
Finanzmacht, Militarismus und politische Polarisierung treiben die westlichen Demokratien in eine historische Sackgasse. Ein grundlegender Systemwechsel erscheint überfällig – friedlich, demokratisch und konsequent.
1. Das autokratisch-militaristische Joch
Seit den Anfängen der Zivilisation ist die Menschheit einem doppelten Joch unterworfen. Dieses besteht in verschärfter kriegerischer Bedrohung durch rivalisierende Völker und in autoritärer Beherrschung durch eine abgehobene Oberschicht. Tendenziell verschlimmerte sich die Lage vor allem durch zwei Mechanismen. Erstens setzten sich im Machtgerangel der privilegierten Kreise vor allem skrupellose, narzisstische und gegenüber Bürgerinteressen ignorante Charaktere durch. Adelige Landesherren entfesselten Kriege, wenn sie die Chance sahen, damit ihre persönlichen Herrschaftsbereiche zu erweitern. Diesen Machtzielen opferten sie bedenkenlos das Leben ihrer Untertanen
Zweitens führte der Fortschritt der Waffentechnik dazu, dass diese Kriege immer blutiger wurden. Mit diesem bis heute ungebrochenen Trend gerät die Zivilisation immer tiefer in eine historische Sackgasse, und zwar so lange, wie sie den verantwortungsfernen Narzissmus der tatsächlich Mächtigen und ihrer opportunistischen Mitläufer nicht in den Griff bekommt – und damit die Kriege, die unter deren Einfluss grassieren.
Die ungünstigen Persönlichkeitsprofile auf der Führungsebene haben schon seit Jahrtausenden auch auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet zu destruktiven Trends geführt. Denn wo sich durchsetzungsstarke Zirkel Privilegien sichern und einen einseitigen Zugriff auf die Arbeitsergebnisse anderer Menschen verschaffen können, bleiben die freie wirtschaftliche Entfaltung, das Leistungsprinzip und damit auch die technologische Innovation auf der Strecke.
Die rund 60 Mio. Kriegstoten im 2. Weltkrieg waren als eindringliche Mahnung dazu geeignet, sich der historischen Sackgasse bewusst zu werden und sich entschlossen an ein Ausbrechen zu machen. Tatsächlich haben die Abgeordneten der UNO-Gründungskonferenz 1945 in der Präambel ihrer Charta auch den wegweisenden Vorsatz verkündet, „die Menschheit von der Geisel des Krieges zu befreien.“ Doch fehlte der Botschaft die Eindringlichkeit, dass dieser Paradigmenwechsel hin zu gewaltfreien Konfliktlösungen nicht nur höchst wünschenswert ist, sondern bereits auf mittlere Sicht eine Voraussetzung für das Überleben der Spezies.
2. Die versäumte Stabilisierung des demokratischen Prinzips
Schon viel früher, nämlich ab 1776, hätte die Loslösung der USA vom britischen Mutterland endgültig aus der dunklen Epoche des unterdrückten Fortschritts und der Menschenopferung für Machtinteressen herausführen können und müssen. Thomas Jefferson, Autor der Unabhängigkeitserklärung, hatte sogar ausdrücklich vor exakt den Störeinflüssen gewarnt, welche die demokratisch-rechtsstaatliche Ordnung seither schleichend unterminieren. Bei diesen Einflüssen handelt es sich um eine expansive Macht von Finanzinstituten, um die Wahrheitsverbiegung durch Zeitungen und um einen Militarismus in der Außenpolitik.
Trotz dieser Warnungen haben es Generationen amerikanischer und europäischer Politiker versäumt, die freiheitliche Demokratie so weiterzuentwickeln, dass sie gegen die Einflussnahme autokratisch ambitionierter Personen resistent bleibt. Dies ist eine historische Daueraufgabe; denn Narzissten finden sich niemals damit ab, wenn ihnen eine demokratische Gesellschaftsordnung die privilegierte Stellung vorenthält, die ihnen in ihrer Selbstwahrnehmung zusteht.
Weil Politiker die Warnungen Jeffersons aus Bequemlichkeit und Opportunismus ignorierten, konnte sich der Staat Schritt für Schritt von seinen freiheitlichen Idealen entfernen. Die westlichen Demokratien befinden sich inzwischen auf dem halben Weg einer Rolle rückwärts in die Autokratie, indem der Entstehung undemokratischer Machtstrukturen inmitten ihrer Rechtsordnung tatenlos zugesehen wird. Zu diesen Strukturen gehören u. a. privilegierte Finanzsysteme, ebenfalls (u. a. steuerlich) privilegierte Konzernoligopole sowie ein Informationssystem, das gleichfalls von einem Oligopol dominiert wird, nämlich dem der großen Nachrichtenagenturen. (https://kontrast.at/noam-chomsky-medien-edward-s-herman/#:~:text, https://www.sociologygroup.com/mass-media-as-a-power-institution/)
Auch die Geheimdienste und das Militär stellen teilautonome, autokratische Machtzellen innerhalb der demokratischen Gesellschaften dar. In Großbritannien und den USA ist die Entwicklung des Sicherheitsapparates zu einem Staat im Staate besonders weit vorangeschritten, mit eigener Militärgerichtsbarkeit und umfangreicher Rechenschaftsverweigerung.
3. Die „Früchte“ der Geldherrschaft
Der unkontrollierte Wildwuchs all dieser Machtstrukturen erweist sich als zunehmend kontraproduktiv. Als übergreifende Erscheinung hat uns die von unkritischen Mainstream-Medien stets aus dem Fokus gehaltene faktische Geldherrschaft inzwischen ein gesellschaftliches Ambiente beschert, das die Propagandisten einer militaristischen und Konzerne begünstigenden Politik mit lukrativen Posten belohnt, konstruktive Kräfte wie kleine Unternehmer und Selbständige aber mit Steuerbürden und Vorschriften unterdrückt. Wer sich diesem Kurs anpasst, schwimmt im Strom des Opportunismus; wer Wahrheit und Fairness sucht, wird beiseitegedrängt.
Das dauerhafte Ignorieren der Mahnungen Jeffersons und anderer Gründerväter hat unsere Zivilisation in die aktuellen militärischen Konflikte geführt. (https://consortiumnews.com/2022/09/24/john-pilgers-2014-warning-about-ukraine/)
Zudem wird deren enormes Eskalationspotenzial von Medien und Politik unverantwortlich ignoriert oder heruntergespielt – ebenso wie schon seit Langem die Unzuverlässigkeit aller politischen und militärischen Kräfte, die diese Kriege hätten verhindern, längst friedlich abstellen oder – im Falle des Nahostkonflikts – siegreich beenden können.
Die Geldherrschaft hat bereits eine dermaßen wirksame Debattenverengung geschaffen, dass für eine Infragestellung des objektiv klar erkennbaren Selbstmordkurses der Zivilisation kein Spielraum mehr bleibt. Wenn jenseits der bedingungslosen militärischen Unterstützung der Ukraine übergangslos russische Propaganda unterstellt wird, ist der Meinungspluralismus und damit ein Kernelement der vermeintlich verteidigten Demokratie dabei, über Bord zu gehen.
Die diese Einsichtsresistenz verursachenden psychologischen Beharrungs- und Selbstverstärkungsmechanismen des Systems machen eine absolut friedliche, faire und demokratische, aber umfassende Reform im gesamten Westen zum alternativlosen Ausweg.
4. Bestandsaufnahme
Dessen Ausgangspunkt bildet eine Bestandsaufnahme der maßgeblichen historischen Fehler und Versäumnisse. Unter diesen stellte der Federal Reserve Act von 1913 einen absoluten Super-GAU dar, der das Macht-Gleichgewicht nachhaltig zu Lasten der demokratischen Nationen und zugunsten des privaten Finanzsystems verschob. Prinzipiell schöpfen Geschäftsbanken bereits seit Jahrhunderten durch Buchungssätze und Kreditvergabe Geld aus dem Nichts. Doch das Federal Reserve-Gesetz von 1913 brachte einen qualitativen Systemsprung, indem es eine gewaltige Rationalisierung dieser Vorgänge ermöglichte. Die Etablierung einer Zentralbank als Rückhalt (Lender of Last Resort) erleichterte Geschäftsbanken die Schaffung neuen Geldes bei der Kreditvergabe und minimierte ihre Risiken. Die staatlich institutionalisierte Absicherung bildete damit ein Turbo-Privileg zur Geldschöpfung für private Banken. Seit nunmehr 113 Jahren wandert die reale Kaufkraft der westlichen Volkswirtschaften immer mehr zu einer Finanzelite und deren Heerscharen von Systemprofiteuren. Während Bill Clintons Präsidentschaft festigten zwei Gesetze die Position des Bankensektors als außerstaatliches Machtzentrum, in welchem wenige großer Player ein Oligopol halten. Die Finanzkrise von 2008 lässt sich direkt mit Clintons verheerender Deregulation (u. a. des Derivatehandels) in Verbindung bringen. (https://journals.law.harvard.edu/hblr//wp-content/uploads/sites/87/2014/09/Derivatives-and-Credit-Crisis.pdf)
Einen Gradmesser für die substanzzehrende Wirkung des entfesselten Finanzsystems stellt die Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung dar. Seit etwa Mitte der 1990er Jahre hat kaum noch eine Zunahme der realen Kaufkraft stattgefunden – trotz bedeutender Zunahme der Arbeitsproduktivität. In derselben Zeit sind auch die Staaten verarmt – wachsende Schulden, Ausverkauf durch Privatisierung und eine sanierungsbedürftige Infrastruktur.
5. Gefährliches Tandem MIC und Finanzwirtschaft
Grund zum Jubeln haben jedoch die Rüstungskonzerne. Dafür sorgt die enge Kooperation zwischen dem transnationalen Finanzimperium und dem militärisch-industriellen Komplex (MIC). Bereits während des 1. Weltkrieges hatte namentlich die Großbank J.P. Morgan die jahrhundertealte Praxis, Ländern Rüstungskäufe auf Kreditbasis zu ermöglichen, zu kriegsentscheidenden Dimensionen gesteigert. (https://cdn.mises.org/The%20Merchants%20of%20Death_2.pdf)
Die ‚Erfolge‘ des westlichen Militärs stehen allerdings spätestens seit dem Vietnamkrieg im umgekehrten Verhältnis zu den ins Absurde gesteigerten Rüstungsausgaben und zur surrealen Verschleppung der Militäreinsätze (Vietnam und Afghanistan je 20 Jahre mit desaströsem Abschluss). Rüstungsgeschäfte, Konfliktverwaltung und das Anbahnen neuer Interventionen wurden so zu profitablen Geschäftsmodellen, die ohne Rücksicht auf wahre Sicherheitsinteressen der Bürger im Automatikmodus weiterlaufen. (https://www.imi-online.de/2022/09/20/ruestungsindustrie-im-kapitalismus/, https://www.milwaukeeindependent.com/syndicated/prosperity-losing-wars-60-years-funding-military-industrial-complex-end-democracy/#:~:text)
U. a. sogenannte Drehtüreffekte sorgen dafür, dass der interessengetriebene Automatismus alle Komponenten des Systems koordiniert einschließt. So wechseln viele hohe Offiziere in die Rüstungsindustrie, deren Umsätze sie bei ihren Militäreinsätzen gepusht haben. Leute aus der Rüstungsindustrie werden dafür in politische Posten gehoben, wo sie ihren Ex-Arbeitgebern staatliche Aufträge verschaffen. Auch ohne zentrale Koordination arbeitet das System uhrwerkartig an der Verschleppung und Neuschaffung von Konflikten. (https://www.govexec.com/management/2018/11/latest-count-revolving-door-defense-contractors-names-names/152836/)
6. Die verhängnisvolle Zangenprogrammierung der Gesellschaft
Es schützt sich dabei vor einer Ablehnung durch die Bürger, und zwar durch deren Polarisierung in zwei miteinander verfeindete Lager, Linke und Konservative. Das funktioniert ebenfalls im automatischen Routinemodus, indem Medien und NGOs zwei große, ganz verschiedene Narrativ-Sammlungen bedienen, welche jedes der politischen Lager auf seine Weise von rationalen Prinzipien und wahren gesellschaftlichen Gefahren entfremden und sie ihre Energie gegeneinander vergeuden lassen.
Das bürgerlich-konservative Lager wurde in einen reflexhaften, unkritischen Militarismus getrieben. Patriotismus, so die Botschaft, müsste sich vor allem in bedingungsloser Unterstützung jeder militärischen Intervention äußern. Während blinder Hau-drauf-Militarismus zur Handlungsmaxime aufstieg, wurden das Lernen aus historischen Fehlern, Prinzipientreue, psychologisches Feingefühl, und strategische Weitsicht achtlos abgedrängt. Indem das politische Bewusstsein der Bürger und Politiker auf unterentwickeltem Niveau gehalten wurde, konnte die überfällige Säuberung des Sicherheitsapparates und des MIC nie auf die politische Agenda gelangen. Selbst während so drastischer Skandale wie der Iran-Contra-Affäre hat konzertiertes Gegensteuern der Medien politische Konsequenzen verhindert. (https://theintercept.com/2014/09/25/managing-nightmare-cia-media-destruction-gary-webb/)
Die politische Linke tendiert traditionell in die entgegengesetzte, pazifistische Richtung. Dieser Pazifismus mutiert jedoch seit dem Vietnamkrieg (1955-1975) zunehmend zu einem Appeasement, mitunter gesteigert bis zur Identifikation dem militärischen Gegner. Damit konterkariert man die Chancen auf Frieden, denn dieser gedeiht im Ambiente gegenseitigen Respekts. Einseitiges Nachgeben ohne Gegenleistungen zieht dagegen Respektlosigkeit und eine Kaskade weiterer Forderungen nach sich. Die linke Kritik am westlichen Militarismus ist vollkommen berechtigt, ignoriert aber dessen selbstbeschädigende Seite: Indem Zivilisten im Einsatzland mehr als unvermeidbar leiden, wird die Reputation der USA und des Westens untergraben, während Islamisten und andere Freiheitsfeinde über die Medienberichterstattung „moralische“ Rückendeckung erhalten.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Konservative und Linke auf zwei ganz verschiedene, aber gleichermaßen die eigenen demokratischen Nationen beschädigende Wege geleitet werden. Diese doppelte außenpolitische Fehlorientierung wird durch eine innenpolitische ergänzt. Als Ergebnis polarisierender Medieneinflüsse nehmen sich Linke und Konservative als erbitterte Gegner oder gar Feinde wahr, während es quer über alle Parteigrenzen hinweg narzisstische und verantwortungsferne Fassadendemokraten sind, die einer Zukunft in Frieden, Freiheit und authentischer Rechtsstaatlichkeit im Wege stehen.
7. Das israelische Dilemma: Von der militärischen Stärke in die Dahiya-Falle
Die geopolitischen Konsequenzen der Fehlentwicklung zeigen sich im Nahen Osten besonders drastisch. Nach historischen Siegen 1948, 1956, 1967 und 1973 ist Israel unter Mitwirkung von Systemprofiteuren in den eigenen Reihen in die strategische Falle seiner Gegner gelaufen. Mit der sogenannten Dahiya-Doktrin seit 2008 lässt sich der jüdische Staat zu einem plumpen Militarismus verleiten, der das abschreckende Beispiel kontraproduktiver amerikanischer Militäreinsätze wie im Irak in nochmals gesteigerter Form kopiert.
Diese Antistrategie setzt auf die flächendeckende Zerstörung ziviler Bausubstanz und Infrastruktur zur vermeintlichen Abschreckung. Doch verwüstete Wohngebiete brechen weder den Willen von Terrorstrukturen wie Hamas, noch schwächen sie deren Rückhalt in der Bevölkerung. Ganz im Gegenteil kommt es zum Rally-around-the-flag-Effekt, der verarmte und verzweifelte Zivilisten direkt in die Arme ihrer extremistischen Führer treibt. Gleichzeitig liefert die Dahiya-Strategie der weltweiten Medienmaschinerie das perfekte Bildmaterial, um Israel als Aggressor zu brandmarken und das Judentum weltweit in eine gefährliche Isolierung zu drängen.
8. Die systemische Selbsttäuschung und das Erwachen
Das gesamte System wird von Millionen dezentraler Akteure am Laufen gehalten. Zu ihnen gehören außer Lobbyisten vor allem Karrieremacher aller Bereiche, u. a. in NGOs und in den Führungsetagen der Großkonzerne. Letztere stehen zunehmend unter dem Druck, riesige Spenden an NGOs (mit dem ‚richtigen‘ politischen Profil) zu leisten. Weitere lukrative Karrieremöglichkeiten bietet das System u. a. im Mediensektor, im Militär, in der Politik, in Verbänden und im Bildungswesen. In dem insgesamt gesellschaftsschädlichen Spiel agieren alle Beteiligten ohne übergeordneten Masterplan, allein ihren Karriereinteressen folgend. Die politische Arena steht ihnen so lange offen, wie sie die Diskursverengung durch die ‚Political Correctness‘ beachten.
Das objektiv sozial ungerechte, Verantwortung zerstörende und gefährlich polarisierende System wird im Ambiente einer über die wenigen großen Nachrichtenagenturen oligopolistisch aufgestellten Medienlandschaft schon viel zu lange künstlich vor Reformbestrebungen ‚geschützt‘, indem jede fundamentale Kritik reflexartig abgebügelt und stigmatisiert wird.
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“ In dem insgesamt gesellschaftsschädlichen Spiel agieren alle Beteiligten ohne übergeordneten Masterplan, …“
Was zu beweisen wäre …
Hier wird wieder die „es gibt keine Verschwörungen“-Theorie auf ganz weitem Feld ausgebreitet, historisch, von den Ursprüngen der Menschheit und bis hin zum heutigen Judenstaat, geographisch, aufgespannt. Das wird aber deshalb nicht richtiger.
NATÜRLICH sind die geldmächtigen Herren der Welt miteinander vernetzt und kooperieren miteinander dort, wo sie gemeinsame Interessen haben. NATÜRICH ist das eine Verschwörung gegen uns alle anderen! Natürlich werden in deren Denkfabriken die Strategien (gegen uns) ausgearbeitet. (Und natürlich kann in so einem Medium wie hier das nicht objektiv beleuchtet werden.)
Anscheinend sind sie aber für Russland und China, Iran nicht so wirksam. Daher wird man sehen, was daraus wird.
„Weitere lukrative Karrieremöglichkeiten bietet das System u. a. im Mediensektor, im Militär, in der Politik, in Verbänden und im Bildungswesen.“
Was haben Alexander Stubb, Viktoria Nuland, Annalena Baerbock und Robert Habeck gemeinsam?
Alle diese gescheiterten Politiker bekleideten oder bekleiden heute Professuren an Universitäten. Stubb war in Florenz, Nuland ist, glaube ich, an einer New Yorker Universität genau wie Baerbock und Habeck lehrt in Kopenhagen. Stubb war politisch bereits aussortiert und wurde erst als Putingegner wieder reaktiviert. Bei all diesen Personen ist fraglich, warum sie auf die Studenten losgelassen werden.
Diese Vorgänge und ich denke, da sind noch mehr, erinnern mich an die vom Landesherren vergebenen Pfründe im Mittelalter.
Wäre schön gewesen, hätte der Autor etwas über die „unabhängige Justiz“ verlautbart. Nicht nur die Auswahl und Bedrohung von Richtern und Gerichten auszuleuchten, wäre interessant gewesen, auch das vermehrte Auftauchen richterlicher Ermächtigung am Gesetz vorbei oder die kafkaeske Bestrafung von Dissidenten, die im juristischen Niemandsland von der Exekutiven sanktioniert werden.
der aktuelle Präsident von Finnland ist Alexander Stubb.
Die Professurenstelle wird so lange warmgehalten bis Neuwahlen ihn von der Macht entfernen.
“ Seit den Anfängen der Zivilisation ist die Menschheit einem doppelten Joch unterworfen. Dieses besteht in verschärfter kriegerischer Bedrohung durch rivalisierende Völker und in autoritärer Beherrschung durch eine abgehobene Oberschicht.“
Der Einstieg ist bereits verstolpert.
Das, was als „Anfang der Zivilisation‘ bezeichnet wird, war der Beginn der Schaffung von Privateigentum; die klassenlose Gesellschaft ging in eine Klassengesellschaft über. Den zuvor herrenlosen Boden mit der Gewalt des Schwertes als Eigentum zu betiteln und Maut zu verlangen, war das Raubrittertum und Geschäft des Adels, mythologisch vom Klerus gegen Entgelt assistiert.
Dieser unzivilisierte Vorgang war kein
„Anfang von Zivilisation“. Es war der Beginn der Unzivilisiertheit.
Eine Wirtschaftstheorie mit fokusiertem Blick auf Energie und Boden als Produktionsfaktoren wird gesucht.
Sie haben in der Sache vollkommen Recht, Dropke. – Das gilt allerdings überhaupt nicht in Ihrer Unterstellung, dass die im Einstiegssatz des Artikels gewählte Formulierung mit diesen Ihren „kritischen“ Ausführungen im Widerspruch stände.
Leider hinterlässt der Kommentar den Eindruck, dass die Botschaft der politischen Analyse nicht wirklich angekommen ist. Schade, denn es geht nicht zuletzt darum, die gemeinsamen tatsächlichen Widersacher der Linken und Konservativen auch gemeinsam zu identifizieren und abzuwehren.
Das ist grober Unfug. Der Zionismus tat sich bereits vor der Staatsgründung durch Menschenrechtsverletzungen, Landraub und Massenmord hervor. Das wurde bei jedem der genannten „historischen Siege“ perpetuiert. Die Chance auf eine 2-Staaten-Lösung wurde mit dem Mord an Rabin vertan. Heute regiert der offene Faschismus Israel. Das Recht dagegen war von Anfang an auf Seiten der Palästinenser.
So geht es weiter. Der Artikel ist ja gut gemeint. Aber ohne den Kapitalismus beim Namen zu nennen wird das nichts.
Es bringt nichts, jedes Jahr eine „Wirtschaftstheorie“, wie es geschieht und als Allheilmittel mit Nobelpreis versehen wird, zu kreieren.
Alle bisherigen und zukünftigen Theorien bieten einen „Ausweg“, der sich spätestens nach 1 Jahr, die Abstände werden immer kürzer, als Illusion erweist.
Der Grund: alle Theorien sind auf der Religion des Marktes, d h der Unangreifbarkeit der Warenproduktionsweise gegründet und versuchen sich in deren Heilung auf genau der Problematik, die die zu lösenden Widersprüche erst hervorbringt.
Es kann nur ein realistischer Weg gefunden werden, der die Produktionsweise selbst in Frage stellt.
Dazu kann die Neuausgabe von „Das Kapital“ von Rolf Hecker und Ingo Stüzle helfen, besonders der Teil 1.5 Die Wertform.
Es ist zunächst erhellend, das Vorwort dazu zu lesen.
Dann ergibt sich die Frage nach einer (weiteren) Wirtschaftstheorie von alleine.
“ Der Grund: alle Theorien sind auf der Religion des Marktes, d h der Unangreifbarkeit der Warenproduktionsweise gegründet und versuchen sich in deren Heilung auf genau der Problematik, die die zu lösenden Widersprüche erst hervorbringt. “
Das ist richtig. Nehmen sie die marxschen
Produktionsfaktoren: Arbeit, Boden, Kapital
und streichen den Boden heraus, weil er
erneut für herrenlos erklärt, und alle
Eigentumsnachweise aus den Katastern
gelöscht wurden. Der Boden wird in
Nutzungsrechte überführt. Die Bedingungen einer Nutzung wären zu klären.
Fügen Sie nun den Produktionsfaktoren:
Arbeit, Kapital und dem modifiziertem Boden den Faktor Energie hinzu.
Arbeit, Boden, Kapital, Energie.
Die Energie würde aus den ProduktionsMITTELN bei Marx gesteichen.
Was passiert nun ?
Bitte keine Aufzählreime mehr aus Theorien, die Sie nicht verstanden haben.
Auch Sie bewegen sich mit Ihrer Aufzählung in der Spur der Warenproduktion.
Meine Intention war allerdings, die in Frage zu stellen, weil nur eine Produktionsweise der menschlichen Bedürfnisse, also ohne Wert, Kapital und seine Faktoren, die menschliche Zukunft sichern kann.
Machen Sie sich doch mal die Mühe und lesen Sie das genannte Vorwort zu Das Kapital 1.5 Die Wertform. Vielleicht geht Ihnen dann auf, was gemeint ist. Öder den Artikel von Heinrich Harbach im NDR dazu. Kann bei Bedarf den Link stellen.
Das war keine Antwort. Das war
ein unhaltbarer Vorwurf.
“ Auch Sie bewegen sich mit Ihrer Aufzählung in der Spur der Warenproduktion.“
Ich bewege mich in der Spur zwischen
Gebrauchswertökonomie und der völligen Zerschlagung dessen, was zu groß für Menschen geworden ist.
Kohai Saito, „Systemsturz‘
John Zerzan, „Against Civilization“
Die „Gebrauchswertökonomie“ ist der Versuch, den GW als Lenkungsinstrument der Wirtschaft in den Vordergrund zu rücken, ohne die wertbestimmte Produktionsweise zu beseitigen, den GW voluntaristisch und objektivistisch anzugehen. Das konnte man schon in der Realität der Sozialistischen Marktwirtschaft täglich als Irrsinn erleben.
Unter der Herrschaft des Wertes kann das nicht gelingen. Es bedarf der Änderung der PW, sodass ein Wert erst gar nicht entstehen kann.
Jetzt fürchte ich, mein Maß hier ausgeschöpft zu haben.
Das aller größte Manko von Merz ist, dass er scheinbar wirklich ein NAZI ist und PERVERSEN KRIEG gegen Russland führen möchte!
12 Jahre Maidan-Tragödie
https://kammerspartakus.wordpress.com/2025/11/23/12-jahre-maidan-tragodie/
Vor 12 Jahren begannen die Unruhen auf dem Maidan, die zu einem blutigen, verfassungswidrigen Umsturz in der Ukraine führten.
Die Ereignisse auf dem Maidan wurden zum Ausgangspunkt der aktuellen ukrainischen Krise.
• Bereits im Februar 2014 wurde mit direkter Unterstützung der westlichen Staaten der demokratisch gewählte Präsident gestürzt, und die an die Macht gelangten Nationalisten begannen, der Bevölkerung ihre antirussische Agenda aufzuzwingen, die Rechte von Millionen russischsprachiger Bürger einzuschränken und die Kollaborateure der Nazis aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu glorifizieren.
Sie haben die UKRA-NAZIS an die Macht gebracht und dafür gesorgt, dass die Ukraine die Russen im Donbass töteten!!
Schon 1948, zu Beginn des Kalten Krieges, hat der US-Diplomat George Kennan diese Wahrheit mit brutaler Aufrichtigkeit ausgesprochen: „Wir besitzen 50 Prozent des Reichtums der Welt, stellen aber nur 6,3 Prozent ihrer Bevölkerung. In dieser Situation besteht unsere wahre Aufgabe darin …, diese Ungleichheit aufrechtzuerhalten. Um das zu tun, müssen wir alle Sentimentalität beiseiteschieben … Wir sollten aufhören, über Menschenrechte, über die Verbesserung des Lebensstandards und über Demokratisierung nachzudenken.“
Und wer wirklich erfahren möchte welch ein Gebilde die USA schon immer war denen empfehle ich zwei Bücher und zwar „A People’s History of the United States“ von Howard Zinn und „War Against the Weak“ von Edwin Black.
Eine grundsätzliche Kritik zum Artikel. Der Autor nimmt die Unabhängigkeitserklärung der USA als Gesellschafts- und Staats-Ideal und misst daran die weitere Entwicklung der westlichen demokratischen Gesellschaften. Zu den Fehlentwicklungen zählt er, dass Narzissten und autokratisch ambitionierter Personen in Führungspositionen gelangt seien. „Trotz Warnungen Thomas Jefferson haben es Generationen amerikanischer und europäischer Politiker versäumt, die freiheitliche Demokratie weiterzuentwickeln“.
Was der Autor nicht sehen will: Die „freiheitliche Demokratie“ wurde doch weiterentwickelt, nämlich zum heutigen neo-liberalen Kapitalismus. Was offensichtlich nicht dem Ideal des Autors entspricht. Etwas naiv finde ich nun die Vorstellung, dass individuelle menschliche Verhaltensweisen daran schuld seien. Die Menschen sind nun mal so wie sie sind.
Sieht man im Glück der Menschen die individuelle Freiheit in Verbund mit dem Privateigentum an Produktionsmitteln, dann führt das mehr oder weniger zwangsläufig zum heutigen neoliberalen Kapitalismus, dann nutzt der Milliardär sein Recht der Freiheit zur Ausbeutung von Mensch und Natur. Dagegen hilft eigentlich nur die Freiheit der Milliardäre zu beschränken. Nur leider haben im liberalen Westen die Milliardäre die Zügel der Macht in der Hand, die sie kaum gewillt sind abzugeben.
Das Verhalten der „zivilisierten“ Menschen ist keineswegs, wie Sie unterstellen, eine konstante Vorgabe („sind wie sie sind“), sondern unterliegt einer ständigen Formung. Das geht sogar sehr schnell. Wer schon etwas länger auf diesem Planeten lebt, hat beispielsweise mitbekommen, dass namentlich Jugendliche vor 50 Jahren wesentlich konzentrierter, wesentlich disziplinierter, respektvoller und weniger gewaltbereit waren als heute. Wieviel mehr Formung konnten dann Jahrtausende repressiver Adelsherrschaft bewirken?!
Wie sollen wir dieser Falle entkommen? Die Vorteile befinden sich eindeutig in den Händen der westlichen Imperialisten.
1. Die westlichen Imperialisten können mit ihrem Reichtum alle Länder erpressen, die sich ihnen entgegen stellen. Die Aussage, dass jeder Mensch käuflich ist, wenn der Preis hoch genug ist, stimmt leider.
Wenn zum Beispiel ein Kind in einer armen Familie dringend ärztliche Hilfe benötigt, die seine Eltern nicht aufbringen können, dann behaupte ich, dass jeder Vater bzw. jede Mutter, jedem Erpressungsversuch nachgibt, um ihrem Kind zu helfen.
2. Die potenziellen Länder, die Oligarchen zu kontrollieren beabsichtigen, sind in der Regel arme Länder, da reicht es aus eine kleine Clique so zu bestechen, sodass ihr Reichtum sich vom Rest der Bevölkerung abhebt, der Rest der Bevölkerung geht nicht nur leer aus, er hat auch keine Chance auf Besserung in naher Zukunft.
3. Die bei weitem wichtigsten Medien sind in den Händen von einigen, wenigen Tycoons, wie William Randolph Hearst, die die Bürger unablässig mit Fake-News ihrer Chef-Redakteure manipulieren, jede Kritik wird mit Argumenten wie »Impfleugner« oder »Putin-Versteher« abgewürgt.
3. Regierungskritiker können ihren Arbeitsplatz verlieren, zum Beispiel wurde der Vorstand der BKK nach Enthüllungen zu Impfnebenwirkungen, fristlos gekündigt, und in der EU wird Journalisten mit abweichender Meinung zum Krieg in der Ukraine der Zugriff auf ihr Bankkonto, ohne richterliche Begründung, entzogen, bloß weil gewisse EU-Kommissare der Auffassung sind, mit ihren Interviews russische Propaganda betrieben zu haben.
Die Untergrabung des freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsmodells ist schon sehr weit fortgeschritten, wie Ihre Beispiele unterstreichen. Eine Reform, ein neues Durchstarten des Systems muss zwingend die drei Haupt- Problembereiche Medien, Sicherheitsapparte und Finanzwirtschaft erfassen. Da deren Haupt-Schwerpunkt in den USA liegt, muss dort der Anfang gemacht werden.
Trump war mit markigen Worten gegen den Deep State und die übermächtigen Geheimdienste sowie für rasche Friedensregelungen angetreten – und hat die meisten Chancen bereits vertan. – Aber wer weiß, wo es langgeht, sieht immer noch Hoffnung.
Ein Privat-Kosmologie, die sich die Welt erklären möchte und dabei bisschen vereinfachend zurecht denkt.
Zum Beispiel ist der Antagonismus konservativ – links historisch ursächlich ja schon etwas mehr, als es im zeitgenössisch-inszenierten Fassadendemokratie-Theater scheinen mag.
Auch der hier angeführte Demokratie Held Jefferson war ein Sklavenhalter wie alle die frühen Präsidenten des Home of the Brave-Staates bis sie durch einen Vertreter des Industriekapitals abgelöst und ihre Reichtumsquelle obsolet wurde.
Nur zwei Beispiele, der vielen,die zu kritisieren sind.
Die eigentliche Wahrheit ist diese:
Die Herrschaft braucht (billige)
Gut ausgebildete
Fachkräfte (Ingenieure, Ärzte, Wissenschaftler etc.)
Das Problem ist das die Besten dieser nicht im Westen nachwachsen.
Wenn sich diese Arbeitenden dieser Macht bewusst wären.
Es ist so einfach
Sich finden, verbinden, Strukturen aufbauen und Alternativen entwickeln…
Die Logik des Geldes ist die Logik der der Superreichen und hier geht es im Kern um das, worum es eigentlich immer geht, um Wein, Weib und Gesang, um Sex & Drugs & Rock & Roll, um Koks und Nutten.
Man sollte wissen, um welchen Preis die Welt wirklich verkauft wird, wenn man von Geldherrschaft redet. Warum gibt es darüber keine Debatte, weil der Bereich unter dem Bauchnabel heiligste Privatangekegenheit ist? Niemand berichtet darüber, dass Superyachten schwimmende Luxusbordelle sind, ständig mit Frischfleisch versorgt.
Längst hat sich das Yachting als Möglichkeit etabliert in einer kurzen Saison zig-tausende Dollar zu verdienen und gleichzeitig in die Welt der Reichen und Schönen eizutauchen, mit der wohl als real wahrgenommenen Chance als Model entdeckt zu werden.
Das Phänomen begann unmittelbar nach der Epoche in der man Sex und Drogen als die natürlichsten Dinge der Welt betrachtete, zu denen jeder zu jeder Zeit Zugang haben sollte. Es waren damals vielleicht 5 Schiffe der Größenordung Megayacht weltweit, heute sind es 1250. Also von der Sorte etwa mit Hubschrauberlandeplatz und ohne die 12-Gästeregel. Eine Branche mit Zukunft, abertausende Männer tummeln sich knapp unter der Grenze dies zu erreichen und sie werden alles tun, dahin zu gelangen.
Man sollte also schon auch mal über individuelle Motivationen reden, die die Welt dahin lenken, wo sie letztlich ankommen wird. Eine Erörterung von Wegen, dies abzuwenden kann Mann sich sparen.
Leider sehr zutreffender Artikel. Das hierzu passende Stichwort ist die „Megamaschine“.
Ich empfehle ganz dringend die Lektüre von Fabian Scheidlers Buch „Das Ende der Megamaschine“, das einem nochmal deutlich mehr verstehen hilft, wo wir uns hin entwickelt haben.
Zitat aus der Einleitung: „Wir sind augenblicklich Zeugen, wie ein ganzer Planet, der vier Milliarden Jahre für seine Entwicklung brauchte, in einer globalen Wirtschaftsmaschinerie verheizt wird, die Unmengen von Gütern und zugleich Unmengen von Müll produziert, irrsinnigen Reichtum und massenhaftes Elend, permanente Überarbeitung und sinnlosen Leerlauf. Ein Außerirdischer, der uns besuchen würde, könnte dieses System nur für verrückt halten.“
Die Diskussion zum Artikel zeigt, dass dessen Botschaft nicht bei jedem angekommen ist.
Wenn die Menschheit – und zunächst diese unsere freiheitliche Zivilisation – überleben soll, müssen einige tiefgreifende Reformen die gegenwärtige Untergrabung von Demokratie, (Meinungs-)Freiheit und Rechtsstaatlichkeit stoppen und umkehren. Im gegenwärtigen Trend sieht es danach aus, dass ihr 250. Geburtstag zugleich ihr letzter runder war. Der für 2030 ausgerufene große Reset zeichnet sich bereits als Aufbruch in die perfekte Geldherrschaft im blauen Tarnkleid der UNO ab.
Für Fairness, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit ist es absolut überlebensnotwendig dass die charakterliche Gegenauslese im Verlaufe der Jahrtausende der Zivilisation klar erkannt wird. Der leider überwiegende Teil der zivilisierten Menschen zeigt ein Charakterprofil, das Unterwürfigkeit und feige Angepasstheit in untergeordneter Position mit autoritärem und of ungerchtem Auftreten nach dem Aufstieg kombiniert.
Demokratie funktioniert aber nur dann, wenn diese Charakterschwäche als solche identifiziert und dafür echter Freiheitswille und authentische Fairness als erstrebenswert geschätzt und gefördert werden.
Demokratie funktioniert bereits besser, wenn, wie im schweizerischen Modell, die Bürger direkt über Sachfragen abstimmen. Der entscheidende noch fehlende Schritt ist aber der, eine wirksamere Form der Vorselektion nach charakterlichen Eigenschaften zu organisieren. Denn der traurige Zustand der Gegenwart ist, dass der Wähler sehr wenig echte Auswahl hat, wenn die von etablierten Parteivorständen fabrizierten Landes- und Bundeslisten von mittelmäßig befähigten Oportunisten überquellen, deren Hauptqualifikation in der geschickten Selbstdarstellung und einem zwar unbegründeten, aber unerschütterlichen Ego besteht (auch als Arroganz bekannt). Mit diesem werden rationale Argumente einsichtsresistent abbügelt, wenn sie den Dogmen der entablierten Politikerkaste, also der „Political Correctness“ widersprechen.