Die Herausforderungen für den Westen

Katze im Schutt, Ukraine
Tatyana Tkachuk, War in Ukraine (34158203791), CC BY-SA 2.0

Die aktuelle Lage der Ukraine ist der Tatsache geschuldet, dass die westlichen Länder den Konflikt fundamental falsch verstehen. Emotionen bilden die Grundlage für Entscheidungen, Fakten werden entsprechend ausgewählt und interpretiert.

Jacques Bauds neues Buch!

Ein wichtiger Teil der Geschichte wurde schlicht verschwiegen zugunsten eines Narrativs, das uns in eine Sackgasse geführt hat, sagt Jacques Baud. Er bietet eine faktenbasierte Analyse der diplomatischen und politischen Dynamiken des Ukraine-Konflikts und befasst sich insbesondere mit der Entwicklung des Verhandlungsprozesses zwischen der Ukraine und Russland seit 2014. Das Buch beleuchtet die bisweilen angespannten Beziehungen zwischen den westlichen Ländern, die Rolle der Vereinigten Staaten, die Positionen der Protagonisten und ihre Interessen in diesem Konflikt. Werden Russen und Ukrainer eine Einigung erzielen können? Welche Faktoren werden eine politische Lösung bestimmen?

Im Jahr 2025 entwickelt sich die militärische Lage ganz klar zu Ungunsten der Ukraine, aber der westliche Diskurs verändert sich nur sehr leicht. Man weiß, dass sich die Ukraine in einer verzweifelten Lage befindet, weigert sich aber, dies öffentlich einzugestehen und damit das seit 2014 und bis 2022 vorherrschende Narrativ in Frage zu stellen.

Diese leichte Veränderung wird aber durch die Unnachgiebigkeit in Bezug auf Verhandlungen mit Russland im Keim erstickt. Vielleicht spielt auch Rachsucht eine Rolle. Die Europäer wissen, dass sie Selenskyj daran gehindert haben, ein Abkommen mit Russland zu unterzeichnen, das dem Land Frieden gebracht hätte. Dazu haben sie ihm Hilfe »so lange wie nötig« versprochen. Sie hatten aber nicht gedacht, dass es dermaßen lange dauern würde, und in ihren Ländern keine Maßnahmen für eine solche Situation getroffen. Die Europäer sind heute die Gefangenen ihrer eigenen Versprechungen, die gemacht wurden, ohne an die Folgen zu denken.

Kaja Kallas ist die Galionsfigur einer arroganten politischen Klasse

Dem Westen mangelt es nicht an Entschlossenheit, die Ukraine zu unterstützen, sondern an den Mitteln und an einem greifbaren Ziel. Diese Lage beginnt ihren Willen zu beeinträchtigen. Der Westen ist am Ende seiner Möglichkeiten angekommen. Die »großen« europäischen Länder sind in einer katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Lage. Ihre industriellen Kapazitäten können demzufolge den Bedarf der ukrainischen Armee nicht decken.

Und zu allem Überfluss hat sich die EU im Dezember 2024 eine Vertreterin für Äußere Angelegenheiten gegeben, die wahrscheinlich an Inkompetenz alle in den letzten Jahrzehnten übertrifft. Unfähig zu kritischem Abstand und besessen von Russland, besteht ihr persönliches Ziel in der Zerstückelung dieses Landes. Kaja Kallas ist die Galionsfigur einer oberflächlichen, ungebildeten und arroganten politischen Klasse.

Das Hauptproblem des Westens besteht darin, dass er kein wirkliches Ziel besitzt. Gewiss hatte Bruno Le Maire im Jahr 2022 er-klärt, es gehe darum, den Zusammenbruch Russlands herbeizuführen. Ein Ziel, das auf einer dramatischen Unterschätzung der russischen Wirtschaft gründete und sich offensichtlich seit 2023 außer Reichweite befindet. Seit 2023 ist es aber niemandem gelungen, ein neues, für die Ukraine erreichbares Ziel zu formulieren. Ein Sieg wird aber durch das Erreichen der formulierten Ziele bestimmt. Wenn man kein einziges Ziel klar benennen kann, dann wird es unmöglich zu bestimmen, was denn ein Sieg wäre.

Im November 2024 schreibt Megan K. Stack in der New York Times:

»Ich denke, es ist gerechtfertigt, den Ukrainekrieg als einen Stellvertreterkrieg zu bezeichnen. Denn man kann zu dem Schluss kommen, dass die Biden-Administration diesen Krieg nicht nur aus Achtung vor dem gerechten Willen der Ukrainer, die Russen abzuwehren, unterstützt hat. Sie tat es auch, weil dieser Krieg eine Gelegenheit darstellte, unseren Feind zu schwächen, ohne ihn direkt anzugehen.«

»Geschenk für den Kreml«

Sie tut hier nichts anderes, als ein Ziel wiederzugeben, das bereits vom Atlantic Council geäußert wurde6 und sich im Zentrum der westlichen und insbesondere der europäischen Politik befindet. Wie es Kaja Kallas am 20. November 2025 ausdrückte, zielt der Westen auf eine Schwächung Russlands. Für die Ukraine hat sie jedoch lediglich das Ziel, die Ukraine zu unterstützen, ohne bestimmen zu können, was genau ein Sieg für ebenjene sein könnte. Anders ausgedrückt hat Europa keine Strategie für einen ukrainischen Sieg, sondern nur für eine Schwächung Russlands.

Wenn sich also Donald Trump vom Konflikt zurückziehen will, dann tut er das in dem Wissen, dass die Vereinigten Staaten keinen Sieg erringen werden. Ihrerseits sind die Europäer nicht in der Lage, die Verantwortung für den Konflikt von den Amerikanern zu übernehmen. Ihre Strategie beschränkt sich darauf, die Amerikaner mit allen Mitteln in Europa zu halten. Die Herausforderung für die Europäer besteht im Bewahren der amerikanischen Unterstützung. Währenddessen sind sie durch das Fehlen eines klaren Ziels für die Ukraine zu einem endlosen Krieg verdammt.

Selbst wenn sie einen bescheidenen Eindruck macht, so befindet sich Russland doch auf der Erfolgsspur. Je mehr Sanktionen gegen Russland angehäuft werden, je mehr die Europäer ihre Abneigung gegen eine diplomatische Lösung zeigen, desto positiver wird der Moskauer Standpunkt in Russland aufgenommen und mobilisiert die Menschen. Kaja Kallas ist sprichwörtlich zu einem »Geschenk für den Kreml« geworden. Man hat es in Brüssel eindeutig mit einem großen Defizit an strategischem Denken zu tun.

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38 Kommentare

  1. Gut, mal wieder was von Jaques Baud zu lesen!
    Das wir es mit einem Defizit im strategischen Denken zu tun haben, wundert nicht!
    Seid langem schon denken Politiker nur von Wahl zu Wahl, zumindest ab einem Jahr davor.
    Also in Vier-Jahres-Zeiträumen!
    Strategisches Denken erfordert langfristige Planung, daran scheint es zu fehlen.
    Dazu kommen die Medien mit ihrer Sensationsgier, die jede Woche eine neue Sau durchs Dorf treiben.
    Der Politiker soll Stellung nehmen, nimmt er auch, denn sein Gesicht medial zu präsentieren fördert das, was der Politiker seine Karriere nennt.
    Gleichzeitig wird dann unmittelbar „die Maßnahme“ gefordert, die das aktuelle Pseudo-Problem lösen soll.
    Der ganze ständig aufs Neue stattfindende Zirkus ist strategischem Denken natürlich nicht förderlich.
    Das was unsere Hochmögenden unter „Strategie“ verstehen, ist i.a.R. noch nicht einmal Taktik.
    Minsk II beispielsweise war von Merkel/Hollande-Seite aus auch keine Taktik, sondern schlicht Betrug.
    Die denken nicht von hier bis zur Tür, wie wir im Pott sagen.
    Aber selbst, wenn strategisch gedacht und gehandelt würde, würden uns unsere Oligarchen bei ihrem Bütteltum dem Kapital gegenüber, genau so in den Orkus expedieren, wie sie es jetzt zu tun scheinen!

    1. > Das wir es mit einem Defizit im strategischen Denken zu tun haben, wundert nicht!

      Tja. Leider wird sich erst beim nächsten US-Präsident zeigen, ob die EUropäer ganz und gar falsch kalkuliert haben.
      Sie betrachten Trump nur als den geringeren Feind als Putin und sind zusätzlich auf die Möglichkeiten des US-Militärs und seines zuarbeitenden militärischen Komplex angewiesen.
      Schon bei der ersten Trump-Regierung gingen die EUropäer in den Überwinterungsmodus und der ihm folgende Biden hat sie nicht enttäuscht.

      Für die Europäer wird jetzt eher zum Problem, dass Biden sie in den Krieg mit Russland gelotst hat und Trump sich aus der Finanzierung zurückgezogen hat. Dass es in den USA starke Kräfte gibt, die den Ukrainekrieg ebenfalls wollen, sieht man daran, dass nach wie vor sämtliche Kriegsaufklärung von den USA geliefert wird.

      Meine Hoffnung ist derzeit, dass den EUropäern schlicht finanziell die Luft ausgeht, bevor ein neuer Präsident à la Rubio wieder in das transatlantische Weltbeherrscher-Spiel einsteigt und die tiefen Taschen der USA den Krieg tatsächlich verewigen.

      Ich bin etwas irritiert vom emotionalen Ton im Artikel. Das ist neu bei ihm. Ich weiß nicht, ob mir das gefällt. Die psychologischen Deutungen (aka Gedankenlesen) machen sonst andere.

      Douglas Macgregor sagt in einem Youtube-Interview auf Kallas angesprochen so ungefähr „Diese Balten sind traumatisierte Menschen, die mit ihrer geschichtlichen Rolle im und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht zurechtkommen“.

      Das trifft’s besser, als Begründungen in Bildung oder Unbildung von Einzelnen zu suchen. Kallas hat in ihrem Heimatland und in der EU nicht durch ihre Unbildung Karriere gemacht, sondern weil sie die erwünschten Beißreflexe hat und sie unbeirrt jedem zeigt. Siehe auch Baerbock u.Ä.

    2. da schliesse ich mich an…..
      Jacques Baud klagt gegen die EU Sanktionen und das ist gut so. Hüseyin Doğru klagt auch.
      Wer noch geklagt hat war der Russe Usmanow vor einem Gericht in Hamburg……der Vorgang ist unglaublich.
      „Eigentlich sollte die Trennung von Regierung und Justiz in einem Rechtsstaat selbstverständlich sein. Doch nun musste der Bundesgerichtshof einem Gerichtspräsidenten erklären, was mit Unabhängigkeit gemeint ist.“
      https://world-news-monitor.de/europa/bgh-richter-duerfen-nicht-mit-ministerien-paktieren/
      Jetzt hat Karlsruhe entschieden und der Fall geht zum EUGH

      Ich hoffe, die EU implodiert…..!
      Das inkompetente arrogante Personal im Politbüro und im Rat gehört in den Knast.

      https://tkp.at/2026/11/03/die-eurokraten-versuchten-einen-staatsstreich-in-polen/
      Rechtsstaatlichkeit und das was die EU darunter versteht.

  2. Wie es Kaja Kallas am 20. November 2025 ausdrückte, zielt der Westen auf eine Schwächung Russlands.

    kann man das überhaupt als ein Ziel definieren? Ich meine Ziele müssen ja ansich irgendwie quantifizierbar bzw. messbar sein. Oder anders gefragt, ab wann hat man Russland nun hinreichend geschwächt? Man muss doch anhand von irgendwas klar trennen können, hier ist das Ziel noch nicht erreicht – und hier ist das Ziel nun erreicht. Bei der Zielsetzung „Schwächung Russlands“ ist es doch aber ziemlich schwammig. An was will man denn den Ausmaß dieser Schwächung überhaupt festmachen? Versuchen wir mal diesen Knoten zu lösen.

    Schwach ist – weniger stark.
    Ist Russland nun weniger stark als vorher?

    Nun was die militärische Stärke angeht kann man das nun wirklich nicht sagen. Das russische Militär ist größer geworden. Trotz der Verluste, die Gesamtstärke ist dennoch größer geworden. Es hat auch sehr viel Kampferfahrung angesammelt und daraus gelernt und Stärke bezogen. Es ist auch umfassend modernisiert worden. Sowohl technisch wie auch organisatorisch. Was das militärisch industrielle Komplex angeht sucht man eine Schwäcung auch vergeblich. Russland stellt heute um ein vielfaches mehr an Kriegsmitteln her als vorher. Im Grunde kann man zurecht sagen, dass Russland heute über eine der stärksten und darüber hinaus kampferfahrensdste Armee der Welt verfügt. Und es sieht auch nicht danach aus, als ob Russland was militärische Stärke angeht in absehbarer Zeit zu schwächeln beginnen könnte.

    Also wenn man meint, dass man Russland durch Verlängerung des Krieges in der Ukraine militärisch schwächen würde, dann ist das schon ein wenig dumm. Das ist so wie wenn man denken würde eine Fussballmannschaft würde durch Fussballspielen schlechter werden.

    1. Da sei mal nicht so optimistisch. Allein Victoria Nuland hat die Kampfkraft der russischen Armee zur Hälfte zerstört und Annalena Baerbock setzte auf den Ruin der russischen Wirtschaft.

      Mit der von dir naiv vorgetragenen Vergrößerung der russischen Streitkräfte und des MIK wird der Erfolg der NATO-Europäer garantiert. Je mehr Personen in diesem unproduktiven und komsumptiven Teil der russische Ökonomie eingesetzt werden, umso schneller kommt die „Stunde Null“ (Kiesewetter) für Russland. Soldaten und Rüstungsgüter können eben keine Wohlstand schaffen, sie können nur Wohlstand zerstören. Auch ohne Krieg!

      Nun wirst du vielleicht einwenden, dass wir Europäer es ja genauso handhaben. Auch wir bauen eine Kriegswirtschaft auf. Darauf kann ich nur mit einem ökonomischen Paradox antworten. Ökonomische Gesetze gelten, dies haben unsere Nobelpreisträger herausgefunden, nämlich nicht für alle gleichermaßen, was auch geschichtlich und geografisch bedingt ist.

      Was Russland in den Ruin treibt, ist in Europa eine Chance für Wohlstand, Reichtum und Frieden.

      1. Realsatire?
        Unsere Nobelpreisträger finden zufällig immer das heraus, was für die westliche Kapitalistenklasse opportun ist. Sonst würden sie den Nobelpreis nämlich nicht bekommen (der ja in Wirklichkeit keiner ist, den hat sich die Kapitalistenklasse erst nachträglich genehmigt).
        Aber dass die Rüstung Russland in den Ruin treibt und Europa stärkt, würde ncht einmal einem Nobelpreisträger einfallen. Allein der Umstand, dass es in Europa viele Länder gibt, die Rüstung betreiben – mit jeweils unterschiedlichen Normen, Typisierungen und Schwerpunkten und damit Interessen – und dass in Europa die Rüstungsunternehmen wesentlich bestimmen, was gebaut wird, nämlich das, woran am meisten verdient wird, macht das sehr unwahrscheinlich. Das machen die Russen um vieles besser.

        1. Unsere gesamte Medienwelt ist realsatirisch. Guck dir den neuen Beitrag auf Overton-magazin an. Die Selenskij-Regierung, die nebenbei bemerkt ihr Verfallsdatum lange überschritten hat verteidigt die „europäischen Werte“ mit illegalen Gefängnissen Dort werden ohne juristisches Urteil Leute festgehalten.

          „Aber dass die Rüstung Russland in den Ruin treibt und Europa stärkt, würde ncht einmal einem Nobelpreisträger einfallen.“ Da möchte ich hinzufügen: Was nicht ist, kann noch werden!

            1. Das sowas für bare Münze genommen wird, zeigt nur auf, dass die wahren Clowns inzwischen nicht mehr im Zirkus auftreten sondern auf der politischen Bühne.
              Das erzeugt beim Publikum einen Gewöhnungseffekt, der dazu führt, dass viele Realität und Satire nicht mehr auseinander halten können.

              Ceterum censeo intellegentiam artificialem vestram in cloacam demergendam esse.

      2. Das Warten und Hoffen auf die „Stunde Null“ ist ein Negativsummenspiel. Am Ende gilt für beide: Massive Rüstungsproduktion und die Schaffung von Überkapazitäten ist eine Sackgasse. Wer den Weg des gegenseitigen Schadens (Dein Verlust ist mein Verlust) nicht verlässt, schwächt langfristig nur sich selbst, die lachenden Dritten sind USA und China.

        Es gibt hier kein Paradoxon, das den Westen schützt. Wer behauptet, eine aufgepumpte Kriegswirtschaft sei ein Erfolgsmodell für Reichtum und Frieden, ignoriert, dass dieses System vom Frieden gar nicht profitieren kann. Reich werden nur die Rüstungskonzerne und ihre Aktionäre.

    2. Sie zielen vor allem auf eine wirtschaftliche Schwächung – „Russland ruinieren“ – und hoffen auf einen Regime Change infolge der Unzufriedenheit russischer Bürger. Manche – wie Kallas – träumen von einer Balkanisierung der RF, die sie Dekolonialisierung oder De-Imperialisierung nennen. Das Ziel ist also eine Zerstückelung in viele Einzelstaaten, die sie leichter händeln und ausbeuten können, das meinen sie zumindest.

    1. Das ist bs von Jemandem der Aufmerksamkeit sucht: Atombomben sind für grossflächige Zerstörung gemacht, nicht als „Bunkerbrecher“.

      Ist mir nicht bekannt dass es Atombomben mit zielgerichteter Sprengkraft gibt, aber was weiss ich schon (vermutlich in etwa gleich viel wie Carson)?

  3. Strategie heisst zunächst, überhaupt ein erstrebenswertes und realistisches Ziel zu haben. Es mangelt bereits daran. Bisher hat man vor allem sich selbst geschadet. Tolle Umsetzung von „Strategie“. Man sollte sie Knieschuss-Strategie nennen.

  4. Da gab es noch andere Ziele, die erreicht worden sind.

    Kann sich noch jemand daran erinnern, dass es eine Partei gibt, die gefordert hat, dass „ein Liter Benzin fünf Mark“ kosten soll? Ein Blick auf die Zapfsäule verrät: Ziel erreicht. ✅

    Oder zur europäischen Vereinigung: Da gab es mal Referenden, mit denen man sich die Politik der EU vom Wähler absegnen lassen wollte. Von diesen Verfassungsreferenden sind dann immer mehr gescheitert, mussten wiederholt werden und am Schluss kam dann noch der Brexit. Ob der Krieg nicht letztendlich auch dazu dienen soll, Europa zu vereinen? Oder ein „viertes Reich“ zu erschaffen, wie böse Zungen sagen?

  5. Die stärkste Armee in Europa ist die der Ukraine, gefolgt von der polnischen. Das vorab.
    Die Größe einer Armee ist kein Selbstzweck – vor allem nicht mehr heutzutage. Sie muss auch über die militärischen Mittel verfügen, die militärischen Ziele durchzusetzen. Offenbar gelingt das Russland seit Jahren nicht, und wenn man die Umsetzung anhand von Gebietseroberungen festmacht, immer weniger. Auch was Kampferfahrung angeht, wird die in diesem Krieg doch nur sehr selektiv ausgebildet. Sie beschränkt sich bei den Russen hauptsächlich auf Fernschläge und und Kriegsverbrechen. Bei der Infanterie stirbt sie in der Regel sogar sofort wieder aus. Bei normalerweise wichtigen Kampf im Verbund tut sich hingegen bei Russland überhaupt nichts.
    Nazi-Deutschlands Rüstungsproduktion hatte 1944 seien Peak. Die Rüstungsproduktion ist also auch kein zwangsläufiger Indikator für Stärke. Zumal Russland alle Mittel in einfache Distanzwaffen wie Drohnen, ballistische Kurzstreckenraketen und Abwehrwaffen steckt, also genau in die Waffengattungen, von denen die Militärführung glaubt, dass die in diesem Krieg nutzen bringen. Bei einem Krieg gegen die NATO würde diese sich sofort gegen die militärisch-Industriellen Komplex Russlands wenden. Im Gegensatz zur Ukraine hat sie die Mittel, diesen effektiv auszuschalten, und eben weil Russland nicht mal in der Lage ist, die wenigen Angriffe der Ukraine in der Tiefe effektiv zu bekämpfen.
    Solche Kriege wie sie Russland führt, kosten Unsummen an Geld. Sie führen zwangsläufig spätestens nach ihrem Ende zu katastrophalen, wirtschaftlichen Verwerfungen, nicht nur wegen der Kosten, sondern auch der fehlenden Investitionen in den zivilen Sektor. Die Abkehr von Öl und Gas durch Krisen und dem Aufstieg der Erneuerbaren lässt Russland keine Möglichkeiten, das alte Geschäftsmodell, das den Krieg erst ermöglichte, in Zukunft aufrecht zu erhalten. Das alles Subsummiert sich als „Schwächung Russlands“ .

    1. Sie sind ein Beispiel der von Herrn Baud genannten „ oberflächlichen, ungebildeten und arroganten“ Spezies. Im Volksmund auch „Besserwessi“ genannt. Das bezeichnet Menschen, die von nichts eine Ahnung haben, aber alles besser wissen.
      Was Russland betrifft: https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Andrejewitsch_Swetschin
      Dort kann ihnen geholfen werden. Die Ergebnisse können real gesehen werden. Die NATO- Arsenale sind leer. Die westliche Rüstungsindustrie kann nicht so schnell auf Kriegsproduktion umstellen, wie gewollt. Stichwort „Patriot“.
      Und zu ihrer Bildung: https://chandragupta.substack.com/p/the-hidden-balance-of-war-in-ukraine
      Die Ukraine ist der Stellvertreter des „Westens“. Und trotz der Propaganda westlicher Medien sieht es schlecht, sehr schlecht für die Ukraine aus. „Der Westen“ kann nicht mehr das Geld auftreiben, das die Ukraine braucht. Die Staatsschuldenkrisen sind real, auch wenn die Medien alles versuchen, davon abzulenken.
      Und unterdessen zerfällt „der Westen“ von innen. Die systemischen Krisen verstärken sich. Eine tiefe Rezession steht bevor. „Der Westen“ hat seinen Krieg gegen Russland schon verloren. Er will es nur nicht wahr haben.

    2. Tolle Zusammenfassung gezielter Desinformation.
      Aber je stärker in die Propagandatröte geblasen wird desto offensichtlicher wird sie.

    3. GBU-57: Ihre Russophobie hat ihnren den Blick auf die Realität komplett vernebelt. Sie schreiben
      Russland hätte seinen mittel in einfache Distanzwaffen gesteckt. Das widerspricht schon der Realität.
      Wenn Sie in den letzten Jahren einmal aufgepasst hätten, wäre ihnen die Entwicklung der Atom-betriebenen
      Raketen und Torpedos nicht entgangen. Auch die Hyperschallwaffen sind ja nicht gerade Waffen für die
      Nähe. Die Ammis haben aufgepasst und haben einen Rückzieher aus dem Ukraine- Konflickt gemacht.
      Von der starken Armee der Ukrainer liegen leider die meisten Soldaten unter der Erde, oder sie sind
      durch schwere Verletzungen nicht mehr einsatzfähig. Ein ukrainischer Angriff auf die wegen des Atom-
      abkommens mit den USA frei „geparkten“ Langstreckenbomber auf Basis wahrscheinlich deutscher
      Präzisionskarten, kann man nur als feige betrachten.

      1. Ich bin hier weithin als absolut neutraler Beobachter bekannt. Die oben erwähnten „Wunderwaffen“ sind halt Wunderwaffen. Einzig zur Präsentation vor dem Führer gedacht. In der Realität ist alles, was teurer und nicht unmittelbar in der Ukraine eingesetzt werden kann, unter die Räder gekommen. Russland verliert mehr Flugzeuge als es baut. Es verscheißt mehr Mittelstreckenraketen, als es baut.
        „Feige“ ist im Übrigen nicht die ukrainische Zielnahme auf militärische Güter, sondern die gezielten Angriffe Russlands auf Zivilisten und zivile Infrastruktur.

        1. Ich bin hier weithin als absolut neutraler Beobachter bekannt.

          Das ist jenseits aller Zweifel. Wo die Steine schwimmen, versinken die Blätter.

        2. Wenn es schon niemand macht, muß man sich eben srlbst loben, als „absolut neutraler Beobachter“.
          Damit stehen Sie wohl sicher allein da. Aber bitte nicht fürchten!

    4. Ihnen eine Erwiderung zu schreiben, ist mir zu umfangreich.
      Ich stelle leider fest, das Sie offenbar gar nichts von dem verstehen, was Sie da von sich geben.
      Ihre Analyse ist unrichtig, wirkt uninformiert und Ihre Schlußfolgerungen stimmen nicht.
      Ich bin gerne bereit, Ihre Aussagen entsprechend zu widerlegen, falls Sie dies wünschen.
      Für Diskussionen bin ich immer offen!

    5. Bei Lichte betrachtet verfügt die Ukraine über keine eigenständige Armee. Zu einer Armee gehören eigentlich eine eigenständige Aufklärung (natürlich heutzutage auch aus dem Weltraum), eine eigenständige Ausbildung der Kader nebst entsprechenden militärischen Fortbildungs- und „Forschungs“instituten und selbstverständlich auch eine eigenständige Rüstungsproduktion. Letztere muss heutzutage vielleicht nicht sämtliche Waffen produzieren, aber doch zumindest einen erheblichen eigenständigen Beitrag leisten.
      Nichts dergleichen findet man bei der ukrainischen Armee. Die Fernaufklärung liegt vollständig in der Hand der NATO, ein Teil der Soldaten und wohl auch Offiziere wird noch immer von der NATO ausgebildet und über eine ukrainische Rüstungsproduktion können wir eigentlich kaum reden. Diesbezüglich wird als großer Erfolg verkauft, dass „ukrainische Firmen“ nach mehreren Jahren Krieg die Produktion von mehreren Drohnentypen aufgelegt haben (wo auch immer sie tatsächlich produziert werden).
      Die gegenwärtige Ukraine ist eben in jeder Hinsicht eine _Speerspitze_ der NATO-Staaten, ökonomisch – verschuldet zu über 350% (?) BIP – und militärisch. Die Ukraine liefert nur die Männer und mit Selenski den Impressario (mit der ausgestreckten Hand).
      Einen solchen Krieg hat’s in der Weltgeschichte noch nicht gegeben.

    6. Um es mal ganz neutral zu formulieren: Was eine enttäuschend erbärmliche Behauptung einer Analyse.
      Ist das GBU-57 oder hat da jemand die Typenbezeichnung gekapert, ohne Munition zu besitzen?

  6. Das liegt doch auf der Hand: die Sanktionen sollten die russische Wirtschaft so an zentraler Stelle treffen, dass sie zusammenbricht und Putin kapitulieren muss. Es ist auch mir ein Rätsel, warum die Russen das so folgenlos wegstecken. Ebenso erfolglos sind die Versuche, die Russen gegen die Regierung aufzubringen. Nicht vergessen, dass im Jahr 2020 die Deutschen den Film „Putins Palast“ auf Staatskosten erstellen ließen. Damit sollte ein Aufstand losgetreten werden, der Nawalny an die Staatsspitze befördern sollte. Er sagte im Spiegel-Interview, er werde dann als erstes dieses Magain in den Kreml einladen. Was halt nicht stattfand, denn die Russen nahmen das Fakevideo keinen Moment lang ernst.

    Das hatte ja schon einen Vorläufer. Im Jahr 2014 hat die Ukraine alle Wirtschaftsbeziehungen zu Russland abgebrochen. Das ist natürlich gravierend, denn beide Länder waren früher eins. Dann ging das ukrainische BIP um 51(!) Prozent zurück, wohingegen Russland schon da seine erstunliche Resilienz zeigte.

    Und warum wurde der Handel komplett abgebrochen? Wegen MH17. Hier das ganz klare Motiv, MH17 zu instrumentalisieren und eben vorher schon eine Fakeshow zu zelebrieren.

    Habe ich hier genauer beschrieben:
    https://overton-magazin.de/top-story/mh17-niederlaendische-regierung-kann-daten-ueber-die-situation-im-luftraum-unter-verschluss-halten/#comment-95662

    Dort habe ich diese wilde Verschwörungstheorie über MH370 geäußert. Es ist nun so, dass immer noch jede Menge Videos zu MH370 auftauchen, vor allem auf Youtube. Auch 12 Jahre danach, sie wollen das spurlose Verschwinden einfach nicht akzeptireren. Meine Version mit Diego Garcia erklärt das. Jede Wasserung des Flugzeugs, ob als Absturz oder Notlandung wäre von Sonarmikrofonen erfasst worden. Da war nichts.

    Ihr könnt mal ein Experiment machen. Einfach meinen Text dazu wörtlich oder sinngemäß unter eines dieser Videos schreiben. Nach fünf Minuten ist der Kommentar weg.

    Testberichte erwünscht.

  7. „Dem Westen mangelt es nicht an Entschlossenheit, die Ukraine zu unterstützen, sondern an den Mitteln und an einem greifbaren Ziel. Diese Lage beginnt ihren Willen zu beeinträchtigen. Der Westen ist am Ende seiner Möglichkeiten angekommen. Die »großen« europäischen Länder sind in einer katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Lage. Ihre industriellen Kapazitäten können demzufolge den Bedarf der ukrainischen Armee nicht decken.“

    Ich weiß jetzt, wie das Datum eines großen russischen Angriffs 2029/30 auf die NATO-Europäer zustande gekommen ist. Bekanntlich haben die Amerikaner keine PAC3-Raketen mehr, liefern könnten darum nur noch die Europäer. Jetzt wurde seitens Selenskij erneut bestätigt, wie es laufen soll. Die Europäer liefern jetzt ihre PAC3-Restbestände an die Ukraine und die USA bauen die PAC3-Raketen für ihre Arsenal und liefern die bezahlten europäischen PAC3 später – ab 2029/30 an die Europäer, die ihrerseits ihre Bestände wieder auffüllen können.

    Folglich haben die Europäer irgendwann zwischen heute und 2029 keine PAC3-Raketen mehr und die Russen können problemlos angreifen. Sollten die Amerikaner ihre Kriege fortsetzen, bliebe dieses „window of opportunity“ selbstverständlich noch länger geöffnet.

    Das nenne ich mal Planung! Ganz schön listig und am Ende bleibt nur auf den „Triumph des Willens“ zu hoffen.

  8. Schön wieder von Jaques Baud zu hören, jedoch teile ich seine Analyse nicht.
    Wenn eine gleichgeschaltete Westeuropäische Führungselite gegen die Intressen ihrer eigenen Länder handelt, dann ist das eigentliche Ziel erst aus der Perspektive der USA auszumachen.

    Russland zu schwächen war nur ein Ziel. Ein weiteres Ziel der USA ist die dauerhafte Spaltung des Eurasischen Kontinents und die Deindustrialisierung Europas zugunsten einer Reindustrialisierung der USA. Sowie das Erzielen von profunden Einnahmen aus den Rüstungsbestellungen der Nato-EU.
    Ohne den Krieg in der Ukraine und die Aufrechterhaltung des Feindbildes Russland würden die Bevölkerungen in der EU diesen Kurs nicht geduldet haben.
    Der Krieg in der Ukraine dauert deshalb so lange, weil es immer noch Vermögen in Westeuropa gibt, dass man abpressen kann. Zwar wird man es nicht schaffen Russland zu zerstückeln, aber die Westeuropäische Wirtschaft klein zu kriegen das hat man schon fast geschafft.

    1. @Trux

      Ich teile ich die Analyse von Jaques Baud nicht, dass die »Strategie der Europäer sich darauf beschränkt, die Amerikaner mit allen Mitteln in Europa zu halten.«

      Ich denke, die Europäer wären besser dran, wenn sie die Amerikaner nach hause schicken würden.

  9. Hätte der Westen Russland mit dem gleichen Respekt behandelt, den er gegenüber der Sowjetunion zeigte, dann hätte es diesen Krieg in der Ukraine nie gegeben.

    Aber man benahm sich im Westen, nach der Selbstauflösung der Sowjetunion, wie ein Sieger der dem „Verlierer“ die bedinungslose Kapitulation aufzwingen kann.

    Es gelang dem Westen, die kleineren ehemaligen Warschauer Pakt Staaten auf europäischem Boden in seinne Machtstrukturen (Nato und EU) aufzunehmen, aber das ehemalige Machtzentrum der Sowjetunion, Rusland, erwies sich als äußerst wiederstandsfähig.

    Da man im Westen glaubte, den kalten Krieg gewonnen zu haben, glaubte man, Russlands Aufstieg unter Putin mit allen Mitteln torpedieren zu können (siehe Rand Corporation 2019) und begann mit dem Putsch 2014 in Kiew, die Ukraine, eine wichtige Puffer-Zone für Russland, durch die Unterstützung dortiger ultranationalistischer Kräfte (Bandera Anhänger u.ä.) in ein antirussiches Bollwerk ztu verwandeln.
    Der Westen wollte unter allen Umständen verhindern, dass Russland eine Großmacht wird, wie seinerzeit die Sowjetunion.
    Auch wenn das de facto bereits 2022 so war, durfte es für den Westen nicht wahr sein.
    So verbreitet der Westen derzeit zwei sich widersprechende „Narrative“:
    1. Russland ist geschwächt und wird in der Ukraine bald aufgeben müssen.
    2. Russland wird ca 2029/30 die europäischen Nato Staatenn angreifen.
    Letzteres wird behauptet, um die gewaltigen Rüstungsausgaben in den europäischen Nato-Ländern zu „begründen“, die den Wohlstand ihrer Bürger verzehren.

    Frieden wäre auch jetzte noch relativ einfach möglich:

    – Anerkennung des Donbass und der Krim als russisches Gebiet.
    Kiew beansprucht dieses Gebiet, obwohl die Menschn dort nie Selensky (oder zuvor Poroschenko) gewählt haben.
    Das widerspricht dem Prinzig des Selbstbestimmungsrechts der Völker.
    – Der Westen finanziert ein Umsedlungsprorramm für Menschenm die aus diesen Gebieten in die Westukraine ziehenn wollen. Umgekehrt finanziert Russland ein Umsiedlungsprogramm in umgekehrter Richtung.
    – Aushandeln eines großen europäischen Sicherheitssystems, das auch die Sicherheitsinteressen Russlands berücksichtigt und in dem die Neutralität und militärische Beschränkungen der Ukraine sowie Sicherheitsgarantien in beide Richtungen, Ukraine und Ruddland, enthalten sind.

    Dazu müsste vor allem der Westen seine Allmachtsfantasien aufgeben, dass er über diese Region bestimmen könne.

    1. Kaja Kallas ist die Galionsfigur einer oberflächlichen, ungebildeten und arroganten politischen Klasse.

      Womit wir beim Kern des zentralen europäischen Politikerproblems sind: Es sind alles nur Adjutanten, die gerne ChefIn sein wollen, aber es in der ganzen Karriere nicht einmal angedacht haben, ein einziges eigenes, konkretes Ziel zu formulieren (das jenseits persönlicher Vorteile wäre), schließlich gab es immer die Aufträge anderer. Deswegen gibt es auch keine erkennbare Strategien (hat ChefIn wohl verlegt), die Taktiken sind Reflexe, entlehnt von Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, sie würfeln nur und wiederholen angelernte Phrasen und Glaubensbekenntnisse – siehe den deutschen Kanzler, ein makelloser Meister des sinnfreien Sich-Selbst-Zitierens.

      Währenddessen leidet die Rüstungsindustrie an Sauerstoffmangel, ob der Stratosphäre in die der Aktienkurse fliegen, lachen sich die US über die Entzivilisierung des EU-Ex-Gegners kaputt (»Deindustrialisierung« ist als Beschreibung nicht hinreichend) und schmeißen eine Willkommens-Party nach der nächsten für übergesetzte Unternehmen und annektierte Territorien. Im Parkett sitzen die BRICS, staunen über das Theater, das hier aufgeführt wird, bestellen Popcorn und warten auf ihren Platz in der Loge, der bald frei wird. Die Ölindustrie mit ihrem Chemie-Tross hingegen (also die maßgeblichen Weltenlenker in Houston, TX) changieren zwischen gelangweilt (keiner wehrt sich) und Panik (wohin mit dem ganzen Geld?!).

      Das ist die Muppet-Show für Erwachsene, ohne Happy-End, dafür mit Blut, Tod und Elend: »Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn es heißt…«

  10. »Kaja Kallas ist die Galionsfigur einer arroganten politischen Klasse«

    Frau von der Leyen steht ihr aben in nichts nach, sie war es nämlich, die Kaja Kallas geholt hat.

    „Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann“stammt von Johann Wolfgang von Goethe

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