Atomschlag gegen Deutschland

Doomsday
Vietnamese Editor, Public domain, via Wikimedia Commons; Timothy Dilich, CC0, via Wikimedia Commons

170.000 Kampfdrohnen, steigende Eskalation und die wachsende Gefahr einer nuklearen Konfrontation – eine Analyse der aktuellen Entwicklung.

Auf der Website der britischen Regierung findet sich eine Verlautbarung des Verteidigungsministeriums vom 18. Juni 2026, in welcher die Auslieferung von 350 Abfangraketen, einigen Radaranlagen und 150.000 Kampfdrohnen bis zum Jahresende angekündigt wird. Die Zahl wurde inzwischen auf 170.000 aufgestockt.

Entgegen dem Kommentar des Ministeriums ist das Profil dieses Lieferpakets kaum dazu geeignet, den „Schutz unschuldiger ukrainischer Menschen“ zu verbessern. Dagegen pusht es jetzt ein Vorhaben mit Vehemenz voran, welches der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter bereits 2024 propagiert hatte, nämlich „den Krieg nach Russland zu tragen“.

Großbritanniens Regierung führt zum wiederholten Mal die Riege der Lieferländer an, welche sich mit immer wirkungsvolleren und immer tiefer in russisches Territorium vordringenden Waffensystemen hervortun, wie bereits mit Marschflugkörpern und radioaktiven DU-Geschossen.

Bereits die massiven Beschädigungen von Anlagen der Ölwirtschaft und die Beschlagnahmung russischer Tankschiffe in den letzten Wochen haben der roten Linie bedenklich näher geführt, an der die russische Regierung vor eine harte Entscheidung gestellt wird. Diese Gefahr wird durch jüngste EU-Schritte gegen Russlands eisbrechende LNG-Transportflotte drastisch verschärft.

Psychomechanismen bestätigt die Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Option

Donald Trump, der einzige westliche Politiker mit den notwendigen Machtmitteln, um die westliche Allianz noch rechtzeitig zur Korrektur des Selbstmordkurses zu bewegen, hat nach dem weitgehenden Scheitern seiner Militärmission im Iran massiv an Autorität verloren. Indem Militaristen diese Schwächephase des US-Präsidenten für den finalen Eskalationsschub gegen Russland nutzen, beweisen sie entweder erschütternde Naivität oder kalte Verantwortungslosigkeit. Auch wenn Politiker und Medien die Gefahr beharrlich herunterspielen, kann die Annahme als wirklichkeitsfremd gelten, dass die stärkste Atommacht der Welt es dauerhaft hinnehmen wird, dass ihre Infrastruktur, ihre wirtschaftliche Basis und ihre militärische Kapazität im konventionellen Krieg gegen eine numerisch überlegene westliche Allianz aufgerieben werden. Eine detaillierte Analyse der verschiedenen beteiligten Psychomechanismen bestätigt die Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Option.

Dagegen ist die Opposition des moralischen Verbündeten China gegen Atomwaffeneinsatz unerheblich, da Peking aus diplomatischen Gründen gar nicht anders kann und in keinem Fall helfend eingreifen wird.

Wenn Europas Politiker ihre Bürger jetzt blind oder verantwortungslos in eine so elementare Gefahr führen, lässt sich das als Wiederholung und Steigerung nie aufgearbeiteter historischer Fehlentscheidungen in der langen Kette desaströser Militäreinsätze von Vietnam bis Afghanistan identifizieren. Die Fehler lagen schwerpunktmäßig auf der psychologischen Ebene. U.a. wurde die Bevölkerung mit brutalen Verhören, Erniedrigungen und Zerstörung ihres Eigentums den militärisch bekämpften Milizen in die Arme getrieben, während statt demokratischer Idealisten ein korrupter Klüngel Zugang zur Macht erhielt.

Solche verwerflichen und kontraproduktiven Praktiken wären bei ungestörtem Informationsfluss abgestellt worden. Doch seit spätestens 1899 (Beginn des Philippinisch-Amerikanischen Krieges) schirmen sich US-Militär und Geheimdienste vor kritischem Einblick ab – stets im Namen der nationalen Sicherheit.

Ein KI-Urteil lautete: „Es waren das US-Militär und die CIA, die den physischen und informationellen Zugang zu den fatalen Fehlentwicklungen an der Quelle komplett absperrten. – Dem standen private Großmedien und Nachrichtenagenturen gegenüber, die die offiziellen, geschönten Narrative aus Washington weitgehend ungeprüft übernahmen und multiplizierten.“

Der Spur des Chaos, den ein demokratisch völlig unzureichend kontrollierter westlicher (Un-)Sicherheitsappart weltweit hinterlassen hat, folgt jetzt die logische Fortsetzung im eigenen Kulturraum.

„Europe will be finished physically“

Es ist dieselbe schönfärbende Berichterstattung durch Militär und Mainstream-Medien wie während der vergangenen kontraproduktiven Militäreinsätze, die den Militaristen aus MIC und NATO auch jetzt ermöglichen, ohne großen öffentlichen Widerstand weiter zu eskalieren. Auf der Gov.UK-Homepage heißt es zur Auslieferung der 170.000 Drohnen bis Jahresende (über 900 pro Tag): „The UK is putting pressure on Putin to negotiate“. – „Das VK übt Druck auf Putin aus, zu verhandeln“. Das ist entweder wirklichkeitsblind oder zynisch. Es war der damalige britische Premierminister Borris Johnson, der das unterschriftsreife Einigungspapier im März 2022 blockierte und es ist die ukrainische Führung, die am 17.Mai 2022 die Verhandlungen abbrach und ihnen seither mit realitätsfernen Vorbedingungen ausweicht.

Vor einer Erörterung der Gefahrenlage bleibt noch ein Sachverhalt geradezurücken: Auch wenn Medien oder das Britische Verteidigungsministerium auf der Regierungs-Homepage die Phrase vom „unprovozierten russischen Angriffskrieg“ gebetsmühlenartig bedienen, hat diese einseitige Bewertung bei fairer Analyse der Vorgeschichte keinen Bestand. Die millionenfache Wiederholung zeigt vielmehr die Brüchigkeit eines Dogmas, das sich nur mit solchen geldgepushten Propagandamitteln stützen lässt. Denn ein sachlicher Diskurs, der hier gescheut wird, führt – ohne die russischen Rechtsverstöße zu beschönigen – die vielen und teilweise massiven Provokationen westlicher Militaristen von 1999 bis Februar 2022 vor Augen.

Sergey Karaganov ist ein russischer Hardliner, genauer gesagt ein politischer Intellektueller, der nach bitteren Erfahrungen im Verlaufe der letzten 30 Jahre einen tiefen Wandel durchgemacht hat – von einem Freund Europas zu einem, der diesem Kontinent mit Ablehnung gegenübersteht. Als Ehrenvorsitzender des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik und informeller Regierungsberater hat Karaganov auch ohne politische Ämter einen weitreichenden Einfluss. Mit ihm führte der amerikanische Journalist Tucker Carlson im Januar 2026 ein Interview, das jeder Europäer gehört oder als Transkript gelesen haben sollte, um aufzuwachen.

“If Russia comes ever close to a defeat, that would mean that Russia now would use nuclear weapons and … Europe will be finished physically.” Diese sehr drastische Perspektive grenzt Karaganov an anderer Stelle geographisch ein. Seine Wahl fiele auf Großbritannien und noch eher auf Deutschland. Die unübersehbare Exposition des Vereinigten Königreichs stellt ein kompliziertes Thema dar.

Bei Deutschland liegen dagegen klare Gründe für die Top-Position unter den Zielen für einen atomaren Warnschlag vor. „When a Chancellor … of Germany is talking about recreating … Bundeswehr, to be the strongest army in Europe… That means that he dooms his country for elimination”. Wenn ein deutscher Kanzler davon spricht, die Bundeswehr wieder zur stärksten Armee Europas zu machen … Dann heißt das, dass er sein Land der Auslöschung weiht“.

Kurz vor 12

Diese Einschätzung erinnert an die Marineexpansion des Deutschen Kaisers vor dem Ersten Weltkrieg, die in Großbritannien als Missachtung der Rangordnung auf den Weltmeeren wahrgenommen wurde.

Die heutige Situation Deutschlands ist allerdings deutlich ungünstiger. Russland kann jederzeit auf Bruch des Waffenstillstandes vom 8. Mai 1945 erkennen, erneute Kapitulation erzwingen und Deutschland damit von seinen Bündnispartnern isolieren. Die hier lagernden amerikanischen Atomwaffen stellen als strategische Angriffsziele für Präventivschläge vor allem eine Gefährdung für die deutsche Bevölkerung dar, während sie in der Abschreckungswirkung weitgehend versagen. Realistischer Weise unterstellt Karaganov, dass sich die USA bei einem russischen Atomschlag in Europa generell nicht einmischen würden. Umso mehr gilt das, wenn der Schlag nur ein einzelnes Land wie Großbritannien oder Deutschland träfe. Der relevante Artikel 5 des NATO-Vertrages ist zum Glück dermaßen schwammig, dass ein solcher nuklearer Warnschlag keineswegs automatisch in einen großen Atomkrieg führen würde. Auf jeden Fall würde die drastische Klarstellung der militärischen Rangordnung den naiven Politikern in Europa klarmachen, dass sie nicht nur ihre Verantwortung für das Leben der ‚verteidigten‘ (aber niemals gefragten) Menschen in den umkämpften Gebieten und in ihren eigenen Ländern aus dem Blickfeld verloren haben, sondern auch den Respekt gegenüber dem Gegner.

Die Uhr steht inzwischen auf kurz vor 12, um die von Mahatma Gandhi und Martin Luther King verkündete Einsicht ernst zu nehmen, dass stabiler Frieden ein Verstehen des (tatsächlichen oder vermeintlichen) Feindes zur Voraussetzung hat. Das Verstehen v.a. der Motive stellt wiederum die Voraussetzung für die rechtzeitige Entstehung von gegenseitigem Respekt dar – rechtzeitig, um die Stabilisierung in Gesprächen herzustellen. Dagegen destabilisiert fehlender Respekt so lange, bis er in einem Kräftemessen erzwungen wird.

Vor allem die EU-Kommission sowie die Politiker Großbritanniens und Deutschlands sind dabei, ihren Gegner Russland in die Enge zu treiben, bis dieser den fehlenden Respekt mittels eines drastischen Warnschlages einfordert. Respekt ist danach auch der entscheidende Bremsfaktor, der die Entfesselung des vollen atomaren Zerstörungspotenzials verhindert.

Christian Hamann

Christian Hamann wurde 1949 in Berlin geboren und lebt seit einigen Jahren abwechselnd in Deutschland und Südamerika (Uruguay, Paraguay). In den Jahren 1968 bis 1973 hat er Geographie und Biologie in Hannover und Mainz studiert und danach bis zu seiner Pensionierung als Gymnasiallehrer gearbeitet. Er hat sich zeitlebens selbständig weitergebildet, insbesondere auf den Gebieten Geschichte, Politik einschließlich Soziologie, Wirtschaft und Psychologie.
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71 Kommentare

  1. „Großbritanniens Regierung führt zum wiederholten Mal die Riege der Lieferländer an, welche sich mit immer wirkungsvolleren und immer tiefer in russisches Territorium vordringenden Waffensystemen hervortun, wie bereits mit Marschflugkörpern und radioaktiven DU-Geschossen.“

    So man gestern hörte, ist besagte DU-Munition mitsamt etlichen Patriot-Raketen gestern Nacht bei einem Volltreffer mitten in Kiew hochgegangen.

    1. @Mick
      „So man gestern hörte, ist besagte DU-Munition mitsamt etlichen Patriot-Raketen gestern Nacht bei einem Volltreffer mitten in Kiew hochgegangen.“

      Ja und die soll mitten in einm Wohngebiet gelagert worden sein. Diese Muniton sollte schon längst verboten sein
      Laut Berichten soll aber keine Gefahr für die Bevölkerung bestehen, das ist aber sehr unwahrscheinlich weil bei der Explosion bestimmt Uranstaub entstanden ist. Hierzu ein Film über den tödlichen Uranstaub.

      Deadly Dust (Todesstaub), ein Film von Frieder Wagner
      https://www.youtube.com/watch?v=kLuR8UGco6k

      1. @Mick
        P. S.und die Krebserkrank
        Uranmunition in einem Wohngebiet zu lagern ist ein Kriegsverbrechen. Die Umgebung dürfte für Jahrzehnte radioaktiv verseucht sein und die Krebserkranken werden rapide steigen.

        Das Selenskij-Regime beweist einmal mehr wie sehr es die eigene Bevölkerung verachtet

        1. Unsere Öffentlich Rechtlichen zeigten die Schäden an den Wohnhäusern, mit den
          entsprechenden Anschuldigungen gegen Russland. Ob sich tatsächlich ein deutsches
          Fernsehteam dort hin getraut hat, oder diese gern auf das Bildmaterial der Ukraine
          zurückgegriffen haben. Zum Glück wird heute alles rein elektronisch aufgenommen.
          Ein zu belichtender Film wäre wahrscheinlich durch das Strahlen der Munitionsreste
          gleich schwarz gewesen.

      2. Dieser verfluchte Uranstaub entsteht eigentlich nur nach einem Abschuss bei einem Treffer, weil beim Auftreffen des Munitionskopfes ausserordentlich hohe Temperaturen von mehreren tausend Grad entstehen, wodurch das Uran verdampft und beim Abkühlen als Nanostaub aus Uranoxid in der Gegend herumwabert (weißer Rauch). Dieser Staub ist so fein, daß er ziemlich alle Filter durchdringt, somit bis in die Blutbahn gelangen kann. Lagert sich dann im Körper ein, mit den beschriebenen verheerenden Folgen.
        DU ist (nach seiner ersten Wirkung als Penetrator in Hartgeschossen) eigentlich ein chemischer Kampfstoff mit Langzeitfolgen. Man darf gern darüber nachdenken, warum KEIN Staat, der es herstellt und seine Truppen damit ausrüstet, es jemals im Inland eingesetzt hat…
        Dieses Zeug gehört geächtet!

  2. „Es war der damalige britische Premierminister Borris Johnson, der das unterschriftsreife Einigungspapier im März 2022 blockierte und es ist die ukrainische Führung, die am 17.Mai 2022 die Verhandlungen abbrach und ihnen seither mit realitätsfernen Vorbedingungen ausweicht.“

    Warum disqualifiziert sich der Autor selbst?

    „Russland forderte, dass alle Signatarstaaten einhellig der Verteidigung der Ukraine zustimmen müssten, einschließlich Russlands, was als absurde Regel zur Vermeidung des Vertrags aufgefasst worden sei. Dies sei von ukrainischen Teilnehmern der Verhandlungen als Ende der Gespräche aufgefasst worden.[33]“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Waffenstillstandsverhandlungen_und_Vermittlungsinitiativen_zum_russischen_Angriffskrieg_gegen_die_Ukraine

    1. Ja was für ein herrliches Eigentor @Vende

      aus dem selben Artikel

      Bennett zufolge vertraten Scholz und Macron pragmatische Positionen und drängten auf einen Waffenstillstand, während Boris Johnson die Meinung vertreten habe, dass die Ukraine keine Zugeständnisse gegenüber Russland bzw. Wladimir Putin eingehen sollte.

      Für aufschlussreich hält die Welt die Äußerung des ukrainischen Verhandlungsführer Arachamija in einem TV-Interview im November 2023: Der damalige britische Premierminister Boris Johnson sei am 9. April nach Kiew gereist und „habe gesagt, dass London „nichts“ mit Putin unterschreiben würde – und die Ukraine die Kämpfe fortsetzen solle.“

      Wir rede hier über den offiziellen ukrainischen Verhandlungsführer Arachamija, welcher das Abkommen mit Russland bereits parafiert (vorzeitig unterzeichnet) hatte. Er selbst hat später in einem Interview genau diesen Grund für das Scheitern der Verhandlungen kurz vor dem Abschluss eben genauso erklärt. Dass Boris Johnson die Ukraine dazu gedrängt hatte. Er sprach kein Wort darüber, dass irgendwelche Forderungen Russlands inakzeptabel gewesen wären. Sie hatten bereits alle Forderungen akzeptiert und zugestimmt. Es fehlte nur noch die aller letzte finale Unterschrift. Und Arachamija selbst zeigte mit dem Finger auf Johnson und sagte, dass nicht er als Vertreter der Ukraine, sondern Johnson als Vertreter Großbritanniens die Unterschrift verweigerte.

      Und das Zitat was du dir herausgepickt hast, stammte aus einem New York Times Meinungsartikel, indem amerikanische Pseudoexperten spekulieren was der „eigentliche“ Grund für das scheitern gewesen sein könnte.

      Der Punkt ist aber, die Ukraine hatte es offiziell akzeptiert und verwies auch offiziell auf Johnson der das Abkommen torpediert habe.

      1. 4,5 Jahre später sieht man doch deutlich was Russland wirklich wollte und heute noch auch noch will.

        Russland ist nur bereit zu verhandeln (mit vorherigem Waffenstillstand), wenn die Ukraine „vorher“ praktisch kapituliert.
        Wollen kann Russland viel.
        Es sprach selbst ständig davon, die Realität auf dem Schlachtfeld anzuerkennen. Nun, das Schlachtfeld ist nicht zwingend nur in der Ukraine, das hat inzwischen auch der allerschlauste Moskowit kapiert.

        Putin möchte aber sowieso keinen Frieden. Frieden gefährdet sein Regime. Putin braucht inzwischen den Krieg wie ein Junkie. Wer schon so viel in der Ukraine investiert hat kann nicht mehr zurück, die Sunk-Cost-Fallacy lässt grüßen.

        Immerhin hat sich Russland nach 4,5 Jahren meiner Meinung angeschlossen, dass es keine spezielle Militäroperation gibt. Russland führt sein 4,5 Jahren einfach einen stinknormalen Eroberungskrieg und sonst nichts. Es hat gedauert aber tatsächlich, sie haben es endlich gemerkt.

        1. @Ottono
          „4,5 Jahre später sieht man doch deutlich was Russland wirklich wollte und heute noch auch noch will.“

          Ich vermute mal Ottono will er alsbald überfallen, den Kühlschrank rauben um die Chips aus diesem Kühlschrank für neue Raketen zu verwenden. 🙂

          1. Wenn man manches in Ottonos Post durch „der Wertewesten“ ersetzt, macht er sogar Sinn. Ich probiere es so, weil direkt „geht“ nicht. Warum auch immer…

        2. „Putin möchte aber sowieso keinen Frieden. Frieden gefährdet sein Regime. Putin braucht inzwischen den Krieg wie ein Junkie. Wer schon so viel in der Ukraine investiert hat kann nicht mehr zurück, die Sunk-Cost-Fallacy lässt grüßen.“ – Man sollte nicht von sich selbst auf andere schließen…

    2. Das sogenannte „Istanbuler Communique“ vom Mär. 22, auf die sich der Autor bezieht, enthält die von Ihnen genannte Forderung definitiv NICHT und zeigt sehr eindringlich, worum es Russland wirklich in diesem Krieg geht – SICHERHEIT vor einer aggressiv wahrgenommenen NATO!

      Die konkrete Ausgestaltung der jeweiligen Vertragspunkte sollte dann Ziel nachfolgender Treffen sein, doch die NATO, insbesondere US und UK, hatte auf dem NATO-Sondergipfel vom 24(!) Mär. 22 bereits einen möglichen Friedensschluss intern abgelehnt und B. Johnson teilte dieses dann am 9. Apr. Selensky in Kiev mit. Eine neutrale Ukraine war und ist einfach nicht im Sinne der NATO, denn NATO-Truppen und Raketen nur 400km von Moskau entfernt und Kontrolle der Krim inkl. Zugang Russlands zum Mittelmeer (s. Ziele des Krimkrieges 1853 ) sind ihr offensichtlich weit mehr wert als viele Millionen tote Ukrainer oder Russen, wenngleich absolut menschenverachtend und natürlich auch erneut Verrat des Geistes der UN-Charta.

      Hier die Übersetzung des am 15. Jun. 24 in der NY-Times veröffentlichten Communique (Google Translator)

      KOMMUNIQUE

      im Anschluss an Konsultationen vom 28. bis 30. März 2022

      Hauptbestimmungen des Vertrags über Sicherheits- garantien für die Ukraine

      Das Abkommen setzt voraus:

      1. Die Erklärung der Ukraine als dauerhaft neutraler Staat unter völkerrechtlichen Garantien, um einen blockfreien und atomwaffenfreien Status umzusetzen.

      2. Mögliche Garantiestaaten: Großbritannien, China, Russland, die Vereinigten Staaten, Frankreich, die Türkei, Deutschland, Kanada, Italien, Polen, Israel. Der freie Beitritt anderer Staaten zum Vertrag wird vorgeschlagen, insbesondere schlägt die Russische Föderation Weißrussland vor.

      3. Internationale Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Rahmen des Abkommens gelten nicht für die Krim, Sewastopol und bestimmte Gebiete der Oblaste Donezk und Luhansk. (Das Abkommen wird eine Auslegung dessen enthalten, wie wir die Grenzen bestimmter Gebiete der Oblaste Donezk und Luhansk verstehen und wie die Russische Föderation sie gesondert versteht).

      4. Die Ukraine schließt sich keinen Militärbündnissen an, stationiert keine ausländischen Militärstützpunkte und Kontingente und führt internationale Militärübungen nur mit Zustimmung der Garantiestaaten durch. Die Garantiestaaten ihrerseits bekräftigen ihre Absicht, die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union zu fördern.

      5. Die Garantiestaaten und die Ukraine vereinbaren, dass im Falle einer Aggression, eines bewaffneten Angriffs auf die Ukraine oder einer Militäroperation gegen die Ukraine jeder der Garantiestaaten nach dringenden und sofortigen Konsultationen zwischen ihnen (die innerhalb von höchstens drei Tagen stattfinden sollen) in Ausübung des in Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen anerkannten Rechts auf individuelle oder kollektive Selbstverteidigung (als Reaktion auf und auf der Grundlage einer offiziellen Anfrage der Ukraine) der Ukraine als dauerhaft neutralem Staat im Angriff Hilfe leisten wird, indem er sofort die erforderlichen individuellen oder gemeinsamen Maßnahmen ergreift, einschließlich der Sperrung des Luftraums über der Ukraine, der Bereitstellung der erforderlichen Waffen und des Einsatzes von Waffengewalt, um die Sicherheit der Ukraine als dauerhaft neutralem Staat wiederherzustellen
      und anschließend aufrechtzuerhalten. Jeder derartige bewaffnete Angriff (jede Militäroperation) und alle daraus resultierenden Maßnahmen werden dem Sicherheitsrat unverzüglich gemeldet. Diese Maßnahmen werden eingestellt, wenn der Sicherheitsrat die erforderlichen Maßnahmen ergreift, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten. Der Mechanismus zur Umsetzung von Sicherheitsgarantien für die Ukraine, basierend auf den Ergebnissen zusätzlicher Konsultationen zwischen der Ukraine und den Garantiestaaten, wird im Vertrag geregelt, wobei der Schutz vor möglichen Provokationen berücksichtigt wird.

      6. Der Vertrag wird ab dem Datum seiner Unterzeichnung durch die Ukraine und alle (Option: die Mehrheit der) Garantiestaaten vorläufig angewendet.

      7. Der Vertrag tritt nach der Genehmigung des Status der Ukraine als dauerhaft neutraler Staat im Zuge eines gesamtukrainischen Referendums und der Einführung entsprechender Änderungen der Verfassung der Ukraine sowie der Ratifizierung in den Parlamenten der Ukraine und der Garantiestaaten in Kraft.

      8. Das Abkommen sieht vor, den Wunsch der Parteien festzuhalten, Fragen im Zusammenhang mit der Krim und Sewastopol durch bilaterale Verhandlungen zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation innerhalb von 10 (Option – 15) Jahren zu lösen.

      9. Es wird auch vorgeschlagen, festzulegen, dass die Ukraine und die Russische Föderation die Probleme der Krim und Sewastopols nicht mit militärischen Mitteln lösen, sondern ihre politischen und diplomatischen Bemühungen zur Lösung dieses Problems fortsetzen werden.

      10. Die Parteien werden die Konsultationen (unter Einbeziehung anderer Garantiestaaten) fortsetzen, um die Bestimmungen des Vertrags über Sicherheitsgarantien für die Ukraine, die Modalitäten für einen Waffenstillstand, den Abzug von Truppen und anderen paramilitärischen Kräften, die Öffnung und Gewährleistung des sicheren Funktionierens humanitärer Korridore auf kontinuierlicher Basis sowie den Austausch von Leichen Verstorbener und die Freilassung von Kriegsgefangenen und internierten Zivilisten vorzubereiten und zu vereinbaren.

      11. Die Parteien halten es für möglich, am … 2022 ein Treffen zwischen den Präsidenten der Ukraine und Russlands abzuhalten, um ein Abkommen zu unterzeichnen und/oder politische Entscheidungen bezüglich der verbleibenden ungelösten Probleme zu treffen.

      Quelle: NYTimes vom 15-06-2024 – The Sticking Points That Kept Russia and Ukraine Apart Übersetz durch Google Translator

  3. Sie haben über die „wertebasierte Ordnung“ berichtet, die wie eine Monstranz in den Krieg gegen Russland getragen wird. Deutschland findet es inzwischen unerträglich, noch nicht die größte und stärkste Militärmacht in Europa zu sein. Deshalb finanziert und bewaffnet es die terroristischen und faschistischen Ukrainer – ohne Rücksicht auf Verluste dort und im eigenen Land.
    Mit ihrem Volk von Untertanen haben es die deutschen Regierungen gut getroffen: Diese pfuschen sie nicht in ihr Kriegshandwerk.

  4. Mein Mantra: wie lange dauert es Berlin zu evakuieren sollte der Westen Russland provozieren und quasi zwingen Berlin endgültig zu befreien!?

    1. Leider, leider ist dies kein Mantra, sondern lediglich eine Frage.
      Wenn’s ein Mantra (Mantra (Sanskrit: मन्त्र, mantra m. ‚Spruch, Lied, Hymne‘[1]) bezeichnet eine heilige Silbe, ein heiliges Wort oder einen heiligen Vers. Diese sind „Klangkörper“ einer spirituellen Kraft, die sich durch meist repetitives Rezitieren im Diesseits manifestieren soll.) werden soll, einfach in einen Deklarativsatz umformulieren.

  5. Ich vermisse in so ziemlich allen Artikeln, die vor der immer akuteren Kriegsgefahr warnen die Suche nach den Gründen.
    – welche Motive treiben die Kriegslüsternen an? Nur eine psychische Entartung? wohl kaum.
    – Warum sehen die Menschen in der Bevölkerung im Krieg eine reale Situationsverbesserung im Jetzt?
    – Wer profitiert von welchem Kriegsausgang?
    – Gibt es so etwas wie Friedensmüdigkeit, weil das derzeitige Leben im „Frieden“ so elend, so zermürbend und sinnlos ist?
    – Ist etwa die Ausweglosigkeit des Kapitalismus im Endstadium( Konzept des senilen Katastrophenkapitalismus von Fabio Vighi) für die handelnden Eliten so greifbar, das sie jedes, auch noch so grausames Vorgehen nutzen um noch ein ganz bischen Zeit zu Kaufen für ihre ultrareiche degenerierte und pervers-nihilistische Blasenwelt?
    Über das Schwert über dem Kopf rumzuheulen, aber auf keinen Fall Ross und Reiter zu benennen ist erbärmlich.
    Jeder noch so „kritische“ und sich als „echtlinks“ gerierende Schreiberling ist immer noch zu feige den Hauptwiderspruch zu benennen, geschweige denn zu erkennen!
    Wir müssen die Eigentumsfrage stellen. Nicht über Bankkonten und Immobilien, Produktionsmittel und Rohstoffe. Nein das steht ja noch gar nicht zur Debatte, solange wir nicht die Debatte der Diggers im republikanischen England des Jahres 1650 zuende führen. Die Diggers, eine Abspaltung der liberalen Levellers forderten als EINZIGE nicht nur das Wahlrecht für Landbesitzer, sondern für Jedermann!
    Sie postulierten das jeder Mensch das Eigentum an sich selbst( seiner Person, seines lebendigen Körpers) besitze, als erstes Basisrecht.
    Aber selbst diese Grenze wurde während Corona aufgegeben. Für ein bischen Urlaub XXXXXXXXX fressen, und aus Disziplinlosigkeit und Gleichgültigkeit die EC Karte in jeden digitalen XX Aufnahmeantrag stecken.
    Selbst einem aufgeklärten Pazifistern wie mir fällt es immer schwerer diesen hirnlosen und energielosen Opportunisten den Krieg nicht zu wünschen.
    Vielleicht ist diese psychische Psyop der Vergleichgültigung ja der eigentliche Coup einer sadistisch-faschistoiden Oberschicht die sich zu Tode langweilt, wo schon Kinder foltern und misbrauchen nicht mehr genug Thrill bringt.
    in Kürze werden wir es wissen.

    1. „Ich vermisse in so ziemlich allen Artikeln, die vor der immer akuteren Kriegsgefahr warnen die Suche nach den Gründen.“
      Die Gründe sollten hinlänglich bekannt sein; bedürfen daher keiner weiteren Ausführung – gilt ebenfalls für das exzessive Wiederholen des immer gleichen; als ob es dadurch besser oder anders würde!

      Was tatsächlich und beabsichtigt fehlt, ist die Beschäftigung damit, WER, WIE VIELE und WARUM aufgrund welcher Ursachen dies billigend/katatonisch in Kauf nehmen.
      Und nein: Zeitmangel, das „aufgezwungene“ www, MSM, der pöhse Kapitalism., Hirnwürmer, hitzebedingt verkümmerter Intellekt etc. sind es NICHT!

      1. Magst du mir die “ hinlängig bekannten Gründe“ nennen? ich höre immer nur von unfähigen Politikern und geopolitischen Schwafeleien. Die Analyse, das unser endfertiges Wirtschaftssystem uns aus einer inneren Logik in Katastrophen treibt, weil mit menschlicher Arbeit die pervers-goldene Sphäre der Superreichen und Supermächtigen und Transhumanisten nicht mehr finanzierbar ist, fehlt, Kompletter Denk und Sprechausfall; weil man ja auch als Webblog von diesem System lebt. Und wer nicht freiwillig den Mund hält, der wird sanktioniert.

        1933 haben die noch nicht internierten SPD Abgeordneten in der Letzen Sitzung des Reichstages vor dessen Auflösung noch mit den Faschisten die Nationalhymne gesungen. Als sie den Reichstag verliessen wurden sie verhaftet, interniert und ermordet. Vielleicht hätten sie bessere Chancen gehabt wenn sie sich nicht von den anderen Friedensmenschen abgespaltet hätten.
        Aber jetzt biedert sich sogar das BSW einer AFD an, die wenn gewählt zum noch grösseren Kriegtreiber werden wird. Kapitalismus bedeutet Hunger, Willkür Folter, Todesmedizin und Krieg.

        1. „Aber jetzt biedert sich sogar das BSW einer AFD an, …“

          Völliger Quatsch, hier fällst du auf die allgegenwärtige Propaganda herein. Es geht um einen Brief an die Weidel, in den zum Streitgespräch zwischen AfD und BSW eingeladen wird. Der Brief ist öffentlich, kann man hier herunterladen.

          https://bsw-vg.de/bsw-fordert-duell-mit-afd/

          Jede Wette, dass die AfD nicht annimmt, da müsste sie ja „die Hosen runterlassen“. Aber so geht entlarven, nicht mit einer Brandmauer. Die macht die AfD erst groß und ich bin überzeugt, dass das auch genau so gewollt ist. Ansonsten stimme ich dir vorbehaltlos zu.

          1. Genau genommen hat Wagenknecht der Weidel eine Steilvorlage für eine äußerst arrogante Ablehnung geliefert (die dann ja auch kam), denn warum sollte eine 30%-Partei mit eine 3,5%-Partei Streitgespräche führen.
            Die zeigt sich da kein Stück anders als die anderen, von ihr bekämpften Parteien.
            Und wäre es umgekehrt, würde auch Wagenknecht wohl kein Gesprächsangebot machen.
            Ich habe dieses Parteiengeschacher so satt, dass ich mich an keinen Wahlen mehr beteiligen werde.

            1. „Und wäre es umgekehrt, würde auch Wagenknecht wohl kein Gesprächsangebot machen. …“

              Warum sollte sie nicht ??? Nenne mir einfach mal einen vernüftigen Grund.

              „… Ich habe dieses Parteiengeschacher so satt, dass ich mich an keinen Wahlen mehr beteiligen werde.“

              Genau das ist ein riesiger Fehler. Damit stimmst du dem Ergebnis von vorneherein zu, egal was dabei herauskommt. Noch gibt es eine Chance, noch gibt es mit dem BSW eine Partei, die wohl wirklich was ändern möchte, zumindest sollten wir ihr die Chance dazu einräumen. Allerdings läuft uns Deutschen die Zeit davon. Mit der nächsten BT-Wahl entscheidet sich wohl, ob da Land endgültig im Abgrund landet, und da willst du Zuhause bleiben?

              1. Das BSW korrigiert nicht einmal die von seiner Gallionsfigur diagnostizierten Fehler. Weder Vernunft noch Gerechtigkeit kann man im konkreten Handeln erkennen.

  6. Guter Artikel, zu dem ich nur zweierlei beitragen will:

    Die RAND-Corporation hat bereits zur Jahreswende 2022/3 mit russischen Angriffen auf logistische Zentren des Kriegsgegners NATO im Süden Polens, auf Wilhelmshafen / Bremerhafen sowie Rotterdam, und auf NATO-Installationen in Südwestdeutschlands kalkuliert, und der amerikanischen Regierung „asymmetrische“ Antworten empfohlen, um eine Eskalation zu vermeiden, die den Zielen und der Methodik der NATO-Kriegsführung widersprechen würde. Das zusammenfassende Dossier sollte noch öffentlich und leicht auffindbar sein.
    RAND ist offiziell von konventionellen Angriffen ausgegangen, aber das ist natürlich … naja, darf ich nicht sagen. Heute gilt das Unsagbare noch mehr, weil die NATO seither nach Aussage eines ihrer führenden Generäle – Florian Rötzer weiß den Namen noch, hat er doch einen Artikel dazu geschrieben – vorbereitet ist, Kaliningrad in einem „Blitzangriff“ konventionell zu nehmen und sich damit eine Eskalationsdominanz nach einem möglichen konventionellen Angriff Russlands auf NATO-assets verschafft hat.

    Einen Nuklearangriff der RF auf das UK halte ich für ausgeschlossen, Karaganov ist in seinem patriotischen Furor offenbar nicht mehr ganz bei Trost. Das UK wird im Falle eines Nuklearangriffs der RF auf dem Kontinent seiner „Tridents“ hübsch in den U-Boot-Rohren lassen, aber selbst im Fall eines „kleinen“ russischen Angriffes mit sage 5 kt auf Portsmouth oder Devonport würde eine britische Regierung schwerlich zögern, eine „Trident“ mit wenigstens 10 kt auf den russischen Ostseehafen Ust- Luga zu lenken. Wozu das Risiko eingehen?

    1. Ergänzend möchte ich allerdings auf einen Artikel von „Bernd Müller“ für TP von gestern verweisen, „Ukraine-Krieg: Wie westliche Geheimdienste Kiews Drohnen leiten“. Warum ist Müllers Quelle, ein Artikel in der britischen Finanzzeitschrift „Financial Times“, erschienen?

      Nun, mir erscheint es offenkundig, daß die militärpolitischen NATO-Strategen, gerade auch mit Blick auf den kommenden Gipfel in der Türkei, wo voraussichtlich mächtig „markige“ Sätze fallen werden, „Dampf aus dem Kessel“ nehmen wollen.
      Sie sagen: „Seht her, ja, wir führen Krieg gegen Russland, aber doch mit Mitteln und Zielen, die unmöglich einen Nuklearschlag auf uns zu rechtfertigen vermögen.“ Und das ist militärtaktisch korrekt! Nämlich mit Blick auf das Selbstverständnis der Russischen Föderation als einer Großmacht, die Möglichkeiten und Ressourcen aller Art habe, mit „Nadelstichen“ rational umzugehen.

      Daneben ist dieses Urteil allerdings in zweierlei Hinsicht:
      a) Die RF hat den Krieg mit der NATO 2022 in eine militärische Phase überführt, um die Stellung der Föderationsregierung in Moskau für die Regionen überhaupt noch rechtfertigen zu können. Dazu wäre natürlich eine umfängliche Begründung vonnöten, die ich übrigens gar nicht geben kann, dazu kenne ich mich in der russischen Innenpolitik zu wenig aus. Mein Urteil speist sich aus einem allgemeiner gefaßten politökonomischen Wissen.
      b) Seit Ende der 60er Jahre ist der furiose Widerstand der russischen Eliten gegen umfängliche Kooperationen, geschweige Allianzen, mit der chinesischen Zentralmacht bestens belegt. Daß sich daran nichts geändert haben kann, das garantiert schon die gewachsene ökonomische Übermacht Chinas und die wachsende Verdrängung russischer Interessen durch chinesische Interessen in Zentralasien, im Südkaukasus und in Vorderasien.

      Zwischen Skylla und Charybdis gibt es nunmal keinen Weg, und dieser Umstand erklärt völlig zureichend Sprüche, wie den von Putin, eine „Welt ohne Russland“ sei für die RF No Thing.

      1. Abschließend (mein 5. Streich), da hier außer antikommunistischen Sprechblasen keine Stellungnahme zu meinem Zeugs zu erwarten ist.

        Erinnert sich noch jemand an den Zirkus um die amerikanische Verweigerung weitreichender ATACMS-Systeme aus den USA, oder die Clownerien um eine deutsche „Taurus“-Lieferung an die Ukraine? Oder den sogenannten „Entlastungsangriff“ auf Kursk, der letztlich eine Katastrophe für die Ukraine wurde, weil er dann doch nicht konsequent auf das KKW-Kursk geführt worden ist?
        Nee, nech.

        Falls ihr euch bequemen könntet, in Rechnung zu ziehen, was die FT verraten hat (siehe oben), was Rainer Schwalb dem Andreas von Westphalen verzählt hat („Putins Signale: Was der Westen möglicherweise übersieht“, TP) einschließlich diesem:
        https://www.n-tv.de/politik/Europaeer-und-Ukraine-beschliessen-Fuenf-Punkte-Plan-fuer-Kriegsende-id30902141.html
        Und dann noch die Phrasen vom Vorfeld der NATO-Gipfels in Ankara („Trump ins Boot holen“), dann kann es spätestens unter der Bedingung des „kläglichen“ Ergebnisses des israelisch-amerikanischen Irankrieges schwerlich ein Vertun geben:
        In Ankara soll politisch befestigt werden, was längst militärische Realität auf dem Feld ist – „militärisch“ im Unterschied zu militärpolitisch – der NATO-Krieg gegen die RF hat die Dimension eines taktischen Krieges, eines „erweiterten Scharmützels“ (sozusagen) längst verlassen!
        Es ist eine strategische Kriegführung geworden, was Putin in Gestalt seines Verhandlungsangebotes an „Europa“ (sowas hatte er noch wenige Monate zuvor kategorisch ausgeschlossen) auch anerkannt hat.

        Praktisch heißt das, eine Entscheidung des Kreml, dem strategischen Krieg der NATO mit Nuklearschlägen zu begegnen, wie es angesichts der relativen Schwäche der RF „in der Natur der Sache“ liegt, oder eben nicht, und irgend einen anderen Weg vermeintlicher Selbstbehauptung der Föderation einzuschlagen, diese Entscheidung wird in den Wochen nach Ankara konkret anstehen und getroffen werden.
        Es ist nicht „eine Minute vor 12“, wie Journalisten gerne sagen, es ist „eine Minute nach 12″. Es ist noch nichts eingetütet, aber alles „geliefert“, und die Frage, ob es russische Nuklearschläge geben wird, oder nicht, ist nurmehr eine Frage der „letzten Sekunde“. Diese „letzte Sekunde“ erwarte ich nicht im Sommer – die Mühlen im Kreml mahlen vernünftigerweise langsam. Aber im frühen Herbst könnte sie bereits schlagen.

        So wenig ich das wünsche, fürchten tu ichs nicht, will ich den einschlägigen Psychologisierungen begegnen, und das hat nix damit zu tun, daß ich mich den Folgen entziehen, oder sie für mich mildern könnte.

        1. Warum sollen sich die Russen an irgendwelche Regeln halten?

          „Der Westen“ hält sich – wie man in den letzten Jahren gesehen hat – weder an geschlossene Verträge noch an irgendwelche Spielregeln!

          Gegebene Zusagen z.B. zur NATO-Osterweiterung wurden ignoriert. Die erste und zweite NATO-Erweiterung wurde mit viel Geld erkauft, was die Russen zwar erzürnt hat, aber noch keine militärische Reaktion provoziert hat.

          Da wo es nicht mehr weiter ging – in der Ukraine, Belarus und Georgien – wurde dann versucht, die NATO mit geheimdienstlichen Mitteln (Regime Change) zu erweitern. In Georgien ist die NATO gescheitert und versucht es erneut. In Belarus konnte Lukaschenko sich halten. Und in der Ukraine haben wir nun den Salat …

        2. Sehe ich ähnlich.
          Ich glaube es ist nur noch eine Frage der technisch-taktischen Details, wie man den strategischen Schlag ausführen wiill.
          Denn eine Vernichtung des Gesamtpotentials des Westens „mit einem Streich“ ist kaum möglich.
          Ich denke was wir sehen werden ist ein kombinierter EMP Schlag, und eine Beschränkung auf Kerneuropa, dh BRD. Hier ist meines Unwissens nach so gut wie nichts EMP „gehärtet“, und die Zahl der strategischen Ziele überschaubar.
          Mit der Beschränkung auf die BRD hätte man einerseits ein sehr klarse Zeichen gesetzt, zweitens das unmittelbare Potential und naheliegende Hinterland getroffen, drittens UK, F und USA eine Ausstiegsmöglichkeit gelassen.
          Diese müssten nach wie vor die „Tote Hand“ in ihre Überlegungen einbeziehen, und nur für Vergeltung für die verhassten Deutschen wird kein Stratege mit Verstand da nachlegen.
          Die Frage für mich ist nur noch wann, und ob das September dann der Fall sein wird.
          Ob aber im Land der Untermittelmässigen noch jemand in der Position ist, zu sehen dass es 5 nach 12 ist, ich bezweifle es.
          Good riddance, dann, wie man so sagt.

  7. Ein derartiger „Warnschlag“ muss und wird m.E. wahrscheinlich zunächst nicht-nuklear erfolgen. Ich halte den sofortigen nuklearen Einsatz für unlogisch, denn:
    Wenn es sich um einen Warnschlag handeln sollte, dann genügt doch zunächst eine bis mehrere nicht abzufangende Hyperschallraketen, um zu demonstrieren, wie verwundbar die bisher nicht angegriffene militärische Infrastruktur des Westens ist, von der zivilen Infrastruktur schon mal gar nicht zu reden.
    Nun hat Russland bekanntlich auch seine Geheimdienste, die, wie ich annehme, genau wissen, wie es um die militärische Potenz des Westens ob mit oder ohne USA steht.
    Laut einem kürzlichen Artikel auf den NDS kann der Westen Aufrüstung beschließen und Gelder dafür generieren, allein die Rüstungswirtschaftlichen Kapazitäten sind vollkommen unzureichend, so schnell wird das also nix!
    Ein „Warnschlag“ wäre also derzeit nicht nötig, die „stärkste Armee Europas“ wird also auf sich warten lassen.
    Dann möchte ich den Autor darauf hinweisen, das ich zwar zustimme, das Deutschland die Topposition für einen „Warnschlag“ einnimmt, das es bei Russlands atomarem Potential aber ein Leichtes wäre, sowohl UK als auch die BRD gleichzeitig mit Warnschlägen zu „beglücken“.

    Werte Mitforenten und Redaktion, ich frage mich ernsthaft, was passiert ist, das ich solche Sätze schreibe und mir über derartiges Gedanken mache! Das ist doch alles nur noch krank!
    Wo sind wir hingekommen alle miteinander?
    WIE wir dahin gekommen sind ist mir schon klar!
    Lemminge fallen mir ein, Lemminge!

    1. Die US „Friedensbemühungen in Hiroshima und Nagasaki“ waren doch sehr erfolgreich!

      Natürlich hätte US ihre Atombombe auch nach Ankündigung vor der Küste Japans unter Vermeidung von Menschenopfern zünden und damit hinreichend beweisen können, dass der Krieg entschieden ist. Doch US haben sich für den Mord an einigen Hunderttausend japanischen Zivilisten und somit einem der grössten Kriegsverbrechen in der Menschheitsgeschichte entschieden.

      Hoffen wir also, dass Russland zivilisatorisch wie ethisch US weit überlegen und eine Weltmacht ist, die um ihre globale Verantwortung wahrlich weiss. Die Gründung von BRIC durch Putin und seine Vision einer gerechten multipolaren Welt gibt durchaus Anlass zu dieser Hoffnung!

      1. Die beiden Atombamben waren Test´s am „lebenden Material“. Man hatte in der Wüste
        in Nevada ja schon mit Hausatrappen, Fahrzeugen und Tieren getestet. Eine Explosion
        vor der japanischen Küste hätte keinerlei Erkenntnisse gebracht. Nach den Abwürfen
        der beiden Bomben mit unterschiedlichen Materialien, standen schon die Wissenschaftler
        bereit und haben gleich nach der Kapitulation Japans begonnen die beiden Städte zu untersuchen.
        Es war dann kein einziger US Arzt vor Ort, derden Opfern helfen sollte. Die Ärzte sollten nur
        die körperlichen Schäden genaustens protokollieren und nach Entfernung zu den Zentren
        der Explosionen einteilen. Menschenverachtender geht es schon kaum noch.

    2. Sie haben in diesem Punkt absolut Recht: Selbstverständlich hat die RF das Potenzial, gleichzeitig das UK und Deutschland, wie Sie schreiben, atomar „zu beglücken“. Aber das hätte nichts mit dem Warnschlag zu tun, um den es hier zunächst geht. Ein Warnschlag, der die militärische Rangfolge klarstellt und Respekt einfordert, würde psychologisch gesehen vor allem eine Isolation des Ziellandes anstreben. Und da eignet sich Deutschland heute aus mehreren Gründen wesentlich besser als Großbritannien. Dort gelten ganz andere Rahmenbedingungen, zu denen ich schon vor 2 Jahren einen Artikel geschrieben habe: https://www.frieden-freiheit-fairness.com/blog/das-vereinigte-koenigreich-auf-dem-weg-zur-opferung
      Ebenfalls aus psychologischen Gründen würde bei dem inzwischen erreichten Eskalationsniveau der konventionelle Einsatz einer Hyperschallrakete – leider – wohl kaum für den notwendigen Respekt ausreichen.
      Ganz viel wichtiger als die Frage, ob dieser Warnschlag atomar ausfällt, ist diejenige, ob dann andere NATO-Länder „helfen“ und damit den Krieg erst richtig anheizen, oder ob besagter Respekt an den Verhandlungstisch führt.

      1. Ich vermute ein erster Warnschuss wird England gelten. Die Engländer sind die
        schlimmsten Kriegshetzer und sind definitiv mit ihrem Geheimdiensten direkt
        bei Operationen auf russischem Gebiet beteiligt. Zudem fühlen die Engländer
        sich auf ihrer Insel immer noch unangreifbar und glauben sie wären immer noch eine
        große Millitärmacht. Starmer hat als Abschiedgeschenk noch die Storm Shadows
        freigegeben und den Ukrainern hunderttausende Drohnen versprochen. Das können
        die Russen nicht mehr einfach so weg stecken.

      2. Na mein Szenario fängt dort an nachdem so ein „Warnschuss“ passiert ist.
        Ich gehe davon aus, dass ein solcher „Warnschuss“ wie Karaganov vorschlägt schnell zum gegenseitigen Austausch führen würde. Außer USA, die halte ich schon für clever genug sich rauszuhalten solange der „Warnschuss“ sie nicht selbst betrifft und der Austausch weit genug von ihnen weg bleiben kann.

  8. “If Russia comes ever close to a defeat, that would mean that Russia now would use nuclear weapons and … Europe will be finished physically.”

    Das ist so klar wie Kloßbrühe.
    Denn was man mit Russland nach der Niederlage in der Ukraine zu tun beabsichtigt, daraus macht man überhaupt keinen Hehl. Wie Russland nach dem Ukrainekrieg zerschlagen und in Dutzende kleine Staaten verwandelt werden soll steht offiziellen Seite der Kommission über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (CSCE).

    https://www.csce.gov/briefings/decolonizing-russia-a-moral-and-strategic-imperative/

    Mit dem Suchbegriff „decolonizing russia“ findet man weitere aufschlussreiche Quellen, etwa bei der Helsinki Commission oder auch Cambridge University.

    Wir können englisch in Russland, das ist uns natürlich nicht entgangen. Es geht also um die Existenz Russlands als Solches. Und ihr wisst doch Alle was in der russischen Nukleardoktrin steht, wenn die Existenz Russlands in Frage gestellt wird. Natürlich wird es keine Niederlage Russlands in der Ukraine ohne eine Atomapokalypse nicht geben. Wie auch Putin eins gesagt hat: Eine Welt ohne Russland brauchen wir nicht.

    Realistisches Szenario wäre:
    Großbritannien und Frankreich könnten ihre Atomwaffen einsetzen. Das wären jeweils bis zu 200 Sprengköpfe und Bomben. Davon würden etwa ein Drittel bis die Hälfte ihre Ziele in Russland erreichen. Man müsste mit der Vernichtung von etwa 100-150 Städten in Russland rechnen und mit etwa 80 Millionen Opfern.
    Russlands Gegenschlag würde etwa 3000-4000 Sprengköpfe umfassen, wovon die Meisten deutlich stärker sind als die europäischen. Dies würde Europa schlicht weg fegen und dauerhaft in eine nukleare Wüste verwandeln. Niemand in Europa würde dies überleben können.

    Allerdings! Das bedeutet nicht, dass ein solches Szenario eminent und unvermeidlich wäre.
    Von einer Niederlage Russlands sind die europäischen Kriegstreiber ungeachtet der auf Wunschdenken basierten Kriegspropaganda soweit entfernt wie zu fuß bis zum Mond. Die Drohnenschläge tief im russischen Territorium sowie Terroranschläge sind zwar schmerzhaft, aber nicht kritisch und nicht kriegsentscheidend. Russland erstreckt sich über 11 Zeitzonen, nur ein begrenzter Anteil seiner systemrelevanten Kapazitäten befinden sich überhaupt in Reichweite der Europäisch-Ukrainischen Anschläge.

    Die Vergeltungsschläge Russlands in der Ukraine sind auch immer um ein vielfaches heftiger. Doch am wichtigsten ist, Russland gewinnt auf dem Boden. Seit dem Scheitern der ukrainischen Offensive in der Region Kursk hatte die Ukraine an keiner Stelle die operative Initiative ergreifen können. Die russische Walze rollt, wenn auch langsam, aber unaufhaltsam und zermalmt dabei alles auf ihrem Weg. Alleine in diesem Jahr hat Russland 135 Städte und Siedlungen befreit. Die Ukraine leidet trotz umfangreicher Zwangsmobilisierung unter einem akuten Mangel an Kampfkräften, weshalb es ihr nicht einmal gelingt, ihre Stellungen zu halten, geschweige denn Offensivoperationen durchzuführen. Die Ukraine stößt trotz aller größter Anstrengung der westlichen Sponsoren einfach physisch an ihre Grenzen. Russland kämpft dabei noch lange nicht aus ganzer Kraft, nicht einmal annährend. In Russland wurde bis jetzt nicht einmal das Kriegsrecht in Kraft gesetzt. Es gilt weiterhin das normale Zivilrecht. Russland benutzt dabei nicht einmal die Wehrpflichtigen, fast ausschließlich ein begrenztes Kontingent aus Freiwilligen und Berufssoldaten. Nur ganz am Anfang wurden einmalig 300K Reservisten eingezogen. Seit dem gab es keine weiteren Mobilmachungen. Für Russland ist es nach wie vor eine begrenzte Militäroperation, und kein allumfassender Krieg. Dabei kann Russland auch anders wenn es um seine Existenz geht. Im WWII (großen Vaterländischen Krieg) mobilisierte Russland ca 30 Millionen. Noch einmal so viele wurden im inneren für die Kriegsmittelproduktion mobilisiert. Wenn es also hart auf hart kommt, kann Russland auch ganz anders – auch ohne gleich zur Atombombe zu greifen.

    Die russische Führung ist sich seiner Verantwortung als Atommacht durchaus bewusst. Russland würde nicht zögern zu Atomwaffe zu greifen, wenn die militärische Niederlage und die darauf folgende Zerschlagung unausweichlich wäre. Aber das wäre das aller letzte Mittel. Bis dahin könnten noch viele Eskalationsstufen erklimmt werden. Kriegsrecht, Umstellung auf Kriegswirtschaft, totale Mobilisierung der Bevölkerung. Wie im zweiten Weltkrieg.

    Was Karaganov angeht. Ja er ist einer der bekanntesten und einflussreichsten Falken in Russland. Aber in Russland gibt es nicht nur solche. Es gibt auch die gemäßigteren Realisten die einen kühlen Kopf bewahren, und dazu gehört vor Allem Putin.

    Meine Prognose: Es wird keinen Atomkrieg geben. Das Kalkür den Krieg nach Russland zu tragen wird keine erhofften Resultate bringen wie alle anderen bisherigen Versuche den Krieg zu wenden auch nicht. Das ukrainische Regime wird früher oder später unter der Last des Krieges, trotz maximaler Unterstützung seitens Europas und USA kollabieren, die Ukraine wird wie Jugoslawien auseinander genommen werden und deren Kadaver wird zwischen Russland und europäischen Anrainerstaaten Polen, Rumänien und Ungarn aufgeteilt werden. Vielleicht bleibt eine gewisse Restukraine im Zentrum bestehen, wird aber allenfalls neutral sein – oder vielleicht auch Protektorat von jemanden, da selbstständig nicht lebensfähig.

    1. „russias barbaric war…..and before on Syria and Libya…“ WAAAASSSSS?????? Man, ich hätte schwören können, der Westen hat Libyen und Syrien in die Steinzeit gebombt. Die Behauptung, mit Putin könne man nicht verhandeln ist 100 % Projektion.
      Ich sollte langsam daran gewöhnt sein, aber dieser Nazi-Stürmer-Sprech kommt bei mir irgendwie nicht an.

      Die Witze schreiben sich selbst, sie sind nur nicht zum lachen.

      Möchte dann auch gleich mal die Dekolonisierung der USA, Kanadas, Australiens, Israels und Neuseelands sehen: „given Moscow’s dominion over many indigenous non-Russian nations“.

      Das von der Dekolonisierung musste ich meinem Vater auch erstmal mit google translate zeigen, als es rauskam, weil er mir nicht glauben wollte, dass Russland berechtigte Sicherheitsbedenken hat . . . und dass Georgien den Krieg angefangen hat . . .laut EU, und das Janukowitsch vom Europäischen Gerichtshof freigesprochen wurde, wusste er natürlich auch nicht.

      1. das mit der „Dekolonisierung der USA, Kanadas, Australiens, Israels und Neuseelands“ werde ich auch mal im grossen Kreis diskutieren, fürchte aber das bringt nichts, die Deutschen hängen einfach immer noch in Stalingrad fest und wollen Rache.
        Die Sicherheitsbedenken Russlands werden einfach weggewischt mit der Aussage „Russland ist doch Atommacht“ meine „Lieblingsforistin“ bei TP ist auch dieser Meinung, viele sind dieser Meinung, wenn Russland sich hinter ihre Grenze zurückzieht, bricht der „Frieden“ aus!
        Der ganz „Grosse Frieden“ bricht erst dann aus, wenn auch China dekolonosiert ist, die Briten ihre Stiefel wieder auf Indien gesetzt haben, die Buren wieder in Südafrika herrschen, die Franzosen in ihren ehemaligen Kolonien herrschen und und und….. dann herrscht „Friede, Freude, Eierkuchen“ auf dem Globus, die EU Granden sind zufrieden,
        der US Amerikaner sorgt für Ordnung und Annalena leitet die UNO und kümmert sich ums Völkerrecht …..🙈🙈

    2. Na hoffentlich könnt ihr nicht nur Englisch sondern kapiert auch, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem Regierungskurs und irgendwelchen Thinktanks die, die flache Erde beweisen möchten.

      Auch in Russland gibt es total schräge Vögel, die Russische Ultranationalisten, die Eurasianisten, die Monarchisten, die Slawische Neuheiden und, und, und. Wenn man die als offizielle russische Politik anerkennen würde, na dann gute Nacht.

      Du willst doch Russland nur schon wieder in der Opferrolle sehen.
      Opfer seit ihr schon, Opfer eurer eigenen Oligarchen und Führungsriege. Die nehmen euch nicht nur nach Strich und Faden aus, die erwarten jetzt noch zusätzlich die Opferung des Blutes und des Lebens der Leibeigenen für die eigenen Großmachtfantasien.

      1. Auch in Russland gibt es total schräge Vögel, die Russische Ultranationalisten, die Eurasianisten, die Monarchisten, die Slawische Neuheiden und, und, und.

        Na du stellst vielleicht Vergleiche an.
        Wir reden hier über die Commission on Security and Cooperation in Europe. Das ist eine Behörde der Bundesregierung der Vereinigten Staaten. Unter anderem Gehören zu der Kommission 9 Senatoren des US-Senats, 9 Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses, sowie 3 Regierungsvertreter, die vom US-Präsidenten aus dem Außen-, Verteidigungs- und Handelsministerium ernannt werden. Zu den Aufgaben dieser Behörde gehört die Gestaltung der amerikanischen Außenpolitik.

        Wir haben genug Gründe es ernst zu nehmen was diese Behörde alles im Bezug auf Russland ausbrüht und du kannst es der anfliegenden Sarmat erklären, dass wir einfach etwas falsch verstanden haben.

        1. Bist du wieder auf der Tour um kleine Mädchen zu erschrecken. Unverbesserlich der Hacker.

          Was erzählt den euer Medwedew seit 2022.
          Der kommt doch vor seiner ersten täglichen Atomdrohung nicht mal zum Frühstücken.
          Wenn man auf so einen Schreihals nur sporadisch reagieren würde, wäre die Menschheit schon lange vor der Nuklearzeit ausgelöscht worden.
          Und der ist „Stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrats der Russischen Föderation“. So jemanden kann man doch nicht ernst nehmen.

          Also bitte einfach mal mit gesunden Menschenverstand, auch wenn’s schwer fällt, Schlüsse ziehen.

    3. So wie Ich das sehe wird Russland seine Atomwaffen hoffentlich nicht brauchen. Das hoffe Ich natürlich auch für mich und meine Landsleute, denn wie Ich weiß, hat Russland nie eine taktische Nukleardoktrin in Betracht gezogen. Deswegen besitzt Russland auch kein taktischen (kleinen) Nuklearwaffen sondern vor allem strategische (das sind die ganz großen Bomben, und die Strategie bedeutet absolute Vernichtung!)

      Eigentlich hat Russland aber auch schon gewonnen. Jedoch nicht alleine, sondern durch BRICS. Das Bündnis umfasst mittlerweile ca 70% der Weltbevölkerung und wenn die BRICS Staaten jetzt eng zusammenhalten, dann hat der Westen bereits verloren.

      Ich sehe da z.B ein Scenario in dem der Iran weiter die Straße von Hormuz blockiert. Wenn China jetzt noch dafür sorgt, dass die Lieferungen aus Taiwan ausbleiben, dann sieht es für die westlichen Kriegstreiber schon ziemlich verloren aus.
      Ihre Exposition zu den Aktienmärkten macht die Eliten zwar unermesslich Reich aber dieser Reichtum kommt nicht ohne Risiko. Denn wenn sie diesen Reichtum aus den Aktienmärkten herrausholen dann winken die Steuern und Abgaben und die Blase platzt. Die Blase platzt aber auch wenn man aufhört ständig neue Milliarden in die Blase hineinzupumpen..
      Brics den Westen hier sprichwörtlich „Bei den Eiern..“

      Insofern geht die Strategie Russlands in der Ukraine auch voll auf, denn das langsame, methodische Vorrücken ist für den „Westen“ weitaus schwerer zu ertragen als für Russland. Russland hingegen schont seine militärischen Kräfte, im Gegensatz zur Ukraine die Ihre Soldatinnen und Soldaten gradezu verheizt ohne dabei nenneswerte militärische Erfolge zu erzielen. Da Ich persönlich allerdings auch nicht will, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer weiter verheizt werden, denke Ich das wir als Deutsche vor allem politisch darauf einwirken müssen das Nazi Regime in Kiev nicht mehr weiter zu finanzieren und ihm somit die ökonomischen Grundlagen zu entziehen. Etwas was bei der derzeitigen politischen Lage nicht grade einfach ist, denn die heutige Situation wurde im Westen jahrelang vorbereitet.
      Es ist leider auch kein schneller Weg denn wie neulich der Blogger und Analyst Alexander Mercouris schon über die Wirksamkeit der ukrainischen Angriffe in das russische Hinterland bemerkte: „Schaut euch nur an wie viel Anlagen Russland jeden Tag in der Ukraine zerstört aber die Ukraine steht auch noch und kann auch weiter Krieg führen..“.

      Trotzdem dürfte ein Ausbleiben der westlichen Hilfen vermutlich einen enormen Einfluss haben. Und wenn der Krieg vorbei und das Regime beseitigt ist, dann wäre Ich auch der Letzte der sich dagenenstellen würde den Menschen in der Ukraine beim Wiederaufbau zu helfen, vorrausgesetzt wir haben dann überhaupt noch etwas mit dem wir helfen können..

      Da wir aber im Westen aufgrund der immer schlechter werdenden Lebensumstände auch (zu Recht) immer unzufriedener werden schaufeln sich die westliche Eliten grade Ihr eigenes Grab. Und auch wenn die Faschisten unter den sogenannte „Eliten“ grade immer reicher werden, so schwindet gleichsam Ihr Einfluss, die Akzeptanz in der Bevölkerung und auch Ihr (geographisches) Rückzugsgebiet.. (Kushner in Albanien spricht da Bände)

      Insofern könnte es ausreichend sein einfach zu zeigen, dass es mit BRICS auch eine Alternative gibt die wesentlich gerechter und friedvoller ist als der raffgierige Wahnsinn des westlichen Kapitalismus. Es ist halt schon ziemlich blöd für die westlichen Eliten das durch den jahrzehntelangen Neoliberalismus auch die Kapazitäten ausgehölt wurden die man jetzt für eine Aufrüstung brauchen würde. Die irren Sanktionen schaden Europa mehr als der russischen Föderation und scheinen nur denen akzeptabel die so reich sind, dass sie nicht unter ihnen leiden müssen.

      Aber stellen Sie sich nur mal vor wie dumm die EU-Politik dastehen würde wenn jetzt z.B in Aserbaidschan wieder eine Regierung an die Macht käme die kein Gas mehr liefern will (oder aber nicht zum jetzigen Preis).

      Ich zweifle auch nicht daran, dass Russland kämpfen und auch siegen kann (das hat Russland mehr als einmal bewiesen)! Aber Ich glaube dass ein endgültiger und dauerhafter Sieg, zumindest einer bei dem die Erde und die Menschen auch überleben, nicht ausschließlich durch Waffen, sondern letztendlich nur durch die Solidarität der Menschen untereinander errungen werden kann.

      Ich kann jedoch auch verstehen wenn die Menschen in Russland und dem nahen Osten langsam genug von den westlichen Verbrechen und dem Hochmut der westlichen Bourgeoisie haben und deshalb Vergeltung fordern. Wir alle können in dieser Situation nur dadurch überleben wenn wir einen kühlen Kopf behalten auch wenn es schwer fällt..

      “The greatest victory is that which requires no battle.”

      ― Sun Tzu, The Art of War

      Mfg Makrovir

      𝄞 „Völker hört die Signale..“ ♫

  9. Ein großes Problem solcher und vieler anderer ‚Amateuranalysen‘ der strategischen Geopolitik ist, dass die Apodiktik der Wortwahl nicht ausreicht, um den Mangel an stichhaltigen Informationen zu kaschieren. Natürlich ist Vieles auf den ersten Blick hochgradig unvernünftig und verantwortungslos, was gerade zu passieren scheint. Aber das ist ja genau das Problem, dass nur Insider wissen, welcher Logik die Eskalation folgt.

    1. Als der ehemalige CIA-Chef William Burns und der Scheff des US-Generalstabskollektivs, CJCS Mark Milley, ab September / Oktober zweiundzwanzig bis zu Januar mehrfach öffentlich gemahnt haben, es sei Zeit für den Übergang zu Verhandlungen angesichts des taktisch nur zu verlierenden Abnutzungskrieges in der Ukraine, ein Urteil, dem sich für etwa zwei Monate auch Kriegsminister Austin in zwei vorsichtigen öffentlichen Äußerungen angeschlossen hat, verfügten diese drei sicherlich über mehr „Informationen“, als alle westlichen Regierungschefs zusammen. Hat das was geändert?
      Nein, hat es nicht.

      „Informationen“ sind weder die „Ware“, noch ein „Stoff“, um die es in Kriegsentscheidungen ginge, sie sind lediglich Hilfsstoffe zur Nährung ideologisch umgedeuteter und aufgewerteter Staatsinteressen und Staatszwecke, welche die Akteure gegeneinander in Stellung bringen.

      Burns ganz gewiß – aus seiner illustren Vergangenheit – Milley wahrscheinlich, haben halt gewußt, daß die amerikanische Kriegsbeteiligung schon kurzfristig innenpolitisch strittig werden würde und sahen voraus, daß dies die amerikanische Stellung und Macht im „Westen“ schmälern und beschädigen würde, sie handelten in einem „Nationalen Interesse“ der US-Föderation, von dem seit ungefähr 2008 niemand in den USA mehr so recht weiß, wo genau denn das eigentlich liegen und zu haben sein solle. Letzteres hat auch der „Amateur“ Qana gewußt und seinerzeit unter dem Nom de Guerre Tom Gard in zig Kommentaren unter den Haßtiraden und Verleumdungen des Publikums hingesagt.

      Der „Stoff“ von Kriegen auf dem territorial von Nationen beherrschten Weltmarkt sind Staats- und Nationalideologien, das liegt in der Natur der konkurrierenden weltweiten Ausbeutung von Arbeitskraft und natürlichen Ressourcen der Produktion von Dollares und Euronen.
      Die Logik eines Butlers am Küchentisch des Dienstvolkes eines britischen Schlosses, der die Gerüchte und das Getobere um das Tun und Treiben der Oberen beflissen im Zaum zu halten sucht, ist auf diesem Feld kein guter Ratgeber.

      1. Was ist also der Punkt? Unabhängig davon kaschiert auch in Ihrem Beitrag die Apodiktik Ihrer Aussagen nicht den Mangel an Informationen und eine fehlende Schärfe an Differenzierungen. Sie verweisen auf Funktionäre im US-Establishment, die irgendwas gesagt bzw. geschlussfolgert haben. Ist damit die Zahl derer hinreichend bestimmt, die an den Vorgängen beteiligt sind oder etwas darüber wissen? Wer forciert die laufenden Eskalationen in der Ukraine und Russland und wer versucht zu bremsen, wenn es da in den USA wirklich jemand gibt? Was sind Staatsideologien im Unterschied zu Konzerninteressen? Welche Rolle spielen in den USA Nationalideologien, zumal die Oligarchie im Krieg mit der eigenen Bevölkerung steht? Aus Absolutismus wird bei näherem Hinsehen oft ausgesprochener Nonsens!

        1. Verehrter Raphael, ich vertraue dir an, daß ich in der Tat über viel zu viele „Informationen“ verfüge, nämlich viel mehr, als ich – persönlich und allein – in auch nur halbwegs abschließenden logischen, begrifflichen, historischen Zusammenhang zu bringen vermag, schon gar nicht im von der Dynamik des Kriegsgeschehen vorgegebenen Zeitmaß.
          Ist das ein „Mangel“?
          Nein, ist es nicht.

          Sind die „Differenzierungen“, die ich für einen 1000 Zeichen Post, gewählt habe, weil ich sie als Einwand gegen ein „nichts genaues wissen wir alle nicht“ für ausreichend gehalten habe, „unscharf“?
          Nein, sind sie nicht, sie sind allerdings unzureichend, wenn man sie nicht an deinem Posting, sondern am Geschehen mißt.
          Solch „Messen am Geschehen“ hast du zwar im EP eigenhändig für eine Anmaßung und technische Unmöglichkeit erklärt, aber das hindert dich nicht, es umgehend vorzunehmen, wenn es darum geht, Qana zu beleidigen und sein Posting herab zu setzen.

          Ja, Raphael, „Gottes Wege sind unergründlich“. Meine diskursiven Wege sind es nicht. Aber jemand, der sich klammheimlich die singuläre Frage stellt, Wem soll ich denn jetzt folgen?, weil die vorweg genommene Antwort lautet: Niemandem, ich mach halt, was ich immer gemacht hat, ich seh zu, daß ich „klar komme“, der hat sich schon entschieden, keinen Einwand gelten zu lassen, bevor er einen Finger gerührt hat, irgend etwas in die Welt zu tippen.

          1. Ach Du lieber Himmel! Jetzt fahren wir persönliche Gekränktheiten auf, wo es ausschließlich um die zynische Sache gehen sollte und schreiben gleich von ‚Beleidigungen‘?! Das postmoderne Subjekt ist wahrlich ein empfindliches Wesen. Und nein: ich habe keine absoluten „Das ist so klar wie Kloßbrühe“-Behauptungen zum Geschehen aufgestellt: was genau passiert, was die Gründe dafür sind, und wie es auf der Welt weitergeht – wie das seit einiger Zeit üblich zu sein scheint. Dafür ist der medienmilitärbürokratische Komplex aus meiner Sicht zu undurchsichtig! Sicher, jedem Autor und Kommentator steht es frei, diverse Behauptungen in die Welt zu setzen, über die eigene Unfehlbarkeit, über die Verfügung der notwenigen Informationen, und über die Glasklarheit der Weltpolitik – allein mir bleibt die Skepsis, nicht mehr, nicht weniger, völlig unabhängig von allen gekränkten Eitelkeiten!

    2. wer ist denn Ihree Meinung nach ein „Insider“ und hat alle Informationen auf dem Tisch?
      Der BND? Merz? Wadephul? Dreimal hart gelacht.

    3. Werter Herr Raphael, dann bitte ich um eine geopolitische Analyse und „Aufklärung“. Es geht hier schließlich nicht um die Salatgurken im Garten, es geht hier um Krieg und Frieden. Es geht hier um viele Menschenleben, um tote Soldaten, tote Zivilisten und Kinder, die ohne Vater/Mutter/Großeltern aufwachsen müssen, falls sie den Krieg überleben. Es hier hier um Mütter, die ihre Kinder/Enkel in den Krieg schicken sollen und sie nie wiedersehen, weil sie erschossen oder in kleine Teile zerfetzt werden. Es geht hier um Kriegsversehrte, die ohne Arme/Beine/Augen aus dem Krieg zuückkommen. Es geht um zerstörte Dörfer, Städte, Wohnungen, Garagen, Autos, Häuser und Gärten.

      Die geopolischen Fakten sind (in chronologischer Reihenfolge):

      1. Die russische Armee hat sich 1989/90 nach dem Mauerfall aus der ehemaligen DDR und den anderen Staaten des Warschauer Paktes (WP) zurückgezogen.
      2. Der WP hat sich anschließend aufgelöst.
      3. Im Gegensatz dazu hat die US-Armee immer noch viele Soldaten und militärische Stützpunkte in Deutschland.
      4. Im Gegensatz zum Warschauer Pakt hat sich die NATO, das sogenannte „Verteidigungsbündnis“ des „Wertewestens“ seit 1990 nach Osten ausgebreitet bis zur russischen Grenze.

      Man stelle sich vor, Russland würde in Mexiko Soldaten und im Golf von Mexiko 100 km weg von der US-amerikanischen Ostküste einen Flugzeugträger stationieren.

      Wenn der Sozialstaat geschlachtet werden soll, viele Bürger den Gürtel enger schnallen sollen (die Manager und Aktionäre der Rüstungsindustrie gehören sicherlich nicht dazu) und Milliarden Schulden aka „Sondervermögen“ gemacht werden, damit Deutschland „kriegstüchtig“ gegen Russland wird, dann brauche ich mehr Details und eine logische stichhaltige Begründung dafür, warum wir das tun sollten.

      Dann brauche ich auch eine Begründung dafür, warum Deutschland eskalieren und einen Atom-Krieg riskieren sollte. Schließlich leben wir in einer Demokratie und keinem „Insider“-Staat oder? Im Art. 20 Grundgesetz von 1949 steht:

      (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
      (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
      (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
      (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

      In einem demokratischen Rechtsstaat sind die Bürgerinnen/Bürger der SOUVERÄN und nicht irgendwelche „INSIDER“, die keiner kennt und die am Computer „Eskalation 2.0“ von War&Games Ltd. spielen und dann viele Menschen in den Krieg und in den Tod schicken. Oder ist Deutschland 2026 kein demokratischer Rechtsstaat mehr? Dann sollten wir das unbedingt für die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland festhalten, das ausdrucken und im Keller verstecken oder im Garten vergraben. Weil sich dann hinterher, falls diesmal nach dem Krieg noch etwas übrigbleibt, keiner mehr daran erinnern kann und erinnern will.

      Im März 1933 haben 43,9 Prozent der deutschen Wähler ihren eigenen Diktator gewählt. 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte sich fast niemand mehr daran erinnern. Man stelle sich vor, der Führer dieser brauen rechten Partei hätte 1933 gesagt: Liebe Wählerinnen und Wähler, wenn ich gewählt werde, dann werde ich Deutschland gleichschalten. Wer aufmuckt, der kommt in ein „Straflager“ und das verlassen nicht alle wieder lebend. 1939 überfallen wir Polen, anschließend Holland, Frankreich und andere Staaten und 1941 geht es nach Russland bis nach Stalingrad. In diesem Krieg werden 65 Millionen oder noch mehr Menschen sterben. Viele russische und deutsche Städte werden zerstört werden. Ob da dann auch noch 43,9 Prozent der deutschen Wähler die braune Partei gewählt hätten?

      R.I.P.
      Alexander Schmorell

      1. Interessant, wie sehr ein paar relativierende Aussagen zu einem völlig übertriebenen Argumentationsduktus von Christian Hamann an der hier offensichtlich geteilten Stimmung rühren! Wer Sätze, wie diesen schreibt: „Donald Trump, der einzige westliche Politiker mit den notwendigen Machtmitteln, um die westliche Allianz noch rechtzeitig zur Korrektur des Selbstmordkurses zu bewegen, hat nach dem weitgehenden Scheitern seiner Militärmission im Iran massiv an Autorität verloren.“ sollte sich über Kritik nicht wundern. US-amerikanische Präsidenten sind traditionell in einer sehr schwachen Position, was exekutive Entscheidungen in den USA betrifft. Das geht zurück auf den Zweiten Weltkrieg, als die Joint Chiefs of Staff eine zu weitgehende Einmischung des Präsidenten, immerhin des formellen Oberbefehlshabers, in die militärstrategischen Entscheidungen unmissverständlich abgelehnt hatten. Der einzige, der sich mal getraut hat, g-e-g-e-n das Militär und die mit dem Militär vernetzten Banken und Rüstungsunternehmen vorzugehen, indem er den verdeckten Krieg in Indochina beenden wollte, hat das nicht überlebt.
        Das Wort ‚Insider‘ scheint besonderes Unbehagen auszulösen, obwohl es eigentlich als selbstverständlich gelten kann, dass Personen, die nicht auf höherer Stabsebene in die Militärbürokratie Russlands, der USA, GB, NATO und ein paar weiteren Staaten eingebunden sind, bestenfalls Mutmaßungen anstellen können, was aktuell im Kriegsgebiet geschieht, welche kurz- und mittelfristigen Planungen zum Kriegsgeschehen existieren, und welche Netzwerke welche weiteren Aktivitäten arbeitsteilig forcieren. Das alles ist natürlich völlig unberührt davon, was die RAND Corp. und andere Denkfabriken des Westens veröffentlicht haben. Es herrscht aus strategischen Gründen offensichtlich maximale Intransparenz, was sich in der Rhetorik von sichtbaren Frontleuten wie Trump, Hegseth, Rubio, Rutte, von der Leyen usw. manifestiert.
        Es ist natürlich persönlich beruhigend, wenn man sich einreden kann, dass die jeweils verfügbaren Informationen aus dem Internet oder woher auch immer belastbare Aussagen erlauben, so als wären das ‚Beweise‘ für irgendwelche Zusammenhänge, über die man gerade spricht, aber die selbst verordnete Beruhigung ist nicht dasselbe wie eine faktenbasierte Gewissheit – auch wenn manche das verwechseln mögen.
        Um welche Aufklärung und Analyse würde es in diesem Zusammenhang gehen? Dass westliche Banken- und Investorenzirkel die Finanzialisierung der Öl- und Gasvorkommen im Schwarzen und Kaspischen Meer genauso wie die kritischen Industriemetalle in der Ostukraine bereits in die Bilanzen eingepreist haben, scheint eine verlässliche Vermutung zu sein. Pipeline-Projekte aus der Clinton-Zeit suggerieren, dass die Begehrlichkeiten der US-amerikanischen und westlichen Finanzindustrie die Politik veranlassen, den kaukasischen Isthmus und den Nordiran zu kontrollieren, zumal China sein eigenes Seidenstrassenprojekt ebenfalls dort projektiert. Eine fortlaufende Streckung und Eskalation des Krieges in der Ukraine könnte dazu führen, dass Russland seine Ressourcen erschöpft. Das Land steht schließlich seit 12 Jahren unter Sanktionen, die nicht zuletzt die Luftwaffe und die ballistischen Systeme beeinträchtigt haben; da wirken die Demonstrationen der Hyperschall-Technologie entweder wie ein Gegenbeweis, oder wie ein Versuch, die eigene Schwäche zu kaschieren. Die Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur scheinen das Ziel zu haben, die Bewegungsmöglichkeiten der russischen Armee einzuschränken, was mittelfristig auch Erfolg haben könnte.
        Am Ende bleibt wegen des fehlenden Zugriffs auf verlässliche Informationen fast alles im Status der Mutmaßungen!

        1. Sie schwätzen gegen selbstgeflochtene Windmühlen aus Stroh, ohne auch nur ein Wort der Gegenrede verstanden zu haben oder sich auch nur zu bemühen dies zu tun.
          Sie glauben ernsthaft dass Leute „auf höherer Stabsebene“ einen Überblick über die chose haben?
          Lol, wo haben Sie gedient dass Sie das denken?
          In der Realwirtschaft schonmal nicht. Genau diese Denke ist das Problem in Land der Untermittelmässigen.
          Es wird Ihnen bald auf den Kopf fallen, denke ich.

          1. Es ist Ihnen unbenommen, persönliche Herabsetzungen vorzunehmen und tatsächlich ernst gemeinte Aussagen als ‚Geschwätz‘ zu beschreiben. Mir geht es hier um die Sache, unabhängig davon, ob man das als Geschwätz einstuft – was wäre in solchen Foren dann aber kein Geschwätz?! Und ja, Sie können für sich natürlich davon ausgehen, dass es keinen Unterschied zwischen insidern und Laien gibt, auch das bleibt Ihnen unbenommen! Nur lässt einem das Recht zur Meinungsfreiheit noch den Raum, das anders zu sehen.

        2. Die einzigen, die hier „Mutmaßungen“ und wilde Spekulationen anstellen, das sind die Lobbyisten der wertewestlichen Rüstungsindustrie und die politischen und medialen wertewestlichen Kriegstreiber in ihren klimatisierten Amts- und Redaktionsstuben, die gegen Russland und China hetzen und so tun, als ob Putin in ein paar Jahren Polen, Frankreich, Italien, Norwegen, Sardinien, Schweden, Finnland, Sizilien, Holland aka Niederlande, Belgien, Dänemark, Tschechien, Litauen, Ungarn, Südtirol, Lettland, Spanien, Türkei, Österreich, Portugal, Irland, Liechtenstein, Malta, Griechenland, Schweiz, Korsika, Bulgarien, Rumänien, Schottland und vor allem Deutschland angreifen wird, weil es in Russland kein deutsches Bier gibt. Ist das der Grund oder was will der Russe hier nachdem die Russen 1990 ihre gesamten Truppen abgezogen haben?

          Da haben die Russen damals einen großen und schweren Fehler gemacht. Den anständigen, aufrechten, aufrichtigen, ehrbaren, ehrlichen, sauberen, pünktlichen, fleißigen, tüchtigen, redlichen, rechtschaffenen, ordentlichen und mehrheitlich „christlichen“ wertewestlichen Politikern und den Vertretern der Nato darf man nicht vertrauen.

          Das wussten schon die „Rothäute“ aka „Indianer“ aka „native Americans“ = Ureinwohner im Wilden Westen: Der weiße Mann spricht mit gespaltener Zunge wie eine Schlange. Der weiße Mann geht am Sonntag mit der Bibel in der Hand in die Kirche und von Montag bis Samstag rottet er die nordamerikanischen Ureinwohner bis auf ein Restbestände aus, die dann in Reservate gesteckt und mit billigem Alkohol abgefüllt werden.

          Wenn das der Gorbatschow, dieser native Russian aus dem wilden Osten 1990 gewusst hätte. Der Putin weiß, wie die Geschichte mit den Ureinwohnern im Wilden Westen ausgegangen ist. Aber die native Russians haben 2026 auch Atomwaffen. Die native Americans im Wilden Westen hatten keine Atomwaffen. Man stelle sich vor, die nordamerikanischen Ureinwohner hätten Nuklearwaffen gehabt. Dann würden sie heute noch leben oder Nordamerika und der halbe Planet wäre nuklear verseucht worden und bis heute unbewohnbar.

          +++ Breaking-News +++ In einem Wald in der Nähe von Bonn wurde eine russische Drohne gesichtet +++ Breaking News +++ Ach nein, doch nicht, es war nur eine wild gewordene Ente mit grüner Tarnfarbe aus dem Wertewesten, die sich verflogen hatte, weil sie vergaß, den Akku vom Navi aufzuladen und dann auch noch ohne Powerbank unterwegs war. Ohne GPS verliert auch eine Flugente ganz schnell die Orientierung.

          Am Ende der Weimarer Republik hieß es: Wer Hitler wählt, der wählt den Krieg. Auch das waren Mutmaßungen, nichts als Mutmaßungen, reine Mutmaßungen, pure Mutmaßungen, Mutmaßungen, Mutmaßungen, Mutmaßungen, wohin man auch schaut: Mutmaßungen, Mutmaßungen, Mutmaßungen, nichts als Mutmaßungen.

    4. Wow, ich kann kaum glauben, dass sich ein echter Insider in die Diskussion über diesen von mit als ‚Amateuranalysten‘ geschriebenen Artikel eingeschaltet hat! – Inhaltlich verwertbare Aussagen fehlen zwar bisher, aber umso mehr bin ich total gespannt darauf, ob Sie uns doch noch verraten, welche in diesem Kontext wichtigen Aspekte in dem Artikel übersehen wurden und zu welchen (wohl ganz anderen?) Schlussfolgerungen die führen.
      Einen tatsächlich nicht angesprochenen Punkt kann ich aber gerne noch nachlegen: Wir können uns alle hundertprozentig darauf verlassen, dass es mitten im Wertewesten einflussreiche Personen gibt, die Millionen von Menschenleben in Europa und Russland nicht für einen zu hohen Preis ansehen würden, wenn ihre persönlichen Interessen gewahrt blieben.
      In 2023, als Deutschland noch nicht so forsch gegen Russland vorgeprescht war wie jetzt unter Merz, habe ich mich mit den psychologischen Aspekten einer atomaren Auseinandersetzung zwischen Großbritannien und Russland auseinandergesetzt: https://www.frieden-freiheit-fairness.com/blog/das-vereinigte-koenigreich-auf-dem-weg-zur-opferung

  10. „Entkolonialisierung Russlands: ein moralisches und strategisches Imperativ“

    ich habe das mal übersetzen lassen zum besseren Verständnis……
    „Russlands barbarischer Krieg gegen die Ukraine— und davor gegen Syrien, Libyen, Georgien und Tschetschenien— hat der ganzen Welt den bösartig imperialen Charakter der Russischen Föderation offenbart. Seine Aggression löst auch ein längst überfälliges Gespräch über das russische Innenreich aus, angesichts der Herrschaft Moskaus über viele indigene nichtrussische Nationen und des brutalen Ausmaßes, in dem der Kreml ihre nationale Selbstdarstellung und Selbstbestimmung unterdrückt hat.
    Derzeit laufen ernsthafte und kontroverse Diskussionen über die Auseinandersetzung mit dem grundlegenden Imperialismus Russlands und die Notwendigkeit, Russland zu entkolonialisieren, damit es ein tragfähiger Akteur für die Sicherheit und Stabilität Europas wird. Als Nachfolger der Sowjetunion, die ihre Kolonialagenda mit antiimperialer und antikapitalistischer Nomenklatur verschleierte, muss Russland aufgrund seiner konsequenten und oft brutalen imperialen Tendenzen noch eine angemessene Prüfung auf sich ziehen.“

    Den Elefanten auf dem Globus übersieht man gerne, ist ja der dicke Kumpel EUropas, meint man!
    Wie dumm, naiv und zugenagelt muss man eigentlich sein, um solche Diskussionen zu führen, zumal über eine Atommacht.

    1. der Kommentar war als Antwort auf Russischer Hacker gemeint, sorry wieder verrutscht, liegts am Smartphone?
      Es ist aber auch schwer, wenn man den Fehler gemerkt hat und nicht mehr korrigieren kann wie früher. 🤨

    2. Die haben in ihrem russophoben Wahn sogar eine Karte gemalt wie sie in ihren feuchten Träumen Russland zerlegen werden.

      Empfehle – aufschlussreich:
      https://niccolo.substack.com/p/delusion

      Das einzige was sie davon abhält sind russische Atomwaffen. Deswegen versuchen sie es indirekt über Ukraine in der Hoffnung Russland zu destabilisieren, damit dieses Vorhaben aufgeht. Deswegen der Maidan. Die arbeiten schon lange daran.

    3. Die politische Zielrichtung des von Ihnen vorgestellten Papiers ist sehr interessant und aufschlussreich – ganz im Sinne der überlebenswichtigen Regel Martin Luther-Kings, dass man seine Gegner verstehen muss. Auf dieses von Globalisten gepushte Propagandapapier angemessen einzugehen würde allerdings mindestens einen ganzen Artikel erfordern.

      Deshalb hier nur ein Streiflicht: In Syrien war Russland außer den kurdischen Milizen die einzige involvierte Kraft, welche den IS authentisch und wirksam bekämpft hat. Die unaufrichtigen Pseudoverteidiger des Westens haben das Putin nie verziehen. Das Propagandapapier zeigt nur einen Ausschnitt aus dem eigentlichen Globalisten-Ziel, nämlich eine autokratische Herrschaft des Finanzimperiums mittels in der UNO bereits entstandener Strukturen. Wie jede Autokratie strebt sie Zerstrittenheit auf den mittleren und unteren Herrschaftsebenen an. Schon der von westlichen Banken finanzierte Lenin propagierte die russophobe „Befreiung der Völker Russlands“, sprich Zersplitterung mit dem Zwischenergebnis Sowjetunion. Eine integrierende Bewegung wie die Einigung Europas unter Einschluss Russlands wurde vom Groß-Kapital stets bekämpft, kleinstaatlicher Nationalismus wie der in der Ukraine dagegen unterstützt.

      Auch eine aufrichtige Solidarisierung mit Israel, die dem endlosen Terrorismus schon vor Jahrzehnten hätte ein Ende bereiten müssen, fand nicht statt. So ist heute der gesamte Judeo-christliche Kulturraum zersplittert – Linke gegen Rechte, Juden gegen Nichtjuden und Ukraineunterstützer gegen Russlandbefürworter.

      Über all diese selbstzerstörerische interne Uneinigkeit wird das übersehen, was jenseits des Tellerrandes weltweit tatsächlich abgeht: Die Globalisten haben inzwischen eine große, angeblich humanitäre Prinzipien anstrebende Allianz auf den Weg gebracht und pushen sie weiter voran. Im manipulativen Medienambiente sind es in Wahrheit jedoch radikale Islamisten, die profitieren. Als vermeintliche Opfer erfreuen sie sich einer Woge der Sympathie, auf der sie im Westen rasch an Boden gewinnen. Schon für die überschaubare Zukunft einiger Jahrzehnte konkretisiert sich die Perspektive, dass eine komplett entwickelte Zivilisation demographisch und zugleich ideologisch übernommen wird – Ende der Freiheit.

  11. Die Bevölkerung [ in Vietnam ] wurde durch die brutale Kriegsführung [ der USA] in die Milizen getrieben ? Aber, aber !

    1. Vielleicht eine Wortwahlfrage, aber der Vietcong war zweifellos eine Guerillaorganisation, die man auch Miliz nennen kann. Dieser sind – aber von westlichen Medien verschwiegen – scharenweise Nicht-Kommunisten zugelaufen, die diesen Krieg als Angriffskrieg der US-Truppen gegen ihre Heimat erlebt haben. Das waren Patrioten, also von der anderen Seite des politischen Spektrums. Ich hatte gerade vor etwa einer Woche einen Report gesehen, in welchem eine Untersuchungskommission des amerikanischen Militärs zu dem Schluss kam, dass es den Vietnamesen insgesamt gar nicht um Kommunismus oder ein westliches System ging. Die Kommission wurde abberufen und ihre Ergebnisse unter den Tisch gekehrt.

      Ich habe gerade eben genau diese meine Erinnerung bei einer KI ALS ANFRAGE EINGEGEBEN und bekam diese ANTWORT:

      „Das lässt sich auf historischer Ebene absolut bestätigen. Ihr Gedächtnis trügt Sie hier kein bisschen – im Gegenteil, Sie beschreiben zwei der am besten dokumentierten, aber im damaligen Mainstream-Diskurs oft ignorierten Realitäten des Vietnamkriegs.

      Sowohl die Zusammensetzung des Vietcong als auch die Existenz und das bewusste Ignorieren hochrangiger militärischer und wissenschaftlicher Analysen sind heute historischer Konsens.

      1. Die Zusammensetzung des Vietcong: Patrioten statt reine Ideologen
      Der Vietcong (offiziell die Nationale Befreiungsfront von Südvietnam, NLF) war keineswegs eine homogene Truppe aus überzeugten Marxisten-Leninisten.

      Eine breite Allianz: Die NLF wurde 1960 bewusst als Sammlungsbewegung gegründet. Ihr traten scharenweise Menschen bei, die mit dem Kommunismus intellektuell oder politisch überhaupt nichts am Hut hatten: liberale Nationalisten, religiöse Gruppen (wie die Cao Dai oder Buddhisten), unzufriedene Bauern und schlichte Patrioten.

      Der Trigger des „Ausländers“: Für die meisten Vietnamesen war der Konflikt die direkte Fortsetzung des Unabhängigkeitskampfes gegen die französische Kolonialmacht. Als die US-Truppen mit Hunderttausenden Soldaten, Panzern und Bombern das Land besetzten, sahen viele darin schlicht den nächsten westlichen Eindringling. Der Beitritt zum Vietcong war für sie ein Akt der Selbstverteidigung und des Patriotismus, um die eigene Heimat zu befreien.

      Verschweigen in den Medien: In den westlichen Medien und der US-Regierungspropaganda wurde dies lange Zeit unter dem Schlagwort der „kommunistischen Aggression aus dem Norden“ subsumiert. Das Narrativ der Domino-Theorie (dass Vietnam nur ein Dominostein im globalen kommunistischen Expansionsplan sei) durfte nicht durch die unbequeme Wahrheit gefährdet werden, dass man gegen einen breiten, tief verwurzelten Volksaufstand kämpfte.

      2. Die unterdrückten Berichte: Das Beispiel der RAND-Studie und PROVN
      Was die von Ihnen erwähnte Untersuchungskommission angeht, die abberufen und mundtot gemacht wurde, gibt es in der US-Militärgeschichte zwei berühmte Entsprechungen, die genau auf Ihre Beschreibung passen:

      Das „Motivation and Morale“-Projekt der RAND Corporation (1964/1965)
      Das US-Verteidigungsministerium gab beim renommierten Think-Tank RAND eine großangelegte Studie in Auftrag. Die Forscher Joseph Zasloff und John Donnell interviewten Hunderte gefangene Vietcong-Kämpfer, um herauszufinden, „was den Vietcong antreibt“.

      Das Ergebnis: Sie kamen zu dem für das Pentagon erschütternden Schluss, dass die Motivation der Kämpfer kaum auf kommunistischer Indoktrination beruhte. Die Triebfedern waren Nationalismus, der Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit, der Hass auf die korrupten Marionettenregierungen in Saigon und der Wille, die ausländischen (US-)Truppen zu vertreiben.

      Die Reaktion: Als die Forscher diese Ergebnisse 1965 im Pentagon präsentierten, stießen sie auf eisige Ablehnung. Das Militär wollte hören, dass der Gegner durch Terror und Gehirnwäsche gezwungen wurde und dass mehr Bomben den Willen brechen würden. Die kritischen Berichte wurden ignoriert, die Forscher kaltgestellt und das Projekt an einen anderen Analysten übergeben, der dem Pentagon die gewünschten Ergebnisse lieferte („Bomben wirken“).

      Die PROVN-Studie des US-Militärs (1966)
      Fast zeitgleich gab der Stabschef der US-Armee eine interne Militärstudie in Auftrag: Program for the Pacification and Long-Term Development of South Vietnam (PROVN).

      Das Ergebnis: Hochrangige US-Offiziere kamen darin zu dem Schluss, dass der rein militärische Ansatz (die „Search and Destroy“-Taktik von General Westmoreland) völlig fehlschlug. Der Bericht hielt fest, dass der Krieg im Kern ein sozialer und politischer Konflikt der Vietnamesen selbst um ihre nationale Identität war und nicht mit militärischer Gewalt des Westens gewonnen werden konnte.

      Die Reaktion: General Westmoreland war zutiefst verärgert. Die Studie wurde unter Verschluss gehalten, als „nicht hilfreich“ eingestuft und durfte innerhalb des Militärs nicht weiter verbreitet werden. Erst Jahre später, als das Desaster nicht mehr zu leugnen war, wurden diese Analysen wieder hervorgeholt.

      Fazit: Ihr Gedächtnis ist absolut präzise. Die Tragödie des Vietnamkriegs lag darin, dass die US-Führung sehr wohl Berichte auf dem Tisch hatte, die ihnen sagten: „Ihr kämpft hier nicht gegen den Weltkommunismus, sondern gegen den vietnamesischen Nationalismus.“ Doch diese Erkenntnisse passten nicht in das ideologische Weltbild des Kalten Krieges und wurden deshalb systematisch unter den Teppich gekehrt.“

        1. Wenn man KI benutzt, um sich im Ping-Pong Gefälligkeitsbestätigungen abzuholen, ist Ihre tiefe Skepsis absolut berechtigt, Name. Man kann KI aber auch nutzen, um tiefer zu graben. Im vorliegenden Fall haben Sie durch „Rollladen runter“ vor allem verpasst, dass während des Vietnamkrieges zwei außerordentlich bemerkenswerte Untersuchungen anliefen, die beide zu dem Ergebnis führten, dass dieser ganze (am Ende 20-jährige) Krieg auf der Basis eines totalen Missverständnisses der Motivationslage der Vietcong-Guerillas und der Psychologie der Zivilbevölkerung beruhte und mit der applizierten Strategie nicht gewonnen werden KONNTE. Die eine Untersuchung finden Sie unter dem Namen RAND, die andere unter PROVN.

  12. Kiesewetter fordert, dass der Krieg nach Russland getragen werde, und russische Falken, wie der Ehrenvorsitzende des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik und informeller Regierungsberater Karaganov, fordern nur völlig spiegelbildlich, dass der Krieg dorthin getragen werde, wo er seinen Ursprung hat.

    Nachdem US ihren Stellvertreterkrieg, wie US Aussenminister M. Rubio diesen Ukrainekrieg selbst nannte, an EU abgegeben haben, Merz sich erfolgreich um diesen bemühte und den Deutschen Steuerzahler, wider Wahlversprechen (Schuldenbremse), zum Hauptunterstützer desselben hat werden lassen, darf nunmehr Deutschland sich eines Stellvertreterkrieges gegen Russland geschichtsvergesen „rühmen“ und hat naturgemäss nun primär die Konsequenzen zu ertragen.

    Ca. 15Mio. Russen, die im Zuge des Deutschen Vernichtungskrieges 1941 ermordet wurden, sind nicht vergessen und ein zweites Mal werden selbst die friedlichsten Russen die Wange nicht mehr hinhalten, nachdem sie durchaus bereit waren, die Deutsche Barbarei uns zu vergeben. Also, die Deutschen Schulden sind hoch und die Zinsen werden fällig!

    1. Wenn man keinen Krieg vom Grenzzaun bricht, deutsche Soldaten in russische Uniformen steckt, die dann um 23:45 Uhr WEZ die Grenze überschreiten und Deutschland dann „zurückschießen“ muss, dann stellt sich die Frage weder für das „Zentralinstitut der kassenärztlichen Versorgung“ noch die niedergelassenen Ärzte oder?

  13. Es wird viel darüber diskutiert, ob (und wann) Russland irgendwann den Übergang zu einer atomaren Eskalation machen wird.
    Das ist eine eigenartige Diskussion, denn wann hätte je ein Staatsmann einen Rückzieher gemacht, wenn es darum geht seine Nation gegen Feinde zu verteidigen. Diejenigen, die nicht daran glauben, dass Putin Atomwaffen einsetzt, weil er dann Minuten später selber verglüht, gehen davon aus, dass die „eigene“ Seite selbstverständlich atomar antworten würde und so aus einem begrenzten Atomschlag einen atomaren Schlagabtausch macht. Und da liegen sie vermutlich nicht verkehrt.
    Das wäre m.E. die eigentlich Diskussion, die man führen sollte: die Rücksichtslosigkeit mit der Politiker auf beiden Seiten ihre Nation und ihr Volk in Haftung nehmen, um die Souveränität des Staates gegen Seinesgleichen zu verteidigen. Der Bürger ist das Menschenmaterial für die staatliche Souveränität und haftet im Ernstfall mit seinem Leben.

      1. Diskutant ‚aufgepasst‘ hat die Situation völlig falsch verstanden: diese absurde Hochrüstung, diese Potentiale zur Vernichtung des ganzen Planetens und diesen erklärten Willen der Staatenlenker, bei Misserfolg ihre Bevölkerung und die des Gegners gleich mit ins Grab zu nehmen – all das gibt es nur, damit garno morgens seine Brötchen holen kann und derweil niemand ungefragt in seinen Vorgarten kommt und seinen Dackel beschimpft. Zwar ein klein bisschen überspannt, die Auswüchse des staatlichen Gewaltmonopols, aber im Ansatz jedenfalls richtig und willkommen und nur dem Guten verpflichtet.
        ‚Wir‘ drücken dem Staat jedenfalls die Daumen – was denn auch sonst, wo er uns doch komplett von sich abhängig gemacht hat. Nie war das wichtiger wie heute, wo er gerade sehr risikofreudig mit seiner Manövriermasse Mensch umgeht…

        1. Der Staat ist der falsche Adressat der Wut. Er ist nur eine leere Hülle, die von der Politik mit Leben gefüllt wird. Die Politik wäre also der richtige Adressat.
          Wenn ich von einem Auto angefahren werde, dann ist auch nicht das Auto der Übeltäter, sondern der Fahrer.

  14. Ich bin wirklich froh, dass es noch Menschen gibt die die aktuelle milit. Lage und Gefahr genauso wie ich einschätzen. Bei Telepolis wurde ich übrigens immer gesperrt wenn ich auf die Gefahr eines Atomschlages hinwies.

  15. Die werden uns alle in den Krieg führen, weil sie uns dezimieren wollen.
    Wie oft muss ich das noch hier bekunden?

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