
Manche Bücher können den Blickwinkel auf die Welt nachhaltig verändern. „Troubled“ von Rob Henderson ist so ein Buch. Es ist nicht nur in sich eine spannende Lektüre, die man kaum weglegen möchte, sondern regt auch auf vielen Ebenen dazu an, sich mit liebgewordenen Klischees auseinanderzusetzen.
„Troubled“ ist die Geschichte von Rob Henderson, der mit drei Jahren im amerikanischen Sozialsystem landet, weil sich seine drogenabhängige Mutter nicht mehr um ihn kümmern kann. Der von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht, schließlich von einer armen Familie adoptiert wird, die dann wieder zerbricht. Zeitweise erlebt er Stabilität, als seine Adoptivmutter in einer lesbischen Beziehung lebt, die dann aber wieder in die Brüche geht. Er stolpert durch das Schulsystem, schneidet im IQ-Test schlecht ab, versucht sich früh an Alkohol und anderem und findet dann letztlich in den gefängnisartigen Strukturen des US-Militärs die Chance, dem vorgezeichneten Pfad zu entkommen.
Das Bemerkenswerte an der Geschichte des Autors ist, dass aus ihm ein Elitestudent in Yale und nun ein weitbeachteter Soziologe wurde. Solche Memoiren verkaufen sich gut – vom Tellerwäscher zum Millionär: das sind Geschichten, die Menschen gerne lesen. Doch diese Geschichte ist weit mehr als ein Buch, das sich gut liest. Henderson schaut mit einer Klarheit auf die modernen Ansichten und gesellschaftlichen Strukturen der Eliten, die vielleicht nur dem möglich sind, der von außen kommt. Und selbst Opfer war dessen, was er „luxury beliefs“ (Luxusansichten) der Eliten nennt.
Wie J.D. Vance‘ Buch – nur anders
Auf den ersten Blick werden verblüffende Parallelen zu den Memoiren von Vizepräsident J.D. Vance sichtbar („Hillbilly Elegie“). Auch Vance kommt wie Henderson von ganz unten. Zum ersten Mal bekam er Cola in sein Babyfläschchen gefüllt, als er etwa acht Monate alt war. Er erfuhr etwas Stabilität bei seinen Großeltern als seine Mutter in die Drogensucht abrutschte. Auch er empfand das Militär als seine Rettung, auch er schaffte es nach Yale. Doch die beiden Bücher lesen sich völlig unterschiedlich. Während Vance mehr oder weniger die Stationen seines Lebens aufzählt (was durchaus auch eine spannende Lektüre ist), schreibt Henderson viel mehr davon, wie er sich in den Situationen fühlt. Man taucht ganz anders ein in sein Leben, erfährt auch viel darüber, was aus seinen Freunden wurde (wenig Erfreuliches). Das ist der eine große Unterschied.
Der andere liegt auf der Meta-Ebene. Während Vance Jurist, Private-Equity-Manager und Politiker wurde und es in seiner Geschichte letztlich um seine Erfolgsstory geht, erzählt Henderson nach seiner Kindheit und seinen inneren Kämpfen beim Militär, wie befremdlich die schöne neue Welt in Yale für ihn war. Wie er den woken Ansichten der Eliten naiv und ungläubig gegenüberstand und wie seine Denkprozesse einsetzten.
Um den Vergleich weiterzuführen, hier vielleicht zwei Geschichten aus den beiden Memoiren von Vance und Henderson, die den Unterschied gut verdeutlichen. Vance wird während seines Studiums von Investment-Gurus zu einem großen Abendessen eingeladen. Dort bekommt er zum ersten Mal in seinem Leben Mineral- statt Leitungswasser eingeschenkt. Er ist empört und beschwert sich beim Kellner, dass mit diesem Wasser etwas nicht stimme. Das neu gebrachte Pellegrino schmeckt aber genauso sprudelig und er stellt fest, dass Eliten offenbar eine Sorte von Wasser trinken, von der er noch nie etwas gehört hat. Henderson wiederum zieht wenig Vergleiche über Lebensstile. Er berichtet davon, wie Studenten empörte Protestmärsche organisierten, weil eine Professorin vor Halloween eine E-Mail verschickt hatte. Für ihn war in keiner Weise ersichtlich, wo das Problem darin lag zu fordern, die Universität solle nicht zentral Kostüme vorgeben oder verbieten, sondern es den Studenten selbst überlassen, was sie anziehen wollten. Er war wirklich baff, dass kreischende Studenten ihre Entlassung forderten und behaupteten, sie sei eine cis-heteronormative Rassistin und sie würden sich mit ihr am Campus nicht mehr „sicher fühlen“. Auch dass die E-Mail bei Studenten angeblich „Schmerzen verursacht“ habe, fand er erstaunlich. „Warum?“ und „Was für Schmerzen denn?“, waren seine naiven Fragen und es überraschte ihn noch mehr, dass man ihm nahelegte, solch perfide Fragen nicht zu stellen.
Eliten aus guten Familien machen den Armen klar, dass Familie überflüssig ist
Rob Henderson fragte weiter. Mitstudenten, sich selbst, die Literatur und er entwickelte daraus verschiedene interessante soziologische Thesen. Die bekannteste davon ist die Idee der „Luxury Beliefs“. Hier geht es um Ansichten, die Eliten wie ein Statussymbol vor sich hertragen. Ihre Forderungen klingen nett und sozial, betreffen sie selbst wenig und richten bei den armen Schichten gigantischen Schaden an, so seine These. Ziel sei es dabei vornehmlich, gut dazustehen.
Beispiele nennt er viele. Familie ist eines, das ihm sehr wichtig ist. Er sieht es als eine Katastrophe an, dass er ohne Vater und Mutter aufwachsen musste. Er konnte auch sehen, wie schwer es alleinerziehende Mütter (unter anderem seine eigene Adoptivmutter) hatten und wie verheerend sich das auf die Kinder in seiner Nachbarschaft ausgewirkt hat. In Yale kamen praktisch alle Studenten aus intakten Familien, in seinem Psychologiekurs gab es nur einen weiteren Studenten, der nicht mit beiden Elternteilen aufgewachsen war. Befragte man die Studierenden einzeln, so wollten sie selbst ihre Kinder auch gerne in einer monogamen Beziehung großziehen. Aber dann kam gleich hastig der Nachsatz, dass natürlich jede Form der Kindererziehung gleich gut, dass Monogamie eine überholte Struktur sei, dass das jeder selbstverständlich machen könne, wie er wolle und zum Schluss eine totale Absage an Cis-Heteronormativität als Unterdrückungsmechanismus (das bezeichnet den Umstand, dass man davon ausgeht, dass Mädchen sich weiblich und Jungen sich männlich fühlen und beide in der Regel heterosexuell sind. Das Gegenbeispiel wäre, dass man abwartet, als was sich die Kinder selbst identifizieren – Mädchen/Junge/egal und zu wem und wie vielen sie sich sexuell hingezogen fühlen. Ersteres wird als Unterdrückung, letzteres als Vorbild gesehen).
Henderson stellte also fest, dass fast alle Elite-Studenten den Luxus hatten, mit zwei Elternteilen aufzuwachsen, dass sie für sich selbst gerne ihre Kinder in einer stabilen Partnerschaft großziehen wollten, aber gleichzeitig propagierten, Ehe und Familie seien überholte Konzepte. Obwohl sie selbst eine Ehe anstrebten, verspotteten sie eine Eheschließung als „nur ein Stück Papier“ (er hat allerdings nie jemanden sagen hören, das Abschlusszertifikat von Yale sei nur ein Stück Papier). Henderson vertritt die These, es sei fatal, wenn all die zukünftigen Politiker, oberen Richter, Journalisten, Netflix-Produzenten und so weiter den Massen erklärten, es brauche gar keine stabilen Familien mehr. Überholt, sinnlos, lächerlich. Denn diese Meinungen verbreiten sich nach unten. Er stellt fest, dass es heute eine Frage der sozialen Schicht ist, ob ein Kind mit beiden Elternteilen aufwächst. Je weiter oben man anlangt, desto mehr Kinder haben Mama und Papa zu Hause. In der Unterschicht ist Alleinerziehen mittlerweile die Norm, eine stabile Familie die Ausnahme. Je weniger Stabilität Kinder aber erfahren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie später kriminell, drogenabhängig, arbeitslos oder Schulabbrecher werden. Die Eliten wollen also den eigenen Kindern optimale Bedingungen bieten und den weniger Informierten weismachen, das brauche es alles gar nicht.
Kinder brauchen Stabilität
Rob Henderson nimmt seine Kindheit und seinen grauenvollen Mangel an verlässlichen Erwachsenen als Ausgangspunkt um festzustellen, dass Instabilität Kindern schadet (übrigens viel mehr als Armut – Kinder aus stabilen armen Familien haben nach seinen Daten keine so schlechten Aussichten). Er nennt es eine Luxus-Ansicht, wenn Menschen in und aus stabilen Verhältnissen traditionelle Familienbilder für obsolet erklären. Und er vermutet dahinter den Wunsch, sich als progressiv und damit als zugehörig zur Elite zu zeigen. Wie sehr das in der Realität Kindern schade, darüber würden die Leute wenig nachdenken.
Beispiele, wie die der Familie, nennt Rob Henderson in seinen Memoiren noch viele. Die Idee, die Polizei als üble Burschen darzustellen, sei eine weitere. Die Polizei schütze überwiegend arme Leute vor Kriminalität. Wer fordere, die Polizei abzuschaffen, vertrete eine Meinung, die toll und progressiv klinge, ihn selbst wenig koste und die Armen in voller Wucht treffe. Oder Einwanderung. Oder Transgesetzgebung.
Im Wesentlichen bleibt er aber bei seinem Thema. Was brauchen Kinder in schwierigen Verhältnissen am nötigsten. Nicht unbedingt Bildung (obwohl die natürlich keinesfalls schadet), sondern Eltern, die die Kraft und Zeit haben, sich zu kümmern. Er glaubt, dass mehr Bildung, mehr lesen, schreiben, rechnen für seine Schulfreunde nicht das Wichtigste gewesen wäre. Sondern Stabilität. Dass Menschen auch mit einfachen Jobs glücklich werden können, wenn sie das Gefühl haben, ihre Familien anständig zu versorgen, in guter Nachbarschaft zu leben, ein wertvoller Teil ihrer Umgebung zu sein. Dass Noten ziemlich egal sind, wenn man es mit Drogenmissbrauch, Vernachlässigung und Kriminalität zu tun hat. Und dass es einen Wechsel in der Politik braucht. Weg von dem akademischen Fokus hin zu einem klaren Blick darauf, dass Kinder in erster Linie Liebe brauchen und ein verlässliches Umfeld.
Frische Gedanken
Seine Geschichte, die des elternlosen Kindes, das es bis ganz oben an die Eliteuniversität geschafft hat, sieht er nicht als das große Vorbild an. Geschafft hat er es nach seiner Meinung, wenn er es ganz ohne gute Vorbilder in seiner Kindheit trotzdem hinbekommt, eine feste Partnerschaft einzugehen und seinen Kindern ein zugewandter und anwesender Vater zu sein.
Insgesamt ist das Buch auf mehreren Ebenen lesenswert: Die Geschichte der Kindheit geht ans Herz, sein Kultur-Clash in Yale ist teilweise lustig, auf jeden Fall aber erhellend, seine Reflexionen sind spannend. Man hat Rob Henderson bedeutet, er brauche sich nicht um eine Professur zu bemühen. Mit seinen den Eliten gegenüber so kritischen Ansichten habe er da keine Chancen. Er solle seinen brillanten Geist doch auf etwas weniger Kontroverses richten, wenn er eine akademische Karriere anstrebe. Jetzt lebt er als unabhängiger Soziologe, der forscht, denkt und schreibt, was ihm wichtig erscheint. Er finanziert sich über seinen Substack und natürlich auch über seine Memoiren.
Daher enthält das Buch etwas, das man nicht so oft zu lesen bekommt: Frische Gedanken. Jenseits von irgendwelchen Lagern. Unbedingte Leseempfehlung. Bislang gibt es das Buch allerdings nur auf Englisch.




Das Hauptproblem scheint mir zu sein, dass allgemein das Gefühl dafür schwindet (oder längst weg ist), was man beurteilen kann und was nicht.
Meiner Erfahrung nach ist (und bleibt!) niemand so dumm wie der, dem man pausenlos erzählt hat, wie schlau er doch ist.
Dass Eliten auch in dieser Hinsicht fortlaufend Zucker in den Arsch geblasen kriegen, dürfte auf der Hand liegen.
Aber „so hoch“ muss man nicht mal gehen: Schon bei der (höchst feierlichen) Abiturzeugnisvergabe meiner Tochter musste ich entsetzt feststellen, dass den Abiturienten etwa drei Stunden lang gepredigt wurde, wie überirdisch schlau sie nun wären und wie sehr ein begehrter Teil der Elite. Das ist Jahre her, und schon damals brachten diese Abiturienten nur sehr kurze Sätze fehlerfrei zuwege (die der Lehrer durften nicht viel länger sein).
„Das Hauptproblem scheint mir zu sein, dass allgemein das Gefühl dafür schwindet (oder längst weg ist), was man beurteilen kann und was nicht.“
Ich behaupte, dass es auf jedem Intelligenz-Niveau den Dunning-Kruger-Effekt gibt, nicht nur bei den dümmsten.
Öfters auch hier zu beobachten.
Meinen Sie, wer schlau ist, hält auch alle anderen für schlau?
Nein, das meine ich nicht. Während der Dunning-Kruger-Effekt eigentlich ein kognitives Phänomen beschreibt, bei dem Menschen mit geringer Kompetenz dazu neigen, ihre Fähigkeiten zu überschätzen, weil ihnen das nötige Wissen fehlt, um ihre eigenen Fehler zu erkennen, bin ich der Meinung, dass dies eben auch bei intelligenten Menschen der Fall sein kann. Das steht im Gegensatz zu der Lehrmeinung, dass es bei intelligenten Menschen nur einen „umgekehrten“ Dunning-Kruger-Effekt gibt d.h. die eigene Fähigkeit wird unterschätzt. Gerade Kommentarbereiche bestätigen aber durchaus auch meine Theorie.
Wird das so gelehrt?
Ich hatte den Dunning-Kruger-Effekt immer so verstanden, daß unabhängig von der Intelligenz des Probanden hohe Kompetenz auf einem beliebigen Gebiet das Bewusstsein für dessen Grenzen ebendort verstärkt,
während oberflächliche Beschäftigung leicht das Gegenteil bewirkt.
Den typischen Dunning-Kruger finden sie am Stammtisch: von nichts eine Ahnung, aber alles wissen. Bei gebildeteren Leuten fällt mir auf, dass auch dort teilweise Schwierigkeiten bestehen, einzuschätzen, wann die Fähigkeiten nicht ausreichen, um gewisse Sachverhalte beurteilen zu können. Die Grenze zu schlichter Arroganz, Dünkel (und manchmal auch Hochstaplerei), sind natürlich unscharf. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass die ganze Dunning-Kruger-Sache nicht unumstritten ist (wie fast alles). Die Beobachtungen lassen aber deutlich darauf schliessen, dass da was dran ist.
Das ist ein Abenkungsbegriff vom Narzissmus. Dunning-Kruger…..ho hoh wow!
Vor etlichen Jahren war es Borderline. DAS ist Elitenscheiße, als Show.
Keine echte Elite, selbstverständlich.
Die langen Sätze unserer Politiker belegen die Intelligenz? Und warum hatten deutsche Spitzenwissenschaftler eine Lese-und Rechtschreibschwäche? Hätten das ABI niemals bestanden. Das Reden von langen Sätzen ist kein Merkmal von Klugheit und Phantasie. Nur Phantasie bringt die Menschheit weiter, langes Geschwafel nicht.
Seltsam, dass Sie so auf einen nebensächlichen Punkt anspringen, aber zur Klarstellung: Die von mir erwähnten Leute haben eben keine Lese-Rechtschreibschwäche.
Sehen Sie sich an: Kein Fehler in Ihren Zeilen, und trotzdem haben Sie nicht verstanden, was ich sagen wollte.
@ foehre
„Meiner Erfahrung nach ist (und bleibt!) niemand so dumm wie der, dem man pausenlos erzählt hat, wie schlau er doch ist.“
Das ist ja auch das Ziel der – ich verwende jetzt bewußt den simplifizierenden Begriff – Schulpolitik. Es wird weniger konkretes Wissen vermittelt, als mehr ein Gefühl herausgebildet, über Wissen zu verfügen. Das Sedativum für Schüler, Studenten und deren Eltern ist dann die Behauptung, man vermittle doch „Kompetenzen“. Wer nicht weiß dass er nichts weiß, ist leichter lenkbar. Es hat schon seinen Grund, warum in den Parteien die ohne Berufsabschluss und die Studiumsabbrecher so zahlreich vertreten sind. Das vereinfacht dann die Arbeit der Lobbyisten.
OT, da es anderer Stelle nicht geht :
Warum lässt man zur Bekanntmachung des Todes Von Herrn Bülow keine Kommentare zu ?
Aus Angst vor pietätlosen Kommentaren ? Die wird man eh nicht verhindern können.
Aber es gibt sicher einige, die seinen Einsatz und seine Arbeit zu schätzen wussten. Und bei „langer, schwerer Krankheit“ gehe ich von irgendeiner Form von Krebs aus. Das mag zwar jetzt pure Spekulation sein, aber es würde mich nicht wundern, wenn Herr Bülow zu jenen Menschen gehört hätte, die das Leben in den letzten Jahren und in dieser Gesellschaft langfristig innerlich einfach kaputtgemacht haben. Ähnlich, wie es wahrscheinlich bei Frau Bruder-Bezzel der Fall war (es gab vor kurzem einen Artikel bei manova darüber). Und ich weiß, was gerade die letzten Jahre an seelischen Verwüstungen bei mir hinterlassen haben…
Schade um diesen Menschen.
„… hat“. Sonst sagen Sie genau das Gegenteil von dem, was Sie sagen wollten.
Ja, bei mir auch. Und in meinem Umfeld.
Das Irre ist, dass die Leute gar nicht mehr erst sterben müssen, damit es schade um sie ist. Zerstört sind sie vorher schon. Und dieser Schrecken ohne Ende … sagen wir, ich bin sehr froh, dass wir nicht unsterblich sind.
Ja, ich bin auch sehr schockiert über diesen frühen Tod von Marco Bülow, den ich als sehr integren Menschen wahrgenommen habe.
@foehre
In meinem Kommentar geht es um einen Menschen.
Und Sie kommen ernsthaft (noch dazu als Allererstes) mit Beleerungen über die richtige Schreibweise ?
Schön, wenn man weiß, wie man seine Prioritäten zu setzen hat.
Das ist doch absichtlich missverstanden. Wozu?
Nein, ist es nicht (und wo wir schon bei Unterstellungen sind : das wissen Sie auch ganz genau).
In diesem Zusammenhang ist Ihre „Anmerkung“ einfach nur belanglos und überflüssig.
Vielleicht haben Sie Spaß daran, den Oberlehrer zu geben, aber es gibt auch Momente, in denen das nicht angebracht ist und in denen man sich zurückhält. Nennt sich Einfühlungsvermögen.
Wenn Sie so etwas nicht mal mehr merken, macht eine weitere „Kommunikation“ für mich keinen Sinn.
Denn dann redet man nur gegen eine Wand. Ist nicht so mein Ding.
Ach, was soll ich mich von Ihnen dumm anmachen lassen. Mir sind in den letzten drei Wochen zwei sehr wichtige Leute gestorben, während Sie hier den ach so Betroffenen, Enfühlsamen, moralisch Überlegenen rauskehren.
@Brian, gestern 22:30:
Sorry, aber Sie tun @foehre Unrecht.
Er hat bei Ihnen keinen Grammatikfehler korrigiert, sondern Ihre Aussage inhaltlich zu dem gemacht, was sie sein sollte, denn so, wie Sie das formuliert haben, hätte Ihre Aussage gelautet: Herr Bülow und andere Menschen haben das Leben kaputt gemacht.
Sie wollten doch sicherlich aber aussagen, dass das Leben Herrn Bülow innerlich kaputt gemacht hat, oder?
Insofern ist @foehres Korrektur eben keine Nebensächlichkeit, zumal er Ihnen zugestimmt hat.
Dem schließe ich mich an.
„Warum lässt man zur Bekanntmachung des Todes Von Herrn Bülow keine Kommentare zu ?
Aus Angst vor pietätlosen Kommentaren ?
Die wird man eh nicht verhindern können.“
Ich denke schon, habe noch keine lesen müssen.
Der Bülow war integer und ein Hoffnungstäger auf der gerechten, linken Seite, einer, der wie ich hoffte, einmal wieder aktiviert erstrahlen würde – und jetzt, das Aus , . . . .
ich bin ihm bei seinen Darlegungen gespannt gefolgt und
– er lieferte einen der Maßstäbe für mein eigenes tun.
@ Brian
„Warum lässt man zur Bekanntmachung des Todes Von Herrn Bülow keine Kommentare zu ?“
Aus Pietätsgründen?
Die Redaktion von Overton hatte diese gezeigt. Wie man an Ihrem Kommentar sieht, leider vergeblich.
Im 18. Jahrhundert wurde es Mode, mit einer Schildkröte spazieren zu gehen. Das Tier war natürlich furchtbar langsam, aber so konnte man dem Volk mitteilen, dass man Zeit hatte und sich nicht um das unmittelbare Überleben kümmern musste. Es war dann doch etwas vom Odium des Lächerlichen umgeben und kam dann doch wieder außer Mode.
Nun kann man direse „Luxery Beliefs“ als moderne Form der Schildkröte ansehen. Man kann sich furchtbar über etwas aufregen, was eigentlich ganz belanglos ist. Was diesen Henderson, der zu kämpfen hatte, um auf einen grünen Zeig zu kommen, befremdete.
Frühere US-Studenten hatten attraktivere Schildkröten. Rock’n Roll zum Beispiel. Für die Jüngeren: sowas hier
https://www.youtube.com/watch?v=CoyGtXGQz2c
Ist es nicht doch ein bisschen zu einfach, das den „Eliten“ in die Schuhe zu schieben? Der Satz
https://de.wikipedia.org/wiki/Eine_Frau_ohne_Mann_ist_wie_ein_Fisch_ohne_Fahrrad
entstammt dem radikalen Feminismus, der die Medien in den letzten Jahrzehnten mit unglaublich destruktiven Müll geflutet hat und nach wie vor täglich seinen bösartigen Geifer aus dem ÖRR über uns spritzt. Angetrieben von Butches, die Probleme mit ihrer Weiblichkeit haben, so wie Judith Butler und Alice Schwarzer…
Zusätzlich basiert der Gleichheitswahn auf linken Vorstellungen von angeblicher Unterdrückung, selbst heute schwärmen noch Ossifrauen davon, wie leicht es in der DDR war, einen Mann abzuservieren, die Kinder: egal, die kommen schon klar, die Scheidungsrate war enorm. Väter als Wegwerfmenschen. Die Mentalität gibts immer noch, meine Cousine hat zwei Kinder, die Väter hat sie jeweils schnellstmöglich abserviert und ist möglichst weit weggezogen, um ihre Ruhe zu haben, die Folge: ein Sohn mit massiven Problemen, exakt entsprechend der Statistik (auch Töchter haben oft psychische Probleme, aber bei denen sind sie weniger offensichtlich).
Was wir bei den „Eliten“ beobachten, ist political correctness und zwar LINKE political correctness, die passen sich mehrheitlich einfach dem Zeitgeist an, natürlich ohne es selbst zu praktizieren und mit wenig Überzeugung, da es sie nicht mehr kostet als ein aufmunterndes Lächeln, haben sie damit kein Problem, warum auch? Andererseits: wenn man täglich eingeredet bekommt, alles müsse bunt, divers und progressiv sein, glaubt man es vermutlich irgendwann selbst, sogar den Blödsinn mit dem „jeder kann sein Geschlecht wechseln“ und „es gibt 99 Geschlechter“ usw. Wer widerspricht ist ein rückständiger Nazi, ein white supremacist oder abfällig mindestens ein „alter weißer Mann“ der Probleme mit „modernen Frauen“ hat usw.
Es ist der Erfolg von Leuten, die gerecht und gut sein wollen, aber ahnungslos sind und die Konsequenzen mangels Lebenserfahrung und Intellekt nicht überschauen aber sendungsbewusst massenweise in den großen Medien gelandet sind:
https://uebermedien.de/91079/journalisten-sind-linker-und-gruener-als-die-bevoelkerung-ist-das-ein-problem/
Es ist der Erfolg von linkem Mob und linker Meinungshoheit, die sich darin gefällt, Unmenschen wie mich zu bekämpfen. Streitet es nicht ab! Ich habe den Aufstieg genau beobachtet und miterlebt! Und auch wenn nicht jeder Linke mitgemacht hat, hat doch so gut wie keiner offen widersprochen (und die wenigen die es getan haben, sind jetzt „alt right“ und wählen AfD). Und noch eine schlechte Nachricht: wenn endlich der letzte Linke merkt, dass das mit der Migration außer Kontrolle geraten ist, werden wir nicht vergessen haben, wer Pegida blockiert, uns denunziert und gesperrt, mit Steinen beworfen und die Hammerbande losgeschickt hat. So einfach kommen die Linken diesmal nicht davon…
Paranoide Wahnvorstellungen + Frauenhass + Vernichtungsfantasien
Das klingt nicht nur ungesund, das ist ungesund.
Damit kommt man heute vielleicht weit. „Zeitenwende“
An welcher Stelle war das jetzt erkennbar? Was für ein Zeug nehmen Sie, dass Sie mit solchen Halluzinationen geplagt sind?
Ich lese da vor allem den typischen Opferkult unserer Zeit. Wobei sich das neuerechte Gejammer nicht wesentlich von dem der Wokis unterscheidet.
„Their children hate them for the things, they’re not,
They hate themselves for what they are …“
(Carly Simon – That’s The Way I Always Heard It Should Be – 1971)
Das Lied und Lyrics sind auf dem American Way of Life gewachsen – und nicht genau das was wir hier in Europa haben –
jedenfalls gibt es einigen Widerstand hier – und hoffentlich weltweit genug Menschen mit Zugang zu ihren Seelen – vielleich 1% ?
Ich habe immer den Eindruck, gerade WEIL die Eliten wissen, wie wichtig intakte stabile familiäre Verhältnisse sind, setzen sie alles daran dem Volk diese zu zerstören oder verächtlich , als entbehrlich erscheinend zu machen.
Man sieht es ja auch an den nicht an der offiziellen Macht beteiligten Eliten, den Mafia – und Araberclans, da steckt es ja schon im Namen, dass familiäre Strukturen ganz entscheidend für den Erfolg und die Stabilität sind.
Die Vasallen und Konsumenten wünscht man sich aus gutem Grunde als bindungslose oder gar unfähige Masse vereinzelter Individuen – divide et impera – an sich ein alter Hut, wie panem et circenses.
Das klappt immer wieder.
Das trifft es recht gut. Wie ein alter Mafiosi einmal sagte, merk dir: „Geschäft, Familie, Vaterland!“ Als Normalbürger würde ich die ersten beiden Plätze einfach tauschen und den Letzten noch etwas weiter nach hinten schieben.
Interessant finde ich den Vergleich der Rezensentin zwischen Vance und Henderson am Beispiel von Mineralwasser und Halloween. Im Grunde sind es zwei Seiten einer Medaille – die Wahrnehmungen Unerprivilegierter beim Betreten der Räume privilegierer Kreise. Bemerkenswert auch die deckungsgleichen Erkenntnisse über den Wert intakter Familien und sozialer Verhältnisse.
Die bisherigen Entwicklungswege dieser beiden zeigen aber auch, die anscheinende Vergeblichkeit solcher Erkenntnisse in der westlichen Gesellschaft. Den einen führt es zum Mittun, den anderen zur Kontemplation. Möglich das beide Veränderungen bewirken. Aber mit welchen Ergebnissen?
Die Story vom Mineralwasser halte ich für ein rührseliges Märchen. Vance ist kein Mensch, der für besondere Wahrheitsliebe bekannt ist. Und Mineralwasser ist kein Statusprodukt. San Pellegrino steht in jedem Edeka. Zur selben Zeit ist Vance Multimilliardären wie Thiel in den Arsch gekrochen. Diese Leute werden andere Wege finden, sich vom Pöbel abzugrenzen.
@ Sikkimoto
Da haben Sie natürlich Recht. Ich halte auch alles, was ich nicht selbst erlebe, für manipulative Erzählungen. Ich unterstelle niemandem Wahrheitsliebe.
Und klar doch, ca. 2 € für 1 Liter Wasser – welche Alleinerziehende Mutter hat diese peanuts nicht für ihre Kinder übrig?
Mal wieder ein Buch, dass ich lesen will und werde. Auch wenn der Stapel auf dem Schreibtisch, der mit den noch zu lesenden Bücher, immer größer wird.
Trotzdem Dank für die Rezension.