Corona in China – ein absurdes Theater

Polizisten mit OP-Maske in Wuhan.
China News Service, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Kurze Zeit war für unseren Kolumnisten Corona so gut wie vorbei. Dann flog er zurück nach China: In die Quarantäne, in ein Land, in dem Corona zur Ideologie wurde – und wo Karl Lauterbach vielleicht noch eine große Karriere bevorstehen könnte.

Irgendwo in einem Pekinger Vorort: Ich sitze an einem kleinen viereckigen Tisch in einem kleinen Ein-Zimmer-Appartement. Fünfmal am Tag mache ich die Tür auf, um die drei Mahlzeiten von einem Plastikhocker vor der Tür ins Zimmer zu holen, um mich einem Corona-Test zu unterziehen und um den Müllsack vor die Tür zu stellen. Vergesse ich dabei die N95-Maske, wird das als Verstoß gegen die Regeln registriert. Macht ein Nachbar gleichzeitig die Tür auf und wir wechseln einige Worte, gilt das sogar als ein schwerer Verstoß. Beim dritten Verstoß gibt es Konsequenzen –  und die Quarantäne wird verlängert.

Corona in Deutschland: Ein Selbstgespräch

Zum ersten Mal seit dem offiziellen Ausbruch der Pandemie im Januar 2020 befinde ich mich in einer Zwangsquarantäne. Bisher hatte ich Glück, nicht zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein. Sprich, nicht in einem Restaurant oder Supermarkt gewesen zu sein, wo sich ein Infizierter ungefähr zeitgleich aufgehalten hatte. Dann könnte man aus heiterem Himmel abgeholt werden, um für 14 Tage auf Staatskosten in irgendeinem Hotel »chillen« zu müssen.

Wenn der Verantwortliche des Straßenkomitees jedoch besonders gütig ist und die Hotelkapazitäten ausgeschöpft sind, dann kann die Selbstisolation auch zu Hause stattfinden. Aber wie gesagt, davon war ich bisher nicht betroffen. Dass ich nun für zehn Tage meine Freiheit verloren habe, liegt ganz an mir selber. Denn die Sehnsucht nach meiner zweiten Heimat Deutschland konnte ich im Sommer nicht mehr bändigen. Die Zwangsquarantäne nahm ich bei der Abreise bewusst in Kauf.

In dem Moment, wo ich in Frankfurt ankam, war Corona praktisch verschwunden. Kein Fiebermessen, kein Vorzeigen des grünen Codes auf der Gesundheits-App namens Health Kit, kein regelmäßiger Corona-Test (vor meiner Abreise herrschte in Peking ein Drei-Tage-Rhythmus), kaum Maskenträger. Ich ging mit Freunden essen, ins Kino, ins Museum, in Freizeitparks, genauso wie früher. Der einzige Spielverderber war Karl Lauterbach, der ewige Mahner. Einmal geriet ich in Panik. Ich sah Karl auf einer Pressekonferenz sein Handy aus der Tasche ziehen und irgendwelche Apps vorzeigen, hörte ihn reden, verstand aber kein Wort. Ist mein Deutsch denn so eingerostet? Oder führte er einfach nuschelnd Selbstgespräche?

Lauterbach: Gesundheitskaiser von China

Seitdem werde ich den Gedanken nicht los, dass Karl Lauterbach prima zu China passt. So wie die chinesischen Staatsmedien wirft der deutsche Gesundheitsminister auch gerne mit imaginären Zahlen um sich, um Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, damit sie zu allen Zwangsmaßnahmen Ja und Amen sagen.

Selbstverständlich geht es bei den imaginären chinesischen Zahlen um ganz andere Dimensionen. So wird immer wieder behauptet, dass zig Millionen Chinesen sterben würden, wenn man das Virus gewähren lasse, weil China nicht über annähernd große medizinische Ressourcen verfüge wie die westlichen Länder. Bei solchen Horrorszenarien wird aber immer verschwiegen, wie angepasst und harmlos Corona inzwischen geworden ist. Durch die Omikron-Variante hat das Virus mit der Menschheit quasi einen Vertrag zur friedlichen Koexistenz geschlossen.

Während ein Land nach dem anderen die Pandemie für beendet erklärt, steigert sich China immer mehr in die Bekämpfung hinein. Die Null-Fälle-Politik ist zur Staatsdoktrin geworden. Wir kennen am Beispiel des Genderwahns in Deutschland, dass wenn etwas zu einer Ideologie hochstilisiert wird, hat das Ganze mit Ratio oder Logik nichts mehr zu tun. Gerade hatte ich das Vergnügen, einem ungewöhnlichen Vorgang zuzuschauen: Corona-Test an meinem Handy, meinem Reisepass, meinem Ladegerät, dem Handtuch, der Bettdecke und dem Kopfkissen. Nun muss ich zittern, dass mein Handy das Virus nicht als Souvenir aus Deutschland mitgebracht hat. Vor einigen Tagen sah ich ein Video, worauf ein Wattestäbchen in den Mund eines Fisches reingeschoben wurde.

Ein Übungslockdown

Man fasst sich den Kopf und fragt: Was ist denn los? In der »New York Times« war am 13. September zu lesen, dass 1,4 Milliarden Chinesen 24 Stunden am Tag eine Show abziehen – für einen einzigen Zuschauer: Staatspräsident Xi Jinping. Dabei wird viel Liebe zum Details gezeigt. So wurde der Ankunftsbereich für die internationalen Flüge am Pekinger Flughafen umgebaut. Früher lief man an riesigen Werbungen mit den chinesischen Filmstars für westliche Konsumprodukte vorbei. Dann sah man den lächelnden Pandabären mit dem übergroßen Plakat »Peking heißt Dich willkommen«. Nun ist alles weiß und steril. Hier muss man sich in irgendein Gesundheitssystem registrieren, dort macht man den Mund auf, um den allerersten Corona-Test auf chinesischem Boden zu vollziehen. Surreal!

Man könnte meinen, dass ein Krieg ausgebrochen sei und der Flughafen als ein Lazarett diene. Dazu passt, dass ich morgen von einem umgebauten, verschlossenen Krankenwagen abgeholt und nach Hause gebracht werde, um die restlichen drei Tage in häuslicher Isolation zu verbringen. In den Genuss dieser Sonderbehandlung kommen Menschen, die in Peking sesshaft sind.

Die lokalen Kader überbieten sich mit abstrusen Maßnahmen, um sich als entschlossene Corona-Kämpfer hervorzutun. Einen Karnevalsorden verleihe ich an eine chinesische Stadt, deren Oberbürgermeister drei Tage Lockdown verordnete, obwohl es einen einzigen positiven Fall in der Stadt gab. Wir üben den Ernstfall, hieß es. Das Beispiel könnte Schule machen. Denn kaum eine Provinz oder eine Stadt wird dieses Jahr die Wachstumsziele erreichen. Also dienen das Virus und die Maßnahmen als Vorwand, um die schlechte Wirtschaftsperformance zu vertuschen. Außerdem gilt gerade eine eiserne Regel: Wer vor dem 20. Parteitag Mitte Oktober die Corona-Lage in seinem Wirkungskreis nicht im Griff hat, muss den Hut nehmen.

Quarantäne am Balkon

Auf diesem Parteitag wird Xi Jinping seine dritte Amtszeit als Parteivorsitzender antreten, was wiederum zu seiner dritten Amtszeit als Staatspräsidenten im März 2023 führen wird. »Die kafkaeske Show wird so lange andauern, bis Xi Jinping Stop sagt«, heißt es im oben genannten Artikel in der »New York Times« weiter. Die Frage ist, wann es ihm Beweis genug ist, dass er genauso wie Mao imstand ist, eine Massenkampagne zu entfachten. Und wie kommt er vom hohen Ross runter? Was ist mit den zig Millionen Menschen, die auf einmal nicht mehr sterben müssen?

Darüber muss ich mir Gott sei Dank keinen Kopf zerbrechen. Ich werde morgen erstmal alleine meine Ankunft zu Hause feiern – auf dem Balkon, an der mehr oder weniger frischen Luft. In dieser verrückten Zeit lernt man noch die Luft in Peking schätzen –  und zu lieben.

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11 Kommentare

  1. # Ankunftsbereich für die internationalen Flüge am Pekinger Flughafen: „Früher lief man an riesigen Werbungen mit den chinesischen Filmstars für westliche Konsumprodukte vorbei….. Nun ist alles weiß und steril.“
    Ja, aber das ist doch großartig! Wäre beispielsweise unser tolles deutsches TV zwischen den Qualitätsbeiträgen ähnlich „weiß und steril“- wer weiß, vielleicht würde ich den Fernseher sogar mal wieder einschalten…..?
    Aber natürlich alles eine Sache des guten / schlechten Geschmacks. Der unter Pseudonym schreibende Autor findet Werbung eben ganz, ganz toll…….
    Schreibt er deshalb unter Pseudonym?

    1. Tibet ist eine der drei chinesischen Regionen, in denen in den letzten Wochen ein Lockdown herrschte. 50.000 asymptomatische Corona-Positive wurden in zentralen Isolationszentren isoliert. Somit kann man davon ausgehen, dass Xi Jinping bzw. seine Provinzgouverneure das Corona-Virus nutzen, um ihre Macht zu festigen. Ich empfehle insbesondere auch das in den Artikel eingebettete Video von FreeTibet anzuschauen:
      https://www.nau.ch/news/ausland/coronavirus-tibeter-leiden-seit-45-tagen-unter-chaos-lockdown-66281778

      Überhaupt ist die Unterdrückung der Tibeter in den letzten Jahren leider aus dem Medienfokus verschwunden.

      1. Ich weiss nicht, ob dieser Doppelpost ein Versehen war, nehme das aber mal an. Siehe meine Antwort auf den Post im eigenen Thread: https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/die-corona-politik-in-china-absurde-quarantaene/#comment-9630
        Wenn von den knapp 4 Millionen Bewohnern der Autonomen Region Tibet 45.000 für zwei oder drei Wochen in Quarantäne mussten, war das für die nicht schön, aber auch keine Katastrophe. Dass die Behörden bei der Versorgung der Menschen in Quarantäne mal wieder hier und da versagt haben, ist auch nichts Neues, im chinesischen Internet (Sina Weibo, WeChat etc.) wird das heftig kritisiert, und Behördenvertreter werden dafür gemassregelt, anders als die Verantwortlichen für Flutkatastrophen hier.

      2. Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

        Ich weiss nicht, ob dieser Doppelpost ein Versehen war, nehme das aber mal an. Siehe meine Antwort auf den Post im eigenen Thread: (x)https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/die-corona-politik-in-china-absurde-quarantaene/#comment-9630
        Wenn von den knapp 4 Millionen Bewohnern der Autonomen Region Tibet 45.000 für zwei oder drei Wochen in Quarantäne mussten, war das für die nicht schön, aber auch keine Katastrophe. Dass die Behörden bei der Versorgung der Menschen in Quarantäne mal wieder hier und da versagt haben, ist auch nichts Neues, im chinesischen Internet (Sina Weibo, WeChat etc.) wird das heftig kritisiert, und Behördenvertreter werden dafür gemassregelt, anders als die Verantwortlichen für Flutkatastrophen hier

  2. Die Impressionen des Autors mögen durchaus realistisch sein, auch absurd. Aber sie legen unterschwellig den Verdacht nahe, dass hier eine auschließliche politische Inszenierung vorläge.
    Es sei daran erinnert, dass weltweit die Befürchtung nicht grundlos besteht, dass das Virus aus der biologischen Forschung der USA stammen kann. Nach diesen Angaben wurde es auf Wirkung vorrangig chinesischer Gene konzentriert, sodass die chinesische Regierung reale, auch überzogene Abwehrmaßnahmen vorsichtshalber ergreifen muss.
    Der Autor läßt diesen entscheidenden Aspekt weg. Warum, bleibt sein Geheimnis. Der Text passt aber in die westliche Propaganda.

  3. Ich denke, es wird viel Spekulation zum Besten gegeben.
    Mit dem, was ich zu Corona weis, sage ich das, was die Chinesen zu Corona betreiben, Unsinn ist. Dann frage ich mich, warum gehen die solchen ökonomischen Risiken ein. Die Chinesen sind alles, nur nicht blöde.
    Wenn sie doch in einem Dorf (gibt es die dort noch) versuchten ohne Quarantäne auszukommen. Es könnte ja ein Militärkrankenhaus aufgestellt werden. Wenn es bei 100000 tsd Leute versucht würde, gäbe es doch ziemlich verlässliche Ergebnisse.
    Das ist aber deren Sache.

  4. Als im April dieses Jahres die Covid-Erkrankungen in Shanghai, das sich eine liberalere Covidpolitik erlaubte, ausser Kontrolle gerieten, gab es binnen 2 Wochen ca. 500 Tote in Shanghai, nachdem es 2 Jahre lang keinen einzigen Covid-Todesfall in ganz China gegeben hatte. Erst ein strikter 6wöchiger Lockdown brachte das wieder unter Kontrolle. Beijing mit einer geringeren Zahl von Infektionen, aber strikterem Management von Beginn, brachte seinen Ausbruch binnen 2 Wochen unter Kontrolle. Das liberalere Covidmanagement vor der Epidemie in Shanghai war als Herausforderung der dortigen Zentrale an Xi Jinping gewertet worden. Der Verlauf zeigte dann, dass Omicron so harmlos doch nicht ist.

    Die chinesische Coronapolitik mag Kritik verdienen, aber sie ist nicht grundlos. In Hongkong sind fast 10.000 Menschen an (oder mit, aber die wie die Chinesen machen Obduktionen, daher eher an) Corona gestorben, bei über 7 Mill. Einwohnern. Auf ganz China umgerechnet wären das zwar nicht zig, aber immerhin rund 2 Millionen Tote. Es könnten auch mehr sein, oder weniger, das ist Spekulation.

    Sicher ist, dass schwere Erkrankung und Tod eher die Alten bedrohen. Nun haben aber die Grosseltern in China nicht nur traditionell hohe Achtung, sondern erfüllen in vielen Fällen eine unverzichtbare Rolle, bei der Betreuung der Kinder der meist beide berufstätigen Paare. Sie sind in vieler Hinsicht der soziale Kitt in einer sehr dynamischen Gesellschaft.

    Demgegenüber ist ein Hedonismus wie in Schweden, der mal ein paartausend Alte und Migranten über die Klinge springen lässt, in China nicht vorstellbar. Die Menschen haben auch nicht vergessen, dass sie vor Omicron fast ohne grosse Sorge vor der Seuche lebten. Daher sind die Massnahmen auch nicht generell unpopulär.

    Das heisst nicht, dass es keine Kritik gibt. Als es beim Lockdown in Xian eine Fehlgeburt und einen Todesfall eines alten Mannes wegen seuchenbedingt unterlassener oder verzögerter Behandlung gab, war ein Shitstorm durch alle Internetmedien die Folge, auch die staatlichen und Mainstreammedien berichteten schliesslich darüber.

    Ähnliches gilt für das in Isolieranzug gezwungene Kind in Shanghai, und die dort isolierten Menschen, die vom Balkon „Freiheit“ riefen, und das Versagen der Behörden bei der Versorgung der Isolierten mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs.

    Ich hätte gern einen durchaus kritischen, aber weniger tendenziösen Bericht gelesen. Aber naja.

    Edit: Ich frage mich auch, wozu man in Beijing die NYT und ihre meist unterirdische Chinaberichterstattung braucht, wo man das tägliche, brandaktuelle und oft sehr heftige Gemecker auf Sina Baidu, WeChat und ähnlichen Medien hautnah zur Verfügung hat. Kann der Autor ungeachtet chinesischen Pseudonyms kein Hanyu?

  5. Nach über 2 Jahren Corona wird weiterhin fabuliert.
    Die fünf Augen und +++ Dienste auf der Welt verteilt haben angeblich so viel unter Kontrolle, aber der heilige Patron St. Corona schweigt.
    Wo ist die göttliche Gebung für die gesamte Menschheit aller Glaubens Richtungen?
    Spiegelt die „göttliche Gebung“ sich wieder in der realen Geopolitik?
    Als Leser und nichtswisser darf man nur erahnen was da vor sich geht, das erahnen folgt einem medialen vorgegebenen Narrativ über der staatlichen Führung oder auch nicht formuliert. Ist man jetzt ein Querdenker, Putinversteher, Rechter, Reichsbürger,Linker etc., nur weil die Bürger nicht von ihren politisch gewählten Repräsentanten aufgeklärt werden? Diese Art der simulieren Demokratie kann ich nur noch als eine extrem Form von Sklavenhaltung betrachten, „arbeitet ihr schön weiter (mit all den Unannehmlichkeiten) während wir Krieg führen und seit dankbar für das was „wir“ für euch erreichen.
    Eine entscheidende Frage bleibt von allen partizipierten offen, was geschieht mit all den weltweiten Opfern dieser Situation?

  6. Tibet ist eine der drei chinesischen Regionen, in denen in den letzten Wochen ein Lockdown herrschte. 50.000 asymptomatische Corona-Positive wurden in zentralen Isolationszentren isoliert. Somit kann man davon ausgehen, dass Xi Jinping bzw. seine Provinzgouverneure das Corona-Virus nutzen, um ihre Macht zu festigen. Ich empfehle insbesondere auch das in den Artikel eingebettete Video von FreeTibet anzuschauen:
    https://www.nau.ch/news/ausland/coronavirus-tibeter-leiden-seit-45-tagen-unter-chaos-lockdown-66281778

    Überhaupt ist die Unterdrückung der Tibeter in den letzten Jahren leider aus dem Medienfokus verschwunden.

    1. Warst Du schonmal in Tibet? Man soll nicht allem, was die Dharamsalah-Clique in die Welt setzt, Glauben schenken. Die Missstände bei den Quarantänemassnahmen hat es gegeben, und auch die landesweite Kritik daran.

      Hätte die Autonome Region Tibet eine so „liberale“ Coronapolitik wie Hongkong, dann hätten sie wohl auch ebenso viele Tote. Eher mehr, denn die Verkehrsverhältnisse sind schon durch die Topographie viel komplizierter und die medizinische Versorgung daher schwieriger. Wenn die Chinesen sagen, bei der Zero-Covid-Politik gehe es um Menschenleben, ist das durchaus ernst gemeint.

      Asymptomatische und Kontaktpersonen sind im Übrigen nach 14 Tagen raus, wenn die Tests negativ sind. Selbst wenn die Versorgung durch überforderte Behörden chaotisch ist, verhungert da keiner in der Quarantäne. Und behördliche Versager werden gemassregelt.

  7. Ziemlicher Schwachsinn. Erstens hat China mit seiner ‚absurden‘ Politik als einziges Land der Welt die Seuche während der meisten Zeit seit ihrem Auftreten weitgehend im Griff, was sich an den geradezu verschwindend geringen Todeszahlen zeigt. Bevölkerungsbezogen sind diese um sage und schreibe ca. zweieinhalb Grössenordnungen kleiner als in Deutschland und wer sich über unangenehme Massnahmen bei Einreise ärgert, soll sich bei den Westlern bedanken, den Herren der Welt, die es wieder einmal gründlich vermasselt haben – wenn man mal von den glänzenden Geschäften der Pharmaindustrie absieht. Übrigens war mehr als die Hälfte der chinesischen Bevölkerung nie in einem Lockdown.

    Und zweitens ist Lauterbach keine Ausnahme, sondern, wie Delapuente hier kürzlich beschrieben hat, ein in der Wolle gefärbter Gesundheitssektorneoliberaler mit grossem Ergeiz. Seine Politik als verantwortlicher Minister zeigt, dass man sein Dauergeschwätz im TV nicht für bare Münze nehmen kann. Es ging nicht um den Inhalt, das Dauerauftreten selbst war die Botschaft.

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