Intellektuelle Wüste im NS-Dokumentationszentrum

NS-Dokumentationszentrum München
Burkhard Mücke, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Im Münchner NS-Dokumentationszentrum warnen zwei renommierte Historiker vor dem Untergang der Demokratie. Doch statt historischer Analyse gibt es moralische Selbstvergewisserung und altbekannte Feindbilder. Ein Abend, der mehr über die geistige Verfassung des linksliberalen Milieus verrät als über die Gefahren für die Demokratie.

Ein Westerndorf, mitten in der Wüste. Es mangelt an Nahrung, Wasser, Infrastruktur. In einer letzten Bastion der Zivilisation, aus einigen Bretterbuden bestehend, weht ein heißer Ostwind einen Heuballen durch die Straßen. Der aufgewirbelte Staub verflüchtigt sich ins Nichts. Die Stille, sie drückt. Nichts regt sich.

Diese Szene könnte aus einem Westernfilm mit Clint Eastwood stammen, kurz vor dem großen Showdown. Übertragen wir sie in das Jahr 2026, in intellektuell-politisches Terrain. So erhalten wir eine Vorstellung von der geistigen Ödnis, die hier bisweilen in tonangebenden, sich als gebildet und aufgeklärt dünkenden linksliberalen Milieus herrscht. Wir befinden uns im Vortragssaal des NS-Dokumentationszentrums am Münchner Königsplatz. Auf einer Bühne nehmen zwei freundliche ältere Herren Platz. Moshe Zimmermann, emeritierter Geschichtsprofessor an der Hebräischen Universität Jerusalem, stellt sein jüngstes Buch vor. „People gone mad. Wie die Demokratie sich selbst zerstört“ heißt es. Sein Gesprächspartner ist der Historikerkollege Norbert Frei, Verfasser des Standardwerkes „Der Führerstaat“ (2013). Der Saal ist voll besetzt, etwa 300 Personen dürften anwesend sein. Dem Augenschein nach handelt es sich zumeist um etwas betagtere Abgesandte jenes Juste Milieu, das man mit der „Süddeutschen“ oder der „Zeit“ unter dem Arm auch in den subventionierten Münchner Theatern antrifft.

People statt Volk

Ab der ersten Sekunde der Veranstaltung sah man sich versetzt in eine intellektuelle Einöde, mit Einsprengseln des Grotesken und Absurden, gewissermaßen in eine Melange aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ mit einem Hauch David Lynch und Samuel Beckett. Dass nicht die gedankliche Herausforderung, sondern vielmehr die Bestätigung des allseits Durchgekauten der Sinn des Abends sein würde, machte bereits die Einleitung der habilitierten Historikerin Mirjam Zadoff, die Leiterin des NS-Dokumentationszentrums, deutlich. Zadoff erwähnte die Demokratiegefährdung, der man sich gegenwärtig ausgesetzt sehe, was das Buch von Zimmermann so wichtig werden lasse. Damit war der Ton des Abends gesetzt, und so mäanderte er in altbekannten Pfaden neunzig Minuten durch die Köpfe der Zuhörer: Die AfD ist eine Gefährdung für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat, und genau das hören wir heute Abend noch einmal aus berufenem Munde.

Zimmermann und Frei, 1943 und 1955 geboren, trugen zwar nicht den Talar des Professors, aber den „Muff“ brachten sie mit. Freis erste Frage an Zimmermann hatte es in sich: Warum er einen englischen Haupttitel für sein Buch gewählt habe. Man höre und staune: Weil die Übersetzung von „people“ doch das deutsche Wort „Volk“ gewesen wäre. Und „Volk“ erinnere schließlich an den Nationalsozialismus oder sei, so suggerierte Zimmermann, durch die Schreckensherrschaft der Jahre 1933 bis 1945 kontaminiert. Diese englisch-deutsche Wortmagie – „People“ ist ok, aber „Volk“ ist böse – war eine Steilvorlage für Frei, der sogleich das eingeschliffene Muster im Kampf gegen rechts-Bingo auf vorhersehbare Weise fortspann: Zwar stehe auf dem Reichstagsgebäude in Berlin „Dem deutschen Volke“, aber schließlich sei es doch so, dass ein AfD-Funktionär das Wort „völkisch“ hätte rehabilitieren wollen. Man spürte, wie das das Publikum spätestens jetzt in den verführerischen Bann des Altbekannten gezogen wurde. Die Ironie, dass die pauschale Unterstellung des Verrücktseins bereits jenen Keim der Entmenschlichung in sich barg, der dem „Populismus“ als angebliche Vorstufe einer „Zustimmungsdiktatur“ so oft unterstellt wird, schien denn auch nirgendwo an dem Abend auf.

Als intellektuelles Armutszeugnis mutet es an, dass sich zwei Historiker mit einem Verweis auf das „Verrückte“ ausgerechnet dem entzogen, was eigentlich die Aufgabe ihrer Zunft ist: das Verstehen von Akteuren, Prozessen, Konstellationen. Der Verweis auf die „Verrücktheit“, die Zimmermann der nationalistischen Mobilisierung im Frankreich der 1880er Jahre, der Weimarer Republik, der Kommunistenhatz in den USA der 1950er Jahre, der israelischen Politik unter Netanjahu und den USA unter Trump attestierte, fungierte als mentale Generalklausel, um den Populismus als angebliche Vorstufe des Faschismus auch moralisch-politisch unter einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Ein Impuls zur moralischen Selbstvergewisserung

Historische Trennschärfe? Gott bewahre. Die Frage nach Gründen, Motiven und Ursachen? Wo sie vorkam, wurden sie sogleich zugekleistert von der richtigen Gesinnung. Wird „Verrücktheit“ zum Zentrum eines Erklärungsmodells, so können auch keine „Kipppunkte“ mehr bestimmt werden, solange ungeklärt bleibt, worin das Verrückte eigentlich besteht. Die moralische Wertung, die der Begriff der „Verrücktheit“ beinhaltet, beraubt ihn seines analytischen Potentials. Der wissenschaftliche Anspruch wird der politisch-moralischen Gesinnung geopfert. Und so schwebte über dem Gespräch fortwährend die Annahme, dass die AfD ‚irgendwie‘ in der Nachfolge des NS-Regimes stehe und die Demokratie abschaffen wolle. Auch hier: keine Konkretisierung, kein Beleg, noch nicht einmal ein großer Zitatschlager à la „Denkmal der Schande“ tauchte auf, um dem Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit Substanz zu verleihen.

Aus der sozialen Logik des Gesprächs vor gewogenem Publikum heraus war das allerdings konsequent; es handelte sich schließlich nicht um ein Seminar, sondern um einen Impuls zur moralischen Selbstvergewisserung derjenigen, die sich auf der richtigen Seite der Geschichte sehen. Bei der kleinsten Nuancierung wäre sofort die gesamte, sorgsam aufgebaute moralische Überlegenheit kollabiert, die die beiden Historiker und ihr Publikum durchwirkte. Denn wie ist es angesichts der Suggestion, NSDAP und AfD seien wahlverwandt, zu erklären sein, dass die AfD Volksentscheide nach Schweizer Vorbild fordert; dass die AfD im Gegensatz zur NSDAP keine Strategie politisch organisierter Gewalt erkennen lässt; dass die NSDAP einen aggressiven Expansionismus verfolgte, während die AfD auf nationale Souveränität setzt, in der Ukraine-Frage zur Friedens-Fraktion gehört und eine Reform der europäischen Ordnung hin zu einem „Europa der Vaterländer“ anstrebt; dass die AfD mehr Meinungsfreiheit, offene Diskursräume und politisch-mediale Pluralität einfordert, während die NSDAP jene Prinzipien der freiheitlichen Ordnung bekämpfte? Noch weniger hätte man Tobias Rausch, den jüngst gewählten sachsen-anhaltinischen Landtagspräsidenten aus seiner Antrittsrede zitieren können: „Politische Härte in der Sache und persönlicher Respekt schließen sich nicht aus. Man hat manchmal den Eindruck, dass die Gesellschaft und Teile der Repräsentanten verlernt haben, dass man anderer politischer Meinung sein kann und trotzdem normal und fair miteinander umgehen kann.“ Frei und Zimmermann reproduzierten somit auf kleiner Flamme exakt jenes Problem, das sie anprangerten: Die Dämonisierung des politischen Gegners unter Zuhilfenahme einfach gestrickter kognitiver Schablonen.

Die AfD von ihrer angeblichen NS-Nähe zu entlasten, bedeutet freilich nicht, ihre Programmatik der Debatte zu entziehen. Man kann selbstverständlich eine Politik ablehnen, die sich an national-kulturellen Identitätsvorstellungen ausrichtet. Jeder Aspekt der AfD-Programmatik – wirtschafts-, außen- oder migrationspolitisch – ist diskutabel. Aber die Programmatik der AfD in eine Beziehung zur biologischen Rassenlehre, einer gewaltsam organisierten Machtergreifung, der Abschaffung von Grundrechten und der Verfolgung politischer Gegner und Minderheiten zu setzen, läuft nicht auf eine seriöse Warnung vor dem Potential hinaus, dass Demokratien den Keim ihrer Zerstörung in sich bergen. Es ist vielmehr eine schlichte Verharmlosung des Nationalsozialismus, weil man durch die Nonchalance des Vergleichs jene Kategorien einebnet, die das historisch Spezifische und singulär Böse der nationalsozialistischen Mordmaschinerie in den Blick bekommen.

Ein neues 1933?

Eine Ursache für den Aufstieg der Rechtspopulisten wurde immerhin von Frei auf Nachfrage hin benannt. Die sozialen Medien sollen es gewesen sein, die die bürgerliche Öffentlichkeit mit ihren „Qualitätsmedien“ zerstörten und so den angeblichen Demagogen den Weg bereitet haben. Man stelle sich einmal vor, so flocht Frei an einer anderen Stelle ein, dass Goebbels über Social Media verfügt hätte? Derartige rhetorische Überwältigungsmanöver – die Auffassung, Social Media könnte ‚irgendwas‘ mit Goebbels zu tun haben – zeigen, dass bestimmte Milieus mit jener Pluralität hadern, deren Infragestellung sie pauschal den Rechtspopulisten attestieren.

Zimmermann brachte die von ihm diagnostizierte Demokratiegefährdung auf die Formel, „Vernunft“ würde durch „Emotion“ ersetzt. Als sei Emotionalität als solche bereits ein Indikator für die von ihm konstatierte „Verrücktheit“. Der Emotionalität entkommen ironischerweise die Populismus-Warner am wenigsten. Das Gefühl der Angst vor einem neuen 1933 durch die AfD gilt ihnen jedoch offenbar als eine berechtigte Emotion – und genau diese Sorge bediente der Abend mit Frei und Zimmermann. Demgegenüber werden die Befürchtungen vor illegaler Massenmigration, Messerdelikten, Gruppenvergewaltigungen, Religionskriegen an deutschen Schulen und Heimatverlust durch Multikulti gemeinhin im linksschiefen Medien- und Wissenschaftsmainstream als irrationale Fake News abgetan. Dabei läuft der vermeintliche Gegensatz von Vernunft versus Emotion – der in der Psychologie ohnehin überholt ist – diskurspolitisch in die Leere. Denn ob eine Befürchtung berechtigt ist, entscheidet sich nicht daran, wer sie äußert und wie emotional sie vorgetragen wird. Es entscheidet sich an der Prüfung ihrer Gründe – und daran, ihren Befürchtungen rationale Substanz zu verleihen, sind Frei und Zimmermann an jenem Abend kläglich gescheitert.

Der Abend war denn auch kein Lehrstück für das Potential, dass die historische Analyse für das Verständnis gesellschaftlicher Eskalationsdynamiken in der Gegenwart in vielerlei Hinsicht fraglos bedeutet. Es war vielmehr ein Lehrstück über einen verfestigten Groupthink: der Tendenz, dass Mitglieder homogener Gruppen unter Konformitätsdruck zu einer immer höheren Meinungshomogenität tendieren und Auffassungen, die ihrer eigenen widersprechen, systematisch ausblenden oder vor Widerlegung abschirmen. Längst hat dieser Groupthink eine tiefe institutionelle Verankerung – im linkslastigen NGO-Komplex, gefördert von einem Programm, das sich ausgerechnet „Demokratie leben!“ nennt, aber auch in Einrichtungen wie dem NS-Dokumentationszentrum, das sich in einer Stadt befindet, in der sogar eine im Rathaus angesiedelte „Fachstelle für Demokratie“ den Münchner Bürgern die korrekte Demokratie von oben herab vermittelt – wodurch die Demokratie, in der Legitimationsketten ja stets vom Volk zur Regierung und nicht umgekehrt verlaufen, selbst ad absurdum geführt wird.

Schade um das Steuergeld

Aufschlussreich ist ein Blick auf die von dem Mitarbeiter Jonas Peter verantworteten Veranstaltungen des Hauses. Deren Programmatik baut auf dem Phrasenkatalog unserer Demokratie auf, und dazu gehört der Vergleich mit dem Nationalsozialismus mitsamt der bewährten Ausschlusswirkung. So wird etwa die „sprachliche Desensibilisierung in der Aufstiegsphase des Nationalsozialismus“ mit „heutigen rechtspopulistischen Tendenzen“ in einem Atemzug genannt. „Ausgrenzung und Verfolgung“ ist der semantische Rahmen des Vergleichs. Zugleich wird mit Blick auf die „Mehrheitsgesellschaft“ diskutiert, inwieweit der angebliche Rechtsextremismus in der „gesellschaftlichen Mitte anschlussfähig geworden“ sei. Auch die Semantik der „Desinformation“ findet sich in den Veranstaltungen der kommunal finanzierten Einrichtung. Unter dem Titel „Propaganda und Desinformation in der NS-Zeit und heute“ werden in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk Webtalks und Workshops für Schulklassen angeboten. Propaganda und Desinformation seien, so heißt es in der Veranstaltungsankündigung, „spätestens seit der US-Präsidentschaft von Donald Trump und der Staatspropaganda des russischen Präsidenten Wladimir Putin ein brisantes Thema. Auch in Deutschland kursieren zahlreiche Verschwörungstheorien und sogenannte Fake News sei es in Wahlkämpfen, während der Coronapandemie oder zum Ukrainekrieg. Schon Jugendliche sollten lernen, sich kritisch damit auseinanderzusetzen. Dabei hilft auch ein Blick in die Zeit des Nationalsozialismus, in der ein eigenes Propagandaministerium sich auf allen Ebenen bemühte, die öffentliche Meinung zu steuern.“ Ausgerechnet im NS-Dokumentationszentrum pflegt man also die wohl raffinierteste Form der Propaganda: Propaganda, die im Gewand von Propaganda-Warnung auftritt. Dieser Texttyp aus den ideologischen Untiefen ‚unserer Demokratie‘ funktioniert nach einem festen Schema: die historischen Assoziationen stellen bereits den Ersatz für die unvoreingenommene Prüfung der These dar. Genauso gingen auch Zimmermann und Frei in ihrem Gespräch vor, unter Ausblendung von Standards der Geschichtsschreibung als akademischer Disziplin.

Sogar der Einlassvorbehalt im NS-Dokumentationszentrum – das im Jahr 2025 über ein Budget in Höhe von 6,1 Millionen verfügte – hat entsprechende Schlagseite. Es gilt für „Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind.“ Linksextremisten oder Islamisten werden nicht erwähnt. In der Gesamtschau ergibt sich somit das Bild, dass im NS-Dokumentationszentrum staatliche Gelder auch zur Förderung einer partikularen politischen Programmatik eingesetzt werden.

Wie sehr dies bisweilen auf Kosten jeglicher Differenzierung geht, dafür legte der Abend mit Moshe Zimmermann und Norbert Frei ein eindrucksvolles Zeugnis ab. Schade um das schöne Steuergeld. Es ist höchste Zeit, etwas Grün zu pflanzen – insbesondere in die bisweilen postapokalyptisch anmutenden Geisteswüsten der Gegenwart.

Christian J. Zeller

Christian J. Zeller ist promovierter Soziologe und politischer Publizist. Die freie und offene Debatte, auch zu kontroversen Themen, ist aus seiner Sicht der Sauerstoff für eine funktionierende liberale Demokratie. Lagerdenken und Kontaktschuld hingegen zerstören die freiheitliche Ordnung.
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32 Kommentare

  1. Mit der Selbstbeweihräucherung der links-liberalen Szene ist es wie mit der Brandmauer, es hilft letztlich nur der AfD und die amtlichen Demokratie-Verteidiger isolieren sich selbst – vom Volk.

    Als letztes Mittel bleibt ihnen dann nur noch das Verbot.

  2. „History is not the past“ steht in großen Lettern über der Eingangstür und ich frage mich was dieser Spruch sagen will:
    Hi-story – die Geschichten, die man über die Vergangenheit erzählt – der rote Faden den man zieht – er wird nicht zufällig gesponnen. Die Rekonstruktion der Vergangenheit – das Geschichten erzählen, folgt der Absicht Gegenwart und Zukunft zu bestimmen.

  3. „Die AfD ist eine Gefährdung für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat, und genau das hören wir heute Abend noch einmal aus berufenem Munde.“

    Das will ich gerne glauben. Allerdings könnte man sich fragen, ob der Nazinostalgiker Björn Höcke oder Alice Weidel gefährlicher sind als Roderich Kiesewetter, Boris Pistorius, Johann Wadephul oder Frau Strack-Zimmermann. Den Drang zur Kriegstüchtigkeit, den man bei diesen Politikern feststellen muss, ist verglichen mit den AfD Politikern weit ausgeprägter.

    „… aber schließlich sei es doch so, dass ein AfD-Funktionär das Wort „völkisch“ hätte rehabilitieren wollen. “

    Wer das völkische Denken allein bei der AfD verortet, sollte sich einmal vergegenwärtigen, wie die deutschen medialen und politischen Eliten den Konflikt in Palästina darstellen. Die Verbrechen der palästinensischen Seite werden riesengroß aufgeblasen und die weit größeren Verbrechen der Israelis minimiert. Solche Erkenntnisse liefert allein die philosemitische Brille – und die ist völkisch.

    “ Die moralische Wertung, die der Begriff der „Verrücktheit“ beinhaltet, beraubt ihn seines analytischen Potentials.“

    Der Trick dessen, der mit dem Begriff „verrückt“ arbeitet, besteht darin, dass er die Gründe für Handlungen nicht in objektiven Aussagen oder Taten sucht, sondern sie in den Kopf des „Verrückten“ verlegt, wo sie nicht gesehen und darum auch nicht argumentiert werden können. Da mag Putin noch so oft erklären, warum er die Ukraine angreifen lässt, es bleibt alles falsch und braucht nicht beachtet werden, weil er ja „verrückt“ ist.

    „Dabei läuft der vermeintliche Gegensatz von Vernunft versus Emotion – der in der Psychologie ohnehin überholt ist – diskurspolitisch in die Leere.“

    Aber propagandistisch ist dieser angebliche Gegensatz sehr schön auszunutzen, denn wen man bezichtigt emotional zu sein, der hat halt keine Fakten, keine Gründe, keine Rationalität. Dabei sei allen Rationalitätsgläubigen gesagt: Dass, was ihr emotional entscheidet, begründet ihr hernach bloss rational. Vorher, beim Entscheidungsprozess, spielte eure Rationalität nur eine geringe Rolle.

    „Man stelle sich einmal vor, so flocht Frei an einer anderen Stelle ein, dass Goebbels über Social Media verfügt hätte?“

    Man stelle sich vor, der aktuelle Goebbels, der viele Namen trägt, würde über „BILD, Bams und Glotze“ verfügen!. Das ist aber bereits Realität.

    1. @Simon

      Wobei ich keinem Politiker seinen Widerstand gegen die AfD, wegen ihrem Rechtsextremismus, abnehme.

      Jeder, auch unsere so liberalen Politiker, kann leicht bei Google anfragen, ob es Archiv-Akten gibt, wonach Bandera für die Pogrome an huden in Lviv 1941, verantwortlich war, und die Antwort ist ein unmissverständliches: Ja.

      Wären also »Roderich Kiesewetter, Boris Pistorius, Johann Wadephul oder Frau Strack-Zimmerman« tatsächlich gegen Neonazis, dann würden sie sich nicht so für die Unterstützung der Ukraine einsetzen, wo Mandera und seine Helfer als Helden verehrt werden.

  4. „…dass die AfD mehr Meinungsfreiheit, offene Diskursräume und politisch-mediale Pluralität einfordert…“

    Das soll wohl der Witz der Woche sein. Anders kann ich mir solche Art der Realitätsleugnung nicht erklären.

    1. Fordern tut sie’s durchaus. Aber ob sie solche Forderungen auch umsetzen wird, wenn sie demnächst „gesichert“ mehrheitsfähig an der Regierung sein wird? Oder wird sie dann auf die Werkzeuge und Techniken zurückgreifen, die die Brandmauerer so schön vorbereitet haben, um unpassende Meinungen – seien sie völkisch oder nicht – auf ihren Platz zu verweisen?

  5. Damals gings nach rechtsaußen, diesmal nach linksaußen, und das aus der Mitte der Demokratie. Dieser Unterschied ist noch nicht von allen verstanden.

    1. Bei allem Respekt, aber hier ist nichts „links“, es ist immer noch sehr ausgeprägt rechts! Oder will jemand ernstlich behaupten, die Spezi von Merkel und Albrecht-Tochter eines der furchtbarsten Reaktionären im Lande, wäre links eingestellt? Oder will jemand glauben, dass diese Frau v.d.L. jemals eine Seite von Marx, Adorno oder W.F.Haug gesichtet hätte, nur so aus Neugierde? Und ein Klingbeil ist immer noch nicht links, auch wenn man sich einbilden will, er kennte die Namen. Und eine ach- so-arg-links-eingestellt wie z.B. Fr. Reichi… tritt sorglos mit den Füssen die historische und ewige Einstellung der Linke gegen Krieg und Kriegswirtschaft, und das für kleinliche, egoistische und letztendlich infame politische Vorteile im krudesten Kapitalismus, an dem heftig und rücksichtslos nicht nur von Merz&Co. gearbeitet wird. Das ist nicht links, das ist einwandfrei und ohne Zweifel rechts! Auch wenn die Moral-Maske, ev. auch die Tätowierungen, eine andere Sprache sprechen wollen. Über andere verschiedene „linke“ Gestalten, sowohl männlich als auch weiblich -oh, sorry, unverzeihlich, fast hätte ich vergessen- als auch beides will ich gar nicht mehr reden.
      Wir sollten uns, als gemeine Bürger, einer gründlichen Selbstprüfung unterziehen und kritisch unsere Bereitschaft betrachten, den uns von der herrschenden Elite tagtäglich servierten Begriffs-Salat zu schlucken: Links ist nicht „Links“! Links ist die Einstellung, die strikt mit der opprimierten arbeitenden Klassen verbunden ist, und nicht unbedingt mit LGBusw., schicke Klima-open-mindPerspektive oder mit der so arg politisierten Migration. Das eine ist ein „Für-die-anderen-handeln“, das andere ein „Für-uns-selber-handeln“ , allerdings erst nach Aufsetzen der heute so erfolgreiche wie verlogene und infame Moral-Maske. Die Maske wird so allgegenwärtig in der Politik „unserer Demokratie“ getragen, dass der Bürger oft denkt, es wäre die Gesichtshaut. Ist aber nicht!!!

      1. Was uns als links verkauft wird ist aus einer Sicht auch nicht das was ich unter links verstehe. Sowohl SPD als auch Die Linke. An der Stelle hab ich nur das offizielle Wording benutzt.

  6. Wenn ich an die Zeit des Nationalsozialismus anno ’33 – 45 denke, fallen mir eher Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“, „Bedrohung“, „unsere Werte verteidigen“, oder Aussagen wie „Russland wird immer unser Feind sein“ ein.
    Habe sogar mal gelesen, dass Stalin noch vertragsgetreu und nichtsahnend Güterzüge voll mit Steinkohle nach Deutschland lieferte, als bereits die Wehrmacht zu einem Millionenheer an der „Ostflanke“ aufmarschiert war, gut getarnt in Wäldern, so dass sie von möglicherweise russischen Aufklärern, die dicht an der Grenze des russisch besetzten Gebiets innerhalb Polens ihre Runden drehten nicht entdeckt wurden.
    Selbst in der Nacht zum 22. Juli, bevor das „Unternehmen Barbarossa“ los ging, wären von Wehrmachtssoldaten noch die Güterzüge zu hören gewesen, die aus Osten kommend Steinkohle ans Deutsche Reich lieferten.

    Und nun wollen uns ein paar „Historiker“, konform und aalglatt, etwas von Gefahr für die Demokratie anhand einer Partei erklären, die für eine diplomatische Lösung des Ukrainekriegs eintritt, der im übrigen durch die USA initiiert wurde und die im übrigen in ihrem Parteiprogramm stehen hat, dass es mehr Bürgerbeteiligung bei politischen Entscheidungen geben müsse…..

    1. Streichen Sie „russisch“ und benutzen Sie bitte die korrekte Bezeichnung „sowjetisch“. Die Sowjetunion war nämlich weit mehr als Russland.

      Zudem waren diese „russisch besetzten“ Gebiete völkerrechtlich Teile der Sowjetunion, so wie die Grenzen Polens nach dem 1. Weltkrieg anhand der Bevölkerungsmehrheiten gezogen worden waren (Stichwort „Curzon Linie“). Sie kamen nur als Folge der Aggression Polens in den polnisch-sowjetischen Kriegen von 1920/21 unter polnische Kontrolle. Darunter übrigens auch die heutige West-Ukraine. Deshalb wurde auch seitens der Siegermächte und später der UNO an diesen per „Hitler Stalin Pakt“ 1939 wiederhergestellten Realitäten von 1919 nicht gerüttelt.

  7. Damit, dass die AfD eine rechsextreme Partei ist, wird nur ein unbedeutender Teil der Bevölkerung davon abgehalten, die AfD zu wählen.

    Die AfD ist zwar eine rechtsgerichtete Partei, sie ist aber keine neue NSDAP.

    Außerdem ist die Position Deutschlands heute eine ganz andere als sie es während der Weimarer Republik war, vor einem Vierten Reich bräuchte sich heute niemand mehr fürchten, darüber sollte sich zum Beispiel Friedrich Merz Gedanken mit seiner Absicht, »Deutschland zur führenden Militärmacht in Europa« zu machen.

    Wie mit Migranten umgegangen werden soll, was die Aufrüstung betrifft, sind die Unterschie der AfD zur CDU/CSU nur marginal, der einzig echte Unterschied zur Zeit ist der Umgang mit Russland, und da würde ich – obwohl ich die AfD niemals wählen werde – die AfD allen Parteien, ausser BSW,vorziehen.

  8. „dass die AfD mehr Meinungsfreiheit, offene Diskursräume und politisch-mediale Pluralität einfordert…“

    Anscheinend kennt er die Aussagen/Reden der AfD und deren Anhänger nicht, ansonsten würde er ja diesen Unsinn nicht niederschreiben.

    Und schauen wir uns mal an, was die von ihm als ungefährlich eingestuften Rechten so alles veranstalten – völkerrechtswidrige Angriffskriege, Völkermorde, Terroranschläge in aller Welt, Ermordung von polit Gegnern, bewaffnete Milizen – die im mit teils tödl. Gewalt für Ruhe sorgen sollen usw. und so fort. Und ja, die (angeblich demokrat.) CDU/CSU und die SPD beteiligen sich an vielen dieser Verbrechen. Ob aus Sachzwängen oder eigener Motivation heraus, man weiß es nicht genau, man weiß nur, das sie mitmachen.

    Aber die AfD wird uns von all dem befreien, denn das ist die einzige Partei, die Frieden, Freiheit und Wohlstand für alle Menschen will – ach nee, die unterstützen/befürworten ja auch die Verbrechen von ihren großen Brüdern, von ihren polit. Vorbildern. Wofür braucht Sigmund eigtl. bei der von der AfD geplanten Remigration Kriegswaffen? Migranten kann man auch mit normalen Pistolen erschießen oder einfach totprügeln (diese Aufgabe kann und wird die Polizei freudestrahlend übernehmen), dazu braucht man keine Panzer, Drohnen oder Maschinengewehre – außer man plant größeres ….

  9. Ich habe in der Coronazeit mit meinem Integrationskurs eine Führung im NS Dokumentationszentrum mitgemacht. Der Mitarbeiter, der uns durch die Ausstellung führte, sprach eindringlich von den Anfängen durch Ausgrenzung, Diffamierung der anderen, und war unfähig die Parallelen zur Ausgrenzung der Ungeimpften zu sehen. Danach war ich nie wieder dort.

    1. Sehr passend, danke!

      In dem Integrationskurs haben sie hoffentlich auch auf die mißbräuchliche Anwendung von Notstandsgesetzgebung/-verordnungen durch den internationalen Kapitalfaschismus hingewiesen, wie er nicht nur 1933, sondern auch 2001 und 2020 zur Anwendung gekommen ist.

    2. Sind sie eine Art „Zeugin Jehova“ Frau Nadja – eine Glaubensgemeinschaft die zB. Blutspenden ablehnt auch wenn das den Tod eines Kranken bedeutet?
      Ihr Hinweis auf die Ausgrenzung der Ungeimpften könnte das vermuten – sind die Ungeimpften eine neue Glaubensgemeinschaft „non vassinatus“ ?
      Ich bin, 84, übrigens vor ein paar Tagen erneut gegen Corona geimpft worden und habe auch alle vorherigen Impfungen bekommen.

  10. Guter Artikel.
    Bin ja positiv überrascht, dass Overton Herrn Zeller hier schreiben lässt. Auch, dass der umtriebige Moshe Zimmermann einmal von einer anderen warte aus gesehen wird, ist eine schöne Abwechslung und dient der Pluralität.
    —

    Auf die skurrile Gedankenwelt und die abwegigen Narrative jenes „juste milieus“ bei der erwähnten Veranstaltung einzugehen, erspare ich mich und auch den Lesern. Schließlich handelt es sich um nichts Anderes als den Versuch der Herrschaftsabsicherung.
    —

    Bemerkenswert ist aber, dass die Dekonstruktion des – bisher zumindest – halbwegs klaren Begriffes „Demokratie“ inzwischen nicht bloß über den bizarren Begriff „unsere Demokratie“ läuft (nicht eure, sondern unsere ! ), sondern auch über die Dekonstruktion des Wählerkollektivs bzw. des Volkes bzw. der politischen Nation.
    Ohne die Existenz eines Volkes (mit seinen traditionell verbindenden Elementen und Schnittmengen) bleibt eben nur noch Bevölkerung.
    Und eine Bevölkerung ist für unser neoliberal-linksliberales Establishment bloß eine Masse an atomisierten, flexiblen Individuen ohne viel Verbindendes. Man erinnere sich an das Wort von Frau Thatcher: „There is no society.“
    Und eine Gesellschaft (society) hat nun schon bereits weniger kulturell und sprachlich Gemeinsames, weniger an Schnittmenge als ein Volk.
    Allein schon die Vorstellung, dass eine atomisierte Masse so etwas wie ein gemeinsames Interesse oder gar einen gemeinsamen Willen haben könnte, ist problematisch.
    —

    Da aber Wahlen in der Postdemokratie ohnehin nur noch bestätigenden Charakter haben dürfen und nicht zu einer echten Änderung der politischen Agenda führen sollen, ist diese Dekonstruktion des (angeblichen) politischen Souveräns ohnehin nur noch als zusätzliche absichernde Maßnahme zu verstehen, die von den herrschenden Kreisen angesichts der (unerwartet großen) Unzufriedenheit in der Bevölkerung gegenwärtig für nötig gehalten wird.

    Vor 1900 hieß es einmal: „Vor Demokraten schützen nur Soldaten!“
    Und heute es eben: „Vor Populisten schützen nur Polizisten!“

    Allein solche Aspekte des Themas lohnen das Nachdenken und die Beachtung, der Rest ist belanglos.

    1. Ergänzung

      Im Original ist der oben erwähnte Satz mit dem Prädikat „helfen“ gebildet und nicht mit „schützen“, aber das ändert natürlich absolut nichts am Sinn des Satzes.

      1848 hieß es: „Gegen Demokraten helfen nur Soldaten.“
      https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/nationalversammlung-1849-gegen-demokraten-helfen-nur-soldaten-19966036.html
      Der Satz stammt aus dem „Demokratenlied“ von Theodor von Merkel (1848).
      https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Merckel

  11. Die Demokratie der Weimarer Republik ist nicht am 30. Januar 1933 mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler gescheitert und es gibt zweifelsohne nicht die „eine“, sondern mehrere Ursachen dafür, die sich gegenseitig verstärkten: der einseitige Versailler „Friedens“-Vertrag am Ende des Ersten Weltkrieges, eine in rechtlicher Hinsicht diktaturfreundliche Verfassung und der konservative autoritäre Zeitgeist des Kaiserreiches.

    Mit dem Roman „Der Untertan“ machte sich Heinrich Mann damals nicht nur Freunde. Heinrich Mann kritisiert mit seinem Roman die Autoritätsgläubigkeit, den Nationalismus und opportunistischen Untertanengeist des deutschen Kaiserreiches. Der Roman erschien auszugsweise als Vorabdruck bereits 1914 als der Erste Weltkrieg began, in Buchform wurde er aber erst am Ende des Krieges 1918 veröffentlicht als Kaiser Wilhelm II. abdanken musste.

    Eine treffende Analyse des (un)demokratischen Zeitgeistes des Weimarer Republik liefert auch jene geniale Karikatur von Thomas Th. Heine, die im März 1927 in der satirischen Wochenzeitschrift Simplicissimus erschien mit dem Titel: „Sie tragen den Namen der Firma, aber wer trägt den Geist?“ und darüber steht „REPUBLIK“. Heine weist mit seiner Karikatur auf den mangelnden Zusammenhalt der sozialen Gruppen und politischen Parteien hin: Alle sprechen zwar von der Republik (= das „öffentliche Gemeinwesen“ bzw. die „Angelegenheit des Volkes“), aber jede Lobbyvertretung hat nur ihre eigenen Interessen im Blick und nicht das Wohl der Mehrheit und das Wohl der Allgemeinheit.

    Eine psychologische Ursache für den Aufstieg der NSDAP liefert auch der 1958 verstorbene US-Militär-Psychiater Douglas M. Kelly, der bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen 1945/46 zu dem Ergebnis kam, dass die Angeklagten weder Psychopathen oder Soziopathen oder „Verrückte“ waren. Der „Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches“, Hermann Göring, war ein überdurchschnittlich intelligenter Mann, aber auch überdurchschnittlich ehrgeizig und vor allem gierig nach Macht und das kombiniert mit geringer Empathie und niedrigen moralischen Wertvorstellungen.

    Es gibt eine bekannte Redewendung: „Er geht über Leichen.“ Hermann Göring war kein Sadist, aber er ging über Leichen, um seine Gier nacht Macht zu befriedigen. Douglas M. Kelly kam damals zu dem Schluß, dass das zu jeder Zeit wieder und nicht nur in Deutschland geschehen könnte, wenn die Mehrheit es zulässt, dass solche machtgierigen und empathielosen Leute an die Macht kommen und/oder gewählt werden.

    Eine zentrale Ursache wird aber heute immer ausgeblendet und das ist der wirtschaftliche Niedergang durch einen zügellosen Kapitalismus 💰, durch den die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher wurden. Sicherlich gab es auch Hungerlöhner und Arbeitslose, die Adolf Hitler und seine nationale „Arbeiterpartei“ wählten. Gewählt wurde die NSDAP aber vor allem von denen, die Angst vor dem ökonomischen und sozialen Abstieg hatten und ihr „Heil“ in einem starken Mann, einer „Alternative“ und einem „Führer“ für Deutschland suchten. Gesponsert wurde der Aufstieg des charismatischen und redegewandten, aber mittellosen und gescheiterten österreichischen Kunstmalers Adolf Hitler von den „Superreichen“ der demokratischen Weimarer Republik nach der zeitlosen Devise „divide et impera“ = teile und herrsche oder: spalte das Volk in Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen, und profitiere davon 💰.

    Marx Horkheimer, Sohn einer jüdischen Unternehmerfamilie und Kritiker der bürgerlich-liberalen Gesellschaft, der 1934 nach der „Machtergreifung“ in die USA emigrierte, schrieb 1939: „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.“

    Viele, die sich 2026 als „linksliberal“ oder auch als „demokratische Mitte“ bezeichnen, sind es nüchtern und bei Lichte betrachtet nicht und für die neuen „alternativen“ Rechten sind alle anderen Parteien „Kommunisten“.

    Aber wen interessiert das alles schon, wenn der Multimillionär „Böhmi“ im ZDF „brutzelt“, bei RTL getanzt wird („Let’s Dance“) und Kandidaten zusammen mit dem Multimllionär Günter Jauch um eine Million Euro spielen, der „Star“ aus dem Dschungelcamp geholt werden muss und der Sieger am Ende 100.000 Euro bekommt, Heidi Klum bei Pro7 das nächste „Topmodell“ sucht und Hobbyköche bei VOX das „perfekte Dinner“ zubereiten? Wie heißt der Slogan von Pro7: We love to entertain you!

    1. @DIRTY OPERATING SYSTEM
      gesponsert wurde der Aufstieg…..😉
      Da fällt mir die Aussage meines Vaters ein,; Als ich bei jüdischen Kaufmannsunternehmen für die KPD Spenden sammelte, gab man mir 5Pfg. Der „Genosse“ der SA bekam 5RM.
      Auf meine Frage,: warum der Unterschied? Die meistgegebene Antwort: „Wenn ihr (KPD) drankommt, werden wir enteignet. Wenn Die (NSDAP) dran kommen, zerschlägt die SA evtl. ein paar Scheiben, ansonsten läufts wie gehabt.“
      Welch grausamer Irrtum, aber hauptsächlich für die ärmeren Deutschen jüdischen Glaubens.
      Die Sauerei ab Kriegsbeginn mit den Menschen jüdischen Glaubens im Osten war damals noch nicht abzusehen. Eine besondere Affinität der dt. Juden gab es damals zu dieser Bevölkerungsgruppe nicht.

  12. Wurden die Bilder von diesem Wüstendorf nun tatsächlich gezeigt? Dann kommt gleich das maßlos unterdrückte Plästinenserkind. Muss gar nicht gesagt werden. Dieses Publikum versteht das ohne Worte.
    Nu ja, der Zimmermann lebt eben in demselben Paralleluniversum wie unser Moshe Zuckermann. Und auch er will Bücher verkaufen. Der deutsche Spießer will wissen, was der Jude wieder ausgefressen hat. Frei hingegen hat seine Verdienste.

    Das nun im NS-Dokumentationszentrum? Klar doch, dem Zeitgeist entsprechend. Die Generation Z, welche von alledem keine Ahnung mehr hat, gewinnte hier einen garantiert falschen Eindruck. Der Autor hat recht, wenn er die AfD hier in Schutz nimmt. Auch diese Partei darf nur für das verurteilt werden, was sie tatsächlich ausgefressen hat. Seltsamerweise ist genau sie es, die die Gewalt gegen jüdische Mitbürger thematisiert. Welche eben nur homöopathisch von rechts kommt, weit mehr aus der islsamischen Ecke.
    Indes ist zu fragen, ob man dem Frieden trauen kann. Jahrzehntelang war man als Nivcht-Nazi auf der politischen Rechten nur ein Langweiler. Dass das so plötzlich aufgehört hat, ist unwahrscheinlich. Da sind Untiefen. Wollte ich auch heute gesagt haben.

  13. Warum das Alles hinten und vorne nicht zusammenpasst?

    Das ist eigentlich ganz einfach. Man hält sich selbst für die „Elite“ und will eigentlich gar nicht, dass Hinz und Kunz in der Demokratie auch was zu melden haben. Das kann man aber leider nicht so deutlich sagen, auch wenn der Begriff „unsere“ Demokratie schon deutlicher ist, als das, was man sich früher getraut hätte.

    Weil das alles aber auch selbst mit viel gutem Willen nicht so hingeframed werden kann, dass Demokratie wie früher bedeutet, dass man eine AUSWAHL haben muss, weil man Politik ABWÄHLEN können muss, muss man halt die Konkurrenz diffamieren. Es gibt nun mal keine Argumente dafür, dass ein SOUVERÄNES VOLK zwar Parteien wählen, aber die politische Richtung nicht mehr bestimmen kann.

    PS: Ich fand die Union schon in den 80er Jahren (da war ich Kind und Jugendliche) zum Kotzen, aber inzwischen auch die sog. „linken“ Parteien, die mir jahrzehntelang was von Emanzipation, Bürgerrechten etc. vorgelogen haben. Die FDP erwähne ich in dem Zusammenhang nicht, weil man über Tote ja nichts Schlechtes sagen soll.

    PPS: Ich weiß wirklich nicht, was so schwer daran ist, wahrzunehmen, dass auch andere Menschen legitime Anliegen haben oder zumindest haben könnten, die sich diametral von den eigenen entscheiden und man deshalb einen KOMPROMISS finden muss. Dass „Linke“ inzwischen auch bei The-winner-takes-it-all mitmachen, werde ich diesen Leuten niemals verzeihen und zwar, weil sie mich wie einen naiven Tro.tt.el belogen haben, denn ich habe deren Freiheits- und Emanzipationsgefasel wirklich lange geglaubt, ich unfassbar naiver Mensch.

    1. Daran haben nicht nur Sie alleine zu leiden, es gibt viele davon im Lande. Ich selber war in der 80er weder Kind noch Adoleszent und habe trotzdem sogar Anfang 1999 gelitten, wegen Joschka sein Ohr. Das ist schon kein Naiver mehr sondern schlicht und einfach Idiot! Finde auch keine Entschuldigung in der Tatsache, dass ich erst Anfang der 80er hierher kam (aus dem Ostblock) und jeden Gestank mit Dior verwechselte, habe das elegante Geschwätz mit erlesener Bildung ebenso verwechselt, dumme Frechheit (…mit Verlaub, Sie sind ein A…) mit politischer Kühnheit, modernen Stumpfsinn (AKW’s wegsprengen) mit vorausschauenden Tiefsinn, das infame Geschäftsmodel der so „alternativen“ und „progressisten“ Studienabrecher (bloß in irgendeiner Partei auf Staatskosten leben) nicht erkannt, das Kreuz immer „dem neuen Wind im Lande“ geschenkt ,,, und das alles rächt sich heute. Was hilft mir schon, dass ich bereits Mitte 1999 mit dem Unsinn aufgehört habe, ich fühle mich heute so, als hätte ich meine Stimme der NSDAP oder Ähnliches gegeben, auf jeden Fall einer zerstörerischer Kraft. Es ist nicht so schlimm, dass ich den fatalen Vorwurf erwarten muss („wo warst du denn, hast du nicht gemerkt?“). Obwohl… heute nicht, aber wenn morgen Raketen auf Berlin fallen sollten, was unsere Politiker anscheinend für ausgeschlossen halten, dann kommt die Frage bestimmt (falls zu dem Zeitpunkt noch Jemand gibt, der Fragen stellen kann und Jemand, der sie beantworten kann, überhaupt existiert. Und das ist eine sehr grosse und berechtigte Sorge!!! Wie Sie sehen, Sie leiden nicht allein.

  14. Warum das Alles hinten und vorne nicht zusammenpasst? Das ist eigentlich ganz einfach. Man hält sich selbst für die „Elite“ und will eigentlich gar nicht, dass Hinz und Kunz in der Demokratie auch was zu melden haben. Das kann man aber leider nicht so deutlich sagen, auch wenn der Begriff „unsere“ Demokratie schon deutlicher ist, als das, was man sich früher getraut hätte. Weil das alles aber auch selbst mit viel gutem Willen nicht so hingefra.med werden kann, dass Demokratie wie früher bedeutet, dass man eine AUSWAHL haben muss, weil man Politik ABWÄHLEN können muss, muss man halt die Konkurrenz diffamieren. Es gibt nun mal keine Argumente dafür, dass ein SOUVERÄNES VOLK zwar Parteien wählen, aber die politische Richtung nicht mehr bestimmen kann. PS: Ich fand die Union schon in den 80er Jahren (da war ich Kind und Jugendliche) zum K.o.t.zen, aber inzwischen auch die sog. „linken“ Parteien, die mir jahrzehntelang was von Emanzipation, Bürgerrechten etc. vorgel.ogen haben. Die FDP erwähne ich in dem Zusammenhang nicht, weil man über Tote ja nichts Schlechtes sagen soll. PPS: Ich weiß wirklich nicht, was so schwer daran ist, wahrzunehmen, dass auch andere Menschen legitime Anliegen haben oder zumindest haben könnten, die sich diametral von den eigenen entscheiden und man deshalb einen KOMPROMISS finden muss. Dass „Linke“ inzwischen auch bei The-winner-takes-it-all mitmachen, werde ich diesen Leuten niemals verzeihen und zwar, weil sie mich wie einen naiven Tro.tt.el belogen haben, denn ich habe deren Freiheits- und Emanzipationsge.fas.el wirklich lange geglaubt, ich unfassbar naiver Mensch.

    1. Seien Sie nicht zu hart zu sich selbst.

      Gutgläubigkeit ist keine Schande!
      Erst wiederholte Gutgläubigkeit, trotz erwiesener, andersartiger Motivation des Gegenübers…..

  15. Ein neuer Zeller. Das ist der Moment, wo »Overton« zur Herausforderung wird. Bitte nicht falsch verstehen, auch ein Herr Zeller hat hier unbedingt seine Berechtigung.

    Aber fangen wir an mit der gedachten Artikel-Headline: »HISTORY IS NOT THE PAST« Erinnert (tatsächlich) an einen Lynch-Film, in dem der noch unwissend gehörnte Protagonist und bald faustischer Mörder nach einem Einbruch in die Festung der eigenen Ödnis bei der Begehung des Tatortes zu den Cops sagt: »Ich erinnere mich an die Dinge lieber auf meine Art … wie ich mich daran erinnere, nicht unbedingt, wie es passiert ist.« Es ist das persönliche Äquivalent zu „Der Sieger schreibt die Geschichte.“ So wird im Artikel aus Perspektive wird Meinung wird Gesinnung. Zeller macht, was er nicht unberechtigt dem AfD-Diskurs vorwirft, er schlägt sie mit den eigenen Waffen, indem er seine intellektuelle Siegergeschichte über einen Abend verkündet, an dem er über 300 Vollbesetzer innerlich triumphierte. Möge Herr Zeller niemals beim Launch eines iPhones vor einem Apple-Store dabei sein.

    Hier ein kleines AfD-Intermezzo: Von der AfD kommen bisweilen die richtigen Fragen, selten konkrete Antworten, dafür der Aufruf zur „Besinnung“ auf „völkisches“ oder „vaterländisches“, der Gesinnung des Bluttest und DNS-Abgleichs. Komisch, dass da keiner ruft, „oh, das ist neu!?!“ Ob die AfD denn bei »der Ukraine-Frage zur Friedens-Fraktion gehört«, wird sich zeigen, wenn sie nicht nur gefragt wird oder ungefragt dahinsagt, sondern wenn sie eine entsprechende Entscheidung in regierender Verantwortung trifft. Bis dahin muss sich erst noch zeigen, wer sich in dieser konservativ heterogenen Truppe von Wut-Eskapisten und Staats-Alimentierung-Willigen durchsetzen wird. (Ende Intermezzo)

    Heute aus dem text nur einige Zeller-Perlen:

    Dabei läuft der vermeintliche Gegensatz von Vernunft versus Emotion – der in der Psychologie ohnehin überholt ist – diskurspolitisch in die Leere.

    Ist das »überholt«? Dann ist das, was einem alltäglich in MSM, Boulevard und sonstiger Werbung die Zähne knirschen lässt gar keine Über-Emotionalisierung sondern eine Über-Vernunft? Das wird die Schafe auf dem Weg zum Metzger aber erleichtern.

    linkslastigen NGO-Komplex

    Das meint der ernst, der Herr Zeller, nicht nur was er als „links“ erachtet, er will wirklich das, was als M.I.C. bekannt und in seiner Gesellschaftswirkung tatsächlich als Gefahr akzeptiert ist, mittels (bald inflationärer?) Wort-Neuschöpfung entwerten und verschwinden lassen.

    So wird etwa die „sprachliche Desensibilisierung in der Aufstiegsphase des Nationalsozialismus“ mit „heutigen rechtspopulistischen Tendenzen“ in einem Atemzug genannt.

    Da ist Herr Zeller bereits weiter, er atmet das nicht nur, er schreibt das sogar schon (siehe vorheriges Zitat).

    Schade um das schöne Steuergeld. Es ist höchste Zeit, etwas Grün zu pflanzen – insbesondere in die bisweilen postapokalyptisch anmutenden Geisteswüsten der Gegenwart.

    Natürlich darf an einer abschließenden Geiz-Bekundung nicht gespart werden, die selbstverständlich auch nichts mit Knebeln unliebsamer Meinungen zu tun hat, sondern eine Reminiszenz an die schwäbische Hausfrau ist * Zwinkersmiley *.

    Und so fährt Herr Zeller tapfer weiter auf seinem »Lost Highway« durch »Geisteswüsten der Gegenwart« und wünscht sich Grün in der Finsternis, ohne zu verraten, ob es das Grün des Schimmels ist, das des Pus oder der Olive.

    Ich mag ihn ja, uns Hilfschauvinist der Redefreiheit Zeller, gefühlter Rechsträger und überzeugter Linksverängstigter, mit seinem Credo: „Alle doof außer mich“. Da weiß man, was man hat.
    Mehr mag ich aber, wenn’s vorbei ist. Grüzi in die Schweiz(?)!

  16. Ein neuer Zeller. Das ist der Moment, wo »Overton« zur Herausforderung wird. Bitte nicht falsch verstehen, auch ein Herr Zeller hat hier unbedingt seine Berechtigung.

    Aber fangen wir an mit der gedachten Artikel-Headline: »HISTORY IS NOT THE PAST« Erinnert (tatsächlich) an einen Lynch-Film, in dem der noch unwissend gehörnte Protagonist und bald faustischer Mörder nach einem Einbruch in die Festung der eigenen Ödnis bei der Begehung des Tatortes zu den Cops sagt: »Ich erinnere mich an die Dinge lieber auf meine Art … wie ich mich daran erinnere, nicht unbedingt, wie es passiert ist.« Es ist das persönliche Äquivalent zu „Der Sieger schreibt die Geschichte.“ So wird im Artikel aus Perspektive wird Meinung wird Gesinnung. Zeller macht, was er nicht unberechtigt dem AfD-Diskurs vorwirft, er schlägt sie mit den eigenen Waffen, indem er seine intellektuelle Siegergeschichte über einen Abend verkündet, an dem er über 300 Vollbesetzer innerlich triumphierte. Möge Herr Zeller niemals beim Launch eines iPhones vor einem Apple-Store dabei sein.

    Hier ein kleines AfD-Intermezzo: Von der AfD kommen bisweilen die richtigen Fragen, selten konkrete Antworten, dafür der Aufruf zur „Besinnung“ auf „völkisches“ oder „vaterländisches“, der Gesinnung des Bluttest und DNS-Abgleichs. Komisch, dass da keiner ruft, „oh, das ist neu!?!“ Ob die AfD denn bei »der Ukraine-Frage zur Friedens-Fraktion gehört«, wird sich zeigen, wenn sie nicht nur gefragt wird oder ungefragt dahinsagt, sondern wenn sie eine entsprechende Entscheidung in regierender Verantwortung trifft. Bis dahin muss sich erst noch zeigen, wer sich in dieser konservativ heterogenen Truppe von Wut-Eskapisten und Staats-Alimentierung-Willigen durchsetzen wird. (Ende Intermezzo)

    Heute aus dem Text nur einige Zeller-Perlen:

    Dabei läuft der vermeintliche Gegensatz von Vernunft versus Emotion – der in der Psychologie ohnehin überholt ist – diskurspolitisch in die Leere.

    Ist das »überholt«? Dann ist das, was einem alltäglich in MSM, Boulevard und sonstiger Werbung die Zähne knirschen lässt gar keine Über-Emotionalisierung sondern eine Über-Vernunft? Das wird die Schafe auf dem Weg zum Metzger aber erleichtern.

    linkslastigen NGO-Komplex

    Das meint der ernst, der Herr Zeller, nicht nur was er als „links“ erachtet, er will wirklich das, was als M.I.C. bekannt und in seiner Gesellschaftswirkung tatsächlich als Gefahr akzeptiert ist, mittels (bald inflationärer?) Wort-Neuschöpfung entwerten und verschwinden lassen.

    So wird etwa die „sprachliche Desensibilisierung in der Aufstiegsphase des Nationalsozialismus“ mit „heutigen rechtspopulistischen Tendenzen“ in einem Atemzug genannt.

    Da ist Herr Zeller bereits weiter, er atmet das nicht nur, er schreibt das sogar schon (siehe vorheriges Zitat).

    Schade um das schöne Steuergeld. Es ist höchste Zeit, etwas Grün zu pflanzen – insbesondere in die bisweilen postapokalyptisch anmutenden Geisteswüsten der Gegenwart.

    Natürlich darf an einer abschließenden Geiz-Bekundung nicht gespart werden, die selbstverständlich auch nichts mit Knebeln unliebsamer Meinungen zu tun hat, sondern eine Reminiszenz an die schwäbische Hausfrau ist * Zwinkersmiley *.

    Und so fährt Herr Zeller tapfer weiter auf seinem »Lost Highway« durch »Geisteswüsten der Gegenwart« und wünscht sich Grün in der Finsternis, ohne zu verraten, ob es das Grün des Schimmels ist, das des Pus oder der Olive.

  17. Jeder Aspekt der AfD-Programmatik – wirtschafts-, außen- oder migrationspolitisch – ist diskutabel.

    Mir fallen eine ganze Reihe Punkte ein, bei denen es nicht zielführend ist darüber zu Diskutieren.

    Nur ein paar Beispiele aus den genannten Bereichen:

    Ein Ausstieg aus der Klimaschutzpolitik ist im Prinzip indiskutabel, wenn man nicht sehenden Auges in die Katastrophe schlittern oder die Auswirkungen nicht wenigstens etwas dämpfen will.

    Eine Diskussion über die Abschaffung der Grundsteuer ist im Grunde ebenfalls sinnfrei. Es ist politisch wie praktisch absolut unrealistisch und würde zudem dem Prinzip der kommunalen Selbstverwaltung, wie es im Grundgesetz verankert ist, widersprechen.

    Ein Aufnahmestopp für Asylbewerber würde ebenfalls gegen das Grundgesetz (GG) und internationales Recht verstoßen. Außerdem wäre Deutschland dann recht schnell pleite.

    Genauso gut könnte man sich also auf eine Diskussion einlassen, wie man das Land möglichst schnell in einen bankrotten Failed State verwandelt.

    Nicht alle politischen Positionen sind gleich „diskutabel“. Manche sind schlichtweg nicht verhandelbar, weil sie gegen fundamentale Prinzipien verstoßen.

    1. Meinung:
      Dass der Bundestag im selben und noch immer so benannten »Reichstag« residiert und dazu darüber auch noch »Dem Deutschen Volke« steht, finde ich – ja, wegen der Geschichte und des missbrauchten Begriffs des »völkischen« – völlig geschmacklos. Es signalisiert keine Neuausrichtung und ist zudem, die Zukunft betreffend, völlig frei von Fantasie und Ambition.
      „Den Menschen in Deutschland“ als Widmung wäre zwar ein sehr kleiner Schritt, aber immerhin kein fortgesetzter Stillstand. Es entspräche auch der Wahrheit, denn die hier beschlossenen Gestze betreffen nicht nur die Deutschen, sondern alle Menschen in Deutschland – und sogar darüber hinaus.

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