Blind in die Katastrophe?

Atomschlag
A0822529, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Es wird immer deutlicher: Die politischen Eliten wollen einen zweiten Kalten Krieg. Wie gefährlich speziell die atomare Konfrontation ist, haben sie vergessen.

„Effektive Abschreckung ist unsere Lebensversicherung“, so Verteidigungsminister Pistorius auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Auf Jahrzehnte hinaus müsse man sich nun auf diese Art der Sicherheitspolitik einstellen. Was Pistorius verkündet, ist nichts anderes als eine Neuauflage des Kalten Kriegs. „Sicherheit“ – so die Überzeugung Kalter Krieger – ist ein Faktor, der durch Hochrüstung erzeugt wird. „Sicherheit“ besteht in der unbedingten und jederzeitigen Kriegsbereitschaft. Also – so sekundiert Habeck, der ins gleiche Horn stößt – müsse nun die Rüstungsproduktion hochgefahren werden.

Was aus der Sicht derer, die auf Konfrontation setzen, zu tun wäre, hört man auch etwa aus Polen. Der polnische Präsident Duda schlägt vor, in seinem Land Atomwaffen aufzustellen. Moskau, nicht faul, platziert seinerseits Nuklearraketen in Belarus und kündigt an, mehrere Iskander-M-Raketensysteme an die finnische Grenze zu verlegen. Diese können auch mit nuklearen Sprengköpfen bestückt werden.

Fehlt nur noch die europäische Atomstreitmacht. Unter anderen schlug der grüne ehemalige Außenminister Joschka Fischer eine solche vor. Er sieht es wohl ähnlich wie die USA. Denn dort ist die nukleare Abschreckung wieder zu einem Kernelement geopolitischer Großmachtambitionen aufgestiegen. Ein Wertewesten der flächendeckend mit Nuklearwaffen droht – da wird der böse Russe sicher in die Knie gehen. China wird folgen.

Politik der Stärke

Man glaubt, sich in den 1950-Jahren zu befinden. Damals setzte der westdeutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer hart auf eine „Politik der Stärke“. Russen, damals Kommunisten, verstünden einfach keine andere Sprache. Westdeutsche Atomwaffen, die Adenauer forderte, wurden nur verhindert, weil es noch eine Friedensbewegung gab, zu der – man höre und staune – damals sogar Teile der SPD gehörten.

Was unter „Stärke“ zu verstehen war, zeigten Pläne der USA. Die Kommunisten im Osten sollten

anlasslos durch einen groß angelegten atomaren Präventivkrieg platt gemacht werden, bevor sie ihrerseits über ein nennenswertes Atomwaffenarsenal verfügten. Ein Plan, den Präsident Eisenhauer 1960 genehmigte, fasste einen Überraschungsangriff mit 3423 Nuklearwaffen ins Auge. Da gleichzeitig auch das unterdessen kommunistisch gewordene China angegriffen werden sollte, rechnete man mit rund 220 Millionen Opfern, die meisten davon natürlich Zivilisten.[i]

Fraglich ist es freilich, ob anschließend noch Leben auf diesem Globus möglich gewesen wäre. Die Ökosphäre verträgt kein atomares Machtgerangel. Heute weiß man verbindlich, dass auch eine „kleine“ nukleare Auseinandersetzung zu einer gravierenden Schädigung des Klimas führen würde. Mindestens zwei Milliarden Menschen wären dem Risiko des Hungertods ausgesetzt.[ii]

Normale Kriegsführungswaffen

Hört man, was erneut wieder alles im Schwange ist, scheint wieder einmal jedes denkbare Inferno akzeptiert zu werden, sofern das Gefühl erhalten bleibt, zu den Guten zu gehören. In den USA, so berichtet der Atomwaffenexperte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik Peter Rudolf, zeigen Umfragen, dass Nuklearwaffen als normale Kriegsführungswaffen angesehen werden. Die gewaltigen Risiken, die mit jedem Einsatz dieses Teufelszeugs verbunden sind, würden in der Regel ausgeblendet und auf der politischen Ebene schlicht ignoriert. Auch in Russland werden Atomwaffen weithin positiv gesehen.[iii] Offenbar scheinen sie den Stolz zu befördern, wieder eine Großmacht zu sein. Es gibt prominente Forderungen, Nuklearwaffen in „Präventivschlägen“ gegen den Westen einzusetzen.[iv]

Alles in allem, so Peter Rudolf, der als einer der wenigen deutschen Spezialisten der Atomwaffenfrage betrachtet werden kann, erlebt die nukleare Abschreckung „in der Welt neuer Großmachtkonflikte … eine Renaissance. Rüstungskontrolle und Abrüstung haben wenig Zukunft“.[v]  Und während die älteren Verträge der Rüstungskontrolle weitgehend abgeräumt worden sind, werden die nuklearen Arsenale fleißig modernisiert, die Anzahl der Sprengköpfe wird hochgefahren. Neue Atommächte wie etwa Iran und reaktiv vielleicht bald auch Saudi-Arabien tauchen am Horizont auf.

Während sich also niemand mehr vor dieser Waffe angemessen fürchtet und Strategen uns weismachen, dass Atomkriege führbar, eingrenzbar und erfolgreich sein können, ist vom ehemaligen „atomaren Tabu“ keine Rede mehr.

Das Sicherheitsdilemma

Man greift sich an den Kopf. Alles, was etwa zur Zeit der zweiten Friedensbewegung in den 1980-igerjahren Allgemeingut war, ist einer Art Amnesie zum Opfer gefallen. Heute glauben die meisten, die Gefährlichkeit von Atomwaffen sei identisch mit einem historisch längst vergangenen Ereignis, das die Namen Hiroshima und Nagasaki trägt. Gegenwärtig gehe von diesen Waffen keinerlei Gefahr mehr aus. Nur noch Studenten der internationalen Politik mögen in ihren Lehrbüchern darauf stoßen, dass der Gedanke der atomaren Abschreckung grundsätzlich hochgradig riskant und fragwürdig ist. Zum Beispiel wegen des so genannten Sicherheitsdilemmas.

Sicherheit, so besagt dieses nur noch Wissenschaftlern bekannte Dilemma, verweist auf eine charakteristische Paradoxie. Denn im Atomzeitalter führt der Gedanke, die eigene Sicherheit durch Rüstung zu stärken, keineswegs dazu, dass der Friede garantiert wird. Im Gegenteil: Je mehr gerüstet wird, desto unsicherer kann die Gesamtlage werden. Aufrüstung ist also nicht selten die Hauptursache steigender Unsicherheit.

Was gemeint ist, wird klar, sofern man über den Tellerrand schaut, also nicht nur auf sich selbst blickt, sondern auch auf den Gegner. Ein Staat mag auf noch so viele Panzer und Kanonen stolz sein, blickt er ins Feindesland, ist es dort ebenso. Rüstung wie auch Abschreckung sind ein spiegelbildliches Unterfangen. Nie rüstet einer alleine, immer sind es mindestens zwei oder mehr Akteure, die in solche Rüstungsspiralen einsteigen. Auch der Hauptgegner des gegenwärtigen Konflikts (also Russland) wird glauben, dass er im Wettrüsten mithalten müsse. Auch für ihn liegt Sicherheit ausschließlich in bewaffneter Stärke. Nur schade, dass solche vermeintliche Stärke sich sehr rasch in Schwäche verwandeln kann.

Woher kommt das? Wie erklärt sich, dass der Ausbau der „Sicherheit“, etwa im Sinne der Herren Pistorius und Habeck, darin enden kann, dass alle Sicherheit verschwindet? Vertreibt Keulenschwingen mit Gebrüll nicht jeden möglichen Gegner? Das wäre vielleicht der Fall, wenn der Gegner auf den Mars vertrieben werden könnte. Da er sich aber auf dem gleichen kleinen Globus befindet, auf dem wir selbst die Messer wetzen, enthält das Gegeneinander des Aufrüstens eine Unzahl von Risiken, die für alle, die am Rüstungswettlauf teilnehmen, hoch gefährlich werden kann.

Das galt für das voratomare Zeitalter, in dem Abschreckung in der Regel scheiterte. Ein Beispiel wäre der Ausbruch der Ersten Weltkriegs. Im atomaren Zeitalter sind allerdings die Konsequenzen eines Scheiterns wesentlich gravierender. Kollabiert Abschreckung, wird urplötzlich klar, dass es für uns Menschen nur eine einzige Erde gibt und sich niemand auf dem Mars befindet. Nach einer solchen Katastrophe hätten die Überlebenden wahrscheinlich alle begriffen, dass Sicherheit im Atomzeitalter nicht gegeneinander, sondern ausschließlich miteinander organisiert werden kann. Klar würde auch: Nicht der böse Gegner war das Problem, sondern die Form, in der man Sicherheit herstellen wollte, nämlich durch Abschreckung. So gesehen verlangt das Atomzeitalter eine kopernikanische Wende des Denkens. Von dieser sind wir noch weit entfernt.

Abschreckung beruht also fundamental auf einer Illusion. „Sicherheit“ – so der Irrglaube – entsteht aus einer aggressiven Duellsituation. Jede Seite hat ihren Revolver entsichert und lauert schussbereit darauf, was der andere tun wird. Die kleinste Bewegung der anderen Seite oder wenigstens die Wahrnehmung, die andere Seite bewege sich in bedenklicher Weise, kann zum Knall führen. Der Journalist Leon Wieseltier charakterisierte die Abschreckungs-Situation einmal auf eindringliche Weise: Nukleare Abschreckung, so meinte er,  ist „wahrscheinlich das einzige politische Konzept, das total versagt, wenn es nur zu 99,9 Prozent erfolgreich ist.“[vi] Der Professor an der Helmut Schmidt Universität der Bundeswehr in Hamburg, Thomas Hoppe drückt es ähnlich aus: „Es müsste so viel gut gehen, dass die Annahme, dass es schief gehen dürfte, erdrückend mehr und bessere Gründe für sich geltend machen kann.“ Atomare Abschreckung ist ein Spiel für Hasardeure ohne Verantwortungsbewusstsein.[vii]

Entsicherte Revolver

Entsicherte Revolver! Wenige wissen, dass dies die augenblickliche Lage wiedergibt. Rund 900 atomare Sprengköpfe in Ost und West sind auf startklar einsatzbereite Raketen montiert.[viii]  Erfolgt die Meldung, feindliche Raketen seien im Anflug, werden diese Waffen augenblicklich und ohne Verzögerung auf den Weg gebracht. Man spricht von launch on warning. Der Start erfolgt noch während feindliche Raketen anfliegen. Dumm nur, dass niemand die Warnung, auf die hin der Nuklearkrieg ausgelöst wird, wirklich verifizieren kann. Der Faktor Zeit ist im atomaren System so bedeutend, die Notwendigkeit also, blitzartig zu reagieren, dass man praktisch auf gut Glück in Aktion treten muss. Alles hat so schnell zu gehen, dass Nachdenken und Abwägen im Ernstfall keine Rolle mehr spielen. Der Kriegsausbruch ist ein Automatismus.

Geradezu skurril nimmt sich deshalb das Hauptargument aus, mit dem Kalte Krieger die atomare Abschreckung verteidigen. Es geht um das Rationalitätsargument. Niemand wird Atomwaffen einsetzen, so beruhigt man sich, weil ihm seine Vernunft sagt, dass er sich damit selbst zerstört. Es handelt sich um die so genannte Selbstabschreckung im Fall eines Atomwaffeneinsatzes. Rational betrachtet verhindere die Selbstabschreckung, dass Nuklearwaffen jemals eine Rolle spielen.

Dieses Argument beruht auf einem bestimmten Menschenbild und ruht schon deshalb auf einer strittigen Basis. Menschen, so dieser Ansatz, versuchen ihre Kosten zu minimieren und ihren Nutzen zu maximieren. Zugrunde liege stets eine rationale Kalkulation.

Der Ansatz stammt aus der Wirtschaftspsychologie und ist alles andere als evident. Den letzten Schlag erhielt die so genannte rational choice theory, als zwei Psychologen, Daniel Kahneman und Amos Tversky, auf empirischer Basis zeigen konnten, dass Menschen regelhaft auch irrational handeln. Sie erhielten dafür 1979 den Nobelpreis. Verlässlich konnten sie nachweisen, dass Menschen sehr häufig ihren wahren Nutzen oft vollständig verkennen. Und zwar wenn sie glauben, dass ihnen große Schäden oder Verluste drohen. In solchen Fällen sind sie oft bereit, hohe Risiken einzugehen, die sie, um Gewinne zu generieren, niemals eingehen würden. Während sie dabei alles auf eine Karte setzen, ist ein Reinfall geradezu programmiert.[ix]

Wer dem simplifizierenden Rationalitätsargument anhängt, wird zum Beispiel davon ausgehen, dass im Ukrainekrieg Putins Drohungen, Atomwaffen einzusetzen, nur Theaterdonner sind. Auf der Basis der Ergebnisse von Kahneman und Tversky sieht es aber ganz anders aus. Berücksichtigt man deren Ergebnisse, würde Putin mit hoher Wahrscheinlichkeit dann völlig unberechenbar werden, wenn er sich vor einer Niederlage oder dem Verlust seiner Macht fürchten muss. Seine Risikobereitschaft würde sprunghaft ansteigen. Er könnte dann Nuklearwaffen einsetzen, selbst wenn seine Chancen gering sind, dass ihm deren Verwendung etwas nützt.

Das ist der Grund, weshalb Politikwissenschaftler wie etwa der renommierte US-Politologe John Maersheimer betonen, dass Putin erst dann so richtige gefährlich werden könnte, wenn er in die Enge getrieben wird oder vor einer Niederlage steht. Das erklärte Ziel des Westens, nämlich einen Sieg der Ukraine herbeizuführen, wäre also mit dem Risiko verbunden, eine Superkatastrophe auszulösen, die für alle Beteiligten einer Niederlage gleichkäme.[x] Denn im Atomkrieg gibt es keine Sieger.

Irrationale Staatenlenker

Überhaupt ist die Hoffnung, Staatenlenker und Machthaber würden sich stets wie nüchtern kalkulierende Geschäftsleute verhalten, eigenartig naiv. Für die oft auffallende Verblendung und eingeschränkte Realitätswahrnehmung vieler Machthaber können zahllose Beispiele angeführt werden. Als „Cäsarenwahn“ wird die maßlose Selbstüberschätzung von Menschen bezeichnet, die glauben, sie könnten durch Machtentscheidungen schier alles bewirken. Würde der nächste Präsident der USA wieder Donald Trump heißen, so hätten wir es mit einem Typus zu tun, dem Psychiater eine erhebliche narzisstische Persönlichkeitsstörung attestiert haben. Seine Realitätswahrnehmung sei entscheidend eingeschränkt und zum Teil wahnhaft.[xi] 

Zugleich hätte er aber die Befugnis, den Einsatz der amerikanischen Nuklearwaffen weitgehend ohne wirksame Kontrolle zu befehlen.[xii] Und wie viel Rationalität kann eigentlich unterstellt werden, denken wir an failed states (gescheiterte Staaten) wie etwa Pakistan, wo zeitweise nicht recht klar ist, wer das faktische Kommando über die Atomwaffen hat. Die immer wieder zu hörende Absicht, in Russland einen Regime-Wechsel zu bewirken, könnte rasch vor die Situation stellen, dass in Russland ein Chaos ausbricht, bei dem sich dubiose Gestalten Nuklearwaffen aneignen. Der Schritt zum Nuklearterrorismus ist dann nicht mehr weit.

Den Erstschlag wagen?

Paradoxerweise kann gerade auch eine rationale Kalkulation im Hinblick auf Atomwaffen dazu führen, dass es zum Schlimmsten kommt. Atomwaffen einzusetzen ist keineswegs immer „verrückt“, sondern kann im Rahmen der Abschreckungslogik völlig rational sein. Es geht darum, dass eine Kalkulation einen atomaren Erstschlag nahelegen kann. Das mag auch der Grund sein, weshalb die Nato (etwa im Gegensatz zu China) auf den Ersteinsatz von Nuklearwaffen nicht verzichtet hat. Glaubt nämlich eine der großen Atommächte, dass ein Gegner im weiteren Verlauf eines Konflikts diese Waffe einsetzen wird, entspricht es unter Umständen einer rationalen Kalkulation, dem durch einen so genannten Präemptivschlag zuvorzukommen. Use it or lose it, lautet die Devise. Den Erstschlag wagen, bevor der Gegner die eigenen Waffen vernichtet.

Es sind also nicht nur Irrationalität oder Fehleinschätzungen, durch die Abschreckung kollabieren kann. Abschreckung ist vom Ansatz her ein Konstrukt, das mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Selbstzerstörung neigt. Instabilität gehört zu seinem Wesen. Ein besonderes Problem ist zum Beispiel die Raketenabwehr. Der US-Präsident Ronald Reagan plante einen Raketenschutzschirm im Weltraum, das so genannte SDI-Programm. Was für kalte Krieger vollkommen rational erscheint, weil es einen Schutz für das eigene Territorium verspricht, trägt jedoch die Drohung des gemeinsamen Untergangs in sich.

Ist nämlich der Akteur A in der Lage, sämtliche Raketen des Akteurs B abzufangen, ist dessen Zweitschlagsfähigkeit ausgeschaltet. Auf der Fähigkeit, durch einen Zweitschlag den Gegner auch dann noch zu vernichten, wenn dieser bereits einen massiven atomaren Angriff durchgeführt hat, beruht aber das atomare „Gleichgewicht des Schreckens“. Beide Seiten müssen sich unter allem Umständen gesichert vernichten können. Ist dieser Zustand durch Raketenabwehr gefährdet, wäre ein präemptiver Angriff rational. Glücklicherweise wurde SDI bislang nicht realisiert.[xiii] Doch: „Präemptive Optionen sind weiterhin Teil der nuklearen Abschreckungspolitik“, urteilt Peter Rudolf. [xiv]

Speziell – das Thema Raketenabwehr zeigt es – ist der technologische Fortschritt ein Risikofaktor.

Unvorhersehbar kann er die Abschreckung aus dem Gleichgewicht bringen. Seitdem es möglich wurde, Raketensysteme so „effektiv“ zu machen, dass sie auch tief gelegte besonders gehärtete Bunker zielgenau knacken können, kam der Gedanke des „Enthauptungsschlags“ auf. Wie wäre es, wenn man sich den lästigen Gegner einfach dadurch vom Hals schafft, dass man blitzschnell seine Führungszentralen ausschaltet? Der Gegner wäre dann kopflos.

Enthauptungsschläge sind wahrscheinlich vor allem deshalb noch nicht durchgeführt worden, weil die Atommächte Vorsorge getroffen haben. Mit Atomwaffen bestückte britische U-Boote führen in Safes Anweisungen des jeweiligen Regierungschefs mit sich. Versiegelt und nur im Ernstfall zu öffnen steht dort zu lesen, was zu tun ist, wenn die Spitzen der Regierung bereits „enthauptet“ wurden.

Rationalität ist nicht Moralität

Deutlich ist natürlich, dass sich Rationalität im Zusammenhang atomarer Abschreckung keinesfalls mit Moralität deckt. Atomare Abschreckung – das ist ihr Wesen – droht mit dem Massen- und Völkermord. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Zivilisten handelt und ob die Opfer in irgendeiner Weise etwas mit dem Konflikt zu tun hatten. Oft und zutreffend ist festgestellt worden, dass die Menschen, die potentiell zu Opfern werden können – und das sind im schlimmsten Falle alle Menschen auf diesem Globus – im Grunde Geißeln der Abschreckungsakteure sind. Abschreckung will beim Gegner ein bestimmtes Verhalten erzwingen. Sollen andernfalls viele Menschen getötet werden, sind diese als Geißeln zu betrachten. Letztendlich sind wir alle Geißeln der Abschreckung, denn grundsätzlich ist unser aller Tod eingepreist.

Solche unbestreitbaren Tatsachen blenden Befürworter atomarer Abschreckung aus. Sie behaupten, Atomwaffen seien rein „politische“ oder gar lediglich „psychologische“ Waffen. Sie würden – „natürlich“! –  niemals eingesetzt. Weshalb dann aber regelmäßig Manöver stattfinden, in denen der Einsatz ganz konkret trainiert wird, bleibt unbeantwortet. Es wäre das erste Mal, dass man sich etwas Milliarden kosten lässt, seine Nutzung ständig einübt, aber ansonsten keinerlei Verwendung dafür hat. Dieser Widerspruch ist kompetent von Abschreckungskritikern immer wieder betont worden. Aber auch das ist vergessen.

Symbolik der Gewalt

Natürlich ist eine Verwendung vorgesehen! Sie wird schließlich permanent angedroht. Das kann ausdrücklich geschehen, wie aus Russland in letzter Zeit zu hören war, oder durch die schweigende Symbolik der Gewalt. Atomare Abschreckung ist ihrem Wesen nach eine glaubhafte Drohung mit dem Entsetzlichen. Würde der Gegner vergessen oder nicht mehr daran glauben, dass die Drohung real ist, wäre Abschreckung für die Katz. Was wäre von einer Abschreckungswaffe zu halten, die ihre eigene Harmlosigkeit bekräftigt? Würde ein Bankräuber den Mann an der Kasse einschüchtern, wenn er mit der Pistole fuchtelt und ruft: „Keine Angst, sie ist nicht geladen!“?

Im Rahmen der Abschreckungstheorie spricht man vom Problem der Glaubhaftigkeit. Wann ist Abschreckung und die mit ihr verbundene Drohung glaubhaft? Eindeutig nur, wenn jeder, der abgeschreckt werden soll, weiß, dass die andere Seite zu allem bereit ist. Ein Stück weit wird diese Überzeugung durch gegenseitige Verteufelung erreicht. Abschreckung funktioniert nur, wenn alle Akteure sich gegenseitig für Teufel halten. Denn nur Teufel sind zu so Teuflischem bereit wie Massenmord. Abschreckungsgesellschaften – so könnte man formulieren – sind Verteufelungsgesellschaften. In ihnen werden exzessive Feindbilder gepflegt. Das gehört zur „Glaubhaftigkeit“.

tzlich muss permanent gegenseitig demonstriert werden, wie entschlossen die Akteure jeweils sind. Der amerikanische Ökonom und Konfliktforscher Thomas Schelling bezeichnete
Abschreckung als einen „Wettstreit im Risikoverhalten“. Wer bereit ist, den Revolver zu entsichern und den Abzug hörbar zu drücken, bekommt den Zuschlag an Glaubhaftigkeit. Zu diesem Zweck flogen die USA während des Kalten Kriegs Scheinangriffe auf die Sowjetunion. Erst im letzten Augenblick drehten sie ab.[xv] Während der Kuba-Krise war die Kennedy-Adminstration so ernsthaft bereit, alles hochgehen zu lassen, dass sie selbst davon ausging, dass in wenigen Tagen das Ende der Welt angesagt sei.[xvi] Glücklicherweise lenkte die Sowjetunion ein.

Es ging übrigens um die Stationierung von Raketen auf Kuba, also vor der Haustüre der USA. Wofür damals die USA den strategischen interkontinentalen Atomkrieg riskierten – nämlich, dass keine Raketen in unmittelbarer Nähe ihrer Grenzen stationiert werden –, soll Russland heute in einer vergleichbaren Situation stillschweigend hinnehmen.

Aus westlicher Sicht dient die Aufstellung von atomwaffenfähigen Raketen in nächster Nähe zur russischen Grenze aber durchaus der „Glaubhaftigkeit“.  Auch die dauernde Drohung, die Ukraine werde der Nato, einem Atomwaffenbündnis, beitreten, liegt auf dieser Linie. Der Westen weiß sehr wohl, dass er damit die russischen Interessen mindestens so stark verletzt wie weiland in der Kuba-Krise die Sowjetunion die amerikanischen. Aber er zeigt, dass er glaubhaft zu allem bereit ist. Er setzt dem Kontrahenten den Revolver direkt an die Schläfe. Die Botschaft lautet: Du siehst, ich drücke ab, wenn du dich nicht ruhig verhältst.

Atomkrieg aus Versehen

Dumm nur, dass auch der Westen den kühlen Lauf einer Pistole an seiner Schläfe spürt. Abschreckung vollzieht sich immer spiegelbildlich. Abschreckung ist ein spiegelbildliches „Spiel“ mit dem Ungeheuerlichen. Schießt schließlich der eine, drückt bei gespanntem Abzug im selben Moment auch der andere ab. Tot sind dann beide. Während die Militaristen behaupten, durch diese Art „Vorneverteidigung“ werde die Sicherheit erhöht, ist genau das Gegenteil der Fall. Es gibt keinen ruhigen Moment mehr.

Rückt man sich wegen der Glaubhaftigkeit in dieser Art auf die Pelle, nimmt man daher ein weiteres Problem in Kauf.  Darauf hat schon mehrfach die Gesellschaft für Informatik hingewiesen.

Abschreckung bedeutet heute, dass der Mensch aus der Entscheidung über Krieg und Frieden eliminiert wird. Ob wir einen Atomkrieg durchstehen müssen und mitansehen müssen, wie unsere Lieben qualvoll sterben, darüber befinden innerhalb des Abschreckungssytems nicht mehr Menschen, sondern Maschinen. Die auf Angriff getrimmten Sprengköpfe direkt an den jeweiligen Grenzen setzen die Vorwarnzeiten so weit herab, dass kein Mensch mehr in der Lage ist, Gefahren zu erkennen. Aber selbst bei Unterstützung der Frühwarnsysteme durch Künstliche Intelligenz – so die Gesellschaft für Informatik – sind die Ergebnisse der Computer zumeist äußerst fragwürdig. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der kommende Atomkrieg rein zufällig und aus Versehen ausgelöst werden.[xvii] 

Gemeinsame Sicherheit

Wie man die Sache auch wendet, die Existenz von Atomwaffen, das nukleare Abschreckungssystem ist eine Selbstmordoption. Aber das Wort „Selbstmord“ greift zu kurz. Denn wenn wir uns – so grenzenlos dumm, wie wir sind – „selbst“ umbringen, töten wir zugleich auch die anderen.  Geht mit der Abschreckung etwas schief, wird der Untergang gemeinsam sein. Wir können nicht mehr uns selbst absichern, indem wir den anderen den Tod zumuten. Das war einmal. Die Unsicherheit der andern, des Feindes, ist immer auch unsere eigene.

Umgekehrt ist der Ausweg aus diesem schrecklichen Dilemma ebenfalls ein gemeinsamer. Meine Sicherheit – so könnte dem Feind gesagt werden – ist auch deine Sicherheit. Der amerikanische Psychiater Robert Lifton, der die spezielle Psychologie der Atomwaffenbefürworter analysierte, hat den Gedanken der gemeinsamen Sicherheit einmal so ausgedrückt: „Die heutigen Nationen lassen sich mit einer Seilschaft im Gebirge vergleichen: Sie können entweder gemeinsam den Gipfel erklimmen oder gemeinsam abstürzen. Diese neue politische Lage fordert, dass wir einen simplen Grundsatz akzeptieren: Sicherheit ist unteilbar – entweder gleiche Sicherheit für alle oder gar keine Sicherheit.“[xviii]

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Fußnoten

[i]Eric Schlosser: Command and Control, London: Penguin Books 2013, S. 206. – Vgl. Karl Heinz Metz: Geschichte der Gewalt. Krieg, Revolution, Terror, Darmstadt 2010, S. 133f. – Bernd Greiner: Made in Washington. Was die USA seit 1945 in den USA angerichtet haben, 2. Aufl. München 2021, S. 32ff.

[ii]Peter Rudolf, Welt im Alarmzustand. Die Wiederkehr der nuklearen Abschreckung, Bonn 2022, S. 102.

[iii]Peter Rudolf: Zur Politik und Ethik nuklearer Abschreckung unter veränderten internationalen Bedingungen, in: Ines-Jacqueline Werkner, Thomas Hoppe (Hrsg.): Nukleare Abschreckung in friedensethischer Perspektive, Wiesbaden 2019, S. 85 – 104, hier: 89.

[iv] A Difficult but Necessary Decision — Russia in Global Affairs

[v]Rudolf: Welt im Alarmzustand, S. 102f.

[vi]Zit. nach: Werkner, Ines-Jacqueline, Friedens- und Konfliktforschung, Eine Einführung, München 2020, S. 218f.

[vii]Thomas Hoppe: Nukleare Abschreckung in der Kritik politischer Ethik, in:  Werkner, Hoppe (Hrsg.): Nukleare Abschreckung, S. 159 – 178, hier: S. 165f.

[viii]Peter Rudolf: Zur Politik und Ethik nuklearer Abschreckung unter veränderten internationalen Bedingungen, in: Werkner, Hoppe (Hrsg.): Nukleare Abschreckung, S. 85 – 104, hier: S. 87.

[ix]Louis Weise: Die Prospect Theory und der israelisch-iranische Nuklearkonflikt. Wie wahrscheinlich ist ein Präventivkrieg? Baden-Baden 2022, S. 32ff.

[x]Stehen wir vor der Superkatastrophe? | Overton Magazin (overton-magazin.de)

[xi]Bandy X. Lee (Hg.): Wie gefährlich ist Donald Trump? 27 Stellungnahmen aus Psychiatrie und Psychologie, Gießen 2018.

[xii]Ohne Kontrolle: Wer entscheidet über Atomwaffeneinsätze? | Overton Magazin (overton-magazin.de)

[xiii]Ralph Rotte: Das Phänomen Krieg, Eine sozialwissenschaftliche Bestandsaufnahme, Wiesbaden 2019, S. 389.

[xiv]Peter Rudolf: Welt im Alarmzustand, S. 24.

[xv]Bernd Greiner: Made in Washington. Was die USA seit 1945 in der Welt angerichtet haben, 2. Aufl. München 2021,  S. 40.

[xvi]Wo der Zufall reagiert | Overton Magazin (overton-magazin.de)

[xvii]Atomkrieg aus Versehen – www.atomkrieg-aus-versehen.de

[xviii]Robert Jay Lifton, Eric Markusen: Die Psychologie des Völkermordes. Atomkrieg und Holocaust, Stuttgart 1992, S. 281.

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46 Kommentare

  1. Das schöne Schlagwort, von der „kognitiven Dissonanz“ besser ich verstehe gar nichts mehr, trifft auf die aktuelle Situation in Deutschland zu. Wir sorgen uns um das Klima und lassen das naheliegende, die Bemühungen um den Frieden außer acht. Wir sorgen uns um unsere Kriegsfähigkeit, die im Atomkrieg völlig zwecklos ist.

    1. @Hans Süßenguth-Großmann

      Gut auf den Punkt gebracht und schön dass auch andere Leute es ebenso sehen wie ich auch 🙂

        1. Nein. Solange Kriege geführt werden und Panzer mit einem CO2-Ausstoß von wer weiß wieviel herumfahren und Flugzeuge fliegen, kann man nur lachen, wenn Klimaschützer einen zwingen wollen, das Haus umzubauen. Man fragt sich doch, ob das nicht ein Konjunkturprogramm ist für Handwerker, die zu bekommen sind, für Geld, was nicht zu bezahlen ist, und wofür? Dass uns vor lauter Treue zum Hegemon unter erheblicher Selbstschädigung demnächst Bomben um die Ohren fliegen? Oder ist doch die Schaffung neuer Märkte zugunsten irgendwelcher Leute, die das Geld für sich arbeiten lassen, während andere es verdienen müssen oder im Krieg dafür sterben müssen.

  2. Während des ersten kalten Krieges standen wir mindestens 2 mal unmittelbar vor einem Atomkrieg. Einmal wurde er nur abgewendet, durch die Befehlsverweigerung eines sowjetischen Offiziers (Petrow).

    Unsere politischen „Eliten“ im Westen haben nichts daraus gelernt.
    Uns droht keine Überhitzung des Planeten, sondern ein nuklearer Winter.

    1. Einmal wurde er nur abgewendet, durch die Befehlsverweigerung eines sowjetischen Offiziers (Petrow).

      Ist das die Hollywood-Version?

      1. Nein, so war es.
        Petrow sah anfliegende feindliche Raketen auf dem Schirm, eine Situation, die er eigentlich umgehend zu melden hatte. Da er wußte, dass dies umgehend Starts von sowjetischen Atomraketen auslösen würde, machte er keine Meldung. Nach einiger Zeit verschwanden dann die Raketen auf dem Schirm.
        Der Mann erhielt später, nach Auflösung der Sowjetunion, einen Orden der USA.

        Leo Ensel hatte einen sehr guten Artikel über Petrow und seine Heldentat geschrieben. Entweder hier auf Overton oder auf Telepolis.
        Informieren Sie sich mal.

        1. Entschuldigung, aber das sowjetische Frühwarnsystem bestand damals nicht nur aus dem satellitengestützten Teil, der ein Jahr zuvor erneuert worden war (System OKO) und dessen Automatik im September 1983 fälschlicherweise einen Alarm meldete, sondern auch aus den riesigen landgestützten Frühwarnradars des Systems „Duga“ (nahe Tschenobyl stehen noch Reste davon, ein anderer Teil am Amur), das eben keinen Angriff meldete.
          Und Petrows Aufgabe bestand natürlich u.a. darin, als diensthabender Offizier der Überwachungszentrale zu klären, ob die Alarmmeldung eines der Systeme authentisch ist oder nicht.

          Hätte seine Aufgabe nur darin bestanden, jede Alarmmeldung per Telefon nach oben weiter zu reichen, so hätte man dafür keinen Oberstleutnant einsetzen müssen.
          Genau deshalb hatte ich zurückgefragt.

          1. Das schmälert Petrows Leistung in keiner Weise.
            Ein anderer an seiner Stelle hätte den Raketenalarm wohl gemeldet und wer weiß, wie dann die Kommandeure der sowjetischen Raketenkräfte entschieden hätten, auch bei vorliegen widersprüchlicher Ergebnisse zweier Frühwarnsysteme.
            Die Welt hat diesem Mann jedenfalls viel zu verdanken.

            1. Ganz ähnlich hat ein sowjetischer U-Boot Kapitän nicht seine Kernwaffentorpedos abgefuert obwohl er es hätte tun sollen laut Befehl. Er bekam aber Hemmungen, weil er schon Strahlenunfälle gesehen hatte und den großen vaterländischen Krieg miterlebt hatte. Das wollte er lieber nicht erleben. Den Namen habe ich aber leider vergessen.

  3. Gemeinsame Sicherheit ist in der Tat das einzige Konzept, was uns hier noch weiterhelfen kann. Es wurde sogar schon weitgehend ausgearbeitet, jedenfalls in Grundsätzen, und es gab zahlreiche Bekenntnisse dazu. Leider ließ man den Worten nur wenige Taten folgen oder man hat sie sogar zurückgenommen. Atomwaffenfähige Abschussbasen in immer weniger Minuten Entfernung von gegnerischen Zielen aufzustellen ist eine tödliche Bedrohung nicht nur für beide sondern letztlich eben für alle Seiten.

    Wir müssen diese Wahnsinnigen entmachten.

  4. Kalter Krieg? Ich denke die USA werden jeden Vasalen in einem direkten Krieg mit Russland verheizen. Wenn die Ukrainer abgeschlachtet wurden kommen die Polen und dann sind wir selber dran, oder der Hegemon wird gleich am Anfang direkt die gesamte Europäische NATO an die Ostfront schicken. Und dann wenn keiner mehr übrig ist zum Abstauben selber in das europäische Konzert eingreifen und mit den Russen Europa unter sich aufteilen. Das hatten wir doch schon mal.
    Die andere Möglichkeit ist das Russland, als Zeichen wie Ernst es ihnen ist, Europa sofort nuklear einäschern und dann mit den Amerikanern hinterher verhandeln.

    Aber in jedem Fall sind wir hier die doofen. Es sei den wir schließen endlich Frieden mit unseren Nachbarn und lösen die verfluchte NATO endlich auf.

    Jetzt schau mal aber erst mal weiter wenn XI Europa besuchen kommt. Er hat ja angekündigt das er einen Keil zwischen die USA und Europa treiben möchte und in diesem Fall begrüße ich diesen Plan außerordentlich. Mit der Amerikanischen Peitsche bin ich schon seit zwanzig Jahren fertig, wird Zeit von einer anderen Großmacht beherrscht zu werden. Wobei die Chinesen das nicht mal wollen, die wollen eigentlich nur Geschäfte machen und das sollten wir begrüßen. Eigentlich eine einmalige Chance für ganz Europa hätten wir nicht lauter Landesverräter in Amt und würden.

  5. Ich bitte sehr, Pistorius ist kein Verteidigungsminister, das Pentagon kein Verteidigungsministerium und die NATO ist kein Verteidigungsbündnis.
    Wir sollten wenigstens in den sich als halbwegs links verstehenden Komplementärmedien diese irreführenden Begriffe aufgeben und die Fakten benennen, es handelt sich um westliche Kriegsministerien und ein aggressives Militärbündnis.

    1. @A.F.

      Ein großmäuliger deutscher Gnom dieser Herr P., wie anders könnte es auch sein.
      Von den Gnomen hatten wir schon mehrere wie z. B. Hitler, Goebbels, etc..
      Unterschätzen sollte man die Kleinen aber nicht, schließlich bekommen sie ihre Größe durch ihre Schandtaten und würden auch die Welt in Brand setzen um an Größe zu gewinnen.

  6. Für das zünden einer Atombombe kann man mit
    bis zu 5 Jahren Gefängnis bestraft werden.
    Das wird all die Irren sicherlich zur Vernunft
    kommen lassen.

  7. Hmmm. „Die politischen Eliten wollen einen zweiten Kalten Krieg.“ ist eine Grundannahme des Artikels. Nimmt man diese an ist er folgerichtig und weitgehend stimmig, auch wenn man immer wieder über „Fakten“ stolpert, wie die angebliche Drohung Putins mit Atomwaffen. Durch diese permanenten Wiederholungen erhöht sich zwar die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Artikel nicht gecancelt wird, letztlich verstärken sie aber die massive Propaganda deutlich, weil auch in kritischen Publikationen diese allgemein „bekannten Fakten“ wiederholt werden.

    Was aber, wenn bereits die Eingangsthese falsch ist? Es sieht erhlich gesagt nicht danach aus, als wolle irgendwer wirklich einen neuen kalten Krieg führen. Viel eher sieht es danach aus, als wollten einge Protagonisten im Westen einen heißen Krieg führen. Nicht nur in den USA gibt es Leute, die glauben, man könne einen Nuklearkrieg gewinnen, notfalls bleibt man eben einige Jahre im Bunker mit VR und Hydrokulturen etc.
    Ein aktuell auf maximalen Komfort ausgelegte Bunker bietet ganz andere Annehmlichkeiten, als noch in den letzten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts. Es is also gewissermaßen verständlich, wenn man zu denen mit Anspruch auf einen Platz gehört, sich angesichts der doch sehr komplexen Probleme der aktuellen Menschheit eine Situation vorzustellen, die einen „greatest possible Reset“ herbeiführt.
    Besonders Menschen, die eher gewohnt sind, in Kategorien von Dominanz und Unterwerfung zu denken, statt in Kooperation und Gemeinschaft.

    Kurzum: anzunehmen, die aktuellen Entwicklungen wiesen auf den Willen zu einem neuen kalten Krieg hin, ist angesichts der Indizien, die auch auf einen heißn Krieg hindeuten, eine wirklich optimistische Sicht, weil schlicht die andere Variante in ihrer Ungeheuerlichkeit kaum erträglich wäre.

    1. Sie bauen hier einen Widerspruch auf, wo keiner ist: Ein kalter Krieg schließt doch in keiner Weise einen heißen Krieg aus, sondern ist sogar dessen logische Konsequenz. Wenn es beim ersten kalten Krieg nicht geklappt hat, dann heißt das doch nur: Glück gehabt.

      1. Macht Euch keine Sorgen, Widerspruch hin oder her, es wird mächtig rumsen oder heißt es jetzt wumsen? Da beist die Maus keinen Faden ab!

        Es bleibt nur noch die Frage wie lange es noch dauern wird bis es so richtig rumst, bumst oder doppelwummst.

      2. Der Widerspruch besteht darin, dass die gesamte Kausalkette und damit die antizipierten Möglichkeiten bzw. wahrscheinlichkeiten nicht korrekt sind.
        Wenn das Ziel von vorneherein ein heißer Kreig ist, ist alles nach der Eingangsthese Nonsens, bzw. Beruhigungspille. Wenn man davon ausgeht, dass ein kalter Krieg angestrebt wird, kann man das kritisieren. Und es ist ein bisschen gruselig, beinhaltet aber, dass niemand einen echten Krieg will und dieser wahrscheinlich aus Versehen ausbräche.
        Wenn aber ein heißer Krieg angestrebt wird, ist es nicht mehr gruselig, sondern erschütternd.
        Letztlich ist es Realitätsverweigerung, weil das offensichtliche so schrecklich ist….

        1. Ich bezweifle, dass „das Ziel von vorneherein ein heißer Kreig ist“. Das Ziel des Westens ist die Dominanz in der Welt. Krieg die ultima Ratio, auf den es leider folgerichtig hinauslaufen kann, wenn dem nicht Einhalt geboten wird.

  8. „Fehlt nur noch die europäische Atomstreitmacht. Unter anderen schlug der grüne ehemalige Außenminister Joschka Fischer eine solche vor“

    Hab damals noch den Strickunterricht im Bundestag miterlebt. Damals demonstrierten die Grünen auch noch allseits gegen Atom, heute nur noch gegen dessen friedliche Nutzung wie’s mal so schön hieß.
    Fischer zeigt die Wandlung der Grünen um 360 äh 180 Grad.

    1. @ Patient o
      Den Herren Fischer habe ich in den 80ern einmal live als Wahlkämpfer erlebt. Sein Gebrülle erinnerte mich schon damals an die Reden der 3.-Reich-Granden. Leider hat sich der erste Eindruck des Turnschuhministers bewahrheitet. Die realo korrumpierten KBW-Kader, nebst Mitläuferinnen, haben sich nach und nach die Futtertröge der öffentlichen und der usamerikanischen Hand gesichert. Für meinen Teil ist es nicht begreiflich, wie das grüne/rosa/gelbliche/schwarze politische Einheitspartei-Elend das Klima-Klerikertum und fanatische Kriegshetze, nebst zur Zeit aktiver Unterstützung zweier Völkermorde, unter einen Hut bringen kann.
      Regelbasiert heißt das wohl.
      Oder um die Claudia Roth-Konkurs-Combo zu zitieren:
      Wer das Geld hat, hat die Macht.
      Wer die Macht hat, hat das Recht.

  9. Der Kalte Krieg war kein Krieg sondern eine Friedensbewegung! Nein ich bin nicht durchgeknallt. Atomwaffen waren neu, und man musste lernen, damit umzugehen. Schnell setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Supermächte keine Atomwaffen gegeneinander einsetzen können. Man erkannte auch, dass die Vorwarnzeiten nicht verkürzt werden dürfen. Deshalb zogen während der Kubakrise die Amerikaner ihre Atomraketen aus der Türkei ab, und die Russen verzichteten auf die Stationierung solcher Raketen in Kuba. Auch das Eskalationsrisiko wurde erkannt. Es durfte wegen der Gefahr der Eskalation überhaupt keinen Krieg zwischen den Supermächten geben. Jeder Schritt in diese Richtung war zu vermeiden. Es galt, die Einflusssphären der Mächte zu respektieren. Deshalb tolerierte man, dass die Sowjetunion in Ungarn, der DDR und der Tschechoslowakei einmarschierte. Die Amis führten direkte Kriege in Korea und Vietnam, um China einzukreisen. Aber diese Kriege gefährdeten nicht die Koexistenz zwischen USA und Russland. Diese Koexistenz führte schließlich zur Entspannung. Wenn man sich nicht vernichten kann, ist es sinnvoll, miteinander gut auszukommen. Das änderte sich alles durch die verfehlte Politik von Gorbatschow und Jelzin. Ja, ein gesamteuropäischer Verbund wäre ein tolle Sache gewesen, hätte Industrie und Ressourcen vereint. Die naive Politik dieser beiden, die Deng als Idioten bezeichnete, ihr Entgegenkommen den Westmächten gegenüber ohne Gegenleistung, und ihr Zerstörungswerk, machten Russland zu einem Fragile State. Da kamen die Politvampire wieder aus ihren Kellern, und seit sie Blut geleckt haben, sind sie nicht mehr zu stoppen. Zur Zeit des kalten Krieges wären Destabilisierung der Ukraine und der Bürgerkrieg nicht möglich gewesen, und wenn doch, hätte man das Eingreifen Russland toleriert!

    1. An Gorbatschow und Jelzin kann man so richtig ablesen, was 70 Jahre sozialistische Sozialisation zum Ergebnis haben können: endlich zu den Ausbeutern gehören und von denen anerkannt werden. Und bloß nichts von den Chinesen lernen! Glückwunsch! Ehrlich gesagt – ich habe es bis heute nicht begriffen. Falls mir jemand mit seriöser Lektüre dazu aushelfen könnte, wäre ich dankbar.

      1. Ich kenne Ärzte aus Russland, die hier in Putzkolonnen arbeiteten. Rumänien, Bulgarien und die baltischen Staaten konnen ihre Bevölkerung nicht mehr ernähren und haben große Bevölkerungsverluste erlitten. Auch für die DDR gilt, sie wurde deindustrialisiert und von vielen verlassen. Ich glaube, eine große Rolle spielte der Mangel an Bananen im Ostblock, die Primaten unbedingt zum Leben brauchen.

  10. Entschuldigung, ich möchte den Artikel nicht entwerten!
    Die steuerzahlende Mehrheit hat es satt, sich für Hirngespinste zu überarbeiten.
    Wir die jungen, mittelalten bis hin zu den alten, sollten jegliche Form von Militarismus kategorisch ablehnen.
    Nicht das Militär ist stark, sondern die Menschheit, sofern diese sich aus ihren Blasen befreien können.
    Medien egal welcher Richtung, sollten Eckpfeiler für die Menschen sein, anstatt immer wieder Angstszenarien aufzubauen.
    Menschen benötigt ein Haus über dem Kopf, essen das alle ernährt und ein Leben das es Wert ist zu leben.
    Menschen brauchen am wenigsten, PSYCHOPATHEN die ständig damit beschäftigt sind, ihre Menschheit in Frage zu stellen.

  11. Der Autor weist auf berechtigte Gefahren hin.
    Er hält einen russischen Einsatz von Nuklearwaffen unter gewissen Umständen für möglich. Auch die Trump-USA und der „failed state“ Pakistan werden als mögliche Akteure benannt. In einer Fußnote wird weiterhin auf den Iran als möglichen Gefahrenherd hingewiesen.
    Der gefährlichste Hasardeur, dem ein Einsatz der Atombombe zuzutrauen ist, bleibt im Artikel indes ungenannt: Israel.

  12. > Es wird immer deutlicher: Die politischen Eliten wollen einen zweiten Kalten Krieg.
    Das ist, angesichts der Tatsache daß wir uns in einem begrenzten heißen Krieg mit der russischen Föderation befinden, eine gewagte Hypothese.

    > Entsicherte Revolver
    Nahezu einhundert Prozent aller existierenden Revolver haben keine manuelle Sicherung, sind also mithin nicht zu (ent)sichern. Der Autor sollte sich SInnbilder nur da suchen wo er ausreichend sachkundig ist, oder eben diese Sachkunde vor der Veröffentlichung entsprechender Ausdrücke erwerben.

    Von obiger Kritik abgesehen ist natürlich als zutreffend anzunehmen, daß den westlichen Eliten jedes erfolgreich scheinende Mittel recht sein wird, die Kontrolle über Russlands Ressourcen zu erlangen. Das schließt einen nuklearen Erstschlag ein sobald man meint, die Reaktion ganz oder weitestgehend unterbinden zu können.

  13. Was für ein verharmlosender Artikel.
    Die Eliten des Westens WOLLTEN den Kalten Krieg und den haben wir jetzt seit spätestens 2014.
    Was die Eliten des Westens JETZT wollen ist der heiße uneingeschränkte Krieg gegen Russland. Seit dem Angriff auf die Moskwa führen zumindest USA und GB bereits direkt Krieg gegen Russland. Sie eskalieren diesen Krieg immer weiter. Der Aufmarsch an den Grenzen Russlands nimmt immer größere Dimensionen an: von Finnland über die Wehrmacht-Panzerbrigade in „Litauen“ bis zu den neuen Flugplätzen und Raketenbasen in Rumänien. Sollte es nicht möglich sein, in den Metropolen des Westens einen politischen Wandel herbeizuführen, wird es in den nächsten Jahren zum Full-Scale-Überfall der NATO auf Russland kommen und in der Folge einen Krieg mit mindestens Millionen Toten.

    1. Blind in die Katastrophe unterstellt ja unbewußt und nicht ganz bewußt.

      Wir gehen nicht blind in die Katastrope sondern ganz bewußt mit sehenden Augen in einen HEISSEN KRIEG.

      Blind erscheint mir ziemlich verharmlosend

      1. Ich denke, ‚blind‘ meint hier blind für die Konsequenzen und auch für die tatsächlichen militärischen und geopolitischen Machtverhältnisse. Sie sehen – und das zieht sich durch dieses ganze unselige Projekt – nur was sie sehen wollen.

  14. Leider wollen viele der „Eliten“ keinen kalten, sondern einen heißen Krieg. Und sind offenbar der Meinung, Atomwaffen würden nie eingesetzt werden oder seien gar nicht existent. 🤷‍♂️ Anders lassen sich die Aussagen von Kiesewetter oder Strack-Zimmermann jedenfalls nicht interpretieren, sofern man ihnen keine suizidalen Absichten unterstellen möchte.
    Bizarr ist dabei die ganze Argumentation, die einiges an Doppeldenk erfordert: Putin ist völlig verrückt, aber bei Atombomben rational. Russland ist in der Ukraine am Ende, droht aber Europa zu erobern. Die Russen brauchen Chips aus Kühlschränken, könnten aber Atombomben im Weltraum zünden.
    Ob „Oppenheimer“ wohl deshalb keinen Oscar gewonnen hat?

    1. Guter Hinweis auf den schizophrenen „Doppeldenk“ unserer politischen „Eliten“.
      Leider sind dem auch weite Kreise unserer Bevölkerung unterlegen, auch sogenannte Gebildete.
      Es nützt auch nichts, sie darauf hinzuweisen. Die rationalen Kontrollinstanzen der eigenen Wahrnehmung sind ausgeschaltet.

      Vielleicht das gefährlichste Doppeldenk:
      „Putin ist ein vollkommen verrückter und größenwahnsinniger Diktator, den man mit allen Mitteln stoppen muss, aber Atomwaffen einsetzen, das wird er nicht „wagen“.
      Dabei ist die russische Miliärdoktrin diesbezüglich vollkommen klar und Putin hat sich dazu auch stets gleichlautend geäussert.

      Ein Atomwaffeneinsatz könnte aber auch drohen, wenn Frankreich mit seinen angekündigten Truppen in der Ukraine in Schwierigkeiten gerät. Neulich erwähnte der österreichische Oberst Reisner einen möglichen „defensiven Atomwaffeneinsatz“ Frankreichs in der Ukraine (Interview auf Telepolis).

  15. Alles richtig und zugleich vollkommen falsch. Alle Überlegungen zu den untragbaren Folgen des Einsatzes von Kernwaffen sind bekannt, wurden oft publiziert und waren Grundlage für das Vertragswerk, das die Amis im Wesentlichen zerstörten. Wir können psychologische Aspekte diskutieren, uns als Wohnzimmerstrategen betätigen, moralische Aspekte anführen und was weiß ich noch alles machen. Letztendlich aber müssen wir uns nur die eine Frage beantworten und danach können weitere Probleme unbeachtet bleiben. Warum haben die Amis das Vertragssystem zerstört, das unser gemeinsames Überleben wahrscheinlicher machte? Warum haben sie ihre Kriegsmaschine immer weiter in Richtung Russland verschoben? Warum haben sie jegliche Forderung der Russen, über deren Sicherheit auch nur zu sprechen , zurückgewiesen.
    Es ist sehr einfach : weil sie den Krieg wollen und glauben, ihn gewinnen zu können. Die Russen haben das schon sehr genau verstanden, auch wenn sie es lange nicht wahrhaben wollten. Mehr steckt nicht hinter dem, was der Autor eine russische Drohung mit Kernwaffen nennt. Manchmal denke ich, dass wir im Osten, die lange Zeit mit ihnen „zusammen lebten“, die Russen besser verstehen. Aber das ist vermutlich Unfug. Was ist an der Aussage, „wir werden die Nukes einsetzen, wenn die Existenz des Staates in Gefahr ist „, falsch zu verstehen? Die NATO-Ratten denken vielleicht, dass die sich das nicht trauen werden. Sie irren. Die Russen werden lange zögern, sehr lange. Aber sie werden es tun und als Zweitschlag sowieso.
    Der Schlüssel liegt ausschließlich in den USA und ich erkenne nichts, was und auch nur zu geringster Hoffnung Anlass gibt. Ich schreibe es nicht zum ersten Mal; die Dinge entwickeln sich mit der Zwangsläufigkeit einer klassischen griechischen Tragödie. Der Ruf der Kassandra bleibt wie immer ungehört. Die Nukes werden gezündet.

    1. Ich denke auch, dass die angeblichen Drohungen Russlands ’nur‘ eine warnende Erinnerung sind. Und auch die griechische Tragödie trifft es, wie in der Fabel vom Frosch und dem Skorpion. Trotzdem sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben und wo und wie immer möglich auch entsprechend handeln. Die Chancen mögen nicht gut stehen, aber sie stünden schlechter, wenn die Russen nicht gehandelt hätten.

  16. „Der Schlüssel liegt ausschließlich in den USA und ich erkenne nichts, was und auch nur zu geringster Hoffnung Anlass gibt.“ (Kommentar von 1211)

    Vollste Zustimmung hierzu!

    Washington und die EU sind sich sehr wohl darüber im Klaren, dass die aufstrebende multipolare Welt unaufhaltsam ist – wenn man die Bevölkerungszahlen zusammenzählt, ist diese aufstrebende Flut die große Mehrheit der Weltbevölkerung. Die USA und die NATO wissen also, dass dies ihre wahrscheinlich letzte Chance ist, die Kontrolle über den Planeten zu behalten. Die Achse Washington-London-Paris-Berlin-Brüssel-Tokyo wollen die totale Macht und Kontrolle und sind wohl durchaus bereit, alle Nationen, die sich ihnen in den Weg stellen, in Schutt und Asche zu legen.

    China, Russland, Iran, Indien und andere Länder des globalen Südens verstehen dies natürlich. Sie haben lange genug unter der kolonialen Herrschaft der USA und Europas gelitten. Sie sind dabei, diese multipolare Welt zu schaffen – eine „fairere Weltordnung“, wie sie viele Partizipanten nennen, die nicht von der Wall Street, der Bank of England, dem IWF und der Weltbank gesteuert und regiert wird.

    Die Frage, die sich uns allen stellt, ist: Werden die USA und die NATO bereit sein, dieses Bestreben, die Kontrolle zu behalten, in eine dritte Welt zu tragen, die dann möglicherweise nuklear werden könnte?

    Die Ukraine hatte z.B. die besten Voraussetzungen für die beste aller möglichen Welten: Ressourcen und Energie aus Russland und gleichzeitig einen festen Platz in Europa. Stattdessen entschied sich die unter US-Kuratel stehende korrupt-gierige Führung für einen langsamen Tod durch Strangulierung durch ein genervtes Russland.

  17. Das stimmt nicht: „Die politischen Eliten wollen einen zweiten Kalten Krieg. Wie gefährlich speziell die atomare Konfrontation ist, haben sie vergessen.“ Nö. Sie wollen einen echten Krieg, im sicheren Glauben, ihn für sich entscheiden zu können.
    Der gesamte Westen ist zu über 70% beseelt von den Bekloppten und den Behämmerten, und die glauben inzwischen auch daran, dass Weihnachten künftig auf Ostern fällt…

  18. Mal was Grammatisches:
    „Oft und zutreffend ist festgestellt worden, dass die Menschen, die potentiell zu Opfern werden können – und das sind im schlimmsten Falle alle Menschen auf diesem Globus – im Grunde Geißeln der Abschreckungsakteure sind. Abschreckung will beim Gegner ein bestimmtes Verhalten erzwingen. Sollen andernfalls viele Menschen getötet werden, sind diese als Geißeln zu betrachten. Letztendlich sind wir alle Geißeln der Abschreckung, denn grundsätzlich ist unser aller Tod eingepreist.“

    „Geißel“ bedeutet im übertragenen Sinne „Plage“, z.B. „Der Krieg ist eine Geißel der Menschheit.“ Was hier sicherlich gemeint ist, ist „Geisel“, also das was beispielsweise die Hamas noch immer in Gaza gefangen hält.
    Nach dem Werbebanner (kurz hinter dem oben zitierten Absatz) fehlen auch zwei Buchstaben am Anfang des Satzes. Dort steht aktuell: „tzlich muss permanent gegenseitig demonstriert werden, wie entschlossen die Akteure jeweils sind.“
    Vielleicht kann man das noch korrigieren.

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