
Mehr als strategische Überlegungen zum Verhältnis des BSW zur AfD.
Zweieinhalb Jahre nach seiner Gründung steht das BSW an einem politischen Wendepunkt. Im Zentrum steht die Frage nach dem zukünftigen Verhältnis zur AfD. Die bisherige Haltung wirkt widersprüchlich: Einerseits kritisiert das BSW die Politik der etablierten Parteien scharf und versteht sich als Anti-Establishment-Kraft, andererseits arbeitet es in Thüringen und arbeitete es in Brandenburg bis Januar 2026, bevor es dann ausgebootet wurde, in Regierungen mit CDU und SPD zusammen. Kooperationen mit der AfD sind vom BSW bislang weitgehend ausgeschlossen worden.
Doch gerade diese Regierungsbeteiligungen mit den Altparteien haben das Profil der jungen Partei geschwächt, viel Vertrauen bei den Wählern gekostet und zahlreiche Unterstützer enttäuscht. Statt als grundlegende Alternative wird das BSW seither für viele als Teil des bestehenden politischen Systems wahrgenommen. Im Vergleich zu den Ergebnissen bei den ersten Landtagswahlen und der Europawahl haben 30 – 50% ihrer Wähler der Partei wieder den Rücken gekehrt.
Beide Parteien betonen nationale Souveränität
Die Koalitionen in Thüringen und Brandenburg gelten als strategische Fehler, weil sie den Eindruck verstärkt haben, dass das BSW sich den politischen Spielregeln der Altparteien anpasst. Viele Wähler haben die Parteigründung sehr begrüßt und sie dann auch gewählt, weil sie sich vom BSW eine echte Veränderung der politischen Verhältnisse versprachen. Durch die Zusammenarbeit mit CDU und SPD verlor das BSW jedoch einen Teil seines im besten Sinne populistischen Anti-System-Charakters. Dies ist vor allem auf den schädigenden Einfluss ehemaliger Linkspartei-Mitgliedern (vieler, aber nicht aller; Gründerin Sahra Wagenknecht und ihren Ehemann Oskar Lafontaine, aber auch Sevim Dagdelen, Ruth Firmenich, Fabio de Masi und die im März leider ausgetretene Zaklin Nastić möchte ich ausdrücklich davon ausnehmen) zurückzuführen, die einfach dort weitermachten, wo sie bei der Linkspartei aufhörten. Damit wurde die Chance vertan, von Beginn an eine Partei wirklich neuen Typs zu schaffen. In der Folge wanderten zahlreiche Protestwähler zur AfD oder zurück ins Lager der Nichtwähler ab. Obwohl die sinkenden Umfragewerte als direkte Folge dieser Strategie zu interpretieren sind, scheut sich die Partei noch immer, diesen Malus offen in ihren Reihen zu diskutieren.
Dabei bestehen zwischen BSW und AfD gleichzeitig deutliche politische Überschneidungen, noch dazu in zunehmendem Maße, nachdem es Tino Chrupalla und einigen anderen, vor allem ostdeutschen Politikern gelungen scheint, die AfD ein ganzes Stück weit aus der Abhängigkeit transatlantischer Netzwerke herauszuführen. Besonders auf zwei für unser Land existenziell zu nennenden Politikbereichen, nämlich in der Friedens- und Außenpolitik und der Corona-Aufarbeitung, vertreten beide Parteien ähnliche Positionen. Beide lehnen eine weitere Eskalation des Ukrainekriegs, Waffenlieferungen und eine weitere Konfrontation mit Russland ab.
Beide Parteien betonen nationale Souveränität, kritisieren die Macht transnationaler Eliten und wenden sich gegen eine Politik, die die Interessen der eigenen Bevölkerung nicht berücksichtigt.
Gemeinsamkeiten gibt es außerdem bei der Kritik an der NATO, Deutschlands Abhängigkeit von der USA, der EU sowie bei den Themen Globalisierung und wirtschaftliche Abhängigkeit von internationalen Konzernen und Institutionen. Und nicht zuletzt erwähnenswert ist die Forderung nach Wiederherstellung der Energiesicherheit, die die Grundlage unseres volkswirtschaftlichen Wohlstands bildet.
Nur BSW und AfD kritisieren Corona vernehmbar
Ein weiterer zentraler Punkt ist Corona. Die Corona-Politik wird als tiefer Einschnitt in Freiheitsrechte und demokratische Strukturen bewertet. Beide Parteien fordern daher umfassende Aufklärung und juristisch unabhängige Untersuchungen der Vorgänge, die die Welt 2020 nahezu synchron in die bislang wohl größte Psy-Op der Geschichte, die Covid-19-„Pandemie“, stürzte und drei Jahre darin in Atem hielt – mit monatelangen Einschließungen der Bevölkerungen, dem Entzug von Grundrechten, flächendeckend eingeführter digitaler Kontrolle und der Errichtung eines Impfregimes, das einem Großteil der Menschen experimentell-gentherapeutische, nicht regulär zugelassene, hochgefährliche Stoffe transfizierte. Die Bürger wurden einem beispiellosen Propagandafeuer ausgesetzt, in massenpsychotische Panik versetzt und mit wissenschaftlich-evidenzlosen und gesundheitsschädlichen Maßnahmen (wie z.B. Masken- und Testzwang, Ausgangssperren, Betretungs- und Berufsverboten) traktiert.
Nur BSW und AfD kritisieren vernehmbar, dass Lockdowns, Impfpflichtdebatten und gesellschaftlicher Druck das Vertrauen vieler Menschen in Politik, Medien und Institutionen nachhaltig beschädigt haben. Hingegen tun die Altparteien alles, um zu verhindern, dass ihre Verantwortung für diesen dramatischen Vertrauensschwund in der Bevölkerung durch ihren Machtmissbrauch und die schlimmen Verbrechen in der Corona-Zeit in den Fokus der Medien, Parlamente und Ermittlungsbehörden gelangen. Und nur AfD und BSW sehen die Notwendigkeit, dass sich an der Politik in unserem Land grundlegend etwas ändern muss. Sonst droht unser Gemeinwesen noch tiefer in Folge des Corona-Traumas gespalten und der soziale Zusammenhalt, den eine Gesellschaft braucht, unheilbar zerstört zu werden. Aus dieser Haltung ergeben sich weitere Gemeinsamkeiten bei Themen wie Meinungsfreiheit, staatlicher Überwachung, digitaler Kontrolle und direkter Demokratie.
In dieser Hinsicht muss man konstatieren, dass die traditionellen politischen Kategorien „links“ und „rechts“ heute weitgehend ihre Bedeutung verloren haben, da hierüber inzwischen eine Sprachverwirrung geradezu babylonischen Ausmaßes herrscht. Diese Sprachverwirrung nutzen die Mächtigen aus, um wiederum Sand in die Augen der Bürger zu streuen.
Der eigentliche Konflikt verläuft heute zwischen oben und unten, Establishment und Anti-Establishment beziehungsweise zwischen globalistischen Eliten und souveränistisch-populistischen, d.h. bevölkerungsorientierten Kräften. Die etablierten Parteien unterscheiden sich zwar rhetorisch, verfolgen in zentralen Fragen jedoch dieselbe Politik: Aufrüstung, ökonomische und kulturelle Globalisierung, unkontrollierte Migration, zunehmende Machtverlagerung auf supranationale Institutionen. Sie organisieren allesamt den Durchgriff auf die Bürger mittels eines zunehmend übergriffigen Nanny-Staates, der auch zu einer immer stärkeren Einengung bzw. Kontrolle gesellschaftlicher Debattenräume führt. Dadurch ist ein politisches Kartell entstanden, das oppositionelle Kräfte mit Hilfe eines Systems vorgelagerter und für Herrschaftszwecke dienstbar gemachter sogenannter NGOs (Nicht-Regierungsorganisationen) systematisch überwacht, ausgrenzt und den politischen Pluralismus in grundgesetzwidriger Weise einschränkt.
Die Brandmauer gegenüber der AfD schadet deshalb vor allem dem BSW. Solange die Partei die Zusammenarbeit mit der deutlich größeren und demokratiewidrig von den Kartellparteien ausgegrenzten Oppositionspartei ausschließt, kann sie ihren Wählern keine realistische Machtperspektive bieten. Viele Bürger wollen jedoch nicht nur Protest ausdrücken, sondern tatsächliche politische Veränderungen erreichen. Das ist angesichts der Kriegsvorbereitungen in Deutschland und dem Eskalationskurs gegen Russland, den die Regierung Merz weiterhin fährt, auch dringend geboten!
Ohne einen strategischen Kurswechsel verliert das BSW weiter an Bedeutung
Wahlforschung und Umfragen zeigen, dass besonders linkskonservative, globalisierungskritische und friedensorientierte Wählergruppen grundsätzlich offen für das BSW sind, sich letztlich aber häufig für die AfD entscheiden. Vor allem in Ostdeutschland verlor das BSW seit den Regierungsbeteiligungen deutlich an Zustimmung, während die AfD gleichzeitig immer stärker wird.
Eine Öffnung gegenüber der AfD ermöglicht neue politische Mehrheiten und durchbricht die festgefahrene Parteienlandschaft. Dabei geht es nicht darum, alle Unterschiede zwischen beiden Parteien aufzuheben, sondern in zentralen, für unsere Zukunft und die Zukunft der Demokratie überlebenswichtigen Fragen, zusammenzuarbeiten. Das BSW könnte in einer solchen Konstellation soziale und friedenspolitische Akzente setzen und gleichzeitig verhindern, dass die AfD von neoliberalen oder transatlantischen Kräften dominiert wird. Gemeinsam könnten beide Parteien die Dominanz der etablierten Parteien brechen und eine neue politische Dynamik schaffen.
Darüber hinaus eröffnet eine solche Zusammenarbeit die Möglichkeit, endlich den Themen für eine Redemokratisierung der Gesellschaft und Institutionen durch direkte Demokratie, Meinungsfreiheit, politisch unabhängige Medien und Corona-Aufarbeitung eine breite Bühne zu bieten – und eine konsequente Orientierung an nationalen Interessen in den Mittelpunkt der Politik und der öffentlichen Debatte zu rücken. Das BSW könnte dabei als verbindende Kraft zwischen sozialen und konservativen Protestmilieus auftreten und eine politische Repräsentationslücke schließen, die von den etablierten Parteien nicht mehr erreicht wird.
Ohne einen strategischen Kurswechsel verliert das BSW weiter an Bedeutung. Die Partei riskiert, ihr ursprüngliches Profil als Anti-Establishment-Kraft vollständig einzubüßen. Es droht ihr der Abstieg zur Splitterpartei, ein Schicksal á la Piratenpartei schiene dann vorprogrammiert. Die kommenden Monate entscheiden deshalb darüber, ob das BSW eine dauerhaft einflussreiche politische Kraft bleibt oder an inneren Widersprüchen und strategischer Unentschlossenheit scheitert.
Erfreulicherweise hat es jüngst in der Parteispitze Bewegung in diese Richtung gegeben. So erklärte Partei-Gründerin Sahras Wagenknecht bei einer Podiumsdiskussion in Halle, dass das BSW definitiv keinen CDU-Ministerpräsidenten wählen werde und bekräftigte dies in einem Interview mit Apollo-News, „da Merz unbedingt weg müsse“. Keine Regierung sei je so schlimm wie die Merz-Regierung gewesen, urteilte sie im Hinblick auf die derzeitige Kriegsvorbereitungs- und Deindustrialisierungspolitik der CDU/CSU – SPD-Koalition. Sie fügte hinzu, dass die AfD an einer Regierung in Sachsen-Anhalt beteiligt werden müsse und dass das BSW bei Übereinstimmung in Sachfragen selbstverständlich mit einer von der AfD gestellten Regierung zusammenarbeiten werde. Dabei machte sie grundsätzlich klar, dass die AfD, sofern sie es ernst mit wirklicher Veränderung meine und „nicht nur die Vorzeichen ändern wolle“, mit Unterstützung durch das BSW rechnen könne.
Damit dürfte sich die Aussicht des BSW, als linkskonservatives Korrektiv und Zünglein an der Waage den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde für einen echten Politik-Wechsel zu schaffen, klar verbessert haben.
Transparenz-Hinweis: Der Autor ist Mitglied des BSW.
Der Text ist die Kurzfassung eines längeren Artikels, der ursprünglich auf der Seite des BSW-Hamburg als Diskussionsbeitrag erschienen ist und dann am 27.05.2026 zunächst in der Neuen Rheinischen Zeitung publiziert wurde.





Ja, in Sachsen-Anhalt sind den Brandmaurern jüngst die Kinnladen runter geklappt, als sie bemerkt haben, daß sie nicht automatisch eine Mehrheit haben, wenn die AfD keine hat.
BSW? Die Ausgründung aus der Linken, unserer originalen SED? Nicht Euer Ernst!?
Die AfD schafft es allein oder gar nicht.
Schön, dass Sie nicht auch noch die Stasi erwähnt und dem BSW angeklebt haben. Es gibt nicht nur die Russenpsychose, auf die vor allem die Westdeutschen ab 1990 voll abgefahren sind. Nüchternes Denken durch Framing erfolgreich eingeschränkt 🙂
Man muß nicht explizit auf den Stasi-Zusammenhang hinweisen, das weiß jeder. Nur Westdeutsche nehmen das auf die leichte Schulter. Ja, SED = Stasi, und 40 Jahre waren wirklich genug. Und jetzt haben sich ein paar langjährige Bundestagsbewohner mit ihrer eigenen Firma „BSW“ selbständig gemacht… Man wird sehen… Sie werden Land und Volk auch nicht mehr schaden können, als die anderen. Aber für die AfD sind die kein Partner.
Es geht nicht um Partner sondern kleinsten gemeinsamen Nenner .
Um interessen der Wähler sollte es gehen, nur dazu brauch es Parteien .. Noch zumindest..
„Brandmauern“ können offenbar auch die AfD und ihre Sympathisanten. Insoweit hatte Frau Wagenknecht also offenbar recht mit ihrer in Halle geäußerten Befürchtung: Mit der AfD geht es gerade so weiter wie bisher in puncto Diskursverengung, nur unter umgekehrten Vorzeichen (oder, meine Vermutung: es könnte auch noch brachialer werden…).
Wenn wir als Gesellschaft überhaupt miteinander im Gespräch bleiben wollen, dann geht das nur, wenn keines der beiden Lager (AfD und anti-AfD-Brandmaurer) eine stabile Mehrheit besitzt – und wenn beide Lager dies auch wissen.
Auch Sie scheinen in einer bunten Fantasiewelt zu leben. Die Altparteien unterbinden
seit Jahren fast jedes Gespräch untereinander und haben dazu ein großes Gesetzpaket
geschnürt. Bei den Corona Maßnahmen konnten sie sich so richtig austoben, sodass
nicht einmal Kinder miteinander reden konntne. Das mit dem Bademantel griffbereit
zu legen, ist leider nicht nur ein running gag.
Schwachsinn. Die Linken sind nicht die SED und die BSW schon gar nicht.
Die BSW hat das Problem das links nicht wirklich gut mit rechts kompatibel ist, aber viele Positionen eher zur AfD passen als zur Linken. Ein klassisches Dilemma.
Allein. Der war gut. Euch kullert doch die Förderung aus jeder Körperöffnung.
Ne, ne, der Apparat ist im Eimer. Da helfen auch XYZ Parteigründungen, inklusive Reliktverwertung nix.
Madame Meloni als It-Girl von Madame von der Leyen hats für eure Sorte vorgemacht. Versprochen wird viel, gehalten wenig bis nichts. Ist kein Alleinstellungsmerkmal. Pardon, aber das war sträflich verkürzt. Denn der Eigentümerkaste bleibt man stets gewogen. Hat aber auch nicht wirklich was mit Versprechen zu tun, viel mehr mit Korruption. Egal.
Euer „Nationalismus“ ist dabei besonders humorig. Globalisten ist aktuell die Chiffre zur Vermeidung des Wortes Kapitalisten. Damit sucht man zu befördern, nettes nationales Kapital, böses internationales Kapital. Realiter geht es dabei darum, daß Kapitalisten, große und kleinere die gerne größer werden wollen, beim allgemeinen Siechtum und auf dem Rücken der Machtunterworfenen, sich versuchen im Rahmen der vierten industriellen Revolution wegzubeissen.
P.S.: Ist jetzt aber nicht wirklich kreativ, die links-rechts Unterscheidung gibs nich mehr. Das läuft ja in Dauerschleife. Gerade die stille, lautstarke Reserve betont das gerne um dann nachzulegen links ist doof. Schon etwas schizophren. Nebenbei erwähnt, wenn man die Definition kennt, sind der links-rechts und unten-oben Widerspruch synonym. Aber hey, vlt. erzählen sie dann, falls es eine nächstes Mal gibt, unten-oben gibts nich mehr.
Oldies but Goldies:
https://www.afd.de/alice-weidel-covid19-nichtstun-der-bundesregierung-gefaehrdet-leib-und-leben-der-menschen/
Als wenn BSW es anders gemacht hat.
Deneb konnte es mit der Spritzung auch gar nicht schnell genug gehen.
Ein wirkliches „Zusammengehen“ des BSW mit der AfD wird es meiner Meinung nach nicht geben. Dazu sind die Unterschiede in grundlegenden Punkten (ausserhalb der Schlagworte „Krieg“, „Unterstützung Ukraine“ und „Corona- Maßnahmen“) zu groß. Das, was das BSW positiv von den Maurern der undemokratischen „Brandmauer“ unterscheidet ist, dass das BSW durchaus pragmatisch gute und sinnvolle Anträge de AfD in Abstimmungen unterstützen wird. Andersherum wäre es wohl auch so. Es gäbe wieder mehr sachpolitische Lösungen anstatt ideologischen Blockaden. Das halte ich für eine gute Entwicklung.
Eine Koalition AfD – BSW wird es aber nicht geben.
Warum nicht das Original wo man auch noch ungegängelt diskutieren könnte, wenn man denn wollte?:
h#ttps://magma-magazin.info/2026/05/bernd-schoepe/das-bsw-am-scheideweg-des-interregnums/
„Über das schwierige Verhältnis zur AfD – Zehn Thesen für eine klare Positionierung, mit der das BSW die politische Repräsentationslücke in Deutschland erfolgreich schließen kann“
Nun ja, wenn sich eine partei schon „wirtschaftliche vernunft“ auf die fahnen geschrieben hat, dann kommen koalitionen bzw. regierendes zusammenarbeiten mit der AfD wohl nicht in betracht. Denn das, was bis jetzt von den wirtschaftspoltischen phantasmen der AfD bekannt ist, ist alles andere als vernünftig.
Ein Kommentar, der sich vollkommen mit meiner eigenen Einschätzung – und auch mit meinen Kommentaren unter dem Wagenknecht-Interview – deckt.
Allerdings dürfte das dazu führen, dass sich innerhalb des BSW dann diejenigen absondern bzw. austreten würden, die – ähnlich wie jetzt in Thüringen – nur einfach weiter im Kartell der Regierungsparteien mitmischen wollen und im Grunde immer noch so sind, wie vor ihrem Austritt aus der Linkspartei. Also dogmatische Leute, die nicht in der Lage sind, neu zu denken und die erstarrte, fossilisierte Weltbilder und Strategien vertreten. Ein Verlust, der zu verkraften sein dürfte.
Aus Sicht der AfD wäre dies nicht ganz folgenlos, weil es bezogen auf die innerparteilichen Rangeleien zu einer relativen Stärkung der ostdeutschen Landesverbände führen würde, während eher neoliberal und auch transatlantisch ausgerichtete Positionen in den westlichen Landesverbänden und in der Parteileitung etwas an Boden verlören. Kein Drama.
Ich habe letztens eine Pressekonferenz mit dem Herrn Baumann AFD Geschäftsführer gesehen und 3 anderen AFDlern gesehen.
Die Kritik des Herrn Baumann an der CDU war das die Kürzungen im Sozialbereich von der CDU nicht noch brutaler, bzw. zu lasch durchgeführt würden.
Ein anderer Teilnehmer forderte die Abschaffung der Schulpflicht.
Deshalb kann ich mir kaum vorstellen das es zwischen AFD und BSW Gemeinsamkeiten gibt.
AFD hieße den Teufel mit dem Belzebub auszutauschen.
Können Sie bitte einmal angeben wann und wo die Pressekonferenz mit Herrn Baumann
und den anderen AFD´lern stattgefunden hat. Ggf sogar hier verlinken? Vielen Dank !
@Inninör
Dauer 1 Stunde 9 Minuten
„LIVE: Pressekonferenz der AfD-Fraktion – Diese Woche im Bundestag
Dr. Bernd Baumann, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, stellt mit weiteren Abgeordneten unsere Anträge und Initiativen für die aktuelle Sitzungswoche vor. “
https://www.youtube.com/watch?v=Hz6SLP23Nv0
Jetzt habe ich mit diese Pressekonferenz reingezogen. Sie müssen mir noch einmal
helfen. Wann werden die von Ihnen behaupteten Äußerungen vorgetragen? Entweder
habe ich da eine geschnittenen Version erwischt, obwohl die Zeit stimmen sollte,
oder die Äußerungen fehlten in dieser Version. Bitte geben sie noch einmal die Zeiten
der von Ihnen angegebenen Äußerungen an. Vielen Dank !
Wegen der häufigen TV Auftritte von Sahra Wagenknecht bestand von vornherein der Verdacht, dass das BSW von den MSM hochgezüchtet wurde, um der AfD Stimmen zu nehmen. Und nachdem sich die Brandmauerfraktion mit Getöse durchgesetzt hatte, wird sich manch ein BSW Wähler gefragt haben „Wie konnte ich nur so dumm sein. Das passiert mir nicht wieder.“ Nachdem das BSW nun nach dem Motto „man liebt den Verrat aber nicht den Verräter“ von den Blockparteien ausgespuckt wurde, genügt es nicht „sorry“ zu sagen, um den U-Turn vergessen zu machen. Da ist schon mehr nötig. Ich meine, die Partei müsste den Brandmauer-Flügel ausschließen und sich bei Höcke für die unsägliche Beschimpfung als Nazi entschuldigen, bevor AfD und BSW Funktionäre zusammen nach Moskau reisen können.
„Wegen der häufigen TV Auftritte von Sahra Wagenknecht bestand von vornherein der Verdacht, dass das BSW von den MSM hochgezüchtet wurde, um der AfD Stimmen zu nehmen. …“
Wie immer völlig daneben, an dem Post stimmt absolut nichts, pure AfD-Propaganda. Das BSW wurde z.B. genau 1x in den ersten 5 Monaten dieses Jahres in eine der großen ARD/ZDF-Talksendungen eingeladen, die AfD dagegen 8x.
https://bsw-vg.de/bsw-schreibt-beschwerdebrief-an-ard-und-zdf/
Es ist genau umgekehrt, die AfD wurde gegründet, um unzufriedene, aber uninformierte Wähler zu ködern. Dem dient auch die Brandmauer. Sie verschleiert, dass die Altparteien längst AfD-Politik betreiben, ausgenommen sind – vielleicht – ein paar schlagkräftige Themen wie Migration, Corona und Ukrainekrieg.
„Es ist genau umgekehrt, die AfD wurde gegründet, um unzufriedene, aber uninformierte Wähler zu ködern. Dem dient auch die Brandmauer.
„Sie verschleiert, dass die Altparteien längst AfD-Politik betreiben,“
Wohl wahr, wohl wahr!
Die AFD ist Fleisch vom Fleische der CDU und will den Sozialraub nur viel brutaler organisieren und deshalb wird sie nach dem Versagen von Merz vom Kapital und den MSM gehätschelt. Sie steht wie die Altparteien für Aufrüstung und Wehrpflicht und was die Meinungsfreiheit betrifft werden wir auch ein blaues Wunder erleben.
Mit denen werden wir das Gleiche erleben (oder noch schlimmer) wie die MAGA-Bewegung in den USA mit Trump.
„as BSW wurde z.B. genau 1x in den ersten 5 Monaten dieses Jahres in eine der großen ARD/ZDF-Talksendungen eingeladen, die AfD dagegen 8x.“
In den Wahlumfragen liegt das BSW bei 3,2% und die AfD. bei 29%. Parteien aus der Kategorie „Sonstige“ werden nicht eingeladen, weil sie realpolitisch keine Rolle spielen. 90% errericht das BSW nur bei NichtDenkSeiten und 50% im Overton-Window. Vertreter der Volt-Partei oder den Aiwanger von den „Freien Wählern“ bekommen Sie in den Talk-Sendungen auch nicht zu sehen -auf diesem Level befand sich aber das BSW im Wettbewerb bei den letzten beiden LTW in BaWü und Rh-Pfalz.
„In den Wahlumfragen liegt das BSW bei 3,2% und die AfD. bei 29%. Parteien aus der Kategorie „Sonstige“ werden nicht eingeladen, weil sie realpolitisch keine Rolle spielen. …“
Wieso war dann die FDP 7x dabei ??? Offenbar hältst du es nicht für notwendig, mal in die bereitgestellten Belege zu schauen, bevor du antwortest. Wenn sower die Nachdenkseiten als „Nichtdenkseiten“ verunglimpft, dann ist das als Empfehlung zu sehen. So sehe ich das zumindest.
O.K. Ich habe meinen Fehler eingesehen und reiche den geläuterten Kommentar ein.
Wegen der häufigen TV Auftritte von Sahra Wagenknecht bestand von vornherein der Verdacht, dass das BSW von den MSM hochgezüchtet wurde, um der AfD Stimmen zu nehmen. Und nachdem sich die Brandmauerfraktion mit Getöse durchgesetzt hatte, wird sich manch ein BSW Wähler gefragt haben „Wie konnte ich nur so dumm sein. Das passiert mir nicht wieder.“ Nachdem das BSW nun nach dem Motto „man liebt den Verrat aber nicht den Verräter“ von den Blockparteien ausgespuckt wurde, genügt es nicht „sorry“ zu sagen, um den U-Turn vergessen zu machen. Da ist schon mehr nötig. Ich meine, die Partei müsste den Brandmauer-Flügel ausschließen und die AfD muss Nazis wie Höcke ausschließen, bevor AfD und BSW Funktionäre zusammen nach Moskau reisen können.
Dieser Kommentar ist natürlich nicht ernst gemeint. Das BSW müsste die Hetze gegen die AfD unterlassen, die sich meistens an Höcke fest macht, an Äußerungen, für die er verurteilt wurde, die aber dann nicht genannt werden, weil es zu lächerlich ist.
Wo hetzt wer aus dem BSW gegen die AfD? Bis zum Beweis gehe ich vom Gegenteil aus. Sahra Wagenknecht betont immer wieder, dass das BSW vernünftigen Vorschlägen der AfD zustimmt, diese nicht ablehnt, bloß weil die aus dieser Ecke kommen. Dafür wird dann das BSW gerne als „AFD-nah“ verunglimpft. Also wo ist dein Beleg?
Nur mal so ein Beispiel:
Wenn die AFD in einer Kommune beantragt das Schwimmbad für die Bürger zu reparieren damit es nicht geschlossen werden muss, wäre es doch Blödsinn das BSW würde den Antrag ablehnen nur weil der von AFD kommt.
Gegenseitige, begrenzte Duldung und Absprache bei Themen und Anträgen, die in beiden Parteien ähnlich gesehen werden, das halte ich für sinnvoll.
Aber bei vielen großen und wichtigen Themen gibt es so fundamentale Unterschiede, dass die Parteien nicht zusammen passen, ohne ihre Grundsätze völlig umzuschreiben. Deswegen kann es kein Zusammengehen=Koalition geben, sondern nur themenbezogene Kooperationen und Abstimmungen. So könnte BSW zum Beispiel einer Minderheitsregierung der AFD zustimmen, wenn vorher für BSW für die Zeit der Duldung nicht akzeptable Punkte ausgeschlossen werden.
Was die in einem anderen Kommentar angesprochene Präsenz in den Medien angeht: Die war vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass BSW Abgeordnete im Bundestag hatte und deswegen die ÖR und die anderen MSM das BSW nicht völlig ignorieren konnten. Aber die haben nach Möglichkeit dafür gesorgt, dass BSW nicht positiv rüberkam und nach dem knappen und wahrscheinlich durch Falschauszählung manipulierten Wahlergebnis wurde die Partei in diesen Medien totgeschwiegen.
Das BSW hat von Anfang an den falschen Weg gewählt anstatt selbst einen klaren Weg zu suchen und zu gehen. Stattdessen tanzt sie gemeinsam mit den Altparteien die Deutschland ruinieren. Es gibt sehr viele Bürger die das BSW wählen würden wenn sie nicht mit den Alten mitmachen würden und ihr eigenes Ding machen.
Es geht nicht darum, alle Unterschiede zwischen den beiden AfD und BSW Parteien aufzuheben, sondern in zentralen, für unsere Zukunft und die Zukunft der Demokratie überlebenswichtigen Fragen, zusammenzuarbeiten. Beide Parteien haben viele Möglichkeiten mit vielen gemeinsamen Schnittmengen wie Frieden, Energie aus Russland, Nato und vor allem die Aufarbeitung der Corona Missedaten. Also auch einer Duldung Regierung der AfD in den Bundesländern oder Bundestag wäre möglich. Es gäbe schon drei Bundesländer mit einer AfD Regierung wenn das BSW zugestimmt hätte. Nein sie haben mit den alt Parteien mit gemacht und so entgültig Wähler verloren.
Vorneweg sind alle Rechtspopulisten von der Fossil- und Atomindustrie gesponsort. Ganz deutlich zu sehen in den USA, wo sie den Wahlsieg Trumps regelrecht erkauft haben. Welcher inzwischen eine Milliarde Dollar dafür zahlt, dass ein Windpark NICHT gebaut wird. Das wollen sie jetzt auch bei uns, eine Blackout-Economy. Das BSW ist in dieser Frage wachsweich und mehr oder weniger AfD-light. Da hätte man Linke abholen können, die aus diesem Grund nicht AfD wählen. Wurde versäumt.
Das BSW hat sich nun offenbar für eine selbstgewählte Brandmauer entschieden. Bringt keine Stimmen, nur die Brandmauer, bei der man Opfer ist, tut das.
Was natürlich zieht, ist das Thema Migration und Ukrainekonflikt. Da liegt das BSW richtig.
Was das BSW nun in auffälliger Weise von allen anderen unterscheidet, ist ihr völlig kritikloses Nachbeten der Hamas- und Hisbollahpropaganda. In der Meinung, das brächte Stimmen. Nein, im Jahr 2026 kostet das Stimmen.
„Was natürlich zieht, ist das Thema Migration und Ukrainekonflikt. Da liegt das BSW richtig.“
Na klar, immer schön den fossilen und nuklearen „Heim ins Reich holen und deswegen seine Nachbarn ohne Einladung auf Ketten besuchen“ Kleptokraten im Kreml weiter mit € und $ pampern.
Viele Gedanken in dem Text finde ich schlüssig. Nur werden werden leider die langjährigen Parteigewächse der Linken/SPD unter den BSW-Mitgliedern das nicht mitmachen. Im Text fehlen die Auseinandersetzungen beim BSW-Landesparteitag in Brandenburg vorletztes Wochenende. Die Vorstände von drei Kreisverbänden sind danach geschlossen von ihren Ämtern zurückgetreten, da die wiedergewählte Landesvorsitzende Benda autoritär eine „Nähe zur AfD“ durchdrücke. Und die BSW-Fraktion im sächsischen Landtag hat sich gerade letzte Woche mit der CDU/SPD-Minderheitsregierung auf mehr digitale Überwachung durch ein neues sächsisches Polizeigesetz geeinigt. Das BSW-Sachsen will nun Live-Gesichtserkennung im öffentlichen Raum, leichtere Überwachung von Telekommunikationsgeräten und KI-Datenanalysen durch die Polizei (nicht mit Palantir, aber mit dessen europäischen Konkurrenten) zustimmen. Das BSW wolle der Polizei die Nutzung neuer technischer Mittel nicht vorenthalten. Damit sieht man ja, dass die Kommunikation der BSW-Bundesebene, man habe aus den Fehlern in Thüringen und Brandenburg gelernt, nur Lippenbekenntnisse sind. Ausgerechnet den Grünen und der Linkspartei überlässt man beim Thema digitale Überwachung nun die Position, als einzige im sächsischen Landtag für Bürgerrechte einzutreten.
Smartphones hacken, Gesichter scannen: CDU, SPD und BSW wollen Überwachung in Sachsen ausweiten
https://netzpolitik.org/2026/smartphones-hacken-gesichter-scannen-cdu-spd-und-bsw-wollen-ueberwachung-in-sachsen-ausweiten/
Das hätte das BSW von Anfang an tun sollen.
Brandmauern sind undemikratisch (Punkt)
Generell möchte ich feststellen:
Wenn wir in unsere Gesellschaft nicht schleunigst ihre verhäerteten Feindbilder abbaut,
die inneren (AfD, …), wie auch die äusseren (Russland), wird unsere Gesellschaft und unser Land nicht überleben.
In einer Demokratie sollte doch jede Partei mit jeder anderen Partei in Sachfragen zusammenarbeiten können. Da dürfte es gar keine Brandmauern geben.
Bei Diätenerhöhungen klappt das oft erstaunlich gut. 😉
Sorry,
aber dieser Artikel hat nicht sehr viel mit Strategie zu tun, sondern weist nur ein paar oberflächliche Ähnlichkeiten in den politischen Positionierung der AFD und des BSW auf – und das taugt nicht für eine strategische Kooperation.
Wenn man die strategischen Möglichkeiten von Parteien verstehen will, darf man nicht so sehr nach den Gemeinsamkeiten, sondern muss nach den Alleinstellungsmerkmalen schauen, die eben nicht auf oberflächlichen Ähnlichkeiten aktueller Wahlprogramme, sondern auf den grundlegenden Positionen der Parteiprogramme beruht.
Richtig ist, dass beide Parteien die nationale Souveränität betonen, aber die AFD tut dies im selben Sinne wie die MAGA-Partei, indem sie außenpolitisch auf Stärke setzt und damit auch militärische Stärke meint. Darum befürwortet die AFD auch die derzeitige Aufrüstung, während das BSW für „Wirtschaftliche Vernunft“ plädiert und sich klar gegen die schon manisch wirkende Rüstung ausspricht: Das BSW positioniert sich also als Friedenspartei wie ehemals auch die Linke – die die Aufrüstung à la Merz ja durchaus mitgetragen hat – oder eher noch wie die SPD aus der Zeit Willy Brands.
„Die Koalitionen in Thüringen und Brandenburg gelten als strategische Fehler, weil sie den Eindruck verstärkt haben, dass das BSW sich den politischen Spielregeln der Altparteien anpasst.“
Ja, das stimmt – und eben darum schließt das BSW das von nun an auch aus. Und ja, sie könnte damit auf der Länderebene AFD-Regierungen ermöglichen, aber dies nur in dem Sinne, dass es dann eine Minderheitenregierung wäre, die zu jedem Vorhaben die Zustimmung anderer Parteien benötigen würde.
„In dieser Hinsicht muss man konstatieren, dass die traditionellen politischen Kategorien ‚links‘ und ‚rechts‘ heute weitgehend ihre Bedeutung verloren haben, da hierüber inzwischen eine Sprachverwirrung geradezu babylonischen Ausmaßes herrscht.“
Ja, diese Sprachverwirrung besteht, aber man löst sie nicht dadurch auf, indem man so tut, als gäbe es keine grundlegenden Unterschiede zwischen links und rechts! Und wenn man wegen der oberflächlichen „politischen Überschneidungen“ den Kern der Parteien ignoriert, ist das mit Sicherheit der Weg in die Selbstauflösung – wie man es ja z.B. an der SPD unter Klingbeil oder auch der FDP ablesen kann. Die haben sich nämlich dadurch zerlegt, dass sie keine eigene Position mehr vertreten haben, sondern praktisch nur noch der CDU hinterhergelaufen sind, und versucht haben, diese mit unbedeutenden Brotkrümeln anzureichern.
mfG
Die „grundlegenden Unterschiede zwischen links und rechts“ sind die, die man da hineindeutet. Zur politischen Einordnung taugen sie nur noch sehr eingeschränkt.
Das größte Übel für die Altparteien ist vermutlich Putin und Russland, für die AfD sind es die Ausländer. Und für das BSW sollte das transatlantische Regime das größte Übel sein, das es zu bekämpfen gilt. Mit der Ost-AfD gibt es da sogar Übereinstimmungen, mit der Rest-AfD wohl eher nicht, die dürfte sich wie Meloni verhalten. Der US-amerikanische Atlantizismus hat den Westen fest im Griff.
Parteien macht man nicht an Wahlversprechen fest, oder Meinungen Ihrer Mitglieder, sondern einzig und alleine an Ihren Programmen.
Da sieht es gar nicht so schlecht aus für BSW …
Für Nähe zur Basis steht aber keine andere Partei aktuell so deutlich wie eine AfD, und das macht Ihre aktuelle Stärke auch aus.
Aus meiner Sicht heraus, wird es einen anderen Zusammenschluß geben, das BSW vertritt in ganz vielen Bereichen eine andere Politik als die AFD.
AFD +FDP wird zur AFDP
@Raimund ERNST
AfD + FDP 😉Allerdings keine Verschmelzung, getrennt marschieren, vereint schlagen
Das könnte und wird wohl so sein. Bis auch den Elefanten im Raum, den die AfD nicht übersieht, weil dieser die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland massivst verhindert, ist eh alles gleich. Falls jedoch Kubicki seine Partei zu einem Umdenken in der Ukrainefrage bewegen kann, könnte der FDP ein Einzug in den nächsten Bundestag sicher sein. Er hätte die Unterstützung von Teilen der Unternehmerschaft und von denen, welche gegen jegliche kriegerische Auseinandersetzung sind. Wirtschaftlich ergo die gleiche Linie wie die AfD, nur mit einem größerem „demokratischen“ Feigenblatt.😉🤣
Nicht , dass ich mir so eine Zusammenarbeit Wünsche, aber es könnte so kommen.
Sich der Brandmauer anzuschießen war grundlegend falsch, aber das BSW als reiner Mehrheitsbeschaffer der AfD wäre nicht weniger fatal.
Wieso arbeitet man nicht einmal am eigenen Profil, anstatt sich immerzu nur an andere Parteien anzubiedern.
Mein Vorschlag wäre:
1. Keine Koalition mit niemandem. Sachpolitik statt Machtpolitik.
2. Gegen Rüstung. Keine weiteren Waffenlieferungen an Israel und die Ukraine
3. Gegen den sozialen Abbau
Die politische Aufgabe des BSW bestünde dann nicht mehr in irgendeiner Regierung mit zu mauscheln, sondern schlicht darin, zu versuchen, noch das Schlimmste, nämlich den Krieg und die weitere Verelendung zu verhindern.
„Wieso arbeitet man nicht einmal am eigenen Profil, anstatt sich immerzu nur an andere Parteien anzubiedern. …“
Du hast absolut Recht, aber wie kommst du auf die Idee, dass man im BSW nicht lernfähig wäre? Das eines der Grundübel im Lande, man informiert sich nicht, was ganz einfach wäre, man pflegt lieber seine Vorurteile. Man bräuchte nur hinzuhören, was Sahra Wagenknecht in ihrem Interview bei Overton sagt und auf den Seiten des BSW nachzusehen.
https://www.youtube.com/watch?v=ZFXiDzT9aD4
https://bsw-vg.de/kategorie/aktuelles/
Wir müssen endlich aufhören, uns mit dem politischen Spaltkeil der Links-Rechts-Zuordnung auseinander treiben zu lassen!
Worauf es heute mehr als je zuvor ankommt, ist die dringende Vereinigung der „VERNÜNFTIGEN“ gegen die „UNVERNÜNFTIGEN“ zu einem gemeinsamen (Macht-) Block der VERNUNFT. Denn „Vernünftige“ gibt es in (fast) jeder politischen Strömung.
Und dazu ist vor allem eines von Nöten:
Man darf NICHT mehr nur ÜBEREINANDER reden, SONDERN muß endlich MITEINANDER reden.
Insofern ist die Frage: „BSW und AfD: Soll das zusammengehen?“ auch nicht pauschal mit „Ja“ (oder „nein“) zu beantworten (bzw. auf BSW und AfD zu beschränken), sondern dem Test-Kriterium zu unterziehen, ob dieses „Zusammengehen“ einer (vernünftigen) Sache (z. B. demokratische Freiheit im Land und friedliches Miteinander mit unseren Nachbarn zum beiderseitígen Vorteil) dient. Und das ganz OHNE ideologische Restriktionen.
Das impliziert nicht automatisch, dass man in allen Sachfragen einer Meinung ist.
Aber wer weiß:
Wenn Gespräche erst einmal in Gang gekommen sind, ergeben sich bei allen Beteiligten neue Sicht- und Denkweisen, die zumindest das Potential haben, weitere Gemeinsamkeiten zu erkennen bzw. herauszuarbeiten und in der politischen Arbeit umzusetzen.
„Wenn Gespräche erst einmal in Gang gekommen sind, ergeben sich bei allen Beteiligten neue Sicht- und Denkweisen, die zumindest das Potential haben, weitere Gemeinsamkeiten zu erkennen bzw. herauszuarbeiten und in der politischen Arbeit umzusetzen.“
Das klappt ja noch nicht mal innerhalb der AFD und BSW.
Dass die AFD mit ein paar außenpolitischen Positionen punktet, geschenkt. Sind dort doch die Positionen der sogenannten etablierten Parteien einfach nur irre zu nennen. Aber trotz manch moderat erscheinender Anflüge, lugt bei der AFD doch stets das Anbiedern an den sprichwörtlichen deutschen Spießer und Opportunisten in Reinkultur vom Typ : „Das wird man wohl noch sagen dürfen“ durch. Das wirkt alles in allem fadenscheinig und auch scheinheilig, zumal grundlegende neoliberale Positionen vertreten und sogar eher noch um den Hautgout eines populistischen Sozialdarwinismus angereichert werden. Außerdem kommt sie mit ihrem Nazifolkloretick etwas altbacken rüber. Gewählt wird sie in rückständigen Regionen von ebensolchen Leuten, die sich immer ein Früher herbeiwünschen, das es historisch nicht gab. Die Brandmauerei hat der AFD bis jetzt mehr genützt als geschadet. Sie profitiert vom Mythos der Systemalternative, die sie definitiv nicht ist und auch nur so viel von ihr sein will, wie sie es vordergründig für opportun hält. Den etablierten Parteien liefert sie eine Folie, um sich selbst als lupenreine Demokraten inszenieren zu können, die sie ebenfalls nicht sind und was ihnen auch von immer weniger Leuten abgenommen wird.
Für die beiden eine so called Win-Win-Situation, wenn auch eine prekäre.
Das BSW dagegen ist ein ernstgemeinter Versuch überhaupt linke Positionen in die rezente Politik einzubringen. Positionen wie sie eine SPD längst aufgegeben zu haben scheint und auch solche die von einer woken Reaktion links liegengelassen wurden, als diese das Label „links“ gekapert hat.
Sicher ist, dass das BSW Fehler gemacht hat, in fast alle offenen Messer und aufgestellten Fallen lief, aber doch noch einigermaßen aufrecht da steht und glaubhaft die Chance hat, sich zu erholen.
Sich aber mit der AFD gemein zu machen, wäre tödlich.
In diesem Land halte ich mittlerweile alles für möglich!
Das Wichtigste ist doch schließlich, an die Tröge zu kommen!
Wer da mit wem….spielt alles keine Geige!