
Das New START-Ende, die Aufrüstung Chinas und Russlands sowie die unsichere amerikanische Sicherheitsgarantie treiben die Welt in eine nukleare Konkurrenz. Auch Europa reagiert: Frankreich will seine Atomwaffen zur Verfügung stellen und Deutschland ist mittendrin.
Am 10. September wurde an den Internationalen Tag gegen Nuklearversuche erinnert. Ausgerechnet im Jahr 2026, wo die Rüstungskontrolle zerfällt und Atomwaffen als Instrumente nationaler Machtpolitik betrachtet werden. Über 2.000 Atomtests wurden seit 1945 durchgeführt, mit spürbaren Folgen für Menschen und Umwelt. Die eigentliche Gefahr ist nicht, dass unmittelbar wieder Atombomben getestet werden. Sie liegt in einer Tendenz, in der die Atommächte ihre Arsenale modernisieren, Rüstungskontrollverträge verschwinden und Sicherheit über nukleare Abschreckung organisiert wird.
Eine Zäsur war das Auslaufen des New-START-Vertrags zwischen den USA und Russland im Februar 2026. Das Abkommen war der letzte verbliebene Vertrag zur Beschränkung der Atomwaffen der beiden größten Atommächte. Erstmals seit fünf Jahrzehnten gibt es keine verbindlichen Obergrenzen für ihre Nukleararsenale. Zwar halten sich Washington und Moskau bislang weitgehend an die früheren Grenzen, doch diese Zurückhaltung beruht nicht mehr auf einem überprüfbaren Vertrag. Die Basis für Transparenz und Berechenbarkeit ist verschwunden.
Ebenso verändert China das strategische Gleichgewicht. Peking baut sein Nukleararsenal aus und modernisiert seine Trägersysteme. Für die USA heißt das, dass ihre Aufmerksamkeit nicht nur auf Russland ausgerichtet werden kann. Washington muss zwei Atomkonkurrenten berücksichtigen. China selbst sieht die amerikanische Modernisierung und die militärische Präsenz der USA im asiatisch-pazifischen Raum als Bedrohung und rechtfertigt seine Aufrüstung. Es entsteht die klassische Logik des Wettrüstens: Jeder Schritt wird als Reaktion auf den anderen dargestellt.
Niemand muss ein Wettrüsten beschließen
Niemand muss gesondert beschließen, ein neues Wettrüsten anzufangen. Washington sieht die chinesische und russische Aufrüstung und hält eine Modernisierung der eigenen Streitkräfte für notwendig. Peking zieht aus diesen amerikanischen Plänen eigene Konsequenzen. Russland wiederum verweist auf die militärische Unterstützung der Ukraine durch den Westen und auf die wachsenden europäischen Verteidigungsfähigkeiten. Dies mündet letztlich zunehmend in eine bewaffnete Welt.
Die Situation ist komplizierter als im Kalten Krieg. Damals standen sich hauptsächlich zwei Atommächte gegenüber, die nach und nach begannen, ihre Konkurrenz durch Rüstungskontrollverträge und Kommunikationskanäle zu limitieren. Nun gibt es mit China einen dritten Akteur und die Kontrollmechanismen werden fragiler. Denn es steigt sowohl die Anzahl der Waffen. als auch die Zahl eventueller Fehlkalkulationen.
Europa gerät in die nukleare Debatte
Für Europa wurde die Lage durch den russischen Angriff auf die Ukraine brenzliger. Der Krieg hat die europäische Sicherheitsordnung zerstört und Skepsis ausgelöst, wie verlässlich die amerikanische Sicherheitsgarantie langfristig sind. Unklar ist, wie die europäischen Staaten ihre Sicherheit organisieren wollen, wenn Washington sich weigern sollte, die Verantwortung für die Verteidigung Europas zu übernehmen.
Frankreich ist neben Großbritannien die einzige europäische Atommacht und verfügt über eine eigene nukleare Abschreckung. Präsident Emmanuel Macron hat bereits in der Vergangenheit dafür geworben, über den Beitrag der französischen Atomwaffen zur europäischen Sicherheit zu diskutieren. Frankreich will seine nukleare Souveränität nicht aufgeben. Die Entscheidungshoheit über einen französischen Waffeneinsatz bleibt in Paris.
Frankreich und Deutschland haben im März 2026 eine hochrangige Arbeitsgruppe für nukleare Fragen eingerichtet. Sie soll sich z.B. mit Raketenabwehr, Frühwarnung und der Verbindung konventioneller und nuklearer Fähigkeiten beschäftigen. Deutschland soll sich an französischen Nuklearübungen beteiligen.
Im vergangenen Juli wurden diese Pläne konkretisiert. Frankreich und Deutschland vereinbarten eine engere Zusammenarbeit, bei der die französische Nuklearabschreckung mit europäischen konventionellen Fähigkeiten und Raketenabwehr verbunden werden soll. Französische Rafale-Flugzeuge der Luftstreitkräfte wurden in Deutschland eingesetzt.
Eine europäische Atommacht durch die Hintertür?
Der Begriff „europäische Atombombe“ wäre zunächst übertrieben. Es gibt keine europäische Nuklearstreitmacht und kein gemeinsames europäisches Kommando über französische oder britische Atomwaffen. Wenn Deutschland an französischen Atomübungen teilnimmt, wenn beide Länder eine gemeinsame strategische Kultur entwickeln und französische Nuklearwaffen als Teil der europäischen Sicherheit diskutiert werden, wandelt sich die Bedeutung der französischen Abschreckung. Das ist angesichts der verschärften Sicherheitslage nachvollziehbar. Aber es wirft etwas Grundsätzliches auf: Führt Europa lediglich eine Anpassung der Verteidigungspolitik durch oder übernimmt es die Logik des globalen nuklearen Wettrüstens?
Da Russland über ein großes Nukleararsenal verfügt, muss Europa abschreckungsfähig sein. Und falls die amerikanische Garantie wackelt, muss sich Europa eigenmächtig um seine Sicherheit kümmern. Wenn Frankreich seine Atomwaffen anbietet, erscheint es folgerichtig, diesen Vorschlag in die europäische Verteidigungsplanung einzubeziehen. Aus jedem einzelnen Schritt kann eine Abhängigkeit entstehen: Je stärker Europa sich auf nukleare Abschreckung stützt, desto wichtiger werden die Atomwaffen für die Sicherheitsarchitektur.
Mehr Atomwaffen bedeuten nicht mehr Sicherheit
Ein zentrales Argument lautet oft, dass Abschreckung einen Krieg verhindert. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Die gegenseitige Furcht vor einem Atomschlag war im Kalten Krieg zweifelsfrei bedeutsam. Aber Abschreckung funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Staaten müssen wissen, über welche Waffen der Gegner verfügt, sie müssen seine Absichten einschätzen können und sie müssen darauf vertrauen, dass in einer Krise rational gehandelt wird.
Neben Atomwaffen werden Cyberangriffe, künstliche Intelligenz, automatisierte Frühwarnsysteme und Hyperschallwaffen merklich relevanter. Die Reaktionsspanne die Entscheidungsträger im Falle einer Krise potenziell haben, verkürzt sich dadurch. Dennoch können technische Systeme lückenhafte Informationen liefern oder Angriffe anders interpretieren, als sie gemeint sind. Das Risiko ist weniger, dass ein Staat bewusst einen Atomkrieg beginnt. Stattdessen, dass eine Krise außer Kontrolle gerät.
Was Europa eigentlich bräuchte
Europa muss seine Verteidigungsfähigkeit optimieren sowie daran interessiert sein, die nukleare Aufrüstung zu begrenzen. Beides schließt sich nicht aus. Allerdings wird die erste Frage wesentlich intensiver diskutiert als die zweite. Das Ende von New START zeigt, wohin eine Welt ohne funktionierende Rüstungskontrolle führen kann. Die USA und Russland verfügen über die größten Atomarsenale, China baut seine Fähigkeiten aus und Europa denkt, über eine eigenständigere nukleare Dimension seiner Sicherheit nach. Damit setzt eine gefährliche Dynamik ein.
Die Rückkehr der nuklearen Normalität
Der Internationale Tag gegen Nuklearversuche ist mehr als ein historischer Gedenktag. Er erinnert an eine Epoche, in der die Welt bereits einmal erleben musste, wie schnell sich Rüstung verselbständigen kann. Insbesondere droht eine neue Normalisierung der Atomwaffe in der internationalen Politik. Wenn Raketen entwickelt werden, ist das erstmal eine militärische Entscheidung. Werden alte Sprengköpfe modernisiert, lässt sich das mit ihrer technischen Sicherheit begründen. Falls Frankreich seine Nuklearwaffen in die europäische Sicherheitsdebatte einbringt, kann dies mit der Unsicherheit über die amerikanische Schutzgarantie erklärt werden.
Aber aus diesen einzelnen Stufen kann eine strategische Ordnung entstehen. Eine Ordnung, in der sich Staaten nur mit glaubwürdigen nuklearen Fähigkeiten sicher fühlen. Eine europäische Atombombe existiert bis dato nicht. Es wäre falsch, die derzeitige deutsch-französische Kooperation schon als deren Entstehung zu bezeichnen. Die Diskussion bewegt sich in eine Richtung, in der nukleare Abschreckung zur Normalität europäischer Politik wird.
Das muss ein Denkanstoß für Europa sein, ein weiteres nukleares Wettrüsten zu verhindern. Europa sollte (wieder) führend bei der Rüstungskontrolle werden.




Das ist grober Unfug. Die „europäische Sicherheitsordnung“ wurde bereits 1999 mit dem Nato-Angriff auf Serbien und der Abtrennung des Kosovo zerstört. Russische Warnungen diesbezüglich wurden ignoriert. Dann kam irgendwann der Putsch in Kiew.
So weit so schlecht. Einen „atomaren Schutzschirm“ aka atomaren Selbstmord für Dritte gibt es nicht: das liegt nicht im nationalen Interesse. Aus dieser Logik heraus möchten unsere furchtbaren Krieger, Reichskanzer Merzler und Gang, auch nicht einen französischen „Schutzschirm“ sondern die eigenen Bombe.
Genau so ist es. Aber so ein Verständnis erwarte ich von keiner taz – Autorin.
Ungeachtet dessen müssten die beschriebenen Umstände jedem das Blut gefrieren lassen. Macht es aber nicht. Ist es Dummheit, ist es Gottvertrauen? Gern beides, ich weiß es nicht.
Die europäische Sicherheitsordnung wurde bereits in den 90er Jahren dadurch zerstört, dass der Westen beim Jugoslawischen Zerfall kräftig mitmischte, was dann im unprovozierten brutalen Angriffskrieg gegen das heutige Serbien kulminierte.
Wenn es in den Jahren zuvor denn überhaupt eine Sicherheitsordnung gab, die den Namen verdiente.
Die Ostausdehnung der NATO war dann nur die logische Fortstzung dieser Herrenmenschenpolitik.
„Ein zentrales Argument lautet oft, dass Abschreckung einen Krieg verhindert.“
Das sehe ich so nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. Abschreckung – also die Drohung mit Massenvernichtungswaffen – führt zu Angst, Misstrauen und verhärteten Standpunkten. Wenn dazu eine komplett unfähige Diplomatie kommt, dann ist der Krieg nicht mehr weit.
Der „Friedens-Präsi“ Trump heizt den Krieg in der Ukraine weiter an; von Friedenswillen ist nichts zu spüren..
Trump verhängt Lindsey Grahams Sanktionen gegen Russland, 500% Strafzölle für Länder die die Russlandsanktionen nicht beachten. Wadephul jubelt.
Trump liefert Tomakawks an Kiew.
Atombomben und Atomraketen hin oder her, lasst sie alle sofort starten dann hat die liebe Seele endlich ruh 🙁
Mehr kann man zu dem ganzen Irrsinn nicht mehr sagen.
Ottoo815: Deutlicher kann das „Falschsein“ der Ammis gar nicht mehr zum Vorschein kommen,
wie mit dem Agieren von Trump. Ich hätte ja gerne einmal Mäuschen bei den Besprechungen
in Moskau mit den CIA Vertretern und Kuschner und Witkoff gespielt. Ich gehe einmal davon
aus, dass die von den russischen Vertretern heftig abgeledert wurden. Es ist wirklich schon
erstaunlich, wie abgebrüht die Ammis auftreten. Sie kritisieren die Waffenlieferungen und die
Bereitstellung der Zieldaten von Russland für den Iran und schieben im gleichen Athemzug
wieder Waffen in die Ukraine. Wahrscheinlich wissen die Ammis nur zu gut, dass sie den Russen
weit unterlegen sind. Bis jetzt haben die Russen den Iranern scheinbar noch keine bis in die USA
reichenden Waffen geliefert, bzw. die dazu benötigten Komponenten oder Pläne. Sollten die USA
oder deren europäischen Vasallen aber mit immer heftigeren Waffen über die Ukraine Russland
bombadieren, könnte ich mir vorstellen, dass die Russen über den iranischen Weg Vergeltung
üben werden. Die größte Gefahr eines Atomkrieges geht aber von Israel aus. Sollte Isreal jetzt
ohne die USA noch einmal eine großen Angriff auf den Iran starten, wird der Iran sehr heftig
zurück schlagen. Da Israel nicht besonders groß ist, kann sich die Bevölkerung nicht in ruhige
Zonen flüchten. Dann wird Israel mit Atomraketen um sich schießen.
Schönes Beispiel für „manufactured consent“.
Das New-START Abkommen wurde nicht von den USA nicht verlängert, es ist einfach ausgelaufen. Dass die USA zuvor schon diverse andere Abkommen aufkündigte (wie zb der INF-Vertrag gegen Mittelstreckenraketen) wird nicht einmal erwähnt.
China mit seinen paar hundert Atombomben wird als grosse Bedrohung aufgebaut, während andere Länder mit ähnlich grossen Arsenalen wie zb Frankreich als Schutzmächte verkauft werden.
Der Ukraine-Krieg (2022, nicht 2014) hat die „europäische Sicherheitsordnung“ zerstört, obwohl es bekanntlich die USA mit der Osterweiterung und dem nationalistischen Putsch in Kiev war, welche die alte Ordnung ausser Balance brachte. Ja, die ganzen Politclowns aus all den NATO-Vasallenländer können gar nicht mehr aufhören sich untereinander nonstop ihre „Solidarität“ zu versichern, die „Sicherheitsordnung“ im Sinne der NATO ist also offensichtlich weiterhin intakt. Der O-Ton ist bekannt: Wir werden von Russland gezwungen aufzurüsten!1!
Das zusammenstreichen von Europa als geographische Einheit (die notabene bis zum Ural reicht..) auf die Mitgliedsstaaten der EU. Da kommen dann solche Verrenkungen raus dass dieses „Europa“ über keine Atombomben verfügt (weil der Konzernmoloch EU keine Verfügungsgewalt über das französische Militär verfügt), obwohl Europa weltweit am meisten davon hat (Russland, Frankreich und GB zusammengenommen).
Der Internationale Tag gegen Nuklearversuche wird dann benutzt, um für eine („europäische“) Aufrüstung zu plädieren. Daraus soll dann eine „strategische Ordnung“ entstehen. Die Guten™ müssen zusammenstehen und einen waffenstarrenden Block bilden.
Das man den grössten Irrsinn mit Abkommen verhindern könnte, die man dann aber halt auch selbst einhalten müsste, wird dagegen mit keinem Wort erwähnt.
PS: Das wird im Artikel nur am Rande erwähnt (wir, die Guten™, müssen wieder führend in Rüstungskontrolle werden), aber die Zerstörung von UN-Institutionen wie der OPCW oder IAEA durch die USA hat massgeblich zur aktuellen Situation beigetragen.
Eine Bitte an Autorin Julia Engels, bitte etwas präziser formulieren.
»@Julia Engels: Auch Europa reagiert: Frankreich will seine Atomwaffen zur Verfügung stellen und Deutschland ist mittendrin.«
Es ist nicht Europa, das reagiert, sondern Russland und wozu benötigen in Deutschland seit langem zahlreiche Leute wie Joschka Fischer, Friedrich Merz oder Pistorius die Atombombe? Gewiss nicht um sich zu schützen sondern um damit
drohen zu können.
»@Julia Engels: Eine Zäsur war das Auslaufen des New-START-Vertrags zwischen den USA und Russland im Februar 2026.«
Auch der INF-Vertrag sowie der Open-Skies-Vertrag wurden von den USA aufgekündigt.
Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass die Abrüstungsversprechen der Atommächte eine der Grundlagen war, weshalb sich andere Staaten überhaupt erst auf den Atomwaffensperrvertrag eingelassen haben. Mit dem Auslaufen von START als letztem dieser Verträge könnten daher mehr Staaten überlegen, ob die Vereinbarung nicht mittlerweile zu einseitig geworden ist und einen Austritt erwägen.
Apropos ☢️🚀💥 „nukleares Wettrüsten“. Nicht wenige Science-Fiction-Filme aus den vergangenen Jahrzehnten wurden inzwischen von der Realität eingeholt und überholt.
Für den Sci-Fi-Film „Planet der Affen“ gilt das bislang noch nicht. In der Fortsetzung „Beneath the Planet of the Apes“ aus dem Jahr 1970 (deutscher Titel: „Rückkehr zum Planet der Affen“) reisen die Affen Cornelius, Zira und Dr. Milo mit dem Astronauten Taylor (gespielt von Charlton Heston) im Raumschiff zurück in die Vergangenheit – in die Zeit vor der ursprünglichen Katastrophe, der nuklearen Zerstörung der Erde.
In den Ruinen von New York stellt dann der Astronaut Brent die Frage: „My God… this was my home. I lived and worked here. What happened? What could have happened? My God, did we finally do it? Did we really do it?“ (Deutsch: „Mein Gott … das war meine Heimat. Ich habe hier gelebt und gearbeitet. Was ist passiert? Was könnte passiert sein? Mein Gott, haben wir es am Ende doch getan? Haben wir es wirklich getan?“
Lang lebe der „Homo sapiens“. Das ist bekanntlich die wissenschaftliche Bezeichnung für den modernen Menschen. Homo heißt „Mensch“ und sapiens bedeutet „weise“ oder „einsichtig“ oder auch „klug“. Die Bezeichnung zielt auf die ausgeprägte Fähigkeit der unbehaarten Affen zu abstraktem Denken und Lernen🧠. Es ist vor allem die Sprache 🔤📝🗣️, die den unbehaarten Affen vom behaarten Affen unterscheidet und die es ihm ermöglicht, heute Prozessoren mit 16 Kernen und 5,7 GHz zu entwickeln, zu bauen und für ein paar hundert Euro an die Consumer zu verkaufen. Moderne Prozessoren in IT-Rechenzentren haben sogar 256 Kerne und dort arbeitet nicht nur ein Prozessor.
Die Frage ist allerdings, wozu der „Homo sapiens“ diese Prozessoren einsetzt und wem das nützt oder ganz simpel: cui bono 💰❓
🎯 Fazit: Was der „weise Mensch“ in Jahrtausenden seiner Evolution offensichtlich nicht gelernt hat, das ist der friedliche Umgang mit dem Nachbarn, den Menschen anderer Staatsangehörigkeit, Hautfarbe, Rasse, Religion, Kultur, Sprache, die historisch als
• „Wilde“,
• „Untermenschen“,
• „Ratten“,
• „Ungeziefer“,
• „Kakerlaken“,
• „Parasiten“,
• „Barbaren“,
• „Bestien“,
• „Geschwür“,
• „Volksschädlinge“,
• „Volksfeinde“,
• „Ballastexistenzen“,
• „Heiden“
usw. diffamiert und abgewertet wurden, um sie zu bekämpfen, zu beseitigen und/oder auszumerzen.
Der „Homo sapiens“ als Spezies wird das wahrscheinlich auch nie lernen. Evolutionsbiologisch setzen sich auf dem Planeten der unbehaarten Affen die unbehaarten Affen, die eine friedfertige Politik machen wollen, offensichtlich nicht durch, sonst wäre
• Donald Trump nicht Präsident der USA,
• Benjamin Netanjahu nicht Premierminister von Israel,
• Emmanuel Macron nicht Präsident von Frankreich,
• Wladimir Putin nicht Präsident von Russland,
• Wolodymyr Selenskyj nicht Präsident der Ukraine,
• Friedrich Merz nicht Kanzler von Deutschland
• und so weiter …
Das gilt nämlich auch für die Wahlen in „freiheitlichen“ und „wertewestlichen“ Demokratien, denn Schuld am Krieg sind immer „die anderen“. Man schießt immer nur „zurück“ und falls man doch angreift, dann bezeichnet man es als „präventiven Erstschlag“ = vorbeugende Verteidigung.
Dieser geniale Gesellschaftskritiker und Kabarettist Volker Pispers formulierte das vor Jahrzehnten so: Das Dilemma der real existierenden Demokratien besteht offenkundig darin, dass sich keine Mehrheit für eine Politik findet, von der die Mehrheit profitiert und die oberen Zehntausend aka „Elite“ = „Besserverdiener“+“Superreiche“ nicht ärmer werden.
Kienzle: Noch Fragen Hauser?
Hauser: Nein Kienzle. Aber viele „Journalisten“ von ARD, BILD, FAZ, RTL, SZ, ZDF usw. und Politiker in Deutschland sollten sich das Fazit 🎯 in GROSSEN Buchstaben auf Papier ausdrucken 🖨️➡️📄 und vorne auf den Bildschirm ihres PC-Monitors, Laptops, Tablets oder Smartphones 🖥️ 💻📟 📱 kleben, sofern sie noch einen Drucker mit Papier haben.
Meinereiner wünscht viel „Spaß“ mit der Aufrüstung und vor allem mit dem nuklearen Wettrüsten. Kieg ist die Krönung der kapitalistischen Marktwirtschaft und der nukleare Krieg ist der „Endsieg“ dieser (neo-)feudalen Gesellschaft. Aber wen interessiert das 2026 im „modernen“ und „aufgeklärten“ Deutschland❓
Danke für den ausführlichen Einwurf! Der „wissende Mensch“ scheint wohl doch nicht so ‚wissend‘ oder gar „die Krone der Schöpfung“ … Dafür haben wir dann ja künftig die „KI“, die alle von uns gleichbehandelt und uns uns halt als Gesamtheit abschafft. Sie wird trainiert mir denselben Denkschemata, die sich aus Jahrtausenden menschlichen Verhaltens ergeben haben. Sind *wir* friedlich, klug und sozial? Oder leben wir Aggression, Neid, Gier und puren Egoismus?
Die Antwort werden wir wohl bald von der „Künstlichen Intelligenz“ erhalten, denn sie ist nur ein Spiegel unseres Seins.
Da verschiedene KI-Forscher inzwischen vor ihrem ‚Frankenstein-Monster‘ warnen und ein Moratorium fordern, ist es wohl an der Zeit, die Fakten zu sehen und darüber nachzudenken. Über den nächsten und letzten (!) Weltkrieg entscheiden wir nämlich nicht mehr selbst 🙁
Wer die letzten Meldungen zu AI-Angriffen noch nicht gelesen und auch nicht die ersten ‚Kampfroboter‘ in Aktion gesehen hat, hat imo Nachholbedarf.
Hier Links zur Mobilität der neuesten Varianten und zu den geplanten Stückzahlen demnächst. Dazu eine Fähigkeits- und Preistliste.
– https://www.youtube.com/watch?v=gE_YodTqOtU
– https://www.buffed.de/Kuenstliche-Intelligenz-Hardware-279517/News/t800-humanoider-roboter-tritt-ceo-engineai-1489076/
– https://www.youtube.com/watch?v=kfXopA3C5Nw
– https://humanoid.guide/de/produkt/t800/
Wenn es eins beweist, wie wichtig es ist,
sich als Nation Atomwaffen zu beschaffen, sind es einzig die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der Amerikaner.
Die Iraner benötigen nur rund zwei Wochen und Zentrifugen, um aus ihren etwa 500 kg Grundmaterial ca. 20 Atomsprengköpfe zu bauen. Zeit hatten sie genug. Hatten sie Zentrifugen ? Jedenfalls waren die Nordkoreaner schneller.
Atomwaffen werden gebraucht, um sich die Amerikaner von der Pelle zu halten.
Die Aggression entsteht aus deren Insellage, selbst nuklear nicht getroffen werden zu können. Sobald ein auserkorener Gegner dazu in Position ist,
geben die USA klein bei und machen außerterritoriale Gebiete zu atomaren Schlachtfeldern, wie derzeit Europa.
Der „Europäische Weg“ ( zur Selbstvernichtung ) wurde vorgezeichnet.
So viel oder wenig zu Julias „Sicherheitsarchitektur“ für TAZ-Geschädigte.
Beides gibt Anlass zu großer Sorge:
1. die Entwicklung bei diesem Thema an sich und
2. was darüber geschrieben wird, bspw. in einem solchen Text
„Frankreich will seine Atomwaffen zur Verfügung stellen und Deutschland ist mittendrin.“
Frankreich will seine Atomwaffen vor allem finanziert bekommen und Deutschland wird keinen Zugriff bekommen.
Da hat Frankreich fein bei den USA das Konzept übernommen, die Deutschen dafür zahlen zu lassen, das sie zur Zielscheibe werden und im Ernstfall doch keine Befehlsgewalt haben.
Deutschland besitzt immer noch wirtschaftliche Macht, und die herrschenden Transatlantiker meinen diese Macht militärisch (auch atomar) sichern zu müssen.
Aber ich denke, das wird nicht nötig sein, denn die atlantische Führungsmacht sorgt dafür, dass die wirtschaftliche Macht Deutschlands schwindet, dass das Kapital kontinuierlich D verlässt, sodass bald keine wirtschaftliche Macht mehr da ist, die es zu schützen gilt.
Und ohne wirtschaftliche Macht sind alle kriegerischen Ambitionen nur Hirngespinste. Die Friedensbewegten sollten Trump in dieser Hinsicht also dankbar sein.
„die Aufrüstung Chinas und Russlands sowie die unsichere amerikanische Sicherheitsgarantie treiben die Welt in eine nukleare Konkurrenz.“
Wer kann nur so eine Unsinn ablassen. Bewirbt sich da jemand für einen Job in einem transatlantischen „Thinktank“?
veröffentlicht regelmäßig in „Telepolis, Frankfurter Rundschau und der taz.“ Ja das sind Garanten für Objektivität und Unabhängigkeit. ROFL
Nur mal so als realitätsnäheres Statement:
der Angriff Israels und der USA auf den Iran treibt die Welt in eine neue nukleare Konkurrenz. Jedes Land, das nicht von der kriminellen USGBIL-Bande militärisch angegriffen werden will, strebt nun nach Atomwaffen.
Aber so etwas Offensichtliches kommt natürlich einer Politikwissenschaftlerin mit Ambitionen nicht über die Lippen.