
Welche Faktoren bestimmen das Klima?
Fortsetzung der Artikel vom 3. August 2026, 17. August 2026 und 25. August 2026. Sie finden den ersten Teil hier. Der zweite Teil ist hier zu finden. Der dritte Teil ist hier zu finden.
Nun stellt sich die nächste Frage: Warum verändert sich das Klima?
In der öffentlichen Debatte entsteht meist der Eindruck, als gäbe es auf diese Frage eine einfache Antwort. Für viele ist sie inzwischen auf ein einziges Molekül reduziert: Kohlendioxid.
Das Klimasystem der Erde ist kein einfaches Ursache-Wirkungs-System. Es ist ein hochkomplexes Netzwerk natürlicher Prozesse. Es wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die sich gegenseitig verstärken, abschwächen oder überlagern können. Die nachfolgenden Abschnitte stellen die wichtigsten natürlichen Einflussgrößen vor. Sie machen deutlich, wie komplex das Klimasystem tatsächlich ist und weshalb einfache Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge ihm nur selten gerecht werden. Auffallend ist, wie stark sich die öffentliche und politische Klimadebatte auf einen einzigen Faktor konzentriert: Kohlendioxid. Das bedeutet nicht, dass CO₂ keine klimatische Wirkung besitzt. Die Frage ist vielmehr, wie groß sein Einfluss im Zusammenspiel mit all den anderen Faktoren tatsächlich ist und welche politischen Schlussfolgerungen daraus gerechtfertigt sind. Dass mit der Beantwortung dieser Fragen inzwischen gewaltige wirtschaftliche und politische Interessen verbunden sind, sollte dabei ebenfalls nicht ausgeblendet werden. Darauf werde ich später noch zurückkommen.
Die Sonne – der Motor unseres Klimas
Ohne die Sonne gäbe es auf der Erde kein Leben. Sie liefert nahezu die gesamte Energie, die unser Klimasystem antreibt. Jeder Wind, jede Meeresströmung, jede Verdunstung und jeder Wasserkreislauf sind letztlich Folgen der Sonnenenergie.
An der Grenze zum Weltraum – noch bevor die Sonnenstrahlen in die Erdatmosphäre eintreten – treffen im Mittel rund 1.361 Watt Sonnenleistung auf jeden Quadratmeter, der der Sonne direkt zugewandt ist. Erst beim Durchgang durch die Atmosphäre wird ein Teil dieser Energie von Wolken, Wasserdampf und anderen Bestandteilen der Luft reflektiert oder absorbiert, sodass die Erdoberfläche deutlich weniger Sonnenenergie erreicht. 1.361 Watt entsprechen ungefähr der Leistung eines kräftigen Heizlüfters oder gut 13 einhundert Watt-Glühbirnen – und zwar auf jedem einzelnen Quadratmeter. Ein Teil dieser Energie wird von Wolken, Eisflächen und hellen Oberflächen wieder ins Weltall reflektiert. Der übrige Teil erwärmt Land und Meere, lässt Wasser verdunsten, treibt Winde an und setzt den gesamten Wasserkreislauf in Gang. Nahezu jedes Wetterereignis auf der Erde geht letztlich auf diese Energiequelle zurück.
Strahlung bedeutet zunächst nichts anderes als die Übertragung von Energie. Wärme entsteht, wenn diese Strahlungsenergie von Materie aufgenommen und dabei in innere Energie umgewandelt wird.
Dabei strahlt die Sonne keineswegs immer gleich stark. Seit Jahrhunderten beobachten Astronomen Schwankungen der Sonnenaktivität. Bekannt ist beispielsweise der etwa elfjährige Sonnenfleckenzyklus. Sonnenflecken sind dunklere Bereiche auf der Sonnenoberfläche und gelten als Zeichen einer besonders aktiven Sonne. Obwohl die Flecken selbst etwas kühler sind als ihre Umgebung, entstehen gleichzeitig besonders helle Regionen – sogenannte Fackelgebiete (Faculae) –, die diesen Energieverlust mehr als ausgleichen. Deshalb strahlt die Sonne während solcher Aktivitätsphasen insgesamt sogar etwas mehr Energie ab als in ruhigeren Zeiten.
Darüber hinaus kennt die Sonnenforschung auch wesentlich längere Aktivitätsschwankungen wie zum Beispiel das sogenannte Maunder-Minimum zwischen etwa 1645 und 1715. Während dieser Zeit wurden außergewöhnlich wenige Sonnenflecken beobachtet. Diese Phase fällt zeitlich in den kältesten Abschnitt der Kleinen Eiszeit. Bis heute wird wissenschaftlich untersucht, ob und in welchem Ausmaß die außergewöhnlich geringe Sonnenaktivität zu den damaligen kühleren Temperaturen beigetragen hat.
Unstrittig ist jedoch, dass die Sonne kein vollkommen konstantes System ist – es unterliegt natürlichen Schwankungen.
Neben ihrer Strahlungsleistung verändert sich auch die magnetische Aktivität der Sonne. Sie erzeugt den sogenannten Sonnenwind – einen ständigen Strom elektrisch geladener Teilchen, der sich von der Sonne aus in alle Richtungen ausbreitet. Gleichzeitig wirkt dieser Sonnenwind wie ein Schutzschild: Je stärker er ist, desto besser schirmt er die Erde gegen einen Teil der kosmischen Strahlung ab – hochenergetische Teilchen, die überwiegend aus den Tiefen unserer Galaxie auf das Sonnensystem treffen und nicht mit der UV-Strahlung der Sonne verwechselt werden dürfen. Ist die Sonne dagegen weniger aktiv, wird dieser Schutzschild schwächer, sodass mehr kosmische Strahlung die Erdatmosphäre erreichen kann.
Einige Wissenschaftler vermuten, dass kosmische Strahlung die Entstehung bestimmter Wolken beeinflussen könnte. Vereinfacht gesagt lautet die Idee: Treffen mehr kosmische Teilchen auf die Atmosphäre, könnten dadurch Bedingungen entstehen, die die Wolkenbildung begünstigen. Diskutiert wird insbesondere ein möglicher Einfluss auf tiefer liegende Wolken. Diese Hypothese wird seit Jahren erforscht und kontrovers diskutiert. Ein wissenschaftlicher Konsens über einen bedeutenden Einfluss auf das Klima besteht bislang nicht. Unabhängig davon zeigt die Diskussion, wie komplex die Wechselwirkungen zwischen Sonne, Atmosphäre und Erde tatsächlich sind.
Die Aktivität der Sonne macht sich zudem auf andere Weise bemerkbar. Besonders starke Sonneneruptionen und Sonnenstürme können Polarlichter hervorrufen sowie Satelliten, Funkverbindungen, Navigationssysteme und Stromnetze beeinträchtigen. Diese Auswirkungen betreffen jedoch in erster Linie moderne technische Infrastrukturen und sind von der Frage langfristiger Klimaveränderungen zu unterscheiden.
Eines steht jedoch fest: Ohne die Sonne gäbe es weder Wetter noch Klima. Sie ist und bleibt die grundlegende Energiequelle unseres gesamten Klimasystems.
Wasser – der wichtigste Klimafaktor
In der öffentlichen Diskussion spielt oftmals der Stoff eine untergeordnete Rolle, der für das Klima von zentraler Bedeutung ist: Wasser.
Wasser begegnet uns in unterschiedlichen Formen – als Wasserdampf in der Atmosphäre, als Wolken und Niederschlag, als Schnee und Eis oder in flüssiger Form in Meeren, Seen und Flüssen. Kaum ein anderer Stoff ist auf der Erde so allgegenwärtig und zugleich für das Klimasystem von so grundlegender Bedeutung. Wasser beeinflusst das Klimasystem in vielfältiger Weise. Wasser kann enorme Energiemengen speichern und Wärme über große Entfernungen transportieren. Zugleich durchläuft es, angetrieben vor allem durch die Energie der Sonne, einen ständigen Kreislauf aus Verdunstung, Wolkenbildung, Niederschlag und Rückfluss in Flüsse, Seen und Meere. Auf diese Weise werden Wasser und Wärme fortwährend zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre ausgetauscht und über den Planeten verteilt.
Anschaulich wird die Bedeutung dieses Kreislaufs beim Verdunsten und bei der Wolkenbildung. Erwärmt die Sonne Wasser an der Erdoberfläche, verdunstet ein Teil davon, geht also vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über, und nimmt dabei Wärmeenergie auf, die im so entstandenen Wasserdampf gewissermaßen gespeichert und mit ihm transportiert wird. Der Wasserdampf steigt in die Atmosphäre und kann diese Energie über große Entfernungen mitführen. Kühlt er sich später ab, kondensiert er wieder vom gasförmigen zum flüssigen Zustand und bildet winzige Wassertröpfchen, die sich zu sichtbaren Wolken zusammenlagern können. Bei niedrigen Temperaturen können auch Eiskristalle entstehen. Bei der Kondensation wird ein Teil der zuvor aufgenommenen Energie wieder als Wärme freigesetzt. Wasser transportiert auf diese Weise nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch gewaltige Mengen an Energie durch die Atmosphäre. Ohne diesen ständigen Austausch sähe das Klima unseres Planeten völlig anders aus.
Die Weltmeere bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche. Sie wirken wie gewaltige Wärmespeicher. Tagsüber nehmen sie große Mengen Sonnenenergie auf und geben sie oft erst Stunden, Tage oder sogar Monate später wieder an die Atmosphäre ab. Dadurch gleichen sie Temperaturunterschiede teilweise aus und beeinflussen das Klima ganzer Kontinente.
Jeder kennt diesen Effekt aus dem Alltag. An einem heißen Sommertag erwärmt sich ein Sandstrand innerhalb kurzer Zeit so stark, dass man kaum barfuß darüber laufen kann. Geht man wenige Schritte weiter ins Wasser, fühlt es sich dagegen deutlich kühler an. Der Grund: Wasser kann wesentlich mehr Wärme aufnehmen als Sand oder Gestein, ohne sich dabei so stark zu erwärmen. Diese Eigenschaft macht die Ozeane zu den größten natürlichen Wärmespeichern unseres Planeten.
Die Ozeane speichern Wärme jedoch nicht nur – sie verteilen sie auch. Gewaltige Meeresströmungen transportieren ständig enorme Energiemengen rund um den Globus. Besonders bekannt ist der Golfstrom. Vereinfacht gesagt transportiert dieses Strömungssystem warmes Wasser aus dem Bereich des Golfs von Mexiko entlang der nordamerikanischen Ostküste nach Norden und anschließend über den Nordatlantik in Richtung Europa. Auf seinem Weg gibt das Wasser einen Teil seiner gespeicherten Wärme an die Atmosphäre ab. Zusammen mit der atmosphärischen Zirkulation trägt dieser Wärmetransport dazu bei, dass das Klima in West- und Nordwesteuropa wesentlich milder ist, als es allein aufgrund der geografischen Breite zu erwarten wäre. Städte wie London liegen beispielsweise ungefähr auf derselben geografischen Breite wie Teile Kanadas, erleben aber deutlich mildere Winter. Der Nordatlantik und seine Strömungen sind dafür ein wichtiger Grund.
Besonders anschaulich wird die Bedeutung der Ozeane auch beim Blick auf El Niño und La Niña im tropischen Pazifik. Hierbei handelt es sich um natürliche Schwankungen im Zusammenspiel von Ozean und Atmosphäre. Normalerweise treiben beständige Passatwinde warmes Oberflächenwasser von Südamerika in Richtung Indonesien und Australien. Vor der südamerikanischen Küste kann dadurch kälteres Wasser aus tieferen Meeresschichten nach oben steigen. Bei El Niño schwächen sich diese Passatwinde zeitweise ab. Das ist entscheidend: Normalerweise schieben sie warmes Oberflächenwasser von der südamerikanischen Küste nach Westen in Richtung Indonesien und Australien. Werden die Winde schwächer, wird auch weniger warmes Wasser nach Westen gedrückt. Ein Teil des dort angesammelten warmen Wassers breitet sich wieder nach Osten in Richtung Zentralpazifik und Südamerika aus. Gleichzeitig steigt vor der südamerikanischen Küste weniger kaltes Wasser aus der Tiefe nach oben. Beides zusammen führt dazu, dass sich der zentrale und östliche tropische Pazifik ungewöhnlich stark erwärmt – das typische Kennzeichen eines El-Niño-Ereignisses. Dadurch verändern sich wiederum Luftströmungen, Wolkenbildung und Niederschlagsgebiete.
Diese geografischen Bezeichnungen (Ost und West) mögen zunächst irritieren, weil wir mit dem Begriff „Fernost“ gewöhnlich Asien verbinden.
Ost und West beziehen sich hier jedoch auf den Pazifischen Ozean selbst. Deshalb muss man gegenüber unserer gewohnten Vorstellung beinahe umgekehrt denken: Der Ostpazifik liegt auf der amerikanischen Seite, der Westpazifik auf der asiatisch-australischen Seite.
Die Auswirkungen von El-Niño können Tausende Kilometer entfernt zu spüren sein. Regionen, die normalerweise relativ trocken sind, können plötzlich ungewöhnlich starke Niederschläge erleben, während andernorts Regen ausbleibt und die Gefahr von Dürren steigt. El Niño kann darüber hinaus die globale Durchschnittstemperatur eines Jahres vorübergehend anheben.
La Niña stellt gewissermaßen die Gegenphase dar. Die Passatwinde sind dann häufig stärker als gewöhnlich, warmes Oberflächenwasser wird verstärkt nach Westen gedrückt und vor der südamerikanischen Küste steigt mehr kaltes Tiefenwasser auf. Dadurch wird der tropische Ostpazifik – also vereinfacht gesagt der Teil des Pazifiks vor Mittel- und Südamerika – ungewöhnlich kühl. Der Westpazifik liegt dagegen auf der gegenüberliegenden Seite, in Richtung Indonesien und Australien.
Auch La Niña verändert wiederum Luftströmungen und Niederschlagsmuster auf weiten Teilen der Erde. Während El-Niño-Jahre die globale Durchschnittstemperatur tendenziell etwas anheben, wirken La-Niña-Phasen tendenziell etwas abkühlend.
Man kann sich den tropischen Pazifik deshalb vereinfacht wie eine riesige, langsam hin- und herschwappende Badewanne vorstellen: Verschiebt sich das warme Wasser in die eine oder andere Richtung, verändert sich nicht nur die Temperatur des Wassers vor Ort. Darüber verändert sich die Atmosphäre – und mit ihr können sich Wetter- und Niederschlagsmuster in weit entfernten Regionen verschieben.
Diese natürlichen Schwankungen beeinflussen Temperaturen, Niederschläge und Wetterextreme auf nahezu allen Kontinenten. Sie verdeutlichen, dass das Klima der Erde nicht von einem einzelnen Faktor bestimmt wird, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von Ozeanen, Atmosphäre und zahlreichen weiteren natürlichen Prozessen ist.
Auch Wolken spielen eine wichtige Rolle. Sie können sowohl kühlend als auch wärmend wirken. Tagsüber reflektieren sie einen Teil der einfallenden Sonnenstrahlung zurück ins Weltall. Jeder kennt diesen Effekt: Zieht an einem heißen Sommertag eine größere Wolke vor die Sonne, wird es innerhalb kurzer Zeit spürbar kühler. Nachts dagegen nehmen Wolken einen Teil der von der Erdoberfläche abgegebenen Wärmestrahlung auf und strahlen Energie auch wieder in Richtung Erdoberfläche ab. Deshalb kühlt eine bewölkte Nacht häufig weniger stark aus als eine sternenklare. Vereinfacht gesagt können Wolken tagsüber wie ein Sonnenschirm und nachts wie eine Decke wirken.
Welche Wirkung überwiegt, hängt vor allem von Höhe, Dicke und Ausdehnung der Wolken ab. Hohe, dünne Wolken lassen viel Sonnenlicht hindurch, vermindern aber zugleich die Wärmeabgabe ins Weltall und wirken deshalb im Durchschnitt eher erwärmend. Tiefe, dichte Wolken reflektieren dagegen viel Sonnenlicht und wirken meist eher kühlend. Hinzu kommen Tages- und Jahreszeit sowie weitere Eigenschaften der Wolken.
Dieses Zusammenspiel macht Wolken zu einem wichtigen und zugleich komplexen Bestandteil des Klimasystems.
Hinzu kommt, dass Wasserdampf das häufigste natürliche Treibhausgas der Atmosphäre ist. Sein Anteil schwankt jedoch stark und hängt unmittelbar mit Temperatur und Wasserkreislauf zusammen. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie grundsätzlich enthalten. Steigt die Temperatur, kann deshalb – sofern genügend Wasser zur Verdunstung vorhanden ist – auch der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre zunehmen.
Was aber bedeutet eigentlich Treibhauseffekt? Die Sonne erwärmt zunächst die Erdoberfläche. Diese gibt einen Teil der aufgenommenen Energie anschließend als Wärmestrahlung wieder ab. Treibhausgase wie Wasserdampf, Kohlendioxid oder Methan nehmen einen Teil dieser Wärmestrahlung auf und strahlen Energie in verschiedene Richtungen wieder ab – auch zurück in Richtung Erdoberfläche. Dadurch bleibt die untere Atmosphäre wärmer, als sie ohne diese Gase wäre. Der natürliche Treibhauseffekt ist also zunächst nichts Bedrohliches, sondern eine Voraussetzung für das Leben auf der Erde.
Vereinfacht kann man sich die Atmosphäre dabei wie eine wärmende Decke vorstellen. Die Decke erzeugt selbst keine Wärme. Sie sorgt lediglich dafür, dass die vom Körper abgegebene Wärme nicht so schnell verloren geht. Natürlich ist die Atmosphäre keine wirkliche Decke. Der Vergleich soll lediglich verdeutlichen, dass ein Teil der von der Erde abgegebenen Wärme nicht unmittelbar ins Weltall entweicht. Treibhausgase nehmen einen Teil dieser Wärmestrahlung auf und strahlen Energie auch wieder in Richtung Erdoberfläche ab. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre die Erde erheblich kälter. Auf den Treibhauseffekt komme ich in einem späteren Kapitel noch einmal zurück.
Zudem kommt eine sogenannte Rückkopplung ins Spiel. Vereinfacht bedeutet das: Eine Veränderung löst eine weitere Veränderung aus, die wiederum auf die ursprüngliche Entwicklung zurückwirkt. Erwärmt sich die Atmosphäre beispielsweise zunächst durch eine stärkere Sonneneinstrahlung, veränderte Meeresströmungen oder einen anderen Einflussfaktor, kann mehr Wasser verdunsten und mehr Wasserdampf in die Luft gelangen. Da Wasserdampf selbst als Treibhausgas wirkt, kann dies die ursprüngliche Erwärmung zusätzlich verstärken. Wissenschaftler sprechen in diesem Fall von einer positiven Rückkopplung.
Doch damit endet die Kette nicht. Mehr Wasserdampf kann zugleich die Wolkenbildung beeinflussen – und Wolken können, wie bereits beschrieben, je nach Art, Höhe und Situation sowohl kühlend als auch erwärmend wirken. Dieses Zusammenspiel zeigt, wie eng Wasserdampf, Temperatur, Wolken und Strahlung miteinander verbunden sind.
Das Klimasystem ist sehr komplex. Wasser verbindet Atmosphäre, Ozeane, Eis, Wolken und Niederschläge zu einem eng miteinander verknüpften System. Wer das Klima verstehen möchte, sollte deshalb zunächst dieses Zusammenspiel natürlicher Prozesse betrachten. Erst dann lässt sich beurteilen, welche Bedeutung einzelne Einflussfaktoren – etwa das Kohlendioxid – tatsächlich besitzen.
Vulkane – natürliche Eingriffe in das Klimasystem
Auch Vulkane beeinflussen das Klima.
Große Vulkanausbrüche schleudern Asche sowie enorme Mengen an Schwefeldioxid bis in die Stratosphäre. Dort verbinden sich die Schwefelgase mit Wasserdampf zu feinsten Aerosolen, die einen Teil der Sonneneinstrahlung zurück ins Weltall reflektieren. Dadurch gelangt vorübergehend weniger Sonnenenergie auf die Erdoberfläche – die Folge sind zeitweise kühlere Temperaturen.
Man kann sich diese Aerosole wie einen hauchdünnen Schleier vorstellen, der sich um die Erde legt. Er ist für das menschliche Auge kaum sichtbar, wirkt aber ähnlich wie ein leicht getöntes Sonnenschutzglas: Ein Teil des Sonnenlichts wird reflektiert, sodass sich die Erdoberfläche vorübergehend weniger stark erwärmt. Je größer der Ausbruch, desto stärker kann dieser Effekt ausfallen.
Der Ausbruch des Tambora im Jahr 1815 ist eines der eindrucksvollsten Beispiele. Das darauffolgende Jahr 1816 ging als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein. In Teilen Europas und Nordamerikas kam es selbst in den Sommermonaten zu Frost und Schneefall. Ernten brachen ein, Hungersnöte breiteten sich aus, und zahlreiche Menschen wanderten aus.
Auch der Ausbruch des Pinatubo auf den Philippinen im Jahr 1991 zeigte, welche Auswirkungen ein einzelnes Naturereignis auf das globale Klima haben kann. Rund 20 Millionen Tonnen Schwefeldioxid gelangten bis in die Stratosphäre und bildeten dort einen feinen Aerosolschleier, der einen Teil der Sonneneinstrahlung zurück ins All reflektierte. In den folgenden ein bis zwei Jahren sank die globale Durchschnittstemperatur zeitweise um etwa 0,5 °C. Erst nachdem sich die Aerosole allmählich wieder aus der Atmosphäre abgebaut hatten, verschwand auch dieser kühlende Effekt.
Vulkane setzen selbstverständlich auch Kohlendioxid frei. Nach dem heutigen Stand der Forschung stoßen alle aktiven Vulkane der Erde zusammen jährlich etwa 0,13 bis 0,44 Gigatonnen CO₂ aus. Die weltweiten menschlichen Emissionen liegen dagegen heute bei rund 40 Gigatonnen CO2 pro Jahr und sind damit um ein Vielfaches höher. Für den kurzfristigen Einfluss großer Vulkanausbrüche auf das Klima ist deshalb nicht ihr Kohlendioxid entscheidend, sondern die gewaltigen Mengen an Schwefeldioxid und Aerosolen, die das Sonnenlicht vorübergehend abschirmen.
Der Blick auf große Vulkanausbrüche verdeutlicht, wie dynamisch das Klimasystem sein kann. Selbst einzelne Naturereignisse sind in der Lage, das globale Klima für Monate oder Jahre messbar zu beeinflussen – ganz ohne menschliches Zutun.
Die langsamen Taktgeber des Klimas
Neben kurzfristigen Einflüssen existieren auch Veränderungen, die sich über Jahrtausende oder sogar Hunderttausende von Jahren vollziehen.
Der serbische Mathematiker und Geophysiker Milutin Milanković beschrieb im frühen 20. Jahrhundert, dass sich die Erdbahn um die Sonne, die Neigung der Erdachse und die langsame, kreiselartige Taumelbewegung der Erdachse im Laufe der Zeit verändern. Diese Veränderungen vollziehen sich nicht innerhalb von Jahrzehnten oder Jahrhunderten, sondern über Zeiträume von rund 26.000, 41.000 oder sogar 100.000 Jahren. Die sogenannten Milanković-Zyklen beeinflussen die Verteilung der Sonneneinstrahlung auf der Erde und gelten als einer der wichtigsten natürlichen Auslöser für den Wechsel zwischen Eiszeiten und Warmzeiten.
Man kann sich die Erde dabei wie einen Kreisel vorstellen. Ein Kreisel dreht sich nicht nur um seine eigene Achse, sondern beginnt mit der Zeit auch leicht zu taumeln. Ähnlich verhält es sich mit der Erde. Ihre Achse verändert ihre Ausrichtung ganz langsam, ihre Neigung schwankt geringfügig, und auch die Form ihrer Umlaufbahn um die Sonne verändert sich im Laufe sehr langer Zeiträume. Keine dieser Veränderungen ist für den Menschen im Alltag wahrnehmbar. Über Zehntausende von Jahren können sie jedoch dazu führen, dass einzelne Regionen der Erde unterschiedlich viel Sonnenenergie erhalten.
Die Folgen zeigen sich nicht von heute auf morgen, sondern erst über sehr lange Zeiträume. Erhalten die nördlichen Regionen der Erde über viele Jahrtausende hinweg etwas weniger Sonneneinstrahlung während des Sommers, schmilzt der im Winter gefallene Schnee nicht mehr vollständig ab. Aus den liegen gebliebenen Schneemassen entstehen nach und nach Gletscher und schließlich mächtige Eisschilde. Umgekehrt führt eine stärkere sommerliche Sonneneinstrahlung dazu, dass große Eismassen allmählich abschmelzen und wärmere Klimaphasen begünstigt werden.
Man könnte sagen: Die Milanković-Zyklen wirken wie ein extrem langsam arbeitendes Stellrad des Klimas. Es dreht sich so langsam, dass ein Mensch davon während seines Lebens praktisch nichts bemerkt. Über Zehntausende von Jahren kann diese langsame Veränderung jedoch das Gesicht unseres Planeten grundlegend verändern.
Die Milanković-Zyklen zeigen, dass Klimaveränderungen auf ganz unterschiedlichen Zeitskalen ablaufen. Manche Prozesse dauern Monate oder Jahre, andere Jahrzehnte, Jahrhunderte oder sogar Hunderttausende von Jahren. Wer nur kurze Zeiträume betrachtet, läuft Gefahr, langfristige Zusammenhänge zu übersehen.
An dieser Stelle wird deutlich, weshalb Klimaforschung außerordentlich anspruchsvoll ist. Das Klimasystem besteht aus einer Vielzahl von Einflussgrößen, die gleichzeitig wirken und sich gegenseitig beeinflussen. Sonne, Ozeane, Wolken, Wasserdampf, Meeresströmungen, Vulkane und langfristige astronomische Veränderungen greifen wie Zahnräder ineinander. Verändert sich ein Faktor, kann dies zahlreiche weitere Prozesse beeinflussen.
Aus diesem Grund warnen seriöse Klimaforscher davor, die Zusammenhänge des Klimasystems auf einfache Ursache-Wirkungs-Muster zu reduzieren.
Klimamodelle – hilfreiche Werkzeuge, aber keine Kristallkugeln
Wenn niemand die Zukunft kennt, wie können Wissenschaftler dann Aussagen darüber treffen, wie sich das Klima in fünfzig oder hundert Jahren entwickeln könnte?
Mithilfe von Klimamodellen.
Ein Klimamodell ist kein Blick in die Zukunft und erst recht keine Kristallkugel. Es handelt sich um ein mathematisches Rechenmodell, das versucht, die bekannten physikalischen Prozesse des Klimas möglichst realitätsnah nachzubilden. Dazu werden riesige Datenmengen verarbeitet und die wichtigsten Einflussgrößen des Klimas – etwa Sonne, Atmosphäre, Ozeane, Wasserkreislauf, Meeresströmungen oder Treibhausgase – miteinander verknüpft.
Man kann sich ein Klimamodell wie einen riesigen Flugsimulator vorstellen. Ein Pilot trainiert darin gefährliche Situationen, ohne dass tatsächlich ein Flugzeug abstürzt. Der Simulator berechnet auf Grundlage physikalischer Gesetze, wie sich das Flugzeug unter bestimmten Bedingungen wahrscheinlich verhalten wird. Keiner kann jedoch behaupten, der Simulator könne den nächsten echten Flug bis auf die letzte Windböe exakt vorhersagen. Ebenso verhält es sich mit Klimamodellen. Sie helfen, mögliche Entwicklungen zu untersuchen, ersetzen aber nicht die Wirklichkeit.
Damit ein Modell rechnen kann, müssen zahlreiche Annahmen getroffen werden. Nicht jeder Prozess des Klimas lässt sich vollständig erfassen. Manche Größen sind gut bekannt, andere müssen geschätzt werden. Außerdem weiß heute niemand mit Sicherheit, wie sich die Welt in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird. Wie viele Menschen werden im Jahr 2100 auf der Erde leben? Welche Energieträger werden genutzt? Welche technischen Innovationen wird es geben? Wie entwickeln sich Wirtschaft, Wohlstand oder politische Entscheidungen? Für all diese Fragen müssen Annahmen getroffen werden, die die Ergebnisse der Modelle beeinflussen. Deshalb liefern Klimamodelle keine unumstößlichen Wahrheiten, sondern Szenarien. Ein Szenario beschreibt nicht, was zwangsläufig eintreten wird. Es beschreibt vielmehr, was eintreten könnte, wenn bestimmte Annahmen zutreffen. Ändern sich diese Annahmen, verändern sich auch die Ergebnisse.
Man kann das mit einem Navigationsgerät vergleichen. Gibt man unterschiedliche Routen oder Geschwindigkeiten ein, erhält man unterschiedliche Ankunftszeiten. Das Navigationsgerät sagt nicht voraus, wie die Fahrt tatsächlich verlaufen wird. Es berechnet verschiedene Möglichkeiten unter den eingegebenen Voraussetzungen. Klimamodelle arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip – allerdings mit ungleich größerer Komplexität.
Demzufolge verwenden Klimaforscher mehrere Modelle und verschiedene Szenarien. Sie berechnen unterschiedliche mögliche Entwicklungen und vergleichen anschließend die Ergebnisse miteinander. Daraus lassen sich Wahrscheinlichkeiten ableiten – keine Gewissheiten.
Klimamodelle werden fortlaufend überprüft. Seriöse Wissenschaftler vergleichen ihre Berechnungen mit tatsächlichen Messdaten. Wo stimmen Modell und Wirklichkeit überein? Wo weichen sie voneinander ab? Welche Annahmen müssen verbessert werden?
Unseriös wird Wissenschaft dagegen, wenn das gewünschte Ergebnis bereits feststeht und Modelle, Annahmen oder Theorien anschließend nur noch dazu dienen, politische Entscheidungen wissenschaftlich zu legitimieren. Forschung darf nicht zur nachträglichen Rechtfertigung politischer Vorgaben – siehe die „Wissenschaft“ in Coronazeiten – verkommen. Gerade deshalb lohnt sich immer auch die Frage: Wer finanziert welche Forschung – und mit welchen Interessen? Dieser Spur des Geldes werde ich später noch genauer folgen.
Zwischenfazit
Das Klima der Erde wird von einer Vielzahl natürlicher Prozesse beeinflusst. Sonne, Wasser, Ozeane, Meeresströmungen, Vulkane und langfristige astronomische Zyklen wirken gleichzeitig auf das Klimasystem ein. Hinzu kommen Wechselwirkungen, Rückkopplungen und Unsicherheiten, die eine exakte Vorhersage erschweren.
Wer diese Komplexität kennt, wird vorsichtig gegenüber einfachen Erklärungen. Ein System, das von so vielen Faktoren beeinflusst wird, lässt sich kaum auf eine einzige Ursache reduzieren.
Im nächsten Kapitel geht es um den Stoff, der die Klimadebatte wie kein anderer geprägt hat: Kohlendioxid. Ich gehe darin der Frage nach, welche Rolle CO₂ im Klimasystem tatsächlich spielt, was wissenschaftlich gut belegt ist und wo bis heute kontrovers diskutiert wird. Erst auf dieser Grundlage lässt sich der behauptete Einfluss des Menschen auf das Klima aus meiner Sicht sachgerecht beurteilen.
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Und danke für den Hinweis auf Wasserdampf, allerdings sollte man in dem Zusammenhang darauf hinweisen das warme Luft mehr Wasserdampf halten kann.
Das steht doch im Artikel! „Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie grundsätzlich enthalten. Steigt die Temperatur, kann deshalb – sofern genügend Wasser zur Verdunstung vorhanden ist – auch der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre zunehmen.“
Es geht nicht nur um Wasserdampf (kleine Tröpfchen), sondern auch gasförmiges Wasser. Letzteres ist infrarot-aktiv und trägt derzeit ca 2.5 mal soviel zum Treibhauseffekt bei, wie CO2.
Wasser gilt dennoch nicht als primäres „Klimagas“, da seine Konzentration wie gesagt stark von der Temperatur abhängt.
Bei Null Grad Celsius ist seine Konzentration nahe Null.
Wikip sagt
in Technik und Naturwissenschaft ist Wasserdampf die Bezeichnung für Wasser im gasförmigen Aggregatzustand
Wie sich der Autor um konkrete Angeben windet wie stark den die Leistung der Sonne schwankt.
Propaganda durch Unterschlagung von Informationen, wie billig ist das denn?
„… wie stark den die Leistung der Sonne schwankt. …“
Die Sonne ändert ihre Leistung lediglich im Promille-Bereich, hinreichend für eine Temperaturänderung auf der Erde für nur 0,1 K maximal. Siehe Schwabe-Zyklus, Sonnenaktivität.
Noch eine wichtige Ergänzung. Die Berechnungen des IPCC beruhen keineswegs nur auf naturwissenschaftlichen Daten. Das IPCC verwendet für seine Prognosen die so genannten SSPs, (Shared Socioeconomic Pathways), was sich als gemeinsame sozioökonomische Entwicklungspfade übersetzen lässt. In die SSPs fließen somit Annahmen über die Bevölkerungsentwicklung, politische Prozesse, der durch die technologische Entwicklung bedingte Energieverbrauch, die Art und Weise der Energieproduktion sowie ganz allgemein der Umgang der Gesellschaft mit Natur und ihren Ressourcen ein. „Es gibt fünf Kern-SSPs, die jeweils eine andere Welt repräsentieren. SSP1 („Nachhaltigkeit“) beschreibt eine schnelle Einführung sauberer Technologien, starke internationale Zusammenarbeit und geringe Ungleichheit, was sowohl die Emissionsminderung als auch die Anpassung relativ einfach macht. SSP2 („Mittelweg“) ist eine Fortsetzung aktueller Trends mit moderaten Herausforderungen. SSP3 („Regionale Rivalität“) zeigt eine fragmentierte Welt mit schwacher Governance, vielen Konflikten und erheblichen Hindernissen für Emissionssenkungen und Anpassung. SSP4 („Ungleichheit“) kombiniert Hightech-Minderung in wohlhabenden Regionen mit tiefgreifenden Anpassungsproblemen für den Rest der Welt. SSP5 („Fossile Entwicklung“) sieht ein schnelles, von fossilen Energien angetriebenes Wirtschaftswachstum vor, was die Emissionsminderung extrem schwierig macht, reichen Ländern aber die technologische Anpassung ermöglicht.“ https://www.senken.io/de/glossary/ssps
Ich würde noch ein SSP6 ergänzen: Rivalität auf globaler Ebene mit Weltkrieg und großflächig zerstörter Infrastruktur, Milliarden Toten, globaler Zerstörung sämtlicher Ökosysteme, radioaktiver Verstrahlung des gesamten Planeten mit nuklearem Winter, durch die gewaltigen Energieeruption en induzierter verstärkter Ausbruch schlafender Vulkane, Erdbeben, Kontinental-Verschiebung. Bei dem Szenario brauchen wir uns allerdings keine Gedanken mehr machen, dann ist es vorbei.
Dazu kommt noch der Effekt, der durch das Erdmagnetfeld erzeugt wird, das je nach Stärke die kosmische Strahlung mehr oder weniger auf den Erdboden zulässt und weniger oder mehr zu den Polen ablenkt, was wiederum die Lebensbedingungen extrem beeinflusst. Und das ist bekanntlich gar nicht vom Menschen beeinflusst. In letzter Zeit mehren sich die Anzeichen, dass das Erdmagnetfeld schwächer wird und möglicherweise ein Polsprung bevorsteht, was zwischenzeitlich zu einem totalen Zusammenbruch des Magnetfeldes führen wird. Welche Auswirkungen das auf Klima und Lebensbedingungen haben kann, ist kaum auszudenken. Auch dieser Effekt ist langfristig und wirkt noch wesentlich länger als ein Menschenleben. Ich habe gelesen, dass im Magma Ströme sich umkehren, was sicher diese Veränderung fördert, weil das Magnetfeld aus sich bewegenden Ladungsträgern erzeugt wird.
„Ich habe gelesen, dass im Magma Ströme sich umkehren..“
Das stimmt. Sie schmelzen draußen wegen der Hitze und fließen in die Vulkane zurück. Das mit der Erdachse ist ebenfalls richtig. Sie eiert. Das hängt mit dem Erdöl zusammen, nicht mit dem Magnetismus.Weil man das ganze Erdöl aus dem Erdinneren gepumpt hat, kam es zu einer Unwucht, die die Lager der Erdachse ausgeschlagen hat. Wegen der globalen Verschuldung ist jetzt kein Geld für neue Lager da. Die Welt wird mächtig ins Schlingern kommen und alles fällt runter.
Der Klimawandel ist keinesfalls monokausal zu erklären.
Aha. Die Ernteschäden, das Flachwasser und die ständigen Temperaturanstiege können nicht mehr geleugnet werden. Aber doch bitte nicht das Kohlendixid, sonst haben ja Leute recht, die Uwe nicht mag.
Ich kenne all das in- und auswendig. Das sind exakt die Argumentationslinie von EIKE, das seine Glanzzeiten so etwa vor 15 Jahren hatte. Alles was hier steht, wurde damals schon behauptet. Aber EIKE ist etwas kleinlaut geworden, weil all das zerplückt wurde. Am besten vom Astronom Freistetter, dem es gelang, das Licht der Aufklärung nach Österreich zu tragen.
Hier seine früheren Ausführungen:
https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/category/klimamythen/page/2/
Etwas jünger sind diese:
https://astrodicticum-simplex.at/2021/08/die-neuen-klimamythen-die-lage-ist-ernst-aber-nicht-aussichtslos-eine-zusammenfassung/
Der Unterschied ist eben, dass EIKE im Geld der Ölscheichs und -konzerne schwimmt. Freistetter nicht.
Nö, es ist das CO2. Und zunehmend Methan, das aus den Fracking-Betrieben stammt. Beißt keine Maus den Faden ab.
Wer EIKE kennt, jener private Verein, der sich hochtrabend „Europäisches Institut für Klima und Energie“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_und_Energie), der kennt die Techniken, die auch Autor Froschauer anwendet.
Man sagt nicht, CO2 ist nur zu 0,04% in der Atmosphäre vorhanden, kann also nicht relevant sein. Diesen Fehlschluss überlässt man dem Leser. Man präsentiert Informationen, die für sich nicht falsch sind, aber zu falschen Schlüssen verleiten.
Das funktioniert, weil die so angesprochenen oft nicht über die notwendige Bildung verfügen und es funktioniert vor allem bei Leuten, die begierig jedes „Argument“ aufsaugen, was ihre ohnehin feststehende Meinung untermauert. Das funktioniert sogar so gut, dass diejenigen ihre Meinung auch dann nicht überdenken, wenn man ihnen falsche Vorstellungen nachweist.
Im vierten Teil der Artikelserie kommt Froschauer mit dem Gedanken, dass es viele Faktoren gibt, die das Klima beeinflussen (können). Und von daher(!) eine Reduktion(!!) auf einen Faktor eine unzulässige Vereinfachung wäre. Mag sein, dass es Menschen gibt, die eine derartige Reduktion betreiben. Ganz bestimmt aber nicht die Wissenschaft, die sich mit dem Klima beschäftigt. Was Froschauer hier in Allgemeinplätzen von sich gibt, ist Resultat dieser Wissenschaft. Man darf also davon ausgehen, dass Klimaforscher um die Bedeutung von Wasser wissen.
Es ist natürlich geschickt, wenn man gar nicht erst bestreitet, dass CO2 der Faktor ist, der für den aktuellen Klimawandel verantwortlich ist. Noch bevor man überhaupt zu der Frage kommt, welchen Stellenwert CO2 hat, ist eines schon geleistet: die Debatte ist diskreditiert, weil unterstellt wird, dass diejenigen, die die führen, den Einfluss der anderen Faktoren nicht kennen oder unterschlagen. Auch das wird wieder nicht direkt behauptet, dass darf sich der Leser denken. So nach de Motto: viele Faktoren, aber nur CO2 in der Diskussion, also… So manipuliert man die Leser zu den gewünschten Schlüssen.
Man kann sich das Lesen der länglichen Ausführungen sparen. Erstens ist das für Leute, die sich ernsthaft mit dem Klima beschäftigen nichts Neues. Zweitens sind all diese Faktoren natürlich in den Klimamodellen enthalten. Was auch sonst?
Wer sich mit dem Klima befassen will, der findet wahrlich bessere Quellen als Froschauers Allgemeinplätze. Wer Techniken erlernen will, wie man den menschengemachten Klimawandel leugnen, ohne das direkt zu tun, ist hier gut aufgehoben
Da „prägt ein Stoff die Debatte“, aber zum Thema wird er bei Froschauer erst nachdem er in vier Artikeln lauter Relativierungen vorausgeschickt hat. Der Boden ist also bereitet. Der Leser ist mit Informationen versorgt, also entsprechend gebrieft, so daß man dann sogar mal über CO2 zu schreiben traut.
„… Erstens ist das für Leute, die sich ernsthaft mit dem Klima beschäftigen nichts Neues. Zweitens sind all diese Faktoren natürlich in den Klimamodellen enthalten. Was auch sonst?“
Genau das, darf deine Analyse mit diesem Video ergänzen. Bereits vor 10 Jahren hat Gavin Schmidt, Chef-Klimamodellierer beim GISS (Klimaforschung der NASA) versucht, Klimamodelle für Laien halbwegs verständlich darzustellen. Finde, ist ihm recht gut gelungen.
https://www.youtube.com/watch?v=JrJJxn-gCdo
Inzwischen sind wir schon 10 Jahre weiter, die Modelle auch.
„Die vielen Kräfte hinter unserem Klima“
uh, wie ominös! Und diese vielen Kräfte, weil es Naturkräfte sind, kann man gar nicht berechnen mit mathematischen Formeln wie das sonst in der Physik üblich ist. Ich hätte gerne weniger Schwafelei und konkrete Beispiele, wo der Herr Froschauer Klimatologen vorwirft, was sie an ihren Modellen, Studien oder gar mathematischen Formeln falsch gemacht haben. Ich weiß gar nicht, was der Herr Froschauer will mit dem langen Text? Er wird niemanden von der „Klimakirche“ überzeugen können, weil er einfach nicht seriös arbeitet und sich weigert entsprechende Lehrbücher zu lesen. Seine eigene Peer Group braucht er nicht zu überzeugen. Das ist wie mit Christen, die in ihrer Bibel lesen, was sie wollen.
Zitat: „Die vielen Kräfte hinter unserem Klima“
uh, wie ominös! Und diese vielen Kräfte, weil es Naturkräfte sind, kann man gar nicht berechnen mit mathematischen Formeln wie das sonst in der Physik üblich ist. Ich hätte gerne weniger Schwafelei und konkrete Beispiele, wo der Herr Froschauer Klimatologen vorwirft, was sie an ihren Modellen, Studien oder gar mathematischen Formeln falsch gemacht haben. Ich weiß gar nicht, was der Herr Froschauer will mit dem langen Text? Er wird niemanden von der „Klimakirche“ überzeugen können, weil er einfach nicht seriös arbeitet und sich weigert entsprechende Lehrbücher zu lesen. Seine eigene Peer Group braucht er nicht zu überzeugen. Das ist wie mit Christen, die in ihrer Bibel lesen, was sie wollen. Im Übrigen wird das langsam makaber, wenn man gerade auf der Autobahn die vielen Tanklaster gesehen hat, weil der Rhein Niedrigwasser hat und wie ausgetrocknet und gestresst die Landschaft ist. Ich habe wirklich nichts, null bisher in Froschhauer-Texten gelesen, wo das hier
„machte ihn sensibel für Kulturen und Probleme anderer Völker. Er ist naturverbunden und liebt Tiere und Pflanzen.“
irgendwie bestätigt würde. Übrigens schreibt man so Sätze nur in seinen Lebenslauf, dass man „sensibel“ und „naturverbunden“ wäre, wenn man dazu keinerlei andere Qualifikation vorzuweisen hat. Also von Biologie oder Naturschutz weiß Froschhauer auch nichts. Das hat er leider nicht gelernt im Studium der Wirtschaftspsychologie. Schade.
Ich kann mit der Unterscheidung von seriös zu unseriös in der Wissenschaft recht wenig anfangen.
Wissenschaft ist a priori seriös. Das Pendant zu unseriös wäre unwissenschaftlich. Zur Absicherung der Wissenschaftlichkeit in der täglichen Arbeit gibt es in der Wissenschaft klare Regeln guter wissenschaftlicher Praxis.
Die Qualität eines Klimamodells erweist sich ganz konkret bei der Modellierung historischer Klimaverläufe. Hinzu kommt die Offenlegung einfliessender Annahmen, Parameter und mathematischer Modelle.
Ob unwissenschaftlich getrickst wurde, wie im Artikel beschrieben, ist dann keine Frage von im Grunde unbeweisbaren, willkürlichen Unterstellungen, sondern ergibt sich aus dem Vergleich der Ergebnisse mit anderen Arbeiten unter Berücksichtigung der in die Modelle einfließenden Annahmen.
“ Ob unwissenschaftlich getrickst wurde, wie im Artikel beschrieben, ist dann keine Frage von im Grunde unbeweisbaren, willkürlichen Unterstellungen …“
Absolut, das ist völliger Quatsch. Im Post vorher habe ich ein Video verlinkt, das die Klimamodelle gut veranschaulicht. Tricksen geht kaum bei einer Million Programmzeilen – das war vor 10 Jahren, heute sind es entsprechend mehr. Die Programme könnten dann wohl kaum die Realität so abbilden wie sie es tun, sie wären längst zusammengebrochen.
Eben alles nur Wetter, wir haben ganz andere Probleme, aber davon muss ja unbedingt abgelenkt werden um sich unsere Güter anzueignen.
Na schön, jetzt muss EIKE her, obwohl Froschauer sie mit keinem Wort erwähnt, ich überdies auch nicht. Und die sollen im Geld schwimmen. Ok, und die alarmistische Klimaszene nagt am Hungertuch oder was? Millionen Euro und Dollar fließt in ihre Kassen! Wie wäre es, sich einmal mit den Finanziers von oekoworld.com, klimafonds.gv.at, greenclimate.fund, skepticalscience.com, scientistrebellion.org, www. worldweatherattribution.org, correctiv.org, klimafakten.de, blog.wwf.de, sdglobal.org, caad.info, coveringclimatenow.org, http://www.helmholtz-klima.de, http://www.fjum-wien.at, PIK, http://www.klimafakten.de, cleanenergywire.org, europeanclimate.org, stiftung-mercator.de, klimax.online usw. zu beschäftigen? Da stößt man dann auf Climate Works Foundation, Bloomberg Philanthropies, David & Lucile Packard Foundation, Rockefeller Brothers Fund, William and Flora Hewlett Foundation, European Climate Foundation, Stiftung Mercator, Agora Energiewende, Ikea Foundation, Stiftung Mercator und die European Climate Foundation.
1. Wo ist die Liste her? 2. Was haben die falsch gemacht? 3. Relation zu den Ausgaben für Lobbying der fossilen Industrie und deren Wirtschaftsleistung?
Ein guter Artikel, der die Komplexität des Themas beleuchtet.
Dennoch spielt das CO2 in der Atmosphäre eine große, wenn nicht gar entscheidende Rolle.
Entscheidend ist aber nicht nur die Einschätzung der Ursachen klimatischer Veränderungen,
sondern vor allem auch die politischen Maßnahmen, welche ergriffen werden und welche dann
die Bevölkerung betreffen:
Wachsende CO2 Steuer auf Energieträger
Verbrennerverbot
und ähnliches, was die Bevölkerung wie auch die Industrie belastet.
Hier muss klar festgestestellt werden:
Das Klima kann nicht in Deutschland gerettet werden!
Wir tragen nur knapp 2 % zu den globalen CO2 Emissionen bei.
Wenn, dann sollte Deutschland mit starken und tecnisch fähigen Ländern wie zB China,
bilaterale Abkommen treffen, um bestehende große Probleme anzugehen.
ZB fehlende große Stromspeicher, welche die elektrische Energie während einer Dunkelflaute
für mind. eine Woche für ein ganzes Land speichern können.
Ein Umbau der Energiestruktur eines Landes sollte sensibel und pragmatisch passieren,
ohne Hysterie und mit dem Ziel, den Wohlstand zu erhalten.
Die Hybris deutscher Klimapolitik treibt inzwischen groteske Blüten, wenn der deutsche
Umweltminister behauptet, das Schlimmste 5 Grad Szenario für 2100 sei abgewendet,
wegen der deutschen Klimapolitik.
Als ob das Klima darauf reagiert, wenn ein ohnehin sehr unrealistisches Szenario zurückgenommen wird.
Das Klima regiert nicht auf irgendwelche Zahlen in Papieren des Klimarates, sondern u.a.
auf den CO2 Gehalt der Atmosphäre.
Und der atmosphärische CO2-Anteil hat 2025 nochmals erheblich gegenüber 2024 zugenommen.
Also: Die Maßnahmen in Deutschland waren global gesehen komplett wirkungslos.
Niemand redet dabei vom Ukraine-Krieg.
Die deutschen Einsparungen bei CO2 Emissionen kommen großenteils
durch Abwanderung energieintensiver Industrie zustande.
Die CO2-Emissionen bleiben also, entstehen nur andernorts.
Und wenn tatsächlich etwas eingespart wurde, was nicht
in andere Länder verlagert wurde, dann wird das durch die CO2 Emissionen
des Ukrainekriegs mehr als überkompensiert.
Dass keiner der grünen „Klimaexperten“ den CO2 Ausstoß dieses Krieges
zum Thema gemacht hat, zeigt die Prioritäten der Grünen:
Krieg gegen russische Truppen in der Ukraine ist wichtiger als Frieden mit Russland
und das Ende kriegsbedingter CO2 Emissionen.
Wäre es nicht sinnvoller den historischen CO2-Ausstoß von Deutschland zu nehmen, vielleicht noch verrechnet mit Importen und Exporten? Oder gleich den persönlichen CO2-Fußabdruck.
Außerdem: Wenn alle so drauf wären, dass sich erst die Anderen ändern sollen, erst dann würde man sich selbst ändern, sollte sofort auffallen, dass das nicht funktionieren kann.
CO2, ist des einzige klimaaktive Gas dessen irreversibles Einbringen in die Atmosphäre durch die Menschen signifikant beeinflusst und gesteuert wird. Genau deswegen steht es logischerweise im Zentrum der Debatte, muss es da auch stehen.
Methan (Landwirtschaft, Erdöl&Erdgas-Förderung) wird dagegen in der Atmosphäre instabil und durch die Sonneneinstrahlung mit einer Lebensdauer von grob 100 Jahren wieder zersetzt. Dessen Eintrag ist damit reversibel und nur temporär.
Der Verweis auf die politische Ebene (Austieg aus dem Klimaschutz zugunsten von LNG sowie von Rüstung/Krieg durch Habeck) ruft zwar berechtigt moralische Entrüstung hervor. Inhaltlich verweist es aber auf ein strukturelles Defizit der parlamentarischen Demokratie.
Durch deren Organisation von Interessen in miteinander konkurrierenden Parteien nach GG können Interessen ausschliesslich in privater Form (Parteien, Vereine, Gewerkschaften) organisiert werden. Allgemeine gesellschaftliche Interessen (Klima- und Umweltschutz, Frieden, öffentlicher Verkehr&Transport, soziale Standards wie Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Bildung, Rente etc. ) gibt es als solche vln vornherein nicht. Sie erscheinen politisch erst dann, wenn irgendeine Partei sich diese als private Aufgabe aneignet.
Wenn eine Partei solch eine private Aufgabe dann irgendwann für irrelevant erklärt und für sich verwirft, ist es ebenso ihre private Entscheidung. Das gilt auch für die private Entscheidung von Parteien und der von ihnen in privaten Interesse geführten Regierungen, den CO2-Ausstoß von Krieg und Rüstung nicht zu bilanzieren.
In der Konsequenz ist die parlamentarische Demokratie so inhaltlich nicht neutral. Sie bevorzugt bestimmte Interessen, benachteiligt andere Interessen und ignoriert dabei gesamtgesellschaftliche Interessen vollständig.
Das ewige geblubbere über Klima.
Das Amazonasgebiet wurde durch den Staat regelrecht für libertäre Mechanismen geopfert, keine Organisation kümmert sich um die Urwald Bewohner.
Das gleiche findet statt in Papua (Indonesien), dort wurde eine Doku gefilmt ‚“pesta babi“.
Wenn der Liberalismus, egal wo, so agiert, verändert das daß Klima der Natur und die dortigen befindlichen Menschen.
Solche Aktionen werden mit Mrd gefördert, die die Menschheit bezahlt, ohne einen direkten nutzen daraus ziehen zu können. Solche Aktionen straffen das Militär, Polizei und letztendlich die Bürokratie.
Diese Welt besitzt Nationen, die aktiv das Wetter manipulieren, damit ihre Geschäftstatigkeit floriert.
Wie krank sind wir Bürger dieser Welt, jeden anbgesonderten Quark, für real existent zu nehmen?
Die westliche Industrie, hat wieviele Millionen Menschen ‚vergiftet‘, ohne jemals zur Rechenschaft gezogen worden sind?
Das Klima in dem wir uns befinden, hat nichts mit Klima am Hut, sondern nur mit Interessen, wer was erhält.
Eine Natur ist Natur, nur so lange der Mensch nicht in natürliche Verhältnisse eingreift.
Der ‚Mensch’hatte frühzeitig erkannt, wie man manipuliert, indem der Mensch eine zeitliche Bemessungsgrundlage zur Verfügung stellte. Jetzt verschieben sich die Pole und die Zeitmaschine fällt ins wanken..
Ob das die künstliche Intelligenz erkennt, ist fraglich, wie vieles andere auch.
Die Synopsis von dem Text: Klima ist zu kompliziert. Quelle: Trust me, Bro!
„Ihr Kommentar wirkt wie ein Fülltext oder eine künstlich gestreckte Eingabe. Bitte formulieren Sie ihn inhaltlich aus.“
Ach?
Bislang übt sich der Autor mit zugespitzter Rhetorik in einer Metadiskussion und einer bestimmten politischen Rahmung des Themas, während er die zentralen Fragen nach den Ursachen und Folgen der aktuellen Klimaerwärmung geflissentlich umgeht und immer wieder vertagt.
Die Konzentration auf nebensächliche und irrelevante Detailaspekte trägt dabei jedenfalls eher dazu bei, vom eigentlichen Kern des Problems abzulenken, als zu seiner Klärung beizutragen.
Es würde mich daher wundern, wenn der Autor im weiteren Verlauf noch die wesentlichen Aspekte von CO₂ auf die Klimaerwärmung sachlich fundiert darstellen würde.