Corona aus Sicht eines Lokalredakteurs

Maskenpflicht, Hamburg
Hinnerk11, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Stück Aufarbeitung: Ein früherer Lokalredakteur in Tübingen schaut selbstkritisch auf den Journalismus der Corona-Jahre zurück.

Im Verlag Thomas Kubo erhältlich.

Volker Rekittke ist ein guter Journalist. Einer, der rausgeht, recherchiert, nachfragt. Einer, der die Narrative der Herrschenden infrage stellt. Trotzdem hat es in der Corona-Zeit gedauert, bis er sich gegen den Mainstream gestellt hat. Es war ein Prozess mit viel Recherche und vielen Fragen. Auch an sich selbst. Nun hat Rekittke, der bis 2024 als Redakteur des Schwäbischen Tagblatts in Tübingen gearbeitet hat, seine Corona-Geschichte aufgeschrieben. Es ist gleichzeitig ein Stück Mediengeschichte und ein Stück Aufarbeitung. Ein wichtiges Buch, weil es zum einen den Weg eines Journalisten nachzeichnet, der zunächst die Ruhe durch den Lockdown gelobt oder über zu wenig Impftermine geschrieben hat. Er war also mittendrin. Und zum anderen zeigt das Buch den Weg aus dieser Mainstream-Blase und zeugt von den Verfehlungen des Journalismus bei Corona und darüber hinaus. Volker Rekittkes Buch ist ehrlich und selbstkritisch.

Der Autor reflektiert dabei sowohl seinen eigenen Werdegang mit Corona (und darüber hinaus) als auch den Journalismus und dessen Veränderung. Als Gewerkschafter hatte er schon vor 2020 einen kritischen Blick auf einen Journalismus, der sich seit Langem in der Krise befindet. In der Corona-Zeit wurde es noch schlimmer. Seine Position bildete Rekittke eben erst im Laufe der Zeit heraus. Zunächst ging es ihm so wie vermutlich vielen anderen in der kriselnden Branche: Endlich war man wieder wichtig, galt im Lockdown als systemrelevant und wurde für die Verkündigung der öffentlichen Verlautbarungen gebraucht (S. 205f.). Rekittke schränkte seine Kontakte ein, suchte nach Impfterminen für Schwiegereltern oder Eltern und ließ sich auch selbst zweimal spritzen (S. 10). Mit der mRNA-Technologie war er vertraut, weil er weit vor Corona über die Tübinger Firma Curevac geschrieben und die Hoffnung hatte, mit der Technologie könne seiner krebskranken Frau geholfen werden. Dann kamen immer mehr Zweifel.

Wer nicht mitschwamm, bekam Gegenwind

Liest man die Texte aus der Corona-Zeit in Rekittkes Buch, ist auch schon vor Beginn der „kritischen Phase“ immer spürbar, dass er sich nicht komplett mit der vermeintlich guten Sache gemeinmachen wollte. Aber er widersprach auch nicht offen, als die Alten und Behinderten weggesperrt und die Angehörigen sich vor dem Tod nicht von ihren Liebsten verabschieden konnten – dies sagt er heute selbst (S. 39). Er thematisierte zunächst gelegentlich die Widersprüche und Absurditäten der Maßnahmen (S. 47f.) oder im März 2021 die psychischen Probleme von Studenten an der Tübinger Universität (S. 13). Als aufmerksamer und neugieriger Journalist sah er genau hin und hörte von immer mehr Nebenwirkungen der Impfungen. Gleichzeitig lief im Herbst und Winter 2021 die Debatte um die Impfpflicht, auch der Tübinger Bürgermeister Boris Palmer sprach sich dafür aus. „Ich habe bis heute nicht verstanden, wie Palmer zu diesem Zeitpunkt [Dezember 2021] so offen ins Totalitäre abdriften konnte“, schreibt Rekittke (S. 16). Innerhalb der Redaktion wurden die Diskussionen in dieser Zeit hitziger.

Schon bevor ich im Januar 2022 meinen ersten längeren Artikel über Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung veröffentlichte, gab es immer mal wieder heftige Auseinandersetzungen mit meinem Redaktionsleiter. Ob ich gegen die laufende Impfkampagne anschreiben wolle, fragte er mich einmal richtig aufgebracht. „Ich mache nur meinen Job“, antworte ich ihm. Damit meinte ich: Schreiben, was ist – und ergänzte: „Wir sind doch nicht die Pressestelle des Paul-Ehrlich-Instituts.“ (S. 16)

Rekittkes Buch ist persönlich und gleichzeitig politisch. Er schreibt, was er erlebt hat, wie sein Weg war und welche Erkenntnisse ihn in die Maßnahmenkritik geführt haben. Immer mit ausführlichen Quellenangaben und auf Basis von Gesprächen. Er musste mit der Kritik von vielen (ehemaligen) Freunden leben, bekam jede Menge kritische Leserbriefe und versuchte, im Gespräch mit einem besonders kritischen Leser, einem Tübinger Mediziner, die Quellen offenzulegen. Er blieb dran, hatte es in der Redaktion aber schwer:

Ich konnte meine Recherchen zwar veröffentlichen, aber es war harte Arbeit, bescherte mir teils hitzige Diskussionen mit Chefs und Auseinandersetzungen mit Kollegen in der Redaktionskonferenz. Nicht nur die Recherche für meine Berichte, sondern vor allem die Debatten, Telefonate und Mails im Nachgang waren extrem zeit- und energieaufwändig. (S. 17)

Wer nicht mit dem Hauptstrom schwamm, der musste sich doppelt und dreifach absichern und bekam trotzdem Gegenwind. Davon zeugt Rekittkes Buch. Es kann als persönlicher Erfahrungsbericht gelesen werden, als Chronologie der Corona-Zeit mit Fokus auf eine schwäbische Universitätsstadt und schließlich als Reflexion über das Versagen des Journalismus. Es zeugt davon, wie wichtig der Austausch mit anderen kritischen Journalisten war und ist – in der eigenen Redaktion und darüber hinaus. Und es zeugt davon, dass die meisten wichtigen Themen nicht nur auf einer abstrakten, überregionalen Ebene, sondern ganz konkret vor Ort verhandelt und erlebt werden. Gerade weil Rekittke selbst von seinem Weg zur Kritik schreibt, von Zweifeln und Fehlern in der Rückschau, ist das Buch authentisch und für die Ausbildung kritischer Journalisten sehr zu empfehlen.

Corona ist nicht vorbei

Schließlich gilt es, aus den Fehlern zu lernen. Und selbst wenn der Mainstream nicht hinschauen will und auch bei anderen Themen – ein paar Texte des Buches befassen sich mit Krieg und Frieden – ganz auf Linie mit den Herrschenden ist, braucht es die Aufarbeitung mindestens auf „unserer“ Seite des journalistischen Feldes. Rekittke ist sie bis heute besonders wichtig, unter anderem deshalb ist er 2024 als Mitarbeiter der BSW-Abgeordneten Jessica Tatti in den Bundestag gewechselt. Denn Corona ist nicht vorbei, schreibt er zu Beginn des dritten Teils:

Nicht vorbei sein sollte Corona jedenfalls für einen Großteil der herkömmlichen Medien, die ihr kolossales Versagen als Kontrolleure von exekutiver Macht, ihre unrühmliche Rolle beim Transport staatlicher Appelle und sogar als Scharfmacher gegenüber der Politik bis heute nicht einmal ansatzweise aufgearbeitet haben. Von einer Entschuldigung bei ihren Lesern ganz zu schweigen. Dabei müssten sich vor allem die einstigen Leitmedien ehrlich machen, wie auch der von uns allen finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk. Doch statt die mühsame Aufarbeitung der Irrwege in der Corona-Berichterstattung wenigstens zu versuchen, machten die meisten Medien so weiter wie bisher. (S. 200)

Corona war für Rekittke ein „pandemischer Brandbeschleuniger“ für viele der bedenklichen Entwicklungen im deutschen Journalismus (sein gleichnamiger Cicero-Text aus dem Jahr 2024 lieferte den Titel für das Buch). Gleichzeitig waren die Journalisten Brandbeschleuniger für die Corona-Maßnahmen selbst:

Dabei war es oft gar nicht die Politik, die uns Medienschaffenden einheizte – sondern ganz im Gegenteil verlangten manche Journalisten von aus ihrer Sicht allzu „zögerlichen“ Politikern mehr Konsequenz beim Beschließen und Durchsetzen der Maßnahmen. Im Winter der Booster-Kampagne 2021/22, im Vorfeld der Impfpflicht-Abstimmung, ließ sich sehr gut beobachten, wie die Zero-Covid-Fraktionen aus Politik, Wissenschaft und Journalismus sich gegenseitig die Bälle zuspielten und alle gemeinsam für die allgemeine Impfpflicht trommelten – und dabei „die Ungeimpften“ in einer Weise diffamierten, beschimpften und unter Druck setzten, die teils erschreckend totalitäre Züge annahm. (S. 205)

Wer dann ausschert aus dem Panik-Modus, wer kritisch berichtet, sich gegen den Mainstream stellt, der bekommt gerade auch im Lokalen, wo man sich kennt (Tübingen hat schließlich nur etwa 90.000 Einwohner), den Gegenwind nicht ausschließlich in Kommentar- und Leserbriefspalten zu spüren, sondern auch direkt ins Gesicht gesagt:

Das Gesicht eines Lokaljournalisten ist recht vielen Leuten bekannt, man ist „näher dran“ an den Lesern als überregional und bundesweit arbeitende Kollegen, wird in der Stadt vielleicht wegen eines Artikels angesprochen – und in der Corona-Zeit manchmal auch angemacht: „Bist du irgendwo falsch abgebogen, hast du dich da verrannt, hast du nicht eine Mission, willst du unbedingt den Pulitzer-Preis, bist du befangen, weil deine Partnerin einen Impfschaden hat?“

Kritische Journalisten finden heute oftmals nur in den neuen, oppositionellen, alternativen Medien einen Platz für die Veröffentlichung – wobei das bei bestimmten Themen und bei der Kritik an herrschenden Narrativen auch schon vorher oftmals der Fall war. Auch Rekittke schreibt mittlerweile für Multipolar oder die NachDenkSeiten. Sein Buch wird aller Voraussicht nach auch vor allem in diesen Medien wahrgenommen. Zu hoffen ist, dass das Interview mit dem Schwäbischen Tagblatt und die Buchpräsentation mit vielen Besuchern in der vergangenen Woche sowie der Verkauf des Buches in den Buchhandlungen vor Ort in Tübingen wenigstens dort auch bei breiteren Kreisen zu einem Nachdenken führt. Das Buch selbst gibt viele Anlässe dafür. Und es zeugt gleichzeitig davon, wie schwer die Aufarbeitung bislang war und weiter sein wird.

Diese Buchbesprechung erschien bereits bei der Freien Medienakademie.

Helge Buttkereit

Helge Buttkereit, geboren 1976, hat Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik studiert. Nach journalistischen Tätigkeiten bei verschiedenen Medien und Buchveröffentlichungen über die Neue Linke in Lateinamerika arbeitet er aktuell in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Mehr Beiträge von Helge Buttkereit →

Ähnliche Beiträge:

25 Kommentare

  1. Ich befürchte, Corona ist nur durch Ukraine ersetzt worden. Wenn das vorbei sein sollte, könnten Klima, Energiewende, … folgen. Oder es bleibt bei Russland, weil man das für die Aufrüstung braucht.

    1. Siehst Du nicht, was als nächstes auf der (Dauerangst-Schür-)Agenda steht? Wasser! Natürlich neben weiterhin CO2, und immer auch aufs Neue Viren, dazu viel, viel Krieg, und damit in Verbindung gleich noch Energieknappheit und Hunger.

      Das ist das gestrickte Programm für unsere weitweite völlige Unterwerfung.

  2. Ein Blick ins IfSG (Infektionsschutzgesetz) hätte gereicht, um den Wert der Teste zu erkennen.
    Zitat: „§ 2 Begriffsbestimmungen
    Im Sinne dieses Gesetzes ist
    1.Krankheitserreger
    ein vermehrungsfähiges Agens (Virus, Bakterium, Pilz, Parasit) oder ein sonstiges biologisches
    transmissibles Agens, das bei Menschen eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen kann,
    2. Infektion
    die Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im
    menschlichen Organismus,“
    Hier steht „vermehrungsfähiges Agens“, aus dem „Was“ zu entnehmen ist? Es ist in 2. angegeben, … „im menschlichen Organismus“. Es wird eine Vermehrung im Menschen besagt. Es ist keine Vermehrung aus einer technischen Anwendung, eine willkürliche Klonung, in einem Labor angesprochen. Womit schon der PCR Test wie die nachfolgenden Labormanipulationen in keiner Weise anzuerkennen waren.
    Schon die Testung war obsolet. Damit auch die folgenden Aussagen und Handlung.

    1. Tatsächlich ergaben Antikörper-Studien schon relativ früh, daß den meisten „positiven“ PCR-Tests keine Infektion zugrunde lag. Die „Trefferquote“ lag bei maximal 1:6. Und dann bedeutet eine Infektion ja noch keineswegs eine „Erkrankung“. Aber genau die wurde ja bei einem „positiven“ PCR-Test vorausgesetzt, denn wer einen hatte, bekam einen Monat später einen „Genesenen-Bescheid“.

  3. Die Truther einiger „alternativen Medien“ waren in der Coronazeit allerdings auch zum Reihern. Wenigstens wusste man danach, wer das journalistische Handwerk nie gelernt haben konnte.

    1. Hast du dazu evtl. ein inhaltliches Beispiel? So allgemein in den Raum gestellt ist das etwas dünn. Wenn ich mir die „alternativen“ Medien anschaue, die ich in dieser Zeit auf dem Schirm hatte, dann kann ich das so nämlich eher nicht nachvollziehen.

      1. [+]

        Schlichte Zustimmung in 3 Zeichen ist ja heutzutage leider nicht mehr möglich. Also, in nicht konzisem Geschwätz: Ich habe das genau wie Du in Erinnerung.

  4. nasuma

    Quellen Neueste Heute 22.07.2026 21.07.2026

    Futures Slide After Google Earnings, Oil & Bond Yields Jump On Houthi Escalation
    23.07.2026, 14:11 Uhr. ZeroHedge News – https: – Futures Slide After Google Earnings, Oil & Bond Yields Jump On Houthi Escalation US equity futures are lower as WTI breaches $90/bbl and Brent approaches $100/bbl (Houthi escalation in the Red Sea as two Saudi tankers were struck), pushing bond yields higher with longer-dated yields seen making new highs, globally. But, Alphabet’s underwhelming results…

    Epstein-Modelscout stirbt, bevor Ermittler ihn vernehmen
    23.07.2026, 14:02 Uhr. Report24 – https: – Daniel Siad vermittelte Jeffrey Epstein über Jahre hinweg junge Frauen und minderjährige Models. Während französische Ermittler möglichen Menschenhandel und Vergewaltigungsvorwürfe untersuchten, wurde der 69-Jährige nun tot in seinem Haus bei Paris gefunden. Erst vor wenigen Wochen hatte er sich noch vor laufender CNN-Kamera gerechtfertigt….

    Einflussnahme: Wie ein arabisches Medienunternehmen mit dem israelischen Geheimdienst in Verbindung gebracht wurde
    23.07.2026, 14:00 Uhr. uncut-news.ch – https: – Von Joe Glenton Ein bekanntes arabischsprachiges Medienunternehmen scheint Verbindungen zum israelischen Geheimdienst zu haben. Jusoor, das 11 Millionen Facebook-Follower vorweisen kann und sich selbst als „Puls der arabischen Straße“ bezeichnet, ist laut durchgesickerten Dokumenten, die dem +972 Magazine vorliegen, möglicherweise alles andere…

    Kolumbien wird Sitz US-gesteuerter Sicherheitsinitiative
    23.07.2026, 13:54 Uhr. amerika21 – https: – Kritik gegen den wachsenden Einfluss der USA und Militarisierung. Soziale Probleme könnten zunehmen Medellín. Der gewählte Präsident Abelardo de la Espriella hat angekündigt, Medellín zum Sitz der regionalen Sicherheitsinitiative Escudo de las Américas (Shield of the Americas) zu machen. Die Plattform solle zur Bekämpfung von organisiertem…

    EU tritt Kunstfreiheit mit Füßen und streicht der Biennale aus politischen Gründen die Gelder
    23.07.2026, 13:47 Uhr. NachDenkSeiten – Die kritische Website – https: – Wegen der Teilnahme Russlands hat die EU der Kunstbiennale in Venedig einen Zuschuss über zwei Millionen Euro gestrichen. Die Begründung ausgerechnet mit „Meinungsfreiheit“ ist die pure Heuchelei. Die Erpressung der Biennale und die Zuteilung von Geldern an Kunstprojekte nach politischen Kriterien ist skandalös und widerspricht…

    Nestle Shares Plunge Most Since Dot-Com Bust As Weak Volume Shatters High Hopes Of Turnaround
    23.07.2026, 13:45 Uhr. ZeroHedge News – https: – Nestle Shares Plunge Most Since Dot-Com Bust As Weak Volume Shatters High Hopes Of Turnaround Nestlé shares in Switzerland tumbled the most in 24 years after North American sales volumes unexpectedly contracted, undercutting investor confidence in CEO Philipp Navratil’s turnaround efforts. Organic sales rose a better-than-expected 3.7% in the second…

    Das 21. EUSanktions-Paket: Stückwerk mit LNG-Ausnahme für Griechenland
    23.07.2026, 13:37 Uhr. tkp.at – https: – Die EUhat sich am 23. Juli 2026 nach monatelangem Gezerre und tagelangen Botschafter-Sitzungen auf ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Was als Demonstration der „Einheit“ und des ungebrochenen Willens verkauft wird, den „russischen Kriegshaushalt“ zu treffen, erweist sich bei genauerem Hinsehen einmal mehr als Ansammlung nationaler…

    Corona aus Sicht eines Lokalredakteurs
    23.07.2026, 13:31 Uhr. Overton Magazin – https: – Ein Stück Aufarbeitung: Ein früherer Lokalredakteur in Tübingen schaut selbstkritisch auf den Journalismus der Corona-Jahre zurück. Der Beitrag Corona aus Sicht eines Lokalredakteurs erschien zuerst auf ….

    RBC Commodities Chief Warns „War Entering Dangerous Phase“ As Chokepoint Chaos Risks Oil Above 2008 Peak
    23.07.2026, 13:24 Uhr. ZeroHedge News – https: – RBC Commodities Chief Warns „War Enterin

  5. Dabei war der Journalismus in den Corona-Jahren doch so kritisch … stets wurden härtere Maßnahmen gefordert, als die Politik sowieso schon durchsetzte.

    1. …und besonders „kritisch“ war man gegenüber Institutionen wie der Stiko, als sie die „Impfung“ für Kinder, die nie ein Risiko einer schweren Erkrankung hatten, nicht empfehlen wollte. Der neuen Stiko passiert das vermutlich nicht mehr. Aber da sitzen ja jetzt auch weniger Fachleute drin. Analog zum „Corona-Expertenrat“, den der Scharlatan Lauterbach als Minister umgehend eingerichtet hatte, und in dem nicht ein einziger Epidemiologe saß! Und das für eine „Pandemie“, die der Definition nach eine globale Epidemie ist!

      https://de.wikipedia.org/wiki/Corona-Expertenrat_der_Bundesregierung

  6. Ist jetzt aber ein wenig spät um sich im Nachhinein noch als Corona Kritiker zu outen.
    Um jetzt aus dem Mainstream zu fallen, muss man mindestens Putin verstehen, den Palästinensern ein Existensrecht einräumen oder einmal öffentlich gegen Rheinmetall auftreten. Das Impfen wird erst wieder aktuell wenn wir den Atomkrieg überlebt haben. 😉
    Und eine Aufarbeitung findet vor dem Krieg sowieso nicht statt.

    1. @Trux Besser jetzt als nie. Das Problem ist doch, warum sind es nur ein paar Journalisten, die, wenn auch spät, den Mund aufmachen?

      In Deutschland gibt es insgesamt rund 40.000 Journalisten (fest angestellte/freie Journalisten bei TV-Sendern, Radiosendern, Print- und Online-Medien), davon arbeiten rund 8.000 für den ÖRR. Warum sind das nicht 5.000 oder 10.000? Sind 99,5 Prozent dieser „Journalisten“ keine Journalisten sondern Opportunisten?

  7. Zu spät! Was soll das jetzt? Jeder Mensch MUSS misstrauisch werden wenn sich eine ReGierung plötzlich so vehement für die Gesundheit der Insassen interessiert. Ist denen doch auch egal wenn wir Glyphosat auf unseren Tellern haben oder wenn wir plötzlich Schaben essen sollen weil die Oligarchen die Rindersteaks für sich wollen!
    Es ging nie um etwas medizinisches, sondern darum wer mitmacht und wer nicht. Die „Impfung“ war ja auch nicht gegen eine Erkrankung sondern gegen Arbeitsplatz Verlust und Co! Oder halt um zu Reisen oder ins Restaurant zu gehen. Spätestens bei dieser Erpressung muss ein normal begabter Mensch hellhörig werden. Zumal nichts begründet wurde, wie auch?! Und bis heute rücken die Zuständigen keine belastbaren Zahlen heraus zu den Personen die wirklich und wahrhaftig aus dem Stand an der Covidie gestorben sind. Ein Freiburger Rechtsanwalt hat jetzt 6 Jahre lang versucht das rauszukriegen. An und mit, dass ich nicht lache! Ich tippe übrigens auf eine niedrige 3 stellige Zahl!

  8. Rekittkes Buch lese ich gerade. Er kann gut schreiben über das, was er erlebt und recherchiert hat. Und in Tübingen haben während der Corona-Politik er als Lokaljournalist und wenige andere, vor allem kritische Ärzte, einigen Staub aufgewirbelt.

    Er schreibt kein Schwurblerzeug, zum Beispiel ist für ihn klar, dass es Corona-Tote in bedeutender Anzahl besonders in den Altersheimen gegeben hat, und den bekannten Schwurbler Lauterbach hat er sehr früh enttarnt, als sich dieser an der Uni Tübingen mit einem gefälschten Lebenslauf um eine Professur bewarb. Was er seit 2020 schrieb, konnte mit einigem Kampf in der Lokalzeitung gedruckt werden. Und all das kann er heute wieder veröffentlichen, weil es stimmt und von allgemeiner Bedeutung, für den breiten Querschnitt der Zeitungsleser geschrieben, ist.

    Dazu kommt vorab eine kurze erneute Einschätzung der Fakten und ein Resümee zu mehreren Punkten. Darunter aus seiner eigenen Erfahrung „Die Linke und Corona – ein Trauerspiel“ und „Das Versagen des klassischen Journalismus ab 2020 – eine Spurensuche“.

    Rekittke ist eine Ehrenrettung der Linken. Interessant, klug und professionell engagiert! – Aber es waren VIEL ZU WENIGE.

    Inzwischen hat auch Rekittke den Beruf des Lokaljournalisten an den Nagel gehängt, nachdem sein schwäbisches Lokalblatt von einem Medienkonzern (rechts, Gewerkschaftsfeindlich) aufgekauft wurde…

    1. „Er schreibt kein Schwurblerzeug, zum Beispiel ist für ihn klar, dass es Corona-Tote in bedeutender Anzahl besonders in den Altersheimen gegeben hat“

      @Estragon
      Wenn das für ihn klar ist und war, dann schreibt er massives „Schwurbelzeug“.
      So gut wie alle Heimbewohner die während des damaligen Lockdown-Irrsinns sterben mussten, gingen auf das Konto mutwilliger Nicht- und Fehlbehandlungen (Was in vielen „Heimen“ schon vor und auch nach „Corona“ berechnende Regel war und ist).
      In einigen dieser Einrichtungen ließ man während der Lockdowns sogar die bettlägerigen Insassen Tagelang sich selbst überlassen!
      Keiner von denen verstarb an den Folgen von „Corona“, wie übrigens auch die meisten Intubierten Patienten in den Intensivstationen der Nation.
      Hat der ehrenwerte linke Kritiker wohl nur vergessen, darüber mal was in seinem Buch verlauten zu lassen.

    2. Zitat: „Rekittke ist eine Ehrenrettung der Linken. Interessant, klug und professionell engagiert! – Aber es waren VIEL ZU WENIGE.“

      Es gab tatsächlich gefühlt niemanden. Diejenigen Linken, welche sich widersetzten wurden als „Schwurbler, Rechte, Covidioten oder Nazis“ beschimpft, manchmal gar körperlich angegriffen… und bis HEUTE findet keine oder kaum Selbstkritik statt… diese „Linke“ kann mich mal. Mit den Masken sind die „Masken“ gefallen und wurde die „innere Wirklichkeit“ eines jeden Menschen für alle sichtbar gezeigt! Weshalb keine Selbstkritik oder gar umfassende Aufklärung stattfinden wird. Kratzt diese doch an der „Identität“.
      Die meisten sind schlicht „zu schwach“, klammern sich wie Vogelfüße am Käfig fest, können und wollen ihren „autoritären Charakter(Fromm)“ nicht sehen…
      nix hat sich verändert: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_griechischer_Phrasen/Omikron#%CE%9F%E1%BC%B1_%CF%80%CE%BB%CE%B5%E1%BF%96%CF%83%CF%84%CE%BF%CE%B9_%CE%BA%CE%B1%CE%BA%CE%BF%CE%AF.

      1. Liegt es vielleicht daran, dass man als links denkender Mensch eher Kollektivist ist?
        Und war vielleicht auch der Umstand reizvoll, dass während Corona endlich mal nicht der böse Kapitalismus die Gesellschaft dominiert hatte, sondern vermeintlich die wissenschaftliche Vernunft, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen konnte?
        Klar, um das so sehen zu können, musste man schon sehr vieles ausblenden, aber wenn Menschen etwas wirklich gut können, dann ist es sich die Welt nach den eigenen Erklärungen und Wertvorstellungen einzuordnen…

        1. Zitat: “ Und war vielleicht auch der Umstand reizvoll, dass während Corona endlich mal nicht der böse Kapitalismus die Gesellschaft dominiert hatte, sondern vermeintlich die wissenschaftliche Vernunft, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen konnte?“

          Von wegen, da hat die Klasse der Kapitalisten mächtig verdient gehabt und tut es mithilfe der Folgen bis heute..
          Aber tatsächlich vermute ich das eben seit dem September 2019 eine für den Kapitalismus sehr gefährliche Krise „gedeckelt“ wird. Damals ist der REPO-Markt an der Wallstreet abgestürzt… eigentlich hätte eine echte Linke Vollgas geben müssen zu diesem vorrevolutionären Zeitpunkt^^…
          Hier einmal ein Text von Fabio Vighi:
          https://thephilosophicalsalon.com/a-self-fulfilling-prophecy-systemic-collapse-and-pandemic-simulation/

          auf deutsch erschien eine Übersetzung bei tkp.at:
          https://tkp.at/2021/12/30/die-hintergruende-der-pandemie-eine-analyse-von-prof-fabio-vighi/

          wo wurde dieser Text in der deutschen Linken besprochen?? & wenn nicht, warum? Schließlich wurde er schon bei erscheinen der Übersetzung auch hier von Ute verlinkt.

          1. Ich versuche die Texte und Erkenntnisse von Fabio Vighi seit geraumer Zeit in das BSW hinein zu tragen. Das bleibt aber eine zähe Angelegenheit. Dabei liegt es doch alles klar vor einem. Die Schlussfolgerung, dass das Virus dabei vermutlich absichtlich freigesetzt wurde, scheint mir vielen zu monströs.

          2. zu: „Von wegen, da hat die Klasse der Kapitalisten mächtig verdient gehabt und tut es mithilfe der Folgen bis heute..“

            Es ging mir nicht darum zu zeigen was war/ist, sondern um die Frage warum Linke scheinbar recht anfällig für die offizielle Corona Erzählung waren. Das habe ich in meinem Umfeld nämlich ebenfalls feststellen müssen und bis zu Corona hätte ich mich auch selbst noch im linken Lager verortet. Dort wo die jedoch stehen, da gehöre ich ganz sicher nicht mehr dazu.

            1. vermutlich hat dies sogar gar nix mit lechts/rinks zu tun?
              Noch nicht einmal mit staatsgläubig, sind doch auch Anarchistinnen und Anarchisten sofort darauf angesprungen…
              Meine Vermutung ist schlicht: 5% sind Moral sein Vater(tragen in sich selbst universelle ethische Prinzipien für welche sie sich „gerade machen“), 10% auf Verfassungsniveau und der große Rest (85%) ist in Abstufungen mehr oder weniger infantil …
              https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlbergs_Theorie_der_Moralentwicklung
              Natürlich ist dies nicht deterministisch gemeint, beschreibt nur den momentanen Ist-Zustand.

  9. „Er schreibt kein Schwurblerzeug, zum Beispiel ist für ihn klar, dass es Corona-Tote in bedeutender Anzahl besonders in den Altersheimen gegeben hat“

    @Estragon
    Wenn das für ihn klar ist und war, dann schreibt er massives „Schwurbelzeug“.
    So gut wie alle Heimbewohner die während des damaligen Lockdown Irrsinns sterben mussten, gingen auf das Konto mutwilliger Nicht- und Fehlbehandlungen (Was in vielen „Heimen“ schon vor und auch nach „Corona“ berechnende Regel war und ist).
    In einigen dieser Sterbeeinrichtungen ließ man während der Lockdowns sogar die bettlägerigen Insassen Tagelang sich selbst überlassen!
    Keiner von denen verstarb an den Folgen von „Corona“, wie übrigens auch die meisten damals Intubierten Patienten in den Intensivstationen der Nation.
    Hat der ehrenwerte linke Kritiker wohl nur vergessen, auch darüber vielleicht mal was in seinem Buch verlauten zu lassen.

  10. Im März 2020 habe ich 35 Artikel oder Leserbriefe mit immer gleichen Inhalt gelesen (und ich habe mehr als 4o Stunden gearbeitet und hatte keine Zeit für ‚Recherchen‘).
    Als erstes haben sie immer den Rücken zur Wand gebracht: ‚Ich habe das und das studiert, arbeite in dieser Firma. Wir beschäftigen uns statistisch mit dem und dem seit mehr als 25 Jahren. Ich verstehe jetzt wirklich was von Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Standardabweichung etc. Und ich muss feststellen, unsere Regierung hat nicht den Hauch einer Ahnung davon. Schlimmer noch, sie hat auch keinerlei Berater in diesem Bereich.‘
    Da ich vom Fach, bin kann ich das bestätigen.

    Ich dachte damals tatsächlich (Deutschland soll 800 Universitäten haben.), es würden im März 2020 Tausend Professoren für Wahrscheinlichkeitsrechnung, Statistik etc. aufstehen und verkünden: ‚Unsere Regierung hat nicht den geringsten Schimmer von dem, was wir unseren Studenten unter Schmerzen versuchen, beizubringen und schlimmer noch, sie weigert sich offensichtlich, Fachmeinungen einzuholen.‘
    Es haben sich aber nur ein paar gemeldet, fast an den Fingern einer Hand abzuzählen.
    Seit März 2020 habe ich das Gefühl, von Pavianen und Schimpansen umgeben zu sein – mehr Paviane.
    Geht es noch schlimmer? Ja, seitdem ich eine Kinderpsychologie-Batchelor-Arbeit gelesen habe (mit viel ‚p =‘), ist klar, es hätten sich 5000 Professoren zu Wort melden müssen.

    Nun.
    Das RKI hat ganz am Anfang erklärt, dass das was dich bei dieser Krankheit kaputt macht, das Spikeprotein ist, Verklumpung der Blutkörperchen, etc. das ganze Programm. Professor Püschel hat das auch gleich in der Praxis bestätigt.
    Nun kommt man auf die Idee, ganz genau dieses Spikeprotein den Leuten den Körper zu jagen. Noch verrückter, der Körper soll es selbst in Milliardenfach (?) produzieren.
    Ich sach ma so: Wer das für eine gute Idee hält, der frisst auch gelben Schnee.

    Es war leider ein Intelligenztest und die Paviane haben verloren. Oder, wie wir schon als Siebenjährige sagten: Scheiße, wenn man doof ist, Kacke, wenn man’s weiß!
    Warum sollte ich ein Buch lesen von jemandem, der gelben Schnee frisst?

  11. „… und schließlich als Reflexion über das Versagen des Journalismus“

    Das war kein „Versagen“. Wenn ich „Corona“ 😷 oder das Wort „Spritze“ 💉 höre, dann fällt mir immer sofort der Name Sarah Frühauf ein. Das ist die Ex-ARD-Journalistin und ehemalige „Expertin“ für Corona 😷 und Spritzen 💉💉.

    Sarah Frühauf 2021 in der ARD: „Na, herzlichen Dank an alle Ungeimpften! Dank euch droht der nächste Winter im Lockdown. Vielerorts wieder ohne Weihnachtsmärkte, vielleicht wieder ohne die Weihnachtsfeiertage im Familienkreis.“
    Sarah Frühauf weiter: „Alle Impfverweigerer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mitschuld zu sein.“

    Das war kein „Versprecher“ und auch keine minderintelligente „Fehlleistung“ einer Schülerin an einer Förderschule. Das war Absicht. Man kann davon ausgehen, dass auch Sarah Frühauf das Prinzip 👥⚔️👥 „divide et impera“ (teile bzw. spalte die Gesellschaft und herrsche) kennt. In diesem Fall wurde die Gesellschaft von der „Journalistin“ Sarah Frühauf in Geimpfte und Ungeimpfte gespalten und dann wurden die Ungeimpften von der „Richterin“ Sarah Frühauf auch noch „mitschuldig“ gesprochen.

    Seriöse Journalisten informieren die Öffentlichkeit unabhängig, sie berichten wahrheitsgemäß und ausgewogen, indem sie Fakten sorgfältig recherchieren und prüfen, Quellen kritisch bewerten, Transparenz wahren und ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Demokratie gerecht werden. Vor allem schmieren sie der Regierung keinen Honig ums Maul oder kriechen der Regierung in den Hintern.

    Nur so am Rande: Im Mai 2025 wurde die ARD-Journalistin Sarah Frühauf zur Leiterin des Pressereferats und Sprecherin von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Bundesministerium des Innern befördert. Merke: So machen Leute, die als Berufsbezeichnung „Journalist“ angeben, aber gemessen an der o. g. Zielsetzung keine echten Journalisten sind, 📈💰🤑 Karriere. Im Deutschen Bundestag sitzen auch viele „Volksvertreterinnen“ und „Volksvertreter“, die keine „Volksvertreterinnen“ bzw. „Volksvertreter“ sind, sondern „Volkstreterinnen“ bzw. „Volkstreter“.

    📢 Horchet auf und erkennt den Mechanismus: Der seriöse Journalismus braucht Realismus, Empirismus, Rationalismus, Skeptizismus und Pluralismus statt Schematismus, Dogmatismus, Konformismus und Opportunismus. Make Journalism Great Again („MJGA)“❗

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen