Der Kanzler mit den feuchten Augen

Kleenex im Kanzleramt, KI-generiert
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Friedrich Merz weint wieder – und die Öffentlichkeit soll darin Menschlichkeit und Stärke erkennen. Doch ein Bundeskanzler ist nicht gewählt worden, um Gefühle vorzuführen, sondern um ein Amt auszufüllen. Helmut Schmidt wusste noch, worin der Unterschied besteht.

Da hat es der Bundeskanzler abermals getan: Geweint – diesmal bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin. Der wird jährlich von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung für herausragende Schulqualität vergeben. In diesem Jahr gewann die Bertha-von-Suttner-Schule aus Mörfelden-Walldorf, eine hessische Gesamtschule. Der Bundeskanzler war geladen, um den Hauptpreis in Höhe von 100.000 Euro zu übergeben. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung im Studio Berlin, wo die Veranstaltung aufgezeichnet wurde. Schulfunktionäre und Schüler jubelten – und sie applaudierten dem Kanzler frenetisch. Lehrer und Schulleiterin warfen sich ihm gar vor Freude an den Hals. Friedrich Merz schien diese gute Laune sichtlich zu genießen. Nachdem ihn alle geherzt hatten, wischte er sich mit einem Taschentuch die Tränen aus dem Gesicht.

Einige Medien griffen den Vorfall auf. Als Grund für seine emotionale Reaktion nannten sie, dass er sich wohl in dieser unbeschwerten Runde endlich einmal wertgeschätzt fühlte. Die Preisverleihung ist schließlich ein annähernd politikfreier Raum, dort wälzt keiner die Probleme, die das Kabinett Merz forciert und erzeugt. Fernab politischer Realitäten simuliert man beim Deutschen Schulpreis, dass das deutsche Bildungssystem ja doch noch ganz in Ordnung sei – dort macht man auf Hochglanz, der graue Schulalltag bleibt außen vor. Friedrich Merz trat in jener Atmosphäre also befreit vom Ballast seiner bröckelnden Koalition und Kanzlerschaft auf. Keiner buhte und niemand kritisierte seine politische Vorgehensweise – zu hohe Energiepreise, Steuergelder in Milliardenhöhe für die Ukraine oder Aufrüstungswahn bei anhaltender Sozialstaatsverdrossenheit: Alles kein Thema auf der Bühne an diesem Vormittag. Stattdessen Liebkosungen für einen, den offenbar kaum noch einer lieb hat.

Ein Kanzler, der nah am Wasser gebaut hat

Nur noch zehn Prozent der Bundesbürger sind mit der Arbeit dieses Bundeskanzlers zufrieden, zeigt der ARD-Deutschlandtrend in seiner letzten Auswertung. Dieser Wert ist der Tiefpunkt einer ganzen Reihe von Beliebtheitsumfragen, die allesamt am unteren Ende der Skala angesiedelt waren. Aber beim Schulpreis war für einen Augenblick alles anders, war alles ganz so, wie es sich Friedrich Merz ausgemalt hat, als er in den Jahren vor seinem Amtsantritt von seinem großen Ziel, dem Kanzleramt, träumte. Die Menschen würden ihm in diesem Traum zu Füßen liegen, seine Nähe schätzen, sich mit ihm freuen: Deutschland, ein idyllischer Ort, an dem freudentrunkene Bürger so begeistert sind, dass sie ihren Friedrich, den Mann ihrer Gunst, in die Arme schließen. Für einen, dessen Lebensrealität vollkommen anders aussieht – so ganz anders als das, was er sich vorgestellt hatte, bevor er Kanzler wurde –, muss dieser Schulpreis eine wundervolle Abwechslung gewesen sein. Für einige Augenblicke tauchte er in ein Szenario ein, das ihm wie sein Sehnsuchtsort vorkommen musste. Dass ihn dieser Moment rührte, muss also sicher auch vor dem Hintergrund seiner Enttäuschung über das Volk betrachtet werden. Denn Friedrich Merz moniert zwar häufig, dass es zu viel Nörgelei im Lande gebe, aber gleichzeitig nörgelt er nicht minder oft über die Bürger, die nicht zu schätzen wüssten, was er und seine Regierung eigentlich bewerkstelligen. Wie gerne hätte er ein Volk, das ihn würdigt – bei jener Preisverleihung fand er endlich dieses Volk, jedenfalls für eine kurze Zeitspanne.

Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Immer wieder konnte man sehen, wie dieser Bundeskanzler um Fassung ringen musste. Im September 2025 besuchte er die Münchner Synagoge zu ihrer Wiedereröffnung. Er sprach dort über seine Scham angesichts der nationalsozialistischen Verbrechen und über die Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander, deren Familie den Holocaust überlebt hatte – dann brach ihm die Stimme, er rang einige Sekunden, sprach dann in gedrückter Tonlage weiter. Der Bundeskanzler zeigte Emotionen. Einige Medien fanden dafür auch lobende Worte, schließlich gehe Anteilnahme nur so. Am Ende sei dieser Regierungschef ja dann doch empathisch, auch wenn seine Kritiker gerne das Gegenteil behaupteten. Im Dezember 2025 dasselbe emotionale Bild, nur in einer anderen Stadt – in Berlin sprach er auf dem deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum. Erneut brach ihm die Stimme, abermals rang er gegen die Tränen an. Offenbar übermannte ihn ein Satz, den er gleich zu Beginn seiner Rede platzierte: »Manchmal wache ich morgens auf und ich denke einen kurzen Augenblick: Ist das alles nur ein böser Traum?«

Nein, es ist kein böser Traum – leider. Teile dieses vermeintlichen Alptraumes könnten allerdings verunsichern, denn dieser Krieg war nicht einfach in der Welt, man wachte nicht einfach auf und er war da. Es gab Ursachen und eine Vorgeschichte. Und es gibt Strukturen, die ihn am Leben halten – und die in weiten Stücken von Berlin aus bedient werden. Steckt am Ende gar ein wenig Traurigkeit über diese kriegsfördernde Rolle seiner Bundesregierung in den Tränen, die er auf dem Forum zu unterdrücken versuchte? Das kann man nicht wissen – was man jedoch wissen kann: Die Welt blickte auf einen deutschen Regierungschef, der seine Gefühlslage nicht ganz im Griff hatte. Merz‘ Biografin Miriam Lau führt dieser Tage in den Medien noch einige Fälle auf, bei denen der Bundeskanzler heulte – oder zumindest kurz davorstand. Kein Bundeskanzler vor ihm hatte so oft feuchte Augen – man erinnert sich eigentlich an gar keinen, der jemals so um Fassung ringen musste. Bis neulich galt es nicht als Leistungsnachweis einer Kanzlerschaft, wenn man hier und da, am besten aber an den richtigen Stellen, von Gefühlen gepackt wurde – ja, es gab sogar mal eine Zeit, in der man unbedingt vermeiden wollte, dass ein ranghoher Politiker öffentlich weint.

Der Vertraulichkeitskanzler und der Fast-Food-Maggus

Eine Weile lang galt der »heulende Merz« noch als Sensation. Aber mittlerweile hat sich die deutsche Öffentlichkeit daran gewöhnt, dass sie einen Regierungschef aushalten muss, der offenbar zu nah am Wasser gebaut hat. Seine Tränen in der Synagoge wurden öffentlich kaum kritisiert, vermutlich hatte sich der Medienbetrieb in seiner Blase mehr oder weniger darauf verständigt, dass man einen Kanzler, der im Angesicht der deutschen Geschichte weint, durchaus lobend hervorheben sollte. So fand Ulrich Pick vom SWR, dass »das Verhalten des Kanzlers angemessen, respektabel und zudem authentisch« gewesen sei – der Artikel ist auf der Website leider nicht mehr abrufbar, die zitierte Passage lässt sich jedoch weiterhin über den Suchmaschinenindex nachvollziehen. Klaus Hillenbrand von der taz lobte ausdrücklich die Glaubwürdigkeit der Kanzlertränen – und die FOCUS-Chefredakteurin verlegte sich auf plakative Worthülsen und gratulierte zum Mitgefühl, das Hass und Angst überwinde. Ist man einem ein Regierungschef emotional näher, viel vertrauter vielleicht sogar, wenn er auch mal Gefühle zeigt, wenn er öffentlich weint und zu seinen Tränen steht? Diese Frage beschäftigte mal für einen Augenblick die NDR Talk Show in einer Ausgabe aus dem Jahr 1986. Damals zu Gast: der Altkanzler Helmut Schmidt, vier Jahre nach seinem Rückzug aus dem Kanzleramt.

Schmidt zeigte sich damals bestens aufgelegt, eloquent und witzig – Qualitäten, die wir heute freilich von einem Spitzenpolitiker nicht mehr erwarten dürfen. An einer Stelle spricht ihn Moderator Hermann Schreiber auf jene Tränen an, die Schmidt nach dem Deutschen Herbst vergossen haben soll – nicht öffentlich, wohlgemerkt, und die deutsche Öffentlichkeit wusste lange auch nichts davon. Irgendwann nach seiner Kanzlerschaft hatte Helmut Schmidt bestätigt, dass es so gewesen sei. Schreiber fragt ihn nun, warum er das erst mit dem Abstand zum Amt publik gemacht habe. Schmidt erwidert, »dass jemand, der im Amt eines Regierungschefs ist, […] nach Möglichkeit der öffentlichen Meinung seines Heimatlandes nicht mit Tränen im Knopfloch vorgeführt werden sollte«. An dieser Stelle hakt Co-Moderatorin Marie Louise Steinbauer jedoch ein, sie sehe das ganz anders, teilt sie im leicht aufgeregten Ton mit. Ein Staats- oder Regierungschef wäre ihr nämlich viel näher, viel vertrauter, sie würde ihn auch weitaus mehr schätzen, wenn er auch mal Emotionen zeige. Hanseatisch trocken erwiderte der Altkanzler: »Ich glaube Ihnen das – auf der anderen Seite ist seine Hauptaufgabe nicht, Ihnen vertraut vorzukommen.«

Großes Gelächter im Studio. Dabei hatte Helmut Schmidt hier nicht nur einen Witz gemacht, sondern etwas ganz Substanzielles thematisiert: Er skizzierte mit seiner schnodderigen Erwiderung, dass zwischen dem Menschen und dem Amt, das dieser Mensch ausfüllt, eine Diskrepanz bestehe, ja zu bestehen habe – dazu kommen wir gleich noch genauer. Im Laufe der letzten Jahre hat sich allerdings ein neues Gefühl oder eine neue Wahrnehmung etabliert – oder wurde etabliert, quasi als Teil einer Agenda –, wonach ein Politiker immer auch ganz nah an der Emotionalität ausgerichtet sein sollte. Die sogenannten sozialen Netzwerke haben eine solche neue Schwerpunktsetzung sicherlich begünstigt, denn plötzlich lassen auch hochrangige Politfunktionäre zu, dass man ihnen ganz nah kommt. Der Content Creator aus der Münchner Staatskanzlei etwa, bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Markus Söder, lässt das Publikum an allerlei Nichtigkeiten seines Alltages teilhaben: Vom Spaziergang am See bis zum Burgerverdrücken bei McDonald’s. Söder will auf diese Weise zeigen, dass er ein ganz normaler Mensch ist, dessen Leben von Dingen bestimmt ist, die auch in einem zivilen bürgerlichen Leben von Bedeutung sind. Was dabei verwischt wird: Söders Menschsein, seine Gefühlslagen und Vorlieben, seine Wünsche und Ängste etwa, sind nicht Gegenstand der politischen Ordnung, in der er sich als gewählter Vertreter bewegt. Seine Regungen sind Privatsache – er ist aber nicht als Privatmann gewählt worden, sondern weil er in Aussicht stellte, eine gewisse systemische Funktion erfüllen zu wollen. Seine Hamburger, seine Wanderschuhe und seine etwaigen Tränen – hat er je öffentlich geweint? –, sind nicht Gegenstand seines Ministerpräsidentenamtes.

Würde statt weinen

Man könnte nun auch einwenden, dass Markus Söder das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten als Trittbrett missbraucht, um seine Persönlichkeit als Mensch in die Welt hinauszutragen. Ohne dieses Amt, ohne das Mandat, das er vom Wähler verliehen bekommen hat, würde sich wohl kaum jemand um dieses banale Bürgerleben scheren. Erst das Amt gibt ihm die Möglichkeit, als Mensch aus dem Hintergrund zu treten, sich »da Maggus« zu zeigen, als fränkischer Bürgersmann, der lebt wie mehr oder weniger alle leben. Darin steckt mehr als die Ausnutzung eines politischen Amtes zu privaten Zwecken – auch wenn man natürlich erklären würde, dass das alles gar nicht privat ist, sondern Teil des »politischen Geschäftsmodelles«. Dieses Vorgehen entweiht das politische Amt und pinkelt der Würde des Amtes unmittelbar ans Bein. Denn Söder drängt dem Amt seine persönlichen Befindlichkeiten auf, zerrt es in die Zivilität, in der es eben nicht sein dürfte – es ist keine Privatsache, sondern geht weit darüber hinaus: Es ist ein öffentliches Amt, eine Funktion, die den Anspruch erfüllen sollte, über den allzu menschlichen Regungen zu stehen. Staatsämter, auch auf niederer Ebene, werden natürlich von Menschen ausgefüllt – aber die Person hat hinter der Funktion zurückzutreten. Soweit das Ideal.

Vor diesem Hintergrund sollte man Institutionen wie Uniformen oder Roben betrachten. Wer vor Gericht zitiert wird, der sitzt vor einem menschlichen Richter – aber das ganze Setting der im Saal versammelten Juristen ist der Banalität des Alltäglichen enthoben, denn alle laufen sie in Roben herum – in Großbritannien kommen sogar noch Perücken dazu. Das Tragen solcher Umhänge sollte einst – und sollte es noch immer – betonen, dass hier nicht einfach Menschen über einen Angeklagten richten, sondern ein staatlich legitimiertes Amt vorsitzt, eine vom Gemeinwesen geschaffene Institution, die mehr als die Summe der sich hier einfindenden Personen ist. Die im Gericht tätigen Menschen treten zurück, sie fungieren als Funktionsträger – mit dem Menschen, der hintangestellt werden soll, hofft man auch, Befindlichkeiten und persönliche Emotionen aus dem Gerichtssaal zu verbannen. Dass das nicht immer funktioniert, muss wohl nicht gesondert erwähnt werden – aber der Anspruch steht im Raum, an ihm muss man sich messen lassen. Der Richter ist ein fehlbarer Mensch, aber seine menschliche Gefühlslage ist keine Messeinheit, mit der er über andere zu richten hat. Seine Entscheidungen sollten darüberstehen.

Nun tragen Politiker keine Roben – auch Bundeskanzler nicht. Vielleicht sollten sie es aber tun, um stets daran erinnert zu werden, dass das Amt, das sie bekleiden, nicht durch das Schaulaufen ihrer menschlichen Regungen belästigt werden sollte. Sie fungieren als Funktionsträger, die Emotionen sollten so gut es geht kanalisiert werden. Ein unpersönlich geführtes Amt ist das Ideal – nicht nur, weil die Bevölkerung einen weinenden Regierungschef als schwächlich empfinden könnte, sondern auch, weil die Amtsführung ein solches Banalisieren auf Dauer nicht aushalten kann. Bürgernähe ist freilich ein Wert, über den heute gesprochen werden muss, denn obgleich die politische Klasse immer stärker die emotionale Karte spielt, um sich bei der Wählerschaft anzubiedern, findet parallel dazu ein Abschottungskurs von der Wirklichkeit des bürgerlichen Alltags statt. Ein Amt jedoch, das durch Tränen aufgeweicht wird, verträgt keine Bürgernähe auf Grundlage feuchter Augen. Hier braucht es nüchterne Distanz, die dem heutigen Emo-Gehabe der postbürgerlichen Klientel – ein bekannter deutscher Journalist nennt sie »Shitbürger« – entgegensteht und die demgemäß auf Kritik stößt. Wer Ämter emotional aufweicht, delegitimiert auf seine Weise den Staat – er macht ihn banal, profaniert die Amtsweihen und sorgt am Ende eben nicht für mehr Vertrautheit, sondern sorgt dafür, dass das Amt zu einer Hanswurstiade wird. Ob dann am Ende Friedrich Merz wirklich gerührt ist oder nur vorgibt es zu sein, wie ihm manche Kritiker ebenso emotional geleitet unterstellen, ist eigentlich gar nicht mehr von Belang.  Ob echte oder nur Krokodilstränen: Ein Bundeskanzler sollte nicht vor der Öffentlichkeit weinen. Tut er es doch, so degradiert er das Amt, das er ausfüllen sollte, zu einer Peepshow der Gefühle.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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61 Kommentare

  1. Mir kann der Kanzler heulen, soviel er will. Ich finde es unerträglich, dass unsere Medien es fordern, dass er es tun muss. Das verdammt nochmal ist nicht ihre Aufgabe, moralischer Sittenwächter dr Nation zu sein. Ich glaube sogar, dass die Tränen echt sind, denn gewisse Situation erzeugen sie. Nur extrem gering empathische Menschen können sich dem entziehen. Aber die Tränen sind Heuchelei, wenn an anderen Politikfeldern der gleiche Kanzler brutal Konzerninteressen durchsetzt (Rente, Pflege, Steuern, Aufrüstung).

    1. Das ist das TINA-Prinzip mit menschlichem Antlitz. An den Einstellungen und Zielen von Merz wird sich nichts ändern. Ein paar Tränen und es wird enorm schwerer, ihm vorzuwerfen, dass es sich von nichts rühren lässt, dass er kalt wäre.

      Der kühl kalkulierende Politiker ist natürlich sein Idealbild, aber jetzt ist er verzweifelt. Bevor das offen sichtlich wird, zeigt er immer wieder mal Tränen.

      Das war eine Frage der Zeit, bis sein Beraterstab auf die Idee kommt. Das wird ihn vielleicht nicht retten, aber ihm helfen.

  2. Merz erinnert immer mehr an den Ritter von der traurigen Gestalt… Als „NormalbürgerIn“ versucht man doch auch, seine Gefühle in den Griff zu bekommen und nicht bei jeder Kleinigkeit zu weinen (auch als Frau).

    1. Der „Normalbürger“ kam mir hier auch unweigerlich in den Sinn, von dem wird schließlich auch erwartet, daß er seine privaten Animositäten im Job draußen läßt und sich professionell verhält.

  3. Es ist doch immer wieder schön, wie wir an unseren Politikern hängen.
    Da schleppt einer unser Geld ins Ausland weg, damit es auf Umwegen die Rüstungspapiere stärkt,
    und wir sorgen uns um seine Tränen.
    Welchen Mist er auch macht, der Mann soll das gefälligst mit Würde tun.

    1. Psst, nicht so laut.Denn wenn man lang und breit über „besondere“ vergossene Tränen schreibt,umgeht man zwar (un)gekonnt, aber für Viele zufriedenstellend das tatsächlich Schreibensnotwendige und -werte.

    2. Psst, nicht so laut.Denn wenn man lang und breit über „besondere“vergossene Tränen schwadroniert,umgeht man zwar (un)gekonnt, aber für Viele zufriedenstellend das tatsächlich Schreibensnôtwendige und-werte.

  4. Als Chef des Landes mit der größten Bildungsungerechtigkeit aller OECD-Staaten hat der Kanzler allen Grund zu flennen, wenn er eine Schule betritt.
    Ich habe aber einen Vorschlag, wie Merz seine vermurksten Baustellen auf einen Schlag los wird. Rücktritt und Neuwahl wäre keine Lösung, es war vorher nicht viel Besseres und es wird auch nichts Besseres hinterher kommen.
    Nach mindestens 5 Jahrzenten kontinuierlichen Versagens scheint es mir als einzige Möglichkeit das Land aufzuteilen. Der Westen sollte dem funktionsfähigen Staat Luxemburg angeschlossen werden, der Südwesten der Schweiz und der Südosten Österreich. Nördlich des Limes kenne ich mich weniger aus, aber Großreich Dänemark könnte eine Option sein.
    Freilich wird man in den angeschlossenen Gebieten über den Zeitraum einer ganzen Generation auf die Beteiligung an Wahlen verzichten. Die Gefahr, dass dort jeweils eine Bundesrepublik 2.0 entstünde, wäre zu groß. Zunächt müssten Bildung und die Erfahrung des „guten Lebens“ manifestiert werden. Die Selektion von Bildungswegen nach Klassenzugehörigkeit, anstatt Begabungen, hat nicht nur zur dem statistisch erwartbaren Versagen in den MINT-Fächern geführt, es hat auch musische und Geisteswissenschaftliche Laufbahnen denen eröffnet, die hierfür wiederum völlig ungeeignet waren.

    1. Apropos!

      Der Schulpreis ging ja an diese Schule, und zwar unter anderem mit einer interessanten Begründung bezüglich deren Lehrtätigkeit:

      „Begründet wurde die Entscheidung mit dem »reflektierten Umgang mit Digitalität und Daten«. Die Schule nutzt laut Jury etwa Daten zur Steuerung von individuellen Förderprozessen und verwendet Künstliche Intelligenz in »beeindruckender Virtuosität« als Lernwerkzeug. “

      https://www.zeit.de/bildung/2026-09/deutscher-schulpreis-2026-preisverleihung-merz

      Also ich habe da gewaltige Bauchschmerzen.

      1. Insofern auch nochmal lustig, da „Mörfelden-Walldorf“. Nun ist es so, dass Kinder aus Familien wo man in Unternehmen der Softwareentwicklung zu Reichtum gekommen ist, typischerweise Waldorfschulen besuchen. Dort herrscht Smartphoneverbot und Computer sind verpönt. Man lernt u.a. die Steinerschen Bildungsinhalte und Deutsch (!!!). Dies stößt im Speziellen nicht nur auf Zuspruch, aber es gibt auch keine wirklichen Alternativen – so die Aussage aus einem dortigen Alternativmilieu.
        Richtig aufhorchen ließ aber ein Bericht über die deutschen Waldkindergärten, wo sich die Kleinen immer in Wind und Wetter aufhalten, wo auf einem Feuer selbst gekocht wird. Wo es keine auch keine Toilette gibt und stattdessen eine Schaufel. Da war man sich einig, würden individuellem Grundlagen angelegt, größtmögliche Irrtümer und Fehler im späteren Leben zu vermeiden.

        1. Mörfelden-Walldorf (Hessen, hinter dem Frankfurt Flughafen, an der Startbahn-West halblinks abbiegen) verwechselt mit Walldorf (Baden-Würt. und SAP Headquarter)?

      2. Ich kann Ihnen nach 30 Jahren Lehrer-Sein an einer Grundschule versichern, dass KI – als Lernhilfe richtig (!!!) eingesetzt – durchaus dazu beitragen kann, die immer nötiger werdende Individualisierung beim Lernen zu vereinfachen bzw in vielen Fällen erst zu ermöglichen. Besonders beim individualisierten Üben im Lesenlernen und Rechnen, aber für Kinder ohne Deutschkenntnisse auch beim Erlernen der Sprache, kann sie unglaublich hilfreich sein. PC und KI sind Werkzeuge wie Hammer und Meißel, man kann damit prima Dinge tun oder Menschen umbringen. Das Problem ist mehr, dass sich in D keiner findet (weil es nicht bezahlt wird), der vernünftige Programme schreibt und man das entweder selbst macht oder warten muss, bis einer der Tech-Riesen etwas halbwegs Brauchbares verzapft. Mir scheint auch, dass keinem der „Entscheider“ etwas daran liegt, mal Lehrer zu fragen, was sie in dieser Hinsicht bräuchten oder gerne hätten. Und so sieht dann auch die „Fortbildung“ in diesem Bereich aus.

        1. Mich stört an „KI“ vor allem, dass das Frontend stets einem menschlichen Ansprechpartner simuliert. Man kennt das ja schon von Siri, Alexa etc. und ich sehe besonders im Hinblick auf Kinder kritisch. Die dahinterliegenden Anwendungen haben damit nichts zu tun, im Gegenteil könnte man funktionaler Oberflächen gestalten, die unmittelbarere Ergebnisse liefern, man könnte beispielsweise zu einer Recherche statistische Parameter vorgeben und so das Ergebnis schärfen. Fatal auch in Unternehmen. In einem solchen, das ich sehr gut kenne, haben sich ein gutes Dutzend Prozesse eingeschlichen, die jeweils separat sich teils überdeckende Gegenstände behandeln. Anstatt das Chaos zu entflechten, glaubte man dies über eine KI in den Griff zu bekommen – Glauben an eine KI, das ist die nächste Stufe und wir haben sie längst erreicht.

          1. „Mich stört an „KI“ vor allem, dass das Frontend stets einem menschlichen Ansprechpartner simuliert.“
            Ich denke nicht, dass das ein wirkliches Problem ist, vor allem nicht bei Kindern im GS-Alter, wo es vermutlich eine günstigere Lernatmosphäre schafft (wenn man es mit Klickibunti nicht übertreibt). Kennen Sie den Film „Castaway“ mit Tom Hanks, wo er einen Volleyball zu seinem Kumpel „Wilson“ umfunktioniert? Kinder (auch manche Erwachsene) können ein Stück Holz in eine Puppe und diese in ein sprechendes Wesen verwandeln. Das ist m.E. nur dann schädlich, wenn solche „sozialen Kontakte“ die wirklichen verhindern (was durch „social media“ ja tatsächlich tagtäglich passiert, weil Kids vor dem Screen „geparkt“ werden, um nicht zu stören), aber dies im Griff zu haben ist Aufgabe des Lehrers. Es geht darum, Dinge, die nun mal da sind und hilfreich sein können, *sinnvoll* zu nutzen und dort, wo sie gefährlich sind, mit „guten“ Alternativen zu verdrängen. Davon sind wir an Grundschulen (nur dort kenne ich mich aus, vermute aber, dass es in vielen anderen Bereichen ähnlich sein könnte) meilenweit entfernt.

            1. Von KI und generell von Bildschirmen und Maschinen in der Grundschule halte ich überhaupt nichts. Ich halte viel mehr von humanem und humanistischem Umgang und der Vermittlung von grundlegenden Kulturtechniken.
              Denn was Hänschen nicht lernt kernt Hans nimmermehr.
              Und im Umgang mit der KI lernt man abgesehen vom falschen, nämlich dass Mensch und Maschine ähnlich wären, überhaupt nichts, und schon gar nichts Grundlegendes das man in höherem Alter nur schlecht erlernt.
              Es gäbe so viele sinnvolles was man Kindern beibringen oder sich selbst beibringen lassen könnte.
              Die Kinder haben tausend mal mehr von einem einzelnen Ausflug in einen Tierpark oder Bauernhof als von jedem KI Inhalt.
              Wenn Lehrer, noch dazu Grundschullehrer schon so ticken wundert mich der „Pisa“ Niedergang überhaupt nicht mehr, und ich stelle auch öfters in Foren wie diesen fest dass es Erwachsenen an grundlegendstem Allgemeinwissen mangelt das wir ganz selbstverständlich in der Grundschule gelernt haben.

            2. Aber genau das macht doch den Unterschied, dass Kinder sich ein Gegenüber imaginieren und so lernen sich in verschiedenen Rollen auszuprobieren. KI (bzw. die dahinter stehende Profit-Organisation) versucht den Unterschied zwischen Imagination und Wirklichkeit verschwimmen zu lassen.

              1. Wir reden hier aber davon, dass die KI einem Kind in einem festgesetzten Zeitrahmen beim Lesenüben o.ä. hilft, nicht davon, dass sie es Tag und Nacht begleitet.
                Das o.G. wird teilweise ja an Schulen von Studenten oder sonstigen Hilfskräften, die zur Differenzierung eingesetzt werden, erledigt. Glauben Sie mir: allerhöchstens 10% der bei mir eingesetzten HiWis haben das auch nur annähernd so gut hinbekommen wie eine gut programmierte KI das könnte (die hätte nämlich mein Wissen, 1000 mal so viel Geduld und ihre Mimik und Gestik völlig im Griff – da sie beides nicht hätte). Und wenn meine Kids am PC geübt haben, war ihnen schon klar, dass das eine Maschine ist (man kann auch die KI ja so einstellen, dass sie weniger „menschelt“). Lösen Sie sich einfach mal von der Vorstellung, KI sei nur das, was Sie im Browser sehen.

    2. Also ich wäre für einen mitteleuropäischen Staatenbund aus den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Südtirol (Italien) mit einer länderübergreifenden Verfassung für Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit und Einigkeit.

  5. Die Tränen des Reichskanzlers sind nicht das Problem. Auch die fehlenden Reichsinsignien sind es nicht, Gott behüte!

    Die Würde des Amtes? Nach Helmut mit den Schwarzen Koffern und dem Grossen Ehrenwort? Nach Schlächter Gerhard, der sich am Wahlabend betrank? Nach Mutti Beimer und Olaf dem Grinser?

    Das Problem sind nicht Tränen, das Problem ist die Politik. Das Problem ist Korruption. Das Problem ist das Wirtschaftssystem, das korrumpiert.

    1. Ich glaube ja auch nicht, dass dem Mérz die Tränen kommen, wenn er die Rente kürzt, die Gesundheitsvorsorge zusammenstreicht, Arbeiter und Angestellte entrechtet oder Behinderte unter den Bus wirft.

      Naja, vielleicht kommen ihm die Freudentränen ob der gesparten Kosten, die demnächst bei seinen Kumpanen auf den Konten liegen.

    2. Ja!
      Wir sollten anfangen die Systemfrage zu stellen, nicht die Personalfrage (btw .. das Personal ist nicht mehr zu therapieren). Langsam fange ich an bestimmte Vorgänge der Vergangenheit zu verstehen. Mit dem System können wir nicht verhandeln, es sieht bzw hört uns nicht.

  6. Bei Merzens Tränen liegt vermutlich ein Fall von Selbst-Suggestion vor, wie bei Kleinkindern, die sich ein bisschen wehtun, anfangen zu heulen und sich da hineinsteigern, während der körperliche Schmerz schon wieder nachlässt.

    Als Erwachsener kann man diese Selbst-Suggestion durchaus üben, damit es nicht wie Schauspielerei aussieht. Ich nehme ihm nicht ab, dass sie spontan über ihn hereinbricht.

  7. Tja, jede Menge Leute haben Grund zum heulen.
    Bei denen sagt man dann, hab dich nicht so.
    Die Suizidrate in Deutschland ist im steigen.
    Die Regierung, regieren die wirklich oder tun die nur so, sagt weiter wie bisher.
    Inkompetenz gepaart mit Wehleidigkeit ergeht sich in Selbstmitleid und Weltenschmerz.
    Das ist der aktuelle Zusand in Deutschland.

    1. Ist mir egal ob der TAZ zum Tod von Schleyer etwas einfällt – mir kommen die Tränen das man diesem ehemaligen NAZI-Unterstüzer seit Jahrzehnten soviel Tränen nachweint.

      1. So sind sie, die heutigen Antifa-Bundesbürger. Mit Merz und Baerbock auf einer Wellenlänge. Wir müssen ja UNSERE Demokratie retten, sagen Antifa und Merz.

    2. Sssähr got beobachtet!

      Aus der Rubrik „sogar bei Wikipedia“:

      „Während der NS-Zeit diente er als SS-Offizier und erreichte den Rang eines SS-Untersturmführers.“

      „Am 1. April 1943 trat er als Sachbearbeiter in den Zentralverband der Industrie für Böhmen und Mähren ein. Der Verband war unter anderem für die Arisierung der tschechischen Wirtschaft und die Beschaffung von Zwangsarbeitern für das Deutsche Reich zuständig. Hier wurde er später Leiter des Präsidialbüros und persönlicher Sekretär des Präsidenten Bernhard Adolf.“

      „Aufgrund seines Ranges als SS-Untersturmführer war Schleyer drei Jahre lang in Baden interniert. Am 24. April 1948 kam er frei. Sein Entnazifizierungsverfahren endete mit der Einstufung als Minderbelasteter, wogegen er Widerspruch einlegte.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Martin_Schleyer

      So. Und nun ab auf die Blockliste (Grüße an die Haubitze!).

  8. Dann soll er sich mal richtige Tränen anschauen all der Mütter mit ihren sterbenden Kinder im Arm .Black Rock Merz kann da am Besten seinen Anteil zur Schau stellen.

    1. Vollkommen richtig.

      In der Ostukraine sterben heute wieder über 1000 Männer und rufen in den letzten Sekunden ihres Lebens nach ihren Müttern.

      Tränen bei Merz? (vielleicht haben ja deutsche Drohnen geholfen?)

      Nur die Mütter und Väter weinen.

    2. Dagmar: Es könnten schon sehr balb auch bei deutschen Mütten die Tränen fließen.
      Letzte Nacht wurde St.Petersburg mit Drohnen angegriffen. Sieht man sich die Lage
      derStadt einmal auf der Karte an, fragt man sich schnell, auf welchem Wege die dort
      hin gekommen sind. Die Ukraine liegt recht weit entfernt und das die drohnen diese
      große Strecke über russisches Gebiet geflogen sind ist mehr als fraglich. Es fehlt nur
      noch der kleine Funke zum großen Krieg.

  9. „Da hat es der Bundeskanzler abermals getan: Geweint – diesmal bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin.“

    Ja, aber bitte keine falschen Schlüsse ziehen! Vielleicht wurde ihm ja kurz zuvor zugeflüstert, dass zum Beispiel irgendwo auf der Welt ein reicher Steuerhinterzieher verhaftet wurde?

    1. Alexander: Ich halte es auch für sehr wahrscheinlich, dass da ein anderer Grund vorlag.
      Es könnte sein das ihm die tränen kamen, weil man mangels Kerosin seine Flugzeuge
      nicht mehr für den Norfall volltanten konnte. Oder das ihm Elendski zu wenig Koks mit
      gegeben hatte, trotz der überreichten Milliarden. Wer weiß?

      1. Oder er musste plötzlich daran denken, dass Hayek tot ist! Oder ihm wurde schlagartig bewusst, wieviel Geld er jetzt haben könnte, wenn er in der Schule besser aufgepasst hätte.

  10. Friedrich Merz beteuert einerseits seine Hingabe gegen Rechtsextremismus und gegen Antisemitismus, anderseits hat er kein Problem damit, dass Stepan Bandera, der Leiter der von ihm gegründeten OUN-B, die für die Massaker in Lviv an den Juden verantwortlich war, in der Ukraine als Held gefeiert wird.

    So ein Verhalten kann unmöglich ehrlich sein, deshalb stellt sich die Frage, wieso Merz bereit ist den Wohlstand des deutschen Volkes für die Aufrüstung und die Finanzierung der Ukraine aufs Spiel zu setzen.

    Dass er tatsächlich glaubt, dass Russland Nato-Länder angreifen würde, sollte die Ukraine gezwungen sein im Konflikt gegen Russland nachzugeben, halte ich für ausgeschlossen, so dumm ist Merz nicht

    1. Die Politiker der NATO-Staaten glauben, Krieg sei etwas, das anderswo passiert.
      Merz ist nicht dumm, er ist 70 Jahre lang BRD und US sozialisiert und glaubt selber dran.
      Klingbeil übrigens auch
      Solche Typen werden von der US-Softpower am Fließband produziert.
      Einfach mal den Klingbeil Lebenslauf studieren, dann wird es klar …

      Meine Lieblingsautorin Nel Bonilla hat es klar formuliert:
      Quelle: https://worldlinesletter.substack.com/p/elite-capture-and-european-self-destruction

    2. Der Kanzler sagt auch: „Kein einziger Euro, der in die Ukraine fließt, fehlt in unseren Sozialsystemen. “

      Wenn ihr ihm das nicht glaubt, fängt er wieder an zu weinen und das wollt ihr doch nicht, oder???

  11. Der Kanzler weint vor allem um sich selbst und seine Eliten, für seine eigene Bevölkerung der er noch das Schwarze unter dem Fingernagel wegnehmen will weint er nicht!

    – er weint weil ihm die bösen „LINKEN“ die Wohnungen wegnehmen wollen

    – er weint weil die Menschen Frieden und nicht für ihn und seine Eliten in den Krieg ziehen wollen

    – er weint für Selenskij weil die bösen Russen ihn verhaften könnten

    – er weint für Netanjahu weil der vermutlich des Kanzlers Drecksarbeit noch nicht vollständig erledigt hat

    – er weint nicht für die Rentner die Flaschen sammeln müssen um überleben zu können

    – er weint nicht für die Arbeiter die ihren Job verlieren und zukünftig von Hartz IV dahinvegitieren müssen

    – er weint nicht für die Jugend die im Krieg verheizt werden soll

    – er weint nicht für die vielen Obdachlosen die sich die Mieten nicht mehr leisten konnten

    Die Liste wäre unendlich erweiterbar

    1. Obdachlosigkeit ist ein Merkmal der Freiheit, Menschen können frei wohnen, wie gewünscht und werden nicht zwangsweise in Unterkünften untergebracht wie in der DDR. So stand es heute in unserer Sonntagszeitung.

      1. @Oskar
        Urbanes Stadtleben in den Gossen der Stadt ist also besser als eine Unterkunft, darauf muss man erstmal kommen.

        Der Kanzler sagt auch: „Kein einziger Euro, der in die Ukraine fließt, fehlt in unserem Sozialsystemen. “

        Wenn ihr ihm das nicht glaubt, fängt er wieder an zu weinen und das wollt ihr doch nicht, oder???

    2. Du hättest auch sagen können, seine Empathie bezieht sich nur auf Menschen und Menschengruppen, die in den Medien als Sympathieträger beworben werden. Historische Juden, weil sie von uns verfolgt worden sind, Ukrainer, weil sie angeblich unprovoziert angegriffen werden, iranische Oppositionelle, weil sie angeblich immer friedlich sind und unterdrückt werden.
      Für die russischsprachigen Ukrainer, die angegriffenen Palästinenser in Gaza oder bombardierte Iraner dagegen hat er nur Kaltschnäuzigkeit, da fallen dann Begriffe wie „Drecksarbeit“ oder er verspricht einen gesucht Kriegsverbrecher nicht vor Gericht zu bringen.
      Da Mann leidet unter einer sehr stark Interessegeleiteten Empathie – und die wirkt unglaubwürdig.

  12. Nachdem Rambo Zambo, Hope zerstört hatte kamen ihm auch die Tränen vom Burnout und der lauteren Selbstergriffenheit.

    Eine Vase für meine Tränen!

  13. Hier bekam ich sogar mal feuchte Augen. Vor Gram und Entsetzen. Nämlich über den staatsbürgerlichen Fanatismus eines Autors, dem das selektive wie durchschaubare Geflenne eines Amtsträgers ausgerechnet deswegen Sorge bereitet, weil das angeblich so ehrwürdige heilige Amt darunter leiden könnte.

  14. Wird er sich der Medienhetze der rechtsreaktionären Mobs von AfDBSW, der Jungen Union und der Arbeitgeberverbände beugen und wie Bärbel Bas alles hinschmeissen? Herr Merz, machen Sie endlich den Weg frei für den grossen Sozialkahlschlag in Deutschland. Der deutsche Mob hat einen Anspruch drauf!

  15. Tja, Emotionalität gehört heute offenbar auch zum (Polit-)Geschäft.
    Selbst Vladimir Putin soll schon 3x öffentlich geweint haben und dabei ist er doch eigentlich der Prototyp des nüchternen, , kühlen, die Würde bewahrenden Politikers.
    Letztlich ist mir nicht wichtig ob Politiker weinen oder nicht, sondern wenn, dann aus welchen Gründen sie das tun. Sind sie wirklich von echten, starken Gefühlen ergriffen, sind sie also quasi „übermannt“ worden oder ist es nur oberflächliche oder seichte Sentimentalität (also vom Geist induzierte Gefühle) oder ist es Schaupielerrei, Heuchelei, Selbstmitleid oder
    von-sich-selbst-Ergriffenheit.
    Solange es Ersteres ist, kann ich darüber durchaus mal hinwegsehen … aber die anderen Varianten, nun ja.

    Wenn RdL hier nun literweise Häme über Merz ausgießt, habe ich nichts dagegen, auch wenns bisweilen ein wenig wohlfeil ist, aber folgenden Satz muss ich jetzt doch noch mal zitieren:

    Hier braucht es nüchterne Distanz, die dem heutigen Emo-Gehabe der postbürgerlichen Klientel – ein bekannter deutscher Journalist nennt sie »Shitbürger« – entgegensteht und die demgemäß auf Kritik stößt.

    Unglaublich! Da musste ich wirklich laut lachen. Hier schafft RdL es dann wirklich noch seinen Lieblingsbegriff irgendwie in diesen Artikel einzuschleusen, mit aller Macht quasi. Hat er irgendeinen Deal mit Poschardt um diesen Begriff zu etablieren? Oder wie kann man sich dieses zwanghaft anmutende hineinquetschen des „Shitbürgers“ in seine Texte sonst erklären?

    Dabei ist das Wort völlig unpassend und ungenau für das, was es bezeichnen soll. Zusammengesetzt aus Deutsch und Englisch und in der reinen Wortbedeutung nichts anderes als Scheißbürger!? Das ist doch keine Aussage, keine Beschreibung und letztlich auch keine Bedeutung!

    1. @ Two Moon:

      »Shitbürger«
      Ja, RdL kann es nicht mehr, ohne mit seinem porschardisierten Fandom zu wedeln. Ist schon kürzlich wieder unangenehm aufgefallen. Da kommen mir die Tränen. Vor lachen und so. Habe auch schon einen Muskelkater vom Abwinken.

      Wollte eigentlich etwas empörtes zum Artikel schreiben, in die Richtung, „da hat des Kanzlers Abschirmdienst versagt und irgendwo versäumt, einen Spiegel abzuhängen“. Egal, und weiteres geschenkt…

      Btw. gehört Emotionalität schon immer zum Politgeschäft, denn es ist in erster Linie ein Geschäft und nicht Politik, vor allem wenn ein Politiker sich zeigt. Aus den visuellen Aufzeichnungen, die ich kenne, habe ich bspw. Herbert Wehner nicht ein Mal als kühl argumentierenden Denker in Erinnerung. War auch sehr viel shitty von Harry seinerzeit, trotzdem war es allemal amüsanter als erratisches Geflenne. Zum Heulen habe ich schließlich selbst genug Gründe, wenn ich in die Welt schaue.

    2. @ Two Moon „Tja, Emotionalität gehört heute offenbar auch zum (Polit-)Geschäft.“

      Das war vor 2000 Jahren so, vor 1000 Jahren und wahrscheinlich schon immer so. Politik wird von Menschen gemacht jedenfalls ist das bislang so und ich gehe davon aus, dass Merz, Trump und Putin keine Roboter oder künstliche Menschen (Androiden) sind.

      Was das „Shitbürgertum“ (formerly known as „Wutbürger“) angeht, stimme ich Ihrem Kommentar zu. Das Scheinheilige und Verlogene an diesem Begriff ist: Leute wie Ulf Poschardt diffamieren damit Menschen, die sich angeblich unkritisch über gesellschaftlichen Kokolores und politische Nebensächlichkeiten aufregen, aber das „Große und Ganze“ nicht sehen wollen.

      Wenn Herr Poschardt ehrlich wäre, dann würde er zugeben, dass er mit diesem Geschäftsmodell „divide et impera“ (= spalte die Gesellschaft und herrsche) selbst reich geworden ist. Das war und ist das Geschäftsmodell der „konservativen“ Welt: Den Kapitalismus und milliardenschwere „Leistungsträger“ zu glorifizieren ohne zu definieren, wer oder was ein „Leistungsträger“ ist. Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe cum ex wird von der „Welt“ verharmlost oder unter den Teppich gekehrt, aber man hetzt gegen Hartz-IV-Empfänger, weil die zu angeblich zu faul sind, um für ein paar Euro in der Stunde für die Leistungsträger zu arbeiten.

    3. „Hier braucht es nüchterne Distanz, die dem heutigen Emo-Gehabe der postbürgerlichen Klientel – ein bekannter deutscher Journalist nennt sie »Shitbürger« – entgegensteht und die demgemäß auf Kritik stößt.“
      .
      „Da musste ich wirklich laut lachen.“
      .
      Haha. Das Grundproblem dieses RdL-Zitats -welches als Werbung für Porscheart’s Bücher aus dem eigenen Verlag zu vestehen ist- besteht darin, dass RdL’s eigentliche Zielklientel im AfDBSW-Unterschichtsmarkt, die der RdL mit seiner Clowneske erreichen will, gar keine Porsche- und Ferrari-Fahrer sind. De Trennlinie zwischen dem „Bürgertum des Anstands“ und dem „Shitbürgertum“ nach Porscheart-RdL-Defintion verläuft ja entlang der Vorlieben- und Finanzierungskompetenz bei Automarken. Entlang dieser Kulturkampf-Frontlinie gehört der RdL selber zum Porscheart’s „Shitbürgertum“. Vereinfacht ausgdrückt: die Befreiung des deutschen Bürgertums von den Ketten ihres „Shitbürgertums“ findet beim Porsche- und Ferrari-Händler Ihres Vertrauens statt! Wie Porscheart es in der deutschen Autopresse mehrmals formuliert hat: die Erweiterung des bürgerlichen Antishit-Denkraums bedeute, dass man Porsche UND Ferrari gleichzeitig lieben und haben muss.

      1. @ El-G + Dirty

        Ja ihr habt ja recht, habe mich ungenau ausgedrückt. Hätte schreiben sollen: „Weinerliche Emotionalität gehört heute offenbar auch zum (Polit-)Geschäft.“
        Denn natürlich haben die jeweiligen Machthaber und solche, die es werden wollten, immer schon auf der Klaviatur der Gefühlsregungen gespielt.

        Ja und ich stimme auch zu wenn @DirtyOS die „Shitbürger“-Kampagne als Teil einer „divide et impera“-Strategie bezeichnet. „DIE DA, DIE Shitbürger…“ Als wäre das eine klar abgrenzbare Menschengruppe. Aber dieser stark abwertende Begriff sucht regelrecht danach sich selbst als Feindbild zu nutzen, in das man dann unliebsame Menschen packen kann.

  16. Unser „SchleKaZ“ zeigt eben 😢 „Gefühle“ . Seine PR-Berater sagen: Das „menschelt“ und kommt bei den Bürgern an. Friedrich Merz ist eben im Kern doch ein herzensguter 💞 Mensch und diese Tränen machen den Mann fast sympathisch oder etwa nicht?

    Das eiskalte Herz aus schwarzem Stein 🪨 und das wahre Gesicht 💰 des Friedrich Merz zeigt ein aktueller und nüchterner Vortrag von Dr. Werner Rügemer: „Armut, Krieg und Diktatur – Das politische Programm von BlackRock, Merz und Co.“ auf YT (YouTube).

    Und die Hofschranzen und opportunistischen Stiefellecker bei den „Mainstream-Medien“ von ARD, BILD, FAZ, FOCUS, RTL, WELT bis ZDF machen dabei mit. Ganz abgesehen von PRO7 und „We love to entertain you“.

    Bei den Mainstream-Medien geht es doch schon lange nicht mehr um neutrale und objektive Berichterstattung und Aufklärung. Da geht es um Volksbelustigung und Propaganda für die Politik der Regierung und Propaganda macht man mit Emotionen, die auf das Herz zielen und nicht auf den rationalen Verstand, auf Vernunft, Logik, Rationalität. Schließlich wollen alle kleinen ARD-Journalisten und ARD-Journalistinnen Karierre machen und zur Referatsleiterin im Bundesinnenministerium befördert werden. 🪜💰

    1. „Vortrag von Dr. Werner Rügemer“

      Danke für den Tipp! Bei aller berechtigter Kritik an YT gibt es dort dann doch so viel gutes Zeug, dass ich kaum noch hinterher komme.

      (Den Aspekt, dass das Zusammenführen der Daten über Interessensschwerpunkte und der Identität (z.B. über die DHL-Sendungsverfolgung) eines Tages zu einem unfreiwilligen Kommentatorentreffen im Olympiastadion führen könnte, lasse ich jetzt mal weg)

  17. Der Kanzler hat definitiv Grund zu heulen. Er hat 25 Jahre auf den Posten des Bundeskanzlers „gewartet“ und nun da er sein Ziel erreicht hat wollen die Wählenden einfach nicht einsehen, daß sie mehr arbeiten müssen für weniger Geld, daß der Sozialstaat zusammengekürzt werden muß, kurz daß an allen Ecken und Enden gespart werden muß. Außer natürlich bei Großverdienern, Erben und Co. Schließlich müssen deren Kinder aufgrund der hiesigen Bildungsmisere auf englische Internate gehen können. Mit der Kriegsertüchtigung will es auch nicht so richtig klappen! Trotz Karrierechancen bei der Bundeswehr und Zuschuss zum Führerschein stellen sich die Rekrut*Innen nicht so zahlreich ein wie gewünscht weswegen jetzt kurzerhand Schluss mit
    Freiwilligkeit gemacht wird. Die jungen Burschen werden nun per Zwang der Musterung zugeführt.
    Auch die ständigen Beleidigungen gegenüber der Bevölkerung, die ja lediglich motivieren sollen jetzt mal Rambo Zambo zu machen, werden nicht geschätzt von den undankbaren Wählenden. Man kann Friedrich Merz nur empfehlen seine Politik wirklich noch besser zu erklären, damit die Wählenden es endlich kapieren!
    Vielleicht steigt dann auch die Zustimmung von 10 auf 12 Prozent.

  18. Herr De Lapuente, Sie haben das falsch interpretiert. Dem Kanzler kamen die Freudetränen darüber, wie gut die Verbllödung der Deutschen funktioniert. Die Deutschen lassen sich einreden, sie müssten für läppische 100k von irgendwelchen Parasitenorganisationen dankbar sein, während das Merzregime Tausende von Millionen für Ukronazis druckt.

  19. Den „Sh..bürger“ vom Porschefahrer U. hätte ich mir gespart – ansonsten aber ziemlich viele Daumen hoch!
    Es ist genau immer dieses „Menscheln“, wenn es gerade passt bzw. den Charaktermasken halt gerade nichts Besseres einfällt. Irgendwie auch ziemlich ‚deutsch‘, dieses „Oho, jetzt zeige ich mich aber auch mal menschlich, aufgepasst!“ Bei einem beruflichen Zerwürfnis kommt oft, vom Statushöheren zumeist, der Spruch, man sei „auch menschlich enttäuscht“… schnarch!
    Nicht zuletzt ist es eine beliebte Masche bei religiösen (in unserem Fall wohl meistens: christlichen), äh, „Würdenträgern“… erst stellt man sie auf ein himmelhohes Pedestal (was schon mal Quatsch ist) und ist dann ganz froh und gerührt, wenn sie sich ‚herablassen‘, mit uns niedrigen Geschöpfen ein ganz normales alltägliches Gespräch zu führen – ja, wie gnädig, sogar über Fußball, wie einer von uns Normalos!!
    Ansonsten haben natürlich gerade grüne Ampelfunktionsträger (nein, ich ziehe jetzt nicht über Jacken her, Ulf!) darin auch einige Meisterschaft erlangt – sei es, wie Frau B. bei allerhand nicht immer passenden Gelegenheiten von ihren Töchtern zu reden (ja, Sie sind zweifache Mutter, wissen wir! Dabei war es doch auch unfair, ihr das als Karrierehindernis anzuhängen, o.k., aber dann halt auch nicht umgekehrt), oder wie der Herr H. (Geissens R. wäre mir da schon fast lieber gewesen) am Küchentisch ‚den Menschen nochmal ein Angebot‘ … usw.;
    allerdings auch sonst, früher, vor vielleicht 20 Jahren, hat ein alberner Verteidigungs-Freiherr mal behauptet, seine Tochter (ca. 9) habe ihn gefragt, ob die BW-Soldaten in Afgh. „Helden seien“ und ob sie „stolz auf sie sein dürfe“… ja, das hört sich sehr nach unverfälschter Kindlichkeit an… (Ironie off).

  20. Zu dem was die West-Bank und Gaza betrifft (Sonntag, 18.10.2026):
    In Palästina werden weiter die Frauen und Kinder umgebracht.
    Die Kinder Misk Hazem al-Dalu und Tamer Shadi Sobh wurden in Al-Mawasi im Zelt und in Beit Lahia vom Militär erschossen.
    Die Anzahl der Ermordeten seit Oktober letzten Jahres liegt bei 1.518 Toten. Darunter sind über dreihundert Kinder. Dazu kommen über 5.380 Verletzte von denen die Verstümmelten nicht genannt werden. Jede Woche werden über zwanzig Palästinenser ermordet. Entweder in ihren Zelten oder bei Luftangriffe auf Kraftfahrzeuge und Stationen der Sicherheitskräfte. Oder beim Treffen auf der Strasse. Oder ganze Familien bei den Angriffen auf ihre Wohnungen. Bei den Vereinten Nationen wurde diese Woche fast acht Stunden debattiert und nichts davon ist in die Nachrichten gekommen. Die Menschen werden angelogen. In Wahrheit will man den Palästinensern ihr Land nicht geben.

    Die Siedler haben sich dieses Jahr zur Olivenernte auf das Stehlen der Oliven spezialisiert. Den Palästinensern werden die vollen Körbe mit Oliven weggenommen die sie stundenlang geerntet haben. Die Siedler sind mit Pistolen und Knüppeln bewaffnet. Die Palästinenser haben keine Waffen und gehen bloss auf ihr Land. Es haben z.B. in Qabalan, südöstlich von Nablus die Siedler einer Palästinenserin den Korb mit den Oliven aus den Händen geschlagen und dann gestohlen. Die Siedler kommen in Gruppen und vermummt und greifen die Landwirte auf Ihrem Land an. Es gibt Angriffe in der gesamten West-Bank (Burqa, Qusra, Duma, Al-Tawil, etc.) und es werden auch Geräte gestohlen. Ausserdem wird auf die Palästinenser eingeschlagen und die blutenden Wunden z.B. am Kopf werden dann im Internet gezeigt.
    Die Kraftfahrzeuge werden weiter angezündet und die Landwirte vom Militär nicht auf ihre Felder gelassen. Es gibt dieses Jahr mehr Angriffe auf die Landwirte in der West-Bank als letztes Jahr.
    Die Siedler haben z.B. in Kisan, südöstlich Betlehem heute einhundertzwanzig Olivenbäume eines Palästinensers abgeholzt. Es wurden in diesem Jahr bisher etwas mehr als die 185 Angriffe des Jahres 2025 während der Olivenernte gezählt. Die Palästinenser haben dieses Jahr früher angefangen die Oliven zu ernten und werden mehr angegriffen. Es wurde bisher ein Palästinenser getötet (Ali Al-Bazari, 44 Jahre), einhundertzwanzig Palästinenser verletzt und es wurden durch die Angriffe über 2.500 Olivenbäume oder Setzlinge zerstört. Es wurden die Palästinenser (West-Bank) von Januar bis September von den Siedlern 5.561 mal angegriffen und bei diesen Angriffe werden Körper- und Sachbeschädigungen begangen. Die Siedler werden vom Militär beschützt und das Gewaltmonopol liegt sowohl bei den Siedlern als auch dem Militär als „Abschreckungsorgan“.

    Es wurden in Gaza über 13.000 schwangere und stillende Mütter im September wegen Mangelernährung behandelt. Über die Hälfte der Schwangeren leiden unter Blutarmut. Die Kinder haben bleibende Schäden wegen der Mangelernährung (z.B. Kleinwuchs). Es haben z.B. im September über 16.600 Kinder unter fünf Jahren einen Zuschuss von 56,27 Euro erhalten um Mangelernährung vorzubeugen (Digital-cash und eWallet). 289.088 Kinder erhalten Kekse mit Proteinpulver. Aber die Hilfslieferungen werden nicht reingelassen. Es wurde heute die Palästinenserin Wijdan Kamal Shurrab, 28 Jahre in Khan Younis vom Militär erschossen. Die Palästinenser bekommen nicht ihre Hilfslieferungen der Vereinten Nationen und es werden ihnen die Menschenrechte vorenthalten.

    Es war World-Food-Day am Freitag. Dazu wurde gesagt dass bisher vierhundertsechsundsechzig Palästinenser am Hunger gestorben sind (weil die Hilfslieferungen nicht reingelassen werden, darunter sind einhundertsechsundsechzig Kinder).
    „Diabetic Children Are Dying In Silence.. Where Is The Treatment?“ Solch ein Zettel wird von der Mutter eines Kindes hochgehalten weil es an Insulin mangelt und die Zuckerwerte auf sechshundert ansteigen, was an sich schon einen Anruf beim Notarzt rechtfertigen würde. Es sterben die Kranken in Gaza weil man sie nicht zur Behandlung ausreisen lässt. Es herrscht eine hohe Nahrungsmittelunsicherheit obwohl die Länder die Hilfsgüter bezahlt haben. Seit Samstag wurden sechs Palästinenser ermordet. Der Waffenstillstand wird nicht eingehalten. Die Wohngebäude werden zerstört.

    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    Über den Völkermord sprechen.

    [1] Es wurden bei dem Völkermord in Gaza bisher über 74.475 Palästinenser ermordet (die meisten davon sind Frauen und Kinder und unter den Trümmern vermutet man noch über 8.000 Tote) und 175.517 Menschen verletzt oder verstümmelt. Unter den Toten sind über 20.000 Kinder und es wurden die Kinder von den Säuglingen bis zu den 17-Jährigen ermordet.

  21. Der Autor schreibt ;
    „Nachdem ihn alle geherzt hatten, wischte er sich mit einem Taschentuch die Tränen aus dem Gesicht.“

    Krokodilstränen kosten nichts ! Er weint aus Selbstmitleid und/oder Rührung über sich selbst; an ihren Taten sollt ihr sie erkennen : Merz pampert mit Milliardenbeträgen verbissen ein Regime, das tausende seiner Bürger wie Vieh einfängt und wie Vieh an die Front prügelt !; und ab März-2028 wird Merz wohl eiskalt ukrainische Männer, die in der BRD Zuflucht gesucht haben, in ihre „Heimat“, und damit in den Tod, abschieben; keiner sollte sich von dieser schmierigen Mimikry zur Sympathie für Merz verleiten lassen !

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