Die betrogene Gesellschaft

Bild: pxhere.com/CC0

Wie die Bevölkerung indoktriniert und auf einen Krieg eingestimmt wird. Auszug aus einem Vortrag vom 6. Juni 2026 von Wolfgang Bittner.

 

Die Verhältnisse in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren – politisch gesteuert – grundlegend verändert: Lebensunsicherheit und Angst grassieren, Egoismus statt Empathie, Hass gegen innere und äußere Feinde. Das macht es den Regierenden leicht, mit der Bevölkerung nach Belieben umzugehen. Festzustellen sind unter anderem eine übermäßige Digitalisierung, Registrierung und Überwachung. Wie sich immer deutlicher zeigt, erweist sich besonders Angst als probates Mittel zur Durchsetzung autoritärer politischer Maßnahmen, und zwar sowohl bei willfährigen Befehlsempfängern als auch bei einer indoktrinierten passiven Bevölkerung.

Zu erleben war das während der Corona-Krise, in der von der Exekutive am Parlament vorbei verfassungswidrige Maßnahmen per Verordnungen durchgesetzt wurden. Von heut auf morgen galten die verbrieften Bürgerrechte nicht mehr und auch die Gewaltenteilung war aufgehoben. Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen unter Ausschluss parlamentarischer Kontrolle und Missachtung von Grundrechten weitreichende Kontaktbeschränkungen sowie Einschränkungen in der Kultur, Unterhaltungsbranche und Gastronomie.

Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker verhängten Kontakt- und Ausgehverbote, die bereitwillig von Nachbarn, Ordnungsämtern, und Polizei überwacht wurden. Sie dekretierten Versammlungsverbote, Schutzmaskenzwang und Ähnliches, Ungeimpfte wurden schikaniert und ausgegrenzt. Familien wurden in ihre Wohnungen weggesperrt, Schulen, Kindertagesstätten, Universitäten, Bibliotheken, Freizeiteinrichtungen und viele Geschäfte geschlossen, auch Büros, Fabriken und andere Unternehmen. Öffentliche Einrichtungen standen wochenlang nicht mehr zur Verfügung. Dadurch entstand eine irreale Ausnahmesituation, wie sie aus autoritär regierten Staaten und aus Kriegszeiten bekannt ist.

Nicht nur die Verwaltung, auch die Justiz, erwies sich als folgsamer Vollstrecker einer rechtswidrigen Regierungspolitik, zu deren Sprachrohr die Medien degenerierten. Nur vereinzelt ein Aufschrei, der schnell erstickt wurde. Ärzte, die Freistellungen vom Impfen attestierten, gerieten in die Mühlen der Justiz, sogar ein Richter, der die Maskenpflicht für Kinder zweier Schulen aufhob. Bei ihm fand eine Hausdurchsuchung statt, er wurde vom Dienst suspendiert und zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, bestätigt im November 2024 vom Bundesgerichtshof.[1]

Unglaubliches ereignete sich. Ich erinnere mich, dass zwei Polizisten Jagd auf Kinder machten, die unter Missachtung des Ausgehverbots an einem Berghang Schlitten fuhren, dass Vorgesetzte Untergebene zum Impfen nötigten und dass Nachbarn Anzeige erstatteten, weil nebenan mehr Personen zum Geburtstag erschienen, als erlaubt war. Und ich würde gern von diesen Polizisten, Vorgesetzten und Nachbarn wissen wollen, wie sie heute über ihren damaligen sadistischen Eifer denken, der andere Menschen unglücklich gemacht hat.

Der Verdacht liegt nahe, dass die demütigenden Maßnahmen nach Ausrufung einer Corona-Pandemie dazu gedient haben, die Bevölkerung zu disziplinieren und auf die inzwischen stattfindenden Kriegsvorbereitungen einzustimmen. „Die Macht ist zurückgekehrt in ihre verwaisten Gefechtsstände“, schrieben die Psychoanalytiker Almuth Bruder-Bezzel und Klaus-Jürgen Bruder im Frühjahr 2025.[2] „Sie hat sich breitgemacht, ist in alle Bereiche der Gesellschaft, des Alltags wieder eingedrungen, forsch auftretend, anmaßend, als wären wir bereits im Krieg – auf den wir doch erst vorbereitet werden müssen. Und so fühlt sich diese Vorbereitung bereits wie Krieg an. Und es fühlt sich nicht nur so an, es ist Krieg – gegen die Bevölkerung.“

Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte: „Russland wird für die NATO mehr und mehr zur Gefahr“,[3] Deutschland müsse „kriegstüchtig“ werden; Außenminister Wadephul gab bekannt: „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben“[4]; Bundeskanzler Friedrich Merz ließ die Bevölkerung wissen: „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden“,[5] mit anderen Worten: Wir haben keinen Frieden und Russland ist der Erbfeind, der mit allen Mitteln bekämpft werden muss.

Die Bürger sollen also froh sein, dass die Regierung Milliarden über Milliarden für Rüstung ausgibt, ja sogar für die Vorbereitung eines Krieges gegen Russland. Geschickter lässt sich eine Bevölkerung nicht manipulieren, die Anmaßung hat Übermaß angenommen. Und trotz immer höherer Lebensmittelpreisen, Heizungs- und Stromkosten sowie einer sichtbaren Verarmung und der Einschränkung des Sozialstaats folgt eine obrigkeitshörige Mehrheit der Politik einer Regierung, die ihre Interessen verrät.

(…)

Sanktionen der Europäischen Union gegen Privatpersonen

Die Auswüchse mehren sich. Einen gravierenden Eingriff in die Meinungs- und Pressefreiheit, der eine neue Dimension der rechtswidrigen Bedrohung und Bestrafung regierungskritischer Journalisten und ihrer Unterstützer bedeutet, unternahm die Europäische Union im Rahmen ihres am 20. Mai 2025 beschlossenen 17. Sanktionspakets gegen Russland. Betroffen waren erstmals zwei deutsche Staatsbürger, der Journalist und Autor Thomas Röper und die Journalistin und Bloggerin Alina Lipp.[6] Beide leben in Russland und berichten von dort. Wie es zur Begründung der Sanktionen heißt, verbreiten sie „russische Propaganda“ und tragen durch ihre Berichterstattung zu „destabilisierenden Aktivitäten“ bei.

Gegen Röper und Lipp wurden Ein- und Durchreiseverbote verhängt und ihre Vermögenswerte in Westeuropa „eingefroren“. Weiter wurde verfügt, dass ihnen „weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden“ dürfen.[7] Das bedeutet zugleich, dass sich etwaige Unterstützer oder Spender strafbar machen, wobei ein vorsätzlicher Verstoß gegen Sanktionen nach den EU-Bestimmungen, die in das nationale Strafrecht einzubeziehen sind, mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Der Bannstrahl der EU-Kommission traf auch den in Berlin lebenden deutschen Journalisten Hüseyin Doğru und den Schweizer Militäranalysten und Buchautor Jacques Baud, dem Verbindungen nach Russland vorgeworfen wurden, die er nach eigenem Bekunden gar nicht hat. In einem Interview vom 19. Dezember 2025 sagte Baud: „Diese Entscheidung kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet, zumal ich alles getan habe, um Propaganda zu vermeiden. Ich mache Analysearbeit…“ [8] Wie eine Nachfrage auf der Bundespressekonferenz vom 17. Dezember 2025 ergab, begrüßte die deutsche Bundesregierung die rechtswidrigen EU-Sanktionen gegen Baud.[9]

Damit maßt sich die Europäische Kommission – im Einvernehmen mit der deutschen Regierung – Machtbefugnisse an, die ihr überhaupt nicht zustehen. Die Sanktionen werden ohne eine Anhörung der Betroffenen und ohne ein Gerichtsverfahren verhängt. Es gibt weder ein Urteil noch ein Rechtsmittel, es ist reine Willkür der EU, eines Vertragsgebildes ohne demokratische Legitimation. Der Ministerrat der Europäischen Union nimmt mit diesen Maßnahmen existenzvernichtende Bestrafungen europäischer Bürger vor, die durch kein Vertragswerk gedeckt sind. Er handelt rechtswidrig wie zunehmend auch in anderen Fällen, und begibt sich damit endgültig jeglicher Legitimation.

Kognitive Kriegsführung

Der Kampf um die Bedeutungshoheit ist in eine neue Phase eingetreten. Seit etwa 2020 gibt es ein Programm der NATO zur Kognitiven Kriegsführung, das heißt Informationskriegsführung, psychologische Operationen sowie psychologische Kriegsführung. Das angestrebte Ziel ist eine möglichst umfassende Manipulation der Wahrnehmung, was in den obrigkeitlichen Maßnahmen gegen angebliche Fake News und Desinformation oder russische Propaganda offenbar wird.

Der Propagandaforscher Jonas Tögel schreibt über Kognitive Kriegsführung: „Der Kampf um die Köpfe der Menschen wird somit zu einer eigenen Kriegstechnik gemacht, mit dem erklärten Ziel, den Menschen selbst zu einem eigenständigen, offiziellen Nato-Kriegsschauplatz zu machen. Somit steht jeder Mensch zu jeder Zeit im Zentrum dieser hochmodernen, psychologischen Kriegsführung.“[10]

Die NATO hat den Kampf gegen „Desinformation“ zu einer ihrer Hauptaufgaben erklärt. Tögel zitiert aus einem NATO-Dokument: „Die effizienteste Art und Weise, um einen Gegner zu überwältigen ist, ihre [sic] Gedanken und Glaubenssätze zu beeinflussen, und sie so gegen sich selbst zu richten. Das Voranschreiten der Forschung zu Desinformation und ihrer Auswirkung auf Gesellschaften wird zur Entwicklung neuer Schlachtpläne führen, um diese Angriffe abzuwehren.“[11]

Die Aggression gegen Russland hat sich zu einer regelrechten Hysterie entwickelt. Ständig ist die Rede von hybriden Angriffen Russlands auf die deutsche Infrastruktur und von russischen Drohnen, die militärische Anlagen auskundschaften. Möglicherweise streben Regierungskreise in Deutschland durch Meinungsmanipulation, Hetze und Ängstigung der Bevölkerung eine grundlegende Änderung der Verhältnisse an. Durch eine False-Flag-Aktion könnte der Spannungsfall ausgerufen werden, wonach sich Ausnahmegesetze und womöglich ein AfD-Parteiverbot durchsetzen ließen.

(…)

Feindbild Russland

Die Hetze gegen Russland nimmt kein Ende. Während Wladimir Putin alles daransetzt, einen Krieg mit der NATO zu vermeiden, gehen die Provokationen der um die USA reduzierten westlichen Allianz, der sogenannten Koalition der Willigen, gegen Russland weiter. Bedauerlicher Weise führen dabei Bundeskanzler Friedrich Merz, Vizekanzler Lars Klingbeil, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Außenminister Johann Wadephul das große Wort.

Die Berliner Koalitionspartner sind der Ansicht: „Unsere Sicherheit ist heute so stark bedroht wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr.“ Das ist richtig, nicht aber die Schlussfolgerung: „Die größte und direkteste Bedrohung geht dabei von Russland aus…“ Wladimir Putin hat seit seiner denkwürdigen Rede 2001 im Deutschen Bundestag immer aufs Neue Kooperation angeboten und die Hand ausgestreckt. Er wurde zurückgewiesen und mit den Minsker Verträgen hingehalten. Barack Obama und Joseph Biden strebten in Fortsetzung der Politik ihrer Vorgänger und unter Benutzung der Ukraine einen Regime Change in Moskau an.

Ignoriert wird heute, dass Michail Gorbatschow 1990 wesentlich zur Vereinigung der DDR mit der BRD beigetragen hat. Seinerzeit wurde der Zwei-plus-Vier-Vertrag abgeschlossen, der am 15. März 1991 in Kraft trat. Darin wurde erklärt, „dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. Nach der Verfassung des vereinten Deutschland sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar.“ Auch wurde der Verzicht auf atomare Waffen bekräftigt. Wie sich aber gezeigt hat, werden Verträge, die den westlichen Politikern nicht mehr passen, einfach nicht eingehalten.

Die Koalitionspartner versprechen: „Die Ukraine werden wir umfassend unterstützen, so dass sie sich gegen den russischen Aggressor effektiv verteidigen und sich in Verhandlungen behaupten kann.“ Und Verteidigungsminister Boris Pistorius sagt, Deutschland müsse bis 2029 „kriegstüchtig“ sein.[12] Diese Aussagen bedeuten nichts anderes als ein Verbrechen gegenüber der eigenen Bevölkerung und sie sind ein existenzbedrohender Irrweg. Viele Berliner Politiker hatten im Frühjahr 2025 immer noch nicht realisiert, dass Donald Trump und Wladimir Putin miteinander sprachen und verhandelten und dass die USA und Russland Frieden in Europa wollen, zumindest keinen Krieg gegeneinander. Anstatt diese Situation zugunsten Deutschlands zu nutzen, zog Friedrich Merz das eigene Land immer tiefer in die Auseinandersetzung mit Russland hinein. Mit Merz ist also eine Verlängerung des Ukraine-Krieges auf unabsehbare Zeit zu erwarten.

(…)

Zwei Systeme

Gerade in dieser Vorkriegssituation bestünde die Chance, sich aus der Vasallenschaft sowie der militärischen und kulturellen Umklammerung der USA zu lösen und zu den eigenen kulturellen Wurzeln zurückzufinden. Insofern stellt sich die Ukraine-Krise nicht nur als Konflikt zwischen dem Kollektiven Westen und dem Globalen Süden einschließlich Russlands dar, sondern im weitesten Sinne auch als Auseinandersetzung zwischen zwei Kulturkreisen: der in die Dekadenz abgleitenden US-amerikanisch dominierten westlichen Kultur und einer historisch gewachsenen konservativen europäisch Kultur.

Das im Krieg befindliche Russland mag zwar nicht das Vorzeigeland für Bürgerrechte sein, und in den USA gibt es natürlich nicht nur minderwertige Unterhaltung; aber ausgehend von der Überzeugung, dass Kultur die Grundlage einer Gesellschaft ist, kommt dem Kulturimperialismus der USA eine wesentliche Bedeutung zu. Es ist nicht zu übersehen, dass sie sich mit Hollywood und Disneyland neben ihrem militärischen Vorgehen den Einfluss auf Milliarden Menschen geschaffen haben.

Es scheint so, dass in Russland, dem größten Land Europas, trotz der Aggressions- und Kriegspolitik des Westens und trotz vieler Probleme versucht wird, eine europäische Kultur der Bewusstheit, Spiritualität und Humanität zu bewahren, wie immer man dazu stehen mag. Darauf deutet eine Äußerung des russischen Präsidenten Wladimir Putin hin. Bei einem Treffen mit Kulturschaffenden im März 2024 sagte er: „Dort, in der europäischen Kultur, gibt es heute viel Gutes, aber auch viele Probleme. So haben wir die einmalige Gelegenheit zu sehen, was in der postindustriellen Gesellschaft und in der Welt geschieht, und angemessen sowie rechtzeitig darauf zu reagieren.“[13]

Was sich an Hass und Hetze gegen Russland abspielt und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung hingenommen und von Teilen der Gesellschaft sogar mitgetragen wird, ist ungeheuerlich. Es wird unter diesen Bedingungen schwierig sein, mit Russland in absehbarer Zeit wieder zu einem vertrauensvollen Miteinander zurückzufinden, was aber erforderlich wäre, um wirtschaftlich wieder zu gesunden und die europäische Kultur vor den destruktiven, politisch zu bewertenden US-amerikanischen Einflüssen zu bewahren.

Fazit

Wie könnten Deutschland und Europa dastehen, wenn die vielfältigen Verbindungen zu Russland nicht unterbrochen worden wären. Gerade für Deutschland hatten sich mit Russland für beide Seiten besonders vorteilhafte wirtschaftliche Beziehungen entwickelt. Daran gälte es wieder anzuknüpfen, und zwar solange Wladimir Putin noch Präsident ist. Er hat bekanntlich eine deutschfreundliche Einstellung und trotz der massiven persönlichen Anfeindungen bis in die jüngste Zeit mehrmals ein freundliches Miteinander angeboten.

Zur Herbeiführung eines auf Frieden und Wohlstand für die Bevölkerung bedachten Politikwechsels bedürfte es einer grundlegenden Neuorientierung. Dabei kann es nicht darum gehen, die transatlantischen Beziehungen aufzugeben. Vielmehr müsste sich ein neutrales Deutschland sowohl nach Übersee als auch nach Osten offenhalten. Zudem gälte es, die von Donald Trump in die Wege geleitete Annäherung an Russland sowie die zentrifugalen Tendenzen in der EU zu nutzen, solange dieses Fenster noch offen steht, um die Anmaßungen der Vertragsorganisation EU zu beenden und zu einem Europa souveräner Staaten, dem sogenannten Europa der Vaterländer, zurückzukehren, ohne dabei die Kooperation untereinander in Frage zu stellen.

Anstatt diesen Weg der Vernunft zu gehen, wird Deutschland von der Berliner Regierung unter Friedrich Merz an den Rand des Abgrunds geführt. (…) Wie es weitergeht, ist derzeit nicht vorhersehbar. Aber es sieht nicht gut aus. International ist eine zunehmende Missachtung des Völkerrechts und der Integrität anderer Staaten festzustellen; national befindet sich Deutschland in einer Vorkriegszeit unter Kuratel einer fremdgesteuerten, die Interessen der eigenen Bevölkerung missachtenden Regierung. Um aber den dringend gebotenen Politikwechsel herbeizuführen, bedürfte es einer starken und bewussten Zivilgesellschaft. Eine paradoxe Konstellation, denn die amtierende Regierung unterdrückt mit Hilfe der Justiz und der Europäischen Kommission alles, was sie „Delegitimierung des Staates“ oder „Propaganda für Russland“ nennt. Daher bleibt denjenigen, die für Frieden und gegen einen Krieg mit Russland eintreten, als einzige Chance, die Aufklärung der Bevölkerung über die tatsächliche politische Situation trotz aller Widerstände voranzubringen.

Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner lebt in Göttingen. Zuletzt erschien im Verlag Hintergrund sein Buch „Geopolitik im Überblick. Deutschland-USA-EU-Russland“, Berlin 2025. Vorstehender Text ist ein Auszug aus dem Redemanuskript eines Vortrags, den Wolfgang Bittner am 6. Juni 2026 in Göttingen gehalten hat, erweitert um die Anmerkungen und Quellen.

 

Anmerkungen und Quellen

1  Vgl. www.lto.de/recht/hintergruende/h/bgh-2str54-24-urteil-revision-verworfen-familienrichter-weimar-rechtsbeugung-corona

2  „Macht und Herrschaft“. Verlag Hintergrund GmbH, Berlin 2025, S. 11.

3  Vgl. www.zdfheute.de/politik/ausland/merz-frieden-bedrohung-russland-100.html

4  Zit. n. www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/kuenftiger-aussenminister-wadephul-russland-wird-immer-ein-feind-fuer-uns-bleiben-li.2320148

5  Vgl. ZDF heute ebd.

6  Vgl. www.stern.de/politik/alina-lipp-und-thomas-roeper–eu-verhaengt-sanktionen-gegen-deutsche-35741804.html

7  Zit. n. https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/was-die-verhaengung-von-sanktionen-gegen-thomas-roeper-bedeutet

8  Vgl. www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/eu-sanktioniert-jacques-baud-wie-ein-blitz-aus-heiterem-himmel-li.10010959

9  Vgl. www.youtube.com/watch?v=RO04jnJa36w (abgerufen am 28.12.2025)

10 https://forumgeopolitica.com/de/artikel/alles-desinformation-wie-der-staat-in-die-meinungs-und-pressefreiheit-eingreift

11 Ebd.

12 www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw23-de-regierungsbefragung-1002264

13 Vgl. https://rtde.org/kurzclips/video/200901-ist-unmoeglich-putin-ueber-abschaffung-der-russischen-kultur/

Wolfgang Bittner

Wolfgang Bittner lebt als Schriftsteller in Göttingen. Der promovierte Jurist verfasst Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen und ist Mitglied im PEN. Von 1996 bis 1998 gehörte er dem Rundfunkrat des WDR an, von 1997 bis 2001 dem Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller. Wolfgang Bittner war freier Mitarbeiter bei Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen und veröffentlichte mehr als 60 Bücher, zuletzt „Die Abschaffung der Demokratie“.
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25 Kommentare

  1. Leute, ihr braucht keine Angst vor den Faschisten von den Blauen zu haben.

    Ihr habt nämlich schon einen schönen rot/schwarz/grünen Faschismus. Was ja nach der Farbenlehre auch ein schönes dreckiges Braun ergibt.

    1. Die durch und durch neoliberale AfD ist schon jetzt
      ein Werkzeug Trumps und superreicher Spender wie Musk.
      Die AfD zu wählen, ist Zeitverschwendung und bedeutet
      für den Kleinbürger die Karre noch tiefer in den Dreck zu
      fahren, als sie bereits steckt.
      Entweder geht ihr Träumer auf die Straße, oder bekommt
      geliefert, was ihr verdient. Wie oft muss man verarscht werden,
      um aufzuwachen ?

      1. Klar den schlechten Ruf von Trump der AfD anzuhängen, um diese zu diskreditieren.
        Die gegenwärtige Regierung kann keinen vernünftigen Weg aufzeigen für Deutschland.
        Deshalb muss man zu solchen Verunglimpfungen greifen. Bezeichnend für den etablierten Sumpf der nur seine Privilegien verteidigt.

        1. Die von der AfD sind transatlantische Kriecher wie alle. Sie wollen die sinnlosen Rüstungsmilliarden aus dem Regelhaushalt finanzieren und befürworten laut ihrem Grundsatzprogramm die NATO und die Wiedereinführung der Wehrpflicht.
          Den AfD-Jungwählern kann augenscheinlich niemand mehr helfen.

  2. Beiträge von Herrn Bittner lese ich immer wieder gerne,
    In der Sache gibt es einen Fakt der mich immer wieder wundert.
    Ich halte mich weder für überdurchschnittlich intelligent, noch übermäßig eifrig beim Nachforschen in politischen Dingen.
    Also rein aus dem was ich sozusagen en passant mitbekomme ist mir völlig klar, dass die Darstellung der russischen Seite um Größenordnungen ehrlicher und näher an der Realität ist als die westlichen Erzählungen, die wiederum nahezu das Maximum des möglichen an Verdrehung der Tatsachen sind.
    Wenn man also als durchschnittlicher Mensch sozusagen nebenbei mitbekommt, was hier läuft, wie kann es sein, dass so große Teile der Bevölkerung das alles glauben und für wahr halten, was Ihnen aufgetischt wird. Welche psychologischen Prozesse liegen dem zu Grunde, wenn gegen jede offensichtliche Realität und Logik, gegen den simplen gesunden Menschenverstand derart absurden Erzählungen geglaubt wird ? Das frage ich mich immer wieder auch angesichts von Bekannten, die obwohl intelligent und studiert von den absurdesten Theorien überzeugt sind.

    1. „… wie kann es sein, dass so große Teile der Bevölkerung das alles glauben und für wahr halten, was Ihnen aufgetischt wird“

      Für Corona, Klima, Russland etc. gilt die magische Trias:
      Behaupten – pausenlos wiederholen – Kritiker ausschalten. Und mit viel Angst würzen.

      Nur wer die Probleme auf die einfachste Formel bringen kann und den Mut hat, sie auch gegen die Einsprüche der Intellektuellen ewig in dieser vereinfachten Form zu wiederholen, der wird auf die Dauer zu grundlegenden Erfolgen in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung kommen.
      (Joseph Goebbels‘ Komprimat von Gustave Le Bon)

    2. Wie Tögel ja sehr gut ausführt, handelt es sich um präzise angewandte Psyops, an denen schon seit über hundert Jahren geforscht wird und die ständig optimiert werden. Mit der Digitalisierung und KI-sierung bekommen sie noch mehr Manipulationsinstrumente in die Hand. Unsere Lebenswelt ist fast komplett durchdrungen von diesen „wertewestlichen“ Gehirnwäschen. Bis in die 1990er Jahre gab es immerhin noch eine Presse und eine universitäre Kultur, die in Teilen dagegen hielten. Seit 2001 fällt auch das immer mehr weg. Und gerade die Studierten sind anfällig dafür, haben sie doch in aller Regel mit und innerhalb dieser neoliberalen Denkschulen ihre Karrieren begründet. Es gibt nur sehr wenige, die dagegenhalten und sie bezahlen das in aller Regel mit dem sozialen und beruflichen Tod. Öffentliche Kritik, zumal Fundamentalkritik, muss man sich heute mehr denn je leisten können.

    3. Moin,
      vermutlich würden sie auch von sich selbst nicht unbedingt behaupten, im Besitz der „Wahrheit“ zu sein und nicht auf die Idee kommen, sich Medien verbieten zu lassen.

      Sie bezeichnen sich selbst als „durchschnittlich“…., das sind sie nicht! – Aber die relevante Bevölkerungsgruppe, die da wirkt, würde letzteres niemals von sich behaupten….., würde bestimmte Medien weit von sich weisen….., und darauf pochen, die „Wahrheit“ zu kennen….., wir wissen wer gemeint ist: Studierte, Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst. – Diese Leute sind nicht so, obwohl sie studiert haben, sondern weil sie studiert haben.

  3. Selbst wenn:

    – Russland doppelt so gefährlich wäre, wie von den Bellizisten behauptet;
    – Corona tödlicher wäre als Ebola mit Marburg multipliziert;
    – US-Präsidenten mit wahrhaftigen Engelszungen redeten;
    – die NATO so friedlich wie die Tagträume aller Buddhisten wäre;

    …so wäre doch alles, was von den deutschen Institutionen, Regierenden und Funktionären in der EU ausgeht (und von viel zu vielen einfachen Deutschen auch) nicht anderes als die traditionelle Fortführung der deutschen Gesinnung und Geisteshaltung vor Mai 1945. Danach wurde viel gelernt, vor allem die eigene Ruchlosigkeit zu ignorieren und wegzulügen.

    Das ist keine »betrogene Gesellschaft«, es ist Betrug, diesen Zustand als zivilisierte Gesellschaft zu bezeichnen.

  4. Dabei kann es nicht darum gehen, die transatlantischen Beziehungen aufzugeben. Vielmehr müsste sich ein neutrales Deutschland sowohl nach Übersee als auch nach Osten offenhalten.

    Das halte ich für illusorisch, da die USA alles daransetzen werden, dass die europäischen Transatlantiker an der Macht bleiben. Was nicht sonderlich schwer sein dürfte, da der gesamte ideologische Überbau bis hin zu Medien und Kultur fest transatlantisch ausgerichtet ist. Deutschland ist darin sogar der Grundpfeiler der USA in Europa.

    Man sollte Altkanzler Scholz fragen was er für Anweisungen von Biden erhalten hat bevor er die Zeitenwende ausrief. Er ist ja dafür extra in die USA gereist.

    1. Das war jetzt schon so oft Thema, aber du willst es offenbar nicht verstehen. Das deutsche Projekt braucht die Militärmacht USA als Absicherung.
      VdL hat es doch klar genug ausgedrückt: Europa muss zu einem Machtblockwerden, und will das ganz offensichtlich auch. Und zwar so ziemlich alle Staaten der EU (GB ja sowieso).

      Die sog. „Zeitenwende“ bezieht sich auf die Art und Weise, wie D das schaffen will. Auch dazu gibt es klare Ansagen, zuletzt von Kanzler Merz „die Zeit der Trittbrettfahrerei ist vorbei“. Zeitenwende meint, dass Deutschland zu der Militärmacht werden soll, die es sein muss, um die bisherigen Erfolge aus eigener Kraft sicherzustellen. Dummerweise braucht man dafür aber noch die USA. Auch das wird in aller Offenheit besprochen.
      Unklar ist nur die Frage, wie das mit der atomaren Bewaffnung aussehen soll. Dass Europa einen atomaren Schutzschirm braucht, darüber ist man sich einig.

      1. Mich interessiert in erster Linie die Funktion deutscher und europäischer Politik im übergeordneten Rahmen. Zum Beispiel die Frage: Wem nutzt die derzeitige deutsche und europäische Politik? Deutschland und Europa offensichtlich nicht. Aber wem dann? Wer war es, der die deutsch-russischen Beziehungen sabotierte? Glaubst du im ernst, dass Scholz aus Eigenantrieb und ohne „Unterstützung“ aus USA die Zeitenwende ausrief und so Deutschland an den Anfang einer Abwärtsspirale setzte?

        Mit Beantwortung dieser Fragen wird deine These von der „Staatenkonkurrenz“ relativiert und der eigentliche Macht-Inhaber wird sichtbar. Es sind die USA, wo sich das globale Kapital angesammelt hat und den Staat USA zu seinem Interessen-Vertreter gemacht hat.

        Staaten agieren im Auftrag ihres Kapitals, zumindest in kapitalistischen Demokratien. Und wer am meisten davon hat, der hat auch die meiste Macht. Dass es das Geld ist, das die Welt regiert, kommt in deiner Argumentation nicht vor. Ein schwerwiegender Fehler.

    2. Werter garno, ich schrieb an anderer Stelle schon mal, das ich vermute, das man Scholz gewisse NSA-Erkenntnisse zu Cum-Ex auf den Tisch gelegt hat und mit Veröffentlichung drohte, wenn……
      Anders kann ich mir das Grinsen des Herrn Scholz bei Bidens Nord-Stream-Ankündigung nicht erklären.

  5. Die Coronazeit hat bei vielen sog. „Linken“ offenbar ein gewaltiges Trauma verursacht.

    Anders ist das nicht zu erklären, dass Menschen wie Herr Bittner immer noch davon spricht, dass die damalige Politik „verfassungswidrig“ gewesen sei, „rechtwidrig“ und undemokratisch. Man möchte dem Autor empfehlen, doch den Rechtsweg einzuschlagen, wenn er sich der Unrechtmäßigkeit so sicher ist.

    Da zeigen Demokratie und Rechtsstaat ihr hässliche Fratze. Schon lange zuvor beschlossene Gesetze werden in Anschlag gebracht, an die aktuelle Lage angepasst, verschärft um dann ganz rechtskonform die Maßnahmen zu beschließen, die der Staat für nötig hält. Offenbar sind solche Situationen in der Politik Gegenstand immerwährender Überlegungen. Die Notstandsgesetze wurden z.B. in den 60er erlassen. Der Staat verschafft sich die Handhabe, die er für nötig hält, um jederzeit souverän und rechtskonform handeln zu können. Oder anders gesagt: das Recht folgt dem jeweiligen Bedarf. Das war noch nie anders, genau dafür gibt es das Recht.
    Freiheiten werden gewährt, oder eingeschränkt – je nachdem, was die Situation geboten erscheinen lässt.

    Das hat offenbar viele Anhänger von Demokratie und Rechtsstaat erschreckt. Aber anstatt, dass sie ihren Idealismus als solchen erkennen (und aufgeben), halten sie eisern daran fest und bezichtigen die Realität der Abweichung vom Ideal.

    Der Verdacht liegt nahe, dass die demütigenden Maßnahmen nach Ausrufung einer Corona-Pandemie dazu gedient haben, die Bevölkerung zu disziplinieren und auf die inzwischen stattfindenden Kriegsvorbereitungen einzustimmen.

    Nein, Corona war keine Übung, um die Bürger zu disziplinieren. Die sind und waren – wie immer – kreuzbrav und werden sicher – wenn auch nicht Begeisterung – in den nächsten Krieg ziehen. Das war noch nie anders. Schlauer sind sie immer erst hinterher. Das dann aber auch nicht lange.
    Es ist das nationale „wir“, dass die Leute Partei ergreifen lässt. Wenn die Nation sich angegriffen sieht, dann sehen sich die Bürger angegriffen und fordern glatt vom Staat, sie zu verteidigen! Als wären nicht sie das Menschenmaterial für die Durchsetzung staatlicher Souveränität. „Bis zum letzten Ukrainer“ kennzeichnet die Brutalität dieses staatlichen Standpunkts. Und die Bürger teilen den auch noch!

    An Corona hätte man studieren können, wie wenig die Freiheiten taugen, wie schnell die einkassiert sind. Man hätte bemerken können, wie wenig die bürgerliche Existenz taugt, wenn die schon nach kurzer Zeit im Lockdown zu implodieren droht.
    An der Ukraine kann man studieren, wie das praktisch aussieht, wenn „die Freiheit verteidigt wird“. Die Menschen werden an die Front verschleppt, sie krepieren elendlich, verarmen tun sie ohnehin. Und wenn der Krieg irgendwann mal vorbei ist, gibt es vielleicht ein paar Denkmäler oder Gedenktage. Für die, die es lebend zurück in Zivilleben schaffen, sieht es meistens nicht rosig aus. Da wird sich die Freiheit (wenn sie dann wieder gewährt werden sollte), darauf beschränken zuzusehen, wie man über die Runden kommt.

  6. Es gibt nur einen Weg, der Bedrohung durch die AfD Herr zu werden.
    Die Ukraine muss in ihrem Krieg mit Russland unbedingt mit deutschen Waffen unterstützt werden, bis die Russen deutsche Rüstungsfirmen bombardieren. Dann kann der Verteidigungsfall ausgerufen werden, in dem Wahlen ausgesetzt werden. Vielleicht ist dann sogar ein Verbot der AfD wegen russlandfreundlicher Positionen möglich.

    1. Es schmerzt, weil auch dieses Krieg mit unsere Geldern sponsoriert wird. Ich bin gegen jede Krieg….Hoffentlich wählen immer mehr Menschen die AfD…denn halt ist,dass es so nicht weitergehen kann…
      Alles Gute lieber Herr Torwächter…

  7. Ich bin einigermaßen verwirrt. Nein, war nur Spaß. Die vorhandenen Leerstellen, Verkürzungen und Vereinnahmungen sind ja Konzept.

    „Der Verdacht liegt nahe, dass die demütigenden Maßnahmen nach Ausrufung einer Corona-Pandemie dazu gedient haben, die Bevölkerung zu disziplinieren und auf die inzwischen stattfindenden Kriegsvorbereitungen einzustimmen.“

    Welcher Verdacht ergibt sich denn, wenn man berücksichtigt, daß die demütigenden Maßnahmen unter der Ägide global operierender Netzwerke ausgerufen wurden, die sich natürlich unter Kuratel derer befinden, denen auch die Staaten gehören? Und also auch in Russland, China, so wie in allen NATO- und BRICS-Staaten und weit darüber hinaus Anwendung fanden.

    Die erwähnte „Freundschaft“ (wohl eher kollusioniernde Profit- und Hegemonialinteressen, die leider mit machtvoller Konkurrenz kollidieren) dürfte dann wohl auch nur einer bestimmten Sorte von Mensch gelten. Also etwa Genossen von Bossen.

  8. Tja, Schafe werden geschoren, dem ist nun mal so!
    Da unsere Bevölkerung in ihren überwiegenden Teilen politisch einer Schafherde gleicht, wird die Wollschermaschine angesetzt.
    Ich finde es einfach unfassbar, das in Deutschland keine Massenbewegung gegen den Krieg und die Aufrüstung zu sehen ist, keine Massenbewegung gegen den sozialen Kahlschlag und die Umverteilung von unten nach oben und den Ausverkauf des Volksvermögens.
    Ach, es ist alles so schwer, es ist alles so teuer, die Miete und die Nebenkosten, der Sprit und, und, und….jammer, jammer, winsel, grein! Ja, das ist „DER DEUTSCHE“!
    Gejammer und Unterordnung geht hier gut zusammen!
    Gewählt wird weiter die oligarchische Zitronenpresse, mal in der Konstellation, mal in einer anderen mit neuem Mitspieler, der auch an die Tröge will und nicht nur nichts ändert, sondern mutmaßlich alles viel schlimmer macht.
    Die Parteien haben in den letzten 35 Jahren nichts, aber auch gar nichts getan, was das Leben der Menschen besser gemacht hat. Der neue Mitspieler brauchte sich bislang nicht zu beweisen, die Schafherde wird ihn in Stellung bringen.
    Manchmal habe ich mich allerdings gefragt, wie weit es mit der Reichweite der Mainstreammedien und dem ÖRR wirklich her ist; denn. die haben doch immer schön regierungskonform versucht die Blauen nieder zu machen, in dem Fall hat es aber nicht funktioniert, bei Putin und „dem Russen“ schon, bei den Blauen aber nicht.
    Nun ja, die ersten Kapitalisten orientieren sich schon um, ihre Büttel aus der Parteienoligarchie werden folgen!
    Ich sehe schwarz, oder vielleicht eher braun, keine Ahnung.

  9. Der Autor schreibt :
    „Und ich würde gern von diesen Polizisten, Vorgesetzten und Nachbarn wissen wollen, wie sie heute über ihren damaligen sadistischen Eifer denken, der andere Menschen unglücklich gemacht hat.“

    Wie sollen die schon über ihr Verhalten denken ? : „ Meine Handlungen haben mich glücklich gemacht; warum sollte ich diese bereuen, geschweige denn mich für diese entschuldigen ?“

  10. So langsam bin ich überzeugt, dass man deswegen keine Friedensbewegung hin bekommt, weil überall diese Corona-Schwurbler als erstes zu hören sind. Ein ernsthafter Mensch sucht dann das Weite.

    In dieselbe Kategorie fällt diese Jonas Tögel. Wir werden also mit einer psychologischen Wunderwaffe manipuliert. Und was machen wir dann? Eigentlich nichts mehr. Dagegen hilft kein Kraut.
    Was völlig falsch ist. Die antirussische Propaganda ist vom Typ Dampfhammer und hat überhaupt nichts Kunstvolles. Man kann ihr mührlos widersprechen.

    1. Ich muss zugeben, es geht mir regelmäßig ähnlich, wenn die Themen Krieg und Corona in einem Atemzug genannt werden. Auf mich wirkt das argumentationsschwächend. Habe mich schon anderswo mehrfach mit anderen darüber auseinandergesetzt, für mich sind das zwei völlig verschiedene, unvereinbare Themen. Bin mir aber bewusst, dass es auch gewisse Argumente dafür gibt, beides in einen Topf zu werfen, bezogen auf die Unterdrückungsmaßnahmen beispielsweise.
      Ich bestreite aber, dass irgendwas bewusst mit Corona angefangen hat, was nun bei den Kriegsvorbereitungen fortgesetzt wird, für mich gibt es hier keinen Kausalzusammenhang. Was nicht verhindern wird, dass es immer und immer wieder zusammen erwähnt werden wird 😉

    2. Ich mag mal nachhelfen beim Schwurbeln und mit ihrer Ernsthaftigkeit scheint’s auch nicht weit her, denn offenkundig sind sie immer wieder da. Es gibt da Kausalitäten, wie Kontinuitäten, z.B. bei der militärischen Obhut:

      Angst vor Aufständen

      Man muss also davon ausgehen, dass die Bundesregierung einen besonderen Grund hat, statt des THW bewaffnete Truppen für den Einsatz im Inneren bereitzuhalten. Der angeblich ausschließliche Einsatz bei Naturkatastrophen dürfte nur ein Vorwand sein. Und sie hat auch schon rege geprobt.

      So stand der Coronakrisenstab der Bundesregierung bereits unter militärischer Führung, zuletzt unter Generalmajor Carsten Breuer. Dieser führt ansonsten das Kommando „Territoriale Aufgaben“ der Bundeswehr in Berlin. Erst kürzlich brüstete er sich gegenüber dem Kampfblatt der Maßnahmen- und Impfbefürworter, dem Spiegel mit den Worten: „Wir werden im Herbst bis zu 60 Millionen Menschen gegen Corona impfen müssen.“

      Das klingt bedrohlich, impliziert es doch, dass eine gesetzliche Pflicht, sich mit den experimentellen, nicht ganz ungefährlichen gentechnischen Vakzinen behandeln zu lassen, noch immer nicht vom Tisch sein könnte — inklusive eines Dauerimpfabonnements. Aus dem Munde eines hochrangigen militärischen Vertreters gesprochen, lässt dies nichts Gutes erahnen.

      Zum Mittel der Gewalt griff die Politik schon immer dann, wenn sie sich vor der unterdrückten Bevölkerung fürchtet. Meistens jedoch verschwiegen halbwegs intelligente politische Führer ihre Angst vor selbiger.

      Im demokratischen Deckmäntelchen etwa kriminalisierten sie gern diverse Verhaltensweisen der Bürger und gossen auch brutale Gewaltexzesse der bewaffneten Ordnungsorgane in Recht und Gesetz.

      Nicht so die derzeitige Bundesregierung: Sie praktiziert zwar auch Letzteres, aber freimütig räumte Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) kürzlich ein: Sie habe Angst — vor Volksaufständen. Natürlich, wenn ein Gros der Bewohner des imperialistischen Deutschlands in kalten Wohnungen sitzt und sich nicht mehr die Grundnahrungsmittel leisten kann, sind Aufstände kein unplausibles Szenario.

      Vollstrecker der Imperialisten

      Die Regierung hat offenbar eine Heidenangst vorm Volk, das sie selbst gerade, zur Freude der USA mit ihrem imperialistischen Weltmachtanspruch, in eine dramatische Krise unbekannten Ausgangs führt. Doch statt mit Russland zu verhandeln, um die Teuerungsspirale nicht weiter anzuheizen und den Gasnotstand zu verhindern, statt die Pharmaindustrie in die Schranken zu weisen und die Bevölkerung nicht weiter mit unwirksamen Coronamaßnahmen zu terrorisieren, eskaliert die Bundesregierung in jeder Hinsicht.

      Aus:
      Militärregime für alle Fälle | Von Susan Bonath
      Veröffentlicht am: 15. August 2022
      Die Bundesregierung befürchtet Aufstände — und rüstet die Bundeswehr für Inneneinsätze auf.

      https://web.archive.org/web/20220816222913/https://apolut.net/militaerregime-fuer-alle-faelle-von-susan-bonath/

      Ist schon recht interressant und ließe sich aktualisieren. Interessanter ist da aber der immer noch umtriebige Young Global Leader (WEF, 2016), der werte Herr (wir werden uns viel zu verzeihen haben) Spahn. WEF und Gates Foundation (Gates das ist der der die Chose vor Jahren schon militärisch aufziehen wollte) ham ja vor der fürchterlichen Seuche, die passende Übung veranstaltet. Und kürzlich kam ja raus, daß er, der Herr Spahn, auch zu Thiels (Palantir und son Zeug) erlauchter Dialog Society gehört. Und schon ist man wieder beim ganzen Paket. Keine Ahnung was man, wie auch immer, da trennen könnte? Außer natürlich, man hätte etwas zu verbergen.

      Ich mag nun nicht weiter eindringen, nur noch, da gewünscht, der Hinweis auf zwei Artikel Herrn Tögels:

      Wirtschaftspropaganda und Massenmanipulation
      18. August 2025 Jonas Tögel

      Alex Carey zeigt in seinem grundlegenden Buch „Demokratie ohne Risiko“, wie Unternehmen, PR-Agenturen und politische Eliten die öffentliche Meinung systematisch manipulieren, um ihre Interessen durchzusetzen.

      https://overton-magazin.de/hintergrund/gesellschaft/wirtschaftspropaganda-und-massenmanipulation/

      Hybris und Nemesis – das Opus Magnum des „Volksaufklärers“ Rainer Mausfeld
      9. Juni 2024 Jonas Tögel

      Als Opus Magnum wird das bedeutendste Werk eines Künstlers oder Wissenschaftlers bezeichnet. Rainer Mausfelds fundierte Kritik an den herrschenden Machtverhältnissen und dem zunehmenden Verfall demokratischer Strukturen wurde bereits in seinen früheren Werken und Vorträgen deutlich[1].

      Mit seinem 2023 erschienenen, über 500 Seiten umfassenden Werk „Hybris und Nemesis“ gewinnen seine Analysen jedoch nochmals an Tiefe und sie spannen einen so weitreichenden Bogen von den ersten Organisationsformen menschlichen Zusammenlebens vor über 100.000 Jahren, über die Demokratie der Antike bis hin zur „gelenkten“, neoliberalen Demokratie der Gegenwart, dass das Buch zu Recht als das Opus Magnum Mausfelds bezeichnet werden kann.

      „[Es] ist und bleibt die revolutionärste Tat, immer ‚das laut zu sagen, was ist.‘“
      – Rosa Luxemburg[2]

      https://overton-magazin.de/buchempfehlungen/hybris-und-nemesis-das-opus-magnum-des-volksaufklaerers-rainer-mausfeld/

      Und zum Schluß mal „ganz ernsthaft.“ Es heißt doch schon Frieden wenn daheim nicht geschossen wird, wobei man ja schon unruhig wird wenn die Drohung in der Luft liegt, daß es dazu kommen könnte. Die ganzen anderen Gewaltakte sind egal und wenn die Kolonialtruppen in Afrika, Nahost oder sonstwo im Einsatz sind, Hauptsache weit weg, dann ist das auch egal. Wann hat jemals eine Befriedungsbewegung für einen Frieden gesorgt der die Bezeichnung verdient? Wie sollte das gehen solange die Weltgewaltordnung besteht?

  11. Johann Wadephul: „Russland wird für uns immer ein Feind bleiben“

    https://www.berliner-zeitung.de/article/kuenftiger-aussenminister-wadephul-russland-wird-immer-ein-feind-fuer-uns-bleiben-2320148

    Tino Chrupalla:

    „Wenn Außenminister Wadephul sagt, dass Russland für uns immer ein Feind bleiben wird, dann sage ich: Herr Wadephul wird nicht immer Deutschlands Außenminister bleiben“, sagte AfD-Co-Vorsitzender Tino Chrupalla in einem Kommentar zu den politischen Themen der aktuellen Plenarwoche „

    https://www.instagram.com/reel/DZ-Zh5mMDyD/

  12. Der grundlegende Antrieb für die westlichen Kriegsvorbereitungen gegen Russland liegt selbstverständlich in der maßlosen Gier begründet, die uns fest im Griff hat und unseren letzten Glauben darstellt.
    Deswegen wird hier auch kein Nachlassen und keine Einsicht Abhilfe schaffen.
    Und die Aussicht, den unglaublichen Reichtum und die daraus folgende Weltherrschaft mit dem zweiten Platz und einem Verlust der absoluten Autorität zu vertauschen, treibt unsere Eliten nicht in einen sprichwörtlichen, sondern in einen ganz realen Wahnsinn.
    So bleibt jede Einlassung, ganz wie vor dem 1. und dem 2. Weltkrieg, wirkungslos und müßig.
    Es nennt sich Schicksal, etwas dessen Existenz die Moderne verleugnet.

  13. Den Ausführungen von Herrn Bitter kann man nur wenig hinzufügen.

    Halten wir fest: Deutschland ist 2026 moralisch auf den Hund gekommen, sittlich verwahrlost und intellektuell verelendet.

    Tag für Tag sterben Kinder im Gaza, in der Ukraine und anderswo. Das interessiert aber die meisten Leute, die sich in diesem „demokratischen und sozialen“ Deutschland selbst als „Journalist/in“ und „gebildet“ bezeichnen, nicht die Bohne. Im Gegenteil: Sie tun alles dafür, um den Krieg in der Ukraine zu verlängern und einen großen Krieg gegen Russland vorzubereiten. Allein in Hamburg sind im letzten Winter 20 Obdachlose erfroren. In der Corona-Zeit verballert der CDU-Politiker Jens Spahn Steuergelder in dreistelliger Millionenhöhe für Masken, die dann auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden müssen. Bei Cum-Ex lassen sich Kriminelle jahrelang Steuern in Milliardenhöhe zurückerstatten, die sie nie gezahlt haben und die Finanzbehören merken es nicht. Wenn dann gegen diese Kriminellen ermittelt wird, dann beantragt die leitende Oberstaatsanwältin ihre Entlassung aus dem Beamtenverhältnis und wechselt zur Bürgerbewegung Finanzwende, weil sie sich als Oberstaatsanwältin ausnahmsweise nicht die kleinen Mäuse verfolgt, sondern sich mit großen Raubtieren anlegt.

    Aber wenn der CDU-Politiker und Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jens Spahn, in den Vereinigten Staaten via Leihmutterschaft ein Kind bekommen hat, dann gibt es einen riesigen medialen Aufschrei und Jens Spahn tritt zurück bzw. er wird dazu gedrängt, zurückzutreten. Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst von diesen vereinigten politischen Christen setzt noch einen oben drauf und spricht von „großer Tragik „. Wenn Kinder in der Ukraine, im Gaza und anderswo sterben, dann ist daran überhaupt nichts tragisch, dann ist das ganz normal. Das ist völlig normal und nichts Außergewöhnliches.

    Ick kann jar nich so viel fressen, wie ick kotzen möchte und im Kühlschrank is nischt mehr drin.

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