Die Zeit arbeitet gegen Trump

Arleigh Burke-class guided-missile destroyer USS Frank E. Petersen Jr. (DDG 121) fires a Tomahawk Land Attack Missile during operations in support of Operation Epic Fury, Feb. 28, 2026. (U.S. Navy Photo)
[null Courtesy], Public domain, via Wikimedia Commons
Die USA begründen ihren Angriff auf den Iran mit der Bedrohung, die von ihm ausgehen soll. Das entspricht weder den Tatsachen noch den Erkenntnissen der eigenen Geheimdienste. Was also will Trump und vor allem, wie will er wieder aus diesem Konflikt aussteigen können?

Aus den fast täglich sich ändernden Aussagen des amerikanischen Präsidenten zu Zielen und Dauer des Krieges entsteht ein Bild von Planlosigkeit. Zuerst wollte man das iranische Atomprogramm vernichten, dann kamen noch auch die Raketen hinzu, später sollte zusätzlich ein Regimewechsel herbeigeführt werden. Inzwischen geht es auch um die Vernichtung der iranischen Flotte. Eine klare Strategie ist daraus nicht zu erkennen. Nicht zuletzt aus den ständig wechselnden Zeitangaben entsteht der Eindruck eines kopflosen Losschlagens, und alles Weitere wird sich dann zeigen.

Falsche Grundlagen

Vermutlich glaubte man, den Venezuela-Einsatz wiederholen zu können, dass man anfangs nur drei bis vier Tagen für den Iran einplante. Jetzt ist immer öfter von vier bis fünf Wochen die Rede, stellt aber auch einen kürzeren Zeitraum in Aussicht wegen der angeblich schnellen Erfolge. Aber auch der Einsatz von Bodentruppen wurde nicht ausgeschlossen, wenngleich das aber den Beteuerungen widersprechen würde, keinen langanhaltenden Krieg zu wollen.

Dabei waren schon im Vorfeld die von Trump an die Wand gemalten Bedrohungen durch den Iran von den eigenen Geheimdiensten widerlegt worden. In Bezug auf das iranische Atomprogramm hatten diese wie auch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) und die Atomaufsichtsbehörde der Vereinten Nationen erklärt, „dass der Iran sein Atomwaffenentwicklungsprogramm im Jahr 2003 eingestellt hat.“(1)

Ähnlich schätzte die US Defense Intelligence Agency noch im Jahr 2025 die angeblichen Gefahren durch iranische Raketen ein, „wonach der Iran bis 2035 benötigen könnte, um aus seinen bestehenden Satelliten-Startrampen eine militärisch einsetzbare Interkontinentalrakete (ICBM) zu entwickeln.“(2) Selbst wenn China und Nordkorea technische Unterstützung leisten würden, so dürfte das die Entwicklungszeit nicht wesentlich verkürzen. Aber offensichtlich misstrauen Trump und Kriegsminister Hegseth den eigenen Geheimdiensten und glauben, es besser zu wissen.

Auch die nachgeschobene Begründung, der Iran plante einen Erstschlag auf amerikanische Stützpunkte und Verbündete in der Region, konnte von den Geheimdiensten nicht bestätigt werden. Am 1. März, also am zweiten Tag des Krieges, räumten Beamte der Trump-Regierung in Besprechungen mit Kongressmitarbeitern ein, „dass es keine Geheimdiensterkenntnisse gebe, die darauf hindeuteten, dass der Iran einen Erstschlag gegen US-Streitkräfte plane“.(3)

Ungereimtheiten

Neben all diesen widerlegten Behauptungen gibt es grundsätzliche Überlegungen, die die iranische Bedrohung als höchst fragwürdig erscheinen lassen. Während die USA über etwa 5.000 Atomsprengköpfe verfügen, hat der Iran bisher keinen einzigen. Dasselbe Missverhältnis besteht auch bei den strategischen Raketen, die das Territorium des jeweils anderen vom eigenen aus erreichen könnten. Die amerikanische Marine hat alleine zwei Flugzeugträger in der Reichweite des Iran im Einsatz. Iran verfügt nicht über einen einzigen.

Neben dieser waffentechnischen Überlegenheit besteht auch eine strategische. Denn während die USA einen Ring von Stützpunkten um den Iran gezogen haben, verfügt das Mullah-Regime bisher über keinen außerhalb des eigenen Landes. Wo soll da eine strategische Bedrohung bestehen, die die Existenz der USA gefährden könnte? Zudem sind die Äußerungen der amerikanischen Regierung insofern sehr widersprüchlich, wenn im Sommer 2025 noch von Trump vollmundig behauptet wurde, dass mit dem Zwölf-Tage-Krieg das iranische Atomprogramm vollkommen vernichtet worden sei.

Es stellt sich die Frage, inwiefern heute von diesem Programm wieder eine solche Gefahr ausgehen soll, dass sich die USA auf der anderen Seite des Ozeans davon existenziell bedroht fühlen. Entweder stimmten die damaligen Aussagen nicht oder die heutigen. In beiden Fällen müssen die Erklärungen aus Washington mit äußerster Vorsicht in Bezug auf ihren Wahrheitsgehalt aufgenommen werden. Solche Widersprüche aber scheinen die Meinungsmacher nicht nachdenklich zu stimmen.

Doch die Staaten des politischen Westens haben sich von ihrer eigenen Propaganda einer iranischen Bedrohung dermaßen selbst ins Bockshorn jagen lassen, dass sie diese Widersprüche nicht mehr sehen oder nicht wahrhaben wollen. Darüber hinaus aber dürften vermutlich auch noch andere Interessen vorliegen, dass man an einer Sichtweise festhält, die keinerlei Grundlage hat.

Unentschieden

Mit dem Angriff auf den Iran hat man nach Venezuela den nächsten großen Ölförderer ins Visier genommen. Ist er erst einmal in irgendeiner Form unter Kontrolle, kommt man in der Kontrolle der Ölmärkte insgesamt einen guten Schritt voran. Doch der Iran ist nicht Venezuela, wenn er auch militärisch den USA nicht gewachsen ist. Es sieht so aus, als teile er sich seine Kräfte gut ein und spiele auf Zeit. Denn sie ist im Moment sein einziger strategischer Vorteil gegenüber den USA. Zwar beantwortet er die Schläge der Israelis und Amerikaner, eskaliert aber nicht zusätzlich. Es ist Trump, von dem schnelle Ergebnisse erwartet werden: ein schnelles Ende des Krieges und möglichst auch ein schneller Sieg.

Natürlich will auch der Iran ein Ende der Kämpfe – je schneller umso lieber. Doch aufgrund der eigenen Unterlegenheit kann er den Kriegsverlauf nicht beschleunigen außer durch die eigene Kapitulation. Dazu aber scheint im Moment noch kein Grund zu bestehen, denn der Iran verfügt über einen Trumpf: Hyperschallraketen. Diese sollen nach einer Meldung von „The Sunday Guardian“ vom 1. März 2026 gegen amerikanische Streitkräfte bereits eingesetzt worden sein soll. Damit habe Teheran signalisiert, „bereit zu sein, seine modernsten strategischen Waffen einzusetzen.“(4)

Ob es sich um eine Reaktion der Amerikaner auf diesen Einsatz handelt, dass am 2. März 2026 kaum über neue Angriffe auf Ziele im Iran berichtet wurde? Noch am 28. Februar, hatten die USA und Israel nach eigenen Angaben deren etwa 1.400 geflogen. Bisher haben weder der Iran noch die amerikanische Führung den Angriff durch eine Fattah-Hyperschallwaffe bestätigt. Teheran hat immer nur auf diese Waffen hingewiesen und sie als Drohung gegenüber den USA ins Spiel gebracht.

Vielleicht hat deshalb der amerikanische Präsident am 1. März überraschend erklärt, dass der Iran um neue Verhandlungstermine bei ihm nachgesucht habe, und er bereit sei, mit ihnen zu reden. Doch am 2. März machte die neue Führung unter Ali Larijani postwendend deutlich, dass sie weder um solche Termine nachgesucht habe, noch sei sie zu Gesprächen mit den USA bereit. Diese Wendung ist insofern auffällig, da auch die Kampfhandlungen deutlich nachgelassen haben, zumindest was die Anzahl der Meldungen in den Medien angeht. Wirkt da die Drohung mit Hyperschallraketen?

Druck auf Trump kommt auch aus den USA und dem eigenen MAGA-Lager. Hier wächst der Unmut über die verpulverten Milliarden für die Kriege seit Beginn des Jahres, während der Ruf nach der Verbesserung der Lebensbedingungen im eigenen Land immer lauter wird. Zudem gibt es inzwischen auch Tote unter den US-Soldaten zu beklagen. Im November stehen Wahlen zum Kongress an, die über die weitere Handlungsfähigkeit des Präsidenten entscheiden. Betont er deshalb so oft, dass es sich um einen Einsatz von wenigen Wochen handeln soll, nicht um einen lange andauernden Krieg?

Ungedeckte Rechnungen

Noch können nur Vermutungen zur Entwicklung dieses Krieges angestellt werden. Aber vieles deutet darauf hin, dass Trump sich das alles leichter vorgestellt hatte.  Das wurde bereits deutlich an seiner Überraschung und Enttäuschung darüber, dass der Iran sich nicht kampflos geschlagen gab angesichts des militärischen Aufgebots vor seiner Küste. Den Regimewechsel, den eigentlich er selbst hatte herbeiführen wollen, legte Trump dann auch sehr schnell in die Hände der Opposition. Er forderte das iranische Volk auf, für seine Freiheit einzutreten, die USA hätten das Ihre dazu getan. Dieser Plan ist bisher nicht aufgegangen. Der schnelle Fall des Regimes schlug fehl.

Die westlichen Medien haben sich ein Bild von der Opposition gezeichnet, das sie selbst gerne geglaubt haben, das aber nicht den wirklichen Verhältnissen entspricht. Sie kann nicht als geeinte Kraft angesehen werden, die ein Kräftemessen mit dem Staat und seinen Sicherheitsorganen aufnehmen könnte. Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste im Januar dürfte sie zusätzlich geschwächt sein. Ob sie Trumps Zusicherungen weiterhin vertraut, dürfte fraglich sein, blauäugig wäre es in jedem Fall.

Denn auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen hatte er die zugesagte Hilfe zurückgezogen. Anscheinend hatte er andere Pläne. Mit diesem Rückzieher hatte Trump aber auch selbst alle Trümpfe für einen Regimewechsel aus der Hand gegeben, wenn diese Gelegenheit denn wirklich bestanden haben sollte. Nun, wo alles zu spät ist, schickt er das Militär. Wenn er in dieser Situation die iranische Führung aufruft, sich zu ergeben, dann wirft das einen Blick von unglaublichem politischem Unvermögen und Wirklichkeitsferne auf den amerikanischen Präsidenten.

Denn wem soll sich diese Führung nach Trumps Vorstellung ergeben? Eine ernst zu nehmende, weil geeinte und organisierte Opposition ist nicht zu erkennen, die in der Lage wäre, die Macht gegen den noch weitgehend intakten Staat zu übernehmen. Und Trump selbst? Er ist weit weg im sicheren Washington jenseits des Ozeans oder auf seinem Goldplatz im warmen Florida. Seine Truppen haben zum Teil die Stützpunkte verlassen aus Vorsicht vor iranischen Angriffen, und schon gar nicht stehen sie im Iran selbst, um die Kapitulation entgegen zu nehmen.

Trump scheint sich Kapitulationen vorzustellen wie die Wochenschauberichte aus dem Deutschland und Japan von 1945.  Doch im Moment ist der Iran von diesem Zustand noch weit entfernt, Staat und Armee sind weitgehend intakt. Israel scheint verstärkt wieder den Libanon und die Hisbollah ins Visier zu nehmen, und wer weiß, wie lange Trump noch in seiner Ungeduld und Sprunghaftigkeit dem zunehmenden Druck standhält? Keiner kann vorhersagen, welche Entwicklung dieser Krieg nimmt – außer natürlich den unvermeidlichen Experten der westlichen Nachrichtenformate.

 

Quellen

(1, 2, 3) Reuters 27.2.2026 Trumps Behauptung über iranische Raketen wird laut US-Geheimdiensten nicht gestützt, so Quellen.

(4) Guardian 1.3.2026 Fattah-2-Hyperschallrakete erstmals gegen US-Streitkräfte eingesetzt? Irans hochentwickelte Waffe verschärft den Nahostkonflikt.

Rüdiger Rauls

Rüdiger Rauls
Erlernter Reprofotograf und Lernsystemlektor, später selbständig als Betreiber von Nachhilfe- und Sprachinstituten in Rheinland-Pfalz und im angrenzenden Luxemburg. Neben zahlreichen Artikeln zu gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen auf meinem eigenen Blog Politische Analyse sowie namhaften Foren und Zeitschriften habe ich seit 2012 mehrere Sachbücher und Romane veröffentlicht.
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23 Kommentare

  1. Ein kleiner Hinweis, so gaaanz nebenbei: könnte man auf den Framing-Ausdruck „Mullah-Regime“ zugunsten eines neutraleren Begriffs verzichten? Da vermeidet man schon weitgehend die öffentlich-rechtlichen Framer und wird auch hier mit der Nase darauf gestossen.

  2. Was, die Kriegsparteien sagen nicht die Wahrheit? Das gab es ja noch nie! Und dann auch noch die USA, die doch stets ganz offen und ehrlich über ihre Motive und Strategien informiert haben!

    Dass die Aktion nur auf wenige Tage angelegt war, glaube ich nicht. Dafür haben die USA zu viel Blech vorher zusammengezogen, vor allem auf See.

    Bodentruppen sehe ich im Moment eher als Drohgebärde, aber abhängig von der Entwicklung keinesfalls ausgeschlossen. Dafür muss es dann aber massive Truppenbewegungen geben. Dann wird es ein wirklich langer Krieg.

  3. Der Iran seht nicht alleine da, er hat Verbündete, die still, im Hintergrund, agieren. Diese sind Russland, China und Pakistan. Pakistan ist eine schiitische Atommacht mit ca. 170 atomaren Sprengköpfen. China hat 600, Russland hat, wie die USA, 5000 atomare Sprengköpfe. Das ist die Ausgangslage.

    Höchstwahrscheinlich haben Russland und China den Iran in seinen gerechten Selbstverteidigungskrieg Zieldaten, Satellitenaufklärung etc. geliefert. Ohne diese Daten hätte der Iran nicht so schnell und zielgenau reagieren können, nicht gezielt US-Radarsysteme ausschalten können.

    Wie wir erleben hat der Iran durch die Sperrung der Straße von Hormus wirtschaftliche Druckmittel gegen die USA in der Hand. Auch dort steigen die Benzinpreise, was die Trump-Anhänger mit ihren großen Autos trifft.

    Während westliche Dummköpfe glauben Israel/USA könnten im Iran einen Regimechange organisieren, könnte es umgekehrt kommen. Die Sklavenarbeiter in den Golfdiktaturen, die den Reichtum dort erarbeiteten, beginnen mit Protesten, erheben sich gegen ihre Ausbeuter. Diese Sklavenarbeiter kommen aus der ganzen Welt und haben in den Golfdiktaturen keinerlei Rechte. Vielleicht nutzen gerade sie die Chance zur Revolte gegen die brutalen, frauenfeindlichen Öldiktatoren in den Golfmonarchien? Gegen die Unterdrückung in den Golfdiktaturen ist der Iran geradezu demokratisch, eine demokratische schiitisch-islamische Demokratie, in der, wie auch hierzulande, Oppositionelle verfolgt werden.

    Dreht einfach mal Eure alte Sichtweise um, dann sehr ihr vielleicht etwas klarer?

    1. „Pakistan ist eine schiitische Atommacht…..“
      Atommacht JA aber keine schiitische.
      Die Sunniten in Pakistan sind in der Mehrheit ca.80% , die Schiiten dagegen sind nur etwa 15%.
      Der Verteidigungspakt zwischen Saudi-Arabien und Pakistan sagt schon alles.
      Allerdings hat Pakistan auch Sympathien für den Iran.

    2. Ja,ja, Pakistan, die letzte Hoffnung der linken Sofastrategen in diesem Forum.“ Schiitische Großmacht mit 170 Sprengköpfen“. Ein Drecksloch mit einem hohen Anteil an Analphabeten, miserabler Wirtschaftsleistung, Inneren Unruhen und einer wenig ertragreichen Feindschaft zu einem haushoch überlegenen Indien. Warum sollte das sunnitische Pakistan eigentlich an der Seite der schiitischen Mullahs stehen ? Eine völlig unlogische Annahme ohne Substanz.

  4. Sollte man nicht auch mal darüber nachdenken, ob nicht etwa Trump durch den Krieg, in den er sich durch Netanjahu hat hineinziehen lassen in eine gigantische Falle getappt ist? Jetzt steht er unter enormem Druck, aus der Nummer wieder herauszukommen, während ihm auf allen Seiten die Felle davon schwimmen. Und unmittelbarer Nutznießer ist jetzt sein „Freund“ Putin, der den Gas- bzw. Ölhahn bedient.

  5. Iran ist schon zweimal während laufender Verhandlungen völkerrechtswidrig, brutal und unprovoziert überfallen worden und wird sich – auch angesichts begangener Kriegs- und religiöser Verbrechen – nicht noch einmal reinlegen lassen. Es werden daher robuste Sicherheitsgarantien erforderlich sein. Vermutlich wird der Krieg daher nur zu Ende gehen, wenn
    1. die USA ihre Präsenz am Golf drastisch reduzieren und
    2. russische und chinesische Militärbasen im Iran errichtet werden.
    Ersteres passiert aktuell ohnehin schon. Zu letzterem hat Trump mittlerweile mit Putin telefoniert, ich halte diese Lösung für realistisch und umsetzbar. Interessant wird aber sein, wie Trumpfreund Merz dies dann loben wird (müssen).

  6. Nicht vergessen sollte man, dass zwischenzeitlich auch die Ukraine sich zu Wort gemeldet hat und militärische Unterstützung und die Lieferung von Hardware anbietet.
    (Schreien permanent, dass sie mehr Geld und Waffen brauchen aber hier das Maul aufreißen)

    Der Iran selbst ist aus einer ganzen Reihe von Gründen wichtig.
    a) Die Öl-, Gas, und sonst. Bodenschätze

    Deswegen hat Trump aktuell die Sanktionen gegen Russland zurückgefahren, da der Ölpreis auf dem globalen Markt droht, über die 120 $ Marke zu steigen.
    Der eigentliche Grund ist aber, Netanjahu und Trump wollen die Bebauung des Gazastreifens und des Westjordanlands nicht weiter gefährden, da man ja Investoren braucht und die werden sicher kein Geld locker machen, solange ein möglicher Kriegsgegner wie der Iran existiert.
    Außerdem soll ja der Suezkanal zugunsten einer neuen Passage verlagert werden und der Schiffsverkehr zukünftig über Gaza Richtung Mittelmeer laufen.
    Jedes Jahr Abermilliarden an Einnahmen …

    1. „Außerdem soll ja der Suezkanal zugunsten einer neuen Passage verlagert werden und der Schiffsverkehr zukünftig über Gaza Richtung Mittelmeer laufen.“
      Damit die Israelis die 100%ige Kontrolle darüber haben und im Hintergrund selbstverständlich auch die USA.

      1. …und wenn ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe, nimmt Ägypten aktuell jährlich rund 5 – 6 Mrd. Dollar an Gebühren ein. Die würden dann nach Tel Aviv fließen.
        Nebenbei wird Gaza dann ein Eldorado für Firmen und Banken, die von dort dann den großen Reibach machen und eine der weltweit wichtigsten Handelsschlagadern für Europa kontrollieren

  7. Trump hat heute das baldige Ende des Krieges angekündigt, die Ziele seien erreicht!
    Der Iran entgegnete daraufhin, das der Iran über das Ende des Krieges entscheiden würde.
    Israel macht im Libanon, in der Westbank in Gaza da weiter, wo und wie sie immer schon machten, ohne jede Anstalt, damit aufhören zu wollen.
    Andere interessante Meldungen sind die vom Iran dementierten Behauptungen, es seien zwei Raketen auf die Türkei abgefeuert worden und das die Israelis es angeblich gewesen sind, die die US-
    Basen auf Zypern angegriffen hätten.
    Ach ja, und auch, das der Öl-Preis aufgrund Trumps Ankündigung wieder sinken würde.
    Das ist meine kurze Ausbeute aus verschiedenen Nachrichtenportalen von heute früh.
    Die Ziele der US-Staatsterorristen sind erreicht, aha, das „Mullah-Regime“ ist demnach also beseitigt, die Fähigkeit des Iran Raketen abzufeuern ist vernichtet, obwohl der Iran wundersamer Weise immer noch Raketen abzufeuern scheint, angeblich sogar auf die Türkei.
    Das, wie im Artikel beschrieben, Trump und seine Kamarilla es besser wussten als die eigenen Geheimdienste ( wieviel haben die gleich davon? ) lässt mich schließen, das im Oval-,Office irgenein Stabsmagier die wahren Fakten aus einer Glaskugel extrahiert.
    Ich habe hier schon einmal geschrieben, das ein Krieg gegen den Iran ohne einen gewaltigen Einsatz von Bodentruppen nicht gewonnen werden kann und das Luftangriffe alleine keine Entscheidung bringen können. Dazu sind die Amerikaner aber nicht mehr fähig, wollen sie auch nicht, zurecht, wenn dieses Pack denn überhaupt noch über einen Millirest an Verstand verfügen.
    Die haben sich verzockt, ihre modernen THAAD-Luftabwehrsysteme in der Region sind vom Iran zu Alteisen verarbeitet worden, die Satellitenbilder habe ich gesehen, qualmender Schrott!
    Hinzu kommt, das ihnen langsam aber sicher die Raketen zur Luft-und Raketenabwehr ausgehen.
    Verschiedene europäische Staaten haben Fregatten in Marsch gesetzt, darunter merkwürdigerweise Dänemark, es wird gemunkelt, Frankreich und England auch Flugzeugträger. Wenn das stimmen sollte, wäre das im Grunde ein weiterer Offenbarungseid der amerikanischen Militärmacht.
    Der Iran sagt, das sie bestimmen würden, wann der Krieg endet, das glaube ich mal sogar. Zum einen müssen sie zeigen, das der von ihnen nicht gewollte Krieg für den Angreifer aus dem Ruder gelaufen ist, um eine dritte Wiederholung zu vermeiden. Zum anderen bewahrheitet sich der uralte militärische Grundsatz, das man einen Krieg zwar anfangen kann,
    es aber nie gesichert ist, ob und wie man ihn auch beenden kann.
    Ich weiß, das es hier um Menschleben geht und ich halte Krieg grundsätzlich für ein Verbrechen. Aber dennoch gibt es für mich in dessen Rechtfertigung schon noch Unterschiede, so kann ich den Einmarsch Russlands in die Ukraine eher verstehen und nachvollziehen, als das was die Israelis und die USA da abziehen.

    1. Ach naja, Mango Mussollini hat halt mal wieder angekündigt. Die Knetbirne hat bspw. auch angekündigt, die Medikamentenpreise in god’s own country um bis zu 1500% senken zu wollen. Alle hin da, auf dem Sofa reich werden. Stable Genius, covfefe.

    2. ……so kann ich den Einmarsch Russlands in die Ukraine eher verstehen und nachvollziehen, als das was die Israelis und die USA da abziehen.“
      richtig….Russland wehrt sich an seiner Westgrenze gegen Nato und USA, dagegen haben USA und Israel keine gemeinsame Grenze mit Iran, sondern sie wollen „nur“ ihre Herrschaftstruktur über dieses Land stülpen, in dem sie es ausbeuten und militärisch am Boden halten.

  8. Larry Johnson, bekanntlich ein von Trump enttäuschter Ex-US-Militär, schreibt heute auf „Sonar21“:

    „ Hinter vorgehaltener Hand haben Trumps Berater ihn jedoch gedrängt, angesichts steigender Ölpreise und der Befürchtung, ein langwieriger Konflikt könne politische Gegenreaktionen auslösen, einen Ausstiegsplan aus dem Iran-Krieg zu entwickeln, wie das Wall Street Journal berichtet . Beamte aus dem Umfeld des Präsidenten drängen ihn, eine Ausstiegsstrategie zu entwerfen und gleichzeitig den Militäreinsatz als weitgehend erfolgreich darzustellen. In Washington konzentrieren sich die Diskussionen zunehmend darauf, den Erfolg zu verkünden und einen kontrollierten Rückzug anzustreben, bevor die wirtschaftlichen und politischen Kosten weiter steigen.

    Ich denke, das erklärt, warum Präsident Trump Wladimir Putin angerufen hat. Der Kreml hat ein Protokoll eines Telefonats zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin veröffentlicht, das am Montag , dem 9. März 2026 , stattfand und etwa eine Stunde dauerte. Der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, beschrieb es als „offen“, „sachlich“, „konstruktiv“ und „ernst“. Das Gespräch ging von Trump aus. Hauptthema des Anrufs war der Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Putin unterbreitete Vorschläge für eine „schnelle politische und diplomatische Lösung“. Dabei bezog er sich unter anderem auf seine früheren Kontakte zu den Führern der Golfstaaten, dem iranischen Präsidenten und anderen.

    Das bedeutet nicht, dass Präsident Putin dem Iran die Grundlage entziehen wird. Ich glaube, Putin verfolgt zwei Ziele: 1) Eine Ausweitung des Krieges zu verhindern und 2) ein Abkommen zu sichern, das die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufhebt und ihn vor künftigen Angriffen der USA und Israels schützt.

    Trump und seine nationalen Sicherheitsberater unterliegen dem Irrglauben, Iran gehe die Raketenarsenal aus. Während das US-Militär die Zerstörung von Raketenwerfern feiert, setzt Iran auf unterirdische Abschussrampen, von denen aus hochentwickelte Raketen abgefeuert werden. Ich bin überzeugt, dass Iran in den Verhandlungen eine harte und unnachgiebige Haltung einnehmen wird und die Aufhebung aller Wirtschaftssanktionen sowie den Abzug der US-Truppen aus dem Persischen Golf fordern wird. Auch wenn die USA diese Forderungen – zumindest vorerst – wahrscheinlich ablehnen werden, ist Iran bereit, seine Angriffe fortzusetzen und wird in den kommenden Tagen voraussichtlich eine neue, noch fortschrittlichere Rakete ins Spiel bringen.…“

    https://sonar21.com/growing-doubts-by-us-and-israel-about-the-war-with-iran/

  9. Nun dürfte auch klar sein, weshalb Russland die politische und religiöse Führung der Ukraine nicht getötet, keine Öldepots in Kiew vernichtet und auch keine ukrainischen Mädchenschulen bombardiert hat…

  10. Falls es das Ziel von Trump gewesen sein sollte, den Iran von der Notwendigkeit einer Atombombe zu überzeugen: Mission accomplished!

  11. Schon überholt. Iran droht mit Fortsetzung des Kampfes, Trump mit erheblich stärkeren Angriffen, falls die Strasse von Hormus gespart bleibt.

    Frankreich schickt zwei Träger, Grossbritannien einen, man will Geleitschutz gewähren. das dürfte dann der Kriegseintritt der EU mit offenen Kämpfen sein.

    Es macht keinen Sinn, zivil auf 60% anzureichern. Sowohl Russland als auch USA hätten Brennstoff liefern können, die USA angeblich umsonst.

    Abgesehen davon ist Atomkraft wegen Öl Gas Sonne dort völlig unnötig. Das Wassernetz ist Bankrott, Solartechnik abwesend, energiesparendes Bauen auch. Alles Geld ging in Hamas Hisbollah Huthis Revolutionsgarden. Die hätten für den Verzicht auf Atomkraft Solartechnik für jedes Haus verlangen können.

    Aber nein, die Ideologie verlangt die Zerstörung Israels. Ich halte das aufgrund der Militarisierung der iranischen Gesellschaft für mit dem dritten Reich vergleichbar. Das ging unter, allerdings mit reichlich Chaos.

    Raketen technisch ist es einfacher. Man vermutet sowieso schon Reichweite bis 3000 km, somit Deutschland getroffen werden könnten.

    Allerdings gehen die Angriffe auf Träger Systeme eher heftiger weiter. Man weiss auch nicht, ob der Angriff auf das Öldepot trotz der Verlautbarungen aus den USA Strategie ist, kein Krieg ohne Benzin.

    Fraglich ist als nächstes aber, ob der Iran mit Guerillia Taktik die Strasse von Hormus weiter sperren kann, und inwieweit die USA grössere Geschütze auffahren.

    Die Bombardierung von Entsalzungsanlagen erscheint, um die Bevölkerung von der Küste zu vertreiben, eher geplant.

    Es dürfte hässlich werden. Der Westen, einschliesslich der USA, steht bei Öl und Gas mit dem Rücken zur Wand.

    Insbesondere Trump kann den Wählern keine höheren Preisen zumuten.

    Hinzu kommt, dass nur einige Staaten Ölreserven haben, in der EU nur D AT CH, ansonsten nur USA und JAP.

    Daher die wüsten Drohungen von USA und EU.

    In ein paar Tagen fallen die ersten Lieferungen aus, Katar Athen rund 16 Tage. Dann wird es kritisch,

  12. Vielleicht ist Trump deswegen so unentschlossen, weil sich die USA keinen ausgewachsenen Krieg mehr leisten können, schon gar nicht gegen einen so potenten Gegner, wie den Iran (https://www.youtube.com/live/NgKTc4JXAbk), der – wie es scheint – auch noch massive Schützenhilfe von China und Russland erhält, was mindestens die Kosten in die Höhe treibt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es keine einheitliche Strategie gibt oder – anders formuliert – man zerstritten über die Strategie ist. Bei dem Flugzeugträger mit dem Scheißhausproblem sollen unter anderem T-Shirts im Abwasserrohrleitungssystem gefunden worden sein. Das lässt für mich den Schluss zu, dass die Militärs auch nicht gerade erpicht darauf sind Krieg mit dem Iran zu führen. Mit schwächeren Ländern Krieg zu führen, wo die Gefahren für die eigene Seite überschaubar sind, das geht einfacher von der Hand, aber so…

    Vielleicht ist das ganze Unterfangen einfach nur eine Verzweiflungstat, weil sie irgendwie BRICS und China ans Bein pinkeln, ihren Aufstieg aufhalten wollen.

  13. Ob der Iran wirklich noch die “ Wunderwaffe“ zur Vergeltung in den Arsenalen hat? Ich weiß es natürlich nicht, habe aber starke Zweifel. und selbst wenn er dutzende oder hunderte unbezwingbarer Raketen hätte, woran ich auch zweifle, würde es nie reichen, Israel und die Amis entscheidend zu treffen. Ich halte es nicht für klug, den Wunsch, dass die Amerikaner in die Schranken gewiesen werden, den ich teile, zur Grundlage der Beurteilung zu machen. Die USA verfügen über mehr als die Hälfte aller Waffen der Welt, können die überall einsetzen und ob ein paar uniformierte amerikanische Subproletarier draufgehen, ist ihnen nicht wirklich wichtig. Sie müssen den Iran nicht besiegen. Auch wenn die orange Minderbegabung so tut, als wäre dies ein Ziel. Es reicht vollkommen, ihm soviel Schaden zuzufügen, dass er als politischer Faktor zerstört wird. Und ja, dazu sind die Amis in der Lage. Mir scheint die Vorstellung von ihrer „Planlosigkeit“ naiv zu sein. Wenn das von mir angenommene -und nochmal, ich vermute es, weil wissen kann ich es nicht- zutrifft, dann gehen sie in diesem Sinne sehr planvoll vor und am Ende wird es wieder ein zerstörtes Land mehr geben. Nummer 7. Und sie werden noch übermutiger werden.

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