
Die Beschuldigung des Feindes, allein für den Krieg verantwortlich zu sein, ist in jeder Nation und in jedem Krieg üblich.
Was uns betrifft, waren die Russen (im Krimkrieg), die Afghanen, die Araber, die Zulu und die Buren allesamt unprovozierte Aggressoren, um einige aktuellere Beispiele zu nennen. Das ist eine notwendige Unwahrheit, die auf der gegenwärtigen voreingenommenen Meinung einer Seite in einem Konflikt beruht, und sie wird zur unverzichtbaren Grundlage aller nachfolgenden Propaganda. Die Leitartikel der Zeitungen bei Ausbruch eines jeden Krieges läuten die Wende zu diesem Thema ein und ähneln einander so sehr, als würden Standardartikel bereitstehen und der Name des Feindes, wer auch immer er sein mag, im gegebenen Moment eingefügt. Wenn die Vernunft wieder einsetzt und die Festigung des Friedens zu einer zwingenden Notwendigkeit für alle Nationen wird, wird die Anschuldigung nach und nach offiziell fallen gelassen.
Es ist kaum nötig, viele Beispiele für die allgemeine Erklärung der Alleinschuld, des Verbrechertums und der bösen Absicht Deutschlands zu geben. Ähnliche Erklärungen könnten in jedem Land auf beiden Seiten des Krieges gesammelt werden.
»[Die Kriegserklärung] ist kaum eine überraschende Nachricht, da eine lange Reihe von Tatsachen zeigt, dass Deutschland die Krise, die jetzt über Europa schwebt, absichtlich herbeigeführt hat.«
(The Times, 5. August 1914)»Deutschland und Österreich allein haben diesen Krieg gewollt.«
(Sir Valentine Chirol, The Times, 6. August 1914)»Und bei wem liegt diese Verantwortung? … Bei einer Macht, einer Macht allein, und diese Macht ist Deutschland.«
(Mr. Asquith im Rathaus, 4. September 1914)»(Wir kämpfen), um die gefährlichste Verschwörung zu zerschlagen, die jemals gegen die Freiheit der Nationen geschmiedet und die sorgfältig, geschickt, heimtückisch und heimlich mit skrupelloser, zynischer Entschlossenheit bis ins Detail geplant wurde.«
(Mr. Lloyd George, 4. August 1917)
Lord Northcliffe, der für die Kriegspropaganda zuständig war, erkannte, wie wichtig es war, die Anschuldigung zur Grundlage all seiner Handlungen zu machen. »Die gesamte Stellung der Alliierten gegenüber Deutschland wird von der Tatsache bestimmt, dass Deutschland für den Krieg verantwortlich ist«, und nochmal: »Die Alliierten dürfen nicht müde werden, darauf zu bestehen, dass sie Opfer einer vorsätzlichen Aggression waren.« (Secrets of Crewe House)
Zu den wenigen gemäßigten Stimmen gehörte Lord Rosebery im August 1914, der schrieb:
»Es war ein Funke inmitten des großen Pulverfasses, das die europäischen Nationen in den letzten zwanzig oder dreißig Jahren errichtet haben … Ich weiß nicht, ob es einen Drahtzieher gab … Ohne Beweise möchte ich niemandem eine solche Bürde auferlegen.«
Die Anschuldigung wurde jedoch in allen alliierten Ländern so stark und häufig erhoben, dass die Regierung gezwungen war, sie in den Friedensvertrag aufzunehmen.
Artikel 231. – Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären und Deutschland erkennt an, dass Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des Krieges, der ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten aufgezwungenen wurde, erlitten haben.
Als die Kriegsbegeisterung nachließ, wurde die Anschuldigung nach und nach fallen gelassen. Sogar die Staatsmänner selbst zogen sie zurück.
»Je öfter man die Memoiren und Bücher liest, die in den verschiedenen Ländern über die Geschehnisse vor dem 1. August 1914 geschrieben wurden, desto deutlicher wird, dass zu diesem Zeitpunkt niemand an der Staatsspitze ernsthaft einen Krieg gewollt hat. Er war etwas, in das sie vielleicht aus Dummheit hineingerutscht, oder vielmehr getaumelt und gestolpert sind, und ich zweifle nicht daran, dass ein Gespräch ihn abgewendet hätte.«
(Mr. Lloyd George, 23. Dezember 1920)»Ich kann nicht sagen, dass Deutschland und seine Verbündeten die Alleinschuld für den Krieg tragen, der Europa verwüstet hat … Diese Behauptung, die wir alle während des Krieges machten, wurde damals als Waffe genutzt; jetzt, wo der Krieg vorbei ist, kann sie nicht als ernsthaftes Argument dienen … Wenn es möglich wird, die diplomatischen Dokumente des Krieges sorgfältig zu begutachten, und die Zeit uns erlaubt, sie in aller Ruhe zu beurteilen, wird man sehen, dass die Haltung Russlands die eigentliche und grundlegende Ursache des globalen Konflikts war.«
(Signor Francesco Nitti, ehemaliger Ministerpräsident von Italien)»Gibt es irgendeinen Mann oder irgendeine Frau, gibt es irgendein Kind, das nicht weiß, dass der Keim des Krieges in der modernen Welt die industrielle und kommerzielle Rivalität ist? … Das war ein industrieller und kommerzieller Krieg.«
(Präsident Woodrow Wilson, 5. September 1919)»Ich behaupte nicht, dass Österreich oder Deutschland von vorneherein die bewusste und durchdachte Absicht hatten, einen allgemeinen Krieg auszulösen. Es gibt keine Dokumente, die uns zu der Annahme berechtigen, dass sie damals etwas derartig Systematisches geplant hätten.«
(M. Raymond Poincaré, 1925)»Ich wage zu behaupten, dass der Glaube an eine Alleinschuld Deutschlands nicht einmal Monsieur Poincaré möglich ist. Aber wenn man eine Politik errichtet, die auf der Theorie der Alleinschuld Deutschlands beruht, ist offensichtlich, dass man eisern an dieser Theorie festhalten oder sich zumindest den Anschein der Überzeugung geben sollte.«
(General Subhomlinoff, russischer Kriegsminister. Zitiert von M. Vaillaint Conturier in der Abgeordnetenkammer, Journal Officiel, 5. Juli 1922)
Auch die Presse und die Publizisten änderten ihren Ton.
»Deutschland die alleinige Verantwortung für den Krieg anzulasten, ist nach allem, was wir schon wissen – und es wird noch mehr hinzukommen –, eine Absurdität. Einen Vertrag auf Absurdität aufzubauen, ist ein Unrecht. Menschlich, moralisch und historisch gesehen ist der Vertrag von Versailles zu verurteilen, ganz abgesehen von seinen ökonomischen Ungeheuerlichkeiten.«
(Austin Harrison, Herausgeber der English Review)»Haben rachsüchtige Nationen jemals etwas Gemeineres, Falscheres oder Grausameres getan als die Alliierten, die Deutschland durch den Versailler Vertrag zwangen, als Sündenbock die Schuld zu übernehmen, die alle trugen? Welche Nation hat saubere Hände und ein reines Herz?«
(Charles F. Dole)
1923 versammelten sich die Vertreter der Nationen in einer vorläufigen, gemischten Kommission, um unter der Schirmherrschaft des Völkerbundes einen Vertrag über gegenseitigen Beistand auszuarbeiten. Im vollen Bewusstsein darüber, was von ihren Regierungen als abscheulicher und unbestreitbarer Fall einer unprovozierten Aggression Deutschlands erklärt worden war, waren sie außerstande, »unprovozierte Aggression« zu definieren. Die belgische, brasilianische, französische und schwedische Delegation erklärten in einem Memorandum:
»Es reicht nicht aus, den Ausdruck ›unprovozierte Aggression‹ zu wiederholen, da es unter den Bedingungen der modernen Kriegsführung unmöglich zu sein scheint, auch nur theoretisch zu entscheiden, was einen Fall von Aggression darstellt.«
Diese Auffassung wurde praktisch übernommen, und der Juristenausschuss schlug bei seiner Konsultation vor, den Begriff »Aggression« zu streichen. Sollte sich künftig eine Nation der Empfehlung des Rates oder dem Urteil des Gerichtshofes verweigern und zu den Waffen greifen, würde das im Rahmen des Völkerbundabkommens als Angriffskrieg (»war of aggression«) gewertet.
In der Präambel der Verträge von Locarno, die 1925 zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien geschlossen wurden, findet sich nicht der kleinste Hinweis auf diese Anschuldigung; im Gegenteil, es wird sogar der folgende Satz eingefügt:
»In dem Bemühen, den Wunsch nach Sicherheit und Schutz zu befriedigen, der die Völker beseelt, die unter der Geißel des Krieges von 1914–1918 zu leiden hatten (les nations qui ont eu à subir le fléau de la guerre).«
Das hier ist nicht der Ort, um die Frage der Verantwortung zu diskutieren, die Schuld von einer Nation auf die andere zu schieben oder zu zeigen, in welchem Maße Deutschland tatsächlich verantwortlich war. Alleinschuld ist etwas völlig anderes als eine gewisse Verantwortung. Die Deutschen und die Österreicher waren nicht ohne guten Grund damit beschäftigt, Russland zu beschuldigen. Aber die Streitigkeiten und Verwicklungen sowie die beklagenswerte Unfähigkeit der Diplomatie in den letzten Wochen auf allen Seiten waren ebenso wenig die Ursache des Krieges wie die Ermordung des Erzherzogs , auch wenn immer wieder besondere Dokumente angefertigt werden, um einen falschen Eindruck zu erwecken.
Die Ursachen waren weitreichend und tiefgreifend und es ist zweifelhaft, ob selbst zukünftige Historiker in der Lage sein werden, die Schuld zwischen den beteiligten Mächten mit einer gewissen Genauigkeit zuzuordnen.
Lord Cecil von Chelwood hat vor kurzem den Finger auf die unzweifelhafteste aller zugehörigen und unmittelbaren Ursachen gelegt. In einer Rede in der Stadt im Jahr 1927 verwies er auf »den gigantischen Rüstungswettlauf vor dem Krieg« und sagte:
»Niemand kann leugnen, dass die durch die Rüstungswettläufe erzeugte Geisteshaltung den Boden bereitete, auf dem die schreckliche Pflanze wuchs, die schließlich im Krieg Früchte trug.«
Die oben angeführten Zitate reichen aus, um zu zeigen, dass die Alleinschuld des Feindes ebenfalls ein Mythos aus Kriegszeiten ist. Der große Erfolg der Propaganda hinterlässt jedoch für lange Zeit Eindruck in den Köpfen derjenigen, die sich für ihre Unterstützung des Krieges rechtfertigen wollen, und derjenigen, die sich nicht die Mühe gemacht haben, die späteren Rückzieher und Leugnungen zu verfolgen. Darüber hinaus wird der Mythos vor einer »unprovozierten Aggression« in Form von Angst so weit wie möglich im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert und zur wichtigsten, gar einzigen Rechtfertigung für die Vorbereitung eines weiteren Krieges.




Die Kriegsschuld für den Ersten Weltkrieg trägt allein der Europäische Adel eine privilegierte Gesellschaftsklasse, und die letzten Reparationen wurden am 3. Oktober 2010 von der Bundesrepublik Deutschland beglichen.
Der exzeptionale Status kommt aus der Vokabel E!
Jeder Kontinent beginnt mit A, außer einem, Kontinent beginnt mit E.
Das römische reich existiert nicht umsonst, deshalb zahlen ihre gläubigen und nicht gläubigen ihren Obolus, um ihren narrativen Status gerecht zu werden. Es lebe die Propaganda und nicht, die Einsicht.
Was rauchen sie das will ich auch – wirres Geschreibsel
Ich rauche Zigaretten mit Nelken, 33mg Tar und 2,3mg Nikotin.
Wer von Verwirrtheit schreibt, schreibt selbst, das er keine Ahnung besitzt.
Im sogenannten Historikerstreit der 1960er Jahre, obsiegte der Historiker Fritz Fischer mit seiner Theorie der Alleinschuld Deutschlands am 1. Weltkrieg. Seine diesbezüglichen Werke „Griff nach der Weltmacht“ und „Krieg der Illusionen“ untermauerten seine These, lösten aber in der Öffentlichkeit eine kontroverse Diskussion aus. Sein Gegenspieler war der Historiker Ernst Nolte. Entwarnung für die deutsche Alleinschuld schaffte erst der Historiker Christopher Clark mit seinem Buch „Die Schlafwandler“ von 2013.
Ihr Beitrag ist wenig hilfreich, der Historikerstreit
fand 1986/87 statt, zwischen Habermas und Nolte. Dabei drehte es sich um die Gemeinsamkeiten zwischen Bolschewismus und Nationalsozialismus. Ich muss Sie dafür leider tadeln.
Sie haben recht, ich habe die Fischer-Kontroverse mit dem Historikerstreit verwechselt
Das ist ein wenig oberflächlich (das Wort „Alleinschuld“ sucht man bei Fischer vergeblich) und insofern falsch, wie übrigens auch die Erwähnung von Ernst Nolte in diesem Zusammenhang. Ja, Fischer schrieb zusammenfassend, dass das „kaiserliche Deutschland keinen Verteidigungskrieg“ führte, sondern „es im Juli 1914 bewußt auf einen Konflikt mit Rußland und Frankreich ankommen“ ließ.
Aber im Begleitwort zur Neuauflage seines Buchs „Der Griff nach der Weltmacht“ von 1977 machte Fischer eigentlich auch genügend klar, worum es ihm in erster Linie ging. Nämlich um die Interessen, welche die deutsche herrschende Klasse mit dem Krieg verband:
„… Der vehemente, vielfach emotional geladene Widerspruch gegen dieses Buch bei seinem ersten Erscheinen 1961 ist nicht allein wissenschaftsintern zu begreifen, sondern nur verständlich, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die in den 20er und 30er Jahren entstandene amtlich geförderte apologetische GrundeinsteIlung der deutschen Geschichtswissenschaft zur Frage des Kriegsausbruchs 1914 – für die europäischen Völker noch immer der tiefste Einschnitt in der jüngeren Geschichte – und zu den deutschen Kriegszielen 1914/18 weiterlebte über die Zäsur von 1945 hinweg bis in die 6oer Jahre. Die deutsche Öffentlichkeit hatte sich mit dem Diktum von Lloyd George beruhigt: »Wir sind alle hineingeschlittert«, und hielt sich für die Zielsetzungen im Krieg nach 1918 so sehr an die Auseinandersetzungen zwischen den (bösen) »Radikalen« und den (guten)
»Gemäßigten«, daß darüber die Sicht verlorenging, welche Schichten, Gruppen, Interessen und Ideen vor dem Kriege und im Kriege die entscheidenden waren. Wie stark aber selbst jene »Gemäßigten« noch Vorstellungen und Zielen anhingen, die Europa und die Welt zu ertragen nicht bereit waren, vermochte jene Zeit noch nicht zu sehen.
Die deutsche Geschichtswissenschaft war so auf die Kriegsschuldfrage fixiert, die man glücklich abgeschlossen glaubte und die zum Tabu geworden war, daß in der Kontroverse um das Buch sein eigentlicher Gegenstand: die deutschen Kriegsziele in ihrer Verwurzelung in industrie-kapitalistischen, agrarischen und überseeisch-kommerziellen Interessen
zusammengebunden mit den strategischen Forderungen von Heer und Marine, weit zurücktrat gegenüber der Diskussion über die deutsche Politik im Vorkrieg und in der Julikrise, die nur in den zwei ersten von 23 Kapiteln behandelt werden. …“
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Die Rolle des deutschen Generalstabs darf man dabei nicht übersehen..
Der Chef des Generalstabs hatte direkten Zugang zum Kaiser und bestimmte durchaus die politische Richtung mindestens mit!
Schlieffens Idee war, aus einem Zweifrontenkrieg zwei Einfrontenkriege zu machen, erst Frankreich, dann Russland zu besiegen. Der deutsche Generalstab stellte jede Bearbeitung einer anderen militärischen Lösung einfach ein.
v. Moltke d.J. schrieb selbst, er sei erschüttert gewesen, als zunächst von ihm verlangt wurde, den Aufmarsch zu ändern und im Westen zu verteidigen.
Das ging tatsächlich nicht mehr und diese Hypothek schränkte den politischen Spielraum von vornherein erheblich ein.
Bismarck hielt noch halbwegs den Deckel drauf, musste aber die Annexion Elsass-Lothringens gegen besseres Wissen zulassen.
Seine Nachfolger konnten den immer stärkeren politischen Einfluss des Generalstabs nicht mehr konterkarieren.
Es ist immer gefährlich, wenn General Politik machen, da hat sich bis heute nichts dran geändert!
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Christopher Clark ist kein Historiker, allenfalls ein lustiges Abbild von Melnyk. Sein „Schlafwandler“-Mythos kaufen ihm höchstens beinharte ZDF-Zuschauer ab.
@Häretiker
—-
Der böse böse russische Angriffskrieg gegen die Ukraine begann völlig überraschend am 19. Februar 2022, nachdem US-Präsident Joe Biden ihn schon für den 15. Februar angekündigt hatte. Der Westen war völlig überrascht und hat sofort das Brandenburger Tor in den ukrainischen Farben beleuchtet und alle öffentlichen Gebäude mit ukrainischen Flaggen geschmückt. Die Geschichte wird halt von der eigenen Presse und den eigenen Historikern geschrieben.
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Stimmt, so um den 15. Februar 22 rum stiegen die Artillerieeinschläge im Donbass, abgefeuert vom Kiewer Regime unter Anleitung von US-Militärs um ein vielfaches.
Darüber war natürlich auch die Wandermumie „Sleepy Joe“ Biden informiert, dass der Krieg nun losging, nachdem Russland viele Monate vorher x-mal eine diplomatische Lösung, die die berechtigten Sicherheitsinteressen Russlands berücksichtigen mussten, vorgeschlagen hatte und in Washington auf taube Ohren stieß….
deutsche Geschichte bitte korrekt entsorgen:
https://i.postimg.cc/nVgXJvyz/IMG-20251024-095706.jpg
Bei aller Richtigkeit der Rolle von Propaganda auf allen Seiten, 1914 wollte Österreich gar nicht so richtig, wurde aber von W II solange gedrängt, dass es Serbien den Krieg erklärte. Die Hauptschuld Deutschlands ist nicht relativierbar.
So hat Willy dann Lenin nach Russland gebracht. Man könnte ihn glatt als Patenonkel der UdSSR bezeichnen.
Dafür gebührt Willy II doch geschichtlicher Ruhm.
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Danke, ist mir noch im Hintergedächtnis, eben.
Es geht mir nicht um Alleinschuld, das wäre Blödsinn. Aber die Auszüge belegen auch den letzten (deutschen) Tropfen, der den Überlauf erbrachte.
„Deutschlands Alleinschuld am Krieg“
Falls wir den nächsten Krieg überleben sollten werden alle europäischen Länder, auch die Koalition der Billigen /Willigen, über Deutschland herfallen und wieder die Alleinschuld geben, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Der SWR hat das Anti-Kriegs-Lied „Nein, Meine Söhne geb´ ich nicht“ aus dem Votingsystem der Hitparade entfernt.
Reinhard Mey & Freunde – Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht
https://www.youtube.com/watch?v=1q-Ga3myTP4&list=RD1q-Ga3myTP4&start_radio=1
Scheinheiliger Grund: Es bestehe Manipulationsverdacht da es von den Hörern „zu oft“ angeklickt wurde.
Man darf wohl eher vermuten es handelt sich hierbei um eine Säuberungsaktion
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Ihr könnt ja demonstrieren gehn, oder noch besser eine Petition schreiben… 😉
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@Otto0815, Altlandrebell
Um die Zahlungen (18,36€) einzustellen, bedarfs es einen Grund, und der SWR liefert den Grund frei Haus.
Was wollt ihr mehr?
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Ein Pony, ein Pony!
Mit Rädern untendran!
sry, Leute, mehr bekomme ich heute nicht zustande.
Schauen wir uns das Ganze mal an.
Der Vertrag von Versaille ist nicht verständlich ohne die Friedenbedinungen, die Deutschland Frankreich nach den Krieg 1870 auferlegte. Die waren ähnlich drastisch. Zumal Frankreich sein hauptsächliches Industrigebiet Elsass / Lothringen abtreten musste. Und auch finanziell waren die Bedingungen eine harsche Bereicherung des Deutschen Reichs
Und wenn man sich diesen Krieg anschaut, wurde er bewusst von Deutschland provoziert.
Schauen wir nun nach der schlafwandlerischen Entwicklung hin zu WWI. Das Domino hätte von Deutschland gestoppt werden können. Aber das großkotzige Reich sah sich in einer Position der Stärke und war nicht bereit, eine Mittlerposition einzunehmen. Von der Mechanik her wurde hier die Chance vertan, den Krieg, den insgeheim alle Eliten suchten, zu verhindern.
Auch war das Deutsche Reich zu dämlich, frühzeitig Verhandlungen zu suchen als sich eine Niederlage abzeichnete. Der Stolz von Konsorten wie Hindenburg, Ludendorff und dem Kasper Wilhelm II trieb es in den Abgrund.
Das ist alles richtig. Man muss sich aber den „Frieden“ von Brest-Litowsk zum Vergleich ansehen, um einzuschätzen, wie dDeutschland mit besiegten Gegnern umging. Dagegen war Versailles milde und grosszügig. Vom Wüten der Ostseedivision und der Freikorps-Marodeursbanden noch nicht gesprochen. Keine Besatzungsmacht im Reich hat sich auch nur annähernd so aufgeführt. Diese deutsche Wehleidigkeit kotzt auch dann an, wenn man die anderen imperialistischen Mächte nicht für Unschuldsengel hält.
Die Schuld Deutschlands an der Katastrophe des Ersten Weltkriegs beginnt mit der Umwandlung des preussischen Verteidigungskampfes gegen die Aggression Napolein III. in einen imperial-nationalistischen deutschen Eroberungskrieg nach dem Ende des Kaiserreichs mit der Gefangenname de skleinen Napoleon nach dme deutschen Sieg in Sedan. Mit dem anschliessenden Raubzug gegen den Widerstand des französischen Volkes wurde das Klima Europas nachhaltig vergiftet. Der Erzreaktionär Bismarck legte die Wurzel des Intrigenspiels zwischen den diversen Zweigen der europäischen Herrscherfamilie(n), alle verwandt und verschwägert, das 40 jahre später in die Katastrophe mündete. Und aus all dem haben deutsche Politiker anscheinend überhaupt nichts gelernt.
Wichtig ist dieser Artikel und die darin enthaltenen historischen Aussagen vor allem im Bezug auf die heutigen Kriege und die dabei verwendete Propaganda – und dass sowas wie „vollkommen unprovozierte Angriffskriege“ zwischen größeren Mächten eigentlich eine Seltenheit ist.
Über das Maß an Schuld von Deutschland für WK1 kann und möchte der Artikel aber gar nicht so viel aussagen, denn:
Mir stellt sich dabei auch die Frage ob es überhaupt wichtig ist genau zu klären welchen Anteil an Schuld Deutschland denn wirklich hatte. Am Ende ist das eine ewige Diskussion, deren Sinn sich mir nicht so wirklich erschließt.
Verschiedene Dinge scheinen mir aber unzweifelhaft zu sein:
1. Es ist unmöglich Deutschland vollkommen zu entschulden für diesen Krieg. Eine große Portion Verantwortung dafür trägt es auf jeden Fall mindestens. Daran kann auch Christopher Clarke nix ändern.
2. Es ist genauso unmöglich die anderen Großmächte vollkommen zu entschulden, denn alle waren mehr oder weniger von imperialer Gier getrieben und haben dieses Pulverfass durch konsequente Hochrüstung erst entstehen lassen.
3. Der Versailler Vertrag war in jedem Fall ein großer Fehler und ein Zeichen für große Dummheit und Arroganz der handelnden Siegermächte.
4. Selbst wenn man Deutschland nur eine Teilschuld an WK1 geben will, ist die Existenz dieses Landes durch drei große Kriege gekenntzeichnet, die es alle hätte verhindern können. Dass es sie aber zugelassen hat und in beiden Weltkriegen darüber hinaus auch solch umfassende Zerstörungen zugelassen hat – und dass es heute schon wieder dabei ist in dieser Hinsicht vielleicht großen Mist zu bauen (um es noch freundlich auszudrücken) und riesiges Unheil anzurichten, führt mich immer mehr zu dem Gedanken, dass Deutschland eigentlich eine Fehlkonstruktion ist. Dass es nicht eigentlich Deutschland ist, sondern noch immer ein Art Preußisches Reich.
Selbst wenn die deutsche, kulturelle Gegenwart größtenteils von ganz anderem Geist durchdrungen ist, steckt in diesem Land, weil es noch immer dieses Land ist, das gleiche Land wie vor 150 Jahren, hartnäckig ein Erbe arroganter Großmannssucht, dass auch eine nicht zu unterschätzende aggressive Komponente hat. Es sind nicht wirklich die Deutschen, die so sind, nicht die Bevölkerung. Es ist das unselige Erbe dieser abstrakten Konstruktion namens Deutsches Reich.
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Hallo Altlandrebell (Ich verzichte jetzt auf eine Begrüßung mit passender Tageszeit denn sonst… 😉 )
War ja klar, dass Sie hier auch auftauchen würden. So einen Leckerbissen lassen Sie sich nicht entgehen. 🙂
Na klar meinetwegen, habe gar nichts dagegen das Verantwortung zu nennen.
Bringt aber nicht viel, außer vielleicht in akademischen Diskussionen.
Ich habe das Wort „Schuld“ verwendet, weil es auch im Artikel vorkam und weil es auch von der Allgemeinbevölkerung so aufgefasst wird, wenn man Deutschland „Verantwortung“ für den Ausbruch des WK1 auflädt. Nicht nur das, es wird auch direkt als Kollektivschuld aufgefasst von vielen. Die Gefühle sind halt allzu oft noch so verdrahtet, man selber ist so mit der Nation identifiziert, dass alles Reden über Verantwortung auch nicht viel weiter hilft.
Deswegen auch: Solange ein Großteil der Leute noch so tickt, macht es gar nicht viel Sinn groß über das genaue Maß an Verantwortung für diesen Krieg zu reden.
Von mir aus. Machen Sie nur. Einen großen Sinn mich daran zu beteiligen sehe ich aber nicht. Meine Version ist zwar nicht genau, dafür ziemlich sicher, und reicht durchaus um irgendwelcher Mythenbildung entgegen zu wirken.
Ich schließe eine stärkere Verantwortung von Deutschland ja nicht aus.
Und ich finde es auch ziemlich schwierig aus dem ganzen Gewirr der Juli-Krise und all dem was vorher geschehen ist, ein eindeutiges Urteil abzuleiten. Das ist unendlich komplex. Und bei denen, die das tun, habe ich manchmal den Eindruck, dass da eher der Wunsch der Vater hinter einer Argumentation ist, die viele Regale an Wälzern füllt.
Und das betrifft beide Seiten in diesem Streit.
Gut, dazu reicht in D aber schon WK2. Und auf die Schuld/Verantwortung muss man sich dabei ja auch nicht besonders fokussieren.
Auch daszu reicht WK2. Das auf die persönliche Ebene hinzuziehen, ist auch nicht wirklich sinnvoll, finde ich.
Dafür gibt es Besseres.
So lange die Leute zu großen Teilen noch kollektiv-emotional-national verdrahtet sind, sehe ich kaum einen Sinn darin das „deutsche Schuldgefühl“ weiter anzustacheln. Vor allem, wenn man die Argumentation nicht entscheident durchsetzen kann, und das kann man nicht so einfach. Deshalb kommt dabei nichts Gutes heraus.
Was ich allerdings auch sehe, ist dass es schon einen Unterschied gibt in der ganzheitlichen Bewertung von Deutschland, wenn man es für beiden Weltkriege verantwortlich macht. Man kann sich dann nicht mehr damit herausreden, dass die 12 Jahre nur ein Fliegenschiss in der Geschichte waren.
Aber meine ganzheitliche Bewertung läuft ja auch so darauf hinaus, dass D eigentlich von Beginn an nur Mist gebaut hat, egal wie hoch nun die Schuld/Verantwortung an WK1 ist.
Jaja, anti-etaistisches Blabla… Von mir aus. Aber mir ging es ja darum, dass D ansich noch ein ganz besonderer Fall von Fehlkonstruktion ist, der so hätte nicht passieren dürfen. Aber im Zeitalter des Nationalismus war dem wohl schwer auszuweichen.
Ja, so eine Konstruktion füllt nichts von selbst mit Leben. Aber sie gibt einen bestimmten Rahmen und eine Struktur vor innerhalb dessen sich auch die Eliten bewegen.
Es gab viele Konstruktionsfehler. Zum Beispiel die überwältigende Dominanz Preußens. Damit auch ein Überstülpen preußischer Kultur und Regierungsart und einiges mehr über die anderen deutschen Völker. Man hat ja heute vollkommen vergessen, wie es in deutschen Staaten vor der preußischen Dominanz so zuging. Zu großer Zentralismus, trotz der Bundesländer. Generell war der Staat viel zu groß, usw. usw.
Ich weiß nicht genau welches Problem sie immer mit „Biologismus“ haben. ich weiß nicht mal genau, was Sie damit meinen. Wenn es darum geht bestimmte Dinge ausschließlich oder vorrangig durch biologische Faktoren zu erklären, dann stimme ich Ihnen zu. Das ist meistens nicht richtig. Wenn aber biologische Faktoren marginalisiert und gar negiert werden, so habe ich damit auch ein Problem. Denn vielfach spielen die schon eine Rolle, auch z.B. was die Deutschen angeht.
Ihren langen Text hier drunter habe ich noch nicht gelesen, weil keine Zeit dafür. Werde ich aber nachholen, sobald ich die Zeit habe.
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Willkommen in der Nacht Altlandrebell 😀
Ja, danke für nicht so ausführlich. 🙂
Habe eh keine rechte Chance all Ihre Texte zu beantworten. Ist einfach zu viel.
Keine Ahnung wovon Sie reden. Ich weiß nicht was ich missverstanden habe, wenn Sie es mir nicht sagen. Jedenfalls war ich wegen keiner Ihrer Aussagen irgendwie verstimmt.
Ihren Artikel habe ich mitlerweile gelesen. Schuld und Verantwortung ist gut differenziert und der Rest des Artikels Ist ja auch alles in sich konsistent.
Es ist eine Perspektive und die ist gut ausgeleuchtet, aber es ist eben nur eine.
Ja und dazwischen liegen Welten, zwischen Schuld und Verantwortung, wenn man diese Konzepte überhaupt versteht, tun aber die Meisten nicht. Und spielt kaum eine Rolle in der Diskussion um WK1.
Sie werden niemandem der Clarke-Anhänger damit näher kommen, wenn Sie ihm sagen: „Ja die Deutschen hatten zwar keine Schuld, aber durchaus die Hauptverantwortung.
Doch es ist auch Ihr Problem. Denn Sie sind auch verantwortlich dafür welchen Effekt Ihre Aussagen haben können. Einfach nur die „Wahrheit“ sagen oder was man dafür hält, ist nicht immer der beste Weg – auch nicht für diese „Wahrheit“.
Nein, das kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt so viel Literatur dazu. Und selbst wenn ich das alles lesen würde, wofür ich gar nicht die Zeit habe, könnte ich mir wahrscheinlich immer noch nicht sicher sein, wie es denn genau war. Also muss ich einen anderen Weg einschlagen wie ich damit umgehe und der besteht darin einiges im Wagen zu lassen.
Nein, das hat nichts mit Habenwill zu tun. Darüber hatten wir es schon mal.
Aber wenn Leute Unsinn reden, setze ich noch lange nicht meine Meinung dagegen. Erst wenn ich die Vermutung habe, dass die überhaupt offen dafür sein könnten. Denn ansonsten verschwende ich nur meine Gedanken und meine Energie an diese Menschen, mit dem Effekt, dass sie dann verbraucht sind.
Egal wie vorsichtig ich meine Gedanken nur daneben stelle, wenn dann bei denen die Wand hochfährt, war die Sache sinnlos, also lasse ich das.
Wichtig in dem Zusammenhang ist nicht was die Menschen sagen, wenn sie Unsinn reden, sondern was sie fühlen. Darauf versuche ich mich zu fokussieren, denn bei den Meisten führt nur darüber ein Weg.
Das „Durchsetzen“ ist folgendermaßen gemeint. Wenn ich nicht glaube in der WK1-Verantwortungsfrage eine kontroverse Ansicht weitgehend durchsetzen zu können, dann hat es auch keinen Sinn daraus einen ewig schwelenden Streitpunkt zu machen. Daraus wird nix Gutes.
Es geht mir nicht ums gewinnen, es geht mir darum, dass solch ewige Streiterei nirgendwo hinführt, sondern nur unnötig Feindschaft produziert.
Kontrastierung ist ja auch gut, mache ich aber eben nicht aus Prinzip, sondern nur da, wo ich auch einen Sinn dafür fühle.
Deutschland als Staat hat Mist gebaut, in den gesammelten Entscheidungen des Staates. Egal wer die alles beeinflusst hat. Natürlich kann damit keine Kollektivschuld gemeint sein.
Ja, ein extrem wichtiger Punkt, den man gar nicht überbewerten kann.
Ja schön, die Gliedstaaten behielten eine gewisse Autonomie um sie bei Laune zu halten, änderte aber wenig daran, dass Preußen das große Ganze quasi alleine bestimmte, eben auch nach außen.
Außerdem hatte sich Preußen ja schon vor Gründung des Deutschen Reiches viele deutsche Regionen einverleibt, man könnte auch sagen erobert, die davon gar nicht angetan waren. Rheinland, Hannover usw.
Man hätte es besser bei einem Staatenbund belassen anstatt einen Bundesstaat daraus zu machen.
Große Staaten sind Mist (ich weiß alle Staaten sind Mist), besonders in nationalistischen Zeiten. Große Staaten sind zu abstrakt um sich darauf zu beziehen. Nicht umsonst gibt es die ausgeglichensten Gesellschaften meistens in Kleinstaaten, während wirklich große Staaten auch immer große Teile ihrer Bevölkerung im Elend halten und das meiste Unheil in der Welt produzieren.
Sie meinen es gab sowas wie deutschländer-übergreifende Ideologien und Weltanschauungen? Dinge, die es nur da gab und nicht in anderen europäischen Ländern in der nationalistischen Ära?
Gut, Ihr Konzept des Biologismus habe ich jetzt verstanden. Ist soweit ok, wobei mir diese Sicht ein wenig zu streng ist, aber ok.
Es gibt besondere „deutsche“ Eigenschaften, solche, die in Deutschland weit verbreitet sind, natürlich nicht bei jedem gleichermaßen und auch nicht bei jedem überhaupt (Muss ich das jetzt immer dazu sagen? 😉 ). Man könnte es auch deutsche Mentalität nennen. Ob daraus dann richtige Gene werden? Vielleicht. Aber einen epigenetischen Effekt haben sie bestimmt und dieser kann sogar vererbt werden.
Wünsche einen geruhsamen morgendlichen Schlaf 😀
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„Der Goldauto-Mythos von anno 1914“
Konnt dazu nichts finden.
Magst darüber mehr erzählen ?
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Vielen Dank für die Antwort.
An den 50ern bis zu den 90ern
wurden UFOs en Vogue.
Die tauchten wohl immer auf wenn
Geheimdienste mehr Geld brauchten.
Aber Warnung auf Overton sind auch schon Bücher zu den Thema aufgetaucht.
Falls Zeit für einen Film.
https://m.imdb.com/title/tt3986820/
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„Teil III:“
Von MMMCMXCIX? 😉
Liebe Grüße! (*Nicht* sarkastisch gemeint!)
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Erstens: Anspielung entdeckt? 😉
Zweitens: Mir fällt dazu folgende Geschichte ein: Als ich noch die SZ gelesen habe, hat Prantl die letzten Minuten eines prominenten Politikers der Räterepublik geschildert. Üblicherweise wird ja in „Qualitätszeitungen“ auf die Schilderung extremer Grausamkeiten verzichtet. Er hielt es aber für notwendig, den Leser nicht zu schonen.
Das nur zu „oben“. (Lesetipp: https://www.buchkomplizen.de/die-jakarta-methode.html )
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„Asterix – Die Trabantenstadt? 🤣“
Öhm. Ich denke, das kann man in Anbetracht der Uhrzeit gelten lassen! 😉
Ab den frühen Morgenstunden (also etwa 11:30 Uhr) wäre die richtige Antwort „Die größte Zahl, die man mit römischen Zahlzeichen schreiben kann“ gewesen.
„Meinten Sie den Artikel hier?“
Genau den! Sie sind wirklich gut!
„Danke für den Lesetipp! 📚🕯️“
Ergänzung: https://www.imdb.com/de/title/tt2375605/
Es heißt, in Chile hätten Rechtsextreme vor dem Putsch „Jakarta is coming!“ an Wände gesprüht …
Anstatt hier auf nichtsnutzige Schläfrigkeit zu machen, hätten Sie seit Ihrer letzten Wortmeldung übrigens auch locker das hier zur Hälfte lesen können:
https://www.buchkomplizen.de/am-anfang-war-gewalt.html
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Im Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye, der zu den Pariser Vorortverträgen gehört, werden Österreich und Ungarn als Rechtsnachfolger der Donaumonarchie von den Siegermächten des I. Weltkriegs als Anstifter des Krieges angesehen.
Die Geschichte Deutschlands ist bedeutend komplexer als hier vielfach dargestellt und auch älter als die Reichsgründung von 1871.
Als alle deutschen Stämme sich am Lechfeld 936 vereinigten um das Reitervolk der Ungarn zu besiegen, ab da kann man wohl von einer deutschen Geschichte sprechen. Diese unterschied sich stark von der anderer Nationen, da in Deutschland der König gewählt wurde, was im Laufe der Jahrhunderte dazu führte, das die Zentralinstanz immer machtloser wurde und die einzelnen Teile sich autonom aufstellten und selbst Bündnisse mit ausserdeutschen Mächten eingehen konnten und auch eingingen.
Deutschland war und ist geprägt von seiner geographischen Lage in der Mitte Europas. Sowohl die Nord-Südachse als auch die West-Ostachse der Handelswege führen hier durch. Außerdem waren die Deutschen die stärksten, aber nie so stark wie alle anderen.
In den 1630er Jahren eroberten die Schweden (!) München und verheerten Bayern; während des 1. französischen Kaiserreiches waren Hamburg und die deutsche Nordseeküste französisch, wie Mainz bspw. auch. Die Franzosen wollten lange noch, bis nach Versailles die linksrheinischen Gebiete haben, mindestens abspalten.
Das sind nur wenige Beispiele dafür, wie komplex die ganze Sache ist…..viel viel Tinte ist verschrieben worden, die Darstellungen sind Legion!
Die Weltkriege haben Europa gezeigt, das es so nicht weiter gehen kann!
Mit Montanunion, EWG und EU wurde dann endlich ein Ansatz entwickelt, der eine echte Chance zur Veränderung versprach! 1990 dann, waren alle Türen offen!
Was für Möglichkeiten!
Alles ist verbaselt worden!
Unsere Politiker waren federführend darin, gemeinsam mit den Amerikanern (US) einen Scherbenhaufen zu produzieren.
Die vielen klugen Kommentare auf diesem Forum zeigen mir, dass ich das nicht weiter ausführen muss, hier weiß man schon, wo der Hammer hängt!
Meine Ausführungen sind natürlich äußerst grob und Holzschnittartig, ich wollte nur anreissen, das die deutsche Geschichte komplex und nicht nur auf die Weltkriege und die Reichsgründung zu beschränken ist.
So ziemlich jedem hier ist bekannt, wie gefährlich und unhaltbar die derzeitige Situation sowohl Innen- als auch Außenpolitisch ist.
Die Entwicklung ist im Fluss und passieren kann alles.
Wie es weitergeht?
Ich befürchte das Schlimmste!
EWG und gerade die EU sind keíne Friedensbündnisse, sondern wurden gegründet, um den Handelsvekehr überregional zu beschleunigen um beispielsweise die Lohnpreise zu drücken und die Kontrolle den Nationalstaaten zu entziehen.
So konnte alle große Firmen da produzieren wo es gerade am billigsten ist.
Die Idee war genau das, Handel und Industrie so zu verzahnen, das ein Krieg nicht mehr führbar ist!
Den Kapitalismus abschaffen wollte in der Tat niemand, das ist schon richtig!
Auch sollte man erwähnen, das die Vordenker einer europäischen Einigung den Nationalstaat überwinden und abschaffen wollten, also sich eher ein Europa der Regionen vorstellten!
Das die EU mit Demokratie nichts zu tun hat, darin sind wir uns vermutlich einig.
Jepp…. , aber von „Kapitalismus abschaffen“ war auch nie die Rede.
Es gibt so einige Protagonisten, wie bspw. diese Guérot, die immer noch voll ihrer Naivität von der eurpäischen Republik träumt und die neoliberalen Ziele einfach ignoriert.
Ich hatte schon Mitte der 80er ganz intensiv mit Cohn-Bendit darüber gestritten, bis mir dann ein wenig später gewahr wurde, das er uns alle verraten hat.
@ Wallenstein:
Ich sehe es so, dass er keine wirkliche Kontiniutät vom „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ zum Deutschen Reich von 1971 gibt. Denn mit diesem beginnt meiner Ansicht nach ein ganz anderes Kapitel deutscher Geschichte. Die beiden Reiche waren völlig verschieden, von jeglicher Charakteristk her.
Daher denke ich, dass die Geschichte des heutigen Deutschland in der Tat hauptsächlich auf die Weltkriege und die Reichsgründung zu beschränken ist.
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800 war mit der Kaiserkrönung Karls keineswegs ein deutsches, sondern ein fränkisches Reich gegründet. Dies stellte von Seiten des Papstums eine klare Usurpation dar, gleichzeitig wurde anerkannt, das der Papst den Kaiser krönte, was zu ständigen Verwerfungen in später Zeit führte. ( Investiturstreit , Reichskirchensystem ). Das karolingische löste sich auf, teilte sich später, ( Mittelreich ist zu vernachlässigen) in ein Ost- und Westfränkisches Reich. Von einer originär deutschen Geschichte kann man erst ab dem 10. Jahrhundert sprechen.
Und dann muss man doch sehen, das das Kleinstaaten-Deutschland mit seiner Hilflosigkeit gerade den umliegenden Mächten gegenüber eben genau deshalb den Menschen bewusst war. Die Geschichte begann eben nicht erst 1871, sondern bedeutend früher.
Der übersteigerte Nationalismus und die deutsche Paranoia, in ständiger Gefährdung zu leben rührt genau daher
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Bis zum 2. WK war der 30jährige Krieg das nationale Trauma. Mir geht es um die Wahrnehmung der Deutschen von sich selbst. Das diese Selbstwahrnehmung mit historischen Fakten nicht, oder nicht immer, übereinstimmt, bestreite ich gar nicht
Sicherlich muss man erwähnen das alle europäischen Staaten 1914 einen Krieg wollte, nur eben keinen industriellen langanhaltenden Krieg. Man verglich das in der Propaganda mit einem kurzen reinigenten Gewitter und rüstete was das Zeug hielt. Was ab dem 3. August 1914 dann passierte war außerhalb der Vorstellungen der Propagandisten im Zeitalter des europäischen Nationalismus und Militarismus. Man sollte vorgewarnt sein, aber an der Kriegserklärung an Russland vom 3. August 1914 ändert das nichts, Deutschland hatte eine gehörige Mitschuld das es soweit kam.
Genau das ist das Problem!
Militär bereitet sich immer auf den letzten Krieg vor; in der Ukraine ging man Anfangs davon aus,das der Panzer entscheidend sein wird, war aber nicht, die Drohnen und KI haben alles verändert!
Im Pentagon hält man gar einen Atomkrieg für führbar!
Hier werden Unsummen in die Produktion von Panzern gesteckt, ein Waffensystem ,das über hundert Jahre alt ist.
Aber die Militärs haben keine Zweifel an sich, die glauben tatsächlich zu wissen, wie ein kommender Krieg zu führen ist!
Sie wissen es nicht!
Hier wird über Deutschlands Schuld debattiert.
Welches Deutschland? Wer in Deutschland?
Auf der einen Seite schreien sie, Nationalismus sei böse – auf der anderen Seite werden Staaten als eine Art einheitliche Person abgehandelt, also ein Nationalcharakter regelrecht aufgedrängt.
Und was steckt dahinter? Jedem heutigen Deutschen irgendwie eine Art Schuld aufzudrücken, eine Kollektivschuld, Erbschuld – oder auch Sippenhaft.
Was hat Deutschland heute mit dem Deutschland von 1914 zu tun? Welche Kontinuität existiert da? Keine! Überhaupt keine.
Außer die Kontinuität von „Eliten“ in der Weitergabe von Reichtum. Aber darf man bei dieser Kontinuität dann insgesamt von „Deutschland“ sprechen? Ist das Deutschland? Ganz gewiss nicht.
Warum ganz gewiss nicht ?
Nein, natürlich ist nicht nur das Deutschland. Aber der Geist des Deutschen Reiches von 1914 steckt irgendwo auch noch immer in diesem Deutschland, und na klar, sind es auch hauptsächlich die Eliten, bei denen sich das ausdrückt, aber auch noch so einige Strukturen in diesem Land. Die Bevölkerung hat sich jedoch zum großen Teil deutlich woanders hin entwickelt.
Ich habe auch lange gedacht, dass es zum Deutschland von 1914 keine Kontinuität mehr gibt. Aber seit ein paar Jahren denke ich das nicht mehr.
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So sehr mir vieles von dem zusagt, was und wie Sie es schreiben ist dieser Satz einfach nur unsinnig und falsch:
„Jeder, der die herrschenden Verhältnisse aktiv mitträgt und das System durch Akte wie Wählengehen legitimiert, trägt eine politische Mitverantwortung aus allen sich daraus ergebenden Handlungen.“
Im deutschen Wahlrecht ist keine Mindestbeteililgung vorgesehen. Es ist egal, wie viele Menschen wählen gehen. Stattdessen ist unser Wahlrecht so geregelt, dass die abgegeben Stimmen mehr „gewichtet“ werden. In diesem Sinne kann man behaupten, dass jeder, der nicht Wählen geht, die herrschenden Verhältnisse mitträgt und somit eine politische Mitverantwortung hat. Denn der Großteil der CxU/SPD/Grüne…-Stammwähler wird immer zur Wahl gehen.
Es ist in diesem Sinne also egal, ob jemand wählen geht oder nicht. Beide Gruppen tragen eine Mitverantwortung durch ihr handeln. Man könnte auch sagen: Die Bank gewinnt immer.
Ja! Guter Punkt.
Und deshalb sage ich auch immer wieder: es sind die, die dieses „links-rechts“-Affentheater betreiben, die die herrschenden Zustände aufrecht erhalten. Denn nur mit diesem Muster – jede politische Position sei entweder „links“ oder „rechts“, etwas andere gäbe es einfach nicht – kann die ständig zu beobachtende Spaltung von Gruppen, Bewegungen, der ganzen Bevölkerung praktikabel umgesetzt werden.
Ja, heute kann man irgend etwas als „rechts“ etikettieren und dann Massen zu „gegenrechts“-Demos auf die Straßen treiben – zu anderen Zeiten ging es eben andersherum. Aber das Grundmuster ist immer dasselbe: „dennunziere das der Herrschaft Ungenehme als das angebliche Gegenteil des aktuell herrschenden Zeitgeistes und fanatisiere die Massen“, das ist das allzeit praktizierte Rezept. Und daran mitarbeiten tun allzeit sowohl die „Linken“ als auch die „Rechten“ indem beide Seiten diese Mär aufrecht erhalten, es gäbe nichts anderes als „links“ oder „rechts“. So funktioniert die Spaltung, so funktioniert die Kontinuität der Herrschaft.
Ja, ihr Erbschuldfanatiker
„der Geist des Deutschen Reiches von 1914 steckt irgendwo auch noch immer in diesem Deutschland,“
„Jeder, der die herrschenden Verhältnisse aktiv mitträgt und das System durch Akte wie Wählengehen legitimiert, trägt eine politische Mitverantwortung“
Fehlt eigentlich nur noch „Sauerkraut, Kartofelbrei, Bomber Harris …“
Was hat man Euch angetan, dass ihr euer Herkunftsland (vermute ich mal, und „Heimat“ darf man ja nicht sagen) so hasst?
Nein @ratzefatz, ich habe weder was mit Erbschuld am Hut, noch hasse ich das Land in dem ich wohne und aufgewachsen bin.
Ich hasse weder das Land, noch seine Bevölkerung. Einzig dieser Staat seit 1871 hat in seiner Geschichte fast nur Mist genaut und ist schon wieder dabei das zu tun. Ich habe ein Problem mit der Staatskonstruktion von Deutschland, indem teilweise immer noch dieser üble Geist herrscht.
Wenn die die Texte von mir und auch von @Altlandrebell, der sogar explizit betont wie übel er Erbschuldkonstrukte findet, aufmerksamer gelesen hättest, dann wüsstest du das auch.
Leute wie Altlandrebell, bei Two Moon weiß ich es jetzt nicht konkret, sorgen meinem Eindruck nach mit für die Aufrechterhaltung des Mythos der „links-rechts“-Dichotomie im Politischen. Die Grundlage der Spalte-und-Herrsche-Strategie der Mächtigen.
Und deshalb sage ich auch immer wieder: es sind die, dieses „links-rechts“-Affentheater betreiben, die die herrschenden Zustände aufrecht erhalten. Denn nur mit diesem Muster – jede politische Position sei entweder „links“ oder „rechts“, etwas andere gäbe es einfach nicht – kann die ständig zu beobachtende Spaltung von Gruppen, Bewegungen, der ganzen Bevölkerung praktikable umgesetzt werden.
Ja, heute kann man irgend etwas als „rechts“ etikettieren und dann Massen zu „gegenrechts“-Demos auf die Straßen treiben – zu anderen Zeiten ging es eben andersherum. Aber das Grundmuster ist immer dasselbe: „dennunziere das der Herrschaft Ungenehme als das angebliche Gegenteil des aktuell herrschenden Zeitgeistes und fanatisiere die Massen“, das ist das allzeit praktizierte Rezept. Und daran mitarbeiten tun allzeit sowohl die „Linken“ als auch die „Rechten“ indem beide Seiten diese Mär aufrecht erhalten, es gäbe nichts anderes als „links“ oder „rechts“. So funktioniert die Spaltung, so funktioniert die Kontinuität der Herrschaft.
Was schlägst DU denn als ‚Lösung‘ vor? „Querfront“?
Es gibt nun mal stets eine ‚Lagerbildung‘, da die Menschen unterschiedliche Ansichten haben, sei es zu Menschenrechten, Umweltschutz, Wirtschaft, Krieg und Frieden etc.
Wie willst Du diese Gegensätze aufheben?
Indem man sich zu EINEM Thema versammelt und zusammenschließt.
Ja, das wird dann als „Querfront“ negativ eingerahmt, obwohl „Querfront“ inhaltlich nichts Schlechtes sein kann – man schaue sich doch nur mal die Querfront von „antifa, dielinken über Grüne, sPD bis cDU“ gegen die afD an.
Ich finde Deinen Einwurf verdächtig. Bist Du wirklich so beschränkt?
Was ist denn daran schlimm wenn ALLE die für Diplomatie, Frieden, Abrüstung, Völkerverständigung sind gemeinsam auf die Straße gehen?
Zu dem Thema kann Ich nur die Dokumentation von James Corbett empfehlen der sich mit dem Buch „Hidden History: The Secret Origins of the First World War.“ von Gerry Docherty und Jim MacGregor befasst.
The WW1 conspiracy
Die gehen davon aus, dass der erste Weltkrieg von einer Gruppe englischer Adliger um Alfred Milner und Cecil Rhodes herum angezettelt wurde..
Das ist definitiv eine Interessante Theorie zumal der Kaiser halt auch immer seine „Flotte“ ausgebaut hatte, was neben dem Ausbau der Industrie im Kaiserreich damals den Engländern Angst gemacht hat Ihre Industrielle und handelstechnische Vormachtsstellung zu verlieren, zumal Deutschland damals ja auch Kolonien in Afrika eröffnete..
Mfg Makrovir
… „Alfred Milner und Cecil Rhodes“ und von da aus ist es nicht mehr weit bis zur „Fabian Society“, Eugenik, Malthus, und dann trifft man in London auch bald auf Engels und den Darwin-Verehrer Marx …
Es ist eine Blase, ein Komplott, eine zentrale Verschwörung … und genau darum wird auch mit solcher Macht uns jeder Gedanke an Verschwörungen ausgetrieben …