
Die Aufarbeitung des Faschismus blieb an der Oberfläche: Die Täter kennt jeder – die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen dahinter kaum jemand.
Die Aufarbeitung der faschistischen Vergangenheit ist gründlich misslungen. Wäre sie gelungen, hätte es keine Remilitarisierung der BRD gegeben, wäre der Kapitalismus in seine Grenzen verwiesen worden, hätte die neoliberale Doktrin nicht die gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmen können. Rechte Parteien hätten keinen gesellschaftlichen Nährboden für ihr Weltanschauungen und Ideologien gefunden. Die Bundesrepublik hätte nicht zu einer der größten Rüstungsexporteure der Welt aufsteigen können. Versuche der Politik, Deutschland zu einer militärischen Führungsmacht in Europa zu machen inklusive des unverhohlenen Strebens nach Nuklearwaffen, wären von einer streit- und urteilsfähigen Bevölkerung bereits im Keim erstickt worden, ebenso wie das militaristische Geschwätz von der Kriegstüchtigkeit. Wäre die Aufarbeitung gelungen, hätte sich Deutschland zu einem neutralen Land mit Vermittlungsmission zwischen West und Ost entwickeln können. Wäre die Aufarbeitung gelungen, gäbe es keinen antirussischen Rassismus, und die Menschen in Deutschland müssten nicht mehr darüber aufgeklärt werden, dass es die Rote Armee und nicht der westliche Block war, der Auschwitz 1945 befreite. Wäre die Aufarbeitung gelungen, hätte die ukrainische Asow-Brigade, geschmückt mit der faschistischen Wolfsangel, niemals in Deutschland Quartier beziehen dürfen. Ja, wenn …
Die alten ‚Eliten‘ waren keineswegs besiegt
Ein zentrales Hindernis dieses Aufarbeitungsprojektes war die Verschleierung des Zusammenhangs zwischen dem kapitalistischen Wirtschaftssystem und der Faschisierung der Gesellschaft.[1] „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.“ (Horkheimer 1939, S. 115) So formulierte es Max Horkheimer, Exponent der Kritischen Theorie, schon 1939. Zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges stellte sogar das Ahlener Programm der CDU von 1947 fest:
„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinwirtschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“[2]
Aus der nach dem Zweiten Weltkrieg in Aussicht gestellten „Neuordnung“ wurde jedoch nichts. Die alten ‚Eliten‘ waren keineswegs besiegt. Sie waren schon vor Gründung der Bundesrepublik wieder grinsend aus ihren Verstecken hervorgekrochen und bestimmten weiterhin das gesellschaftliche Geschehen im westdeutschen Frontstaat, so, als wäre nichts passiert.
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch: Dieser Satz aus Bertolt Brechts Theaterstück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von 1941 ist bestechend aktuell.
Parallel zur Weiterführung der gesellschaftlichen Basisstrukturen des Kapitalismus war eine personelle Kontinuität beim Wiederaufbau der gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen festzustellen. Durch ihre Mitarbeit im Faschismus diskreditierte ‚Eliten‘ und Führungspersonen aus Militär, Wirtschaft, Kultur, Rechtswesen, Wissenschaft gelangten rasch wieder in Führungspositionen. Unternehmen und Banken, die tatkräftig die faschistische Bewegung und das Nazi-Regime unterstützt hatten, reorganisierten sich (zum Teil unter verändertem Namen) und bestimmen nach wie vor die grundlegenden gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen.
Ein Ende der „Naziriecherei“?
Die aus der geschichtlichen Erfahrung resultierenden Konsequenzen: umfassende Vergesellschaftung der Schlüsselindustrien, Zerschlagung der Rüstungsindustrie, Verbot der Reorganisation einer militärischen Streitmacht – Forderungen, die in der Bevölkerung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges durchaus Anklang gefunden hatten, mussten möglichst rasch wieder aus dem Geschichtsbewusstsein verschwinden, stand doch die rasche Relegitimierung des Kapitalismus im Westen Deutschlands an.
Dieses kollektivpsychologische Desaster im Westen Deutschlands war weder dem Zufall noch einer gesellschaftlichen Nachlässigkeit geschuldet. Es war der schnellen Westbindung der Bundesrepublik zu verdanken, die einen Großteil der psychischen Energien nun auf das antikommunistische Feindbild zu konzentrieren hatte und damit jegliche Aufklärung und psychosoziale Bewältigung der Vergangenheit im Keim erstickte. Die nach dem Zweiten Weltkrieg initiierten Maßnahmen der Entnazifizierung und Reeducation blieben daher halbherzig und wurden bald dem Kampf gegen das verteufelte System des real existierenden Sozialismus geopfert. Die erforderliche Entbarbarisierung (Adorno 2017) wurde nie eingeleitet.
Schon früh, in einer Bundestagsdebatte im Oktober 1952, hatte Adenauer ein Ende der „Naziriecherei“ gefordert.[3] Einige Jahre davor hatte er mit Hilfe hochrangiger Militärs der verbrecherischen Wehrmacht die Militarisierung Westdeutschlands vorangetrieben. Mit Hans Globke holte sich der erste Kanzler der Bundesrepublik einen Beamten ins Bundeskanzleramt, der im Faschismus mit der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung und der Verfassung der Rassengesetze betraut gewesen war. Als einer der engsten Vertrauten Adenauers hatte Globke darüber hinaus die Überführung der NS-Organisation Gehlen in den Bundesnachrichtendienst zu verantworten. Den überzeugten Nationalsozialisten Theodor Oberländer, der an Exzessen der Nazis aktiv beteiligt gewesen war, Mitglied der Professorengruppe der Organisation Gehlen, erkor der Bundeskanzler 1953 zum Minister für Heimatvertriebene in seinem Kabinett. Und da gab es auch noch die unappetitliche Liaison der Politik mit dem Bankier Hermann Josef Abs, dem „Karajan des Geldes“ (Der Spiegel).[4] Abs hatte in den wichtigsten Industrieunternehmen und Bankhäusern wie etwa der I. G. Farben und der Deutschen Bank während der Nazizeit sein Unwesen getrieben, hatte die Arisierung jüdischer Banken und Betriebe zu verantworten und war ein glühender Befürworter des Unternehmens Barbarossa, des Angriffskrieges gegen die Sowjetunion, gewesen.
Dieser Mann der Hochfinanz, der mit dem NS-Regime so eng verbandelt war, konnte nach dem Krieg unbehelligt wieder in weichenstellende Positionen, wie etwa in der Kreditanstalt für Wiederaufbau und in der Deutschen Bank, einrücken und wurde als Schlüsselfigur der Bundesrepublik gefeiert. Die USA übertrugen Abs sogar die Verwaltung der Gelder, die aus dem Marshall-Plan (European Recovery Program) stammten. Der nach dem Krieg mit unzähligen Verdienstkreuzen und Preisen ausgezeichnete Abs war nicht nur wirtschaftspolitischer Berater Adenauers gewesen, sondern hatte auch an den Kabinettssitzungen des Wirtschaftsausschusses regelmäßig teilgenommen. Sogar das Amt des Außenministers war ihm angeboten worden. Offensichtlich hatten die damalige Regierungen auf den im NS-Regime erworbenen Erfahrungsreichtum des Bankiers nicht verzichten wollen. Dass die Deutsche Bank sich gezwungen sah, Zensuren gegen wissenschaftliche Veröffentlichungen durchzusetzen, die ihre eigene und die Rolle von Abs im Faschismus betraf, spricht Bände.
Scham und Schuld als Vergangenheitsbewältigung
Solche Informationen passen selbstverständlich nicht in die bundesrepublikanische Geschichtspolitik. Generationen von Schülerinnen und Schülern wurden die schrecklichen Bilder von ausgemergelten Menschen und Leichenbergen präsentiert, eine Schocktherapie, die in den wenigsten Fällen vor- bzw. nachbereitet wurde. Kindern und Jugendlichen waren die Mittel verweigert worden, dieses schockierende Erlebnis gesellschaftlich einzuordnen und den Schock und die Scham verarbeiten zu können, die dieses hervorgerufen hatte. Man hatte sie in verantwortungsloser Weise damit allein gelassen. Dem Schock, der auf diese Bilder unvermeidlich erfolgte, war keinerlei Aufklärung, keine Erläuterung gefolgt. Von der Geschichtspolitik des westdeutschen Staates wurde von Beginn an eine systematische Abkoppelung der Gräueltaten des deutschen Faschismus von den ihm zugrundeliegenden Gesellschaftsstrukturen betrieben, so, als habe sich der Holocaust jenseits der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und sozialen Verwerfungen in der besonders aggressiven Variante eines mit feudalistisch-militaristischen Elementen durchsetzten Kapitalismus abgespielt. Auch die Schulen hatten sich auf die Gräueltaten des NS-Regimes fixiert. Nur selten wurde auf die gesellschaftlichen Bedingungen eingegangen, die den Faschismus hervorgebracht bzw. begünstigt hatten. Dabei hätte die Bearbeitung dieser Fragestellung sich geradezu aufgedrängt: Da man nicht als Nazi geboren wird, mussten die Gründe für die Faschisierung in den Lebensverhältnissen begründet sein. Warum aber scheute man davor zurück, dieser Frage nachzugehen? Niemand hatte den Zusammenhang zwischen den sozialen Verhältnissen im Deutschen Kaiserreich, der Weimarer Republik und dem Aufstieg der Nazis hergestellt. Der Nationalsozialismus schien keine Vorgeschichte zu haben, erschien als plötzlicher, aus der Geschichte herausfallender Absturz in die Barbarei, als fast schon mystisches, unerklärliches Ereignis, das sich jenseits der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaftsordnung abgespielt hatte.
Eine Vergangenheitsbewältigung aber, die sich darauf beschränkt, Scham und Schuld, eine Art Schock, zu erzeugen, ist eine Sackgasse, weil sie nur Betroffenheit erzeugt und bei dieser Betroffenheit, nach Henscheid ein Synonym für „Besoffenheit“[5], stehen bleibt. In ihr kann man sich ein Leben lang einrichten, ohne mehr über die gesellschaftlichen Ursachen und Hintergründe der faschistischen Barbarei zu erfahren.
Auch im Geschichtsunterricht und in der politischen Bildung an den Schulen wurde die Aufklärung über die gesellschaftlichen Strukturen und Lebensumstände, in denen faschistische Vorstellungen gedeihen konnten, wie von Adorno in seinem berühmten Text Erziehung nach Auschwitz gefordert (Adorno 2017), weitgehend verweigert. Unter Tabu standen die imperialistische und nationalistische Ausrichtung des Deutschen Kaiserreichs, erst recht die aktive Mitwirkung der deutschen Großbanken – Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank – der Schwerindustrie, der chemischen Industrie beim Aufstieg der faschistischen Bewegung. Die Kollaboration von Großkonzernen und Banken mit den Nazis bei der Arisierung jüdischen Eigentums und dem faschistischen Völkermord war tabu. Vergessen werden sollte die tatkräftige Unterstützung faschistische Organisationen durch Thyssen-AG, Friedrich Krupp-AG, IG Farben, Commerzbank, Deutsche Bank & CO. Personen und Organisationen aus der Wirtschaft, die aktiv an der Zerstörung der Weimarer Republik und der imperialistischen Erweiterung der Wirtschaftsbereiches der deutschen Industrie und der deutschen Banken beteiligt gewesen waren[6] – ihre Namen tauchten nicht auf. Vom Faschismus blieben nur die Namen von Nazi-Größen – Hitler, Himmler, Göring, Goebbels, Eichmann – in Erinnerung. Assoziiert werden sollte die faschistische Erfahrung mit diesen Namen, nicht aber mit denen der Großindustriellen Gustav Krupp von Bohlen und Halbach (Friedrich Krupp AG), Fritz Thyssen (Vereinigte Stahlwerke), Hugo Stinnes (RWE; Deutsch-Luxemburgische Bergwerks und Hütten-AG), Carl Bosch und Carl Duisberg (IG Farben), nicht mit den Namen der Bankiers Kurt Freiherr von Schröder (Privatbankier Köln) und Paul Mankiewitz, Hermann J. Abs (Deutsche Bank), nicht mit dem Medienkonzern Alfred Hugenbergs und dem Reichsverband der Deutschen Industrie (RDI).
Hitlers Hunde
Die kulturindustrielle Vermarktung des NS-Systems sorgte von Beginn an für die Kultivierung einer Faszination des Schreckens, die von der Verwicklung gesellschaftlicher Institutionen und Wirtschaftsorganisationen in den Faschismus ablenken sollte. Indem man in Zeitungen, Illustrierten, Kino und Fernsehen, und zwar immer wiederkehrend, die Nazis und ihre Gräueltaten ausweidend darstellte, beförderten die Medienanstalten einen Voyeurismus, der von den gesellschaftlichen Ursachen wegführte, die den Nationalsozialismus möglich gemacht hatten. Die Menschen wussten inzwischen zwar, welche Hunde Hitler hatte, wovon der fette Göring sich ernährte, welchen Hobbys Himmler nachging, sie wussten, welche Nazigrößen mit welchen Frauen ins Bett gingen; aber sie mussten nichts wissen von den kapitalistischen Hintergründen der faschistischen Barbarei
Nur einige Hinweise mögen an dieser Stelle genügen, um die Liaison des deutschen Industrie- und Bankkapitals mit der NS-Bewegung erneut in Erinnerung zu rufen. Eine eingehende Analyse, die noch dazu den Aspekt der Unterstützung des deutschen Faschismus beispielsweise durch Gruppierungen in den USA oder Großbritannien einbezögen (vgl. Rügemer 2023), würde Bücher füllen.
Gustav Krupp von Bohlen und Halbach finanzierte den Wahlkampf der NSDAP sowie die Arbeitsstelle Schacht, deren Zweck die Erarbeitung eines Wirtschaftsprogramms der faschistischen Partei war. Er beschäftigte Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Fritz Thyssen war schon 1923 finanzieller Förderer der NSDAP. Er beteiligt sich an der antidemokratischen, gegen die Weimarer Republik gerichteten Harzburger Front, der u. a. auch Heinrich Himmler, Hermann Göring und Bernhard Rust angehörten, und war Mitglied der rechtsextremen Gesellschaft zum Studium des Faschismus. Deren Ziel bestand darin, in Europa einen Faschismus nach italienischem Vorbild aufzubauen. Hugo Stinnes war Mitglied der DVP und Sympathisant der reaktionären DNVP. Er gehörte zu den Gründern des Antibolschewistischen Fonds, mit der die militärische Niederschlagung der Arbeiteraufstände 1919 und antikommunistische Propaganda finanziert wurden. Günther Quandt unterstützte die NSDAP finanziell und war Mitglied der rechtsextremen Gesellschaft zum Studium des Faschismus. Er trug den Titel Wehrwirtschaftsführer und beschäftigte Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Carl Bosch finanzierte die NSDAP mit, arrangierte sich mit dem NS-Staat. Er beschäftigte Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene. Kurt Freiherr von Schröder war Mitglied im jungkonservativen Deutschen Herrenklub und Mitunterzeichner der Eingabe Industrieller an den Reichspräsidenten, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Er unterstützte Heinrich Himmler finanziell und wurde zum SS-Ehrenführer ernannt. Paul Mankiewitz war Mitglied der Antibolschewistischen Liga des Rechtsextremen Eduard Stadtler, der einen nationalen Sozialismus vertrat, und organisierte den antibolschewistischen Fonds der deutschen Unternehmerschaft. Hermann Josef Abs schließlich war zuständig für die Arisierung jüdischer Banken und Unternehmen, Mitglied u. a. im Aufsichtsrat der I. G. Farben. Er war im Amt Ausland/Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht tätig und frenetischer Befürworter des Überfalls auf die Sowjetunion.
Diese Leerstelle der politischen Bildung ist nur eine von vielen Versäumnissen im missglückten Projekt der westdeutschen Aufarbeitung der faschistischen Vergangenheit. Es kann leider nicht nachgeholt werden. Umso wichtiger wird es, diese vergessene Dimension weiterhin für die heute lebenden Generationen offen zu halten. Sie einzuholen, bedeutet, die Frage nach einer völlig neuen, kriegsuntüchtigen, solidarischen Gesellschaftsordnung zu stellen, deren Gestaltung der jungen Generation aufgegeben ist.
Literatur
Adorno, Theodor W. (2017): Erziehung zur Mündigkeit. 26. Auflage. Frankfurt/Main: Suhrkamp
Enzensberger, Hans Magnus (Hrsg.) (1985/1986): OMGUS. Ermittlungen gegen I. G. Farbenindustrie AG. Ermittlungen gegen die Dresdner Bank. Ermittlungen gegen die Deutsche Bank. 3 Bände, Nördlingen
Hallgarten, George W. F./Johannes Radkau (1986): Deutsche Industrie und Politik von Bismarck bis zur Gegenwart, Frankfurt am Main: Athenäum
Horkheimer, Max (1939): Die Juden und Europa, in: Zeitschrift für Sozialforschung, H. 1-2, S. 115-137
Rügemer, Werner (2023): Von Mussolini, Franco und Hitler zum 2. Weltkrieg. In: ders.: Verhängnisvolle Freundschaft. Wie die USA Europa eroberten. Köln: PapyRossa
[1] Es wird betont, dass weitere Gründe dafür verantwortlich sind, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden.
[2] Siehe: https://germanhistorydocs.org/de/die-besatzungszeit-und-die-entstehung-zweier-staaten-1945-1961/ahlener-programm-der-cdu-februar-1947.pdf
[3] Deutscher Bundestag. 234. Sitzung. Bonn, 22. 10. 1952, S. 10736 (https://dserver.bundestag.de/btp/01/01234.pdf).
[4] Zitat aus dem Spiegel-Artikel zu Herman J. Abs, „Ordner an der Orgel“. In: Der Spiegel Nr. 45. 1965.
[5] Henscheid, Eckard: Dummdeutsch. Ein Wörterbuch. Frankfurt/Main 1985
[6] Vgl. Enzensberger 1985/1986; Hallgarten 1986.





Dem Kapital ist es egal wer unter ihm regiert so lange die Profite stimmen.
Dazu mal eine Fiktion:
Wie es aussieht hat Merz im Sinne des Kapitals bereits versagt. (siehe NIUS etc.)
Bezogen auf die heutige Zeit darf man annehmen dass das Kapital Friedrich Merz zunehmend fallen läßt und sich der rechtsextremen AFD zuwendet.
Möglich wäre aber auch, Merz zerstört im Auftrag des Kapitals die CDU um die AFD, trotz anderslautender Aussage, zur Macht zu verhelfen.
Das ist vermutlich alles weit hergeholt aber wer wieß???
@Otto0815
»Möglich wäre aber auch, Merz zerstört im Auftrag des Kapitals die CDU um die AFD, trotz anderslautender Aussage, zur Macht zu verhelfen.«
Kam mir manchmal auch so vor, denn mit der Warnung vor der AfD wegen ihrer rechtsextremen Politik hat Merz – und mit ihm die ganze CDU – aufs falsche Pferd gesetzt, die meisten Deutschen haben andere Probleme, als vor einer Rückkehr des Dritten Reichs.
Um eine vollständige Aufarbeitung zu leisten, hätte auch die internationale Verknüpfung des Kapitals dargelegt werden müssen. Die Unterstützung seitens amerikanischer oder britischer Großindustrieller wäre dann öffentlich geworden. Und das hätte mehr Wirbel erzeugt, als es den Herrschaften abträglich gewesen wäre. Und man hätte dann die selektive Zerstörung durch die Bombenangriffe der Alliierten, keine Industrien, die auch in Hand alliierter Großindustriellen, sondern fast nur zivile Ziele aufdecken können. Und die KZs waren weit vor 1945 bereits bekannt. Es wäre ein Geringstes gewesen, das KZ-System zu zerstören. Wollten Alliierte etwa Juden gar nicht retten? Das würde zu dem Verhalten passen, dass sie vor 1939 kaum Juden in ihre Länder ließen. Und auch Polen hat ein unseliges Spiel gespielt. Ich sage nur Tschechoslowakei. Dann gab es in den kapitalistischen Staaten überall Eugeniker, von denen Hitler viel angeschaut hat. All das wäre übel für dieses System gewesen, hätte man das aufgearbeitet. Schau man sich doch Mal die Aufarbeitung im Fall Epstein an, oder Dutroux, oder die Corona-Zeit, und vor allem, in den ehemaligen Konialstaaten mit ihrer kolonialen Vergangenheit und die Verstrickung in den Völkermord an Kaziben, Indianern, Inkas, in den Sklavenhandel… Nirgendwo wird das adäquat aufgearbeitet. In Frankreich z.B. gibt es immer noch überall Denkmäler für die Gefallenen im Algerienkrieg. Nichts von den Verbrechen. Vietnam, war das Grund, amerikanische Kriege zu beenden? Nein.
Kurz, Deutschland war zu keinem Zeitpunkt so souverän, dass es eine umfassende Aufarbeitung hätte leisten dürfen. Wie richtig erwähnt, war Deutschland als Speerspitze oder Schlachtfeld in der Auseinandersetzung mit dem sowjetischen System gedacht. Und wer wäre denn geeignet gewesen, das zu leisten?
Apropos Eugeniker. Schauen Sie doch mal nur kurz in Wikipedia und wählen Sie die Namen Eugen Fischer und Otmar von Verschuer. Zwei Ärtze, die u.a. Direktoren des Kaiser-Wilhelm-Instituts (…) waren. Letzterer war Doktorvater des Herrn Dr. med. Josef Mengele (der auf so wunderbare Weise aus Deutschland nach Südamerika flüchten konnte). Beide waren auch NACH dem II. Weltkrieg als ehrbare Personen in der deutschen Gesellschaft angesehen.
Ich habe mal gelesen, Hitler hätte Eugen Fischers Schrift(en) in der Haft gelesen.
Weitere Einzelheiten siehe o.a. Medium.
Danke Euch für die Ergänzungen.
Wenn man über das weitere Wirken Fischers in der BRD liest, wird einem wirklich nur speiübel.
Ja, die Seite ist unbedingt dazu gehörend.
Nachdem sich die Pläne der Westalliierten, sofort 1945 mit den Resten der Wehrmacht gegen die SU vorzugehen als Illusion entpuppten, entschloss man sich zu einer Generalüberholung des deutschen Militarismus, die jetzt im Wesentlichen abgeschlossen wird.
Sehr guter Beitrag. Kurz gesagt, eine ‚Entnazifizierung‘, von der uns immer groß erzählt wurde, hat nie stattgefunden – statt dessen eine umfassende Renazifizierung bereits und vorzüglich unter Adenauer. Die ganze Judenverfolgung war nicht zuletzt einfach auch nur ein Raubzug, während die daraus entstandenen Besitzverhältnisse nie angetastet wurden – dass es auch anders gegangen wäre, hat dann ausgerechnet die Übernahme der ‚bolschewistischen‘ DDR gezeigt. Es sei an dieser Stelle auch noch einmal an die Stalin-Note von 1952 erinnert, in der der jungen Bundesrepublik die Wiedervereinigung mit der ‚Zone‘ angeboten wurde – unter der Voraussetzung, dass das Gebilde neutral bleibe. Statt dessen gab es die Wiederbewaffnung und den Beitritt zur NATO. Um Nina Hagen zu paraphrasieren, sie ist mir kurz gesagt einfach nur widerlich, diese BRD, in der schon wieder Reden mit faschistischen Parolen beschlossen werden und der Anti-Russismus – Russophobie ist viel zu mild – unfröhliche Urständ feiert.
Dazu gibt es einen sehr interessanten Artikel
https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/die-negative-kontinuitaet-westlicher-aussenpolitik
“ Erkenntnisse eines Augenzeugen
In der Hochzeit des Kalten Krieges beschreibt der Artikel die Verlogenheit westlicher Politik am Beispiel der westlichen Kritik am Einmarsch des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei im August 1968. Hester kritisiert den Einmarsch, setzt ihn jedoch in Relation zur Politik der USA und Westdeutschlands, deren Logik den Einmarsch keinesfalls „absolut grundlos“ machte.
Den damals in der westlichen Presse propagierten Vergleich mit der Besetzung der Tschechoslowakei im Jahre 1938-39 durch Hitlerdeutschland benennt er klarsichtig als „sehr gefährlich für den Weltfrieden“.
Im Weiteren zeichnet Hester einen weiten Bogen von 1945 bis zur Gegenwart, also 1968, ausgehend vom absichtlichen Bruch des Potsdamer Abkommens. Die konkrete Beschreibung der logischen Folgen dieser bewussten, gezielten Zerstörung des Abkommens und somit der Anti-Nazi-Koalition durch die USA und Großbritannien aus der Feder eines amerikanischen Augenzeugen eröffnet nicht nur einen Blick auf diese entscheidende Zeit deutscher Nachkriegsgeschichte. Hester beschreibt, wie die USA bereits vor dem 8. Mai 1945 den USA nützliche Kriegsverbrecher in die USA ausflogen und damit den Geist des Potsdamer Abkommens bereits vor seiner Unterzeichnung verrieten und seine Umsetzung schon vorab unmöglich machten.
Er lässt keinen Zweifel an dem Verursacher der Spaltung Deutschlands und damit Europas nach dem Krieg:
„Für die Amerikaner, scheint es mir, ist es von höchster Wichtigkeit, sich immer wieder zu erinnern, dass die Sowjet-Regierung ihre Besetzungszone erst in einen selbständigen deutschen Staat — nämlich die Deutsche Demokratische Republik umwandelten, nachdem die drei Westmächte unter Führung der USA die «Bundesrepublik Deutschland» geschaffen hatten; dass die Sowjets kleine Militärkräfte der DDR erst aufstellten, nachdem die drei Westmächte begonnen hatten, die BRD aufzurüsten und dass sie schliesslich den Warschau-Pakt erst organisierten, als die NATO schon bestand.“
Beim Lesen fühlt man geradezu einen inneren Zusammenhang zwischen den Entwicklungen in Europa seit den durch Hester beschriebenen Nachkriegsereignissen von 1945 über die Umwälzungen von 1990 bis zur Gegenwart.“
Der ganze Artikel von 1968 ist angefügt.
ich empfehle 2 Bücher ergänzend zu lesen die ich in den letzten Jahren entdeckt hatte (eins im Buchregal eines Discounters und das andere im Antiquariat): „Hitlers Wien“ von Brigitte Hamann aus 1996 (Untertitel: Lehrjahre eines Diktators): Die wichtigsten Kapitel sind die politischen Leitbilder, alles deutsch-österreichische Politiker der späten k. u. k. -Zeit von ca. 1880 bis 1914: Georg Schönerer, Franz Stein, Karl-Hermann Wolf, Karl Lueger. Deren politische Rhetorik und Programmatik waren die geistige Grundlagen von Hitler wie Hamann sehr gut herausarbeitet. Hitler hat später nach 33 mehrmals auf diese als seine Lehrmeister verwiesen, hat 2 noch lebenden aus sozialer Not geholfen und Staatsbegräbnisse für diese organisiert. (steht auch im Buch).
Das 2. Buch passt eher zum Beitrag des Autors: „Zwischen weißem und braunen Haus“ von Ernst Hanfstaengel . Das ist autobiografisch. Der Autor war selbst an führender Stelle in der NS-Bewegung und NS-Staat tätig bevor er in höchster Not fliehen mußte. In diesem Werk wird der ganze NSDAP-Aufbau ab 1919 dargestellt und viele Helfer/Sponsoren werden genannt. Aber VORSICHT: Im Buch schimmert an einigen Stellen NS-Ideologie durch (das Buch ist 1970 veröffentlicht wurden). Der Autor schildert seine Rolle seit 1919 (angestoßen durch einen Diplomaten aus Übersee).
Ich hatte zuvor schon sehr vieles gelesen über diese Zeit, aber die beiden Bücher lieferten tiefere Einblicke in die Abläufe.
Ernst „Putzi“Hanfsteangel war der Geldbote, der ab 1923 wöchentlich einen Koffer voller Dollar und Pfund aus der Schweiz nach München brachte. Und damit nicht nur das Überleben der NSDAP, sondern deren Aufstieg erst ermöglicht. Mit doppelter Staasbürgerschaft ( neben der deutschen auch die US amerikanische) hat er die Kontakte zwischen US- Diplomaten und der NSDAP – Führung angebahnt. Auch die Kontakte zwischen der zionistischen Führung und den deutschen Behörden hat er organisiert. Nach der Entmachtung Hjalmar Schachts als Reichsbankpräsident im Januar 1939 übermittelte er die Forderung/ Drohungen der angelsächsischen Finanzwelt an Hitler. Hanfsteangel war intelligent genug, um zu begreifen, das Krieg bevor stand und hat sich in die USA abgesetzt…
Ja, es kann durchaus sein dass er in seinem Buch seine Rolle etwas oder auch erheblich schönt. Das er mit Geld unterstützte steht aber an einigen Stellen drin. Aber dieser Transfer per Koffer ist mir nicht erinnerlich. Auf jeden Fall hat er als Kunsthändler mit Verbindungen nach ganz oben jede Menge Kontakte eingefädelt.
Und speziell die Briten haben ihm seine Kehrtwende 1937/38 nicht abgenommen und hatten ihn festgesetzt. Aber da er Roosevelt persönlich kannte etc.PP sass er nach 45 wieder in seinem Haus in München.
Alles richtig. Es stimmt allerdings nicht, daß das nicht Thema war in der alten BRD. Der sehr populäre Bernt Engelmann (Gesamtauflage 50. Mio. Bücher) hat auch schon über die Renazifizierung Westdeutschlands geschrieben. Was Sie ausblenden, Herr Bernhard, und was schon Engelmann nicht im Blick hatte: Das alles fand unter Oberaufsicht der Amerikaner statt. Das kann man inzwischen bei Werner Rügemer nachlesen. (Verhängnisvolle Freundschaft, 2023) Antisemit Henry Ford und die anderen US-Industriellen haben die Faschisten mit ihrem Geld erst an die Macht gebracht und die deutsche Aufrüstung finanziert. Daran hat man nach dem Krieg nahtlos angeknüpft. Herbert Marcuse hatte nach dem Krieg für die amerikanische Militäradministration eine Entnazifizeriungsliste gemacht und sich gewundert, daß die das stattdessen zur Renazifizierung genutzt haben. (G. Rockhill, Who Paid the Pipers of Western Marxism, 2025)
Na und der Nazi-Russenhass ist unter Adenauer auch 1-zu-1 übernommen worden und feiert, vor allem im Brandmauer-Establishment, wie man weiß fröhliche Urständ. Der Vernichtungskrieg im Osten ist in der BRD, anders als in der DDR, nie Teil des kollektiven Gedächtnisses geworden, trotz Wehrmachtsausstellung in den 1990ern.
Und die Rolle von Adorno & Co. ist auch eher zwielichtig: Weder war der Vernichtungskrieg im Osten Thema, noch die Befreiung der 3. Welt oder die amerikanische Bürgerrechtsbewegung. Das dumme war halt, daß der Rassismus eben auch wesentlich ein amerikanisches Phänomen war und ist. Und ihre Geldgeber wollten die Herren im «Grand Hotel Abgrund» nicht verprellen. (Rockhill, s.o.)
Der Hinweis steht bereits im vorliegenden Artikel:
„Nur einige Hinweise mögen an dieser Stelle genügen, um die Liaison des deutschen Industrie- und Bankkapitals mit der NS-Bewegung erneut in Erinnerung zu rufen. Eine eingehende Analyse, die noch dazu den Aspekt der Unterstützung des deutschen Faschismus beispielsweise durch Gruppierungen in den USA oder Großbritannien einbezögen (vgl. Rügemer 2023), würde Bücher füllen.“
Kann man also davon ausgehen, daß eine Interessenkonvergenz und ein Einvernehmen zwischen kapitalistischen Größen, hier, da und dort, zur Faschisierung der Gesellschaft besteht?
Gut gesehen, danke!
Interessenkonvergenz – In der Tat, Engelmann hat auch über die Kontinuität von altem Reichtum geschrieben («Das Reich zerfiel, die Reichen blieben»). Es hat international zwischen den Mächtigen – erst Adel, dann Kapital, ohne daß sich beides ausschließt – immer enge Verflechtungen zum Schaden der Völker gegeben.
Wofür macht man sich hier eigentlich für einen Kommentar Gedanken? Wieder einmal wurde meiner gelöscht. Ich frage mich ernsthaft, was bei meinem Kommentar das Kriterium gewesen ist? Darf man auch hier nicht die Verknüpfung von internationalem Kapital mit dem Faschismus aufzeigen? Ich bin wütend.
Nur einige Anmerkungen.
> Ein zentrales Hindernis dieses Aufarbeitungsprojektes war die Verschleierung des Zusammenhangs zwischen dem kapitalistischen Wirtschaftssystem und der Faschisierung der Gesellschaft
Wenn dem so wäre müsste in allen kapitalistischen Ländern eine Faschisierung eintreten.
Was man allerdings sagen kann das man nach 45 die Moral ausgeblendet hat wenn der wirtschaftliche Vorteil gesehen wurde. So kann man auch die Übernahme Braun in die NASA darunter einordnen. Galt also nicht nur für Deutschland.
In der DDR wurde das bekanntlich besser aufgearbeitet, aber auch nicht 100%.
> Die Aufarbeitung der faschistischen Vergangenheit ist gründlich misslungen.
Das könnte heißen es war Diletantismus, das wars aber wohl eher nicht.
> Wäre die Aufarbeitung gelungen, hätte die ukrainische Asow-Brigade, geschmückt mit der faschistischen Wolfsangel, niemals in Deutschland Quartier beziehen dürfen.
Mmh, das Problem an der These ist, daß genau die Partei die die schonungslose Aufarbeitung fordert, das genannte am stärksten unterstützt. Diese Diskrepanz braucht eine eigene Erklärung.
„Wenn dem so wäre müsste in allen kapitalistischen Ländern eine Faschisierung eintreten.“
Ich weise gerne nochmals darauf hin (schon weil zuletzt die Verlinkung fehlerhaft war):
Fake Wars & Higher Prices: What a “Multipolar World Order” REALLY Means
Kit Knightly
(…)
The whole world (minus the US, currently) has signed the Pandemic Treaty, or signed up to the United Nations “Pact for the Future”.
The BRICS nations all have globalist ties – recall BRICs was a term coined in a Goldman Sachs report in 2001 – and they all signed the Kazan Declaration in 2024. Supporting, among other things, the IMF, the WHO, Agenda 2030 and “sustainable development goals”. (Read Riley Waggaman’s great break down here)
The Kyoto Protocols, the Paris Climate Agreements, the UN’s Sustainable Development Goals are all backed by every one of our multiple poles.
Everyone on any of the supposed sides believes in the same things and shills the same foundational globalist lies such as climate change and Covid.
And, quirks of implementation or nomenclature aside, they all want the same things and push the same familiar shopping list of policies:
– Programmable Digital currency
– biometric Digital ID
– ending online anonymity
– Cashless society
– Censorship
– “Sustainable development goals”
The unspoken endgame of this collective horror show is easy to summarize: Techno-authoritarianism.
Hrvoje Moric has written about how multipolarity, as a model, is a form of global government.
A dystopian society where the state and mega corporations merge into a Thing-like monstrosity that has constant, real-time access to any and all data for pretty much everyone on the planet. That has the ability and facility to monitor – or control – every transaction, every journey, every message or phone call.(*)
“Multipolarity” disguises this truth, and uses partisan thinking and ideology to draw fake or surface-level distinctions.
BRICS vs NATO, the US vs China, Israel vs Iran, Europe vs Russia, Belt and Road Initiative vs the India-Middle East-Europe Trade Corridor.
Pick a flag and wave it. Fake Wars & Higher Prices, all in the service of The Great Reset.
That is its purpose, and that is what “multipolarity” really means.
https://off-guardian.org/2026/05/20/fake-wars-higher-prices-what-a-multipolar-world-order-really-means/
Noch ein Auszug zur Klarstellung:
But what does staged war mean?
Does it mean no bombs are being dropped or people killed?
No, as we have said many times: Be it in Ukraine or Gaza or Iran, there likely is death and destruction taking place – but that does not necessarily mean war.
As Catte says in her 2024 article:
„Death isn’t the definition of war. Conflict is the definition of war.“
Do a few air strikes or a thousand dead civilians mean the US and Iran are really enemies locked in an ideological struggle for survival? No. Of course not.
We know these governments and agencies do not care about their own people, let alone each other’s.
People were disposable when they were being nailed inside their houses, given illegal DNR orders or injected with toxic Pfizer goo, and they’re just as disposable when they’re being blown up.
It’s like a psychopathic, murderous sport. The players are real – maybe they’re playing to win or maybe paid to lose – but it doesn’t really matter, since the struggle is controlled by a league which sets the terms.
*„Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“
-Benito Mussolini, zugeschrieben
P.S.: Ich bin nicht der Ansicht, daß die Mussolini zugeschriebene und angestrebte Umbenennung angemessen wäre. Denn letztlich geht es um die Bündelung, die Konzentration von Macht zur totalitären Neuformierung von Gesellschaft unter Einsatz aller Mittel von Gewalt. Es gibt zwar derzeit keine außerkapitalistische Spielart, aber historisch gab es sie schon. Die Umbenennung wäre also eine Verkürzung.
Ich benutze ein Zweischichtenmodell.
In der unteren geopolitischen Schicht gibt es den Konflikt US-zentrierter Westen gegen den Rest der Welt als Fortsetzung der 500jährigen westlichen Weltherrschaft. Die Kapitalisten des Westens wollen sich ihren Zugriff auf die ganze Welt und die damit verbundenen Profite nicht ohne weiteres nehmen lassen. Die Kapitalisten bzw. Oligarchen im Rest der Welt haben aber vor allem technologisch aufgeschlossen und wollen ihren Teil des Kuchens.
In der Schicht darüber, die man vllt. als kybernetischen Kapitalismus bezeichnen kann – wie A. Komlosy, aber nicht mit ihrem Kondratjew-Modell –, finden wir die von K. Klarenberg, I. Davis, C.J. Hopkins u.a. z.B. auf OffGuardian beschriebene totalitäre Schließung der technokratischen Weltzivilisation die allen Konfliktparteien, mit gewissen kulturellen Unterschieden, gemein ist. Ein Punkt, von dem W. Rügemer und viele andere China-Fans nichts wissen wollen.
Ja Rügemer sieht die Volksrepublik China zu rosa. Genauso wie völlig bescheuert alle Spatzen totgeschlagen wurden, werden jetzt im Elfenbeinturm entschieden riesige Bauprojekte zweifelhaften Nutzens gebaut. Ob die Hochgeschwindigkeitseisenbahnstrecken oder die grüne Mauer sich wirklich als sinnvoll undbnützlich herausstellen werden? Oder die leerstehenden Hochhaussiedlungen? Genauso hinkt der Aufbau einer Binnennachfrage hinterher. Deswegen muss die VRC billigen Scheiß exportieren. Usw. Usf. Also auch nicht alles Gold, was glänzt in China.
Kleiner Tip.
> weil zuletzt die Verlinkung fehlerhaft war
Es ist eh unschön in einer Diskussion nur mit einem Link zu antworten.
Es ist aber genauso unschön eine längere englische Text Kopie zu posten.
Wenn du was sagen willst sags mit deinen Worten. Da kann man gegebenenfalls gern einen Link dranhängen.
Ich werde mich aber nicht durch die Denkweise eines anderen Artikels wühlen. Das ist keine Meinung. Googeln kann ich zudem selbst.
„Wäre die Aufarbeitung gelungen, hätte die ukrainische Asow-Brigade, geschmückt mit der faschistischen Wolfsangel, niemals in Deutschland Quartier beziehen dürfen.
Mmh, das Problem an der These ist, daß genau die Partei die die schonungslose Aufarbeitung fordert, das genannte am stärksten unterstützt. Diese Diskrepanz braucht eine eigene Erklärung.“ – das ist nur auf dem ersten Blick eine Diskrepanz. Die einseitige Fixierung auf den Holocaust und die Verfolgung von weiteren Minderheiten hatte und hat den Sinn, den rassistischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion „verschwinden“ zu lassen und in Fortsetzung der Ost-West-Konfrontation als vernachlässigbar, wenn nicht gar Schlimmeres erscheinen zu lassen. Der Hass vieler Olivgrüner spricht Bände…
Die Aufarbeitung der faschistischen Vergangenheit ist nicht gescheitert. Sie wurde im Westen Deutschlands nie versucht. Und im Osten nur halbherzig, da zu viele Kompromisse nötig waren.
Die Finanzierung der NSDAP ab 1923 nach den Verträgen von Rapallo durch angelsächsisches Geld
ist nie thematisiert worden. Auch nicht, das die „Römischen Verträge“ von 1957 inhaltlich schon in einem 1942 in Berlin herausgegebenen Sammelband „ Europäische Wirtschaftsgemeinschaft“ vorgezeichnet wurden. Der Herausgeber hat beginnend mit der Rede von Alfred Rosenberg 1932 auf dem „Europa- Kongress“ in Rom die diversen Diskussionen zusammengefasst, die Vertreter der Finanzwelt Europas führten.
Das Wirtschaftsprogramm der NSDAP war eine Art „Dritter Weg“ zwischen angelsächsischem Finanzkapitalismus und Kommunismus/ Bolschewismus. Später als „soziale Marktwirtschaft“ bekannt.
Warum sollte also „der Faschismus“ aufgearbeitet werden, wenn er unter anderem Etikett weiter bestand und noch besteht? Der Terrorismus gegen die Bevölkerung war nicht mehr notwendig.
Denn die Herren Edward Bernays , Ivy Lee und Co. hatten mit „Propaganda“ ein viel wirkungsvolleres und billigeres Instrument entwickelt, die Massen einzulullen und zu fügsamen Untertanen zu formen.
Unsere liberalen Lehrer haben uns gelehrt, das Nationale und das Deutschtum wären Schuld am deutschen Faschismus. Nicht die Heimat und das Volk sollten angehimmelt werden, sondern das Geld und der Wettbewerb.
Und wenn schon ein Staat Ideale beibringen kann, dann wären das die USA als Hort von Geld und Freiheit. Damit wurde eine alte Ideologie durch eine neue perfekt ersetzt und Westdeutschland mitsamt dem halben Kontinent zum Bollwerk gegen den Kommunismus, der nunmehr größten Bedrohung der US-amerikanischen Freiheit.
Zudem war es leicht Kommunismus und Faschismus gleichzusetzen, beide waren ja kollektivistische Ideologien. Darin bestand denn auch die Aufarbeitung: Kollektivismus böse, Kapitalismus und individuelle Freiheit gut.
Wenn sich die ganzen Heinis in Schland anschaut die gerade dem aktuellen „Heim ins Reich“ Fuzzy hinterherlaufen der andere Länder überfällt, bleibt einem gar nichts anderes übrig als festzustellen das dort einiges nicht funktioniert hat.
Ein Artikel, der seltsam aus der Zeit gefallen ist. Solche Texte konnte man in den 1970er Jahren lesen. Und nun, ein halbes Jahrhundert später immer noch?
Dadurch, dass wieder einmal das sehr einseitige und klassisch linksextreme Narrativ von Adorno aufgewärmt wird, wird die Sache nicht besser. Allein schon die Selbstverständlichkeit, mit der hier immer noch ein nicht wissenschaftlicher, sondern lediglich parteiideologischer Begriff wie „Faschismus“ verwendet wird, lässt den Kopf schütteln.
Wer weiß, vielleicht billigt der Autor des Textes selbst dem sog. „historischen Materialismus“ sogar noch wissenschaftlichen Rang zu?!
Nun gut, ich weiß, dass überzeugte Marxisten hier nicht zu überzeugen sind und so spare ich mir all zu lange Ausführungen.
Was aber unbedingt aufgespießt gehört, dass ist die schon ins Lächerliche gehende Behauptung, dass eine Gesellschaft nur dann vor einem Abgleiten in eine „Faschismus“ genannte Barbarei gefeit sei, wenn umfassende Vergesellschaftung der Schlüsselindustrien, Zerschlagung der Rüstungsindustrie und das Verbot der Reorganisation einer militärischen Streitmacht verwirklicht sind.
—
Die im Artikel deutlich werdende Fixierung auf gewisse ideologische Dogmen des 20. Jahrhunderts und die konsequente Ausblendung aller nichtmarxistischen bzw. nichtlinken Ansätze ist schon bemerkenswert.
…
Da ist es schon komisch, dass diese Faschisierungstendenzen in allen westlichen, sogenannten ‚liberalen‘ Demokratien festzustellen sind – mit frei flottierendem, aber hochkonzentrierten Kapital und einer privatwirtschaftlichen Rüstungsindustrie.
Da nähern wir uns dem Kern der Sache. Sind da nicht die vom Unternehmen Barbarossa wieder am Werk? Die Amerikaner kann man diesmal nicht beschuldigen. Sie sind derzeit nicht die Kriegstreiber.
Man nutzt jetzt den einstign Verbündeten aus dem WK II, eine der übelsten Verbände, die famals mitgekämpft haben. Eben haben diese die Mumien ihrer Kriegsverbrecher ausgebuddelt, um sie in einem Mausoleum zu ehren. Eigentlich ist damit alles gesagt.
Die Industrievertreter waren nach dem Krieg dieselben. Um mal diesen Abs herauszunehmen. Dieser hat seine Superprofite mit der arisierten Rothschildbank erzielt, welche vor hundert Jahren die größte deutsche Bank war. Abs hat keinen Pfennig Entschädigung bezahlt. Aufarbeitung gibt es nur, wenn sie nichts kostet.
Was ist das mit den Juden? Dir KP hatte behauptet, das System Kapitalismus sei nach Inflation und Börsencrash am Ende. Keineswegs, so die Nazis. Der Kapitalismus würde funktionieren wie am Schnürchen, wenn nicht Juden und Freimaurer ständig die Prozesse sabotierten. Die vollständige Exkulpierung des kapitalistischen Systems. Das hörte die Kapitalistenklasse äußerst gern.
Und natürlich sind die Juden äußerst nützlich, wenn man Gewalttäter braucht. Insbesondere die „Protokolle der Weisen von Zion“. Dort, wo diese gelesen und geglaubt werden hat man kurz darauf völlig durchgeknallte Aggressionsfanatiker. Bis heute. Was Hamas, Hisbollah und Mullahs immer noch nutzen. Dass das Lügen sind und längst als Fälschung enttarnt, sagt man den Kindern nicht.
Aber wie konnten diese Strukturen nach 1945 überleben? Auf Ebene der Wirtschaftsführer sicher nicht. In den Geheimdinsten vielmehr, welche Globke zusammen gestellt hatte. Keineswegs nur den BND. Die anderen auch.
Das kann man so nicht sagen. Denn haben uns nicht die Amerikaner auf diesen Kriegstreiber-Kurs geschoben? So wie auch die Ukrainer vom Westen in den Krieg geschoben wurden.
Wir sind für die USA das, was die Ukrainer für uns sind: Nützliche Idioten.
„…die ‚Protokolle der Weisen von Zion‘. Dort, wo diese gelesen und geglaubt werden… Was Hamas, Hisbollah und Mullahs immer noch nutzen.“
Klassische eurozentrische Projektion! Die Geschichte des jüdischen Volkes im Nahen Osten ist eine ganz andere als in Europa, und die Menschen dort haben ganz andere Gründe als wir, „Probleme mit den Juden“ zu haben – oder eigentlich: der unmittelbare Hauptgrund, warum die Menschen im Nahen Osten „Probleme mit den Juden haben“, sind wir Europäer mit „unserer Widergutmachung für den Holocaust“ durch die Gründung und ungebrochene Unterstützung des zionistischen Staates. So ist auch „Antisemitismus“ nicht nur ein ur-europäisches Phänomen, sondern auch ein ur-europäischer Kampfbegriff: Das Phänomen wurzelt zutiefst im christlichen, europäischen Mittelalter, und der Begriff ist Europas willkürliche, pseudo-wissenschaftiche Reduzierung des Semitischen auf Jüdisches (denn schliesslich sind die Araber genauso Semiten wie die Juden). Statt sich für die Geschichte der semitischen Völker untereinander zu interessieren (oder auch nur für die Geschichte der eigenen Kampfbegriffe), setzt der Durchschnitts-Europäer sein eigenes Geschichtsbild als als allgemein gültigen Massstab, blind für andere Entwicklungen und Möglichkeiten. Kurz: Was Europa im Nahen Osten treibt, ist handfester Kolonialismus, als Wiedergutmachung maskiert – Hisbollah und Mullahs leisten bewaffneten Widerstand gegen die europäische Vorherrschaft.
Dies alles trotz ausführlichstem, täglichem Anschaungsmaterial, also wider besseres Wissen zu ignorieren, ist ebenfalls Ausfluss von Europas Unfähigkeit, eigene Schuld angemessen aufzuarbeiten.
Stefan Heym, einst US-Army-Angehöriger, schrieb in seiner Autobiographie „Nachruf“ über den internen Machtkampf in der US-Roosevelt-Administration: Die Wehrmacht hatte im Dezember 1944 in der später so genannten „Ardennen-Offensive“ anfängliche Geländegewinne gegen die vorrückende US-Army erzielt. Das ermunterte Teile der US-Regierung, intern für einen Separatfrieden mit Deutschland einzutreten. Die Allianz der beiden anglo-amerikanischen Kriegsparteien USA und UK mit der UdSSR stand von Anfang an auf wackeligen Beinen und war schon vor Kriegsende zerbrochen. Die Restauration der alten Verhältnisse in der neugegründeten Bundesrepublik war die zwangsläufige Folge jener ‚Affinitäten‘ in den USA mit den NS-Eliten. Das ganze Ausmaß dieser Kooperation wird seit den 1960er Jahren von engagierten Historikern und Publizisten offengelegt.
So zum Beispiel:
https://archive.org/details/wall-street-und-der-aufstieg-hitlers
Wall Street und der Aufstieg Hitlers by Antony C. Sutton; Sutton, Antony C.
Erstpublikationsdatum: 1976
Sutton hat noch mehr Brisantes über die US-Eliten geschrieben, der Historiker Marian Füssel ordnete 2018 einen Teil dessen unter „Verschwörungstheorien“ ein. Für mich ist dieser Totschlagbegriff eher ein Ansporn, sich eine solche Argumentation genauer anzuschauen.
Sehr treffend bemerkt! Und ohne die massive Einflussnahme aus den USA seit Ende des Ersten Weltkriegs hätte es auch keine Nazis in der deutschen Regierungsverantwortung gegeben.
von Sutton gibt es auch „Die Wallstreet und die bolschewistische Revolution“. Es gibt aber auch andere Quellen die belegen dass zwischen US-Konzernen und der UdSSR seit 1918 Verbindungen existierten bzw. US-Konzerne dort tätig waren.
Hilter war schwul. Und ein großer Teil seines engeren Kreises, der auch in Esoterikpraktiken geschwelgt hat, war schwul. Was soll man machen.
Alles das bleibt unvollständig ohne die Erwähnung US-amerikanischer Einflüsse, sei es in der Person von John McCloy, sei es hinsichtlich der Verbindungen innerhalb der Finanz- und Konzerneliten, sei es über den Einfluss der Geheimdienste auf nahezu alle relevanten öffentlichen und privaten Einrichtungen des deutschen Staates. Die Geschichte ist viel größer, als der Text das andeuten mag!
Ein wichtiger Fehler, den linke Anhänger der sog. „Faschismustheorie“ prinzipiell immer wieder machen, ist die Ausblendung jener spezifisch nationalsozialistischen Merkmale beim Dritten Reich, die den deutschen „Faschismus“ (ich benutze dieses Wort des Verständnisses halber einmal ausnahmsweise) von anderen autoritären Regimen unterscheidet und in negativer Hinsicht herausragt.
Diese spezifisch nationalsozialistischen Besonderheiten (z.B. Antisemitismus und Rassismus, die ganz besondere nihilistische Amoralität und Gewaltbereitschaft, die ganz besondere Konzentration auf Krieg, die Bemühungen zur wirtschaftlichen Autarkie innerhalb eines Großraumes ohne Einmischung raumfremder Mächte/Unternehmen, die so sehr herausgehobene Bedeutung von Hitler als Chef, der Vorrang der Politik vor der Wirtschaft, das Aufgreifen sozialistischer Kollektivideale – bloß eben nicht international, sondern auf die sog. „NS-Volksgemeinschaft“ bezogen) passen nämlich nicht recht in die primär ökonomisch denkende Faschismustheorie der Komintern und ihrer Epigonen wie z.B. Adorno.
Es sind dies nämlich Merkmale, die eben gerade nicht so recht zum liberalen Kapitalismus passen und die gleichzeitig auch weit über die Anstrengungen des sog. „Klerikalfaschismus“ zur Stabilisierung traditioneller und klerikaler Strukturen hinausgehen.
Durch den schon krampfhaft anmutenden Versuch, die sehr viel komplexere historische Wirklichkeit in die Gedankenschublade linker Ideologie (-> „Faschismus“) zu pressen, ergibt sich eine getrübte und stark reduzierte Wahrnehmung des bewussten historischen Phänomens.
Die Aufarbeitung der NS-Zeit ist so gut wie abgeschlossen und dürfte weltweit hinsichtlich ihrer Intensität, Selbstkritik und Vielschichtigkeit bezogen auf andere Staaten mit blutiger Vergangenheit geradezu einmalig sein.
Abwegig ist die Vorstellung, durch eine womöglich noch stärkere Aufarbeitung – die dann auch noch zur Ausprägung linkssozialistischer Werte und Verhältnisse führen soll – eine Wiederholung von Krieg, Gewalt und Irrationalität verhindern zu können. Das lässt sich eben leider nicht verhindern, denn der Mensch an sich ist so, wie er eben ist.
Das Einzige, was man aus der Geschichte lernt, das ist, dass der Mensch als Gattungswesen eben nichts aus der Geschichte und ihrer Aufarbeitung lernt. Und jede Generation fängt neu von vorn an.
Von daher besteht kaum ein Zusammenhang zwischen der Aufarbeitung der lange zurückliegenden
NS-Zeit und den heutigen politischen Verwerfungen, Phänomenen und Desastern. Gewiss wäre eine ausgeprägtere pazifistische Orientierung der Gegenwartsdeutschen wünschenswert, doch wäre es verkehrt, diese im Establishment (nicht im Volk) leider nur mäßig stark ausgeprägte Haltung, mit zu wenig Aufarbeitung zu erklären. Hier irrt Herr Bernhard.
Sein Irrtum besteht darin, dass er glaubt, die Menschen könnten aus der Geschichte lernen und Einsichten von einer Generation auf die ein oder zwei Folgegenerationen übertragen wie man etwa ein Haus vererbt. Das geht nicht!
Jede Generation fängt für sich selbst in weiten Teilen (nicht vollständig, aber doch in weiten Teilen) von vorn an. Schicksal.
Im Gegenteil ist extrem wenig aufgearbeitet worden, weil viele Informationen gar nicht, nicht mehr, oder noch nicht verfügbar sind. Das, was zum etablierten Wissen und zur herrschenden Meinung wurde, ist das, was eben als stehende Wahrheit gewünscht wurde, nicht mehr, nicht weniger!
Die „Aufarbeitung der NS-Zeit“ in der BRD, wo im grossen Ganzen die Nazi-Eliten integriert, das deutsche Volk hingegen kollektiv schuldig gesprochen wurde, als „weltweit hinsichtlich ihrer Intensität, Selbstkritik und Vielschichtigkeit bezogen auf andere Staaten mit blutiger Vergangenheit geradezu einmalig“ zu beschreiben – das ist, wenn man so will, Wort für Wort zutreffend, allerdings nur im Sinne genau dieser Eliten: Oben machten die Nazis weiter, und desto nützlicher war es natürlich für sie, wenn sich unten jeder schuldig fühlte. Eine solche „Aufarbeitung“ festigt ganz wunderbar die bereits etablierte Hackordnung: die Untertanen nehmen die Schuld ihrer Eliten stolz auf sich und sehen sich dafür auch noch als Vorbilder für die ganze Welt.
@Benjamin Kradolfer
Ihre Kritik an der Kollektivschuld-These ist zu begrüßen. Da haben Sie recht!
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Nennen Sie mir irgendein Land auf der Erde, dessen politische Führung ebenfalls schwere Verbrechen zu verantworten hatte, das auch bloß genauso viel aufgearbeitet hat wie Deutschland.
Richtig! Sie werden keines finden.
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Ihre Behauptung, dass „die Nazis im Westen oben einfach weitermachten“, stimmt aber nicht.
Das ist bloß DDR-Propaganda gewesen.
Erstens gab es ja in Westdeutschland keine politische Kontinuität im Hinblick auf die typischen Elemente der
NS-Agenda, wenn man mal vom nachvollziehbaren und sinnvollen Antikommunismus absieht.
Von einem nazistischem Weitermachen kann also überhaupt keine Rede sein. Hinzu kommt, dass man die „Reeducation“ durch die Siegermächte nicht vernachlässigen darf.
Entscheidend ist, dass die NS-Ideologie nach 1945 keine Fortsetzung erfuhr.
Die bloße Tatsache, dass es nach 1945 im Westen eine kapitalistische Kontinuität gab, ist indessen erstens begrüßenswert und zweitens im Hinblick auf das hiesige Thema belanglos, da die kapitalistische Ordnung ja überall (vom Ostblock abgesehen) die Normalität darstellte. Folglich wäre es unsinnig, aus der Kontinuität von Kapitalismus eine „faschistische“ Kontinuität zu schlussfolgern.
Zweitens machte mitnichten die Masse der Nazis weiter – und „oben“ schon gar nicht – denn Oberländer und Globke waren auch in den 1950er und 1960er Jahren eher Ausnahmen. Sehr viele vergleichbare Karrierefortsetzungen gab es nämlich nicht. Ja, Filbinger und Gehlen gelang es auch.
In stärkerem(!) Maße belastete Personen wurden im Westen im Allgemeinen oft aus ihren Ämtern entfernt oder aber ihnen wurde zumindest eine weitere Karriere verwehrt. Ja, es gibt bedauerliche Ausnahmen, z.B. bei Juristen.
Und jene Personen, die trotz NS-Parteibuch auch nach 1945 in Ämtern blieben oder wieder in Ämter eintraten, verhielten sich dann im Großen und Ganzen recht akzeptabel, wie z.B. Bundeskanzler Kiesinger. Entscheidend ist, in welchem Maße sie sich in die neue vom Westen geprägte parlamentarische Ordnung integrierten, so wie das ja auch bei einer Reihe ehemaliger DDR-Funktionsträger der Fall war und ist. Und in dieser Hinsicht kann man zufrieden sein. Natürlich gab es auch eine Reihe von Ausnahmen. Eine Ausnahme ist aber eben nicht die Regel.
Im Gegensatz zur antiaufklärerischen Agitprop des Forenten WW gibt es in diversen Veröffentlichungen eine nachvollziehbare Quellenlage:
Das Urteil sprach der Präsident des Obersten Gerichts der DDR, Heinrich Toeplitz, Mitglied der CDU und selbst rassisch Verfolgter. Neu war die Exakte Beweiskette dafür, dass der Völkermord zuerst durch Gesetz begangen, ehe er physisch vollzogen wurde. Wegen «in Mittäterschaft begangenen, fortgesetzten Verbrechens gegen die Menschlichkeit in teilweiser Tateinheit mit Mord» wurde Globke in Abwesenheit zu lebenslangem Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt.
Bästleins Fazit zum DDR-Prozess: «Diese Zusammenhänge wurden in Deutschland erstmals im Globke-Urteil umfassend dokumentiert. Das Oberste Gericht nahm dabei durchweg richtige historische Einordnungen vor, und diese übertrafen das damals herrschende Niveau bei weitem. … Die juristischen Ableitungen und Einordnungen der von Globke entworfenen NS-Normativakte waren fehlerfrei; die deutsche Geschichtswissenschaft erreichte dieses Niveau erst mehr als 40 Jahre später.»
Ohne die Vorarbeit des Juristen Globke wäre der Holocaust nicht möglich gewesen. Er schuf die juristischen Voraussetzungen für den Massenmord. «Globke gehört zu den Haupttätern in diesem Bereich.» Seine Verurteilung zu lebenslanger Haft war nach nationalem und internationalem Völkerrecht korrekt.
Schlimmer konnte es nicht kommen, zwischen dem CDU-Staat und dem Antifaschismus. Im ND hieß es in einem Kommentar: Adenauers rechte Hand ist rechtskräftig ein Zuchthäusler. Bästlein sieht darin Propaganda, aber der Satz beschreibt eine Tatsache. Dieses Skandalon lag nicht beim ND. Auch wenn es insgesamt mit Begriffen wie «Weltgericht» oder «Fortsetzung des Eichmann-Prozesses» die eigene Wahrnehmung in der Welt stark überhöhte und damit Glaubwürdigkeit verlor.
Adenauer war jedoch durch nichts zu bewegen, auf diesen Mann im Kanzleramt zu verzichten. Globke war «der zweite Mann im Staat». Er bereitete jede Regierungsentscheidung vor, hatte die Justiz fest im Auge, legte die Prioritäten fest. Das erste Gesetz, das im Bundestag verabschiedet wurde, war 1950 das Amnestie-Gesetz für NS-Täter! Über Globkes Schreibtisch gingen alle wichtigen Personalfragen. Er bestimmte den Umgang mit dem umstrittenen Art. 131 GG, der den Weg frei machte zur Weiterbeschäftigung der NS-Eliten. Und stand etwa die Frage im Raum, wer Präsident des Bundesgerichtshof werden sollte, so hatte ein jüdischer Liberaler keine Chance gegen ein Mitglied des einstigen Reichsgerichtes. Globke ebnete der Organisation Gehlen den Weg und ließ über sie die Opposition geheimdienstlich überwachen (auch SPD-Politiker wie Heinemann, Posser, Brandt, Wehner).
Die öffentliche Kritik an diesen Zuständen hielt sich in der Bundesrepublik im Kalten Krieg in Grenzen. Außer der jüdischen Journalistin Inge Deutschkron hat eigentlich niemand gegen den Altnazi protestiert, sagten die Historiker bei jener Buchvorstellung. Stattdessen habe Globke bei der Renazifizierung ganze Arbeit geleistet: Zwei Drittel der 9000 westdeutschen Richter und Staatsanwälte hatten schon unter Hitler gedient. Im Bundesjustizministerium, etwa in der Abteilung Strafrecht, waren 77 Prozent der leitenden Beamten einstige NSDAP-Mitglieder. Im Bundeskriminalamt war es nicht besser: Ende der 1950er Jahre kamen im höheren Dienst zwei Drittel aus der SS. Beim BND hatte die Hälfte der Mitglieder eine NS-Vergangenheit.
Auch die DDR wollte oder konnte nicht völlig auf ehemalige NSDAP-Mitglieder verzichten. Aber ihre Personalpolitik zeigte doch, das man nicht in solch perversem Ausmaß auf das Nazi-Erbe von acht Millionen NSDAP-Mitgliedern angewiesen war. Im Bereich Innere Sicherheit, also in der Staatssicherheit, der Volkspolizei und der höchsten Leitungsebene des Innenministeriums, arbeiteten bis 1970 zehnmal weniger einstige Parteigenossen (Pgs), nämlich 7 Prozent. Auf der mittleren Ebene des Innenministeriums sollen es 20 Prozent gewesen sein; auch die Armee setzte auf Sachkenntnis. Doch wirklich Schwerbelastete kamen nirgends in Verantwortung. Die Wiederverwendung beschränkte sich, bis auf wenige Ausnahmen aus der mittleren Ebene, auf niedere Chargen und nominelle NSDAP-Mitglieder, deren Werdegang überprüft wurde, was im Einzelfall Jahre dauern konnte.
Im Westen dagegen gehörten schwer Belastete aus der NS-Funktionselite sehr bald wieder zur neu-alten Elite im öffentlichen Dienst und in der Wirtschaft. Als Kanzleramtschef Globke, der in der Bundesrepublik als unbelastet entnazifiziert worden war, im Oktober 1963 zusammen mit Adenauer zurücktrat, hatte er das Werk der personalen Renazifizierung der Bundesrepublik abgeschlossen. Es habe in der BRD bestenfalls «Streicheleinheiten für Mördernazis» gegeben, so im selben Jahr der Philosoph Ernst Bloch. Von Globkes Erbe hat sich die Bundesrepublik bis heute nicht erholt. Das lässt sich nur mit Absicht erklären. Ostdeutsche mussten nach der Vereinigung den Eindruck gewinnen, dass sie das auch spüren sollen.
(Daniela Dahn, Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute / Die Einheit – eine Abrechnung, S. 106-109)
Und als man sich die Sendung „die Anstalt“ noch anschauen konnte, wurde auch dort dargelegt, daß der erste Bundestag der BRD aus mehrheitlich ehemaligen NSDAP Mitgliedern bestand.
Also die deutsche Elite des Großkapitals kann man nicht abbringen von denjenigen, die damals im Schlepptau derjenigen waren, die die jüdischen Betriebe im Reich ihren damaligen Eigentümern weg nahmen:
https://www.johanna-quandt-stiftung.de/medien-preis
Dafür durfte ich mir früher, als ich noch viel in der Weltgeschichte herumgekommen bin, ab und zu mal ein „Nazi“ anhören, und konnte es denen nicht mal übel nehmen.
https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/may/24/germany-nazi-past-gaza-media-prize-state
Darum sind das fake news:
„Die Aufarbeitung der NS-Zeit ist so gut wie abgeschlossen und dürfte weltweit hinsichtlich ihrer Intensität, Selbstkritik und Vielschichtigkeit bezogen auf andere Staaten mit blutiger Vergangenheit geradezu einmalig sein.“
Es gab hierzulande nie eine Aufarbeitung des Nationalsozialismus.
Diese dunkle Vergangenheit Deutschlands wird heute nur noch dazu benutzt, den politischen Gegner „Nazi“ zu schimpfen.
Derweil ist heute die Enkel-Generation der Nazis an den Schalthebeln der Macht. Unglücklicherweise kommen einige von denen (Merz, Habeck) aus alten füher einflussreichen Nazi-Familien. Einige der Enkel scheinen durchaus positive Erinnerungen an ihre Opas (gehabt) zu haben. Unser Kanzler Merz schickt sich sogar an, den katastrophalsten Fehler der deutschen Nazis (Krieg gegen Russland (Sowjetunion)) zu wiederholen. Um das zu verhindern kommt Medwedew jetzt mit der Idee um die Ecke, Merz nach Russland zu bringen (Trumps Entführung von Maduro lässt grüßen), bevor Merz den Krieg weiter eskalieren kann und womöglich Millionen Menschen sterben werden.
Auch wenn die Aufarbeitung ziemlich unzureichend und mangelhaft war, war das immer noch mehr als andere Ländern mit ihrer Vergangenheit gemacht haben. Aber zu behaupten die Aufarbeitung wäre abgeschlossen ist so falsch, daä es belustigend ist.
„Nie wieder!“, als Begründung für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, oder das willentliche Wegsehen bei den Nasen in der Ukraine. Also gelernt hat man da offenbar nicht viel. Oder die allgegenwärtigen fehlplatzierten Hitlervergleiche. Jeder, den man nicht mag, erklärt man heute zum nächsten Hitler. Also eine Aufarbeitung war das eigentlich nicht.
„…immer noch mehr als andere Ländern mit ihrer Vergangenheit gemacht haben.“ Welche andern Geschichts-Aufarbeitungen in welchen andern Ländern haben Sie denn so genau studiert, dass Sie wertende Vergleiche anstellen können? Bitte konkrete Beispiele.
Ich habe von 1983-2013 in der BRD und Gesamtdeutschland gelebt und leugne nicht, dass da die Nazi-Zeit in der Öffentlichkeit sehr prominent und lautstark vorkam; ich behaupte auch nicht, dass mein Land, die Schweiz, mit ihrer Nazi-nahen Vergangenheit gründlich aufgeräumt habe. Aber spätestens seit dem Mauerfall und der sog. Wiedervereinigung empfinde ich die Siegermentalität, mit der Westdeutschland sich „seinen“ Osten zurückgeholt hat, als in einer allzu unseligen Tradition stehend, und dass diese Tradition zuvor in Dauerschleife öffentlich „aufgearbeitet“ wurde, scheint mir mehr und mehr Makulatur.
In dieser unseligen Tradition sehe ich auch einen deutschen Kanzler, der stolz verkündet, dass Deutschland in Bälde über die stärkste Armee Europas verfügen müsse – weiss der Kanzler nicht, dass das letzte Mal eine deutsche Armee anno 1939ff. die stärkste Europas war? und wenn für diesen Kanzler und seine ganze Entourage ganz selbstverständlich der Russe die grosse Bedrohung für die Deutschen ist und selbstredend gegen diesen die deutsche Armee so stark werden muss – weiss er nicht, dass die Operation Barbarossa 1941 mit dieser stärksten Armee Europas ebenfalls gegen den bösen Russen losging, Resultat: 27 Mio Tote allein auf russischer Seite, und dennoch kein deutscher Sieg… Ist es etwa die Vergangenheits-Bewältigung des Kanzlers und seiner Entourage, die da fordert: Revanche für diese Schmach?
Das grosse Geschenk der deutschen Wiedervereinigung hingegen – wem hat Deutschland das zu verdanken, wenn nicht dem Russen? Das ist aber bereits wieder vollkommen vergessen und Deutschlands Bestimmung, Europas Grossmacht zu sein und die Welt vor dem bösen Russen zu retten, offenbar von Gott gewollt….
Geht solcherlei zusammen mit erfolgreicher Geschichtsbewältigung? Wenn ja, wozu dann überhaupt Vergangenheit aufarbeiten?
Dass es diese Aufarbeitung nie wirklich gab, sondern sie nur ein potemkinsches Dorf der in den Sechzigern linksgewendeten Bourgeoisie war, kann man deutlich am Umgang der heutigen Politikergeneration mit den fortlaufenden Verbrechen des jüdischen Staates erkennen, der sich in das zu verwandeln scheint, was ihn einst verfolgt hat.
Hierzulande gilt dazu der Grundsatz: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen und vor allem nichts wissen.
Für Menschen, die aus dem Nationalsozialismus gelernt haben, wäre es eine Unmöglichkeit zuzusehen, wie aus purer Rache über 70.000 Menschen, davon 30.000 Kinder via Bomben (aus eigenen Ardenalen gespendet?) massakriert werden.
Die ganzen anderen Unsäglichkeiten, vom Jugoslawien Krieg bis zur sog. „regelbasierten Ordnung“ verblassen daneben. Und darüber hinaus wird uns diese nicht erfolgte Aufarbeitung jetzt den dritten Krieg gegen Russland und die völlige Zerstörung Deutschlands bescheren.
Nach dem ganzen Pomp, der hierzulande um die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus getrieben wird, ein katastrophaler moralischer Bankrott.
Warum soll die Vergangenheitsbewältigung gescheiterz sein? Sie hat doch nie stattgefunden!
In meiner tempotären Heimatstadt Würzburg läuten jährlich zur Zeit des Bombenangriffs alle Glocken. Auch der Judendeportation wird mit diversen Stolpersteinen und einem Denkmal vor dem Bahnhof gedacht.
Nichts zu finden ist über die (auch in Würzburg) verhungerten Sowjetsoldaten, noch über die östlichen Zwangsarbeiter. Das Gedenken ist halt selektiv.
Einzig auf den Seiten der Stolpersteininitiative ist dann noch etwas zu finden. Die Sowjetsoldaten seien selber schuld, hat die Sowjetunion (Stalin) die Haager Landkriegsordung nicht unterzeichnet. Weswegen man sie also in Kriegsgefangenschaft glatt verhungern lassen konnte.
Die Zwangsarbeiter waren zudem ungebildet, nicht einmal lesen konnten sie. (die deutschen Texte). Ausserdem seien es viel zu viele gewesen (Klemperers LTI lässt grüssen) und sie würden ja gar nicht aus Würzburg stammen, also Fremde sein.
Das ist die rassistische Argumentation des dritten Reiches auf den westlichen Seiten einer Opferinitiative. Von Vergangenheitsbewältigung oder deren Aufarbeitung ist dieser Teil Deutschlands noch ganz weit entfernt.
In Sachsen-Anhalt will die AfD übrigens die (schulischen) KZ-Gedenkstättenbesuche streichen, um sich dem westlichen Unwissenheitsniveau besser anzupassen.
Davon hab ich noch nichts gehört und darum mal die KI befragt:
„Kurz gesagt: Nein, dafür gibt es derzeit keinen belastbaren Beleg. Die AfD Sachsen-Anhalt will die schulische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit allerdings deutlich verändern, und ihre Bildungspolitik könnte die bisherigen Gedenkstättenfahrten indirekt gefährden.“
es gibt eine Debatte in LSA dazu und insbesondere ablehnenden und abwertende Äusserungen von Tillschneider zu KZ-Gedenkstättenbesuchen.
Im aktuellen Wahlprogramm LSA gibt es den Abschnitt „Geschichte erinnern, Soldatisches Opfer ehren!“.
Die AfD redet da ganz sicher nicht vom Erinnern an den kriegsverbrecherischen Kommissarbefehl des OKW zur Gefangenenexekution durch die Wehrmacht vom 17. Juni 1941. Im Wahlprogramm euphemisiert die AfD dann geschichtsfälschend die in den beiden deutschen Angriffs- und Eroberungskriegen des 20. Jahrhunderts gefallenen Soldaten als bei der Verteidigung (!) Deutschland gefallen.
kleine Korrektur: Die sowjetischen Soldaten hießen bis 1946 Rotarmisten. Und natürlich wurde der faschistische Kommissarbefehl westlich der Elbe von den Tätern verschwiegen, blieb er dort weitestgehend unbekannt.
Das helle, idealistische Menschenbild, welches hinter den Zeilen des ersten Artikelabsatzes aufleuchtet, ist faszinierend, weil es zunehmend am Erblassen ist, ähnlich dem gesamten Zeitgeist der 70er (siehe auch Kommentar von Wirth). Als Ende 40jähriger kann ich mir den damaligen Erfolg dieser Denkfigur nur erklären durch den geistigen Schock, ausgelöst durch die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs. Die Nachkriegsgeneration musste sich sozusagen an ein solches positives Menschenbild klammern oder alle Hoffnung endgültig fahren lassen.
Kurz zur Erläuterung. Der Autor (von Hause aus Pädagoge) schreibt: „Wäre sie (die Entnazifizierung) gelungen, hätte es keine Remilitarisierung der BRD gegeben, wäre der Kapitalismus in seine Grenzen verwiesen worden, hätte die neoliberale Doktrin nicht die gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmen können. Rechte Parteien hätten keinen gesellschaftlichen Nährboden für ihr Weltanschauungen und Ideologien gefunden. Die Bundesrepublik hätte nicht zu einer der größten Rüstungsexporteure der Welt aufsteigen können.“
Das würde ja bedeuten, dass der Mensch – mehr noch, jeder Mensch! – über eine Art moralischen Muskel oder auch Gehirnregion verfügt, die im pädagogischen Sinne trainiert werden kann. Ist sie erst einmal genügend ausgebildet, verfügt der Zögling über einen objektiven inneren Beobachter, der treffsicher Gut von Böse unterscheiden kann und das auch noch bezüglich hochkomplexer weltpolitischer Vorgänge. Erkennt dieser neutrale innere Detektor nun das Böse, lässt sich der Mensch nicht länger verführen, etwa durch das Versprechen auf eine wirtschaftlich abgesicherte Existenz (durch eine Anstellung in der Rüstungsindustrie etwa).
Je größer der zeitliche Abstand zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, umso deutlicher tritt wieder ein realistischeres Menschenbild in den Mittelpunkt, z.B. jenes: Richtig, als Soldat in den Krieg zu ziehen ist seitdem deutlich unattraktiver geworden, dennoch kann ein Kriegsherr wohl zu jeder Zeit auf ein Pool williger junger Männer (Beispiel Söldnerarmee) zurückgreifen, auf pädagogischem Wege lässt sich an einer gewissen Grundverteilung nichts ändern.
@ mare:
»realistischeres« ist vielleicht nicht ganz richtig, wie wäre es mit „auch vorhandenes“ Menschenbild? Es gibt eine Variante des Menschen, die sich in einer direkten Konfrontation als wahrhaftig empfindet, den Krieger oder die Kriegerin, und welche sich eher nicht durch Gemeinsinn auszeichnet (im Einzelfall muss natürlich genau hingesehen werden, was Anlage und was Aneignung ist).
Durch alle Zeiten und Regionen ist diese Variante vorhanden, als ein „nice to have“ akzeptiert, durch Berufsarmeen oder einfach »Soldateska« eingehegt, solange die dort ausgiebig spielen durften, doch diese Variante wurde nicht immer so umfangreich idealisiert, wie das im Westen wieder nach WKII in den 1980er begonnen hatte.
Bspw. in Hollywood durch Figuren wie Schwarzenegger oder Stallone repräsentiert (wobei ich »Rambo – First Blood« als Transformation oder Hybrid bezeichnen würde, der einerseits Antikriegsfilm ist, aber andererseits die Wehrhaftigkeit des Einzelkämpfers feiert), mit Bruce Willis wurde das in »Die Hard« ins Zivile überführt: Der Protagonist trägt eine unsichtbare, innere Polizeiuniform und will vorgeblich nur sein Familie beschützen, während er ausländische Pseudo-Terroristen (schlicht Kriminelle) bekämpft und dabei ganz nebenbei ein Symbol des fremden japanisches Kapitalismus, den Wolkenkratzer, ruiniert…
Einer der absurdesten Höhepunkte der Penetration der Zivilgesellschaft war dann der „Krieger des Lichts“ bei den Yoga-Freunden. Auch kann man sich fragen, warum seit Jahrzehnten massiv in die Spielindustrie investiert wird und diese entsprechend wächst. Was vorher eine Randerscheinung war, Computer- & vor allem Fantasy-Rollenspiele, ist seit den 1990ern eine Massenerscheinung. Überhaupt spielen Menschen mehr als jemals zuvor. Natürlich gibt es auch Spiele, die Kooperation fördern, doch Ziel der allermeisten Spiele ist es, einen Konkurrenten, Gegenspieler, Gegenüber zu besiegen.
Die »Aufarbeitung der faschistischen Vergangenheit« ist gescheitert, weil sie nicht fortgeführt und angepasst wurde, sondern über Jahrzehnte nur in holen Ritualen der Selbstläuterung praktiziert und so versandete. Wer meint, es würde reichen, eine Gesellschaft einer 10jährigen Kochwäsche namens „Entnazifizierung“ zu unterziehen und dann ist alles rein, verkennt, dass das eine generationenübergreifende Aufgabe ist. Und ja, die ist gescheitert.
„Das würde ja bedeuten, dass der Mensch – mehr noch, jeder Mensch! – über eine Art moralischen Muskel oder auch Gehirnregion verfügt, die im pädagogischen Sinne trainiert werden kann. Ist sie erst einmal genügend ausgebildet, verfügt der Zögling über einen objektiven inneren Beobachter, der treffsicher Gut von Böse unterscheiden kann und das auch noch bezüglich hochkomplexer weltpolitischer Vorgänge.“
Genau das tritt ein bei einer sozialistischen Schulbildung, wenn dann noch das Elternhaus stimmt, hat der „Zögling“ einen moralischen Kompass, der sehr wohl von gut und Böse unterscheiden kann. Weil er unter anderem den Zusammenhang von Kapitalismus und Krieg durchschaut hat. Im übrigen erkannten diese „Zöglinge“ auch die Fehler im Sozialismus der DDR. Genauso wie sie heute die Fehler in der Politik der Bundesrepublik erkennen und deren Machtstrukturen dahinter.
Als kleines Zwischenfazit zeigt sich wieder, dass es für Linke unerträglich ist, wenn andere als sie selbst Utopien verwirklichen wollen. Linker Terror ist doch viel schöner als rechter Terror. Der totale Verfügungsanspruch linker Regimes über das Individuum zur Umsetzung der Beglückungsfantasien schafft doch erst die beschworene solidarische Gemeinschaft. Totalitarismus von Rechts ist dagegen natürlich völlig inakzeptabel.
Ohne eine tragende Masse von ca. 80 Prozent wäre der Zauber nicht möglich gewesen.
Warum wendeten sich die Menschen von den Sozialdemokraten ab und den Kommunisten nicht zu ?
Woher kam die Begeisterung ?
Da der Autor auf diese Fragen nicht eingeht verbreitet sein Text eine ähnlich faszinierende Aura die auch das neueste schwarze Mercedesmodell hat
und sonst weiter nichts.
Irritierend, dass der Begriff „Corona-Zeit“ nur ganz kurz in einem Nebensatz auftaucht ohne irgendwelche weiteren Ausführungen. Ich kann mir das nur mit der kollektiven Verdrängung erklären, von der auch der Autor betroffen zu sein scheint. Die Corona-Zeit als bizarre Variante der Hitler-Zeit hätte unbedingt mindestens ein Viertel des Artikels belegen müssen.
„Man solle es doch mal gut sein lassen“, hört man oft wenn man den Finger in diese offene Wunde legt. Man stelle sich vor jemand hätte 1950 gesagt, man solle es dooch mal gut sein lassen mit der Aufarbeitung.
Die Corona-Zeit ist noch lange nicht vorbei, wir sind immer noch mittendrin.
„Aufarbeitung“
Irgendwie frage ich mich allmählich, was genau sowohl der Autor, Herr Bernhard als auch einige andere Leser eigentlich unter „Aufarbeitung“ verstehen? Der Begriff wird oft verwendet, und zwar sogar in herausgehobener Stellung, aber gar nicht richtig definiert.
Was soll denn mit „Aufarbeitung“ gemeint sein?
a) die nüchterne historische Analyse der NS-Zeit,
b) die Deutung der NS-Zeit allein im kommunistischen Sinne und die Verbreitung dieses ideologischen Narrativs,
c) die juristische Bearbeitung der Taten und der Täter,
d) die Wiedergutmachung für die Opfer,
e) der Versuch, Verhältnisse zu schaffen, die eine Wiederholung ausschließen (z.B. „Erinnerungskultur“ oder durch eine andere Art der Erziehung ?
zu a) Hierüber sind Berge an Literatur verfasst worden, in der es um die Entstehung der NS-Tyrannei und die verschiedenen förderlichen Bedingungsfaktoren geht. Unmöglich und auch unnötig, hier Genaueres zu erwähnen.
Kann mir nicht vorstellen, dass hier auf kurze Sicht weitere Bücher noch viel Neues bringen.
Es mag aber sein, dass mit größerem zeitlichen Abstand und mit weiterer Perspektive, vielleicht in 50 oder 100 Jahren ein Historiker noch etwas Brauchbares veröffentlicht
zu b) Angesichts der Subjektivität und Unwissenschaftlichkeit eines solchen Unternehmens erübrigt sich die ernsthafte Beschäftigung damit.
zu c) Die juristische Aufarbeitung hat in unterschiedlich starkem Maße stattgefunden. Sie war längst nicht nicht perfekt, übertraf aber das, was im Hinblick der Aufarbeitung von Regierungskriminalität in vielen anderen Fällen geleistet wurde. Da die Täter inzwischen alle verstorben sind, hat sich die Sache heute ohnehin erledigt.
zu d) Es hat Versuche und Anstrengungen zur Wiedergutmachung gegeben – übrigens von Seiten Westdeutschlands weit mehr als durch die DDR (Beispiel: Leistungen an Israel). Ob diese Bemühungen ausreichten, ist eine andere Frage, auf die hier nicht einzugehen ist.
Angesichts des Todes nahezu aller Opfer, die das NS-Regime überlebt hatten, hat sich aber auch dieses Thema erledigt. Wiedergutmachungsansprüche hängen an konkreten („natürlichen“) Personen und können nicht vererbt werden.
Dies ist übrigens auch ein Grund, warum heute polnische Reparationsforderungen völlig abwegig sind. Abgesehen davon hat Polen mit etwa einem Viertel des ehemaligen deutschen Staatsgebietes bereits Reparationen in absolut gigantischer Höhe erhalten.
e) Ein schöner, aber hoffnungsloser Traum. Unter bestimmten äußeren Voraussetzungen geschehen eben bestimmte unschöne Dinge. Es ist der Mensch selbst, der Mensch als Gattungswesen, der hier unvollkommen ist. Daran werden auch Gedenkstätten und Erziehungskonzepte wenig oder nichts ändern.
Auch im Hinblick auf die „Erinnerungskultur“ ist zu erwarten, dass hier weit mehr Hoffnungen bestehen als dass es echte Resultate gibt. Wie schon gesagt: Jeder Mensch und jede Generation lernt für sich selbst neu. Es ist abwegig zu hoffen, man könnte so etwas an spätere Generationen weitergeben oder vererben.
Es würde mich nicht wundern, wenn in 30 oder 50 Jahren die heutigen NS-Gedenkstätten von den dann lebenden Menschen für ebenso alt und fremd gehalten werden, wie es für uns heutige Deutsche die Kriegerdenkmäler des Ersten Weltkriegs sind oder jene Denkmäler für 1870/71 (deutsch-französischer Krieg. Man kann das nicht aufhalten. Die Zeit geht weiter und jede Sache historisiert irgendwann.
Fazit: Die Sache ist heute abgeschlossen, egal wie gut oder schlecht sie gelungen ist.
Eine echte Aufarbeitung der Nazi-Zeit hätte zB das Gespür der Bevölkerung für totalitäre Tendenzen erhöht und den Diskurs im sozialen Umfeld geschärft, wo Macht übergriffig wird, wo man sich dagegenstellen muss.
Statt dessen marschiert das Volk wieder gemeinsam mit der Macht – gegen Sündenböcke. Das ist also das exakt gleiche Muster wie damals: waren damals die Sündenböcke ua die Juden, sind es heute Corona-Maßnahmenkritiker oder AfD-Anhänger.
Aufarbeitung kann nicht gewesen sein, wenn genau dich gleichen Mechanismen wieder greifen können: ein Volk durch (subtile) Propaganda fehlleiten in einen Wahn (heute zB Viren, Klima, Migrationsförderung, Gender, Digitalisierung, Globalisierung, …).
Nur weil zur Nazi-Zeit die Macht dramatisch sichtbar war und heute die Macht eher verschleiert und weniger sichtbar brutal daherkommt, hat sich ja nichts geändert. ZB dass man heute schon wieder in in einen Krieg geführt wird.
@ratzefatz
„Eine echte Aufarbeitung der Nazi-Zeit hätte z.B. das Gespür der Bevölkerung für totalitäre Tendenzen erhöht und den Diskurs im sozialen Umfeld geschärft, wo Macht übergriffig wird, wo man sich dagegenstellen muss.“
Ja, ein guter Gedanke. Derartiges wurde in den 1950er Jahren nicht geleistet, übrigens weder im Osten noch im Westen.
Allerdings ist es unsicher, ob ein solcherart ausgeprägtes Gespür 1933 viel geholfen hätte? Es war ja auch so, dass son Seiten der SPD und de KPD in der Tat erhebliche Teile der Bevölkerung so ein Gespür besaßen.
Man sollte aber zudem berücksichtigen, dass es spätestens nach der fälschlicherweise „Röhmputsch“ genannten Mordaktion vom Sommer 1934, die ja regierungsseitig angeordnet worden war, klar war, dass man sich mit zivilem Ungehorsam oder Demonstrationen gegen das Regime in Lebensgefahr brachte. Die Übergriffigkeit des diktatorischen Staates war zwar deutlich erkennbar geworden, aber es war schon zu spät, als dass ein Gespür der Bevölkerung für totalitäre Tendenzen und ein geschärfter Diskurs im sozialen Umfeld noch ein erfolgreiches Dagegenstellen möglich gemacht hätten.
Man muss weiterhin berücksichtigen, dass ein solches Gespür in dieser Zeit praktisch nirgends auf der Welt sonderlich ausgeprägt war. Auch in den westlichen Demokratien – und in den Ostblockstaaten erst recht – existierte ein ziemlich unkritisches Verhältnis gegenüber der jeweiligen Staatsmacht. Die staatliche Autorität wurde auch in Frankreich oder in den USA nicht so leicht hinterfragt. Erst mit der Revolte von 1968 begann sich das zu ändern und erreichte dann in den 1970er und 1980er Jahren ein beachtliches Niveau.
Das Kuriose ist nun aber, dass gerade jene Epigonen der Achtundsechzigerzeit, die heute den Ton angeheben, von einer kritischen Haltung gegenüber den Staatsorganen überhaupt nichts mehr wissen wollen und sogar versucht haben, einen so zweifelhaften Rechtsbegriff wie die „Delegitimierung des Staates“ (in Wahrheit wohl nicht Delegitimierung des Staates, sondern einzelner Staatsvertreter) einzuführen.
lieber herr wirth –
„abgeschlossen“ ist höchstens die tür mit der aufschrift ‚arbeit macht frei‘, hinter der es vieles zu erkennen gibt –
allerdings nützt reines erkennen nix, wenn es dabei an empathie mangelt und infolgedessen z.b. schulden zu (sonder-)vermögen (v)erklärt werden können …
mitgefühl ist keine schande, kann aber zwischenmenschliche brücken bauen, die belastbarer sind, als jede noch so wohltönende topdown-erkenntnis
Man weiß nicht, ob’s eine Folge der westdeutschen Bildung ist oder ob eben bewußt die Unwahrheit erzählt wird.
Wiedergutmachung nach einem Kriege heißt REPARATIONEN (reparare: wiederherstellen, ersetzen). Diese haben die westlichen Besatzungszonen und dann der westdeutsche Separatstaat praktisch _überhaupt nicht_ geleistet. Wohlgemerkt nach dem zerstörerischsten Krieg, den die Menschheit bisher erleben musste.
Gezahlt hat der Osten.
Nach dem 17. Juni 1953 verzichteten die SU und Polen auf weitere Reparationen, um die DDR nicht weiter ökonomisch zu destabilisieren. Die heutigen polnischen Regierungen sagen, dass die Polen damals zum Verzicht gezwungen wurden und also noch jede Menge Reparationen ausstehen. Davon müssen Sie doch gehört haben; es taucht doch regelmäßig in der Presse auf.
Als zu Beginn des Jahres 1990 in der Westpresse das sog. Schürer-Papier auftauchte, dass der DDR in nächster Zukunft drastische ökonomische Schwierigkeiten prophezeihte (und dessen Zahlen nicht stimmten), da trat in Bremen eine Initiative von Wissenschaftlern und Politikern an die Öffentlichkeit, die vorschlug, der DDR den bundesdeutschen Anteil an den getätigten Reparationen zu zahlen.
Ich zitiere aus den Ausführungen der erwähnten Initiative:
„… Die interalliierte Reparationsagentur (IARA) bezifferte die Reparationen, die aus den drei Westzonen geleistet wurden, mit 517 Millionen Dollar zum Kurs von 1938. Dies entspräche einer Summe von 2,16 Milliarden DM zum Kurs von 1953. Die Leistungen der früheren Sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, bezifferte das Innerdeutsche Ministerium im Jahr 1985 mit 66,4 Milliarden Reichsmark von 1944, denen 99,14 Milliarden DM von 1953 entsprächen.
Macht eine Summe von 101,23 Milliarden DM aus allen vier Zonen, oder für jeden der 67,8 Millionen Deutschen des Jahres 1953 eine Reparation von 1.494,86 DM. Die BRD hätte, an ihrer 53er Einwohnerzahl von 49,8 Millionen gemessen, 74,4 Milliarden DM zahlen müssen, hat aber nur knapp über zwei Milliarden aufgebracht. Bleibt eine Differenz von genau 72.228.375.856 DM, die der DDR seit dem 31. Dezember 1953 geschuldet sind. An jenem Tag wurden die Reparationsentnahmen abgeschlossen. …“ Usw.
https://taz.de/727-Milliarden-DM-fuer-die-DDR/!1780379/
Was Israel angeht: Die BRD verpflichtete sich im Luxemburger Abkommen vom 10. September 1952 3,45 Mrd DM an Israel zu zahlen, davon 2/3 in Form bundesdeutscher Waren. (Quelle: Marwecki – Absolution. Israel und die deutsche Staatsraison, 2024, S. 21)
Konrad Adenauer . . .
. . . „Der Reichsverweser der Nazis“
mit seinem Nazi-Troß, Blank, Globke, Gehlen, Speidel, Werner Best usw.
hat für den nahtlosen Übergang von Nazi -Deutschland zum US-Protektorat
BRD gesorgt.
Parteien wurden von Anglo-Amerika ischen Think-Tanks unterwandert und deren Parteigänger mit besonderen Posten und pekuniären Wohlsten bedacht !
Wer heute darauf achtet stellt fest, nicht nur die Politik, Wirtschaft, Militär,
Geheimdienste entpuppten sich als dienstbare Geister der Anglo-Amerikaner, sondern auch das Fernsehen und die Presselandschaft, mit wenigen Ausnahmen !
Adenauer und die CDU gründete dann noch ihren Eigenen Geheimdienst, um
wie heute, angebliche „Vaterlandslose Gesellen“ ausfindig zu machen.
Also genau wie das heute wieder praktiziert wird . . .
Typisch für die Konservativen und Rechte . . .
Die Westbindung Deutschlands und der
initiierte Russenhass. . . .Wahlslogan der CDU “ Alle Wege führen nach Moskau“ . . . war das Aus der Aufarbeitung des Nationalsozialismus !
Auf einmal wurde alles für den nächsten „Harkenkreuzzug“ vorbereitet.
Die heutige „Stalingrad 2.0″ Fraktion aus CDU,CSU,SPD, Die Grünen, Die Linke und auch AfD, es sind Nazis.
Und wer es nicht weiß, Deutschland ist an vielen Völkermorden direkt oder indirekt beteiligt gewesen . . .
als Verbündete der Türkei im 1.Weltkrieg schaute man großzügig weg,als die Armenier abgeschlachtet wurden.
Im 2.Weltkrieg folgte der Holocaust
und heute schauen wir wieder weg, als auf die Straße zu gehen, weil andere (Juden) für uns“ die Drecksarbeit“ machen ! ( Zitat BlackRock Merz, Kanzler der Ukrainer).
Die erneute Restauration der verheerenden NS-Zeit scheint vor der Tür zu stehen.
Wer hochgradig korrupte ukrainische Faschisten als „Demokraten und Freiheitskämpfer‘ darstellt wie Scholz, von der Leyen und Merz, der muss auf seinen Geisteszustand dringend untersucht werden . . . .
Lasst Euch von der Propaganda nicht besoffen mache . . .
Faschismus ist kein nationales Problem, der heutige Faschismus ist ein weltweites Problem.
Da das Kapital weltweit aktiv ist und weltweit die grössten ‚1000‘ Unternehmen beeinflusst.
Die Grundsteine dazu, wurden über die Kolonien gesetzt und später als die Ideologie hinzukam, wurde in den ‚1960‘ ziger Jahren, Bombenteppiche über die Länder verteilt, die eine falsche Ideologie verfolgten. In den 60ziger Jahren wurde das ‚deutsche Wirtschaftswunder‘ ermöglicht, durch das Hilten Agreement in der Schweiz und wurde durch etliche westlichen „Mächte‘ ratifiziert, darunter auch der Vatikan als Vermittler. Die Verstrickungen ineinander haben dazu geführt, daß die ehemalige BK sagte: TINA
Das bedeutet daß diese Simulationen weiterhin bestehen, da die Masse mit zu viel Müll täglich gefüttert wird.