Wer versteht eigentlich noch den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks?

Cosmo, WDR, Logo
Westdeutscher Rundfunk (WDR), Public domain, via Wikimedia Commons

Die geplante Umwandlung von Cosmo ist mehr als eine Programmreform. Sie wirft die Frage auf, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk noch seinem Auftrag folgt – oder zunehmend der Logik von Reichweite und Zielgruppen.

Ich gehöre nicht zur Kernzielgruppe von des WDR-Radiosenders „Cosmo“. Weder einen habe ich Migrationshintergrund, noch bin ich besonders jung. Deshalb bestürzt mich die geplante Umwandlung des Senders, der seit Jahren Musik, Perspektiven und Sprachprogramme für Menschen mit ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen bietet und in dieser Form im deutschen Radio nahezu einzigartig ist.

Besonders eine Sendung ist mir dabei in Erinnerung geblieben.

„Ein Service für alle Menschen, die Russisch verstehen und in Deutschland leben.“

So oder so ähnlich beginnt regelmäßig das russischsprachige Programm von Cosmo.

Cosmo schuf Orientierung in einem neuen Land

Mein Russisch reicht gerade aus, um vieles zu verstehen. Ich habe die Sprache an der Universität gelernt. Und doch hat diese Stimme für mich etwas fast Tröstliches.

Denn sie richtet sich gleichzeitig an ukrainische Flüchtlinge (deren Muttersprache häufig russisch ist), an Russlanddeutsche, an Menschen aus Kasachstan, Belarus oder dem Baltikum. Sie erklärt ganz praktische Dinge des Alltags, spricht über Politik, über Behörden, über das Leben in Deutschland. Ganz unabhängig von der Nationalität.

Und genau deshalb wirkt diese Stimme (die Cosmo in ähnlicher Form auch auf Türkisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Italienisch, Polnisch, Arabisch, Kurdisch, Griechisch, Spanisch anbietet) auf mich so versöhnlich.

Während Politiker über Integration diskutieren und Talkshows Identitäten gegeneinanderstellen, passiert hier etwas viel Unspektakuläreres und gerade deshalb Wertvolleres: Menschen finden Orientierung in einem neuen Land.

Vielleicht muss ich deshalb manchmal an den deutschsprachigen Service der BBC zur Zeit des Zweiten Weltkriegs denken.

An die berühmten Worte: „Hier spricht London.“ Für viele Deutsche waren diese Worte während der NS-Zeit weit mehr als eine Radioansage. Sie standen für Glaubwürdigkeit, Orientierung und die Gewissheit, dass es jenseits von Propaganda noch eine andere Stimme gab.

Natürlich ist Cosmo nicht die BBC.

Veränderte Seh- und Hörgewohnheiten?

Aber wenn heute ein ukrainischer Flüchtling in Deutschland „Cosmo po-russki“ hört, dann erfüllt dieses Programm möglicherweise einen ähnlichen Zweck. Es schafft ein demokratisches Leitbild und stiftet Zugehörigkeit.

Der Sender spielt aber auch Musik, die sonst kaum läuft. Er berichtet über Themen, die andere übersehen. Manchmal wundere ich mich über einzelne Diskussionen. Muss man wirklich darüber sprechen, warum Pflegeprodukte für Männer oder Frauen in bestimmten Regalen stehen? Aber selbst bei diesen Themen spürt man etwas, das im deutschen Rundfunk selten geworden ist: Leidenschaft.

Gleichzeitig erleben wir eine Debatte, die sich durch den gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk zieht.

Immer wieder wird die Einstellung von Nischenformaten damit begründet, dass andere Formate jüngere Zuschauer erreichten, höhere Einschaltquoten erzielten und auf YouTube erfolgreicher seien. Die Umwandlung von Cosmo begründet der WDR nun damit, man wolle die Programme stärker „vom Publikum her denken“ und Menschen unter 30 besser erreichen. Aus Cosmo soll „1LIVE Street“ werden – mit Hip-Hop als „weltweit größter und verbindender Jugendkultur“.

Das wirft eine grundsätzliche Frage auf: Seit wann besteht die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eigentlich darin, veränderten Hör- und Sehgewohnheiten hinterherzulaufen?

Wer den Medienstaatsvertrag liest, findet dort eine ganz andere Sprache. Dort ist von Meinungsvielfalt die Rede, von freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung, von Information, Bildung und Kultur. Von Reichweiten steht dort erstaunlich wenig. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll sich eben nicht primär an Nachfrage ausrichten. Dafür gibt es private Medien. Er soll sich am Gemeinwohl orientieren und nicht zuletzt Angebote schaffen, die sonst verschwinden würden.

ÖRR-Anstalten im Ausland

Andre europäische Rundfunkanstalten zeigen da oft ein bemerkenswert anderes Selbstverständnis.

In der Schweiz sendet das öffentlich-rechtliche Fernsehen täglich im ersten Programm Nachrichten auf Rätoromanisch – obwohl nur rund 0,5 Prozent der Bevölkerung diese Sprache sprechen. Niemand würde dort ernsthaft argumentieren, ein solches Angebot müsse sich zuerst über Reichweite rechtfertigen.

Die BBC produziert bis heute Astronomiesendungen, akademische Diskussionsrunden oder Programme in Walisisch und Schottisch-Gälisch. Nicht weil damit die höchsten Marktanteile erzielt werden. Sondern weil man sie als Teil des öffentlichen Auftrags versteht.

Und in Italien ist das Sanremo-Festival gerade deshalb zu einer nationalen Institution geworden, weil dort nicht jede Entscheidung der Logik von Zielgruppenanalysen folgt. Dort kann etwa der Regisseur und Komiker Roberto Benigni (wie 2023 geschehen) zur besten Sendezeit minutenlang eine Liebeserklärung an die italienische Verfassung halten – vor einem Millionenpublikum. Nicht trotz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, sondern wegen ihm.

Natürlich gibt es auch im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach wie vor hervorragende Spartenprogramme. Deutschlandfunk, Phoenix oder Arte zeigen jeden Tag, wie wertvoll öffentlich-rechtliches Programm sein kann. Gerade deshalb wirkt es so befremdlich, dass der Rotstift immer wieder dort angesetzt wird, wo der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinem Auftrag am sichtbarsten nachkommt: bei Kultur, Bildung, Sprachen und gesellschaftlicher Verständigung. Bei Unterhaltung aus der Konserve oder Verwaltungsstrukturen, die selbst viele Befürworter des Systems für überdimensioniert halten, scheint die Sparbereitschaft dagegen deutlich geringer ausgeprägt zu sein.

Vielleicht braucht auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland wieder weniger Zielgruppenmanagement und stattdessen mehr Vertrauen in die eigene Idee.

Denn seine Zukunft sollte nicht darin liegen, immer stärker wie private Medien zu werden. Sondern darin, wieder konsequent das anzubieten, was private Medien niemals leisten können: Qualität, Rückgrat und demokratische Prinzipientreue, die sich nicht in Einschaltquoten messen lässt.

David Fleschen

David Fleschen, geb. 1982, lebt in Wuppertal. Er studierte European Studies in Maastricht, Salamanca, Magdeburg und St. Petersburg und beschäftigt sich mit gesellschaftlichem Wandel, Medien und Europa. Seit rund zwanzig Jahren veröffentlicht er journalistische Beiträge in regionalen, überregionalen und internationalen Medien. Seine Texte verbinden persönliche Beobachtung mit historischem Bewusstsein und einer europäischen Perspektive.
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18 Kommentare

  1. DLF , Phönix und Arte sind zu reinen Regierungs- Propaganda- Institutionen verkommen. Die heute als Vorbild hinzustellen, das hat schon was. Lange Zeit hatte ich die Illusion, der ÖRR sei zu reformieren.
    Inzwischen bin ich zu dem Schluss gekommen, das das nicht mehr möglich ist. Die einzige Möglichkeit sehe ich in der völligen Zerschlagung des ÖRR. Und im Neuaufbau eines Bürgerrundfunks von der Basis her. Unter konsequentem Ausschluss der politischen Parteien und ihrer Vorfeldorganisationen…

    1. Angesichts des Standes der Technik müsste man eigentlich eine Videoplattform ähnlich YouTube einrichten auf der dann jeder Bundesbürger „Fernsehen“ machen kann. Würde auch nur einen Bruchteil des gewucherten Tumors öffentlich-rechtlichen Rundfunkes kosten. Analog wie der Staat eben Straßen baut oder Stadtparks pflegt, die jeder benutzen kann.

      Nachteil ist, daß dann sich die Parteien wieder in die Verwaltung dessen Zecken werden und uns zu unserem eigenen Besseren verfassungswidrig checktenfucken werden. Aber das ist natürlich keine Zensur.

  2. Zitat:
    „Deutschlandfunk, Phoenix oder Arte zeigen jeden Tag, wie wertvoll öffentlich-rechtliches Programm sein kann.“
    Zeigen sie das? Wenn, dann trotzdem gefiltert und weich gewaschen.
    Die Sender zeigen bei gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, machtpolitischen, EU-politischen und militärischen Themen die gleiche manipulative und einseitige Propaganda, wie alle anderen ÖR Programme auch.
    Dass auf Arte auch noch weitere Aspekte einen Sendeplatz finden, dürfte an den zu 40% von Arte France zugelieferten Sendungen liegen. Um das Niveau zu sichern, kann Arte Deutschland nicht einfach jede ARD Schmonzette übernehmen.

    1. Auch die französischen Sendungen auf Arte haben schon vor Jahren abgebaut. Bestes Beispiel war Mit offenen Karten. Als der alte Macher verstorben war hat die neue Redaktion der Sendung die transatlantisch wertewestlichen Scheuklappen aufgesetzt und mit schwerer Schlagseite gesendet.

    2. „Die Sender zeigen bei gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, machtpolitischen, EU-politischen und militärischen Themen die gleiche manipulative und einseitige Propaganda, wie alle anderen ÖR Programme auch.“

      Phönix und ARTE kann ich nicht beurteilen, wohl aber den DLF und der manipuliert. Jüngstes Beispiel. Ich schalte morgens den DLF ein und mir wird in den Nachrichten erklärt, der Iran habe Israel des nächtens mit Raketen beschossen. Israel habe nun einen Gegenangriff gestartet.

      Vergessen wurde dem Zuhörer mitzuteilen, dass Israel in der vorangehenden Woche bereits zivile Gebiete in der libanesischen Hauptstadt Beirut beschiessen wollte, was von Trump aber untersagt wurde. Ein paar Tage später bekundete Netanjahu wieder seine Absicht Beirut zu bombardieren, worauf der Iran drohte dann Nordisrael zu beschiessen.

      Dann folgte ein israelischer Beschuss Beiruts, worauf der Iran den israelische Norden angegriff, worauf Israel den Iran attackierte und der Iran wieder amerikanische Basen und israelische Militärstützpunkte in ganz Israel beschoss. Angreifer waren also Israel/USA und der Vergeltungsschlag kam vom Iran.

      Die vom DLF gemeldete Falschdarstellung ist dort aber Programm und gehört zur gewöhnlichen Irreführung des schlecht informierten Zuhörers.

      PS. „Natürlich ist Cosmo nicht die BBC.“ Und die BBC von heute ist nicht die BBC vor Hundert Jahren.

    3. arte ist schon vor Jahren peu a peu zu einer der übelsten Propagandaschleudern im Fernsehen geworden. Früher hab ich das Programm gern geschaut, heute nur noch gezielt Naturdokus und französische Spielfilme. Allein die Programmtitel schrecken mich ab, mir noch irgendwas Politisches dort anzutun. Putin hier, Putin da… Auf den Nachdenkseiten habe ich heute eine Rezension über eine „deutsche Heldin“ auf arte gelesen.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=152209

      uuäääks!

  3. Das Genick hat der WDR sich selber gebrochen mit der Abschaffung von funkhauseuropa.
    Cosmo sollte die Nachfolge sein: abends vielleicht wie vorher mit fremdsprachigen Beiträgen – OK.
    Tagsüber mit eingängigem incl mainstream-hits verwässertem Musikangebot. (Nur schwache background Infos zu einzelnen Gruppen – funkhauseuropa war denen vom WDR anscheinend zu tiefgründig intellektüll…)
    Ausserdem: was soll so teuer an Cosmo sein. Wenn ich von RLP nach NRW fahre, höre ich den Sender im Auto. Wenn ich nach zwei Stunden Aufenthalt zurückfahre, höre ich dieselben Beiträge wieder.
    Sprich: da arbeiten Leute für 3-4 Stunden und dann gehen die Beiträge im loop wieder von vorne los.
    So kann man auch Geld an Mitarbeitern sparen.
    (Nicht zu sprechen von diesen unsäglich flachen „woken“ Beiträgen zwischen der Mucke.)

  4. Da stellt meinereiner die Frage: Worin besteht der Auftrag der öffentlich-rechtlichen („Bedürfnis-„)Anstalten wie das der Kabarettist Georg Schramm einmal formulierte in einem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“, wie es so schön im Grundgesetz heißt?

    Sachlich unparteiische und objektive Berichterstattung über aktuelle Ereignisse? Kritik an der Politik der Regierung? Politisch neutrale Aufklärung über andere Parteien? Wertfreie Nachrichten für die Allgemeinheit?

    Wäre das nicht schön? Die Väter und Mütter des Grundgesetzes von 1949 wären zweifelsohne begeistert. Das schließt nicht aus, dass man auch seichte Unterhaltung, anspruchsvolle Unterhaltung und etwas Werbung bringt und Sportveranstaltungen überträgt und kommentiert.

    Das Problem besteht darin, wenn der von fast allen Bürgerinnen und Bürgern (die Obdachlosen lassen wir mal außen vor) finanzierte ÖRR, von vielen auch als „Staatsfunk“ bezeichnet wird, nicht mehr zum Wohle und im Interesse der Allgemeinheit funkt.

    Insofern ist auch die von vielen Kritikern verwendete Bezeichnung „STAATSFUNK“ m. E. falsch, denn genau das sollte der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer Demokratie sein: ein Staatsfunk, der im Interesse der Allgemeinheit funkt. Der Staat, das sind nämlich ALLE Bürgerinnen und Bürger, vom Obdachlosen bis zum „superreichen“ Multimilliardär.

    Der ÖRR ist aber kein Staatsfunk mehr, der ÖRR ist ein REGIERUNGSFUNK, wenn ein Moderatorinnen/Moderatoren Politikerinnen/Politikern der Regierung Honig um den Mund schmieren, Süßhol raspeln und dazu Kuschelrockmusik spielen.

    Der ÖRR ist kein Staatsfunk mehr, wenn sich der ÖRR selbst gleichschaltet und versucht, Kritikerinnen und Kritiker in den eigenen Reihen mundtot zu machen. Ausnahmen wie der Journalist Patrick Baab bestätigen die Regel.
    Die Regierung will keine (öffentlich-rechtlichen) Journalistinnen und Journalisten, die kritische Fragen stellen. Die Regierung will regierungskonforme Schleimer, Radfahrer, Hofschranzen, Steigbügelhalter, Speichel- und Stiefellecker. Die Regierung will Journalisteninnen und Journalisten, die die Gesellschaft spalten im Sinne von „divide et impera“ (teile und herrsche). Dann fallen sie die Karriereleiter nach oben und bekommen eine leitende Funktion im Bundesministerium des Inneren. (Das ist keine Verschörungstheorie, das ist die Realität.) Fragen Sie Sarah Frühauf, die Corona-Expertin und EX-ARD-Journalistin.

    In den öffentlich-rechtlichen Talkshows gaukelt der ÖRR den Zuschauern dann Ausgewogenheit und Pluralität vor, indem vier Gäst(+:INNEN) plus Moderatorin/Moderator dann verbal auf einen fünften Gast bzw. eine fünfte „Gästin“ einprügeln und sie/ihn in eine rechte oder linke Ecke stellen, aber das nicht mit objektiven und sachlichen Argumenten, sondern mit Rabulistik, Korinthenkackerei und Pseudo-Logik.

    Der ÖRR muss keine Lügen und Unwahrheiten verbreiten. Man kann auch Propaganda machen, indem man Nachrichten priorisiert, filtert oder ganz einfach unter den Tisch fallen lässt bzw. in den virtuellen Papierkorb wirft. Gendern ist wichtig. Wenn Gendern allerdings wichtiger ist als die Frage, wie viele Obdachlose in diesem reichen Land im letzten Wind erfroren sind und warum der Regierung das am Hintern vorbeigeht, dann ist das Scheinheiligkeit und Heuchelei.

    Das gilt auch für die Doppelmoral, wenn es um den Krieg in der Ukraine und den Krieg im Gaza geht. Beim Krieg in der Ukraine wird permanent vom „unprovozierten Angriffskrieg“ geredet und so getan, als ob der Krieg vom Himmel gefallen wäre und keine Vorgeschichte hätte. Beim Krieg im Gaza würde sich die israelische Armee dagegen Terroristen verteidigen und in diesem Sinne sind alle Bewohner im Gaza potentielle Terroristen, die aus dem Gaza vertrieben werden müssen. Wenn sie nicht freiwillig gehen, dann muss man eben militärisch etwas nachhelfen. Beim Krieg in der Ukraine wird grundsätzlich alles in Frage gestellt, was die russische Regierung sagt, beim Krieg im Gaza wird fast gar nichts hinterfragt, was sie israelische Armee und Regierung sagen.

    Damit in diesem demokratischen und sozialen Bundeststaat erst gar keine kritischen Journalisten ausgebildet werden, werden Professoren wie Michael Meyen, die den ÖRR kritisieren, schon im Vorfeld diffamiert, diskreditiert, kalt gestellt, abserviert und auf das Abstellgleis rangiert. Und jetzt muss ich etwas Sport machen.

  5. Also ich verstehe den öffentlichen Auftrag wie folgt. ich kümmere mich einen Dreck um, pseudowissentschaftlichen Dreck, in ein Hirn der Ökonomischen Vernunft, hinein pressen zu lassen.
    Generiert was ihr wollt, das Kapital, wird alle richten und nichts anderes.

    1. Ja, so lange es Kapitalismus gibt, wird es auch immer Krieg geben.
      Weil wir friedliebenden Weicheier die Machtfrage nicht stellen werden die weitermachen bis uns alles genommen ist.
      Solange wir die Machtfrage nicht stellen, werden wir auch nicht ernst genommen und können auch nichts erreichen. Erst wenn wir wieder begreifen und breit publizieren, dass Kapitalismus Krieg ist, seinem Wesen nach Krieg bedeutet, dass Kapitalismus ohne den Krieg nach innen gegen die eigenen Arbeiter und ohne den Krieg nach außen gegen andere Völker gar nicht leben kann, und erst wenn sich die Friedensbewegung den Kampf gegen die Kapitalisten ganz groß auf ihre Fahnen schreibt, werden wir auch wieder Erfolge verbuchen können.

      1. Hätte nicht gedacht das ich einem „dem Adel verpflichteten“ in seiner Analyse
        zustimme!
        Die „Linke“ ist doch durch ihr völlig desaströs gescheitertes Modellexperiment eines Staatskapitalismus für Generationen
        auf das Tiefste diskreditiert!
        Schon jede linke Begrifflichkeit
        wie z. B. „Kapitalismus“ ist beschmutzt.
        Die Organisation der Gesellschaft durch einen Markt, durch Marktmechanismen
        bedeutet doch in letzter Konsequenz wirklich Krieg jeder gegen jeden – die
        völlige Barberei, die Diktatur der Monopole.
        Die Existenzängste im Marktmechanismus bedeuten doch lange vor der materiellen Not allein durch die Konkurrenzgedanken doch eine enorme psychische Verelendung in Form von Hilflosigkeit, Esoterik, Angststörung, Depressionen, Vereinzelung, ……
        Was tun?
        Der Elitenaustausch durch Lenins, Trotzkis, Mao, Polpots, …. erleuchtete Avantgardekämpfer plus Liquidierung
        aller Abweichler wie in Kronstadt?
        (Die 3. Wiederholung als Farce – die reaktionären „neuen“ Roten Gruppen?
        Auserwählt zu sein passt doch super
        in die Marktwirtschaft!)
        Der Staatsfetischismus der Reformisten
        mit dem Ausrollen des roten Teppichs
        für die faschistischen Freikorps
        durch Ebert, Noske und Konsorten!
        Aber haben die nicht ihre Wurzeln auch
        in der esoterisch-religiösen Fortschritts- und Eliten-Ideologie des Dia- und Histomat der Herren Marx und Engels?
        Fragen, soviele Fragen!

      2. Hätte nicht gedacht das ich einem „dem Adel verpflichteten“ in seiner Analyse
        zustimme!
        Die „Linke“ ist doch durch ihr völlig desaströs gescheitertes Modellexperiment eines Staatskapitalismus für Generationen
        auf das Tiefste diskreditiert!
        Schon jede linke Begrifflichkeit
        wie z. B. „Kapitalismus“ ist beschmutzt.
        Die Organisation der Gesellschaft durch einen Markt, durch Marktmechanismen
        bedeutet doch in letzter Konsequenz wirklich Krieg jeder gegen jeden – die
        völlige Barberei, die Diktatur der Monopole.
        Die Existenzängste im Marktmechanismus bedeuten doch lange vor der materiellen Not allein durch die Konkurrenzgedanken doch eine enorme psychische Verelendung in Form von Hilflosigkeit, Esoterik, Angststörung, Depressionen, Vereinzelung, ……
        Was tun?
        Der Elitenaustausch durch Lenins, Trotzkis, Mao, Polpots, …. erleuchtete Avantgardekämpfer plus Liquidierung
        aller Abweichler wie in Kronstadt?
        (Die 3. Wiederholung als Farce – die reaktionären „neuen“ Roten Gruppen?
        Auserwählt zu sein passt doch super
        in die Marktwirtschaft!)
        Der Staatsfetischismus der Reformisten
        mit dem Ausrollen des roten Teppichs
        für die faschistischen Freikorps
        durch Ebert, Noske und Konsorten!
        Aber haben die nicht ihre Wurzeln auch
        in der esoterisch-religiösen Fortschritts- und Eliten-Ideologie des Dia- und Histomat der Herren Marx und Engels?
        Fragen, soviele Fragen!

  6. Für mich ist es ein zwangsabgabenfinanzierter Regierungslautsprecher, denn die eigentlich verpflichtende Neutralität, Ausgewogenheit und Informationspflicht findet nicht statt.
    Stattdessen wurde vom „Remigrationsgipfel“ auch noch nach Aufdecken der Lügen in den Hauptnachrichten als erstes berichtet. Die sehr aggressive und einseitige Kriegspropaganda dürfte unbestritte erkennbar sein. Die Rolle in der C-Zeit? Wird nicht aufgeklärt, stattdessen immer wieder weiter betrieben. Es werden mittlerweile alle irgendwie wichtigen Ländern zu Feinden erklärt und viele nicken und machen den Wahnsinn mit.
    Aber es bleibt genügend Zeit, über einen sterbenden Wal zu berichten, statt ihn einfach in Ruhe zu lassen. Fazit daraus: Wenn Herr Putin wirklich Deutschland angreifen wollte, würde er an den Küsten 2-3 sterbende Wale strategisch positionieren. Schon könnte das Land in seiner Kampfunfähigkeit waffenfrei übernommen werden.
    Aus meiner Sicht bräuchte man den ÖRR nicht abschaffen, ihm aber von jetzt auf gleich sämtliche Zwangsabgaben streichen. Also z.B. ab 1.7.26 die Beitragspflicht beenden. Zahlreiche freie Redaktionen beweisen, dass über freiwillige Spenden oft viel bessere Programme mit echten Informationen entstehen.

  7. Dass der ÖR sich sehr bewusst in den Dienst einer Sache stellt, von der dessen Bonzen annehmen, dass sie eine gute ist, dürfte nur noch von sehr wenigen Menschen bestritten werden. Trotz der zunehmendem Zahl von Verweigerern sind sie aber noch immer eine Macht mit beträchtlicher Reichweite, wenngleich sie zunehmend nur alte Menschen erreichen. Zu denen gehöre ich zwar auch, wünsche aber von denen nur noch in Ruhe gelassen zu werden. Ich habe mit denen nichts mehr zu klären. Und mehr als meine regelmäßigen Zahlungen wollen die auch nicht mehr.

    Trotzdem kommt man an ihnen nicht vollständig vorbei. Alle paar Jahre ist Fußball und da bin ich nicht stark genug, mich zu verweigern. Aber auch da sehe ich immer mehr Spiele ohne oder nur mit sehr leisem Ton und bei der An- und Zwischenmoderation wird stummgeschaltet. Was ist da in den letzten Jahren passiert? Beständig dieser Ton künstlicher Aufgeregtheit. Es fühlt sich an, als würde man permanent angebrüllt. Dann so ein TikTokTon. Es wird falsch betont. Irgendwie ein Quieken ins Wort eingebaut. Auch die Modulation – ich weiß nicht, ob dass der passende Begriff ist, aber ich habe da keinen besseren zur Hand – innerhalb des Satzes stimmt nicht. Es wird immer irgendein Wort betont, ohne dadurch die Aussage zu verstärken, sondern nur, um irgendwas zu betonen. Ich kann da nicht sagen, wie man das besser beschreiben sollte, es nervt mich aber ungeheuer.
    Aber zurück zum Text des Artikels. Bestimmt haben die Sender irgendeinen Leitfaden, wo steht, wie und wozu sie arbeiten und wie großartig und unverzichtbar sie sind und wie sehr ihre Hörer und Zuschauer im Mittelpunkt aller ihrer Bemühungen stehen. Sollte ich jemals Interesse daran haben, werde ich die im Text gestellte Frage dort ganz sicher beantwortet finden. Ob das sehr bald passiert…..

    1. „Bestimmt haben die Sender irgendeinen Leitfaden …“

      Zum Beispiel hier: Elisabeth Wehling: FRAMING­MANUAL Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD

      89 Seiten. Via Netzpolitik.org

  8. DFL, Phoenix, Arte……ganz hervorragend und informativ, wenn es um Tier- und Naturdokumentationen geht!
    Sobald es aber um Politk oder Geschichte geht, sollte man sich besser alternativ und selbst informieren!
    Ich schaue da gar nicht mehr rein, verschwendete Lebenszeit, aber jeden Monat ärgert mich mein Zwangsabonenntentum aufs Neue!
    Für einen Staatsfunk, der seinem Auftrag schon lange nicht mehr wahr nimmt und zu reiner Staatspropaganda verkommen ist, auch noch Geld zu bezahlen, kann ich aus Prinzip schon nur Zähneknirschend!
    Meine Weigerung, die Beiträge zu entrichten hatten heftige finanzielle Konsequenzen, Gerichtskosten, Anwälte, Zwangsvollstreckungen haben mich einsehen lassen, das ich mir ein solches Prinzip schlichtweg nicht leisten kann!
    Ich zahle also gezwungenermaßen für etwas, das ich so ablehne, das mein Ohr und Denken vergiften und mich staatstragend manipulieren will!
    ÖRR?
    Muss so wie er ist weg!

  9. Sehenswert zum Thema Journalismus:
    https://www.youtube.com/watch?v=IPna82tbkzM

    Früher war es selbstverständlich, dass guter Journalismus möglichst objektiv und neutral berichtet und sich mit keiner Seite gemein macht, auch nicht mit der vermeintlich guten.
    Heute ist es selbstverständlich für jeden Journalisten, egal ob ÖRR oder kommerzielle Medien, sich in historisch (zumindest seit 1945) beispielloser Einseitigkeit auf die Seite der Ukraine, der Nato, des US- und EU-Imperiums zu schlagen und Russland als Wurzel allen Übels dieser Welt zu diffamieren.
    Die Hintermänner und Strippenzieher wissen genau, dass ihnen ohne den äußeren Feind, ohne den sorgsam gepflegten Russenhass, der ganze Laden ideologisch um die Ohren fliegen würde.

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