Die Linke? Gibt es nicht!

Karl Marx stürzt vom Stuhl.
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Warum ist die Linke auch in Europa so kraft- und saftlos im Angesicht autoritärer Entwicklungen? Antwort: Weil es sie nicht gibt. Ein Interview mit einem linken US-Soziologen macht das unter anderem deutlich.

Es ist durchaus an der Zeit, dass sich eine Linke formiert. Nein, nicht dieses Phänomen, das seit einigen Jahren den Diskurs bestimmt und in Deutschland zuletzt die Regierungsgeschäfte führte. Es würde Zeit für eine Linke, die die zentralen Fragen stellt und sie – das ist der eigentliche Anspruch von Politik – demgemäß beantwortet. Alles wäre dafür angerichtet, das Autoritäre ist mitten unter uns, fasst überall Fuß und die Politik im Westen liebäugelt stark mit dem Autoritarismus – eben nicht nur in den Vereinigten Staaten. Auch die Europäische Union will so werden, wie sie sich China heute schon vorstellt: Ein omnipräsentes Regime, das seine Bürger im Griff hat oder wahlweise in Acht und Bann schlägt, wenn sie sich dem Zugriff widersetzen.

Wo sind sie also, die Linken, die skeptisch gegenüber staatlicher Allmacht und politischen Machtmissbrauch aufbegehren? Beispiel: Neulich ordnete mir die Künstliche Intelligenz einen Artikel, den ich recherchierte, als »rechtspopulistisch« ein. Grund: In dem Text würde den Gegensatz »Volk gegen politische Elite« sehr betont. Auf »die da oben« zu schauen und sie als bürgerfern einzuordnen, war in anderen Zeiten ein Urprinzip der Linken. Jetzt gilt es als rechts. Und die Linken? Auf die kann man lange warten, denn an sich gibt es sie nicht mehr – und einige wenige, die es wirklich sind, bezeichnet man heute als Rechte. Dieses Attribut ist keine politische Kategorie mehr, sondern ein sittlicher: rechts steht in dieser Weise für widerlich, asozial, boshaft. Nicht mehr für konservativ oder autoritär. Die europäische Linke hat sich aufgelöst, auch wenn sich manche noch so labeln.

Interview mit einem Gefühllinken aus Übersee

Richard Sennett ist Soziologe – er lehrt sein Fach an der New York University. Sennett hat sich im Laufe seines beruflichen Lebens viel mit der neuen Arbeitswelt befasst, die Angestellte zu flexiblen Posten und Verschiebeobjekte degradiert hat. Sennett gilt deshalb auch als eine eher linke oder linksliberale Stimme in der amerikanischen Öffentlichkeit. Nun hat er vor einigen Tagen der Frankfurter Rundschau ein Interview gegeben. Er sollte einen Blick auf die Lage in seiner Heimat werfen – aus einer eher linken Perspektive heraus. Man muss nicht weiter erwähnen, dass er sich sorgt. Aber ganz offenbar weniger um sein Land, als um die NATO und um die »Sicherheitsarchitektur des Westens«.

Verwunderlich ist das natürlich nicht. Als jemand, der das Label »US-Linker« trägt – Sennett im Interview: »Ich zähle mich selbst zur Linken, genauer gesagt zu einer bürgerlichen Linken.« – hat man einen sehr viel geostrategischeren Blick auf eine Welt, die beiden politischen Lagern in den Vereinigten Staaten – dem konservativen und dem sehr konservativen Lager – wie ein Vorgarten vor Augen steht. Dass ein deutsches Medium einen US-»Linken« zur wichtigen Stimme auch für die europäische Perspektive erhebt: Nun gut. Dass der sich wiederum vom Zerfall einer NATO fürchtet, die in ihren Planspielen Europa – und speziell Deutschland – als Kollateralschadensmasse betrachtet: Soll das exemplarisch sein für die Linken in der westlichen Hemisphäre? Und in der Tat ist dem vermutlich wirklich so – von taz bis Die Linke: Die NATO ist ihnen essentiell wichtig. Sie zweifeln nicht an deren hehren Auftrag, Europa vor den Schrecknissen der Welt zu beschützen.

Dabei müsste man diesem Donald Trump dankbar sein, dass er das mit Grönland forciert. Ist er die berühmte List der Vernunft, von der die hegelianische Geschichtsphilosophie spricht, wenn an sich egoistische Eigeninteressen einen Zustand herstellen, der als Fortentwicklung der Weltvernunft gilt. Der Zugriff auf Grönland fällt dieser Tage mit einer Aussage des Bundeskanzlers zusammen, die aus dem Kanzleramt schon seit Jahren nicht mehr zu vernehmen war: Russland sei ein europäisches Land – und man würde wieder ins Einvernehmen mit dem Nachbarn kommen müssen. »Wenn es uns dann gelingt, in der näheren Perspektive, mit Russland wieder einen Ausgleich zu finden […], dann können wir auch über das Jahr 2026 hinaus mit großer Zuversicht nach vorne blicken«, erklärte er im genauen Wortlaut. Solche Töne aus dem Mund eines Regierungsmitgliedes vernahmen wir in der Tat lange nicht mehr. Steckt dahinter die Erkenntnis, dass man nicht im Zangengriff zwischen zwei Weltmächten stecken will – und dass uns die Russen letztlich näherstehen, als die Boys, die über dem Atlantik die Geschicke steuern?

Sennett jedenfalls fürchtet sich. Er sagt auch: »Sollte die NATO zerfallen, wäre das für Russland eine Einladung, weiterzugehen als bisher.« So gut wie alle Experten sind sich einig, dass Russland kein Interesse an Europa hat – US-Dienste bestätigen das obendrauf. Sennett geht hier auch allzu locker über den Umstand hinweg, dass Russland eben nicht über die Ukraine brauste, um gleich danach weiter Richtung Westen zu ziehen. Die Russen stecken fest, sie sind nicht die glorreichen Gewinner dieses Krieges – nein, sie sind militärisch nicht in der Lage, ihre Kriegsziele zu manifestieren. Sennett sieht es aber offenbar als linke Pflicht an, darauf hinzuweisen – als Amerikaner liegt seine diesbezügliche Argumentation vielleicht nahe. Die europäische Linke hat diese Sichtweise jedoch längst adaptiert.

Die Linke wurde amerikanisiert – und damit neutralisiert

In den letzten Jahren hat sie nun endlich angenommen, was über Jahrzehnte für die Linke in Deutschland und Europa vorgesehen war: Eine um Inhalte entkernte Linke, die den Status Quo nicht kritisch begleitet, sondern sich darin heimisch fühlt und sich den Zuständen angepasst hat. Die Systemfrage sollte überflüssig werden, zur Folklore der Linken gehören, etwas woran man sich erinnert, von dem man aber längst abgelassen hat. Längst hat die Linke diesen Zustand erreicht. Zwar sprechen einige Protagonisten noch vom Sozialismus oder Kommunismus, aber sie tun es meist mit Kalkül, wollen provozieren und auffallen. Was ihre Forderung bedeutet, wissen sie indes nicht konkret – das System ist ja auch gut zu ihnen. Oder glauben Mandatare im Bundestag, die hin und wieder auf den Sozialismus setzen und ihn einfordern wirklich, dass innerhalb eines Sozialismus so ein einträgliches System der Selbstbereicherung von jedem kleinen Volksrepräsentanten möglich wäre?

Zuletzt sprachen wir in diesem Land – und im Westen ganz generell – auf linker Seite von Emanzipationsthemen, die im Grunde völlig übersteuert wurden. Identität wurde nicht nur als Thematik forciert – es wurden gar Identitäten erfunden, um den Diskurs weiter ausdehnen zu können. Über das System sprach indes niemand mehr. Die Klassenfrage hat zudem ausgedient. Wir sprachen über Erweckungsthemen (woke gleich erwacht), aber immer weniger über Profiteure und Verlierer, über Ausbeutung und Unrecht – der Staat mauserte sich für die Linke zum Bewahrer »erwachter« Themenblöcke. Die Kritik an staatlicher Vollmacht: Auch sie gilt mittlerweile als verdächtig – die neue Linke kritisiert nie den Staat, sondern immer nur Individuen. Systemisch denkt sie nicht mehr, nur personell. Was hat ihr das Handwerkszeug aus der Hand genommen?

Der Friedensforscher Hauke Ritz beschreibt in einem Essay seines Buches »Warum der Weltfrieden von Deutschland abhängt«, dass die politische Linke in Westeuropa und insbesondere in Deutschland seit dem Kalten Krieg tiefgreifend verändert wurde. Ausgangspunkt seiner Analyse ist die gezielte Kulturpolitik der Vereinigten Staaten, vor allem der CIA, die ab den Fünfzigerjahren versuchte, den Einfluss des Marxismus und der sozialistischen Arbeiterbewegung zurückzudrängen – sie wollte also die Linke um ihre Geschichte berauben. Über den von der CIA 1950 gegründeten Kongress für kulturelle Freiheit seien Intellektuelle, Künstler, Zeitschriften, Universitäten und Stiftungen gefördert worden, um eine »nicht-kommunistische Linke« aufzubauen. Diese neue Linke habe sich zunehmend von Klassen-, Eigentums- und Machtfragen gelöst und stattdessen kulturelle, moralische und identitätspolitische Themen in den Vordergrund gestellt. Ritz interpretiert dies nicht als spontanen Wandel, sondern als strategisch begleitete ideologische Neuformierung.

Für Deutschland und Westeuropa habe diese Entwicklung laut Ritz langfristige Folgen gehabt. Die klassische Linke, die soziale Ungleichheit, Kapitalismuskritik und geopolitische Machtverhältnisse thematisierte, sei geschwächt und schließlich marginalisiert worden. An ihre Stelle sei eine akademisch und medial dominante Linke getreten, die zwar progressiv auftrete, aber das bestehende Wirtschafts- und Machtsystem nicht mehr grundsätzlich infrage stelle. Dadurch, so Ritz, sei die Linke paradoxerweise mit neoliberalen und westlich-hegemonialen Interessen kompatibel geworden. Diese ideologische Verschiebung habe Europas politische Souveränität untergraben und dazu beigetragen, dass »linke Milieus« heute häufig außenpolitische Konfrontationen und transatlantische Narrative stützen, statt sie kritisch zu hinterfragen.

Der autoritäre Ruck: Von den Linken mitverursacht

Der autoritäre Ruck, den wir in Europa – und auch in den Vereinigten Staaten – beobachten, ist kein Einfall in geordnete bürgerliche Verhältnisse und auch kein exklusives Projekt der Rechten. Er wurde vorbereitet, legitimiert und teilweise sogar begeistert begleitet von jenen Kräften, die sich selbst noch immer links nennen. Indem die Linke den Staat nicht mehr als potenziell repressives Machtinstrument begreift, dem man mit Skepsis begegnen sollte, sondern ihn als moralisch überhöhten Akteur deklarierte, hat sie ihm eine Art von Freibrief ausgestellt. Einst pflegte man Misstrauen gegenüber Zentralisierung, Überwachung und Ausnahmezuständen – seit geraumer Zeit zeigen jene vermeintlich linken Kräfte Verständnis für solcherlei Maßnahmen; sie rechtfertigen sie sogar. Autorität wird nicht mehr nach ihrer Wirkung auf die Machtbalance beurteilt, sondern nach der vermeintlich richtigen Motivation und Gesinnung. Das ist ein fundamentaler Bruch mit linker Tradition.

Durch die oben geschilderte Amerikanisierung verlor die europäische Linke zugleich ihre kulturellen Anknüpfungspunkte. Die hiesige Linke speiste sich historisch aus Arbeiterbewegung, Aufklärung, Klassenbewusstsein, Gewerkschaften, Antimilitarismus und einem tiefen Misstrauen gegenüber Imperien, Machtblöcken und staatlicher Vollmacht. Die geheimdienstlich forcierte Unterwanderung hingegen ersetzt diese Traditionen durch einen Liberalismus, den man in den Vereinigten Staaten gerne auch als Left bezeichnet, der aber mit der europäischen Linken keine Tradition teilt und nicht dieselben Wurzeln aufweist. So dominieren statt materieller Interessen billige Haltungsfragen – und statt Sozialem arbeitet man sich an Symbolik ab. Dadurch wirkt die heutige Linke in Europa kulturell entwurzelt: Sie spricht nicht mehr die Sprache ihrer eigenen Geschichte, sondern reproduziert fremde Deutungsmuster, die mit den Erfahrungen, Kämpfen und sozialen Realitäten der historischen europäischen Linken kaum noch Gemeinsamkeiten aufweist.

Hinzu kommt eine merkwürdige Verkehrung von Verantwortung. Während ökonomische Macht, Konzerninteressen und geopolitische Strategien kaum noch systematisch analysiert werden, richtet sich der moralische Eifer gegen Individuen. Sprache, Verhalten und Haltung werden kontrolliert, korrigiert und sanktioniert. Der Staat liefert dafür die passenden Instrumente, die Linke die moralische Rechtfertigung. Autoritarismus erscheint so nicht als Gewalt von oben, sondern als pädagogische Maßnahme, dessen Dienstherr der unverbrüchliche Glaube an den Fortschritt ist. Denn nur so lasse sich ein neuer Mensch erziehen.

Exemplarisch lässt sich diese Entwicklung an jenem Interviewten nachvollziehen, von dem bereits die Rede war: der Soziologe Richard Sennett. Er klingt im Gespräch so, als sei die Linke zwar ausgebrannt, aber auch Opfer der zeitgenössischen Verhältnisse. Wurde sie von Donald Trump überrumpelt? Oder hat sie die Wahl dieses Mannes nicht erst begünstigt? Sennett hält dergleichen heraus, stattdessen sorgt er sich um die »fragile NATO«. Er tritt als Verteidiger westlicher Ordnungsstrukturen auf, deren autoritäre Züge er nicht weiter problematisiert. Er ist zugegeben weitaus weniger larmoyant als andere »linke Stimmen«, die wie die Unschuldslämmer tun, wenn sie auf Trump zu sprechen kommen – aber auch bei ihm spürt man, dass diese »Linke« nicht ursächlich für die Verschiebungen in den Vereinigten Staaten ist. Wahr wäre jedoch, dass ohne Joe Biden keine zweite Amtszeit Donald Trumps möglich geworden wäre – die Überdehnung der Wokeness zulasten sozialen Ausgleiches – das totale Versagen der US-Demokraten also –, hat die Wiederwahl erst Wirklichkeit werden lassen.

Links? Rechts? Das war mal!

Die Reaktanz ist eine Folge, mit der man im politischen Händel rechnen muss. Die Dynamiken werden niemals von einer Seite alleine erzwungen, immer ist es ein Zusammenspiel und ein Gegeneinander verschiedener Kräfte. Und so wie diese Administration Trump eine Schöpfung der Biden-Regierung ist, so muss man die Verhältnisse auch in Deutschland sehen. Denn ohne eine überbordende Autoritätslust jener, die eine Linke nur simulieren, die aber auf die traditionellen Werte der historischen Linken Europas nicht bauen können, weil sie schlicht nicht ihre Nachfolger sind, sondern Geschöpfe von Fremdbeeinflussung, ist die wachsende Stärke und der zunehmende Zuspruch für die Alternative für Deutschland nicht zu erklären.

Aber die klassischen politischen Koordinaten haben ihre Orientierungsfunktion ohnehin weitgehend verloren. Links und rechts waren einst Begriffe, die auf Machtverhältnisse, Eigentumsfragen und gesellschaftliche Hierarchien verwiesen. Heute sind sie moralische Begriffe, die Worte wie »gut« und »böse« ersetzt haben. Einst steckten verschiedene Welt-, Gesellschafts- und Menschenbilder hinter den politischen Richtungsangaben. Aber so unterschiedlich sind die heute nicht mehr. Eine vermeintliche Linke, die kriegstüchtig werden will und dabei das Thema der Migration den eher rechten Kräften überlässt, obgleich es ursächlich ein linkes Thema wäre, dem man sich annehmen müsste: Welchem Kompass folgen diese Entwicklungen?

Diese Verschiebung verweist auf ein tieferliegendes Problem politischer Orientierungslosigkeit. Politische Entscheidungen folgen aufgrund dessen weniger einem kohärenten Gesellschaftsentwurf, eine Vision davon, wie man leben und gestalten will, als kurzfristigen Machtkalkülen und medialer Anschlussfähigkeit. Die totale Entkernung der Begrifflichkeiten hat die traditionellen Entitäten aufgelöst. Links? Rechts? Spielt das noch eine Rolle? Uns fehlen Begriffe und Ideen für die politischen Lager der Gegenwart und Zukunft. Sollte es uns nicht um vernünftige Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse gehen – und braucht man dazu jene antiquierten Begriffe, die längst verwässert sind?

Was ist also mit der Linken los? Richard Sennett war so freundlich und hat nochmals unterstrichen, was für viele längst klar war: Die Linke? Die gibt es gar nicht! Nicht mehr. Sie hat sich aufgelöst. Und das schon vor einer Weile. Sie wurde amerikanisiert, was auch heißt: In den Brei der Beliebigkeit getunkt, in dem sich die US-Politik selbst schon seit mehreren Dekaden abstrampelt – und in dem alle gleich vollgeschmiert aussehen und es gar keinen Unterschied in den Anschauungen mehr gibt. Spielt es eine Rolle, ob ein rechter Republikaner oder ein linker Demokrat im Weißen Haus sitzt? Ja? Ach so, Sie meinen, weil Donald Trump sich Grönland schnappen will? Fürwahr unschön! Aber ist das schlimmer als die durch US-Drohneneinsätze mehr als 3.000 getöteten Menschen, die unter dem Präsidenten Barack Obama anfielen? Ach so, Sie glauben auch, dass der nächste demokratische US-Präsident Grönland gleich wieder zurückgibt? Darüber sprechen wir, wenn es so weit ist. Seien Sie aber nicht allzu enttäuscht …

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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374 Kommentare

  1. Wie wahr, leider.
    Aber dieser Trend begann schon zu Marx‘ Lebzeiten, von M&E durchaus bemerkt, die Entstehung des „M/L“, der die Grundfragen von beiden, das Wertgesetz, ausklammerte, eine Theorie und Praxis entwickelte, die nicht darauf gegründet war.
    Die Analyse kann ohne dies nur unzureichend sein. Die „Amerikanisierung“ ist nicht Ausgangspunkt, sondern Folge.

    1. Ich verstehe das Wertgesetz besser mit dem Begriff Arbeitswertgesetz. Es führt natürlich exakt zum wirtschaftlichen Zusammenbruch, wenn man Warentausch auf Basis der investierten Arbeit versteht und betreibt und nicht auf Basis des resultierenden Wert für die tauschenden Individuen bzw. letztlich für die ganze Gemeinschaft.

      Im Artikel geht’s wohl eher darum, dass die Leute, die sich heute als links ansehen, sich die politischen Ziele der Rechten mit inszenierten Gut/Böse-Schauspielen aufquatschen lassen. Also zum Beispiel das diese oder jene Regierung in einem fremden Land zu viel falsch machen würde und man deswegen das Recht hätte, eine stetig verschärfte Feindschaftspflege zu betreiben, die dann letztlich darin gipfelt, dass man dort zuerst wirtschaftliche und dann militärische Kriege anzettelt.

      Nichteinmischung in innere Angelegenheiten steht zwar auch in der UN-Charta, interessiert die Rechte aber natürlich nicht, wenn sie imperiale Ziele verfolgen. Und mit dem über die Zeit erschreckend professionalisierten Wahrnehmungsmanagment der Öffentlichkeit ziehen sie auch Leute auf ihre Seite, die sich wegen der inszenierten Gut/Böse-Theatralik auch noch als links ansehen.

      Beispiel Syrien 2011. Zuerst wird das Land mit Dschihadisten aus vornehmlich dem Irak destabilisiert. Dann pumpt man Milliarden Dollar und endlose Wagenladungen Waffen ins Land, um größere verarmte Bevölkerungsteile zu mobilisieren und zu bewaffnen. Die Blutströme schreibt man einzig der Regierung zu. So wird Assad immer mehr mit der Politik seine Vaters in Verbindung gebracht und schon bald braucht es nicht viel, um bei den „Linken“ Applaus zu erhalten, wenn man Bombardierungen, Raketenangriffe, Sanktionen sowieso und bittere Not für das ganze Land fordert und herbeiführt.

      Flüchten dann die Menschen, verschärft das die Wohnungsnot und die Lohnkonkurrenz im eigenen Land. Besonders das mit dem Lohn finden die rechten Rädelsführer schon immer gut. Früher waren es Streickbrecher, die mit den Fabrik-LKWs herbeigeschaft wurde, heute sind es Fachkräfte aus Billiglohnländern und 2015 junge Männer aus Syrien. Die links Fühlenden werden mit Solidarität mit den Flüchtlingen geködert. Dass die Flüchtlinge überhaupt nur wegen radikal rechter Außenpolitik entstanden, spielt keine Rolle. Und die Old-School-Rechten, denen dunkelhäutige Einwanderer als politisches Thema einfach wichtiger sind als Destabilisierungspolitik in armen Ländern (Thema „Afrika den Afrikanern“), stellt man als große Feinde der individuellen Solidarität dar.

      Innenpolitisch wird das ähnlich gemanagt, indem man Hassgruppen wie alte weiße Männer oder CIS-Personen oder Corona-Leugner oder, oder, oder als Kritikwürdig, dann als Gegner, dann als No-Gos und auszugrenzende Hassfiguren entwickelt.

      1. Gut geschrieben! Die „verschärfte Feindschaftspflege“ tritt immer dann auf, wenn Gruppen gegeneinander aufgehetzt werden und dies durch Verarmung großer Teile der Gesellschaft auf die Spitze getrieben wird. Der „Brei der Beliebigkeit“ hat sich nicht nur durch die Amerikanisierung ausgebreitet, sondern durch die festgezurrten kapitalistischen Machtmissbrauchsstrukturen, die uns im Alltag schleichend immer weniger Raum zum Atmen geben. Gesellschaften, die der Pervertierung des Systems und der Entwertung der Werte zu viel Raum gegeben haben, eskalieren halt ins Destruktive. Diese Dynamik findet ja auch in der Friedensbewegung statt, wenn das Miteinander beliebig veränderbaren Regeln folgt, die im Hinterzimmer von den Mächtigeren und Vermögenden entschieden werden. Nach vorne wird Basisdemokratie verkauft, von hinten wertvolle Beiträge und Personen aus fadenscheinigen Gründen ausgeschaltet. Aus psychologischer Sicht hilft gegen Doppelbödigkeit und perverse Spaltungen nur rückhaltlose Offenlegung der Missstände. Aber dazu sind dann viele Mitwisser und Mitausgrenzer zu feige. Dann stirbt das kleine oder große System einen jämmerlichen Tod, in dem alle Beteiligten nur verlieren können. Das ist nicht nur bei den Linken so, wo Kadergehorsam oft über Menschenrechte geht.

  2. Das, was sich noch „ links“ nennt, sind nur noch die Milieus, die auch an die Fleischtöpfe der Macht wollen. Wenn schon „ die Anderen“ von den Erträgen der produktiven Klasse schmarotzen, dann will auch der Rest der urbanen Kleinbürger was davon abhaben. Mehr ist nicht…

    1. @Ronald
      Ihr Kommentar hört sich an wie „Alle Macht für die AFD“
      Wann lernt ihr endlich selbstständig zu denken und auch zu handeln statt immer nach neuen Führern zu schielen?

      Merkt Euch:
      „There will never be another one like you
      There will never be another one who can
      Do the things you do“
      (Doors)

      Nehmt es selbst in die Hand statt zu jammern und frustriert zu sein!
      Es wird niemand für Euch tun!

      Didi macht es z. B. vor
      Wär gern nur Komödiant geblieben …
      https://www.youtube.com/watch?v=pjGUhMKWie4

      1. Bisher ist die AfD nicht an den Fleischtöpfen….und die etablierten Parteien tun ALLES, um nicht verdrängt zu werden!
        Das ist KEINE Werbung für die AfD oder eine andere Partei. Sondern eine Beschreibung der Realität.
        Meine Großmutter sagte immer: „An ihren Taten werdet ihr sie erkennen.“
        So halte ich es auch. Auf Geschwätz gebe ich nichts.

    2. Ich wüßte nicht daß die AFD links ist, denn die ist es doch die sich ständig bei anderen Rechten/Faschisten anbiedert um an die Macht zu kommen.
      Und was sich links nennt kann auch faschistisch sein. Es gilt also selbst zu prüfen wie die Parteiziele lauten. Und wer nicht das volkseigentum an produktionsmittel fordert der kann auch nicht links sein.

    3. Es gibt auch noch echte Linke aber die sind nicht mehr im parlamentarischen Spektrum vorzufinden.
      In so fern ist dieser Beitrag nur bedingt exakt.

  3. > Warum ist die Linke auch in Europa so kraft- und saftlos im Angesicht autoritärer Entwicklungen? Antwort: Weil es sie nicht gibt. Ein Interview mit einem linken US-Soziologen macht das unter anderem deutlich.

    Manche beantworten das etwas anders. Die Linke steht teils auch für autoritär. Viele betrachten Sozialismus als linke Diktatur. Von daher hat man dann weniger Probleme mit einer grünen Diktatur zb, oder einer Meinungsüberwachung nebst Überwachern äh Faktencheckern.

    Sag ich mal als eigentlich Linker, wobei Links bei mir für sozial steht und zb nicht woke, wie teils bei heutigen linken Parteien.

    Das was heute als rechts gilt war früher einfach selbstständiges Denken, oder eigene Meinung. Da hat sich das Raster sehr stark verschoben oder besser gesagt wurde verschoben um die eigene Macht zu stärken.

    1. „Sag ich mal als eigentlich Linker, wobei Links bei mir für sozial steht …“

      Jenes ‚Sozial‘, dass Arbeit schafft?
      Nicht provozierend gemeint, sondern als Hinweis auf die hier gelebte neoliberale Variante….

    2. Woke? Aufgewacht? Hatten wir schon vor 90 Jahren… Auch mit Hilfe einer Partei die sich als Sozial bezeichnet.
      Nur kann es sozial sein Diktatoren wie Pinochet oder Franco zu unterstützen, den Vietnamkrieg der Usa nicht zu kritisieren usw Also so wie es Willi Brandt machte?
      Oder bezeichnest du sozial nur was dem Werktätigen in der Brd nutzt und egal wie andere woanders dafür krepieren?

      Wer nicht die Vergesellschaftung von Produktionsmittel fordert der kann auch kein Linker sein. Er ist Kapitalist, also ein Unterstützer der 0,1%, der Soros Gates schwabs, Rockefellers, Rothschilds, Musk, engl. Königshaus…

      1. > Woke? Aufgewacht? Hatten wir schon vor 90 Jahren… Auch mit Hilfe einer Partei die sich als Sozial bezeichnet.

        welche partei meinst du genau?

        > Oder bezeichnest du sozial nur was dem Werktätigen in der Brd nutzt und egal wie andere woanders dafür krepieren?

        Na klar ist damit die BRD gemeint.

        > Nur kann es sozial sein Diktatoren wie Pinochet oder Franco zu unterstützen, den Vietnamkrieg der Usa nicht zu kritisieren usw Also so wie es Willi Brandt machte?

        Hat mit sozial nichts zu tun, da gehts um friedliche Außenpolitik, aber ja dafür bin ich.

        > Wer nicht die Vergesellschaftung von Produktionsmittel fordert der kann auch kein Linker sein. Er ist Kapitalist, also ein Unterstützer der 0,1%, der Soros Gates schwabs, Rockefellers, Rothschilds, Musk, engl. Königshaus…

        Das ist ein guter Punkt. Hier gibts tatsächlich eine Unterscheidung im linken Spektrum.
        Da ich bereits im Sozialismus gelebt habe 😉 kann ich dir sagen das das in dieser Form nicht besonders gut funktioniert hat. Bevor man also sowas „Vergesellschaftung von Produktionsmittel“ fordert, müsste man erstmal einen funktionieren Plan für danach anbieten. Marx hat zu dem Punkt nämlich auch recht wenig geschrieben.

        Aktuell bin ich deshalb für sozial innerhalb des Kapitalismus.

        Können wir aber gern weiter diskutieren.

  4. Das was der Autor hier treffend beschreibt, läßt sich doch ganz einfach auf den Punkt bringen: die Linke an den Schaltheben der Macht bedeutet Korruption, Unfähigkeit, Faulheit, Intoleranz, Ausbeutung, staatliche Förderung von Dummheit, Kriminalität. Besonders gut zu beobachten in den Hochburgen dieser Bewegung, in Berlin, Bremen etc. Chaos und Staatsversagen auf der ganzen Linie, Versager an den Schaltstellen, Frauenquoten, Migrantenquoten, Queerquoten. Alles Kopfgeburten der sog. Linken, und das weltweit. Das Verblöden von weiten Teilen der Schüler an allen Schulformen ist den Schwachsinnsexperimenten der Linken zu verdanken, Goethe in einfacher Spache, “ gerechte Mathematic“, das Lehren von “ sozialer Kompetenz“, anstatt von Kompetenz in MINT- Fächern, hat zu den derzeitigen Zuständen geführt. Alle Probleme dieser Art sind auf dem Misthaufen linker Ideologen gewachsen, die Folgen sind katastrophal, eine Entwicklung zum Guten ist bis auf Weiters nicht in Sicht, bestenfalls eine 360 Grad- Wende, wie eine bekannte Völkerrechtlerin und Romanautorin sagen würde. Freunde, die Arschkarte wieder wegzustecken dürfte schwierig werden, da die Hose des Schiedsrichters ganz unten hängt.

    1. „Das was der Autor hier treffend beschreibt, läßt sich doch ganz einfach auf den Punkt bringen: die Linke an den Schaltheben der Macht bedeutet Korruption, Unfähigkeit, Faulheit, Intoleranz, Ausbeutung, staatliche Förderung von Dummheit, Kriminalität.“
      Gleiches kann man traditionell genauso für die feststellen. die sich schon immer als rechts ansahen. Nur ist das bei sog. Linken relativ erst neuerdings so klar sichtbar.

    2. Würde die kapitalistische BRD ebenso sanktioniert wie die DDR und müsste ihre Elektronik aus der Mongolei beziehen, dann würden Sie totale Unfähigkeit erleben. Schon jetzt müssen hierzulande Menschen auf der Straße leben und hungern. Ein Bild der totalen Unfähigkeit der Regierenden. Und es gibt viele solcher Bilder in diesem System.
      Sie können die US- gesteuerten „Linken“ heutzutage nicht als Linke bezeichnen, sie werden von den Herrschenden gesteuert. 1991 hat mir ein US- Diplomat in München erzählt wie man die Linke PDS unterwandern wird, was dann auch exakt so passierte. Einfach mal die vom Westen in den Osten exportierten „Linken“ näher betrachten. Und nicht nur die Linke -Partei ist total unterwandert und gesteuert. Ihre angeführte Linke- Korruption, Unfähigkeit, Faulheit, Intoleranz, Ausbeutung, staatliche Förderung von Dummheit sind die Ergebnisse der Unterwanderung und so von den Herrschenden gewünscht. Nicht von Linken. Die gibt es nicht in diesen „linken“ Parteien mehr.

      1. @ Oskar
        die Linken von den usa gesteuert? und
        /oder unterwandert ? NEIN, die haben sich diese Positionen,völlig ungebildet
        geschichtsvergessen und a-politisch,
        selbst angeeignet !

        1. Unterwandert ist schon richtig. ™1974.
          Schon in den 70ern wurden gezielt linke Ideologien instrumentalisiert und dementsprechend unterwandert.
          Bestes Beispiel ist die Walkampagne ebenfalls Mitte der 70er.
          Wer etwas dazu wissen möchte einfach fragen….

    3. @Dr. Klöbner

      „Alle Probleme dieser Art sind auf dem Misthaufen linker Ideologen gewachsen“

      Nö, das sind alles nur Scheinkriegsplätze, populistischer Ersatz für echte linke Themen, Made in USA.
      Wie es Roberto bereits sagte, sind die Linken längst eingemeindet im Kapitalismus mit seinen neoliberal-autoritären Auswüchsen.

      1. @Rob1
        „Wie es Roberto bereits sagte, sind die Linken längst eingemeindet im Kapitalismus mit seinen neoliberal-autoritären Auswüchsen.“

        Immer schön beim Namen bleiben denn eshandelt sich um die Oartei DIE LINKE die mit den Mächtigen ins Bett geht.
        Es hat mich schon vor Jahren gewundert was die auf einem Treffen der Immobilienhaie in Spanien zu suchen hatten.
        „DIE LINKE“sollte geschlossen zur SP Dübertreten.

        1. @ Otto0815

          „Immer schön beim Namen bleiben denn eshandelt sich um die Oartei DIE LINKE die mit den Mächtigen ins Bett geht.“

          Korrekt, wiewohl ich auch beim BSW ( siehe Brandenburg oder Thüringen ) ebenfalls solche Tendenzen sehe.
          Die Verlockungen des Kapitalismus schlagen anscheinend jede Vernunft.

          „Es hat mich schon vor Jahren gewundert was die auf einem Treffen der Immobilienhaie in Spanien zu suchen hatten.“

          Passt schon, wenn man sich an die Privatisierung der Berliner Sozialwohnungen mit Beteiligung der Linke erinnert.
          Für Preise von durchschnittlich knapp 30.000€ pro Wohnung hätte man die ja auch den Mietern als Alterssicherung verkaufen können, statt sie an Investoren zu verramschen.
          Das hätte zumindest einen Hauch linker Politik gehabt.

        2. Der „Linke“ Bartsch war Immobilienhändler und hat nach eigener Aussage da bedeutend mehr verdient als was er als Bundestagsabgeordneter erhielt.

    4. Volltreffer.
      Der Gegenstand der Linken ist nicht mehr die sozio-ökonomische Analyse, sondern die Befindlichkeit. Die letzten Zuckungen einer westlichen Linken, die so etwas wie eine Systemfrage stellte, war vielleicht Occupy Wall Street, die sich dann aber nicht zuletzt über Fragen von Führung und Teilhabe zerlegte.
      Während die Akkumulation von Kapital und Produktionsmittel einen nach dem anderen Rekord bricht und, beflügelt durch KI und Robotik, noch viel höher hinaus will, ergeht sich die Linke in Wettstreits um Sittsamkeit und Tugendhaftigkeit. Die theatralische Schmähung von Trump, Putin, AfD und Söder reicht da als Theorem völlig aus. Inhaltlich leer, verblödet, hysterisch. Niemand kann den Zustand der Linken (nicht nur der Partei) besser verkörpern als Frau Reichinnek.

    5. Linke an der Macht sollen korrupt sein? Honecker hatte nur 8000 M Monatsgehalt und selbst das hat er zu großen Teilen der Partei und für wohltätige zwecke gespendet. Das Vermögen Honeckers in 1990 ist doch bekannt, und selbst das bißchen hat die Brd ihm noch gestohlen.
      Nein, Linke an der macht waren nie korrupt. Noch weniger wars Ulbricht. Und wenn man dann noch die Hinterlassenschaft/Erbe Stalins betrachtet, der überhaupt nicht.

      1. Im Verhältnis waren die DDR Machthaber Waisenknaben gegenüber den westlichen Adlaten imperialer Politik.
        Alle Senatoren in den Staaten sind mehrfache Millionäre.

        1. Nein, es geht um die Verantwortung in diesem Kontext, und Honecker ist mit ganz anderen Versprechen angetreten als die Bösen Kapitalisten …
          Ich hatte Kumpel (Mädchen) diese war in Torgau Fischerdörfchen ….
          Wenn Sie immer darüber erzählt hat, begriff ich ersteinmal Ihre unwahrscheinliche Stärke, die Ihr selber wohl nicht klar war, und die Heuchelei der meisten SED Bonzen .
          Sozialismus hätte solche Einrichtungen niemals zugelassen ..
          Und am Ende musste ich erfahren, das es solche Einrichtungen nur gab, weil Erichs Frau sich nicht mehr anders zu helfen wusste mit Problemkindern und Jugendlichen dieser Art ..
          Damaliges DDR Recht gab keine andere, progressive Lösung her , denn um das ändern zu können, dann hätte die Öffentlichkeit davon erfahren . o(
          Das einzige was ich aktzeptiere als Argument das für sich spricht, es war kein Vorsatz, eher Hilflosigkeit .

    6. Sprechen wir es offen aus, die „neuen“ Linken waren noch nie Demokraten, wollen aber den Menschen „demokratisieren“, was sie in der von Ihnen beschriebenen Weise tun. Heraus kommt dabei dekadente Scheiße, was schon Platon erkannt hat.

    7. Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, sind das keine originären Linken Ideale und Zielsetzungen.
      Linke Ideale sind
      1. Antikapitalistisch
      2. Antietatistisch
      3. Gegen Religionen
      Und, wer nicht die Systemfrage uns sich nicht auch gegen die NATO stellt, ist per se auch nicht links!

      1. Du verwechselst da was: Deine eigenen persönlichen Wahnideen die sich teilweise mit Marx‘ überschneiden – und Menschen, die Freiheit und Selbstbestimmung in Selbstverantwortung suchen – ohne Ideologie und „Vordenker“ bzw. Führer.

        Nach dir wäre Demokratie das Gegenteil von „Links“. Und weil sich solche verblödeten Ansichten durchgesetzt haben ist „links“ nicht mehr annähernd das, was es mal war. Bzw. war „links“ wahrscheinlich so immer so, also autoritaristisch und totalitär. Ich frage mich nur, was dann wir sind, nämlich die Antiautoritären, die für Selbstbestimmung sind, die, die die Kantsche Aufklärung als Leitbild haben.

        Oder ist Demokratie „rechts“? Würde mich gar icht wundern heutzutage.

          1. Du bist wirklich nicht ernst zu nehmen.

            „3. Gegen Religionen“ wäre demokratisch? 90% der Menschheit ignorieren und von „demkoratisch“ faseln?

            Krank ist das. Einfach nur krank.

  5. Tja das ist ne lustige Sache mit der Logik, denn wenn es die „Linke“ nicht mehr geben würde müsste man sie nicht ständig thematisieren.

    So kann man nur das alte Sprichwort ausgraben „Totgesagte leben länger“ oder in diesem speziellen fall; je mehr man versucht sie tot zu schreiben desto wahrscheinlicher ist sie jemandem ein Dorn im Auge.

    1. Nein, nicht wirklich. Es ist eher ein ewiger Feind der, auch wenn er längst nicht mehr existiert, immer noch als Schreckgespenst in der Luft hängt. Als ewiger Buhmann wie das Patriarchat bei den Feministen oder wie Goldstein in 1984. Zum Teil auch nützlich, weil diese „Linke“ als Honypot fungiert, wo man gleich gucken kann, wer unzuverlässig ist. Ich gehe davon aus, dass diese Seite hier ebenfalls so ein Honypot ist und diejenigen, die hier schreiben, längst auf den entsprechenden Listen stehen.

      1. Dann könnte man ja sagen wenn es die „Linke“ nicht mehr geben würde müsste man sie erfinden, und das ist tatsächlich passiert.(erfunden als scheinalternative mit grundlegend anderen Zielen als ursprünglich)

        Und das mit dem Honeypot stimmt auch ob bei Overton oder MoA.

    2. Das Problem ist, daß die neue Rechte das Attribut „links“ für sich selbst vereinnahmt, Und damit meine ich Kriegshetzerparteien wie die „Grünen“ (die ja tatsächlich vor langer Zeit mal hauptsächlich links waren) und die „Sozialdemokraten“, die jetzt schon seit über 100 Jahren antiproletarische Politik machen, dennoch aber als „Arbeiterpartei“ bezeichnet werden. Und mittlerweile sortiert sich ja auch die Ex-PDS „Linke“ da bereitwillig ein, wie die Schwachsinnsvorträge und die praktische Politik auf Bundesebene vor allem durch van Aken und Reichinnek belegen.

      Und auch die klassischen Rechten in AfD, Union, Freien Wählern etc. vereinnahmen den Begriff für ihre Selbstdarstellung, um sich als Antipode einer angeblich auf breiter Front „herrschenden linken Ideologie“ zu inszenieren. Wobei die in der AfD auch die Union darunter verstehen.

      Echte linke Positionen sind dagegen mittlerweile extrem rar geworden. Und werden auch noch massiv bekämpft und als „rechts“ denunziert, und zwar von jenen in Politik und (ganz wichtig!) Medien, die sich selbst als „links“ verstehen, aber meilenweit davon entfernt sind. Auch die brauchen diesen „Kampf gegen rechts“ um sich als „links“ zu inszenieren – was vor allem von der AfD dankbar aufgegriffen und als Beweis einer „linksgrün-versifften“ Gesellschaft benutzt wird.

          1. Ein Kompliment von Lenin, der sich gewöhnlich an anderer Stelle über „Schwuchteln“ auslässt und wie du auch, den Marxismus nicht vom Linkssein unterscheiden kann / will und selbst weder noch ist, sondern ein bürgerlicher Ideologe. Wenigstens ist er nicht woke, der Wlad. Dann können wir uns ja wieder hinlegen und den Untergang „des Marxismus“, ich meine natürlich sozioökonomische Analyse (hat Marx so gesagt, weil er gewusst hat ökonomie ohne sozio ist nicht fair) betrauern. Schon wieder das Proletariat den Finger nicht aus dem Hintern bekommen, egal, man hat sein Bestes getan, und auf keinen Fall einer WELTANSCHAUUNG angehängt.

                1. Du solltest ein Bisschen Schein und Sein unterscheiden, ich hatte mir dir schon vor Jahren darüber diskutiert warum die Multipolarität genau die gleiche Massenschlägerei ist wie die Unipolarität. Gruss an St Aquadraht, der unter Umständen sogar etwas gemerkt hat, will er noch ein Bisschen Helmsen oder sonst eine Geisterstunde einläuten, ein Bisschen Geist wehen lassen? Mittlerweile habe ich alle schönen Zitate von Stirner zur Nation, Staat und absolutem Monarch zusammen, samt der entsprechenden Sekundärliteratur im deutschen Sprachraum, zu der der englische Sprachraum immer noch neidisch rüberschielt. So, jetzt wird es aber bereits wieder Zeit einen neuen Namen zu suchen und mein Schrifttum nicht mehr direkt vom Herz abzulassen wie ich mich wieder dazu habe verleiten lassen, eine Rolle zu SPIELEN. was mir an diesem Forum eigentlich am Meisten Spass macht. Die Meinungen verderben mir nämlich eher die Laune, abgesehen von den 3-4 Extrawürsten hier, die einen auf Aufklärer machen und sich ihrem eigenen Anspruch nach tatsächlich entsprechend gebildet haben, oder anders gesagt: Vom allgemeinen Sittlichkeits-Wahn mindestens teilweise befreit sind. Zum Abschluss lasse ich noch einen Sloterdijk liegen, der auch einem bornierten Liberalen wie dem Aquadraht zu denken geben könnte: Mit keinem Werk hat sich Marx mehr beschäftigt als mit Stirner.

                  1. Wer hat da schon wieder zu tief in den Cocaspiegel geblickt?
                    Solipsismus ist nur ok solange man anderen damit nicht auf die Backen geht.
                    Mich macht es allerdings in erster Linie nur noch traurig wenn ich ihre Würfel lese, was kaum noch vorkommt.

                    1. Man nennt sowas gemeinhin „Schaumschläger“.
                      Meist steckt der Wunnsch dahinter etwas zu sein wozu die eigenen Fähigkeiten nicht reichen, gibt es in allen Bereichen.
                      Bezeichnend ist ja, wenn man auf der Sachebene einsteigt und zu erkennen gibt dass man mehr im Thema ist, im Fortgang ignoriert wird.
                      Typisches Hochstaplerverhalten.
                      Erinnert mich an den paradoxen Scherz: „er gab sich als Hochstapler aus.“

                    2. Der Solipsismus Vorwurf soll Sachebene sein? Zum Totlachen, aquadraht, Stirner war ein respektierter Junghegelianer, der wäre aber schnell rausgeflogen, wäre er ein Solipsist gewesen. Schon wieder so ein Begriff, den du nachschlagen musst und auch dann nicht verstehen wirst. Tut mir echt leid wenn du den Stirner nicht lesen willst weil der Marx sich an ihm abreagiert hat und es dich darum in deinen religiösen Eingeweiden schaudert. Vielleicht solltest du einfach mal einsehen, dass Marx auch nur ein Kind seiner Zeit war, wenn auch eines, das sich, im Gegensatz zu dir, mit Stirner sehr intensiv beschäftigt hat.

              1. Englisch nicht, aber reicht Ihnen undeutsch? Diese Deutschen, die kein Wort Deutsch verstehen, woher sind Sie denn eingewandert, etwa aus der DDR?

                1. Ich bin nicht eingewandert, die BRD kam über mich.

                  Und ja, man hat in der DDR Deutsch gesprochen. Sogar ein sehr gutes. Mit wenig bis keinen Anglizismen. Dennoch ist Ihr Getexte hier weitgehend unverständlicher Wortbrei.

                  Gibt es überhaupt Kreise, in denen Euer Hochwohlgeboren offenbar verkehren, in denen man dieses Bosetti-Gestammel versteht? Also nicht nur zustimmend nickt, sondern tatsächlich so kommuniziert?

                  1. No Shit. Englisch gab es offenbar auch nicht in der Volksschule? Typisch DDR, keinen Meter vorausdenken. Ihre Stasi-Allüren bediene ich jetzt mal nicht.
                    Aber zu ihrer Beruhigung: Die Mauer würde ich trotzdem sofort wieder aufbauen, im Gegensatz zu den Quäkern hier.

                    1. In der DDR gab es keine „Volksschule“.

                      Dafür, daß Sie hier so wessitypisch einen auf volle Hose machen, wissen Sie erschreckend wenig. Aber erklären Sie mir ruhig weiter, wie wir damals gelebt wurden, ist amüsant!

                    2. Auf jeden Fall extrem deutsch (über das gelebt wurden musste ich lachen), aber Sie haben schon recht, ich interessiere mich kein Bisschen für die DDR. Nehmen Sie halt das Wort, das ihnen am Besten durch den Gaumen haucht, wenn es um die allgemeine Schulpflicht geht, das ficht mich nicht an. Aber seien Sie sich Einem gewiss: Den ex-DDRler erkennt man an seinem ML-Abziehbildchen-Sozialismus, der vor Allem Anderen Etwas heiratet: Die SPD.

                    3. Sie interessieren sich also nicht für die DDR, „wissen“ aber alles darüber, und zwar besser als jene, die da gelebt haben, Das ist genau diese Arroganz, die die westdeutschen Besatzer (das sind sie bei Lichte betrachtet) im Osten seit den 90ern so verhaßt gemacht hat.

                      Vielen Dank für die Bestätigung, daß es diese Spezies unwissender selbsterklärter DDR-Dozenten immer noch gibt!

                    4. Nein Sie wissen alles über die DDR, aber sonst nichts. Ich habe überhaupt nie behauptet irgendwas Gescheites ausgerechnet zur DDR zu sagen, ich habe den ML-Sozialismus angesprochen, und der, pardon, kommt nicht aus der DDR. Wenn Sie mir einen Grund nennen mich ausgerechnet mit von den Sowjets eingetüteten Ex-Nazis zu beschäftigen, dann fällt mir das sicher leichter.

                    5. Man sollte sich generell mit allem beschäftigen, worüber man redet!

                      Aber das ist jetzt wirklich zuviel verlangt von einem gebürtigen genetischen Alleswisser aus den gebrauchten Bundesländern….

                      Aber das mit den „Nazis“ ist lustig. Welches der beiden Deutschländer hat sich denn explizit personell auf Nazis gegründet? Und zwar in Politik, Verwaltung, Justiz und Wirtschaft? Na? Kommen Sie drauf?

                    6. Ich bin Kuhschweizer, sogar das haben Sie vergessen. Zu Ihrer Frage: Gemäss anderer Pfostierungen dieses Forums in der Vergangenheit, in denen das ein Bisschen kritischer als in der DDR selbst aufgearbeitet wurde: Beide, die DDR zugegeben in geringerem Masse. Wäre aber auch ein Bisschen schwierig geworden dem Stalin zu erklären warum man seine grössten Feinde in der Regierung hat. Ausser „man sollte“ und ihrem Beharren darauf, dass ich es auf die DDR abgesehen hätte, fällt Ihnen nichts ein? Tja.

    3. Nun, leider sind sie im moment so gut wie tot. Dank der Verblödung der Brd-Bürger.
      Die DKP als letzte linke Partei hat evtl 0,1% der Stimmen. Der Rest wählt Kapitalisten und ein Weiter so.

    4. Das Diskreditieren ist spätesten seit der McCarthy-Ära der Linken tief eingebettet in der staatlichen Doktrin des imperialistischem Westen.
      In der USA wird reflexartig, alles was nach Sozialismus oder gar Kommunismus aussieht bekämpft und negiert.

  6. Hallo Herr De Lapuente,

    Punktlandung! Und wenn ich mir anschaue, was und von wem seit Jahren als sog. ‚Links‘ tituliert und verunglimpft wird …; wie übrigens auch gegenwärtig von Portalen / Medien wie NiUS und Apollo und Tichys Einblick … ( Hier werden TypInnen wie Meloni, Trump, Milei verehrt. ), ja dann …

    Wissen Sie, Zeitungen wie taz, SZ, FR oder Magazine wie „DER SPIEGEL“ oder Formate wie „MONITOR“ ( hoch lebe Herr Dr. Bednarz! ) … waren ziemlich exakt bis zum Jahre 2000 meine Leib- und Magenblätter bzw. Fernsehformate! Und seitdem / heute? Verkehrte Welt, ganz verkehrte Welt.

    Randnotizen
    Während der Gymnasialen Oberstufe knallte ich montags immer den „DER SPIEGEL“ auf meinen Tisch, wenn mein von mir sehr geschätzter Deutsch- und Philosophielehrer Dr. Presser den Raum betrat, um ihn zu ärgern. Denn er war konservativ; FAZ-Fraktion. Und er fuhr fast immer voll darauf ab: ‚Was da drin steht, sind doch alles linke Thesen, Herr Weinert. – Herr Stephan, grinsen Sie doch nicht immer so!‘

    Schauen Sie sich die Kriegstreiberpartei vor dem Herrn, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute an, welche Namen wie Heinrich Böll und Petra Kelly übelst missbraucht. Aber ich schweife ab. Schönen Sonnatg noch!

    1. Auch die Propaganda-Schundblätter die du aufzählst waren stets faschistische Schmierblätter. Kein Wunder mit all den Schmierfinken der NSDAP die sie nach 45 eingestellt haben. Solche achten natürlich auch darauf daß ihre Nachfolger diesselbe Gesinnung haben. Hatten sie auch immer.

    2. Oh, ja, Klaus Bednarz das erwähnen sie was… seufz 💪👍
      Danke, ich bin ihnen hiermit wirklich schwer verbunden. ✌

      Lieben Gruß
      Der Viewer

  7. Was waren die typischen Merkmale der Linken? Einsatz dafür, dass auch die Bürger mit den niedrigsten Einkommen sich ein menschenwürdiges Leben gestalten konnten und Vermeidung von Kriegen durch Diplomatie und Vertrauen.

    Ein weiteres Merkmal der Linken war ihr Kampf gegen Rechtsextremismus, aber seit den gewalttätigen Demonstrationen auf dem Maidan, haben sogenannte linke Politiker wie Steinmeier gezeigt, dass sie nicht das geringste Problem mit Nazis haben.

    Der F ührer der rechtsextremen Partei Svoboda Tyahnybok, der im Jahre 2004 eine Rede hielt, in der er erklärte, dass eine »moskautreue jüdische Mafia, die die Ukraine regiert« und dass »die Moskauer, Deutschen, Juden und anderer Abschaum, die uns unseren ukrainischen Staat wegnehmen wollten.«

    Spätestens mit Hartz IV hat die SPD ihre sozialen Grundsätze aufgegeben und mit der sofortigen Einwilligung zum Angriff auf Jugoslawien, so als ob es gar nicht schnell genug gehen könnte, haben sich die SPD und GRÜNE von der Friedenspolitik verabschiedet.

    Die FDP hat immer linke Politik abgelehnt und die Politiker der LINKEN, außer Sarah Wagenknecht, waren nur damit beschäftigt sich selbst in Szene zu setzen.

    Die einzige echte Linke war das BSW und die landete bei den letzten Bundestagswahlen auf wundersame Weise auf 4.9 Prozent, das reichte, um sie ais dem Bundestag heraus zu halten und sie von Politikern und Medien mundtot zu machen.

    Es ist heuchlerisch die SPD oder die GRÜNEN mit »links« zu titulieren, sie sind bestenfalls als konservativ zu bezeichnen.

    1. Das BSW links? Made my day!

      Die sind wenn’s hochkommt sozialdemokratisch. Das Programm ähnelt dem Nachkriegsprogramm der CDU. Was draus geworden ist, wissen wir.

    2. Die BSW ist linksliberal oder bürgerlich Links.
      Dabei sind „liberal“ und „bürgerlich“ positiv besetze Begriffe, die ein „Links“ ins Gegenteil verkehren.
      Das liberale Dogma meint die uneingeschränkte Freiheit des Marktes/des Kapitals/letztlich der Ausbeutung.

    3. „Die einzige echte Linke war das BSW …“

      Absolut korrekt, allerdings würde ich das „war“ durch ein „ist“ ersetzen. Das Problem (echt) Links ist halt, dass man nicht marktschreierisch unterwegs ist, sondern argumentativ. Und da das BSW möglichst totgeschwiegen oder gebasht wird, muss man sich selbst informieren. Es ist aber halt viel bequemer, in der selbst gewählten Unmündigkeit zu verharren und seinen Vorurteilen zu frönen, als sich um eine fundierte Analyse zu bemühen, wie schon Kant zu berichten weiß.

    4. Wäre mir neu daß das BSW die vergesellschaftung der Produktionsmittel fordert. Schon bei der Forderung nach Austritt aus Eu oder gar nur ausstritt aus der Nato scheitert diese rechte Partei.
      Der Wahlbetrug ist natürlich eine andere Sache, die Etablierten wollten sie von den Freßtrögen abhalten. In Thüringen schafften sie es aber und damit ihren platz am Freßtrog. Und dabei hatten sie sich angeblich solche Mühe gemacht ihre Mitglieder zu überprüfen und setzen sich ne Wolf vorne hin. Ja, Dämlichkeit kommt bei denen noch zur rechten Politik dazu.

      1. @Simon:

        „Die Instandhaltung und der Ausbau der
        Energienetze sind öffentliche Aufgaben und
        müssen aus öffentlichen Mitteln und nicht
        über die Strompreise finanziert werden. Statt
        privaten Netzbetreibern Traumrenditen zu
        sichern, wollen wir die Netze verstaatlichen
        und die Netzentgelte auf ein Minimum redu-
        zieren.“
        siehe hier, S. 11:
        https://bsw-vg.de/wp-content/themes/bsw/assets/downloads/BSW%20Wahlprogramm%202025.pdf

        Im Übrigen sind S.W.’s Bücher „Freiheit statt Kapitalismus“ und „Reichtum ohne Gier“ zu empfehlen, dann erkennt man, wie obiges Dokument einzuordnen ist und kann sich falsche Tatsachenbehauptungen und Beleidigendes sparen.

        Du bestätigst genau das, was ich geschrieben habe.

        1. PS.: Die EU soll „zurückgebaut“ werden zu einer Art EWG, ihrem ursprünglichen Zweck. Auch das ist im Wahlprogramm zu finden.

          Und last, but not least:
          „Wir fordern, den Tatbestand der Beleidigung
          einer „im politischen Leben des Volkes ste-
          henden Person“ wieder aus Paragraf 188
          des Strafgesetzbuchs zu streichen.“ (S. 35)

          Noch Fragen?

        2. Es ist erstaunlich, dass Leute, für die sich Sarah Wagenknecht einsetzt nicht hören wollen wofür sie sich einsetzt, sie ist gegen Sozialabbau der von Friedrich Merz als alternativlos propagiert wird, sie ist dafür, dass alles getan wird um Frieden zu bewahren.

          Mit der dem Wolf im Schafpelz AfD wird sie niemals koalieren, auch wenn das manche ihr gerne unterstellen, sie ist über jeden Zweifel erhaben bei Rechtsextremen ein Auge zuzudrücken, so wie es die SPD die CDU/CSU und die Grünen tun, die die Verehrung Panderas einfach nicht zur kenntnis nehmen.

          Das ist linke Politik.

          1. Die Wagenknecht hat alles immer nur mit gebremsten Schaum propagiert und auch sie hat ihre Fähnchen in den Wind gehängt und gegen die Impfung hat sie bspw. mal so gar nichts unternommen als es wirklich angesagt war. uvm.

            1. Noch so einer. Wer konnte sich damals sicher sein, was die Impfung bewirkt? Und da gelten für Politiker noch mal andere Maßstäbe als für Privatpersonen. Hast du jemals gehört, dass von ihr Ungeimpfte beleidigt oder Stigmatisiert wurden? Ich jedenfalls nicht.

              Die Frage ist doch, wie sieht es heute aus und da gibt es ganz klare Ansagen , dies aus dem oben verlinkten Dokument:

              „Die bekannt gewordenen RKI-Files zeigen die
              Dimension der politischen Einflussnahme der
              Regierung auf das Robert-Koch-Institut und die
              Unterdrückung abweichender Positionen im
              öffentlichen Diskurs. Die behördeninterne
              Selbstkontrolle versagte. Deshalb brauchen wir
              eine ehrliche Aufarbeitung.

              Wir fordern eine Aufarbeitung der Corona-
              Zeit durch einen Untersuchungsausschuss
              im Bundestag. Politische Entscheidungen
              und Maßnahmen müssen auf den Prüfstand.
              Politische Entscheidungsträger und deren
              Experten müssen im Untersuchungsaus-
              schuss Verantwortung übernehmen.

              Die Erfassung und Entschädigung von
              Impfschäden muss entbürokratisiert und
              enttabuisiert werden. Es braucht endlich
              flächendeckende medizinische Hilfsangebo-
              te für Impfgeschädigte, sowie eine großan-
              gelegte Studie, die anhand anonymisierter
              Krankenkassendaten untersucht, ob be-
              stimmte Krankheiten bei Geimpften signi-
              fikant häufiger aufgetreten sind als bei Un-
              geimpften.“ (S. 40)

              Mehr noch. als einzige Partei lehnt das BSW den unsäglichen Pandemievertrag der WHO ab. Auch dazu findet man oben was und dies noch ganz konkret dazu:
              https://bsw-vg.de/haertere-einschraenkungen-bei-der-naechsten-pandemie-bsw-sagt-nein/

              Also, sich endlich informieren und den Verstand einschalten. Ansonsten wird es ganz böse enden mit dem Land.

    5. Absolut falsch… 🐟
      Schauen sie sich mal an wer sich dort alles so tummelt.
      Angefangen, von der Frau Amira Mohamed Ali. der die Impfung gar nicht schnell genug gegen konnte. 😧

    6. „Es ist heuchlerisch die SPD oder die GRÜNEN mit »links« zu titulieren, sie sind bestenfalls als konservativ zu bezeichnen.“
      „Heuchlerisch…..“ Die sind nach meinem Dafür eindeutig rechts, mit woker Tarnung.

  8. Ein bürgerlicher Linker ist ein linker Bürgerlicher. Wer ein Bürgerlicher ist, der will das Privateigentum, damit den Kapitalismus, damit die verallgemeinerte Sklaverei der Lohnarbeiterklasse, Ausbeutung, unbeschränkte Bereicherung in privater Hand an der Arbeit Anderer. Was dann von links noch übrig ist, lässt sich unter guten VORsätzen, also religiösen Dogmen, Moral, verbuchen, die den Weg zur Hölle pflastern. Wokeness ist diese Moral, eine gesunde Empathie mit den Opfern der christlichen Mullahs, aber ohne jede Analyse davon warum der Laden brennt.

    1. Ja, auch Biden war ein Linker, da gegen die Autokratien Russland und China. Trump ist ein Rechter da er mit dem Autokraten Putin liebäugelt. So einfach ist das politische Weltbild der „Linken“ heute. Sie nehmen die Rolle ein, die ihnen die Herrschenden zuweisen.

    2. Das ursprüngl. Wort lautete bourgeoise. Wörtlich übersetzt und das schlecht, wird es zu bürgerlich. Bürger ist ja jeder – nur bourgeoise eben nicht. Besser man bleibt beim Originalwort, das macht eine Aussage von Lapunte deutlicher, er ist ein bourgeoiser Linker.
      Wie naiv und widersprüchlich das ist merkt er nicht.

    3. Wer ein Bürgerlicher ist, der will das Privateigentum, damit den Kapitalismus, damit die verallgemeinerte Sklaverei der Lohnarbeiterklasse,

      Lohnarbeit ist keine Sklaverei (solchen Blödsinn verzapfen für gewöhnlich nur Marxisten), wenn niemand arbeitet, gibts auch nichts zum konsumieren, wenn man keinen Lohn bekommt, arbeitet auch niemand (deshalb gab es den immer auch im Realsozialismus und trotz Nichtausbeutung ging es den Leuten da idR schlechter als im Kapitalismus).

      1. soso, gibt es keinen lohn, verhungern alle. das stimmt schon, aber nur IM KAPITALISMUS, nämlich da, wo der staat gar nix umverteilt und der einzelne gar nicht anders kann als lohnarbeit finden oder verhungern, oder kennst du irgendein feld, das ich bestellen kann, ohne mich grauenhaft zu verschulden?. du hast das wörtchen „verallgemeinert“ nicht berücksichtigt, aber ich gebe zu, das ist begrifflich extrem schlecht gefasst, was ich sagen wollte: der sklave hat kein eigentum mit dem er irgendwas ökonomisches anfangen kann und der lohnarbeiter auch nicht, einfach auf unterschiedliche weise, der „stumme zwang der verhältnisse“, wie marx es nennt, gilt für beide.und motiviert zum arbeiten – für andere.

  9. Wenn Linke heute die Nato befürworten, dann besagt das doch bereits alles, dann befürworten sie den westlichen Imperialismus, insbesondere den US-amerikanischen. Was soll man von solchen Linken noch anderes erwarten als bestenfalls Passivität?

    1. Jetzt hast du noch nicht erklärt warum Linke die imperialistische Nato (und Eu) befürworten noch als Linke bezeichnen soll? nur weils die kapitalistische Lügenpresse so macht um die Werktätigen zu verwirren und verblöden?

      Faschisten sind Faschisten, auch wenn sie früher einst links waren (und daß sie das jemals waren möchte ich auch bezweifeln). Also nenn sie Faschisten oder zumindest Pseudolinke.

  10. Von Grundtenor gebe ich Roberto recht! An Einzelheiten hätte ich genug herumzumäkeln, habe aber keine Lust einen langen Text zu schreiben. Deshalb ein paar kurze Anmerkungen:

    Das es noch Projekte, linke Regierungen gibt, die realistisch operieren, hat Overton vor längerer Zeit am Beispiel Sri Lanka erläutert:

    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/das-droehnende-schweigen-der-linken-in-europa-zum-politischen-umsturz-in-sri-lanka/

    Der Artikel fand bei denen hier, die noch in alten Ideologien verfangen sind, wenig Interesse und wurde teils hämisch kommentiert. Ich denke das „Modell „ Sri Lanke hat schon wegen seiner Nähe zu China, geografisch, wirtschaftlich und auch politisch, eine Überlebenschance. Aber lest doch selbst mal nach.

    Die Linke, oder was davon übrig ist, was sich so anfühlt, hätte eine Chance der Wiedergeburt, wenn sie eine positive Zukunftsvision anzubieten könnte. Diese könnte sein ein streng staatlich regulierter Kapitalismus oder anders gesagt, eine gelenkte Marktwirtschaft. Das erfordert einen starken Staat, der über eine Gemeinwohlorientierung verfügt. China könnte hier ein Modell sein. Die chinesische KP betont allerdings selbst immer wieder, sie sehe in ihren Modell keinen Exportschlager (da hat sie bessere) und möchte ihr Modell niemand aufzwingen. Das hört sich doch sehr viel besser an als das liberale Modell der USA, das jetzt Trump demontiert. Was er macht ist allerdings nichts anderes als die Amis schon immer gemacht haben: mit brutaler Gewalt ihre Interessen durchsetzen. Nur Trump macht das ganz offen, ohne demokratische Verkleidung/ Propaganda. Er zeigt, der amerikanische Kaiser ist nackt. Da aber viele Altlinke Fans der Amikultur sind, widerspricht das ihren Weltbild.

    Die Welt ändert sich aber schneller als Restlinke bereit sind ihr überholtes Weltbild zu ändern!

    1. „Diese könnte sein ein streng staatlich regulierter Kapitalismus oder anders gesagt, eine gelenkte Marktwirtschaft. “
      Das könnte eine Verlegenheitsvariante rein operativer Natur mit begrenzter Dauer sein, denn das Problem ist die Marktwirtschaft an sich, in der der Wert, das „Bewegungsgesetz des Kapitalismus“, das dominierende Produktionsverhältnis eine Produktionsweise nach Bedürfnissen unmöglich macht.
      Die strategische Frage wäre, wie kann aus diesen Produktionsverhältnissen ein Übergang zu bedürfnisbestimmten erfolgen? Ist zu erwarten, dass dann die KP sagt: Gut, bis hierher Kapitalismus, jetzt, liebe Produzenten, übernehmt Ihr das Ruder und baut eine neue Produktionsweise auf nach Eurem Gusto, den Bedürfnissen? Wohl kaum zu erwarten, aber trotzdem historisch notwendig.

      1. Oberst,
        Wie ich auch haben Sie den Marxismus studiert. Wertgesetzt, etc. die westdeutsche Variante mit Robert Kurz und seiner Werttheorie, das kenne ich alles. Ich kenne auch die Argumentation, das China sei sowas wie die NÖP ala Lenin. Ich bin aber ganz bei Deng der da meinte, egal ob die Katze schwarz oder weiß ist, Hauptsache sie fängt Mäuse. Wie die chinesische KP weiter agieren wird, wissen wir nicht. Sie selbst sprechen aber auf ihren Parteitagen relativ bescheiden, in China baue man eine Vorstufe des Sozialismus auf.
        Viele, die große Masse der Chinesen hat das bisher eine gewaltige Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse gebracht. China hat sich auch in den letzten 15 Jahren gewaltig geändert. In entlegenen Dörfern ist die Armut verschwunden, neue Straßen, neue Häuser, neue Hochhäuser aber auch schön Häuser in alten chinesischen Stil wurden errichtet. Diese Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse spüren alle Chinesen, weshalb die große Mehrheit auch ihrer Regierung vertraut, egal ob die ausländischen Landnasen die chinesische Regierungsweise gut finden oder nicht.
        Wie jedes Land so hat auch China eine Staatsdoktrin. Präsident Xi hat das neue China so zusammengefasst: Mao hat die chinesische Unabhängigkeit errungen, Deng den Wirtschaftsaufschwung erreicht und Xi steht jetzt für ein starkes China, stark bei den neuen Technologien, KI etc. Und hat mittlerweile ein starkes, aber defensives Militär, damit die Reiche der Langnasen das neue China in Ruhe lassen…
        …egal ob die Katze schwarz oder weiß ist. …..der rote Drache war schon immer das Symbol des Reiches der Mitte…

        1. Ich bin die Verdienste der KPCh betreffend ganz bei Ihnen, die stelle ich nicht in Frage.
          Aber die Frage zu stellen, wie man aus einer (politischen) Parteiendiktatur eine grundsätzlich entgegengesetzte wahrhaft demokratische Gesellschaftsstruktur machen will, muß schon erlaubt sein. Die Frage wird gern umgangen, auch der M/L wich aus, wie das Verteilungsprinzip des Kommunismus, jeder nach seinen Fähigkeiten,nä jeder nach seinen Bedürfnissen, bei permanentem Ausbau des Staates dann umschlagen soll.
          Kurz * Co kann man dabei einfach weglassen. Hohl.

          1. Bei den westlichen liberalen Demokratien handelt es sich ja eigentlich um Diktaturen des Kapitals. Es kommt also auf die Definition von Demokratie an. In China haben wir aus westlicher Sicht eine Diktatur der KP, die für sich in Anspruch nimmt für das Wohl des Volkes zu handeln. Das behaupten westliche Parteien zwar auch, jedoch ist der bürgerliche Staat mit seinem ideologischen Überbau so ausgestattet, dass immer dem Interesse des Kapitals genüge getan werden muss. Das ist in China nicht der Fall, und zwar wegen der Autorität de Kommunistischen Partei.

            Wer in China politisch tätig werden will, der muss also Parteimitglied werden, wo er vor der Aufnahme nachweisen muss, dass es ihm wirklich um das Volkswohl geht und nicht um persönliche Interessen, denn dann kann er sich besser in der Marktwirtschaft betätigen. Meiner Ansicht nach entscheidet sich deshalb die eigentliche Frage von Demokratie in der KP. Wie wird die Demokratie innerhalb der KP gehandhabt.

            Man kann die Problematik auch mit einer Frage formulieren: Schafft es die KP eher demokratisch zu werden oder schaffen die westlichen Demokratien eher ihr Kapital zu kontrollieren?

          2. @garno,Oberst,

            Ein paar Kleinigkeiten. In China gibt es offiziell ca. 10 Parteien, die ähnlich der Nationalen Front bei uns früher mit der kommunistischen Partei zusammenarbeiten. Für chinesische Unternehmer gibt es eine Partei, die sich „Demokratische Partei“ nennt.
            Wer eine kommunistische Partei kennt, weiß das der demokratische Zentralismus ein gutes Prinzip ist, wenn denn die Führung die richtigen Entscheidungen trifft. In China hat die Führung dies oft aber nicht immer getan. Hier in der BRD wird endlos demokratisch gequatscht aber es kommt nicht vernünftiges heraus. Das liegt auch am übertriebenen Liberalismus.
            Ob die Menschheit jemals in der Lage ist wird unabhängig zu entscheiden weiß ich nicht, vielleicht in 200 Jahren oder so. Bis dahin wird aber eine starke Führung gebraucht, die im Interesse des Volkswohls die richtigen Entscheidungen trifft und diese auch durchsetzt. Das wäre die Aufhebung der Gewaltenteilung was wir früher den Sowjet nannten.
            Für die BRD hier sehe ich allerdings niemand, der im Interesse des Volkswohls die Führung übernehmen könnte. Folglich bleibt uns wohl das Chaos bis andere Nationen uns gezeigt haben, wie es besser geht.

            1. Ich stelle die aktuelle Politik der KPch nicht infrage, ich frage nur, ob sie, sollte der Zeitpunkt der ökonomisch bedingten Umwälzung in eine andere Produktionsweise kommen, in der Lage sein wird, auf Macht zu verzichten.
              Da bin ich skeptisch.

                1. Auf dem 10. PT der KPCh stellt Gen. Wu die Frage: Wann haben wir denn endlich den Kommunismus? – Versammlungsleiter: Wir machen jetzt erstmal eine Pause, dann setzen wir die Fragestunde fort! – Nach der Pause meldet sich der Gen. Li: Ich habe 2 Fragen, wann haben wir den Kommunismus und wo ist der Gen. Wu?
                  Problem verstanden?

                  1. Das Problem eines westlichen Demokraten (oder aus dem politischen Kindergarten), aber nicht eines Delegierten zum Parteitag der KP. Der weiß, oder ahnt zumindest, der Weg ist das Ziel.

      2. Wie könnte der Übergang aussehen?
        Ultimative Steigerung der ARBEITSPRODUKTIVITÄT (mir fallen da grade so modische Schlagworte ein) wird zum Preisverfall fast aller Waren führen (Grenzwerttheorie),
        D.h. es kann dann damit kein Geld mehr verdient werden – kein Profit ==> Produktion wird eingestellt.
        Dann gibt es Hungerrevolten und Übernahme der Produktionsmittel in Gemeineigentum, profitfreie gemeinnützige Produktion nach den Bedürfnissen der Verbraucher.
        Alternativ bleiben die Produktionsmittel in Privateigentum und werden mittels Zugangsbeschränkung zur Erpressung der Bevölkerung benutzt (läuft nur so lange gut, bis die Schafe aufwachen – oder solange sie ausreichend BTM verabreicht bekommen – manchmal denke ich es ist schon soweit).
        China ist wohl schon kurz davor. Die Produktivität ist bereits so hoch, daß die Waren nur schwer oder nicht mehr abgesetzt werden können, aber der Weltmarkt ist noch nicht gesättigt, deswegen die Exportorientierung. Also denkt die Führung über Arbeitszeitverkürzung nach, damit die Arbeitslosigkeit nicht zu hoch wird. Ganz im Gegensatz zum Westen, wo Arbeitslosigkeit willkommen ist, weil sie gern zur allgemeinen Lohnsenkung und damit zur weiteren Absatzverringerung benutzt wird (circulus vitiosus).

    2. Zustimmung, vor allem zur Rolle Chinas. Ich denke, die Entwicklung läuft generell dahin – und ist in China schon in dieser Richtung unterwegs – dass wir politische Lösungen finden müssen, in der das Wohl der Menschen und nicht das Wohl der Wirtschaft im Vordergrund steht. Unsere Linken müssen wir dabei allerdings ausblenden: weder geht es ihnen um das Wohl der Menschen (lediglich um das eigene), noch verstehen sie was von Wirtschaft.

    3. Was ich China wünsche ist demnächst zum Frühlingsfest ein Konjunkturpaket, das den Konsum ankurbelt und das Vertrauen der Chinesen in ihre Regierung steigert. Es ist die Zeit vor der Verabschiedung de 15. Fünfjahrplanes, der in Richtung KI orientiert. Da muß China schnell die Amis überholen. Europa spielt dabei keine Rolle,,außer meckern und jammern

    4. Guter Punkt • 👍
      Ich habe leider so gut wie keine Informationen über Sri Lanka, werde das aber gewiss nachholen.
      Ich melde mich vielleicht später nochmal, wenn ich ihren Link durchgelesen habe,.
      Danke. ☆

  11. Das was aktuell sich als „Linke“ bezeichnet (und – wohlgemerkt – diese Bezeichnung bezeichnender Weise von den Großmedien mitgetragen werden, also auch hier eine Kumpanei zwischen „links“ und Kapital stattfindet) hat einzig den Antrieb und Willen und das Ziel, alles was möglicher Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse wäre, zu untergraben und zu spalten.

    Eine ganz wesentliche Funktion dieser von sich selbst und den Großmedien als „links“ bezeichneten Funktionärs- und Aktivisten-Clique ist es, die politisch-„rechts“-Zuweisungen der Politik und Großmedien zu unterstützen und damit überzeugend zu machen, um dieses „Rechts“ dann auszugrenzen, in systemtragenden „gegenrechts“-Demos abzuspalten. Da spielen „linke“ Lautsprecher ebenso mit wie die pseudolinke „Antifa“ oder eingebildete „linke“ Klimawahnfantasten , „linke“ Migrationsbeförderer, „linke“ Israelunterstützer, etc.

    So wurde und wird alles, was möglicher Widerstand darstellt, vom Coronaregime-Widerstand bis zu Bauernprotesten als „rechts“ verunglimpft und damit die Anschlussfähigkeit an die Gesellschaft durch Vernichtung der Gesprächsfähigkeit unterbunden.

    Nicht zuletzt ist wichtig zu betonen, dass dieses „links“ sich großteils als marxistisches „links“ versteht und damit ideologisch verblendet ist und alles unideologische und nicht-marxquaristische kategorisch ausschließt – womit alles was nicht „links“ ist nach deren Logik eben „rechts“ und damit zu bekämpfen notwendig sei.

    Und nicht zu vergessen: hier haben auch diese spaltenden und widerstandsverhindernden Linksmarxquarkisten die Überhand.

    Schön, das immer mehr Aufwachen. Gabriele Gysi hat ein interessantes Buch geschrieben. Das Problem nur: die Herrschenden reagieren schnell und demnächst sind nicht mehr die „Linken“ sondern bald wieder die „Rechten“ das Problem weil die gerade dabei sind, den gesellschaftlichen Konsens einzunehmen. Ein Anzeichen für diese Umdekoration des Affentheaters ist die strikt Israel-freundliche Haltung. Denn nur so dürfen sie an die Macht.

    „Links“ und „Rechts“ sind Erfindungen der im Hintergrund Herrschenden zur Erhaltung ihrer Macht durch Veranstaltung dieses Affentheaters und immerwährende Spaltung der Gemeinschaft, die so nie ihre gemeinschaftlichen, kooperativen und einvernehmlich ausgehandelten Interessen GEGEN DIE HERRSCHENDEN vertreten kann.

    Wenn nicht endlich erkannt wird, dass Marx gelogen hat, dass nicht der Besitz an Produktionsmittel sondern der Besitz an Finanzmittel den Klassenunterschied ausmacht, werden wir aus dem Elend nie herauskommen. Sowohl „links“ als auch „rechts“ arbeiten im Sinne der im Hintergrund Herrschenden daran, diese Wahrheit nicht öffentlich werden zu lassen.

    1. @ratzefatz
      Der Besitz an Finanzmitteln ist eine direkte FOLGE des Besitzes an Produktionsmitteln!
      Nicht umgekehrt.
      Und das sowohl logisch, als auch historisch. (Wurden die allerersten Automobilwerke noch mit Fremdkapital errichtet, so sind die heutigen Eigentümer steinreich, siehe BMW.)
      Wie Sie hier zu einer anderen Sichtweise kommen, erschließt sich mir nicht.

      1. Quark.

        Sie verwechseln auch Großindustrie und Konzerne und AGs mit solchen Unternehmen, die zumindest bis vor kurzem noch die meisten Arbeitsplätze stellten.

        1. Sorry, geht gar nicht 🐟
          wer in Arbeitsplätzen denkt und dies als Argument anführt ist ein Imperialist und fördert die Lohnsklaverei.
          Ziel sollte es sein, das wir alle nicht mehr arbeiten müssen und freiwillig im Dienste der Gemeinschaft stehen.

            1. Allein schon, weil Arbeit krank macht, wenn sie nicht dem Gemeinwohl dient.
              Wieder so Einer, der das nicht versteht, dabei ist es nur die Wahrheit.
              Ganz ähnlich dem Unverständnis der Indianer, die einfach nicht verstehen wollen, nach kapitalistischer Sichtweise, das Menschen eben Landbesitz für sich beanspruchen.

              Niemand nimmt mich ernst, schon seit 1974. 😉

        2. @ratzefatz
          Ich hab nochmal nachgedacht und halte es für denkbar, dass wir die gleiche Medaille von zwei verschiedenen Seiten betrachten. Und während ich behaupte, WAPPEN zu sehen, bestehen Sie darauf, dass dort ZAHL zu sehen sei.
          Insbesondere vermute ich (auch wenn ich Ihnen damit vermutlich zu nahe trete), dass Sie sich nicht im Klaren darüber sind, wie Geldvermögen heutzutage angelegt sind, nämlich etwa zu 80% in Aktien und zu 15% in Anleihen. Der Rest -auch Immobilien- teilt sich die verbleibenden 5%.
          Kurz: dort wo Sie die Finanzvermögen sehen, sehe ich den Besitz von Produktionsmitteln, in Form von Aktien.
          Halten Sie das so für denkbar?

          Fakt jedenfalls ist:
          Vor 150 Jahren hatten die Familien Klatten/Quandt kein Geld, der Adel aber hatte welches – und war bereit es zu verleihen. Heute wirft BMW für beide Geschwister zusammen 1 Mrd € Dividende ab.
          Und der Adel? Wenn er klug war, verkaufte er seine Ländereien und erwarb Aktienpakete, um sich in die neue Zeit hinüberzuretten. Tat er das aber nicht oder ließ das Geld gar in der Truhe oder auf dem Girokonto, dann verschwand er in der verdienten Bedeutungslosigkeit.

          Im Kern aber bleibt: es ist der Besitz an Produktionsmitteln, gerne diversifiziert in Aktienpaketen, der den Unterschied macht.

          Und: nein – Marx hat damit wirklich so überhaupt nichts mit zu tun.

          1. Ach ja,
            und sollte ich mich Ihrer Ansicht nach im Irrtum befinden, dann würde ich mich freuen, wenn Sie mir das mit stichhaltigen Argumenten zu begründen versuchen.
            Und „Marxquark“ mag zwar ein Argument sein, nur erfüllt es eben nicht das Kriterium der Stichhaltigkeit.

            Ihr oberster Kommentar auf mich legt nahe, dass Sie der Ansicht sind, ich würde in irgendeiner Weise die Rolle des arbeitsplätzeschaffenden Mittelstandes unterschätzen; ich bin ganz Ohr.

            BTW: einem großen Teil Ihres Kommentars konnte ich ja zustimmen; meinen Widerspruch auf Ihren letzten Absatz aber als „Quark“ zu verunglimpfen, erachte ich als unangebracht – das hab ich mir nicht verdient.

            1. „Marxquark“ ist natürlich kein Argument. Wer so kommt hat auch nicht alle Schrauben auf dem Kasten.

              Mit „Marxquark“ benenne ich die illusionistische Verblendung von angeblichen „Linken“.

          2. Aktien sind keine Produktionsmittel.

            Und Geldvermögen sind nicht maßgeblich – sondern Geldsteuerung und die entsprechenden Institutionen bzw. Personen..

            1. Maschinen sind Produktionsmittel.
              Diese stehen in Fabriken, welche Konzernen gehören, die wiederum -zumeist- als Aktiengesellschaften gelistet sind, deren Aktien man erwerben kann.

              Hätte jemand alle Aktien einer AG, dann gehörten ihm auch alle Maschinen, die der Konzern sein eigen nennt.
              Erwerbe ich eine Aktie von VW, dann besitze ich damit einen kleinen Bruchteil dieser Maschinen.

      2. Klar. Die Marxquarkgläubigen, Marxquarkverblendeten und Marxquarkverblödeten müssen sich auf die Füße getreten fühlen wenn man ihr Idol angreift.

        Ihr seid die Gläubigen der Marxquarkkirche.

        Marx ist ein künstlich aufgebautes Idol um Menschen fehlzuleiten und damit der Ausbeutung durch die Finanzoligarchie jedes Hinderniss aus dem Weg zu räumen.

        Beweis: der Antisemitismusvorwurf von „Links“ gegen echte Kritik am Finanzkapitalismus. Wie wurde nochmal „Blockupy“ zersetzt? Wie wurden nochmal Anti-TTIP-Demonstranten beschimpft und verunglimpft- auch von „links“, ….

    2. Alex_R hat vollkommen recht. Und wenn Sie meinen Marx hätte die (damals erst aufkommende) ‚Finanzindustrie‘ unterschätzt, dann lesen Sie mal die Bände II und III seines Hauptwerks. Und ‚gelogen‘? Echt jetzt…? ‚Geirrt‘ hätte wohl auch gereicht, auch wenn eben Sie es sind, der sich irrt. Oder lügen Sie…?

    3. Von Marx keine Ahnung, aber erstmal was unterstellen, was er nie gesagt hat.
      Marx sprach von den ökonomischen Grundlagen der Gesellschaft, wonach der Besitz der PM nur 1 Produktionsverhältnis von mehreren ist, nicht immer das entscheidende. Daß der M/L dann den Besitz an PM als das einzige proklamierte, kann man ihm nicht zurechnen.
      Seine Analyse der bestehenden PV kam zum Schluß, dass der Wert in der Warenproduktion das dominierende sei, weshalb die notwendige Revolution eine andere, bedürfnisbestimmte Produktionsweise nur sein kann.
      Kein Zahn im Maul, aber La Paloma pfeifen.

    4. Weitgehend zuzustimmen bis auf das Ausschlaggebende: Entscheidend für die kapitalistische Produktionsweise ist der Besitz von Produktionsmitteln auf der einen Seite und von vielen Menschen ohne solchen Besitz, die zu ihrem Lebensunterhalt daher für die Produktionsmittelbesitzer arbeiten müssen, auf der anderen Seite. Die „Lüge“ von Marx bestand darin, dass er nicht die Forderungen der Massen der französischen Revolution nach materieller Gleichheit durch Aufteilung der Besitztümer von Adel und Klerus auf die Besitzlosen – etwa in Form des Kleineigentums – aufgriff, wie dies Frühsozialisten taten, sondern dass er allein die Forderungen des besitzenden Bürgertums für probat hielt, die den „doppelt freien Lohnarbeiter“ als modernen Sklaven benötigten, um in den Fabriken Profit machen zu können. Marx entschied sich mit seiner Kapitalismusanalyse zugleich für eine Form des Kapitalismus, die ausschließlich Profit zum Ziel hat und die Masse der besitzlosen Lohnsklaven als Voraussetzung. In Kapital I – III hat er gewissermaßen diese Großunternehmerische, auf hohe Umsätze, hohe Profite und fundamentale Abhängigkeit der Menschen von diesem System mit-konfiguriert und allen anderen denkbaren Formen von Warenproduktion eine Absage erteilt. Er hat die bürgerliche, kapitalistische Produktionsweise als gigantischen Fortschritt gesehen, auch wenn dieser dadurch erkauft wurde, dass die Masse der Menschen – bäuerliche Landbevölkerung, die Ende des 18. Jh. ca. 90 % der Bevölkerung ausmachte – durch die „Befreiung“ aus der Leibeigenschaft ihren Besitz und/oder Zugang zur Produktivkraft Natur verlogen haben und zu 100 % vom neuen kapitalistischen, ans Profitmachen gebundenen Gesellschaftssystem abhängig wurden. Damit entstand zum ersten Mal in der Geschichte eine Produktionsweise, in der der allergrößte Teil der Menschen vom Zugang zur Natur als Quelle für die Subsistenz enteignet und ausgeschlossen wurden.
      Marx selbst hatte also Partei ergriffen für die Große Industrie, den Großkapitalismus und gegen den Kleinbesitz (an Produktionsmitteln) – eine Formierung der Warenproduktion, wie sie in den sozialistischen Ländern gehandhabt wurde und für den Großkapitalismus mit Mrd.Vermögen in Richtung technokratische Weltherrschaft Standard ist. Durch frühzeitige Verdrängung realistischer Alternativen und die Reduktion auf die Verteilung-Frage, hat der Marxismus dem Kapitalismus mittelbar zu der Entwicklung verholfen, die die heutige Linke als alternativlos betrachtet.

      1. Ach Gott, von Marx nichts begriffen, aber draufhauen.
        Die Begründung der absurden Unterstellungen wäre jetzt eigentlich zu fordern, aber uninteressant, da uralt und zigfach längst widerlegt.

    5. Klar. Die Marxquarkgläubigen, Marxquarkverblendeten und Marxquarkverblödeten müssen sich auf die Füße getreten fühlen wenn man ihr Idol angreift.

      Ihr seid die Gläubigen der Marxquarkkirche.

      Marx ist ein künstlich aufgebautes Idol um Menschen fehlzuleiten und damit der Ausbeutung durch die Finanzoligarchie jedes Hinderniss aus dem Weg zu räumen.

      Beweis: der Antisemitismusvorwurf von „Links“ gegen echte Kritik am Finanzkapitalismus. Wie wurde nochmal „Blockupy“ zersetzt? Wie wurden nochmal Anti-TTIP-Demonstranten beschimpft und verunglimpft- auch von „links“, ….

      1. @ ratzefatz:

        falls jemand tatsächlich Interesse daran hätte, einige zeitgenössische Pseudoargumentationen apolitisch-intellektfeindlicher, gegenaufklärerischer, antisemitischer und krypto-faschistischer Desinformation etwas näher sich zu betrachten, dann könnte die- / derjenige vermutlich ohne grosse Mühen zu der Auffassung gelangen, gerade bei Ihnen könne es das vielleicht zusammen geben – sozusagen alles aus einer Hand.

        1. Ja, das könnte sein – nicht nur bei ratzefatz. Die Schar wird immer größer, bei der keinerlei profundes Wissen die Grundlage der Kritik ist, sondern der Versuch einer gezielten Irritation. Daher gibt es auch keine inhaltliche Konsistenz in ihren Kommentaren.

        2. Klar. Vor allem antisemistisch und – ach, fällt ihnen wirklich kein noch schlimmer delegitimierendes Worte ein?

          Der intellektuelle Niedergang halt, allenthalben.

          Was seid ihr nur für peinliche Brüder.

  12. Die Linke muss durch die sozialkonservative Basis ersetzt werden. Diese kämpfte damals gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen. Heute fordert deren Vertreter Darwin Dante (Pseudonym) eine Arbeitszeitverkürzung.
    Bitte klicke auf „Lebensreformer“.

  13. Ich gratuliere gerne persönlich all denjenigen, die auf den persönlich von Karl Marx verfassten Seiten der bisherigen n+ x Bände der MEGA keine inneren Widersprüche entdecken. Bitte melden!
    Ich kenne glücklicherweise überhaupt keine Menschen, die sich lebenslänglich ab dem Zeitpunkt der Beherrschung der landesüblichen Schrift bis zu ihrem Tod inhaltlich nicht verändert hätten. GLÜCKLICHERWEISE! Sonst wäre jedes Gespräch von vornherein in den Sand gesetzt!!!!!!!
    Grundsätzlich sind nämlich Wortbedeutungen nicht in Stein gemeißelt. Das waren sie nicht einmal zu der Zeit, wo man technisch nur bis zum Meißeln, bestenfalls zum in Ton eindrücken, gekommen war.
    Am allerliebsten streiten sich `Linke´ mit allen anderen, die sich als `Linke´bezeichnen, über das was `links´ ist. Sie kommen genauso wie andere Lehren ohne Wahrheitsanspruch nicht aus. Hat hier schon mal jemand im Interesse der Vollständigkeit versucht alle Periodika der deutschen Linken seit 1848 zu sichten und die gegenwärtig angebotenen jede Woche/jeden Monat/jedes Jahr zu lesen?

    1. Wer hat denn so viel Geld und Zeit, geschweige Interesse für Hexen, ausser der spanischen Krone? Selbstverständlich nicht, es sieht sich ja auch niemand den gleichen Film von allen möglichen Kino-Sesseln an.

      1. Ganz egal, was für eine Politik gemeint ist: Wer sich in einer Minderheitsposition befindet hat die Wahl zwischen Propaganda (siehe Jacques Ellul; Propaganda . Wie öffentliche Meinung entsteht und geformt wird.
        In Deutschland 2021 ca. 60 Jahre nach dem französischen Original erschienen.) und persönlicher Überzeugungskraft im Gespräch. Mehr nicht.
        Meine Einschätzung: Dieses Buch musste man so lange unter dem Deckel halten, damit nach der Befreiung von den Nazis und der SED der letzte Bewohner der BRD kapiert, dass ganz bestimmt Propaganda nur von Bösen betrieben wird und Demokraten immer willens sind, objektiv zu urteilen und Interessen nicht kennen. Ha,ha, ha.
        Auch ohne dieses Buch haben das aber inzwischen alle Wahlberechtigten begriffen, die auf das Abgeben eines Stimmzettels verzichten. Tendenz vor allem in Ballungsräumen und/oder Landeshauptstädten stetig steigend. Das sind inzwischen bundesweit deutlich mehr als die AfD-Wähler. Wenn´s die Musterdemokraten jeglicher Couleur so wollen …. .
        Nicht „bloß“ in Sachen Frieden ist das einzige was politisch interessierte Menschen in D noch schaffen eine Unterschrift im Portal „open petition“ oder für eine Vorlage an den Petitionsausschuss.
        Das wird auch durch ständige Zukunftsdebatten über Klima, Ernährung, Bildung … nicht anders. Ganz gleich von wem.
        Wie alle anderen meint auch der gemeine Overton-Diskutant mit neuen oder alternativen Medien werde alles besser. Die finden auch nicht mehr Aufmerksamkeit als die „blauen Bände“.

        1. Ich widerspreche mal und walze dabei meinen Optimismus aus:
          Mit dem Internet hat jeder Einzige die grösste Bibliothek der Geschichte frei haus und mit AI noch einen persönlichen, zwar ziemlich depperten, aber immerhin: Bibliothekaren. Diejenigen, die es interessiert, haben Mittel wie nie zuvor. Mir scheint das Avantgarde-Denken, dass man seine Ueberzeugungskraft steigern muss, ich denke da in eine völlig andere Richtung: Wovon überzeugen? Vielleicht mangelt es den Leuten ja gar nicht an Zugang zu Begriffen oder richtigen Erklärungen, sondern schlicht am Interesse? Es wäre dann aufzuklären wie das der Fall sein kann, wenn man bedenkt, dass ja mittlerweile wirklich alle ziemlich leiden, auf die eine oder andere Art.

          Oder mal auf die blauen Bände bezogen: Was wird denn heute noch von Marx referiert? Das Kapital, die „richtige Erklärung des Kapitalismus“ – seine wunderbare Streitsucht und wie der den „Ideologen“ Ohrfeige um Ohrfeige gegeben hat, das scheint mir nicht mehr so im Zentrum der Aufmerksamkeit. Schade.

          1. Ich weiß nicht, ob Sie auf einem kleinen oder großen Bildschirm schneller lesen und Ihnen die deutsche Sprache vergangener Zeiten so vertraut ist wie Historikern, die aufs Mittelalter spezialisiert sind. Oder darf die KI stellvertretend für Sie lesen, anschließend eine kurze Zusammenfassung liefern und Sie behaupten dann, Sie hätten das gelesen?
            Bewahren Sie sich Ihren Optimismus. Ich habe altersbedingt meinen nicht mehr so sehr nötig. An die Zukunft meiner Enkelin denke ich lieber nicht.

            1. Ich habe mich lediglich an Ihre spärliche Zusammenfassung gehalten, ich werde ein Buch nicht deswegen lesen, weil jemand behauptet er werde „unter dem Deckel gehalten“, das kenne ich schon vom Büchertisch von Ken Jebsen.

              1. Man kann das so und so sehen. Manche Empfehlungen nehme ich wahr, andere nicht. Ob das etwas über die Bücher aussagt, über die Renzensenten oder über mich, geht an mir vorbei.
                Es ist anzunehmen, dass Leser gegenüber Nichtlesern im Vorteil sind. Sagen mir die eigenen Erfahrungen im Umgang mit politisch interessierten erwachsenen Analphabeten zu Zeiten der Einführung von Hartz IV um die Jahrhundertwende 2000. Nur weil die Zahl 3 Nullen hat, muss niemand von Jahrtausendwende sprechen. Auch damals war das montags so. Macht jeder wie er denkt.
                Was auch immer SIE lesen: über die Probleme innerhalb der Linken sagt Nazim Hikmets Roman „Die Romantiker“ (221 Seiten; Taschenbuchausgabe West von 1988) mehr aus, als 10 000 Seiten Marx, Lenin, Trotzki, Mao, Gramsci, Losurdo…und … )
                Ich kann mich auch um Ausführlichkeit bemühen. Mehr Zeilen ist aber nicht gleichbedeutend mit mehr Inhalt.

  14. Eine wirklich aufgeklärte und aufklärende Linke mit einer Erkenntnistheorie auf materialistischer Basis, welche dialektisch und nicht dualistisch agiert, hat es noch nie gegeben..
    Insofern sind die Niederungen der letzten Jahrzehnte nur als relative Fehltritte zu bezeichnen.
    Aber weil sowohl Erkenntnis naht, als auch die Zwänge der herrschenden Form kapitalistischer Zustände immer brisanter und restriktiver werden, gibt es am Horizont gehöriges Emanzipationspotential zu vermelden.
    Kapitalisten sind ja oft so dumm, für fiktive Plusmacher-Phantasien nicht nur ihren Reichtum, sondern auch ihr Leben zu gefährden. Nur weil sie sich dessen nicht bewusst sind, heißt das nicht, dass die Wirklichkeit anders ist.
    Und Vulgär-Linke sehen die Erlösung in der formalen Eigentümerschaft an den Produktionsmitteln hinreichend begründet bzw. als absolutes sine qua non.
    Dabei wird Stumpfsinn nie der Begleiter wirklicher menschlicher Emanzipation sein und deren Vorgeschichte abschließen.

  15. Ursachen für den Niedergang der Linken sind der seit Jahrzehnten rückläufige IQ und der Zerfall der Bildung.

    Man müsste definieren, was heutzutage links ist. Sozialistische Wirtschaftssysteme gibt es nur noch in Kuba und Venezuela, soviel ich weiß. Venezuela rückt davon ab, und Machado und Rodrigues haben dazu Trump zu Hilfe gerufen. Und in Kuba wird es auch nicht bleiben, wie es ist. Auf ideologischer Ebene bleibt nur der Hass auf den Kapitalismus und die Reichen übrig. Kommunismus reduziert sich theoretisch darauf, den Reichen zu nehmen, und den Armen zu geben, um so den Sozialstaat aufrecht zu erhalten. Der Reichtum soll gerecht verteilt werden. (Soll man Musk SpaceX oder Tesla wegnehmen) Meistens geht es um höhere Besteuerung der Reichen. Anscheinend versteht man nicht, dass Globalisierung und Sozialstaat nicht vereinbar sind, weil man dann nicht mit Niedriglohnländern konkurrieren kann, die sich einen Luxus wie gute Löhne und Sozialstaat nicht leisten. Aber Globalisierungsgegner zu sein und Zölle zu befürworten, ist gar nicht in, das sieht nach Nationalismus aus und ist rechts.

    Demokratie und Freiheit sind eigentlich auch linke Projekte. Dass die Parteiendemokratie in diesem Sinn nicht funktioniert, haben die meisten schon kapiert. Aber gegen Direkte Demokratie sind sie auch, weil sie glauben, dass das Volk zu dumm ist, Sachentscheidungen zu treffen. Das Beispiel Schweiz zeigt, dass das Volk total prinzipienlos ist und mal linke und mal rechte Entscheidungen trifft, z. B. was Einwanderung und CO² betrifft. „Progressive“ Initiativen der Regierung werden einfach abgelehnt. Die Regierungsmitgliedern stammen traditionell aus den vier wählerstärksten Parteien. Dieses System wird als „Konkordanzdemokratie“ bezeichnet. Deshalb ist auch die SVP in der Regierung, die der AfD entspricht, die nach Übereinstimmung aller „Linken“ verboten werden muss. Man sieht also, dass Direkte Demokratie rechts ist.

    1. P. S. Den neuen Linken kommt es seit Marcuse nicht darauf an, den Staat zu demokratisieren, sondern den Menschen zu verändern. Heraus kommt dabei woke, dekadente Scheiße, was schon Platon erkannte.

  16. Karl Marx wird es überstehen, von einer sinnlosen Plaudermaschine verwurstet zu werden. Es gibt da den schönen Spruch mit der Wildsau und der Eiche.

    Und links? Was ist noch links, was rechts, fragt sich das tendenziell rechte Overton-Magazin. Links und rechts seien heute ohne Bedeutung, und im Dunstkreis und Nebel dieses Schwachsinns marschieren nicht wenige der faschistischen Alternative Deutschlands in ihre offenen Arme.

    Heute ist Sonntag, für viele bedeutet das noch mehr Langeweile als wochentags und sie schreiben ihre sinnlosen Kommentare als Rechte über die Linke, und ärgern sich doch sehr darüber, dass es eine Linke überhaupt gibt. Eine klassische Projektion im Freudschen Sinne also.

    1. Bei dem Thema müsste zualler erst einmal analysiert werden, wer eigentlich „das Linke“ definiert. Da es keine allgemeingültige Definition für „links“ gibt – zuallerst einmal für „Linke“ schon überhaupt gar nicht, muss man doch die Frage stellen, wer denn „die Linke“ als solche konstituiert.

      Und wenn man es sich genau anschaut sind das „linke“ Lautsprecher und Vorbeter auf der einen Seite, und Großmedien und staatliche Organe auf der anderen Seite.

      Mal als Beispiel: wieso halten sich diese Vulkanzündler für „links“ und werden auch von Staatsorganen und Großemedien als „links“ eingeordnet?

      Was ist „links“ an Leuten, die ganz pauschal meist harmlosen Mitbürgern den Strom abstellen und frieren lassen?
      Nehmen wir mal als extremes Beispiel die RAF der ersten Generation. Deren ihr Terror hat sich gegen Repräsentanten gerichtet. Aber sowas wie „Vulkangruppe“, die richten sich gegen das Volk, auch wenn sie meinen, sie würden Reichenviertel treffen.

      Leute, die sich selbst für „links“ halten, es aber nicht sind, und von Staatsorganen und Großmedien, also Reichenmedien, als „links“ bezeichnet werden, definieren doch heute das „Linkssein“. Und wer sich mit solchen Leute gemein macht, oder mit Antifanten, der ist schlicht gewaltbereit und damit faschistoid.

      Wer heute für sich immer noch den Begriff „links“ beansprucht merkt überhaupt nicht mehr, dass sich die Welt weitergedreht hat, dass das „Links“ längst vereinahmt und fehlgelenkt wurde.

      1. Das Problem, vor allem bei den so genannten Intellektuellen Linken war schon immer, dass sie linke Ideologien zwar propagierten, sie aber in der Realität nicht leben, was in verstärktem Maße sich immer mehr spätestens ab den 90er Jahren konstituiert hat, indem sie sich völlig von neoliberalistischen Gedanken vereinnahmen ließen, auch oder gar weil die Zeit der Umsetzung echter linke Ziele viel zu kurz war um sie entsprechend umzusetzen.
        Die Gewalt im Übrigen übt jetzt der Staat aus und das hatte Rudi Dutschke schon 1967 so vorausgesehen, in dem er konstatierte, dass das Gewaltpotenzial immer von der Gegenseite ausgeht.

      2. Dann liefere ich eine Definition von „links“ nach: Es gelte der Marxsche Kategorische Imperativ: „Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“

        Wer sich daran hält, ist links, wer den Satz mit Füßen tritt, gilt als rechts. So einfach ist das, fragt einfach Captain Sharky.

  17. „Die Linke“ ist ja nicht eine irgendwie geartete Entität, die geheimnisvoll auftaucht und wieder entschwindet.. es sind die Menschen, die sich ändern, und mit ihnen der Zeitgeist. Die moralische Verrohung, zunehmende Egozentrik, Ellenbogengesellschaft, kognitiver Leerstand, Verantwortungslosigkeit gegenüber Umwelt und dem Ganzen usw., usw.
    So ist es nur logisch, dass sich „die Linke“ in der Degradation ihres einst (relativ) fruchtbaren Bodens auflöst.. und das Sediment nach rechts driftet. Was übrig bleibt, welkt kraftlos vor sich hin.

    1. Doch, das ist allerdings eine geheimnisvoll aufgetauchte Entität, die auf einmal im Parlament auf der linken Seite sich zusammen fand, nachdem sie sich mit Gewalt Zugang verschafft hatte (so lange Monarchisten guillotinieren bis niemand mehr etwas gegen die absolute Herrschaft des Parlaments über den König sagt). Leider kann das Parlament nicht ohne den König, was man an den Notstandsgesetzen ablesen kann, allerdings ein König, der auf keine Stände mehr Rücksicht nehmen muss, der endlich wirklich absolut ist: Dem Führer.

  18. Verstehe ich nicht. Vor kurzem machte Lapuente noch alle Linken für die aktuellen Mißstände veranwortlich und nun existieren diese gar nicht?

    1. @andreas
      Nicht die Linken, sondern die Pseudo-Linken machte er verantwortlich (wenngleich diese sich für links halten mögen).
      In sich also durchaus stimmig. Zumindest hätte ich ihn so verstanden.

    2. Aber:

      Ein Interview mit einem linken US-Soziologen macht das unter anderem deutlich.

      Also einen Soziologen, den es nicht gibt.

      So als leicht logsich angehauchter Informatiker klappen mir da die Fußnägel hoch

    3. Als „bourgeoisier Linker“ wie sich Lapuente selbst bezeichnet weiß er selbst nicht was Links ist und also pseudolinks als links bezeichnet. Muß man sich da wundern? nö.

    4. Der Roberto ist wie viele hier verwirrt, weil seine alten Ideale sich als Schaumschlägerei erweisen. Man kann niemand verübeln in Zeitalter der Monster (Gramsci) verwirrt zu sein, aber manchmal muß man einfach widersprechen

      1. „Roberto“ als 78 Geborener, hat alte „linke Ideale“ nie wirklich kennengelernt.
        Das sollte man bedenken, bevor man ihm in dieser Hinsicht an den Karren fährt. 😉
        Trotzdem, bei aller Liebe, könnte er sich ja dementsprechend informieren, was er aber eben, gemessen an seinen früheren Äußerungen, die ja keinesfalls linken Ideologien entsprachen, eben auch nur mit halben Arsch macht.

  19. Eine „Linke“, die sich alle Notwendigkeiten des Kapitals einleuchten lässt, und nur moralische Kritik an deren Folgen kennen will, die braucht sich nicht wundern, wenn sie
    – an den Fleischtöpfen der Macht genauso regiert wie die zuvor kritisierten Politiker
    – zunehmend obsolet wird, weil sie ununterscheidbar vom übrigen Parteienspektrum ist

    Wenn so Vorzeigelinke wie Dagdelen das „Vasallentum“ des deutsches Staates beklagen, was werden die wohl für Politik machen, wenn sie gewählt sind?

    1. Vorzeigelinke Dagdelen? Will sie volkseigene Produktionsmittel, diese also Vergesellschaften?
      oder bezeichnest die nur als linke weil das die kapitalistische Brd-Propaganda so macht?

    2. @ivg

      Welche Art von Politik sollte eine Linke denn machen? Aus Ihren vielen langen Tiraden geht das nämlich nicht hervor, noch nicht einmal in Ansätzen.

        1. ich bin mir sicher, dass er nicht die DKP meint. Vielleicht ist die Frage „welchen Zucker willst du denn?“ für einen Diabetiker nicht so attraktiv.

  20. Mit Verlaub… jemand, der so etwas sagt, ist nicht links:

    »Sollte die NATO zerfallen, wäre das für Russland eine Einladung, weiterzugehen als bisher.«

    1. Die NATO zu verteidigen ist RECHTS
    2. Die Unterstellungen Richtung Russland folgen einem rassistischen, weil vorurteilsbeladenen typisch westlichen Weltbild, sind also ebenfalls RECHTS. Außerdem… Wer war doch gleich noch in welche Richtung vorgerückt? Die NATO nach Osten. Sie krallt sich ein Land nach dem nächsten.
    3. Es ist ja nicht Russland, welches die Ukraine ins Unglück gestürzt hat, sondern die NATO. Ab 2014 – mit dem furchtbaren intriganten Angriff auf die Ukraine via gewaltsamem Putsch, welcher dort die Demokratie abgeschafft und durch eine faschistische Diktatur ersetzt hat.

    Mir scheint DAS das Hauptproblem zu sein… Es werden allerlei Leute als „links“ bezeichnet oder es sehen sich allerlei Leute als „links“ an, die überhaupt gar nicht links sind. Ganz im Gegenteil handelt es sich häufig um äußerst reaktionäre RECHTE. Genauso wie die NationalSOZIALISTEN gar keine Sozialisten waren… Immer wieder lustig, wenn das irgendwelche Rechten behaupten, weil…. es gab ja gar keine Arbeitssklaven mit absolut Null Rechten in der NS-Diktatur. Es ist auch keine überaus kapitalistische Familie Quandt ultrareich aus der NS-Diktatur hervorgegangen, was es in einem echten Sozialismus gar nicht geben dürfte… /Sarkasmus aus. Die Leute wissen überhaupt gar nicht was links sein überhaupt bedeutet. Für die Einen ist alles „links“, was nicht in ihr Weltbild passt und für die Anderen dient dieses Label vor allem der Reinwaschung, um nicht als rechts angesehen zu werden. Tatsächliche Linke sind absolute Mangelware.

    Noch mal zur Person, die im Artikel behandelt wird… was sollte man auch Anderes erwarten, wenn jemand von in weiten Teilen rechtsradikalen Mainstreampresse interviewt und als „links“ angekündigt wird… Dann ist er eines ganz sicher nicht: links.

    1. Ja, es fängt bei Schmierfinken die sich selbst als bourgeoise Linke beschreiben an. Solch einer ist höchst naiv und im Grunde nur ein Lakai des kapitalistischen Systems.

  21. in den 60 er und 70er Jahren haben die Malocher und Scheinselbstständigen( die selbst jetzt noch nicht begreifen das sie nur Hochrisikoproletariat sind) stillgehalten, weil sie ahnten, von Wissen wollen wir nicht sprechen, das es ihnen deutlich besser ging als den armen rechtlosen Schweinen in der 3. Welt.
    Der eiserne Vorhang und die Systemkonkurrenz zwang unsere Herrenmenschen ein bischen was vom Tisch fallen zu lassen, damit der Osten nicht doch aus Versehen attraktiv wurde.
    Dann haben sie den Proletenkindern das Studieren ermöglicht, und diese sind dann begeistert gedanklich ins andere bürgerliche Lager übergelaufen.
    Nach dem Fall der Systemkonkurrenz ab 1989 wurde dieses Stillhalteabkommen des Kapitals Stück für Stück aufgekündigt, aber man konnte ja Lotto spielen statt an Revolution zu denken, und außerdem muß man ja für den Urlaub sparen.
    Da der Katastrophenkapitalismus jetzt die Endphase der Entwicklung bedeutet, müssen wir uns über Linkssein nicht mehr unterhalten. Es gibt nichts mehr zu verteilen, es gibt kein „Außen“ mehr wo Zuflucht möglich wäre.
    Die Verwüstung durch Automatisierung der Produktion und Digitalisierung der Finanzen in Verbindung mit Robotisierung von Militär und Polizei wäre nur aufzuhalten, wenn die Menschen begriffen hätten was auf sie zukommt.
    Damit das unmöglich ist haben sie das Rattengiftspritzen inszeniert. Mit der dadurch psychologisch und vor allem neurodegenerativen Menschenveränderung ist kritisch denken faktisch verunmöglicht.
    Das ist der Grund warum Leute die sich als links bezeichnen nicht links denken und handeln.

    zur Verinnerlichung ein bißchen Marcuse:
    Einführung in das Konzept der Repressiven Toleranz nach Herbert Marcuse
    Herbert Marcuse, ein zentraler Denker der Frankfurter Schule, entwickelte in seinem Essay „Repressive Tolerance“ (1965) die Idee, dass Toleranz in fortgeschrittenen kapitalistischen Gesellschaften nicht befreiend, sondern repressiv wirkt. Toleranz wird hier als Mechanismus verstanden, der abweichende Meinungen und Bewegungen scheinbar akzeptiert, solange sie den bestehenden Status quo nicht grundlegend bedrohen. Stattdessen stabilisiert sie herrschende Machtstrukturen, indem sie radikale Veränderungen neutralisiert und eine passive Akzeptanz fördert. Marcuse plädiert für eine „liberating tolerance“ (befreiende Toleranz), die Intoleranz gegenüber regressiven, rechten oder systemerhaltenden Kräften ausübt, während sie progressive, linke Bewegungen unterstützt. Schlüsselmerkmale sind:
    • Passivität der Toleranz: Sie wird von einer aktiven Praxis (z. B. im Kampf gegen Unterdrückung) zu einer passiven Hinnahme umgewandelt, die den Fortschritt behindert.
    • Partisanische Natur: Echte Toleranz ist immer parteilich und sollte regressive Ideen (z. B. Chauvinismus, Diskriminierung) unterdrücken, um Fortschritt zu ermöglichen.
    • Soziale Produktion von Wissen: Toleranz dient der Aufrechterhaltung von Ungleichheit, indem sie „Neutralität“ und „Objektivität“ vorgibt, die in Wirklichkeit den Status quo schützen.
    • Repression durch Inklusion: Indem alles toleriert wird, werden transformative Kräfte entmachtet, und die Gesellschaft bleibt „one-dimensional“ – flach und ohne echte Alternativen.
    Marcuse sieht dies als Produkt der „administrierten Gesellschaft“, in der Konsum, Medien und Institutionen kritische Denkfähigkeit unterdrücken. Beispiele aus seinen Analysen umfassen die Toleranz gegenüber rassistischen oder kriegerischen Politiken, die als „Meinungsfreiheit“ getarnt werden, während radikale Kritik marginalisiert bleibt.
    Zitat ende

    Interessant die Formulierung Repression durch Inklusion! Bedenke, das schrieb Marcuse 1965, aber heute ist das Rechts!!!
    Die Herrschenden haben Marcuse also gelesen (Hallo Cohn Bendit stellvertretend für alle geistigen „Rübermacher“) aber die woke Linke hat keine Aufmerksamkeitsspanne mehr für das Lesen einer solchen Arbeit.

    1. Sehr treffend kommentiert: Marcuse hat es schon vor 60 Jahren prognostiziert, was nahezu eins-zu-eins passieren wird. Es zeugt von völliger geistiger Verwahrlosung der vermeintlich ‚linken‘ Kräfte, dass sie kein realistisches Selbstbild mehr von sich erzeugen können!

    2. Danke für die Erinnerung an Marcuses Konzept der Repressiven Toleranz! Dieses Konzept wird allerdings immer repressiver eingesetzt. Ich hoffe, dass es mit zunehmender Repression auch mal an seine Grenzen gerät, weil es dann durchschaubar wird. Aber was folgt dann? Der offene Faschismus oder ein demokratischer Neustart. Ursprünglich gab nach der Wiedervereinigung ja mal im Grundgesetz die Pflicht der Bundesrepublik eine neue Verfassung zu geben. Das wurde ja dann ruckzuck und klammheimlich in eine Kannbestimmung umgewandelt. Klar ist, dazu wird es nicht kommen, es sei denn, die Entwicklungen hier laufen so fatal, dass das der einzige Weg ist die alten „Eliten“ an den Schalthebeln der Macht zu halten.

    3. „Repression durch Inklusion“. 👄 ✌ 💪👍
      Auch, wieder einer der wirklich herausragenden Beiträge.
      Vor allem der Hinweis auf den roten Danny, den ich ja seit Anbeginn mitverfolgen konnte.

  22. Warum Linke inzwischen den Staat vergötzen? Nun, weil sie nun selbst Druck auf andere ausüben können und nur darum ging es denen bei ihrer angeblichen Machtkritik immer, da möchte ich wetten.

    Und ehrlich: Man hat es doch an der DDR gesehen und an allen anderen „sozialistischen“ Staaten: Freiheit für den Normalbürger war da nie vorgesehenl. Satt, sauber, Schnauze halten. DAS war doch deren Vorstellung vom sozialistischen „Paradies“.

    Ein Albtraum.

    Was nicht heißt, dass der Kapitalismus besser wäre, denn dessen autoritäre Fratze wird ja inzwischen nichteinmal mehr notdürftig verbrämt.

    Ich bin Pazifistin und mir ist schon vor vielen Jahren aufgefallen, dass sehr viele Linke gar kein Problem mit Gewalt haben, die haben nur ein Problem mit Gewalt, die gegen sie gerichtet ist. Es wird auch bei den angeblich linken Demos gegen die sog. „Sicherheitskonferenz“, bei der sich Politiker von Rüstungsfirmen und Großkapital nach München zitieren lassen und dabei die ganze Stadt ein Wochenende lang okkupieren (was an sich schon eine widerwärtige Machtdemonstration ist) wieder Gewaltaufrufe geben, da möchte ich wetten. Die erkennen gar nicht wie irrsinnig es ist, auf einer angeblich pazifistischen Demo z.B. kurdische Kampflieder zu singen.

    Ich halte 80 bis 90% der Bevölkerung, egal welcher politischen Couleur, für autoritäre Charaktere bzw. für Menschen, die entweder geführt werden wollen oder andere führen. Freiheit ist für diese Leute keine Kategorie und genau das ist übrigens der Grund, warum ich permanent zwischen allen Stühlen sitze. Und soll ich Euch was sagen: Inzwischen fühle ich mich da ganz wohl, denn die Alternative wäre es wie Einstein schon sinngemäß sagte: Wer ein gutes Mitglied einer Schafherde sein will, muss als allererstes ein Schaf sein.

    1. Du bist auch so ein Opfer der Brd-Propaganda gerne blind glaubt. Keine Ahnung von der DDR und sich selbst informieren, das ist zuviel Arbeit. Lieber einige fiktive Brd-Spielfilmchen über die DDR ansehen, wird schon stimmen…

      1. Sei milde mit den Wessis, sie wissen es nicht besser. Aber derzeit wird jeden klar das die alten Ideale nur Schall und Rauch sind. Diese Erkenntnis tut weh und erzeugt Frust, den manche hier abreagieren. Alles ganz menschlich. Ungern sieht der Mensch ein das er Unrecht hatte

        1. Was muss ich über die DDR wissen? Dass man sie nicht verlassen konnte, wenn man wollte und sogar Gefahr lief, an der Mauer erschossen zu werden.

          Entschuldigung, mehr muss ich gar nicht über die DDR wissen, denn alleine dieser Aspekt ist ausreichend, um die DDR abzulehnen.

          Aber was weiß ich schon? Die Mauer war doch echt super. Haben die Leute nur nicht verstanden, hätte man besser erklären müssen, klaro. Und wer es nicht kapiert, wie super die war, der ist halt enfach doof, verstehe.

          Ähnliches Problem wie bei Merz: Die dummen Bürger kapieren einfach nicht, was für eine super Politik die in Berlin für uns machen….

          Es ist so lächerlich, wenn manche Ex-DDRler so tun, als wäre es irgendwie doch toll gewesen, eingesperrt zu sein oder in Bautzen zu verschimmeln. Das glaubt Ihr doch selber nicht!

    2. Das mit dem „selbst Druck ausüben können“, war ein langer neoliberaler Prozess der Vereinnahmung linker Ideen in das imperialistische Konzept.

      1. Nö. Das ist sehr menschlich. Die meisten Sklaven wollten schon immer selbst Sklavenhalter werden. Oder zumindest nach unten treten können.

  23. Sehr gut und richtig beschrieben: die soft power- und public diplomacy-Initiativen des US-Deep State galten seit den 1990er Jahren nicht nur der kulturellen Transformation in Mittel- und Osteuropa hin zur ultra/nationalistischen und marktwirtschaftlichen Identitätsbildung. Es ging im Westen Europas ganz massiv auch um eine Kooptierung und subversive Aushöhlung ‚linker‘ Kräfte/Parteien, von Sozialdemokratie (SPD) und Ökologie-Pazifismus (Grüne) hin zum Demokratischen Sozialismus (Linke). Wer sich nicht beugt, wird umso heftiger als ‚Anti-System-Kraft‘ bekämpft.

  24. Ich frage mich, was der Autor hier eigentlich kritisieren möchte?
    Geht es um die Deutungshoheit? Geht es um Definitionsmacht? Geht es um Propaganda? Geht es um Unterwanderung und Zersetzung? Kritisiert er den Zustand, dass die Mächtigen linke Ideen gar nicht erst aufkommen lassen, die Geschichte dementsprechend schreiben oder dass sich „echte“ Linke zu wenig dagegen wehren?

    Es scheint mir logisch, dass nach dem Fall des Eisernen Vorhands und dem „Ende der Geschichte“ (Sieg des Kapitalismus über den Kommunismus) mit aller Macht verhindert werden soll, wieder einen Klassenfeind aufkommen zu lassen. Es soll gar keine Idee einer anderen Form des Zusammenlebens mehr existieren. Deswegen wohl auch die Unterwanderung der Linken und die Umdeutung, was links überhaupt sein soll.

    Was aber gerne vergessen wird ist, dass wirklich linke Ideen jahrhunderte lang bis aufs Blut bekämpft wurden, „echte“ Linke wurden bis ins 20. Jahrhundert hinein entweder gemeuchelt oder vertrieben. Schon kleinere Aufstände wurden mit rücksichtloser Brutalität niedergeschlagen.
    Gerechtere Zustände hatten oft gar keine Chance, sich zu entwickeln bzw. wenn es welche gab wurden sie Stück für Stück abgebaut (so wie seit einigen Jahrzehnten).

    Aber zur Wahrheit gehört auch, dass sich manch „Linke“ als Tyrannen erwiesen haben, sobald sie an der Macht waren.

    1. Schön, dass Sie wenigstens noch den letzten Satz geschrieben haben.
      Es ist eine geradezu Naturgesetzliche Konstante: Machtfülle erzeugt Machtmissbrauch. Egal ob rechts oder links.
      Eine Linke muss sich schon fragen, warum sämtliche ihrer Staatsgebilde kolossal gescheitert sind oder sie sich in Horrordiktaturen verwandelt haben. Warum die 1,5 Mrd. Chinesen heute nun einmal etwas kommoder leben, als unter Mao. Bei allen Verheerungen, die der Kapitalismus anrichtet, hat er sich den praktizierten Sozialismusexperimenten als durchgängig überlegen erwiesen. Kapitalismuskritik reicht eben nicht, vieles muss mit den Erfahrungen der letzten 100 Jahre neu gedacht werden. Davor drückt sich die Linke und ergeht sich stattdessen in Tugendhaftigkeit und wokeness. Das mag ja “nett“ sein, ist aber nicht links.

      1. „Eine Linke muss sich schon fragen, warum sämtliche ihrer Staatsgebilde kolossal gescheitert sind oder sie sich in Horrordiktaturen verwandelt haben.“

        Was sollen denn sämtliche linke Staatsgebilde sein und was bedeutet kolossales scheitern?

        Hatten die überhaupt eine Möglichkeit, sich relativ unabhängig zu entfalten? Die Antwort ist eindeutig Nein. Die Entmachteten haben eine Niederlage nie einfach so hingenommen und oft gab es Unterstützung von außen.

        1. doch, immer sind diese gescheitert. Und ja, diese hatten alle Möglichkeiten sich unabhängig zu entfalten.
          Alles andere sind nur Ausreden. So wie Sie schreiben nur jene, die diese Staatsgebilde nie am eigenen Leib erfahren durften. Wären diese ein Hort der Freiheit und ohne Ausbeutung gewesen- hätte die Bevölkerung diese auch verteidigt…warum taten sie dies nicht??

          1. Aber sicher doch.
            Kriege, Geheimdienstoperationen und Sanktionen sind keine Einflussfaktoren, die eine unabhängige Entwicklung stören können und wenn das System dann scheitert war es wohl nur zu schwach.

            1. Tja das ist harte Wirklichkeit. Entweder ein System kann bestehen und überleben in der Systemkonkurrenz oder eben nicht. Dann war es offenbar zu schwach, nicht überzeugend genug oder hat schlicht nicht funktioniert. Dann sollte man zur Fehleranalyse übergehen und neue Ideen entwickeln die Probleme zu lösen. Man kann natürlich auch herumheulen und böser böser Kapitalismus schreien und weiter an gescheiterten Konzepten festhalten, die dieses Mal aber wirklich funktionieren werden! Ganz sicher!

          2. Nein, unter einen kapitalistisch geprägten Weltordnung haben andere Systeme nicht nur schwer, nein, es wird ihnen langfristig unmöglich gemacht sich zu entfalten.
            Das Versprechen des Kapitalismus, das er nie einlösen kann ist für die meisten Menschen einfach zu groß.

            1. Kann man genauso von den Versprechungen des Kommunismus sagen, daß er diese nie einlösen können wir,d aber sehr viele Menschen daran glauben.

              Tja und nun?

        2. Anscheinend wollen Sie in dieser verrotteten Gesellschaftsordnung noch Karriere machen. Anders lässt sich Ihr Kommentar nicht erklären.
          Die (wirkliche und nicht scheinbare, dem Klassenfeind dienende) Linke kennt die Gründe für das Scheitern der sozialistischen Staatengemeinschaft. Sie wurde zuallererst von außen impliziert.
          Der Kapitalismus überlegen? Wieviele Hunderttausende Tote fordert er jedes Jahr? Und das nicht nur durch seine Kriege? Körperliche Ausbeutung, mangelnde medizinische Betreuung, schlechte Ernährung, kalte Wohnungen, Obdachlosigkeit etc. verkürzen das Leben.
          Sie sind wirklich ein waschechter Zyniker.

      2. „Warum die 1,5 Mrd. Chinesen heute nun einmal etwas kommoder leben, als unter Mao. “
        Nun ja, jede Kapitalismusapologetin lügt sich die Welt nach Geschmack schön. Schon „unter Mao“ ging es den Chinesen besser als unter Chiang Kai Shek (Jiang Jieshi) oder dem Kaiser. Und China sieht sich durchaus als sozialistisch.

        Aber immer so wie es passt ..

        1. Anarchie ist aber kein politisches Programm, sondern eine negative Bestimmung, Nicht-Herrschaft, Herrschaftslosigkeit oder anders: Ok, du weißt was du nicht willst, aber was willst du?

          1. Sagen Sie doch schon selbst- eine freie Gesellschaft in der Herrschaftslosigkeit gilt. Sozusagen die „klassenlose Gesellschaft“ auf direktem Wege…
            Soweit ich es mitbekommen habe, hat Ihr politisches Programm nie in die „klassenlose Gesellschaft“ geführt, oder ??

            1. Sie kennen mein politisches Programm? Auch „klassenlose Gesellschaft“ ist eine negative Bestimmung. Sie schließt Kapitalismus aus, genauso wie Herrschaftslosigkeit Kapitalismus ausschließt. Ein politisches Programm bzw. ein positive Bestimmung einer Gesellschaft ist es aber nicht.

              1. Nein, tatsächlich kenne ich Ihr politisches Programm nicht. Wie auch?
                Aber auch der Anarchismus folgt Statuten, Überlegungen, Forderungen…

                Meine Frage bezog sich auf kommunistische Bewegungen, fälschlicherweise hatte ich Sie dort verordnet- sollten Sie sich selbst nicht dazu zählen, bitte ich Sie um Nachsicht.
                Freundliche Grüße!

    2. Zur Wahrheit gehört vor allem, dass echte Linke von der Brd-Propaganda zu Tyrannen beschrieben wurden und die üblichen Brd-Schlafschafe das gerne und blind glauben. Die Verblödung fängt hierzulande eben schon in der Schule an. In der DDR gabs immerhin ein Schulfach (integriert in andere Fächer) namens Logik. Gibts in der Brd nicht.

      1. Nicht nur BRD-Propaganda. Für Amis waren Sozialisten auch immer tyrannische Despoten.

        Und auch geschichtlich war der Gegner stets der Teufel und Linke gerne Terroristen.

  25. Ja schon. Was sich links nennt, sind alles Weicheier und Schlappschwänze. Es gab aber mal Zeiten, in denen das anders war. Diese vermisst Roberto. Recht hat er.
    Was die Linke zum Konflikt mit Russaland sagen müsste, kommt ausgerechnet aus dem Mund von Victor Orban. Ein klein wenig Besserung hat man sich ja von Präsident Fico in Slowenien erwartet. Ja schon, aber Orban trifft mehr ins Schwarze.

    Und jetzt haben die Ölkonzerne und die Ölscheichs endgültig die Presse übernommen. Mit wenig Erfolg, in Deutschland will noch immer eine Mehrheit die Energiewende. Aber nicht einmal da regt sich Widerstand.

    Eintüten, in der Tat.

    1. Fico ist eher Sozialdemokrat denn Sozialist, die Forderung Produktionsmittel volkseigen zu machen hat er bekanntlich nicht. Orban befürwortet im Gegensatz zu Fico den Völkermord in Nahost, also noch schlimmer.
      Beide sind natürlich keine Linken.

    2. So spricht ein rechter sozialdemokratischer Zionist aus Mannheim!
      Die Energiewende ist eine Fiktion, die die kleine, erbärmliche BRD niemals alleine schafft. Ohne China läuft nix.
      Öl wird für die Kunststoffindustrie weiter gebraucht, aber weniger.
      Die Kernkraftwerke hier abzuschalten war Blödsinn, aber typisch deutsch.
      Ansonsten haben die Grünen den Klimaschutz vermasselt, niemand will ihre dummen Sprüche mehr hören. Dasselbe denke ich vom Staat Israel, der zum Paria der Weltgemeinschaft geworden ist. Dieses Land muß dekolonisiert werden!
      Basta, wie Schröder sagte

  26. Auf »die da oben« zu schauen und sie als bürgerfern einzuordnen, war in anderen Zeiten ein Urprinzip der Linken.

    Genau, schon Marx hatte ja bekanntlich eine berühmte „Kritik der bürgerfernen Obrigkeit“ verfasst.
    Was Lapuente so absondert spottet jeder Beschreibung.

    1. dito,
      politisch kopiert er die Strategie der antideutschen Israelfanatiker. Mit destruktiver Pseudokritik linke Kapitalismuskritik zu delegitimieren. Da reiht er sich ein in die bürgerlichen Phalanx von SPD, Grünen, FDP, CDU bis hin zur AFD mit ihrer Tina-Vergötterung des Kapitalismus.
      (Tina … there is no alternative)

      1. Antideutsche waren und sind schon immer Faschisten. Die Brd-Propaganda bezeichnet sie gerne als Linke um für Verwirrung zu sorgen, denn die meisten Schlafschafe glauben alles blind was man ihnen vorsetzt.

      1. Marx hat eigentlich die Linke erst erfunden, mit seinen 3 Büchern:
        Band 1: Der Produktionsprozess der Linken: Freie Liebe durch antiautoritäre Erziehung: L – A – L‘
        Band 2: Der Zirkulationsprozess der Linken: Linksgrünversiffte Propaganda
        Band 3: Der Gesamtprozess der LInken: Staatsgelder kassieren

  27. Zur Entstehungsgeschichte gehört auch das:
    Der historische Faden der kapitalismuskritischen Linken wurde spätestens nach dem Ende von WK2 durch die Sozialdemokratisierung der Arbeiterbewegung abgeschnitten. Systemkritiker, wie sie – außerhalb der Arbeiterschaft! – in den 60er und 70er Jahren aufkamen, konnten in der Arbeiterschaft nicht Fuß fassen. Als in den späten 70 er und den 80er Jahren ein Bewusstsein von der Umweltproblematik aufkam, war dies nicht mit Systemkritik verbunden, sondern idealistisch und moralisch. Zu dieser Zeit hätten die noch vorhandenen Kapitalismuskritiker die Möglichkeit gehabt, auf die Umweltbewegung im Sinne einer Orientierung an der Systemfrage – schließlich ist ja der Kapitalismus Grund für die Umweltmisere! – Einfluss zu nehmen, indem sie sich deren berechtigten Anliegen annehmen. Das haben sie versäumt, und zwar zu ihrem eigenen Schaden, denn es wäre die einzige Chance gewesen, nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, in der sie jetzt stecken.

    1. Dann wäre nur noch zu erklären, wo denn der kapitalismuskritische Faden bei Noske und Ebert z. B. 1918/19 zu finden war und wer ganz kapitalismuskritisch den deutschen Kriegskrediten 1914 ff. so alles zugestimmt hat. Pistorius mit seinem Kriegsgeheul befindet sich da in einer mehr als hundertjährigen sozialdemokratischen Traditionslinie.

      1. Ich bin mir nicht klar, ob du mir zustimmen willst, oder widersprechen. Ja, die Sozialdemokratisierung der Arbeiterbewegung hat schon früher angefangen. Aber nach WK2 war sie so weit vollendet, dass keine nennenswerten Reste von Kommunismus mehr da waren, und alle sozialpolitischen Anliegen der Arbeiterschaft von Gewerkschaften und SPD in systemkonforme Bahnen gelenkt werden konnten.

        1. Die Reste waren 1914 schon am Ende. Das wollte er sagen.
          Nur genug naive Wähler haben das nie gemerkt, bis heute nicht.

          Mir ist es unverständlich wie auch Sozialdemokraten einen Pinochet hofieren konnten, oder den Vietnamkrieg der Usa nicht kritisieren wollten, oder keine Probleme hatten wenn dt. Autokonzerne Gewerkschaftler in Südamerika der Obrigkeit meldeten damit sie beseitigt werden. Die Spd war also seit 1914 nie anders als heute. Nur die Schlafschafe hatten es nie gemerkt.

        2. Ich wollte nur darauf hinweisen, das das von Dir für die BRD kolportierte zerschnittene Seil nicht aus dem nichts kam, sondern historisch schon lange vorher dominierend in der Sozialdemokratie angelegt war.

          Was das Verhältnis der Linken zur westdeutschen Arbeiterklasse betrifft, halte ich Deine Argumentation für zu vereinfacht. Den Faden hier aufzudröseln ist mir aber zu zeitaufwändig und würde auch nicht wirklich weiterführen.

    2. Wer behauptet, dass der Kapitalismus Schuld an Umweltverschmutzung sei, hat den real existierenden Sozialismus im Osten nicht gesehen und damit die Arbeitswertlehre nicht begriffen.
      Aber Dummheit verkauft dich unter Stumpfsinnigen besonders gut!

      1. Du weist darauf hin, dass es im Bereich des Ostblocks Umweltverschmutzung gegeben hat. Und auf welche Weise kommst du von da zur Schlussfolgerung, dass die Umweltverschmutzung, die es in den kapitalistischen Ländern gab und gibt, nicht ihren Grund im Kapitalismus haben?
        Zudem kann man auch sagen, dass auch die Umweltschäden, die es im Ostblock gegeben hat, ihren Grund im Kapitalismus hatten. Das glaubst du nicht? Hast du nicht mitbekommen, dass der Westen den Osten totgerüstet hat? Um in der Rüstung mitzuhalten, musste die gesamte Ökonomie darauf umgestellt werden. Das schloss auch ein, um von der technischen Entwicklung nicht abgeschnitten zu werden, sich den Gesetzen des Weltmarkts zu unterwerfen. Da konkurrenzfähig zu bleiben, war nicht möglich, ohne Umweltschäden in Kauf zu nehmen.

        1. Hatte der Osten den Zwang, den Kapitalismus nach der Produktionsmenge zu besiegen, oder gab es sich diesen selbst?
          Im westlichen Kapitalismus kann man Umweltanforderungen sehr wohl implementieren, wenn dies allgemeiner Wille ist. Man muss die Mehraufwendungen dann nur entsprechend integrieren und Sonderabgaben von Säuen festlegen. Nur weil dies von gewissen Kapitalisten nicht gewünscht wird, heißt das noch lange nicht, dass dies nicht möglich wäre.

    3. Ich bin von den bisherigen Antworten überrascht. Wenn man von „Luck“ absieht, der das Thema gewechselt und vom Ostblock zu reden angefangen hat, dann beziehen sich die Antworten nur auf die in dem Kontext eigentlich eher nebensächliche Frage, wann denn die Sozialdemokratisierung der Arbeiterbewegung genau angefangen hat. Besteht unter den Foristen also im Grunde Einigkeit über meine These?

  28. Schöner Artikel, wieder einmal.

    Hot take: Die klassische, materialistisch ausgerichtete Linke gibt es nicht mehr, denn sie wurde Opfer ihres Erfolgs – man spricht nicht umsonst vom sozialdemokratischen, 20. Jahrhundert.

    Wie viel verdient ein Fließbandarbeiter bei Daimler noch einmal? Der Manchester-Kapitalismus, zumindest in Europa, ist seit langer Zeit passé, auch dank der Arbeiterbewegung. Und für andere Länder, Nationen – kurz: politische Schicksalsgemeinschaften – kann ich nicht sprechen, das wäre modern-postmaterialistische Hybris.

    1. Wie viel verdient ein Fließbandarbeiter bei Daimler noch einmal?

      Egal wieviel, vermutlich hat er seinen Tageslohn bis zur Vesperpause schon erwirtschaftet, jedoch ist da ja noch nicht FeierABEND… aber davon ab, immer weniger haben noch solche Arbeitsplätze (die allermeisten hatten nie solche!) und demnächst fast niemand mehr. Meine Eltern, sowie auch ich selber, hatten nie solche Arbeitsverträge..
      Das „sozialdemokratische Jahrhundert“ ging in der BRD tatsächlich gerade mal höchstens ein, zwei – vielleicht drei Dekaden lang… die Reallöhne sind seit 1990 übrigens stetig gefallen (per Salamitaktik, natürlich in hauchdünnen Scheibchen geschnitten bis gar die Sozialdemokraten ran durften Agenda 2010, Hartz4, Genosse der Bosse etc…), die €uroeinführung dagegen war ein für alle spürbarer Schnitt.
      Aber keine Sorge, der Manchesterkapitalismus wird hier nicht wiederauferstehen… die Produktion ist nach Ostasien gezogen. Hier dagegen wird mehr und mehr die Verarmung zunehmen. Zumal die, für die relativ preiswerte Produktion in Deutschland, günstigen Energiepreise weggefallen/gesprengt wurden… diese also nicht mehr wiedererweckt werden kann. Einen Eindruck der Zukunft finden Sie bei Mike Davis, oder indem Sie sich die Zeltstädte in den europäischen Hauptstädten betrachten..
      Glück auf!

  29. Der „Internationalismus“ der Linken bot das ideologische Einfallstor für die Adaption der Ziele des globalistischen Kapitals. Es war keine bewusste Entscheidung, es war der Sog, den die Klimadiskussion erzeugte. Soziale Fragen wurden einem Katastrophenszenario untergeordnet, in deren Folge sämtliche Begriffe einer totalen Beliebigkeit unterworfen wurden.
    Als man die Linke so konditioniert hatte, übertrug man ihr die Aufgaben, die im 13. Jhd. Tomás de Torquemada übernahm. Und sie übernahm diese Aufgabe dankbar und mit Erfolg.
    Ab diesem Zustand ist dann alles möglich, auch mit den ehemaligen Linken. Selbst ein faschistischer Staat, der sich antifaschistisch etikettiert.

    1. Aber so clever zu merken daß ehemalige Linke nicht mehr links sind bist du nicht. Wenn ehem. Linke faschistisch geworden sind, dann sollte man diese auch so bezeichnen und nicht der Brd-Propaganda naivst auf den Leim gehen.
      Ja, die Hitler 2.0 sind clever. Heute nennen sie sich Antifaschisten, bewaffnen aber faschistische Staaten. Schlafschafe die es in der Brd genug gibt, habens nie gemerkt.

  30. Wie stets viel Blödsinn. Der Begriff „bürgerlich“ kommt eigentlich vom franz. „bourgeoise“. Besser man nutzt den originalen Begriff, denn dann wird es deutlicher. Wenn also ein Naivling behauptet ein bourgeoiser Linker zu sein dann merkt selbst der letzte Trottel wie sich das widerspricht.
    Sicher gibts in der Brd keine linke Partei wenn man dumm genug ist Sozialdemokraten, grüne, Linke (PdL) noch als Linke zu bezeichnen. Das gilt auch für die MLPD die gerne und oft auf Seite der Nato ist.
    Man sollte schon so clever sein die Politik die die Partei fordert zu prüfen. Doch da sind Leser und Schmierfinken regelmäßig überfordert.
    Natürlich gibts links und rechts auch weiterhin. Nur gibts eine linke Partei im Reichstag schon lange nicht mehr. Links ist nur wer das Volkseigentum an Produktionsmitteln fordert und imperialistische Politik von Nato u. Eu ablehnt (bei letzterem scheidet dann auch die MLPD aus).
    Übrig bleibt nur die DKP, inkl. ihrer Forderung nach dem Austritt aus Nato, Austritt aus Eu (schon Lenin sagte daß dies unter kapitalistischen Bedingungen scheitern wird bzw rückständig, also zum Vorteil von Superreichen sein wird), weiter die Abschaffung der CO2 Steuern und die Verweigerung von Zwangsimpfung.
    Aber wer das nicht will der wählt eben weiter den kapitalistischen Mist oder gar nicht – Beides führt zum gleichen „Weiter so“. Also selbst schuld, vielleicht wollen die Opfer gerne jammern. Kann ja auch sein.

  31. Aus und vorbei – endlich!
    Der allergrößte Teil, welcher mit „Links“, „Linke“ usw. bezeichnet wurde oder auch noch wird, (obwohl diese kaum noch inhaltliche Tendenzen in diese Richtung aufweisen) war IMMER SCHON PATERNALISTISCH und kann daher weg! Dies ist vollumfänglich zu begrüßen!
    Der autoritäre Charakter war schon beim Petrus dieser Bewegung vorhanden, was schon die ständige Verächtlichmachung P.- J. Proudhons bezeugte. Selbiges ließe sich ebenfalls anhand der absichtlichen Spaltung der 1. Internationalen aufzeigen. Am deutlichsten gar, als die DIKTATUR des Proletariats eingefordert wurde (selbstverständlich wurde natürlich ebenjenes Proletariat immer herausgedrängt, die Macht sollten natürlich nur ihre „Führer“ erhalten, diese durfte natürlich niemals in deren Hände gegeben werden, die Zügel nie losgelassen werden… 😉 )..
    Und schaut man sich die Liste der Klassenkämpfe an, so sticht einem eine lange Liste jener Preisgabe ins Auge.
    Verraten wurden stets die proletarischen Räte und wenn nicht, so doch zumindest unterwandert.
    Nicht nur in der Sowjetunion, auch in Kiel 1918, Augsburg, Berlin, Braunschweig, Bremen, Essen, Fürth, Halle, Mannheim, Merseburg, München, Rosenheim, Schlesien, Würzburg…
    Selbst im Reichsrätekongress stellten die etatistischen Sozialdemokraten die große Mehrheit.
    Davon waren übrigens der größte Teil Partei-& Gewerkschaftsfunktionäre, Redakteure, Intellektuelle…
    Fazit: „Dieser Zentralkongress war das erste revolutionäre Tribunal Deutschlands, aber von revolutionärer Luft war da nichts zu merken. Ich habe vorher meine Erwartungen nicht allzu hoch gestellt, aber dass dieser Kongress zu einem politischen Selbstmörderklub werden würde, das habe ich nicht geglaubt.“ …
    Die Angst vor der eigenen Freiheit, tatsächlich ALLE MACHT DEM VOLKE(den Räten) in dessen Hände zu übertragen, führt zur Flucht in die Konformität. Diese hat meist gar zur Vernichtung derjenigen geführt, für die JENE behaupteten „zu sprechen“… bis heute. Auch weil sie ihre Position verlieren würden.

    Irrationale Autorität geht immer mit Angst und Ausübung von Druck auf der Grundlage einer emotionalen Unterwerfung einher. Es ist dies die Autorität des blinden Gehorsams, die Art von Autorität, die man am deutlichsten ausgeprägt in allen totalitären Ländern findet.“
    E.Fromm

    Es ist die Angst vor der Selbstermächtigung der Menge. Vor dieser Freiheit scheinen sich „linke“ zu fürchten und ein Gegenmechanismus ist die Flucht in autoritäre Begründungen. Flucht in Ideologie. In den rigiden sozialdemokratischen, oder M-L Strukturen erkennt man immer wieder diese Freiheitsfurcht, weshalb ein ganzes Arsenal zur Begründung eingeführt wurden: Marx, Engels, Lenin oder gar Stalin. So begründete man die pathologischen Autoritätshörigkeit, mit der selbst Gewalt durch die Parteiführung/ZK/was auch immer entschuldigt wird. Dieses an religiöse Praktiken(Großinquisitor/Dostojewski) erinnerndes Tun führt häufig dazu, dass jene jegliche Selbstkritik ablegen und sich auf DIE höhere Instanz berufen. Sei es Marx, Lenin, früher die Sowjetunion jetzt beliebt V.R. China…
    Wer dies bezweifelt, sollte sich die Ergebnisse des Milgram Experiments anschauen.
    Im übrigen schaut es auf der sogenannten libertären, anarchistischen Seite leider auch nicht besser aus, allein wenn man sich deren Verhalten während der Plandemie anschaut.. oder dem Glauben an die CO² These…
    Diese blinde und unhinterfragte Loyalität gegenüber Herrschaft, Autorität und diese freiwillige Verknechtung – erscheint mir als der springende Punkt, weshalb sich das linke Projekt final ins Abseits katapultiert hat.. ihr wisst schon, es gibt kein echtes Leben im falschem 😉

    1. Es war in Halle/Merseburg ja so, das die revolutionären Arbeiter von den reaktionären Verbänden der Verbindungsstudenten in ihrem Blut ertränkt worden sind, angefangen mit der Ermordung Karl Meseberg. das gilt ebenso für Berlin wie all die anderen genannten Städte. In Halle waren es dieselben Verbindungen, welche gemeinsam mit den Faschisten als akademische Speerspitze schon vor 1933 die Faschisierung der halleschen Universität vorantrieben (Prof. Günther Dehn, deutschlandweit bekannt als der „Fall Dehn“) und 1933 in vollem Wichs vollständig zur Bücherverbrennung angetreten sind und sie singend begleiteten.

      Die damalige revolutionäre Bewegung heute mit solch billigen Sprüchen ahistorisch zu diskreditieren ist einfach nur billig wie widerlich!

      1. Mir war bisher gar nicht bekannt das Ebert und Noske auch reaktionäre Verbindungsstudenten gewesen waren..
        Daher scheint es logisch zu sein, dass es zum Pakt mit Groener kam (Ebert-Groener Absprache)
        Jetzt verstehe ich endlich auch, weshalb die MSPD eine Zusammenarbeit mit Kapital, Militär(führung) und der Verwaltung anstrebte (studentische Verbindungstreue!!). Auch warum ein sozialdemokratischer Reichswehrminister diese Freikorps aufstellen lies. Daher konnte im Nachlaß von Waldemar Pabst ein Text gefunden werden, wie dieser:
        „Daß ich die Aktion ohne Zustimmung Noskes gar nicht durchführen konnte – mit Ebert im Hintergrund – und auch meine Offiziere schützen musste, ist klar. Aber nur ganz wenige Menschen haben begriffen, warum ich nie vernommen oder unter Anklage gestellt worden bin. Ich habe als Kavalier das Verhalten der damaligen SPD damit quittiert, dass ich 50 Jahre lang das Maul gehalten habe über unsere Zusammenarbeit.“ also jener Offizer, welcher Luxemburg & Liebknecht Ermordung veranlasste. Zitate des sich selbst als „Bluthund“ bezeichneten erspare ich mir hier einzufügen…
        Aber wie gesagt, shietegal dass alles- da eh irrelevant !

    2. Ausgezeichnet! Es ist tatsächlich so, dass man den erzwungenen Gehorsam (Arno Grün ‚Wahnsinn der Normalität‘) -erstmal bei sich selbst – auflösen müsste, um wirklich emanzipatorische Politik zu betreiben. Gilt für Linke wie für Rechte.

    3. Der autoritäre Charakter war schon beim Petrus dieser Bewegung vorhanden, was schon die ständige Verächtlichmachung P.- J. Proudhons bezeugte.

      „_Ständige_ Verächtlichmachung“? 1847 war die Sache für Marx eigentlich erledigt. Aber, was Herrn „niemand“ nicht bekannt zu sein scheint: Marx hat seine Antwort auf Proudhons „Philosophie des Elends“, also die angebliche Verächtlichmachung, zu Lebzeiten NICHT veröffentlicht. „Das Elend der Philosophie“ ist erst zwei Jahre nach seinem Tod von Engels, Kautsky und Bernstein erstmals herausgegeben worden.
      Für Proudhons wenig umfängliche Leserschaft ist also nicht Marx verantwortlich.

      Der Karin-Kramer-Verlag, spezialisiert auf anarchistische Antiquitäten, hat sich 2004 erbarmt und nach 157 Jahren Proudhons „Philosophie des Elends“ mal wieder auf Deutsch aufgelegt. Ist ganz bestimmt ein Bestseller.

      Selbiges ließe sich ebenfalls anhand der absichtlichen Spaltung der 1. Internationalen aufzeigen.

      Na dann zeigen Sie mal bitte auf. Bin schon ganz gespannt.

      Am deutlichsten gar, als die DIKTATUR des Proletariats eingefordert wurde (selbstverständlich wurde natürlich ebenjenes Proletariat immer herausgedrängt, die Macht sollten natürlich nur ihre „Führer“ erhalten, diese durfte natürlich niemals in deren Hände gegeben werden, die Zügel nie losgelassen werden… 😉 )

      Das ist doch nun wirklich Demagogie a la BILD-Zeitung.
      Warum kursierten denn sofort nach der Novemberrevolution Flugblätter vermutlich der „Antibolschewistischen Liga“ (unterschrieben mit „die Frontsoldaten“), die forderten: „Arbeiter und Bürger! … Schlagt ihre Führer tot! Tötet Liebknecht!“? Warum wurde nicht gefordert „Tötet Erwin Meier aus der Nachbarstraße“? Warum gab’s während der russ. Revolution drei Mordanschläge auf Lenin? Warum versuchten die Amerikaner jahrzentelang unermüdlich Fidel Castro zu töten?
      Warum haben die südafrikanischen Rassisten jahrzehntelang Nelson Mandela im Knast schmoren lassen, während zig Millionen Schwarze, die ihnen auch nicht gewogen waren, frei herumliefen?

      Ist doch irgendwie merkwürdig, oder? Die Führer standen dem Analytiker „niemand“ zufolge der Revolution doch ohnehin nur im Weg.
      Ich mein‘ sind Sie tatsächlich so beschränkt oder „selbstermächtigen“ Sie sich zu solchem Unsinn?

      1. Vieileicht ist Folgendes von Interesse, von Marx 1945 gelesen:

        „Proudhon will nicht den propriétaire [180], sondern den possesseur [181] oder usufruitier [182]. [83] Was heißt das? Er will, daß der Boden nicht Einem gehöre; aber der Nutzen desselben – und gestände man ihm auch nur den hundertsten Teil dieses Nutzens, dieser Frucht, zu – der ist ja doch sein Eigentum, mit welchem er nach Belieben schalten kann. Wer nur den Nutzen eines Ackers hat, ist allerdings nicht der Eigentümer desselben; noch weniger, wer, wie Proudhon will, von diesem Nutzen so viel abgeben muß, als zu seinem Bedarf nicht notwendig erfordert wird; allein er ist der Eigentümer des ihm verbleibenden Anteils. Also negiert Proudhon nur dies und jenes Eigentum, nicht das Eigentum. Wenn Wir den Grundeigentümern den Grund nicht länger lassen, sondern Uns zueignen wollen, so vereinigen Wir Uns zu diesem Zwecke, bilden einen Verein, eine société, die sich zur Eigentümerin macht; glückt es Uns, so hören jene auf, Grundeigentümer zu sein. Und wie von Grund und Boden, so können Wir sie noch aus manchem andern Eigentum hinausjagen, um es zu unserm Eigentum zu machen, zum Eigentum der – Erobernden. Die Erobernden bilden eine Sozietät, die man sich so groß denken kann, daß sie nach und nach die ganze Menschheit umfaßt; aber auch die sogenannte Menschheit ist als solche nur ein Gedanke (Spuk); ihre Wirklichkeit sind die Einzelnen. Und diese Einzelnen werden als eine Gesamtmasse nicht weniger willkürlich mit Grund und Boden umgehen, als ein vereinzelter Einzelner, oder sogenannter propriétaire. Auch so bleibt also das Eigentum bestehen, und zwar auch als „ausschließlich“, indem die Menschheit, diese große Sozietät, den Einzelnen von ihrem Eigentum ausschließt (ihm vielleicht nur ein Stück davon verpachtet, zu Lehn gibt), wie sie ohnehin alles, was nicht Menschheit ist, ausschließt, z.B. die Tierwelt nicht zum Eigentum kommen läßt. – So wird’s auch bleiben und werden. Dasjenige, woran Alle Anteil haben wollen, wird demjenigen Einzelnen entzogen werden, der es für sich allein haben will, es wird zu einem Gemeingut gemacht. Als an einem Gemeingut hat Jeder daran seinen Anteil, und dieser Anteil ist sein Eigentum. So ist ja auch in unseren alten Verhältnissen ein Haus, welches fünf Erben gehört, ihr Gemeingut; der fünfte Teil des Ertrages aber ist eines Jeden Eigentum. Proudhon konnte sein weitläufiges Pathos sparen, wenn er sagte: Es gibt einige Dinge, die nur Wenigen gehören, und auf die Wir übrigen von nun an Anspruch oder – Jagd machen wollen. Laßt sie Uns nehmen, weil man durch’s Nehmen zum Eigentum kommt, und das für jetzt noch uns entzogene Eigentum auch nur durch’s Nehmen an die Eigentümer gekommen ist. Es wird sich besser nutzen lassen, wenn es in Unser Aller Händen ist, als wenn die Wenigen darüber verfügen. Assoziieren wir Uns daher zu dem Zwecke dieses Raubes (vol). – Dafür schwindelt er Uns vor, die Sozietät sei die ursprüngliche Besitzerin und die einzige Eigentümerin von unverjährbarem Rechte; an ihr sei der sogenannte Eigentümer zum Diebe geworden. (La propriété c’est le vol [183]); wenn sie nun dem dermaligen Eigentümer sein Eigentum entziehe, so raube sie ihm nichts, da sie nur ihr unverjährbares Recht geltend mache. – So weit kommt man mit dem Spuk der Sozietät als einer moralischen Person. Im Gegenteil gehört dem Menschen, was er erlangen kann: Mir gehört die Welt. Sagt Ihr etwas anderes mit dem entgegengesetzten Satze: „Allen gehört die Welt“? Alle sind Ich und wieder Ich usw. Aber Ihr macht aus den „Allen“ einen Spuk, und macht ihn heilig, so daß dann die „Alle“ zum fürchterlichen Herrn des Einzelnen werden. Auf ihre Seite stellt sich dann das Gespenst des „Rechtes“. „

      2. Aber, was Herrn „niemand“

        Dazu muß ich Ihnen sagen, weder ich noch irgendjemand meiner Vorfahren war je ein „Herr“ oder gehörte zu den „Herren“… ganz im Gegenteil^^ 😉 – Sie unterhalten sich hier mit einem „Lumpenproletarier“ & Hauptschüler, der sich autodidaktisch über eine lange Zeit, seinen politischen Standpunkt erarbeitet/erlesen hat. Daher sparen Sie sich das „Herr“…

        nicht bekannt zu sein scheint: Marx hat seine Antwort auf Proudhons „Philosophie des Elends“, also die angebliche Verächtlichmachung, zu Lebzeiten NICHT veröffentlicht. „Das Elend der Philosophie“ ist erst zwei Jahre nach seinem Tod von Engels, Kautsky und Bernstein erstmals herausgegeben worden.
        Für Proudhons wenig umfängliche Leserschaft ist also nicht Marx verantwortlich.

        ->darauf habe ich ja gar nicht angespielt. Schon in „Die Klassenkämpfe in Frankreich“ ebenso in „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ findet sich solches. Suchen Sie selbst.. Die posthum veröffentliche „Elend der Philosophie“ zeigt dies ja auch im nachgang auf, wie sehr ihn Proudhon beschäftigte.

        Selbiges ließe sich ebenfalls anhand der absichtlichen Spaltung der 1. Internationalen aufzeigen.
        Na dann zeigen Sie mal bitte auf. Bin schon ganz gespannt.

        ->Marx war Mitglied des Generalrats der Internationalen, der Exekutivgruppe, die die Arbeit der Organisation leitete.
        Schon zuvor hatte Marx Bakunin und seine Anhänger beschuldigt, die Einheit der Internationale zu untergraben und eine Spaltung zu provozieren.
        Marx initiierte und unterstützte formelle Untersuchungen gegen Bakunin, insbesondere wegen angeblicher Versuche, die Internationale zu spalten und interne Konflikte zu schüren.
        Auf dem Kongress in Den Haag wurde Bakunin offiziell vorgeworfen, gegen die Statuten der Internationalen verstoßen zu haben.
        Auf dem Kongress in Den Haag stimmte die Mehrheit der Delegierten für den Ausschluss von Bakunin und seiner Anhänger.
        Marx selbst hielt eine einflussreiche Rede, in der er die Notwendigkeit betonte, die Organisation vor anarchistischen Tendenzen zu schützen, die seiner Meinung nach die revolutionäre Arbeit sabotierten.
        Der Ausschluss wurde als Maßnahme zur Wahrung der Disziplin und Einheit der Internationalen dargestellt.
        Der Ausschluss von Bakunin führte zur Spaltung der Internationalen in eine marxistische Fraktion und eine anarchistische Fraktion.

        Am deutlichsten gar, als die DIKTATUR des Proletariats eingefordert wurde (selbstverständlich wurde natürlich ebenjenes Proletariat immer herausgedrängt, die Macht sollten natürlich nur ihre „Führer“ erhalten, diese durfte natürlich niemals in deren Hände gegeben werden, die Zügel nie losgelassen werden… 😉 )

        Das ist doch nun wirklich Demagogie a la BILD-Zeitung.

        ->wen Sie meinen. Tatsächlich läßt sich geschichtlich aufzeigen, dass all diese Machtübernahmen des Staatsapparats nie in die „klassenlose Gesellschaft“ geführt haben. Im Gegenteil, allzuoft zu einer Gewaltherrschaft führten.. wo ist da die Emanzipation??

        Warum kursierten denn sofort nach der Novemberrevolution Flugblätter vermutlich der „Antibolschewistischen Liga“ (unterschrieben mit „die Frontsoldaten“), die forderten: „Arbeiter und Bürger! … Schlagt ihre Führer tot! Tötet Liebknecht!“? Warum wurde nicht gefordert „Tötet Erwin Meier aus der Nachbarstraße“? Warum gab’s während der russ. Revolution drei Mordanschläge auf Lenin? Warum versuchten die Amerikaner jahrzentelang unermüdlich Fidel Castro zu töten?
        Warum haben die südafrikanischen Rassisten jahrzehntelang Nelson Mandela im Knast schmoren lassen, während zig Millionen Schwarze, die ihnen auch nicht gewogen waren, frei herumliefen?

        Ist doch irgendwie merkwürdig, oder? Die Führer standen dem Analytiker „niemand“ zufolge der Revolution doch ohnehin nur im Weg.

        -> Ich weiß ja jetzt nicht, was Sie mir damit versuchen zu erklären?? Wirklich nicht!!
        Wo ist da ein Argument???

        Ich mein‘ sind Sie tatsächlich so beschränkt oder „selbstermächtigen“ Sie sich zu solchem Unsinn?

        Danke für die Blumen.. Ihr „Sie“ können Sie sich sparen, wenn Sie mich im selben Satz für beschränkt erklären.
        Übrigens haben Sie mir immer noch nicht zur Situation auf dem Westbalkan und Stalins Rolle hierbei geantwortet… Haben Sie sich mittlerweile damit einmal beschäftigt?

        MfG

  32. Dass die „Vereinigten Staaten, vor allem der CIA, die ab den Fünfzigerjahren versuchte, den Einfluss des Marxismus und der sozialistischen Arbeiterbewegung zurückzudrängen“ ist richtig. Aber das geschah nicht erst ab den 1950er Jahren, sondern bereits nach dem Sieg der Russischen Revolution. Damals nicht nur mit den Mitteln der Propaganda sondern vor allem mit militärischen. Die Entente aus den westlichen Staaten und Japan griffen in den russischen Bürgerkrieg ein, indem sie von den Küsten her Interventionstruppen in Gang setzten. Auch der Faschismus diente keinem anderen Ziel als der Zerschlagung des Kommunismus.
    Trotzdem konnten weder militärische Einsätze die sozialistische Arbeiterbewegung zurückdrängen, auch nicht die Propagandaversuche der USA und ihrer CIA. Bis Mitte der 1970er Jahre war nach den Niederlagen des westens in Südostasien und in Afrika nach dem Zerfall des portugiesischen Kolonialreiches war der Sozialismus auf dem Vormarsch und bedrohte gar mit der Revolution der Nelken 1974 das portugiesische Mutterland. All diese Versuche antikommunistischer Einflussnahme hatten die sozialistische Arbeiterbewegung nicht zerschlagen können. Das gelang erst der Menschenrechtspolitik und der Werteorientierung unter Jimmy Carter am Ende der 1970er Jahre. Von da an verlor die sozialistische Bewegung an Einfluss weltweit. Unter dem Eindruck der Niederlagen in Südostasien und weltweit erkannte man in den USA und ihre Thinktanks, dass mit plattem Antikommunismus die Entwicklung nicht aufzuhalten war. Der Wandel von der Interessenpolitik zur Wertepolitik bediente den Wunsch der Menschen nach Abbau der Spannungen und Konflikte weltweit. . Die Friedensbewegung in Europa unterstützte diesen Wandel. Das Russenbild des Anti-Kommunismus aus den Zeiten des Kalten Krieges wurde ersetzt durch das Bild der Friedensbewegung, das die Sowjetbürger als Menschen darstellte, die auch nichts weiter wollten als ein friedliches Leben, eine freundliche Zukunft für ihre Kinder und keinen Krieg. Friedensliebe wurde zu einem treibenden Wert dieser Bewegung und ist es heute immer noch. Aber diese Friedensliebe ist unpolitisch geworden. Die heutigen Friedensfreunde sind werteorientiert. Klassenbewusstsein, das der Kern der Arbeiterbewegung und Ausdruck antiimperialistischer Haltung zum Krieg war, ist verschwunden. Heute gibt es fast nur noch Werteorientierte. Seit etwa 50 Jahren hat die Werteorientierung die westlichen Gesellschaften durchdrungen und die Hirne vernebelt. Ganze Generationen sind inzwischen in dieser Nährlösung aufgezogen worden. Das ist der Kern der Verwirrung jener, die heute als Linke und Friedensfreunde in Russland einen imperialistischen Staat sehen und die NATO als Garanten des Schutzes vor diesem Russland. Für sie ist imperialistisch, wer außerhalb der eigenen Grenzen (oder was als solche bezeichnet wird) Krieg führt. Dass unter Imperialismus ursprünglich etwas anderes verstanden wurde, wissen diese „Linken“ nicht mehr. Und weil Russland in der Ukraine Krieg führt, ist Russland für sie imperialistisch, ohne klar benennen zu können, worin denn dieser Imperialismus Russlands bestehen soll. Es geht in solchen Köpfen wie immer um Macht. Aber welcher Machtgewinn soll denn Russland aus diesen wenigen Quadratkilometern erwachsen angesichts der gewaltigen Fläche, über die Russland verfügt? Welche Macht soll denn aus ein paar Quadratkilometern mehr erwachsen? Vielmehr ist doch dieser Krieg ein Risiko für Russlands Macht, denn er kann verloren gehen, zumal man sich mit dem größten Militärbündnis der Welt anlegt. Aber solche Fragen stellt man sich in der wertegetriebenen Linken und Friedensbewegung nicht mehr. Wer Krieg führt, ist imperialistisch. Geschichte interessiert da nicht mehr, zumal ohnehin ein historisches Bewusstsein und Wissen verloren gegangen ist. Es reicht, die richtigen Werte zu vertreten, da ist man immer im auf der moralisch richtigen Seite. Vorgeschichte und Fakten spielen dann keine Rolle mehr.
    Mehr dazu:
    https://ruedigerraulsblog.wordpress.com/2025/03/18/dem-untergang-entgegen/
    https://ruedigerraulsblog.wordpress.com/2022/12/17/zerfallende-weltbilder/
    https://ruedigerraulsblog.wordpress.com/2020/08/06/westliche-werte-als-rohrkrepierer/
    https://ruedigerraulsblog.wordpress.com/2019/06/08/die-werte-elite/

    1. Herr Rauls verortet den Beginn der Erfolglosigkeit linker Bewegungen ab Mitte/Ende der 70er Jahre.
      Ich kann ihm nur Recht geben, aber sehe die Ursache vor allem im „Erfolg“ der Linken. Klingt paradox, aber ist leicht erklärt.
      Das Kapital, die Reaktionäre erkannten die Schwachstelle der Linken, niemandem Weh tun zu wollen. Die Sexuelle Revolution, die Kulturrevolution der 60er im Zusammenspiel mit Vollbeschäftigung gebar ungekannte Freiheiten.
      Sehr interessant als Quelle hier Ingar Solty, https://makroskop.eu/spotlight/wirtschaft-in-zeiten-der-krise/sex-vollbeschaeftigung-and-rock-n-roll/.
      Doch viele „Linke“ gaben sich eher dem Hedonismus der 70er und 80er hin, als den reaktionären Rollback zu erkennen.
      Arbeitslosigkeit wurde künstlich geschaffen und ist bis heute ein wunderbares Druckmittel zur Gefügigkeit.
      Statt im Geiste Wihelm Reichs an echter sexueller Freiheit zu arbeiten, die „Arbeitsdemokratie“ zu denken und zu realisieren, wurde mit Selbstverwirklichung im Ich-Universum der Neoliberalismus unbewußt zur Kapitulation der Einzelnen. Den sie wurden alle zu Einzelnen, beliebig disponabel und machtlos.
      Heute ist Arbeitslosigkeit als Zwangsmassnahme nicht mehr nötig, den „Überflüssigen “ deren Arbeitskraft auch lohnlos nicht mehr benötigt wird gibt man noch zu essen, bis eine saubere Lösung für ihr Verschwinden ausgearbeitet ist.

      links sein würde 2026 bedeuten zuerst zu verstehen was sich gerade Abspielt im Katastrophenkapitalismus, der nicht mehr in der Lage ist aus Warenproduktion den Mehrwert(Mehrlust hätte Lacan es in den 60ern genannt) zu erwirtschaften, der die globalen Zinsen ( Marge der Besitzenden!) decken würde. Die Zinslast aller verzinslichen Papiere beträgt heute schon das 7 fache der Margen aus Warenproduktion !

      Also Crashkurs Bildung zum Thema Katastrophen Kapitalismus. Warum Corona, warum Ukrainekrieg, warum Gazakrieg, warum Hochrüstung, warum Totalitäre Digitalität? Nichts davon ist Zufall, alles in Simulationen Vorbereitet.
      Die Verbrecher auf staatlicher Ebene haben immer das Geld und die Ressourcen um Ihre Taten vorzubereiten und durchzuführen. Weil immer ein paar Charakterschweine für einen Judaslohn bereit sind ihre Klassengenossen zu verraten. Man muss ja schliesslich für den Urlaub sparen.

      1. Wie mein Weggenosse R@iner, den ich vor ein paar Jahren auf dem Schrottplatz traf so treffend sagte:
        „Wir waren doch nur ein paar Wenige“!
        Die Linken der damalige Zeit, gaben nur den Anstoß zu einer Umwälzung der Gesellschaft, durch ihre verschiedenen, teilweise experimentellen Strömungen, die einfach viel mehr Zeit gebraucht hätten, mit denen man sich unbedingt näher und ausgiebiger mit zu beschäftigen hätte müssen um sie zu verwirklichen.
        Diese ganze Bewegung fiel dazu noch in eine Zeit, wo es den meisten Leuten gerade wieder anfing, zumindest wirtschaftlich gerade wieder gut zu gehen.
        So, wie es damals relativ leicht war derartige Forderungen, den Muff von tausend Jahren unter den Talaren, nach Freiheit, Beendigung des Vietnamkrieges, Peace an Love, zu fordern, war es eben auch schwierig für das Volk sich dieser Aufarbeitung oder gar der Systemfrage zu widmen.
        Die 68er hatten zwar viel Lärm gemacht, waren aber wie jetzt auch, einfach viel zu Wenige um das eben auch kontinuierlich durchzuziehen.
        Zumal es leider eben auch viel zu viele unterschiedliche politische und kulturelle Strömungen gab, die in keiner Weise irgendwie kanalisiert werden konnten.

        1. Es waren doch die 68er die versagt haben und alles und alle verraten haben.
          Die waren doch überall drin und durften an den großen Rädern drehn.
          Und haben kollektiv die Weichen für die Scheiße gestellt in der wir jetzt stecken.
          War wohl die erste Generation die letztlich Krieg gegen die eignen Kinder geführt hat.
          „après nous le déluge“ war das eigentliche Motto.
          Während man den Konservativen und Kohls noch zugute halten kann dass sie dumm waren und durch den Krieg geprägt wusste die 68er Riege genau was sie taten.

  33. Die Ideologie, welcher Art auch immer von heute oder ‚damals‘, diente dazu: Zwietracht unter den Menschen zu verbreiten.
    Ergo, erlebt der Mensch seit seiner ‚angeblichen Schöpfung‘, die immer ‚gleichen‘ Zeit bedingten Propaganda.
    Uns oder mir, wurde immer in den Schädel einschlagen, der Mensch ist der Primat und alles andere ist dumm.
    Die Natur wurde vom Menschen soweit malträtiert, das die heutige Natur, begradigt /minimiert und in weiten Teilen zerstört wurde.
    Wir schwafeln von Ideologien und nicht mehr über Ameisenhaufen….
    Wir schwafeln über Ideologien, wollen aber als Mensch, das Lebensrecht aller natürlichen Eigenschaften nicht respektieren.
    Wer so agiert wie die Menschheit seit „2026“ Jahren existiert, der Mensch hat sich zum alten System von damals bis heute unterworfen.
    Das humane Ressourcen durch HRD Manager verwaltet werden, ist ja Realität.
    Links Rechts oder Mittig auf dem Baum zu sitzen, ist dem Affen da oben, egal, da er nur seine Früchte essen will….

  34. Links und linke Politik ist für mich einfach zu erkennen:
    – ein vernünftiges Bildungssystem, das auch sozial schwachen, aus prekären Verhältnissen stammenden Kindern Chancengleichheit ermöglicht
    – aktive Friedenspolitik, Abrüstung und Antimilitarismus
    – bezahlbarerer, zu schaffender menschenwürdiger Wohnraum
    – ein Sozialstaat, der diese Bezeichnung verdient und soziale Teilhabe ermöglicht
    – eine Rentenpolitik, die das Alter sorgenfrei macht
    – die Schaffung einer Infrastruktur, die der Allgemeinheit zu gute kommt
    – das Abschöpfen der großen Geldvermögen, eine Finanztransaktionssteuer, die diesen Namen verdient, Deckelung von Managergehältern, durchschlagende Verfolgung und Bestrafung von Steuerhinterziehung
    – Befreiung des ÖRR aus den Fängen der Parteienoligarchie
    – ein Gesundheitssystem und eine Pflege, die als hoheitliche Daseinsfürsorge begriffen wird, Abschaffung der Zwei-Klassen-Medizin, Verbot, mit der Gesundheit der Menschen Gewinne zu generieren
    – Abschaffung, mindestens massive Einschränkung des Lobbyismus
    – Grundgesetzbrüche endlich unter Strafe stellen bei sofortigen Mandatsverlust
    – Verbot von Nebentätigkeiten von Mandatsträgern
    – aktive Korruptionsbekämpfung
    – Meinungsfreiheit
    – Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel
    Die Liste ist nicht vollständig!
    Das ist für mich links und linke Politik!
    Ganz einfach!
    Da brauche ich keine theoretischen Systeme oder Herumgeeire was linke Politik denn nun sein soll!
    In unserer Gesellschaft haben wir das alles nicht, sondern das Gegenteil!
    Das ist für mich rechts!
    Alles ganz einfach!
    Aber ich bin ja nur ein Pflegeberufler ohne akademische Bildung.
    Was weiß ich schon…..

    1. @ Wallenstein:
      Du weißt eine ganze Menge. Das ist leicht an diesem Tweet zu erkennen. Nicht so ein Geschwurbel dieser sog. Linken aus ihren Elfenbeintürmen, die überhaupt nicht ahnen, was in dieser Gesellschaft so vor sich geht. Aber in deren Diskussionsblasen werden dann immer wieder „linke“ Positionen propagiert, Marx wird verbessert, und die SU war nie sozialistisch und all so eine gequirlte Scheiße. Du bringst alles, was linke Politik ausmachen sollte, auf den Punkt.
      Ein Artikel, in dem über „Links“ schwadroniert wird und nicht einmal das Wort Kommunismus in einem vernünftigen Zusammenhang vorkommt, ein Artikel, der die marxistische Partei DKP – in deren Programm all` deine Forderungen genauso aufgelistet sind – nicht erwähnt, was soll ich von so einem Gesülze halten. Was soll ich von einem US-amerikanischen Soziologen halten, der sich selbst als „bürgerlichen Linken“ bezeichnet? Bürgerlicher Linker, was bitte schön soll das sein. Das sind diese Typen, die sich in Deutschland dann bei den Grünen wiedergefunden haben. Diese Fischer, Trittin, und Konsorten. Die nennen sich auch Linke.
      Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte.
      Linke Politik, wirklich LINKE, kämpft für Sozialismus/Kommunismus. Fertig. Da gibt es keinen dritten Weg, oder Raum für Diskussionen. In der heutigen Zeit heißt das aber auch, die Arbeiterbewegung mit der Friedensbewegung zu verbinden um einen drohenden Krieg, den das Kapital mal wieder vorbereitet, in dem dann mal wieder das „normale“ Volk Kanonenfutter für Kriegsgewinnler spielen darf, zu verhindern. Trotzdem darf das Ziel nicht aus dem Auge verloren gehen, obwohl mit Christen, Sozialdemokraten, Liberalen, die ernsthaft für Frieden eintreten, zusammengearbeitet wird.
      Das Ziel heißt Sozialismus. Und genau in dieser Gesellschaftsform werden all` deine Forderungen umgesetzt. Da können die sich hier tummelnden Intellektuellen – oder die, die sich dafür halten – noch so laut schreien.
      Dein Tweet ist der Beste bisher. Ich danke.

      1. „Linke Politik, wirklich LINKE, kämpft für Kommunismus.“ Realsozialismus will ich nicht. Allerdings hat Wallensteins List mit Kommunismus gar nichts zu tun. Es ist eine Reform der bürgerlichen Demokratie unter Beibehaltung des Kapitalismus. Der Artikel von RDL taugt nichts.

        1. @ Krim:
          Realsozialismus willst du also nicht. Aha. Du willst mit einem Fingerschnipp vom Imperialismus in den Kommunismus kommen. Was für ein Blödsinn. Auch nach einer erfolgreichen Revolution gibt es die Bourgeoisie. Sie ist nicht einfach verschwunden. Sie MUSS unterdrückt werden. D.h. es gibt auch nach der Revolution noch Klassen. Daher der Name „Diktatur des Proletariats“. Und genau das ist die Phase, die sich Sozialismus nennt. Erst im Kommunismus gibt es keine Klassen mehr, keine Kapitalfraktion, die niedergehalten werden muss. Aber du springst sofort in den Kommunismus. Die Liste von @ Wallenstein hat mit Kommunismus nichts zu tun. Stimmt. Behauptet er auch gar nicht. Er listet auf, was er unter „linker“ Politik versteht. Was ist daran nicht zu verstehen. Die Punkte, die er in der Liste anmahnt, sind sozialistisch, würden sie durchsetzbar sein. Das ist LINKS!! Und auch um Reformen gilt es zu kämpfen. Nur darf dabei das Ziel nicht aus den Augen verloren gehen. Und der Sozialismus ist die Zwischenstufe zum Kommunismus, den es bisher noch nie gab. (wenn wir von der Urgesellschaft absehen). Z.B. ist China nach Aussage der kommunistischen ! Partei auf dem Weg zum, – na, richtig,- Sozialismus. Und 2049 soll die erste Stufe des Sozialismus erreicht sein.
          Ergo: der Artikel hat riesige Schwächen. Der Tweet von Wallenstein ist großartig.

          1. Hab ich schon öfter versucht, das mit dem Fingerschnipp. Hat aber nicht geklappt. Da kannst du dir die Finger wund schnippen, so wird man den Kapitalismus nicht los.
            „Sie MUSS unterdrückt werden. D.h. es gibt auch nach der Revolution noch Klassen. “ Nein. Verstehst du es gibt unterschiedliche Arten von Revolution. Es gab z.B. auch bürgerliche Revolutionen. Eine Revolution die Klassen übrig lässt, strebe ich nicht an. Nach einer Revolution, die ich im Sinn habe gibt es weder Geld noch gibt es Kapital und wenn es kein Kapital mehr gibt, gibt es auch keine Kapitalistenklasse mehr, die aus Geld mehr Geld macht und wenn es keine Kapitalistenklasse und kein Kapital mehr gibt, gibt es auch kein Arbeiterklassen mehr die ausgebeutet wird. Es gibt nur noch die Produzenten von Gebrauchswerten, die zugleich die Konsumenten sind.

            „Aber du springst sofort in den Kommunismus.“ Genau. Die Diktatur des Proletariats Theorie ist Käse.
            „Behauptet er auch gar nicht.“ Du hast ihm zugestimmt. „Die Punkte, die er in der Liste anmahnt, sind sozialistisch, würden sie durchsetzbar sein. Das ist LINKS!!“ – Also erstens ist das Quatsch mit dem „durchsetzbar“, denn man sieht ja, dass es nicht durchsetzbar ist. Das ist also ein blödes Ideal, dass es im Kapitalismus auf ein bisschen arbeiterfreundlicher zugehen können. Zweitens: Wenn das Links ist, dann ist es Bullenscheiße und zwar weil es Kapitalismus ist und der ist immer Bullenscheiße. Und genau deshalb lehne ich diese Art von Reformsozialismus ab, weil sie Bullenscheiße durch Bullenscheiße ersetzt haben will, den Leute aber einreden will, dass ihre Bullenscheiße weniger stinkt. „auf dem Weg“ – Das ist doch eine einzige bullenbeschissene Lüge. So gesehen ist auch der Kapitalismus auf dem Weg zum Sozialismus und der ist auf dem Weg zum Kapitalismus. Das ist ungefähr wie das versprechen auf ein Paradies, dass es nur in der Zukunft vielleicht gibt, oder halt nach dem Tod. Also immer dann, wenn man nichts mehr davon hat.

            1. Krim: „Es gibt nur noch die Produzenten von Gebrauchswerten, die zugleich die Konsumenten sind.“

              Also zurück in eine idealisierte Urgemeinschaft, wo der Jäger sein Werkzeug und seinen Speer selbst produzierte? Wie soll das heute gehen?

              Allein der Bau eines Hauses benötigt viele Gewerke, die aufeinander abgestimmt werden müssen, was ohne hierarchische Organisation schlecht möglich ist. Und selbst wenn Sie die Organisation einer KI übergeben, so bleiben doch die hierarchischen Abhängigkeiten bestehen.

              1. An Garnos Bemerkung kann man gut sehen, bis zu welchem Grad die herrschenden Verhältnisse der Markwirtschaft die Hirne und Gedankengänge ihrer Insassen bestimmen. Eine Produktionsweise jenseits des Kapitalismus (von den Produzenten für die Konsumenten) können sie sich nur in einer idealisierten Urgemeinschaft der Jäger und Sammler ausmalen. Eine rational geplante arbeitsteilige Produktion ohne das Diktat der Rendite, ohne das irre Chaos, die umweltverschleißende Verschwendung und die Ausbeutung auf dem freien Markt zugunsten der shareholder, das wollen sie sich jedenfalls nicht vorstellen. Um diese Denkweise ganz böse zu übersetzen: Ein Leben ohne Dauerkrise, Mietwucher und Werbe-Terror – das ist doch nicht ‚realistisch’… Auch eine Art sein bedingungloses Einverständnis zu formulieren!

                P.S: erst jetzt sehe ich Garnos Zusatz: Organisation kann oder will er sich anscheinend nicht ohne den Zweck Rendite und Ausbeutung denken. Oder anders herum: dieser Zweck des Wirtschaftens ist für ihn so naturwüchsig selbstverständlich, dass er lieber auf das Hierarchische als das Übel an der Arbeitsteilung verweist.

                1. Ein typischer Linker aus dem Elfenbeinturm (oder aus der Blase) mit Idealen und mit Vorstellungskraft (bzw. mit Halluzinationen).

                  Wieviel Häuser hat der Nörgler denn schon gebaut? Sein Name scheint Ihm Programm zu sein.

                  1. Ach was, Garno, lassen Sie mich doch mit dem linken Idealismus in Ruhe, sozusagen die Pest aller sozialistischen Projekte bisher.
                    Und zu Ihrem Beispiel Baustelle: Da wird es auch in einer rational geplanten Wirtschaftsform eine Bauleitung brauchen, die die Gewerke koordiniert, da wird es erfahrene Paliere geben , die sagen, was wie gemacht wird, und junge Hupfer, die erst noch lernen müssen, und ohne etwas Disziplin wird es auch nicht gehen. Libertäre Selbstverwirklicher und idealistische Wirrköpfe werden da sicher nicht gebraucht.
                    Aber das wäre doch gar nicht der wesentliche Unterschied zur Marktwirtschaft. Der Punkt wäre, dass die Leute, die die Arbeit organisiert verrichten, dann auch in den Genuss Ihrer Produkte kommen würden, und zwar deshalb, weil die Produktionsweise dann auf Versorgung abzielt und nicht auf Börsenkurse und Renditen. Mit einem Wort: das Wirtschaften erhielte eine andere Aufgabe und Zielsetzung.
                    Aber es ist schon so: als Alternative zum Kapitalismus können sich die Hiesigen bloß ein idealistisches Wolkenkuckuksheim vorstellen, eine ingeneurtechnisch, agrarisch und logistisch sauber durchorganisierte Versorgung hingegen geht angeblich bloß mit Unterwerfung der arbeitenden Bevölkerung unter die Gesetze des freien Geldvermehrung in den Händen weniger. Macht nur so weiter: dann kann man ja in dieser lange bewährten Sorte Rationalität munter durch die nächsten Krisen, Kriege und Katastrophen wanken. Derzeit spitzt es sich ökonomisch und politisch ja ganz nett zu in der besten aller kapitalistischen Welten, jedenfalls aus der Sicht eines Nörglers.

                    1. Ohne Arbeitsteilung wird’s nicht gehen. Aber warum sollte die ein Übel sein? Arbeitsteilung besagt doch nichts über Zweck und Ziel von Produktion.

    2. @Wallenstein: Sie haben recht, Ihre Liste ist unvollständig, aber jeden der von Ihnen erwähnten Punkte würde ich sofort unterschreiben.
      Wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe, gehören Ihre Beiträge für mich in der Regel mit zum Besten, was dieses Forum zu bieten hat. Auch dieser hier ist wirklich wieder einmal ganz großes Kino 👍👍👍.

      Und als ehemaliger Pflegeberufler haben Sie für die Gesellschaft und ihre Menschen mehr Sinnvolles geleistet als alle Berufspolitiker-Schwachmaten, Unternehmensberater, Wirtschaftsexperten, Finanzanalysten, zig Berufsbeamte etc. zusammen!

    3. Ist dir unbekannt, dass es einmal eine Partei gegeben hat, die sich das alles auf die Fahne geschrieben hat? Die SPD. Und was ist aus der inzwischen geworden? Warum? Ist das bloß ein Zufall? Die Antwort findest du, wenn du dir deine eigenen Parolen einmal genauer anschaust. Fangen wir mit der ersten an:

      „ein vernünftiges Bildungssystem, das auch sozial schwachen, aus prekären Verhältnissen stammenden Kindern Chancengleichheit ermöglicht“

      Dass es sozial Schwache gibt, und prekäre Verhältnisse: gebongt! Aber ein Bildungssystem muss her, das was bietet? Dass alle dem entkommen können? Nein: Chancengleichheit soll es bieten, also eine in welchem Sinn auch immer gerechte Verteilung auf diese nach wie vor vorgegebene Scheiße.
      In ähnlicher Weise lässt sich jede deiner anderen Forderungen kommentieren.
      Wenn man die Gründe für die Misere nicht abschaffen will, sondern bloß für eine „gerechte“ Verlaufsform sorgen, dann wird man sich auch der Logik dieses Systems unterwerfen müssen. Die heißt: Der Staat ist Garant für die Aufrechterhaltung des Systems, und dafür braucht er Machtmittel, die er aus der Wirtschaft gewinnt, die er deshalb nach Kräften fördert. Dem werden auch alle die schönen sozialen Ambitionen untergeordnet, also plattgewalzt. Wohin das führt: Schau dir doch die heutige SPD an.

      1. Die SPD?
        Die SPD hat den Kriegskrediten 1914 zugestimmt.
        Die SPD hat nach 1918 ihre eigene Klientel verraten.
        „Die SPD ist die Partei des kleineren Übels“, hat Kurt Tucholsky schon gewusst.
        Die SPD hat 1928 mit „Schulspeisung statt Panzerkreuzer“ Wahlkampf gemacht, die Koalition unter Reichskanzler Müller (SPD) diesen dennoch gebaut.
        Die SPD ist stolz auf Otto Wels mit seiner Rede gegen das Ermächtigungsgesetz, die einzige Ausnahme, die die Regel bestätigt.
        Die SPD koalierte mit dem Nazi Kiesinger.
        Die Brandt-SPD führte die Berufsverbote ein.
        Die SPD koalierte mehrfach mit Merkel, weil Opposition „Scheisse“ ist.
        Die SPD führte die Beteiligung am völkerrechtswidrigen Angriff auf Jugoslawien an.
        Die SPD initiierte weltweit Bundeswehreinsätze, behauptete, die Freiheit am Hindukusch zu verteidigen
        Die SPD verriet ihre Klientel erneut mit der Agenda 2010 und Hartz IV.
        Die SPD entgrenzte in Deutschland den Finanzmarkt.
        Der SPD-Aussenminister Steinmeier war federführend beteiligt, um Russland mit Minsk 2 über den Löffel zu balbieren.
        Die SPD proklamierte die „Zeitenwende“ und ruinierte unsere Wirtschaft, brachte uns in totale amerikanische Abhängigkeit.
        Die SPD blinkt in jedem Wahlkampf links und biegt dann rechts ab.
        Die SPD steht für sozialen Kahlschlag, für Umverteilung von unten nach oben, ist verlässlicher Bestandteil der Parteienoligarchie und Büttel des Kapitals!
        Die SPD bekämpft mit allen Mitteln die Meinungsfreiheit.
        Über die SPD muss mir niemand was erzählen, diese Partei ist so überflüssig wie ein Kropf!
        Ich habe in meinem Kommentar lediglich geschrieben, was ich unter linker Politik verstehe!
        Nicht mehr und nicht weniger!
        Ich habe nicht geschrieben, was ich von unserem Staatswesen, dem Kapitalismus und der Parteienoligarchie halte.
        Das habe ich hier schon sehr häufig und sehr deutlich zum Ausdruck gebracht!

    4. Das passiert alles wenn man den Kapitalismus abschafft.
      Im Übrigen ist Chancengleichheit ja auch schon wieder einschränkend.
      Einfach nur eine Chance zu haben reicht eben nicht.
      Eine wirklich wohlwollende Gesellschaft, sollte auch denen einen Garantie eines menschenwürdigen Daseins geben, die eben keine Chance haben.
      Sozusagen als Grundvoraussetzung

      1. Gut gebrüllt Löwe!
        Das verstehe ich unter Solidarität!
        Ich bin nicht zuletzt deshalb in den Pflegeberuf gegangen!
        Ich musste lernen, die Pflegebedürftigen zu schützen, vor überflüssigen medizinischen Maßnahmen, auch z.T. vor deren Angehörigen. Die Schulmedizin hat sich Lebensdauer und Lebensverlängerung aufs Panier geschrieben! Darum geht es aber nicht, sondern um Lebensqualität!
        Der Schutz der Schwachen und Benachteiligten, der Kranken und Behinderten muss eines der obersten Gebote sein! Das ist und war für mich immer der Parameter, an dem ich für mich persönlich den ethischen Wert einer Gesellschaft bemesse!

    5. @Wallenstein
      Wie wohltuend, endlich eine klare Ansage.
      Die im Forum ständigen akademischen „Überholmanöver“ in „Links sein“ sind kaum auszuhalten. 😉🤣

  35. Für mich ist „links“, wenn eine solche Politik die Frontlinie zwischen den 0,1% Superreichen und dem Rest der Bevölkerung klar benennt. Eine Partei, die die Frontlinie zwischen alt und jung, homo gegen hetero, Männer gegen Frauen,… zieht, die ist nicht „links“, selbst wenn sie sich so nennt. Demzufolge gibt es in diesem Land keine „linke“ Partei. Wobei ich bei BSW noch Ansätze einer „Linken“ Politik sehe…

  36. Wenn sich eine „kapitalismusüberwindende“ Bewegung wenigstens auf den Begriff einer „Demokratischen Ökonomie“ einigen könnte, wäre schon viel erreicht!

    Warum?
    Die Menschheit unterwirft sich dem Kapitalverwertungsprozess, also dem „automatischen Subjekt“ (Karl Marx) gleich einem Fetisch. Fetisch bedeutet: etwas selbst Erschafftes, unter das sich der Erschaffer selbst unterwirft.
    In verständlichem Deutsch: Aus Geld mehr Geld machen ist ein Zwang, dem alle Menschen gehorchen. Auch die angeblichen Herrscher übrigens, die mit erhobenem Zeigefinger selber von „Sachzwängen“ reden, um die Ausgebeuteten zu höherer Arbeitsleistung zu nötigen und dabei ihre Hände in Unschuld waschen.
    Das alles, obwohl wir wissen, dass für diese Lebens- und Arbeitsweise unendliches Wachstum benötig wird, welches auf einem begrenzten Planeten gar nicht durchführbar ist.
    Wollten wir uns von diesem Zwangssystem emanzipieren, kann das nur darauf hinauslaufen, unsere produktiven Fähigkeiten nicht mehr dem Fetisch(Fremdbestimmung), sondern unserem Willen und unserem Verstand zu unterstellen(Selbstbestimmung). Wie das funktionieren soll, ist allerdings zur Zeit völlig ungewiss! Es sollte aber zumindest demokratisch organisiert ablaufen.
    Deshalb: Eine am allgemeinsten beschriebene „linke“ Perspektive wäre eine „Demokratische Ökonomie“.

      1. Ja! Eben keine „marktkonforme Demokratie“ (Angela Merkel), sondern eine umfassende Demokratie, die auch die Ökonomie(die ja bekanntlich über „Ach und Wehe“ der Menschen entscheidet) mit einschließt! Wer kann uns da noch Böses unterstellen?

        Wir wären „demokratischer“ als die sich immer als „demokratischer Westen“ aufspielende, sogenannte Elite, die doch nur US-Kapitalismus nachquatschen.

        Wir wären auch gar nicht mal so wenige, wenn es ein, alle Linken umspannendes, einfaches aber eindeutiges „Band“ gäbe!
        Meinungsverschiedenheiten wären keine Spaltungen mehr, sondern einfach nur Diskussionen über den möglichen Weg zu einer demokratischen Ökonomie. Ich vermute, dann würden wir von ganz allein dahin kommen, dass wir vielleicht lieber mal ausprobieren sollten, als immer nur zu reden, zu vermuten und zu philosophieren…!

  37. Oha, die echten Linken sind hier zahlreich unter den Kommentatoren – denn echte Linke tun nichts lieber, als sich endlos darüber zu streiten, wer wirklich links ist und vor allem darüber, wer nicht links ist. Falsche „Linke“ sind nämlich noch schlimmer als echte „Rechte“…
    Rechte sind viel pragmatischer als Linke, sie zerreiben sich nicht in endlosen Kämpfen um die Definitionshoheit darüber, was rechts ist, und nicht zuletzt deshalb sind sie auch politisch durchsetzungsfähiger.
    Was die Definition von echter Linker Politik betrifft, stimme ich „Wallenstein“ zu. Es heißt nicht umsonst: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Aber genau wie „Wallenstein“ muss ich einräumen: Was weiß ich schon… ich Kleinbürgerin ohne den unbedingten Wunsch, den Kapitalismus zu überwinden. Mir würde es reichen, wenn endlich Schluß wäre mit Neoliberalismus und Militarismus.

    Mir hat der Artikel im Übrigen gut gefallen, er bringt das Dilemma der Linken und der „Linken“ gut auf den Punkt.

    1. @ Carole King:
      „…….ich Kleinbürgerin ohne den unbedingten Wunsch, den Kapitalismus zu überwinden.“
      Wer den Kapitalismus nicht überwinden will, sollte sich über Kriege, Kolonialismus, Unterdrückung und Faschismus nicht aufregen, denn all` das beinhaltet der Kapitalismus. Ausbeutersysteme brauchen den Profit, ansonsten ist es vorbei. Für Profit geht der Kapitalismus, also die Mächtigen, diejenigen, die das Sagen haben, über Leichen. Solange es Klassensysteme gibt, solange gibt es auch schon kriegerische Auseinandersetzungen.
      Aber was erzähl` ich hier einer Kleinbürgerin, die nicht den Wunsch nach absoluter Veränderung, sprich Abschaffung, der Ausbeuter – Ökonomie hat. Sorry, wollte ich nur mal gesagt haben.

      1. Stimmt, ich habe tatsächlich nicht den Wunsch nach „absoluter“ Veränderung, wobei noch klarzustellen wäre, was das eigentlich heißen soll. Bestimmte Veränderungen sind sicher unabdingbar, wenn sich etwas zum Guten ändern soll. Aber das „System“ Kapitalismus determiniert nicht alles. Ich bin nicht dazu verurteilt, im Kapitalismus entweder ein Ausbeuter zu sein oder ein Ausgebeuteter. Das wäre für mich eine totalitäre Sichtweise. Es gibt Ausbeuter, die über Leichen gehen, ohne Frage (die Corona-Zeit hat das sehr schön sichtbar gemacht), aber nicht alles kann man in dieses Schema pressen.
        Ich bin alt genug, um mich an Politiker wie Willy Brandt oder Egon Bahr zu erinnern. Die haben in einem „kapitalistischen“ Staat daran gearbeitet, das Leben für die Bürger besser zu machen. Und diese Verbesserungen waren keine Illusionen oder Augenwischereien, auch wenn nicht alles und für jeden sofort besser wurde. Auf diesem Weg könnte man weitermachen, aber das ist inzwischen fast unvorstellbar.
        Im Übrigen denke ich, dass auch der Kapitalismus eines Tages verschwinden wird, wenn er sich überlebt hat, so wie sich auch andere Gesellschaftsformen überlebt haben.

        1. „Ich bin nicht dazu verurteilt, im Kapitalismus entweder ein Ausbeuter zu sein oder ein Ausgebeuteter. Das wäre für mich eine totalitäre Sichtweise.“ Doch bist du. Nicht die Sichtweise ist Totalitär, sondern der Kapitalismus. Es hat auch niemand behauptet, dass alle Kapitalisten über Leichen gehen. Leichen sind überhaupt nicht funktional für Kapital. Alle Kapitalisten sind Ausbeuter und wenn sie Keine sein wollen, dann gibt es sie nicht lange. Man muss auch nichts in ein Schema pressen. Es ist einfach so. Der Mehrwert ist vergegenständlichte abstrakte Arbeit. ergo Ausbeutung. Der Kapitalismus verschwindet dann, wenn die Ausgebeuteten sich ihn nicht mehr gefallen lassen, nicht mehr schönreden lassen. Wenn man allerdings seine Hoffnungen auf Sozialdemokraten setzt ist Hopfen und Malz verloren.

          1. „Man sollte eine Sache so einfach wie möglich machen – aber nicht einfacher.“ Hat Einstein gesagt, und genau das ist das Elend jeder Polemik. Bis zu einem bestimmten Punkt kann man etwas zuspitzen, aber danach wird es dann schematisch und ungenau und sagt letztlich kaum noch etwas aus. Diese ganzen apodiktischen Aussagen über den Kapitalismus etc. führen am Ende nirgendwohin, außer das angeblich alles falsch ist, was nicht sofort zur Umwälzung aller kapitalistischen Verhältnisse führt…
            Wer 1969 „seine Hoffnungen auf Sozialdemokraten“ gesetzt hatte, ist von der Regierung Willy Brandts übrigens NICHT enttäuscht worden. Im Leben sehr vieler Menschen gab es spürbare Verbesserungen, gerade auch für Familien, die zwischen Ost und West zerrissen waren. Die Aussage über „Sozialdemokraten“ ist in dieser Pauschalität einfach falsch und geht z. B. auch über das hinweg, was sozialdemokratische Widerstandskämpfer im Dritten Reich geleistet haben. Dass die SPD als Partei historische Fehler zu verantworten hat und dass die heutige Partei mit Sozialdemokratie nichts mehr zu tun hat, steht auf einem anderen Blatt. Die heutigen „wirklichen“ Sozialdemokraten sind die BSWler, und genau das wird dem BSW ja auch zum Vorwurf gemacht. Statt Revolution wollen sie „nur“ das Leben der Bürger verbessern. Ich finde das ehrenwert, und andere finden das naiv. Darum wird es weder etwas mit der Verbesserung des Lebens und schon gar nichts mit dem Ende des Kapitalismus. Weil man nicht mal den ersten Schritt gemeinsam gehen will und den Kapitalismuskritikern der Alltag gewöhnlicher Leute schnurz zu sein scheint.

    2. „….echte Linke tun nichts lieber, als sich endlos darüber zu streiten, wer wirklich links ist und vor allem darüber, wer nicht links ist. Falsche „Linke“ sind nämlich noch schlimmer als echte „Rechte“…
      ……Rechte sind viel pragmatischer als Linke, sie zerreiben sich nicht in endlosen Kämpfen um die Definitionshoheit darüber, was rechts ist, und nicht zuletzt deshalb sind sie auch politisch durchsetzungsfähiger…“
      (Ende der Zitation)

      So, so – und was ist mit dem aktuell grassierenden Kulturkampf in der AfD zwischen (meist ostdeutschen) „Putin- Verstehern“ und der Militär und- aufrüstungsgeilen (Weidel-) „Nato Fraktion“ mit unwiderstehlichem Drang zu Regierungsämtern. Der nur mit Nato – Anbiederung realisierbar scheint. Kommt uns das nicht irgendwie (von „links“) bekannt vor?

      1. Ich bin nicht der Auffassung, dass es bei Rechten bzw. speziell der AfD keinerlei Differenzen gibt. Eigentlich dachte ich auch eher an die früheren Rechten in der Bundesrepublik, die sich zumindest in der Öffentlichkeit nie so zerfleischt haben, wie das bei linken Gruppierungen üblich war und ist. Hinter den Kulissen gab es „rechts“ sicher auch Hauen und Stechen, aber das waren weniger ideologische Grabenkämpfe als Auseinandersetzungen um Posten und Einfluß. Habe ich zumindest so wahrgenommen. Gefechte um die Reinheit des ideologischen Standpunktes sind dagegen eine linke Spezialität. Das fing schon an bei den linken Grüppchen an meiner Universität, die sich gegenseitig „Revisionismus“ etc. vorwarfen.
        Aber bei der AfD scheint es tatsächlich derzeit darum zu gehen, wohin sich die Partei entwickelt, da stimme ich Ihnen zu.

  38. Es gilt der Marxsche Kategorische Imperativ: „Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“

    Wer sich daran hält, ist links, wer den Satz mit Füßen tritt, gilt als rechts. So einfach ist das, fragt Eure Tante Tilly.

    1. Oh liebe Tante Tilly,
      wenn es doch nur so einfach wäre!
      Geht doch schon los mit der Frage nach dem Weg dorthin, …. siehste, da hast du schon ein Durcheinander und Streitereien im Hort… Arme Kindergärtnerin 😉

      1. Alle Reichen und ihre Funktionselite beseitigen, den Kapitalismus und die Religionen abschaffen und hat den Fisch.
        Wir könnten prima leben wenn keiner mehr reich werden kann und alle auf dem gleichen Niveau leben würden, aber das möchte anscheinend keiner mehr.

  39. Sennett ist, wie hier schon einmal anlässlich eines anderen Artikels angemerkt, ein Mainstream-Linker, hat also mit dem, was man als links zu bezeichnen pflegte, kaum mehr etwas gemein. Offenbar versinkt auch er in Russophobie. Nun stimmt es gewiss, dass, wie De Lapuente feststellt, die Russen mitnichten drauf aus sind, Europa zu erobern. Das ist dummes nato-Legitimierungsgewäsch. In der Tat übersteigt es die russischen militärischen Möglichkeiten bei weitem, ein paar Hundert Millionen äusserst feindlich gesinnte Europäer zu unterjochen. Hingegen liegt De Lapuente falsch, wenn er glaubt, die Russen steckten in der Ukraine fest. Wäre Putin nicht so zurückhaltend, wäre die Ukraine längst ein rauchender Trümmerhaufen und würde als Staat nicht mehr existieren. Ohne weiteres wäre es der russischen Militärmaschinerie auch möglich ganz Europa gründlich in Schutt und Asche zu legen, das ist etwas fundamental Anderes, als es Quadratkilmeter für Quadratkilometer einzunehmen. Dessen sollte man sich bewusst sein. Es besteht die Gefahr, dass Putin die Geduld ausgeht, oder jemand anderem in Russland, der sich dann in einer Palastrevolution an die Spitze setzt und in der Folge die Zurückhaltung fahren lässt.

    Es könnte sein, dass Rutte Tronald einen Kuhhandel vorgeschlagen hat (oder auch umgekehrt), du gibst Ruhe mit Grönland, wir schiessen bezüglich Ukraine nicht mehr quer. Aus vielen nachvollziehbaren Gründen möchte die Tronald-Regierung den Krieg in der Ukraine stoppen, die Europäer, auch die sich als Linke bezeichnenden, haben das bisher torpediert. Grönland könnte sie zur Raison bringen.

    Sich zu überlegen, was links sein heute bedeuten könnte, ist ganz eigentlich antiquiert. Das linkshegelianische Konzept hat sich überlebt. Die Marx’schen Kapitalismusanalysen treffen zwar zu, die von ihm ins Auge gefasste Alternative aber ist gründlich gescheitert, hat sich in der Praxis nie wirklich entwickeln können, weil sie nicht radikal genug ist, weil sie ihre eigenen Voraussetzungen nicht hinlänglich hinterfragt hat. Den christlich-abendländischen Boden verlässt sie nicht. Das inhärent autoritäre ‚Macht euch die Erde untertan‘ gilt in ihr weiterhin. Damit ist sie immer schon imperialistisch grundiert. Nur wer Natur um uns herum und in uns selbst, ja den Naturbegriff selbst gründlich durchdenkt, kann davon loskommen. Wenn das nicht sehr bald geschieht, ist es für die Menscheit dann zu spät.

    1. Gehe ich mit 👍obwohl Einiges doch davon hoch spekulativ ist.
      Was diese „Sennett“ für eine Rolle spielt, ist mir auch schleyerhaft.

    2. Sennett ist auch nur ein Dummchen im Links-liberalen Mantel.
      Aber eindeutig Richtung wird nur jemand geben können, der das “ macht euch die Erde Untertan“ richtig zu interpretieren weiß.
      Und da ist Zack15 -wie so viele Religioten auch – gründlich gescheitert. Das ist aber nicht abwertend gemeint, sondern soll als Ermutigung dienen….

  40. (Auch) Zum Folgenden aus dem Artikel:
    „..Die Systemfrage sollte überflüssig werden, zur Folklore der Linken gehören, etwas woran man sich erinnert, von dem man aber längst abgelassen hat…“
    „..Die Linke? Die gibt es gar nicht! Nicht mehr. Sie hat sich aufgelöst. Und das schon vor einer Weile. Sie wurde amerikanisiert, was auch heißt: In den Brei der Beliebigkeit getunkt,..“
    (Ende der Zitationen)

    Wie der Autor ja auch erwähnt, begann das schon seit (spätestens) den 1950er Jahren im Zuge der großen (US-) Kulturkampfes des “ Westens“ gegen jegliche Formen des Sozialismus. Wobei letzterer ab da (propagandistisch) grundsätzlich mit dem Stalinismus gleichgesetzt wurde. Besonders in Deutschland sollte ein Erstarken traditioneller (marxistischer) Linksparteien wie in Frankreich oder Italien verhindert werden. Ein sehr wirksamer Hebel war dabei (besonders im akademischen Mileu) die relativ schnelle Transformation der (ursprünglichen ) Partei „Die Grünen“ (weg von der Klassen- und Sysstemfrage) hin zur reinen Umweltschutz (und später Klima-) Partei ca. ab den 1980er Jahren.
    Damit verbunden war auch schleichende Unterwanderung durch den Linksliberalismus sowohl bei den Grünen als auch bei zunehmend größeren Teilen der Sozialdemokratie.
    Das alles auch unter nicht zu unterschätzender Beteiligung der „Frankfurter Schule“ beginnend mit Adorno und seien Schülern), denen es (vermutlich im Auftrag von CIA-Strategen) gelang , den Marxismus als eine intellektuell- philosophische Debattierfrage ohne jegliche praktische Konsequenz in Bezug auf die „Klassenfrage“ darzustellen.
    Das wird seit längerem auch von englischsprachigen (marxistischen) Autoren wie Gabriel Rockhill analysiert

    Ich wiederhole diesbezüglich einfach, was ich schon unter Zuckermanns Artikel „Von der Ohnmacht des Linken “ kommentiert hatte:
    _____________________
    Vielleicht liegt die Ursache der „Ohnmacht (und Schläfrigkeit) des Linken“ aber nicht nur an der (zumindest teilweise berechtigten) Diskreditierung wegen der die Sowjet- Repression, sondern zudem oder gar vor allem an einer speziellen Art der „Narkotisierung“ der marxistischen Linken durch die „Frankfurter Schule“ Und zwar besonders und von Anfang an auch durch Adorno.
    Ich fasse es mal etwas holzschnittartig so zusammen:
    Der (alt- ? ) marxistische Philosoph und Aktivist Gabriel Rockhill behauptet in Schriften und Büchern, dass Adorno nur deswegen ein US- Aufenthaltserlaubnis und vor allem eine Arbeitserlaubnis für eine gute wirtschaftliche Existenz (Institutsgründung ) erhalten habe , weil er im Sinne oder direkt im Auftrag der CIA- Vorläuferorganisation und des US- Kulturkrieges gegen den Kommunismus eine entschärfte, weil nur eine rein intellektuell- theoretische , das heißt letztendlich praxisbefreite Version eines (Kultur-) Marxismus entwickelt habe.
    Auch der spätere Aufbau seines Instituts in Frankfurt sei mit (meist verdeckter) finanzieller Unterstützung durch US -Gelder ganz im Sinne der US- Beeinflussungs – Intentionen erfolgt. Dasselbe gelte auch für Mitarbeiter und Nachfolger Adornos.
    https://gabrielrockhill.com/

    1. Die Grünen hatten von Anfang an starke bürgerlich-konservative bis rechtskonservative und sogar rechtsextreme Anteile. Diese haben sich in den 1990er Jahren durchgesetzt anfangs noch mit „linker“ Folklore. Die Grünen sind mittlerweile bürgerlich bis zur Spießigkeit, die keine Probleme hat, Faschisten zu protegieren. Die Grünen haben ihren politischen Zenit überschritten, weil sie ihre „historische Mission“ erfüllt haben. Ihre Aufgabe war, die revolutionären Kräfte zu binden, zu neutralisieren und nach rechts zu führen.

    2. Adorno war nur für die Analyse gut, CIA finanziert oder nicht.
      Ohne nachfolgende Aufzeigung der Problemlösung natürlich auch wieder deprimierend.
      Denn, ein Gewaltfreier Widderstand wird es nicht geben, wie jemand anderes aus einem ganz anderen Lager seinerzeit schon ganz richtig festgestellt hat.

      Die, die friedliche Revolutionen verhindern, machen blutige Revolutionen unvermeidlich
      John. F. Kennedy.

  41. Guter Artikel.

    Ja, die herrschenden Eliten haben nun die Linke (bzw. eine sog. „Linke“), die ihnen passt und die ihnen sogar hilft.
    Korrumpierung und Begriffsverwirrung sind gelungen.

    Der besondere Clou besteht aus Sicht der Herrschenden natürlich darin, dass sie selbst mittels der Medien die Definitionsmacht für „rechts“ und „links“ errungen haben und damit nun beliebig spielen und taktieren.

    Nun haben sie sich selbst auf dem linken Sessel niedergelassen und sich überdies einen Lorbeerkranz (aus Plastik!) für eine angeblich besondere ethisch-moralische Wertigkeit aufgesetzt.
    Übrigens mal wieder eine Selbstkrönung wie schon bei Kurfürst Friedrich von Brandenburg 1700 in Königsberg und Napoleon 1806 in Paris.

    Den Mächtigen ist also das Kunststück gelungen, sich selbst als links zu verkaufen und die Opposition als „rechts“ und moralisch minderwertig hinzustellen. Das muss man erst mal schaffen!

    Ein Meisterstück politischer Raffinesse, denn damit wird der herrschende Komplex praktisch unangreifbar. Darum geht es! Von links kann er nicht gut attackiert werden, denn die Eliten und ihr Fußvolk sehen sich ja selber als links (der Platz ist besetzt) und von der sog. rechten Seite sind auch keine bedrohlichen Vorstöße zu befürchten, weil es ja gelungen ist, „rechts“ als das absolute Böse zu dämonisieren und die Mehrheit dagegen auf die Straße zu rufen.

    Schon bald nach 2000 haben sie alles dafür getan haben, um das Attribut „links“ positiv zu framen und das Attribut „rechts“ negativ zu framen. Gleichzeitig kennzeichnen sie praktisch alle für sie günstigen und nützlichen politischen Strömungen als eher „links“ oder auch „linksliberal“, während alle herrschaftskritischen und unbequemen Strömungen per se als „rechts“ („Rechtspopulisten“, „Nazis“ usw.)tituliert werden – jedenfalls solange sie nicht ganz offensichtlich von der extremen Linken kommen.

    Für die herrschaftskritische echte Linke ergibt sich das Problem, dass es nun immer schon andere Leute gibt – ich nenne sie mal Neue Linke oder Pseudolinke – die die Plätze schon besetzt haben und rufen können: „Ihr seid unnötig, denn wir sind schon da! Wir sind die Linke, nicht ihr!“

    Eine Bemerkung noch zum Schluss:
    Dieses abgeschmackte Spiel funktioniert aber auch nur deshalb immer noch so gut, weil erstens ein ganz erheblicher Teil der Neuen Linken WIRKLICH davon überzeugt ist, persönlich links zu sein, weil zweitens der Staat sich das viel Geld kosten lässt, neulinke NGO´s zu finanzieren und weil drittens die falsche Mediendarstellung hinsichtlich der „rechten“ Opposition seltsamerweise auch von den Altlinken geglaubt wird. Ausgerechnet da glauben sie auf einmal der „Tagesschau“ und dem „Spiegel“ doch noch mal.

    1. Stimme im Wesentlichen Ihrer Analyse zu. Würde sie gerne um einen nicht unwesentlichen Aspekt ergänzen: die ehemals Linken haben sich in gut dotierte Positionen in Medien, Politik, NGO’s etc. begeben und sind damit wirksam entschärft worden.

      1. @Fred

        Ja!
        Ein wichtiger Punkt.
        Man begann in Deutschland nach 1998 den damaligen Linken in eher untergeordneten gesellschaftlichen Bereichen gewissen Gestaltungsspielraum zu geben (v.a. im sog. „Kulturbetrieb“, aber auch in Medien und Hochschulen), der nicht unerheblich war, um sie so von gefährlicheren Themen abzuhalten und mit (aus Sicht der Eliten) harmlosen Spinnereien zu beschäftigen.

        Schon seltsam, wie wenige Linke nach 2000 wirklich begriffen haben, dass man sie nur eingebunden und zu nützlichen Idioten gemacht hat! So gut hat die Korrumpierung und Täuschung also funktioniert!

    2. Ich verwahre mich für die Altlinken der Behauptung das sie die „rechte Opposition“ falsch beurteilen.
      Einfach, weil die sogenannte „rechte Opposition“ überhaupt keine Alternative darstellt sondern, ganz im Gegenteil, dabei ist, alles was in den letzten 150 Jahren an humanistischem Denken in die Zivilisation eingeflossen ist in die Tonne zu treten.
      In so fern, dient ihre Schlussbemerkung unter „drittens“ nur zu einer Rechtfertigung der neu totalitären Bewegung, wie sie die Afd mit Sicherheit darstellt.

      1. @motonomer
        Dass das, was ich als „rechte“ Opposition bezeichnet habe, aus altlinker Sicht definitiv nicht den eigenen Idealen und Zielen entspricht, das ist mir natürlich bewusst.
        Das ist aber in Wirklichkeit gar nicht die entscheidende Frage.

        Sie stutzen und wundern sich:
        Was soll denn dann die entscheidende Frage sein?

        Die entscheidende Frage ist, ob jene Konzepte, die die sog. „rechte Opposition“ vertritt, etwas besser oder etwas schlechter sind als jene Konzepte und Bestrebungen, die von den heute herrschenden Kräften vertreten werden.
        Mit anderen Worten: Das kleinere Übel (aus linker Sicht).

        Ich kann ja verstehen, dass Sie die AfD ablehnen, aber der Vorwurf, dass diese Partei eine neue „totalitäre Bewegung“ sei, die ist doch wirklich vollkommen abwegig, ja absurd und den Beweis dafür können sie auch überhaupt nicht erbringen.
        Und am Rande bemerkt: Dass der Totalitarismus-Vorwurf nun ausgerechnet von links erhoben wird, wo doch ein erheblicher Teil der Linken – sobald er Regierungsverantwortung erlangte – selbst ins Totalitäre tendierte, das lässt mich schmunzeln. Ganz ehrlich, Motonomer, so ein Vorwurf ist doch unter Ihrem Niveau.

        Übrigens finde ich Ihre Unterstellung, dass diese „rechte Opposition“ angeblich für alle Übel der letzten 150 Jahre verantwortlich sein soll, denn doch etwas maßlos und abwegig.
        Will die AfD etwas das Frauenwahlrecht abschaffen?
        Tritt sie für die Monarchie ein?

        Nein, ich bleibe bei meiner Aussage:
        Die pauschale-sture-hasserfüllte Ablehnung der AfD auch durch die Altlinken ist ein gelungener Fall der Instrumentalisierung auch Ihres Milieus durch die Mächtigen. Und dass Sie das nicht merken bzw. nicht merken wollen, lässt Sie in abstrakter Weise mitschuldig werden am stattfindenden Siegeszug dessen, was man in linken Kreisen als „technokratischer Faschismus“ nennt. Sie wissen, dass ich von dem Begriff „Faschismus“ nicht viel halte, aber ich verwende ihn hier, um von Linken verstanden zu werden.

        Um es noch einmal zu wiederholen:
        Es geht NUR um die Frage, was aus altlinker Sicht das kleinere Übel ist!
        Nichts anderes.

  42. Die vielen Linken und die eine, die spricht

    Warum die Linke nicht verschwunden ist – aber ihre Stimme verloren hat

    Die Frage, warum „die Linke“ in Europa so kraft- und saftlos wirkt, ist falsch gestellt. Sie setzt voraus, dass es die Linke überhaupt noch als politisch handlungsfähiges Subjekt gäbe. Genau darin liegt bereits das Missverständnis. Links war nie ein einheitlicher Block, sondern immer ein konfliktreiches Feld aus Bewegungen, Interessen, Milieus und Gegenentwürfen. Wer heute von der Krise der Linken spricht, meint in Wahrheit etwas anderes: die Krise jener Linken, die spricht, sichtbar ist und in Positionen sitzt.

    Links ist ein großes, kaum definierbares Feld. Aber es ist kein machtfreies Feld. Und deshalb stellt sich eine unbequeme, aber notwendige Frage: Wer hat sich in den letzten Jahrzehnten eigentlich angemaßt, für die gesamte Linke zu sprechen?

    Linke als Machtposition, nicht als Gegenmacht

    Historisch war „links“ kein Etikett, sondern eine Haltung zur Macht. Links zu sein bedeutete, sich gegen bestehende Eigentumsverhältnisse, Herrschaftsformen und soziale Hierarchien zu stellen. Skepsis gegenüber Staat, Militär, Kapital und Imperien gehörte ebenso dazu wie das Bewusstsein, dass Macht sich gern moralisch tarnt. Linke Politik war nie nur Verwaltung, sondern immer auch Zumutung.

    Heute ist „links“ vor allem eines: eine Positionsbeschreibung. Links ist, wer in Parlamenten sitzt, in Stiftungen arbeitet, in Redaktionen schreibt, in Ministerien berät. Diese Linke ist sichtbar, meinungsstark, medienfähig – und sie gilt deshalb als repräsentativ. Dass sie es faktisch nicht ist, fällt kaum noch auf, weil Alternativen aus dem öffentlichen Raum weitgehend verschwunden sind.

    Die Linke, die heute den Diskurs dominiert, ist nicht die Linke der sozialen Konflikte, sondern die Linke der Institutionen. Sie regiert, moderiert, verwaltet – und hat sich dabei schrittweise von ihrem historischen Selbstverständnis gelöst. Nicht, weil sie verraten worden wäre, sondern weil sie angekommen ist.

    Wie wurde eigentlich regiert?

    Ein nüchterner Blick auf die letzten Jahrzehnte zeigt: Die großen Linien politischer Steuerung wurden auch unter Regierungen verfolgt, die sich selbst als links oder progressiv verstanden. Ökonomische Liberalisierung, Privatisierung öffentlicher Infrastruktur, Schuldenbremse, Standortlogik, militärische Einbindung in westliche Bündnisse – all das wurde nicht gegen eine linke Politik durchgesetzt, sondern vielfach mit ihr.

    Sozialpolitik wurde zur Aktivierungspolitik, Sicherheit zur moralischen Pflicht, Außenpolitik zur Wertefrage. Die Systemfrage – einst Kern linker Politik – verschwand aus dem Zentrum. Nicht, weil sie beantwortet worden wäre, sondern weil sie störte. Wer heute Eigentum, Machtkonzentration oder geopolitische Abhängigkeiten thematisiert, gilt schnell als rückwärtsgewandt oder verdächtig. Kritik an Eliten wird nicht widerlegt, sondern etikettiert. Kritik am Staat nicht diskutiert, sondern moralisch delegitimiert.

    Das ist keine rechte Erzählung, sondern eine empirische Beobachtung.

    Die Sprecherfrage

    In diesem Klima konnten sich bestimmte Akteure als Sprecher der Linken etablieren – nicht aufgrund demokratischer Legitimation, sondern aufgrund von Reichweite und institutioneller Einbindung. Diese Sprecher-Linke ist gut ausgebildet, gut vernetzt, kulturell hegemonial. Sie spricht fließend die Sprache der Moral, aber kaum noch die der sozialen Realität.

    Gewerkschaftliche Kämpfe, Mieterinitiativen, prekäre Selbstständige, Pflegekräfte, Erwerbslose – sie alle kommen im linken Diskurs vor, aber selten zu Wort. Über sie wird gesprochen, nicht mit ihnen. Die materielle Lage wird verwaltet, nicht politisiert. Und genau hier beginnt das Problem.

    Denn wo die soziale Frage entpolitisiert wird, wird Politik zwangsläufig moralisch. Wo Machtverhältnisse nicht mehr analysiert werden, werden Individuen bewertet. Wo Systeme nicht kritisiert werden dürfen, werden Abweichler sanktioniert. Der Staat erscheint dann nicht mehr als potenziell repressives Instrument, sondern als moralischer Erziehungshelfer. Autorität wird nicht mehr an ihren Wirkungen gemessen, sondern an ihrer Gesinnung.

    Die Folgen: Reaktanz und Leere

    Diese Entwicklung bleibt nicht folgenlos. Politische Reaktanz entsteht nicht aus dem Nichts. Sie entsteht dort, wo Menschen erleben, dass ihre sozialen Erfahrungen im dominanten Diskurs keinen Platz mehr haben. Wo Kritik nicht widerlegt, sondern pathologisiert wird. Wo politische Begriffe ihre analytische Schärfe verlieren und nur noch als moralische Marker dienen.

    „Links“ und „rechts“ haben ihre ursprüngliche Funktion weitgehend verloren. Sie verweisen kaum noch auf unterschiedliche Gesellschaftsentwürfe, sondern auf Zugehörigkeit oder Ausschluss. Gut oder böse. Erwünscht oder verdächtig. Das mag kurzfristig Ordnung schaffen, aber es zerstört langfristig politische Orientierung.

    Und jetzt die Glosse, die weh tut

    Vielleicht sollten wir endlich aufhören, vom „Rechtsruck“ zu sprechen, ohne über den Machtverlust der Linken zu reden – selbst verschuldet, wohlgemerkt. Vielleicht sollte sich jene Linke, die heute den Ton angibt, einmal ehrlich fragen, warum sie bei all ihrer moralischen Überlegenheit so wenig gesellschaftliche Bindungskraft entfaltet. Vielleicht liegt es daran, dass man Menschen nicht mit Haltung regiert, sondern mit materieller Sicherheit. Nicht mit Belehrung, sondern mit Perspektiven.

    Und vielleicht – nur vielleicht – ist die größte Ironie unserer Zeit, dass ausgerechnet jene, die einst gegen Autorität, Bevormundung und Machtmissbrauch angetreten sind, heute am lautesten erklären, warum all das notwendig sei. Natürlich nur zu unserem Besten.

    Die Linke ist nicht tot. Aber sie spricht nicht mehr mit ihrer eigenen Stimme. Und solange diejenigen, die gut abgesichert in Positionen sitzen, weiterhin behaupten, sie sprächen für alle, wird sich daran auch nichts ändern. Denn eine Linke, die die Macht nicht mehr infrage stellt, sondern verwaltet, ist keine Linke in der Krise – sie ist eine Linke am Ziel. Nur eben nicht am richtigen.

    1. Die Sprecherfrage

      -> vor allem nimmt die linke für sich in Anspruch FÜR die „erniedrigten, geknechteteten, verlassenen, verachteten“ zu sprechen. Als Fürsprecher und Anwalt „der Unterdrückten“ kommt es ihnen auch gar nicht in den Sinn, dass es ja darum gehen könnte, die Menschen selbst sprechen und sich selbst verteidigen zu lassen… Priviligierte sprechen also für unterpriviligierte Menschen und glauben auch noch diese belehren, gar führen zu müssen… wie Gewerkschafter die Arbeiterschaft vertreten, anstatt das die Arbeiter sich selbst spontan organisieren. Diese Fürsprecher haben sich an ihre Rolle gewöhnt, manchen verhilft dies gar zu einem bekömmlichem Auskommen, einigen gar einen Sitz im Aufsichtsrat…
      Es gibt eine ganze „Industrie“ von Fürsprechern der „kleinen Leute“(SPD), der Ausgebeuteten(DGB), Frauen(-beauftragte), Behinderten(vertretungen), Minderheiten, Konfessionen usw.usw. Das sie, weil sie über jene sprechen, diese damit gleichzeitig auch entmündigen, wird ihnen dabei noch nicht einmal klar..
      Bei den „revolutionären“ undogmatischen Gruppen sind das oft akademische, gebildete Intellektuelle, welche sich als Fürsprecher einer (imaginierten revolutionären) Klasse sehen und welche natürlich nur sie zum Bewußtsein erwecken können. Sollte solches Unterfangen allerdings nicht fruchten, kann dies auch umschlagen und manchmal wird diese alsdann verächtlich gar als „Pöbel“ etikettiert. Vorbei die Zeiten des „organischen Intellektuellen“, der vor seiner Univorlesung, frühmorgens am Werkstor mit der arbeitenden Menge Fragen und Probleme des Arbeitskampfs diskutiert.

    2. Auch hier wird wieder einiges verklärt mit Halbwahrheiten gespickt und Anderes bewußt im dunkeln gelassen, denn der Rechtsruck ist unübersehbar, völlig unbenommen des Niedergangs der Linken, die sicher nichts mit dem Neokonservatismus zu tun hat.

  43. @Volker Neumann
    Der letzte Satz bringt einen zum schmunzeln 😉
    Im übrigen habe ich irgendwann aufgehört die Kommentare zu lesen. Dass das Kapital in Ruhe herrschen kann, liegt auch den den vielen „linken Sektierern“ die sich gegenseitig so ernsthaft bekriegen, dass Otto Normalverbraucher mit Abscheu und Unverständnis auf diese Duellanten schaut.
    Die utopischen Forderungen und Umsturzfantasien mancher verhindern eher eine Veränderung. Aber das ist genau das was das die Herrschenden erfreut😉.

  44. @Volker Neumann
    Sehr beeindruckende Analyse.
    Der letzte Satz bringt einen zum schmunzeln 😉
    Im übrigen habe ich irgendwann aufgehört die Threads zu lesen. Dass das Kapital in Ruhe herrschen kann, liegt auch den den vielen „linken Sektierern“ die sich gegenseitig so ernsthaft bekriegen, dass Otto Normalverbraucher mit Abscheu und Unverständnis auf diese Duellanten schaut.
    Die utopischen Forderungen und Umsturzfantasien mancher verhindern eher eine Veränderung. Aber das ist genau das was das die Herrschenden erfreut😉.

  45. Sehr schöner Artikel. Besonders zutreffend finde ich diese Pasage:
    „Sprache, Verhalten und Haltung werden kontrolliert, korrigiert und sanktioniert. Der Staat liefert dafür die passenden Instrumente, die Linke die moralische Rechtfertigung. Autoritarismus erscheint so nicht als Gewalt von oben, sondern als pädagogische Maßnahme, deRen Dienstherr der unverbrüchliche Glaube an den Fortschritt ist. Denn nur so lasse sich ein neuer Mensch erziehen.“

    Und auch viele sehr gute Kommentare. Besonders gut gefällt mir die geforderte Abgrenzung (von Ronaldo?) der „0,1 Prozent vom Rest der Menschheit“. Denn darum geht´s m. E. eigentlich.

    Pseudo-Linke sind natürlich nicht links sondern Werkzeuge der Globalisten. Echte Linke sind eine aussterbende Spezies und – zumindest für mich – immer auch Anti-Imperialisten, daher in meinen Augen ehrenwerte Utopisten.

    Utopisten sind sie weil ihr Wunsch nach „Gleichheit“ aller Menschen in kommunistischen Kollektiven o. ä. m. E. dem menschlichen Naturell entgegen steht, für die meisten Menschen weltweit demzufolge nicht erstrebenswert ist und es sehr wenige Beispiele für das mittel-und langfristige Funktionieren solcher Modelle in größerem, also staatlichem Maßstab gibt.
    Die globalistische Kritik/Propaganda an/gegen China teile ich nicht, allerdings sind auch dort die Menschen nicht „gleich“ (jedes Lebewesen hat individuelle Eigenschaften und Empfindungen, nicht nur Primaten) sondern genießen gewisse Freiräume auch bzgl. wirtschaftlicher Eigenaktivität.

    Und das ist es m. E., was Utopisten auch ohne globalistische Manipulation zu erfolglosen Don Quichottes macht: Für Kommunisten/Sozialisten gibt es nur „Kapitalisten“, deren Produktionsmittel enteignet werden müssen und „Lohnsklaven“. Dazwischen anscheinend nichts wenn ich manche Kommentatoren hier (und früher an der FH u. a.) richtig verstehe.
    Was dann mit den enteigneten Kapitalisten passieren soll (zwangsweise Eingliederung in Kollektive nach erfolgreicher Umerziehung oder Liquidierung?) und ob alle Lohnsklaven überhaupt aus ihren Arbeits- oder Angestelltenverhältnissen befreit werden möchten, scheint keine Rolle zu spielen.

    Ich bin ein neu-rechter (früher mal eher links eingestellter) „Bourgois“, der aus einer selbständigen Handwerker-, bzw. auf der anderen Seite, selbständigen Bauern- und Gastwirtfamilie stammt. Hätte z. B. auch nur ein einziger „Lohnsklave“ meines Vaters gerne mit ihm getauscht, die „Produktionsmittel“ freiwillig übernommen und damit auch die Verantwortung für das Auskommen von zehn Angestellten samt Familien, Verzicht auf Freizeit, (fast immer) Urlaub (und wenn mal, dann per Auto in einem Nachbarland), immer wieder Ungewißheit bzgl. einhaltbarer Liefer-/Bauabnahmefristen und die finanzielle Zukunft auch der eigenen Familie? – Die Antwort ist nein, denn auch der „Lohnsklaven“-Status hat Vorteile.

    Selbst war ich auch einige Jahre lang „Kleinselbständiger“. Aus gesundheitlichen Gründen habe ich mehrere Jahre lang Nachfolger für mein Ökoprojekt gesucht. Zu zahlen wäre nichts gewesen, das Projekt sollte nur weitergeführt werden. Gefunden hat sich dafür niemand.
    Selbständigkeit im kleinbürgerlichen und mittelständischen Bereich ist in 90% aller Fälle in erster Linie Selbstausbeutung. Man macht sowas i. d. R. nicht zur „Profitmaximierung“ sondern weil man liebt (und kann), was man tut und weil man es liebt, frei entscheiden zu können, *wie* man seine selbstgewählte Arbeit macht. Weil man gerne kreativ ist, eigene Visionen umsetzen möchte und weil der jeweilige Beruf auch mit Berufung zu tun hat.

    Wer aber nicht zu den werktätigen Lohnsklaven gehört (die es zukünftig dank „KI“ etc immer weniger geben wird), bzw. gehören will, kann laut Utopisten nur ein „profitorientierter Kapitalist“ sein, ist also „böse“.
    Bei dieser kurzsichtigen Klasseneinordnung wird zudem außer Acht gelassen, daß erzwungene Gleichheit (nicht zu verwechseln mit gleichen Chancen!) zumindest in größeren Gruppen (ab etwa einer mittleren Stadtpopulation) immer einer starken Kontrolle bedarf, damit niemand aus der Reihe tanzt. Was dann u. a. auch zur Herausbildung einer Funktionärs“elite“ führt, die „gleicher“ ist als die normalen Lohnsklaven.
    – So wird das m. E. nichts mit den guten Ideen von z. B. Wallenstein

    Dieses Modell ist das genaue Gegenteil von Freiheit, denn den idealen Staat, in dem es 100%ige Mitbestimmung, keine Korruption, keine Repression und kein Risiko gibt, daß er von menschenfeindlichen Elementen (wie z. B. den Globalisten) übernommen wird, gibt es m. E. bisher, zumindest hier, nicht. Daher plädiere ich pragmatisch-rechts in der aktuellen Situation für ein Modell, in dem der Staat nur elementare Aufgaben übernimmt und sich ansonsten so wenig wie möglich in das Leben der Bürger einmischt.
    Regularien gegen die Übermacht *tatsächlich* kapitalistischer Mächte, wie sie sich im destruktiven Papiergeld- und Zinseszinssystem, den Machenschaften internationaler Großkonzerne und deren Lobbyismus zeigen, gehören zu diesen elementaren Staatsaufgaben m. E. unbedingt dazu. Das so zu sehen ist weder „links“ noch „rechts“ sondern gesunder Menschenverstand und von daher ganz sicher auch mehrheitsfähig.

  46. Verrutscht. Das sollte hier hin!

    Bei dem Thema müsste zualler erst einmal analysiert werden, wer eigentlich „das Linke“ definiert. Da es keine allgemeingültige Definition für „links“ gibt – zuallerst einmal für „Linke“ schon überhaupt gar nicht, muss man doch die Frage stellen, wer denn „die Linke“ als solche konstituiert.

    Und wenn man es sich genau anschaut sind das „linke“ Lautsprecher und Vorbeter auf der einen Seite, und Großmedien und staatliche Organe auf der anderen Seite.

    Mal als Beispiel: wieso halten sich diese Vulkanzündler für „links“ und werden auch von Staatsorganen und Großemedien als „links“ eingeordnet?

    Was ist „links“ an Leuten, die ganz pauschal meist harmlosen Mitbürgern den Strom abstellen und frieren lassen?
    Nehmen wir mal als extremes Beispiel die RAF der ersten Generation. Deren ihr Terror hat sich gegen Repräsentanten gerichtet. Aber sowas wie „Vulkangruppe“, die richten sich gegen das Volk, auch wenn sie meinen, sie würden Reichenviertel treffen.

    Leute, die sich selbst für „links“ halten, es aber nicht sind, und von Staatsorganen und Großmedien, also Reichenmedien, als „links“ bezeichnet werden, definieren doch heute das „Linkssein“. Und wer sich mit solchen Leute gemein macht, oder mit Antifanten, der ist schlicht gewaltbereit und damit faschistoid.

    Wer heute für sich immer noch den Begriff „links“ beansprucht merkt überhaupt nicht mehr, dass sich die Welt weitergedreht hat, dass das „Links“ längst vereinahmt und fehlgelenkt wurde.

  47. Denn ohne eine überbordende Autoritätslust jener, die eine Linke nur simulieren,… ist die wachsende Stärke und der zunehmende Zuspruch für die Alternative für Deutschland nicht zu erklären.

    Negative Bestimmung. Das Nicht-Vorhandensein von linker Autorität kann rechten Zuspruch nicht erklären. Und als Grund des Fehlens linker Autorität wird amerikanische geheimdienstliche Unterwanderung angegeben. Blödsinn. Das ist eine Entschuldigung dafür, dass die „Linken“, die keine mehr sind, mit Klassenkampf von unten, also Gegenwehr gegen den neoliberalen Klassenkampf des Kapitals von oben oder gar Revolution, nichts mehr zu tun haben wollen. Dafür sind nicht unnationale Kräfte von außen verantwortlich.

    Die Linke? Die gibt es gar nicht! Nicht mehr.

    War ja sowieso ein Geistersubjekt. Wie „die Amerikaner“, „die Europäer“, „die Männer“…

  48. Das es die Linke Seite in Deutschland so zerlegt hat war am Ende primär vor allem Folge des Ukraine Konflikts .
    Es konnte ab da gar nicht mehr anders kommen . Die Welt stand auf einmal Kopf, Russland maschiert in ein anderes Land sein. Ein Argument dieser Art so einfach beiseite wischen zu wollen, zeugt auch schon von ein wenig Überheblichkeit , und damit auch von Veränderungen, jedoch da weniger bei den Linken o))

    Simonow hatte das gut in einem seiner Gedichte gut auf den Punkt gebracht, damals schon ..

    „Wart auf mich, ich komm zurück!
    Ja, – zum Trotz dem Tod,
    Der mich hundert-, tausendfach
    Tag und Nacht bedroht.
    Für die Freiheit meines Lands
    Rings umdröhnt, umblitzt,
    Kämpfend fühl ich, wie im Kampf
    Mich dein Warten schützt.
    Was am Leben mich erhält;
    Weißt nur Du und ich:
    Daß Du, so wie niemand sonst
    Warten kannst auf mich.“

    Es ist am Ende egal ob Rechts oder Links, niemand könnte abseits der Globalen Finanzindustrie diesen Planeten wieder in eine für alle Menschen besseren Ort machen, womit wir wieder bei Brecht landen , der wie Olle Karl auch, Dialektiker war aber auch keine Lösung anbieten kann/konnte, jedoch gutes Werkzeug um die Ursachen für solche Entwicklung besser erkennen zu können, Uns mit auf den Weg gab.
    Die Rechten wurden nicht Salonfähig wegen der Linken, sondern weil Globales Kapital den Mittelstand auch hier hinwegfegt in einer Geschwindigkeit, die man nicht für möglich gehalten hat. Und hier haben die Linken gepennt. denn Deutschland lebte vom Mittelstand ..
    Eine AfD war und ist schon ein Problem, die Frage am Ende aber, für die einfachen Menschen, oder eher die Diener des Globalen Kapitals .
    Schulden sind das beste Werkzeug um das Sozialsystem eines Landes zum brechen bringen zu können ..
    Der Russe muss keinen Krieg anfangen damit die Interessen des Großkapitals bedient werden können im vollen Umfang. Die Menschen müssen es nur glauben..

  49. Gebt den Arbeitern ihre Partei zurück! Richtig gelesen, ich meine die KPD.

    Schon B. Brecht schieb über den Sozialismus: „Das einfache, das schwer zu machen ist“

    1956 erfolgte auf Betreiben der Adenauer-CDU-Regierung und seiner mittlerweile wieder in den Politikbetrieb integrierten ehemaligen Nazis das Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands. Schon vorher, 1951 wurde die Jugendorganisation der KPD, die FDJ verboten. Seitdem ist die Gründung einer neuen KPD unter Strafe verboten. Immerhin erlaubte der NSDAP-Nachfolgestaat 1968 die Gründung der DKP, ein Zugeständnis gegenüber der Sowjetunion/DDR im Zuge der damaligen Ostverträge. Die DKP schwor der Revolution ab und wollte fortan nur noch durch Wahlen den Sozialismus zu erreichen und hat auch die anschließende Diktatur des Proletariats aufgegeben. Das machte sie für die Herrschenden ungefährlich. Es entstanden darauf einige auf China orientierte K-Gruppen wie KPD/ML, KAB, KB/Nord, KB/West. Viele derer Funktionäre finden sich heute 180° gewendet bei den Altgrünen wieder wie Jürgen Trittin, Ralf Fücks, Marie Luise Beck, Joscha Schmierer oder Winfried Kretschmann, der ehem. IG-Metall Vorsitzende Berhold Huber und Ulla Schmidt bei der SPD. Während die alte KPD eine Arbeiterpartei und auch unter deren Führung war, haben sich bei den sog. K-Gruppen rasch Intellektuelle durchgesetzt.

    Wiederum andere gingen in den bewaffneten Untergrund wie Ulrike Meinhof, Andreas Baader und nannten sich fortan Rote Armee Fraktion, die es dem Staat erleichterten, ein ganzes Sortiment von Terrorgesetzen zu verabschieden. Auch damals hat der Verfassungsschutz tatkräftig mitgemischt (Celler Loch) wie später auch bei der Naziterrorgruppe NSU.

    Schon die Ärzte sangen damals den Text „Nazis sind Nazis, weil sie Nazis sein wollen.“
    Warum dürfen dann „Linke“ nicht auch Kommunisten oder Sozialisten sein?

    Es ist längst an der Zeit, das KPD-Verbot zu hinterfragen und deren Aufhebung zu fordern. Der Historiker Josef Foschepoth hat längst herausgearbeitet, dass das KPD-Verbot verfassungswidrig gewesen ist, doch wer soll klagen und wie aussichtsreich ist eine Klage bei der gleichgeschalteten rechten und von der Politik unterwanderten Justiz?

  50. Ich glaube, man muss unterscheiden zwischen „mehreren Linken“: Parlamentarisch, politisch und v.a. begrifflich. Es gibt jedoch eine Art Lackmustest dafür – in Anlehnung an Gretchens berühmte Frage: „Wie hältst‘ du’s mit dem Kapitalismus?“..

    Man sollte sich zumindest nicht den Begriff so einfach mopsen lassen von jenen, die lediglich links blinken, denn, wie auch RDL richtig bemerkt, sind politisches Handeln und diesem zu Grunde liegende Haltungen und auch jeweilige Lager grundsätzlich durchaus erkennbar an „Begriffe[n], die auf Machtverhältnisse, Eigentumsfragen und gesellschaftliche Hierarchien“ verweisen. -Ansonsten wäre, um es zugespitzt zu formulieren, Hitler ja wohl wirklich Kommunist gewesen, oder?

    1. “ „Wie hältst‘ du’s mit dem Kapitalismus?““ ist eine Frage die von Marxisten besetzt wird. Und damit ist man schon in deren Händen, ist schon verloren. Die Oberspalter der Weltgeschichte.

  51. Der Thread geht zu Ende und ich verweise nochmals auf einen wie ich finde guten Artikel auf Overton zu einen hier von der verkommenen Restlinken nicht zur Kenntnis genommenen „stillen Revolution“ auf Sri Lanka, früher Ceylon, bekannt durch seinen Tee. Ich zitiere aus den Overton-Artikel:

    „ Und ihr Zukunftsprojekt – eine Marktwirtschaft mit einem starken, dominierenden Staatssektor – hat, selbstverständlich unter ganz anderen Rahmenbedingungen, in anderen Ländern Asiens durchaus funktioniert: in der Volksrepublik China etwa und in Vietnam. Ein regulierter und gezähmter Kapitalismus, unter einer politischen Führung, die es der kapitalistischen Klasse zwar erlaubt, Geschäfte (und natürlich auch Gewinne) zu machen, sie aber von staatlicher Machtausübung fernhält – ist das nicht das Erfolgsrezept der chinesischen Kommunisten in den letzten Jahrzehnten? (17) Und so etwas im Rahmen einer demokratischen Verfassungsordnung – wäre das nicht ein wahrhaft revolutionäres Novum? Offenbar keines, für das sich europäische Linke begeistern können.….“

    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/das-droehnende-schweigen-der-linken-in-europa-zum-politischen-umsturz-in-sri-lanka/

    Ich sehe als einzige Möglichkeit eine gelenkte Marktwirtschaft nach chinesischen Vorbild. China hat gezeigt das es dadurch den Leuten besser geht. Das sollte doch das Ziel linker Politik sein und nicht verrückte irrationale, grüne Ideen.
    Die konservative Regierung auf Sri Lanka, die von einer marxistischen Kleinpartei gestürzt wurde, hat ein Verbot von Kunstdünger verhängt, was die Wirtschaft ruinierte. Das wurde von der neuen, marxistischen Regierung wieder aufgehoben. Insofern war der Umsturz auf Sri Lanka auch eine „antigrüne Revolution“
    Das müßte doch einigen von Euch gefallen?

    1. @ Naomi

      Eine durch den Staat regulierte Wirtschaft.
      Und wer reguliert den Staat?
      Die bisherigen Erfahrungen zeigen, mit der ökonomische Prosperität entartet der Staat. Ob China da eine Ausnahme bildet, vermag ich nicht zu sagen. Als Vorbild für Europa ist es ganz gewiss nicht anwendbar. Dies würde an der kulturhistorischen Entwicklung, geprägt vor allem durch zwei Buchreligionen, scheitern.

      1. “ Ob China da eine Ausnahme bildet, vermag ich nicht zu sagen. “

        Etwas hat sich verändert zu früher … o)

        Der Staat gibt im Sozialismus vor, aber es gibt heute ein Gegengewicht, das es früher so nicht gab, Börsen. Wenn die Partei Schei*** baut, kann das dem Land gleich mal Milliarden kosten..
        Von daher, Macht ist heute zumindest in China schon ein wenig besser verteilt ..
        Sozialismus kann niemals etwas anderes sein als eine Fahne in entsprechenden Landesfarben. Es gibt kein theoretisches Modell dafür ..

    2. @ Naomi

      Mal etwas ganz anderes. Da du doch so gut zu China bescheid weißt, bzw wohl einen guten Draht hin hast-

      Was weißt du über den versuchten Militärputsch mit wohl über 3000 verhafteten Soldaten und ranghohe Offizieren ?

    3. @ Naomi, dass es den Leuten in China und Sri Lanka besser geht jetzt, ist keine Garantie, dass diese Gesellschaften von der sich entwickelnden dekadenz der Systeme verschont bleiben, die durch Monopolisierungen der Macht/des Geldes entstehen. Ein heute hochrangiger chin. Funktionär sagte mal, dass sie erst den Kapitalismus aufbauen müssten, um dann erfolgreich Kommunismus einzuführen. Und in Sri Lanka geht es zur Zeit wirklich den Leuten besser, alle atmen auf (ich bin seit 2 Monaten hier). Aber die internationale Machtmafia streckt schon die Finger aus ….
      Sollten wir uns nicht mehr damit befassen, wie man dem Zyklus der Monopolisierungen von Macht frühzeitig entgegenwirken kann?

  52. Eines der Probleme besteht darin, dass viele Linksliberale (wie Sennet) und viele kritische Menschen (wie Hauke Ritz) als Linke ausgegeben werden, obwohl sie gar keine sind.

    Zuerst einmal sollten wieder Linke über die Linke diskutieren – oder es sollte zumindest klar sein, wo ein Autor steht.
    Auch gibt es ja kaum noch eine Zeitung, in der „die Linke“ (natürlich nicht: Linkspartei) ein Forum ihrer Diskussionen hätte. Dieses Forum zeichnete sich auch dadurch aus, dass verschiedene linke (tatsächlich linke!) Anschauungen und Richtungen respektvoll miteinander umgehen, aber ein Konsens besteht, z. B. Militaristen, AfD-Trolle und andere neoliberale Trolle aus der Diskussion auszuschließen, weil sie nicht zur Linken gehören.

    Selbstverständlich irrt Hauke Ritz, wenn er behauptet haben sollte, die woke „Linke“ sei in den 1950er Jahren vom CIA erzeugt. Damit lässt er auch in Vergessenheit geraten, wie die neue Linke in den 1968er Jahren entstand. Wenn LaPuente und Ritz sagen. dass die woke „Linke“ von den USA mehr oder weniger abhängig ist, dann haben sie recht, aber das macht zunächst nicht das Kernproblem aus.

    GRUNDSATZ:
    Eine Linke gibt es nur zusammen mit einem Proletariat. Weil dieses in den 1968ern in Deutschland quicklebendig war und seine Kämpfe führte, gab es den Zusammenhang mit der neuen Linken.
    Inzwischen sind die meisten Länder des Westens deindustrialisiert. Das Kapital hat das Proletariat nach China ausgelagert, um Kosten zu sparen und sich einen politischen Gegner vom Hals zu schaffen. Mit dieser Deindustrialisierung steht der Westen vor seinem Niedergang. In den Worten von Emmanuel Todd gibt es im Westen in weiten Teilen nur noch einen Plebs, der von der Mehrarbeit des Proletariats anderer Weltregionen lebt. Dieser Plebs orientiert sich nach rechts (das war zu allen Zeiten so), weil er als Plebs keinen Klassenkampf um die Befreiung führen kann.

    ANTWORT:
    Eine Linke, die sich nicht auf das Proletariat, die Emanzipiation aus der Unmündigkeit und die soziale Gleichheit der Menschen bezieht, die ist keine!

    1. Das Proletariat heisst heute Prekariat, ist im Gegensatz zu ersterem ärmer und liefert den selbsternannten „Linken“ von heute nachts um elf das Fast Food ins Haus.

          1. ich laufe aber nicht in der gegend rum und sortier in echte linke und falsche linke, sondern mache mir einen begriff vom linkssein. kleiner unterschied, bitte auf dem scheiterhaufen melden, warteschlange 7.

            1. Nun, ich auch nicht. Ich mache mir aber auch keinen Begriff von „linkssein“.
              Aber nach und nach mache ich mir eine Vorstellung von Babylon.

              1. Dein Gedächtnis scheint nicht mehr so gut, was mich nicht wundert, bei deinem Humanismus:
                „den selbsternannten „Linken““
                willst du noch ein Stirner zitat zum mitnehmen?

                Der Drang, den Spuk faßbar zu machen, oder den Nonsens zu realisieren, hat ein leibhaftiges Gespenst zu Wege gebracht, ein Gespenst oder einen Geist mit einem wirklichen Leibe, ein beleibtes Gespenst. Wie haben sich die kräftigsten genialsten Christenmenschen abgemartert, um diese gespenstische Erscheinung zu begreifen. Es blieb aber stets der Widerspruch zweier Naturen, der göttlichen und menschlichen, d.h. der gespenstischen und sinnlichen: es blieb der wundersamste Spuk, ein Unding. Seelenmarternder war noch nie ein Gespenst, und kein Schamane, der bis zu rasender Wut und nervenzerreißenden Krämpfen sich stachelt, um ein Gespenst zu bannen, kann solche Seelenqual erdulden, wie Christen sie von jenem unbegreiflichsten Gespenst erlitten.

                Allein durch Christus war zugleich die Wahrheit der Sache zu Tage gekommen, daß der eigentliche Geist oder das eigentliche Gespenst – der Mensch sei. Der leibhaftige oder beleibte Geist ist eben der Mensch: er selbst das grauenhafte Wesen und zugleich des Wesens Erscheinung und Existenz oder Dasein. Fortan graut dem Menschen nicht eigentlich mehr vor Gespenstern außer ihm, sondern vor ihm selber: er erschrickt vor sich selbst. In der Tiefe seiner Brust wohnt der Geist derSünde, schon der leiseste Gedanke (und dieser ist ja selber ein Geist) kann ein Teufel sein usw. – Das Gespenst hat einen Leib angezogen, der Gott ist Mensch geworden, aber der Mensch ist nun selbst der grausige Spuk, hinter den er zu kommen, den er zu bannen, zu ergründen, zur Wirklichkeit und zum Reden zu bringen sucht: der Mensch ist – Geist. Mag auch der Leib verdorren, wenn nur der Geist gerettet wird: auf den Geist kommt Alles an, und das Geistes- oder „Seelenheil“ wird alleiniges Augenmerk. Der Mensch ist sich selbst ein Gespenst, ein unheimlicher Spuk geworden, dem sogar ein bestimmter Sitz im Leibe angewiesen wird (Streit über den Sitz der Seele, ob im Kopfe usw.).

      1. Jetzt weiß ich auch, warum ich mich weigere, korrumpierten Linken, die utopisch hohe Diäten kassieren, zu welcher Uhrzeit auch immer Fastfood ins Haus zu liefern. Schade, dass wirklich Wohlhabende nicht auf Lieferdienste angewiesen sind. Diese lassen gleich zuhause kochen.

  53. Marxquarkverstrahlte aller Länder, vereinigt Euch! Am besten da, wo der Pfeffer wächst. Dann haben wir anderen vielleicht endlich Ruhe und können einen vernünftigen Diskurs führen, wie man die Herrschaft der Finanzoligarchie beenden kann.

    Denn das geht nur ohne Spalter und Verblöder.

        1. so wie du mir vorkommst, möchtest du in deinem eigenen vernebelten hirn auch nicht stecken. soll ich dir erklären was geld ist? oder du mir?

    1. Man kann nicht besser die eigentliche Agenda des Marxquarkismus beweisen:

      indem die Marxquarkisten hier und überall das Wissen um die eigentlichen Ausbeuter und Bedrücker vernebeln, nämlich die Finanzoligarchie.

      marxquarkistische „Linke“ sind dafür da, die Verbreitung des Bewusstseins zu verhindern, dass Unternehmer und Arbeitende ein gemeinsames Interesse haben: die Ausbeutung durch das Finanzkapital, die nicht-Schaffenden aber mächtigsten 1% der Weltbevölkerung, zu beenden.

      Ich habe das an anderer Stelle schon gebracht:

      Nehmen wir einfach mal den Schuldendienst der USA:

      das sind jährlich 250 Milliarden Dollar an Zinsen, die die Kreditgeber praktisch risikofrei und sicher und ohne jede Anstrengung einkassieren. Da sind sicher auch ein paar kleine dabei, aber die Großen, die den Löwenanteil einstreichen sind auch die, die in einem denkbaren Kreditausfall (Zahlungsunfähigkeit des Staates) bevorzugt aus der „Konkursmasse“ bedient werden würden. Schon alleine weil die es als erste wissen und reagieren können, wenn die Kleinanleger sich noch im sanften Schlaf der Ahnungslosen wiegen.

      Ein Viertel, 25% des Staatshaushaltes der USA gehen in den Schuldendienst. Und das ist praktisch nur Zins, keine Tilgung. Denn es wird nicht getilgt sondern vielmehr immer weiter Schulden aufgenommen. Bei uns sieht es nicht viel anders aus. Ein Viertel, 25% UNSER ALLER STEUERzahlungen!

      Diese 250 Milliarden Dollar p.a. aus den USA sind nur ein kleiner Teil des ganzen Brockens weltweit. Und ja, es mag vielleicht viele geben, die dabei profitieren. Aber wie es immer in solchen Bereichen ist, werden 50% der Summe unter ganz vielen aufgeteilt, und die anderen 50% werden von ganz wenigen kassiert. Den Wenigen, die damit diese ungeheuere Machtfülle aufgebaut haben, dass sie sogar Religionen wie den Marxquarkismus verbreiten können und riesige Wächterarmeen, die überall herumlurenden Marxapostel und Marxexegeten, für ihre Lügen bereit stellen können.

      Wir sind die Opfer der Internationalen Finanzoligarchie. (Und nicht die Opfer von Unternehmern, wie uns die Marxquarker verlogen weiß machen wollen.)

      Und auf diesen Sachverhalt hinzuweisen wird natürlich mit der ganze großen Nazi-, Hitler-, Antisemitismus-Keule bestraft, wie man hier wieder erleben darf. Nur entlarven sich diese Brüller mehr und mehr selbst – Dummheit halt. Was wäre auch anderes zu erwarten von solcher Art Blockwarte.

      1. Wer hat noch gleich Profit als einzigen Zweck und einziges Ziel?
        [ ] Unternehmer
        [ ] Finanzkapital
        [ ] beide

        Wer lässt noch gleich seinen Profit durch anderer Leute Aufwand anschaffen?
        [ ] Unternehmer
        [ ] Finanzkapital
        [ ] beide

        Wer versucht hier, Scheiße nach Geschmacksrichtungen zu sortieren, und disst alle, die das idiotisch finden?
        [ ] ratzefatz
        [ ] der Weihnachtsmann
        [ ] weiß nicht

        1. Herrlisch… ❤☆༺ [̲̅$̲̅(̲̅ ͡° ͜ʖ ͡°̲̅)̲̅$̲̅] ▬|██████| ▬🤓💋👄 ™1974 ♫  🐟 ☀️ •🚌 💙🍵 👶🦌 😂😧✌ 💪👍

          1. Das Problem hierbei, ist ja nun mal der kapitalistische Verwertungszwang.
            Wenn man als Normalbürger eine wie auch immer geartetes Vermögen hat, ist es im Finanzkreislauf enthalte, respektive egal wo man es bunkert, kann es trotzdem jederzeit durch Inflation oder Schlimmeres entwertet werden.

              1. Ja, tatsache. Ich habe eine Bestand von Sprit auf Lager. Das hält und ist im Krisenfall vielfältig nützlich und hat hohen Tauschwert 🙂

                Aber wirklich nachhaltig ist das alles nicht. Normalbürger sind immer die Verarschten in dem System – und wenn sie sich noch so schlau vorkommen mögen.

          2. Soso. Und jetzt sag mal einem mit keinem Vermögen wie ich leben und meine Verpflichtungen erfüllen soll, ohne Girokonto. Und sonst habe ich nämlich nichts.

            Solche Dummschwäzter wollen uns sogar noch weiß machen, dass heutzutage ein normales Leben OHNE Bankkonto möglich wäre.

            Wo lebt denn sowas? Auf einer einsamen Kokospalmeninsel mit Starlink-Anschluss?

            Aber der Account-Name ist schließlich Programm, klar.

        2. Sie reden bei Unternehmern von Profit. Da wird gerne auch das mithineingerechnet, was als Investition in das Unternehmen zurückfließt.

          Viele Unternehmer führen ihr Unternehmen, weil sie das gerne machen und für sinnvoll erachten – und weil sie ihr eigener Herr sein wollen.

          Viele Arbeitenden sind genau deshalb abhängig Beschäftigt, weil sie das genau so und nicht anders wollen. Also nicht selbstständig und selbstverantwortlich sein wollen. Ich kennen das doch auch von mir. Und von 90% meiner Kollegen.

          Klar, es gibt viel Vermischtes. Ein Unternehmer wird sicher auch Geld anlegen. Und damit wird er auch Finanzkapitalist. Aber das macht nicht das Unternehmertum per se ausbeuterisch.

          Sie verzerren die realen Verhältnisse, also das Verhältnis zwischen unternehmerischen Profiten (die auch mit Arbeit des Unternehmers verbunden ist) und finanzkapitalistischen Profiten (die für die Profiteuere überhaupt nicht mit Arbeit verbunden sind).

          Wenn unternehmerische Profite als 1 gesetzt werden, so sind die finanzkapitalistischen Profite wahrscheinlich 100 oder noch viel mehr. Und auf viel weniger Profiteure verteilt.

          Ich habe das Beispiel von den Schuldendiensten der Staaten genannt. Wir werden über Steuern und Inflation ausgeblutet, weniger durch zu geringes Arbeitsentgeld.

          Die Darstellung der scheinbaren Gleichgewichtigkeit von Unternehmer und „Finanzkapital“ dient schon wieder zur Verschleierung (schon in der Bennennung des einen als Person, des anderen als abstrakte Instanz). Aber vor allem im Ausmaß, wie Kapital auf einzelne Personen konzentriert wird.

          Die Supervermögen wie von Gates oder Buffet, etc. entstehen nicht durch tätiges Unternehmertum, sondern an den Börsen, im Finanzkasino.

      2. @ratzefatz
        Ich finde Ihre Ausführungen z.T. durchaus nachdenkenswert, stelle andererseits aber auch fest, dass Sie nicht ausreichend differenzieren zwischen:
        – kleine selbstständige Handwerksbetriebe (die niemand hier angreift)
        – mittelständische Betriebe mit vielleicht 200 Arbeitern & Angestellten, oft als GmbH organisiert (selten Angriffsziel)
        – großen Konzernen (i.d.R. Aktiengesellschaften)
        Da wo Sie eine Finanzoligarchie sehen, sehe ich zu ca. 80% die Inhaber von Aktien (und weiteren 15% Anleihen), und damit die Eigentümer von Produktionsmitteln. Mit etwas Anstrengung sollten wir diesen Punkt eigentlich klären können, doch bisher kommen von Ihrer Seite vor allem nur Verunglimpfungen.

    2. Aus den Reaktionen der bezahlten PR-Büttel
      Torquemada
      So und nicht anders
      foehre
      motonomer

      rückschlussfolgere ich, dass Hitler gegen die Finanzoligarchie gewettert habe? Denn wie sonst wäre deren Anwürfe zu verstehen?

      Keine Ahnung. Aber was er gesagt hat und wie er aber real finanziert wurde, das steht wohl auf einem anderen Blatt, oder wie? Wäre nicht der erste Politiker gewesen der was anderes sagte als was er tatsächlich praktizierte. Natürlich wurde der massiv aus dem Großkapital, aus DE, GB und US, unterstützt.

      Übrigens war Hitler auch gegen Fleischessen, Notdurftverrichten auf öffentlichen Plätzen, nächtliche Ruhestörung, Alkoholmissbrauch, …

      1. Schade. Sie sind an sich nicht doof, lassen sich aber von Ihrer Beißwut verblöden.

        bezahlten PR-Büttel

        Und aweng Größenwahn geht wohl auch immer 😉

        1. Kratzen Sie sich doch bitte am eigenen Sack.

          „Wer versucht hier, Scheiße nach Geschmacksrichtungen zu sortieren, und disst alle, die das idiotisch finden?
          [ ] ratzefatz“

          Ich finde Marxquarkverblödete eben blöd. Wie Blöde überhaupt. Klar, das darf man heute nicht mehr. Blöde blöde zu nennen ist ja so diskriminierend. ;-(

          1. Es gibt eigentlich niemanden, der das kapitalistische Gemengelage so schön erklärt wie Marx das konnte.
            Und das nach über 150 Jahren.

            1. Marx, die Religion für geistig arme.

              Seine Analyse ist haarscharf an der Wahrheit vorbei falsch.

              „Der Besitz der Produktionsmittel“ tut ja schon mal so, wie wenn die Produktionsmittel vorhanden wären, aber von den falschen vereinahmt worden seien. Quark

              Dann frag doch mal ein paar Arbeiter wie schlimm sie es finden, dass man ihnen Arbeitplätze anbietet.

              Und dann sind die Mehrheit der Menschen irgendwie spirituell orientiert – und Marxquark will diese Menschen von seinem atheistischen Quark überzeugen?

              Marxquark wurde geschaffen, um zu spalten und zu herrschen. Aber nicht von den Unternehmern, sondern von der Finanzoligarchie.

              Und es sind gerade marxistische angeblich „Linke“ die sofort herbeispringen um jeden, der auf diese Wahrheit aufmerksam macht mit der Antisemitismuskeule zu bearbeiten.

              Was offensichtlich ist wurde hier auf eine Neues bewiesen.

              Marxquarker aller Länder, verpisst Euch.

  54. ‚Ach so, Sie meinen, weil Donald Trump sich Grönland schnappen will? Fürwahr unschön! Aber ist das schlimmer als die durch US-Drohneneinsätze mehr als 3.000 getöteten Menschen, die unter dem Präsidenten Barack Obama anfielen?‘

    Obama betrieb einen für US-amerikanische Verhältnisse linksliberalen Wahlkampf und setzte seine großsprecherischen Ankündigungen in seiner Amtszeit innen- und sozialpolitisch sehr eingeschränkt durch, weil man ihn unter der Voraussetzung gewähren ließ, den sogenannten War On Terror mit unverminderter Härte fortzuführen, also auch eine Art MAGA-Strategie. Das war eingeschränkt praktikabel und auch fancy, weil es seinerzeit darum ging, militärtechnisch unterlegene, schwache Gegner niederzuhalten, was einem relativ geringen Einsatz militärischer Ressourcen bedurfte, aber umso mehr Hass erzeugte.

    Zu Donald: Mal eben eine venezuelanische Regierung im Husarenstück zu enthaupten, mag zwar noch angehen aber erst mal die feindliche Übernahme von Grönland, Kanada, Mexiko und China, ernsthaft? Und die Europa macht Russland platt – tolle Idee, die sich wirklich bewährt hat, kann man daher ja noch mal probieren! Historisch betrachtet scheiterten die meisten großartigen Feldherrn und Kriegsminister an ihrem eigenen Größenwahn.

    1. Danke an Naomi
      25.01.2026 10:31 Uhr

      für den Link auf einen Artikel, der mir entgangen war.

      https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/das-droehnende-schweigen-der-linken-in-europa-zum-politischen-umsturz-in-sri-lanka/

      daraus:
      „Sri Lanka zeigt uns, was passiert, wenn sich die Politik am Wunschdenken und an den Vorurteilen der neuen Eliten orientiert anstatt an den Bedürfnissen der einfachen Leute. (…) Die grüne Ideologie mag die neuen Eliten in ihrem narzisstischen Bewusstsein bestärken, dass sie tatkräftig dabei sind, den Planeten vor dem menschengemachten Hitzetod zu bewahren, aber sie lässt im Westen vor allem die arbeitende Bevölkerung verarmen (…) und bringt den Hunger zurück in diejenigen Teile der Welt, die nicht so entwickelt sind wie der Westen.“

      aus Brendan O’Neill: „Sri Lanka and the global revolt against the laptop elites“ in Spiked (12. Juli 2022)

      mit dem famosen Begriff „Laptop elites“, dass sind nämlich die pseudolinken Deppen die meinen, sie wüssten was … und alles besser als alle anderen.

      Was aber little louis an Alten Schwedens Post gut findet, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

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