
Die Anstalt mit Uthoff und von Wagner ist in aller Munde – sie inszeniert sich gerade als letzter Tummelplatz »unserer Demokratie«. Sie hat längst die Pfade des Kabaretts verlassen und macht Politaktivismus. Ein persönlicher Rückblick.
Die Macher der Anstalt gegen das ZDF: Weil der Sender verbot, dass ein Musikus mit problematischen Lyrics in dem sogenannten Kabarett-Format auftreten dürfe, zeigen die Verantwortlichen der Sendung Gesichtchen. Sie simulieren eine Meinungsvielfalt, die im ZDF offenbar noch immer ausgelebt werden dürfe – gemessen werden könne das jetzt an den Widerworten Uthoffs und von Wagners. Freilich basierend auf Gratismut, denn die heißen Themen würde die Anstalt nicht anfassen. Tut sie es doch, so liefert sie stets Themenverfehlung. Das war nicht immer so – darauf kommen wir gleich zurück.
Man könnte die Causa auch so lesen: Der Sender hat den Auftritt des Barden namens Danger Dan – endlich Berühmtheit für ihn! – auch deshalb nicht genehmigt, weil dessen Text den Satirikern den letzten Rest versetzen könnte. Die Anstalt war mal eine Sendung von Reputation – längst hat sie sich, haben sich die Macher, verloren in ideologischen Gräben. Das Zuschauerinteresse schwindet seit Jahren, sicher auch, weil die Verantwortlichen längst staatsverträgliches »Kabarett« machen – und weil sie längst mehr Politaktivismus betreiben, denn Kleinkunst. Unterstreichen lässt sich diese Entwicklung anhand der Quoten. Die Affäre um jenen Dan hat der Sendung letzte Woche einen »Quotenrekord für dieses Jahr« beschwert: 1,79 Millionen Menschen schalteten ein – zum Vergleich: in den Jahren vor der Pandemie lag man so gut wie immer bei weit über zwei Millionen Zuschauern. Die Anstalt hat sich in den letzten Jahren verloren – sollten die Programmverantwortlichen dabei zusehen, wie der Auftritt von Danger Dan die Sendung noch mehr ins Abseits drängt?
Gratismut und Vorbereitung der Willkommenskultur
Der Comedian Christoph Sieber wusste nach dieser Geschichte gleich festzuhalten, dass die AfD gar nicht wirklich regieren müsse, denn sie tue es indirekt längst. Er interpretierte das Auftrittsverbot seitens des Senders als Kotau vor dieser Partei. Woher er dieses Hintergrundwissen hat, blieb freilich – gedeckt von der Kleinkunstfreiheit – im Vagen. Unter Umständen war es ja auch völlig anders. Vielleicht hat man sich im Sender gefragt, ob dieser Auftritt dem angeschlagenen Image dieses »Kabarett«-Formats diene oder ob es Danger Dan eher noch mehr ramponiere. Muss man sich als Sendung, die im Grunde die Politik mit Humor aufspießen soll, zum Sprachrohr einer freudlosen Antifascho-Lyrik machen, die überhaupt keinen kabarettistisch-aufklärerischen Wert darstellt?
Über Jahre hat die Anstalt einen Weg beschritten, vor dem die Altvorderen des Metiers sich noch aus gutem Grunde gescheut hätten. Ob von Hildebrandt bis zu Polt: Natürlich hatten – und haben, den Polt weilt zum Glück noch unter uns – diese Kabarettisten eine Haltung. Man konnte sie greifen, wenn man deren Programme kannte, sie sich quasi verinnerlichte. Sie banden dem Publikum aber ihre Haltung nie plump auf die Nase. Ja, sie wären auch nicht auf die Idee gekommen, ihren Zuschauern irgendwelche drittklassigen Haltungsvokalisten vorzusetzen, damit die die lästige Aufgabe der Haltungsvermittlung übernehmen – das wäre unter deren kabarettistischer Würde gewesen. Oder treffender: Hätte das Kabarettistische hinter sich gelassen, wäre als eine Spielart der Agitation verstanden worden. Bei Gerhard Polt geht es so weit, dass er Fragen zur Stoßrichtung seiner Programme, oder zu seinem Antrieb, nie konkret beantwortet, manchmal bleibt er sogar in der Rolle der von ihn gespielten Charaktere und antwortet unverbindlich. Denn ein Kabarettist, der sich erklärt, verliert seine Magie – wenn man nun Uthoff und Kollegen dabei zuschaut, wie sie im Studio sitzen und den Streit mit ihrem Sender thematisieren, dann darf man sich eines getrost klarmachen: Kabarettistisch greifen solche, die sich selbst banalisieren, ganz sicher nicht mehr – aber gut, das haben die Nämlichen vorher schon nicht mehr.
Die Anstalt startete im Frühjahr 2014 fulminant. Die Krim-Krise beleuchtete das Format mit großer Könnerschaft. Heute glaube ich – und die folgenden Sätze sind persönlich eingefärbt –, dass das ein Zufallstreffer war. Damals konnte man noch, anders als heute, kritisch mit der Ukrainepolitik des Westens umgehen. Auch andere taten das seinerzeit. Es erforderte also letztlich keinen großen Mut, eine Sendung zu konzipieren, die die Thematik sachlich beleuchtet – hätte es allerdings Mut erfordert, so hätten die Verantwortlichen der Anstalt eine solche Sendung nicht gemacht. Einschieben muss ich noch, dass die Anstalt damals einen wunderbaren Rechercheur hatte, einen Mann namens Ekkehard Sieker, der der Sendung schon seit einigen Jahren ganz grundlegend fehlt. Die Corona-Zeit und ihre Maßnahmen-Ekstase belegen das: Prompt servierten die Macher Ausgaben der Sendung, die nicht die Regierenden kritisch beleuchteten, sondern ganz im Gegenteil, die ihnen Mut zusprachen. Wolfgang Wodard, Kritiker der Corona-Politik der Bundesregierung der ersten Stunde, wurde dort wegen seiner Frisur vorgeführt und zu einem Verschwörungstheoretiker umdefiniert. Damals war ich schon längst kein Zuschauer mehr – ich hatte mich im Laufe des Jahres 2015 verabschiedet. Denn eine Sendung aus dem Herbst 2014 hing mir nach. Die Anstalt bereitete kulturell die später so unterkomplex stattfindende Willkommenskultur mit vor.
Manipulation statt Kabarett
Am 18. November 2014 befasste sich die Sendung mit der deutschen Flüchtlingspolitik. Sie tat das durchaus angemessen – wenn man auch aus heutiger Perspektive nicht mehr überall mitgehen möchte. Dass sich Deutschland im Zuge des Dublin-Verfahrens einen schlanken Fuß machte, die europäischen Anrainerstaaten mehr oder weniger alleine ließ mit der Problematik wachsender Flüchtlingsströme und nebenher auch noch eine internationale Politik stützte, die Fluchtursachen schürte, gilt aber bis heute als zutreffend. Am Ende holte man einen Chor syrischer Flüchtlinge ins Studio. Diese spezielle Sendung bekam im Folgejahr den Grimme-Preis zugesprochen. Die Syrer sangen andächtig, die Stimmung im Studio schwenkte zur Ergriffenheit über, ja sie war geradezu pathetisch – und ich gebe zu, auch ich am TV-Gerät hatte Tränen in den Augen.
In den Wochen nach dieser Sendung fühlte ich mich jedoch seltsam manipuliert. Überstieg das nicht das, was Kabarett leisten sollte? Müssen mich Spaßmacher, denen es im Kern sicherlich ernst ist mit dem, was sie auf der Bühne zeigen, wirklich zur Rührung bringen? Im ersten Moment mag es sicherlich Absicht gewesen sein, dem Publikum ein Gesicht der Menschlichkeit in die Wohnzimmer zu senden. Mit etwas zeitlichem Abstand fühlte es sich allerdings wie ein Holzhammer an, den man direkt auf den Hinterkopf bekam. In jenem Herbst 2014, ein Jahr bevor die Dämme brachen, war das Thema zwar virulent, aber im Wesentlichen doch größtenteils theoretischer Natur. Ab dem September 2015 ging es in die Praxis über, änderte sich dieses Land auf frappierende Weise – 500.000 Menschen oder mehr kamen ins Land. Teils ohne Papiere. Viele Bürger sorgten sich, hegten Ängste. Sie fühlten sich von der Politik überrumpelt, ebenso wie die Regierungen anderer europäischer Länder, die von dem deutschen Alleingang brüskiert wurden. In jener Zeit begann etwas um sich zu greifen, was heute in einer Meisterschaft kultiviert ist, die man eigentlich nicht für möglich halten kann: jede Kritik an Regierungspolitik wird sofort in eine rechte Ecke gestellt und direkt mit der deutschen Vergangenheit verwoben. Wer damals also fürchtete, dass seine Kommune die Flüchtlingsströme nicht stemmen würde, wer fehlende Integrationsforderungen monierte oder wer die Gefahr des Islamismus aufs Tapet brachte, der galt schnell als potenzieller Neonazi, dem man möglichst schnell das Wort abdrehen müsse.
In diesem Klima ist mir der syrische Chor, der ein Jahr zuvor bei der Anstalt auftrat, immer wieder in den Sinn gekommen. Ich gebe zu, als ich jetzt nach dieser damaligen Sendung recherchierte, überraschte es mich, dass sie schon vor 2015 ausgestrahlt wurde. In meiner Erinnerung fand sie nach jenem wegweisenden September statt. Das ändert aber nichts daran, dass ich mich in jener Zeit auf eine Art und Weise manipuliert glaubte, die einem Kabarett von Güte nicht entspreche. In den ersten Monaten verteidigte ich sogar noch die Aufnahme von Hunderttausenden in Deutschland, Geld spielte dabei keine Rolle, der Mensch sollte alleine zählen. Es wäre unfair, diese meine Haltung von damals nur der Anstalt zuzuschreiben, die mit ihrer Sendung großen Einfluss auf die Zuschauerschaft ausübte. Doch bis heute fühle ich mich unwohl beim Betrachten der damaligen Sendung. Sicher, der Chor macht seine Sache ganz gut – und warum sollte er diese Chance nicht ergreifen und im deutschen Fernsehen auftreten? Aber musste es in der Anstalt sein, musste das Kabarett seine Stellung emotional so missbrauchen? Schon Anfang 2015 hielt ich mich wegen dieser Geschichte von der Sendung fern, bis dahin hatte ich keine Folge verpasst.
Kabarett muss nicht mehr witzig sein
Das klassische Kabarett geht davon aus, dass das anwesende Publikum – auch das vor dem Fernseher – aus intelligenten Individuen bestehen könnte. Man attestiert also denen, die einem zuschauen, dass sie die Nuancen der Kritik verstehen, die Verwinkelungen des Vorgetragenen begreifen, die Doppeldeutigkeiten erkennen. Es ist daher nicht nötig, sein Publikum hauruckartig zu manipulieren oder zu beeinflussen. Aus dem mehr oder weniger kunstvoll präsentierten Kleinkunstbeitrag ergibt sich im besten Falle eine Gemengelange, die der Zuschauer »mit nach Hause nimmt«. Dort setzt er sich mit der Unterhaltung, die das Kabarett ja auch sein will, auseinander und versteht – mit etwas Glück – die Komplexität gewisser politischer Vorgänge. Diesen »klassischen kabarettistischen Weg« hat die Anstalt durchaus noch in den ersten Monaten ihrer Existenz vertreten. Wenn vielleicht nur aus Zufall oder aus Gründen des Glücks. Mit dem Auftritt des Chores verließ man die Pfade des Kabaretts, man übte sich in Agitation, setzte auf spaßbefreite Emotionen statt auf humoristische Argumente. Ich will es nochmals ganz offen sagen: Als Zuschauer fühlte ich mich missbraucht – die Debatte um die Flüchtlingspolitik wollte ich nüchtern verfolgen, nicht indem ich emotionalisiert werde.
Ich habe das der Anstalt nie verziehen. Um menschlich zu denken, brauche ich ohnehin auch keine Bajazzos, dafür gibt es ganz andere Instanzen. Was glaubten denn diese Leute, wer sie seien, dass sie ihrem Publikum ein »Kabarett« vorsetzen dürfen, das sich in der Agitation verliert? Im Laufe der Jahre wurde dann – ich sah es nur noch aus der Ferne, Wodargs Frisur-Kritik wurde mir damals lediglich zugetragen – auch noch sehr Staatshöriges als eine Form des Widerständigen präsentiert. Stichwort: Gratismut. Es braucht doch keinen Mut, einen wie Danger Dan singen zu lassen. Das Publikum, das der Anstalt blieb, kennt diese Anbiederung doch längst. Mutig ist es eher, einen solchen Auftritt zu unterbinden. Ich lasse allerdings an dieser Stelle offen, ob ein solches Verbot richtig oder falsch ist. Aber ich bin geneigt zu glauben, dass die Öffentlichkeit womöglich nicht alles weiß, was diese Causa betrifft. Schöner Nebeneffekt für die öffentlich-rechtliche Kamarilla ist hierbei, dass man Meinungsvielfalt simulieren und Streitkultur suggerieren kann.
Rückblickend ist es kein Verlust, dieser Sendung schon lange die Treue aufgekündigt zu haben. Eine Weile schaute ich mir – so ehrlich muss ich dann doch noch sein – Ausschnitte an, später aber nicht mal mehr das. Das Oberlehrerhafte Uthoffs wiederholte sich zu oft, sein Timing schien zudem ständig verzögert, sein stimmlicher Pathos ödet schnell an – die unterkomplexe Mimik seines Partners hat man indes so oft gesehen, es ist kaum mehr zu ertragen. Hinter den Mienen der vermeintlichen Spaßmacher stecken dann Herrschaften mit starkem Sendungsbewusstsein – ihr Programm bei der Anstalt hat daher immer auch einen viertklassigen Anstrich, denn ihr künstlerisches Repertoire ist nicht nur stark limitiert, auch ihre Themenschwerpunkte verlieren sich im Klein-Klein der Tagespolitik. Anders die großen Könner, von denen ich vorhin sprach: Polts Stücke sind Meisterwerke – sie sind voller Witz und voller Wahrheiten, er schaut den Menschen aufs Maul, kommt aber am Ende nie mit »der Moral von der Geschichte«, denn er begriff sich nie als Volkserzieher. Schramm war hingegen als Rentner Dombrowski ein Poet des Zornes, der immer nur in seiner Rolle erzieherisch sein wollte, ohne dabei den Humor auf der Strecke zu lassen. Die heutigen Zuständigen der Anstalt lassen den Humor aber lieber mal beiseite, um mit den herrschenden Ideologien Schritt halten zu können. Wie etwa Uthoff, der in einem Soloprogramm über die finanziellen Einbußen menstruierender Frauen kündete und weshalb Tampons kostenfrei sein sollten – bezahlt vom Steuerzahler und auch von Steuerzahlerinnen, so viel zur ökonomischen Kenntnis der Kulturschaffenden. Dabei wirkt Uthoff auch noch viel weniger witzig als verbiestert. Alles in allem sind das recht unkabarettistische Anstalten, die da gemacht werden.
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Mal wieder nach langer Zeit ’nen De Lapuente gelesen.
Reife Leistung – über die „Flüchtlingskrise“ und die „Willkommenskultur“ schwadronieren, ohne die endlosen West/US-Kriege in der Region zu erwähnen. Nebenbei: die „Flüchtlinge“ arbeiten überwiegend in den Billiglohn-Branchen. Die bringen mir Pakete und räumen die Regale im Supermarkt ein.
Anstalt und Heute-Show gucke ich schon lange nicht mehr; nicht mal Ausschnitte auf Youtube. Für mich hat der gesamte Artikel Null Neuigkeitswert, auch wenn ich Robertos Verriss der Anstalt weitgehend teile..
Warum muss man bei der Flüchtlingskrise immer wieder die US/West-Kriege erwähnen?
Es scheint schon so, als ob dort eine gleiche Schlange an wörtern wie in den Staatsmedien im Ukrainekrieg gebildet werden muss:
der „Völkerrechtswidrige Angriffskrieg Putins auf die Ukraine“.
Weil die US / WEST -Kriege die Flüchtlings- Wellen nach €uropa produziert haben, deswegen müssen diese Kriege erwähnt werden .
@who_cares?
1. Im Supermarkt bzw. beim Discounter sind das aber häufig auch deutsche Rentnerinnen/Rentner, die die Regale einräumen, weil die Rente im Land der Multimillionäre und Multimilliardäre nicht für die Miete und das Essen reicht. Bei den Paketen ist das schwieriger, weil die nicht mehr soi gut zu Fuß unterwegs sind.
2. Was hat 1. damit zu tun, dass eine alleinerziehende Frau keine bezahlbare Wohnung findet? Und die Nationalität bzw. die Migrationsherkunft spielt dabei keine Rolle.
3. Die Klimakrise, das teure Fracking-Gas aus den USA, den Krieg im Gaza, den Angriff Donald Trumps auf den Irak und die Kabinettsumbildung des größten und beliebtesten deutschen Bundeskanzlers seit 1949 hat er auch noch vergessen oder?
Was erwartest du von einem Germanen?
Das er die Wahrheit hier schreibt. Der Typ ist ein Sy*temling. Der bekommt direkte Anweisungen vom *BND* was zu veröffentlichen ist. Der Typ ist unselbstständig im Denken und Handeln.
Du solltest wechseln ….
Die Flüchtlinge kamen überwiegend aus sicheren Lagern. Man hat dort Kindergärten, Krankenstationen, und Schulen geschlossen und die Kalorien für einen Erwachsenen auf unter 1600 tägl. gesetzt. Natürlich „wandern“ Menschen, wenn sie hungern.
Das wusste man ganz genau.
Wozu?
Nicht um die Rechten stark zu machen. Es war einfach ein prima Geschäft
Ich bin immer ein großer Freund des Kabaretts gewesen.
Als Kind lernte ich bei meinen Eltern die „Lach- und Schießgesellschaft“ kennen, v.a. Dieter Hildebrand, den ich immer sehr bewunderte, auch später, er war das Maß für mich, an dem ich anderes Kabarett gemessen habe.
Da saß dann auch mal ein amtierender Bundeskanzler, Willi Brandt, in den Zuschauerreihen und hat herzlich mit gelacht, wenn er selber durch den Kakao gezogen wurde, absolut unverstellbar heut zu Tage, unsere Politmimosen kommen doch sofort mit dem Staatsanwalt.
Auch die Anstalt habe ich früher gerne gesehen, wo Georg Schramm dabei war und Urban Priol, der noch nicht vom Sender kastriert war.
Der Bayer mit dem Hut, der Name will mir nicht einfallen, hat doch da mal die legendäre Goldmann-Sachs-Tafel aufgebaut und deren Vernetzung dargelegt, das war Klasse!
Auch Volker Pispers war wirklich gutes Kabarett, aber mittlerweile?
Im ÖRR ist das, was da an „Kabarett“ gesendet wird, den Namen nicht mehr wert.
Außer Lisa Fitz fällt mir kaum jemand ein.
Was der Autor über die „Anstalt“ schreibt kann ich ansonsten unterschreiben.
Das politische Kabarett in Deutschland ist tot, ich empfinde das als Kulturverlust!
guten tag,
ich darf sie vielleicht auf dieses mädel aufmerksam machen: Lisa Eckhart… ich bin sicher, sie werden sehr zufrieden sein… 🙂
sometimes
Der Kabarettist mit Hut: könnte es sich um Erwin Pelzig handeln? Der trat meines Wissens auc ab und zu bei Priol und Schramm auf und hatte auch eine eigene Sendung. Lange her.
Jaaaaaaaaaa, schönen Dank!
Erwin Pelzig, große Klasse; seine Sendung habe ich auch gerne gesehen,
einmal hat er den Trittin derartig vorgeführt, das dessen Spießertum und
Humorlosigkeit offen zu Tage trat, ohne das Trittin das merkte!
Mit bürgelichem Namen Frank Markus Barwasser. Der Pelzig ist seine Bühnenfigur. Kene aber nur die eine von ihm. Auf die Spitze treiben konnte es Georg Schramm. Den hab ich mal live erlebt, und erst spät gemerkt, dass nicht nur der Lothar Dombrowski, Oberstleutnant Sanftleben und Alt-Genosse August, sondern auch der „Georg Schramm“ in dem Programm eine Kunstfigur war. Und zwar die eines neoliberalen Motivationstrainers. Ganz großes Kabarett!
Der Kabarettist war Erwin Pelzig gespielt von Frank-Markus Barwasser. Das war übrigens auch derjenige, bei dem Seehofer vor vielen Jahren mal sagte: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“
Ach ja und Bayer ist der nicht, sondern Franke. ;o)
@Heinz und @Bettina-di-Monaco:
Schönen Dank für die Auskünfte; das Pelzig eine Kunstfigur ist, wusste ich wohl, aber der bürgerliche Name war mir nicht geläufig.
Das ich einen Franken als Bayern bezeichnet habe, ist allerdings unverzeihlich, das weiß ich von Meiner Schwägerin, die ist aus Nürnberg
Übrigens gibt es auf Youtube Nikolai Binner. Den finde ich erfrischend politisch inkorrekt und teils wirklich richtig lustig. Das ist einer, bei dem das Publikum nicht Hahaha lacht, sondern Hohoho (mit so einem dreckigen Unterton, weil man genau weiß, dass der gerade was gesagt hat, was die Regierenden aber so gar nicht hören wollen), weil der teilweise wirklich an die politischen Schmerzpunkte geht. So muss/müsste Kabarett meiner Meinung nach sein.
Allerdings haben Jakobiner halt keinen Humor.
Dem schließe ich mich 100 pro an – das deutsche politische Kabarett ist tot (Lisa Fitz ist eine rühmliche Ausnahme). „Die Anstalt“ gehört in dieselbe – längst zur Staatspropaganda mutiert… Altersbedingt geh ich noch früher zurück (Düsseldorfer Kom(m)ödchen – Lore & Kay Lorentz) als zu Hildebrandt & Co. oder „Die Stachelschweine“ (ältestes Berliner Kabarett) – nämlich Wolfgang Neuss, (1923-1989), deutscher Kabarettist u. Schauspieler mit illustren Freunden: Hanns Dieter Hüsch, Franz-Josef Degenhardt, Wolfgang Gruner (Berliner Stachelschweine), Dieter Hildebrandt.
“Wolfgang Neuss ist tot, reden wir über die Weltliteratur” so der viel zu früh verstorbene Kabarettist Matthias Beltz in seinem Nachruf auf den Kabarett-Meister 1989. Auch Hildebrandt hatte ihn hochgelobt.
Und für mich ist Wolfgang Neuss‘ Buch („Der totale Neuss Gesammelte Werke, Hrsg. von Volker Kühn, Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins), das ehrlichste Geschichtsbuch ever… „Er hat ein Werk hinterlassen, das große Kunst genannt werden muß … Die gesammelten Werke Wolfgang Neuss‘ präsentieren nicht nur die Geschichte eines einzigartigen Künstlers, sondern auch eine einzigartige Geschichte dieser Republik, gesehen von einem ihrer wachesten Zeitgenossen. Sie tauchen wieder auf, die militärischen Vierziger, die Fünfziger des Wirtschaftswunders und der Wiederbewaffnung, der Adenauers und Erhardts, die Pinscher und Piefkes (“Die von der CDU werden noch so lange machen, bis der liebe Gott aus der Kirche austritt”) und die Protest- und Aufbruchsära der Sechziger, die Neuss mit seinen über Jahre ausverkauften Solo-Programmen anblies…“ Das Buch gibt’s immer noch preiswert u.a. bei medimops – ein Muss für jeden politischen Kabarett-Fan 😉 – in memoriam, denn die Zeiten des politischen Kabaretts sind vorbei… so, wie es auch keine Protestsongs mehr gibt…
Ist der RDL eigentlich jetzt AfD-Wähler? Ich erinnere mich an seinen Text, sein Viertel ist herunter gekommen. Nur finde ich das trotzdem traurig, wenn man selbst mit teils Migrationshintergrund es nicht schafft eine (marxistische) Kritik zu formulieren. Danger-Dan schafft das übrigens auch nicht. Vergleiche mit Olle Schneemond:
https://www.youtube.com/watch?v=Lc747loZZao
Mich hat allerdings nicht die Anstalt aufgeregt, sondern der Grüne, der Ole und Simon stalkt. Darüber habe ich mich so sehr aufgeregt, sogar vorhin noch beim Joggen, dass ich über einen Stein gestolpert bin und es mich gelegt hat. Zum Glück nix groß passiert. Was mich bei dem Grünen so aufgeregt hat? Dass er wie Agent Smith aus der Matrix daherkommt, die Banalität des Bösen. Oh das darf man ja so nicht sagen!
Bei den Anstalt-Typen ist doch so, dass sie übernommen haben. Der Eine hat ein „von“ im Namen – immer ein Warnzeichen. Eigentlich war von Anfang an erkennbar, dass die das nicht konnten. Am Anfang hatten sie aber wohl noch gute Texter, Rechercheure? Natürlich gibt es im ÖR die geistig-moralische Zeitenwende. Was sollen sie auch sonst tun, damit sie weiter ihr Geld bekommen? Im höheren Management ist viel politisch besetzt. Ich frage mich ja dann immer nur: Die sind ja auch alt – wie lange soll das Siechtum noch dauern? Wie lang noch bis zur Rente? Können die Frührente machen? Haben die schon ein Häuschen in der Toskana neben Harpe Kerkeling und unserer Kanzerlin der Herzen? Mich überrascht dabei immer, dass es bestimmte Leute immer noch gibt, wenn ich mal nach einigen Jahren von ihnen höre und mich erinnere wie furchtbar die auch damals waren. Aber TV ist ja auch so ein typischer Job für obere Mittelschicht, bisschen rumlabern vor Publikum oder im Studio, schöne vom Staat finanzierte Abenteuerreisen nach Bolivien….
@Jerry Jones
Muss man „AfD-Wähler“ sein, um auf die Probleme im Zusammenhang mit den vielen Füchtlingen und der Migration hinzuweisen? Nein, das muss man nicht! Und Probleme damit gibt es, das kann man nicht bestreiten oder gehören Sie zu denen, die das bestreiten oder bestreiten wollen?
Was bitte hat das mit dem „teils Migrationshintergrund“ zu tun? Muss man selbst obdachlos sein, um zu kritisieren, dass Obdachlosigkeit im Land der Multimillionäre und Multimilliardäre ein Skandal ist?
Richtig ist: Diese Probleme werden von „Lifestyle-Linken“, veganen Besserverdienenden-Linken und woken Gender-Linken ausgeblendet und damit helfen diese Pesudo-Linken mit, die Wähler in die Arme der blauen AfD zu treiben (die Partei mit dem „Vogelschiss in 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“), die dann einfache Lösungen anbietet:
Flüchtlinge/Migranten raus, die Bundeswehr aufrüsten, Steuern für die Oberschicht und die Reichen/Superreichen senken, Löhne für die Geringverdiener und die Mittelschicht kürzen und in wenigen Jahren können sich alle deutschen Bürgerinnen/Bürger (Arme, Geringverdiener, Mittelschicht, Oberschicht, Reiche, Superreiche) eine wunderschöne blaue Villa in der Schweiz, ein kleines Ferienhaus in der Toskana und ein kleines Segelboot in Nizza leisten. Die Reichen/Superreichen können das schon heute.
Ich frage mich allerdings: Was von den aufgeführten Themen / Lösungen (bis auf das Flüchtlingsthema) läuft denn aktuell mit den übrigen Parteien anders?
OK, Mindestlohn könnte man noch anführen, aber ehrlich gesagt wäre mir eine wirtschaftliche Lage lieber, wo man ein solches Instrument erst gar nicht benötigt.
Kabarett braucht das Subversive, diesen Schlag gegen Gewissheiten. Im zeitgenössischen Kabarett verfolgt das eigentlich nur Lisa Eckart ( ihre Einlagen unter der Gürtellinie geschenkt) Andreas Rebers z.T. . Was die Anstalt macht ist reine Akklamation, so wie es im DDR Kabarett verstanden wurde, die gute Sache Sozialismus durch „Aufdecken von Missständen“ noch besser zu machen.
Hildebrandt war ein wahrer Meister der unvollendeten Sätze. Statt brachial SEINE Botschaft zu präsentieren, riß er den Satz an, und ließ ihn sein Publikum im Kopf vollenden. Als er zur ersten Folge symbolisch „den Staffelstab“ an die Macher der Anstalt übergab (damals noch Schramm und Priol), war das aber schon ein deutlicher Verweis auf den Verfall des Fernsehkabaretts. Denn die Erben des Scheibenwischers Riechling und Jonas hatten das Format schon runtergewirtschaftet So sehr, dass Hildebrandt von seinem Markenrecht Gebrauch machte, und ihnen den traditionsreichen Namen entzog. So entstand der „Satiregipfel“, der irgendwann zur Ein-Mann-Show Dieter Nuhrs verkam. Einem extrem unlustigen Agitator von der „unlinken“ Seite.
Aber auch andere Kabarettisten haben längst den Schwanz eingezogen. So auch der erwähnte Christoph Sieber, der spätestens mit der Coronazeit ins „Verteidigungsministerium“ gewechselt ist. Auch sein einstiger TV-Partner Tobias Mann wurde irgendwann zwangseingenordet. Bis dahin war das durchaus sehenswert…
Mich würde interessieren, wo Pispers heute stünde. Hätte er standgehalten oder wäre auch er eingeknickt? Die eine oder andere Äußerung zur Coronazeit war ja schon merkwürdig…
Auf Pispers Homepage steht folgendes:
„Aus gegebenem Anlass möchte ich mich an dieser Stelle von allen Coronaleugnern, selbsternannten Querdenkern, AfD-Fans und rechten Extremisten distanzieren.
Diese Leute mißbrauchen aus dem Zusammenhang gerissene Zitate und alte Texte, um mich in den asozialen Hetzwerken als vermeintlichen Kronzeugen für Ihre kruden bis kranken Ansichten zu präsentieren.“
Und das nach all den Erkenntnissen und Beweisen, u.a. durch die RKI-Protokolle.
Ein paar Gedanken zur Lektüre:
„Die Anstalt mit Uthoff und von Wagner ist in aller Munde“
Schon dieser erste Satz wirkt auf mich seltsam, denn ich kenne diese „Anstalt“ gar nicht:
Ehrlich, ich übertreibe nicht: Ich habe noch nicht eine einzige Folge gesehen. Auch nicht fünf oder zehn Minuten.
Ein paar Zeilen später …
Aha, das ist also eine Fernsehsendung im ZDF, eine kabarettistische.
Nun, wir schon erwähnt, kenne ich sie gar nicht.
Weshalb sollte ich mir ausgerechnet im ZDF – ausgerechnet dort – eine solche Sendung ansehen, wo es mir doch mitunter schon schwer fällt, den mir schon fast zu glatt- und weichgespülten Dieter Nuhr zu ertragen, den die „politisch-korrekten“ Zeitgenossen hingegen für nicht „politisch-korrekt“ genug halten.
Wieder ein paar Zeilen später …
Es ist also ein politisches Kabarett, und der Autor moniert, dass man den Zuschauern da die eigene Haltung/Meinung sehr nahe bringt. Sehr nah.
Hat irgendwer etwas anderes erwartet???
Was sind das dann aber für Leute, die sich eine kabarettistische Politsendung im ZDF reinziehen?
Ausgerechnet dort !
Ja, was ist es denn nun: politisches Kabarett oder eine kabarettistische Politiksendung?
Ist es politisches Kabarett?
Nein!
Der Begriff „politisches Kabarett“ würde ja bedeuten, dass das Kabarett im Mittelpunkt stünde und nicht die Politik.
Ja, was sind das für Menschen, die sich das ansehen ???
Ich frag mal eine KI, um wie viel Uhr die Sendung läuft …
Aha, das beginnt überhaupt erst um 22.15 Uhr.
So spät also erst. Hui!
Was sind das für Menschen, die um 22.15 Uhr statt sich das Nachtzeug anzuziehen und die Zähne zu putzen eine dubiose TV-Sendung reinziehen, die sogar womöglich erst um elf oder sogar nach elf Uhr nachts endet??
Antwort:
Das sind wahrscheinlich erstens junge Menschen, die am nächsten Morgen nicht früh zur Arbeit fahren, sondern ein sog. „Studium“ absolvieren. Also Studenten, deren erste Veranstaltung erst um 9.15 Uhr oder 10.15 Uhr beginnt.
Zweitens mögen es jüngere Rentner sein, also solche, die grün wählen oder die jene bewusste Kanzlerin gewählt haben.
Drittens könnten es Berufstätige sein, deren Arbeitszeit erst am Vormittag beginnt, z.B. um 8.30 Uhr oder gar erst um 9 Uhr. Also Werktätige, deren berufliche Wertschöpfung sich vermutlich nicht auf nützliche physische Dinge wie Dachdecken, Altenpflege oder Brötchenverkauf bezieht …
—
Ich lese De Lapuentes Text weiter …
Dann ein Satz, den ich mir unterstreiche:
„Mit dem Auftritt des Chores verließ man die Pfade des Kabaretts, man übte sich in Agitation, setzte auf spaßbefreite Emotionen statt auf humoristische Argumente. “
Hatte ich´s doch gleich geahnt: Agitation!
Die Zuschauer wollen also ihre ohnehin schon vorhandene Meinung auf „witzige“ Art bestätigt bekommen und sich sozusagen hingebungsvoll agitieren lassen.
Erinnert mich etwas an jene bewusste „Hass-Stunde“ – ist das der richtige Name ? – in Orwells „1984“.
—
So eine Sendung habe ich nun also schon seit zwölf Jahren verpasst.
Ich werde sie weiterhin nicht beachten.
„… denn ich kenne diese „Anstalt“ gar nicht:..“
Muss man auch nicht.
Bietet sich aber ideal als weiterverarbeitete und platzfüllende (GJSLS) „GanzjahressommerlochSchlagzeile“ an.
Vielmehr erstaunt es allerdings, dass Sie nach den gestrigen Querelen* eine wichtige sprachliche Ausführung/freud’sche Fehlleistung übersahen:
„Die Krim-Krise beleuchtete das Format mit großer Könnerschaft.“
Bedeutet übertragen:
„Gesellschaftlich relevante Themen beleuchten das OM.“ (Stimmt auffallend – also jenen, denen es auffällt.)
RdL bevorzugte aber gewiss die Behauptung: „OM beleuchtet gesellschaftlich relevante Themen.“ 😂
Nichts für ungut 🫣; weiß, dass Sie zumeist die Leistung von RdL/OM als exzellent betrachten.
* Die Formulierung und das Ergebnis „..hätte fast nicht gelesen…“ war uneingeschränkt verständlich. Eleganter wäre es zwar gewesen, die zweite Aussage vor die erste zu stellen, änderte aber nichts an deren Korrektheit.
P.S. Wie bereits oben erwähnt, ist Lisa Eckhart durchaus sehenswert, wenn man sich auf den Inhalt und nicht die Verpackung konzentriert.
Aber Warnhinweis: nichts für arg Zartbesaitete.
Zum P.S.
Von meinen japanischen Freunden weiß ich, dass gerade die Verpackung eine Wertschätzung des Kunden bedeutet. Eine schlampige Verpackung heißt nichts anderes als: „Leck mich am A….“, eine sorgfältig, mitunter zeitraubend ausgeführte Verpackung, zeigt an, dass man den Kunden ernst nimmt und gerne wieder sehen möchte.
Und bei Lisa Eckhart passt zur liebevollen Verpackung ja auch der Inhalt.
Im P.S. stand nichts von schlampig!
Aber nur weil SIE L.Eckharts Verpackung als liebevoll (für Viele wohl eher „kreativ“ bis provozierend gewöhnungsbedürftig*) betrachten, gilt dies nicht zwangsläufig auch für alle anderen.
Und nein – nicht die Umverpackung ist das Wichtige (sie erregt bestenfalls positiv/negativ Aufmerksamkeit), sondern der Inhalt*.
Um jedoch an den Inhalt zu gelangen, darf man sich nicht direkt von der Verpackung schrecken lassen, daher der Hinweis an Jene, die obige noch nie gesehen haben.**
Ohne über einschlägige Erfahrungen (Hörensagen) zu verfügen, bin ich mir dennoch absolut sicher, dass vor allem und gerade der Japaner äußersten Wert darauf legt, NICHT zu brüskieren.
*wer sich bereits an der („nicht üblichen“)Verpackung stößt, gelangt nicht zum Inhalt
**anfänglich z.B. ein irgendwie geartetes und überproportioniertes „Suspensorium“.
Halbnackt ist auch nicht Jedermanns Sache, wobei es sehr viele Personen gibt, die ich noch nicht einmal (unfreiwillig) komplett angezogen sehen wollen würde.
Zitat Herr Wirth: „Die Anstalt mit Uthoff und von Wagner ist in aller Munde“ Schon dieser erste Satz wirkt auf mich seltsam, denn ich kenne diese „Anstalt“ gar nicht: Ehrlich, ich übertreibe nicht: Ich habe noch nicht eine einzige Folge gesehen. Auch nicht fünf oder zehn Minuten.
Ich kenne auch keinen einzigen dieser „Superreichen“ mit ihren gigantischen Milliardenvermögen und doch gibt es sie oder etwa nicht? Ich kenne auch keinen einzigen Bild-Leser und keinen Bild-Journalisten und doch gibt es diese „Zeitung“ am Bahnhofskiosk. Volker Pispers über: „Eine Zeitung, mit der man den toten Fisch beleidigt, den man darin einwickelt.“
Ich kenne allerdings auch noch
die „Notizen aus der Provinz“ (ZDF bis 1979)
den „Scheibenwischer“ (ARD, 1980 bis 2008) und
„Neues aus der Anstalt“ (ZDF, 2007–2013)
und ich kenne auch (noch) Auftritte von bzw mit
Dieter Hildebrandt †,
Hans Dieter Hüsch† ,
Richard Rogler† ,
Werner Schneyer† ,
Matthias Beltz† ,
Thomas Freitag,
Reiner Kröhnert,
Werner Koczwara,
Henning Venske,
Wilfried Schmicker,
Arnulf Rating
und dann komme ich zu dem eindeutigen Ergebnis: Das „politische“ und gesellschaftskritische Kabarett des Jahres 2026 hat nichts mehr mit dem regierungskritischen politischen Kabarett der Jahre 1975 bis 2015 zu tun.
Sogar Kabarettisten wie Priol und F.-M. Barwasser alias Erwin Pelzig machen einen Bogen um folgende Themen der letzten Jahre:
– Corona-Maßnahmen
– Ukraine-Krieg: Putin = böse! Fertig! Nächstes Thema …
– Probleme im Zusammenhang mit der ungezügelten Migration
Ich hab mir dieses Jahr Urban Priol und Hagen Rether angehört. Ganz schlimm geworden, leider. Warum soll ich mir politisches Kabarett antun, das voll auf Regierungslinie ist? Da kann ich auch gleich die Nachrichtensendungen schauen.
Es ist anscheinend niemand mehr da, der Dieter Hildebrand, Volker Pispers und Georg Schramm ersetzen kann.
Lisa Eckhart schaue ich dieses Jahr noch, mal sehen, ob die gefährlichen Themen Corona, CO2, Ukraine, Israel zur Sprache kommen.
Die Anstalt hat bis vor 10 Jahren Kabarett gemacht und sich danach von den Öffie-Anstaltsfürsten zermahlen lassen.
Dieter Hildebrandt wäre das nicht passiert; der war ungleich kämpferischer und hat sich auch nie nur von den Öffies abhängig gemacht.
Wer wissen will, was Kabarett ist (auch im Unterschied zu den Comedianten/Komödien), der gucke:
— Dieter Hildebrandt oder Volker Pispers oder Georg Schramm und wie sie alle heißen.
— Oder eben die Anstalt vor langer Zeit: https://www.youtube.com/results?search_query=die+anstalt+2014+verbotene+folge
Wer seinen Fernseher ABSCHAFFT, lebt gesünder! Die Abschaffung der Öffies steht noch aus.
Satire isr und war schon immer politischer Aktivismus. Oft der einizige, der möglich war,ohne diekt ins Gefängnis zu gehen. Herr Lapuente, Sie sind ja auch ein politischer Aktivist, kein Journalist. Von daher sollten Sie sich mit Vorwürfen zurückhalten.
Der Unterschied zwischen Kabarettisten und Hofnarren ist, dass sich Kabarettisten gegen die Macht und Hofnarren an der Macht ausrichten. Die Macher der Anstalt machten früher Kabarett und heute Karriere.
@Volker Birk
Ich würde nicht sagen, dass Kabarettisten wie Hildebrandt, Schramm, Pispers, (Lisa) Fitz, Priol, Barwasser, Altinger, Uthoff usw. keine „Karierre“ gemacht haben.
Richtig ist: Heute zügeln die noch aktiven Kabarettisten, vor allem die bekannten Kabarettisten, ihre Zunge und ihre Kritik an der Politik der Regierung, damit sie nicht gecancelt, gemobbt, diffamiert und/oder in die rechte oder linke Ecke gestellt und dann keine Auftritte mehr bekommen.
Kleine Ausnahmen wären noch Lisa Fitz, Helmut Schleich und Christoph Sieber. Frau Fitz ist aber Geburtsjahr 1951 (!) und damit leider schon > 70. Die muss aber keine Karriere mehr machen. Das gilt auch für Helmut Schleich, der feiert aber auch demnächst seinen 60. Geburtstag. Und: der Fall Lisa Fitz zeigt: Ein kleiner Patzer wie 2021 und Mann/Frau ist weg vom öffentlich-rechtlichen Fenster.
@DIRTY OPERATING SYSTEM
Sie sprechen/schreiben mir aus dem Herzen. Was manche nicht beachten: In unserer heutigen Zeit ist ein indirektes Berufsverbot n. der Methode McCarthy gegeben. Das perverse an der Sache ist, dass „nobody“ für diese Verfolgung verantwortlich zeichnet. Natürlich war die Anstalt in den vor corana-zeiten und auch noch in den Zeiten vor dem Putsch in Kiew und dem Krieg gegen Russland bissiger und direkter. Die „Mädels und Jungs“ versuchen ihr Bestes zu geben, aber immer im Hinblick, dass sie morgen auch noch gehört werden dürfen. „Der Mensch lebt nicht von Brot allein“ aber ohne Brot ists auch mies.😉
Klein Egon fragt Großmutter Roberta (die mit den 2 großen Schlandherzen in Tomatenform auf den Augen):
„Großmutter, war Kabarett denn nicht schon immer auch Politaktivismus“?
Großmutter Roberta: „Nee, erst nachdem ich das so festgelegt habe.“
Klein Egon: „Großmutter, müssen sich denn Kabarett und Politaktivismus zwingend ausschließen“.
Großmutter Roberta: „Ja! Denn Kabarett ist immer gut, Politaktivismus ist immer böse. Jedenfalls dann, wenn es nicht mein eigener Politaktivismus ist. Das kannst du, lieber Klein Egon, schon meinem Signalwort „UNkabarettistisch“ in der Überschrift sehen. Wer Kabarett ist, bestimme ich! Cabaret c´est moi!“
Klein Egon: „Großmutter, du behauptest, „Die Anstalt“ wäre der LETZTE Tummelplatz „unserer Demokratie“. Dabei tummelt sich „unsere Demokratie“ doch gerade in allen Schlandflecken und quillt allerorten aus allen Schlandritzen. Hast du Dunkelflaute?“
Großmutter Roberta: „Schlandfleckfieber.“
Klein Egon: „Großmutter, dann ist es Zeit für die Anstalt.“
Die Zeiten des großen deutschen Kabaretts und der großen Kabarettisten sind wohl endgültig vorbei.
Erinnert sei an den „Mann mit der Pauke“, den großartigen Wolfgang Neuss. Wer bloß hat ihn mit den Drogen verführt. Damit war er für die Herrschenden keine Gefahr mehr. Immerhin haben ihn Hildebrand und andere noch materiell bis zu seinem Tod unterstützt.
Auch Hildebrand war nur stark, wenn er die cdsU angreifen konnte, zu sehr hat ihn sein SPD-Parteibuch eingeschränkt. Aber seine Sendung mit dem Rhein-Main-Donau-Kanal war so gut, dass sie sogar der Altnazi Franz Josef Strauss in Bayern abschalten ließ.
Mit Helmut Kohl kam die nächste Generation mit Thomas Freitag, Georg Schramm, Volker Pispers u.A.
Pispers hat die kapitalistische Betriebswirtschaftslehre in 5 min erklärt, wofür Studierende ganze Semester brauchen. Schade dass er so abrupt aufgehört hat, und wie er irgendwo noch mal klargestellt hat, auch nicht mehr wiederkommt. Schade!
Auch Hallervorden kann wenn er will und nicht gerade für die FDP und die CDU Wahlkampf macht.
Soo müssen wir mit so Langweilern wie Bosetti, Nuhr, Sträter, Pufpaff oder Olaf Schubert vorlieb nehmen.
Gut dass R.d.L. Eckkehard Sieker erwähnt. Ich konnte vor einigen Jahren einen Vortrag von ihm besuchen, und da hat er die Einflußnahme der Politik in die Sendungen des ÖRR beklagt. Er hat ja auch für die Politmagazine Panorama und Monitor recherchiert. Früher konnte man diese Magazine noch anschauen. Mal sehen, ob Monitor nach dem Weggang von Georg Restle die gleiche Wischiwaschisendung wie Report Mainz wird.
„Die Anstalt“ ist eine reine Themensendung geworden. Die vorgetragenen Sachen sind teilweise sehr gut recherchiert und mit viel Hintergrundwissen belegt. Es mag viele hier im Forum stören, dass „die Anstalt“ die Argumente der AfD zerlegt, übrigens macht das Christoph Sieber in den WDR Mitternachtsspitzen auch. Aber denen steht es ja frei, am Donnerstag Abend im ARD Dieter Nuhr zu gucken!
Restle ist doch schon komplett eingereiht…. In der Zeit von Bednarz und auch noch Mikich hat er gute Beiträge produziert. Aber das ist lange her….
Was Hildebrand und die SPD angeht, das war aber noch eine ganz andere SPD als heute, jedenfalls bis der SPD-Totengräber Gerhard Schröder mit seiner Agenda 2010 kam.
Ich habe kein Problem damit, dass „die Anstalt“ die Argumente der AfD zerlegt. Aber damit bekämpfen sie politische Symptome und nicht die ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Ursachen. Der Erfolg der AfD fällt nicht vom Himmel, er resultiert aus der miserablen Politik der anderen Parteien = CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne und woke Gender-Linke. Das BSW ist dagegen ein rotes Tuch für die Macher der „Anstalt“, weil Frau Wagenknecht wegen der woken Gender-Schlagseite aus der Linken ausgetreten ist.
Aus der Sicht der bürgerlich-konservativen Mitte (= CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne) war die Spaltung der Linken in „Die Linke“ und das BSW zweifelsohne sehr erfolgreich.
„… nachdem die Dämme brachen …‘
„Flüchtlingsströme“
Das bedienen Sie das Bild der AfD und ihren Gesinnungsgenossen. Wofür steht das Bild des Dammes denn?
@Ernst Gennial Wollen Sie bestreiten, dass alles rund läuft und wunderbar ist in Deutschland, wenn es um Flüchtlinge und Migration geht?
Das ist doch die zentrale Ursache und der Kern des Problems: Die einen wollen die Grenzen (fast) vollständig dicht machen und die anderen wollen noch mehr Flüchtlinge reinlassen. Auch das ist „Gesinnung“ und beruht auf Ideologie oder etwa nicht?
Die Vernunft würde in diesem Fall irgendwo in der Mitte liegen, aber diese rationale politische Mitte gibt es 2026 nicht oder nicht mehr. Dort wohnen die Radikalen der besserverdienenden bürgerlichen Mitte und die hetzen die woken Gender-Linken gegen die rechte AfD auf und umgekehrt.
Das schließt nicht aus, dass es auch Besserverdiener bei den Linken und den Rechten gibt. Alle drei Gruppen, Linke, Mitte und Rechte machen Politik für die Reichen und Superreichen. Angela Merkel 2015: „Wir schaffen das.“ Den Reichen und Superreichen ist das doch vollkommen egal, wie die anderen, die nicht reich oder superreich sind, das schaffen.
Fair sein: dir Anstalt war mal richtig gut. Hier das Video von 2014, wo sie nun wirklich Mut an den Tag gelegt haben:
https://www.youtube.com/watch?v=0-n-balEEDA
Das mit den Querdenkern lassen wir mal. Diese Steilvorlage für Kabarettisten haben sie liegen lassen.
Dann aber in der Merkelzeit, haben sie hervorragend diese „Klimakanzlerin“ auseinander genommen. Da war in der CDU eine Verhinderungskartell, das jede Verbesserung verhinderte.
Dann halt das hier. Der Absturz. Sie könnten eine Politik einfordern wie sie Mette Frederikson von den Sozialdemokraten in Dänemark betreibt. Knallharte Abschiebepolitik, Erhalt des Sozialstaats und energischer Klimaschutz. Sie ist äußerst beliebt und ihre Partei ist die Stärkste. Wermutstropfen: sie ist eine Kriegstreiberin gegen Russland. Ohne das hätte sie noch mehr Stimmen.
Aber eine Frederiksen ist in D weit hinter dem Horizont. Das Thema Migration wird der AfD überlassen, die natürlich profitiert. Wie überall in Europa. Vor zehn Jahren wollte Schweden eine humanitäre Großmacht werden und nahm Flüchtlunge in großer Zahl auf. Nachdem eine Gewaltwelle über das Land lief, der U-Turn. Beidesmal mit großer Mehrheit der Bevölkerung. Damals wie heute.
Das Lied mit Danger Dan scheiterte an seiner Schlusszeile. Dort werden Namen genannt, die im Staatsfunk als Linksterroristen markiert werden und denen wünscht er alles Gute. Genau da könnte ein kritisches Magazin wie Overton mal ansetzen. Soll hier nicht ein Linksterrorismus fabriziert werden, den es so garnicht gibt?
https://youtu.be/6nVZBX1yS1Y?is=Q9pqYT61RM_RuIIq
Von 2018
Der Russe ist schuld
gefühlt eine der letzten Anstaltssendungen, die noch irgendwie sehenswert war.
Und sein Solo Programm 2017 „Gegendarstellung“ (?) in Leipzig war auch gut.
„Was oft genug gesagt wird, ist wahr“
Das lesen wir täglich.
Leider ist die Anstalt den Bach runtergegangen.
Es ist vorbei 🙁
@Brigitte
Die Anstalt wird sich wiederbeleben.
Spätestens wenn in der Ukraine die Waffen schweigen, die ersten ukrainischen Terroristen in der EU „RambaZamba“ veranstalten und die Rest-Ukraine einen gewaltigen Schuldenschnitt (Insolvenz) vorgenommen hat. Ergo, nach dem Katzengejammer
Bis dahin werden die DREI das Thema Russlandkrieg und EU -Aufrüstung nur bearbeiten und ggfs. kritisieren, wenn unumgänglich. Eine all zu starke Konfrontation mit der herrschenden Meinung unserer „Eliten“ und den MSM wäre der Tod der Anstalt. 😉
„Die Anstalt“ wurde – ebenso wie z.B. die „Mitternachtsspitzen“ im WDR – auf den „globalistischen“ Kurs geschwenkt. Bis etwa 2014 durften die noch kritisch sein und darüber berichten, was z.B. im Osten der Ukraine passierte. Aber plötzlich wurden die „gewendet“ (gezeitenwendet?) und mussten den Russen böse und Ukrainer gut und Umvolkung ganz toll finden. Und gegen Querdenker stänkern. Das ganze Programm …
Danke. Vortreffliches Statement. Kann gar nicht nachvollziehen, warum soviele Kommentatoren mosern. Mir ging es wie Ihnen, Hr. Lapuente. Genauso, zeitgleich und unbekehrbar hinsichtlich der vom Sender verabreichten Empathie-Theatralik. Dann Anstaltsflucht und Melancholie ob des verlorenen Hildebrandt.
Ich habe früher auch nie eine Sendung der „Anstalt“ (und natürlich ihrer Vorgänger mit Priol und Schramm) verpasst.
Ich kann mich noch genau daran erinnern, welche die letzte Sendung war, nach der ich sie nicht mehr eingeschaltet habe.
Diese Sendung bestand nahezu komplett aus flachen Putin-Witzchen, wo auch noch mit einem Buzzer zum Lachen aufgefordert wurde. Ich schüttelte erschrocken den Kopf. „Was ist denn nun los? Was ist denn mit denen passiert?“ standen die Fragen groß im Raum.
Wehmütig entsinne ich mich zweier Sendungen, die eine, wo die Medien wegen ihrer „Berichterstattung“ über den Ukraine-Krieg aufs Korn genommen wurden (im Stile eines Schützengrabens im Ersten Weltkrieg)
https://www.youtube.com/watch?v=RNgqzc5e2wc
und die andere mit der berühmten „Tafelnummer“, welche die Einbindung diverser Topjournalisten in transatlantische Netzwerke verdeutlichte.
https://www.youtube.com/watch?v=8w0ErP1HmoM
DAS war noch Kabarett, das den Namen verdient hat. Was die Sendung heute bietet, ist nicht mal mehr Comedy.
„Ich kann mich noch genau daran erinnern, welche die letzte Sendung war, nach der ich sie nicht mehr eingeschaltet habe.“
Ich auch! Es war eine Sendung mit vielen komplett unwitzigen Frauen, bei der ich mich gefragt habe, was das soll.
Da gucke ich mir lieber „die alten Sachen“ an. Das politische Kabarett ist offenbar nur so gut, wie sein Publikum …
Tipps:
https://www.youtube.com/watch?v=cm_O7bYURao (Einer der besten Schramm-Auftritte!)
https://www.youtube.com/watch?v=fGiLl37MM34
Ein Grundprinzip:
Wahres Kabarett darf NIE auf Seiten der Macht und der Regierenden stehen.
Tut sie es doch, doch ist es nicht mehr Kabarett, sondern Agitation zugunsten der Macht.
In diesem Sinne war der gute Dieter Hildebrandt natürlich ein Kabarettist und der Herr Steimle ist einer, der Dieter Nuhr ist es manchmal und diese Leutchen aus der „Anstalt“ sind es anscheinend nie. (Ich habe die Sendung wie gesagt nur über Herrn De Lapuente kennen gelernt.)
Könnte ich bitte ein Beispiel bekommen für gutes Kabarett von Dieter Nuhr? Ich erinnere mich nur an ein Zitat von ihm:
https://www.youtube.com/watch?v=rq68A07CDcM
Wenn ich bedenke, dass er ständig zu lauter Themen eine Meinung hat, wo er 0 Qualifikation für hat. Am Ende ist das einer dieser Meinungsvertreter, der sich selbst gerne reden hört und immer Recht hat. Bei seinen Fans dürfte es ähnlich sein. Hat der mal einen Irrtum eingestanden? Wenn nicht, wo ist der Unterschied zu einem Politiker?
@Avokado Toast
Wenn man Dieter Nuhr noch aus den Anfängen bzw. den 1980er und 1990er Jahren kennt, da war der mal tatsächlich gut. Das ist nicht nur meine Meinung. Das sehen andere auch so. Aber das ist eben schon lange her.
Irgendwann ist aus ihm ein bürgerlich-konservativer Biedermann geworden, der gelegentlich mal ein über den Durst trinkt und dann etwas Unanständiges sagt.
„Wahres Kabarett darf NIE auf Seiten der Macht und der Regierenden stehen.“
.
Die Sendung wird produziert von der Firma „Content Laden Gesellschaft für Bewegtbilder mbH“ in Mümchen. Das ZDF, welches seit der Teilprivatisierung des ÖRR im Schröderianismus der Nullenjahre selber als Privatunternehmen im Markt auftritt, hält einen gewissen Prozentanteil an dieser GmbH. Laut Vertrag mit dem ZDF für Produktion der Sendung „Anstalt“ für das ZDF ist man dort an Vorgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gebunden. Nichterfüllung der Vorgaben des ZDF bedeutet Vertragsnichterfüllung -bedeutet nach Abmahnung seitens des ZDF potentielle Kündigung des Vertrages. Jeder in der Branche versteht die Spielregeln ganz gut, niemand ist dumm und weiss, dass der bürgerliche Wohlstand der eigenen Familie von der Vertragserfüllung abhängig ist.
Laut Medienmarktanalysen liegt das Durchschnittsalter des ZDF-Zuschauers im linearen Fernsehen bei über 65 Jahren. Das ZDF ist schon seit Langem ein Sender für gelangweilte deutsche Rentner. MIt der Sendung „Anstalt“ versucht das ZDF das jüngere Publikum der 14- bis 49-Jährigen an den Staatsfunk zu binden -den Erfolg hat das ZDF alllerdings nur im digitalen Online-Angebot, nicht im linearen Fernsehen. Im aktuellen Fall „Danger Dan“ handelte es um eine koordinierte Operation der Programmverantwortlichen beim ZDF und in der Produktiosfirma „Content Laden“: Nach der Ausladung von Danger Dan hagelte es Kritik am ZDF aus dem jüngeren Publikum der 14- bis 49-Jährigen -also aus jener Gruppe, die man mit dem Format an den Staatsfunk binden möchte. Dem begegnete das ZDF, indem es in die „Anstalt“-Sendung zum Fall Dagner Dan „ZDF-kritische“ Elemente einbaute, um die kritischen Stimmen auf die eigene Seite zu ziehen:
>„Wir sind nicht das ZDF“, sagt Uthoff, „wir teilen auch nicht die Einschätzung des ZDF.“ „Wir sind im ZDF gegen das ZDF“, ergänzt Kühl… Deshalb sei es eine Pflicht (gewesen), ergänzt Maike Kühl, das Lied zu präsentieren und darüber zu diskutieren. Das Publikum applaudiert frenetisch und jubelt. < (FAZ, 19.07.2026)
Ergo: der Staatsfunk gewinnt immer.
„Der Staatsfunk gewinnt immer.“
Naja, die Jungend nimmt den nicht zur Kenntnis. Deshalb werden TikTok, Insta Reels, Telegramm, Discord usw. für Jugendliche gesperrt. Die ziehen sich ihre Infos daraus. Das muss eben verhindert werden.
Werter RdL
Was die „Anstalt“ und den Verein auf dem Mainzer Lerchenberg betrifft, da ist schon Alles gesagt worden. Es lebt sich gut von den GEZ- Gebühren. Und es haben sich Menschen schon für viel weniger verkauft.
Warum nicht mal über eine Persönlichkeit berichten, die morgen, 31.7.2026 ihren 100 Geburtstag feiert. Erika Schirmer https://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Schirmer
Im Gegensatz zu manch anderen Personen ist diese Frau sich und ihren Idealen treu geblieben!
Nur so eine betriebswirtschaftliche Frage am Rande, wenn es um die „GEZ-Gebühren“ geht:
Wer bitteschön bezahlt das Gehalt von
Stefan Raab 💰💰💰💰💰,
Mario Barth💰💰💰,
Oliver Pocher💰 ,
Atze Schröder💰,
Cindy aus Marzahn💰,
Chris Tall💰,
Günter Jauch 💰💰💰💰💰💰💰💰
und vielen anderen Moderatoren, Journalisten, Technikern usw. bei den sogenannten „Privaten“?
👉 kleiner Tipp: Das Privatfernsehen ist nicht kostenlos. Das private Fernsehen/Radio finanziert sich hauptsächlich durch Werbeeinnahmen. Diese Kosten werden dann aber auf die Kunden überwälzt und am Endr der ökonomischen Kette zahlen auch 🫵 Sie dafür. Es sei denn, Sie kaufen nie was bei edeka, aldi, unilever, mondelez, lidl, nestle, haribo, kaufland, ebay, ferrero, henkel, vw, bmw, amazon, rewe, procter&gamble und so weiter und so weiter …
Und das schreibt einer der 🌶️ schärfsten 🔥 Kritiker von ARD und ZDF.
Der Russe ist Schuld an den Waldbränden: https://tkp.at/2026/07/27/waelder-brennen-sanktionen-gegen-russland-lassen-spanien-ohne-seine-besten-loeschhubschrauber/
Nein nein ….ich hab’s gewusst, ich hab’s gewusst (Loriot)
Es wird immer lächerlicher mit den Schuldzuweisungen.
Wie eine Schallplatte mit Sprung
…der Russe war’s, der Russe war’s…
Einige Punkte, Herr De Lapuente, möchte ich Ihrer Analyse hinzufügen. (Und ich habe mir die komplette Sendung angeschaut.)
🅰️ Fragen:
1. Wer hat die Grenzen Europas abgeschafft❓ ➡️ ➡️ Rechte oder Linke ⬅️⬅️?
2. Das BSW und Sarah Wagenknecht wurden nur an einer Stelle und zwar abwertend und abfällig erwähnt. Frage: Warum ist Sarah Wagenknecht bei den sogenannten „Linken“ ausgetreten?
3. Welcher gesellschaftskritische Aufklärer und politische Kabarettist, der bereits 2015 von der Bühne verschwunden ist nachdem er mehr als drei Jahrzehnte lang politisches Kabarett gemacht hat, wurde vergessen?
🅱️ Antworten:
zu 1: Nein. Das waren die „Konservativen“ der sogenannten „bürgerlichen Mitte“ ↔️ der Gesellschaft. 2015 war die Simpel-Antwort der damaligen CDU-Kanzlerin Angela Merkel: „Wir schaffen das.“ Aber sie hat vergessen zu sagen, wie „wir“ das schaffen, weil sie selbst als Teil der politischen „Elite“ nicht davon betroffen war. Frau Merkel kann stolz darauf sein, dabei mitgeholfen zu haben, die AfD zu dem zu machen, was sie heute ist. Die AfD sollte nicht mit dem Finger auf Frau Merkel zeigen, sondern sich bei ihr bedanken.
zu 2: Weil sich die „Linken“ haben spalten lassen und Frau Wagenknecht von den woken und veganen Gender-Pseudo-Linken rausgemobbt wurde. Viele dieser „Linken“ glauben immer noch, dass man mit Wokismus und queeren Demos eine gute Sozialpolitik für alle Bürger macht und das Geschlecht spielt dabei keinerlei Rolle. Die Macher der „Anstalt“ sollten mal den Abschiedsbrief von Fabio de Masi lesen, warum er 2021 nicht mehr für diese „Linken“ angetreten und heute beim BSW ist. Aber das wollen weder das ZDF noch die Macher der „Anstalt“ nicht hören.
zu 3: Volker Pispers (Zitate, Auswahl)
2002 nach der „Wende“ 1989/90: „Der Kapitalismus hat den Sieg davongetragen. Fragt sich nur: Wohin?“
2004: „Die Steuern sind zu hoch! Ich kann es nicht mehr hören! Hören Sie mal, ein Land, in dem die Bevölkerung noch Geld über hat, um Bücher von Dieter Bohlen zu kaufen… da können die Steuern gar nicht hoch genug sein.“
unbek. Jahr: „Natürlich werden jetzt alle bei uns zur Kasse gebeten. Entscheidend ist nur, ob man abhebt oder einzahlt.“
unbek. Jahr: „Es gibt Dinge, die kann man nicht sehen, die muß man glauben. Und es gibt Dinge, die muß man sehen und kann sie nicht glauben. Und es gibt Politiker, da kann man nicht glauben, das die noch einer sehen will.
unbek. Jahr: „Wie immer kommt es darauf an, wer wem was wann wo sagt. Wenn zum Beispiel ein General zu mir Idiot sagt, ist das nur eine Beleidigung. Im umgekehrten Fall kann das schon der Verrat militärischer Geheimnisse sein.“
unbek. Jahr: „Golfplätze für alle! Das ist eine schöne Forderung. Solange ein paar Leute spielen, der Rest die Anlage in Ordnung hält, die Bälle sucht und die Schläger trägt.“
unbek. Jahr: „Wenn einer gewählt wird, der verspricht, dass die Steuern auf gar keinen Fall erhöht werden, und drei Monate nach der Wahl werden die Steuern plötzlich doch erhöht, dann sollten fairerweise nur die höhere Steuern zahlen, die das angekreuzt haben.“
2015: „Ich habe 30 Jahre lang die gleichen Probleme beschrieben – nur die Namen haben sich geändert.“
PS: Ich durfte Volker Pispers vor 2015 einmal drei Stunden lang live erleben (inkl. 30 Min. Pause) und sage: ❤️ Dank! So was gibt es heute nicht mehr und falls doch, dann dürfte er nicht mehr im Fernsehen auftreten, er würde gecancelt oder als „Querdenker“ oder was auch immer diffamiert werden. 2026 gibt es „Wohlfühl-Comedy“ und Flache-Witze-Entertainment.
Kennste folgenden Witz mit Bart und einem „h“?
Frage: Was ist das: ein Ferrari mit zwei Blondinen drin?
Antwort einer Abiturientin/Studentin mit blonden Haaren, die 2026 bei ZDF/RTL usw. arbeitet: ein Dum-Dum-Geschoss!
Eine Demokratie braucht keine ⛔ Zensur ⛔. Es reicht, wenn man die wichtigen Informationen unter den unwichtigen versteckt 🤫 🔐 . Die größte Gefahr für die Demokratie ist aber nicht der dumme Bürger, sondern der desinteressierte Bürger 🕶️ 🙈 🙉 🙊.
Aus Kabarett wurde Kackarett. Meiner Wahnehmung nach wurde da ein Sketchschreiber und Themenrechercheur geschasst, Namen weiß ich nicht mehr, und dann hat man sich hemmungslos an die „staatslinksgrüne“ Hauptströmung rangewanzt. Ekelerregend heute. Früher tatsächlich ein echter Kontrast zum Einheitsbrei. Heute nur noch billiger Klamauk und wahrscheinlich der Versuch, den Böhmermann zu machen. ÖRR von MaiThi über Böhmermann zur Anstalt, tagessau und heuteurinal – nur noch Dreck! Und dafür muss man noch zwangsweise zahlen. (Naja, für Bomben für die Ukraine zahlt man halt per Steuer, auch nicht besser.)
„Namen weiß ich nicht mehr,“
Ekkehard Sieker! Steht doch im Artikel …
https://www.youtube.com/watch?v=uJh-Z0IheIU
Bei dwdl kann man nachschauen wie die Quote war von „Der Anstalt“ oder im Link vom Autor
….dwdl.de/zahlenzentrale/93946/die_anstalt_legt_nachtraeglich_vor_allem_bei_juengeren_stark_zu/
„Quotenrekord für dieses Jahr“
Das sind die Schlagzeilen … doch im Text
„Beim jungen Publikum ging es fast bis auf einen zweistelligen Marktanteil nach oben.“
im Link vom Autor:
“ Bei den 14- bis 49-Jährigen erreicht die Sendung 11,5 %.“
Die Zuschauer von Dieter Nuhr sind im Schnitt noch älter, eher so 60 bis 65 plus.
Wenn man sich das mal überlegt: um die 2000er, in den späten 90ern, wurde das Breitband-Internet eingeführt und kamen die ersten File Sharing-Plattformen. Da fing es dann an sich zu trennen, wer beim alten TV mit Programmen stecken blieb und wer sich von nun an selbst sein Programm zusammenstellte.
Seit einigen Jahren versuchen die großen Anbieter das Rad wieder zurückzudrehen, dass sie das Programm ihrer Konsumenten bestimmen.
Das große Reinemachen der wenigen „Querköpfe“ im „öffentlich-rechtlichen“ West-TV kam in Schüben und begann bereits kurz vor dem Anschluss der DDR. Der nächste begann schon mit den ersten NATO geschürten Sezessionskriegen zwecks Zerschlagung Jugoslawiens, und leitete direkt über zu 9/11 und den anschließenden „Wars on Terror“. Ab 2010 (Libyen/Syrien/Maidan/Krieg inkl. Vertreibungen in den Ostukrainischen Regionen) begann das direkte Kontrollregime der NATO über den deutsch/französischen Sender ARTE, in dem auch viele unzufriedene freie und feste Mitarbeiter von ARD und ZDF „Unterschlupf“ fanden.
Die „Pandemie“ und der NATO-Russland Krieg in der Ukraine, sorgten dann für die endgültige Erledigung der letzten kritischen oder nicht !00prozentigen Jasager: Diese ganzen Prozesse ließen keine einzige Sparte und die jeweiligen Formate aus, Unterhaltung, Politik, Dokus…wirklich alles. Großzügige Frühverrentungen und Schweigeklauseln machten alle diese Prozesse rund.
Die einzige Zeit in der in einem deutschen Staat ein bedingt freies TV-Medium senden konnte, war kurz nach der Maueröffnung bis zur Übernahme der DDR im Oktober 1990.
De Lapuentes größte Angst scheint darin zu bestehen, in „die rechte Ecke gestellt“ zu werden. Warum eigentlich? Vielleicht muß er einfach akzeptieren, daß er nicht links ist, was auch immer genau damit gemeint ist. Er scheint im Kopf zu haben „links = gut“, „rechts = böse“ … in dieser Einfachheit und das quält ihn, da er zu den Guten gehören. Wenn er sich davon befreit und aufhört seinen inneren Konflikt öffentlich auszutragen, werden sei Texte besser.
Mit Urban Priols Abgang begann der Untergang von „Die Anstalt“!
Da findet nicht Politisch-Literarisches Kabarett statt, sondern ÖRR-Brechstangen-Betreuungswitzeln. Diesen Müll braucht kein unabhängig denkender Mensch!
@Michael
Das wirft dann die Frage auf, was ist links, was ist rechts und wer sind die bürgerlichen Radikalen in der Mitte? Die folgende Liste ist selbstverständlich nicht abschließend.
🔴 Ist man rechts, wenn man 2026 mit einer Deutschlandflagge herumwedel?
🔴 Ist man links, wenn man mit einer Regenbogenfahne durch die Gegend läuft?
🔴 Ist man links, wenn man 2026 gendert?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man gegen eine ungezügelte und unkontrollierte Migration ist?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man 2026 im Restaurant ein Zigeunerschnitzel bestellt?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man auf der Autobahn freiwillig nicht schneller fährt als 130 km/h?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man 2026 für Diplomatie eintritt und für den Frieden kämpft?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man die Geringverdiener gegen die Arbeitslosen aufhetzt?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man 2026 keine anlasslose staatliche Überwachung will?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man die obszöne Schere zwischen Arm und Reich kritisiert?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man 2026 für den Erhalt von Bargeld kämpft?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man fragt, warum es im Land der „Superreichen“ überhaupt Obdachlose gibt?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man 2026 ein Auto besitzt und auch damit fährt?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man Steueroasen anprangert?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man den 2026 den Sozialstaat schreddert?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man fragt, warum die „Superreichen“ immer reicher werden müssen?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man bei den Armen „spart“, um die „Superreichen“ noch reicher zu machen?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man 2026 höhere Steuern für „Superreiche“ fordert?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man kritisiert, dass der „freie“ Markt nicht alle Menschen „frei“ macht?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man 2026 den ungezügelten Kapitalismus kritisiert?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man bezahlbare Mieten fordert?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man das Dritte Reich als „Vogelschiss“ framt?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man fragt, warum in einem reichen Land Obdachlose im Winter erfrieren müssen?
🔴 Ist man rechts oder links, wenn man wie Alice Weidel von der blauen AfD dem Plutokraten Elon Musk in einem Interview kiloweise Honig um den Mund schmiert?
🔴 Ist man links oder rechts, wenn man 2026 im Land der „Superreichen“ fragt, warum im Grundgesetz von 1949 steht: Art 14. (2) „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“❓
Was die letzte Frage angeht: Diese Frage stellen die Rechten, die bürgerlich-konservativ Radikalen der liberalen „Mitte“ und woke Gender-Linke 2026 allerdings nie.
Es geht nicht um die Etiketten. Es geht um ein gutes Leben für alle.
Und es geht auch darum die Sachlage sachlich einzuschätzen und keine Probleme aufzubauschen wo keine sind.
Aber Ressentiments fressen halt bei vielen den Verstand.
* Das Wedeln mit der Deutschlandfahne kann beliebig sein, solange man die Fahne eben nicht als nationalistisches Symbol nutzt.
* Die Regenbogenfahne ist idR harmlos. Keiner erwartet von einem lesbisch, schwul oder trans zu werden. Man sollte nur akzeptieren, dass etwa 15% der Bevölkerung zu diesen Gruppen gehören und daher auch Repräsentation wollen.
* Wo ist das Problem? Die Gender-Welle ist wie zu erwarten war abgeflaut. Kaum noch Leute gendern.
* Es gab nie eine ungezügelte unkontrollierte Migration, die Behauptung ist also sachlich falsch.
* Wenn in einem Restaurant das Zigeunerschnitzel auf der Karte steht, wird in diesem Restaurant keiner ein Problem damit haben, wenn man es bestellt. Das ist wiedermal so eine aufgebauschte Diskussion weil sich ein paar wenige darüber allgemein aufregen. Es hat nur keine Auswirkung auf den eigenen Alltag. Was soll der Scheiß?
* Auf Autobahnen gilt die Richtgeschwindigkeit von 130. Man muss sich nicht dran halten, aber man verbraucht weniger Sprit. Und alle um uns herum sterben auch nicht am Tempolimit.
…
* Ein Auto zuhaben und damit zu fahren ist weder rechts noch links. Bis auf ein paar marginale Gruppen macht daraus auch keiner ein Problem
…
* Es ist eindeutig eine Verkennung wenn man das NAZI-Regime und die Übergabe der Weimarer Demokratie an dasselbe durch Industrie, Banker und Rechtskonservative der CXU-Vorläufer als „Vogelschiss“ abtut. Die Konsequenz dieses Regimes warne Völkermord, Vernichtungskrieg und eine großflächige Zerstörung Europas. Wenn das Vogelschiß ist, dann frage ich mich wie eine echter Schiß aussieht. Übrigens, die ansonsten „nicht-Vogelschiß-Geschichte strotz auch vor langwierigen Kriegen, Feudalherrschaft, Leibeigenschaft, … Man kann sich eben nicht nur auf Goethe, Schiller und Kant ausruhen wenn man sich die deutsche Geschichte anschaut.
Zu den ganzen Themen der Ungleichheit: Die AfD macht es mit ihren wirtschaftslibertären Vorstellungen noch schlimmer. Die sind Fans der Kettensäge. Ein Austritt aus der EU und die Wiedereinführung der D-Mark, sind ein zügiger Ruin. Dazu das Flat-Tax Ding. Alle unter 40K im Jahr zahlen mehr und die Top3% profitieren erheblich. 5% für Rüstung und noch mehr. Soziales ist das „Vogelschiss“ der weg kann.
Have fun.
🟢 jjkoeln: „Wo ist das Problem? Die Gender-Welle ist wie zu erwarten war abgeflaut. Kaum noch Leute gendern.“
Aber die Bürger wurden damit beschäftigt. Ein Teil der Bürger war dafür, ein anderer Teil strikt dagegen. Damit lenkt man
1. die Bürger (m/w/d/k/n/s/x/y/z) von wichtigeren Themen ab und
2. man hetzt eine Gruppe gegen eine andere auf 👥 ⬅️💲➡️ 👥
Das ist das uralte Herrschaftsprinzip „divide et impera“ (teile bzw. spalte die Gesellschaft und herrsche)
🟢 jjkoeln: „Und alle um uns herum sterben auch nicht am Tempolimit.“
Darum geht es doch nicht. Aber will jemand bestreiten, dass man bei 200 km/h oder sogar 250 km/h mehr Benzin und damit Rohstoffe verbraucht als bei 130 km und die Abgase steigen auch nicht linear mit der gefahrenen Geschwindigkeit. (Das Unfallrisiko lassen wir mal außen vor, aber es ist bei Tempo 250 km/h sicherlich größer als bei 130 km/h.
🟢 jjkoeln: „Die Regenbogenfahne ist idR harmlos. … Man sollte nur akzeptieren, dass etwa 15% der Bevölkerung zu diesen Gruppen gehören und daher auch Repräsentation wollen.“
Damit habe ich auch kein Problem. Aber Minderheitenschutz (und 15 Prozent sind eine Minderheit) und Gleichberechtigung von LBMRSTUG+++ bedeutet nicht, dass man in einer Demokratie die Rechte dieser Minderheit über die Rechte der Mehrheit (= 85 Prozent) stellt und nur ein Problem sieht und das ist das eigene Geschlecht, welches das auch immer sein mag.👁️➡️🚇
🟢 jjkoeln: „Es gab nie eine ungezügelte unkontrollierte Migration, die Behauptung ist also sachlich falsch.“
Tatsache ist: Von 2015 bis Ende 2025 wurden in Deutschland insgesamt rund 3,1 Millionen Asylanträge (Erst- und Folgeanträge) gestellt. Ende 2025 lebten rund 3,24 Mio. „Schutzsuchende“ (aus der Ukraine usw.) in Deutschland.
Tatsache ist auch: Von 1953 bis 2002 (= 50 Jahre) wurden inm Deutschland insgesamt rund 3,5 Mio. Anträge auf Asyl gestellt. Von 2003 bis einschließlich 2025 (=23 Jahre) waren es rund 3,8 Mio. (offizielle Zahlen, BAMF, bpb, destatis). Die Flüchtlinge aus der Ukraine sind da noch nicht enthalten.
Das ist aber nicht das grundlegende Problem. Wenn man Menschen aus anderen Kulturen/Sprachen „migrieren“ und „integrieren“ will, dann muss die Regierung dafür auch die finanziellen Mittel bereitstellen und nicht einfach sagen: „Wir schaffen das.“ wie die CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel 2015. Das ist das Problem. Dafür braucht man gute Lehrer, Betreuer, Schulen, Kitas, Infrastruktur bezahlbare Wohnungen/Mieten usw. und das kostet Geld. Aber wenn die Regierung dort „spart“, dann funktioniert das nicht. Es werden nicht aus allen Migrantinnen/Migranten hyperangepasste und opportunistische privatversicherte Untertanen, die noch deutscher sind als Deutsche mit braunen oder blauen Augen, deren Vorfahren schon seit 10 Generationen in Germanien leben.
Andererseits: Wer sich in einer demokratischen Gesellschaft nicht an bestehende Gesetze hält, keine Bereitschaft zeigt, die deutsche Sprache zu lernen und sich nicht integrieren will, für den ist dann auch kein Platz hier. Oder sehen Sie das anders?
🟢 jjkoeln: „Wenn in einem Restaurant das Zigeunerschnitzel auf der Karte steht, wird in diesem Restaurant keiner ein Problem damit haben, wenn man es bestellt.“
Warum hat dann 2020 „Knorr“ (Unilever) seine „Zigeunersoße“ in „Paprikasoße Ungarische Art“ umbenannt? Richtig ist, das ist eine Etiketten-Debatte, denn es macht keinen einzigen im Dritten Reich ermordeten Sinti oder Roma wieder lebendig. Die Frage ist allerdings, ob man damit bestehende Vorurteile und Ressentiments gegen noch lebende „Zigeuner“ bekämpft oder nur unter den Teppich kehrt.
Richtig ist, dass die AfD keine Alternative für die ökonomischen und sozialen Probleme und Demokratiedefizite in Deutschland ist, weil die AfD noch neoliberaler, asozialer, libertärer, reaktionärer und elitärer ist als die „bürgerliche Mitte“ der Gesellschaft (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler usw.). Und ob die blaue AfD weniger militaristisch ist als die Parteien der „bürgerlichen Mitte“, daran kann und sollte man begründete Zweifel haben.
jjkoeln: „Wo ist das Problem? Die Gender-Welle ist wie zu erwarten war abgeflaut. Kaum noch Leute gendern.“
DOS: Aber die Bürger wurden damit beschäftigt. Ein Teil der Bürger war dafür, ein anderer Teil strikt dagegen. Bedanke Dich bei denjenigen, die diesen Kleinkram hochgejazzt haben: CxU, AfD, Bild & Co.
Analog das Tempolimit.
Das Transthema wurde von einigen Aktivisten hochgejazzt und dann von einer progressiv-neoliberalen Schicht als Distinktionsthema gepusht. Die Aufreger kamen wieder von CxU, AfD, Bild & Co..
DOS: „Das ist aber nicht das grundlegende Problem. Wenn man Menschen aus anderen Kulturen/Sprachen „migrieren“ und „integrieren“ will, dann muss die Regierung dafür auch die finanziellen Mittel bereitstellen und nicht einfach sagen: „Wir schaffen das.“ “
D’Accord, aber das ist ein anderer Punkt, der die Umsetzung betrifft. Ein Themenwechsel bestätigt Deine These nicht.
Zudem ist der Vergleich 1953-2002 und 2003-2025 absurd, wenn man sich die globalisierte und veränderte Welt betrifft. Wenn Du den Kontext vernachlässigst, kommst du zu falschen Schlüssen.
DOS: „Warum hat dann 2020 „Knorr“ (Unilever) seine „Zigeunersoße“ in „Paprikasoße Ungarische Art“ umbenannt?“
Das hat nix mit Deinem Ausgangstext zu tun. Du kannst immer noch in entsprechenden Restaurants ein entsprechendes Schnitzel bestellen. Knorr handelt nicht moralisch, sondern aus Profitinteresse und wollte keinen Shitstorm in den sozialen Medien.
Es geht auch nicht um die damaligen Opfer sondern um die heutige Ansprache.
Insgesamt werden Nebensächlichkeiten besonders von CxU, AfD, Bild & Co. hochgejazzt, um Ressentiments zu bewirtschaften, zu emotionalisieren und vom eigentlichen materiellen Konflikt abzulenken: Dass die Top3% uns die Haare vom Kopf fressen.
jjkoeln: „Wo ist das Problem? Die Gender-Welle ist wie zu erwarten war abgeflaut. Kaum noch Leute gendern.“
DOS: Aber die Bürger wurden damit beschäftigt. Ein Teil der Bürger war dafür, ein anderer Teil strikt dagegen. Bedanke Dich bei denjenigen, die diesen Kleinkram hochgejazzt haben: CxU, AfD, Bild & Co.
Analog das Tempolimit.
Das Transthema wurde von einigen Aktivisten hochgejazzt und dann von einer progressiv-neoliberalen Schicht als Distinktionsthema gepusht. Die Aufreger kamen wieder von CxU, AfD, Bild & Co..
DOS: „Das ist aber nicht das grundlegende Problem. Wenn man Menschen aus anderen Kulturen/Sprachen „migrieren“ und „integrieren“ will, dann muss die Regierung dafür auch die finanziellen Mittel bereitstellen und nicht einfach sagen: „Wir schaffen das.“ “
D’Accord, aber das ist ein anderer Punkt, der die Umsetzung betrifft. Ein Themenwechsel bestätigt Deine These nicht.
Zudem ist der Vergleich 1953-2002 und 2003-2025 absurd, wenn man sich die globalisierte und veränderte Welt betrifft. Wenn Du den Kontext vernachlässigst, kommst du zu falschen Schlüssen.
DOS: „Warum hat dann 2020 „Knorr“ (Unilever) seine „Zigeunersoße“ in „Paprikasoße Ungarische Art“ umbenannt?“
Das hat nix mit Deinem Ausgangstext zu tun. Du kannst immer noch in entsprechenden Restaurants ein entsprechendes Schnitzel bestellen. Knorr handelt nicht moralisch, sondern aus Profitinteresse und wollte keinen Shitstorm in den sozialen Medien.
Es geht auch nicht um die damaligen Opfer sondern um die heutige Ansprache.
BTW: Die AfD plädiert für 5% vom BIP für Rüstung. Was das bedeutet, sollte jedem klar sein: Es gibt noch weniger Geld für Soziales wie Gesundheit, Pflege und Renten, denn dann ist der halbe Bundeshaushalt für ’s Militär weg.
Insgesamt werden Nebensächlichkeiten besonders von CxU, AfD, Bild & Co. hochgejazzt, um Ressentiments zu bewirtschaften, zu emotionalisieren und vom eigentlichen materiellen Konflikt abzulenken: Dass die Top3% uns die Haare vom Kopf fressen.
jjkoeln: „Wo ist das Problem? Die Gender-Welle ist wie zu erwarten war abgeflaut. Kaum noch Leute gendern.“
DOS: Aber die Bürger wurden damit beschäftigt. Ein Teil der Bürger war dafür, ein anderer Teil strikt dagegen. Bedanke Dich bei denjenigen, die diesen Kleinkram hochgejazzt haben: CxU, AfD, Bild & Co.
Analog das Tempolimit.
Das Transthema wurde von einigen Aktivisten hochgejazzt und dann von einer progressiv-neoliberalen Schicht als Distinktionsthema gepusht. Die Aufreger kamen wieder von CxU, AfD, Bild & Co..
DOS: „Das ist aber nicht das grundlegende Problem. Wenn man Menschen aus anderen Kulturen/Sprachen „migrieren“ und „integrieren“ will, dann muss die Regierung dafür auch die finanziellen Mittel bereitstellen und nicht einfach sagen: „Wir schaffen das.“ “
D’Accord, aber das ist ein anderer Punkt, der die Umsetzung betrifft. Ein Themenwechsel bestätigt Deine These nicht.
Zudem ist der Vergleich 1953-2002 und 2003-2025 absurd, wenn man sich die globalisierte und veränderte Welt betrifft. Wenn Du den Kontext vernachlässigst, kommst du zu falschen Schlüssen.
DOS: „Warum hat dann 2020 „Knorr“ (Unilever) seine „Zigeunersoße“ in „Paprikasoße Ungarische Art“ umbenannt?“
Das hat nix mit Deinem Ausgangstext zu tun. Du kannst immer noch in entsprechenden Restaurants ein entsprechendes Schnitzel bestellen. Knorr handelt nicht moralisch, sondern aus Profitinteresse und wollte keinen Shitstorm in den sozialen Medien.
Es geht auch nicht um die damaligen Opfer sondern um die heutige Ansprache.
BTW: Die AfD plädiert für 5% vom BIP für Rüstung. Was das bedeutet, sollte jedem klar sein: Es gibt noch weniger Geld für Soziales wie Gesundheit, Pflege und Renten, denn dann ist der halbe Bundeshaushalt für ’s Militär weg.
Insgesamt werden Nebensächlichkeiten besonders von CxU, AfD, Bild & Co. hochgejazzt, um Ressentiments zu bewirtschaften, zu emotionalisieren und vom eigentlichen materiellen Konflikt abzulenken: Dass die Top3% uns die Haare vom Kopf fressen.
Ich empfehle allen den Teil ab Minute 57:30: https://www.youtube.com/watch?v=fw7AO_JrdLo&t=4015s
Und auch die Bemerkung der Wählerin zu Merz.
Wer meint, dass der riesen Mist der AfD eine Alternative zu jetzigen Mist sei, kann auch Scheiße fressen statt zu McD zu gehen. Dieser Haufen hat eine antisoziale libertäre Agenda, gegen die Merz in der Tat wie ein Sozialist rüberkommt. Aber man kann sich wieder groß fühlen weil man ja deutsch ist.
Und die alberne Losung „Wir holen uns unser Land zurück“. Es ist nicht allein Euer Land.
Aber anstelle zu schauen, wie man es besser und richtig macht, suhlt man sich im eigenen Beleidigtsein und dem Gefühl zu kurz zu kommen. Deutschland einig Jammerlappen-Land. Ressentiments fressen halt Hirn.
jjkoeln: „Ressentiments fressen halt Hirn.“
Wer wollte da widersprechen? Aber mit Ressentiments gewinnt man nicht nur Wahlen und kann dann Politik machen. Mit Ressentiments kann man auch „christliche“ bzw. „liberale“ und „sozialdemokratische“ Politik gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung, gegen die Allgemeinheit und für eine kleine reiche Minderheit aka „Elite“ machen, die der ungezügelte Kapitalismus immer reicher macht. Wenn der Kapitalismus dann zu einem Crash führt, dann trägt die Kosten dafür die Allgemeinheit.
Dieter Hildebrandt benutzte dafür schon vor 30 oder 40 Jahren die Formel: Kapitalismus = Gewinne privatisieren + Verluste sozialisieren (K= Gp + Vs)
Horst Seehofer: CSU-Politiker und ehemaliger Bundesinnenminister, Ministerpräsident Bayerns sowie langjähriger Parteivorsitzender der CSU in einer Fersehsendung mit Erwin Pelzig in 2010: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“
Das war einer der wenigen Momente, wo ein „christlicher“ Politiker in Deutschland einmal die Wahrheit gesagt hat. Nicht gesagt hat Horst Seehofer allerdings, wer sind: diejenigen, die entscheiden, aber nicht gewählt wurden.
Die 📰 Bildzeitung macht seit 1952 📣 Schlagzeilen 📣 und Politik für „diejenigen, die nicht gewählt sind“ bzw. wurden:
„Die Gammler – sie wollen nicht arbeiten“ (1960 Jahre betr. Studenten, Demonstranten usw.)
„Sozialschmarotzer – leben auf Kosten der Allgemeinheit“ (1975, Arbeitslose und andere Leistungsempänger)
„Null-Bock-Generation“ (1983, viele Jugendliche wären „arbeitsscheu“)
„Deutschland macht blau“ (2000 betrifft Krankenstand bzw. „Krankfeiern“)
„Deutschlands faulster Arbeitsloser“ (2005)
„Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!“ (Euro- und Bankenkrise 2010)
„Covidioten: Warum Corona-Leugner die Gesellschaft spalten“ (2020)
„Klimaterroristen blockieren den Verkehr“ (2022)
Ganz allgemein muss ich sagen:
«Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten[ , LGBTQxyz-ler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, NGOs, Antifa usw., RW ]» ( Verfasser mir unbekannt ) – Und genau diese Rückkehr erleben wir in Deutschland seit einigen Jahren: totalitäres Denken und gewaltbereites Handeln bereiten sich Bahn, überall, kommend aus sämtlichen politischen Lagern. Auch das hat im deutschsprachigen Raum Tradition seit dem 19. Jahrhundert und endete u. a. mit dem Verbrennen von Büchern … Heute nennt man das progressiv „Cancel Culture“.
Hinzu tritt schon wieder eine historisch bekannte Blockwartmentalität in Form von sog. Meldestellen, an welche sich trefflich Denunziationen richten lassen. Ähnliches gab es im NS-Reich sowie in der DDR ( Gestapo und Stasi ).
Und hinter all dem steckt u. a. eine neoliberal-libertäre Trans-Gender-Pride-LGBTQxyz-NGO-Gesinnungsterror-Ideologie. Deren Repräsentanten leben zumeist auf Kosten der Allgemeinheit – und bepöbeln diese auch noch dreist.
Auch vor der Wissenschaftsfreiheit macht dieser Gesinnungsterror nicht halt! Siehe HHU in Düsseldorf ( https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/hhu-duesseldorf-hunderte-protestieren-gegen-angeblich-transphobe-vorlesung_aid-151791101 ).
Das ist alles sehr betrüblich. Das Tragische: Von den wirklichen Problemen ( u.a. nahender Krieg, Armut, Zerfall zivilisierter gesellschaftlicher Strukturen, Arbeitsplätzevernichtung, Steuermittelverschwendung, Vetternwirtschaft u. v. a. m. ) lenken CDU / CSU und das übrige Parteiengesindel durch u. a. Politische-Brandmauer-Diskussionen wohlfeil ab frei nach dem Motto: Der Fuchs bewacht den Hühnerstall.
Ein sehr kluger Mann: Carl von Ossietzky ( * 3. Oktober 1889 in Hamburg; † 4. Mai 1938 in Berlin )
Friedensnobelpreisträger 1935, Pazifist
„Nach der Sintflut?
[… ]
Die nationalsozialistische Bewegung ist weder durch die Bedeutung ihrer Führer noch durch die Überzeugungskraft ihrer Programme groß geworden, sondern durch die verbrecherische Unzulänglichkeit einer Pseudodemokratie und die Feigheit eines parlamentarischen Regimes, das niemals gewagt hat, eines zu sein. […]
Nun, so gemütlich ist die Weltgeschichte denn doch nicht. Mag Hitlers Aktivität zeitweilig gelähmt, mag er selbst völlig demoliert sein, noch besteht alles das, was ihn hat groß werden lassen, noch ist nichts Entscheidendes gegen die Wirtschaftsnot geschehen, und noch immer spreizt sich eine Politikergarnitur, deren ahnungslose Selbstgefälligkeit die jüngere Generation in Massen in einen hoffnungslosen nationalistischen Desperatismus getrieben hat. […]
Über den Fortwurstlern, den Deserteuren und Etappenhengsten der Demokratie leuchtet nicht das Zeichen des neuen Bundes. Denn sie selbst wollen ja nichts Neues, sondern nach beendeter Fahrt nur ihren alten Trödel fortsetzen.“ ( Carl von Ossietzky, „Nach der Sintflut?“, in: „Die Weltbühne“, 27. Jgg., Nr. 15, 14. April 1931 )
( Auslassungen [ ] im Ossietzky-Zitat von mir / RW. )
„Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Allgemein- / Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.“ ( RW ) – Davon sind wir jedoch sehr weit entfernt! Mehr noch: Wir entfernen uns davon immer mehr!