenn man selbst schon nicht einen Bunker in erreichbarer Nähe hat.
    Dann hätte man wenigstens die Chance auf ein Delirium, man bekäme nicht mehr alles mit ;-\

  6. Im Falle eines Atomkrieges kann man nur hoffen, unter den ersten Todesopfern zu sein… Zivilschutz ist nur Augenwischerei: vor der Strahlung, dem nuklearen Winter gibt es keinen wirksamen Schutz. Spätestens nach der nächsten Ernte frisst man die Strahlung in sich hinein, da kann man Zivilschutz ausbauen wie man will.

    Und auch unsere Eliten im Bunker gehen nach Verzehr der Konserven nur etwas verzögert denselben Weg.

    1. Ja, bei einem richtigen Automkrieg sollte man hoffen gleich
      verdampft zu werden. Wenn man verstrahlt wurde, hat man
      hoffentlich eine Methode zum Selbstmord parat. Was passiert,
      wenn die Menschen nach unglaublichen 3 Monaten wieder aus
      einem Atombunker heraus kriechen. Bis dahin hatten sie noch
      die Notverpflegung des Bunkers und gefilterte Luft und sauberes
      Wasser. Draußen ist alles verseucht. Luft, Wasser, Früchte, Gemüse,
      alle Waren in den Märkten und den Lägern. Auch die Tiere, soweit
      noch am Leben, sind nicht genießbar. Endzeitfilme sind wahrscheinlich
      oft dichter an der Wahrheit als das Politiker Geschwafel. Heute lacht
      man noch über manch einen Zombie, der halb zerfallen durch die
      Filmkulissen wankt. Wie sehen die Menschen, die draußen waren
      als die Bomben detonierten nach drei Monaten aus, wenn ihnen
      nicht geholfen wurde? Wie reagiert der ehemals zahme Wuffi jetzt?
      Ich würde nicht auf die Idee kommen, mich in einem Bunker vor
      Atombomben zu verstecken.

      1. „Ich würde nicht auf die Idee kommen, mich in einem Bunker vor Atombomben zu verstecken.“

        Unsere Eliten verstecken sich dort auch aller Wahrscheinlichkeit gar nicht vor den Atombomben – sondern vor dem aufgebrachten Volk, welches sie dermassen in die Scheisse geritten haben und das mit ihnen vor dem endgültigen Ende noch ein Hühnchen zu rupfen hat,…

  7. „Doch bevor Russland in die Knie geht, dürfte es Atomwaffen einsetzen.“

    Das ist wohl richtig, aber warum malt der Autor die Niederlage der Russen an die Wand? Was hat das mit der aktuellen Realität zu tun? Nichts!

    Ich glaube, der Autor wollte nur seine Lust an Weltuntergangsszenarien frönen. Warum fragt man nicht, unter welchen Bedingungen der Westen die Atomwaffe einsetzen würde? Schließlich ist unser Proxy dabei, den blödsinnigen Krieg zu verlieren.

  8. Die Logik des Atomkriegs ist höchst einfach. Der Gegner hat fünf Atomraketen? Dann brauchen wir mindestens sieben. Wenn er fünf von den unseren zerstört, dann haben wir immer noch zwei, um einen Zweitschlag zu führen. Das wird den Gegner von einem Angriff abhalten.

    Das ist die defensive Haltung, aber schon bei dieser braucht man mehr Raketen als der Gegner. Bei einer offensiven Haltung erst recht. Das ist der Grund, warum auch bei vielhundertfachem Overkill nicht Schluss gemacht wird. Mehr haben als der Gegner ist oberstes Ziel.

    Die Sowjets haben aus diesem Grund ein „Gleichgewicht des Schreckens“ vorgeschlagen. Für jede Rakete, die die eine Seite hat, darf die Gegenseite auch eine haben. Sodaß der Krieg für keine der beiden Seiten führbar und gewinnbar wäre. Die Atomwaffen sind damit nutzlos und das ist meiner Meinung nach bis heute die Vorstufe zu ihrer endgültigen Abschaffung.

    Die Partei, die alle Verträge zur Begrenzung verlassen hat, ist die NATO. Russland nicht.

  9. In der Ukraine sind vor ein paar Monaten ein paar Kinshal auf einen Bunker eingegangen und dieser war so um die 100m tiefe im Boden und hat alle gleichzeitig beerdigt.
    Da die unantastbaren das Wissen, werden sie ihre Finger unter Kontrolle halten und sie wurden auch unterrichtet wie Mathematik funktioniert im Verhältnis Zeit-Geschwindigkeit!

  10. Ich bin wieder überrascht wie wenig von den jungen Leuten hier die Logik des Atomkrieges verstanden wird? Im kalten Krieg hieß es, wer zuerst schießt, stirbt als Zweiter. Dann kam die Raketenkrise um Kuba als Antwort auf die amerikanischen Mittelstreckenraketen in der Türkei. Die dort stationierten Mittelstreckenraketen hätten, wegen der zu geringen Vorwarnzeit, einen Erstschlag ermöglicht. Fidel übrigens war damals noch sehr jung und verstand nicht ganz den Ernst der Lage. Kubanische Tapferkeit hätte nichts genutzt. Die beiden Atommächte haben schließlich ihre Mittelstreckenraketen in der Türkei und auf Kuba abgezogen, das war der Deal auf Augenhöhe. Die Pershings der 80er Jahre sollten wieder den Erstschlag ermöglichen.
    Später kamen die taktischen Atomwaffen mit denen auf den Schlachtfeld wieder ein Einsatz ohne Gesamtvernichtung möglich wäre. Später kam unter Reagan das sog US-Abfangschutzschild. Diesen kann jetzt Russland durch seine Hyperschallraketen umgehen und hat somit einen Vorteil gegenüber den US.
    Eine Rakete transportiert übrigens bis zu 10 Gefechtsköpfe. Russland soll ca. 1600 Gefechtsköpfe, die USA 1200, China 400 und die anderen Atommächte wie Israel, das UK und Frankreich sollen so um die 70 Gefechtsköpfe besitzen. Pakistan und Indien sollen so um die 165 Gefechtsköpfe besitzen….ihr könnt ja selber googeln!

    Da in Europa, in der BRD US-Atomwaffen lagern, muß diese Russland zuerst ausschalten. Europa wäre in jeden Fall eine Atomwüste. Deshalb wollte Helmut Schmidt im Kriegsfall die BRD für neutral erklären. Solchen staatsmännischen Sinn haben die verrückten EU- Eliten nicht mehr, sie nehmen die eigene Vernichtung billigend in Kauf!

    1. „Da in Europa, in der BRD US-Atomwaffen lagern, muß diese Russland zuerst ausschalten. Europa wäre in jeden Fall eine Atomwüste.“
      Wieso das sind Zweitschlag Waffen. Nach Deiner Logik müßten die Staaten die an der nuklearen Teilhabe beteiligt sind, wie Belgien, Deutschland, Italien, Niederlanden und Türkei ausgelöscht werden. Bevor Frankreich und Großbritannien angegriffen werden. Die aber Erstschlag Waffen besitzen und ja Waffen in strategischen Unterseebooten können in dem Fall zuerst eingesetzt werden. Wogegen Bomber z. B. in Büchel erst mit den entsprechenden Waffen beladen werden müssen und in die Nähe des Ziels verbracht werden müssen. Da hätte ein Staat wie Russland genug Zeit darauf zu reagieren.

      1. Nehmen wir mal an, Putin beschließt einen Atomwaffeneineinsatz gegen die NATO. Ich halte dies für unwahrscheinlich, dazu ist Putin zu klug und er hat im gegenwärtigen Konflikt sehr gute Karten!
        Was wären russische Ziele außerhalb der Ukraine.? Ganz sicher Büchel, Ramstein und eine Radarüberwachungsstadion im Erzgebirge. Damit wäre Deutschland erledigt. Wenn er, was wahrscheinlicher wäre, die verrückten Briten angreifen wollte, wäre deren Militärstützpunkte Ziele.

        Ganz sicher wird selbst ein verrückt gewordener Putin nicht die USA selbst angreifen, denn das wäre der totale Atomkrieg. Vorher wird Europa brennen! Aber nicht Putin ist verrückt, völlig durchgeknallt sind die europäischen Eliten, insbesondere die kriegsgeilen rassistischen deutschen Olivgrünen. Diese Partei ist für mich die schlimmste Gefahr, viel schlimmer als die AfD, die berechenbar deutsch-rassistisch ist.

        Wenn Putin die Geduld verliert – danach sieht es nicht aus – würde er taktische Atomwaffen gegen Ziele in Kiew und Lemberg einsetzen, denn das wären Entscheidungszentren und über Lemberg läuft der westliche Nachschub.

        1. Rußland wird nicht angreifen, es wird sich verteidigen. Sollte es
          tatsächlich eine Ausseinandersetzung mit der Nato geben, werden
          innerhalb von Minuten die ersten Raketen in den USA einschlagen.
          Das hat Putin schon im letzten Jahr angekündigt und Herr Biden
          ist beim Erhalt dieser Information fast weis im Gesicht geworden.
          Deshalb wollen die USA auf jeden Fall vermeiden, dass die NATO
          involviert wird. Die Kinshal Raketen haben das Gleichgewicht
          durcheinander gebracht. Es sollen fünf rusische Atom- U-boote
          im Atlantik unterwegs sein, die mit Kinshals bestückt sind.
          Wieviel Raketen sie jeweils an Bord haben ist nicht bekannt.
          Die USA weiß das die U-Boote da sind, aber diese neue U-Boot
          Generation der Russen birgt viele Geheimnisse und sie sind wohl
          kaum zu orten. Das nächste Ziel wird auf jeden Fall England sein.
          Sollte es wirklich krachen, wird alles sehr schnell gehen.

          1. Ja, so sehe ich es auch!
            Russland hat die Eskalationsdominanz und das ist gut so! Warum sollte Russland die USA angreifen, wenn man diese ganz langsam in der Ukraine ausbluten lassen kann?
            Geopolitisch sehen wir einen Konflikt zwischen den westlichen dystopischen Neofeudalismus und den neuen chinesischen Industriekapitalismus. Der Westen sucht, um zu überleben, den Endkampf
            Patria libre o morir
            Der Ostwind MUSS den Westwind besiegen, damit wir ALLE leben können!

        2. Ab dem Punkt ist es vollkommen gegenstandslos wer als Erster angefangen hat oder wer sich „verteidigt“.
          Was ihr schreibt ist genau der selbe Blödsinn, der in der geheimen Gefechtsdienstvorschrift der NVA/Warschauer Pakt stand, die ich mal zum lesen bekommen hatte.
          Da stand sinngemäß drin, das man im Bewusstsein in den Tod geht, dies als Sieger der Geschichte zu tun, da man es im Zweitschlag dem Westen noch mal so richtig gegeben hat.
          Es spielt einfach keine Rolle mehr wer dann Schuld war.
          Es ist zwar bemerkenswert, das man keine Erstschlagsambitionen hatte, allerdings wäre das im Endergebnis egal gewesen.
          Das ist der große Verdienst der SU, das die mehr als einmal für den Westen mitgedacht haben. Ansonsten könnten wir solche Diskussionen gar nicht mehr führen.

  11. Der einzige Schutz vor Nuklearwaffen besteht in der Nichtanwendung. Ein Bunker kann nur eine begrenzte Zeit ein Überleben ermöglichen. Irgendwann sind alle Vorräte aufgebraucht, die Energie für Luftumwälzung, Beleuchtung,Heizung hält auch nicht ewig. Das Blöde am Atombunker ist, das man in absehbarer Zeit nur die Wahl hat, ob man drinnen oder draussen verrecken möchte.

  12. Im Artikel steht :Propaganda statt Sicherheit
    Da nichts sicher ist, verlässt man sich auf Propaganda!
    Die Propaganda ist der beste Erlösbringer für die Propagandisten.

  13. Die Bevölkerung in Kiew sieht diese Probleme viel ,gelassener‘. In einem Artikel der WELT v. 30.11.2022 wird berichtet, dass sich bei einem Nuklearen Angiff auf die Stadt tausende Menschen in den Hügeln von Kiew zu einer riesigen Sexorgie verabredeten. Deshalb hat auch der Komödiant keinerlei Angst vor einem nuklearen Infernos. Die maroden Bunker sind damit überflüssig…….

  14. Russland ist 1991 zusammengebrochen ohne Kernwaffen einzusetzen, und es wird es wieder tun. Nach Moskau muss niemand durchmarschieren.
    Im Übrigen greift die alte Logik der Abschreckung nach wie vor, mit der unguten Aussicht, dass die überhaupt vermeintlich noch nutzbaren Sprengköpfe nach 30 Jahren von Fall zu Fall nicht mehr funktionieren könnten. Für die ballistischen Träger gilt das ggf. auch. Dass die Amis, Engländer und Franzosen ihr Zeug erfolgreich ins Ziel bringen, davon ist hingegen auszugehen.

    Dummes Endzeit-Geschwätz greiser Männer.

    phz

    1. @ Panzerhaubitze 2000

      Sie behaupten:
      „Russland ist 1991 zusammengebrochen ohne Kernwaffen einzusetzen, und es wird es wieder tun.“
      Seien Sie bitte so nett und liefern Sie noch die Begründung für den zweiten Teil Ihrer Aussage!

      Kleine Korrektur:
      1. Die Sowjetunion (nicht Russland) befand sich um 1990 herum NICHT in einem Krieg.
      2. Die Auflösung der Sowjetunion vollzog sich schon 1991.

    2. Wer ein Beispiel für dümmliche Ignoranz und gefährliche Arroganz gesucht hat, bekommt es hier frei Haus geliefert. Man fasst es nicht…

    3. Lieber Herr Panzerhaubitze, das klingt sehr nach Geschichtsunterricht 4. Klasse in den westlichen Bundesländern, deshalb hier folgende Korrekturen: 1. Nur 1 Schurkenstaat hat bisher 2 Atombomben auf die Zivilisation abgeworfen. 2. Die UdSSR (nicht Russland) ist nicht zusammengebrochen, sondern M. Gorbatschow ( nicht Reagan) hat mit seiner ganzen Kraft den Kalten Krieg beendet und die Menschheit davor bewahrt, sich selbst auszulöschen. Möge auch diesmal die Friedensbewegung die Kriegstreiber zum Teufel jagen…..

    4. Hahaha da schreibt P
      „dass die überhaupt vermeintlich noch nutzbaren Sprengköpfe nach 30 Jahren von Fall zu Fall nicht mehr funktionieren könnten“
      Eben seit dem Kasus uraniumone Skandal ist ersichtlich, das die USA sich selbst beschnitten hat, um an Uran zu gelangen. Des weiteren hat das Pentagon angegeben, das ihre ’50‘ Jahre alte Abschussrampen mal heuer auf den neusten Stand zu bringen sind. Auch ihre überfortschrittliche U-Boot Flotte liegt mehr im Hafen als zur See.
      Damit hat heute der threat Ersteller einen fetten Bonus erreicht, er/sie/es hat zur Aufklärung beigetragen. MfG an ihren Kindergarten

    5. Dummes Hoffnungs-Gesabbel dämlicher Nazis!
      Keine Ahnung von irgendwas, aber blöd daher blöken. Sowohl die Amis als auch insbesondere die Russen haben sowohl die Sprengköpfe als auch die Trägersysteme modernisiert. Die russischen Systeme sind um Grössenordnungen besser, als das, was der Unwertewesten im Augenblick und auf absehbare Zeit aufbieten kann.

      Geh in den Sandkasten spielen, Nazi-Bubi.

  15. Es gibt den Film, Wenn der Wind weht.
    Dort wird in aller Deutlichkeit dargestellt, was ein Atomkrieg für den Normalbürger bedeutet.
    Ja nach Intensität der nuklearen Auseinandersetzung kann man sich in Abstufungen, unterschiedlich schlecht, nicht gegen die Auswirkungen schützen.
    Die akute Wirkung ist sehr starker Druck und extreme Hitze, gepaart mit starker Strahlung.
    Das könnte man mit viel Aufwand für einen kleinen Teil der Bevölkerung noch abmildern.
    Vorausgesetzt man kommt rechtzeitig in einen Bunker der wirklich auch vor der Druckwirkung schützt.
    Normale Schutzräume helfen nicht, da eine Kernexplosion (was gängige zu erwartende Gefechtskopfgrößen sind) mit Grundberührung die meisten Bunker zum Einsturz bringt. Zusätzlich kommt hinzu, das eine ausreichende Überdeckung da sein muss, um vor der direkten Strahlungswirkung geschützt zu sein. Der Aufwand, der betrieben werden muss, selbst für einen kurzen Zeitraum, um nicht kontaminierte Luft zur Verfügung zu stellen ist enorm.
    Der Fallout verseucht das gesamte Umfeld der Explosion und alles in Windrichtung.
    Je nach Art der Bombe und der Art des Einsatzes, kann die Wirkung erheblich stärker als bei einem Reaktorunfall sein. Es entstehen auf jeden Fall mehr Isotope mit langer Halbwertszeit.
    Die Folge, kontaminierter Boden und Wasser, zusätzlich Partikel in der Luft. Jeder Wind, jeder Schritt wirbelt belastetes Material jahrzehntelang immer wieder auf und verbreitet dies weiter.
    Das hat zur Folge das man einer starken toxischen Wirkung wie bei Schwermetallen und einer direkten Schädigung durch die Strahlung ausgesetzt ist. Diese toxische Wirkung ist übrigens auch beim Einsatz von Uranmunition vorhanden.
    Zusätzlich nimmt man die radioaktiven Stoffe auf was zu einer ständigen Vergiftung und dem ständigen einwirken der Alpha, Beta und Gammastrahler führt. Dagegen kann man nichts machen. Nichtkontaminierte Lebensmittel lassen sich nicht mehr gewinnen. Geschützte Räume werden bei verlassen und betreten schleichend kontaminiert.
    Deshalb wurden oberirdische Atomtests ausgesetzt.
    Praktisch hat durch diese ja schon ein Atomkrieg stattgefunden und die Umwelt massiv mit gefährlichen Substanzen angereichert.
    Es wurde damals angenommen, das bei jedem Test 150000 Menschen weltweit indirekt, beispielsweise durch Krebs, gestorben sind und immer noch sterben.
    Das wäre allerdings noch nicht mal das Schlimmste.
    Atomexplosionen schädigen massiv die Ozonschicht. Zusätzlich kommt hinzu, das nicht wie bei Atomtests die Waffen in unbewohnten Gebiet eingesetzt werden.
    Die Städte die dann brennen werden, besonders gut mit Polysterol Wärmedämmung, werden massiv Rußpartikel freisetzen. Diese werden auf Jahrzehnte die Erde verschatten und es wird keine Landwirtschaft mehr möglich sein.
    Die Ökosysteme würden kollabieren.
    Auch in Gebieten, wo es zu keinem Kernwaffeneinsatz gekommen ist.
    Es werden alle Staaten auf der Erde in Mitleidenschaft gezogen.
    Aller Voraussicht nach würden nur ein bis maximal zwei Milliarden Menschen, schwer geschädigt, übriggeblieben.
    Wer denkt, dann rette ich mich nach Südamerika, sollte bedenken, das der Fallout auch dort ankommt und die Bevölkerung dort, vom Hunger und Krankheiten geplagt, sicher jeden Europäer voller Dankbarkeit und Freude aufnehmen wird.
    Anmerken möchte ich noch, das alle Schutzsysteme für die kämpfende Truppe nicht dazu da sind das Überleben der Soldaten zu sichern. Es soll lediglich sichergestellt werden, das noch eine begrenzte Zeit weiter gekämpft werden kann. Warum auch immer.
    Jodtabletten sind, trotz Wirksamkeit, ein Placebo, weil alle anderen radioaktiven Isotope, die teilweise erheblich stärker schädigen, vollkommen unberücksichtigt bleiben. Man verweist immer auf den Schutz dieser Tabletten, weil man die Aufnahme und die Anreicherung der anderen radioaktiven und giftigen Stoffe nicht verhindern kann.
    Jetzt kann jeder für sich selbst entscheiden, ob es nun eine gute Idee ist, die Eskalation weiter voranzutreiben.

      1. Bedauerlicherweise kenne ich mich damit recht gut aus, weil ich für diese Art Krieg ausgebildet wurde.
        Ich hatte Zugang zu einer Reihe Objekte, die kurzfristig Schutz vor der Akutwirkung bieten sollten.
        Dann hatte ich während meiner Lehrgänge zum Reserveoffizier an zwei vertiefenden Übungen und Schulungen zu dem Thema teilgenommen und da war klar wie sinnlos das alles ist.
        Grundsätzlich wurde den meisten Soldaten und auch den Offizieren was anders erzählt.
        Es ging unter anderem um die Versorgung von Verstrahlten, speziell auch die Versorgung der Zivilbevölkerung. Die Behandlung hätte solange es Schmerzmittel gegeben hätte aus zwei Spritzen (eine zum sedieren, die zweite für den Exitus, wie beim Tierarzt) bestanden. Danach wären alle erschossen worden. Es gab noch den guten Rat (meine ich wie ich schrieb) sich auf jeden Fall was für sich aufzuheben. Bei den Szenarien die bei diesen Schulungen behandelt wurden wäre das noch ein humanes Vorgehen gewesen. Vermutlich hätte das alles aber im Ernstfall schon nicht mehr funktioniert und die Leute wären unter grässlichen Qualen verreckt.
        Nach der Wende habe ich sofort einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt.
        Ich gebe unumwunden zu das mir der Rest bei der Armee durchaus nicht unangenehm war.
        Es hat einfach Spaß gemacht mit den Plan- und Geländespielen.

  16. Dem kann ich nur zustimmen! Absurd finde ich Diskussionen ob es nach einem taktischen Atomschlag zu Verhandlungen kommen wird. Das sind reine Spekulationen die uns nicht weiterhelfen. Wenn eine solche Eskalation erstmal begonnen hat ist es nicht vorhersehbar wie sie sich weiterentwickelt. Die Kriegstreiber sagen, sie werden es nicht machen und treiben die Eskalation immer weiter voran.

    Gibt es aber Garantien?
    NEIN!
    Es wird Zeit für einen Frieden der allen Seiten gerecht wird!

    Das Klagelied des atomaren Henkers

    Von Scott Ritter
    Speziell für Consortium News
    https://consortiumnews.com/2023/08/02/scott-ritter-the-executioners-lament/?eType=EmailBlastContent&eId=a717bc11-a8ca-47db-ab7b-9196c25e5d81

    Auszüge:
    Atomwaffengegner verweisen oft auf das Beispiel von Stanislaw Petrow, einem ehemaligen Oberstleutnant der sowjetischen Luftverteidigungskräfte, der 1983 zweimal die Entscheidung traf, den mutmaßlichen Abschuss von US-Raketen in Richtung Sowjetunion nicht zu melden, weil er (zu Recht) glaubte, dass die Entdeckung des Abschusses auf eine Fehlfunktion der Ausrüstung zurückzuführen war.

    Tatsache ist jedoch, dass Petrow ein Ausreißer war, der selbst zugab, dass ein anderer Offizier, der an jenem verhängnisvollen Tag Dienst hatte, die amerikanischen Raketenstarts laut Protokoll gemeldet hätte.

    Diejenigen, die in einem künftigen Atomkonflikt den Befehl zum Einsatz von Atomwaffen geben, werden diesen Befehl auch tatsächlich ausführen. Sie sind wie Tibbets und Sweeney darauf trainiert, an die Rechtschaffenheit ihrer Sache zu glauben.

    Russland hat eine Nukleardoktrin, die besagt, dass Atomwaffen eingesetzt werden, „wenn die Existenz des Staates selbst bedroht ist“. Laut Medwedew gäbe es „einfach keine andere Option“, wobei er ironisch anmerkte, dass „unsere Feinde für einen russischen Sieg beten“ sollten, da dies der einzige Weg sei, um sicherzustellen, „dass kein globales nukleares Feuer entfacht wird“.

    Die Russen, die den Befehl zum Einsatz von Atomwaffen gegen den Westen ausführen würden, würden mit der gleichen moralischen Klarheit handeln wie Paul Tibbets und Charles Sweeney vor 88 Jahren. Das Klagelied des Henkers besagt, dass sie über ihre Entscheidung traurig sein werden, aber überzeugt, dass sie keine andere Wahl hatten.

    Es wird unmöglich sein, ihnen das Gegenteil zu beweisen, denn anders als im Krieg mit Japan, wo den Überlebenden der Luxus des Nachdenkens und der Rechenschaftspflicht zuteil wurde, wird es in einem künftigen Atomkonflikt keine Überlebenden geben.

    Es liegt daher in der Verantwortung des Durchschnittsbürgers, sich an Prozessen zu beteiligen, die die Werkzeuge unseres kollektiven Untergangs – Atomwaffen – von denen trennen, die sie einsetzen sollen.

    Eine sinnvolle nukleare Abrüstung ist die einzige Hoffnung, die die Menschheit für ihr weiteres Überleben hat.

    Es ist an der Zeit, sich dafür einzusetzen, und es gibt keinen besseren Zeitpunkt als den 6. August 2023 – den 78. Jahrestag des Bombenabwurfs auf Hiroshima, an dem sich Gleichgesinnte vor den Vereinten Nationen versammeln werden, um einen Dialog über Abrüstung zu beginnen, der hoffentlich genug Resonanz findet, um die Wahlen im Jahr 2024 zu beeinflussen. Übersetzt mit Deepl.com

    1. Apropo Petrow – er war nicht der einzige der einen Atomkrieg verhindert hat – auch die Kuba-Krise hat eine viel dunklere Seite -so soll ein russisches U-Boot fast einen nuklearen Torpedo gestartet haben, was aber der Flottenkommandant der 4 U-Boote mit seinem „nein“ verhindern konnte. Nachdem das U-Boot von der US-Flotte gestellt wurde fand die Sache zum Glück für alle ein friedliches Ende – der Torpedo hatte übrigens die Sprengkraft der Hiroshima-Bombe laut der ZDF-Doku.

      Zum Abschluss noch ein Gedanke dazu – wir wissen von diesen Ereignissen heute nur weil es die UDSSR nicht mehr gibt, und nachdenklich macht, dass es nur sowjetische „Atomkriegsverhinderer“ geben soll – nach heutigem Stand.

      Das dies nicht so einfach ist erfahren vielleicht erst etliche Generationen nach uns hier, da ja das US-Imperium nach wie vor besteht

      Sollte das Mal das Ende der UDSSR finden – auf ebenso friedvollem Weg dann dürfte auch rauskommen welche US- oder NATO-Militärs in letzter Sekunde einen globalen Atomkrieg verhindert haben.

      Wir erleben das wohl nicht mehr, aber für nachfolgende Generationen dürfte die Sache dann überaus interessant werden

      Gruß
      Bernie

      1. @Bernie: „… dass es nur sowjetische „Atomkriegsverhinderer“ geben soll – nach heutigem Stand.“

        Der ehemalige US-Verteidigungsminister erwähnte 2018 in einem Interview zwei ernste Vorfälle während seiner Amtszeit: https://www.npr.org/2018/01/16/578247161/ex-defense-chief-william-perry-on-false-missile-warnings
        Er ist zu dem Schluss gekommen, dass Atomwaffen auch in Friedenszeiten nicht beherrschbar sind (auf das Problem verlorengehender Atimwaffen , sog. „Broken Arrows“, hat @Gottfried ja schon hingewiesen) und hat das „William J. Perry Project“ gegründet, um auf diese Gefahren aufmerksam zu machen: https://www.wjperryproject.org/

        Zu Stanislaw Petrow gibts übrigens auch ein aktuelles Lied, das einen Bezug zur heutigen Zeit herstellt: https://youtu.be/Gx6m3bkmbhY

  17. Apropo Filme, oder Spielfilme zu einem eventuellen Atomkrieg, das Thema hier habe ich gestern Mal überdacht, und gemerkt dass wir wohl vermutlich alle derselben Altersgruppe angehören, die dieselbe Erfahrung mit solchen dystopischen Spielilmen bzw. anderen Medien machten – im letzten Kalten Krieg nach Ende des furchtbaren 2.Weltkrieges, denn unsere Eltern oder Großeltern noch in echt durchstehen mussten

    Die jüngeren Kommentatoren hier haben wohl diese Erfahrung nicht, weder im echten Leben noch im Film – hat der Journalist Milos Matussek Recht wenn er den ohne diese Erfahrung aufgewachsenen „einen seltsamen Todestrieb“ unterstellt? 🤔🤔

    Gute Frage, die sich die Atomkriegsverharmloser bzw. -fans ala „Dr. Strangelove“ mal stellen sollten.😉👍

    Gruß
    Bernie

    1. Sorry, kleine Korrektur – ich meinte den Autor Matthias Matussek – in seinem neuen Roman „Armageddon“ unterstellt er nämlich den links-grünen, und deren, auch medialen, Unterstützern, 2023 einen „seltsamen Todestrieb“ 😉

      Ich denke, da hat Matussek wohl nicht Unrecht, wenn man gleichzeitig auch von etlichen Söldnern hört, die aus diversen, im wahrsten Sinne des Wortes, Ecken zum Krieg in die Ukraine strömen – wir leben eben in sonst relativ ereignislosen Zeiten, und da kommt ein kleiner Krieg, und demnächst einer in der Sahelzone (Niger, Mali etc.) diesen verwöhnten, westlichen „Jüngelchen“, und deren Foren-Unterstützer im Web, gerade recht – Mensch erlebt ja sonst keine „Abenteuer“ mehr im Alltag, aber ein kleiner Krieg…..der hat schon was in 2023 nach dem Herrn…..

      Ganz sarkastische Grüße
      Bernie

      1. @ Bernie

        Danke für den Hinweis auf auf Matusseks Buch. Das mit dem „Todestrieb“ scheint mir ein wertvoller Hinweis zu sein. Schließlich ist es ja so, dass ein gewissermaßen unterentwickelte Lebenstrieb heute auch bei anderen Themenfeldern zu beobachten ist.

        Eine ähnlich seltsame Haltung erlebte man übrigens auch in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg (-> Fin de Siècle) und in der bestürzenden Kriegsbegeisterung bzw. grotesken Kriegsunterunterschätzung von 1914.

        1. @Wolfgang Wirth

          Gerne geschehen, und die Dinge die sie über die Zeit des 1. Weltkrieges bzw. kurz davor sind mir auch bestens bekannt – ein damals „berühmter“ Philosoph in dieser Hinsicht war Friedrich Nietzsche – seine Thesen wurden, lange nach seinem geistig umnachteten Tod in einem Irrenhaus über seine Schwester zum Vorfeld des 2. Weltkrieges – Hitler ließ seine Werke, wie viele andere, die seiner.ideologie passten nicht verbieten bzw. verbrennen. Die.Schwester Nietzsches ging sogar soweit ein komplettes Buch, dass sie geschrieben hatte, als Nietzsches Werk auszugeben – „Der.absolute.Wille zur Macht“ lt. Wikipedia.

          Gruß
          Bernie

          1. @ Bernie

            Nietzsche hat mich nie sonderlich interessiert und so weiß ich über ihn ehrlich gesagt auch nur ein paar Allgemeinplätze.
            Lediglich seine Schrift „Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben“ (1874) erscheint mir nützlich.

            Ob er als Beispiel für eine Gesellschaft mit ausgeprägtem Todestrieb geeignet ist, weiß ich nicht recht. Man müsste sich erstmal auf eine Definition verständigen. Schon ein kurzer Blick auf den Wikipedia-Artikel zeigt aber, dass das Begriffsverständnis ziemlich unterschiedlich und umstritten ist.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Todestrieb

            Aber wir müssen das jetzt auch nicht vertiefen.
            Gruß

            1. @Wolfgang Wirth

              Ich hab ja auch nicht behauptet, dass der Begriff „Todestrieb“ von Nietzsche ist, aber, da ich sein Gesamtwerk gelesen habe, als jüngerer Mensch, kann ich sagen, dass Nietzsche einige Sätze und Worte benutzte die Mensch heute für „Nazi-Sprech“ halten würde – „Sklavenmoral“ z.B.

              Seither weis ich die Nazis waren unfähig eine eigene Sprache zu entwickeln, und entgegen der allierten Propaganda waren da, und das ist ja das überaus unverständliche, und gemeingefährliche, dass das bis dato unter den Tisch gekehrt wird, durchaus „Intelektuelle“ darunter.

              Nietzsche, wie schon gesagt, war zu diesem Zeitpunkt schon lange tot, aber Teil seiner Sprüche wurden schon im 1. Weltkrieg, wo angeblich manche Soldaten sein Werk im Tornister hatten, von Soldaten, und ihren Vorgesetzten, verwendet.

              Ist interessant, und wie schon gesagt Tote können sich nicht mehr wehren, und seine Schwester war ein Fan von Hitler, die ihm seine Werke geradezu aufdrängte – auch das Werk, dass sich im Nachhinein als gefälscht herausgestellt hat – mit dem Titel „Der absolute Wille zur Macht“ – Hitler wurde getäuscht, denn das Werk stammte von Nietzsches Schwester, nicht von Nietzsche selber – kann Mensch auch bei Wikipedia rausfinden.

              Schönen Sonntag noch….auch Ihnen….

              Gruß
              Bernie

  18. Danke für die sehr bildhaften Ausführungen der deutschen Friedensfreunde, von denen es leider viel zu wenig gibt!

    Noch ein paar Ergänzungen zur „Logik des Atomkrieges“

    Ausgangspunkt war die Erkenntnis „wer zuerst schießt, stirbt als zweiter“. Es war aber immer Ziel der US-Doktrin den Atomkrieg fühlbar zu machen. Deshalb entwickelt man Mittelstreckenraketen, die man nahe an der Sowjetunion, z. B. in der Türkei, stationierte. Die US hoffte so, wegen der kurzen Vorwarnzeiten, einen Erstschlag führen zu können, alle oder die meisten Atomwaffen des Gegner zu vernichten, ohne einen vernichtenden Zweitschlag fürchten zu müssen. Der „atomare Schutzschirm“ von Reagan und die taktischen Atomwaffen sind ein Versuch einen Atomkrieg führbar zu machen. Auf diese Eskalationsspirale hat die UdSSR, später Russland, immer reagiert. Jetzt verfügt Russland über hyperschnelle Raketen, die US-Atomwaffen ausschalten könnten, bevor sie zum Einsatz kommen. Beide Atommächte verfügen aber auch über U-Boote und Flugzeuge, die schnell auf einen Erstschlag reagieren könnten.

    Die große Gefahr ist, ist die Hemmschwelle des Atomwaffeneinsatzes erst einmal überschritten, droht die Vernichtung der Menschheit, wie von den Foristen oben beschrieben!

    Übrigents, aus russischer Sicht ist es ein Kriegsziel eine Stationierung von Atomwaffen in der Ukraine zu verhindern. Diese könnten in nur 30 Minuten Moskau erreichen. Während der Kubakrise, die UdSSR stationierte Mittelstreckenraketen auf Kuba als Antwort auf die amerikanischen Mittelstreckenraketen in der Türkei. Die USA sah dies als Bedrohung und drohte mit einen Angriff auf Kuba. Man fand einen Deal auf Augenhöhe. Die USA zog ihre Mittelstreckenraketen aus der Türkei ab (sie waren sowieso veraltet) und die Sowjetunion dislozierte ihre Raketen auf Kuba.
    Die Welt konnte aufatmen!

  19. @Bernie
    Weil die Nachrichten nicht mehr lesbar sind, da nach rechts verschoben, eine neue Kommentarspalte.

    „Das Leben wird dann wieder vor einem Neustart stehen wie vor zig Millarden Jahren
    Zunächst Tümpel mit Bakterien, später Zellen…. irgendwann, viele Millionen oder Milliarden Jahre später höhere…..den Rest kennen wir uns nennen es dann Evolution…..“

    Ganz bei 0 beginnt die Evolution nicht mehr. In Hoch-/Gebirgen gibt es riesige „sterile“ vertikale und horizontale Tunnelsysteme, in denen zwar blinde, aber durchaus entwickelte Spezies leben. Selbst im Marianengraben wird vermutlich der ein oder andere „Plattwurm“ überleben können. ABER der beste Kandidat ist immerhin noch das Baertierchen, DAS Wunder an Überlebensfähigkeit!

    Nur der „Fatal Error“ der Evolution, der Uraffe, wird keine zweite Chance erhalten.
    Die Freude bei unserem (wobei er nicht UNSERER ist, sondern nur kurzzeitige Heimstatt für einen für das System irrelevanten Gast) wunderschönen Planeten und jedem anderen, potentiell von Menschen heimgesuchten, wird gigantisch sein und wieder ein Feuerwerk an Schöpfung entfachen.🎉 🤫

    1. @cui bono

      Stimmt auch wieder

      Übrigens „Der Planet der Affen“ ist auch so eine Anti-Atomkriegsdystophie – die Originalfassung nicht die Neuverfilmung nach 2010. Die spielt ja auch ein bisschen mit dem Zeitparadox – ins Weltall fliegen und, via Zeitverschiebung, in fernster Zukunft landen. Der überlebende Astronaut denkt es ist ein fremder exotischer Planet, wo Affen statt Menschen die höher entwickelte Spezies sind.

      Erst zum Ende des Films findet er eine im Sand vergrabene Statue, die sich als die Freiheitsstatue der USA herausstellt.

      Sein Ausruf „Sie haben es doch getan….!! war geradezu legendär.

      Gruß Bernie

      1. Wiederhole meine Erkenntnis gerne, auch wenn es am IST nichts ändern wird:

        „Heutiges Fazit:
        Es gibt offenbar vier Typen Menschen.
        Die
        1. was kümmert es mich, ist ja nicht HIER,
        2. wird schon nichts passieren,
        3. wenn was passiert, wird’s schon nicht so schlimm werden.
        Das sind vermutlich auch jene, die mehr Energie aufbringen, sich über einen verregneten Sonntag zu erregen bzw. existentiell bedroht sind, wenn der Smartphone-Akku nur noch für 15 min ausreicht.

        Die 4., die ihr Hirn noch zum Denken nutzen, beißen letztendlich zwar auch die Hunde, müssen sich aber nicht mehr mit dem lediglich rudimentär vorhanden Intellekt auf zwei Beinen herumschlagen. Zumal dieses „Großereignis“ keine unbeeinflussbare Naturkatastrophe, sondern „lediglich“ Ergebnis anderer Kausalitäten wäre.

        „Gott hat der Intelligenz des Menschen Grenzen gesetzt, der Dummheit nicht.“ Elbert Hubbard ☝️🤯“

        Ach ja. Weder switche ich gerne zwischen Themen, noch finde ich einen Großteil der (meist gleichen) Inhalte und/oder Kommentare erhellend. Als Alternativlektüre für heute empfehle ich den Artikel vom 4.8. auf globalbridge.ch Interessanter! 😳

        Nun einen schönen heißen Sonntag – gut, dass zumindest ich Karlchens Hitzenotfallpläne zur Hand habe🤪😁👍

        1. Hitzenotpläne lieber Cui bono?

          Bei uns ist es kalt – und ich habe gefroren in meiner Dachwohnung, und das im südlichsten Teil von Deutschland, auch als Toskana Deutschlands bekannt – soviel zur „Hitzekatastrophe“ des Herrn Lauterbach 😉

          Auch noch einen schönen Sonntag Ihnen.

          Gruß
          Bernie

          1. Das war ein running Gag 🤣🤣🤣🥳!
            Selbst den langhaarigen Haustieren ist’s draußen zu frisch!
            Beste Grüße und einen schönen Abend bei – naja, Glühwein? 😉

  20. Vor einigen Jahren wurde das Thema eines Atomkriegs im deutschen Fernsehen behandelt, in dieser Sendung wurde festgestellt, dass bei der Bombardierung einer einzigen mittleren Großstadt in den USA sämtliche Kliniken in den USA nicht annähernd ausreichen würden, um die Verletzten zu versorgen.

    Das reichte mir, aber schon vorher war ich der Auffassung, dass die Vorsorgen für den Fall eines Atomkriegs für die Katz sind, weil ein Leben nach einem Atomkrieg nicht mehr lebenswert wäre.

  21. Wer wie ich in den 70er und 80er Jahren die Kasperltheater vor Zivilschutz, Kampfgruppen, Reservistenausbildung in der DDR miterlebte, kann Bearbocks Äußerungen zum Grandiosen Bunkerbau in Finnland nur als Schwachsinn bezeichnen. Schade, dass es für diese Generation keine Wehrpflicht mehr gab, dort hätte sie ihre rosagrüne Brille bestimmt im Manövergelände verloren….

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