Auf Schicht mit einer Krankenpflegerin

Krankenschwestern, KI-generiert
Quelle: Pixabay

Heldin: So heißt ein aktueller Kinofilm über einen Spätdienst einer Pflegekraft im Krankenhaus. Werbung für den Beruf ist der Film nicht. Dabei ist er noch geschönt.

Schwester Floria fährt zur Schicht. Man sieht sie in einem Linienbus sitzen, irgendwo in einer Stadt in der Schweiz. Sie zieht sich um, legt die Tracht der Pflegekräfte an. Kurzer Plausch mit einer Kollegin. Der Zuschauer erfährt, dass Floria Urlaub hatte. Und dass sie Mutter ist. Dann direkt rein ins Stationschaos. Noch sammelt sie sich, organisiert den Spätdienst, den sie alleine mit einer Kollegin und einer Schwesternschülerin abdecken soll. Erste Tat des Tages: Sie wischt den auf dem Boden klatschenden Kot einer dementen alten Frau auf. Danach reibt sie sich auf zwischen einer Patientenflut und einem herrischen Privatpatienten.

Alle ziehen von allen Seiten an der Heldin

Kaum auf dem Flur zurück, wird sie in von einer jungen Frau in Beschlag genommen: Die Infusion sei zu wechseln. Jetzt sofort. Floria erklärt, sie käme gleich. Müsse vorher noch zu einem anderen Patienten. Die Patientin interveniert nur zögerlich. Versucht ihren Ärger runterzuschlucken, Floria entwindet sich ihr diplomatisch, der Kranken bleibt keine Wahl, als zu akzeptieren, versetzt worden zu sein. Die Pflegekraft eilt von hier nach dort und von dort nach hier. Stress. Stress. Dauerstress. Vitalwerte messen. Blutdruck prüfen. Medikamentengabe. Schnell zum Giftschrank und Verschreibungspflichtiges holen. Der Schwesterschülerin Aufgaben zuweisen. Die Schwesternschülerin zurechtweisen. Eile ist geboten. Kein Unterlass.

Von allen Seiten wird an der Heldin gezogen. Das Diensttelefon in ihrem Kasack klingelt regelmäßig. Sie spricht mit Kollegen aus dem Operationssaal, Krankenpflegern von anderen Stationen. Patient A muss schnell runter in den OP, Patient B wartet in der Radiologie auf Abholung. Sie komme gleich, sie beeile sich, sagt sie ihren Kollegen am Telefon. Dann vertröstet sie wieder Patienten. Der Arzt käme nachher noch. Ganz sicher. Dann gibt es die nervös erwartete Diagnose. Aber erst, wenn er im OP fertig ist. Er kommt nie, nach dem OP geht der Arzt entnervt nach Hause: Auch das muss Floria den Patienten vermitteln. Unmut begleitet sie durch die Schicht. Alle immer angepisst. Alle wollen sie die Arbeitskraft dieser einen Schwester, die für sieben arbeitet.

Dann auch noch ein unverschämter Ichling auf der Privatstation. Er treibt die Schwestern an wie dummes Gesinde. Während die Schwester den Kot der alten Dame aufwischt, beschwert sich dieser exklusive Patient darüber, nicht schnell genug Tee serviert zu bekommen. Floria lächelt. Noch.

Als Zuschauer ist man getrieben wie die Hauptakteurin. Man spürt den Druck am eigenen Leib. Ich muss noch zu der Frau mit der Infusion, sagt man zu sich selbst, als sei man Kollege der Schwester Floria. Leonie Benesch spielt die Pflegekraft zunächst mit der gestressten Gelassenheit, die man tatsächlich an Vertreter dieses Berufes finden kann. Später verkitscht ihre Rolle etwas, als sie wegen des Todes einer ihr gänzlich unbekannten Frau zu weinen beginnt. Natürlich sind Pflegekräfte Menschen. Arme Menschen, wie man sieht. Aber die emotionale Abgeklärtheit ist im Regelfall intakter als bei Schwester Floria im Film.

Uhr aus dem Fenster

Nach der erfolglosen Reanimation der Frau ruft wieder der Privatpatient. Eine dumme Kuh, sei sie. Unfähig ihm schnell Tee zu bringen, schreit er sie an. Sie nennt ihn ein Arschloch. Dann wirft sie seine sündhaft teuere Uhr aus dem Fenster. Patient und Schwester sind beide sprachlos. Als sie später wieder zum Patienten kommt, ihm sagt, sie könne die Uhr draußen nicht finden, wirkt der plötzlich einsichtig. Das sei ihm gar nicht wichtig. Jetzt im Angesicht des Todes. Er entschuldige sich außerdem. An der Stelle verkitscht der Film abermals etwas. Die Reaktion gegenüber den Patienten hätte in der Realität den Arbeitsplatz gekostet. Alles Aufreiben hätte nichts genutzt. Pflegedienstleitungen haben kein Verständnis für die Leute, die sie durch personell schlecht besetzte Dienste jagen.

Neben den Stress, der es unmöglich macht, ein Leben lang eine solche Stellung zu halten, ist das die besondere Schwere der Last, die eine Krankenpflegekraft trägt. Man ist den Respektlosigkeiten von Patienten und Angehörigen schutzlos ausgeliefert. Die behandelnden Krankenhäuser schützen ihre Angestellten nicht vor Übergriffen und besonders ehrlosen Behandlungen. Sie setzen sie dem aus und verlangen absolute Höflichkeit auch gegenüber den schlimmsten Ausfällen. Pflegekräfte sind im Krankenhausbetrieb mürbe gemachte Kreaturen. Sie stumpfen ab. Helden oder Heldinnen sind sie nicht. Wenn Heldentum bedeutet, sein Leben in einer Stressspirale zu verbringen, wären sie sicher lieber keine Heldengestalten. Außerdem sprechen Pflegekräfte im Krankenhaus oft wenig Deutsch. Das liefert sie ihrem Arbeitgeber noch etwas mehr aus, die Sprachbarriere verhindert, dass sie über ihre Rechte informiert sind. In Heldin sprechen alle Krankenpfleger exzellentes Deutsch.

Legendär ist der Applaus, den die Pflege mit Beginn der Pandemie erhielt. Davon konnte sich dieser Berufsstand nichts kaufen. In den Jahren der Maßnahmen hatten es Pflegekräfte besonders schwer. Hygieneregeln machten den Arbeitsalltag noch diffiziler. Und über die Verpflichtung, sich eines Serums auszusetzen, von dem niemand Längerfristiges wusste, muss man nicht sprechen. Pflegekräfte gehören zu den am meisten ausgebeuteten Berufen in Deutschland. Sie erleben täglich einen Krieg, den man in Deutschland Gesundheitswesen nennt. Eine Baustelle, an der es an Personal mangelt. Die, die noch da sind, zerreißen sich und werden zerrissen. Die einzige Alternative dazu: Sich zerreiben lassen. Beides läuft auf dasselbe hinaus.

Es fehlen zu Hunderttausenden Pflegekräfte

Der Film Heldin ist also geschönt. Und dabei zeigt er schon sehr brutal, wie sich der Arbeitsalltag einer Krankenpflegekraft gestaltet. Die Wirklichkeit sieht noch schlimmer aus. In einer unscheinbaren Szene ruft Floria den Kollegen der vorherigen Schicht zu, ob sie auch ihre Überstunden aufgeschrieben haben. In vielen Häusern beginnen Überstunden nicht mit der ersten Minute der überschrittenen Zeit. Sie regeln die Übergabezeiten per Dienstvereinbarung als Absprache zwischen Mitarbeitervertretern und Geschäftsführung. In manchen Häusern beginnt die Überstunde damit erst 20 Minuten nach Beginn der überzogenen Zeit.

Am Ende des Filmes fährt Floria mit dem Bus nach Hause. Auch die Zuschauer sind erschöpft. Abspann: In der Schweiz – der Film ist eine deutsch-schweizerische Co-Produktion – fehlten unzählige Pflegekräfte. In Deutschland auch. Es sei eine Krise. Aber wer möchte nach diesem Film eine Ausbildung zur Pflegekraft antreten? Wer diesen Film gesehen hat, der weiß wenigstens ein wenig, warum es diesen Mangel gibt.

Wenn man sehr zynisch ist, dann ist der Film Anlass genug dazu, jedem jungen Menschen, der einem begegnet und sagt, er möchte in die Pflege gehen, sofort diesen naiven Wunsch auszureden. So wie heute Pflege in den Krankenhäusern organisiert ist, wäre das künftige Ich dieser zur Pflege berufenen jungen Menschen vielleicht dankbar, wenn ihnen damals jemand die Augen geöffnet hätte. Vielleicht würden sie in der Zeit zurückreisen wollen, um ihr Leben neu auszurichten. Aber das wäre ein anderer Film. Irgendwas mit Michael J. Fox.

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40 Kommentare

  1. Seit den 90ern, wurde die Hälfte aller Krankenhäuser abgebaut.
    Noch Fragen?
    Ich dachte eigentlich, das die Schweiz besser gestellt sei, aber das ist wohl auch Schnee von gestern.

    1. Wenn du reich bist hast du in der Schweiz ein gutes Leben!
      Das Gesundheitssystem ist wie eine private Krankenversicherung organisiert.
      Ich verstehe nicht, warum die Schweiz so idealisiert wird. Dort ist vieles sehr viel schlimmer als hier und auch die Schweizer denken viel asozialer als Deutsche. Jemand wie du ohne Geld würde in der Schweiz verrecken, aber dein Leichnam würde die Schweizer Ästhetik stören

        1. Da empfehle ich doch eine EXIT-Mitgliedschaft. Dann kann man sich selber ableben lassen in der Schweiz. Nur muss man schon ziemlich krank sein, also körperlich. Nur Frust reicht da nicht aus.

  2. Darum Augen auf bei der Berufswahl, die Scheisse wird von Fachkräften für Hygiene entsorgt. Ansonsten gibt’s verschleppte multiresistente Krankenhauskeime in der gesamten Station!

  3. An dieser künstlichen „Intelligenz“ müssen sie aber noch ganz schön fummeln, bis das was wird. Verursacher des verwendeten Symbolbildes kenntlich als solche sogar bei Weichzeichner-Reichweite sechzig Pixel!
    Meine Fresse, so blind ist ja nicht mal der Hund!

  4. Der Niedergang der Sozialberufe in Deutschland ist ein weiteres Zeichen für die spätrömische/westliche Dekadenz!

    Nur wenige deutsche Jugendliche sind bereit den Alten den Arsch abzuwischen. Stattdessen wollen sie akademische Berufe ausüben für die sie nicht qualifiziert sind. Sie fallen serienweise durchs Jurastudium, haben mit 30 noch keinen Job, aber Sozialarbeit wollen sie nicht verrichten. Das sollen Ausländer tun, also billige Arbeitssklaven aus dem Ausland.

    Ich sehe 2 Ursachen für diese Entwicklung:

    Durch die überindividualistische, spätantiautoritäre Erziehung haben viele Jugendliche gerade aus der grünen Blase übertriebene Berufsvorstellungen. Reiche Grüne finanzieren außerdem ihre mißratenen Sprößlinge bis 30 Jahre. Werktätige aus der deutschen Unterschicht können sich dieses Anspruchsdenken gar nicht leisten. An Jobs in Krankenhäusern kommen sie aber auch nicht, weil diese übertriebene Ansprüche an Bewerberinnen stellen, schlecht bezahlen, siehe Film…

    Auch soziale Berufe sind weltfremd überreguliert. So müssen Kindergärtnerinnen Kleinkinder fragen, ob sie gewickelt werden dürfen. Wehe du faßt ein Kind ohne dessen Erlaubnis an, bist du schon der Pädophilie verdächtig. Hier ist es das übertriebene Anspruchdenken der dekadenten grünen Mittelschicht, das den Sozialberufen das Leben schwer macht.

    In China, eine auf Gemeinsinn orientierte konfuzianische Gesellschaft, gibt es diese Probleme nicht. Hier haben Kranke nicht dieses Anspruchsdenken wie der reiche Privatpatient im Film. Es gibt genügend Pflegekräfte zu deren Berufsethos der liebevolle Umgang mit den Kranken zählt.

    Außerdem ist das im Film dargestellte Schweizer Gesundheitssystem maximal profitorientiert, noch viel schlimmer als hierzulande. Das Schweizer Gesundheitssystem kennt den Sozialgedanken nicht sondern ist wie eine private Krankasse organisiert. Kommst Du in der Schweiz als Notfall zum Zahnarzt, mußt du erst mal 300 Franken hinlegen bevor du überhaupt behandelt wirst. Diese extreme Profitorientierung zerstört natürlich den sozialen Gedanken, erzieht asoziale Menschen.

    Fazit: in der auf Eigensinn und Überindividualismus orientierten Gesellschaft wird das Soziale verachtet, der Sozialgedanke grün pervertiert. Und, ich wiederhole mich, am schlimmsten, am asozialsten ist das olivgrüne Juste-Milieu!

  5. Ich habe in den 90igern in einem Alten- und Pflegeheim in Bayern Zivildienst gemacht. Das war schon ausgesprochen stressig und die Bewohner bekamen nicht alle zustehenden Leistungen, weil man das einfach nicht schaffte. Einmal wöchentlich Baden zum Beispiel. Man hatte als Zivi eine komplette Station, nix mit Leute bespaßen oder beim Spazierengehen begleiten, außer medizinische Sachen, mussten wir alles machen, wie normale Pfleger auch.

    Damals kam das mit den Pflegestufen auf und normale Alte gar nicht mehr ins Heim, sondern nur noch Pflegestufe 3, d.h. Leute die richtig Aufwand verursachen. Schon damals stellte man jeden ein, den man bekommen konnte. Die Situation dürfte heute noch drastischer sein. Viel mehr Alte kombiniert mit Fachkräftemangel und immer teureren Auflagen.

  6. Klar, in der Schweiz mit Uhren werfen: Höchststrafe! Ganz anders im lässigen Ausbeuterparadies D. Wenn da eine diebische Krankenschwester im EK Oberhausen erwischt wird, wird so lange, incl. Polizei, vertrödelt und verwischt, bis die dann doch keiner mehr finden kann und die rausgeschmissen wird, nein, da wird von der Krankenhausverwaltung noch Versicherungsbetrug betrieben. Denn diese zahlte den Schaden und das Klaumonster darf bleiben. Es gibt ja auch weniger fitte Patienten, da kann sie weiter zugreifen.

    1. Trotzdem, dass es nicht ganz realistisch ist, aber es hält vielleicht den einen oder die andere an, etwas mehr Respekt gegenüber von Pflegekräften und Krankenschwestern walten zu lassen. Gegenüber Ärzten tun viele sehr freundlich, untergeben und respektvoll, wäre schön, wenn sich dies übertragen würde.

  7. Mal ganz allgemein gesprochen: im Kapitalismus ist man stets Verkäufer. Entweder hat man ein Produkt, das man anbieten kann und wenn nicht, dann eben seine Arbeitskraft. Es versteht sich von selbst, dass man als Verkäufer stets freundlich sein muss. Lässt sich durchaus beobachten. Mit zunehmender Durchklapitalisierung werden die Leute netter. Was ja zunächst mal zu begrüßen ist.
    Aber der Mensch will halt nicht immer freundlich sein. Bisweilen will er Kante zeigen. Aber wo soll er mit diesem Bedürfnis hin? Gar nicht so einfach.
    So erkläre ich mir auch den großen Zulauf zu den Querdenkern. Da kann man sich mal richtig aufregen, dass man jetzt eine Maske aufsetzen muss. Und der Gates! Und der Spahn! Und der Lauterbach!

    Sind Pandemien vielleicht eine Einrichtung der Natur, die dem Menschen ermöglicht, Dampf abzulassen?

    1. Allerwertester Arthur, deine Verniedlichung des totalitären und mörderischen Putsches ab 2020, passt zu deiner Hingabe an das Blutsäuferregime in Nahost. Wem verkaufst du dich denn? Schreibtischtäter und Begleitfeder, wohl bekomm dir dabei der Blutshake. Verschluck dich nicht.

      Damit hier nicht nur eine Anmerkung süffisanter Natur steht, verweise ich noch auf eine Empfehlung von multipolar:

      Secrecy and Society: A Narrative Review of the COVID-19 Infodemic and Censorship in Healthcare (Ein narrativer Überblick über die COVID-19-Infodemie und Zensur im Gesundheitswesen) (San Jose State University) – Auszug (übersetzt): „In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie Zensur und Geheimhaltung von Organisationen und Regierungen während der COVID-19-Pandemie eingesetzt wurden, um finanzielle Vorteile zu erzielen und sich der Verantwortung für ihr Handeln während der COVID-19-Pandemie zu entziehen. Zur Veranschaulichung werden vier Themenbereiche herangezogen: (1) der Ursprung des SARS-CoV-2-Virus, (2) von Regierungen empfohlene Maßnahmen zum Umgang mit der Pandemie, (3) COVID-19-Impfstoffe und (4) Behandlungsmöglichkeiten für COVID-19. (…) Die Menge an Informationen und wissenschaftlichen Daten, die während der Pandemie zensiert und geheim gehalten wurden, ist unüberschaubar. Die [hier] präsentierten Beweise (…) deuten jedoch darauf hin, dass der fehlende Zugang zu wichtigen Informationen zum unnötigen und dramatischen Verlust unzähliger Menschenleben führte und möglicherweise noch weitere Todesfälle nach sich ziehen wird.“

      https://scholarworks.sjsu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1087&context=secrecyandsociety

      Ach und vlt. das noch, passt ja auch zu auf Schicht:

      Hebammen und Mediziner kritisieren Impfung von Schwangeren

      Deutsch-österreichisches Forscherteam berichtet von kindlichem Schlaganfall / Hebamme beobachtet hohe Krankenstände, Fehlgeburten und Auffälligkeiten bei Neugeborenen / Magazin: Corona-Impfempfehlung für Schwangere beruht weiter auf dürftiger Datengrundlage
      17. März 2025
      Salzburg / Greifswald / Berlin.
      (multipolar)

      Ärzte und Hebammen beobachten vermehrt Auffälligkeiten bei Kindern, die in Kontakt mit Corona-Impfungen gekommen sind. So erklärte ein deutsch-österreichisches Forscherteam kürzlich, es habe eine neue Ursache für kindliche Schlaganfälle entdeckt. Thrombosen hätten bei einem Neugeborenen mehrere Schlaganfälle verursacht. Das Kind hat überlebt. Die Analyse der Blutprobe des Babys habe einen „etwas komischen Befund“ gebracht, heißt es in der Pressemitteilung der Salzburger Landeskliniken. Man entdeckte sowohl Hinweise auf eine Impfnebenwirkung als auch eine Reaktion auf ein Medikament. Welche der Ursachen für die Schlaganfälle des Kindes verantwortlich ist, bleibt noch unklar.

      Die Blutprobe des neugeborenenen Mädchens hatte zum einen den Befund einer Vakzin-induzierten immunthrombotischen Thrombozytopenie (VITT) und zum anderen eine Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) nahegelegt. Wie sich herausstellte, war die Mutter des betroffenen Kindes sowohl gegen Corona geimpft, als auch wegen früherer Thrombosen mit dem Anti-Gerinnungsmittel Heparin behandelt worden. Die Anti-PF4-Antikörper der Mutter seien über die Plazenta auf das Baby übertragen worden und hätten die Schlaganfälle ausgelöst, vermuten die Ärzte. Das sei eine medizinisch völlig neue Beobachtung, heißt es vonseiten der Universitätsmedizin Greifswald. Die Impfnebenwirkung VITT war im Zusammenhang mit den Vektorimpfstoffen der Firmen „AstraZeneca“ und „Johnson & Johnson“ beschrieben worden.

      https://multipolar-magazin.de/meldungen/0212

  8. Interessant, der Film spielt also in der (noch reichen) Schweiz?

    Na, dann dürften die Zustände bei uns um etliches schlimmer sein, da hat der Artikelschreiber recht, und dies sogar ganz ohne dass ich den Film je ansehen werde.

    War selber mal Patient in einem Krankenhaus, wo man mich auf einen Flur schob, und einfach vergaß – das Patientenzimmer war noch belegt.

    Irgendwann war es mir zuviel und ich sprach den erstbesten Menschen an, eine Krankenschwester, die sich darum kümmerte, dass ich nicht wieder vergessen wurde, und alles zu meiner Zufriedenheit erledigt wurde.

    Die hat heute noch ein Stein im Brett bei mir, wie es sprichwörtlich so schön heißt, zumal ich ja auch (nur!) Kassenpatient bin. Das Krankenhaus war in Deutschland.

    Was die allgemeine Situation der (immer noch) fehlenden Pflegekräfte angeht, da hielt ich, und halte ich, der ich mal Zivildienst bei einem so genannten „Mobilen Sozialen Dienst“ der AWO gemacht habe, es gar keine schlechte Idee die Wehrpflicht, und zeitgleich den Zivildienst, in alter Form und Ausgestaltung, wieder einzuführen, für diejenigen die den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern, wie ich früher.

    Mir hat der Zivildienst nicht geschadet, und meinen Kollegen auch nicht, von denen manche sogar diese Zeit als „Praktikum“ für einen späteren Beruf im Pflege- oder sozialen Bereich sahen.

    Manch heute in der Pflege Berufstätiger wird mir da sogar zustimmen, dass der Zivldienst eben auch eine Möglichkeit war ein bezahltes Praktikum in einem Bereich zu machen den Mensch später – bei Gefallen – sogar für immer, als Beruf, ausüben will. 😉

    Mensch hat 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen 1. wurde die Pflege (und andere zivildienstrelavante Bereiche) entlastet und 2. man hat neue Berufsmitglieder angeworben, die sich in der Zeit des Zivildienstes überlegt haben dies für immer zu machen – Fazit: Nix Fachkräftemangel in der Pflege, stetiger Nachwuchs garantiert.

    Nichts für ungut, nur meine Meinung 😉

    Gruß
    Bernie

    PS: Mensch sollte auch wissen, dass das mit dem oben erwähnten Zivildienst, und das weis ich aus eigener Erfahrung, für das geschlechtsübergreifende FSJ, ebenso gilt – es war eine Art Praktikum (bezahltes) für Männer und Frauen, die sich später in diesen Berufen engagieren wollten – falls meine Erinnerung noch richtig ist wird das FSJ sogar bei so manchen Studiengängen, und beruflichen Weiterbildungen im Krankenhauswesen (Sozialarbeit?) vorteilhaft genutzt – Stichwort: „Praktikum“…..;-) – da lasse ich mich aber gerne korrigieren sollte sich da in der Zwischenzeit was geändert haben, oder ich mich nicht mehr richtig erinnere – ich meine das FSJ brachte auch im Lebenslauf Vorteile – eben bei angestrebter weiterer beruflicher Laufbahn in der Pflege bzw. dem Krankenhaus- oder Sozialwesen 😉

  9. Der Film spielt in der Schweiz. Deshalb ist es sinnvoll mal den „Mythos Schweiz“, das Schweizer Gesundheitswesen, zu entlarven.

    Kurz, das Schweizer Gesundheitssystem ist extrem unsozial und privatwirtschaftlich organisiert.

    Es gibt in der Schweiz 50 zugelassene Private Krankenversicherungen, in einer der sich jeder Schweizer versichern muß. Der Beitrag ist – wie bei Privaten Krankenversicherungen üblich – von den Leistungen und nicht vom Einkommen abhängig. Arbeitgeber zahlen nicht für ihre Beschäftigten – wie hierzulande – in die Krankenversicherung ein. Der durchschnittliche Beitrag beträgt ca. 330 Franken mtl., kann aber, je nach Leistung, viel höher werden. Es gibt eine Mindestselbstbeteiligung von ca 2000 Franken jährlich, die nur durch hohe Beiträge gesenkt werden kann. Es gibt hohe Zuzahlungen für Medikamente. Wer das nicht will, kann wie hierzulande eine private Zusatzversicherung abschließen. Wer Geld hat lebt gesünder!

    Die Gesundheitsleistungen sind für alle Versicherten gleich, aber schlechter als in Deutschland. So fallen alle Zahnbehandlungen aus dem Versicherungsschutz und müssen privat liquidiert werden.

    Die Krankenhäuser sind weitgehend staatlich und zu ca. 50% von den Kantonen finanziert. Wer außerhalb des entsprechenden Kantons lebt, hat höhere Behandlungskosten.

    Sehr gut ist dieses System für Ärzte und Pflegekräfte, die mehr als hierzulande verdienen. Trotzdem führt dies zu den im Film geschilderten Überbelastungen. Ärzte behandeln sich gegenseitig kostenlos, manchmal auch deren Angestellte. Das war in Deutschland früher auch mal so.

    Ein solches System ist nicht sozial, kein Vorbild!

    1. Danke für die Hinweise, aber dennoch bleibt die Tatsache, dass die Schweiz eben doch um etliches reicher ist als Deutschland – wohne nicht weit von der Grenze weg, und hatte sogar (ältere) Verwandtschaft in der Schweiz – zu deren Lebzeiten.

      Die Schweiz, Roger Köppel von der Weltwoche, rechnet übrigens jetzt schon damit, dass das merzsche/scholzsche Billionen-Schuldenpaket Tausende von Deutschen zum Auswandern in die Schweiz bringt, des besseren Verdienens und Lebens wegen 😉

      „[…]Ein solches System ist nicht sozial, kein Vorbild![…]“

      Da stimme ich mit Ihnen sogar überein, wie in vielen anderen Punkten, aber wie schon gesagt, und Mensch kann es nicht oft genug wiederholen die Schweiz ist Deutschland meilenweit überlegen was Reichtum angeht. War immer so, und hat wohl indirekt was mit der Schweizer Demokratie („Volksabstimmungen“; etc. usf.) zu tun.

      Seh die Schweiz übrigens auch kritisch, aber an den oben erwähnten Punkten kommt Mensch wohl leider nicht vorbei – leider muss Mensch da sagen 🙁

      „[…]Spätschicht im Kinderspital – Notaufnahme am Anschlag | Reporter | SRF[…]“

      Link:

      https://www.youtube.com/watch?v=jFxU7JwNynM

      Mal eine andere Sicht – kein Kinofilm – Mona Vetsch ist ein „Star“ des Schweizer Fernsehens, die, ohne es vorher (angeblich) zu wissen, verschiedene Tätigkeits- und Lebensfelder in der Schweiz für 3 Tage kennenlernen darf 😉

      Gruß
      Bernie

      1. Das Geschäftsmodell der Schweiz war bisher das Geld fremder Leute, der Reichen der Welt, anonym und ideologiefrei zu verwalten. Vom Nazigold, über Schweizer Nummernkonten für deutsche Steuerflüchtlinge bis zu russischen Oligarchen verwaltete die Schweiz das Geld der Welt.
        Mit der Aufgabe der Neutralität und den Russlandsanktionen hat die Schweiz ihr Geschäftsmodell selbst zerstört. Es wird noch etwas dauern bis das auf den allgemeinen Schweizer Lebensstandard durchschlägt.
        Außer ein wenig Pharma- und Uhrenindustrie hat doch die Schweiz industriell nichts zu bieten?
        Da ist das heruntergekommene Deutschland noch besser aufgestellt!

        1. Alles unbestritten was Sie da schreiben, aber ihre absolute Abneigung gegen die Schweiz teile ich so nicht – Hinweis Verwandschaft 😉

          „[….]Außer ein wenig Pharma- und Uhrenindustrie hat doch die Schweiz industriell nichts zu bieten?
          Da ist das heruntergekommene Deutschland noch besser aufgestellt![…]“

          Da Sie ja selber die Frage stellen was die Schweiz sonst noch zu bieten hat empfehle ich Ihnen persönlich da mal näher zu recherchieren bevor Sie das schreiben: „[…] „Da ist das heruntergekommene Deutschland noch besser aufgestellt![…]“ so über den Klee loben 😉 🙂

          Wegen ihrer absoluten Abneigung gegen die Schweiz ein persönlicher Tipp:

          Die söldnerischen Zeiten als „die Schweizer Reisläufer“ deutsche Landsknechte als „Sauschwaben“, und die deutschen Landsknechte diese Schweizer Söldner, eben die sogenannten „Reisläufer“, um es noch einmal zu erwähnen, als „Kuhschweizer“ gegenseitig beleidigten, mit oft tödlichen Folgen wegen „Ehrverletzung“, sollten ja eigentlich längst – seit dem späten Mittelalter- überwunden sein….hoffe ich zumindest 🙂 😉 *Sarkasmus*

          Gruß
          Bernie

          1. @freedomofspeech
            Jetzt haben sie schon den xten Kommentar über die Schweiz abgesetzt. Das Schweizer Gesundheitssystem ist teuer und Zahnarztbehandlungen sind mit Ausnahmen nicht drin. Den Rest von wegen nicht sozial haben Sie sich schön zusammen gedichtet. Aber keine Sorge, das System ist so kompliziert, dass selbst 95% der Schweizer keinen Schimmer haben wie es funktioniert, aber es funktioniert.

            Die Schweiz ist wirtschaftlich einiges diverser aufgestellt als Deutschland (Auto, Auto, Auto) und z.B. Russland hat nur 2.5 mal die Wirtschaftsleistung der Schweiz, Tendenz sinkend. Zudem weltweit der wichtigste Rohstoffhandelsplatz. Weltmarktanteil beim Erdöl 35%, bei Metallen 60% bei Getreide 50% und bei Zucker 40%. 70% des Handels mit Kaffee läuft auch über die Schweiz.

            Sie müssen sich um die Schweiz keine Sorgen machen.

            1. Danke für die Stimmen aus der Schweiz 😉

              Wie gesagt wohne selbst grenznah, und hatte einst sogar Verwandtschaft in der Schweiz – ein älteres Ehepaar, mittlerweile beide leider altersbedingt verstorben.

              Daher kann ich die Antipathie von freedomofspeech so gar nicht nachvollziehen, und bleib dabei, die Schweiz ist das bessere Gegenmodell zu Deutschland – gut hat auch seine Nachteile wie jedes Land, aber die Schweiz steht immer noch besser da, als Deutschland, und sollten die „Reformen“ des Blackrock-Merz im März durch den Bundestag gepeitscht durchkommen, sowieso…..;-)

              Gruß
              Bernie

    2. Das Schweizer Gesundheitswesen ist ziemlich asozial, keine Frage. Vieles hier stimmt aber schlicht nicht.

      Meine Selbstbeteiligung zb ist auf freiwilliger Basis (die Prämie könnte bei zu hohen Kosten ohne Selbstbehalt steigen, dies ist aber für Jemanden wie mich der alle Schaltjahre mal zum Hausarzt geht kein Problem, solange ich gesund bleibe).

      Zahnbehandlungen fallen auch nicht aus dem Versicherungsschutz (wobei es aber stimmt dass die Kassen vieles nicht zahlen, oder nur die billigste Behandlungsform übernehmen, sollte man daher vorher unbedingt mit dem Arzt und der Kasse abklären). So war mein Gebiss bis 21 sogar „IV“ (Invaliden-Versicherung, was zwar heisst dass der Staat die Kosten für die private Kasse übernimmt, aber es war/ist trotzdem versichert/gedeckt).

      Pflegekräfte sind nur im Vergleich mit Niedriglohn-Ländern wie DE gut bezahlt. Für Schweizer Verhältnisse eher weniger, auch die Wertschätzung ist besonders in der Pflege oft auf demselben äusserst niedrigen Niveau wie in DE (das zeigt ja auch der Film). Krankenhäuser sind oft kantonal, aber stark auf Profit getrimmt (wir haben auch genug Politiker die sich mit ihrer Asozialität profilieren). Von den höheren ausserkantonalen Kosten hab ich aber noch nie gehört (und ich leben in einem kantonalen „Grenzgebiet“, zwei meiner Nichten wurden „ausserkantonal“ geboren), kann mir aber gut vorstellen dass dies intern so abgerechnet wird.

      Den Ärzten gehts dagegen tatsächlich oft blendend (wobei es grosse Unterschiede zwischen kantonalen Spitälern und privaten Kliniken, oder Hausärzten und Zahnärzten gibt). Das Kieferorthopäden-Paar zb, welches damals mein IV-Gebiss behandelte, besitzt ein Schloss in Deutschland.

      Und falls man es sich leisten kann ist auch der Service Weltklasse. So wurde mein Grossonkel erst grad mit dem Heli (er ist REGA-Sponsor) aus Spanien in die Schweiz geflogen, weil er von einem Mäurchen fiel (er ist alt und es war ein komplizierter Bruch, aber trotzdem..).

      Asozial aber noch halbwegs funktional wäre meine Zustandsbeschreibung für unser Schweizer Gesundheitswesen.

      1. Die Rega-Mitgliedschaft kostet 40 Franken im Jahr. Also nicht so teuer. Wenn Sie repatriiert werden müssen ohne Rega-Mitgliedschaft kann das locker 10000 Franken Eigenanteil kosten.

        Eine Dipl. Pflegefachfrau verdient in Zürich 8500 CHF pro Monat. Nicht wenig, aber könnte doch mehr sein für die Arbeit die sie leisten.

        Jetzt noch über die ausserkantonale Kostengutsprache und die vielen Ausnahmen zu sprechen, würde den Rahmen sprengen. Bei Notfällen ist es egal in welchem Kanton Sie sich behandeln lassen.

        1. Umtauschkurs CHF zu EURO:
          1 Schweizer Franken entspricht 1,05 Euro

          8500 CHF pro Monat. Nicht wenig, aber könnte doch mehr sein für die Arbeit die sie leisten

          In Deutschland:

          „Das Bruttomonatseinkommen in Pflegeberufen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.412 Euro. Je nach Beruf variiert dieses Einkommen zwischen 1.855 Euro und 3.131 Euro.“

          Das lässt ungefähr erahnen, was Deutschland durch die EU und den Euro verloren hat. Sieht man auch nochmal an der historischen Entwicklung:
          https://reisebuch.de/reiseziele/schweiz/historische_frankenkurse.html

          Klar, die Schweiz ist auch wesentlich teurer, aber sie wirbt gute Leute von uns ab, die pendeln dann halt notfalls und wohnen in Deutschland, meine Tante macht das z.B.

          1. Dafür ist die Schweiz bei der Elternzeit Jahrtausende hinter Deutschland. Es gibt sie schlicht nicht.
            Bezahlt werden nur knapp 4 Monate Mutterschaft und erst seit ein paar Jahren 2 mikrige Wochen Vaterschaftsurlaub.
            Dafür gibt’s dank dem Stimmvolk bald eine 13te Monatsrente. Wenn man schon 13 Monatslöhne erhält, sollte es ja auch 13 Renten im Jahr geben.

    3. „Kurz, das Schweizer Gesundheitssystem ist extrem unsozial und privatwirtschaftlich organisiert.“
      Dem würde ich jetzt mal entschieden widersprechen.
      Die allgemeine (also günstige) KK-Versicherung deckt alles – auch komplexeste Operationen, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.
      „Die Gesundheitsleistungen sind für alle Versicherten gleich, aber schlechter als in Deutschland“
      Ja, das stimmt, es ist gleich für alle: da müsste doch das deutsche Sozialistenherz geradezu Spünge vollführen. Aber schlechtre? Nein, das denke ich nicht.
      Stichwort Wartezeiten im Spital und beim Arzt? Kenne ich nicht.
      Als bei mir zufällig ein „heimlicher Infarkt“ erkannt wurde (mind. zwei Monate später, also kein Notfall!), lag ich 1 Woche später in der Herzklinik auf dem Tisch.
      Als bei mir ein Leistenbruck erkannt wurde – Terassenplatten falsch gehoben, vermute ich – wurde ich innert 1 Monat operiert. Leistenbruch ist kein Notfall!
      Ein deutscher Kollege von mir wartete 3 Monate auf die OP – in einer lebensbedrohenden Situation. Sowas kennen wir in der Schweiz nicht!
      „So fallen alle Zahnbehandlungen aus dem Versicherungsschutz und müssen privat liquidiert werden.“
      Ja normale Zahnbehandlungen muss man selbst bezahlen. Na und? Wer schlechte Zähne hat, ist meist selbst schuld – warum sollen dafür andere mitbezahlen ?
      „Es gibt eine Mindestselbstbeteiligung von ca 2000 Franken jährlich“
      Nein, das stimmt nicht. Franchise CHF 300, Selbstbehalt CHF 700 macht max CHF 1’000 pro Jahr. Man kann die Franchise aber bis auf 2’500 erhöhen, bezahlt dann deutlich weniger KK-Prämien.
      Typisch Schweiz: jeder ist selbst für sein Glück verantwortlich …. und für sein Geld.
      „Wer außerhalb des entsprechenden Kantons lebt, hat höhere Behandlungskosten.“
      Ja. Man kann dafür aber die Versicherung erweitern, für rund CHF 7.25 pro Monat. Dann kann man in jedes Spital der Schweiz. Klar könnte man sich auch fragen: wie oft braucht man das – und wer will schon, dass die Freunde und Angehörigen 200km fahren müssen für einen Besuch? Spital-Tourismus braucht es nicht in der Schweiz – wer geht schon von Zürich nach Genf zur Behandlung?
      Und bei einem Unfall gelten diese Regeln nicht, da landat man da, wo der Unfall war – es sei denn, mann lässt sich mit der Rega heimfliegen. Kostet CHF 40 im Jahr, bei vielen anderen Versicherungen ist das sowieso dabei.
      „Ein solches System ist nicht sozial, kein Vorbild!“
      Klar, dass ein Deutscher das sagt: wenn niemand auf der Welt im Herz ein tiefroter Sozialist ist – die Deutschen sinds. Keine Ahnung, warum Ihr Deutschen da dauernd diesen arrmen sozialen Esel reitet – aber irgendwann ist auch dieser Esel tot – Ihr solltet mal absteigen!
      Nun, in der Schweiz legen wir mehr Wert auf Eigenverantwortung, auf Leistung – und deshalb ist die soziale Matte etwas kleiner. Nicht besonders viel kleiner, aber ja, kleiner.
      Und es gibt ja auch Gründe, warum ich in meinen zwei Spitalaufenthalten so viele nette deutsche Plegerinnen kennenlernen durfte – und nein, nicht weil diese Pflegerinnen in die Schweiz geprügelt wurden.
      Ich kann es Ihnen sogar sagen: sie kamen nud kommen wegen besserer Arbeitsbedingungen und wegen weniger Hierarchie (sie wissen ja, die Deutschen leiden extrem an Hierarchitis – Hierarchitis ist die Entmündigung von mündigen Arbeitern durch Chefs, welche alles zu wissen meinen und eine weit verbreitete deutsche Krankheit) – und dass z.B. hier in der Schweiz keine Corona-Impfpflicht ausgerufen wurde (weder für Spital- noch für Militär-Personal) ist zwar ein neueres, aber auch sehr typisches Merkmal von besseren und auch auch normaleren Arbeitsbedingungen hier in der Schweiz (und seien wir ehrlich; auch ein Kennzeichen von mehr gesellschaftlicher und politischer Vernunft – besser gesagt, der Absenz des typisch deutschen politischen Wahnsinns).
      Dass alles immer besser sein könnte, auch in der Schweiz, ja, das glaube ich auch, dem stimme ich zu.
      Jedoch, Ihren Verriss der CH-Verhältnisse sehe ich jedenfalls nicht in der Schweiz, sondern in persönlichen schlechten Erfahrungen begündet.

      1. Danke für den Erfahrungsbericht aus der Schweiz, wie schon gesagt Germany 0 Punkte Schweiz 1….;-)

        Natürlich hat auch die sonnige Schweiz, wie jedes Land, auch Nachteile, aber die Schweiz deswegen gleich in Bausch und Bogen zu verdammen käme mir nie in den Sinn 😉

        Ach übrigens, was den „deutschen Sozialisten“ angeht, der ist doch spätestens seit der Agenda 2010, und Hartz IV, mausetot, und lebt nur in den Erinnerungen alter Menschen und merzscher Lügen weiter…..

        Eine Geschichte der BRD fehlt leider – die war nämlich auch ein anderes Land, ebenso wie die Ex-DDR.

        Wird auch nie kommen, da die (wohlfahrtsstaatliche) BRD ein tolles Gegenmodell zur heutigen Berliner Republik wäre – die durch und durch wirtschaftsradikal ist…..und das soziale bzw. keynsche Wohlfahrtsmodell längst so tief vergraben hat, dass Menschen der heutigen Generation nicht mehr wissen sollen was sie verloren haben 🙁

        Bin mittlerweile ein alter Opa, aber das wollte ich doch mal erwähnt haben, das Merz-Deutschland ist nicht das von Helmut Kohl/Norbert Blüm (ja, die alte BRD hatte auch ihre Schattenseiten, aber beim Thema Wohlfahrtsstaat war die um einiges sozialer als das was heute als „sozial“ verkauft wird – in Deutschland. Übrigens auch die Wirtschaft war eine andere – viel erfolgreicher, was das neoliberale Wirtschaftsmodell mal wieder wiederlegt, aber das ist ein anderes Thema, dass ich hier nicht näher vertiefen will – Stichwort Marke „Made in Germany“;-) ).

        LG Bernie

  10. Ich habe den Film nicht gesehen und habe auch kein Interesse, dies zu tun. Denn ich habe es bisher noch so gut wie kein einziges Mal erlebt, daß ein Beruf – welcher Art auch immer – im Film auch nur ansatzweise realitätsnah dargestellt wird. Die obige Beschreibung scheint mich zu bestätigen. Das ist wohl letztendlich der Dramaturgie geschuldet und bis zu einem gewissen Grad sicherlich auch legitim. Man sollte nur nicht erwarten, ein Abbild der Wirklichkeit vor sich zu haben.
    “ Die behandelnden Krankenhäuser schützen ihre Angestellten nicht vor Übergriffen und besonders ehrlosen Behandlungen.“ Auch wenn der Druck und der Stress bei Pflegekräften besonders hoch ist, ist dies kein Alleinstellungsmerkmal dieses Berufsstands oder des Gesundheitswesens. Daß Firmen/Inhaber/etc. hinter ihren Angestellten/Mitarbeitern stehen und diese ggf. auch im Konfliktfall verteidigen, dürfte eher die Ausnahme sein.
    Habe ich persönlich zumindest ausgesprochen selten erlebt. Kunde, Patient, etc. geht vor. Das scheint mir allerdings auch eine Entwicklung der (mindestens) gut letzten 20 Jahre zu sein. Immer wieder geht es v.a. um Außendarstellung, wie man dasteht, da könnten Konflikte ja das mühsam aufgebaute Zerrbild stören.
    Und im Zeitalter der permanenten Bewertung stören selbstbewußte und eigenständige Menschen (im schlimmsten Falle sogar noch mit eigener und abweichender Meinung) nur…

  11. Das Pflegepersonal ist ein (lästiger) Kostenfaktor, den es möglichst klein zu halten gilt. Schließlich geht es in Kliniken nicht um die Gesundheit, sondern um Ertrag. Der Artikel „Gesundheit“ ist nur das Produkt dazu.

  12. PS :
    Ich hatte vor Jahren regelmäßig Pflegekräfte in Behandlung.
    Das Irrsinnige (und Schlimme) an dem Ganzen ist nicht nur, daß diese Menschen eine unglaublich verspannte Muskulatur hatten, sondern v.a., daß sie fast alle geäußert haben, wieviel Freude ihnen dieser Beruf grundsätzlich spenden würde, wäre da nicht der Dauerdruck und -stress, nicht selten durch inkompetente und asoziale Pflegeleitungen (mit)verursacht.
    Und es ekelt mich einfach nur an, wenn irgendwelche Vollidioten meinen, von vermeintlichen Notwendigkeiten und Unvermeidlichkeiten faseln zu müssen.
    Diese Situation wird sich allerdings in den nächsten Jahren absehbar noch weiter verschärfen. Aber was soll sich auch ändern, wenn die Mehrheit es vorzieht, weiterhin die Augen vor den essenziellen Dingen zu verschließen.

  13. Wenn jemand seinen Eltern erzählt, Pflegekraft zu werden, dann werden verantwortungsvolle Eltern dies dem Kind sofort ausreden. Sie hätten doch in der Tagesschau gerade gesehen, wie schlecht es den Pflegekräften geht. Das permanente öffentliche Gejammer dieser Berufsgruppe gräbt ihr den Nachwuchs ab.
    Seit über zwei Jahren werden den Krankenhäusern die Pflegekräfte bezahlt, die sie bekommen können.
    Und man darf nicht vergessen, dass nicht der Krankenhausgeschäftsführer die Dienste einteilen, das macht die Pflege autonom.

    1. Mir ist schon klar, daß es sich hier um einen (altbekannten) Troll handelt, den man i.d.R. nicht füttern sollte.
      Aber wer Sätze wie “ Das permanente öffentliche Gejammer dieser Berufsgruppe“ absondert, den darf man zur Dokumentation seiner kompletten Geistesgestörtheit und Asozialität durchaus mal hervorheben.
      Sie sind wirklich einfach nur armselig, aber das wissen Sie ja selbst.
      So, genug gefüttert…🍕🍔🥐🍖🍰🤢🤮

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