Unkabarettistische Anstalten

Die Anstalt erklärt die Anstalt.
Leonhard Lenz, CC BY 4.0, via Wikimedia CommonsAnstalt

Die Anstalt mit Uthoff und von Wagner ist in aller Munde – sie inszeniert sich gerade als letzter Tummelplatz »unserer Demokratie«. Sie hat längst die Pfade des Kabaretts verlassen und macht Politaktivismus. Ein persönlicher Rückblick.

Die Macher der Anstalt gegen das ZDF: Weil der Sender verbot, dass ein Musikus mit problematischen Lyrics in dem sogenannten Kabarett-Format auftreten dürfe, zeigen die Verantwortlichen der Sendung Gesichtchen. Sie simulieren eine Meinungsvielfalt, die im ZDF offenbar noch immer ausgelebt werden dürfe – gemessen werden könne das jetzt an den Widerworten Uthoffs und von Wagners. Freilich basierend auf Gratismut, denn die heißen Themen würde die Anstalt nicht anfassen. Tut sie es doch, so liefert sie stets Themenverfehlung. Das war nicht immer so – darauf kommen wir gleich zurück.

Man könnte die Causa auch so lesen: Der Sender hat den Auftritt des Barden namens Danger Dan – endlich Berühmtheit für ihn! – auch deshalb nicht genehmigt, weil dessen Text den Satirikern den letzten Rest versetzen könnte. Die Anstalt war mal eine Sendung von Reputation – längst hat sie sich, haben sich die Macher, verloren in ideologischen Gräben. Das Zuschauerinteresse schwindet seit Jahren, sicher auch, weil die Verantwortlichen längst staatsverträgliches »Kabarett« machen – und weil sie längst mehr Politaktivismus betreiben, denn Kleinkunst. Unterstreichen lässt sich diese Entwicklung anhand der Quoten. Die Affäre um jenen Dan hat der Sendung letzte Woche einen »Quotenrekord für dieses Jahr« beschwert: 1,79 Millionen Menschen schalteten ein – zum Vergleich: in den Jahren vor der Pandemie lag man so gut wie immer bei weit über zwei Millionen Zuschauern. Die Anstalt hat sich in den letzten Jahren verloren – sollten die Programmverantwortlichen dabei zusehen, wie der Auftritt von Danger Dan die Sendung noch mehr ins Abseits drängt?

Gratismut und Vorbereitung der Willkommenskultur

Der Comedian Christoph Sieber wusste nach dieser Geschichte gleich festzuhalten, dass die AfD gar nicht wirklich regieren müsse, denn sie tue es indirekt längst. Er interpretierte das Auftrittsverbot seitens des Senders als Kotau vor dieser Partei. Woher er dieses Hintergrundwissen hat, blieb freilich – gedeckt von der Kleinkunstfreiheit – im Vagen. Unter Umständen war es ja auch völlig anders. Vielleicht hat man sich im Sender gefragt, ob dieser Auftritt dem angeschlagenen Image dieses »Kabarett«-Formats diene oder ob es Danger Dan eher noch mehr ramponiere. Muss man sich als Sendung, die im Grunde die Politik mit Humor aufspießen soll, zum Sprachrohr einer freudlosen Antifascho-Lyrik machen, die überhaupt keinen kabarettistisch-aufklärerischen Wert darstellt?

Über Jahre hat die Anstalt einen Weg beschritten, vor dem die Altvorderen des Metiers sich noch aus gutem Grunde gescheut hätten. Ob von Hildebrandt bis zu Polt: Natürlich hatten – und haben, den Polt weilt zum Glück noch unter uns – diese Kabarettisten eine Haltung. Man konnte sie greifen, wenn man deren Programme kannte, sie sich quasi verinnerlichte. Sie banden dem Publikum aber ihre Haltung nie plump auf die Nase. Ja, sie wären auch nicht auf die Idee gekommen, ihren Zuschauern irgendwelche drittklassigen Haltungsvokalisten vorzusetzen, damit die die lästige Aufgabe der Haltungsvermittlung übernehmen – das wäre unter deren kabarettistischer Würde gewesen. Oder treffender: Hätte das Kabarettistische hinter sich gelassen, wäre als eine Spielart der Agitation verstanden worden. Bei Gerhard Polt geht es so weit, dass er Fragen zur Stoßrichtung seiner Programme, oder zu seinem Antrieb, nie konkret beantwortet, manchmal bleibt er sogar in der Rolle der von ihn gespielten Charaktere und antwortet unverbindlich. Denn ein Kabarettist, der sich erklärt, verliert seine Magie – wenn man nun Uthoff und Kollegen dabei zuschaut, wie sie im Studio sitzen und den Streit mit ihrem Sender thematisieren, dann darf man sich eines getrost klarmachen: Kabarettistisch greifen solche, die sich selbst banalisieren, ganz sicher nicht mehr – aber gut, das haben die Nämlichen vorher schon nicht mehr.

Die Anstalt startete im Frühjahr 2014 fulminant. Die Krim-Krise beleuchtete das Format mit großer Könnerschaft. Heute glaube ich – und die folgenden Sätze sind persönlich eingefärbt –, dass das ein Zufallstreffer war. Damals konnte man noch, anders als heute, kritisch mit der Ukrainepolitik des Westens umgehen. Auch andere taten das seinerzeit. Es erforderte also letztlich keinen großen Mut, eine Sendung zu konzipieren, die die Thematik sachlich beleuchtet – hätte es allerdings Mut erfordert, so hätten die Verantwortlichen der Anstalt eine solche Sendung nicht gemacht. Einschieben muss ich noch, dass die Anstalt damals einen wunderbaren Rechercheur hatte, einen Mann namens Ekkehard Sieker, der der Sendung schon seit einigen Jahren ganz grundlegend fehlt. Die Corona-Zeit und ihre Maßnahmen-Ekstase belegen das: Prompt servierten die Macher Ausgaben der Sendung, die nicht die Regierenden kritisch beleuchteten, sondern ganz im Gegenteil, die ihnen Mut zusprachen. Wolfgang Wodard, Kritiker der Corona-Politik der Bundesregierung der ersten Stunde, wurde dort wegen seiner Frisur vorgeführt und zu einem Verschwörungstheoretiker umdefiniert. Damals war ich schon längst kein Zuschauer mehr – ich hatte mich im Laufe des Jahres 2015 verabschiedet. Denn eine Sendung aus dem Herbst 2014 hing mir nach. Die Anstalt bereitete kulturell die später so unterkomplex stattfindende Willkommenskultur mit vor.

Manipulation statt Kabarett

Am 18. November 2014 befasste sich die Sendung mit der deutschen Flüchtlingspolitik. Sie tat das durchaus angemessen – wenn man auch aus heutiger Perspektive nicht mehr überall mitgehen möchte. Dass sich Deutschland im Zuge des Dublin-Verfahrens einen schlanken Fuß machte, die europäischen Anrainerstaaten mehr oder weniger alleine ließ mit der Problematik wachsender Flüchtlingsströme und nebenher auch noch eine internationale Politik stützte, die Fluchtursachen schürte, gilt aber bis heute als zutreffend. Am Ende holte man einen Chor syrischer Flüchtlinge ins Studio. Diese spezielle Sendung bekam im Folgejahr den Grimme-Preis zugesprochen. Die Syrer sangen andächtig, die Stimmung im Studio schwenkte zur Ergriffenheit über, ja sie war geradezu pathetisch – und ich gebe zu, auch ich am TV-Gerät hatte Tränen in den Augen.

In den Wochen nach dieser Sendung fühlte ich mich jedoch seltsam manipuliert. Überstieg das nicht das, was Kabarett leisten sollte? Müssen mich Spaßmacher, denen es im Kern sicherlich ernst ist mit dem, was sie auf der Bühne zeigen, wirklich zur Rührung bringen? Im ersten Moment mag es sicherlich Absicht gewesen sein, dem Publikum ein Gesicht der Menschlichkeit in die Wohnzimmer zu senden. Mit etwas zeitlichem Abstand fühlte es sich allerdings wie ein Holzhammer an, den man direkt auf den Hinterkopf bekam. In jenem Herbst 2014, ein Jahr bevor die Dämme brachen, war das Thema zwar virulent, aber im Wesentlichen doch größtenteils theoretischer Natur. Ab dem September 2015 ging es in die Praxis über, änderte sich dieses Land auf frappierende Weise – 500.000 Menschen oder mehr kamen ins Land. Teils ohne Papiere. Viele Bürger sorgten sich, hegten Ängste. Sie fühlten sich von der Politik überrumpelt, ebenso wie die Regierungen anderer europäischer Länder, die von dem deutschen Alleingang brüskiert wurden. In jener Zeit begann etwas um sich zu greifen, was heute in einer Meisterschaft kultiviert ist, die man eigentlich nicht für möglich halten kann: jede Kritik an Regierungspolitik wird sofort in eine rechte Ecke gestellt und direkt mit der deutschen Vergangenheit verwoben. Wer damals also fürchtete, dass seine Kommune die Flüchtlingsströme nicht stemmen würde, wer fehlende Integrationsforderungen monierte oder wer die Gefahr des Islamismus aufs Tapet brachte, der galt schnell als potenzieller Neonazi, dem man möglichst schnell das Wort abdrehen müsse.

In diesem Klima ist mir der syrische Chor, der ein Jahr zuvor bei der Anstalt auftrat, immer wieder in den Sinn gekommen. Ich gebe zu, als ich jetzt nach dieser damaligen Sendung recherchierte, überraschte es mich, dass sie schon vor 2015 ausgestrahlt wurde. In meiner Erinnerung fand sie nach jenem wegweisenden September statt. Das ändert aber nichts daran, dass ich mich in jener Zeit auf eine Art und Weise manipuliert glaubte, die einem Kabarett von Güte nicht entspreche. In den ersten Monaten verteidigte ich sogar noch die Aufnahme von Hunderttausenden in Deutschland, Geld spielte dabei keine Rolle, der Mensch sollte alleine zählen. Es wäre unfair, diese meine Haltung von damals nur der Anstalt zuzuschreiben, die mit ihrer Sendung großen Einfluss auf die Zuschauerschaft ausübte. Doch bis heute fühle ich mich unwohl beim Betrachten der damaligen Sendung. Sicher, der Chor macht seine Sache ganz gut – und warum sollte er diese Chance nicht ergreifen und im deutschen Fernsehen auftreten? Aber musste es in der Anstalt sein, musste das Kabarett seine Stellung emotional so missbrauchen? Schon Anfang 2015 hielt ich mich wegen dieser Geschichte von der Sendung fern, bis dahin hatte ich keine Folge verpasst.

Kabarett muss nicht mehr witzig sein

Das klassische Kabarett geht davon aus, dass das anwesende Publikum – auch das vor dem Fernseher – aus intelligenten Individuen bestehen könnte. Man attestiert also denen, die einem zuschauen, dass sie die Nuancen der Kritik verstehen, die Verwinkelungen des Vorgetragenen begreifen, die Doppeldeutigkeiten erkennen. Es ist daher nicht nötig, sein Publikum hauruckartig zu manipulieren oder zu beeinflussen. Aus dem mehr oder weniger kunstvoll präsentierten Kleinkunstbeitrag ergibt sich im besten Falle eine Gemengelange, die der Zuschauer »mit nach Hause nimmt«. Dort setzt er sich mit der Unterhaltung, die das Kabarett ja auch sein will, auseinander und versteht – mit etwas Glück – die Komplexität gewisser politischer Vorgänge. Diesen »klassischen kabarettistischen Weg« hat die Anstalt durchaus noch in den ersten Monaten ihrer Existenz vertreten. Wenn vielleicht nur aus Zufall oder aus Gründen des Glücks. Mit dem Auftritt des Chores verließ man die Pfade des Kabaretts, man übte sich in Agitation, setzte auf spaßbefreite Emotionen statt auf humoristische Argumente. Ich will es nochmals ganz offen sagen: Als Zuschauer fühlte ich mich missbraucht – die Debatte um die Flüchtlingspolitik wollte ich nüchtern verfolgen, nicht indem ich emotionalisiert werde.

Ich habe das der Anstalt nie verziehen. Um menschlich zu denken, brauche ich ohnehin auch keine Bajazzos, dafür gibt es ganz andere Instanzen. Was glaubten denn diese Leute, wer sie seien, dass sie ihrem Publikum ein »Kabarett« vorsetzen dürfen, das sich in der Agitation verliert? Im Laufe der Jahre wurde dann – ich sah es nur noch aus der Ferne, Wodargs Frisur-Kritik wurde mir damals lediglich zugetragen – auch noch sehr Staatshöriges als eine Form des Widerständigen präsentiert. Stichwort: Gratismut. Es braucht doch keinen Mut, einen wie Danger Dan singen zu lassen. Das Publikum, das der Anstalt blieb, kennt diese Anbiederung doch längst. Mutig ist es eher, einen solchen Auftritt zu unterbinden. Ich lasse allerdings an dieser Stelle offen, ob ein solches Verbot richtig oder falsch ist. Aber ich bin geneigt zu glauben, dass die Öffentlichkeit womöglich nicht alles weiß, was diese Causa betrifft. Schöner Nebeneffekt für die öffentlich-rechtliche Kamarilla ist hierbei, dass man Meinungsvielfalt simulieren und Streitkultur suggerieren kann.

Rückblickend ist es kein Verlust, dieser Sendung schon lange die Treue aufgekündigt zu haben. Eine Weile schaute ich mir – so ehrlich muss ich dann doch noch sein – Ausschnitte an, später aber nicht mal mehr das. Das Oberlehrerhafte Uthoffs wiederholte sich zu oft, sein Timing schien zudem ständig verzögert, sein stimmlicher Pathos ödet schnell an – die unterkomplexe Mimik seines Partners hat man indes so oft gesehen, es ist kaum mehr zu ertragen. Hinter den Mienen der vermeintlichen Spaßmacher stecken dann Herrschaften mit starkem Sendungsbewusstsein – ihr Programm bei der Anstalt hat daher immer auch einen viertklassigen Anstrich, denn ihr künstlerisches Repertoire ist nicht nur stark limitiert, auch ihre Themenschwerpunkte verlieren sich im Klein-Klein der Tagespolitik. Anders die großen Könner, von denen ich vorhin sprach: Polts Stücke sind Meisterwerke – sie sind voller Witz und voller Wahrheiten, er schaut den Menschen aufs Maul, kommt aber am Ende nie mit »der Moral von der Geschichte«, denn er begriff sich nie als Volkserzieher. Schramm war hingegen als Rentner Dombrowski ein Poet des Zornes, der immer nur in seiner Rolle erzieherisch sein wollte, ohne dabei den Humor auf der Strecke zu lassen. Die heutigen Zuständigen der Anstalt lassen den Humor aber lieber mal beiseite, um mit den herrschenden Ideologien Schritt halten zu können. Wie etwa Uthoff, der in einem Soloprogramm über die finanziellen Einbußen menstruierender Frauen kündete und weshalb Tampons kostenfrei sein sollten – bezahlt vom Steuerzahler und auch von Steuerzahlerinnen, so viel zur ökonomischen Kenntnis der Kulturschaffenden. Dabei wirkt Uthoff auch noch viel weniger witzig als verbiestert. Alles in allem sind das recht unkabarettistische Anstalten, die da gemacht werden.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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25 Kommentare

  1. Mal wieder nach langer Zeit ’nen De Lapuente gelesen.

    Reife Leistung – über die „Flüchtlingskrise“ und die „Willkommenskultur“ schwadronieren, ohne die endlosen West/US-Kriege in der Region zu erwähnen. Nebenbei: die „Flüchtlinge“ arbeiten überwiegend in den Billiglohn-Branchen. Die bringen mir Pakete und räumen die Regale im Supermarkt ein.

    Anstalt und Heute-Show gucke ich schon lange nicht mehr; nicht mal Ausschnitte auf Youtube. Für mich hat der gesamte Artikel Null Neuigkeitswert, auch wenn ich Robertos Verriss der Anstalt weitgehend teile..

    1. Warum muss man bei der Flüchtlingskrise immer wieder die US/West-Kriege erwähnen?
      Es scheint schon so, als ob dort eine gleiche Schlange an wörtern wie in den Staatsmedien im Ukrainekrieg gebildet werden muss:
      der „Völkerrechtswidrige Angriffskrieg Putins auf die Ukraine“.

  2. Ich bin immer ein großer Freund des Kabaretts gewesen.
    Als Kind lernte ich bei meinen Eltern die „Lach- und Schießgesellschaft“ kennen, v.a. Dieter Hildebrand, den ich immer sehr bewunderte, auch später, er war das Maß für mich, an dem ich anderes Kabarett gemessen habe.
    Da saß dann auch mal ein amtierender Bundeskanzler, Willi Brandt, in den Zuschauerreihen und hat herzlich mit gelacht, wenn er selber durch den Kakao gezogen wurde, absolut unverstellbar heut zu Tage, unsere Politmimosen kommen doch sofort mit dem Staatsanwalt.
    Auch die Anstalt habe ich früher gerne gesehen, wo Georg Schramm dabei war und Urban Priol, der noch nicht vom Sender kastriert war.
    Der Bayer mit dem Hut, der Name will mir nicht einfallen, hat doch da mal die legendäre Goldmann-Sachs-Tafel aufgebaut und deren Vernetzung dargelegt, das war Klasse!
    Auch Volker Pispers war wirklich gutes Kabarett, aber mittlerweile?
    Im ÖRR ist das, was da an „Kabarett“ gesendet wird, den Namen nicht mehr wert.
    Außer Lisa Fitz fällt mir kaum jemand ein.
    Was der Autor über die „Anstalt“ schreibt kann ich ansonsten unterschreiben.
    Das politische Kabarett in Deutschland ist tot, ich empfinde das als Kulturverlust!

    1. guten tag,
      ich darf sie vielleicht auf dieses mädel aufmerksam machen: Lisa Eckhart… ich bin sicher, sie werden sehr zufrieden sein… 🙂
      sometimes

    2. Der Kabarettist mit Hut: könnte es sich um Erwin Pelzig handeln? Der trat meines Wissens auc ab und zu bei Priol und Schramm auf und hatte auch eine eigene Sendung. Lange her.

      1. Jaaaaaaaaaa, schönen Dank!
        Erwin Pelzig, große Klasse; seine Sendung habe ich auch gerne gesehen,
        einmal hat er den Trittin derartig vorgeführt, das dessen Spießertum und
        Humorlosigkeit offen zu Tage trat, ohne das Trittin das merkte!

        1. Mit bürgelichem Namen Frank Markus Barwasser. Der Pelzig ist seine Bühnenfigur. Kene aber nur die eine von ihm. Auf die Spitze treiben konnte es Georg Schramm. Den hab ich mal live erlebt, und erst spät gemerkt, dass nicht nur der Lothar Dombrowski, Oberstleutnant Sanftleben und Alt-Genosse August, sondern auch der „Georg Schramm“ in dem Programm eine Kunstfigur war. Und zwar die eines neoliberalen Motivationstrainers. Ganz großes Kabarett!

    3. Der Kabarettist war Erwin Pelzig gespielt von Frank-Markus Barwasser. Das war übrigens auch derjenige, bei dem Seehofer vor vielen Jahren mal sagte: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“

      Ach ja und Bayer ist der nicht, sondern Franke. ;o)

    4. Übrigens gibt es auf Youtube Nikolai Binner. Den finde ich erfrischend politisch inkorrekt und teils wirklich richtig lustig. Das ist einer, bei dem das Publikum nicht Hahaha lacht, sondern Hohoho (mit so einem dreckigen Unterton, weil man genau weiß, dass der gerade was gesagt hat, was die Regierenden aber so gar nicht hören wollen), weil der teilweise wirklich an die politischen Schmerzpunkte geht. So muss/müsste Kabarett meiner Meinung nach sein.

      Allerdings haben Jakobiner halt keinen Humor.

  3. Ist der RDL eigentlich jetzt AfD-Wähler? Ich erinnere mich an seinen Text, sein Viertel ist herunter gekommen. Nur finde ich das trotzdem traurig, wenn man selbst mit teils Migrationshintergrund es nicht schafft eine (marxistische) Kritik zu formulieren. Danger-Dan schafft das übrigens auch nicht. Vergleiche mit Olle Schneemond:

    https://www.youtube.com/watch?v=Lc747loZZao

    Mich hat allerdings nicht die Anstalt aufgeregt, sondern der Grüne, der Ole und Simon stalkt. Darüber habe ich mich so sehr aufgeregt, sogar vorhin noch beim Joggen, dass ich über einen Stein gestolpert bin und es mich gelegt hat. Zum Glück nix groß passiert. Was mich bei dem Grünen so aufgeregt hat? Dass er wie Agent Smith aus der Matrix daherkommt, die Banalität des Bösen. Oh das darf man ja so nicht sagen!

    Bei den Anstalt-Typen ist doch so, dass sie übernommen haben. Der Eine hat ein „von“ im Namen – immer ein Warnzeichen. Eigentlich war von Anfang an erkennbar, dass die das nicht konnten. Am Anfang hatten sie aber wohl noch gute Texter, Rechercheure? Natürlich gibt es im ÖR die geistig-moralische Zeitenwende. Was sollen sie auch sonst tun, damit sie weiter ihr Geld bekommen? Im höheren Management ist viel politisch besetzt. Ich frage mich ja dann immer nur: Die sind ja auch alt – wie lange soll das Siechtum noch dauern? Wie lang noch bis zur Rente? Können die Frührente machen? Haben die schon ein Häuschen in der Toskana neben Harpe Kerkeling und unserer Kanzerlin der Herzen? Mich überrascht dabei immer, dass es bestimmte Leute immer noch gibt, wenn ich mal nach einigen Jahren von ihnen höre und mich erinnere wie furchtbar die auch damals waren. Aber TV ist ja auch so ein typischer Job für obere Mittelschicht, bisschen rumlabern vor Publikum oder im Studio, schöne vom Staat finanzierte Abenteuerreisen nach Bolivien….

  4. Kabarett braucht das Subversive, diesen Schlag gegen Gewissheiten. Im zeitgenössischen Kabarett verfolgt das eigentlich nur Lisa Eckart ( ihre Einlagen unter der Gürtellinie geschenkt) Andreas Rebers z.T. . Was die Anstalt macht ist reine Akklamation, so wie es im DDR Kabarett verstanden wurde, die gute Sache Sozialismus durch „Aufdecken von Missständen“ noch besser zu machen.

  5. Hildebrandt war ein wahrer Meister der unvollendeten Sätze. Statt brachial SEINE Botschaft zu präsentieren, riß er den Satz an, und ließ ihn sein Publikum im Kopf vollenden. Als er zur ersten Folge symbolisch „den Staffelstab“ an die Macher der Anstalt übergab (damals noch Schramm und Priol), war das aber schon ein deutlicher Verweis auf den Verfall des Fernsehkabaretts. Denn die Erben des Scheibenwischers Riechling und Jonas hatten das Format schon runtergewirtschaftet So sehr, dass Hildebrandt von seinem Markenrecht Gebrauch machte, und ihnen den traditionsreichen Namen entzog. So entstand der „Satiregipfel“, der irgendwann zur Ein-Mann-Show Dieter Nuhrs verkam. Einem extrem unlustigen Agitator von der „unlinken“ Seite.

    Aber auch andere Kabarettisten haben längst den Schwanz eingezogen. So auch der erwähnte Christoph Sieber, der spätestens mit der Coronazeit ins „Verteidigungsministerium“ gewechselt ist. Auch sein einstiger TV-Partner Tobias Mann wurde irgendwann zwangseingenordet. Bis dahin war das durchaus sehenswert…

    Mich würde interessieren, wo Pispers heute stünde. Hätte er standgehalten oder wäre auch er eingeknickt? Die eine oder andere Äußerung zur Coronazeit war ja schon merkwürdig…

  6. Ein paar Gedanken zur Lektüre:

    „Die Anstalt mit Uthoff und von Wagner ist in aller Munde“
    Schon dieser erste Satz wirkt auf mich seltsam, denn ich kenne diese „Anstalt“ gar nicht:
    Ehrlich, ich übertreibe nicht: Ich habe noch nicht eine einzige Folge gesehen. Auch nicht fünf oder zehn Minuten.

    Ein paar Zeilen später …
    Aha, das ist also eine Fernsehsendung im ZDF, eine kabarettistische.
    Nun, wir schon erwähnt, kenne ich sie gar nicht.
    Weshalb sollte ich mir ausgerechnet im ZDF – ausgerechnet dort – eine solche Sendung ansehen, wo es mir doch mitunter schon schwer fällt, den mir schon fast zu glatt- und weichgespülten Dieter Nuhr zu ertragen, den die „politisch-korrekten“ Zeitgenossen hingegen für nicht „politisch-korrekt“ genug halten.

    Wieder ein paar Zeilen später …
    Es ist also ein politisches Kabarett, und der Autor moniert, dass man den Zuschauern da die eigene Haltung/Meinung sehr nahe bringt. Sehr nah.
    Hat irgendwer etwas anderes erwartet???

    Was sind das dann aber für Leute, die sich eine kabarettistische Politsendung im ZDF reinziehen?
    Ausgerechnet dort !
    Ja, was ist es denn nun: politisches Kabarett oder eine kabarettistische Politiksendung?
    Ist es politisches Kabarett?
    Nein!
    Der Begriff „politisches Kabarett“ würde ja bedeuten, dass das Kabarett im Mittelpunkt stünde und nicht die Politik.
    Ja, was sind das für Menschen, die sich das ansehen ???

    Ich frag mal eine KI, um wie viel Uhr die Sendung läuft …
    Aha, das beginnt überhaupt erst um 22.15 Uhr.
    So spät also erst. Hui!
    Was sind das für Menschen, die um 22.15 Uhr statt sich das Nachtzeug anzuziehen und die Zähne zu putzen eine dubiose TV-Sendung reinziehen, die sogar womöglich erst um elf oder sogar nach elf Uhr nachts endet??

    Antwort:
    Das sind wahrscheinlich erstens junge Menschen, die am nächsten Morgen nicht früh zur Arbeit fahren, sondern ein sog. „Studium“ absolvieren. Also Studenten, deren erste Veranstaltung erst um 9.15 Uhr oder 10.15 Uhr beginnt.
    Zweitens mögen es jüngere Rentner sein, also solche, die grün wählen oder die jene bewusste Kanzlerin gewählt haben.
    Drittens könnten es Berufstätige sein, deren Arbeitszeit erst am Vormittag beginnt, z.B. um 8.30 Uhr oder gar erst um 9 Uhr. Also Werktätige, deren berufliche Wertschöpfung sich vermutlich nicht auf nützliche physische Dinge wie Dachdecken, Altenpflege oder Brötchenverkauf bezieht …

    Ich lese De Lapuentes Text weiter …
    Dann ein Satz, den ich mir unterstreiche:
    „Mit dem Auftritt des Chores verließ man die Pfade des Kabaretts, man übte sich in Agitation, setzte auf spaßbefreite Emotionen statt auf humoristische Argumente. “
    Hatte ich´s doch gleich geahnt: Agitation!
    Die Zuschauer wollen also ihre ohnehin schon vorhandene Meinung auf „witzige“ Art bestätigt bekommen und sich sozusagen hingebungsvoll agitieren lassen.
    Erinnert mich etwas an jene bewusste „Hass-Stunde“ – ist das der richtige Name ? – in Orwells „1984“.

    So eine Sendung habe ich nun also schon seit zwölf Jahren verpasst.
    Ich werde sie weiterhin nicht beachten.

    1. „… denn ich kenne diese „Anstalt“ gar nicht:..“
      Muss man auch nicht.
      Bietet sich aber ideal als weiterverarbeitete und platzfüllende (GJSLS) „GanzjahressommerlochSchlagzeile“ an.

      Vielmehr erstaunt es allerdings, dass Sie nach den gestrigen Querelen* eine wichtige sprachliche Ausführung/freud’sche Fehlleistung übersahen:
      „Die Krim-Krise beleuchtete das Format mit großer Könnerschaft.“
      Bedeutet übertragen:
      „Gesellschaftlich relevante Themen beleuchten das OM.“ (Stimmt auffallend – also jenen, denen es auffällt.)
      RdL bevorzugte aber gewiss die Behauptung: „OM beleuchtet gesellschaftlich relevante Themen.“ 😂

      Nichts für ungut 🫣; weiß, dass Sie zumeist die Leistung von RdL/OM als exzellent betrachten.

      * Die Formulierung und das Ergebnis „..hätte fast nicht gelesen…“ war uneingeschränkt verständlich. Eleganter wäre es zwar gewesen, die zweite Aussage vor die erste zu stellen, änderte aber nichts an deren Korrektheit.

      P.S. Wie bereits oben erwähnt, ist Lisa Eckhart durchaus sehenswert, wenn man sich auf den Inhalt und nicht die Verpackung konzentriert.
      Aber Warnhinweis: nichts für arg Zartbesaitete.

      1. Zum P.S.
        Von meinen japanischen Freunden weiß ich, dass gerade die Verpackung eine Wertschätzung des Kunden bedeutet. Eine schlampige Verpackung heißt nichts anderes als: „Leck mich am A….“, eine sorgfältig, mitunter zeitraubend ausgeführte Verpackung, zeigt an, dass man den Kunden ernst nimmt und gerne wieder sehen möchte.
        Und bei Lisa Eckhart passt zur liebevollen Verpackung ja auch der Inhalt.

        1. Im P.S. stand nichts von schlampig!
          Aber nur weil SIE L.Eckharts Verpackung als liebevoll (für Viele wohl eher „kreativ“ bis provozierend gewöhnungsbedürftig*) betrachten, gilt dies nicht zwangsläufig auch für alle anderen.

          Und nein – nicht die Umverpackung ist das Wichtige (sie erregt bestenfalls positiv/negativ Aufmerksamkeit), sondern der Inhalt*.
          Um jedoch an den Inhalt zu gelangen, darf man sich nicht direkt von der Verpackung schrecken lassen, daher der Hinweis an Jene, die obige noch nie gesehen haben.**

          Ohne über einschlägige Erfahrungen (Hörensagen) zu verfügen, bin ich mir dennoch absolut sicher, dass vor allem und gerade der Japaner äußersten Wert darauf legt, NICHT zu brüskieren.

          *wer sich bereits an der („nicht üblichen“)Verpackung stößt, gelangt nicht zum Inhalt
          **anfänglich z.B. ein irgendwie geartetes und überproportioniertes „Suspensorium“.
          Halbnackt ist auch nicht Jedermanns Sache, wobei es sehr viele Personen gibt, die ich noch nicht einmal (unfreiwillig) komplett angezogen sehen wollen würde.

  7. Die Anstalt hat bis vor 10 Jahren Kabarett gemacht und sich danach von den Öffie-Anstaltsfürsten zermahlen lassen.
    Dieter Hildebrandt wäre das nicht passiert; der war ungleich kämpferischer und hat sich auch nie nur von den Öffies abhängig gemacht.

    Wer wissen will, was Kabarett ist (auch im Unterschied zu den Comedianten/Komödien), der gucke:
    — Dieter Hildebrandt oder Volker Pispers oder Georg Schramm und wie sie alle heißen.
    — Oder eben die Anstalt vor langer Zeit: https://www.youtube.com/results?search_query=die+anstalt+2014+verbotene+folge

    Wer seinen Fernseher ABSCHAFFT, lebt gesünder! Die Abschaffung der Öffies steht noch aus.

  8. Satire isr und war schon immer politischer Aktivismus. Oft der einizige, der möglich war,ohne diekt ins Gefängnis zu gehen. Herr Lapuente, Sie sind ja auch ein politischer Aktivist, kein Journalist. Von daher sollten Sie sich mit Vorwürfen zurückhalten.

  9. Der Unterschied zwischen Kabarettisten und Hofnarren ist, dass sich Kabarettisten gegen die Macht und Hofnarren an der Macht ausrichten. Die Macher der Anstalt machten früher Kabarett und heute Karriere.

  10. Klein Egon fragt Großmutter Roberta (die mit den 2 großen Schlandherzen in Tomatenform auf den Augen):

    „Großmutter, war Kabarett denn nicht schon immer auch Politaktivismus“?

    Großmutter Roberta: „Nee, erst nachdem ich das so festgelegt habe.“

    Klein Egon: „Großmutter, müssen sich denn Kabarett und Politaktivismus zwingend ausschließen“.

    Großmutter Roberta: „Ja! Denn Kabarett ist immer gut, Politaktivismus ist immer böse. Jedenfalls dann, wenn es nicht mein eigener Politaktivismus ist. Das kannst du, lieber Klein Egon, schon meinem Signalwort „UNkabarettistisch“ in der Überschrift sehen. Wer Kabarett ist, bestimme ich! Cabaret c´est moi!“

    Klein Egon: „Großmutter, du behauptest, „Die Anstalt“ wäre der LETZTE Tummelplatz „unserer Demokratie“. Dabei tummelt sich „unsere Demokratie“ doch gerade in allen Schlandflecken und quillt allerorten aus allen Schlandritzen. Hast du Dunkelflaute?“

    Großmutter Roberta: „Schlandfleckfieber.“

    Klein Egon: „Großmutter, dann ist es Zeit für die Anstalt.“

  11. Die Zeiten des großen deutschen Kabaretts und der großen Kabarettisten sind wohl endgültig vorbei.
    Erinnert sei an den „Mann mit der Pauke“, den großartigen Wolfgang Neuss. Wer bloß hat ihn mit den Drogen verführt. Damit war er für die Herrschenden keine Gefahr mehr. Immerhin haben ihn Hildebrand und andere noch materiell bis zu seinem Tod unterstützt.
    Auch Hildebrand war nur stark, wenn er die cdsU angreifen konnte, zu sehr hat ihn sein SPD-Parteibuch eingeschränkt. Aber seine Sendung mit dem Rhein-Main-Donau-Kanal war so gut, dass sie sogar der Altnazi Franz Josef Strauss in Bayern abschalten ließ.
    Mit Helmut Kohl kam die nächste Generation mit Thomas Freitag, Georg Schramm, Volker Pispers u.A.
    Pispers hat die kapitalistische Betriebswirtschaftslehre in 5 min erklärt, wofür Studierende ganze Semester brauchen. Schade dass er so abrupt aufgehört hat, und wie er irgendwo noch mal klargestellt hat, auch nicht mehr wiederkommt. Schade!
    Auch Hallervorden kann wenn er will und nicht gerade für die FDP und die CDU Wahlkampf macht.
    Soo müssen wir mit so Langweilern wie Bosetti, Nuhr, Sträter, Pufpaff oder Olaf Schubert vorlieb nehmen.

    Gut dass R.d.L. Eckkehard Sieker erwähnt. Ich konnte vor einigen Jahren einen Vortrag von ihm besuchen, und da hat er die Einflußnahme der Politik in die Sendungen des ÖRR beklagt. Er hat ja auch für die Politmagazine Panorama und Monitor recherchiert. Früher konnte man diese Magazine noch anschauen. Mal sehen, ob Monitor nach dem Weggang von Georg Restle die gleiche Wischiwaschisendung wie Report Mainz wird.

    „Die Anstalt“ ist eine reine Themensendung geworden. Die vorgetragenen Sachen sind teilweise sehr gut recherchiert und mit viel Hintergrundwissen belegt. Es mag viele hier im Forum stören, dass „die Anstalt“ die Argumente der AfD zerlegt, übrigens macht das Christoph Sieber in den WDR Mitternachtsspitzen auch. Aber denen steht es ja frei, am Donnerstag Abend im ARD Dieter Nuhr zu gucken!

  12. „… nachdem die Dämme brachen …‘

    „Flüchtlingsströme“

    Das bedienen Sie das Bild der AfD und ihren Gesinnungsgenossen. Wofür steht das Bild des Dammes denn?

  13. Fair sein: dir Anstalt war mal richtig gut. Hier das Video von 2014, wo sie nun wirklich Mut an den Tag gelegt haben:
    https://www.youtube.com/watch?v=0-n-balEEDA

    Das mit den Querdenkern lassen wir mal. Diese Steilvorlage für Kabarettisten haben sie liegen lassen.

    Dann aber in der Merkelzeit, haben sie hervorragend diese „Klimakanzlerin“ auseinander genommen. Da war in der CDU eine Verhinderungskartell, das jede Verbesserung verhinderte.

    Dann halt das hier. Der Absturz. Sie könnten eine Politik einfordern wie sie Mette Frederikson von den Sozialdemokraten in Dänemark betreibt. Knallharte Abschiebepolitik, Erhalt des Sozialstaats und energischer Klimaschutz. Sie ist äußerst beliebt und ihre Partei ist die Stärkste. Wermutstropfen: sie ist eine Kriegstreiberin gegen Russland. Ohne das hätte sie noch mehr Stimmen.
    Aber eine Frederiksen ist in D weit hinter dem Horizont. Das Thema Migration wird der AfD überlassen, die natürlich profitiert. Wie überall in Europa. Vor zehn Jahren wollte Schweden eine humanitäre Großmacht werden und nahm Flüchtlunge in großer Zahl auf. Nachdem eine Gewaltwelle über das Land lief, der U-Turn. Beidesmal mit großer Mehrheit der Bevölkerung. Damals wie heute.
    Das Lied mit Danger Dan scheiterte an seiner Schlusszeile. Dort werden Namen genannt, die im Staatsfunk als Linksterroristen markiert werden und denen wünscht er alles Gute. Genau da könnte ein kritisches Magazin wie Overton mal ansetzen. Soll hier nicht ein Linksterrorismus fabriziert werden, den es so garnicht gibt?

  14. https://youtu.be/6nVZBX1yS1Y?is=Q9pqYT61RM_RuIIq
    Von 2018
    Der Russe ist schuld
    gefühlt eine der letzten Anstaltssendungen, die noch irgendwie sehenswert war.
    Und sein Solo Programm 2017 „Gegendarstellung“ (?) in Leipzig war auch gut.
    „Was oft genug gesagt wird, ist wahr“
    Das lesen wir täglich.
    Leider ist die Anstalt den Bach runtergegangen.
    Es ist vorbei 🙁

  15. „Die Anstalt“ wurde – ebenso wie z.B. die „Mitternachtsspitzen“ im WDR – auf den „globalistischen“ Kurs geschwenkt. Bis etwa 2014 durften die noch kritisch sein und darüber berichten, was z.B. im Osten der Ukraine passierte. Aber plötzlich wurden die „gewendet“ (gezeitenwendet?) und mussten den Russen böse und Ukrainer gut und Umvolkung ganz toll finden. Und gegen Querdenker stänkern. Das ganze Programm …

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