China und der Persische Golf – für ein Kriegsende und eine friedliche Lösung

China blickt auf Golfregion
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Im Zusammenhang mit der völkerrechtswidrigen Aggression der USA und ihres Verbündeten Israel gegen Iran sowie den iranischen Reaktionen auf amerikanische, kriegsunterstützende Einrichtungen in den Golfstaaten, kursieren in den Medien zahlreiche Fehlannahmen zur Rolle Chinas. Sie beruhen teils auf Informationsmangel, teils auf unrealistischen Einschätzungen, teils auf gezielten Verzerrungen.

Es wird in westlichen Medien manchmal behauptet, dass China sich nicht explizit gegen die Angriffe der USA und Israels gestellt hat. Das ist falsch. China hat den Militärschlag der USA und Israels gegen den Iran scharf verurteilt. Der chinesische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Fu Cong bezeichnete die USA ausdrücklich als den „Urheber der Iran-Krise“. Er warf den USA vor, durch ihren einseitigen Austritt aus dem Atomabkommen und den Militärschlag die diplomatischen Bemühungen zunichtegemacht zu haben.

Der chinesische Außenminister Wang Yi rief auf der Pressekonferenz anlässlich der beiden Kongresse im März 2026 in Beijing in Bezug auf die Angriffe auf den Iran zu einem sofortigen Stopp der militärischen Operationen auf und forderte von allen Seiten, „so schnell wie möglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren“. Die Angelegenheiten im Nahen Osten sollten von den regionalen Ländern unabhängig entschieden werden, sagte Wang. “Eine Farbrevolution zu planen oder einen Regimewechsel zu suchen, wird keine Unterstützung finden“, meinte er. China hat eine umfassende diplomatische Initiative gestartet um zur Deeskalation beizutragen.

„Den Sack schlagen, aber den Esel meinen“

Viele Journalisten sehen die Welt nur mehr geopolitisch überhöht und nehmen an, dass die Angriffe auf Venezuela und Iran in Wirklichkeit gegen China gerichtet sind.

Die Argumentationen laufen so:

  • Die USA benutzen den Angriff auf Venezuela und Iran, um China von Öllieferungen abzuschneiden
  • Die USA hoffen, China daran zu hindern, Renminbi zu verwenden, um Chinas Ölimporte zu begleichen und versuchen die Hegemonie des US-Dollars aufrechtzuerhalten
  • Die USA unterwerfen zuerst Chinas Freunde (nächster Kuba), nähern sich schließlich Schritt für Schritt und knüpfen sich schließlich China vor

Warum denken viele Journalisten und Freunde so? Erstens wird die Stärke Chinas grob unterschätzt und gleichzeitig überschätzen viele die Stärke der USA und glauben die großspurigen Worte des Maulhelden Trump über die beste Armee der Welt.

Viele überschätzen auch Trumps strategische Kalkulationen und geistige Fähigkeiten, er ist bekannt für kurzfristige einfache Sichtweisen. Es geht ihm darum, eine für die USA und Israel akzeptable Regierung im Iran zu installieren, über die er die Ölressourcen kontrollieren, den Einfluss der USA im Mittleren Osten aufrechterhalten und die (eingebildete) Bedrohung durch den Iran für den Statthalter Israel vollständig beseitigen kann. Er spricht auch schon wieder von der Zusammenarbeit Saudi-Arabiens mit Israel.

Es ist zwar sicher so, dass die USA seit Obama Chinas Aufstieg behindern und verhindern wollen, aber nicht alle Handlungen der USA sind auf China gemünzt.

Iran zeigt: „Die USA ist ein Papiertiger.“

Mir fällt in diesem Zusammenhang das berühmte Zitat von Mao Zedong aus dem Jahr 1956 ein: „Die USA ist ein Papiertiger. Sie ist politisch schwach, weil sie sich von dem breiten Volk entfernt, niemand mag sie, auch nicht das amerikanische Volk. Sie ist äußerlich stark, aber in Wirklichkeit nicht furchterregend – ein Papiertiger.“

Man sieht ja schon im Krieg gegen den Iran, dass die USA zwar zu Beginn furchterregend ausschauten, Zerstörungen anrichten, aber nicht imstande sind den Iran zu besiegen. Washington erleidet schwere materielle und finanzielle Verluste, die die Fähigkeit weitere Kriege zu führen stark reduzieren. Die USA verlieren auch durch extrajustizielle Hinrichtungen (also Morde) von Führungspersönlichkeiten anderer Länder und grausame Bombardements von Schulen und Spitälern weltweit an Ansehen und Soft Power.

Die USA ist als Supermacht auf dem Weg des Abstiegs, ist nicht mehr am Gipfelpunkt der Stärke. Es gibt immer mehr Widerstand gegen die amerikanische Politik, aber der Abstieg ist ein langsamer Prozess und die USA werden beim Versuch den Abstieg aufzuhalten leider noch viel Unheil in der Welt anrichten bis sie mit ihrer aggressiven Macht am Ende sind.

Welche Bedeutung hat Iran für China?

Zuerst muss man festhalten, dass China und Iran keinen militärischen Unterstützungspakt abgeschlossen haben, es gibt für China keine rechtlichen Verpflichtungen auf Seiten Irans militärisch einzugreifen und ist auch, nach vorhandenen Informationen, von der iranischen Regierung nicht zum Eingreifen aufgefordert worden. Abgesehen von rechtlichen Nicht-Verpflichtungen ist ein Eingreifen faktisch nicht möglich. China hat keine Flottenpräsenz in der Region, keine Flotten- und Militärstützpunkte, keine Waffenlager, keine Logistikzentren. Wie sollte ein erfolgreiches Eingreifen konkret aussehen? Ein Ding der Unmöglichkeit. China setzt übrigens Truppen im Ausland nur auf Beschluss des UN-Sicherheitsrats, zum Schutz chinesischer Handelsrouten oder zum Schutz (Evakuierung) chinesischer Staatsbürger bei Konflikten ein.

Die Beziehungen Chinas mit dem Iran sind einerseits wirtschaftliche, andererseits politisch-diplomatische, wenn es um die Zusammenarbeit in internationalen Organisationen für eine neue multipolare Weltordnung, eine Aufwertung des Globalen Süden geht.

Man liest in schlecht informierten Zeitungen von einer Abhängigkeit Chinas vom Import iranischen Erdöls. Das ist völlig falsch, nur ca. 14% der chinesischen Erdölimporte kommen aus dem Iran, Iran ist nur an dritter Stelle der Erdölimporteure.

Intensive Beziehungen Chinas mit den Ländern des Golfkooperationsrats

Wenn man die Wirtschaftsbeziehungen betrachtet, sind für China Saudi-Arabien und die Golfstaaten, vor allem die Emirate, wesentlich wichtiger als Iran. Das Außenhandelsvolumens Chinas mit Saudi-Arabien und den VAE ist mehr als doppelt so hoch wie mit Iran. Saudi-Arabien ist Chinas größter Öllieferant, Iran nur an dritter Stelle, und es besteht eine Umfassende Strategische Partnerschaft mit einer hohen Umsetzungsrate. Die kumulierten Investitionen chinesischer Unternehmen in Saudi-Arabien und den Emiraten sind 6 mal so hoch wie im Iran. Viele tausende chinesische Firmen sind in Saudi-Arabien aktiv. Warum ist das so? Weil dort das Geld vorhanden ist.

Diese im Westen überraschend übersehenen Fakten machen auch verständlich, warum China, über den Grundsatz der friedlichen Lösung von Konflikten hinaus, Interesse an einem Waffenstillstand hat.

Chinas Globale Sicherheitsinitiative (GSI)

Da Entwicklung ohne Frieden und Sicherheit nicht möglich ist und die Welt von vielen Krisen erschüttert wird, wurde von China 2022 die ‚Globale Sicherheitsinitiative‘ (kurz GSI) ins Leben gerufen. Mehr als 100 Staaten und Organisationen unterstützen diese Initiative.

Das Wesen dieser neuen Vision von Sicherheit besteht darin, ein Konzept der gemeinsamen Sicherheit zu befürworten, das die Sicherheit jedes Landes respektiert und schützt und nicht nur der stärksten. Es ist ein Bekenntnis zur Zusammenarbeit, zur Schaffung von Sicherheit durch politischen Dialog und friedliche Verhandlungen.

Wesentliche Prinzipien der GSI sind:

  • Verpflichtet bleiben die Souveränität und territoriale Integrität aller Länder zu respektieren
  • Verpflichtet bleiben der Einhaltung der Ziele und Prinzipien der UN-Charta
  • Verpflichtet bleiben die legitimen Sicherheitsbedenken aller Länder ernst zu nehmen
  • Verpflichtet bleiben der friedlichen Beilegung von Differenzen und Streitigkeiten zwischen Ländern durch Dialog und Konsultation
  • Verpflichtet bleiben gemeinsame umfassende Sicherheit in traditionellen als auch nichttraditionellen Bereichen aufrechtzuerhalten
  • Den Konsensus festhalten, dass ein Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf

China sieht es für dringend nötig an eine neue Form der Global Governance zu entwickeln, die auf entscheidungsfähigen Strukturen der Vereinten Nationen einerseits und regionalen inklusiven, auf Gleichberechtigung beruhenden Gruppierungen beruht, wie z.B. ASEAN, Afrikanische Union, SCO, CELAC u.a.

China hat kein Interesse an hegemonialen Bündnissen, z.B. an einer G2, wie von Trump ventiliert, China wird auch kein neuer Weltpolizist werden. Es gibt auch kein ehernes historisches Gesetz, das vorschreibt, dass eine aufstrebende Macht unweigerlich Hegemonie anstreben wird. Diese Denkweise ist Brzezinskis hegemonial-imperialistische Schachbrett-Denkweise, die leider von westlichen Politologen verbreitet wird. China ist anders und versteht auch die Lektion der Geschichte des Vereinigten Königreichs, der Sowjetunion und der USA – dass die Hegemonie das Vorspiel zum Abstieg ist. China ist wirtschaftlich und politisch ein berechenbarer, stabiler Partner.

Robert Fitzthum

Robert Fitzthum, Jahrgang 1951, studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und arbeitete als IT-Manager in österreichischen Banken sowie als selbstständiger Unternehmensberater. Er lebt seit 2013 als Schriftsteller in China. Er schrieb „China verstehen” (Promedia-Verlag, 2018) und „Erfolgreiches China” (Goldegg- Verlag, 2021). „Chinas ‚Neue Reise‘: Sozialistische Modernisierung und die Bedeutung der Volksdemokratie” erscheint 2026.
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12 Kommentare

    1. Darum arbeitet sich die USA an immer wahnwitzigeren und schon bei Beginn verlorenen Kriegen ab. Das sieht nur für Leute wie Trump und seine EU-Servilen wie Stärke aus.

      Das schützt die Nachbarn und die Welt aber nicht davor, dass die USA wie auch Israel durch ihr Imponiergehabe und ihre Destruktion anderen Ländern viel Schmerzen verursachen können. Schon geraume Zeit hört man von den EU-Vorderen, dass sie sich in Bezug auf Russland schon alleine damit, also Russland Schmerzen zuzufügen, zufrieden geben und ihre Feindschaftspolitik als erfolgreich ansehen.

      Dass die eigene Bevölkerung durch den verursachten Wohlstandsverlust ähnliche Schmerzen leidet? – Egal.

      Das Große Geld im Westen ist zu groß geworden. Die Politiker sind ihm zu nah. Sie fühlen sich ähnlich unverwundbar, wenn sie nur fest zu ihrem Herrn halten. Das Große Geld kennt nur Konkurrenz, Verdrängungswettbewerb und nutzt dafür Intrigen und Bestechung aller Art – und eben auch Krieg.

      Ich hatte eine Weile gehofft, dass wenn unser Großes Geld bemerkt, dass der chinesische Sozialismus ebenso erfolgreich sein kann wie – und zukünftig womöglich noch erfolgreicher als – der Kapitalismus, dass ein Umdenken einsetzten könnte. Aber alles, was sich EU und Deutschland bisher abgeguckt haben, ist Überwachung, Autoritarismus, Verunrechtsstaatlichung und De-Zivilisation, begleitet von der Einbildung, dass das hilft, weil es der Durchsetzung der Interessen des Großen Geldes hilft. In guter alter westlicher Tradition folgt daraus Krieg, Kriegsbegeisterung und die absurdesten Begründungen, wie eben, dass man so reich sei, dass den Bekriegten der Wohlstandsverlust mehr wehtun wird als dem eigenen Staatskörper und, dass das schon reicht.

      Dass China keinen Krieg führt, merken sie schon gar nicht mehr. Dort regieren Strategen. Im Westen Taktiker, denen ein großer Krawall, zu dem sie den Auftakt gaben, schon so gut gefällt, dass sie komplett zufrieden mit sich sind.

      Ich bin sehr überrascht und ein bisschen begeistert, dass ein China-Kenner China ähnlich einschätzt wie ein Ferndiagnostiker, den ich gut kenne. Wie lange China der Versuchung widerstehen kann, Hegemon zu werden, muss sich noch zeigen.

  1. Richtig, das Öl spielt kaum eine Rolle. Eine Zahl: man rechnet damit, dass in 2026 60 Prozent der zugelassenen LKW in China Elektroantrieb haben werden. Jetzt auch bei den Lastwagen. Der Zeitpunkt, wann China kein Erdöl mehr braucht, ist absehbar.
    Was hingegen zählt, ist Belt and Road. Da, wo die Iraner das Sagen haben, kann gebaut werden, im Gegensatz zu den Ländern, die westlich orientiert sind. Aber wird sich das ändern, wenn in Iran eine demokratisch gewählte Regierung an die Macht kommt? Muss nicht.
    Dann ist es für BRICS natürlich unvorteilhaft, wenn sie so einen Mitglidsstaat wie Iran haben. Der ist nun wirklich überall unten durch, auch wenn das bei Overton noch nicht angekommen ist.
    Einen wirklich triftigen Grund, warum China unbedingt an den Mullahs festhalten soll, gibt es nicht. Und die KP wird sich intern fragen, was denn Karl Marx dazu sagen würde, wenn man ein derart mittelalterliches Terroregime unterstützt.

    1. Da haben Sie etwas verwechselt, das mittelalterliche Terrorregime sitzt in Tel Aviv, und deren Marionetten in Washington, Brüssel und Berlin. Und ja, wir werden demnächst überall mittelalterliche Verhältnisse haben, Hexen werden zwar noch nicht verbrannt, aber Journalisten werden schon ausgehungert und vom Leben abgeschnitten, es gibt Herrenmenschen und zu tötende Untermenschen, der Anfang ist gemacht, Sie können stolz sein.

    2. „man rechnet damit, dass in 2026 60 Prozent der zugelassenen LKW in China Elektroantrieb haben werden“

      Ja, damit rechnen kleine Jungs die mit ihren Elektrobastelbaukästen spielen.

      Aber jeder vernunftbegabte Mensch weiß, dass der einzig sinnvolle Antrieb für LKW Diesel ist.

      1. Wie wahr !

        Werte Vergasergenossen und Genossinnen!
        Werte Gaznossen und Genozzinnen !

        das sonore Brummen des Diesels sagt dem Bauchhirn, hier ist Power !

        Und ein brummender SUV signalisiert der Blondine allerlängste Potenz !

        Schluss mit dem elektrischen Firlefanz ! Schwurbelgenerator statt Batterie für Smartphone und Laptop !

        Die chinesischen Schlitzaugen werden bald, wenn die Hälfte der LKW in Flammen aufgegangen ist, zum Diesel zurückkehren.

        Elektrobatterien werden im Bergwerk von Kindern zusammengebaut, wie berichtet wurde und dann geraten Kobolde in Batterie und Motor. Diese wiederum legen Feuer, weil sie unzufrieden sind. Voll logisch, und von jedem mit Verstand nachvollziehbar. Äusserst gefährlich !

        Daher Ein Volk, Ein Glaube, Ein SUV, Eine Vergasung ! – der Endsieg ist nahe !

        Und Daher weiter volle Kraft voraus auf der Autobahn mit 200 km/h !

    3. Arthur_C: Ach, Erdöl wird nur zur Kraftstoff-Herstellung bzw. zum Verheizen benötigt und somit kommt z.B. die Elektromobilität, aber auch das technische Equipment der EE ohne einen Tropfen Erdöl als Rohstoff aus???
      Was für ein hanebüchener Schwachsinn!

  2. Also im Klartext: Unverschuldet Mittellose haben nirgends auf der Welt eine Lobby, unverdient Besitzende allerdings überlall, die dürfen morden, vergewaltigen und rauben, wie sie wollen, und auch China hat dem nichts entgegenzusetzen. Willkommen in der Barbarei, verbrennt die Bücher der Aufkärung. Vielleicht entsteht ja wirklich mal eine große Katastrophe, durch Umweltzerstörung, überregionale Kriege oder weitere Aufspaltung von Vermögen, die dann einen Neuanfang erfoderlich machen. Bis dahin: frohe Ostern, mit und ohne Feuerwerk zur Menschenverbrennung, die Götter und die Herrscher der Welt wollen das so, und der Rest kauft Milka und geht zum Ostergottesdienst.

  3. ein sehr eindrucksvoller Artikel, der den Blick endlich von dieser naiven „Geopolitik über alles“ hin zu den echten Motiven allen politischen Handelns auf der Welt lenkt. Es geht ums Geld, um die Wirtschaft, ums wirtschaften können!
    Diese unreflektierte Sicht auf die „Geopolitik“ erinnert mich nur noch an diese infantile dummschwätzerische Adelsberichterstattung im ZDF wenn mal wieder so ein Fatzke heiratet oder in diesen Pelzstrampelhosen von seiner Wichtigkeit fabuliert.

    Und zu Trump fällt mir nur dieses Lied von Konstantin Wecker ein ( als er gott sei dank noch kokste und echt kreativ war, wo ist der eigentlich?)
    https://www.youtube.com/watch?v=Vz1PCnIkQUY

  4. „Es gibt auch kein ehernes historisches Gesetz, das vorschreibt, dass eine aufstrebende Macht unweigerlich Hegemonie anstreben wird. “

    Von China sind solche Ambitionen in deren 4.000 jähriger Geschichte nicht bekannt.

    Hoffen wir, dass das so bleibt. Und dass es dennoch das USGBIL-Monster in seine Schranken verweist.

    Niemand kann in Ruhe leben wenn es sein Nachbar (oder der „Weltsheriff“) nicht zulassen will.

  5. Der deutsche Chemieriese BASF hatte genug von Anti-Russland-Sanktionen und europäischen Vorschriften und baute eine Anlage von der Größe einer halben Stadt in China, wo er russisches Gas beziehen kann.

    https://t.me/neuesausrussland/29612

    SO GEHT DAS WENN MAN GEGEN SEINEM BESTEN HANDELPARTNER EINEN VERLOGENEN KRIEG UNTER REGIE DER AMIS FÜHRT !!

  6. Die friedliche Lösung des Robert Fitzthum beinhaltet eine Friedhofs- und eine totalitäre Klausel nach chinesischem Vorbild:

    Mag. Robert Fitzthum
    Mein Aufenthalt während der Pandemie in Südchina

    Ich habe während der gesamten Pandemiezeit in Südchina gelebt und mein positives Gefühl unter Zero-Covid war, dass ich mich 3 Jahre lang sehr sicher vor Ansteckung mit dem Virus gefühlt habe. Die Auswirkungen von Zero-COVID waren bei uns sehr gering, ich hatte nur ganz am Beginn der Pandemie 2020 14 Tage eine sanfte Ausgangssperre, jede Familie konnte nur – außer für Arztbesuche – 1x alle 2 Tage für Einkäufe und Erledigungen die Wohnhausanlage verlassen. Unsere Wohnhausanlage hat einen Waldpark im Inneren, wir konnten im Park ungehindert spazieren und laufen gehen, ich habe täglich meine Runden gedreht. Die Betroffenheit der Menschen von Zero-COVID war sehr unterschiedlich, wir hatten später nie längere Ausgangssperren, im Unterschied zu den Tier-1 Städten. Auch die ländlichen Bereiche Chinas (Bevölkerungsanteil ca. 35%) waren nach den ersten Wochen 2020 kaum betroffen. Die im Westen publizierte ‚Schließung ganz Chinas‘ war eine Fehlinformation, auch wenn man Großstädte wie Shanghai mit mehr als 20 Mio Personen abgesperrt hat, sind das ’nur‘ 1-2 % der Gesamtbevölkerung!

    https://www.acba.at/wp-content/uploads/2023/06/ACBA-Jahresbericht-2022.pdf

    Was man auch nicht vergessen sollte bei dem neuordnenden Propagandagestöber der Lakaien, daß die den Globus zerrüttenden multiplen Krisen systemischen Ursprungs sind und im Rahmen des Systems nicht gelöst werden können:

    Bezüglich Punkt 3, Kern und Peripherie. China entwickelte sich von einem Land der »Peripherie«, zu einem der »Semi-Peripherie«. »Kern« und »Semi-Peripherie« stellten zuvor weniger als ein Drittel der globalen Arbeitskraft. Mit dem Aufstieg Chinas erhöhte sich der Anteil auf die Hälfte. Das heißt die »Peripherie« als Lieferant von billigen Rohstoffen und billigen Arbeitskräften hat sich dadurch enorm verringert. Die klassische Arbeitsteilung lässt sich nicht mehr praktizieren. »Es gibt kein anderes großes geographisches Gebiet, das China ersetzen und einen wirtschaftlichen Mehrwert von einer ähnlichen Größenordnung erzeugen könnte.«

    »Anders als Brasilien, Südkorea und Polen in den 1980er Jahren wird sich die kommende wirtschaftliche und politische Krise des chinesischen Kapitalismus als eine Strukturkrise des globalen kapitalistischen Systems abspielen. (…) Da seine wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Widersprüche den chinesischen Kapitalismus überwältigen, gerät das globale kapitalistische System in eine strukturelle Krise, die innerhalb des eigenen Rahmens nicht mehr gelöst werden kann. Das Zeitalter eines Übergangs ist gekommen«, behauptet Li.

    »Reform, Revolution oder Zusammenbruch« – das sind für Li Minqi die Alternativen.

    Die chinesische Bevölkerung akzeptiert den jetzigen Zustand, »auf der Erwartung basierend, dass trotz der zunehmenden Ungleichheit und Unsicherheit, der Zerstörung der Umwelt und der politischen Unterdrückung der materielle Lebensstandard weiter steigen wird. Aber die kapitalistischen Widersprüche vertiefen sich und Chinas Wirtschaftswachstum verlangsamt sich, der Graben zwischen diesen Erwartungen und den Möglichkeiten des kapitalistischen Systems in China, ihnen zu entsprechen vertieft sich.«
    (Anton Stengl, Chinas neuer Imperialismus – Ein ehemals sozialistisches Land rettet das kapitalistische Weltsystem, S.145/146)

    Man verfährt weiter wie bisher, nur schneller:

    Den Kapitalismus retten
    19. März 2019 Hannes Hofbauer
    Eine Strategiediskussion hochrangiger Denkfabriken – ein Bericht

    Anfang September 2018 trafen sich Banker, Industrielle, Politiker und Wissenschaftler zum „Dialog der Kontinente“ im noblen Pariser Shangri-La-Hotel mit Blick auf den Eiffelturm. Der Einladung des Komitees Reinventing Bretton Woods und des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) waren knapp hundert ausgewählte Köpfe aus Europa, Südostasien und Lateinamerika gefolgt. Auffällig war die weitgehende Abwesenheit US-amerikanischer Führungskräfte. Der Autor verdankt seine Teilnahme einer glücklichen Fügung und der ungewöhnlichen Offenheit der Veranstaltung.
    (…)
    Die Intelligenz wird unmenschlich

    Als dritten Schwerpunkt neben den Themen Protektionismus und Seidenstraße diskutierten die Mitglieder von Denkfabriken, Unternehmer und Wissenschaftler über die Zukunft der künstlichen Intelligenz, der sie grosso modo ein enormen Potenzial zuschreiben. Einer kommenden Strukturkrise des Kapitalismus, so ihre Hoffnung, könne man mit Rationalisierungsinvestitionen in künstliche Intelligenz begegnen. Gleichzeitig schwang die Sorge um die Zukunft von Millionen dann „überflüssig“ gewordener Arbeitskräfte mit.

    Auch in diesem Bereich habe China die Nase vorne, so der frühere rumänische Ministerpräsident und Professor am Bukarester Polytechnikum Petre Roman. Peking betreibe die Entwicklung von künstlicher Intelligenz als militärisch-zivile Mischforschung. In westlichen Ländern gebe es teilweise ethische Vorbehalte von zivilen Ingenieuren, sich an solchen militärisch dominierten Programmen zu beteiligen.

    Künstliche Intelligenz bedeute, so Martin Weis von der „German-Swiss Intelligent Automation“ die Transformation von einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft hin zu einer Datenökonomie. Menschliche Intelligenz werde schrittweise irrelevant. Wie man bereits in der Medizin sehe, werde ärztliches Wissen roboterisiert. So wie im Anschluss an die Industrielle Revolution die physische Kraft des Menschen (Mannes) an Bedeutung verlor und dieser Bedeutungsverlust auch das menschliche Leben beeinflusste, so werde mit der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz der Mensch schlicht dümmer werden. Die Anleitungen, denen iPad- und GPS-getriebene Individuen Stunde für Stunde folgen, gäben bereits einen Hinweis darauf, wohin die Reise geht.

    Auch wirtschaftspolitisch wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Künstliche Intelligenz sei mit unseren derzeitigen Mitteln nicht besteuerbar, zumal die Definition, was Künstliche Intelligenz ist und welche Werte ein Roboter herstellt, noch nicht einmal begonnen hat. Ohne Besteuerung von automatisierter Produktion und Dienstleistungen bleibe allerdings, so Weis, die Frage unbeantwortet, mit welchen finanziellen Mitteln der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit entgegengetreten werden könne. Bei derlei sozialen Fragen hielt sich Benjamin Pring vom IT-Dienstleister Cognizant nicht auf. Der ausgewiesene Techno-Fan postulierte schlicht: „Die Zukunft der Arbeit ist keine Arbeit“.

    Was bei der ganzen Debatte um Künstliche Intelligenz ausgespart blieb, war die Triebkraft kapitalistischer Akkumulation, die ja bereits in unserem ausgehenden Zeitalter der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften zu ständiger Überproduktion führt. Dass eine Roboterisierung von Gesellschaften dem nicht entgegenwirkt, sondern die gegenteilige Gefahr der Beschleunigung und der weiteren sozialen Polarisierung in sich birgt, klang zwar in den Debattenbeiträgen des „Dialogs der Kontinente“ an. Lösungsvorschläge blieben allerdings aus. Und wirklich hoffnungsfroh blickte bei diesem Thema auch niemand auf China.

    https://www.lunapark21.net/den-kapitalismus-retten/

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