Das Wahre, Schöne und Gute im Fußball

Im Audiopodcast-Gespräch mit den beiden Autoren Jonas Wollenhaupt und Klaus-Dieter Stork (»Links kickt besser. Der Mythos vom unpolitischen Fußball«).

Der Trainer César Luis Menotti galt als Verfechter des so genannten linken Fußballs. Der Sport sollte im Zeichen des Wahren, Schönen und Guten stehen: Und kein reiner Kampf sein, stattdessen sollte er zelebriert werden. Der moderne Fußball kam zwar aus den Schulen der britischen Oberschicht: Aber bereits der Ur-Fußball war eine Betätigung des Volkes. Und als er aus den Hochschulen in die Welt kam, formierte sich der Arbeiterfußball als linke Alternative – und er war recht schnell erfolgreich. Das brachte auch eine Professionalisierung mit sich – und in letzter Konsequenz das moderne Business, das Fußball heute ist.

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5 Kommentare

  1. Linker Fußball? Auch das noch. Aber im Vereinnahmen Anderer samt ihres Vermögens waren die Linken immer besonders stark. Den Straßenkindern, die Fußball aus reiner Freude spielen, linke Ideologie zu unterstellen, sie in eine Ecke zu packen, die sie sich nicht ausgesucht haben, ist krass! Wir haben ja jetzt eine weitgehend linke Regierung – oder doch nicht? Sind die wahren Linken immer die Anderen? Die nicht regieren und sich lediglich über das Bestehende zu erheben brauchen? Warum arbeitet man sich nicht an denen ab? Geht es also nur um Ablenkung?

    Ich habe die Spiele unter Trainer Menotti gesehen – der Autor auch? Damals spielte die Albiceleste gut, das ist richtig. Aber was soll links daran gewesen sein? Niemand sprach damals je davon. Und Menotti selbst war Großbürger, der in einer Riesenwohnung lebte und teure Hobbies hatte. Ach, das erinnert mich jetzt wieder an unsere Linksgrünen… Aber immerhin, Menotti verstand sein Handwerk.

    Nein, eigentlich kein Artikel zum Kommentieren.

  2. Wenn dumm gut fickt, dann kickt links vielleicht auch besser, solange man nicht den falschen Fuß hinhält.
    Ein Theodor Fontane hätte den Begriff „links“ aber als ein „zu weites Feld“ verortet, um anhand restriktiver Definitionskriterien zu einer nachvollziehbaren Aussagenlogik zu gelangen.
    Im Endeffekt gibt es keinen besseren linken oder rechten Sport, sondern nur guten (und dabei auch noch) erfolgreichen und die Abwandlungen davon.

    Linker Sport müsste aber Erfolg auch noch an anderen Kriterien messen als der gemeinhin erfolgreiche.

  3. Menotti war nur der Anfang
    Es gibt ein gutes Buch mit Geschichten von Jorge Valdano.
    Vielleicht ist der Begriff LINKS in Deutschland etwas zu knapp bemessen, denn im spanischen Sprachraum ist Fussball ein Thema auch für „seriöse“ Autoren, Literaten, die nicht streng auf der Linie spielen sondern relaxter sind.
    In Deutschland fällt mir nur FC Delius ein oder Ronald Reng („Traumtorhüter“, oder das Buch über Sebastian Deisler oder Robert Enke).
    Jorge Valdano: Über Fußball. Bombus Media, ISBN 3-936261-46-6.

    1. Lieber Linksman,
      wird bei Ihnen denn die Länge des Podcastes anders angezeigt? Bei mir sehe ich eine Stunde und zwei Minuten. Ich frage nur, um der Sache mal auf den Grund zu gehen.

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