
Während die Konzentration Europas auf Russland und die Ukraine gerichtet ist, vollzieht sich im Hintergrund eine historische Tragweite. China baut sein Atomwaffenarsenal rasant aus. Die Folgen reichen über Ostasien hinaus.
Die internationale Debatte über Atomwaffen wird von Erfahrungen des Kalten Krieges geprägt. Jahrzehntelang standen die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion bzw. Russland im Mittelpunkt strategischer Überlegungen. Abschreckung, Rüstungskontrolle und nukleare Beständigkeit wurden auf diese beiden Atomsupermächte übertragen.
Dieses Denken prägt Sicherheitsdebatten bis heute. Im 21. Jahrhundert entwickelt sich das völlig anders. Während Europa auf Russlands Krieg gegen die Ukraine blickt und die Vereinigten Staaten ihre Aufmerksamkeit zwischen Europa und dem Indopazifik aufteilen müssen, entsteht eine neuartige nukleare Konstellation.
Vom Minimalarsenal zur Großmachtstrategie
Früher verfolgte die Volksrepublik eine zurückhaltende Nuklearstrategie. Seit ihrem ersten Atomwaffentest im Jahr 1964 setzte die chinesische Führung auf eine Minimalabschreckung. Das Ziel war nicht mit den riesigen Arsenalen der USA oder der Sowjetunion gleichzuziehen. Stattdessen sollte lediglich gesichert werden, im Angriffsfall glaubwürdig zurückschlagen zu können. Diese Taktik unterschied China von den beiden Atommächten des Kalten Krieges. Während Washington und Moskau Zehntausende Sprengköpfe anhäuften, blieb das chinesische Arsenal eher klein.
Mittlerweile hat sich das geändert. Satellitenaufnahmen zeigten den Bau von Raketensilos in mehreren Regionen Chinas. Zugleich investiert Peking in moderne Trägersysteme, U-Boote und mobile Raketenplattformen. Die Erweiterung erfolgt so rapide, da China seine nukleare Rolle neu definiert.
Warum China aufrüstet
Die chinesische Führung betrachtet die Weltpolitik als andauernde Konkurrenz. Aus Pekings Sicht versuchen die Vereinigten Staaten, den chinesischen Aufstieg einzudämmen. Militärische Bündnisse im Indopazifik, Waffenlieferungen an Taiwan und die technologische Rivalität zwischen beiden Staaten verstärken diese Wahrnehmung. Daher erscheint die Ausdehnung der Atomkapazitäten als logische Konsequenz. Atomwaffen dienen nicht primär der Kriegsführung. Sie sind Drohinstrumente und sollen Gegner abhalten, militärischen Druck auszuüben oder eine Eskalation zu riskieren.
Je stärker China technologisch und militärisch aufsteigt, desto wichtiger wird für die chinesische Führung eine nukleare Absicherung. Der Arsenalausbau ist weniger eine aggressive Expansionspolitik als vielmehr ein umfassendes Projekt planvoller Gleichrangigkeit mit den Vereinigten Staaten.
Das Ende der bipolaren Nuklearordnung
Die Relevanz dieser Entwicklung liegt nicht in der Anzahl chinesischer Sprengköpfe. Entscheidend ist die Veränderung des internationalen Systems. Die Stabilität des Kalten Krieges beruhte auf eine Bipolarität. Zwei Supermächte standen sich gegenüber, beobachteten einander und kreierten Mechanismen zur Krisenkontrolle.
Mit dem Aufstieg Chinas beginnt eine komplexere Situation. Daraus resultiert eine Konstellation, in der drei große Nuklearmächte miteinander konkurrieren.
Diese Dreiecksstruktur erschwert vorausschauende Berechnungen massiv. Entscheidungen einer Seite beeinflussen nun mehrere Akteure gleichzeitig. Die klassische Logik der Abschreckung wird komplizierter und potenziell instabiler.
Die Krise der Rüstungskontrolle
Die internationale Rüstungskontrolle befindet sich in einer existenziellen Krise. Etliche Vereinbarungen des Kalten Krieges entstanden für zwei dominierende Atommächte. Sie sind begrenzt auf eine multipolare Ordnung übertragbar.
China war an vielen dieser Abkommen nicht beteiligt und zeigt kaum Interesse, sich auf Obergrenzen festlegen zu lassen. Aus chinesischer Sicht wäre das unklug. Solange die USA und Russland größere Arsenale besitzen, sieht Peking kein Anlass sich atomar einzuschränken. Das Ergebnis ist ein strategisches Vakuum. Die bestehenden Institutionen werden obsolet, während innovative Maßstäbe noch nicht erkennbar sind.
Taiwan als potenzieller Krisenherd
Taiwan stellt aus Sicht der chinesischen Führung eine Kernfrage nationaler Souveränität dar. Für die USA hat Taiwan oberste Priorität. Die Taiwanstraße ist eine der gefährlichsten Konfliktzonen weltweit. In solchem Szenario werden nukleare Fähigkeiten maßgeblich. Sie sollen verhindern, dass regionale Konflikte zur direkten Konfrontation zwischen Großmächten eskalieren. Paradoxerweise erhöht atomare Abschreckung die Risiken von Fehlkalkulationen. Wenn mehrere Staaten versuchen, Entschlossenheit zu demonstrieren, können Missverständnisse schwerwiegend sein.
Europas blinder Fleck
In Europa wird Chinas nuklearer Aufstieg zu wenig diskutiert. Der Fokus konzentriert sich auf Russland und den Ukraine-Krieg. Langfristig könnte die chinesische Entwicklung mindestens ebenso gewichtig sein.
Die Aufstockung chinesischer Nuklearstreitkräfte modifiziert die globale Balance. Er beeinflusst amerikanische Sicherheitsprioritäten, die Stabilität internationaler Bündnisse und die Zukunft der Rüstungskontrolle. Europa ist davon keinesfalls unberührt. Wenn die Vereinigten Staaten ihre Ressourcen auf den Indopazifik konzentrieren, könnte dies die europäische Sicherheitsarchitektur umkrempeln.
Die neue strategische Realität
Der nukleare Aufstieg Chinas ist keine Randnotiz internationaler Politik. Er markiert einen tiefgreifenden Einschnitt der Machtverhältnisse. Daraus ergibt sich eine Entfernung von dem relativ sicheren Atomzeitalter nach dem Zweiten Weltkrieg. Anstelle einer Bipolarität tritt ein System mehrerer konkurrierender Machtzentren. Für die internationale Sicherheit heißt dies mehr Unsicherheit sowie schwierigere Abschreckungsbeziehungen für die Rüstungskontrolle.
Der Einfluss des chinesischen Nuklearausbaus liegt nicht allein in Raketen oder Sprengköpfen. Sie liegt in der Erkenntnis, dass das 21. Jahrhundert nicht nach den Regeln des Kalten Krieges funktioniert.
Wer die Zukunft der Atomwaffenpolitik verstehen will, muss nicht nur nach Moskau oder Washington schauen. Der eigentliche Wandel findet zunehmend in Peking statt.





Nun ja, nur wegen China durfte Russland Anfang der 90’er diverse Waffen behalten anstatt die wie in Europa zu verschrotten. Die russischen Waffen mussten lediglich hinter den Ural gestellt werden.
Und während der Regierung Obama wurde das Thema das Begrenzungen von Atomwaffen eigentlich zwischen zwischen Russland, China und den USA verhandelt werden sollten auch öfters von Obama auf den Tisch gelegt, leider ohne Erfolg.
Meines Wissen hat doch grade Friedennobelpreisträger Obama das größte Nuklearprogramm der Menschheitsgeschichte ins leben gerufen.
„Vende“ ist ein Infiltrator vom Mainstream bezahlt und ausgebildet uns weiterhin mit den Russen schlechtzustellen und der aktiv auf den nächsten Krieg hinarbeitet… nichts weiter!
Ja, auffallend oft erster Kommentar. Als wenn Overton Postings überwacht
würden, um schnell das Narrativ zu lenken… 🤡 Nein! Doch! Oh!
Im Prinzip verfeinerte Technik der Zersetzung und moralisch
verwerflichste Form des viralen Marketings, also genau das,
was man Russland seit Jahren mit sogenannten „Putintrollen“
vorwirft, um jeder Opposition in D zu diskredieren.
Im Westen entspricht ja der ist Etat für Psyops quasi dem gesamten
Militärbudget anderer Staaten…
Genau, wie jede Kritik in das rechte Spektrum verschoben wird,
etc., etc., etc.
Schick uns doch mal die Adresse der Mainstream AG, damit wir uns dort bewerben können.
Zahlen die gut?
Durch die neoliberale Mißwirtschaft sind an der Peripherie des „freien Westen“ bereits ganz offen faschistische Regime an der Macht, im verfallenden Zentrum ist irrationale und barbarische Politik an der Tagesordnung. Atomwaffen stellen die beste Verteidigung dagegen dar und sind nur der i-Punkt auf der sich verfestigenden technologischen Überlegenheit. Es werden schon ein paar Flugzeugträger untergehen bevor sich die Frage des Einsatzes überhaupt stellt.
„Anstelle einer Bipolarität tritt ein System mehrerer konkurrierender Machtzentren. Für die internationale Sicherheit heißt dies mehr Unsicherheit sowie schwierigere Abschreckungsbeziehungen für die Rüstungskontrolle.“ – Dem würde meinereiner zweifelsohne zustimmen.
„Wer die Zukunft der Atomwaffenpolitik verstehen will, muss nicht nur nach Moskau oder Washington schauen. Der eigentliche Wandel findet zunehmend in Peking statt.“ – Das kann aber nicht die Lösung des Problems sein. Aus der Sicht Chinas ist es verständlich, wenn China auch atomar aufrüstet, auch wenn das Ressourcen kostet und Wohlstand vernichten wird. Waffen produzieren keine Lebensmittel, kein Tierfutter, keine Kühlschränke, keine Lautsprecherboxen, keine Schuhe, keine Fahrräder, keine Gartenscheren, keine Badezimmerarmaturen usw. Waffen vernichten bei der Produktion Ressourcen, ihre Instandhaltung kostet Geld und sie vernichten im Ernstfall Menschenleben und materielle Güter.
Das Problem liegt bei den anderen beiden „Großmächten“ allen voran den USA. Diese Großmächte müssten aufeinanderzugehen und auf China und sagen: Wir brauchen atomare Abrüstung und keine atomare Aufrüstung. Das wird schwierig bei einem Staat wie den USA, die Jahr für Jahr insgesamt rund eine Billion Dollar für das Militär ausgeben und damit etwa 10x so viel wie Russland.
Können sich Tragweiten vollziehen? Gar im Hintergrund? Ich fürchte, nicht, – auch nicht eine einzelne historische.
So ganz verstehe ich den Artikel nicht, was er uns denn eigentlich sagen möchte. Ja, China rüstet kräftig auf und es hat auch reichlich Grund dazu.
Es ist auch nicht so, dass der kalte Krieg erst gestern zu Ende gegangen wäre oder das China erst gestern zur unübersehbaren Macht aufgestiegen ist. Was genau möchte uns dieser Artikel mitteilen?
Das China schuld ist.
Kein Wort deshalb über französische oder britische Kernwaffen. Die haben sich nämlich im kalten Krieg auch verbeten, in Rüstungskontrollmaßnahmen einbezogen zu werden.
Kommt davon, wenn man an einer deutschen Hochschule in „Politikwissenschaft“ promovieren möchte. Nicht dass noch die Doktorväter den Daumen senken…
„So ganz verstehe ich den Artikel nicht, “
Nun, ja ist nun mal so. Da man nicht mit 2, 3 klaren Sätzen sagen kann oder darf, was Sache ist, muss man halt weitschweifig um die Tatsachen herum schreiben.
Die Chinesen beobachten sehr genau, was da in der Welt vor sich geht und ziehen ihre Schlussfolgerungen. NATO, EU und die USA haben China zu ihrem Feind erklärt. Die NATO hat 1999 die chinesische Botschaft in Belgrad mit sechs schweren Sprengbomben bombardiert. Das war kein Fehltreffer, sondern eine bewusste Aktion! Dann schickt die NATO regelmäßig Kriegsschiffe vor die Küste Chinas, um den „Schlitzaugen“ klar zu machen, das Ostchinesisches Meer und Südchinesisches Meer Binnenseen der NATO sind. Bei solchen tollwütigen Kriegstreibern wie der NATO ist es besser, genügend Pulver vorrätig zu haben…
Dann hat China gesehen, was die NATO mit dem Irak, Afghanistan, Syrien und Libyen gemacht hat…die Allesamt keine Kernwaffen besitzen… Und das das kleine Nordkorea, das Kernwaffen besitzt, zwar von den „FakeNews“Medien angebellt wird. Aber die tollwütige Bulldogge NATO macht geflissentlich einen Bogen darum herum….
Dann sieht China, das Japan seine pazifistische Verfassung aufgegeben hat und massiv aufrüstet. Sowohl mit „dem Westen“ als auch mit Japan hat China in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Und die Erinnerung daran ist doch recht tief. Zumal japanische Politiker sehr viel dafür tun, die Erinnerungen an japanische Kriegsverbrechen und Völkermord frisch zu halten.
China tut gut daran, sich vorzubereiten, wenn der „Westen“ und seine Vasallen versuchen, die 500jährige Vorherrschaft über die Welt mit Allen Mitteln aufrecht zu erhalten.
Es ist doch kein Wunder, dass China aufrüstet, auch mit Atomwaffen.
Trotz aller Lippenbekenntnisse zu der vor der UNO beschlossenen Ein-China-Politik, rüstet der Westen, allen voran d,ie USA, Taiwan auf und will diese Provinz Chinas, die eine gewisse Teil-Autonomie besitzt, dazu anstacheln, einen eigenen Staat auszurufen, wohl wissend, dass dies eine rote Linie für China ist und dass dies offenen Krieg auslösen würde.
Taiwan soll gegenüber Festland-China die gleiche Rolle einnehmen, wie die Ukraine. Es soll ein militärischer Rammbock installiert werden, über den man dann Krieg gegen China führen kann. Natürlich nur, um Taiwan zu unterstützen, denn Taiwan würde dann ja wie derzeit die Ukraine „für unsere Freiheit“ kämpfen.
Die Chinesen sind nicht dumm. Nachdem sie gesehen haben wie der Westen Russland bei den Abrüstungsverträgen, angefangen mit dem ABM Vertrag, über den Tisch gezogen und betrogen hat, werden sie sich auf nichts einlassen und ihre strateigischen Pläne durchziehen. China weiß aus leidvoller Kolonialgeschichte, was es vom Westen zu erwarten hat.
Wenn sich der Westen nicht endlich entschließt, mit China zu kooperieren – und China streckt dafür die Hand aus – sondern die Konfrontation sucht, dann wird er untergehen.
Auch ohne China ist da schon einiges aus dem Ruder gelaufen. Die einseitigen Kündigungen des ABM und später des INF-Vertrages der USA zum Beispiel, um zwei wichtige Errungenschaften offenbar vernünftgerer Staatsführer als die gegenwärtigen noch in der Periode des Kalten Krieges zu nennen.
den US-Strategen stosst bitter auf, dass China nicht mehr die Werkbank des Westens ist, sondern den Westen überholt hat, vielleicht noch nicht militärisch aber wirtschaftlich sehr nahe dran sind und das finden die US-Amerikaner gar nicht gut.
**Für die USA hat Taiwan oberste Priorität**
USA rüsten Taiwan bis zur Halskrause auf und das finden die Chinesen nicht gut. Umgekehrt wäre doch eine Aufrüstung Mexikos durch China für die Amerikaner ein absolutes NO GO oder nicht?
Die Taiwanstraße führt nun mal an der chinesischen Küste vorbei und nicht an der West- oder Ostküste der USA.
**Aus Pekings Sicht versuchen die Vereinigten Staaten, den chinesischen Aufstieg einzudämmen.**
Zu spät wirtschaftlich und auch militärisch, ein Angriff auf China bekommt dem US-Amerikaner auch nicht gut, er sollte/muss erkennen, dass auch sein
Homeland danach verseucht ist.
Was haben die USA überhaupt vor der
Haustür der Chinesen zu suchen, was haben die USA an der Westgrenze Russlands zu suchen?
Solche Fragen stellt sich der Westen und seine Fans nicht, für die geht es nur vorwärts, die „Vorwärtsverteidigung“ der USA/Nato führt unweigerlich in den Abgrund, denn mittlerweile lassen sich viele
Staaten im Süden nicht mehr von ihm domestizieren.
Es scheint ja ein us-amerikanischer Tick, eine Blaupause zu sein, nationalistische Formationen nah am vermeindlichen Gegner aufzurüsten und jenen damit zu provozieren. Aber was will man machen, wenn ein Militärapparat mit einem Jahresbudget von einer Billion Dollar am laufen hält, – eben: Krieg. Wegen des Dollars natürlich und dabei nicht vergessen, immer schön das fadenscheinig gewordene, gerupfte Fähnchen der liberalen Demokratie hochhaltend in die Kamera zu lächeln.
Welche direkten Interessen wirtschaftlicher oder militärischer Notwendigkeiten haben denn die USA an der Taiwanstraße, wieviele amerikanische Handelsschiffe oder Kriegsschiffe MÜSSEN denn durch die Taiwanstraße fahren, um in die USA oder ihren Heimathafen zu gelangen?
Keine?
Dann wird wohl doch die Nutzung Taiwans als unsinkbarer Flugzeugträger gegen China im Vordergrund stehen.
Die Mikrochips können es ja auch schon nicht mehr sein, seit TSMC Werke in den USA in Betrieb nimmt.
Kann man mal drüber nachdenken. Solche eher verschleiernden Floskeln wie im Artikel sind dabei nicht hilfreich.
Dieser Beitrag, der keine Zahlen, Daten und Fakten enthält, soll offenbar ein Kommentar sein, trotzdem erschließt sich nicht so recht, wofür die Autorin plädiert. In den USA diskutieren „China-Falken“ schon seit Jahren unter dem Stichwort „Thukydides-Falle“ (der beschrieb die Machtverhältnise zwischen Athen und Sparta) einen Präcentivkrieg gegen China bevor dieses zu stark werde. Da bleibt den Chinesen wenig übrig, als ein hinreichend großes Abschreckungspotenzial aufzubauen. Das sollte idealerweise einen US-Angriffskrieg a la Iran verhindern.
In China ist sicherlich auch nicht in Vergessenheit geraten, dass Eisenhower 1954 im Konflikt um die heute von Taiwan verwalteten Quemoy-Inseln (unmittebar vor dem Festland, vor der Millionenstadt Xiamen) mit Nuklearschlägen gedroht hat.
Ein „US-Angriffskrieg a la Iran“ dürfte den Chinesen die geringsten Sorgen machen. Wie sollte sowas funktionieren? Bei einer ernsthaften Auseinandersetzung würden Invasionsflotten bereits im Pazifik versenkt und da wird dann auch niemand im Umkreis von 1000km zu Küste einfach so rumfliegen können. So dämlich dürften die USA dann wohl doch nicht sein zu glauben, dass das besser laufen würde als gegen den Iran.
Ich denke es geht hier vor allem um das Potential die USA im Ernstfall mit einem Zweitschlag in Schutt und Asche legen zu können, damit niemand von diesen Dr. Strangelove-Typen, die es in den USA zuhauf gibt glaubt, man könnte einen Atomkrieg gewinnen.
Rüstungskontrolle? Gibt es die überhaupt noch? Die USA haben meines Wissens alles auslaufen lassen oder gekündigt, in dem Wahn, die dominante Weltmacht zu werden und für alle anderen Staaten die Regeln vorgeben zu können, so, wie es für ihre wirtschaftliche und militärische Vorherrschaft notwendig oder sinnvoll ist und wie es die EU/Nato Regierungen wollen.
DEr lange Prozess des wirtschaftlichenAufholens und sogar Überholens durch China wurde von USA durch Handelskriege und militärische Bedrohung, wie die Aufrüstung und zunehmende Anerkennung Taiwans und den Aufbau von Militärpräsenz rund um China und durch angedrohte Stellvertreterkriege behindert, teilweise gestoppt und wir als gehorsame, europäische Hilfsvölker machen dabei bereitwillig mit. Da ist doch klar, dass China Bündnisse schließt, massiv aufrüstet und eigene Bedrohungskapazitäten schafft.
Der Ukraine Krieg ist nur ein Nebenkriegsschauplatz in diesem weltweiten Kampf der USA um ihre absolute Dominanz.
Europas Krieg dient ‚ihnen‘ selbst, um sich zu befreien, nur von was?
Europa, hingegen aller medialen Beschwörungen, benötigt Märkte zu bedienen.
Diese Märkte wurden durch die gleichen entwickelt, um sich selber weiter auf der Schöpfungsinsel zu begeben.
Die westliche Politik betreibt bzw. überträgt, weiterhin ihr Finanzmonopol in diese Welt.
Die norierten Währungen sprechen ihre eigene Sprache auf den Börsen. Das generierte Kapital, wandert weiterhin dorthin, wo das angesiedelt ist.
Die heutige Politik, generiert massen an ‚Brain storm‘. Ergo werden Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, um bessere Verhältnisse zu erhalten.
Diese sogenannte Politik, egal woher diese kommt, unterliegt dem System der Simulation.
Heute existiert kein Staat, der sich für Freiheit engagiert!
Wer Freiheit anstrebt, wird durch das System zerstört…
„Mittlerweile hat sich das geändert. Satellitenaufnahmen zeigten den Bau von Raketensilos in mehreren Regionen Chinas. Zugleich investiert Peking in moderne Trägersysteme, U-Boote und mobile Raketenplattformen.“
Daraus kann man aber nicht entnehmen, in wie weit und ob, nun China auch die Anzahl der atomaren Sprengköpfe erhöht hat. Raktensilos können auch für Raketen, speziell Hyperschallraketen, ohne atomare Sprengköpfe genutzt werden (und könnten auch sinnvoll sein, um eben Flugzeugträger und andere Flottenverbände weit aus der Entfernung auszuschalten), gleiches gilt für mobile Raketenplattformen. Und auch nicht alle U-Boote werden nun unbedingt mit atomaren Raketen (bzw. Sprengköpfen) bestückt werden (oder sein).
Oder anders ausgedrückt mir fehlt ein Beleg oder eine (seriöse) Quelle aus der nun hervorgeht, dass China die Anzahl der atomaren Sprengköpfe erhöht (bzw. sogar rasant erhöht hat).
Nur mal um eine Größenordnung zu haben.
Geschätzte Anzahl der Kernwaffen (Von einer KI zusammengestellt):
Russland: 4.300 bis 5.500
USA: 3.700 bis 5.200
China: 600 bis 620
Frankreich: 225 bis 370
Vereinigtes Königreich: 225
Indien: 180 bis 190
Pakistan: 170
Israel: 90
Nordkorea: 50 bis 60
„Oder anders ausgedrückt mir fehlt ein Beleg oder eine (seriöse) Quelle aus der nun hervorgeht, dass China die Anzahl der atomaren Sprengköpfe erhöht (bzw. sogar rasant erhöht hat).“
Eine Verbesserung der Trägersysteme erhöht (meistens) die Wirksamkeit der „Nutzlast“, reines zählen der Bomben führt in die Irre.
Das ist sehr bedauerlich. Das folgt der Logik des klassischen Atomkriegs, in dem man immer mehr Atomsprengköpfe haben muss als der Gegner. Was im Kalten Krieg zu mehrhundertfachen Overkills geführt hat. Genau das kriegen wir jetzt wieder, wenn die Amerikaner nachziehen.
Es passt nicht zu der sonstigen chinesischen Politik. Die Amerikaner brauchen 800 Militärbasen, um die Handelswege abzusichern. Die Chinesen stellen riesige Invests in die Dritte Welt, ohne einen einzigen Soldaten.
Miliärbasen? Eine, in Dschibouti. Da haben alle Militärmächte der Welt eine Niederlassung. Bedeutet nichts.
„Es passt nicht zu der sonstigen chinesischen Politik. Die Amerikaner brauchen 800 Militärbasen, um die Handelswege abzusichern. Die Chinesen stellen riesige Invests in die Dritte Welt, ohne einen einzigen Soldaten.
Miliärbasen? Eine, in Dschibouti. Da haben alle Militärmächte der Welt eine Niederlassung. Bedeutet nichts.“
Nur weil ein Kartenhaus bisher nicht zusammen gefallen ist bedeutet das noch lange nicht das es auch in Zukunft nicht zusammen fällt.
Wie schade, schon wieder so ein liebloser und am Ende nichtssagender Artikel aus den Federn der KI.
Ich bitte darum, dass so etwas transparent gemacht wird, bzw. die Redaktion vor Veröffentlichung einen vernünftigen KI-Check durchführt.
Der Artikel enthält leider nichts Neues. Finde auch die Ausrichtung des Artikels nicht gut, siehe unten.
„Chinas nuklearer Aufstieg: Die unterschätzte Veränderung der globalen Ordnung“ Panikmache die am Ende genutzt wird um in Deutschland weiter aufzurüsten.
Ja China rüstet auf, es ist eine Anpassung an ihre gestiegene Wirtschaftlichkeit und eine Reaktion auf den Westen. Wieso wird China ständig provoziert, wieso gurken deutsche Kriegsschiffe da unten rum, was haben die da zu suchen? Fehlt mir im Artikel zb. Deutschland rüstet auf obwohl seine Wirtschaftlichkeit sinkt, das macht mehr Sorgen.
China wird die Militärmacht des 21 JH werden, davon kann man ausgehen. Können wir daran was ändern? nicht mehr. Ändert sich dadurch was für uns? im Prinzip nicht.
Bis jetzt seh ich eher positives, das fehlt mir im Artikel China ist derzeit, wissen wir natürlich nicht obs so bleibt, eher ein ausgleichender Faktor. China hat im Iran Konflikt Druck auf die Angreifer ausgeübt. Versucht in anderen Kriegen die Konflikte zu beenden. Von Taiwan mal abgesehen. Taiwan wurde aber erst zum Problem als sich der Westen eingemischt hat.