
Warum ein Personalwechsel das System nicht saniert und wie der Lernprozess beginnen muss.
Zweiter Teil. Der erste Teil erschien vor einigen Tagen.
Netanyahus Likud-Partei hat in den Wahlen vom 27. Oktober nur wenige, aber entscheidende Parlamentssitze verloren. Selbst wenn er die beiden streng religiösen Parteien Schas und United Torah Judaism wieder für seine pseudopatriotische Koalition gewinnen könnte, würde es nicht mehr wie zuvor zur Regierungsmehrheit reichen. Vier Parteien haben eine Koalitionsbeteiligung ausgeschlossen. Zwar hat auch der aussichtsreichste Kandidat für den Posten des Premierministers, Gadi Eizenkot ad hoc noch keine komplette Koalition beisammen, doch im Gegensatz zu Netanyahu würde ihm eine Beteiligung der beiden streng religiösen Parteien die nötige Regierungsmehrheit sichern.
Die voraussichtliche Ablösung Netanyahus durch den Ex-General kann leicht über das Wesentliche hinwegtäuschen. Zwar kann von einem Gewinn an persönlicher Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit ausgegangen werden, an der es Netanyahu hatte fehlen lassen. Aber die dringend gebotene grundlegende Änderung des politischen Kurses ist nicht in Sicht.
Allzu leicht lenkt der personelle Austausch vom Scheitern des gesamten Sicherheitssystems ab. Außer der selbstbeschädigenden Dahiya-Doktrin betrifft das einen ineffektiven Militärapparat, der sich weit vom besonnenen, strategisch brillanten Vorgehen in den Kriegen von 1967 und 1973 entfernt hat. In absurder Kopie des krachend gescheiterten amerikanischen Vorbildes von Vietnam bis Afghanistan ist auch das israelische Militär auf dem Weg, sich zu einem Ressourcen verschlingenden, kontraproduktiven Staat im Staate zu entwickeln, der die Interessen von Kriegsprofiteuren bedient.
Die Illusion der Alternativen: Eizenkot und die Sackgasse der Härte
General Eizenkot präsentiert sich als besonnener Technokrat, steht aber operativ für die Dahiya-Doktrin, die den Gazastreifen militärisch erfolglos in Trümmer gelegt hat. Zwar vermeidet er die explizite Aussiedlungsrhetorik der Netanyahu-Regierung, doch droht Eizenkots militärische Methodik unverändert dieselben Fluchtbewegungen gen Westen auszulösen, mit denen der weltweite palästinensische Expansionsmotor am Laufen gehalten wird.
Eine ursachenorientierte Konfliktlösung würde dagegen bei der Selbstverantwortung der Palästinenser ansetzen, von der sie UNRWA und Hamas entfremdet haben. Selbstverantwortung ist die unverzichtbare Voraussetzung für souveräne Selbstbestimmung in einem eigenen Staat, auf den die Palästinenser zustreben. Die von einigen Ländern voreilig ausgesprochene staatliche Anerkennung der autokratischen Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah bildet die traurige Fortsetzung einer kontraproduktiven Appeasementpolitik.
Stattdessen gilt es die von der UNO grob fahrlässig verursachte Spirale aus Abhängigkeit, Armut und Radikalisierung zu verlassen. Das Motto könnte lauten, Gaza von einer Hochburg des Judenhasses, des Terrorismus und des arabischen Revanchismus in ein zweites Singapur zu verwandeln, ein Zentrum des Fortschritts und der sozialen Harmonie.
Ein solches Programm ist überfällig, denn inzwischen sind (Pseudo-)Globalisten und andere Konfliktprofiteure und Feinde einer freiheitlichen und harmonischen Welt dabei, Singapur zu einem zweiten Gaza zu entwickeln, wieder mit den Mechanismen forcierter Migration, islamischer Expansion und auch in diesem Fall gestützt von unkritischen, in ihrer Funktion als Wächter über Freiheit und Rechtsstaatlichkeit versagenden Mainstream-Medien.
Politische Emanzipation und Bildungsoffensive
Die Bürger Israels und generell des Westens stehen vor einer gewaltigen historischen Herausforderung.
Die Entwicklungen in Europa und Nordamerika haben schon längst eine Verschmelzung des selbstzerstörerischen Appeasements mit dem ebenso selbstzerstörerischen blindwütigen Militarismus hervorgebracht. Zur destabilisierenden Politik der offenen Grenzen, namentlich seit Angela Merkel trat im Ukrainekonflikt eine solche der Unausgewogenheit, der Eskalation und der provokanten Expansion des Krieges auf russisches Territorium. Wir erleben eine Neuauflage des Krimkrieges von 1853-1856, dieses Mal unter dem falschen Etikett der europäischen Solidarität, während Europas Zukunft in Wahrheit zu Grabe getragen wird.
Nach Jahrzehnten der Desorientierung unter dem Einfluss polarisierender Politik und Medienberichterstattung ist eine Emanzipation der Bürger fällig – eine demokratische Selbstbefreiung im gemeinsamen gesellschaftlichen Lernprozess. Diese umfasst den gesamten Westen:
Personalkarussell von Systemänderungen unterscheiden : Sich nicht durch den Austausch einzelner Personen – wie jetzt den wahrscheinlichen Amtsantritt Eizenkots anstelle Netanyahus – vorgaukeln lassen, dass damit die strukturellen Systemfehler behoben sind.
Den doppelten Selbstmordkurs beenden: Schluss mit der Kombination aus naivem Appeasement gegenüber dem politischen Islam einerseits und kontraproduktivem Flächenmilitarismus andererseits!
Rückbesinnung auf Tikkun Olam (frei übersetzt Soft Power): Das spirituelle (!) Israel muss sich wieder als Zentrum der Innovation, der demokratisch-rechtsstaatlichen Exzellenz und der Prinzipienklarheit definieren – als Vorbild bei der Wiederbelebung der demokratischen Idee in unserer Zivilisation.
Gesellschaftlichen Grundkonsens wiederherstellen: Die Zukunftsfähigkeit des Westens hat die Überwindung seiner gesellschaftlichen Spaltung zur Voraussetzung – zwischen Linken und Rechten, Säkularen und Religiösen, Juden und Nichtjuden.
Sicherheit durch Schulterschluss: Der Erhalt Israels als moderner, wehrhafter Staat und der dauerhafte Schutz westlicher Freiheit sind untrennbare Ziele. Beide werden von Islamisten und ihren Unterstützern im Westen bedroht.
Der Sieg der Wahrheit: Die Wurzeln der heutigen Sicherheitskrise liegen im fundamentalen Konflikt zwischen Gut und Böse. Es gilt, der Wahrheit den Sieg über die (v. a. mediale) Verbiegung zu verschaffen, den verbrieften Rechten über revanchistische Ansprüche, der freien Entfaltung über (hinter Tabus versteckter) Unterdrückung, der Aufrichtigkeit über die (politische) Vertuschung. Namentlich gebührt der Sieg auch dem fairen Ausgleich, und zwar gleichermaßen über die physische Gewalt der Pseudopatrioten, als auch über das Appeasement der Rückgratlosen.
Ein Personalwechsel an der Spitze ist kein Systemwechsel. Solange der Westen und Israel Personalaustausch mit strategischer Neuausrichtung verwechseln, bleibt der Machtwechsel ein Theaterstück auf einer sinkenden Titanic. Die Siegerstraße betreten wir erst wieder, wenn wir aufhören, Zerstörung mit Sicherheit und Appeasement mit Frieden zu verwechseln.





Zitat „Der Erhalt Israels als moderner, wehrhafter Staat und der dauerhafte Schutz westlicher Freiheit sind untrennbare Ziele. Beide werden von Islamisten und ihren Unterstützern im Westen bedroht.“
Wenn man so einen Satz schreibt, aber vorher: “ Die Zukunftsfähigkeit des Westens hat die Überwindung seiner gesellschaftlichen Spaltung zur Voraussetzung – zwischen Linken und Rechten, Säkularen und Religiösen, Juden und Nichtjuden.“
übersieht man, worum es geopolitisch im Gaza geht, oder man will es nicht sehen und betreibt die „gesellschaftliche Spaltung“, die man angeblich kritisiert. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Dann bitte ich um säkulare Aufklärung. Ich strebe nicht nach Milliardengewinnen an der Börse, sondern nach Erkenntnis.
Beim Gaza-Krieg geht es nicht um den Erhalt und die Wehrhaftigkeit des israelischen Staates. Da geht es darum, dass die zionistischen israelischen Siedler den Gaza okkupieren wollen und die Palästinenser sich verdünnisieren und vom Acker machen sollen. Frage: Wer sperrt dort wen seit Jahren ein? Und die Antwort ist: Es ist die israelische Regierung, die die Palästinenser im Gaza einsperrt. Es sind nicht die Palästinenser, die die israelischen Bürger in Israel einsperren.
Was hat das mit den Islamisten im Westen zu tun? Damit unterstützt man lediglich die Vorurteile und bedient die Argumente dieser extremistischen Religionsanhänger. Da schaut her: Die „Juden“ und die „Christen“ sind die Bösen. Wir sind auf der „richtigen“ Seite und die richtige Seite, das ist der Islam. Wir sind die „Guten“.
Extremisten gibt es nicht nur beim Islam, die gab und gibt es auch bei den „Juden“ und den „Christen“.
Also, da ist mir schon ein bißchen was unklar, z.B. die „Siegerstraße“, was immer das sein soll; mal abgesehen davon ist es für mich höchst zweifelhaft, das „wir“ jemals auf dieser fuhren.
Die Forderungen kann ich unterschreiben, aber ohne mindestens Eingrenzung des Kapitals wird da nichts draus werden.
Der entgrenzte Kapitalismus ist das ursächliche Problem aller im Artikel angesprochenen Probleme.
Ich behaupte mal, das wir ohne radikalen Systemwechsel auf der Rutschbahn in den Orkus sind!
„Ich behaupte mal, das wir ohne radikalen Systemwechsel auf der Rutschbahn in den Orkus sind!“
Sie drücken auf den Systemwechselknopf, die Sonne am Ende des Tunnels geht auf und alle krempeln sich die Ärmel hoch. So, nä ?
Orkus kommt, ob mit oder ohne Krieg.
Der “ entgrenzte Kapitalismus“? Gibt es einen begrenzten oder ist heute nicht der Kapitalismus auf seiner systemisch bedingten “ normalen“ Entwicklungsstufe angelangt? Geht heute ein Gespenst durch die westliche Welt, die Gefahr der Begrenzung des Kapitalismus?
Die SU ist die Grenze gewesen, Oberst, und die „Entgrenzung“ (besser „Entfesselung“ der imperialistischen Konkurrenz vom Krieg gegen „das Reich des Bösen“), hat nur deshalb eine volle halbe Generation (10 Jahre bis 2001) gebraucht, um voll wirksam zu werden, und hat auch danach noch ein paar Jährchen gebraucht, in alle Winkel von Weltmarktpolitiken erstreckt zu werden, weil andernfalls die reale Gefahr bestanden hätte, daß die imperialistischen Metropolen sich wechselseitig mit heißen Kriegen überzogen hätten, statt ihre Angriffe aufeinander über die Peripherie des Weltmarktes und maßgeblich auf deren Territorien, also „über Bande“, abzuwickeln.
Soll kein Widerspruch sein, doch das musst Du schon näher erläutern, vielleicht nicht theoretisch, sondern mit historischen „fast übergekocht“ Ereignissen bis 2010? Ich frage für’s Publikum…
Das mit der Begrenzung des Kapitalismus waren die Sozialdemokraten mit ihrem Godesberger Programm. Wie toll sie den Kapitalismus begrenzt haben, erfährt man täglich. Ihr Verteidigungsminister läuft plärrend, fast wild onanierend in flecktarn umher, weil er die Wirtschaft mit Rüstung anschieben soll, während der Finanzminister von der SPD mit Strick unterm Arm die nächste Laterne sucht.
Die kommunistisch-kapitalistischen Chinesen hacken Leuten, die Bürger enteignen und Volkseigentum unterschlagen, wenigstens den Kopf ab, um so die Gier im Kapitalismus zu begrenzen. Dafür hat allerdings kein Chinese Zugriff auf die Produktionsmittel.
Einer lässt immer die Tür auf, wie Gerhard Schröder, und die Kakerlaken kommen rein.
“ Ohne eiserne Harke ist da nichts mehr zu machen.“, würde Josef Stalin sagen. Eine angstfreie Welt in Ruhe und Frieden gibt es nicht zum Nulltarif.
„Sicherheit durch Schulterschluss: Der Erhalt Israels als moderner, wehrhafter Staat und der dauerhafte Schutz westlicher Freiheit sind untrennbare Ziele. Beide werden von Islamisten und ihren Unterstützern im Westen bedroht.“
Halte ich für überzogen!
„Islamisten sind Anhänger des Islamismus, einer politisch-ideologischen Strömung, die den Islam als staatliche und gesellschaftliche Ordnung durchsetzen möchte“ schreibt die KI
genau das möchte doch der Zionismus auch
„Seit der Staatsgründung bezeichnet Zionismus insbesondere das Eintreten für die Existenz und Sicherheit Israels als jüdischen Staat.“ lese ich bei Wiki
als „JÜDISCHEN Staat“ wohlgemerkt, nicht als einen wehrhaften, modernen, säkularen Staat Israel-Palästina oder Palästina-Israel.
Bis heute haben die arabischen Israelis, also die Palästinenser in Israel nicht die gleichen Bürgerrechte wie jüdische Israelis.
Die Chance, einen Staat für alle zu schaffen, wurde nicht ergriffen, weder von GB, noch vom Völkerbund und schon gar nicht von Herzl, Ben Gurion, Golda Meir und und und.
Israel sollte sich erinnern, auf was dieser Staat seit 1948 beruht: Vertreibung, Enteignung, Besatzung und Apartheit. Bitte um Verzeihung und Versuch der Wiedergutmachung an den Nachbarn wäre überfällig. Ob jetzt ein paar Figuren ausgewechselt werden, ist belanglos, solange das Grundübel konsequent ignoriert wird!
Israel sollte sich erinnern, auf was dieser Staat seit 1948 beruht: Vertreibung, Enteignung, Besatzung und Apartheit. Bitte um Verzeihung und Versuch der Wiedergutmachung an den Nachbarn wäre überfällig. Ob jetzt ein paar Figuren ausgewechselt werden, ist belanglos, solange das Grundübel konsequent ignoriert wird!
Die Israelis sind da intellektuell einfach schon einen Schritt weiter. Sie wissen, dass „Gut“ & „Böse“ keine übergeordneten und universellen Kategorien sind, sondern eine individuelle Perspektive. Das ist von außen betrachtet verwirrend, weil es da – vor allem mit moralischer Brille betrachtet – Gleichzeitigkeiten gibt, die wie Antinomien aussehen, und es hat den Anschein von Fanatismus, wie bei den Islamisten, Kreuzrittern oder übermäßig wohlsituierten Kapitalinhabern.
An das Kommentarmangement:
Ja. habe ich, weil das orange Feld „Kommentar abschicken “ partout nicht reagierte!!
Stimmt teilweise was der Autor da sagt. Ich übersetze mal:
Das rassistische Israel hat sich in eine Sackgasse gemordet und ein Personalwechsel allein wird keine Lösung bringen können.
Ohne eine systemische Neuausrichtung, bleibt der Machtwechsel ein Theaterstück auf einer sinkenden Titanic.
Die Grundlage Israels ist und war: Landraub, Siedlerkolonialismus, Apartheid, ethnische Säuberungen, Genozid, Massenmord, jegliche nur erdenkliche Kriegsverbrechen. Deutschland hat das schon immer gedeckt, mit Slogans wie „Zwei-Staaten-Lösung“, obwohl führende israelische Politiker immer sagten, das käme auf gar keinen Fall in Frage und schwadronierten vom „Existenzrecht Israels“, aber niemals vom „Existenzrecht Palästinas“. Sie schicken Waffenhilfe und Milliarden-Subventionen. Seit dem Genozid in Gaza ist Deutschland die klare Nummer 2 bei der Unterstützung Israels nach den USA und wurde deshalb auch von Nicaragua vor dem IGH verklagt.
https://de.wikipedia.org/wiki/IGH-Gerichtsverfahren_Nr._193_Nicaragua_gegen_Deutschland
„systemische Neuausrichtung zurück auf die Siegesstraße“ also ZURÜCK zur Grundlage – das ist unlösbar. Was soll sich denn verändern? Es ist doch kein Zufall, wenn schon die Kinder der Siedler (Israelis) darauf getrimmt werden, weiteres Land zu nehmen, mehr Palästinenser zu vertrieben, mehr Kriegsverbrechen zu begehen, dass Apartheid ihr Recht ist. Ich habe die leider selbst erlebt.
Die vermeintliche Kritik des Autors an Israel ist unglaublich: Er sucht die Schuld bei einigen unfähigem Eliten der Israelis und beim Islamismus. Wenn die israelischen Zionisten, die all diese Verbrechen schon immer begangen haben, sich nur besser organisieren würden, kämen sie wieder zurück auf die Siegesstraße gegen den Islamismus. Bei ihm haben die Opfer, alles pauschal Hamas-Terroristen, wobei er natürlich nicht nur übersieht, dass die Meisten Kinder sind, sondern dass es auch Christen trifft, all ihr Leid, all den Tod verdient. Und DAS wird auf Overton veröffentlicht.
Ich verstehe ehrlich nicht, warum das so schwer zu begreifen sein soll? Die UN war seit langer Zeit der größte Arbeitgeber in Gaza, z.B. Schulen und Krankenhäuser. Die waren genaustens informiert. Die IDF dokumentiert viele ihrer Verbrechen selbst auf Videos. Selbst bekannte Israelis nannten Gaza ein Konzentrationslager. Deshalb musste die UNRWA auch in Gaza so zerstört werden, damit sie nicht mehr als Augenzeugen im letzten Akt, dem endgültigen Genozid, dabei sind. Dazu gibt es auch mehrere Whistle Blower, wie z.B. Anthony Aguilar, die für die US-Söldnerfirma arbeiteten, die die UN ersetzen sollten.
https://en.wikipedia.org/wiki/Anthony_Aguilar
Es ist alles dokumentiert. Wo bleibt eigentlich ein Review der Dokumentation „Naza“? Das wäre doch das Mindeste statt noch einem 3. Pamphlet von Christian Hamann. Es gibt überwältigende Beweise gegen Israelis, aber Overton fällt nichts Besseres ein so einen Autor, der wie die israelischen Zionisten in einem absoluten Wahn lebt, zu veröffentlichen? Auch kein Report von den laufenden Gerichtsverfahren. Hätte ich bei Overton irgendwas zu sagen, würde ich den Verantwortlichen rausschmeißen. Overton könnte man tatsächlich noch ändern, Israel garantiert nicht.
„Sicherheit durch Schulterschluss: Der Erhalt Israels als moderner, wehrhafter Staat und der dauerhafte Schutz westlicher Freiheit sind untrennbare Ziele. Beide werden von Islamisten und ihren Unterstützern im Westen bedroht.“
Für Israel gilt nun das Gleiche wie für Deutschland.
Beiden Staaten sollte, oder muss, es verboten sein, auch nur einen Soldaten unter Waffen zu halten: Beide haben bewiesen, dass sie völkermordende Menschen sind, die nicht fähig sind, zu lernen.
Meiner Ansicht nach haben beide Staaten das Existenzrecht verspielt und sollten unter den Nachbarstaaten aufgeteilt werden. Und zwar erst mal 25 Jahre ohne jedes Wahlrecht.
Sicherlich gilt das auch für andere Staaten … Doch dafür bräuchten wir Aliens, die mit einer Wunderwaffe für Entspannung sorgen …
„Eine ursachenorientierte Konfliktlösung würde dagegen bei der Selbstverantwortung der Palästinenser ansetzen, von der sie UNRWA und Hamas entfremdet haben. Selbstverantwortung ist die unverzichtbare Voraussetzung für souveräne Selbstbestimmung in einem eigenen Staat, auf den die Palästinenser zustreben. Die von einigen Ländern voreilig ausgesprochene staatliche Anerkennung der autokratischen Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah bildet die traurige Fortsetzung einer kontraproduktiven Appeasementpolitik.“
Mit diesen Sätzen behauptet der Autor, die Palästinenser seien nicht zur „Selbstverantwortung“ fähig. Kurz, sie seien ein kindischer Haufen. Das ist genau so verlogen, wie die Insinuation, die Palästinenser wären hübsch friedlich und demokratisch, würde es keinen politischen Islam und keine Hamas geben. Diese Idee geistert permanent in Zusammenhang mit dem Begriff „Appeasementpolitik“ durch den Text.
Tatsächlich geht es aber hier nicht um die Hamas oder den politischen Islam, sondern um einen Territorialkonflikt, um einen Eroberungskrieg, der hier von den Zionisten geführt wird. Was verniedlichend „Aussiedlungsrhetorik“ genannt wird, firmiert anderswo unter „Ethnischer Säuberung“. Es gibt nicht nur extremistische Muslime, sondern auch extremistische und gewalttätige Juden. Judaismus ist nicht notwendig demokratisch. Ganz und gar nicht.
„Appeasementpolitik“ unterstellt auch, diejenigen die beschwichtigt werden sollen, also die Palästinenser, hätten ungerechtfertigte Forderungen. Appeasement wird tatsächlich nicht durch die Anerkennung Palästinas oder der Forderungen der Hamas betrieben, sondern durch die Duldung der Eroberungspolitik der israelischen Regierungen. Durch die jahrzehntelange Lieferung von Waffen, Geld und Information an die israelische Regierung wurde und wird rückgratloses Appeasement betrieben.
Daran beteiligt sich auch der Autor, wenn er das Massaker vom 07.10.2023 als Verbrechen erwähnt, die viel umfasserenden Massaker der IDF in den vielen Kriegen aber verschweigt. Auf diese Weise schaffen es deutsche Medien, den steigenden Antisemitismus als Folge des 07.10.2023 und nicht der Bombardements der IDF auszugeben.