
Militärische Überlegenheit wird nicht mehr allein durch milliardenschwere Waffensysteme erreicht. Immer häufiger sind es kostengünstige, massenhaft verfügbare Technologien, die den Verlauf von Konflikten beeinflussen.
Über Jahrzehnte folgte militärische Macht einer vergleichsweise einfachen Logik: Wer über die modernsten Panzer, die leistungsfähigsten Kampfflugzeuge und die größten Verteidigungshaushalte verfügte, besaß entscheidende Vorteile auf dem Schlachtfeld. Doch der Ukraine-Krieg hat gezeigt, dass sich moderne Konflikte nicht ausschließlich mit den Kategorien des 20. Jahrhunderts beschreiben lassen. Neben Artillerie, Raketen und Panzern prägen kleine und kostengünstige Drohnen das Bild der Kriegsführung. Viele von ihnen basieren auf ziviler Technologie, kosten nur wenige Hundert Euro und sind weltweit verfügbar. Die beachtlichste Tendenz besteht dabei in ihrer demokratisierenden Wirkung: Krieg wird billiger.
Die Entwertung teurer Waffensysteme
Einst galten Kampfpanzer und hochmoderne Luftabwehrsysteme als Symbole militärischer Stärke. Inzwischen können einfache First-Person-View-Drohnen (FPV), die ursprünglich für den Freizeitbereich entwickelt wurden, Fahrzeuge zerstören, Stellungen ausspähen und Soldaten angreifen. Günstige FPV-Drohnen (rund 450 Euro) haben sich im Ukraine-Krieg als hochfunktional erwiesen, um teure Kampfpanzer wie den russischen T-90M (Millionenwert) durch präzise Angriffe zu zerstören.
Der Kontrast könnte größer kaum sein: Einesteils stehen milliardenschwere Rüstungsprogramme, zum anderen Drohnen, die teilweise aus handelsüblichen Komponenten zusammengesetzt werden. Der Ukraine-Krieg hat wiederholt vorgeführt, dass selbst hochgerüstete Armeen Schwierigkeiten haben, sich gegen massenhafte Drohneneinsätze zu verteidigen. Militärische Überlegenheit wird zum Gegenstand der Anpassungsfähigkeit und Produktionskapazität.
Der Krieg als Innovationslabor
Kriege waren schon immer Beschleuniger technologischer Evolutionen. Aber die Geschwindigkeit, mit der Drohnentechnologien derzeit präzisiert werden, ist sagenhaft. Beide Kriegsparteien im Ukraine-Krieg schaffen nahezu im Monatsrhythmus innovative Anwendungen. Drohnen werden zur Aufklärung eingesetzt, dienen als fliegende Munition, unterstützen Artillerieeinheiten oder koordinieren Angriffe in Echtzeit.
Hinzu kommt ein Fortschritt, der bislang hauptsächlich aus der digitalen Wirtschaft bekannt war: die schnelle Iteration. Neue Modelle werden getestet, angepasst und innerhalb kürzester Zeit ersetzt. Damit ist die Front zum Innovationslabor geworden.
Die daraus wahrscheinlich weitreichendste Konsequenz ist die sinkende Eintrittsschwelle militärischer Gewalt. Technologien, die früher Staaten vorbehalten waren, sind nun global verfügbar. Kleine Drohnen lassen sich online erwerben, modifizieren und mit recht geringem Aufwand militärisch nutzen.
Dadurch verändert sich nicht nur das Kräfteverhältnis zwischen Staaten. Auch nichtstaatliche Akteure erhalten Zugang zu Fähigkeiten, die vorher unvorstellbar gewesen wären. Der Krieg wird asymmetrischer und unberechenbarer.
Die Geschichte moderner Konflikte war häufig eine Geschichte technologischer Ungleichheit. Drohnen könnten diese Logik zumindest teilweise umkehren. Nicht länger entscheidet die Größe eines Verteidigungshaushalts über militärische Handlungsfähigkeit, sondern die Fähigkeit, Technologien schnell und flexibel einzusetzen.
Vom Panzer zur Produktionskapazität
Die entscheidende Ressource moderner Kriegsführung könnte weniger im Besitz einzelner Waffensysteme liegen als in der Kompetenz, diese in großer Anzahl herzustellen. Sowohl Russland als auch die Ukraine setzen auf die Massenproduktion kostengünstiger Drohnen. Parallel dazu investieren die USA und China Milliarden in autonome Systeme und unbemannte Plattformen. Kriegsentscheidend ist nicht, wer die beste Drohne besitzt, sondern, wer Millionen davon produzieren kann.
Dieser Fortschritt erinnert an frühere industrielle Revolutionen des Krieges. Bereits im Ersten und Zweiten Weltkrieg erwiesen sich Produktionskapazitäten als militärische Stärke. Im 21. Jahrhundert könnte sich diese Logik in digitaler Form wiederholen.
Wenn Maschinen gegen Maschinen kämpfen
Der Prozess steckt erst in den Kinderschuhen. Staaten experimentieren mit autonomen Drohnenschwärmen und KI-gestützten Systemen. Künftig könnten tausende vernetzte Drohnen miteinander kommunizieren, Ziele selbstständig identifizieren und Angriffe koordinieren. Der Mensch würde so vom unmittelbaren Akteur zum Kontrolleur militärischer Systeme werden. Das Bildes eines Krieges, in dem Maschinen gegen Maschinen kämpfen, wirkt futuristisch. Tatsächlich sind die technologischen Grundlagen dafür längst vorhanden.
Daraus resultieren jedoch kritische Fragen: Wer trägt Verantwortung für Fehlentscheidungen autonomer Systeme? Wie lassen sich Drohnenschwärme kontrollieren? Und was geschieht, wenn diese Technologien außerhalb staatlicher Kontrolle verbreitet werden?
Die Rückkehr der Improvisation
Interessant ist, dass moderne Kriegsführung improvisierter geworden ist. Der technologische Durchbruch führt nicht bloß zu immer komplexeren Systemen. Vielmehr beweist der Ukraine-Krieg, dass Einfachheit und Anpassungsfähigkeit in hohem Maße Vorteile bieten.
In gewisser Weise kehrt ein altes Prinzip zurück: Militärische Innovation entsteht nicht nur in Forschungslaboren und Rüstungskonzernen, sondern auch dort, wo Menschen gezwungen sind, mit begrenzten Mitteln neuartige Lösungen zu finden. Die Zukunft des Krieges könnte weniger von einzelnen Superwaffen geprägt sein als von der intelligenten Kombination günstiger Technologien.
Das Ende der alten Gewissheiten
Der Ukraine-Krieg markiert möglicherweise den Beginn einer neuen Epoche der Kriegsführung. Die traditionelle Vorstellung, militärische Stärke lasse sich primär an der Größe von Armeen und der Komplexität ihrer Waffensysteme messen, verliert an Überzeugungskraft. Billige Drohnen werden Kampfjets und Panzer nicht vollständig ersetzen. Sie verändern dennoch die Bedingungen, unter denen militärische Gewalt ausgeübt wird.
Die Lehre des Ukrainekriegs liegt nicht in der Rückkehr des Krieges nach Europa. Er führt uns allen vor Augen, dass technologische Innovation die Regeln militärischen Einflusses schneller verändert, als politische und militärische Institutionen darauf reagieren können. Die Zukunft des Krieges wird nicht nur in den Hauptquartieren der Großmächte entschieden. Sie entsteht in Werkstätten, Garagen und Produktionshallen. Der Krieg im 21. Jahrhundert ist digital, vernetzt und überraschend günstig.





„Die Lehre des Ukrainekriegs liegt nicht in der Rückkehr des Krieges nach Europa. Er führt uns allen vor Augen, dass technologische Innovation die Regeln militärischen Einflusses schneller verändert, als politische und militärische Institutionen darauf reagieren können. Die Zukunft des Krieges wird nicht nur in den Hauptquartieren der Großmächte entschieden. Sie entsteht in Werkstätten, Garagen und Produktionshallen.“
Absolut richtig, was die Autorin schreibt, aber eine Binsenweisheit.
Die „Werkstätten, Garagen und Produktionshallen“ haben die Weltkriege entschieden.
Militärs und Politiker haben sich i.a.R. stets auf den letzten Krieg vorbereitet, die Beispiele sind Legion.
Die Generale des amerikanischen Bürgerkrieges haben die napoleonische Infanterietaktik angewendet, obwohl die Gewehre viermal weiter und genauer schossen als zu Napoleons Zeiten.
Das Gefecht hat nach Clausewitz zwei Elemente, Feuer und Bewegung. Im ersten Weltkrieg dominierte das Feuer die Bewegung, was die Generale aller Seiten ganz offenbar nicht begriffen haben, nach Erfindung des Panzers kehrte sich das wieder um.
In der Ukraine haben wir, Feuer und Bewegung betreffend, eher die Situation des ersten Weltkrieges.
Der Panzer als Waffensystem, das erste mal eingesetzt 1916 während der Somme-Schlacht, ist gut 100 Jahre alt.
Manche technischen Halbwertzeiten sind sogar noch kürzer, wie der „Dreadnought-Typ“, das Schlachtschiff also, das seine beherrschende Stellung nach noch nicht mal 40 Jahren einbüßte.
Russland als Krieg führende Macht, scheint die Veränderung auf dem Schlachtfeld verstanden zu haben, denn warum sonst bauen sie den modernsten verfügbaren Panzer nicht in Serie? Da werden sie sich wohl etwas bei gedacht haben.
Umso unverständlicher sind die europäischen Beschaffungsprogramme, die Tausende von Panzern produzieren wollen.
Da wird Geld für veraltetes Material aus dem Fenster geworfen.
Kommt mir wie die tibetanische Armee vor, welche die chinesischen Invasoren erwarteten und bei wenigen Hundert Bewaffneten Tausende Fahnenträger mobilisierten.
Was die vorhandenen Produktionskapazitäten anbelangt, so zeigt sich schon lange, das diese auf westlicher Seite vollkommen unzureichend sind. Da drohen die Patriots auszugehen, Artilleriemunition kann nicht geliefert werden, etc. , alles bekannt.
Als die Deutschen vor den beiden Weltkriegen auf dicke Hose machten, hatten sie gewaltige militärische Potentiale zur Verfügung, unsere Regierung hat solche Potentiale aber nicht, machen aber trotzdem auf dicke Hose.
Speer hat mit seinem „Rüstungswunder“ viele Taschenspielereien angewendet, bei der Panzerproduktion z.B. nur die fertiggestellten Typen gezählt, ohne die Ersatzteillage zu berücksichtigen. Die Amerikaner bauten jeden Typ quasi zweimal, einmal fertig, der andere in Teilen, damit die Ersatzteilversorgung gesichert ist.
Das käme zu den Plänen unser Bellizisten noch hinzu.
Hinzu kommt, das nicht nur Produktionskapazitäten aufgebaut werden müssten, sondern man braucht natürlich ausgebildete Belegschaften; wo die denn überhaupt herkommen sollen, steht ebenfalls in den Sternen.
Auch die Amerikaner, die in der Breitenrüstung beängstigend riesig aufgestellt sind, haben ihre Tiefenrüstung offenbar nicht in dem gleichen Maße beachtet, was man an der Kriegführung gegen den Iran beobachten kann, wo Operationen zum Glück nicht durchgeführt werden können, da Munitionsmangel herrscht.
In „Das Deutsche Reich und der zweite Weltkrieg“, heraus gegeben vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, kann man in den beiden Halbbänden Fünf genau nachlesen, wie solche Rüstungssysteme funktionieren,
Solche Systeme hat der Westen gar nicht, selbst die USA nicht.
Russland schon!
In den Werkstätten wird zusammengebaut, was an anderen Orten wie China gefertigt wird. Von der Gewinnung und Aufbereitung der Rohstoffe zum Fertigen von Motoren und Sensoren und Steuerelektronik, China. Russland dürfte in der Lage sein, alles selbst zu fertigen. Aber der Rest der Welt?
Auch der Iran kann vieles tun, sehr viele sehr gut ausgebildete Ingenieure, Rohstoffe und das Interesse, ihr Leben möglichst teuer zu verkaufen.
Und dann haben wir noch etwas, das den Einsatz von Drohnen erst ermöglicht: ISR (Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance) and C2 (Command and Control). Das Milliarden teure Netzwerk aus Satelliten aller Art, Kommunikations- und Kontrolleinrichtungen, die in Echtzeit einen Überblick über das gesamte Terrain bieten. Dazu gehören auch die entsprechenden Einrichtungen, um die Aktivitäten des Gegners zu stören.
Und schließlich die Forschungseinrichtungen, um der anderen Seite einen Schritt voraus zu sein. Wer ganz ehrlich ist,
rechnet noch die Bildungseinrichtungen dazu, die Spezialisten für all das ausbilden.
Somit haben wir auf der einen Seite den Werte Westen, der das ISR und C2-System der USA mit der Drohnenproduktion und deren chinesischer Unterstützung nutzt, und auf der anderen einmal Russland und dann den Iran hier mit russischer und chinesischer Unterstützung, auch im Bereich ISR, daher jetzt sehr zielgenau.
Aus dem Baumarkt ist da nichts.
Wenn es darum geht, andere Menschen ins Jenseits zu befördern und das nicht nur effektiv sondern auch effizient = möglichst kostengünstig, war die Spezies des „Homo sapiens“ schon immer sehr kreativ und erfinderisch. Das ist so gesehen nichts „im Westen nichts Neues“. Aber auch im Osten, Norden oder Süden und auch in der Wertemitte war bzw. ist das so.
Man denke zum Beispiel an das ⚗️🧴 Schädlingsbekämpfungsmittel ☠️🪳🐜 „Zyklon B“, das in der 1920er Jahren von deutschen Wissenschaftlern entwickelt wurde und im Zweiten Weltkrieg von den deutschen Herrenmenschen für den industriellen Massenmord vor allem an Juden, Sinti und Roma, sowjetischen Kriegsgefangenen, aber auch anderen missliebigen Menschen missbraucht wurde.
„Der Krieg im 21. Jahrhundert ist digital, vernetzt und überraschend günstig.“ Sicherlich ist eine Kampfdrohne erheblich günstiger als ein großer Kampfpanzer oder so ein riesiger Flugzeugträger. Bezahlt haben bislang jeden Krieg aber immer noch die Menschen (Kriegsgewinnler ausgenommen): als toten Soldaten 🪖 ☠️🪦, tote Zivilisten 🧑🤝🧑 ☠️🪦 , via Steuern 🪙 oder mit „Sondervermögen“ und Kriegsanleihen 📄 für die Aufrüstung des Militärs, Zerstörung 💥 der Infrastruktur 🏡 🏫 🏠🏢 🏛️🏥 🏡 🌉 🛣️ . Denn das ist auch das Ziel von Kampfdrohnen: den Gegner aka „Feind“ auszuschalten und zu besiegen oder zur Kapitulation zu zwingen.
Merke: Erfindergeist und Technik bringen im Frieden Wohlstand. Im Krieg wird daraus Tod und Zerstörung durch Menschenhand, denn die Menschen sagen den Drohnen immer noch, wen sie wo und wann töten sollen. Jedenfalls ist das bislang so. Es sei denn, skynet und HAL 9000 kommen irgendwann auf die geniale Idee, dass alle Menschen ihre Feinde wären und führen dann einen Drohnenkrieg gegen alle Menschen. Aber das wäre selbstverständlich nur „verschwörungsideologische“ Techno-Dystopie oder?
Hallo, die Autorin blendet bei ihren Überlegungen aus, dass nicht die Ukraine und Russland diesen Konflikt austragen. Man Stelle sich einfach die Ukraine ohne die Finanzierung durch den Westen, ohne das sichere Hinterland Europa und dessen Industrielle und logistischen Fähigkeiten, ohne die Aufklärungsdaten amerikanischer Sattelieten, ukrainische Drohnen und Gefechtsführung ohne Starlink und Palantir. die Autorin scheint mir zu suggerieren, dass die kleine intelligente innovative Ukraine der militärischen Supermacht Russland die Stirn bietet. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Russland führt auf dem Territorium der Ukraine einen Krieg gegen die geballte industrielle, finanzielle, innovative und technologische Macht des Westens. So gesehen mögen zwar die überkommen militärischen Technologien sich verändert haben aber Krieg wird nicht billiger! man achte nur auf die enormen wirtschaftlichen Belastungen für Russland und für den Westen als Konfliktparteien. Starlink, Aufklärungsattelieten und Palantir sind auch mit Nichten Baumarktequipment.
LG
„…die Autorin scheint mir zu suggerieren, dass die kleine intelligente innovative Ukraine der militärischen Supermacht Russland die Stirn bietet….“ Solcherlei Bauchgrimmen habe ich nicht nur bei diesem Artikel. Das ist bei vielen Artikeln der Fall. Nenne das – nur für mich …egal. In irgendeinem Halbnebensatz von vielen – die offenen Türen einrennenden Schachtelsätzen – lauert die eigentlich Traglast, die Impfe, der Zweck der hängenbleiben soll. Wobei das eingangs Zitierte ja noch ziemlich plump ausfällt. Tender is the night …, Love me tender … Minensucher dt. Marine … die wollen alle nur …
Übertreibe ich jetzt? So sicher wäre ich mir da nicht!
Anderes Beispiel gefällig? Bei Hübschen war zu lesen heute, übersetzt hieß es da „… die Unterjochten und zu meuchelnden dürfen nie wieder die Unterjocher bedrohen…“ Wenn das stimmt, dann wird dem Elend nie ein Ende gesetzt werden (können).
Genau so siehts aus! Ohne die miliardenschwere militärische/militärisch nutzbare Infrastruktur des Westens wären diese tiefen Angriffe in russisches Gebiet hinein unmöglich. Und „Baumarktbasteleien“ sind auch die Drohnen selbst nicht mehr. Dann kämen sie nämlich nirgendwo an. GPS-Störungen, Störungen des Starlink-Systems, elektromagnetische Angriffe etc. würden diese Drohnen „blind“ machen. Da steckt also schon viel Know How drin, das man nicht mal so eben aus der Hüfte bastelt.
Hinzu kommt, daß ein Großteil der im Nordwesten Russlands angreifenden Drohnen schon seit Monaten nicht (mehr) aus der Ukraine kommt. Zwar haben einzelne Modelle eine Reichweite, die genügen würde, über Polen und die Baltenstaaten bzw. Finnland hinweg in dne westrussischen Luftraum einzudringen (was auch schon mittelbare Kriegsbeteiligung wäre!), aber allein die Last des dazu mitzuführenden Treibstoffes würde größere Sprengköpfe unmöglich machen. Die starten also offenkundig in einem (oder mehreren) der Baltenstaaten. Kurzer Weg – große mögliche Bombenlast. Die Giftzwerge der NATO spielen also mit dem Feuer, und die große Frage ist, wie lange Russland da noch stillhalten wird.
Aber auch im Westen wird vieles verheimlicht. So ein Angriff auf ein Sammellager der französischen Armee in der Ostukraine vor etlichen Monaten. Laut „Qualitätsmedien“ trafen die Russen nur ein „leerstehendes Wohnhaus“. Am nächsten Tag jedoch wurde der französische Botschafter in Moskau einbestellt.
Apropos Botschafter. Der deutsche wurde ja kürzlich auch einbestellt. Laut „Spiegel“ , um sich über eine Botschaftsmitarbeiterin zu beschweren, die an russischen Tankstellen demonstrierte. Das war zwar auch ein Punkt, aber der entscheidende war die Beschwerde über die mehr oder weniger direkte Beteiligung Deutschlands an den Angriffen auf Russland.
Die Einschläge kommen näher.
Und da ist auch noch das „Mysterium“ um das plötzliche Ableben eines der größten Scharfmacher in Sachen Russenhass in den USA, Lindsay Graham am 11. Juli dieses Jahres. Offiziell war von einem überraschenden Tod in den USA die Rede. Es gibt da aber eben auch die Info, daß er am Tag seines Ablebens in der Ukraine war, um eine Waffen/Munitionsfabrik zu besuchen. Eben jene wurde vom russischen Militär angegriffen.
Das ist zwar „nur“ ein Gerücht, das allerdings in Russland für sehr wahrscheinlich gehalten wird. Und daß ausgerechnet Selenski (und Nethanjahu) zu seinem Begräbnis einflogen, das trotz all der anwesenden Prominenz bis hin zum US-Präsidenten eher im privaten Rahmen und nicht als Staatsakt begangen wurde, ist da nur ein weiteres Indiz.
https://www.tagesschau.de/video/video-1622616.html
Derweil hat Russland in den letzten Wochen praktisch alle Tankstellen und -Lager im Osten der Ukraine zerstört, was die Logistik in Frontnähe beeinträchtigt, und als Antwort auf die wiederholten (und im Westen gefeierten!!) Drohnenangriffe auf zivile (!!) Schiffe im Asowschen Meer jetzt praktisch alle Tiefseehäfen der Ukraine (am Schwarzen Meer) mit Angriffen „stillgelegt“. Zu hören ist davon nur, wenn mal wieder jemand versucht, daraus die ausgelutschte Nummer mit der Ukraine als „Getreidelieferant für das hungernde Afrika“ neu zu beleben. Auch ist die Luftabwehr derzeit fast nicht vorhanden, da offenbar ein Schlag gegen ein Koordinierungzentrum erfolgreich war.
Es läuft also gar nicht gut für Kiew. Aber morgen ist der Endsieg da! Man muß nur fest dran glauben….
Frau Engel belegt den Bildungsstandard deutscher Professoren, sie braucht eine Seite, um aufzuschreiben, was jeder Bauarbeiter in 3 Sätzen erklärt hätte und ansonsten jeder weiß. Zur Tiefe der Erkenntnis wäre der Hinweis hilfreich gewesen, daß die NATO seit 22 vor allem die russischen Technologiekonzerne in diesen Techniken ausbildet und seit 2 Jahren auch in deren Abwehr. Ich schenke Frau Engels den Fakt, daß sich der NATO-Partner Palantir gerade an einem nigerianischen Hersteller beteiligt hat und wir das günstige Gerät bald auf jeder Prinzenhochzeit bewundern dürfen.
So viel hat sich nicht geändert. Auch vor 100 Jahren war am Ende die Produktionskapazität das Entscheidende. Im 2. WK hat Russland mit massenhaft billigen T34 Panzern den teuren deutschen Tiger den Rang abgelaufen.
Auch die Innovationsgeschwindigkeit war im 2. WK unfassbar und das waren auch nur wenige Jahre. Fast alles worauf wir uns heute stützen wurde damals erfunden – Raketen, Marschflugkörper, Überschallflugzeuge, Nurflügelflugzeuge, Radar, …
> Die Entwertung teurer Waffensysteme
Man kann auf Panzer nicht verzichten auch wenns Drohnen gibt die die billig zerstören können. Bereits vor 100 Jahren konnte man Panzer mit einer billigen Panzerfaust zerstören. Drohnen wiederum kann man noch billiger mit ner Kugel oder einer EMP Waffe zerstören. In Panzern kann man aber zb einen Atomschlag in ziemlicher Nähe überleben, das ist derzeit zwar irrelavant, könnte aber mal entscheidend werden, blöd wenn man dann keine hat. Die Fokussierung auf nur ein Teilgebeit wäre ein Fehler.
Ist das ein recycelter Text von anno dunnemal? Das hätte man vielleicht vor zwei, drei Jahren noch mit Interesse gelesen, aber jetzt wirkt es reichlich abgehangen und ich hoffe, dass der Horizont der Autorin nicht auch hier endet.
Dass es sich (mal wieder) um einen Krieg handelt, in dem die industriellen Ressourcen, möglichst große Mengen Munition (oder eben Drohnen, Raketen etc.) möglichst schnell und vor allem günstig herzustellen, entscheidend sind, hat schon das RUSI im Juni 2022 festgestellt:
https://www.rusi.org/explore-our-research/publications/commentary/return-industrial-warfare
Mit den Gemeinplätzen des Artikels lässt sich zumindest auf Overton oder Telepolis sicher niemand mehr hinter dem Ofen hervor holen – aber vielleicht ist das ja bei der Leserschaft von FR und TAZ anders?
Warum werden wichtigere Fragen nicht gestellt?
Auch die KI könnte mir nur sagen, was die Medien berichtet haben.
„Der Mitarbeiter des Flughafens bemerkte die Drohne, die in geringer Höhe über das Vorfeld flog, und brachte sie zu Boden, indem er sie stoppte und die Sicherheitskräfte informierte. Dadurch konnte er einen möglichen Anschlag mit der mit Sprengstoff beladenen Drohne verhindern.“
focus.de tagesschau.de
Die Polizei und die Militärs sagen, sie können keine Drohne abfangen.
Ist der Kerl ein Basketspieler und über 2 m groß mit ganz langen Armen oder hatte der eine Fliegenklatsche?
Es wäre eine professionell gebaute Drohne, aber der Zünder versagte.
Hatte die eine Kamera?
Oder hatte der BND einfach nur lange Weile und hat Drohnen fliegen geübt?
Vermutungen, aber das was man weiß, das wird gar nicht erst gesagt, ;-o
Oder folgt bald eine Meldung in der New York Times, dass der Iran in Deutschland den Dschihad vorbereiten wollte?
Ob Putins Generäle Idioten sind?
Weiß ich nicht.
Aber eine mit Waffen beladene Antonow wäre sehr effizient in der Ukraine beim Landeanflug abzuschießen.
Da würde der Flugplatz gleich mit beschädigt und unbrauchbar.
Die Russen haben sich für das Versenken von Schiffen entschieden. Diede haben eine viel größere Transportkapazität, sind aber sicher sehr aufwendig in der Reparatur, sofern die nach dem Angriff überhaupt noch schwimmfähig sind.
Drohenabwehr ist nicht unmöglich, einfach eine Atmbombe zünden. Ist hat eine ziemllich große Fliegenkltsche.
Oder man nimmt gleich Leitstand und Kommandozentrale ins Visier, bevor ein Drohneschwarm gestartet werden kann.