Die Niederlande wählten: Geert Wilders großer Verlierer

Wahlbüro im Rathaus in Delft. Bild: Vera de Kok/CC BY-SA-4.0

Fünf Parteien kämpften um Platz 1. Regierungsbldung wird schwierig. Wie geht es weiter?

Im Sommer stürzte Geert Wilders, Parteichef und formal einziges Mitglied der Partei für die Freiheit (PVV), die niederländische Regierung . Seiner Meinung nach hatte die rechts-konservative Koalition zu wenig gegen Migration getan. Seine geschassten Koalitionspartner reagierten, man sei auf gutem Weg zu strengeren Gesetzen gewesen.

Jetzt haben die Wählerinnen und Wähler bei den vorgezogenen Neuwahlen entschieden: Nach einem kurzen, aber harten Sommerwahlkampf steht Wilders als großer Verlierer da. Laut den Exit-Polls kommt die PVV nur noch auf 25 der 150 Sitze in der Zweiten Kammer in Den Haag. Das wären gerade noch 17 Prozent. Damit wäre die Partei nicht länger die größte Fraktion im Parlament.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Überraschender Gewinner ist die bürgerlich-linke D66. Bei den letzten Wahlen 2023 wurde sie für ihre Zusammenarbeit in der letzten Regierung unter Mark Rutte und seiner konservativ-liberalen VVD abgestraft und kam nur noch auf neun Sitze beziehungsweise 6 Prozent. Laut den Hochrechnungen hat sie ihr Ergebnis jetzt auf 27 Sitze oder 18 Prozent verdreifacht.

Damit würde sie erstmals in der Geschichte die größte Fraktion stellen. Sie wäre dann auch der erste Ansprechpartner für die Regierungsbildung.

Die beiden nächstgrößten Parteien sorgten auch für Überraschungen, doch in entgegengesetzten Richtungen: Dem Zusammenschluss von Grünlinks und Partei für die Arbeit (GL-PvdA) unter Führung des Europapolitikers Frans Timmermans war in den Umfragen ein stabiles Ergebnis oder sogar Zugewinn vorhergesagt worden. Jetzt scheinen es aber nur noch 20 statt 25 Sitze zu werden, beziehungsweise 13 Prozent. Noch am Wahlabend zog der 64-jährige Timmermans Konsequenzen und gab den Parteivorsitz auf.

Anders als vorhergesagt wird der VVD ihre Regierungsbeteiligung offenbar nicht zum Verhängnis: Auch wenn die Rutte-Nachfolgerin Dilan Yeşilgöz im Wahlkampf patzte und zunehmend unter Druck geriet, verteidigt die Partei ihre 23 bis 24 Parlamentssitze (16 Prozent).

Doch damit ist das Kopf-an-Kopf-Rennen noch nicht abgeschlossen. 2023 war die christlich-konservative CDA durch ihr früheres Mitglied Pieter Omtzigt und dessen Aufdeckung eines Rassismusskandals schwer beschädigt worden. Nach nur noch fünf Sitzen scheint sie jetzt auf knapp viermal so viele zu kommen, nämlich 19 beziehungsweise 13 Prozent.

Whistleblower Omtzigt hatte 2023 mit der neu gegründeten Rechtsstaatspartei Neuer Gesellschaftsvertrag (NSC) aus dem Nichts 20 Sitze (13 Prozent) ergattert. Inzwischen hat sich der Mann wegen Burn-out aus der Politik zurückgezogen. Dem NSC bleibt wahrscheinlich keiner der Sitze erhalten. Sie dürfte jetzt so schnell wieder aus dem Parlament verschwinden, wie sie vor zwei Jahren eingezogen ist.

Regierungsbildung

Auch wenn die bürgerlich-linke D66 der große Gewinner und die rechtspopulistische PVV der große Verlierer ist, ist das Wahlergebnis insgesamt immer noch als eher rechts einzuordnen. Wilders‘ Lieblingsthema Migration ist zwar immer noch sehr wichtig, scheint aber nicht mehr die alles beherrschende Bedeutung zu haben. In etwa gleichbedeutend damit waren für die Wählerinnen und Wählern nun die Themen Wohnen und Gesundheit.

Welche Regierungskoalition – im neuen Parlament in Den Haag dürften wegen der fehlenden Wahlhürde wieder 15 Parteien vertreten sein – sich damit bilden lässt, ist allerdings noch ein Rätsel: Von links gedacht kämen D66 und GL-PvdA zusammen nur auf 47 Sitze, während 76 für eine Mehrheit nötig sind. Selbst mit den 19 Sitzen der christlich-konservativen CDA fehlten immer noch zehn. Dass die fehlenden Sitze von der VVD kommen, ist wegen deren Spannungsverhältnis mit den Grünlinken schwer vorzustellen.

Denkt man dasselbe von rechts, kämen D66, VVD und CDA auf 69 Sitze. Zum Regieren wären auch das zu wenige. Dass die relativ neue, von manchen als rechtsradikal gesehene JA21, mit neun Sitzen die größte der Kleinparteien, unter bürgerlich-linker Führung ins Boot geholt wird, erscheint unwahrscheinlich. Und mit Geert Wilders will eigentlich keine der anderen großen Parteien zusammenarbeiten.

So viel ist aber klar: Es wird – abgesehen von einer Minderheitsregierung – wieder eine Koalition aus mindestens vier Parteien geben müssen. Das dürfte komplizierte Sondierungen bedeuten und verspricht nicht unbedingt eine stabile Regierung. Wenn D66 die größte Fraktion bleibt und die Führungsrolle übernimmt, wird man ihren erst 38-jährigen Parteichef Rob Jetten wohl zum neuen Ministerpräsidenten des kleinen Nachbarlands Deutschlands im Westen küren.

Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen am Donnerstagmorgen stehen D66 und PVV mit jeweils 16,7 Prozent und 26 Sitzen im Parlament gleichauf. Die Bürgerlich-Linke führt mit nur noch etwas mehr als 2000 Stimmen vor der Wilders-Partei. Da letztere trotzdem als großer Verlierer dasteht und niemand wirklich mit der PVV reagieren will, ändert das nichts am Ergebnis der Analyse.

 

Stephan Schleim

Stephan Schleim ist studierter Philosoph und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden tätig, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Sein Schwerpunkt liegt in der Erforschung von Wissenschaftsproduktion und –kommunikation. Schleim ist Autor mehrerer Bücher zu Neurowissenschaften, Psychologie und Philosophie.
Bild: Elsbeth Hoekstra
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54 Kommentare

  1. mmh, den Satz verstehe ich als mit der niederländischen Politik nicht vertrauter Leser nicht:

    „…formal einziges Mitglied der Partei für die Freiheit (PVV)…“

    1. Kein Problem. Es ist eine Partei mit nur einem Mitglied: Geert Wilders. Die anderen sind nur eine Art Gäste.

      Sie erinnern sich vielleicht an die Diskussion, dass das BSW die Mitgliedschaft beschränkte, um eine Übernahme der Partei zu verhindern. Wilders hat in diesem Sinne die maximale Vorsicht gewählt.

          1. d.h. er wählt die Leute auf seiner Liste nach Futdünken aus und findet doch noch Leute die für ihn die Kärnerarbeit des Wahlkampfes machen? Oder hat er genug Geld /Sponsoren um für alles Agenturen beauftragen zu können

            1. Es gibt natürlich auch in den Niederlanden Parteienfinanzierung, wahrscheinlich in Abhängigkeit der Ergebnisse bei den nationalen und europäischen Wahlen. Außerdem erhalten die Mandatsträger Diäten.

              Meiner Erinnerung nach wird immer wieder kritisiert, dass die Finanzen bei der PVV nicht transparent sind. Wenn Sie das näher interessiert, sollten Sie das selbst online recherchieren.

    2. Die Niederlande sind ja noch eine Monarchie mit Demokratischer Muppets Show*, da gibt’s eben auch die Möglichkeit einer Ein-Mann-Partei, allgemein als Diktatur bekannt.

      *Siehe auch die Nexperia China Chips

  2. Nichts Neues in der kapitalistischen „Demokratie“. Es wird solange koaliert, bis es passt. Es ist in den Niederlanden so wie überall in der EU. Auch wenn mit Wilders koaliert würde – auf die BRD bezogen, mit der AfD – ändern würde sich gar nichts. Das lässt das Kapital nicht zu. Dem Volk wird suggeriert, es hätte eine Wahl, und dann…….. immer und immer wieder dieselbe Scheiße.

      1. Die selbstgewählte Knechtschaft, das Individuum entscheidet sich freiwillig für die Knechtschaft und unterwirft sich einer Autorität, um ein bestimmtes Ereignis zu erzielen.

        Um Höriger Untertan zu sein, den das Fell für die Trommel, Liefern sie selber.

    1. Solche Ergebnisse werden halt mit denen der letzten Wahlen verglichen. Das ist in Deutschland auch nicht anders. Darum bedeuten 25 Prozent für z.B. die AfD auch etwas anderes als für die SPD oder CDU/CSU.

      Ich glaube, dass die Leute nach fast 20 Jahren Geert Wilders und seine PVV mit als Hauptthema „Anti-Islam“ inzwischen auch zunehmend langweilig finden. Die im Text angedeutete neue rechte Partei JA21 könnte man im Auge behalten.

  3. Könnte man die Niederlande nicht einfach vom Geheimdienstchef regieren lassen? Ach, das macht man sowieso schon? Hendrikus „Dick“ Schoof regiert seit dem Sommer 2024 das Land … und war vorher der Chef von AIVD und NCTV. So eine Art „holländischer Putin“ …

    1. Man kam auf ihn, nachdem andere Kandidaten ausgeschieden waren. Und ich glaube, man war froh, überhaupt jemanden zu finden, der sich das unter diesen Bedingungen (z.B. permanent von Wilders provoziert zu werden, obwohl man eigentlich zusammen regierte) überhaupt antat. Er wird wahrscheinlich erleichtert sein, wenn er das Amt endlich an den Nächsten übergeben kann. Er wirkt auf mich auch zunehmend gestresst und verbraucht.

      1. Nun ja, gerade wegen dieser durchaus zutreffenden Gesamteinschätzung und auch der Worte über die Vorgängerregierung von Rutte, halte ich Neubers Artikel für gelungen.
        Damit ist ja nichts über Ihren Text gesagt.

        Wieso zu spät? Neuber bezieht sich ja nicht auf Wilders frühere politische Präsenz, sondern auf seinen großen Wahlerfolg von 2023. Sie haben natürlich recht, dass das Versagen der bürgerlichen Parteien schon lange anhält.

        Die Wählerverluste bei Wilders sind vermutlich darauf zurückzuführen, dass er – warum auch immer – politisch viel weniger bewegt hat es sich viele Wähler zuvor erhofft hatten. Seine Taktiererei scheint ihnen unklar geblieben zu sein. Darüber wissen Sie vermutlich mehr.

        1. Also ich habe jetzt noch ein zweites Mal einen Blick darauf geworfen und kann vor allem Allgemeinplätze erkennen: Rutte hat das Land „in die Krise“ regiert und an seiner Macht festgehalten? Na ja. Könnte man über Deutschland, Frankreich usw. etwas anderes sagen?

          Und Wilders, Wilders, Wilders… Als ob es keine anderen Entwicklungen hier in den Niederlanden gäbe. Ein Blick auf die anderen rechten Parteien wäre viel aufschlussreicher gewesen, wie Forum für Demokratie (FvD) oder JA21. Die haben beide stark gewonnen, größtenteils durch Leute, die 2023 Wilders‘ PVV gewählt haben.

          Wilders hat hier überhaupt nichts zu sagen, nähert sich dem Rentenalter, hat keine Regierungsoptionen und nach 20 Jahren langweilen die Leute sich zunehmend über ihn.

        2. @ Wolfgang Wirth:
          Ich muss Herrn Schleims Wertung des neuberschen Artikels als von „Allgemeinplätzen“ durchsetzt unterstützen.
          Eigentlich ist Harald Neuber sowieso nicht mehr…, wie sagt man noch so schön: Er ist sowieso nicht mehr satisfaktionsfähig, seitdem er bei dieser Zensurgeschichte bei Telepolis die Feder geführt hat.
          Mit Recht könnte man zwar sagen, auch so jemand kann durchaus mal einen guten und richtigen Artikel schreiben, aber auch schon vor der Zensuraktion ist mir nie ein Artikel von Neuber untergekommen, den ich wirklich gut fand. Irgendwas war an denen immer komisch und unecht. Auf den ersten Blick erschienen manche seiner Artikel oft vernünftig und ich dachte: „Joah, so kann man schon denken“. Doch bei näherer Betrachtung waren seine Artikel immer windelweich, sie bezogen zwar Position, aber die war irgendwie immer austariert, nach allen Seiten abgesichert und irgendwie moderat. Aber nicht moderat, weil er das selber so dachte, sondern aus Kalkül.
          Das ist anders als bei Florian Rötzer, der wirkt auch oft moderat, bringt die Sicht aller Seiten ins Spiel, betont das Sowohl-als-Auch. Aber Rötzer ist das auch, der denkt wirklich so und das kann man ihm abnehmen. Und das ist auch eine besondere Qualität von ihm.
          Was Neuber wirklich denkt, das kommt aber nie wirklich zum Vorschein. Nach meinem Dafürhalten taktiert der vor allem, er transportiert irgendwelche Meinungen, die ihm zu irgendwas nützlich sein können. Aber ein engagierter Journalist ist der nicht. Der ist ein Karrierist.

          Natürlich ist sowas wie in den folgenden Zitaten aus dem Artikel nicht falsch:

          Wilders’ Aufstieg ist kein Zufall, sondern die direkte Konsequenz des Versagens der bürgerlichen Parteien. Sie haben es versäumt, auf die Sorgen großer Teile der Bevölkerung angemessen zu reagieren. Statt die Probleme der Migrationspolitik offen anzusprechen und sozialverträgliche Lösungen zu entwickeln, wurde das Thema jahrelang kleingeredet oder ignoriert.

          Und:

          Die Politik hat es versäumt, Migration mit echter Integration zu verbinden. Stattdessen entstanden Parallelgesellschaften, soziale Brennpunkte wurden vernachlässigt, und die Mittelschicht fühlte sich zunehmend unter Druck gesetzt. Wilders’ radikale Forderungen – Asylstopp, Grenzschließungen, Massenabschiebungen – locken den politischen Gegner aus der Reserve, aber sie treffen bei vielen Niederländern einen Nerv.

          Aber sowas kann man heute problemlos sagen, das sind schon Allgemeinplätze und es ist windelweich.

          1. @Two Moon

            Guten Morgen,

            Sie schreiben ja im Wesentlichen über Herrn Neuber …

            Ach wissen Sie, für Linke hat die Frage, WER etwas sagt, von jeher eine besondere Bedeutung – vermutlich deshalb, weil sie sich immer „auf dem Wege“ wähnt, sich stets fragt, ob jemand nun Bündnispartner oder Gegner ist … und daher meist in der Kategorie „wir“ und „ihr“ denkt.

            Das ist mir fremd. Für mich zählt nur, ob das Gesagte stimmt – und WER es sagt, ist völlig irrelevant.
            Den Herrn Neuber kenne ich gar nicht, der interessiert mich nicht, aber wenn er was Richtiges sagt, dann sagt er eben was Richtiges.

            Herr Schleim schreibt:
            „Ein Blick auf die anderen rechten Parteien wäre viel aufschlussreicher gewesen, wie Forum für Demokratie (FvD) oder JA21. Die haben beide stark gewonnen, größtenteils durch Leute, die 2023 Wilders‘ PVV gewählt haben.“

            Das bestätigt ja meine Annahme, dass Wilders solche Wähler enttäuscht hast, weil er zu viel taktiert und nicht geliefert hat.

            Da nicht zu vermuten ist, dass die neue Regierung die Gründe beseitigt, die in den Niederlanden die Wähler zu einer der sog. Rechtsparteien treibt, dürfte sich deren Anteil ebenso wie anderswo mittelfristig erhöhen.

            1. Guten Morgen Herr Wirth.

              Ich finde Sie tun mir unrecht. Zunächst einmal: Ich bin nicht links, nicht mal nach Ihrer Definition.
              Insofern habe ich auch keine Bündnispartner und wir-und-ihr schon mal gar nicht.

              Ich sage selber, dass selbst so jemand wie Neuber theoretisch einen guten und richtigen Artikel schreiben kann. Allerdings habe ich einen solchen von ihm noch nie gelesen.
              Es ist mir nicht wichtig WER einen Artkel schreibt, sondern WARUM, mit welcher Motivation oder Absicht dahinter. Das betone ich doch extra. Insofern muss ich Ihre Kritik zurückweisen.

              Wenn man die Motivation außen vorlässt und sich nur auf das Gesagte konzentriert, gerät man schnell in die Situation Leuten auf den Leim zu gehen oder sich dienstbar zu machen für deren Zwecke, ohne es vielleicht zu merken.
              Deswegen würde ich solch windelweiche Artikel wie die von Neuber nicht als gute Ergänzung ansehen.

              Dem zweiten Teil Ihres Posts kann ich jedoch zustimmen. Dass Wilders zu viel taktiert und nicht geliefert hat, ist allerdings der normale Gang der Dinge. Das dürfte auch in Zukunft öfter der Fall werden, wenn ähnliche Parteien, wie die Seine, in anderen europäischen Ländern Wahlen gewinnen. So funktioniert halt das System.

              1. @Two Moon

                Geschenkt, okay.
                Sie erstaunen mich jetzt allerdings etwas, denn ich würde Sie schon als „irgendwie“ links (früher sagte man „undogmatisch links“) einschätzen.

                Letztlich sind mir die Niederlande ziemlich egal. Ein Land, das mich überhaupt nicht näher interessiert. Schon allein, dass da alles so flach ist … ! (Ich meine die Landschaft!)

                1. @ Wolfgang Wirth

                  Ich gebe zu, man könnte mich manchmal für „links“ halten, aber ich passe am Ende in keine der linken Fraktionen, die es so gibt. Wahrscheinlich ist auch die Mehrheit meiner Einstellungen zu bestimmten Dingen mehr mit irgendwelchen linken Fraktionen kompatibel, als mit rechten, konservativen oder mainstreamartigen.
                  Dennoch trennt mich einiges von Linken. Ich habe zum Beispiel überhaupt nichts mit linker Theorie am Hut. Mit dem allzu rationalen Materialismus vieler linker Strömungen kann ich auch nichts tun. Ein Bestehen auf absoluter Gleichheit halte ich ebenso für unsinnig, usw, usw.

                  Stimmt, die Niederlande sind, rein landschaftlich gesehen, ziemlich häßlich, außer in der Ecke, in der ich wohne. Die nennt man in der Tat, ein wenig augenzwinkernd „Niederländische Schweiz“. Dieses Süd-Limburg ist wirklich schön, besonders jetzt im Herbst (das habe ich, glaube ich , schon mal erwähnt).
                  Weil ich aber quasi an der Grenze wohne interessieren mich die Niederlande schon.
                  Diese Wahl jedoch ist in der Tat ziemlich uninteressant und wohl letztlich auch mehr oder weniger unwirksam, so wie die meisten Wahlen heutzutage.

                    1. Also Signore Altlandrebell, ich habe die Niederlande per Auto, per Moped und per Fahrrad bereist, alles mehrfach. Und ich muss sagen, langweiliger ist nur das Rheinland zwischen Aachen, Köln und Düsseldorf, weil großflächig entkernt und seiner Kohle beraubt und mit Agrarsteppen wieder aufgeforstet.
                      Die Niederlande haben auch schöne Ecken, aber die sind rar gesät.
                      Und wenn man eine Abneigung gegen Flachland hat, die ich durchaus teile, ist das schon arg bei den Käsköppen.

                      Dass Sie und Wolfgang Wirth, ihr beide die absolute Definitionshoheit über das linkssein habt (jeder auf seine Weise), will ich gar nicht mehr anzweifeln, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade 😉
                      Im Ernst, ich habe auf die Schnelle nur ein paar Tendenzen genannt, wo ich mit vielen Strömungen nicht übereinstimme. Natürlich gilt das nicht für alle Strömungen, denn es gibt ja so viele. Lt. W. Wirth ja noch viel mehr.
                      Ich kapituliere! 🙂

                    2. @ Altlandrebell:

                      An die Nordseeküste oder ins Veluwe haben Sie es nicht geschafft?

                      Bin fast die ganze Nordseeküste runter gefahren. Die Veluwe habe ich nur gestreift, als ich in der Nähe von Apeldoorn war, ist aber ewig her, da war ich 17.
                      Obwohl viel häßlicher, zugebauter und kleiner, mag ich die Nordseeküste in Belgien lieber. Die Holländer sind mir zu geldgeil, uniform und calvinistisch (Das ist allerdings im katholischen Südlimburg ziemlich anders). Die Belgier tendeziell lässiger, das Savoir-vivre dort ist einfach besser.

                      Kein Wunder, dass die Holländer Ihre Gegend nach dem Krieg annektieren wollten. Sieht alles gleich aus, ne? 😂

                      Von mir aus hätten sie das tun können. Wäre ich jetzt halt Holländer.
                      Aber in der Tat hat es lange gedauert bis die Holländer ihren Groll gegen die Deutschen wegen der Besatzung langsam verloren haben. Das hat man auch hier an der Grenze öfter mal deutlich zu spüren bekommen. In Belgien viel weniger, obwohl die nicht weniger Grund gehabt hätten.

                      Doch wenn es da drüben so langweilig war – wieso reist man dann mehrfach hin? Ist das so ein kranker Fetisch von Ihnen? Manche suchen lost places, Sie suchen boring places? 🤣

                      Ich habe einfach etwas länger gebraucht bis ich die Hoffnung verloren hatte, dachte immer irgendwo muss es da doch noch was Nettes geben.
                      Im Ernst, Holland ist nah, und als junger Mensch mit wenig Geld war das eine der wenigen Optionen, auch um schnell ans Meer zu kommen.
                      Ich muss aber auch sagen, dass all meine Hollandreisen schon sehr lange zurückliegen. Außer hier im Grenzgebiet, wo ich sehr viel Zeit in Südlimburg verbringe, habe ich aus benannten Gründen keine Lust mehr gehabt dieses nicht allzu reizvolle Land weiter zu bereisen.

                      Ziehen Sie doch in die Alpen oder nach Norwegen… 🤣 Oder in den Spessart. 😉

                      Oh Weh der Spessart. Dahin gabs mal ne Klassenfahrt mit dem deutsch-nationalen Konrektor unsere Schule. Schlesienvertriebener. Menschlich ganz ok, aber seine extrem sentimentalen Ausbrüche wegen des Verlustes von Schlesien – er hatte dafür extra den Geschichtsuntericht für einige Stunden gekapert, obwohl er kein Geschichtslehrer war – haben uns Jugendliche doch extrem befremdet um nicht zu sagen abgestoßen.
                      (Habe ich, glaube ich, schon mal erzählt)

                      Zum Thema zurück. Hohe Berge müssen es nicht sein. Ich liebe großzügig geschwungenes Hügelland wie z.B. in Lothringen oder auch hier angrenzend in Ostbelgien und Südlimburg.

                      Ich habe gar nichts, ich habe mich nur wieder einmal an Verallgemeinerungen gestört. Ich mag es nicht, wenn man herumnormiert. Demgemäß harke ich eben ein, wenn Holland als „hässlich / langweilig / Käsland“ geeicht wird. Oder Sie postulieren, „die“ Linke stünde „für absolute Gleichheit“. Vielleicht meinten Sie aber auch die Linkende? Nun, dass die alle gleich machen will, das kann sein…

                      Nana, Sie wissen doch aber, dass man eine allgemeine Tendenz, z.B. Holland ist langweiliges Flachland, was zu 90% stimmt, auch mal einfach sagen kann, ohne es bis ins Kleinste auszudifferenzieren müssen.
                      Jeder normale Mensch weiß dann, dass ich damit natürlich nicht meine dass alles in Holland nur hässlich ist. Selbstverständlich vermutet man, dass hier dieser Tendenzaussage noch eine differenzierter Sicht verborgen sein könnte.

                      Zu den Linken: Ich spreche doch extra noch von „vielen linken Strömungen“ bei denen ich Materialismus und Gleichmacherei wahrnehme und nicht von „Den Linken“. Ich habe doch klar ausgedrückt, dass es sehr viele linke Strömungen gibt, je nachdem wer gerade meint das definieren zu müssen. Und ich habe nur ein paar Aspekte angesprochen. Jedenfalls passe ich zu keiner dieser Strömungen.

                      PS: Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen – Wilders hat ein starkes Jungfrau-Stellium (Sonne, Venus, Uranus, Pluto in Jungfrau), den Mond in Widder und ansonsten dominieren in seinem Geburtshoroskop Erde und Kardinales.

                      Grob verallgemeinernd kann man sagen, dass Jungfrau = Korinthenkacker bedeutet und weil er auch noch die Venus da drin hat, korinthenkackt er auch bei seinen menschlichen Beziehungen. Kein charmanter Typ.
                      Könnte man auch positiver ausdrücken, aber er ist doch ein pöser Rechter.

                      Das Jungfrau-Stellium können Sie gleich vergessen. Uranus braucht 7 Jahre um von einem Zeichen ins andere zu wechseln, Pluto 12-30 Jahre, gilt also für eine ganze Generation. Aussagekraft auf das Individuum bezogen = 0
                      Erde und Kardinales = Starrsinn. Oder positiv ausgedrückt: Er hat noch Bodenhaftung und innere Festigkeit.
                      Mond im Widder: Sieht sich emotional als Einzelkämpfer (Einmann-Partei), vor allem auch als Kämpfer. Kann gut regenerieren und nach einer Niederlage wieder schnell aufstehen.

                      Gute Nacht!

                    3. @ Altlandrebell

                      Das war vor über 100 Jahren schon so. Und auch Zweig schrieb ja in Die Welt von Gestern, dass die Rheinländer am liebsten an den belgischen Nordseeküste badeten:

                      Auch in Le Coq…

                      Ja, dieses Buch „Die Welt von Gestern“ hat mir damals viel gegeben, als ich es zum ersten Mal gelesen habe. Neben all den Informationen, habe ich durch nichts anderes jemals so gut die Gefühle, Stimmungen und Atmosphären der damaligen Zeit verstanden.
                      In De Haan/Le Coq war ich schon oft. Ist wohl der schönste Ort an der belgischen Küste, denn den Kern haben sie belassen wie er vor mehr als Hundert Jahren erbaut worden ist.

                      Zweig ist dann auf dem Rückweg übrigens mit dem letzten Zug über den (damaligen) Grenzbahnhof Herbesthal nach Deutschland reingekommen.

                      Durch Herbesthal führt eine meiner Haupfahrradstrecken. Herbesthal ist heute nur noch ein kleines Dorf, das angrenzende wallonische Welkenraedt hat jetzt den Bahnhof und ist ein ziemlich großes Städtchen.

                      Gut, dass Sie alle Holländer kennen! 🤣

                      Naja, ich weiß doch mittlerweile womit ich Sie triggern kann 😉
                      Und natürlich weiß ich auf jeden Fall besser über DIE Holländer bescheid als Sie. Immerhin sitze ich hier an der Quelle 😉
                      Mein Zahnarzt, leider jetzt in Rente, war Holländer. Netter Typ, aber der wusste auch immer wie man seinen Schnitt machte (nun gut, das gilt für viele Zahnärzte). Bin trotzdem bei ihm geblieben, weil er keine unnötigen Behandlungen gemacht hat und immer auf den Erhalt der Zähne bedacht war. Vielleicht weil er wusste, dass er bei mir nichts verdienen konnte, da ich kein Geld für teuren Zahnersatz hatte 🤣
                      Wenn man es nett ausdrücken will, könnte man auch sagen: Die Holländer haben immer auch die wirtschaftliche Seite im Blick. Aber bei denen ist schon vieles in der Richtung auffällig, auch hier in der Grenzregion.

                      Und selbst im katholischen Süd-Limburg haben die Wohnhäuser an der Straße Wohnungsfenster wie Schaufenster, damit man bei Ihnen in die Bude blicken kann. Das geht ja in der Tat auf calvinistische Einflüsse zurück, denn so kann man aller Welt zeigen, was für ein rechtschaffenes Leben man doch führt, da man nichts zu verbergen hat. Das führt aber natürlich auch zu einer gewissen Konformität und Normierung, weil keiner blöd auffallen will.

                      Wenn man im Norden Flanderns an der Grenze zu den Niederlanden unterwegs ist, sieht man Häuser, die alle sehr unterschiedlich sind, alle sehr verschieden gestaltet sind von den Häusern der Nachbarn, nach sehr individuellem Geschmack. Man merkt, dass das den Belgiern ziemlich wichtig ist. Sobald man aber die Grenze überquert hat, ändert sich das radikal. Überall Reihenhaussiedlungen wo ein Haus wie das andere aussieht, da muss man schon Häuser finden, die mehr als 100 Jahre alt sind, damit es weniger langweilig ist.

                      Belgien dagegen war einerseits seit Herbst 1944 praktisch befreit – woran auch die Ardennen-Offensive und Ereignisse wie das Malmedy-Massaker nichts änderten (das obendrein GIs betraf) – und ist andererseits eben ein in vielerlei Hinsicht gespalteneres Land als die Niederlande, weswegen die Verarbeitung ganz anders ablief.

                      Gut, das sehen die Belgier vielleicht anders. In den Niederlanden gab es zwar den Hongerwinter, dafür war Belgien mehr von Zwangsarbeit, wirtschaftlicher Ausplünderung und militärischer Repression betroffen, als die Niederlande, die nicht unter Militärverwaltung standen.

                      Das Massaker von Malmedy betraf zwar nur GIs, aber:

                      Peiper und seine Einheit waren verantwortlich für das Malmedy-Massaker, bei dem laut des späteren offiziellen Berichts 86 amerikanische Soldaten ums Leben kamen; bei einem weiteren Massaker seiner Truppen in Stavelot wurden 164 Zivilisten getötet.

                      Nunja, die Peiper-Truppen waren hart auf Pervetin unterwegs.
                      Die Gegend um Malmedy ist praktisch meine zweite Heimat. Meine Eltern haben es noch ordentlich zu spüren bekommen, wenn sie in Stavelot waren.
                      Und es gab natürlich auch im deutsch-belgischen Eupen-Malmedy eine Menge Kollaboration, auch weil diese Provinz quasi gegen ihren Willen (ein manipulierter Volksentscheid) nach WK1 zu Belgien gekommen ist.
                      Heute will da aber keiner mehr nach Deutschland zurück. Warum wohl nicht? 😀

                      Vom Überfall, über Rotterdam (14.05.1940) bis zum Hongerwinter… also das war mehr als nur Groll und dieser obendrein sehr verständlich. Hinzu kam, dass die Kollaboration (Stichwort: NSB!) in den Niederlanden stärker ausgeprägt war als in Belgien. Demgemäß war der Drang nach Abrechnung größer, der Wunsch einen harten Schlussstrich zu ziehen und klare Grenzen zu setzen. Zugleich nährte diese Art der Bearbeitung natürlich ihrerseits auch wieder das Trauma…

                      Natürlich war der Groll verständlich. Aber, dass die Kollaboration so groß war, können sie ja wohl nicht den Deutschen vorwerfen, da müssen sie sich schon an die eigene Nase packen.

                      Ich habe mal das Buch „Das Jahrhundert meines Vaters“ gelesen von Geert Mak. Das ist quasi eine Familiengeschichte anhand derer auch die Geschichte der Niederlande im 20. Jahrhundert ziemlich gut und eindrücklich beschrieben wird.

                      Manches hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Neiderländer (Ich lass den Vertipper mal so stehen 😀 ) als Nation deutlich eitler sind, als die Belgier.
                      Belgien ist mir insgesamt in vielen Dingen lieber, aber die Niederlande sind auch ganz in Ordnung.

                      Ansonsten möchte ich sagen, dass das einfach wieder eine Geschmacksfrage ist. In Ihren Augen sind holländische Landschaften ziemlich hässlich, in meinen nicht.

                      Ähh, ja. Was anders als eine Geschmacksfrage hätte es denn sonst sein können? 🙂

                      Ja, sehr grob.

                      Dazu kenne ich zu viele sympathische Jungfrauen. Ich mag die, insbesondere wenn sie noch Wasser- oder Luft-Elemente dabeihaben. Jungfrauen sind eben detailfixiert und brauchen klare Abläufe. Einfach bodenständige Typen, die an Themen dranbleiben.

                      Wilders mag ich nicht, hat mich überrascht, dass er Jungfrau ist. Das mit dem Mond hat dann wieder zu meiner Abneigung gepasst, wahrscheinlich ist auch sein Aszendent nicht so meins.

                      Sonst sind Sie immer so genau und nun sind sie überrascht, dass jemand, bei dem Sie nur vom Sonnenzeichen ausgehen, Ihnen nicht sympathisch ist? Das ist doch noch viel grober gedacht als mein extra grob gesagtes „Korinthenkacker“.
                      Nach meinen Erfahrungen sagt das Sonnenzeichen alleine viel zu wenig aus, um daraus viel ableiten zu können.

                      Ich habe noch ein Chart zu Wilders gefunden, wo eine Geburtszeit von 2:30 angegeben ist. Das wäre Aszendent Löwe und würde ziemlich gut passen. Ob die Zeit jetzt wirklich stimmt, kann ich nicht sagen, allerdings stand folgendes bei dem Chart:

                      Dieser Artikel erschien zuvor am 10. August 2007 auf astrologie.blogo. Angesichts der jüngsten Äußerungen von Geert Wilders (6. September 1963, Venlo, Uhrzeit 02:30 Uhr, jetzt bestätigt) über das Verbot des Korans (einfach lächerlich) habe ich mir sein Horoskop angesehen. Was sofort auffällt, ist, dass Wilders – innerlich – von Macht besessen ist. Er will einflussreich sein. Normalerweise würde ein „Dorftrottel” wie Wilders ignoriert werden – aber das Horoskop der Niederlande hat ebenfalls eine Sonne/Pluto-Konjunktion, allerdings im gegenüberliegenden Zeichen Fische. Was bedeutet das? Zunächst einmal sprechen wir hier von einer Opposition, die Anziehungskraft oder Abstoßungskraft erzeugt. Wie dem auch sei, es scheint, als würde Wilders dem Land doch irgendwie einen Spiegel vorhalten. Etwas in ihm schwingt mit etwas mit, das auch niederländisch IST. Er bekommt eine Bühne – und man hört ihm zu, im positiven oder negativen Sinne. Deshalb hat es Wilders so weit gebracht, dass er zum Sprachrohr einer bestimmten Gruppe von Menschen geworden ist.

                      Noch mehr dazu auf:
                      https://astrologieblog.nl/2009/01/22/horoscoopgeert-wilders/
                      Ich persönlich halte die Deutung, die da noch weiter ausgebreitet wird, nicht für besonders gelungen. Zu viel Vorurteil und zu wild spekuliert.

                      Keine Wunder, dass Sie detailfixierte Jungfrauen mögen, ihr Zwilling-AZ (beides Merkur) ist das ja auch ein wenig.
                      Mir als Schützen, der es gar nicht mag sich ständig mit lästigen Details beschäftigen zu müssen, sondern der lieber in großen Zügen denkt, gehen diese Detailfixierungen natürlich manchmal auf die Nerven.
                      Allerdings ist das Jungfrauhafte sozusagen der fehlende Part in meinem Wesen, deswegen unterhalte ich mich auch immer gerne mit Jundfrauhaften (Ich sage bewusst Jundfrauhaften und nicht Jungfrauen, weil es eben nicht nur am Sonnenzeichen hängt). Wenn die nicht zu erdig sind, kann ich mit denen auch gut.

                      Wünsche wohl geruht zu haben 🙂

  4. Ist diese europäische Politik nicht lustig?
    Alle Jahre veranstalten die Demokratien ihren politischen Spektakel, aber all die jahrelangen politischen Änderungen, haben nichts bewirkt! Klasse Vorstellung für die dummen die dieses System aufrecht erhalten.
    Der ‚Geist‘ sollte denken und nicht nach vorgegebenen Wege agieren.
    Das ist leider aus der Mode gekommen, das Denken, da die meisten Menschen nur ihrer persönlichen zugeführten Propaganda sich unterwerfen.
    Und weil in Europa in jeder Munde das ‚Ausländer Problem‘ vorherrscht, haben alle vergessen, was wir mit diesen Staaten veranstaltet hatten. Das waren unsere „demokratischen Systeme“, die seit dem Ende von WWII bis heute brutal durch gezogen haben.
    Die Politik sagt, ‚was können wir im liberalen Modus,gegen unsere Philantrophen tun“?
    Genau diese illegale westlichen Philantrophen, werden nicht nach ihren Verfassungen und oder GG angegangen.
    Schwamm darüber, wir die ‚Wessis‘ haben seit zig Dekaden an diesen Lügen geglaubt, so gehts halt ab in den verdienten Untergrund.
    Meine Erkenntnis aus „10“ Jahren demokratischer Politik, ist, ein fetter Lacher, da diese nicht existiert.

    1. 10 jahre? Da hast du aber recht lange benötigt.
      Ich hatte da mehr Glück. Ich konnte das schon während der Schulzeit lernen.
      Falls du einen europäischen „Untergrund“ findest, lasst von euch hören, ich vermisse Widerstand in Europa.
      Außer Berichten über einige gesprengte Strommasten und brennende Verteilerkästen habe ich noch nichts vernommen.
      Das wird nicht reichen, um die Europäer aufzuwecken. Wenn es denn überhaupt etwas gibt, außer fallenden Haselnüssen, das sie wecken könnte. Und ich befürchte, dass es dann zu spät ist.

          1. Da ist Deutschland Fußball Weltmeister geworden und „Fußball“ ist laut Monoviewer ein Riesenproblem (Kollektiv versagen der Gesellschaft)

  5. Wilders ist eine undurchsichtige Figur, so daß die anderen europäischen Parteien, AFD, RN, sich aus gutem Grund auf Abstand halten. Er stammt aus dem holländischen deep state, welcher an Kriminalität weit vor DE steht. Sein Vater war Kommandeur eines Lagers für hochrangige holländische SS-Angehörige. Da ging es nicht um banale Attentate auf Eisenbahnen. – Leider vollständig ignoriert wird die kleine Partei FVD, die von drei auf sechs Plätze gewandert ist. Ihre Abgeordneten sind super sortiert, kennen jeden Ausspruch der letzten Jahre und jede Zahl. Sie werden von der EU-Mafia gehasst. – Beleidigt zurückgezogen vom Vorsitz der Grün-Linken (das ist so gruselig wie es sich anhört) hat sich der ex EU-Kommissar Timmermans. Wahrscheinlich wurde gegen ihn schon ein internationaler Haftbefehl erlassen.

  6. Insgesamt hat die radikale Rechte nur eine Umverteilung innerhalb des Lagers erlebt. Die Gewinne von JA21 und FvD kompensieren die Verluste der PVV.
    Dass die wirtschaftsliberale VVD, die schlussendlich die PVV einstmals hoffähig gemacht hat und die Verantwortung für die Fehlentwicklungen der letzten 14 Jahre trägt, immer noch so viele Stummen erhält ist ähnlich merkwürdig wie hier die CxU-Ergebnisse.

  7. „Überraschender Gewinner ist die bürgerlich-linke D66. Bei den letzten Wahlen 2023 wurde sie für ihre Zusammenarbeit in der letzten Regierung unter Mark Rutte und seiner konservativ-liberalen VVD abgestraft und kam nur noch auf neun Sitze beziehungsweise 6 Prozent. Laut den Hochrechnungen hat sie ihr Ergebnis jetzt auf 27 Sitze oder 18 Prozent verdreifacht.“

    Die Merkfähigkeit der Bevölkerung ist anscheinend recht kurz.
    Sieht man auch bei uns.

  8. Aktualisierung für alle, die jetzt noch vorbeisurfen: Das Endergebnis steht jetzt fest. D66 hat tatsächlich die meisten Stimmen erhalten. Daher werden sie jetzt als erste versuchen, eine Regierung zu bilden, wie es im Artikel steht. Wilders hat daraufhin den Wahlrat beschuldigt, nicht unabhängig zu sein.

      1. Die Frage, wer knapp stärkste Partei ist, hat eher symbolische Bedeutung, da die Regierungsbildung ja auch gegen die stärkste Kraft erfolgen kann (siehe BRD 1969, 1976, 1980).
        Beim BSW ist die Frage viel existenzieller, da geht es um ca. 35 oder null Sitze – und um Dinge wie zusätzliche staatliche Unterstützung (Abgeordnetengehälter) und gesteigerte mediale Wahrnehmung.

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