Das hohle Geschwätz von Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt

Ralph Chaplin, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Angesichts der Inflation und der Energiepreisexplosion fordern derzeit viele, dass nun aber mal wirklich gezielt nur den Bedürftigen geholfen werden solle. Doch in einer Gesellschaft, in der jeder sich selbst der Nächste ist, glaubt auch jeder, zu kurz zu kommen.

Selten war so viel von Solidarität die Rede wie in jüngster Zeit. Solidarität mit den vulnerablen Gruppen in der Corona-Pandemie, Solidarität mit der Ukraine und neuerdings europäische Solidarität mit Deutschland beim Gassparen. Doch wie kann das sein: Solidarität in einer entsolidarisierten Gesellschaft? Blickt man sich um, so nimmt man statt solidarischem Miteinander eher ein Hauen und Stechen um die Fleischtöpfe wahr. Und das nicht nur, wenn es ums Geld geht, sondern auch bei den banalen Dingen des Alltags, etwa wenn im brechend vollen Zug so mancher meint, gleich vier Sitzplätze belegen zu müssen, davon drei mit seinen Taschen.

Eine Bekannte von mir hat für dieses Problem eine sehr effektive Lösung: Sie bedankt sich freundlich und strahlt dabei über beide Ohren, während sie bereits im Begriff ist, sich zu setzen. Man könnte dies als erzwungene Solidarität bezeichnen. Wir alle kennen das von den Corona-Maßnahmen wie auch von den Nebenwirkungen der Solidarität mit der Ukraine. Doch Zwang allein reicht in einer Demokratie kaum aus. Hier müssen die Herrschenden die Menschen bekanntlich dort abholen, wo sie stehen. Und das gelingt am besten, indem man ihnen suggeriert, sie hätten selbst etwas von ihrem solidarischen Verhalten.

Solidarität macht nur Spaß, wenn man selbst etwas davon hat

Offenbar hat der Begriff »Solidarität« in der neoliberalen Marktgesellschaft einen neuen Bedeutungsinhalt angenommen. Die Regierenden haben sich darauf eingestellt. Die Energiepreisexplosion und der drohende Gasmangel lassen sich viel besser als alternativlos verkaufen, wenn die Bevölkerung sich selbst, und nicht nur die Ukrainer, von Putin bedroht sieht. Die Corona-Maßnahmen und deren Folgen ließen sich den Bürgern noch leichter schmackhaft machen, da ja tatsächlich für viele eine gewisse Gefahr bestand. Und je mehr Menschen sich vor schwerer Erkrankung oder Tod fürchteten, umso größer die – als Solidarität verbrämte – Konformität.

So rechnete denn das Robert-Koch-Institut den sogenannten vulnerablen Gruppen großzügig rund 40 Prozent der Bevölkerung zu. Und das Bundesinnenministerium riet in seinem legendären Strategiepapier, Angst und Panik zu verbreiten, um die »gewünschte Schockwirkung« zu erzielen. Und so geschah es dann ja auch. Die geringe Fallsterblichkeitsrate unter jüngeren Menschen sollte, laut Strategiepapier, besser nicht an die große Glocke gehängt werden, da sonst viele »unbewusst und uneingestanden« nur darauf hoffen würden, dank Corona schneller an ihr Erbe zu kommen. Stattdessen sollten Schauergeschichten verbreitet werden, wie etwa von Kindern, die ihre Eltern ins Grab brachten, weil sie sich nach dem Spielen nicht die Hände gewaschen hatten, oder von Menschen, die nach einem milden Verlauf »ganz plötzlich« an einem Herzinfarkt verstarben. Solche Fälle »mögen Einzelfälle sein«, hieß es in dem Strategiepapier, doch würden sie »ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren«.

Halten wir also fest: Der Begriff »Solidarität« bezeichnet heute die Bereitschaft, Freiheitseinschränkungen, finanzielle Einbußen oder andere Unannehmlichkeiten, wie etwa Jobverlust oder eine kalte Wohnung, ohne Murren zu erdulden. Die Bereitschaft dazu lässt sich steigern, indem eine passende Erzählung (»Narrativ«) unter die Leute gebracht wird, wonach die staatlichen Maßnahmen, die diese Einschränkungen mit sich bringen, a) alternativlos sind und man b) selbst etwas davon hat, da dadurch ein schlimmeres Übel verhindert wird. Wie wahrscheinlich das Eintreten dieses Übels ist, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass die breite Masse sich davor fürchtet.

Demonstrationen sind okay, solange sie nichts bewirken

Vor diesem Hintergrund erscheinen auch die Warnungen vor einem »Wut-Winter« mit wachsender »Kriegsmüdigkeit« oder gar einer deutschen Gelbwesten-Bewegung in einem neuen Licht. Inzwischen kommen diese Warnungen eher von Journalisten, während Regierungspolitiker abwiegeln. So etwa Bundeskanzler Olaf Scholz, der noch vor kurzem Unruhen befürchtete und nun bei der Sommerpressekonferenz erklärte, es werde doch keine geben, da Deutschland ja ein Sozialstaat sei.

Auch Innenministerin Nancy Faeser korrigierte sich. Mitte Juli noch hatte sie davor gewarnt, »dass diejenigen, die schon in der Corona-Zeit ihre Verachtung gegen die Demokratie herausgebrüllt haben und dabei oftmals Seite an Seite mit Rechtsextremisten unterwegs waren«, bald gegen Inflation und Energiepreisexplosion auf die Straße gehen könnten. Drei Wochen später sagte Faeser beim Talk »RND vor Ort«, sie »glaube nicht, dass es zu Volksaufständen und ähnlichem« kommen werde. »Gelbwesten-Proteste« erwarte sie nicht, es sei nur »eine kleine Minderheit, die sehr radikal unterwegs ist«. Die Botschaft lautet: »Vertraut der Regierung und bleibt schön zu Hause, nur Radikale gehen demonstrieren.« In einem Land, in dem Ruhe die erste Bürgerpflicht ist, könnte diese Strategie tatsächlich verfangen.

Wobei die politische Klasse Demonstrationen an und für sich nicht zu fürchten braucht. Erst wenn sie das Potenzial entwickeln sollten, die Regierung zu substanziellen Veränderungen zu zwingen, weil nicht nur »eine kleine Minderheit« am Rande der Gesellschaft, sondern das »Volk« auf die Straße geht, wird es brenzlig. Nun mögen die meisten Deutschen ganz allgemein keine Veränderungen, vor allem die Bessergestellten nicht, die sich gerne mal für mehr Fahrradwege, »für das Klima« oder gegen Windräder in ihrer Nachbarschaft engagieren, aber sicher nicht gegen die soziale Ungleichheit, von der sie ja profitieren. Wenn dagegen das »Volk« alias der Pöbel aus seinem Dämmerschlaf erwachen und lautstark mehr Umverteilung fordern sollte, dann hätten die Grünen und die FDP, aber auch die SPD ein echtes Problem. Der Pöbel wählt diese Parteien ja nicht, sondern enthält sich größtenteils seiner Stimme. Die eigenen Wähler aber finden soziale Gerechtigkeit nur gut, solange es ihnen dafür nicht ans Portemonnaie geht. Schließlich bekommt doch, dem neoliberalen Dogma gemäß, eh schon jeder was er verdient.

Wenn jeder nur an sich denkt, sind alle bedürftig

Das ist das eigentliche Dilemma, vor dem die Bundesregierung steht, und weniger die innere »Zerrissenheit« der Koalition, die Ralf Neukirch gerade in einem Spiegel-Leitartikel dafür verantwortlich gemacht hat, dass sich »ein gesellschaftliches Zusammengehörigkeitsgefühl« nicht so recht einstellen wolle. Die von Neukirch und vielen anderen erhobene Forderung, die Regierung solle sich besser darauf konzentrieren, die »wirklich Bedürftigen« zu unterstützen, statt mit der Gießkanne Steuergelder zu verpulvern, wie beim Tankrabatt, stößt nicht nur bei der FDP auf taube Ohren. Denn so ganz Unrecht hat der Kommentator des Handelsblatts sicher nicht, der Finanzminister Christian Lindners Steuerpläne lobte und dazu bemerkte: »Die Wut der Steuerbürger über den gefräßigen Staat ist groß.«

Einen Eindruck davon, wie die »arbeitende Mitte« (Lindner) tickt, bekommt man in den Kommentarspalten konservativer Medien wie FAZ, Welt oder Handelsblatt. Wie kaum anders zu erwarten, richtet sich die Wut der Besserverdienenden (»arbeitende Mitte«) nicht etwa gegen die Reichen, die ihr Vermögen ohne Arbeit vermehren, sondern gegen die Armen, die nicht arbeiten oder als »Minderleister« so wenig »verdienen«, dass sie aufstocken müssen. Wenigstens stellen Konservative ihre asoziale Grundhaltung offen zur Schau. Große Teile der Grünen-Anhängerschaft reden anders, aber denken ähnlich, wie die Partei bei der Bundestagswahl 2013 schmerzlich feststellen musste, weshalb sie sich seitdem mit Forderungen nach Steuererhöhungen zurückhält.

Und so kommt es also, dass in einer Zeit, in der die Lebensmittel-Tafeln einen Rekord-Ansturm verzeichnen und die Luxusgüterindustrie Rekord-Umsätze macht, höhere Steuern für Reiche und Kriegsgewinner wie immer nicht durchsetzbar sind. Wie immer werden Almosen an Arbeitslose und Geringverdiener verteilt. Und wie immer werden auch große Teile der gutverdienenden Mitte entlastet, damit ihr Neid auf die Armen nicht noch wächst. Dass es volkswirtschaftlich wenig Sinn ergibt, wenn die Mittelschicht sich quasi selbst entlastet, ist allzu offensichtlich. Doch was bleibt den regierenden Parteien anderes übrig, wenn sie die Mitte, also ihre Kernwählerschaft, mitnehmen möchte. Im Zweifel ist halt jeder bedürftig und vulnerabel, wie gehabt.

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28 Kommentare

  1. Allen, die Zwangsimpfung und Corona Lockdowns befürworten, Krieg gegen Russland durch Finanzierung und Waffenlieferungen sowie Wirtschaftssanktionen gut finden, sich für Klimaexperten halten und CO2 sparen wollen, ohne sich zu informieren über den CO2 Gehalt der Luft, nämlich 0,4 Promille, und die Folgen des Klimawandels, nämlich verschwinden der Wüsten durch ein Klimaoptimum, allen solchen, die die Parteien wählen, die solche Dinge vertreten und überall grundgesetzwidrige Kriege führen und im Inland die Opposition verfolgen, allen diesen kann man eigentlich Einkommensverluste und Teuerung nur wünschen, damit sie erkennen, wohin Hysterie, Größenwahn und Arroganz führen. Aber Wirtschaftskrisen sind ungerecht, weil sie nicht nur Ungerechte, sondern auch Gerechte treffen, die dafür nicht verantwortlich sind.

    1. Ich verstehe den Einwand zum Thema Klimawandel nicht. Was für einen Sinn soll die Angabe über einen CO2 Gehalt der Luft haben? Ein Dreckgürtel gasförmiger Stoffe aus der menschlichen Produktion am Rande der Gashülle der Erde verhindert das Entweichen von Schadstoffen in den äußeren Raum. Das verändert die Thermodynamik erdnaher Luftschichten. Die Folgen dieser Veränderungen sind bisher vollumfänglich weder absehbar noch korrigierbar.
      Macht das aus der Tatsache, dass der Mensch als Ausnahme-Gattung mit göttlich verliehenem Recht auf umfassende Weltbeherrschung es möglicherweise schafft, seine Art selbst zu dezimieren ein Glück – so lange man nur Arbeit hat und Geld verdient?
      Man kann´s auch so sehen: Die Menschheit als einzige Gattung mit der Fähigkeit zur Selbstvernichtung. Es könnte sein, dass es sich um einen systemimmanenten Korrekturmechanismus handelt, der ein fehlerbehaftetes Evolutionsergebnis beseitigt. Weitergehen tut´s auf irgendeine Art auf jeden Fall. Wird aber von den meisten Menschen als zynische Position angesehen.

      1. Bei dem Einwand kann man nichts verstehen, da er sinnlos ist.
        Kann ich alles unterstützen was Sie da schreiben.

        Die „beste“ Zeit ist sicherlich erstmal vorbei.
        Das ist auch kein Wunder wenn man so lange über seine Verhältnisse lebt.
        Bezahlt hat das die Natur und die abgehängte Südhalbkugel.

      2. Wenn ‚Dreck‘ ein Problem ist, muss man Dreck bekämpfen. Wurde ja erfolgreich beim FCKW gemacht.

        Aber CO2 ist kein Dreck, sondern ein existentielles Spurengas. CO2 ist die Lebensgrundlage fast aller Pflanzen auf diesem Planeten und damit Lebensgrundlage allen höheren Lebens. Bereits eine Halbierung des CO2-Gehalts der Atmosphäre würde global zu Milliarden von Hungertoten führen, da die modernen Ernteerträge nicht mehr aufrechterhalten werden können. (Halbierung: von aktuell irgendwas um 400ppm auf 200ppm.)

        Co2 kommt aus verschiedenen Quellen. Ausgasung aus Ozeanen (CO2-Erhöhung als Folge des Klimawandels), steigender Vulkanismus, verstärkte Bioaktivität (Humusbildung in Wäldern) oder die nordamerikanische CO2-Ausgasung aus dem Boden gehören ebenso dazu, wie menschliche Aktivitäten.

        Der menschliche Anteil am CO2-Wachstum wird wissenschaftlich diskutiert. Die Bandbreite der Meinungen reichen dabei von 20% bis 80%. Auffällig ist, dass es durch Corona global zu einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit kam, aber nicht zu einem Rückgang des CO2. Das spricht eher für einen niedrigen Anteil des menschengemachten CO2s.

        1. Sie schreiben:
          „Der menschliche Anteil am CO2-Wachstum wird wissenschaftlich diskutiert. Die Bandbreite der Meinungen reichen dabei von 20% bis 80%. Auffällig ist, dass es durch Corona global zu einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit kam, aber nicht zu einem Rückgang des CO2. Das spricht eher für einen niedrigen Anteil des menschengemachten CO2s.“

          Worum genau geht es hier? Um den CO2-Ausstoß während der Corona-Krise oder um den CO2-Anteil in der Atmosphäre während der Corona-Krise? Letzterer kann nicht in ein paar Jahren wieder sinken. Ist der CO2-Gehalt in der Atmosphäre einmal deutlich angestiegen dauert es Jahrzehnte bis der CO2-Gehalt wieder sinkt, selbst wenn die Wirtschafttätigkeit oder andere CO2-Quellen deutlich schrumpfen, das ist ja gerade das Problem!

          Im Übrigen wirkt „verstärkte Humusbildung“ genau gegen den vermehrten CO2-Ausstoß aus Böden, da Humus das CO2, bzw den Kohlenstoff länger im Boden halten kann, als dies bei Böden mit wenig oder gar keinem Humus möglich ist.

          1. Während der Corona-Krise ist der CO2-Ausstoß gesunken. Der Umlaufzeit von CO2 liegt bei 3-5 Jahren. D.h. wenn man sämtliche CO2-Quellen abschalten könnte, wäre in ca. 3-5 Jahren sämtliches CO2 verschwunden(*). Ein Rückgang der CO2-Erzeugung um 10% über zwei Jahre führt rechnerisch zu einem CO2-Rückgang in Höhe von 5%. Jedenfalls wenn man von 100% menschengemachten CO2 ausgeht. Geht man von 100% menschengemacht und 1% Rückgang aus, wäre es immer noch um 0.5%.

            In der Praxis ist der CO2-Anteil der Atmosphäre aber gestiegen. Das bedeutet der einfache Zusammenhang Menschen und Industrie führen zu CO2 ist so in dieser Form nicht korrekt. Es muss CO2-Quellen geben, die wesentlich stärker als der Mensch wirken. In meinen Augen ist das vor allem Vulkanismus (der seit Jahren steigt) und die CO2-Ausgasung von Meeren (die sich in Folge des Klimawandels erwärmen und dadurch an CO2-Speicherfähigkeit verlieren).

            Bezüglich Humus: Die Humusentstehung ist ein Verwesungsprozess, bei der CO2 frei wird. Humus selbst ist CO2-Neutral. Wenn dann auf dem Humus neue Pflanzen wachsen, führt das zu einer CO2-Bindung.

            (*)Bitte keine Vorwürfe zu linearen Denken, das Ganze ist theoretisch. In der Praxis würde der CO2-Gehalt degressiv fallen, mathematisch also irgendwas mit y=1/x, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar logistisch, also y=1/1-e^-x Es geht nur um die Verdeutlichung. Wichtig ist, dass es CO2-Erzeuger und CO2-Verbraucher gibt. Die Verbraucher verbrauchen das gesamte CO2 innerhalb von 3-5 Jahren und die Summe aller Erzeuger erzeugt das CO2 im gleichem Zeitraum.

            1. Zur Humusentstehung: Richtig ist, dass beim Verrotten von Pflanzenresten CO2 frei wird. Je mehr bei dieser Verrottung aber Humus entsteht (das ist nicht immer im gleichen Maße der Fall), desto mehr Kohlenstoff kann im Boden gebunden werden und wird dann nicht als CO2 in die Luft abgegeben.

              Ihre Berechnung der CO2-Umlaufzeit in der Atmosphäre überzeugt mich nicht.

        2. Ist die Klimaerwärmung mit auf kapitalistische Produktionsweise zurückzuführen? Das ist der Moorabbau als Speicher für CO2 menschengemacht? Auch dass der Permafrost zurückgeht, setzt CO2 frei.
          Ebenso wurde gesagt, über die Verhältnisse gelebt, was soll das heißen? Sind Waren, die erst einmal produziert wurden, verbraucht worden? Ist Waren konsumieren nicht die Grundlage der kapitalistischen Gesellschaft?

    2. Hier von „Gerechten“ und „Ungerechten“ zu reden ist eine ziemlich ungeschickte Wortwahl.
      Leute, die für die Krisen nicht verantwortlich sind, sind noch lange keine „Gerechten“, sie können sogar ihrerseits ziemlich ungerecht sein, z.B. in dem sie ihren Ärger auf Menschen oder Dinge richten, derer man zwar leicht habhaft werden kann oder die ein schön einfaches Feindbild bieten, die jedoch ihrerseits nicht die wirklich Verantwortlichen sind.

      Die Tatsache, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre nur 0,4 Promille beträgt, ist natürlich auch der Grund warum sich der Anteil dieses Gases in der Luft so relativ leicht durch menschliche Aktivitäten der ungünstigen Art in eine problematische Höhe treiben lässt.

      Warum die Folgen des Klimawandels nun zu einem „Klimaoptimum“ und zum Verschwinden von Wüsten (Erleben wir gerade nicht das Gegenteil?) führen sollen, müssten Sie noch mal genauer erklären.

      1. Hallo,

        Zitat: „zum Verschwinden von Wüsten (Erleben wir gerade nicht das Gegenteil?) führen sollen, müssten Sie noch mal genauer erklären.“.

        Nein. Wir erleben tatsächlich global eine Ergrünung der Welt. Die Wüsten werden kleiner, die Wachstumsgrenzen in Gebirgen verschieben sich nach oben und im Norden wachsen neue Bäume. Auf Ebene der Pflanzen ist die heutige Zeit tatsächlich ein neues Klimaoptimum. Der Artenreichtum steigt, die Biomasse wird größer, fruchtbare Gebiete weiten sich aus.

        Quelle ist die NASA: https://www.nasa.gov/feature/ames/human-activity-in-china-and-india-dominates-the-greening-of-earth-nasa-study-shows

        Man muss bei Klimaüberlegungen strickt zwischen Umweltzerstörung durch Überbevölkerung und Folgen des Klimawandel unterscheiden. Praktisch alles, was uns in den Massenmedien zu den Folgen des Klimawandels präsentiert wird, ist in Wahrheit eine Folge von menschlicher Umweltzerstörung.

        1. Naja, Treibhausgase sind auch Folgen menschlicher Umweltzerstörung.
          Aber ich stimme insoweit zu als dass in der Tat vieles nicht Folge des Klimawandels ist, sondern die Folge ‚gewöhnlicher‘ Umweltzerstörung.

          Ansonsten basieren Ihre Erklärungen aber auf sehr anderen Informationen als ich sie habe.
          Sicher, in den hohen Bergen und in den arktischen Regionen breiten sich die Vegetationszonen aus.
          Dafür aber werden sie in südlichen Breiten kleiner. Die Versteppung schreitet fort, selbst in Europa.
          Und dass der Artenreichtum steigt, halte ich für eine höchst skurrile These. Davon kann sicher nicht die Rede sein.

          Umweltzerstörung durch Überbevölkerung ist die eine Sache, Umweltzerstörung durch Überkonsum aber eine weitere, mindestens ebenso wichtige.

        2. Gegen den malthusianisch-faschistischen Mythos von der Überbevölkerung als Quelle allen Übels spricht aber, dass die zwei bevölkerungsreichsten Länder die weitgehend alleinige Ursache für das „Greening“ sind. Laut NASA sind es aber Intensivierung der Landwirtschaft in Indien und China und besonders Aufforstungsprogramme in China, die die Ursachen sind, nicht der Klimawandel.

      2. Die „Gerechten“ sind meistens vor allem selbstgerecht. Wir werden alle da durchmüssen, ob wir wollen oder nicht, ob wir die Ukraine und Uniper unterstützen wollen oder nicht. Wenn ich kein Gas verbrauche, geht es mir jedenfalls ausschließlich um meinen Geldbeutel. Leider unterstütze ich damit eine das Land zerstörende grüne Agenda. Solidarität ist gegenüber den wirklich schwachen geboten, nicht mit Leuten, die ständig nach Geld und Waffen schreien. Das bringt mir jetzt einen Eintrag in die schwarze Liste…. und damit ist eigentlich alles dazu gesagt.

  2. Ist das schon der 3te Weltkrieg und wo ist meine Einheit.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich darf Oberst von Senftleben heute hier vertreten.
    Bei dieser Gelegenheit schöne Grüße in den Taunus.

    Geht es Ihnen auch so wie mir, das Chaos in „diesem unserem Besten Deutschland aller Zeiten“ scheint nach über zwei Jahre Corona Pandemie inkl. der Deutscher Kriegbeteiligung in der Ukraine perfekt zu sein.
    Oder hören Sie noch hin, wenn pünktlich um 20.oo Uhr die Tagesschau der ARD die Macht um Acht einläutet ? Warten Sie wirklich schon Fieberhaft auf das Heute Journal das seit mind. 6 Monaten gar nichts Neues zu berichten weiß ausser Krieg und enormen deutschen Waffenlieferungen die hoffentlich auch alle vom TÜV geprüft sind und nicht um die Ecke Schiessen ?

    Ich frage Sie, ist das schon der 3te Weltkrieg und wo bitte muss ich mich melden ?

    Dass das ukrainische Militär bewusst Schulen, Kindergärten oder zivile Hotspots als militärische Schutzschilder und Stellungen genutzt hat und noch heute nutzt, um es bei einem russischen Angriff auf ukrainische Stellungen so aussehen zu lassen, dass „Putins dämonische Russen Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser zerbomben“.
So sind sie die wahren kollektiv faschistische Strukturen in der Ukraine.
    Wenn jedoch wie damals Außenminister und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sich mit Ultrafaschisten-Führer Oleh Tjahnybok im Schulterschluss in Kiew präsentiert, drückt man gerne mal in Europa ein Auge zu. Oder der Bundesvorsitzende der CDU, Friedrich Merz, am 16. Juli in einem Tweet uns „Deutschen eine Kriegsmüdigkeit gegenüber Russland“ vorwirft -IN ZUKUNFT UNWÄHLBAR.

    Mein zuständiger General sagte nur kurz beim gemeinsamen Abendessen beim Bundeskanzler, laufe einfach Richtung Osten den Rheinmetall und H+K LKW,s hinterher sie führen dich direkt an die Front zu Selenski dem neuen Schurkenstaaten Chefkoch, Heuchler, Möchtegern Weltherrscher und Oligarchen.
    So werden die Gas – und Öl Vorräte künstlich durch die Kriegs Beteiligung der BuReg und den Amis hinter der Bühne verknappt und verteuert, denn gerade sie verdienen nicht schlecht daran – Frieren für die Freiheit und nur noch kurz kalt duschen hat ein Komiker Kollege hinter der Mauer gesagt ? in der Ukraine verteidigen wir die westlichen Werte und unsere Demokratie sagte er weiterhin.“ ?

    Eben Guter Deutscher – böser Russe.
    um den westlichen Heiligenschein zu bewahren.
    Die Preis Explosionen bei den Discounter Abzockern inkl. der gefühlten 15 % Inflation müssen die Verbraucher ausbaden. Werden wir bald vorm Aldi verhungern Hauptsache der Russe verliert ?

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    zahlen Sie noch GEZ Zwangsgebühren für den Kriegstreiber Staatsfunk, schauen Sie noch ÖR Fernsehen mit Anne Will, Lanz und Co. mit den fast immer gleichen Neoliberal Kapitalistischen Kriegern aus Politik und Wirtschaft nur ohne Neue Erkenntnisse, eher pure Panikmache um die Bevölkerung weiter zu verunsichern. ?
    Abschalten JETZT

    Ps. Als Einer der Wenigen „Putinversteher“ vom Kreml bezahlt hoffe ich auf eine Entsprechende Überweisung.

    Mit Freundlichen Grüßen
    Herrmann Andermatt

    Bestseller Empfehlung: „Die Eiche der Kanzlerin“

    1. Sie Schreiben:
      „…zahlen Sie noch GEZ Zwangsgebühren für den Kriegstreiber Staatsfunk, schauen Sie noch ÖR Fernsehen mit Anne Will, Lanz und Co. mit den fast immer gleichen Neoliberal Kapitalistischen Kriegern aus Politik und Wirtschaft nur ohne Neue Erkenntnisse, eher pure Panikmache um die Bevölkerung weiter zu verunsichern. ?“

      Dabei ist der ÖRR gar nicht mal der Schlimmste. Wer sich mal das zweifelhafte Vernügen antun die teilweise neu erdachten Nachrichten und Info-Sendungen auf z.B. RTL oder Pro7 anzusehen, wird staunen um wieviel schlimmer die Kriegstreiberei dort ist. Der ÖRR ist da, so seltsam es klingen mag, in der Tat noch gemäßigt. Ärgerlich ist nur, dass man für ihn auch noch bezahlen muss.

      1. Das man über diesen ÖRR reden muss, keine Frage. Aber nicht abschaffen, denn nur noch private Medien kann KEINER (außer 1%) wollen. Ob man dort solche WAHNSINNSSVERANSTALTUNGEN wie Fußball-WM oder Olympia mitfinanzieren muß oder ob man das besser der Privatwirtschaft überläßt, ist Ansichtssache, welche ich befürworte.
        Der ÖRR hat einen Informationsauftrag, wo alle Seiten ausgewogen zu Wort kommen, einen Bildungsauftrag, also viel Doku´s, einen Unterhaltungsauftrag. Zum Informationsauftrag gehört auch Sport, wo man vernünftige Zusammenfassungen (10 bis 15% der Veranstaltung) zeitnah bringen sollte. Die ganzen Lifeübertragungen kann der Interessierte beim Privaten schauen.

        Übrigens wäre ich auch noch für eine andere Zwangsabgabe aller Bürger. Bei mir würde jeder 365 Euro im Jahr (die Höhe könnte man auch wie die Einkommenssteuer gestalten) Grundgebühr bezahlen und alle könnten öffentliche Verkehrsmittel und die Bahn 2.Klasse „kostenlos“ nutzen. Großveranstalter für ihre Zuschauer, Betriebe für ihre Angestellten, Einkaufcenter auf der grünen Wiese müßten ebenfalls in diesen Fond einzahlen. DB und ÖRV wäre dann natürlich staatlich.

        Politiker können nur mit entsprechende abgeschlossene Ausbildung in dieser Richtung und entsprechend ihrer Qualifikation in Staatsbetriebe wechseln.

  3. Wissen Sie was ich persönlich den grossen Fehler in diesem Artikel finde :

    Sie tappen genau in die gleiche Falle, sie werfen der „arbeitenten Mitte“ vor :

    Wie kaum anders zu erwarten, richtet sich die Wut der Besserverdienenden (»arbeitende Mitte«) nicht etwa gegen die Reichen, die ihr Vermögen ohne Arbeit vermehren, sondern gegen die Armen, die nicht arbeiten oder als »Minderleister« so wenig »verdienen«, dass sie aufstocken müssen.

    Gleichzeitig hetzen Sie die “ »Minderleister«“ gegen die arbeitente Mitte auf :

    die Regierung solle sich besser darauf konzentrieren, die »wirklich Bedürftigen« zu unterstützen, statt mit der Gießkanne Steuergelder zu verpulvern, wie beim Tankrabatt,

    Nun den meine Meinung ist das hier ca. 99% der deutschen bzw. der Weltbevölkerung gegeneinander aufgehetzt werden. Die sich dann in Grabenkämpfen um klein klein befinden.

    Während das 1% der wirklich Reichen völlig unbehelligt weiterhin seine Milliarden zählt.

    und eigentlich sollten die 99% der Bevölkerung zusammenhalten anstelle sich nicht die Butter auf m Brot zu gönnen, um denjenigen die die Leberwurst haben diese streitig zu machen.

    My2cent

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/384680/umfrage/verteilung-des-reichtums-auf-der-welt/

    1. Das liegt daran, dass die Reichen nicht als Problem wahrgenommen werden.

      70 Prozent meines Einkommens gebe ich nicht an Reiche ab, sondern an den Staat. Davon werden in Deutschland ein gigantisches Heer von NGOs, H4ler, Flüchtlingen, Beamten, Genderprofessoren und sonstigen Günstlingen bezahlt. In Deutschland leben rund 50% aller Menschen von Staatsleistungen.

      Und wenn man sich dann mal eine Vermögensverteilung nach Berufsgruppen anguckt, dann fällt schnell auf: Die vermögenste Bevölkerungsgruppe sind Beamte.

  4. Das Skurrile an einem Sklavenstaat ist es, dass sich die Sklaven ihre Sklaventreiber selbst wählen dürfen, in der Hoffnung, einmal selbst zum Sklaventreiber aufsteigen zu dürfen.

          1. Das Tragische liegt nicht darin, dass die Aussage des Orakels oft unverstanden bleibt, sondern darin, dass mancher Analphabet es nicht wagt, sich bei ihm Rat zu holen. – Weil Guter Rat eben auch oft nur teuer ist.

  5. Ohne die tendenziell querschlägerischen Bemerkungen zur Pandemie wäre der Text akzeptabel. „Die Energiepreisexplosion und der drohende Gasmangel lassen sich viel besser als alternativlos verkaufen, wenn die Bevölkerung sich selbst, und nicht nur die Ukrainer, von Putin bedroht sieht.“ Dieser Aussage ist gewiss zuzustimmen, doch greift sie viel zu kurz. In Wirklichkeit wird der Krieg im Osten gerade deshalb befeuert und hochgefahren, weil er als Erklärung für eine schwere Krise der kapitalistischen Wirtschaft taugt, die auch ohne ihn gekommen wäre, allenfalls zeitlich etwas gedehnter. Das Erwachen des Inflationsmonsters und damit der schleichende Zusammenbruch des Versuchs, das an sich schon 2007 / 8 eingetretene Herzversagen des seinerseits schon ein Weglaufen vor Herzschwäche darstellenden neoliberalisierten Kapitalismus durch Ignorieren und unendlich viel ex nihilo-Geld aufzuhalten. Nun also ist die möglicherweise finale Schädigung der zentralen ökonomischen Antriebseinheit nicht mehr übertünchbar, daher muss man eine alternative, nicht im System selbst liegende Ursache aus dem Hut zaubern. Es ist ja nicht das erste Mal. In solchen Zeiten steigt regelmässig die Gefahr eines Krieges zwischen primären Mächten, denn was gibt es Probateres als auf das böse Fremde zu rekurieren? Der intrinsisch böse Feind, dessen Überwindungen Härten, ausserordentliche Zumutungen an die Bevölkerung legitimiert. Und der dann eben auch Ursache aller Übel ist.

    Die Pandemie dagegen ist dafür unbrauchbar. Sie ist potentiell schwer geschäftsschädigend, zumal wenn die Konjunktur ohnehin an monetären Krücken läuft, und es war und ist den politisch Verantwortlichen nicht klar, welche Strategie diese Gefahr minimieren würde. Hinter der daher konfusen politischen Reaktion auf die Seuche tückische Absicht zu vermuten, ist unsinnig, ja obskurantistisch. Nur bloss die Konjunktur nicht abwürgen – das war der einzige, panische, Gedanke, der die kapitalistischen Würdenträger beseelte. Und bald schon öffnete sich ein Weg für Pharmakonzerne, die Manna-Schleusen zu öffnen, und die banale Tatsache, dass die mittlerweile globalisierte Seuche nur besiegt ist, wenn sie überall besiegt wird, geriet in Vergessenheit.

    Die entscheidenden Fehler wurden ganz zu Anfang gemacht, die Verbreitung wurde kaum behindert, so dass auch die einzig vernünftige Strategie, ‚Stomp It Out‘ oder Null-Covid, wie das genannt wird, in der Praxis längst ein Ding der Unmöglichkeit geworden ist. Wie ein Kohleflözbrand geht es immer weiter. Das bringt die Menschheit nicht um, ist aber in Zeiten schwerster ökologischer Verwerfungen ein höchst unerwünschter zusätzlicher Belastungsfaktor, nicht so sehr wegen der real inzwischen wohl Dutzenden Millionen Toten, sondern primär wegen der zu einem beträchtlichen Teil sehr langen Rekonvaleszenz, die man dann Long Covid nennt.

    1. Diese Aussage von Pnyx will ich noch mal unterstreichen:

      „Die Pandemie dagegen ist dafür unbrauchbar. Sie ist potentiell schwer geschäftsschädigend, zumal wenn die Konjunktur ohnehin an monetären Krücken läuft, und es war und ist den politisch Verantwortlichen nicht klar, welche Strategie diese Gefahr minimieren würde. Hinter der daher konfusen politischen Reaktion auf die Seuche tückische Absicht zu vermuten, ist unsinnig, ja obskurantistisch.“

      Auch ich halte es für einen großen Fehler, den Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen mit der Kritik an der Ukraine-Strategie der Regierung verbinden zu wollen. Diese beiden Themen haben nichts miteinander zu tun.

      Die „konfuse politische Reaktion“ beschreibt und begründet Pnyx völlig zutreffend: Die Bedrohung durch diese Pandemie war eine neue Situation, auf die niemand vorbereitet war (obwohl es Jahre zuvor schon Warnungen von berufener Seite gab).
      Selbstverständlich hat man bei den Maßnahmen auf nichts mehr geachtet als darauf, den kapitalistischen Mechanismus so wenig wie möglich zu stören und möglichst alle Beschwernisse beim Individuum abzuladen. Das ist wahrlich kritisierbar, aber es ist KEIN Argument z.B. gegen die Impfkampagne(n). (*)

      Die Ukraine-Strategie der Regierung, in bisher ungekannter Weise unterstützt durch die Medien, hat einen völlig anderen Hintergrund. Hier haben wir es mit einem Stellvertreterkrieg zwischen zwei Imperien zu tun, bei dem „wir“ uns vasallenartig auf eine Seite geschlagen haben, und zwar zum eigenen Nachteil.
      (Zu fragen wäre allerdings, welche Nachteile „unser“ Hegemon für uns bereit hielte, würden wir nicht auf seiner Seite mitspielen. Darüber wird in der ganzen Diskussion leider nicht nachgedacht.)

      (*) Zur Impferei eine kleine Anekdote:
      Da gibt es eine mir bestens bekannte Kleinfamilie, bestehend aus Vater und Mutter (beide Anfang 70) und Sohnemann (Mitte 40), geschiedener Nesthocker, lebt bei den Alten im Haus.
      Alle drei haben sich vor ca. zwei Monaten mit Corona infiziert. Vater und Sohn sind „durchgeimpft“, Muttern ist eine von den Schlauen, die sich nicht impfen lassen.
      Vater und Sohn hatten milde Symptome („bisschen Husten“) und waren gleich wieder auf dem Posten.
      Muttern musste für eine Weile ins Krankenhaus und liegt nun daheim bettlägerig herum. Zwei mal täglich kommt der Pflegedienst. Besserung nicht mehr in Sicht.

      1. Ihre These: „Zur Impferei eine kleine Anekdote“
        Gegenthese: Von einem allerbestens bekanntem Ehepaar.

        Sie (72) zweimal „geimpft“, danach recherchiert wer zu den Krisengewinnlern bzw. Verlierern zählt; seitdem vertritt sie den Standpunkt, er gäbe ihr Trost in vielen Dingen – der Ritter Götz v. Berlichingen!
        Er (75) letzte Impfung im November 1970 gegen Wundstarrkrampf!

        Beide erkranken (er zuerst) – fünf Tage zeitverzögert.
        Sie testet sich – positiv.
        Er lacht, winkt ab & spöttelt, welche Variante trendet denn zur Zeit?

        Beide zeigen die typischen Merkmale einer „grippalen Infektion“ in gleicher Intensität (Appetitlosigkeit, erhöhte Temperatur, Kopf- und Gliederschmerzen etc.),
        ergo drei Tage Bettruhe, keine Medikamente, beide nach ca. 10 Tagen wieder fit!

        Tja, den alten ungeimpften Schwefelbuben mußte es ja mal erwischen,
        aber – eigentlich sollte doch die „Geimpfte“ (72) genau so wenig Corona bekommen wie ein Veganer eine Fleischvergiftung, oder?

        Und dann noch sowas – ein guter Bekannter, ein „vierfach geimpfter“ Schlauer, wird nach dem letzten Spritzchen urplötzlich von Herzrhythmusstörungen geplagt.
        Hier fehlt nur noch die Eigendiagnose – ohne die Spritzchen hätte garantiert ein fulminanter Hinterwandinfarkt zum Ableben geführt.

        Apropos, da war noch was…
        1x Geimpft = 1x ist keinmal…
        2 x Geimpfte stecken sich nicht an…
        2 x Geimpfte können sich anstecken – aber – werden nicht krank…
        2 x Geimpfte können krank werden – aber – nur in leichter Form…
        2 x Geimpfte können schwer krank werden – aber – sterben nicht…
        2 x Geimpfte sterben – aber – in leichterer Form?

        3 x ‚Gepfimpft‘ – siehe 1-5
        4 x oder mehr ‚Gepfimpfte‘ kommen im Todesfalle in den Himmel?

        Sela

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